Bücher mit dem Tag "organspende"

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78 Bücher

  1. Cover des Buches Beim Leben meiner Schwester (ISBN: 9783492952507)
    Jodi Picoult

    Beim Leben meiner Schwester

    (1.893)
    Aktuelle Rezension von: Geschichtenfinder

    Annas große Schwester Kate hat Leukämie, eine der vielen Krankheiten, die ihr ganzes Leben bestimmen und frühzeitig beendet hätten, wäre nicht Anna geboren worden. Anna, die künstlich erzeugt wurde, eine sorgfältig von ihren Eltern ausgewählte Kombination, die als Kates hundertprozentiger Stammzellenspender dienen kann. Seit Annas Geburt sind die Leben dieser beiden Mädchen auf das Engste miteinander verwoben und mit den Jahren drängen sich in ihrer Familie immer mehr die Fragen, wie es weitergehen soll, wer sie als Familie überhaupt noch sind und nicht zuletzt, wie lange sie alle noch so funktionieren können?

    Diese Fragen werden zurückgedrängt, bis Anna den ersten Schritt geht, sich an einen Anwalt wendet und sich das Recht einklagt, selbstständig über ihren eigenen Körper bestimmen zu können und sich weigert, weiterhin für Kate Stammzellen zu spenden.


    Jodi Picoult, 1967 auf Long Island geboren, veröffentlichte ihren ersten Roman 1992 und wurde 2003 mit dem England Book Award ausgezeichnet. "My Sister´s Keeper" war ihr Durchbruch in den USA und Deutschland und wurde 2009 verfilmt.


    Der Roman ist sehr gut geschrieben und schafft es durch die wechselnden Perspektiven alle direkt Betroffenen zu beleuchten und macht auf diese Weise nur zu deutlich, dass es in ethischen Konflikten selten eindeutige Positionen gibt, die man mit seinen Vorstellungen von "Gut/Böse" bzw "Pro/Contra" versehen kann. Und gerade durch Jodis persönlichen Stil kann man die unterschiedlichen Blickwinkel auf Annas Entscheidung und das moralische Dilemma so gut nachvollziehen.


    "My Sister´s Keeper" ist auf jeden Fall empfehlenswert für Kinder/Jugendliche ab 12, die gerne zu ernsteren Themen lesen.

  2. Cover des Buches Alles, was wir geben mussten (ISBN: 9783896676962)
    Kazuo Ishiguro

    Alles, was wir geben mussten

    (628)
    Aktuelle Rezension von: carolin_schreibt

    In Großbritannien, Ende des 20. Jahrhunderts, werden Klone gezüchtet, um als Organersatzlager ausgeschlachtet zu werden. Der Roman begleitet das Aufwachsen dreier solcher Klone von ihrer Kindheit in einem Internat bis zum jungen Erwachsenenalter, wo sie mit dem „Spenden“ anfangen sollen. 

    Das klingt wie der Auftakt zu einem spannenden SF-Thriller. Typischerweise würde die brutale Ausbeutung der Klone in allen Farben gezeigt werden und die Klone würden gegen ihre grausamen Unterdrücker aufbegehren. 

    Nichts davon in diesem Buch. 

    Was das Buch stattdessen zeigt, ist das Mitmachen. Das stillschweigende Einverständnis. Dass Menschen diese Vorgänge so selbstverständlich finden, dass sie nicht einmal anfangen, etwas zu kritisieren. 

    Weder sind die Ärzte, Krankenpfleger oder die Erzieher der Kinder besonders grausam, sondern einfach nur Menschen, die ihren Job machen. (Auch wenn eine Erzieherin Probleme damit hat.) Noch rebellieren die Klone, sondern fügen sich in ihr Schicksal, erkennen es als ihre Bestimmung an. Gezeigt werden lauter gute Menschen, die nur Gutes wollen, und am Ende kommt die massenhafte Ermordung von Menschen dabei heraus, was euphemistisch als „Abschließen“ bezeichnet wird. 

    Als ich das Buch zum ersten Mal las, fand ich das schwer vorstellbar. Mittlerweile halte ich es für ein passendes Abbild der bürgerlichen Gesellschaft, wo auch niemand jemals etwas Böses will. Komischerweise gibt es dann eben Armut, Obdachlosigkeit oder den ein oder anderen Massenmord, für den scheinbar niemand verantwortlich ist.

    Im Buch wird nie genauer erklärt, wie es zu dem Einverständnis kommt. Die Beteiligten halten einfach alle für richtig, was sie tun, und wollen ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten. Außerdem werden den Kindern im Heim Informationen bruchstückweise immer dann gefüttert, wenn sie noch zu jung sind, um sie wirklich zu verstehen. 

    Zu einer kleinen Rebellion kommt es dann aber doch, allerdings nur innerhalb des Systems. Unter den Klonen geht nämlich das Gerücht um, dass ein Junge und ein Mädchen einen Aufschub des Organspendens beantragen können, wenn sie einander wirklich lieben (das scheint nur für hetero Paare zu gelten).

    Das Gerücht weckt bei Ruth, Kathy und Tommy die Hoffnung, den Versuch zu wagen. Unglücklicherweise sind die drei in ein Liebesdreieck verstrickt, sodass sie erst nach Sortieren ihrer Beziehungen diesen Weg gehen können. Scheinbar viel zu spät.

    Dabei geht es viel um die zwischenmenschlichen Beobachtungen. Die Ich-Erzählerin Kathy beobachtet genau das Verhalten anderer, während sie über ihre eigenen Gefühle wenig sagt. Diese muss man zwischen den Zeilen lesen und sie treffen dafür umso heftiger. 

    Es geht auch um die Frage, ob man an Beziehungen wieder anknüpfen kann, die durch verletzende Worte zerbrochen wurden, oder ob es irgendwann zu spät dafür ist. 

    Die Sprache ist auf einem sehr hohen Niveau, lange Sätze, fast schon etwas altmodisch, was aber gut zur Stimmung passt.

    Insgesamt ein Buch, das lange nachhallt.

  3. Cover des Buches Vollendet – Die Flucht (ISBN: 9783733507114)
    Neal Shusterman

    Vollendet – Die Flucht

    (748)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Mit Neal Shustermans dystopischen Scythe-Trilogie konnte er mich so begeistern, dass ich noch mehr Bücher von ihm lesen wollte. Somit war ich schon ganz gespannt auf den Auftaktband „Vollendet – Die Flucht“ aus der 4 Bände umfassenden Vollendet-Reihe von Neal Shusterman.

    Die Vollendet-Reihe spielt in einem zukünftigen USA, in welchem Jugendliche, die zu viel Ärger machen, „umgewandelt“ werden können. Das bedeutet, dass ihr gesamter Körper sofort zur Organspende freigegeben wird. Es wird behauptet, dass die Teile des Körpers weiterleben, also dass man selber weiterlebt, nur in einer anderen Form. Ob ein Jugendlicher umgewandelt werden darf, wird von den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten entschieden. Und diese Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Jugendliche, die sich dagegen wären und fliehen, werden gejagt, bis zur Festnahme.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieses Thema so richtig…unter die Haut geht, sodass mir ganz anders wurde. Fassungslos, aufgrund dieser Schrecken. Nochmal mehr, wenn man erfährt, wie die Umwandlung passiert. Die Ungerechtigkeit, dass man über ein Leben so bestimmen kann. Dass einem so etwas angetan wird. Dass man nichts dagegen tun kann. Dass es kaum welche gibt, die dagegen angehen. Die Art und Weise, wie dieses System durchgeführt wird. Und das alles erinnert mich an die grausame Ausbeutung von Tieren in unserer Welt – nur dass es in der Geschichte Jugendliche sind, die so etwas durchmachen müssen.

    Die Handlung wird aus der Sicht von mehreren Charakteren in der personalen Erzählweise erzählt, hauptsächlich jedoch von Risa, Connor und Lev, die sich auf eine ziemlich krasse Weise begegnen, nämlich inmitten einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd auf einer Straße. Alle drei sind Wandler, also Jugendliche, die umgewandelt werden sollen. Während sie auf der Flucht sind, gibt es so einige gefährliche, schaurige und überraschende Momente und Wendungen. Und ganz besonders Levs Entwicklung auf dieser Flucht ist unglaublich.

    Neal Shustermans Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen. Die Handlung ist spannend, nur hin und wieder ein bisschen langatmig. Aber größtenteils überwiegen Momente voller heftiger und actionreicher Wendungen und Szenen, Herzklopfen und Fragen, wie es nun wohl weitergeht. Auch die Charaktere werden nach und nach tiefgründiger und haben mir gefallen. Connor, der langsam zu einer Legende wird. Risa, mit ihrer Hoffnung und dem kühlen Kopf. Lev, der Gefahren eingeht, um seine Pläne durchzusetzen. Auch das Ende fand ich passend mit dem krassen Showdown. Doch es ist noch lange nicht vorbei. Die Vollendet-Reihe werde ich definitiv weiterlesen!

     

    Fazit:

    Eine spannende Dystopie mit einer erschreckenden und albtraumhaften Zukunftsvision. Das Thema geht so richtig unter die Haut und hat mich fassungslos machen können. Die Idee ist spannend umgesetzt und die Charaktere entwickeln sich mit der Zeit. Ich bin neugierig, wie alles letztendlich enden wird und werde die Vollendet-Reihe weiterlesen.

  4. Cover des Buches Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7) (ISBN: 9783548287768)
    Nele Neuhaus

    Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7)

    (614)
    Aktuelle Rezension von: Reeda_Book

    Unsympathische Ermittlerin, viel Gezicke bis Mobbing unter den Kommissaren, unübersichtliche Personenkonstellationen (und wer war das jetzt noch mal...) und ein völlig überflüssiges Organspenden-Bashing. Muss das sein in einem Land, in dem ohnehin zu wenig Menschen bereit sind zur Organspende?

    Buch hat einige Längen. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen,  um die Auflösung zu erfahren. 



  5. Cover des Buches Der Erste, der am Ende stirbt (Todesboten #1) (ISBN: 9783038802204)
    Adam Silvera

    Der Erste, der am Ende stirbt (Todesboten #1)

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Nachdem ich den ersten Band "am Ende sterben wir sowieso" bereits gelesen hatte, war mir klar, dass ich unbedingt das Prequel (und hoffentlich auch bald das Sequel) lesen muss. 

    Zuallerst möchte ich das Cover des Buches loben, das wirklich gut gelungen ist. Der Tod ist hier auf verschiedene Weisen untergebracht (die Brücke als Totenschädel, der Sensenmann darauf und der Schatten, der ebenfalls der Tod ist), was mir erst nach mehrmaligem Anschauen aufgefallen ist. Wirklich tolle Arbeit!


    Die Charaktere

    Beide Hauptcharaktere, Orion und Valentino, waren sehr sympathisch und gut nachvollziehbar. Durch die wechselnden Perspektiven hatte ich einen guten Einblick in ihr Innenleben; ihre Wünsche, Träume und Visionen. Das hat es mir leicht gemacht, mich in die beiden hineinzuversetzen. Auch alle anderen Charaktere, die in dem Buch vorkamen, hatten Tiefe und wirkten lebendig. Das hat mir wirklich gut gefallen.


    Die Geschichte

    Ich war auch Plottwists vorbereitet und auch auf schockierende Dinge (der Hauptband hat mich dahingehend ja schon vorbereitet), aber ich war dennoch sehr überrascht über einige Wendungen. Es hat mir stellenweise wirklich sehr das Herz zerissen.


    Der Schreibstil

    Der Schreibstil ist das einzige, was ich ein bisschen kritisieren würde. Generell fand ich ihn gut. Flüssig lesbar, genug Details damit man die Bilder vor Augen hat, aber nicht zu viele als das man das Bild aus den Augen verliert. Leider fand ich manche Sprechweisen von Charakeren ein bisschen seltsam. Jedes Mal wenn O-Bro vorkam, hat sich etwas in mir gewunden. Wobei ich mir da auch nicht sicher bin, ob es an der Übersetzung liegt. Vielleicht ist es im Englischen normaler. Aber das ist auch wirklich meckern auf hohem Niveau. 


    Fazit

    Definitiv lesenswert! Die letzten 50 Seiten musste ich stoppen, weil ich vor Spannung nicht mehr weiterlesen konnte und wollte. Dieser Band steht dem Hauptband in keiner Weise nach und ist sehr empfehlenswert!

  6. Cover des Buches Blind Walk (ISBN: 9783570403303)
    Patricia Schröder

    Blind Walk

    (305)
    Aktuelle Rezension von: Yolo81

    Blind Walk ist ein richtig spannendes Buch das ich nicht mehr aus den Händen legen konnte. 

    Normalerweise lese ich nicht so diese Art von Bücher aber Blind Walk konnte mich überzeugen. Die Autoren hat einen wie ich finde angenehmen schreibstyl und das Ende war sehr unterwartet.

    Die hintergrundgeschichten der Charaktere waren zwar Spannend, jedoch mochte ich die jeweiligen Figuren nicht besonders was ein bisschen schade ist da ich das Buch wirklich mag.

  7. Cover des Buches Vollendet – Der Aufstand (ISBN: 9783733507152)
    Neal Shusterman

    Vollendet – Der Aufstand

    (344)
    Aktuelle Rezension von: Vinny

    Zu Beginn des Buches wurden nochmal alle Begriffe erklärt, die in Band 1 aufgetaucht sind. Das fand ich sehr gut. 😊

    In diesem Buch lernen wir zwei neue Wandler kennen. Zu einem Miracolina, ein Zehntopfer, das für mich persönlich noch schlimmer im Verhalten war, als Lev in Band 1. Als zweites taucht Starkey auf, ein gestorchtes Kund. Starkes empfand ich von Anfang an als unangenehme und machthungrige Person. Der Eindruck hat sich für mich im Laufe der Geschichte nicht verändert.

    Zu guter Letzt, lernen wir Cam kennen. Cam ist ein sogenannter „Verbundsmensch“. Er wurde komplett aus Transplantaten erschaffen. Er besteht nur aus den Besten der Besten.

    Einerseits finde ich diese Vorstellung interessant, aber auf der anderen Seite gruselig. Trotzdem war es für mich faszinierend, wie Cam sich selbst kennen lernt.

    Im Buch treffen wir auch alte Bekannte wieder. Connor und Risa kümmern sich auf dem Friedhof um die geflüchteten Wandler.

    Durch die Explosion im Erntecamp (in Band 1), hat Connor sein Arm verloren. Er erhielt aber ein Transplantat, das ausgerechnet der Arm seines Erzfeindes (Roland) war. Connor hat Angst, dass er mit dem Arm Risa verletzen könnte.

    Auch Lev treffen wir wieder und erfahren, wie es ihm seit seiner Verhaftung ergangen ist.

    Risa lernt im Laufe der Geschichte Cam kennen und sie befindet sich nicht mehr auf dem Friedhof. Das ist für Connor keine schöne Situation, insbesondere da er immer mit der Angst lebt, dass der Friedhof hochgenommen werden könnte.

    Nelson, der damalige JuPo, der von Connor im Band 1 betäubt wurden ist, taucht nun auch wieder auf. Diesmal ist er aber als Teilepirat unterwegs und will Connor finden.

    Im letzten Teil des Buches wurde es nochmal richtig spannend und das Ende war eine Überraschung. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  8. Cover des Buches Mein Herz wird dich finden (ISBN: 9783733501990)
    Jessi Kirby

    Mein Herz wird dich finden

    (515)
    Aktuelle Rezension von: Mia04

    Als ich "Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby las, war ich etwa 14 Jahre alt und es war eines meiner ersten Young-Adult-Bücher. Ich erinnere mich noch gut dran, wie mich die emotionale Tiefe der Geschichte berührt hat. Die Art und Weise, wie Mia mit ihrer Trauer umgeht und wie sie Noah trifft, hat mich damals wirklich bewegt. Die Geschichte ist voller Emotionen – von Schmerz über Verzweiflung bis hin zu Hoffnung und Liebe. Besonders gefallen hat mir, wie Jessi Kirby das komplexe Thema der Organspende einfühlsam und authentisch darstellt.

    Mia ist eine authentische Protagonistin, deren innere Kämpfe und Schuldgefühle ich gut nachvollziehen konnte. Noah hingegen bringt eine positive Energie in die Geschichte, die Mia hilft, wieder ins Leben zurückzukehren. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und realistisch, was ich sehr gelungen fand.

    Dieses Buch hat mir gezeigt, wie herzzereißend und emotional Young Adult Geschichten sein können. Die Zitate am Anfang jedes Kapitels waren inspirierend und haben die Handlung noch stärker betont.

    Selbst heute noch denke ich gerne an diese Geschichte zurück und erinnere mich an die Gefühle, die sie in mir ausgelöst hat.

  9. Cover des Buches Der Klang deines Lächelns (ISBN: 9783426519356)
    Dani Atkins

    Der Klang deines Lächelns

    (171)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_Daniela

    Heute stelle ich dir "Der Klang deines Lächelns" von Dani Atkins vor. 

    Zum Inhalt:

    Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Vireninfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben.
    In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab - sogar das Leben von Joe und David. 

    Meine Meinung:

    Dies ist mein zweites Buch der Autorin. Ich habe es als Hörbuch gehört und es hat mich emotional ziemlich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Dennoch wird man nicht hoffnungslos zurückgelassen. Der Schreibstil ist angenehm, berührend und emotional. Man erlebt am Anfang der Geschichte zwei dramatische Ereignisse. Durch diese war ich sofort gefesselt und konnte kaum aufhören. Das Ganze wird auf zwei Zeitebenen vorgestellt. Man erlebt sowohl die Gegenwart der Beteiligten, als auch was es mit gewissen Vorkommnissen auf sich hat. In die Vergangenheitsebene musste ich erst einmal hinein finden. Am Schluss ergibt es ein großes Ganzes und ich saß mit Tränen in den Augen davor und konnte kaum glauben, wie sehr es mich berührt hat. 

    Fazit: Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Für Leser, die es emotional und auch dramatisch mögen eine Empfehlung!

  10. Cover des Buches Yours Truly (ISBN: 9783423220620)
    Abby Jimenez

    Yours Truly

    (275)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Briana arbeitet als Ärztin in der Notaufnahme des Royaume Northwestern Hospitals und steht dort kurz vor der Beförderung zur Oberärztin. Die Freude ist jedoch getrübt, denn sie sorgt sich um ihren jüngeren Bruder Benny, der wegen einer Autoimmunerkrankung zur Dialyse muss und dem nur eine Spenderniere helfen kann. Zudem erhält sie mit einem neuen Kollegen Konkurrenz, der frisch angefangen, jedoch hervorragende Referenzen hat.
    Briana lehnt Jacob deshalb wütend ab, wird aber bald eines Besseren belehrt, als er ihr einen lieben Brief schreibt und seine Situation erklärt. Sie geraten in einen intensiven Austausch, der bald mehr als nur freundschaftliche Gefühle in Briana weckt. Jacob hingegen steht unter dem Druck seiner Familie, eine Freundin als Begleitung für die Hochzeit seines Bruders zu präsentieren und da kommt eigentlich nur Briana in Frage...

    Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren Briana und Jacob geschildert, wodurch man in beide Gefühlswelten eintauchen und ihre Situation sehr gut nachempfinden kann. Beide sind von der Liebe enttäuscht worden und nicht auf der Suche nach einer neuen Beziehung. Aus Kollegialität und Freundschaft wird jedoch bald mehr, worüber sie jedoch nicht sprechen. Die inszenierten Dates um Jacobs Familie zu überzeugen, verstärken die Gefühle, sorgen gleichzeitig aber auch für Unsicherheit.

    "Yours Truly" ist eine Slow Burn-Romance, die sich in den Grundzügen einer Liebesgeschichte nicht überraschend entwickelt, aber durch die liebevollen Details im Umgang der Hauptfiguren miteinander so viel Charme und Authentizität ausstrahlt, dass man dennoch gebannt und gerührt von der Geschichte ist. Die Charaktere wirken lebensecht und haben ihr Herz auf dem rechten Fleck. Briana ist extrovertiert, aber einfühlsam, Jacob hat eine Sozialphobie, würde aber für seine Liebsten alles tun. Die Annäherung der beiden ist ganz natürlich und trotz ihrer Gegensätzlichkeit spürt man, wie gut sie zusammenpassen. Dass beide so lange die Gefühle des anderen falsch interpretieren wirkt trotz ihrer Liebenswürdigkeit mit der Zeit allerdings etwas aufgesetzt und ermüdend.

    Die Kombination aus ernsthaften Themen, Humor und echten Gefühlen macht "Yours Truly" zu einer warmherzigen, amüsanten und gefühlvollen romantischen Geschichte aus dem "Royaume Northwestern Hospital"-Universum, wobei die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vergleich zu den medizinischen Aspekten klar im Vordergrund stehen. 

  11. Cover des Buches The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück (ISBN: 9783499002663)
    Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück

    (295)
    Aktuelle Rezension von: JudithK

    Nach dem eher durchwachsenen zweiten Band hatte ich keine großen Erwartungen mehr und war dann umso überraschter, wie sehr mich der dritte Teil wieder abgeholt hat. Vor allem Noah und Alexis waren süß, warmherzig und angenehm zu lesen.

    Zwar ist das Friends-to-Lovers-Thema grundsätzlich immer ein bisschen schwierig, und auch hier hat es sich nicht ganz rund angefühlt. Die Freundschaft der beiden war kaum greifbar, sie haben sich von Anfang an zu offensichtlich angehimmelt, um wirklich „nur Freunde“ zu sein. Trotzdem mochte ich ihre Dynamik – besonders, wie liebevoll und auf Augenhöhe sie miteinander umgegangen sind.

    Noah als erfolgreicher IT-Typ mit eigenem Unternehmen, dem man halb im Spaß, halb im Ernst zutraut, für irgendeinen Geheimdienst zu arbeiten – das hatte was. Alexis mit ihrem kleinen Café, den Yogakursen und den Katzen zur Vermittlung war eine schöne Ergänzung. Was mich positiv überrascht hat: Die Geschichte rund um Alexis' Vater. Ein ernsteres Thema, das selten in dieser Art von Romanen vorkommt und hier glaubwürdig und ruhig erzählt wurde. Das hat Tiefe reingebracht, ohne aufgesetzt zu wirken.

    Der Buchclub war diesmal wieder stärker eingebunden, was mir gut gefallen hat. Dass Noah tatsächlich ein Buch liest, war ein netter Running Gag. Und immer wenn die Männer aufeinandertreffen, stimmt der Ton. Diese Dialoge sind leicht, bissig, nie albern – die Autorin hat ein gutes Gespür für männliche Gruppenrollen, ohne ins Klischee abzurutschen.

    Was die Chemie zwischen Noah und Alexis betrifft: Es war okay, aber das Buch lebt eher von seinem Humor als von knisternder Romantik. Nach der ersten gemeinsamen Nacht wurde es zwischen den beiden etwas monoton und zu oft, zu vorhersehbar. Ein Problem, das vielen Liebesromanen begegnet, wenn sie den körperlichen Teil überreizen.

    Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Leichtigkeit, Humor und einem ernsteren Hintergrundthema war stimmig, und ich bin gespannt, wie sich die Reihe im nächsten Teil weiterentwickelt.

  12. Cover des Buches Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen (ISBN: 9783492316620)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen

    (82)
    Aktuelle Rezension von: charlotte

    Kann man sich verlieben ohne sich jemals getroffen zu haben?


    Der dritte Band der Happy Ever After-Reihe der Autorin Jenny Colgan ist ganz anders als seinen beiden Vorgänger.


    Es fängt schon damit an, dass er nur zur Hälfte in Schottland spielt. Immer abwechselnd findet das Geschehen auch in London statt. Ein starker Kontrast zu den schottischen Highlands.


    Lissa lebt und arbeitet in London, als sie jedoch eine traumatische Erfahrung macht, soll sie für einige Zeit ihren Arbeitsplatz mit Cormac tauschen. 

    Cormac dagegen, der nur das Leben in der beschaulichen schottischen Kleinstadt kennt, wird einfach so in den hektischen Alltag von London katapultiert. Eingewöhnungsprobleme sind da zu erwarten.

    Nach einiger Zeit merken die beiden, dass es ihnen hilft, sich darüber auszutauschen und sie merken, dass ihnen am jeweils anderen eine Menge liegt.

    Ist das der Beginn von etwas Besonderem?


    Mir hat die Grundidee dieser Geschichte ganz gut gefallen, allerdings wie immer bei Jenny Colgan ist die Liebesgeschichte eher zweitrangig. Es geht ihr um den jeweiligen Menschen und seine Entwicklung, was ich bei diesen beiden Protagonisten sehr spannend fand.

    Auch der Unterschied der beiden Welten London und schottische Highlands, war gut dargestellt. Die Figuren jedoch, wie gewohnt bei der Autorin, etwas spröde. Ich habe nicht sofort einen Zugang gefunden.


    Insgesamt fand ich das Buch jedoch sehr unterhaltsam und hatte eine gute Lesezeit.

    Ich kann es kaum abwarten die Highlands und besonders Loch Ness einmal selbst zu besuchen.

  13. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492959766)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

    (392)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    June Nealon hat nach dem Tod ihres Mannes erst langsam mit ihrer kleinen Tochter wieder ins Leben zurück gefunden. Der nette Polizist Kurt hilft ihr dabei und was für June unmöglich schien, wird wahr. Die Beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Claire. Es scheint alles perfekt zu sein bist Shay Bourne bei ihnen vor der Haustür steht. Er bietet seine Hilfe bei Reperaturen an und was als nette Geste beginnt, endet in einer Tragödie. Er tötet Kurt und Junes Tochter Elizabeth. June scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren, auch als Shay von einer Jury zum Tode verurteilt wird, kann sie nur schwer an Gerechtigkeit glauben. Elf Jahre nach der Tat macht sich June erneut große Sorgen, denn die kleine Claire hat einen Herzfehler und braucht dringend Hilfe. Shay Bourne erfährt davon und bietet sein Herz zur Spende an. Mit seinem Seelsorger dem Geistlichen Michael versucht er sein Vorhaben umzusetzen. Kann June das Herz des Mannes annehmen, der ihren Mann und ihre Tochter ermordet hat? Jodi Picoult schreibt gewohnt spannend, berührend und einfühlsam. Auch ihr Weschsel zwischen den Protagonisten ist sehr gelungen und so kommt jeder zu Wort und die Geschichte wird von mehreren Seiten erzählt. Was mich bei diesem Buch etwas gestört hat war die Tatsache, dass Shay Bourne durch seinen Glauben und durch Gott zu einem guten Mensch werden will und deshalb sein Herz anbietet. Dieser Teil ist manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber dies ist der einzige Makel an diesem Buch von Jodi Picoult.


  14. Cover des Buches Ein Teil von uns (ISBN: 9783401510187)
    Kira Gembri

    Ein Teil von uns

    (194)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Mir hat das Buch sehr gefallen,  vor allem Nias Entwicklung und die Szenen in Australien. Meine Lieblingsszene ist die des Regenschauers... Durch den Schreibstil konnte ich mir nicht nur die Natur, sondern auch die beiden sehr gut und lebhaft vorstellen. 

    Ich empfinde die Geschichte als aufmunternd, starkmachend und generell als motivierend. Dass Aaron etwas erleben will und auch Nia bereit für ein Abenteuer wird, zeigt, wie wichtig es ist, das zu machen, was einen glücklich macht und nicht, was erwartet wird. 

    Auch die Thematik des Nierenversagens von Aaron wurde ziemlich gut und sensibel behandelt. Dass man ernste Themen mit etwas Witz und Romantik in einem Roman verbindet, sorgt dafür, dass sich die Thematik einprägt. Das hat sie bei mir, sodass das Buch sensibilisiert und aufklärt. 

  15. Cover des Buches Bis zum Mond und zurück (ISBN: 9783426527078)
    Dani Atkins

    Bis zum Mond und zurück

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Lisa ist auf dem Weg zur Messe, als der Zug verunglückt. Ihrem Mann Alex bleibt nichts anderes übrig, als sich im Krankenhaus von ihr zu verabschieden. Da sie Organspenderin ist, wird sie nur noch durch Maschinen am Leben erhalten.

    Der sechsjährige Connor kann nicht begreifen, dass Lisa – seine Mutter – nicht mehr zurückkehrt. Er weigert sich, ihren Tod zu akzeptieren. Alex zerreißt es das Herz, seinen Sohn so leiden zu sehen.

    Lisa hat mit ihrem Tod vier Menschen helfen können: die betagte Katzenliebhaberin Barbara hat eine Niere erhalten, Mac die Hornhaut der Augen, Jamie die Lunge und zu guter Letzt hat Molly Lisas Herz erhalten. Alex nimmt zu allen vier Transplantatempfängern Kontakt auf. Er glaubt, damit kommt er Lisa wieder näher. Gerade Molly mit Lisas Herz verwirrt ihn zutiefst, er hat stets das Gefühl, das seine verstorbene Frau wieder da ist. Auch Connor fühlt sich zu Molly hingezogen und sie schiebt es auf ihren Beruf als Lehrerin.

    Als ein dramatisches Ereignis eintritt, muss er seine Haltung in neu überdenken.

    Mein Fazit:

    Es ist eine traurige und zugleich hoffnungsvolle Geschichte. Es enthält Liebe, Freundschaft, Verlust, Trauer, Mut und Zuversicht. Wie geht man mit einem Menschen um, der auf so tragische Weise und viel zu früh seine Frau bzw. Mutter verloren hat? Mehr noch – einige Organe leben in anderen Menschen weiter. Sie können weiterleben, weil dieser Mensch gestorben ist. Nicht dafür, aber dennoch …

    Dani Atkins hat mit viel Sensibilität und Umsicht die Facetten der Organspende aufgezeigt. Es wird nicht umsonst empfohlen, dass die Transplantatempfänger besser anonym bleiben. Der trauernde Angehörige kann sonst etwas in die Beziehung hineininterpretieren, was gar nicht ist. Für viele Menschen ist das Herz ein Muskel, ein Organ, der lebensnotwendig ist. Für andere ist das Herz aber auch ein Teil der Seele und Emotionalität. Die Spiritualität wird zu hoch bewertet oder die nüchterne Betrachtung -es ist ein komplexer Muskel- zu niedrig.

    Es ist für außenstehende Menschen schwierig, das richtig einzuordnen und es regt an, die eigene Haltung zu überdenken – wie auch immer die aussehen mag. Ich persönlich bin ein Fan von Organspende und sollte es möglich sein, können meine Organe gespendet werden – auch mein Herz. Wenn ich verstorben bin, habe ich davon nichts mehr und es geht mir auch nicht schlechter, wenn ich mit einigen Organen weniger bestattet werde. Aber das ist für jeden eine ganz individuelle Sache.

    Zurück zum Buch: In der Mitte bekommt die Geschichte einen kleinen Knick, denn es wurde mir als Leserin nicht ersichtlich, wohin die Reise gehen könnte. Vom Ende bin ich enttäuscht: ich empfinde es als etwas hastig dahin geschrieben und es wirkt zusammengestückelt. Schlimmer wird das Gefühl, da es dann auch etwas abenteuerlich wird. Ansonsten sind alle Figuren sympathisch und liebevoll gezeichnet.

    Vier Sterne, mehr sind dieses Mal nicht drin, die sonst so gewohnte Magie fehlte leider.

  16. Cover des Buches Vollendet - Die Wahrheit (ISBN: 9783733504656)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Wahrheit

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Eigene Meinung

    Vor zwei Jahren habe ich diese Reihe von Neal Shusterman angefangen. Nun, 2025, habe ich die Reihe beendet und darauf war ich nicht vorbereitet…


    Ohne Umschweife starte ich eigentlich direkt wieder in die Geschichte.


    Und ohne es zu merken, entfaltet der Abschlussband eine solche Sogwirkung, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Schlag auf Schlag passiert etwas Neues, und wieder müssen nicht nur Connor und Risa eine Umwandlung fürchten, sondern auch Lev, Starkey – oder sogar Cam. Wie gewohnt lese ich abwechselnd aus den Perspektiven der Hauptcharaktere, und natürlich lässt es sich Neal Shusterman nicht nehmen, auch wieder Einblicke in die „allgemeine Welt“ zu geben. Ich bekomme also mit, wie sich die Gedanken und Einstellungen der „normalen“ Bevölkerung verändern – oder eben nicht.


    „Vollendet – Die Wahrheit“ ist für mich ein absoluter Page-Turner, der nicht nur einmal ethische Fragen aufwirft, sondern tief unter die Haut geht. Vielleicht wisst ihr ja schon, wie sehr ich Shustermans Dystopien liebe – und das hat sich auch hier wieder bestätigt. Seine Charaktere sind nie nur gut oder böse. Sie sind widersprüchlich, vielschichtig und realistisch. Er erschafft eine Welt, die erschreckend real sein könnte – und genau das macht es so intensiv. Ich war mehr als einmal den Tränen nahe und dachte zwischendurch wirklich: Dieses Buch hat alles – außer ein Happy End.

    Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft weiter. Aus flüchtenden Jugendlichen werden – wenn auch gezwungenermaßen – junge Erwachsene. Weniger politisch als der Vorgänger, zielt der letzte Band wieder mehr auf Ethik, Gewissen und Emotionen ab.


    Jugendliche, die um ihren Platz in der Welt kämpfen – und ums Überleben. Kinder, die aus Glaubensgründen von ihren Familien als „Zehntopfer“ verabschiedet werden. Eine Rebellion, die versucht, das Umdenken der Menschheit zu bewirken. Doch der Weg dorthin ist hart – wenn nicht sogar unmöglich.

    Die Figuren, die ich auf diesem Weg begleiten durfte, waren allesamt besonders. Vor allem die Jugendlichen wurden mit so viel Authentizität gezeichnet und weiterentwickelt, dass es mir unglaublich schwerfiel, das Buch am Ende zuzuschlagen. Eine Reihe, die ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann!


     


    Mein abschließendes Fazit

    Neal Shusterman schafft es auch im finalen Band seiner Dystopie-Reihe, eine mitreißende und erschütternd realistische Welt zu zeichnen. Ich bin durch die Seiten geflogen!

    Die erschreckend vorstellbare Realität, die er hier aufzeigt, bleibt lange im Kopf. Wieder begleite ich Connor, Risa, Lev und Cam – und bekomme gleichzeitig viele Perspektiven aus der Welt und anderen Jugendlichen mit. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Wenn du Dystopien liebst, kann ich dir eigentlich jedes Buch von Neal Shusterman ans Herz legen – besonders diese Reihe.


    Wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, oder allgemeiner Büchertalk, besuche mich doch gern auf meinem Blogg :) 

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  17. Cover des Buches Am Himmel die Flüsse (ISBN: 9783446280083)
    Elif Shafak

    Am Himmel die Flüsse

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Es gibt Bücher, die, hat man sie ausgelesen, achtlos ins Regal stellt, andere, die einen gewissen Nachhall erzeugen. Und dann gibt es die ganz anderen. Jene, die man bereits beim Lesen wie ein Juwel behandelt, die einen durchschütteln, die man nicht so schnell vergisst. Ein solches Buch ist das der britisch-türkischen Autorin Elif Shafak. Zugleich ist es aber auch ein Buch, dem man als Rezensent kaum gerecht werden kann, zu komplex die Thematik (obwohl sie hier anschaulich geschildert wird), zu intensiv die Gefühle, die beim Lesen entstehen, die allerdings kaum vermittelt werden können; sie können nur im Gesamtkontext des Gelesenen mit den jeweils unterschiedlichen Lebenserfahrungen der Lesenden entstehen. Dass sie entstehen werden, darauf ist auf jeden Fall Verlass.

    Wasser bildet das Zentrum der verschiedenen, ineinandergreifenden Geschichten – in seiner ganzen komplexen Vielfalt: lebensspendend bis hin zu lebensnehmend. In der molekularen Schreibweise H2O bildet es den strukturellen Aufbau dieses Buches, wobei die Atome jeweils den Hauptakteuren mit ihrem jeweiligen zeitlichen und räumlichen Hintergrund abbilden und sich in den Kapitelüberschriften wiederfinden: „Drei Atome binden sich aneinander und bilden Wasser. Drei Figuren [Narin, Zaleekhah, Arthur] verbinden sich über die Grenzen von Zeit und Raum hinweg und ergeben diese Geschichte …“

    Die drei Lebensläufe sind geschickt miteinander verwoben, und erlauben sowohl einen Blick tief in die historischen wie aktuellen Schauplätze wie auch in verschiedene Epochen der kulturellen Entwicklung der Menschen. Wohl kaum hat jemand so galant, so anschaulich die Geschichte des Gilgamesch-Epos erzählt, kaum jemand hat sich so treffsicher wie emotional mit der Geschichte der Eziden (Jesiden) auseinandergesetzt, kaum jemand hat dem Wasser ein so gefühlvolles Denkmal gesetzt. Dabei wurden verschiedene historische Ereignisse, wenn auch teils zeitlich versetzt, in die Geschichte einbezogen, uns sorgen damit für einen gewisser Mehrwert bezüglich, zumal die Geschehnisse in die Jetztzeit hineinragen – und nicht nur eine politische Haltung verlangen.

    An den Ufern von Themse (und seiner verborgenen, realen „Geisterflüsse“) und Tigris spielt sich das Leben in all seinen Facetten ab, hier liegt die Urkraft des Romans, hier werden persönliche Schicksale, zusammen mit historischen Begebenheiten, lebendig, beispielsweise in der Figur des späteren Assyriologen, Keilschriftentdeckers und Übersetzter des Gilgamesch-Epos Arthur, „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“ (reale historische Person: George Smith) oder der jungen Narin, die, zusammen mit ihrer Großmutter, die Geschichte der Eziden nicht nur repräsentieren, sondern auch sachlich-emotional vermitteln – bis hin zu den Grausamkeiten des IS. Den aktuellen Part übernimmt die Naturwissenschaftlerin Zaleekhah, nicht nur mit ihrem Wissen, sondern auch mit ihrer besonderen Lebensgeschichte und einer zauberhaften Liebe.

    Liebe und Erinnerungen sind ohnehin die immer wieder auftauchenden Elemente der Geschichte, sie bilden den Rahmen und geben Halt, sie ermöglichen, seine eigene Geschichte und eigene Potentiale neu zu entdecken, aber auch, Dinge zu hinterfragen und schlussendlich auch den Tränen gelegentlich freien Lauf zu lassen. Ein Buch als Heilmittel, ähnlich wie es die Autorin in ihrer Danksagung formuliert: „Mein ganzes Leben lang war Literatur für mich ein Rückzugsort, ein Lan der Geschichten, in dem ich mich frei fühlen und frei atmen konnte […].“

  18. Cover des Buches Die Tage, die ich dir verspreche (ISBN: 9783426516768)
    Lily Oliver

    Die Tage, die ich dir verspreche

    (260)
    Aktuelle Rezension von: Frenx51

    Gwen hat ein Herz von einer anderen Person erhalten und wie alle behaupten, sollte sie doch nun glücklich sein, da alles wieder gut wird. Doch sie empfindet keine Lebensfreude, sondern Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Ihr kommt eine Idee und sie bietet ihr neues Herz in einem Internetforum an. Noah, der Moderator in diesem Forum ist, geht zum Schein darauf ein. Doch als Gwen vor ihm steht, merkt er, wie verzweifelt sie wirklich ist.


    Ein kaputtes Herz zu haben und auf eine Herztransplantation warten zu müssen, ist wahrscheinlich ein schreckliches Gefühl. Wenn man dann die Möglichkeit hat ein neues zu bekommen, muss man wohl unglaublich glücklich sein. Doch Gwens Gefühle sind anders, sie fühlt sich mit dem neuen Herz nicht wohl und hat Schuldgefühle gegenüber der Person, die dafür gestorben ist. Sie hat nicht das Gefühl, dass sie glücklich werden kann und sucht verzweifelt nach einer Person, die ihr neues Herz haben will.

    Die beiden Charaktere Gwen und Noah fand ich sehr authentisch und sympathisch. Gwen wirkte für mich am Anfang sehr kalt und depressiv, ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr sträubt. Erst im Laufe des Buchs konnte ich Gwen und ihre Sichtweise besser verstehen, denn ich glaube für diejenigen, die sich damit noch nicht beschäftigen mussten ist es schwer nachzuvollziehen. In manchen Situationen musste ich mir auch in Erinnerung rufen, dass Gwen depressiv sind und sich darum jetzt vielleicht so verhält. Noah hingegen ist eigentlich sehr liebenswert und will nur das Beste für Gwen.

    Die Perspektiven wechseln sich immer zwischen Gwen und Noah ab und werden zusätzlich durch frühere Nachrichten aus dem Forum unterstützt. Der Perspektivenwechsel ist an einigen Stellen etwas anstrengender zu lesen, da er an einigen Stellen abschweifend ist und Gwen und Noah sich immer wieder auch missverstehen. Auch die Liebesgeschichte der Beiden hat mir an einigen Stellen zu viel Raum eingenommen. Emotional konnte mich die Geschichte an einigen Stellen packen, jedoch nicht komplett.


    Eine besondere Liebesgeschichte, die vor vielen Hürden steht. 

  19. Cover des Buches Vollendet - Die Rache (ISBN: 9783733507183)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Rache

    (183)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Eigene Meinung

    Nach langer Pause in dieser Reihe hat meine SuB Ziehung wieder zurückgeführt zu Neal Shustermans dystopischen Reihe “Vollendet”. Diesmal geht es im dritten Band weiter und ich war gespannt wie ein Flitzbogen…


    Wie bereits gewohnt bei Neal Shusterman Büchern, fiel mir auch hier der Wiedereinstieg sehr leicht. Ich hatte sofort wieder jegliche Charaktere im Kopf, wusste, wo die Geschichte zuletzt geendet hatte, und war im Bilde. Auch wenn hier diesmal auf ein Glossar (leider) verzichtet wurde. Weiterhin lese ich aus der Erzähl-Perspektive der verschiedenen Charaktere, von denen es wieder sehr viel gibt.


    In diesem Band geht es weitaus ruhiger zu, als in seinen Vorgängern. Die Geschichte geht natürlich weiter, wenn auch etwas langatmig. Die verschiedenen Charaktere wie Connor, Risa oder auch Lev, sind nicht nur auf der Suche nach Lösung, sondern auch auf der Suche nach ihren Teammitgliedern. Schnell werden auch hier wieder Freunde zu Feinden und manche Feinde entpuppen sich als helfende Hand. Es geht viel über die Gedanken der verschiedenen Charaktere, mehr um den Hintergrund der “Umwandlungs” Reform und bei manchen Seelen geht es auch um Rache. Hier und da kommt es zu ein paar langwierigen Erläuterungen und ich für meinen Teil hatte das Gefühl nicht vorwärtszukommen. Keine Sorge, diese Abschnitte sind nicht lang, aber immer Mal wieder eingestreut.


    Die Charaktere sind weiterhin einfach genial ausgearbeitet bei Shusterman. Neben den Protagonisten Risa, Connor, Lev, lese ich auch aus den Sichten der fast genauso wichtigen Nebencharaktere. Bekomme auch hier wieder Eindrücke in verschiedene Szenerien. Es gibt ein Kapitel wo es um einen Verkäufer geht, dessen Sicht auf die dort regierende Politik auch durchaus wichtig ist. So bekommt die komplette Reihe einfach noch mehr Tiefe. Auch werden hier einige Entscheidungen getroffen, von denen ich nur hoffen kann, dass sie für die Charaktere im besten Fall positiv enden.


     


    Mein abschließendes Fazit

    Bisher muss ich gestehen ist “Vollendet – die Rache” der schwächste Teil der vierteiligen Reihe. Es gibt sehr viele Hintergrundinformationen, viele interessante Blickwinkel der Charaktere und wie und warum sie ihre Entscheidungen treffen. Allerdings gibt es auch immer wieder Passagen, an dem das Buch etwas stillsteht. Es wirkt hier und da ein wenig langatmig, was aber nicht das ganze Buch betrifft. Wieder hatte ich hier tolle und wissenswerte Gedanken der Charaktere mitbekommen und der allgemeinen Bevölkerung. Es bleibt auf jeden Fall spannend und auch wenn der Dritte Band nicht so sehr mitreißen konnte, bin ich gespannt auf das Finale!


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  20. Cover des Buches Bluthaus (ISBN: 9783404177172)
    Romy Fölck

    Bluthaus

    (246)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Während Frida Paulsen wieder zurück auf den Apfelhof ihrer Eltern ins Alte Land gezogen ist und noch nicht weiß, ob sie weiterhin bei der Polizei arbeiten möchte, erfährt Kommissar Bjarne Haverkorn eine Neuigkeit, die sein weiteres Leben komplett auf links krempelt. Fridas alte Schulfreundin Jo taucht bei ihr auf und druckst mit einem Problem herum, kurze Zeit später wird sie als Tatverdächtige in einem Mord gesucht. Doch dann verschwindet Jo und ihre Spur führt auf eine Halbinsel im hohen Norden Deutschlands…

    Meine Meinung: Auch im zweiten Teil baut die Autorin wieder von Anfang an Spannung auf! Was mir an ihren Romanen besonders gut gefällt, ist, dass sie alte Fälle und neue immer ineinander verstrickt. Denn warum Jo verschwunden ist, hängt mit ihrer Vergangenheit zusammen. Da muss man als Ermittler erst einmal hinterkommen. In diesem Fall ist Bjarne sehr mit seinen privaten Angelegenheiten beschäftigt, so dass Frida fast im Alleingang den Spuren folgt. Dass das nicht ungefährlich ist, brauche ich wohl nicht erwähnen! 

    Der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Wenn es in die Vergangenheit geht, ist es in der Kapitelüberschrift ersichtlich. Auch wenn ich hier schon ahnte, wie es damals gewesen ist, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Und natürlich gibt es am Ende einen Showdown, wie er im Buche steht! 

    Mein Fazit: Für mich sind das unheimlich tolle Krimis, mit denen die Autorin uns hier unterhält! Der Lokalkolorit ist nicht überbordend, trotzdem vorhanden. Die Ermittler finden immer mehr zusammen und können sich aufeinander verlassen, richtig toll! Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl!

  21. Cover des Buches Solange du bei uns bist (ISBN: 9783751774031)
    Jodi Picoult

    Solange du bei uns bist

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Seite 117: Ich bin in der Absicht hierhergekommen zu reparieren, was zu Bruch gegangen ist, und mich dann wieder in meine Zuflucht auf der anderen Seite der Welt zurückzuziehen, doch jetzt hat sich alles verändert. Ich kann nicht reparieren, was zerbrochen ist, nicht meinen Vater, nicht mich und auch nicht meine Familie. Ich kann nur ein wenig flicken und hoffen, dass es hält.

    Luke Warren, renommierter Wolfsforscher, erleidet zusammen mit seiner 17jährigen Tochter Cara einen schweren Unfall. Während Cara mit einer Gehirnerschütterung und einer gebrochenen Schulter davon kommt, hat Luke schwere Kopfverletzungen. Er verfällt nach einer OP ins Koma. Die Prognosen sind äußerst schlecht, auch wenn er noch nicht hirntot ist.

    Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Georgie, Caras Mutter, informiert ihren ältesten Sohn Edward. Da Georgie von Luke geschieden und Cara noch minderjährig ist, ist nur Edward berechtigt, diese Entscheidungen zu fällen. Aber er hat vor sechs Jahren über Nacht die Familie verlassen und damit viele ungelöste Konflikte zurückgelassen.

    Entsprechend angespannt ist die Situation für alle Beteiligten. Cara glaubt noch an ein Wunder, dass ihr Vater wieder erwacht. Edward hingegen betrachtet die Situation realistisch. Doch zugleich muss er sich vorwerfen lassen, den Vater, den er so sehr hasst, loswerden zu wollen.

    Die Situation eskaliert und die Justiz wird eingeschaltet.

    Mein Fazit:

    Das Buch hat mich sehr für sich eingenommen. Das liegt zum einen an dem ungewöhnlichen Grundthema, nämlich die Wölfe. Und dann ist da noch der Schreibstil, der mir sehr gefallen hat.

    Die Autorin hat jede wichtige Figur zu Wort kommen lassen. In abwechselnden Abschnitten erzählen die Personen aus ihrer Sicht, wie sie die Situationen wahrnehmen und dann gibt es auch kleine Rückblicke in ein Familienleben, das nur nach außen hin intakt schien. Georgie, die einen Wissenschaftler geheiratet hat und mit seiner Leidenschaft für die Wölfe nicht mehr klargekommen ist. Luke hat sich schließlich zwei Jahre aus der Zivilisation verabschiedet, um in der kanadischen Wildnis mit einem Wolfsrudel zu leben. Welche Familie würde da Hurra rufen? Luke kehrt wieder zurück, aber das Leben wie vorher kann er nicht mehr aufnehmen. Edward, das älteste Kind, war schon immer anders und konnte Lukes Leidenschaft für die Natur nicht teilen. Seine Homosexualität scheint ein großer Streitpunkt zwischen Vater und Sohn zu sein. Cara liebt ihren Vater abgöttisch und zog vier Jahre zuvor zu ihm, weil sie sich in Georgies Familie nicht mehr wohlfühlte. Georgie hatte neu geheiratet und Zwillinge bekommen. Und auch Joe, Georgies Ehemann, erzählt seinen Teil zu dieser Familientragödie, die zwangsläufig auch ihn betrifft, denn er ist Anwalt und vertritt Edward.

    Die Geschichte ist sehr vielschichtig und für mich sehr realistisch. Aller Personen handelten aus ihrer Motivation heraus so, dass man es nachvollziehen kann. Sie wirken authentisch und alle auf ihre Art sympathisch. Luke, der ja zu der ganze Sache nichts sagen, weil er im Koma liegt, hat hingegen hat nur seine Wölfe. In regelmäßigen Abständen gibt es auch Abschnitte über diese faszinierenden Wesen, die entweder geliebt oder gehasst werden. Und diese Abschnitte begleiten die Geschichte und ziehen kleine Parallelen zu der menschlichen Familie, die Luke mehr oder weniger hatte. Sehr gelungen, wie ich finde!

    In jeder Familie gibt es Konflikte und Geheimnisse. So ist es auch in dieser Familie. Die Folgen davon sind sehr gravierend und lassen der Familie kaum eine Wahl. Das war spannend und beklemmend zugleich. Ich konnte mit allen mitfühlen und doch auch nicht für eine Seite Partei ergreifen.

    Ich werde mir mal die anderen Bücher der Autorin ansehen, denn dieses Buch bleibt im Sinn und hat mir im Ganzen ausgesprochen gut gefallen. Ich vergebe fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

  22. Cover des Buches Everything I Ever Needed (ISBN: 9783736309968)
    Kim Nina Ocker

    Everything I Ever Needed

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Amy_Thyndal

    Wer Band 1 der Dilogie kennt, weiß, dass Dexter keine einfache Vergangenheit hat. In Everything I ever needed wagt er einen Neustart und trifft dabei ausgerechnet auf Ava, die in ihrem Leben wirklich keine Aufregung gebrauchen kann. Doch von Anfang an fliegen zwischen den beiden die Fetzen... oder Funken?

    Für mich war Everything I ever needed ein echtes Wohlfühlbuch. Einerseits voller tiefer Emotionen, die mich berührt haben, andererseits getragen von einer wunderschönen Liebesgeschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Gerade die Vergangenheit von Dexter und Ava machen das Buch umso tiefgehender.

  23. Cover des Buches Sommerträume auf Cape Cod (ISBN: 9783453422957)
    Ella Thompson

    Sommerträume auf Cape Cod

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    In Band zwei der Lighthouse Saga wird der Arzt Andrew Hunter nach einem Angriff auf einen Patienten in der Notaufnahme für vier Wochen suspendiert. Nachdem er übereilt nach Cape Cod gereist ist, um seinem kranken Vater zu helfen, bemerkt er, dass ihm eine Auszeit mit genügend Schlaf und ausreichend Essen sowie frischer Meerluft gut tun würde und beschließt ein paar Tage zu bleiben. Unverhofft ergibt sich für ihn eine Arbeitsmöglichkeit auf Cape Cod während der vier Wochen, so dass er seinen Aufenthalt verlängert. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Holly, die nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Obwohl die Vergangenheit zwischen ihnen steht, kommen sich die beiden schnell wieder näher, doch dann taucht Francis Cartwright III auf und mit ihm die geballte Vergangenheit und droht die frische Liebe zwischen den beiden erneut zu zerstören.


    Wie schon im ersten Teil spielt diese Geschichte wieder am malerischen Cape Cod und enthält einen Protagonisten aus reichem Haus, der gerade Probleme mit seiner Karriere hat und auf den Sommersitz der Familie flüchtet, um über seine nächsten Schritte nachzudenken. Er trifft auf seine mutige und taffe Jugendliebe, die ihm die Vergangenheit nicht verziehen hat. Gleichzeitig ist aber auch er auf sie wütend und erhofft sich eine Entschuldigung. Es wird also schnell offensichtlich, dass es sich hier um fehlende Kommunikation handelt und einer von beiden in der Vergangenheit etwas falsch aufgefasst hat. Hier muss man selbst als Lesende*r lange auf die Aufklärung warten und erfährt nicht vorab die ganze Wahrheit. Bei dieser Geschichte kommt auch noch dazu, dass der Fokus nicht nur auf Andrew und Holly liegt, sondern auch auf Hollys Bruder Jackson, wodurch man weniger Szenen zwischen den Protagonisten erhält, dafür aber mehr Szenen mit den Antagonisten, was die Stimmung des Buches etwas verdüstert hat. Die positiven Lichtblicke waren die Freundschaftsszenen zwischen Holly und Marie sowie der charmante Nebencharakter Dr. Paul Hennings. Erstaunt war ich auch über die etwas positive Entwicklung von Mr. Hunter, während seine Frau in dieser Geschichte noch unsympathischer wirkt als vorher schon. 


    Bei dieser Geschichte habe ich einige Parallelen zum ersten Band entdeckt, die Charaktere sind sich ähnlich und es gab wieder einen Antagonisten, der einen absolut widerlichen Charakter hat und es auf eine Frau abgesehen hat, was mir leider nicht gefällt. Es gibt weder eine Triggerwarnung noch einen Hinweis dazu im Klappentext, so dass ich das Buch mit einem unguten Gefühl gelesen habe und auch teilweise Passagen überflogen habe, um die Szenen mit Francis nicht detailliert erleben zu müssen. Ich freue mich sehr über etwas Spannung in einem Cosy Liebesroman, doch das ist mir etwas zu brutal. Ich greife extra zu solchen Büchern, um dem Alltag zu entfliehen und möchte daher nicht damit konfrontiert werden, wie abgrundtief böse und brutal Menschen sein können. Ich hatte gehofft, dass das eine Ausnahme im ersten Band war, aber wenn es ein Muster in allen Büchern der Autorin sein sollte, muss ich nochmal überdenken, ob die Bücher für mich geeignet sind.

    Ich hoffe, dass Band drei anders gestaltet wird, mit mehr Szenen zwischen den Protagonisten, weniger Drama mit einem Antagonisten und weniger Auftritten der Hunter Familien Thematik, so dass etwas frischer Wind in die Trilogie kommt. 

  24. Cover des Buches Der Klang deines Herzens (ISBN: 9789963533848)
    Natalie Regier

    Der Klang deines Herzens

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Nicolerubi
    Ben und Lou, ihre Geschichte ist emotional, berührend, traurig und hoffnungsvoll!
    Trauer und Lebensfreude sind dicht beieinander.
    Gefühle, die verwirren und Zweifel hervorrufen.
    "Es hört sich anders an, Ben."
    Levi hat mir oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, so süss!
    "Es war nicht geplant, dass ihr um die Wette schnarcht?" ;-)
    Wunderbare Charaktere und ein locker leichter Schreibstil.
    Ein purer Lesegenuß!
    Sehr empfehlenswert! ❤

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