Bücher mit dem Tag "orient"
241 Bücher
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
(1.339)Aktuelle Rezension von: JulieFlamingo2025 habe ich Heir von Sabaa Tahir gelesen und dabei gemerkt, dass es eine Vorgeschichte aus derselben Welt gibt. Seitdem hat diese Reihe darauf gewartet, endlich von mir gelesen zu werden.
Der Einstieg in das Buch ist wirklich gelungen. Tahir schafft es, eine neue Welt spannend einzuführen, ohne dabei zu überfordern. Erzählt wird aus der Sicht von Laia und Elias, wobei die Kapitel überraschend, aber angenehm kurz sind. Dadurch wirkt der Erzählstil sehr dynamisch und die Geschichte bleibt durchgehend spannend.
Die beiden Protagonisten haben sehr eigene, starke Charaktere, und ich mochte sie beide unglaublich gern. Sie stehen gesellschaftlich an völlig unterschiedlichen Punkten, verfolgen ihre eigenen Ziele und müssen Wege gehen, die alles andere als einfach sind. Durch die Protagonisten, aber auch durch die gut ausgearbeiteten Nebenfiguren, wirkt die Geschichte besonders lebendig.
Ich hatte durchweg Spaß und kann es jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen.
- Noah Gordon
Der Medicus
(2.270)Aktuelle Rezension von: einbisschenbuechereiIch hatte schon viel von „Der Medicus“ gehört, trotzdem lag es lange ungelesen auf meinem Regal. Es ist nicht nur ein großartiges Buch, sondern auch eine fesselnde und abenteuerliche Reise auf der wir den Jungen Rob begleiten, während er wissbegierig durch verschiedene Länder streift, um seinen größten Wunsch zu erfüllen.
Es ist ein faszinierendes Buch mit einer bewegenden Geschichte. Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, fand ich es interessant, über die Religionen zu lesen, die Rob durchlebt, um seinem Traum näher zu kommen. Es zeigt, wie Rob alles Wissen über die Religionen, die fremden Kulturen und deren Medizin aufnimmt. Es geht um Wissenschaft und Scharlatanerie, sowie um Dinge, von denen man damals glaubte, dass sie helfen, Pferdemist auf abgetrennten Gliedmaßen oder heißes Öl um Wunden auszubrennen.
Liebe, enge Freundschaften, Tod und Verzicht spielen in Robs Leben ebenfalls eine große Rolle. Nichts hält ihn davon ab, seinem Wunsch näher zu kommen. Die Menschen, die er auf seinem Weg kennenlernt, sind sehr spannend. Die Höhen und Tiefen die er erlebt ein riesiges Abenteuer.
Wow, was für ein Buch!
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.172)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksDer Text enthält kleine Spoiler!
Ich habe Der Alchimist wirklich geliebt. 🥰 Dieses Buch war für mich nicht einfach nur eine Geschichte, sondern eher ein Gefühl. Etwas Ruhiges, Tiefes und gleichzeitig unglaublich Hoffnungvolles. Ich war direkt in der Geschichte drin und wollte ständig weiterlesen, obwohl das Buch gar nicht von Spannung lebt, sondern von seinen Gedanken, Gesprächen und den vielen kleinen Weisheiten zwischendurch.
Der Schreibstil von Paulo Coelho ist wunderschön. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, weil er gleichzeitig so einfach und trotzdem so tief ist. Man kommt sofort in die Geschichte rein und trotzdem steckt gefühlt auf jeder zweiten Seite ein Satz, über den man nachdenken muss. Ich habe wirklich viele Stellen doppelt gelesen, weil ich sie einfach so schön fand. ☺️
Besonders hängen geblieben ist mir die Geschichte mit dem Löffel Öl und dem Palast. Für mich steckt darin eigentlich die ganze Botschaft des Buches. Die Welt sehen, träumen, leben und trotzdem nicht vergessen, was einem wichtig ist.
Viele beschreiben Der Alchimist als Lebensratgeber und irgendwie verstehe ich auch warum. Für mich hat es sich aber nie belehrend angefühlt. Eher wie eine wunderschöne Geschichte voller kleiner Wahrheiten, die einen manchmal ganz still trifft, ohne dabei laut oder kitschig zu werden.
Auch die Gespräche mit der Wüste, dem Wind und der Sonne haben mich total berührt. Eigentlich hätte das alles schnell zu viel wirken können, aber stattdessen hatte es etwas unglaublich Ruhiges und fast Magisches. Gerade die Szene mit der Sonne werde ich, glaube ich, lange nicht vergessen.
Und obwohl die Geschichte so einfach erzählt wird, steckt so viel darin. Vertrauen. Angst. Sehnsucht. Umwege. Zeichen des Lebens. Und dieser Gedanke, dass manche Menschen ihren Schatz vielleicht nie finden, nicht weil er nicht existiert, sondern weil sie sich nie auf den Weg machen.
Vor allem das Ende hat mich komplett bekommen. Nicht wegen eines riesigen Plot Twists, sondern wegen der Botschaft dahinter. Dass Santiago am Ende genau dorthin zurückmuss, wo alles begonnen hat und die Reise trotzdem niemals umsonst war. Er musste all das erleben, um überhaupt der Mensch zu werden, der den Schatz erkennen kann.
Ich hatte auch die ganze Zeit das Gefühl, dass der König vom Anfang irgendwie durch die komplette Geschichte präsent bleibt. Fast so, als würden manche Figuren weniger echte Menschen darstellen und eher Wegweiser auf Santiagos Reise sein. Und genau das liebe ich an dem Buch. Jeder wird wahrscheinlich etwas anderes darin sehen und genau das macht es so besonders.
Dieses Buch kam für mich wirklich zur richtigen Zeit und hat einfach gut getan. 🧡
- Renée Ahdieh
Zorn und Morgenröte
(934)Aktuelle Rezension von: Anna0807Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Das Setting, die Ausgangssituation und die bekannte Geschichte, auf der alles basiert, haben für mich eigentlich großes Potenzial versprochen.
Leider hat mich die Umsetzung lange Zeit nicht wirklich erreicht. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte hineinzufinden. Erst im letzten Drittel kam bei mir so etwas wie echtes Interesse auf, und ich hatte das Gefühl, endlich in der Handlung angekommen zu sein.
Ein großer Kritikpunkt für mich war der Erzählstil. Die vielen Sprünge zwischen Szenen haben es mir schwer gemacht, mich fallen zu lassen. Oft wirkten Szenen zu knapp erzählt, und auch die Dialoge haben sich für mich teilweise leer und wenig bedeutungsvoll angefühlt. Dadurch fehlte mir die Tiefe, die ich für eine solche Geschichte gebraucht hätte.
Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Viele Entscheidungen wirkten auf mich nicht nachvollziehbar, und gerade Shazi und Chalid haben mich eher genervt als berührt. Besonders ihre Beziehung konnte mich emotional überhaupt nicht abholen, da sie für mich zu wenig ausgearbeitet war.
Dabei liegt das Problem für mich weniger in der Idee der Handlung, sondern vielmehr in der Umsetzung. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wirkt aber stellenweise blass und wenig ausgeschöpft.
Bis kurz vor dem Ende war ich mir deshalb ziemlich sicher, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Das Finale konnte mich dann zumindest etwas versöhnlicher zurücklassen. Es war solide und hat mich dazu gebracht, Band zwei vielleicht doch noch eine Chance zu geben – auch wenn ich mir da selbst noch nicht ganz sicher bin.
Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starker Grundidee, das mich in der Umsetzung jedoch nicht überzeugen konnte.
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
(615)Aktuelle Rezension von: nymeriaSabaa Tahir ist halt einfach meine neue Lieblingsautorin. Erst Heir gelesen, dann mit Elias und Laia angefangen. Band 2 fand ich etwas schwächer, da man hier dolle merkt, dass wir eben darauf hinarbeiten, Darin jetzt endlich zu befreien. Dafür gibt es einen langen Weg zu bewältigen und viele Dinge vorzubereiten. Das ist alles spannend und ich fliege so durch die Seiten, aber letztlich ist es nur eine Hinführung zu Band 3 - ich glaube, hier geht es dann so richtig los.
Mehr will ich gar nicht sagen - tolle Serie. Bin begeistert!
- Markus Heitz
Wédora - Staub und Blut
(203)Aktuelle Rezension von: KrautexperteMarkus Heitz hat in den letzten Jahren einige schlechtere Werke rausgebracht.
Hier dieses Buch ist aber noch eines der guten Fantasy. Die Stadt Wedora ist interessant, voller eigenartiger Figuren, Geschichten und Spannung. Der Werk dorthin wäre gar nicht zwingend notwenidg gewesen, deswegen fand ich den Anfang des Buches nicht ganz überzeugend und hatte überlegt einen Stern abzuziehen. Aber alles in allem hat es mich doch einfach gefreut, wieder ein gutes Buch von Heitz zu lesen :) - Elizabeth Lim
Ein Kleid aus Seide und Sternen
(552)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannIn dem Buch geht es um das Mädchen Maia Tamarin, die davon träumt die beste Schneiderin des Reiches zu werden.
Als es einen Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders gibt, verkleidet sie sich als Junge, da es für Mädchen verboten ist und nimmt dort teil. Dort muss sie Aufgaben lösen und um die letzte Aufgabe zu bewältigen begibt sie sich mit dem Magier Edan auf eine Reise, die sie für immer verändert......
Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr überzeugt. Ich finde es immer am wichtigsten, dass ein Buch mich fesselt und dass ich es nicht mehr aus der Hand legen will. Das war bei diesem Buch auf jeden Fall so. Besonders gefallen, hat mir der Schreibstil von Elizabeth Lim, da er eine sehr mitreißende Wirkung hatte. Die Verbindung zwischen den beiden Hauptcharakteren fand ich super, auch wenn sie etwas vorhersehbar war. Das Ende war plötzlich sehr schnell, aber ich freue mich schon auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie es mit Maia weitergeht.
Das Cover bekommt von mir 5 von 5 Sternen und die Geschichte 4 von 5.
- Renée Ahdieh
Rache und Rosenblüte
(354)Aktuelle Rezension von: MiiiShahrads Ziel war es einst gewesen, Chalid den Kalifen zu töten. Doch nachdem sie die Wahrheit über seine Taten erfahren hatte, verliebte sie sich und blieb, um ihn vom Fluch der auf ihm lastet, zu befreien. Die jüngsten Geschehnisse in Königreich zwangen sie jedoch zur Flucht, was sie aber nicht davon abhält, nach einem Weg zu suchen, den Fluch zu brechen. Unabhängig davon, ob sie sich selber dabei in Gefahr begibt.
Nachdem ich mich schon so schwer damit getan hatte, den ersten Band zu verstehen, wurde es im zweiten auch nicht unbedingt besser. Die gröbste Handlung ist klar, ja. Chalid versucht sein Königreich wieder aufzubauen und Shahrzad sucht nach einem Weg, seinen Fluch zu brechen. Währenddessen sind beide noch auf der Hut vor einem weiteren Angriff aufs Königreich, unter anderem von Tarik der Shahrzad mehr oder weniger ja entführt hat um sie in Sicherheit zu bringen.
Mehr habe ich aber auch nicht wirklich mitgenommen. Eine richtige Verbindung gab es zwischen den Büchern nicht unbedingt, man könnte beide auch ruhig unabhängig voneinander lesen. Mal abgesehen von ein paar Randinformationen und den Namen hatte ich jetzt nicht den Eindruck, das ich den ersten Teil unbedingt gelesen haben müsste um den zweiten zu verstehen (das hab ich ja auch so nicht getan).
Auch die ganze Ergänzung jetzt mit den besonderen Fähigkeiten von Shahrzad, die sie von ihrem Vater geerbt hat und jetzt nutzt, um mit ihrem fliegenden Teppich (der kommt einem doch auch von irgendwo bekannt vor oder?) zu einem menschähnlichen wunscherfüllenden Wesen zu fliegen, um ihre magischen Kräfte zu trainieren und später Chalid von seinem Fluch zu befreien… Mal abgesehen von dem großen Drama am Ende, dessen Sinn ich auch nicht ganz verstanden hab. Mir hat einfach ein roter Faden gefehlt. Es war, als hätte man einfach so viele Ereignisse wie möglich wahllos aneinander gereiht bis die Story lang genug war, dass sie als Buch durchgeht.
Insgesamt kann ich daher nur sagen, dass mich die Dilogie mal abgesehen von der malerischen Sprache nicht wirklich überzeugen konnte. - Kai Meyer
Die Sturmkönige - Dschinnland
(517)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEs fängt spannend an wie immer bei Kai Meyer. Die Geschcihte geht flott voran und alles ist wie immer. Das ermüdet dann irgendwann und ich habe mich gefragt warum der Verlag das Buch für Erwachsene anpreist. Ich kam dann irgendwann drauf, nämlich als es die erste Sexszene auf dem fliegenden Teppich gibt. Überflüssig und sie bringt das Buch, die GEschichte in keinster weiße weiter. Hätte man sich sparen können. Leider erlebt die Geschichte immer wieder Brüche und es bleibt nicht so spannend wie am Anfang und man verliert irgendwie die Lust. Immer wieder gibt es Szenen und Einfälle die toll sind und begeistern, aber im großen und ganzen ist es nur Durchschnitt. Herr Meyer, bitte das nächste mal wieder gründlicher schreiben und lassen sie doch die Sexszenen weg, denn die Bücher werden nunmal meist von den 10jährigen gekauft.
- Akram El-Bahay
Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
(235)Aktuelle Rezension von: die_BuecherschlangeSamir hängt seine Karriere als Dieb an den Nagel, um als Wächter einen ehrbaren Beruf auszuführen. Statt wie in seinen Träumen den König zu bewachen, muss er allerdings in der Bibliothek Paramythia seinen Dienst antreten. Er erkennt schnell, dass Bücher zu bewachen alles andere als langweilig ist, denn die unterirdische gigantische Bibliothek birgt mystische Geheimnisse. Und ehe er sich‘s versieht, erlebt er mit der Dienerin Kani und dem Gelehrten Hakim wundersame und gefährliche Abenteuer.
Ich habe das Buch vor 9 Jahren schon einmal gelesen, aber nicht die restlichen Teile der Reihe. Da ich vieles vergessen habe, lese ich jetzt die komplette Reihe in einem Rutsch durch.
Es hat mich wie damals auch jetzt wieder in seinen Bann gezogen. Die Vorstellung von einer gigantischen Bibliothek, die unter einer Stadt verläuft, mit Geheimgängen und allem was dazu gehört ist faszinierend. Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut, er ist flüssig und hält die Spannung fast immer sehr hoch. Den Protagonisten werden nur wenig Atempausen gegönnt. Ich konnte mich gut in Samir hineinfühlen und seine Taten nachvollziehen. Obwohl das Buch nur aus seiner Sicht geschrieben ist, konnte ich mich auch in Kani hineinversetzen und mit ihr fühlen.
Samir hat einen großen Schritt getan, kann sich aber von seiner Vergangenheit nicht so wirklich lösen, und seine Fähigkeiten sind bei seinen Abenteuern sehr hilfreich. Die Menschen aus der Diebesgilde sind ihm sehr wichtig, was er erst richtig erkennt, als er einen gewissen Abstand zu ihnen hat. Die Beziehung, die er mit Kani aufbaut, fügt sich angenehm in die Geschichte ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ich finde die beiden sehr süß.
Die Charaktere müssen in der Geschichte viel Leid ertragen, aber es gibt auch einen Lichtblick.
Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung der Story und der Charaktere.
- S. A. Chakraborty
Die Stadt aus Messing
(130)Aktuelle Rezension von: LismoppSehr empfehlenswert! Zauber von 10001 Nacht. Ich habe die gesamte Reihe verschlungen und war sehr traurig als ich mit ihr durch war. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und die Idee der Romane fand ich auch sehr toll. Ich mochte die Charaktere im Buch und es gab spannende Twists. Außerdem finde ich es super, das es mal wieder Bücher mit mehr als 400 Seiten sind
- Orhan Pamuk
Rot ist mein Name
(113)Aktuelle Rezension von: StephanusIstanbul 1592. Mitten in der nachlassenden Blütephase des Osmanischen Reichs geschieht auf den Straßen ein Mord. Ein Mann wird in einen Brunnen gestürzt und stirbt. Aus der Perspektive des Toten wird der Mörder erzählt und dessen Motiv. Hinter der vermeintlich einfachen Tat steckt eine große Verschwörung gegen den Sultan und das ganze Osmanische Reich einschließlich der Kultur. Die Fäden führen zu den Buchmalermeistern bei denen der Sultan ein großes Werk mit zehn Bänden in Auftrag gegeben hat und die die Kunst nicht mehr so perfekt beherrschen wie die Vorfahren. Durch Ausschweifungen und Krieg inkl. Zerstörung ist Wissen verloren gegangen und die einzelnen Zeichnungen auch aus alten Büchern sprechen. Durch die Zeichnungen und die große Kunst kommt es zu einer Aufdeckung der Verschwörung.
Meisterhaft schafft der Autor den Spagat mit einer Geschichte, die vor fast 500 Jahren spielt, eine Parallele zur Gegenwart herzustellen. Die ungewöhnliche Erzählperspektive wird großartig verknüpft mit der Geschichte und der Krimi und seine Fäden werden gekonnt zusammengeführt. Eine Liebesgeschichte und die wirkmächtige Sprache der Bilder werden zusammengefügt zu einem modernen Roman. Ein absoluter Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite.
- Akram El-Bahay
Flammenwüste
(92)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthAnur ist ein Geschichtenerzähler und begeistert viele Zuhörer. Eines Tages wird eine seiner Geschichten Wirklichkeit. Seine Weggefährten und er erleben eine aufregende Reise mit vielen Hindernissen um eine Mission zu erfüllen. Drachen und diverse mystische Gestalten stellen sich ihnen immer wieder in den Weg. Ein muss für alle Drachen-Fans. Empfehle diese Buch auf jeden Fall weiter.
- Alwyn Hamilton
AMANI - Rebellin des Sandes
(262)Aktuelle Rezension von: PrincessofbooksDie Art wie die Geschichte erzählt wird, die Charaktere mit denen man sich so leicht identifizieren kann. Die Magie die durch jeden einzelnen Buchstaben zu fließen scheint.
Man schlägt die erste Seite auf und geht sofort in einem Sog aus Bildern und dem Zauber eines unglaublichen Wüstenmärchens verloren.
Die Spannung baut sich bereits zu Beginn auf und lässt kein einziges Mal nach. Der Schreibstil ist flüssig und so detailreich, die Geschichte, welche klein anfängt fächert sich mit jedem Kapitel weiter auf und offenbart die Welt um Amani so facettenreich, dass man nicht anders kann als weiterzulesen.
Amani ist eine so unglaublich starke und mutige Protagonistin, welche eine bemerkbare Entwicklung im Buch macht und Jin der Protagonist überzeugt vom ersten Auftauchen. Auch die Nebencharaktere die in die Geschichte miteingeflochten sind, schleichen sich ins Herz und man fiebert mit ihnen mit.
- Christian Handel
Von Fuchsgeistern und Wunderlampen
(61)Aktuelle Rezension von: MartinABekannte Autoren des Phantastischen wie etwa Trudi Canavan, Holly Black oder Akram El-Bahay steuern in dieser Märchenanthologie (welche bereits die dritte aus dem Drachenmond-Verlag darstellt) ihre Versionen oder Neuinterpretationen mehr oder weniger bekannter (oder unbekannter) Märchen dar. Dabei hat Herausgeber Christian Handel die Anthologie in drei Teile gegliedert und eine interessante Mischung aus Märchen der alten Welt zusammengestellt. Anhand des Titels hätte ich allerdings auch mehr Märchen a la 1001 Nacht und asiatische Märchen erwartet, aber das Morgenland nimmt doch einen großen Teil der Sammlung ein, wenn auch durchaus mit interessanten Geschichten.
Die erste Geschichte, von Akram El-Baray konnte mich noch nicht überzeugen, auch wenn es eine interessante Hintergrundgeschichte zu den Märchen aus 1001 Nacht gibt. Aber ich kenne wenige Anthologien, die in ihrem Gesamtwerk überzeugen und so kann man auch hier behaupten, dass es gute Geschichten und weniger gute Geschichten gibt, aber in der Gesamtheit eine wirklich gelungene Mischung entstanden ist, deren Hauptkritikpunkt meiner Meinung nach die Märchen aus dem Morgenland sind. Nicht, weil sie schlecht sind, sondern einfach, weil man weniger mit den Märchen der arabischen Welt und dem Reich der Mitte vertraut ist. Und anhand des Titels VON FUCHSGEISTERN UND WUNDERLAMPEN hätte ich mehr in dieser Richtung erwartet.
Märchen- und Phantastik-Freunde werden aber auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Und allein schon die Namen sprechen für sich ... eine illustre Gesellschaft, die für märchenhafte Unterhaltung sorgt. - Elif Shafak
Die vierzig Geheimnisse der Liebe
(85)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDas ist jetzt nicht despektierlich gemeint, aber das (scheinbar) religiöse Gedudel mag dem einen Leser, der anderen Leserin gehörig „auf den Zweig gehen“. In einem solchen Fall ist man geneigt, diesem opulenten Werk von etwa 500 Seiten nicht seine Lebenszeit zu opfern. Warum es trotz solcher Vorbehalte lohnt, sich hier einzulesen, wird spätestens dann deutlich, wenn einen die Kraft der Sprache, die Opulenz der erzeugten Bilder in ein gedankliches Karussell katapultiert, dem nur schwer zu entkommen ist. Solcherart geflasht, folgt man neugierig den beiden Ebenen dieser Erzählung.
Auf der einen, der im 13. Jahrhundert angesiedelte Geschichte, folgen wir der Freundschaft und den Gesprächen zwischen dem persischen Gelehrten und Sufi-Dichter Rumi und dem Wanderderwisch Schams-e Tabrizi, und auf der anderen einer intensiven Auseinandersetzung zwischen der verheiratet Ella und dem „augenöffnenden“ Disput mit dem Autor des Buches „Süße Blasphemie“, Aziz Zahara. Wie nicht anders zu erwarten, werden hier die universellen Enden der Liebe zu einem offenen Knoten verwebt. Und so ganz nebenbei (so nebenbei ist es auch wieder nicht) bekommt man einen recht unverstellten Blick in die Möglichkeiten der islamischen Religion: „‘Wer die Nisa [Sure an-Nisã, Sure „Die Frauen“] mit offenem inneren Auge liest, erkennt, dass in dieser Sure nicht um Frauen und Männer geht, sondern um Weiblichkeit und Männlichkeit. Und jeder Einzelne von uns, auch du und ich, hat, in unterschiedlichen Graden und Abstufungen, sowohl Weibliches als auch Männliches in sich. Nur wenn wir lernen, beides anzunehmen, erreichen wir das harmonische Einssein.‘“
Es würde dem Buch nicht gerecht, diesen Mehrklang zwischen Leben und Liebe, und alles, was dazwischen liegt, eingebettet in die verschiedenen gesellschaftlichen Zustände/Normen auch nur annährend vorstellen zu können. Einerseits. Andererseits kann man diesen Roman auch mit feuchten Augen lesen, ohne sich von der tiefe der Gedanken irritieren zu lassen. In welcher Form auch immer man sich diesem Buch nähert, man wird überrascht werden von der Weite und Tiefe der angebotenen Gedanken. Zusätzlich wird man mit einer spannenden, auseinandersetzungsreichen Geschichte belohnt.
- Alwyn Hamilton
AMANI - Verräterin des Throns
(143)Aktuelle Rezension von: Jule_32Meinung: Als ich anfing, diesen Band der Reihe zu lesen, hatte ich wirklich große Abgst davor, dass das der typisch schwache 2. Band werden könnte, nachdem der erste mir doch so gut gefallen hatte. Zum Glück war das absolut nicht der Fall.
Der Anfang ist rasant, man ist sofort mitten im Geschehen und nur persönlich ist derEinstieg leicht gefallen. Auch der Schreibstil gefällt mir, er ist knapp und ohne viele Ausschmückungen, was der Spannung gut tut.
Und Spannung konnte man hier wirklich nicht vermissen. Von Anfang bis Ende war sie da und ganz am Ende, wurde es nochmal richtig gut. An der Geschichte kann man nichts aussetzen. Besonders interessant fand ich den Wechsel des Schauplatzes. Der Palast des Sultans ist schön dargestellt und es ist spannend zu erfahren, wie die Perspektive des Sultans auf alles ist.
Charaktere sind wieder gut ausgearbeitet. Ab und zu finde ich Amanis Sichtweise auf sterbende Personen, die sie nicht kennt, etwas kalt, denn das scheint ihr überhaupt nichts auszumachen, aber so ist sie eben. Und irgendwie mag ich sie trotzdem.
Ich finde es auch toll, das hier viele neue Charaktere dazukommen, aber was ich wirklich schlimm finde, sind die Namen. Nicht, dass ich sie nicht schön finden würde, das nicht. Aber viele klingen so ähnlich wie andere, dass ich einfach oft total durcheinander komme. Selbst die Autorin scheint nicht immer durchzublicken, denn im Personenglossar am Anfang steht, dass Amanis Tante Sayyida heißt. Im Buch heißt es aber, ihr Name sei Safiha (oder so ähnlich, ich kann mir das einfach nicht merken). Oft wird im Bich auch von einer Person gesprochen, deren Name ich längst vergessen haben muss, denn ich kann mich nicht erinnern, ihn zuvor gehört zu haben.
Aber das ist auch der einzige Minuspunkt und Namen sind schließlich nicht die Welt. Das Buch konnte mich voll überzeugen und war meiner Meinung nach sogar spannender, als der erste Teil.
Fazit: Dr 2. Teil der Reihe ist fast spannender, als der erste und bietet darüber hinaus viele neue Charaktere und einen interessanten neuen Schauplatz. Das Buch konnte mich voll und ganz überzeugen, deswegen gibt's von mir eine ganz klare Leseempfehlung und 4,5 von 5*.
- Ted Chiang
Die große Stille
(54)Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_ManTed Chiang ist ein Schriftsteller, der mehr Preise als Veröffentlichungen bekommen hat. Alle seine SF-Geschichten sind Public Domain und in Englisch im Netz zu finden.
Die Geschichten dieses Bandes möchte ich nicht besprechen, was zwei Gründe hat:
- die Bücher gehen gerade ich der Familie rum.
- es nimmt etwas den Reiz für Neuleser.
Die Geschichten folgen alle einer Idee, die konsequent durchdacht wird, so sie denn wirklich wäre. In einer Kurzgeschichte ist die Schlusspointe entscheidend, in einer Novelle die Handlung. Das ist das Strickmuster.
Die Geschichten sind etwas nerdig. Das gefällt mir.
Das Buch ist gut verarbeitet. Der Golkonda-Verlag hat mit den Übersetzungen gute Arbeit geleistet und ich vermute, es wird einmal zu den gesuchten Exemplaren gehören.
Altpapier: Bist du meschugge?!
offener Bücherschrank: Lieber einen 50€-Schein hineinlegen.
Familie/Freund: Wie geschrieben, es geht rum unter den potenziellen SF-Lesern
- Michael Lüders
Wer den Wind sät
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenMichael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.
- Heike Knauber
Najaden - Das Siegel des Meeres
(83)Aktuelle Rezension von: ThalaKlappentext: Brodelnde Feuerinseln, am Meeresgrund leuchtende Steine, das unendliche Sandmeer – ein exotisches Fantasyabenteuer.
In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird …
Meine Meinung: Man merkt, dass die "Najaden" für die Autorin ein echtes Herzensprojekt sind. Knauber schafft eine völlig eigene High Fantasy Welt, die das komplette Gegenteil des normalen Alltags ist. Wer eine liebliche Meerjungfrauenstory erwartet, liegt hier völlig falsch. Das Setting ist eher orientalisch und erinnert an griechische Mythen, aber auch an die Komplexität von "Games of Thrones". Das enorm komplexe Worldbuilding der Autorin hat mich schwer beeindruckt. Verschiedene Reiche auf unterschiedlichen Kontinenten, neue Fantasiewesen und Völker- gerade aufgrund der für mich eher ungewohnten Namen war es anfangs schwierig für mich die einzelnen Schauplätze und Völker auseinander zu halten. Im laufe des Buchs habe ich aber daran gewöhnt. Gerade in der dunklen Jahreszeit war das Buch für mich wie ein kleiner Kurzurlaub, denn ich konnte in eine völlig neue Welt abtauchen. Knauber erzählt bildreich und elaboriert, der Zauber des Buchs nimmt mich als Leserin schnell gefangen.
Auch die Entwicklung Meliaes, der weiblichen Hauptfigur, hat mir sehr gut gefallen, Während Meliae zu Anfang des Buchs zarte 14 Jahre alt ist und in einer behüteten Welt aufgewachsen ist, nichtsahnend, dass sie selbst eine Najade, eine Art Meerjungfrau mit heilerischen Fähigkeiten ist, entwickelt sie sich im Laufe der Handlung zu einer selbstbewussten jungen Frau. Natürlich handelt sie mitunter noch sehr impulsiv- welche 18jährige würde ihre Vernunft über ihren Willen stellen?
Die Kampfszenen sind teilweise sehr grausam, für Zartbesaitete eher weniger zu empfehlen. "Najaden" ist ein episches Fantasyabenteuer, in dem die Liebe nicht zu kurz kommt.
- Jessica Khoury
Ein Kuss aus Sternenstaub
(188)Aktuelle Rezension von: ViiivianDies ist meine persönliche Meinung. Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Ich mag die Farben und das Glitzer. Den Klappentext habe ich gelesen und fand ihn sehr spannend und wollte dadurch mehr wissen.
In der Geschichte geht es um eine Dshinny genannt Zahra. Dschinny ist set Jahrtausende in der Lampe und wird von einem jungen Mann namens Aladin gesucht. Sie spürt, das er kommt. Er berührt die Lampe und sie verwandelt sich in die Freundin Rosana, die sie getötet hat damals.
Dschinny sagt die Wahrheit, das die Steine den Jungen töten würde, also muss er sich was wünschen. Er wünscht sich was und Dschin und er kommen ins Gespräch. Er hat noch nie eine Dschinny und das es sehr wütende Dschinny, Ghulen und andere Kreaturen gibr.
zudem wird Aladin von König Darian gefangen gehalten und die Dschinny retetet die beiden lebend daraus. Dschiny beschützt ihn und komm nicht in das Tor hinein. Denn die Wachen stehen davor und bewachen, dass Dschinny nicht reinkommen. Also muss Dschinny sich als gebärende Frau ausgeben, um dir reinzukommen.
Aladin will König werden und sich in dem Reich einschleusen, um zu rächen. Dschinny muss ihn dabei helfen. Sie darf sich nicht als Dschinny kleiden, denn dort nehmen sie Dschinny in die Gefangenschaft fest. Zudem hat Dschinny ebenfalls eine Aufgabe von ihrem Meister bekommen. Zian zu suchen und ihn zu befreien. Und gemeinsam stürzen sie sich ins Abenteuer.
Das Buch ist aus der Ich – Perspektive geschrieben von Zian eine Dschinny und ist leicht wie ein Honig geschrieben. Auch manche Dinge wurden sehr spannend beschrieben. Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch und wurde nicht enttäuscht. Es gab auch einige bösen Charakteren, die Dschinny fangen wollten oder feststellten.
- Walker Dryden
Die Stadt der Dolche
(32)Aktuelle Rezension von: ElchiMeine Meinung:
„Die Stadt der Dolche“ von Walker Dryden ist der erste Band einer epischen Saga – laut Klappentext voller Sklaven, Spione, Attentate, Wüsten, Sex und Gewalt – und basiert auf der preisgekrönten BBC-Podcast-Serie „Tumanbay“. Walker Dryden ist das Pseudonym des Autorenduos Mike Walker und John Scott Dryden, diese bereits schon mehrere Podcast-Serien für BBC geschrieben und inszeniert haben. So umfasst die atemberaubende Welt von Tumanbay derzeit 4 Podcast-Staffeln.
Auch wenn ich bisher noch nichts von der BBC-Podcast-Serie gehört hatte, haben mich der Klappentext und der Vergleich zu „Game of Thrones“ mit einem Hauch „Aladdin“ direkt neugierig gemacht. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen und wow, was soll ich sagen… Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, die Geschichte, die dabei ganz ohne typische Fantasy-Elemente wie Magie und magische Wesen auskommt, wirkt so pulsierend wie ein Schwarm Bienen und hat mich direkt gefangen genommen.
Zwar habe ich ein wenig Zeit benötigt um in die Geschichte hineinzufinden und die Zugehörigkeit der einzelnen Charaktere richtig zuordnen zu können. Denn die Geschichte wird aus unzähligen Erzählsträngen und Sichten verschiedener Personen wiedergegeben, diese zu Beginn eher unabhängig voneinander wirken und durch zunächst viele kleine Details erst im späteren Verlauf der Geschichte ihre Zusammenhänge offenbaren. Zu den dutzenden Handlungssträngen kommen noch plötzliche Wendungen der Geschehnisse. Dadurch erscheint die Geschichte doch sehr komplex und es wird eine konstante Spannung erzeugt, diese zum Schluss durch einen fiesen Cliffhanger über das Ende des ersten Bandes hinweg anhält.
Der Schreibstil ist flüssig und harmonisch. Das Erzähltempo durch die vielen Ereignisse und den schnellen Wechsel der einzelnen Erzählstränge hingegen recht rasant. Ich konnte nicht innehalten um zu verweilen und flog quasi nur so durch die Seiten.
Obendrein hat das Autorenduo ein hervorragendes Worldbuilding mit äußerst stimmiger Atmosphäre in einem orientalisch angehauchten Setting heraus gearbeitet. Die Bedrohung eines nahenden Krieges ist regelrecht allgegenwärtig. Intrigen, Verrat und Machtränkeleien stehen in Tumanbay an der Tagesordnung. In „der Stadt der Dolche“ können selbst Sklaven zu Herrschern werden, doch ebenso schnell kann man auch seinen Kopf verlieren. Ein jeder verfolgt seine eigenen Ziele und man kann sich nie sicher sein woran man gerade ist.
Auch die Charaktere überzeugen mit einer einzigarten, sehr facettenreichen Art. Sie spiegeln die Licht- und Schattenseiten Tumanbays gekonnt wieder und ihr Handeln und ihre Entscheidungen lassen sich als Leser gut nachvollziehen. So sind mir z. B. die Sklavin Sarah, welche sich trotz aller Widrigkeiten zum Trotz nicht unterkriegen lässt, der Sklavenhändler Ibn Bai, der als dieser einfach zu gutmütig ist und Gregor, der Palastwächter mit all seinen Zweifeln, ans Herz gewachsen. Denn auch die Bösewichte haben hier einfach etwas Liebenswertes an sich.
Fazit:
„Die Stadt der Dolche“ des Autorenduos Mike Walker und John Scott Dryden, die unter ihrem Pseudonym Walker Dryden veröffentlichen, ist der spannende Auftakt einer epischen Fantasy-Saga basierend auf den preisgekrönten BBC-Podcast „Tumanbay“. Eine Geschichte, die durch ihre besondere Erzählweise und die darin verwickelten Schicksale der Einzelnen überzeugt. Einzigartige Charaktere und ein atmosphärisches Setting sorgen dabei für faszinierende Lesestunden! Eine absolute Leseempfehlung für all diejenigen, die auch ohne die typischen phantastischen Elemente auskommen und denen ein rasantes Erzähltempo nichts ausmacht!
5 von 5 Elchen
- Bradley Beaulieu
Die Zwölf Könige
(30)Aktuelle Rezension von: BeryllDer Schreibstil des Autors hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Er ist flüssig, lecht verständlich und unglaublich bildgewätig. Bradley Beaulieu schafft es mit seinen Worten ein tolles Wüstensetting zu kreieren, das bis in das kleinste Detail vor dem inneren Auge entsteht. Allein das hat mich schon in den Bann gezogen.
Der Weltenentwurf hat mich schlicht überwätligt. Vor allem hat es mich gefreut, dass es Fantasy abseits der üblichen Pfade ist.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und von Beginn an fieberte ich mit Ceda mit.
Es gibt überraschende Wendungen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
- E. K. Johnston
Tausend Nächte aus Sand und Feuer
(77)Aktuelle Rezension von: YonaniaLo-Melkhiin ist ein guter Herrscher, aber auch ein grausamer Mensch. Schon dreihundert Frauen ehelichte er. Viele starben noch in dieser Nacht. Einige wenige lebten noch ein paar Tage länger, aber letztendlich fanden sie alle den Tod durch seine Hand.
Doch da er ein guter Herrscher ist, haben sich die Männer das Landes auf ein Gesetz geeinigt das besagt das Lo-Melkhiin sich aus jedem Dorf eine Braut holen darf. Wenn er mit allen Dörfern durch ist, beginnt der Kreislauf aufs Neue.
Als er sich seine dreihundertunderste Braut holt, ahnt er nicht, mit wem er es zu tun bekommen wird. Sie wird alles verändern ...Dieses war mein erstes Buch von Emily Kate Johnston und ich habe es geliebt!
Es war so märchenhaft geschrieben und von soviel Magie und Liebe durchzogen, dass es mich nicht nur in seinen Bann zog, sondern mich auch tief berühren konnte.
Zuerst einmal finde ich den Schutzumschlag wirklich schön gestaltet. Alleine die Schriftart hat schon etwas Märchenhaftes an sich. Das Cover ist passend zur Geschichte orientalisch gestaltet.
Die Prägung auf dem Buchrücken des Einbandes ist allerdings auch wirklich schön. Der Einband an sich ist schwarz, aber die Prägung ist golden und ist in derselben Schriftart gehalten, in der auch das gesamte Buch geschrieben wurde.
Allein diese Schriftart gibt einem das Gefühl, etwas Besonderes, sehr Altes und zugleich Märchenhaftes zu lesen.
Der Schreibstil der Autorin verstärkte dieses Gefühl noch und die Geschichte vollendete diesen Eindruck. Für mich war dieses Buch als Gesamtpaket wirklich sehr gelungen!
Jetzt zum Inhalt: Diese Geschichte war interessant, da sie mich in eine andere Welt mit einer ganz anderen Kultur einlud. Sie brachte mir die Bräuche und Sitten eines Landes näher, wo ich noch nie gewesen bin.
Schon der Beginn, als sich unsere Protagonistin für ihre Schwester opferte, hat mir gut gefallen und die Protagonistin brauchte nicht lange, um mein Herz im Sturm zu erobern.
Mit Lo-Melkhiin tat ich mich schwerer und konnte auch keine Bindung zu ihm aufbauen, aber das störte mich nicht weiter, da die Welt mehr im Fokus stand als er.
Mich faszinierten hier vor allem die Frauen, da sie mit ihrer schlichten Art und Weise doch so viel Geschick bewiesen und mächtig waren, ohne das die Männer es in ihrer Gänze wahrnahmen.
Zwischen den Zeilen steckte auch so viel Liebe und Hingabe, dass es mich dieses tief berührte und in seinen Bann zog.
Alles in allem ein sehr Gelungenes rund um Paket eines Märchens, dass einem eine fremde Kultur erfolgreich näher bringt und einen gelungenen Spannungsbogen aufweist. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die auf diese Geschichte Lust haben.























