Bücher mit dem Tag "osten ard"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "osten ard" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Der Drachenbeinthron (ISBN: 9783608961614)
    Tad Williams

    Der Drachenbeinthron

    (511)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Weder Krieg noch gewaltsamer Tod haben irgendetwas Erhebendes, und doch sind sie die Kerze, in welche die Menschheit immer wieder hineinfliegt, so ungerührt wie die gemeine Motte. Wer je auf einem Schlachtfeld gewesen ist und sich von allgemein verbreiteten Vorstellungen nicht blenden lässt, wird bestätigen, dass die Menschheit auf solchem Boden eine Hölle auf Erden geschaffen hat, und zwar allein aus Ungeduld - und anstelle der echten Hölle, in der, wenn denn die Priester recht haben, die meisten von uns am Ende ohnehin landen werden."

    Mit "Der Drachenbeinthron" beginnt Tad Williams Osten Ard-Buchreihe "Das Geheimnis der großen Schwerter". Übersetzt aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen.

    Auf 979 Seiten erzählt Williams die Geschichte um den jungen Küchenjungen Simon, der nach dem Tod des alten Königs Johann Presbyter in die Auseinandersetzungen rund um die Herrschaft über Osten Ard hineingezogen wird. Nach einigen unschönen und unglaublichen Ereignissen in der Burg, muss Simon durch ein immer gefährlicheres Osten Ard flüchten. Sein Weg führt ihn nach Naglimund, wo er zusammen mit Prinz Josua, dem Troll Binabik und einigen Getreuen des Prinzen einen Rat abhält und beschließt die Schreckensherrschaft von König Elias zu beenden. Dieser hat sich nämlich mit dem Sturmkönig Ineluki verbündet und laut der alten Schriften können nur die drei großen Schwerter "Dorn", "Leid" und "Minneyar" die Rückkehr besagten Sturmkönigs, der Leid und Unheil über Osten Ard bringen wird, verhindern. Doch auch die Gegenseite will diese Schwerter ...

    Bereits letzten Monat habe ich die Vorgeschichte "Die Brüder des Windes" gelesen und ich muss sagen, dass es gut war sie vorher gelesen zu haben. Denn so kannte ich schon die Hintergründe Inelukis und kann mir vorstellen, wie Ineluki überhaupt zu dem besagten Sturmkönig wurde. Was für mich wirklich wertvoll war.

    Nun geht die eigentliche Geschichte im "Drachenbeinthron" los und ich bin wahrhaftig hin und weg. Tad Williams lässt mit seinen Beschreibungen eine atemberaubende, wunderschöne Welt entstehen und zaubert mich mitten hinein in dieses Abenteuer. Ein Abenteuer, das mein Fantasyherz berührt und ganz weit öffnet, denn klassische, epische High-Fantasy mit einer Heldenreise à la "Herr der Ringe" haben heutzutage ja leider Seltenheitswert. Daher bin ich in dieser Geschichte voll und ganz aufgefangen. Williams' Schreibstil ist ganz wundervoll und sehr bildlich und die Übersetzerin hat ihr wirklich einen großartigen Job gemacht und tolle Worte gewählt, die der Geschichte etwas Wichtiges und Erhabenes verleihen.

    Ein großartiger, spannender Auftakt, der mich neugierig auf mehr macht.

  2. Cover des Buches Die Hexenholzkrone 1 (ISBN: 9783608984774)
    Tad Williams

    Die Hexenholzkrone 1

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Rieka

    Es gibt so viele wundervolle Zitate in diesem Buch, dass es einem vorkommt, als halte man eines der großen weisen Werke aus Tiamaks Büchersammlung in Händen. 

    Es ist wieder sehr spannend, mit den politischen Entwicklungen und vielen neuen Charakteren. Am liebsten mag ich das Trio Prinz Morgan, Qina und Klein-Snenneq. Aber auch auf das Geheimnis von Jarnulf und Tanahaya bin ich sehr gespannt. 

    Schnell den nächsten Band schnappen und weiterlesen - nach diesem Cliffhanger am Ende.

  3. Cover des Buches Der Abschiedsstein (ISBN: 9783608961621)
    Tad Williams

    Der Abschiedsstein

    (289)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Seltsam, wie die Zukunft untrennbar mit der Vergangenheit verknüpft zu sein schien, sodass beide sich um die Gegenwart drehten wie in einem riesigen Rad ..."

    Tad Williams' "Der Abschiedsstein" ist der zweite Band seiner wirklich unglaublich bildgewaltigen High Fantasy Reihe über Osten Ard. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen.

    Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht so viel verraten, da es sich hier um den zweiten Band handelt und ich euch nicht spoilern mag.

    Der zweite Band ist in Teilen recht komplex, denn im Gegensatz zum ersten Band, wo wir die meiste Zeit mit Simon verbringen, verfolgen wir nun noch mehr Handlungsstränge. Denn die Gefährten müssen sich trennen oder werden unfreiwillig getrennt. Hinzu kommen nun auch noch die Nebencharaktere, die zwar im ersten Band auch schon mehr oder weniger präsent sind, wie die oberste Kammerfrau vom Hochhorst Rachel, die hier eine wirkliche tolle Rolle zugedacht bekommen hat, und der Jäger Ingen Jegger. Letzterem folge ich nicht ganz so gerne, einfach weil ich ihn überhaupt nicht ausstehen kann. Zum Glück ist sein Bühnenanteil sehr gering.

    Den Schreibstil von Williams mag ich sehr, hier weiß jemand definitiv mit Worten umzugehen, und an dieser Stelle muss auch die Übersetzerin gelobt werden, die einen großartigen Job gemacht hat und genau die richtigen Worte findet. Und auch wenn seitenweise kaum etwas passiert, schreibt Williams doch so eindringlich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil die Story einen richtigen Sog entwickelt.

    Tad Williams hat hier wirklich wieder Großartiges geschaffen. Eine wundervolle Welt mit sehr lebendigen Charakteren, die sowohl hassenswert wie liebenswert sind. Mein Star ist definitiv der Troll Binabik 🥰 Ich liebe es wie er redet, sein unglaublich großes Herz und seine Treue zu seinen Gefährten.

    Ich liebe diese Reihe bisher wirklich sehr und genieße jeden Moment, den ich in diese Geschichte abtauchen kann.

  4. Cover des Buches Das Reich der Grasländer 1 (ISBN: 9783608985016)
    Tad Williams

    Das Reich der Grasländer 1

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Rieka

    Die Nornen verfolgen ihre Pläne vehement und mit viel Einsatz. Königin Utuk´ku scheint Gegenspieler in den eigenen Reihen zu haben. Prinz Morgan ist eine der spannendensten Figuren ever. Simon wirkt ziemlich lost und Nabban ist eine Schüssel voller Aale. 

    Ich mochte dieses Buch etwas lieber als den Vorgänger. Die Figuren reagieren teilweise meiner Meinung nach immer noch etwas überzogen aber weniger als im Vorgänger-Band. Es hat wieder richtig Spaß gemacht, jeden Charakter auf seinem Weg zu begleiten und natürlich endet es wieder mit mehreren Cliffhangern und ich bin schon so gespannt auf den nächsten Teil. Spannung kann Tad Williams meisterlich!

  5. Cover des Buches Die Nornenkönigin (ISBN: 9783608961638)
    Tad Williams

    Die Nornenkönigin

    (259)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Simon merkte, dass es leicht war zu hassen, wenn man nicht nachdachte. Wenn er die Gesichter der Feinde nur als blasse Flecken unter den Helmen sah, ihre aufgerissenen Münder nur als grausige schwarze Löcher, fiel es ihm nicht schwer, auf sie zuzureiten und aus Leibeskräften auf sie einzuschlagen, um die knotigen Köpfe und fuchtelnden Glieder vom Körper zu trennen, bis die verhassten Ungeheuer tot waren."

    Mit "Die Nornenkönigin", dem dritten Band der Osten Ard-Saga, entführt uns Tad Williams zum wiederholten Male in eine magische Welt, mit allerlei Geheimnissen. Die Story selbst, wie auch die Charaktere, gewinnen im Laufe der Reihe immer mehr Tiefe. Williams ist definitiv jemand, der es schafft mit seinen detailreichen Erklärungen eine so lebendige Welt zu erschaffen, dass ich mich jedesmal aufs Neue mitten im Geschehen finde. Und so war ich live dabei, als Prinzessin Miriamel mit Cadrach, Isgrimnur, Camaris und Tiamak in einem Boot durch die Sümpfe des wilden Wrans stakten. Ich fühlte mich schmutzig, verschwitzt und von Mücken zerstochen wie der Rest der Truppe. Und ich war auch dabei, als Josua, Simon und Binabik gegen Elias' Mannen kämpfen musste. Ich habe dort gefroren und mir nasse, kalte Füße geholt. Um so schöner war es dann sich am Lagerfeuer aufzuwärmen. Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, was es eigentlich ist, das diese Geschichte so lebendig macht. Und ich glaube es ist der Fakt, dass Williams das Leben seiner Figuren bis in den hintersten Winkel, mit all ihrem Handeln, mit einbezieht und so eine wirklich eindringliche Authentizität schafft, dass alle Figuren so real wirken. Es ist wirklich ein Zauber, der mich beim Lesen erfasst und mein Herz ausfüllt.

    Auch die Charakterentwicklung muss ich nochmal explizit lobend erwähnen. Ganz besonders Simon und Miriamel machen eine beachtliche, aber auch glaubwürdige Entwicklung durch. Sie reifen während dieser Reihe von Teenagern zu jungen Erwachsenen heran und verlieren so ganz allmählich den anfänglichen trotzigen Egoismus, den junge Menschen sich zu eigen machen, und bekommen einen Blick für ihre Umwelt und die Wünsche und Ängste anderer.

    Die Story scheint manchmal Längen zu haben, aber die dienen Williams oftmals dazu, die Charaktere mit moralischen Fragen zu konfrontieren, damit wir ein noch umfassenderes Bild von ihnen bekommen. Abgesehen davon, liebe ich es aber auch, mich von Williams durch das Land führen zu lassen.

    "Die Nornenkönigin" ist eine mehr als gelungene Fortsetzung! Tad Williams ist wirklich ein Meister seines Fach und darf definitiv in meinem Autoren-Olymp Platz nehmen.

    "Sie ist ein Teil von mir, meine Gutrun. Im Lauf der Jahre sind wir zusammengewachsen, ineinander verschlungen wie zwei alte Bäume."

  6. Cover des Buches Brüder des Windes (ISBN: 9783608988147)
    Tad Williams

    Brüder des Windes

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Woodstock

    Zurück in die Welt von Osten Ard. 

    Ich liebe die Saga der großen Schwerte und habe mich damals sehr gefreut, dass es so vile neues aus der Welt von Osten Ard geben wird. 

    Brüder des Windes ist die die Geschichte von Ineluki und welche Geschehnisse ihn in die Fänge von Nakigga getrieben haben. 

    jedoch ist Ineluki nicht die Hauptfigur der Geschichte. Erzählt wird alles aus der Sicht von Pamon Kes, dem Waffenträger von Inelukis Bruder Hakkatri. 

    Als sich einer der großen Drachen in ein Tal unweit von A´sua einnistet und die menschlichen Bewohner der Umgebung um Hilfe bitten, ziehen die Brüder mit ihrer Entourage los um sich das Ganze anzusehen. Zu dem Zeitpunkt glaubt keiner wirklich an eine oder großen Würmer, der sich in diesem Tal aufhält. 

    Als sie auf das Ungetüm stoßen wird ihnen aber schnell klar, dass die Menschen recht haben. 

    Die Erzählung beschäftigt sich damit, wie man mit dem Drachen fertig werden kann, war danach geschieht, was undurchdacht ausgesprochene Schwüre für Auswirkungen haben können und wieviel Einfluss das Schicksal einer Person auf das der Personen in ihrer Umgebung haben kann. 

    Tad Williams bleibt seinem Stil treu. Ich lese ihn einfach sehr gerne. 

    Als Einstieg in die Welt von Osten Ard würde ich dieses Buch aber nicht empfehlen. Es steht zwar sehr selbstständig, doch sind so manche Verweise nur sinnig, wenn man zumindest die Urspungstetralogie kennt. Dann ist es aber ein schönes "nach Hause kommen" , wenn die Geschichte auch zum Teil tragisch ist. 

  7. Cover des Buches Der Engelsturm (ISBN: 9783608961645)
    Tad Williams

    Der Engelsturm

    (258)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Simon hing im Leeren, ohne Richtung, ohne Sinn. Er versuchte zu schweben, wie er es mit Leleth getan hatte, aber er bewegte sich nicht. Er war verirrt im Nichts, verlorener, als er je gewesen war. Er war nur ein Fetzen Stoff, der durch Finsternis flatterte. Er war unendlich allein."

    Die erste Osten Ard-Reihe rund um das Geheimnis der großen Schwerter beschließt Tad Williams mit "Der Engelsturm". Und es ist ein sehr würdiges Finale, das uns glücklich und zufrieden zurücklässt, aber auch eine Ahnung auf zukünftige Abenteuer aufkommen lässt.
    Übersetzt aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen.

    In diesem letzten Band spitzen sich die Ereignisse zu. Um die Jahrhunderte alte Prophezeihung zu erfüllen, müssen Simon, Binabik und Miriamel das Schwert Hellnagel finden und so machen sie sich auf zum Hochhorst, um im Grab König Johans danach zu suchen. Auch Josua und sein Heer, sowie die Sithi machen sich auf den Weg zum Hochhorst, um die alles entscheidende Schlacht gegen Elias zu schlagen. Doch die dunklen Mächte arbeiten gegen sie ...

    Williams hat mit seiner Osten Ard-Reihe eine wirklich großartige, fantastische Welt erschaffen, die mich vollends in ihren Bann zu ziehen verstand. Die mich absolut begeistern konnte und die Williams nun vollends in meinen persönlichen Fantasy-Olymp katapultiert hat.
    Der Schreibstil ist wirklich bildgewaltig und traumhaft schön und ich muss sagen, die Übersetzerin hat hier auch Großartiges geleistet! Hier wurden immer die richtigen Formulierungen gefunden, die stets ein wunderschönes Bild zeichneten. In Bezug auf die Charaktere kann ich sagen, dass ich sie alle sehr liebgewonnen habe. Vor allem der Troll Binabik und seine Wölfin, haben sich ein riesiges Stück meines Herzens erobert. Im Laufe dieser vier Bände haben gerade die jüngeren Protagonisten, wie Simon und Miriamel, eine wirklich enorme und doch logische und vor allem authentische Entwicklung vollzogen. Beide sind mit dieser Reihe erwachsen geworden. Ganz besonders gefallen hat mir, dass Williams auch den Nebencharakteren tolle und wichtige Rollen zugedacht hat und gerade im Bezug auf Rachel war ich am Ende des vierten Bandes mehr als glücklich. Das war eine zauberhafte Szene am Ende. Letztlich bleibt mir nur zu sagen, dass diese Reihe wirklich fantastisch ist und ich ihr mit meinen Worten kaum gerecht werden kann. Ein Fantasy-Epos, das ich all jenen unter euch ans Herz legen kann, die klassische Fantasy lieben.

  8. Cover des Buches The Dragonbone Chair (ISBN: 9781841498393)
    Tad Williams

    The Dragonbone Chair

    (22)
    Aktuelle Rezension von: wandablue
    Drachen und Schwert und das Ende der Welt.
    Beinahe hätte meine Rezensionsüberschrift gelautet: Langwierig wäre noch geprahlt. Denn Tad Williams beginnt seine „Saga von Osten Ard“ mit ausserordentlich epischer Länge. Sein Buch hat auch im Weiteren Längen um Längen, da muss man schon sehr geübt sein und die Zähne zusammenbeissen und von anderen Leserinnen angetrieben werden, um sie durchzustehen.

    Ja, der erste Band „Der Drachenbeinthron“ hat mich nicht vom Sockel gehauen. Sein Personal ist nämlich auch nicht gerade so, dass man die Luft anhält. Jedenfalls nicht das menschliche. Das sich spinnefeind gegenüberstehende königliche Bruderpaar Elias und Joshua ist skizziert, fast hingekritzelt, nicht liebevoll ausgeführt.

    Mit den Figuren aus den Tiefen der Tiefe sieht es besser aus. Sobald die Sithi auftauchen, ein blasiertes, hochmütiges Katzenvolk, bin ich ein wenig versöhnt. Mit der vielen Langeweile. Ja, Langeweile! Und der Luftgeist Ineluki, von dem man nicht weiß, aus was er besteht, wird vielleicht auch spannend sein. Vielleicht auch nicht. Er sitzt in seinem Stormspikeschloss, ist sauer und lässt Winter im Maien sein.

    Es hat fast zwei Drittel eines mehr als 700seitigen Romans (mit unglaublich kleiner Schrift!!) gedauert, bis man mir eröffnet, dass man lediglich drei Schwerter sucht. Banal. Magische Schwerter. Memory. Sorrow. Thorn. *augenverdreh*. Aber immerhin weiss man es dann endlich. Vorher stolpert Simon, ein sehr dummer Küchenjunge durch die Geschichte, und wo der überall herumstiefelt ohne sichtbaren Sinn und Ergebnis.

    Magische Schwerter finde ich halt läppisch. Und Drachen auch. Dafür kann keiner was. Doch nehme ich dem Autor übel, dass er den christlichen Glauben benutzt und verfremdet, um den Glauben der menschlichen Bewohner darzustellen. Statt Christus am Kreuz, hängt der Retter halt am Tree und man schlägt nicht das Kreuz, sondern macht das Zeichen des Baumes. Einfallslos und eigentlich schon Blasphemie. Anscheinend kann man aber auf Priester doch nicht verzichten. Nicht mal in Osten Ard.

    Ist man fast am Ende des Buches angelangt und hat die Hoffnung auf Spannung vollkommen und ganz und gar aufgegeben, dann nimmt der Roman doch noch ein wenig Fahrt auf: eine Stadt wird belagert, Verrat und Intrige nehmen ihren Lauf, ein Schneepalast verzaubert und ein Drache wird erschlagen.

    Positiv zu vermerken ist, dass der Autor sich, bei allen Abschweifungen plotmässig nicht verzettelt und dass auch der Leser  mühelos den Überblick behält, mögen noch so viele Personen aufmarschieren und wieder von der Bühne abtreten, das Große und Ganze verliert man nicht aus dem Auge.

    Ein weiteres Plus sind manche humorigen Einwendungen. Es ist nur so eine kleine Prise Humor. Man hofft, in weiteren Bänden mehr davon anzutreffen.

    Negativ ist wiederum, dass die erzählerischen Mittel des Autors begrenzt zu sein scheinen (dummer Frager, kluger Antworter ist sein Hauptstilmittel und das ist ausgerechnet die Erzählart, die der geneigten Leserin als besonders plumb erscheint).

    Für das Jahr 1988 und als ersten ambitionierten Entwurf zur Fortsetzung von Fantasy im ausführlichen Stil von Tolkien mag man punktemässig nicht allzu tief gehen. Dennoch hofft man auf eine Steigerung! Sie ist notwendig.

    Fazit: Drachen und Schwert und das Ende der Welt innerhalb eines königlichen Bruderzwists. Habe ich erwähnt, dass man Knöchelchen wirft, um die Zukunft vorherzusagen? Lächerlich.

    Kategorie: Fantasy mit Fantasie
    Daw Books, Penguin Group, 2005
  9. Cover des Buches Das Herz der verlorenen Dinge (ISBN: 9783608963991)
    Tad Williams

    Das Herz der verlorenen Dinge

    (123)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten."

    Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist.

    "Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort."

    Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich?

    "Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein."

    Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach.

    Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders.

    Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read!

  10. Cover des Buches Die Hexenholzkrone 2 - Der letzte König von Osten Ard (ISBN: 9783608961966)
    Tad Williams

    Die Hexenholzkrone 2 - Der letzte König von Osten Ard

    (32)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Wahrheit und Unwahrheit gehen einen langen Weg gemeinsam, bevor sie getrennte Wege gehen ..."

    Ein wohlig-warmes Gefühl breitete sich in mir aus, als ich mit Tad Williams' "Die Hexenholzkrone 1 & 2" wieder nach Osten Ard zurückkehrte. Es war ein Nach-Hause-kommen. Denn Tad Williams ist einfach ein großartiger Erzähler, der uns erneut in seine atemberaubende Welt von Osten Ard mitnimmt.

    "Ich bin ein Spielzeug der Zeit geworden, dachte er traurig. Sie spielt mit mir wie ein Kind mit einer Puppe, reißt da ein Stück ab und dort eins, schleift mich durch den Dreck und setzt mich dann an eine Als-ob-Festtafel."

    König Simon und Königin Miriamel, mittlerweile nicht mehr die Jüngsten, haben einen schweren Gang vor sich: Sie reisen mit ihrem Gefolge nach Elvritshalla, um Isgrimur, der im Sterben liegt, ihre Ehre zu erweisen. Auf dem Weg dorthin statten sie dem König von Hernystir, König Hugo, einen Besuch ab. Doch dieser verläuft anders als erwartet und Gerüchte, rund um die neue Frau an Hugos Seite machen ihre Runde. Aber auch in Nabban gibt es Unruhen, die Simon und Miriamel im Auge behalten müssen. Zu allem Überfluss macht ihnen ihr Enkel und Thronfolger Morgan nichts als Scherereien. Als dann eine fast schon tote Sithi im Wald des Hochhorstes gefunden wird, wird allmählich klar, dass irgendetwas vor sich geht ... kann es sein, dass sich die Dunklen Mächte erheben?

    "Nur mit Mühe vermochte Viyeki die Knie durchzudrücken und sich aufrecht zu halten. Ihm war, als würde auch er brennen, doch nicht sein Fleisch, sondern seine Gedanken, seine Überzeugungen verbrannten zu Asche."

    Das war wirklich wieder eine wundervolle und warme Lektüre. Tad Williams schafft es immer wieder mich mit seinen Büchern zu verzaubern. Die Welt ist groß und magisch, voller Geheimnisse, Mythen und alten Geschichten. Ich liebe es die Figuren zu begleiten, sie wachsen zu sehen, mit all ihren Fehlern und ihrer Güte. Aber auch die Figuren mit Bösartigkeit, Gier und Neid im Herzen überzeugen auf ganzer Linie. Auch sind sie nicht einfach nur bösartig. Sie lassen uns auch an ihren Sorgen und Ängsten teilhaben, zeigen sich von ihrer verletzlichen Seite.
    Williams' Schreibstil ist großartig und bildgewaltig. Und auch wenn in dieser epischen Reihe nicht eine Action die nächste jagt, so bleibt es doch eine schöne und spannende Geschichte, in die ich sehr gerne eintauche und mich verliere.

    Die Hexenholzkrone wurde in zwei Bände aufgeteilt, die nahtlos ineinander übergehen. Es empfiehlt sich auch beide Bücher hintereinander zu lesen.

    Ein großes Lob geht hier auch wieder an die Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann und Wolfram Ströle haben wir ganz hervorragende Arbeit geleistet und den Geist des Buches perfekt eingefangen.

  11. Cover des Buches Die Kinder des Seefahrers 1 (ISBN: 9783608966114)
    Tad Williams

    Die Kinder des Seefahrers 1

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie

    Osten Ards Geschichte umspannt viele Zeitaltert, viele Jahre. Doch jetzt hat Tad Williams das Werk vollendet, was die Fantasywelt reicher macht.

    Der Hochhorst wird wird von den Nornen angegriffen, doch während alle dadurch abgelenkt sind, wendet sich Utuk’ku einem geheimnisvollen Tal zu, Tanakirù. Unterdessen will Miriamel den Hochhorst retten und Pasevalles, der sie verraten hat, gefangen nehmen, doch der ist entkommen.

     

     

    Meine Meinung

    Das Buch ließ sich wieder sehr gut lesen. Natürlich gibt es Ausdrücke bzw. Namen von Völkern, die etwas schwieriger sind, aber das bin ich bei den Büchern über Osten Ard gewöhnt, d. h. es stört mich nicht. In der Geschichte war ich schnell drinnen, und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Miriamel, die erfahren muss, dass Simon tot ist. Doch auch in Simon, der glaubt, seine Miriamel sei tot. Er ist darauf bedacht, seine Enkelin Lillia zu retten, sieht sich aber gezwungen, mit Jiriki gegen die Nornen zu reiten. In dem, im Klappentext erwähnten, Tal Tanakirù befindet sich etwas, was die teuflische Nornenkönigin unbedingt haben will. Und so gehen die Kämpfe der Zyda’ja gegen die Nornen immer weiter. Auch Morgan ist immer noch mit Nezeru unterwegs und fragt sich oft was er für sie, oder ob sie für ihn etwas, empfindet. Das Buch geht spannend weiter, wie der Vorgänger aufgehört hat. Es hat mir wieder sehr gut gefallen, mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher eine Leseempfehlung sowie 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Die Hexenholzkrone (Teil 2) (ISBN: 9783844528329)
    Tad Williams

    Die Hexenholzkrone (Teil 2)

    (7)
    Aktuelle Rezension von: LunasLeseecke
    Nachdem im ersten Band dieser neuen Trilogie Utuk'ku, die Königin der Nornen ist aus ihrem Heilschlaf erwacht ist und auf Rache an den Menschen sind, ist so einiges geschehen. Es entspinnen sich jede Menge Intrigen im Berg der Nornen und auch im Herrschaftsbereich der Menschen lauert bereits Verrat hinter jeder Ecke. Selbst die Elfen, die in diesem zweiten Band endlich ihren großen Autritt haben, scheinen nicht frei davon zu sein.

    Wo die Hexenholzkrone einen tollen Mix an altbekannten Charakteren und neuen Helden geboten hat, wartet Teil zwei nun mit noch mehr bekannten und auch neuen Gesichtern auf. Das Rad des Schicksals dreht sich, und droht ganz Osten Ard unter sich zu Staub zu zermalmen. Doch verschiedene Helden kämpfen an unterschiedlichen Fronten, einander unbekannt und doch einem Ziel folgend. Viele Fragen die im ersten Band aufgeworfen wurden finden nun eine Antwort und lassen mich auf eine noch spannendere Fortsetzung hoffen, wenn nach und nach alle Fäden ihren Weg zu einem großen Höhepunkt finden werden.

    Im ersten Band fand ich es besonders schön, dass wie schon in „Das Herz der verlorenen Dinge“ auch Nornen-Charakteren Raum gewährt wird, und sie nicht nur der große Gesichtslose Feind bleiben. Der Norne Viyeki und vor allem seine Halbblutstochter Neseru gehören zu meinen Lieblingscharakteren. Und auch Neserus Mutter, eine Sklavin unter dem Berg ist ein sehr spannender Charakter. Überhaupt finde ich, dass es Tad William fantastisch schafft, trotz der manchmal überwältigenden Fülle an Charakteren, allen eine gewisse Tiefe zu verleihen, die sie wie alte Bekannte erscheinen lassen. Jeder ist irgendwie besonders und Helden findet man manchmal an völlig unerwarteten Orten.

    Die Story bleibt durch die vielen Handlungsstränge und Charaktere durchgehend divers und spannend. Ab und zu gibt es auch größere Spannungsspitzen. Im Gegensatz zum ersten Band war ich diesmal direkt im Geschehen und konnte den verschiedenen Charakteren ohne größere Verwirrung folgen. Wie im ersten Band vermutet braucht die Geschichte etwas Anlauf und so fand ich Band zwei noch weitaus spannender als den ersten. Vor allem hat mir gefallen, dass die ersten Fragen sich bereits geklärt haben, auch wenn sich dafür mindestens genauso viele neue auftun. Doch ich finde es schön, einen roten Faden im Kopf zu haben, der die Ereignisse und Charaktere miteinander verbindet. Den nächsten Band erwarte ich nun noch gespannter.

    Fazit
    Die Lesung von Andreas Fröhlich ist wie gewohnt gelungen. Er hat einfach eine unglaublich tolle Erzählerstimme und ich liebe seine Interpretationen der Charaktere, die völlig unaufgeregt daher kommt und mich doch jedes Mal wieder in ihren Bann zieht.
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