Bücher mit dem Tag "ostfront"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ostfront" gekennzeichnet haben.

67 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.233)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Ein Grubenunglück, Familiendramen, Revolution - der erste Weltkrieg. Wieder einmal vereint Ken Follett verschiedene Schicksale miteinander, doch diesmal nicht nur in einer Region, sondern auf der Welt verteilt im 20. Jahrhundert.

    Die Balance zwischen Gesprächen, Handlungen und Beschreibungen werden über Tausend Seiten gehalten und die Spannung steigt stetig. Die Protagonisten sind alle klar und authentisch dargestellt.

    Mir hat die Kingsbridgereihe schon sehr gefallen, aber der Auftakt dieser Reihe spricht mich mit der Thematik und der Zeitspanne noch mehr an.

  2. Cover des Buches Das Bernsteincollier (ISBN: 9783732552108)
    Eva Grübl-Widmann

    Das Bernsteincollier

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Arh

    Als Inga die Nachricht erhält, dass ihr Großvater todkrank ist, reist sie sofort zu ihm, um die Zeit die ihm bleibt, mit ihm gemeinsam zu verbringen.

    Ein Geheimnis was über seiner Vergangenheit liegt, wird durch Zufall offenbart, als sie dort ist und ein wunderschönes Bernsteincollier findet.  Viele Jahrzehnte schlummerte es im Verborgenen.

    Inga möchte mehr erfahren und begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit von Kalle..

    Eine wunderbare Geschichte die auf zwei Zeitebenen spielt. Besonders spannend und interessant ist die Zeit zwischen 1911 und 1946, die Zeit in Ostpreußen und dem zweiten Weltkrieg. Das Leben des Großvaters wird so mitreissend geschildert, berührend, emotional und geschichtsträchtig. Am liebsten hätte ich noch ewig weitergelesen.

     Ich habe vorher "Zeit der Dornen" gelesen, welches ähnlich aufgbaut war. Aber dieses hier hat es noch getopt!

    Wer solche Familiengeschichten mag ist hier goldrichtig!

  3. Cover des Buches Sturmzeit - Wilde Lupinen (ISBN: 9783734106019)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Wilde Lupinen

     (301)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Während der erste Teil der Trilogie zur Zeit des ersten Weltkrieges spielt, dreht sich hier alles um die Zeit während des zweiten Weltkrieges.

    Natürlich geht es auch diesmal um Felicia, aber auch um das Leben ihrer Tochter Belle, die nächste Generation der Familie Degnelly.

    Die Zeiten sind furchtbar, Krieg, Leid, menschliches Elend. Die geschichtlichen Ereignisse sind gut verwoben mit den persönlichen Schicksal der Frauen und ihrer Angehörigen und Freunde. Man fühlt als Leser mit und ist genauso machtlos wie die Protagonisten. 

    Eine wunderbare Familiensage, die nicht nur das Leben in dieser schwierigen Zeit schildert , auch die politische Lage ist sehr interessant und schonungslos.



  4. Cover des Buches Hanna (ISBN: 9783898011006)
    Sandra Jungen

    Hanna

     (19)
    Aktuelle Rezension von: AnnaBuchwinkel

    Ein Buch, dass eher auf leisen Sohlen daherkommt. Wer einen Pageturner erwartet, ist hier sicher nicht richtig - für jemanden, der bereit ist, sich auf die menschliche, soziale und politische Situation damals einzulassen, bietet das Buch jedoch alles, was nötig ist, um sich in das Leben einer Krankenschwester im zweiten Weltkrieg einzufühlen. Die vermittelten Informationen wirken gut recherchiert und fundiert und ich hatte trotz des oft behandelten Themas zweiter Weltkrieg das Gefühl, durchaus nochmal Neues hinzuzulernen. Erschreckend fand ich beispielsweise den offenbar sehr gängigen Ge- bzw. Missbrauch von Pervitin, einer Droge, die die Leistungsfähigkeit steigert, aber auch emotionale und damit moralische Grenzen verschiebt. Obwohl der eine oder andere Schlenker in der Handlung sicher der Vermittlung von geschichtlicher Information dient, hatte ich nie das Gefühl, dass dies zulasten der Geschichte als solcher geht. Ein sehr gut geschriebenes Buch, eindringlich und anschaulich, an das ich mich sicher noch lange erinnern werde.

  5. Cover des Buches Mitternachtsfalken (ISBN: 9783404153237)
    Ken Follett

    Mitternachtsfalken

     (226)
    Aktuelle Rezension von: Lio-nara

    Die MI6 Agentin Hermia Mount bildet im besetzten Dänemark eine Untergrundbewegung namens Mitternachtsfalken. Diese übermitteln auf unterschiedlichen Wegen geheime Informationen an die Briten.

    Zunächst durch Zufall bekommt Harald Olufsen den Standort der neuen Radarstation des Feindes mit. Diese fängt die Fliegerangriffe der Briten ab und fügt diesen großen Schaden zu. Harald erfährt, dass einige seiner Freunde und dann auch sein Bruder Mitglieder der Mitternachtsfalken sind. Er versucht, diese zu unterstützen und zeichnet die Einzelheiten der Radarstation zur Übergabe an die Briten auf.

    Jedoch wird die Untergrundbewegung aufgedeckt und die dänische Polizei, die zum Teil mit dem Feind sympathisiert, verfolgt die Mitglieder mit äußerster Härte.

    Als Harald als einziger noch übrig ist, versucht er gemeinsam mit seiner Freundin Karen, die Pläne zu überbringen. Heimlich reparieren sie das Flugzeug von Karens Familie, um von Dänemark nach England zu kommen. Eine Truppe der deutschen Besatzung nimmt das Haus von Karens Eltern in Beschlag und erschwert die Reparatur und gefährdet die Operation. Harald und Karen gelingt es jedoch, den Deutschen Benzin für das Flugzeug zu stehlen und im letzten Moment können sie mit dem Flugzeug fliehen.

    Mit einer großen Schippe Glück und den letzten Kräften überbringen sie den Briten die Pläne. Hermia Mount kann diese der Regierung überbringen und das Blatt für die britischen Flieger wenden.

    Fazit: Ken Follett gelingt es, eine Masse an historischer Information in einen flüssigen und lockeren Roman zu verpacken. Besonders positiv für mich ist, dass es keine übertrieben emotionale Liebesgeschichte mit Geschichte gefüllt wurde, sondern alles sehr realistisch und trotzdem schön zu lesen ist.


  6. Cover des Buches Wintermänner (ISBN: 9781503954700)
    Jesper Bugge Kold

    Wintermänner

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Das Buch startet damit, dass sich langsam die Nazi-Bewegung in die Stadt Hamburg schleicht. Immer mehr und mehr wird auffällig, dass sich bald etwas verändern wird und schnell stellt sich auch heraus, dass die beiden Brüder Karl und Gerhard davon betroffen sein werden.

    Während der Familienvater Karl allerdings im Laufe der Jahre  zum Offizier wird, lehnt der andere es vorerst ab, mitzumachen. Später allerdings hat er kaum noch eine Wahl und schließt sich doch den Nazis an ...

    Beide Brüder könnten verschiedener nicht sein, dennoch haben sie einen ähnlichen Weg gewählt. Zumindest was ihre eigenen Überzeugungen betrifft und wie sie diese ignoriert haben. 

    Leider fehlte mir in diesem Buch gänzlich die 'Spannung' die ich sonst bei solchen Geschichten immer wieder verspüre. Auch die ständigen Zeitsprünge waren mehr anstrengend, als hilfreich für das Werk. Aus diesem Grund zog sich das gesamte Buch unendlich. 

    Der Klappentext:

    n den 1930er-Jahren führen die Brüder Karl und Gerhard ein beschauliches Dasein in ihrer Geburtsstadt Hamburg. Doch dann geraten sie gegen ihren Willen in den Sog der Nazibewegung. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, erlebt Karl als Offizier beim Nachschub das Grauen an der Front sowohl in Frankreich als auch in Russland aus nächster Nähe. Gerhard bleibt in Deutschland, ist mitverantwortlich für den Transport der Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager und steigt schließlich zum Kommandanten eines Konzentrationslagers auf. 


    Mein Fazit: Leider nicht mein Fall. Es fehlte an Spannung und die Geschichte plätscherte nur vor sich hin, sodass ich wenig Lust verspürte, weiterzulesen.

  7. Cover des Buches Rotkehlchen (ISBN: 9783548061658)
    Jo Nesbø

    Rotkehlchen

     (308)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Harry Hole, der erst vor kurzem zum norwegischen Staatsschutz gewechselt ist, bekommt Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf ein Mitglied des Königshauses. Schnell kann er einen Zusammenhang zum Nationalsozialismus, der auch in Norwegen immer noch fanatische Anhänger hat. Doch während seiner Ermittlungen stößt er auf Hinweise, die auf ein riesiges Netzwerk hinweisen – und dieses scheint auch Hole ins Visier genommen zu haben…

    „Rotkehlchen“ heißt der dritte Teil der Reihe von Jo Nesbo um seinen Ermittler Harry Hole, wobei er seine labile Hauptfigur hier noch intensiver darstellt. Nur schwer bezwingbare Alkoholsucht, Depressionen und manische Züge, die ihn wie besessen in seine Arbeit stürzen lassen, aber auch ein ungewöhnlicher Blick auf die Welt und der Wille, alles und jeden verstehen zu können – so entsteht trotz einiger Klischees des typischen Ermittlers in „Schweden-Krimis“ eine sehr eigenständige Figur, die mit ihrer düsteren Ausstrahlung auch hier eine ganz besondere Stimmung mit sich bringt – übrigens auch wenn man die vorigen Bände nicht gelesen hat, die wesentlichen Zusammenhänge erschließen sich hier auch im Zusammenhang. Dieser Teil ist sehr reizvoll geraten und bereichert besonders die Atmosphäre des Romans, nimmt aber vielleicht etwas zu viel Raum ein und neigt dazu, zu sehr von der eigentlichen Handlung abzulenken – auch wenn mir auch die privaten Probleme von Harry zugesagt haben und diese interessant aufbereitet und vertieft wurden.

    Der Fall an sich ist recht komplex geraten und hat viele Verbindungen zur Zeit des Nationalsozialismus, mischt auch immer wieder Szenen aus der Vergangenheit und dem zweiten Weltkrieg unter, lässt die aktuellen Ereignisse durch eine lange Verkettung von Umständen erscheinen. Das ist vielseitig und sehr atmosphärisch geraten und mit vielen Bezügen zur Geschichte gestaltet, sodass der Leser auch noch mehr gut recherchiertes historisches Wissen erlangt. Die Zusammenhänge sind lange nicht klar, was schon viel Aufmerksamkeit vom Leser verlangt, was aber auch sehr spannend geraten ist. Die Auflösung lässt sich dann auch erst kurz vor Schluss erahnen und wird in einem sehr gelungenen Coup aufgedeckt, welcher den Roman gekonnt abschließt.

    „Rotkehlchen“ ist mit seinen engen historischen Bezügen und spannenden Entwicklungen gekonnt und abwechslungsreich erzählt, wurde vom Autor sehr gekonnt recherchiert und präsentiert mit dem Nationalsozialismus ein weiterhin aktuelles Thema. Doch auch die Hauptfigur wird gekonnt dargestellt, Harrys innere Dämonen werden noch facettenreicher ausgeführt, was dem Roman zusätzliche Würze verleiht. Sehr lesenswert!

  8. Cover des Buches Sturm in die Freiheit (ISBN: 9783453471788)
    Jürgen Ehlers

    Sturm in die Freiheit

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Babsi123

    Über LOVELYBOOKS durfte ich das Buch "  Sturm in die Freiheit "   testlesen .

    Autor : Jürgen Ehlers


    Handlung des Buches  : 

    Als der junge U-Boot-Kommandant Wolf Littke in britische Kriegsgefangenschaft gerät, hat er die Wahl zwischen Exekution und einem Himmelfahrtskommando zur Ermordung Hitlers. In der Hoffnung den Krieg so zu beenden, springt er zusammen mit drei anderen Geheimagenten, einem Juden, einem Russen und einem Polen, mit dem Fallschirm über Ostpreußen ab, um den Führer in seinem Hauptquartier Wolfsschanze in die Luft zu sprengen. Doch Wolf hat auch ganz eigene Motive: Er will in Königsberg seine Geliebte finden und mit ihr fliehen...........


    Mein Fazit :

    Als ich den Klappentext las , musste ich mich sofort bewerben. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem 2. Weltkrieg und dem Völkermord A. Hitlers . Als Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Helfer den Mord an Hitler planten , war es auch für diese Männer ein Himmelfahrtskommando. So wie in der Geschichte von Jürgen Ehlers " Sturm in die Freiheit ". 4 Geheimagenten mit unterschiedlichen Motiven sollen Hitler ermorden. Wird es ihnen gelingen und das Leid beendet werden ? Es bleibt spannend.........


     " Sturm in die Freiheit " ist eines solcher Bücher, daß man einmal angefangen nicht zur Seite legen kann. Ein Werk was Geschichte schreibt und die unmenschlichen Seiten des Krieges aufzeigt. Mit viel Feingefühl bringt uns der Autor diese fesselnde Geschichte des U - Boot Kommandanten Wolf Littke näher.

    Die Geschichte ist sehr gut recherchiert worden und obwohl der Roman eine Fiktion ist, hätte es genauso statt gefunden haben. Wer kennt nicht die Greueltaten die in Ausschwitz täglich statt gefunden haben , das Wirken und Delegieren Hitlers im  Führerhauptquartier Wolfsschanze , dem Lageort des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg........


    Überrascht war ich auch, daß Josef Mengele und die persönliche Sekretärin Hitlers Traudl Junge in der Geschichte erwähnt werden.  Mengele der Massenmörder von Ausschwitz - der von Mai 1943 bis Januar 1945 als Lagerarzt im KZ Auschwitz-Birkenau eingesetzt war .  In dieser Funktion nahm er Selektionen vor, überwachte die Vergasung der Opfer und führte menschenverachtende medizinische Experimente an Häftlingen durch , besonders an Kinder Zwillingen.  Da blutet einem dann doch  das Herz wenn man es liest . 

    .

    Dieser Roman ist für mich ein " historischer  Zeitzeuge für menschliches Versagen " und ein packender Krimi mit historischem Hintergrund. Gut recherchiert durch den Autor und Fakten sensibel eingebaut in diese Geschichte, haben mich von Anfang an begeistert und mitgerissen . Eine Geschichte die unter die Haut geht, Emotionen die sehr zu Herzen gehen und eine gewisse Zerrissenheit hinterlassen. Warum hat das niemand frühzeitig verhindert?  


    Wolf Littke gefällt mir sehr gut als Hauptprotagonist und es ist erstaunlich was ein Mann allein bewirken kann.  Ein Nazi der noch ein Gewissen hat? Sehr erstaunlich und bewegend. Er riskiert mehr als einmal sein eigenes Leben , zum Beispiel als er Schiffbrüchige rettet, trotz des Laconia Befehls von Dönitz....... Ist er ein Held oder hat sich  im entscheidenden Moment noch sein Gewissen geregt?


    Fiktive so wie reale Protagonisten halten sich die Waage und wurden sehr gut integriert. Der Schreibstil des Autors ist modern , sehr berührend , bewegend und  traurig. Die Spannung ist teilweise kaum auszuhalten und sie hält sich bis zum Schluß.

    " Sturm in die Freiheit " ist ein bewegender Agententhriller der seinesgleichen sucht im Bücherplymh. Eine brisante Mischung aus Wahrheit und Fiktion ,  skrupellosem Verrat , Doppelagenten der übelsten Sorte und eindrucksvoller Hilfsbereitschaft fremder Menschen untereinander. Ob Partisan ,  Jude , Menschen aus anderen Ländern und Kulturen.....jeder ist bereit seinen Platz in der Geschichte zu behaupten und diese Geschichte zu etwas besonderem zu machen. 


    Für mich war es ein besonderes Lesevergnügen, da mich die Geschichte des 2. Weltkrieges sehr bewegt und das seit Jahren.

  9. Cover des Buches Zeit zu leben und Zeit zu sterben (ISBN: 9783462051469)
    E.M. Remarque

    Zeit zu leben und Zeit zu sterben

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Remarque entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingsschriftsteller. Auf unnachahmliche Weise berichtet er in seinen Romanen über das Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Stil ist schnörkellos, ohne Pathos und dadurch besonders eindringlich. "Zeit zu leben und Zeit zu sterben" befasst sich mit der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte. 1944 ist der Krieg so gut wie verloren, was die fanatische menschenverachtende Diktatur nicht davon abhält, weiterhin Millionen zu opfern. 

    Von allen Büchern Remarques, die ich bisher gelesen habe, inklusive des bereits sehr beklemmenden "Im Westen nichts Neues" ist dies hier das Dunkelste. Remarques zielsicherer trockener Humor, der in den anderen Büchern manchmal eine Atempause vom Geschehen gibt, oder die Inflation in "Der schwarze Obelisk" teilweise fast sarkastisch-heiter darstellt, fehlt hier ganz. Es gibt keine Atempausen vom Schrecken, keinen Ausweg und genau das paßt zu der Zeit, zum Erzählten. Wir begleiten den 23jährigen Ernst Graeber, bereits in jungen Jahren ein Kriegsveteran, der den Feldzug auf Frankreich mitmachte, in Afrika verwundet wurde und nun in der Hölle auf Erden festsitzt: an der Ostfront, die sich gerade im Rückzug befindet. Sehr gut gelingt es Remarque bei den Szenen des Frontlebens zu zeigen, wie vielfältig die Soldaten der Wehrmacht waren. Da ist der überzeugte Nazi, gerade 20, stolz darauf, wie viele Menschen er bei der SS schon brutal ermordet hat, mit gieriger Freude am Töten und einem genau durchdachten arischen Fortpflanzungsprogramm mit der so perfekt arisch-blütigen Verlobten. Es gibt den Kommunisten, der von einem Strafbatallion kam und im Gegensatz zu den anderen kein Blatt vor den Mund nimmt. Zum Ende des Buches eine treffende Bemerkung von Graeber, daß der Kommunismus genau so menschenverachtend ist. "Alles, was ich im Leben einmal möchte, ist denken, was ich will, sagen, was ich will, und tun, was ich will. Aber seit wir Messiasse von rechts und links haben, ist das ein weit größeres Verbrechen als jeder Mord.".
    Der Großteil der Soldaten sind aber ganz normale Männer, die einfach nach Hause zu ihren Familien wollen, die hoffe, irgendwie zu überleben, und die immer mehr merken, daß sie für nichts verheizt werden. 

    Der dreiwöchige Heimaturlaub, den Graeber dann erhält, bringt ihm auch nicht die erhoffte Atempause und hier merkt man den Unterschied zu "Im Westen nichts Neues". In beiden Fällen können die Soldaten ihren Gedanken zwar nicht entkommen, aber Graeber bemerkt zudem schnell, daß er sich in seiner Heimatstadt immer noch im Feindesland befindet - die Diktatur verfolgt ihre eigenen Bürger, alle haben Angst, denunziert wird rasch. Dazu kommen ständige Bombenangriffe, alle paar Tage wird die Stadt angegriffen, Sicherheit gibt es nirgendwo. "Drohend und hoffnungslos stand die Dunkelheit um ihn herum, und es schien kein Entkommen zu geben." Man spürt diese Ausweglosigkeit auf jeder Seite, in jedem Satz, ganz hervorragend kann Remarque diese Atmosphäre darstellen. Graeber erkennt auch allmählich die Schuld, die fast jeder auf sich geladen hat, die Monumentalität des Bösen, der Grausamkeit, die hier stattfindet. So gerne möchte er anders sein, aber er ist letztlich auch Gefangener des Systems. Der Gedanke an Desertion kommt öfter auf, bei seiner Rückkehr nach dem Urlaub wird er von anderen Soldaten sogar ganz offen gefragt, warum er überhaupt zurückgekommen ist. Graeber weiß aber, daß Desertion nicht erfolgreich wäre, in einem Land eifriger Denunzianten würde er gefunden werden und selbst, wenn er es in die Schweiz schaffen würde, würde die ihn gleich zurückschicken oder ausliefern. Selbstverstümmelung wird ebenfalls schnell entdeckt...auch hier gibt es keinen Ausweg, er muß wieder an die Front, muß für eine Diktatur kämpfen, deren Grausamkeiten ihn erschrecken und anwidern. 

    Die Thematik und diese allumfassende Dunkelheit machen das Buch an manchen Stellen schwer zu lesen, weil man ein fast zu gutes Gefühl für die Ausweglosigkeit und die allenthalben vorhandene Grausamkeit bekommt und auch weiß - das ist nicht ausgedacht, das ist tatsächlich so passiert. Das Buch ist ein eindringlicher, schonungsloser Blick in diese Zeit und unbedingt lesenswert.
  10. Cover des Buches Das Echolot - Barbarossa '41 - Ein kollektives Tagebuch - (1. Teil des Echolot-Projekts) (ISBN: 9783442731756)
    Walter Kempowski

    Das Echolot - Barbarossa '41 - Ein kollektives Tagebuch - (1. Teil des Echolot-Projekts)

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Ein ergreifendes, fesselndes Zeitzeugnis. Und eigentlich ein Buch, das als Pflichtstoff in den Geschichtsunterricht gehört !!! Summa summarum: Ein grandioses, tausendstimmiges Werk, das man nicht vergessen kann. Danke, Walter Kempowski!
  11. Cover des Buches Als gäbe es einen Himmel (ISBN: 9783841421357)
    Els Beerten

    Als gäbe es einen Himmel

     (21)
    Aktuelle Rezension von: LisaDiana

    Der Krieg tobt in Deutschland und an dessen Grenzen. Für die in Flandern lebenden Jungen, Ward Dusoleil und Jef Claessen, bedeutet das endlich die Möglichkeit dazu, echte Helden zu werden. Und während Jef von seiner Familie erfolgreich zurückgehalten wird, zieht Ward an die Ostfront um gegen die Russen und den Bolschewismus zu kämpfen. In seiner Heimat macht er sich dadurch zum Landesverräter und sein Name wird in kaum einem Gespräch mehr in den Mund genommen.

    Da wird Jef eines Tages eine Medaille überreicht, weil er mehrere Männer vor dem Tod gerettet hat. Doch scheint sich dieser nicht darüber zu freuen, im Gegenteil. Und während Jef versucht, allen anderen auszureden, dass er ein Held ist, erkennt Ward das er im Krieg nie einer wird.

    Mit der Zeit wird klar, vor Wards Abreise ist mehr passiert, als alle ahnen. Und dank der Neugier von Jefs kleinem Bruder Remi und der plötzlichen Rückkehr Wards kommt alles langsam ans Licht.


    Els Beertens Geschichte beginnt im Jahre 1967, lange nachdem alles passiert ist. In fast jedem Kapitel wechselt die Zeit und der Ich-Erzähler. Das ist am Anfang etwas verwirrend, da man nicht sofort in die Geschichte einsteigt. Da der Klappentext auch nicht wirklich viel verrät hatte ich am Anfang ein bisschen Probleme damit, der Story zu folgen. Doch mit den Kapitel bekommt man immer mehr Informationen und irgendwann fügt sich dann alles zusammen. Und rückblickend hat es das wirklich spannender gemacht, nicht gleich alles zu wissen.

    Das ganze Buch ist in zwei Teile aufgebaut. Im ersten sind es hauptsächlich Erzählungsbruchstücke, aus denen man sich die Vorgeschichte zusammen denken kann. Im zweite Teil wird dann nicht mehr so oft zurückgeblickt sondern sich mehr auf die gerade ablaufende Geschichte konzentriert. Beides ist wirklich unterhaltsam und dank der Abwechslung wird es wirklich nicht langweilig.

    Geschrieben ist das Buch, wie bereits oben gesagt, in der Ich-Perspektive. Diese jedoch wechselt immer wieder zwischen Jef, Remi, ihrer Schwester Renee und Ward. Vor allem die Kapitel aus der Sicht des zehnjährigen Remi, der die Geschichte um den Krieg mit seiner eigenen kindlichen Sichtweise erzählt.

    Trotz all den Gefühlen zwischen den Charakteren steht vor allem auch der Krieg im Mittelpunkt. Obwohl Flandern durchaus von Angriffen betroffen ist, halten sie sich mit dem Kämpfen raus. Deshalb ist es umso schlimmer, dass Ward plötzlich auszieht um Soldat zu werden. Hier geht es einmal nicht um die Opfer des Krieges, sondern um diejenigen, die ihn ausführen. Und das regt ziemlich zum Nachdenken an und zeigt einmal eine völlig andere Sichtweise.

    Vor allem das Ende hat mich ziemlich mitgenommen, doch darüber möchte ich hier natürlich noch nicht mehr verraten.

    Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einer guten Geschichte und interessantem Schreibstil. Vor allem das Ende ist sehr gut gelungen und ich würde es jedem weiterempfehlen, vor allem solchen die noch nicht viele solcher Bücher gelesen haben.

  12. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: B00PUR8WAI)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi
    Ich habe schon einige Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen. Aber selten hat mich eins so beeindruckt wie dieses hier, und das obwohl es eines der leiseren Sorte ist und kein einziger Jude gequält wird.

    Zwei Kinder schlittern in den Krieg hinein. Die blinde Marie-Laure aus Paris, die mit ihrem Vater alleine lebt und Bücher liebt, findet sich plötzlich allein in einem Haus in Saint Malo, als Bomben durch die Stadt fliegen. Und Werner, ein deutscher Waisenjunge, der durch seine Genialität in einer Nazi-Kaderschmiede gelandet ist, wird ein paar Häuser weiter verschüttet.
    Beide sind klug und liebenswert und haben auch ohne das Kriegsgeschehen schon einiges zu ertragen gehabt. In eingestreuten Rückblenden erfährt man nach und nach, was ihnen widerfahren ist und wie sie damit fertig wurden. Das ist verwirrend, aber auch hoch spannend. Das Geschehen springt hin und her. Mal ist man in Deutschland, mal in Frankreich, 1938 oder 1944 und die Zeit schreitet fort.
    Dazwischen rankt sich noch die Geschichte eines legendären Diamanten, den ein deutscher Offizier suchen lässt und dessen Spuren auch zu Marie-Laure führen.

    Ganz allmählich wird die Situation in beiden Zeitebenen bedrohlicher. Bald mag man das Buch nicht mehr weglegen. Man lernt unterschiedlichste Menschen kennen und verfolgt gebannt ihr Schicksal. Da ist Frederick, Werners Freund aus seiner Jungmannenzeit, der nicht stark genug ist, um deutschnationalen Anforderungen zu genügen, während die Bäckersfrau in Saint Malo geheimnisvolle Zettel in ihre Brote bäckt.

    Dieses Buch schleicht sich an, ganz langsam, dann packt es einen und trifft eiskalt. Es ist unterhaltsam, spannend und erschütternd, erzählt in einer wunderbaren Sprache, eins meiner Bücherhighlights dieses Jahr.
    Auch das Hörbuch ist wunderbar gelesen und sehr empfehlenswert.


  13. Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783832166021)
    Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt

     (104)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Die drei Freunde Carl, Artur und Isi mögen charakterlich verschieden sein, doch eint sie, dass sie der ärmeren Schicht entstammen und alle aus unterschiedlichen Gründen ohne Familienrückhalt sind. Mit dem Wunsch, diesem Leben zu entfliehen, kombinieren sie ihre Eigenschaften, werden kreativ, geschäftstüchtig und bewegen sich an den Grenzen der Legalität oder darüber hinaus.
    Durch den Beginn des ersten Weltkrieges wird ihre bis dahin beschauliche kleine Welt auf den Kopf gestellt und ihre Wege trennen sich zwangsweise, obwohl sie im Herzen verbunden bleiben, aneinander denken und (vielleicht nur) so überleben.
    Ist das Buch zu Beginn noch aus der Ich-Sicht Carls geschrieben, werden nun die Vorfälle um Artur und Isi aus allwissender Erzählersicht dargestellt, was mich ihnen weniger nah sein lässt als Carl.

    Der Krieg nimmt somit auch den Großteil des Buches ein. Teilweise recht detailliert und bildreich werden die Grausamkeiten dem Leser vor Augen geführt. Haben die Drei im Kindesalter noch unbedarft und oft mit mehr Glück als Verstand Situationen getrotzt, müssen sie sich nun auf mitunter dramatische Weise den Umständen stellen und an ihnen wachsen - jeder weiterhin auf seine ganze eigene Art; mit kühlem Verstand, mit frecher List oder mit harten Fäusten.
    An einigen Stellen kommen dabei allerdings zu häufig Zufälle ins Spiel. Gleiches gilt für Querverbindungen, die zwischen ihnen immer wieder geschaffen werden, um die Geschichte zusammenzuhalten.

    Die damalige Zeit (im Buch 1910-1918), Örtlichkeiten und Vorfälle wurden vom Autor gut recherchiert, und die historische Darstellung ist gelungen. Etwas mehr Grautöne wären dennoch wünschenswert gewesen, denn Viele(s) ist/sind nur schwarz-weiß.
    Er hat die Stimmung der damaligen Zeit gut eingefangen, und als Leser wird man trotz der ruhigen Erzählweise hineingezogen. Die Höhen und Tiefen dieser Jahre lassen sich hautnah miterleben. Es ist ein Hoffen und Bangen, ein Mitleiden mit den Heranwachsenden, das sich im Laufe der Handlung zuspitzt, weil der Autor den Dreien (zu) viel zumutet. Manchmal sind es nur wenige Worte, ein kurzer Satz - und Peng! Nicht nur dem Protagonisten wird der Boden unter den Füßen weggerissen, auch dem Leser, und Gänsehaut stellt sich ein.

    Abschnitte oder Kapitel enden ohnehin oft mit einen Teaser, was die Spannung hochhält und das flüssige zu lesende Buch weiter in der Hand halten lässt.
    Das Ende hat mich dann jedoch etwas überrascht, denn mit einem Cliffhanger und offenen Strängen hatte ich bei einem derartigen Wälzer nicht gerechnet. 4,5*.

  14. Cover des Buches Fritz Hartnagel - Der Freund von Sophie Scholl (ISBN: 9783442736713)
  15. Cover des Buches Draußen vor der Tür (ISBN: 9783746733678)
    Wolfgang Borchert

    Draußen vor der Tür

     (220)
    Aktuelle Rezension von: sapphowasright

    Dieses Buch beinhaltet ein Theaterstück und mehrere Kurzgeschichten und damit das Lebenswerk des Autors. Das Stück handelt von einem Soldaten, der aus Russland zurückehrt und kein Zuhause hat zu dem er sich wenden kann, also wandert er von Tür zu Tür. Borchert hat es als "Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will", das liegt aber keineswegs an der Qualität des Stücks sondern an der schrecklichen Situation, die es beschreibt. Die Kurzgeschichten handeln von ähnlich verzweifelten Situationen während und nach dem Krieg. Es ist ganz bestimmt kein leicht verdaulicher Lesestoff und bedarf möglicherweise Nachbesprechung also empfehle ich ein Lesen in Gruppen oder ein Niederschreiben von Gedanken in eine Art Tagebuch zur besseren Verarbeitung. Wer sich in einer geeigneten psychischen Lage befindet sollte sich dieses Kunstwer aber auf keinen Fall entgehen lassen. Borchert kann mit Worten spielen wie kaum ein anderer und die Hoffnungslosigkeit und der bittere Schmerz der erzählungen lassen mich nie unberührt. cw: Selbstmord (vor allem im Theaterstück und "Das Holz von morgen), Essen, Krieg, Ratten, Tod, Mord, Vergewaltigung

  16. Cover des Buches Der Zweite Weltkrieg (ISBN: 9783898364720)
    Janusz Piekalkiewicz

    Der Zweite Weltkrieg

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Dieses Buch ist das beste Buch das man kriegen kann, wenn man eine wirklich umfassende Zusammenfassung der Geschichte bis 1945 sucht. Dieser Wälzer (ca. 3,5kg) enthält alle wichtigen Informationen, kriegswichtige wie auch politische. Der Preis ist wirklich fair, da ich vor 2 Jahren noch mehr dafür zahlen musste. Wer sich als Insider der Branche ausgeben will sollte oder soll sich dieses Buch mindestens einmal gut durchgelesen haben.
  17. Cover des Buches Die Stunde der toten Augen (ISBN: 9783898123846)
    Harry Thürk

    Die Stunde der toten Augen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Harry Thürk beschreibt in diesem Buch sehr detailliert und schnörkellos die Grausamkeiten des Krieges. Eine Gruppe deutscher Fallschirmjäger wird immer wieder hinter den russischen Linien abgesetzt, um Sabotageakte zu verüben. Doch nach der Heimkehr werden die klagenden Blicke aus den toten Augen immer drängender. Doch den einzig richtigen Absprung wagen die Männer nicht. Einer der besten Anti-Kriegsromane die bisher geschrieben wurden. Der Autor beschreibt in sehr deutlicher Weise die Sinnlosichkeit und Tragik des Krieges.
  18. Cover des Buches Red Star Over Russia (ISBN: 9781854376862)
    David King

    Red Star Over Russia

     (4)
    Aktuelle Rezension von: muddi
    Opulenter Bildband, der visuell eindrucksvoll schildert, wozu Worte fehlen: Die Greuel des Stalinismus, des zweiten Weltkrieges, der russischen Front. Bildmaterial, das es in keinem anderen historischen Werk z usehen gibt wurde von Russlandkenner und -forscher David King in Jahrzehnten, oft unter Lebensgefahr, zusammengetragen, sortiert, kontextuiert und schließlich in diesem Band zusammengafasst. Die internationale Anerkenneung findet hoffentlich auch in Deutschland einen entsprechenden Widerhall.
  19. Cover des Buches Im Schatten der Siege. Als beratender Armeechirurg an der Ostfront (ISBN: 9783704331205)
  20. Cover des Buches Verbrechen der Wehrmacht (ISBN: 9783406528026)
    Christian Hartmann

    Verbrechen der Wehrmacht

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Bilanz einer Ausstellung (ISBN: 9783426773789)

    Bilanz einer Ausstellung

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches THE REDBREAST (ISBN: 9780099546771)
    Jo Nesbø

    THE REDBREAST

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Ein Held dunkler Zeit (ISBN: 9783958903746)
    Christian Hardinghaus

    Ein Held dunkler Zeit

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Lenchi
    Titel: Ein Held dunkler Zeit
    Autor: Christian Hardinghaus
    Seitenanzahl: 368 Seiten
    Verlag: Europa Verlag

    Zum Inhalt:
    Winter 1941/42, deutsche Stellungen in der Südukraine. Wilhelm Möckel, Unterarzt in der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 16, kämpft einen verzweifelten Kampf – er benötigt das Eiserne Kreuz I. Klasse. Es ist die einzige Chance, in den Offiziersrang aufzusteigen und beim Führer ein Gnadengesuch einzureichen, um seine halbjüdische Frau »arisieren« zu lassen. Eine Ausnahmeregelung der Nazis verspricht ihr »deutsches Blut«, wenn er zum Helden wird  Wird es Wilhelm rechtzeitig gelingen, sein Ziel zu erreichen?

    Meinung:
    Das Buch wird aus der Sicht des Sanitätshelfers von Wilhelm im 2. Weltkrieg beschrieben. Im hohen Alter im Seniorenheim entscheidet er sich, ein Buch über seine Geschichte zu schreiben was eigentlich ein Buch über Wilhelm wird.
    Einige Dinge waren mir neu z.B. wußte ich bis heute nicht, dass es die Arisierung gab bei der man JüdInnen eben arisieren lassen konnte. Man spürt im Laufe des Buches Wilhem´s Kampf um seine Familie, um die Entbehrungen, die der Krieg allen abverlangte, man spürt die Kälte die die Soldaten im Winter litten. Sprachlich finde ich das Buch top, der Autor gab sich redlich Mühe einfach zu schreiben und trotzdem kann man der Geschichte glaubhalf folgen. Einziges Manko: Manches Mal wurde die Geschichte meines Erachtens durchgepeitscht, vor allem die Liebesgeschichte zwischen Wilhelm und Annemarie (verlieben, heiraten, plötzlich sind die Jungs sechs Jahre alt) hätte man noch etwas ausbauen können. Auch das emotionale kommt vor allem in den Kriegsszenen nicht zu kurz (ich sage nur: Truppenhund und Truppenkatze)  obwohl man eine gewisse Stumpfheit nicht abstreiten kann - was sicher auch an den Kriegswirren liegt.

    Vier Sterne Leseempfehlung von mir mit Dank an den Europa Verlag und netgalley für das Reziexemplar!
  24. Cover des Buches Polens deutsche Vergangenheit. Das Gebiet zwischen Oder und Memel im Ablauf der deutschen und der polnischen Geschichte (ISBN: 9783000124518)

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