Bücher mit dem Tag "opernball"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "opernball" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Opernball (ISBN: 9783104001203)
    Josef Haslinger

    Opernball

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Ein Februar in Wien. Der traditionelle Opernball steht an. Diesmal wird der Ball nicht vom ORF übertragen, sondern der europäische Privatsender ETV hat sich erstmals die Rechte gesichert und überträgt live nach ganz Europa. Die Übertragung leitet Kurt Fraser, sein Sohn Fred bedient eine der Kameras aus dem Saal. Draußen toben die üblichen Demonstrationen gegen den Opernball von linken Gruppen, die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Da kommt es im Opernhaus zu einem terroristischen Anschlag einer rechtsradikalen Gruppe, live übertragen: Plötzlich brechen die Ballbesucher zusammen, Giftgas wurde ins Lüftungssystem eingeleitet. Mehrere tausend Tote sind zu beklagen. Auch die Täter sind unter den Opfern. Doch Kurt Fraser reichen die offiziellen Erklärungen nicht. Der Journalist (und Kriegsberichterstatter) will wissen, wie es so weit kommen konnte und beginnt seine eigenen Nachforschungen.

    Der Aufbau dieses Romans ist relativ ungewöhnlich. Kurt Fraser, Sohn nach England vertriebener Wiener Juden, tritt als Rahmenerzähler auf. Er beginnt das Buch mit der Schilderung des Attentats, wie er es aus dem Übertragungswagen erlebt hat, vor allem die Gewissheit, dass sein Sohn unter den Opfern ist. Danach geht er in der Rahmenerzählung weiter zurück, berichtet von seinen Einsätzen als Kriegsreporter, vom schwierigen Verhältnis zu seinem Sohn aus geschiedener Ehe und nähert sich aus der Vergangenheit wieder dem Attentatstag an und berichtet anschließend von seinen Recherchen. Unterbrochen wird dieser Rahmen immer wieder durch Protokolle. Bei seinen Recherchen hat Fraser die Aussagen mehrerer Personen protokolliert, die er nun abwechselnd einbaut. Dabei handelt es sich um (fiktive) transkribierte Tonbandaufzeichnungen. Die jeweiligen Personen erzählen aus ihrer Perspektive und beleuchten so die Ereignisse vor, während und nach dem Attentat. Der wohl wichtigste Interviewpartner ist der „Ingenieur“, ein Mitglied der „Bewegung der Volkstreuen“, die den Anschlag verübt haben. Ebenfalls häufig zu Wort kommt Fritz Amon, ein Polizist, der bei den Demonstrationen außerhalb der Oper eingesetzt war und Einblicke aus dem Polizeiapparat liefert. Schließlich berichten mit der Hausfrau Claudia Röhler und dem Fabrikanten zwei Teilnehmer des Opernballs, die überlebten, weil sie kurz vor dem Anschlag vorzeitig die Oper verließen.


    Als mich der Blick des Geringsten traf, war mir, als wäre es der Blick Gottes. Er hätte in dieser Stunde alles von mir verlangen können, ich hätte es getan. Es war die Gewißheit einer großen Bestimmung, und der Geringste war nicht einfach ein Freund, sondern er war mein Lebensspender. Er allein war in der Lage, mir meine Bestimmung bewusst werden zu lassen. (Auszug Seite 144).


    Der „Ingenieur“ ist der „Gesprächspartner“ mit dem größten Anteil. Wie der Leser erst ganz am Schluss erfährt, hat ihn Kurt Fraser in einem Versteck auf Mallorca aufgestöbert und ihn dazu gebracht, die Geschichte seiner „Bewegung“ zu erzählen. Eine kleine Gruppe von Rechtsradikalen mit der Sorge vor der Vermischung ihrer weißen Volksgemeinschaft und mit einem Anführer, dem „Geringsten“, der die Gruppe mit theoretischem Input versorgt und mit kühler Autorität führt. Die Gruppe sucht sich ein Hauptquartier auf einem ländlichen heruntergekommenen Hof, zelebriert Sonnenwendfeiern mit der örtlichen bäuerlichen Bevölkerung, putscht sich mit gewalttätigen Angriffen auf Ausländer auf, beginnt sich im aufkommenden Internet zu vernetzen. Nach dem ersten größeren Anschlag auf Wohnungen von Ausländern werden zwei aus der Gruppe verhaftet, der Rest zerstreut sich. „Der Geringste“ emigriert in die USA, kehrt aber nach einiger Zeit gestärkt zurück, mit dem Ziel, ein wirkliches Fanal zu setzen.

    Der Roman überzeugt meines Erachtens in zwei Dingen: Seine Gesellschaftskritik und Medienkritik ist auch fast fünfundzwanzig Jahre später nach wie vor aktuell. Eine übersättigte Gesellschaft, sensationslüsternde Medien mit ausgeprägterem Hang zur Meinung anstatt zur Fakten basierten Hintergrundinformation, diffuse Ängste vor dem Fremden, eine Politik, die dies aufgreift, eine Polizei, die auf dem rechten Auge blind ist (oder sogar Schlimmeres). Eine rechtsradikale Szene, die sich vernetzt, die neue Ideologien entwickelt und in die Mitte der Gesellschaft zielt. Kommt einem irgendwie bekannt vor. Geradezu hellsichtig spiegelt der Roman eine sehr gegenwärtige Entwicklung wider – gerade auch in Österreich.

    Was ihm aber leider bei mir nicht gelungen ist: Diese inhaltlichen Pluspunkte in eine angenehme sprachliche Form zu bringen. Den pseudo-dokumentarischen Stil mit den Perspektivwechseln durch die Gesprächspartner Frasers empfand ich als sehr zäh und wenig fesselnd. Die Figuren erzählen und erzählen, verlieren sich in Details und Nebensächlichkeiten, weil Fraser (bzw. Haslinger) sie einfach so drauf los plaudern lässt. Ein Spannungsbogen ist für mich nicht erkennbar. Die SZ hat diesen Roman in seine Kriminalbibliothek aufgenommen, aber ein wenig kann man die Einordnung schon anzweifeln. „Opernball“ mag ein guter Gesellschaftsroman sein, als Spannungsliteratur hat er mich hingegen nicht überzeugt.

  2. Cover des Buches Ein Paar. Ein Buch. (ISBN: 9783866157255)
    Eduard Augustin

    Ein Paar. Ein Buch.

     (58)
    Aktuelle Rezension von: nordfriese
    Der einzige Grund, im Besitz dieses Buch zu sein, ist entweder der Griff in den Tisch mit den Mängelexemplaren und dann zu denken - so schlecht kann es gar nicht sein, also mitnehmen. Oder: es geschenkt zu bekommen. Eigentlich ist es so schlecht, dass man es nicht mal als Geschenk bekommen möchte. Sorry!
  3. Cover des Buches Opernball, Jubiläums-Edition (ISBN: 9783596505159)
    Josef Haslinger

    Opernball, Jubiläums-Edition

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Die Liebe kam unerwartet (ISBN: 9783943295382)
    Angela Mackert

    Die Liebe kam unerwartet

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT:

    Die Kostümdesignerin Jennifer arbeitet in der Schneiderei eines Theaters. Weil das Ensemble dringend neue Kostüme braucht, will sie auf dem Opernball ein offenes Ohr für die Verwirklichung ihrer Entwürfe finden. Als sie Oliver kennenlernt, scheint sie ihrem Ziel näher zu kommen. Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ist Oliver wirklich der, für den sie ihn hält? Jennifer gerät auf eine Achterbahn der Gefühle …

    MEINE MEINUNG:

    “Die Liebe kam unerwartet” von Angela Mackert ist der erste Band der Teezeitgeschichten-Reihe des TextLustVerlags.
    Die Kurzgeschichte wird aus zwei abwechselnden Perspektiven erzählt. Die erste Perspektive handelt von der 29-jährigen Jennifer Reidel. Sie ist eine talentierte Kostümdesignerin am Theater. Da angeblich kein Geld für die Verwirklichung ihrer Kostüm-Entwürfe vorhanden ist, will sie den Intendanten auf dem Opernball zur Rede stellen. Sie trifft auf zwei Männer. Einer davon ist Oliver Roeske. Sie vermutet, dass er der Intendant ist. Allerdings wird ihr Anliegen nun ein wenig erschwert. Denn sie hat sich auf den ersten Blick in ihn verliebt.

    "Sie war hierhergekommen, auf diesen Opernball, in der Hoffnung, ein offenes Ohr für ihre Entwürfe zu finden. Dann stand Oliver plötzlich vor ihr und sein Blick hatte ihren Körper und ihre Seele entzündet. "
    (Zitat – Seite 36)

    Die andere Perspektive handelt von Oliver Roeske. Er ist ein attraktiver, wohlhabender und charmanter Mann. Auch er hat sich auf den ersten Blick in Jennifer verliebt. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält?

    Der Autorin ist es gelungen eine spannende, herzerwärmende und mystische Liebesgeschichte über Seelenpartner zu schreiben. Jeder, der schon einmal so eine Begegnung hatte, wird sich in dieser Geschichte wiederfinden und ganz in ihr aufgehen.

    Auch die Gestaltung des Covers ist sehr gelungen. Das herzförmige Opernglas gibt den Inhalt des Romans perfekt wieder. Zudem befindet sich passend zum Thema “Teezeitgeschichten” auf dem Cover eine kleine Teetasse und auf der Rückseite ein großer Teebeutel.

    Fazit: Eine wunderschöne und kurzweilige Liebesgeschichte für den gemütlichen Nachmittag mit einer Tasse Tee, einer kuscheligen Decke und Kerzenschein.

    -------------------------------------
    (c) 2014 - Nanes-Leseecke
  5. Cover des Buches Alter ist nichts für Phantasielose (ISBN: 9783990500262)
    Lotte Tobisch

    Alter ist nichts für Phantasielose

     (1)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    Ich habe Frau Lotte Tobisch schon immer bewundert, Ihr Charme und Ihre Ausstrahlung  mit diesem Alter.
    Auch Ihr Buch war interessant zu lesen, Ihre Beziehung, Ihr großer Bekanntenkreis.  Sie schreibt sehr ruhig und nett und ich habe das Buch sehr gern gelesen.
  6. Cover des Buches Dämonenherz (ISBN: 9783548283272)
    Julia Talbot

    Dämonenherz

     (74)
    Aktuelle Rezension von: DarthEni
    Was hätte die Autorin nicht alles aus dieser Idee machen können! Ich habe mich nach dem Klappentext und nach der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut, weil ich gehofft habe, dass die Autorin sich mit ihren Ideen aus dem Einheitsfantasybrei abhebt. Und das ist ihr tatsächlich gelungen - in dem Buch tauchen viele neue Ideen und Ansätze auf. Das Problem ist nur, dass die Autorin daraus nichts gemacht hat.

    Sie beschreibt zum Beispiel das Make-Up der Protagonisten bis zum geht nicht mehr, jedes noch so unwichtige Detail wird erwähnt. Und was macht sie, sobald es mit den phantastischen Elementen losgeht? Sie erklärt nichts, gar nichts. Wir sollen das hinnehmen, was sie sich ausgedacht hat, ohne es zu verstehen. Ja, im Fantasybereich kann man eine eigene Logik erschaffen, aber als Autor sollte man sie so deutlich machen, dass auch die Leser alles verstehen oder es zumindest nicht hinterfragen müssen. Ich habe mich durch das Buch gequält, weil ich gehofft habe, dass noch einige Erklärungen folgen werden, aber ich wurde enttäuscht. Obwohl ich viiiel Fantasy lese, habe ich nicht verstanden, was für ein System oder was für eine Welt die Autorin hier erschaffen wollte. Schade eigentlich.

    Nun ja, die Charaktere sind blass und undurchschaubar geblieben und überwiegend unsympathisch, nur die Protagonistin ist einem anfangs sympathisch. Aber auch das ändert sich, denn im Laufe des Buches wird sie zu einer willenlosen Puppe.

    **Fazit:** Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Keine Spannung, keine Charaktere, mit denen man mitfiebern kann und keine Fantasywelt, die einen mitreißt - im Gegenteil, man versteht gar nicht, was die Autorin sich da ausgedacht hat. Schade, denn die Autorin hatte einige neue Ideen, aus denen man etwas hätte machen können ...

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks