Bücher mit dem Tag "organspende"

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76 Bücher

  1. Cover des Buches Beim Leben meiner Schwester (ISBN: 9783492952507)
    Jodi Picoult

    Beim Leben meiner Schwester

    (1.897)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult ist ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Durch den sehr flüssigen und gut leserlichen Schreibstil wird man förmlich in die Geschichte hineingezogen, wobei die Spannung bis zur letzten Seite konstant hochgehalten wird.

    Die größte Stärke des Romans liegt in seinen Charakteren. Picoult schafft es, jede Figur so vielschichtig auszuarbeiten, dass man sich in alle Beteiligten einfühlen kann – jeder besitzt eine authentische Mischung aus Stärken und menschlichen Schwächen. Diese Tiefe sorgt dafür, dass das Drama, das sich entfaltet, einen direkt trifft. Das Buch ist an vielen Stellen äußerst dramatisch und hat mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.

    Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch bei der Erzählweise: Die Kapitel aus Annas Sicht wirkten auf mich nicht wie die einer 13-Jährigen, sondern eher wie die einer Erwachsenen. Das nimmt der Figur ein wenig ihre jugendliche Identität.

    Das Ende des Buches schließlich ist absolut schockierend und wirft die gesamte Geschichte in ein neues Licht. Insgesamt ist es ein aufwühlendes Werk über Familie, Moral und den Wert des Lebens, das noch lange nachwirkt.

  2. Cover des Buches Alles, was wir geben mussten (ISBN: 9783896676962)
    Kazuo Ishiguro

    Alles, was wir geben mussten

    (641)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Erster Satz: „Ich heiße Kathy H. Ich bin einunddreißig Jahre alt und arbeite inzwischen seit über elf Jahren als Betreuerin.“

    Mit diesem ersten Satz beginnt eine Geschichte, die mich zunächst vor allem durch ihre ruhige und besondere Erzählweise mitgenommen hat. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr wurde mir aber klar, dass Alles, was wir geben mussten eigentlich von sehr viel mehr handelt als von Kathy, Ruth und Tommy.

    Wir begleiten Kathy in ihren Erinnerungen an Hailsham, an ihre Kindheit und an die Menschen, die ihr Leben geprägt haben. Vieles wird dabei nicht direkt erklärt. Stattdessen setzt sich die Geschichte Stück für Stück zusammen. Freundschaft, Eifersucht, Liebe, Hoffnung und all die kleinen Entscheidungen, die Menschen treffen, begleiten Kathy auf ihrem Weg. Und während man immer mehr über ihr Leben erfährt, wird gleichzeitig immer deutlicher, welches Schicksal auf ihr und den anderen liegt.

    Gerade diese ruhige Art des Erzählens hat mir gefallen. Das Buch lebt nicht von großen Wendungen oder Spannung, sondern von dem Gefühl, dass sich langsam etwas in einem festsetzt. Es gibt so viele Szenen, die auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar wirken, die aber später eine ganz andere Bedeutung bekommen. Besonders beschäftigt hat mich die Parallele zwischen den Klonen und uns Menschen. Denn je mehr man über Kathy, Ruth und Tommy erfährt, desto weniger konnte ich sie als etwas anderes betrachten. Sie haben Erinnerungen. Sie lieben. Sie sind eifersüchtig. Sie hoffen. Sie streiten. Sie haben Angst und sie versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und genau darin liegt für mich einer der stärksten Gedanken des Buches: Was unterscheidet sie eigentlich von uns?

    Natürlich sind ihre Lebensumstände anders. Aber ihre Gefühle, ihre Beziehungen und ihre Sehnsucht nach einem erfüllten Leben wirken unglaublich menschlich. Und dadurch beginnt man irgendwann ganz automatisch, die Geschichte nicht mehr nur aus der Perspektive der Klone zu betrachten. Sie wird zu einer Geschichte über uns selbst. Über unsere Erinnerungen. Über das, was wir aus unserem Leben machen. Über die Dinge, an denen wir festhalten. Und auch darüber, wie wir mit der Tatsache umgehen, dass unser Leben irgendwann endet.

    Besonders schön fand ich dabei, dass das Buch nicht versucht, auf all diese Fragen eine einfache Antwort zu geben. Kathy blickt zurück und versucht, die Vergangenheit zu verstehen. Sie gibt den Ereignissen eine Bedeutung, setzt einzelne Erinnerungen zusammen und sucht nach Zusammenhängen. Für mich fühlte sich das wie ein riesiges Mosaik an. Mit jedem Kapitel kam ein weiterer Stein dazu und irgendwann erkennt man immer mehr das große Ganze.

    Das Nachwort hat mir noch einmal besonders viel gegeben. Ich mochte es wirklich sehr, weil es für mich den Blick auf das gesamte Buch noch einmal geschärft hat. Es macht deutlich, worauf es bei dieser Geschichte eigentlich ankommt. Nicht nur auf die Klone. Nicht nur auf ihr Schicksal. Sondern auf die Fragen dahinter: Was macht einen Menschen aus? Was bleibt von einem Leben? Warum brauchen wir Geschichten, Erinnerungen und Beziehungen? Und warum versuchen wir Menschen eigentlich immer, unserem Leben und unserem Ende einen Sinn zu geben? Genau das habe ich beim Lesen empfunden. Und deshalb hat mich das Nachwort so berührt. Es hat vieles, was während des Lesens eher unterschwellig bei mir angekommen ist, noch einmal zusammengeführt. Ich hatte dadurch das Gefühl, das Buch noch ein Stück besser zu verstehen.

    Trotzdem hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch kleine Längen. Ishiguro erzählt sehr ruhig, teilweise extrem ausschweifend und mit vielen Rückblicken. Das hat grundsätzlich gut zu der Geschichte gepasst, hat es mir aber nicht immer leicht gemacht, aufmerksam zu bleiben.

    Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich glaube, dass seine eigentliche Wirkung erst einsetzt, wenn man es beendet hat. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr verstehe ich, warum mich bestimmte Szenen so beschäftigt haben.

    Alles, was wir geben mussten war für mich eine leise, melancholische und gleichzeitig unglaublich menschliche Geschichte. Eine Geschichte über Menschen, die wissen, dass ihr Leben begrenzt ist und damit letztlich über etwas, das uns alle betrifft. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der bei mir am meisten hängen bleibt: Dass die Klone uns am Ende gar nicht so fremd sind, wie man zunächst denken könnte.

  3. Cover des Buches Vollendet – Die Flucht (ISBN: 9783733507114)
    Neal Shusterman

    Vollendet – Die Flucht

    (751)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Mit Neal Shustermans dystopischen Scythe-Trilogie konnte er mich so begeistern, dass ich noch mehr Bücher von ihm lesen wollte. Somit war ich schon ganz gespannt auf den Auftaktband „Vollendet – Die Flucht“ aus der 4 Bände umfassenden Vollendet-Reihe von Neal Shusterman.

    Die Vollendet-Reihe spielt in einem zukünftigen USA, in welchem Jugendliche, die zu viel Ärger machen, „umgewandelt“ werden können. Das bedeutet, dass ihr gesamter Körper sofort zur Organspende freigegeben wird. Es wird behauptet, dass die Teile des Körpers weiterleben, also dass man selber weiterlebt, nur in einer anderen Form. Ob ein Jugendlicher umgewandelt werden darf, wird von den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten entschieden. Und diese Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Jugendliche, die sich dagegen wären und fliehen, werden gejagt, bis zur Festnahme.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieses Thema so richtig…unter die Haut geht, sodass mir ganz anders wurde. Fassungslos, aufgrund dieser Schrecken. Nochmal mehr, wenn man erfährt, wie die Umwandlung passiert. Die Ungerechtigkeit, dass man über ein Leben so bestimmen kann. Dass einem so etwas angetan wird. Dass man nichts dagegen tun kann. Dass es kaum welche gibt, die dagegen angehen. Die Art und Weise, wie dieses System durchgeführt wird. Und das alles erinnert mich an die grausame Ausbeutung von Tieren in unserer Welt – nur dass es in der Geschichte Jugendliche sind, die so etwas durchmachen müssen.

    Die Handlung wird aus der Sicht von mehreren Charakteren in der personalen Erzählweise erzählt, hauptsächlich jedoch von Risa, Connor und Lev, die sich auf eine ziemlich krasse Weise begegnen, nämlich inmitten einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd auf einer Straße. Alle drei sind Wandler, also Jugendliche, die umgewandelt werden sollen. Während sie auf der Flucht sind, gibt es so einige gefährliche, schaurige und überraschende Momente und Wendungen. Und ganz besonders Levs Entwicklung auf dieser Flucht ist unglaublich.

    Neal Shustermans Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen. Die Handlung ist spannend, nur hin und wieder ein bisschen langatmig. Aber größtenteils überwiegen Momente voller heftiger und actionreicher Wendungen und Szenen, Herzklopfen und Fragen, wie es nun wohl weitergeht. Auch die Charaktere werden nach und nach tiefgründiger und haben mir gefallen. Connor, der langsam zu einer Legende wird. Risa, mit ihrer Hoffnung und dem kühlen Kopf. Lev, der Gefahren eingeht, um seine Pläne durchzusetzen. Auch das Ende fand ich passend mit dem krassen Showdown. Doch es ist noch lange nicht vorbei. Die Vollendet-Reihe werde ich definitiv weiterlesen!

     

    Fazit:

    Eine spannende Dystopie mit einer erschreckenden und albtraumhaften Zukunftsvision. Das Thema geht so richtig unter die Haut und hat mich fassungslos machen können. Die Idee ist spannend umgesetzt und die Charaktere entwickeln sich mit der Zeit. Ich bin neugierig, wie alles letztendlich enden wird und werde die Vollendet-Reihe weiterlesen.

  4. Cover des Buches Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7) (ISBN: 9783548287768)
    Nele Neuhaus

    Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7)

    (615)
    Aktuelle Rezension von: Reeda_Book

    Unsympathische Ermittlerin, viel Gezicke bis Mobbing unter den Kommissaren, unübersichtliche Personenkonstellationen (und wer war das jetzt noch mal...) und ein völlig überflüssiges Organspenden-Bashing. Muss das sein in einem Land, in dem ohnehin zu wenig Menschen bereit sind zur Organspende?

    Buch hat einige Längen. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen,  um die Auflösung zu erfahren. 



  5. Cover des Buches Der Erste, der am Ende stirbt (Todesboten #1) (ISBN: 9783038802204)
    Adam Silvera

    Der Erste, der am Ende stirbt (Todesboten #1)

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Nachdem ich den ersten Band "am Ende sterben wir sowieso" bereits gelesen hatte, war mir klar, dass ich unbedingt das Prequel (und hoffentlich auch bald das Sequel) lesen muss. 

    Zuallerst möchte ich das Cover des Buches loben, das wirklich gut gelungen ist. Der Tod ist hier auf verschiedene Weisen untergebracht (die Brücke als Totenschädel, der Sensenmann darauf und der Schatten, der ebenfalls der Tod ist), was mir erst nach mehrmaligem Anschauen aufgefallen ist. Wirklich tolle Arbeit!


    Die Charaktere

    Beide Hauptcharaktere, Orion und Valentino, waren sehr sympathisch und gut nachvollziehbar. Durch die wechselnden Perspektiven hatte ich einen guten Einblick in ihr Innenleben; ihre Wünsche, Träume und Visionen. Das hat es mir leicht gemacht, mich in die beiden hineinzuversetzen. Auch alle anderen Charaktere, die in dem Buch vorkamen, hatten Tiefe und wirkten lebendig. Das hat mir wirklich gut gefallen.


    Die Geschichte

    Ich war auch Plottwists vorbereitet und auch auf schockierende Dinge (der Hauptband hat mich dahingehend ja schon vorbereitet), aber ich war dennoch sehr überrascht über einige Wendungen. Es hat mir stellenweise wirklich sehr das Herz zerissen.


    Der Schreibstil

    Der Schreibstil ist das einzige, was ich ein bisschen kritisieren würde. Generell fand ich ihn gut. Flüssig lesbar, genug Details damit man die Bilder vor Augen hat, aber nicht zu viele als das man das Bild aus den Augen verliert. Leider fand ich manche Sprechweisen von Charakeren ein bisschen seltsam. Jedes Mal wenn O-Bro vorkam, hat sich etwas in mir gewunden. Wobei ich mir da auch nicht sicher bin, ob es an der Übersetzung liegt. Vielleicht ist es im Englischen normaler. Aber das ist auch wirklich meckern auf hohem Niveau. 


    Fazit

    Definitiv lesenswert! Die letzten 50 Seiten musste ich stoppen, weil ich vor Spannung nicht mehr weiterlesen konnte und wollte. Dieser Band steht dem Hauptband in keiner Weise nach und ist sehr empfehlenswert!

  6. Cover des Buches Blind Walk (ISBN: 9783570403303)
    Patricia Schröder

    Blind Walk

    (307)
    Aktuelle Rezension von: Ria_Dancer

    Blind Walk hat mich total umgehauen, ich war von der ersten bis zur letzten Seite total gefesselt. Die Outdoor-Survival Thematik mit einem Blind Walk fand ich von Anfang an interessant, der Hintergrund der Geschichte und die damit verbundene Wendung kam für mich total überraschend und hat meine Erwartungen an die Geschichte damit noch übertroffen, die Details waren sehr gut durchdacht und es bleiben keine offenen Fragen. Der Touch zum mystisch-übernatürlichen hat mich ebenfalls überrascht, hat mir aber sehr gut gefallen, da ich gern mystische Elemente lese und es nicht zu viel war, um in die Geschichte zu passen.

    Lida als Protagonistin war mir sympathisch, da die meisten anderen Figuren in meinen Augen eher unsympathisch waren und dadurch innerhalb der Gruppe eher Feindseligkeit herrschte anstelle von Zusammenhalt gab es wenig positive Gruppendynamik, was der Geschichte in meinen Augen aber nicht unbedingt geschadet hat, da die Figuren trotzdem Charakter haben.

    Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm flüssig empfunden und das Cover finde ich sehr ansprechend, es sticht durch die gelbe Farbe optisch heraus und die schwarzen Details passen sehr zur drückenden, mystischen Stimmung.

    Wenn man kurzweilige, greifbare Spannung mit einem Schuss Mystik mag, ist dieses Buch für mich definitiv eine absolute Empfehlung!

  7. Cover des Buches Vollendet – Der Aufstand (ISBN: 9783733507152)
    Neal Shusterman

    Vollendet – Der Aufstand

    (346)
    Aktuelle Rezension von: Vinny

    Zu Beginn des Buches wurden nochmal alle Begriffe erklärt, die in Band 1 aufgetaucht sind. Das fand ich sehr gut. 😊

    In diesem Buch lernen wir zwei neue Wandler kennen. Zu einem Miracolina, ein Zehntopfer, das für mich persönlich noch schlimmer im Verhalten war, als Lev in Band 1. Als zweites taucht Starkey auf, ein gestorchtes Kund. Starkes empfand ich von Anfang an als unangenehme und machthungrige Person. Der Eindruck hat sich für mich im Laufe der Geschichte nicht verändert.

    Zu guter Letzt, lernen wir Cam kennen. Cam ist ein sogenannter „Verbundsmensch“. Er wurde komplett aus Transplantaten erschaffen. Er besteht nur aus den Besten der Besten.

    Einerseits finde ich diese Vorstellung interessant, aber auf der anderen Seite gruselig. Trotzdem war es für mich faszinierend, wie Cam sich selbst kennen lernt.

    Im Buch treffen wir auch alte Bekannte wieder. Connor und Risa kümmern sich auf dem Friedhof um die geflüchteten Wandler.

    Durch die Explosion im Erntecamp (in Band 1), hat Connor sein Arm verloren. Er erhielt aber ein Transplantat, das ausgerechnet der Arm seines Erzfeindes (Roland) war. Connor hat Angst, dass er mit dem Arm Risa verletzen könnte.

    Auch Lev treffen wir wieder und erfahren, wie es ihm seit seiner Verhaftung ergangen ist.

    Risa lernt im Laufe der Geschichte Cam kennen und sie befindet sich nicht mehr auf dem Friedhof. Das ist für Connor keine schöne Situation, insbesondere da er immer mit der Angst lebt, dass der Friedhof hochgenommen werden könnte.

    Nelson, der damalige JuPo, der von Connor im Band 1 betäubt wurden ist, taucht nun auch wieder auf. Diesmal ist er aber als Teilepirat unterwegs und will Connor finden.

    Im letzten Teil des Buches wurde es nochmal richtig spannend und das Ende war eine Überraschung. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  8. Cover des Buches Mein Herz wird dich finden (ISBN: 9783733501990)
    Jessi Kirby

    Mein Herz wird dich finden

    (515)
    Aktuelle Rezension von: Mia04

    Als ich "Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby las, war ich etwa 14 Jahre alt und es war eines meiner ersten Young-Adult-Bücher. Ich erinnere mich noch gut dran, wie mich die emotionale Tiefe der Geschichte berührt hat. Die Art und Weise, wie Mia mit ihrer Trauer umgeht und wie sie Noah trifft, hat mich damals wirklich bewegt. Die Geschichte ist voller Emotionen – von Schmerz über Verzweiflung bis hin zu Hoffnung und Liebe. Besonders gefallen hat mir, wie Jessi Kirby das komplexe Thema der Organspende einfühlsam und authentisch darstellt.

    Mia ist eine authentische Protagonistin, deren innere Kämpfe und Schuldgefühle ich gut nachvollziehen konnte. Noah hingegen bringt eine positive Energie in die Geschichte, die Mia hilft, wieder ins Leben zurückzukehren. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und realistisch, was ich sehr gelungen fand.

    Dieses Buch hat mir gezeigt, wie herzzereißend und emotional Young Adult Geschichten sein können. Die Zitate am Anfang jedes Kapitels waren inspirierend und haben die Handlung noch stärker betont.

    Selbst heute noch denke ich gerne an diese Geschichte zurück und erinnere mich an die Gefühle, die sie in mir ausgelöst hat.

  9. Cover des Buches Der Klang deines Lächelns (ISBN: 9783426519356)
    Dani Atkins

    Der Klang deines Lächelns

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_Daniela

    Heute stelle ich dir "Der Klang deines Lächelns" von Dani Atkins vor. 

    Zum Inhalt:

    Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Vireninfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben.
    In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab - sogar das Leben von Joe und David. 

    Meine Meinung:

    Dies ist mein zweites Buch der Autorin. Ich habe es als Hörbuch gehört und es hat mich emotional ziemlich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Dennoch wird man nicht hoffnungslos zurückgelassen. Der Schreibstil ist angenehm, berührend und emotional. Man erlebt am Anfang der Geschichte zwei dramatische Ereignisse. Durch diese war ich sofort gefesselt und konnte kaum aufhören. Das Ganze wird auf zwei Zeitebenen vorgestellt. Man erlebt sowohl die Gegenwart der Beteiligten, als auch was es mit gewissen Vorkommnissen auf sich hat. In die Vergangenheitsebene musste ich erst einmal hinein finden. Am Schluss ergibt es ein großes Ganzes und ich saß mit Tränen in den Augen davor und konnte kaum glauben, wie sehr es mich berührt hat. 

    Fazit: Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Für Leser, die es emotional und auch dramatisch mögen eine Empfehlung!

  10. Cover des Buches Yours Truly (ISBN: 9783423220620)
    Abby Jimenez

    Yours Truly

    (293)
    Aktuelle Rezension von: Alexis_Night

    "Yours Truly" von Abby Jimenez vereint Romantik, eine gute Prise Humor, gepaart mit ernsten Momenten und mit den Herausforderungen die das Leben schreibt.

    Der Schreibstil der Autorin würde ich als einfühlsam, emotional aber auch mit viel Witz beschreiben. 


    Briana und Jacob sind zwei absolut sympathische Charaktere.


    Auch wenn der Roman einige eher schwierigere Themen anspricht- so bleibt man nach Beendigung nicht mit einem schweren Herzen zurück, sondern mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Gefühl von einem "gefüllten Herzen". 

  11. Cover des Buches Ein Teil von uns (ISBN: 9783401510187)
    Kira Gembri

    Ein Teil von uns

    (194)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Mir hat das Buch sehr gefallen,  vor allem Nias Entwicklung und die Szenen in Australien. Meine Lieblingsszene ist die des Regenschauers... Durch den Schreibstil konnte ich mir nicht nur die Natur, sondern auch die beiden sehr gut und lebhaft vorstellen. 

    Ich empfinde die Geschichte als aufmunternd, starkmachend und generell als motivierend. Dass Aaron etwas erleben will und auch Nia bereit für ein Abenteuer wird, zeigt, wie wichtig es ist, das zu machen, was einen glücklich macht und nicht, was erwartet wird. 

    Auch die Thematik des Nierenversagens von Aaron wurde ziemlich gut und sensibel behandelt. Dass man ernste Themen mit etwas Witz und Romantik in einem Roman verbindet, sorgt dafür, dass sich die Thematik einprägt. Das hat sie bei mir, sodass das Buch sensibilisiert und aufklärt. 

  12. Cover des Buches The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück (ISBN: 9783499002663)
    Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück

    (300)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    The secret Book Club von Lyssa Kay Adams aus dem #kyssverlag #rowohltverlag 

    📖 

    Band 3 der Reihe (kann aber notfalls unabhängig gelesen werden, würde ich aber nicht empfehlen)

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    Noah und Alexis sind beste Freunde. Oder ist da doch mehr?

    .

    In dieser Geschichte geht es um verschiedene Beziehungen. Die Beziehungen zu lebenden und verstorbenen Elternteilen. Und die Auswirkungen auf die eigene Liebesbeziehung. 

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    Aber es geht auch um eine mögliche Nierenspende.

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    Das ist informativ aber auch emotional.

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    Das Buch konnte ich sehr schnell und gut lesen. 

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    Es war eine schöne Geschichte. Ab und zu war es für mich zu glatt, zu einfach, zu unrealistisch?

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    Ich vergebe 4 Sterne

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  13. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492959766)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

    (394)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    June Nealon hat nach dem Tod ihres Mannes erst langsam mit ihrer kleinen Tochter wieder ins Leben zurück gefunden. Der nette Polizist Kurt hilft ihr dabei und was für June unmöglich schien, wird wahr. Die Beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Claire. Es scheint alles perfekt zu sein bist Shay Bourne bei ihnen vor der Haustür steht. Er bietet seine Hilfe bei Reperaturen an und was als nette Geste beginnt, endet in einer Tragödie. Er tötet Kurt und Junes Tochter Elizabeth. June scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren, auch als Shay von einer Jury zum Tode verurteilt wird, kann sie nur schwer an Gerechtigkeit glauben. Elf Jahre nach der Tat macht sich June erneut große Sorgen, denn die kleine Claire hat einen Herzfehler und braucht dringend Hilfe. Shay Bourne erfährt davon und bietet sein Herz zur Spende an. Mit seinem Seelsorger dem Geistlichen Michael versucht er sein Vorhaben umzusetzen. Kann June das Herz des Mannes annehmen, der ihren Mann und ihre Tochter ermordet hat? Jodi Picoult schreibt gewohnt spannend, berührend und einfühlsam. Auch ihr Weschsel zwischen den Protagonisten ist sehr gelungen und so kommt jeder zu Wort und die Geschichte wird von mehreren Seiten erzählt. Was mich bei diesem Buch etwas gestört hat war die Tatsache, dass Shay Bourne durch seinen Glauben und durch Gott zu einem guten Mensch werden will und deshalb sein Herz anbietet. Dieser Teil ist manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber dies ist der einzige Makel an diesem Buch von Jodi Picoult.


  14. Cover des Buches Bis zum Mond und zurück (ISBN: 9783426527078)
    Dani Atkins

    Bis zum Mond und zurück

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Stefy87

    „Ich liebe dich bis zum Mond und zurück“. Es ist eine wunderschöne, tiefgründige und zugleich traurige Geschichte über Verlust, Familie und Freundschaft.

    Alex verliert nach einem tragischen Unfall seine Ehefrau Lisa, die auch den gemeinsamen sechsjährigen Sohn Connor zurücklässt. Schon allein der Klappentext ist schmerzhaft, dennoch empfand ich die Geschichte nicht nur als traurig, sondern auch als hoffnungsvoll.

    Alex erhält einen Brief, in dem steht, dass Lisa ihre Organe zur Spende freigeben möchte, es war ihr letzter Wunsch. Für ihn als Angehörigen und Nichtwissenden bricht in diesem Moment die Welt zusammen. Doch neben all dem Schmerz gibt es auch Hoffnung und neue Erfahrungen. Als Leserin habe ich Alex auf dieser schweren, emotionalen Reise begleitet.

    Im Allgemeinen mag ich die Bücher von Dani Atkins sehr gern, da ich sie als liebevoll, gefühlvoll und tiefgründig empfinde. Sie baut immer wieder humorvolle oder leichte Momente ein, sodass die Geschichten trotz ernster Themen nicht durchgehend düster wirken. Auch dieses Buch hat mich vollkommen überzeugt.

    Der Schreibstil ist erneut fesselnd und leicht, die kurzen Kapitel machen das Lesen besonders angenehm. Die verschiedenen Charaktere sind interessant und sehr unterschiedlich, aber durch ihre klaren Charakterzüge konnte ich sie mir gut vorstellen.

    Das Ende war schockierend und traurig, fühlte sich aber gleichzeitig stimmig an. Es vermittelte mir das Gefühl, dass Alex an einem Punkt angekommen ist, an dem er beginnt, sein Leben nach Lisas Tod wieder selbst in die Hand zu nehmen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern.

    Auch wenn das Buch keine expliziten Trigger enthält, ist es aufgrund der Thematik sicherlich nicht für jeder geeignet. Von mir gibt es jedoch eine ganz klare Leseempfehlung.

  15. Cover des Buches Vollendet - Die Wahrheit (ISBN: 9783733504656)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Wahrheit

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Eigene Meinung

    Vor zwei Jahren habe ich diese Reihe von Neal Shusterman angefangen. Nun, 2025, habe ich die Reihe beendet und darauf war ich nicht vorbereitet…


    Ohne Umschweife starte ich eigentlich direkt wieder in die Geschichte.


    Und ohne es zu merken, entfaltet der Abschlussband eine solche Sogwirkung, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Schlag auf Schlag passiert etwas Neues, und wieder müssen nicht nur Connor und Risa eine Umwandlung fürchten, sondern auch Lev, Starkey – oder sogar Cam. Wie gewohnt lese ich abwechselnd aus den Perspektiven der Hauptcharaktere, und natürlich lässt es sich Neal Shusterman nicht nehmen, auch wieder Einblicke in die „allgemeine Welt“ zu geben. Ich bekomme also mit, wie sich die Gedanken und Einstellungen der „normalen“ Bevölkerung verändern – oder eben nicht.


    „Vollendet – Die Wahrheit“ ist für mich ein absoluter Page-Turner, der nicht nur einmal ethische Fragen aufwirft, sondern tief unter die Haut geht. Vielleicht wisst ihr ja schon, wie sehr ich Shustermans Dystopien liebe – und das hat sich auch hier wieder bestätigt. Seine Charaktere sind nie nur gut oder böse. Sie sind widersprüchlich, vielschichtig und realistisch. Er erschafft eine Welt, die erschreckend real sein könnte – und genau das macht es so intensiv. Ich war mehr als einmal den Tränen nahe und dachte zwischendurch wirklich: Dieses Buch hat alles – außer ein Happy End.

    Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft weiter. Aus flüchtenden Jugendlichen werden – wenn auch gezwungenermaßen – junge Erwachsene. Weniger politisch als der Vorgänger, zielt der letzte Band wieder mehr auf Ethik, Gewissen und Emotionen ab.


    Jugendliche, die um ihren Platz in der Welt kämpfen – und ums Überleben. Kinder, die aus Glaubensgründen von ihren Familien als „Zehntopfer“ verabschiedet werden. Eine Rebellion, die versucht, das Umdenken der Menschheit zu bewirken. Doch der Weg dorthin ist hart – wenn nicht sogar unmöglich.

    Die Figuren, die ich auf diesem Weg begleiten durfte, waren allesamt besonders. Vor allem die Jugendlichen wurden mit so viel Authentizität gezeichnet und weiterentwickelt, dass es mir unglaublich schwerfiel, das Buch am Ende zuzuschlagen. Eine Reihe, die ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann!


     


    Mein abschließendes Fazit

    Neal Shusterman schafft es auch im finalen Band seiner Dystopie-Reihe, eine mitreißende und erschütternd realistische Welt zu zeichnen. Ich bin durch die Seiten geflogen!

    Die erschreckend vorstellbare Realität, die er hier aufzeigt, bleibt lange im Kopf. Wieder begleite ich Connor, Risa, Lev und Cam – und bekomme gleichzeitig viele Perspektiven aus der Welt und anderen Jugendlichen mit. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

    Wenn du Dystopien liebst, kann ich dir eigentlich jedes Buch von Neal Shusterman ans Herz legen – besonders diese Reihe.


    Wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, oder allgemeiner Büchertalk, besuche mich doch gern auf meinem Blogg :) 

    www.calipa.de

  16. Cover des Buches Die Tage, die ich dir verspreche (ISBN: 9783426516768)
    Lily Oliver

    Die Tage, die ich dir verspreche

    (260)
    Aktuelle Rezension von: Frenx51

    Gwen hat ein Herz von einer anderen Person erhalten und wie alle behaupten, sollte sie doch nun glücklich sein, da alles wieder gut wird. Doch sie empfindet keine Lebensfreude, sondern Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Ihr kommt eine Idee und sie bietet ihr neues Herz in einem Internetforum an. Noah, der Moderator in diesem Forum ist, geht zum Schein darauf ein. Doch als Gwen vor ihm steht, merkt er, wie verzweifelt sie wirklich ist.


    Ein kaputtes Herz zu haben und auf eine Herztransplantation warten zu müssen, ist wahrscheinlich ein schreckliches Gefühl. Wenn man dann die Möglichkeit hat ein neues zu bekommen, muss man wohl unglaublich glücklich sein. Doch Gwens Gefühle sind anders, sie fühlt sich mit dem neuen Herz nicht wohl und hat Schuldgefühle gegenüber der Person, die dafür gestorben ist. Sie hat nicht das Gefühl, dass sie glücklich werden kann und sucht verzweifelt nach einer Person, die ihr neues Herz haben will.

    Die beiden Charaktere Gwen und Noah fand ich sehr authentisch und sympathisch. Gwen wirkte für mich am Anfang sehr kalt und depressiv, ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr sträubt. Erst im Laufe des Buchs konnte ich Gwen und ihre Sichtweise besser verstehen, denn ich glaube für diejenigen, die sich damit noch nicht beschäftigen mussten ist es schwer nachzuvollziehen. In manchen Situationen musste ich mir auch in Erinnerung rufen, dass Gwen depressiv sind und sich darum jetzt vielleicht so verhält. Noah hingegen ist eigentlich sehr liebenswert und will nur das Beste für Gwen.

    Die Perspektiven wechseln sich immer zwischen Gwen und Noah ab und werden zusätzlich durch frühere Nachrichten aus dem Forum unterstützt. Der Perspektivenwechsel ist an einigen Stellen etwas anstrengender zu lesen, da er an einigen Stellen abschweifend ist und Gwen und Noah sich immer wieder auch missverstehen. Auch die Liebesgeschichte der Beiden hat mir an einigen Stellen zu viel Raum eingenommen. Emotional konnte mich die Geschichte an einigen Stellen packen, jedoch nicht komplett.


    Eine besondere Liebesgeschichte, die vor vielen Hürden steht. 

  17. Cover des Buches Bluthaus (ISBN: 9783404177172)
    Romy Fölck

    Bluthaus

    (250)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Während Frida Paulsen wieder zurück auf den Apfelhof ihrer Eltern ins Alte Land gezogen ist und noch nicht weiß, ob sie weiterhin bei der Polizei arbeiten möchte, erfährt Kommissar Bjarne Haverkorn eine Neuigkeit, die sein weiteres Leben komplett auf links krempelt. Fridas alte Schulfreundin Jo taucht bei ihr auf und druckst mit einem Problem herum, kurze Zeit später wird sie als Tatverdächtige in einem Mord gesucht. Doch dann verschwindet Jo und ihre Spur führt auf eine Halbinsel im hohen Norden Deutschlands…

    Meine Meinung: Auch im zweiten Teil baut die Autorin wieder von Anfang an Spannung auf! Was mir an ihren Romanen besonders gut gefällt, ist, dass sie alte Fälle und neue immer ineinander verstrickt. Denn warum Jo verschwunden ist, hängt mit ihrer Vergangenheit zusammen. Da muss man als Ermittler erst einmal hinterkommen. In diesem Fall ist Bjarne sehr mit seinen privaten Angelegenheiten beschäftigt, so dass Frida fast im Alleingang den Spuren folgt. Dass das nicht ungefährlich ist, brauche ich wohl nicht erwähnen! 

    Der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Wenn es in die Vergangenheit geht, ist es in der Kapitelüberschrift ersichtlich. Auch wenn ich hier schon ahnte, wie es damals gewesen ist, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Und natürlich gibt es am Ende einen Showdown, wie er im Buche steht! 

    Mein Fazit: Für mich sind das unheimlich tolle Krimis, mit denen die Autorin uns hier unterhält! Der Lokalkolorit ist nicht überbordend, trotzdem vorhanden. Die Ermittler finden immer mehr zusammen und können sich aufeinander verlassen, richtig toll! Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl!

  18. Cover des Buches Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen (ISBN: 9783492316620)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Vogelhuber

    Jenny Colgan hat mich mit ihren Büchern und Geschichten noch nie enttäuscht und auch in diese Geschichte konnte ich mich zu 100% fallen lassen und sie genießen. Der Schreibstil ist einfach und Bildhaft geschrieben. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön, so dass ich tatsächlich mal Lust bekomme sie mit meinen eigenen Augen zu sehen. Es gibt ein ernstes Thema in diesem Buch das zwar keine zentrale Rolle spielt, aber dafür verantwortlich ist das Lisa eine unserer Protagonisten nach Schottland gehen muss. Das Buch ist aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben und beide waren mir sehr sympathisch.

    Lisa ist eine Krankenschwester die in der häuslichen Pflege in London beschäftigt ist. Sie ist Zeugin eines schrecklichen Unfalls, der sie sogar nach einiger Zeit nicht los lässt. Sie kann ihre Arbeit nicht mehr richtig ausüben, geschweige denn Abends und Nachts die entsprechende Ruhe finden, die sie für ihren Beruf dringend nötig hat. Eines Tages wird sie ins Büro ihres Chefs gerufen, der ihr den Vorschlag eines Austauschs in eine ländliche Gegend unterbreitet um wieder zu Kräften zu kommen und um sich zu erholen. Dazu gehören auch Therapiestunden.

    Cormac ist der andere Protagonist. Er ist auch Krankenpfleger in einem kleinen Dorf in Schottland. Nach seiner Militärkarriere ist er wieder nach Hause gekommen und sehnt sich jetzt nach einer Herausforderung. Als ihm dieser Vorschlag unterbreitet wird, nimmt er dieses Angebot an. Er und Lisa lernen sich persönlich nicht kennen. Sie stehen hauptsächlich über Emails in Kontakt. Anfangs geht ihre Konversation nur über ihre jeweiligen Patienten aber nach und nach erzählen sie sich immer mehr übereinander. Was Lisa nie glauben wollte, geschieht tatsächlich sie fängt an sich zu entspannen, mehr will ich jetzt aber nicht verraten. 

    Es hat mir sehr gefallen einen Blick in die englische Krankenpflege werfen zu können, obwohl vielleicht auch vieles erfunden sein mag, da ich selbst in dieser Branche tätig bin. Wer gern eine leichte Geschichte zum Entspannen und fallen lassen sucht würde ich die Bücher von Jenny Colgan wirklich empfehlen.

  19. Cover des Buches Am Himmel die Flüsse (ISBN: 9783446280083)
    Elif Shafak

    Am Himmel die Flüsse

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Gundolf

    Elif Shafak führt Handlungsstränge aus verschiedenen Zeiten zusammen. Das beginnt in der mesopotamischen Antike, führt aber hauptsächlich ins 19. Jahrhundert und in die Jetztzeit, Durch Keilschrift und das Zeichen für Wasser, Begebenheiten im Zweistromland und die Geschichte der Jesiden ist alles miteinander verbunden.

    Im 19. Jahrhundert wird die Geschichte des Assyriologen George Smith in vielen Details nachgezeichnet, der die Keilschrift entzifferte. Im Buch heißt er allerdings Arthur Smyth und weist auch ein paar fiktionale Züge auf. Mit ihm beginnt der Erzählstrang über die Jesiden, die der breiten Öffentlichkeit wohl erst durch die Massaker des Islamischen Staates (IS, ISIS, Daesch) an ihnen bekannt wurden. Über den Glauben und die Geschichte der Jesiden erfahren Leser*innen dabei sehr viel.

    Shafak erzählt Smyths Geburt und Jugend in bitterer Armut am Ufer der Thames ebenso wie sein Aufstieg im Britischen Museum und seine Reisen nach Mesopotamien, wo er die Jesiden besser kennenlernt und sich in eine mehr oder weniger schamanische Frau verliebt, allerdings ohne dass es jemals zu einer Erfühllung dieser (beidseitig empfundenen) Liebe kommt.

    Die Jetztzeit führt ebenfalls und gleichzeitig ins heutige London zu einer Frau mit mesopotamischen Wurzeln, die aus ihrer Ehe und dem bisherigen Leben ausbricht und ein Wohnboot auf der Thames mietet (ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt), und zu den Jesiden und den beginnenden IS-Massakern. Das ganze Buch ist einerseits wunderschön und mit seinen Liebesgeschichten "bittersüß", andererseits furchtbar tragisch und traurig, und die Schilderungen mancher Ereignisse sind ehrlich gesagt fast nicht zu ertragen. Aber sie sind bzw. waren – leider – Realität!

    There are Rivers in the Sky ist ein wunderschönes und wichtiges Buch der türkisch-britischen Autorin. Sie hat es, wie alle späteren Werke, auf Englisch geschrieben. Und auch ich habe es im englischen Original gelesen, das eine wunderbare, flüssige und poetische Sprache hat. Zur deutschen Übersetzung kann ich aus diesem Grund nichts sagen, weil ich sie nicht kenne.

    Für mich ist dieses Buch ein wertvoller Beitrag zur Weltliteratur. Absolut empfehlenswert. Und eine kleine Warnung: Empfindsame Leser*innen sollten sich einen Packen Taschenbücher bereitlegen …

  20. Cover des Buches Vollendet - Die Rache (ISBN: 9783733507183)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Rache

    (185)
    Aktuelle Rezension von: Vinny

    Kann Spoiler enthalten…

    Auch hier treffen wir wieder auf Connor und Lev, so richtig zur Ruhe kommen die beiden allerdings nicht. In diesem Buch erfahren wir auch, wo sich Lev zeitweise noch im Band 1 aufgehalten hat.

    Ich bin froh wieder von Risa zu lesen, allerdings kommt sie meiner Meinung nach zu kurz.

    Die Entwicklung von Starkey ist erschreckend und meine Abneigung ihm gegenüber wächst immer weiter.

    Cam taucht auch in diesem Buch auf und er tat mir in einer Situation unendlich leid. Auch neue Charaktere erscheinen, unter anderem Argent, der sich mit den Teilepirat Nelson zusammentut.

    Weiterhin erfahren wir, wie es dazu kam, dass die vollständige Transplantation eines Körpers möglich ist und wer dieses Vorgehen erfunden hat.

    Das Ende war gut, da es wohl anscheinend eine Möglichkeit gibt, die Umwandlungen zu verhindern.

    Insgesamt hat mir Band 3 nicht ganz so gut gefallen, da es doch eher ruhiger vor sich ging. Klar gab es hier und da sehr interessante Szenen, allerdings waren andere Situationen doch eher langatmig.


  21. Cover des Buches Solange du bei uns bist (ISBN: 9783751774031)
    Jodi Picoult

    Solange du bei uns bist

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Seite 117: Ich bin in der Absicht hierhergekommen zu reparieren, was zu Bruch gegangen ist, und mich dann wieder in meine Zuflucht auf der anderen Seite der Welt zurückzuziehen, doch jetzt hat sich alles verändert. Ich kann nicht reparieren, was zerbrochen ist, nicht meinen Vater, nicht mich und auch nicht meine Familie. Ich kann nur ein wenig flicken und hoffen, dass es hält.

    Luke Warren, renommierter Wolfsforscher, erleidet zusammen mit seiner 17jährigen Tochter Cara einen schweren Unfall. Während Cara mit einer Gehirnerschütterung und einer gebrochenen Schulter davon kommt, hat Luke schwere Kopfverletzungen. Er verfällt nach einer OP ins Koma. Die Prognosen sind äußerst schlecht, auch wenn er noch nicht hirntot ist.

    Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Georgie, Caras Mutter, informiert ihren ältesten Sohn Edward. Da Georgie von Luke geschieden und Cara noch minderjährig ist, ist nur Edward berechtigt, diese Entscheidungen zu fällen. Aber er hat vor sechs Jahren über Nacht die Familie verlassen und damit viele ungelöste Konflikte zurückgelassen.

    Entsprechend angespannt ist die Situation für alle Beteiligten. Cara glaubt noch an ein Wunder, dass ihr Vater wieder erwacht. Edward hingegen betrachtet die Situation realistisch. Doch zugleich muss er sich vorwerfen lassen, den Vater, den er so sehr hasst, loswerden zu wollen.

    Die Situation eskaliert und die Justiz wird eingeschaltet.

    Mein Fazit:

    Das Buch hat mich sehr für sich eingenommen. Das liegt zum einen an dem ungewöhnlichen Grundthema, nämlich die Wölfe. Und dann ist da noch der Schreibstil, der mir sehr gefallen hat.

    Die Autorin hat jede wichtige Figur zu Wort kommen lassen. In abwechselnden Abschnitten erzählen die Personen aus ihrer Sicht, wie sie die Situationen wahrnehmen und dann gibt es auch kleine Rückblicke in ein Familienleben, das nur nach außen hin intakt schien. Georgie, die einen Wissenschaftler geheiratet hat und mit seiner Leidenschaft für die Wölfe nicht mehr klargekommen ist. Luke hat sich schließlich zwei Jahre aus der Zivilisation verabschiedet, um in der kanadischen Wildnis mit einem Wolfsrudel zu leben. Welche Familie würde da Hurra rufen? Luke kehrt wieder zurück, aber das Leben wie vorher kann er nicht mehr aufnehmen. Edward, das älteste Kind, war schon immer anders und konnte Lukes Leidenschaft für die Natur nicht teilen. Seine Homosexualität scheint ein großer Streitpunkt zwischen Vater und Sohn zu sein. Cara liebt ihren Vater abgöttisch und zog vier Jahre zuvor zu ihm, weil sie sich in Georgies Familie nicht mehr wohlfühlte. Georgie hatte neu geheiratet und Zwillinge bekommen. Und auch Joe, Georgies Ehemann, erzählt seinen Teil zu dieser Familientragödie, die zwangsläufig auch ihn betrifft, denn er ist Anwalt und vertritt Edward.

    Die Geschichte ist sehr vielschichtig und für mich sehr realistisch. Aller Personen handelten aus ihrer Motivation heraus so, dass man es nachvollziehen kann. Sie wirken authentisch und alle auf ihre Art sympathisch. Luke, der ja zu der ganze Sache nichts sagen, weil er im Koma liegt, hat hingegen hat nur seine Wölfe. In regelmäßigen Abständen gibt es auch Abschnitte über diese faszinierenden Wesen, die entweder geliebt oder gehasst werden. Und diese Abschnitte begleiten die Geschichte und ziehen kleine Parallelen zu der menschlichen Familie, die Luke mehr oder weniger hatte. Sehr gelungen, wie ich finde!

    In jeder Familie gibt es Konflikte und Geheimnisse. So ist es auch in dieser Familie. Die Folgen davon sind sehr gravierend und lassen der Familie kaum eine Wahl. Das war spannend und beklemmend zugleich. Ich konnte mit allen mitfühlen und doch auch nicht für eine Seite Partei ergreifen.

    Ich werde mir mal die anderen Bücher der Autorin ansehen, denn dieses Buch bleibt im Sinn und hat mir im Ganzen ausgesprochen gut gefallen. Ich vergebe fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

  22. Cover des Buches Sommerträume auf Cape Cod (ISBN: 9783453422957)
    Ella Thompson

    Sommerträume auf Cape Cod

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    In Band zwei der Lighthouse Saga wird der Arzt Andrew Hunter nach einem Angriff auf einen Patienten in der Notaufnahme für vier Wochen suspendiert. Nachdem er übereilt nach Cape Cod gereist ist, um seinem kranken Vater zu helfen, bemerkt er, dass ihm eine Auszeit mit genügend Schlaf und ausreichend Essen sowie frischer Meerluft gut tun würde und beschließt ein paar Tage zu bleiben. Unverhofft ergibt sich für ihn eine Arbeitsmöglichkeit auf Cape Cod während der vier Wochen, so dass er seinen Aufenthalt verlängert. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Holly, die nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Obwohl die Vergangenheit zwischen ihnen steht, kommen sich die beiden schnell wieder näher, doch dann taucht Francis Cartwright III auf und mit ihm die geballte Vergangenheit und droht die frische Liebe zwischen den beiden erneut zu zerstören.


    Wie schon im ersten Teil spielt diese Geschichte wieder am malerischen Cape Cod und enthält einen Protagonisten aus reichem Haus, der gerade Probleme mit seiner Karriere hat und auf den Sommersitz der Familie flüchtet, um über seine nächsten Schritte nachzudenken. Er trifft auf seine mutige und taffe Jugendliebe, die ihm die Vergangenheit nicht verziehen hat. Gleichzeitig ist aber auch er auf sie wütend und erhofft sich eine Entschuldigung. Es wird also schnell offensichtlich, dass es sich hier um fehlende Kommunikation handelt und einer von beiden in der Vergangenheit etwas falsch aufgefasst hat. Hier muss man selbst als Lesende*r lange auf die Aufklärung warten und erfährt nicht vorab die ganze Wahrheit. Bei dieser Geschichte kommt auch noch dazu, dass der Fokus nicht nur auf Andrew und Holly liegt, sondern auch auf Hollys Bruder Jackson, wodurch man weniger Szenen zwischen den Protagonisten erhält, dafür aber mehr Szenen mit den Antagonisten, was die Stimmung des Buches etwas verdüstert hat. Die positiven Lichtblicke waren die Freundschaftsszenen zwischen Holly und Marie sowie der charmante Nebencharakter Dr. Paul Hennings. Erstaunt war ich auch über die etwas positive Entwicklung von Mr. Hunter, während seine Frau in dieser Geschichte noch unsympathischer wirkt als vorher schon. 


    Bei dieser Geschichte habe ich einige Parallelen zum ersten Band entdeckt, die Charaktere sind sich ähnlich und es gab wieder einen Antagonisten, der einen absolut widerlichen Charakter hat und es auf eine Frau abgesehen hat, was mir leider nicht gefällt. Es gibt weder eine Triggerwarnung noch einen Hinweis dazu im Klappentext, so dass ich das Buch mit einem unguten Gefühl gelesen habe und auch teilweise Passagen überflogen habe, um die Szenen mit Francis nicht detailliert erleben zu müssen. Ich freue mich sehr über etwas Spannung in einem Cosy Liebesroman, doch das ist mir etwas zu brutal. Ich greife extra zu solchen Büchern, um dem Alltag zu entfliehen und möchte daher nicht damit konfrontiert werden, wie abgrundtief böse und brutal Menschen sein können. Ich hatte gehofft, dass das eine Ausnahme im ersten Band war, aber wenn es ein Muster in allen Büchern der Autorin sein sollte, muss ich nochmal überdenken, ob die Bücher für mich geeignet sind.

    Ich hoffe, dass Band drei anders gestaltet wird, mit mehr Szenen zwischen den Protagonisten, weniger Drama mit einem Antagonisten und weniger Auftritten der Hunter Familien Thematik, so dass etwas frischer Wind in die Trilogie kommt. 

  23. Cover des Buches UnDivided (ISBN: 9781481409766)
    Neal Shusterman

    UnDivided

    (11)
    Aktuelle Rezension von: ConnyMc
    In diesem letzten Teil der Reihe gibt es ein Wiedersehen mit Connor, Risa, Lev, Cam und Starkey. Alle wollen etwas gegen die Teilung von Jugendlichen tun und wählen dafür unterschiedliche Wege. Starkey wählt den Weg der Gewalt, Lev versucht zunächst diplomatisch etwas zu erreichen, Cam versucht die verantwortliche Organisation von Innen heraus zu zerstören und Risa und Connor wollen durch Wissenschaft eine bessere Situtation für die Jugendlichen herbeiführen. Die Zeit drängt, da die Regierung versucht das Gesetz über die Teilung noch zu erweitern. Es soll nicht nur das Alter wieder auf 18 Jahre heraufgesetzt werden, sondern es sollen auch kriminelle Kids ohne Erlaubnis der Eltern abgeholt werden können. Während jeder auf seine Weise versucht diese Katastrophe zu verhindern, müssen sie sich vor Teilepiraten in Acht nehmen, die sie gewinnbringend verkaufen oder zerlegen wollen.

    Auch der vierte Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Die Story bleibt spannend bis zum Schluss, mit immer wieder interessanten Wendungen. 
  24. Cover des Buches Everything I Ever Needed (ISBN: 9783736309968)
    Kim Nina Ocker

    Everything I Ever Needed

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Chianti_Classico

    Für Ava sollte das College zu einem Neuanfang werden. Gesundheitsbedingt hat sie in ihrer Jugend viel Zeit im Krankenhaus verbracht, nun ist sie gesund und möchte ihr Leben genießen.
    Als sie bei der Kennenlernveranstaltung auf Dexter trifft, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen, aber er stößt sie immer wieder von sich, bringt ihr Herz gleichzeitig aber auch immer stärker aus dem Rhythmus.
    Werden die beiden zueinanderfinden?

    "Everything I Ever Needed" von Kim Nina Ocker ist der zweite Band der Everything Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der neunzehn Jahre alten Ava Walker und Dexter Cohan erzählt wird.

    In Avas Brust schlägt nicht mehr ihr eigenes Herz. Sie kam mit einem Herzfehler zur Welt, wurde von Lennie und Carl adoptiert und hat vor ein paar Jahren ein Spenderherz bekommen, um zu überleben.
    Immer an ihrer Seite war auch ihr fester Freund Nathan, dem sie nun an die Preston University von Chicago folgt. Sie möchte mit diesem Schritt auch einen Neuanfang wagen, ebenso wie Dexter.
    Dex hat vor sechs Jahren seine Eltern und seinen Bruder bei einem schrecklichen Autounfall verloren und flüchtete sich in die Drogen. Nun ist er clean und möchte sein Leben endlich auf die Reihe kriegen.
    Schon ihre erste Begegnung sorgt für reichlich Reibung zwischen ihnen, aber da ist auch etwas, das sie immer wieder zueinander zieht.

    Ich mochte den ersten Band ganz gerne, habe mich mit dem zweiten Band aber leider echt schwergetan.
    Ich fand Ava sehr anstrengend. Sie war mir teilweise zu kratzbürstig, wusste selbst nicht, was sie will.
    Auch Dexters Sinneswandel waren irgendwann nervig. In einem Moment war er noch lieb zu Ava, bevor er sich wieder wie ein Idiot aufgeführt hat.

    Ich mag es einfach nicht, wenn, wie hier die Protagonistin zu Beginn in einer Beziehung ist, weil es für mich fast nichts Schlimmeres als Fremdgehen gibt, und auch hier hat es mich echt genervt.
    Ich konnte einerseits verstehen, warum Ava so lange an Nathan festgehalten hat, aber sie war mir zu naiv und unentschlossen. Das Dilemma hätte deutlich eleganter geklärt werden dürfen.
    Ich muss auch sagen, dass ich gerne mehr über Dexter und seine Vergangenheit erfahren hätte, auch weil er dunkle Jahre erlebt hat, die ihn geprägt haben. Insgesamt hätte es gerne noch stärker in die Tiefe gehen dürfen, sowohl was Ava als auch Dexter angeht.
    Ich mochte aber das Thema der Herztransplantation, obwohl eine Wendung mir dann auch nicht ganz so gut gefallen hat, aber diese hat dann doch noch ein gutes Ende genommen.
    Was mich dann noch gestört hat, waren die vielen Fehler in dem Buch. Kleinere Logiklücken, aber Dexter wurde auch einmal Carter genannt und Ava mit Jamie angesprochen, den Protagonisten aus dem ersten Band. Muss einfach nicht sein.

    Fazit:
    "Everything I Ever Needed" von Kim Nina Ocker hat mich leider enttäuscht zurückgelassen.
    Ich fand Ava und Dexter beide sehr anstrengend, mochte es auch nicht, dass Ava zu Beginn in einer Beziehung war. Ihre Beziehung war ein Auf und Ab, und besonders seine Stimmungsschwankungen haben mich dann genervt, aber generell hätte ich mir gewünscht, dass die beiden nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sich besser kennengelernt hätten.
    Die Handlung konnte mich kaum mitreißen, erst die letzten gut hundert Seiten fand ich etwas stärker.
    Außerdem gab es immer mal wieder kleine Fehler oder Logiklücken, die mich gestört haben.
    Ich vergebe zwei Kleeblätter.

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