Bücher mit dem Tag "ostpreußen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ostpreußen" gekennzeichnet haben.

133 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Störche (ISBN: 9783746632469)
    Ulrike Renk

    Das Lied der Störche

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Teil der Ostpreußen-Saga von Ulrike Renk. Die Geschichte basiert zum Teil auf wahren Begebenheiten, wie die Autorin im Nachwort berichtet. Da mir der Name der Autorin im Buchladen häufiger begegnete, habe ich meiner Neugier nachgegeben und mir diesen ersten Teil gekauft. Meine Erwartungen waren relativ hoch, da Renks Bücher zumeist auf den Bestseller-Listen auftauchen. 

    Worum geht’s?

    Die 11jährige Frederike zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Halbgeschwistern 1920 zu ihrem Stiefvater nach Gut Fennhusen, ein recht beachtliches Gut in der Nähe von Graudenz. Hier verbringt sie eine glückliche Kindheit, die geprägt ist vom Leben auf dem Gut. Nach erfolgreicher Ausbildung für höhere Gutstöchter kehrt sie 1928 zurück und übernimmt neben ihrer Mutter mehr und mehr Verantwortung bei der Führung des Gutes. Bereits als Mädchen schwärmt sie für den deutlich älteren Ax von Stieglitz. Und obwohl Frederike ihn auch als junge Frau überaus anziehend findet, wird sie das Gefühl nicht los, dass er ein Geheimnis hat. 

    Charaktere: 

    Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Frederike von Weidenfels, die älteste Tochter von Stefanie von Fennhusen. Zwar mag ich diese Figur, weil ich sie im Laufe der Zeit recht gut kennenlernt habe, aber trotz allem ist sie mir stets zu brav und verursacht für meine Begriffe zu wenig Konflikte. Im Vergleich zu ihren Freundinnen, die in Berlin ihr Leben in vollen Zügen genießen, lässt sich Frederike auch bei Besuchen nicht wirklich mitreißen. Sie wirkt auf mich über die gesamte Länge des Romans hinweg eigenartig beschnitten. Natürlich hat sie nicht so viele Möglichkeiten das Leben wirklich zu probieren, aber auch wenn sie die Möglichkeit hat, nutzt sie diese nicht. 

    Obwohl Frederike bereits mit 11 Jahren für den deutlich älteren Ax von Stieglitz schwärmt und er sich ihr später, als sie zurück aufs Gut kommt, auch zuwendet, bleibt die Beziehung der beiden kühl. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass Ax aus persönlichen Gründen Hemmungen hat um Frederike zu werben, aber auch von ihrer Seite kann man nicht wirklich von Leidenschaft sprechen. Auch hier wirkt alles etwas gebremst. 

    Zu ihren inzwischen 6 Halbgeschwistern führt Frederike liebevolle Beziehungen und obwohl die Geschwister doch sehr unterschiedlich in ihren Charakteren sind, bevorzugt sie keines. Diese Eigenschaft gefällt mir gut, überdeckt jedoch die mangelnde Leidenschaft keineswegs.

    Stefanie von Fennhusen ist in dritter Eher mit Erik von Fennhusen verheiratet. Auch wenn diese Ehe von Respekt getragen wird, fehlt es mir auch hier an Leidenschaft. Da es aber ihre dritte Ehe ist, ist es für mich durchaus nachvollziehbar, dass es sich vielleicht um eine Vernunftehe handelt, denn immerhin muss Stefanie zum Zeitpunkt der Eheschließung 3 Kinder versorgen.

    Bedingt dadurch, dass von Frederikes Erbe nichts übrig geblieben ist, versucht Stefanie für sie eine gute Partie zu finden und ist sehr froh über die Verbindung zu Ax von Stieglitz – so froh, dass sie Frederike das Wissen um dessen Geheimnis vorenthält. Das macht sie mir etwas unsympathisch, wenngleich ich sie in gewisser Weise auch verstehen kann. 

    Auch in Bezug auf diese Figur fehlt es mir an Konflikten und Temperament. Stefanie ist – genau wie ihre Kinder – neu auf dem Gut, es wird angedeutet, dass nicht jeder froh darüber ist, aber dennoch sind aufkeimende Konflikte relativ schnell beigelegt und plötzlich ist Friede auf dem Hof. Das ist nicht unbedingt glaubwürdig und geht mir einfach zu glatt. Darüber hinaus hätte ich mehr Streitpunkte mit Frederike erwartet. Immerhin plant Stefanie deren Leben, ohne wirklich intensiv mit ihr zu sprechen. Da wäre mehr Aufbäumen von Frederikes Seite authentischer gewesen.

    Ax von Stieglitz ist eigentlich ein interessanter Charakter, eben weil nicht alles sofort erzählt wird und er so gewissermaßen geheimnisvoll wirkt. Nach und nach erfährt der Leser etwas mehr über ihn und sein Leben, über das Verhältnis zu seiner eigenen Familie. Leider – aus meiner Sicht – ein bisschen zu wenig. Diese Figur hätte deutlich mehr Potential gehabt. Und auch er ist ein sehr zurückhaltender Mensch, der am liebsten nicht auffallen möchte – so jedenfalls mein Gefühl. 

    Die Figuren, die rundherum agieren, auf dem Gut arbeiten, das Leben dort maßgeblich mitbestimmen, kommen glaubwürdig bei mir an – gerade wegen ihrer ostpreußischen Mundart, die mich sehr an die Gespräche mit meiner Oma erinnerten. Das gefiel mir gut, denn gerade diese Dialoge haben der Geschichte Leben eingehaucht. 

    Schreibstil: 

    Insgesamt lässt sich der Roman gut lesen, manchmal berichtet die Autorin vielleicht etwas zu ausführlich und hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass sich Dinge wiederholen. Dies mag aber dem Umstand geschuldet sein, dass hier ein Portrait des Ostpreußen der 1920er Jahre gezeichnet werden sollte. Den Charme des Gutes stellt Ulrike Renk für meine Begriffe gut dar. Hin und wieder war ich an Szenen aus Downtown Abbey erinnert, aber während es dort bisweilen ordentliche Kräche gab, scheint das Leben auf Gut Fennhusen eher beschaulich zu sein. 

    Außerdem hätte ich mir mehr historische Hintergründe gewünscht. Z.B. wird immer wieder vom polnischen Korridor berichtet, durch den der Zug fährt, wenn man nach Berlin reisen möchte. Was es damit auf sich hat, berichtet die Autorin nicht. Ebenso lässt sie anklingen, dass sich zumindest die Männer Gedanken über Politik machen und die Entwicklung in Deutschland mit Sorge betrachten, aber auch hierauf geht sie nicht weiter ein. Das ist sehr schade, da wir aus der Geschichte wissen, dass gerade Ostpreußen schwer betroffen sein wird, wenn der Krieg seinen Lauf nimmt und die Anfänge hätten sicherlich sehr interessant sein können. 

    Am Ende des Buches bleibt der Leser damit zurück, dass Frederike das Geheimnis von Ax herausfindet und ihrer Mutter zürnt, dass sie ihr nichts davon gesagt hat. Ob das Wissen darum tatsächlich Auswirkungen auf Frederikes Entscheidungen gehabt hätte, bleibt offen. Somit ist der Weg geebnet für Teil 2. 

    Fazit: 

    Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt. Der Roman ist alles in allem nicht schlecht, aber ich denke, es gibt bessere Geschichten, die in dieser Zeit angesiedelt sind. Wer sich für beschauliches Landleben auf einem großen Gut begeistern kann, kommt auf seine Kosten, wer jedoch konfliktreiche, emotionale Bücher liebt, sollte hier nicht unbedingt zugreifen. 3 von 5 Sternen. 

  2. Cover des Buches Die Jahre der Schwalben (ISBN: 9783746633510)
    Ulrike Renk

    Die Jahre der Schwalben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Habe diese Saga nun zum 2. Mal mit Begeisterung gelesen und werde es bestimmt irgendwann mal wieder lesen. Mich konnte der Roman wieder total fesseln daher eine absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. 

  3. Cover des Buches Die Zeit der Kraniche (ISBN: 9783746633565)
    Ulrike Renk

    Die Zeit der Kraniche

     (88)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Mit Begeisterung habe ich die Ostpreussensaga bereits mehrmals gelesen. Der letzte Teil hat teilweise Längen für mich daher gebe ich 4 Sterne. Jefoch eine tolle Saga, die man immer mal wieder lesen kann. 

  4. Cover des Buches Salz für die See (ISBN: 9783551560230)
    Ruta Sepetys

    Salz für die See

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Januar 1945, die letzten Kriegstage brechen an, als sich die Wege von vier Jugendlichen mit völlig unterschiedlichen Wurzeln und Hintergründen kreuzen.
    Gemeinsam machen sie sich auf nach Westen auf der Flucht vor der Roten Armee.

    "Salz für die See" ist ein Einzelband von Ruta Sepetys, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Joana Vilkas, Florian Beck, Emilia Sto żek und Alfred Frick erzählt wird.

    Florian ist Preuße, der auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Er ist schweigsam und gebildet, zeigt aber auch eine Lässigkeit, die man in den letzten Kriegstagen selten sieht. Er will nach Westen, um dort nach seiner Schwester Anni zu suchen.
    Joana ist einundzwanzig und hat ihr Heimatland Litauen vor vier Jahren verlassen. Sie hat Glück, dass sie deutsche Vorfahren hat, denn so darf sie legal nach Deutschland reisen. Sie ist eine hingebungsvolle Krankenschwester, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen liegt.
    Die fünfzehn Jahre alte Polin Emilia wird von Florian aus einer schlimmen Situation gerettet und ist ihm danach völlig ergeben, eine Verbindung, die ich sehr spannend fand! Wie sie alle, musste auch Emilia in Kriegszeiten Schreckliches erleiden und doch hat die ihren Mut nicht verloren. Sie ist eine richtige Kämpferin!
    Alfred ist siebzehn Jahre alt und Matrose in Gotenhafen. In Gedanken schreibt er heldenhafte Briefe an seine Jugendliebe Hannelore, doch die Realität ist eine ganz andere. 
    Während ich Florian, Joana und Emilia sehr mochte, kam ich mit Alfreds Art überhaupt nicht klar. Er ist sehr egoistisch und fanatisch, dem Reich und Hitler absolut zugetan. Er ist kein Sympathieträger, aber auch seine Sicht hat einen interessanten Einblick in die Geschehnisse gegeben!

    Die vier Protagonisten haben mir insgesamt richtig gut gefallen! Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und haben völlig verschiedene Wurzeln und doch kreuzen sich ihre Wege und sie helfen sich gegenseitig. Besonders ihre Geschichten fand ich sehr spannend, denn der Krieg hat sie nicht verschont und ihre Familien auseinandergerissen. 
    Es gibt auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich nicht in den Fokus gedrängt hat und die mit sehr gut gefallen hat! Ein kleines Licht in diesen dunklen Tagen!

    Dank der kurzen Kapitel, die oft nur ein bis zwei Seiten lang waren, ließ sich das Buch sehr gut lesen! Allerdings fand ich es anfangs doch etwas schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Perspektive zu schnell und zu oft gewechselt hat. 

    So gut sich das Buch auch lesen ließ, die Handlug war keine leichte Kost. 
    Die letzten Kriegstage im Jahr 1945 zeigen Menschen, die alles verloren und nur noch wenig Hoffnung haben. Eine Hoffnung ist, dass sie mit einem Schiff über die Ostsee nach Deutschland fliehen können, doch für viele Menschen endet diese Hoffnung im eiskalten Meer. Ruta Septeys beschönigt nichts, sondern zeigt sehr realistisch, wie schlimm die Situation der Menschen damals war.
    Ich war vom Zweiten Weltkrieg schon immer fasziniert und habe viele Fakten förmlich inhaliert. Vom Untergang der Wilhelm Gustloff hatte ich trotzdem noch nie etwas gehört. Dabei ist es eine der größten Katastrophen der Seefahrt, von der bis heute nur wenige wissen! Allein das zeigt schon, wie wichtig "Salz für die See" ist. Man muss sich erinnern, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten noch einmal passieren!
    Ruta Sepetys mischt gut recherchierte Fakten mit vielfältigen Charakteren und lässt auch noch andere sehr spannende historische Tatsachen einfließen, eine sehr gelungene Mischung! 

    Fazit:
    "Salz für die See" von Ruta Sepetys ist ein sehr wichtiges Buch, das über den Untergang der Wilhelm Gustloff erzählt.
    Mir haben die vielfältigen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wurzeln richtig gut gefallen, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen, was auch an den sehr kurzen Kapiteln lag.
    Ruta Sepetys hat für ihren Roman sehr gut recherchiert und erzählt eine spannende Geschichte, die mich wirklich mitreißen konnte!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!
  5. Cover des Buches Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (ISBN: 9783548289571)
    Beate Sauer

    Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Klappentext:
    Mord im Hungerwinter

    Januar 1947:  Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums Überleben. In der Eifel wird ein Mann erschlagen. Einziger Zeuge ist ein Flüchtlingsjunge aus Ostpreußen, der eingeschüchtert schweigt. 
    Richard Davies von der britischen Royal Military Police soll den Mord aufklären. Zur Unterstützung fordert er Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei an. Umgeben von Menschen, die zum Teil schwere Schuld auf sich geladen haben, kommen sie dem Mörder auf die Spur.

    Meine Meinung:
    Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, habe ich den Roman beim Ullstein Verlag angefragt.  Als er bei mir ankam, freute ich mich sehr auf diesen Kriminalroman.  Schon nach ein paar Seiten stellte ich jedoch fest, dass mir der Schreibstil von Beate Sauer nicht so richtig gefiel.  In dem ganzen Roman wird überdeutlich beschrieben, dass Frauen zur damaligen Zeit nicht ernst genommen wurden und nur die Polizisten bzw. die Militäry Police das sagen hatten. 

    Wiederum gefiel es mir sehr gut, wie Friederike Mattée es schaffte, den kleinen Zeugen, der ja nicht mehr sprechen wollte,  zum reden zu bringen. 
    Ich habe mich jedoch auf einen interessanten Krimi gefreut, was mir hier leider nicht geboten wurde.  Der Fall wird immer nur mal wieder angeschnitten, aber es handelt sich meines Erachtens nicht komplett um einen historischen Krimi. 
    Letztendlich war ich von dem Roman einfach nur enttäuscht, da er sehr viele Längen hatte und er mir einfach sehr langweilig und zäh vorkam.

    Sterne:   2 von 5

  6. Cover des Buches Stay away from Gretchen (ISBN: 9783423282598)
    Susanne Abel

    Stay away from Gretchen

     (125)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, 2015 und in der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. In der "Gegenwart" ist der bekannte Nachrichtenmoderator Tom Monderath auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Single, erfolgreich und kann jede Frau haben die er möchte. Doch dann bekommt er einen Anruf der Polizei, die seine Mutter vollkommen verwirrt auf der Autobahn aufgelesen haben, viele hundert Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Tom muss sich diesem Problem stellen und erfährt immer mehr über die Lebensgeschichte seiner Mutter und ihre große Liebe zu einem amerikanischen GI...

    Das Buch war für mich ein echtes Highlight, das mich teilweise auch zu Tränen gerührt hat! Die ganze Geschichte wird so authentisch geschrieben, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, alles hätte genau so passieren können. Das Buch ist gleichermaßen Zeitreise und Vergangenheitsbewältigung in einem. Man erlebt die Zeit rund um den zweiten Weltkrieg, die Alliierten und auch immer wieder den Umgang mit "schwarzen" Amerikanern mit. In der Gegenwart bekommt man einfühlsam das Thema Demenz näher gebracht.

    Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet und haben ihren eigenen Charakter, den man mögen kann oder auch nicht. Ich kann das Buch nur empfehlen denn selten hat mich eine (Liebes-) Geschichte so berühren können!


  7. Cover des Buches So weit die Störche ziehen (ISBN: 9783548062525)
    Theresia Graw

    So weit die Störche ziehen

     (115)
    Aktuelle Rezension von: AlinaOberem16

    Das Buch hat ein sehr schönes Cover. Der Schreibstil ist gut und flüssig. Ich fand das Buch von Anfang an sehr fesselnd und wollte weiterlesen, während ich das Buch gelesen habe ist in meinem Leben etwas passiert was für mich alles verändert hat und ich wusste nicht mehr weiter.
    Die Geschichte von Dora hat mir geholfen meinem Leben und dem Schmerz für eine kurze Zeit zu entfliehen.
    Das junge Mädchen muss sofort nachdem ihr Vater in den Krieg eingezogen wird ganz plötzlich Erwachsen werden und den Hof alleine in stand halten.
    Sie hat beistand von zwei Männern von denen einer zu ihrem Verlobten wird, doch ist dieser Mann wirklich der richtige für sie?

    Ich fand das Buch und die Geschichte sehr gelungen. Der Schreibstil war sehr flüssig und die Charaktere waren leicht ins Herz zu schließen.
    Ich werde das Buch auf jeden Fall weiter Empfehlen.

  8. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (542)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  9. Cover des Buches Letzte Fahrt nach Königsberg (ISBN: 9783442757763)
    Ulrich Trebbin

    Letzte Fahrt nach Königsberg

     (24)
    Aktuelle Rezension von: anushka
    Ella Aschmoneit wächst recht behütet in Königsberg auf, als Tochter eines Weinhändlers ist sie gut versorgt. Doch das Verhältnis zur Mutter ist für das eigenwillige junge Mädchen nicht leicht. Dennoch verlebt sie unbeschwerte Sommer an der Küste des Samlandes in Ostpreußen, das zu diesem Zeitpunkt noch zum Deutschen Reich gehört.
    Anfang 1945 befindet sich die etwas ältere Ella jedoch mit ihren beiden Kindern in Potsdam, wo sie unter den Auswirkungen des Krieges leben und Hunger leiden. Nicht selten denkt Ella an die vielen Vorräte, die noch im Haus der Familie in Königsberg lagern. Schließlich fasst sie sich ein Herz und reist entgegen jeglichen guten Rats der Schwester und auch des eigenen Ehemanns ein letztes Mal nach Königsberg, um von den reichlichen Vorräten zu holen, die sie in Potsdam lange über Wasser halten würden. Doch Ellas Vorhaben ist aberwitzig, denn die russische Armee marschiert unaufhaltsam auf Königsberg zu und aus anderen Gegenden Ostpreußens kursieren angsterregende Geschichten ...

    Der Autor Ulrich Trebbin hat in diesem Buch die Geschichte seiner Großmutter literarisch verarbeitet. Zeitlebens stand bei Ella das Foto eines Mannes auf dem Sekretär, der nicht Ellas Ehemann war. Während Ella sich auf die Reise nach Königsberg begibt, erstehen die Stadt und das Umland in vielen Rückblenden wieder auf. Ella erinnert sich an ihre Jugend, die erste Verliebtheit und auch die Heirat mit einem Mann, mit dem sie 1945 schon nichts mehr gemein hat. Diese Episoden vermitteln ein Gefühl von Heimat, nach dem sich Ella den Rest ihres Lebens sehnen wird, denn sie wird schließlich eine Geflüchtete bleiben, Königsberg zu Russland gehören. Aber nicht nur Heimweh, sondern auch Sehnsucht nach einem anderen Mann als dem eigenen bestimmen viele Gedanken Ellas und so stehen beide Themen im Mittelpunkt des Buches. Die Liebesgeschichte ist absolut unkitschig, stattdessen manchmal sogar eher unterkühlt, denn sie scheint oft auf Einseitigkeit zu beruhen. So wird bis zu einer gewissen Stelle des Buches nicht ganz ersichtlich, warum (die literarische) Ella so sehr an dieser Liebe hängt. Der Bogen schloss sich für mich tatsächlich erst am Ende. Eindringlich wird dagegen das Leid der Vertriebenen geschildert, die Blauäugigkeit der Menschen ist Ostpreußen, die immer noch der Nazi-Propaganda glauben und das böse Erwachen, dass sie schließlich ereilt. Trebbin greift ein eher tabuisiertes Thema auf, nämlich dass Menschen sich nicht als Opfer betrachten dürften, die zum Volk eines Kriegsaggressoren gehören. Und so zeigt sich auch hier und da die ein oder andere unschöne Szene, was die Geschichte noch glaubhafter macht, da der Autor nicht verklärend schreibt, sondern die Mentalität der damaligen Zeit meiner Meinung nach realistisch einfängt. Er macht jedoch auch deutlich, wie wenig jeder einzelne dennoch die Rache verdient hat, die über das eingekesselte Ostpreußen kommt.

    Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen. Besonders Ellas letzte Fahrt nach Königsberg war beklemmend und gleichzeitig spannend. Diese Spannung hält nicht durchweg an. Zu großen Teilen ist es eher eine einfühlsame Geschichte in ein Einzelschicksal, das jedoch nicht allein von Kriegsereignisse handelt, sondern auch dem Verlust von Heimat und individuellen Träumen und Wünschen. Einige Passagen in den Rückblenden wirken etwas zu ausschweifend. Sie machen die Figuren zwar lebensnaher, drosseln aber auch das Tempo der Handlung etwas. Alles in allem ist dieses Buch jedoch empfehlenswert. Es ist eine liebenswerte Ode an eine starke, eigenwillige Frau und auch die Herkunft und Heimat einer ganzen Familie, deren Verlust die ganze Familie geprägt hat.
  10. Cover des Buches Libellenjahre (ISBN: 9782496701500)
    Izabelle Jardin

    Libellenjahre

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Hope23506

    MEINE MEINUNG:

    Da ich gern historische Romane lese, stand das Buch schon lange auf meiner Wunschliste und war war sehr neugierig auf diese Reihe.

    Es ist der erste Teil der Warthenberg Saga und für mich der Beginn einer grossartigen Reihe. 

    Gleich von den ersten Seiten an, hat mich die Geschichte für sich eingenommen. Schon der Prolog ist sehr spannend und dramatisch. Mir ist auch gleich aufgefallen, welch einen besonderen und schönen Schreibstil die Autorin hat. Er ist so voller Gefühl und die kurzen und prägnanten Sätze, besonders wenn es spannend wird, haben mir gut gefallen und wunderbar zum Inhalt gepasst. Durch den bildhaften Schreibstil war man ala Leser auch ganz nach an den Ereignissen und an den Charakteren, so dass ich mit ihnen mitgefiebert, mitgelitten und mich mitgefreut habe. 

    Immer wieder sind auch historische Ereignissen in die Geschichte eingeflossen und man hat sofort erkannt, mit wieviel Liebe zum Detail und Genauigkeit hier recherchiert wurde. 

    Die Darstellung der Charaktere fand ich auch sehr gelungen. Man erkannte eine Entwicklung, sie waren vielschichtig und sie liessen uns tief blicken. 

    Mit "Libellenjahre" ist der Autorin ein fulminater Auftakt gelungen. Die Geschichte war emotional, auf eine erschreckende Weise sehr ehrlich und nah an der Realität. Wir haben wunderbare und ausdrucksstarke Charaktere begleitet und ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil.

  11. Cover des Buches Sturmzeit (ISBN: 9783734105982)
    Charlotte Link

    Sturmzeit

     (408)
    Aktuelle Rezension von: lisarf

    Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise in eine andere Zeit. Felicia ist eine sehr starke, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht. Wer ihr dabei Steine in den Weg legt, dem wird es noch leid tun, denn mit ihr darf man sich nicht anlegen. Sie zeigt uns, was eine Frau ihren Alters durchmachen musste, um etwas zu erreichen. 

    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Eine sehr faszinierende junge Frau, von der man sich einiges abgucken könnte. Sie lässt sich nicht von anderen beeinflussen. Und wenn man dann doch denkt, dass sie sehr egoistisch ist, ist sie sofort zur Stelle, sobald es um ihre Familie geht. Seher mitreißend, kann ich jedem nur empfehlen !

  12. Cover des Buches Aprilgewitter (ISBN: 9783426504147)
    Iny Lorentz

    Aprilgewitter

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Leider konnte mch diese Reihe nicht fesseln.es war fuer mich nicht spannend so wie die anderen Romane des Autorenpaares. Schade.

  13. Cover des Buches Das Bernsteincollier (ISBN: 9783732552108)
    Eva Grübl-Widmann

    Das Bernsteincollier

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Arh

    Als Inga die Nachricht erhält, dass ihr Großvater todkrank ist, reist sie sofort zu ihm, um die Zeit die ihm bleibt, mit ihm gemeinsam zu verbringen.

    Ein Geheimnis was über seiner Vergangenheit liegt, wird durch Zufall offenbart, als sie dort ist und ein wunderschönes Bernsteincollier findet.  Viele Jahrzehnte schlummerte es im Verborgenen.

    Inga möchte mehr erfahren und begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit von Kalle..

    Eine wunderbare Geschichte die auf zwei Zeitebenen spielt. Besonders spannend und interessant ist die Zeit zwischen 1911 und 1946, die Zeit in Ostpreußen und dem zweiten Weltkrieg. Das Leben des Großvaters wird so mitreissend geschildert, berührend, emotional und geschichtsträchtig. Am liebsten hätte ich noch ewig weitergelesen.

     Ich habe vorher "Zeit der Dornen" gelesen, welches ähnlich aufgbaut war. Aber dieses hier hat es noch getopt!

    Wer solche Familiengeschichten mag ist hier goldrichtig!

  14. Cover des Buches Bis wir uns wiedersehen (ISBN: 9783806242188)
    Catherine Bailey

    Bis wir uns wiedersehen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303

    Das historische Sachbuch „Bis wir uns wiedersehen“ von Catherine Bailey ist im wbg Theiss Verlag erschienen und erzählt die wahre Geschichte der Fey von Hassell.

    Nach dem Attentat vom 20. Juli, im Dezember 1944 werden die beiden Söhne der Diplomatentochter Fey von Hassell von der SS entführt und unter falschen Namen an einen unbekannten Ort verschleppt. Fey von Hassell selbst kommt in Sippenhaft. Mehrere Wochen wird sie in eine Gefängniszelle gesperrt, bevor sie in verschiedene Konzentrationslager überstellt wird. Dabei weiß Fey von Hassell nie, ob sie auf Grund der Mittäterschaft ihres Vaters am Attentat auf Hitler, hingerichtet wird oder nicht. Himmler sieht zwar in den Sippenhäftlingen wertvolle Geiseln, weshalb sie in den Konzentrationslagern besser behandelt werden, als die anderen Häftlinge, doch ihr Schicksal ist ungewiss. Am meisten leidet Fey unter der Trennung zu ihren Söhnen, von denen sie nicht weiß, wo sie sind und ob es ihnen gut geht. 

    Die Autorin hat es geschafft, das Leben von Fey von Hassell so gut recherchiert und packend erzählt zu schreiben, dass man beim Lesen oftmals das Gefühl hat, kein Sachbuch sondern einen historischen Roman in Händen zu halten. An anderen Stellen wirkt das Buch auf Grund der vielen Daten und Fakten recht trocken, aber genau das macht den Erzählstil aus. Feys Geschichte wird von vielen historischen Fakten begleitet. Viele Karten und ein ausführliches Personenregister runden die Geschichte ab.

  15. Cover des Buches Die Akte Vaterland (ISBN: 9783462046465)
    Volker Kutscher

    Die Akte Vaterland

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Felice

    Der vierte Fall mit Gereon Rath führt ihn nach Ostpreußen und das war für mich das spannendste, denn die Grenzen Preußens vor 1945 waren mir nicht so geläufig. 

    Die politische Situation vor den Wahlen 1932 ist auch wieder sehr präsent in die Geschichte integriert und es zeigt sich, wer sich in welche Richtung entwickelt. 

    Entwickeln tut sich auch die Beziehung zwischen Gereon und Charly, aber leider nicht so, dass sie für alle immer zufriedenstellend ist. Man muss schon einiges aushalten können mit Gereon ....und Charly kämpft zudem so  tapfer, um als Frau in der Mordkommission ernst genommen zu werden. 

    Grundsätzlich hat mir der Roman gut gefallen, aber irgendwann verlor ich den Überblick bei den vielen Namen und ich meine auch, dass nicht alle offenen Fragen geklärt werden.

  16. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

     (614)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Eine wunderbare erzählte Familiengeschichte.Die alles abdeckt.Mal sehr traurige Erinnerungen an die Kriegszeiten, dann bekommt man als Leser wieder Einblicke in autonome Kindererziehung in der Großstadt.

    Mir haben diese Übergänge zwischen alten Landleben und neuen Ökobauern sehr gefallen.Spiegeln sie doch sehr das wahre Leben von heute wieder.

  17. Cover des Buches Juliregen (ISBN: 9783426504154)
    Iny Lorentz

    Juliregen

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Yvo3
    Es ist der letzte Teil einer Trilogie um Lore. Wir befinden uns Ende des 19.Jahrhunderts und begleiten Lore auf ihrem Lebensweg. Auch in diesem Teil ist Lore Neid und Intrigen ausgesetzt und gerät in Gefahr.
    Das Buch war sehr schön zu lesen. Lore ist mir sehr sympathisch und es machte mir Spaß sie zu verfolgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Für historisch lesende Anfänger sehr gut geeignet. Die Geschichte nahm immer mehr an Spannung zu und war sehr interessant.  Auch lernt man einiges über das Leben und Verhalten adliger und ärmeren Leuten der damaligen Zeit. Mir hat die gesamte Trilogie sehr gut gefallen.
  18. Cover des Buches Erntejahre (ISBN: 9782919805594)
    Izabelle Jardin

    Erntejahre

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Reinländer

    Klappentext:

    Eine mutige, junge Frau in Zeiten des Umbruchs: der spannende dritte Band von Izabelle Jardins Familiensaga um die Familie von Warthenberg.
    Evas Tochter Bettina wird in eine zerrissene Welt hineingeboren. Sie ist noch ein kleines Mädchen, als der Bau der Berliner Mauer das Land und ihre Familie trennt. Die Bilder verfolgen sie ein Leben lang: Hilflos muss sie mit ansehen, wie Grenzsoldaten verhindern, dass Eva ihre Mutter Constanze noch einmal in die Arme schließen und sich mit ihr aussöhnen kann.
    Im freien Westen der siebziger Jahre reift Bettina zu einer politisch engagierten jungen Frau heran, die sich schon früh der Friedensbewegung anschließt. Dann steht plötzlich ihr unbekannter Halbbruder aus den USA vor der Tür und Bettina ahnt, wie wenig sie über ihre eigene Familie weiß. Sie will Antworten und beginnt Fragen zu stellen …

    Cover:

    Das Cover zeigt eine junge Frau, im Hintergrund das Brandenburger Tor und durch die weichmachende Zeichnung, wirkt das ganze sehr bewegend und weckt das Interesse auf mehr. Das Cover passt optisch sehr gut zu den anderen dieser Reihe.

    Meinung:

    Dies ist bereits der dritte Band dieser Reihe und auch wenn jeder einzelne sich mit einem anderen Familienmitglied bzw. der Geschichte eines der Charaktere näher beschäftigt, so würde ich doch empfehlen, die vorherigen Bände gelesen zu haben, um die ganzen Verwicklungen und die einzelnen Handlungsstränge besser zu verstehen.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Dieser lässt sich sehr gut und locker lesen. Aufgrund der Rückblenden und der unterschiedlichen Handlungsstränge kommt man sehr schnell und gut wieder in die Geschichte und Charaktere hinein und zusätzlich wird dadurch ausreichend Spannung aufgebaut, so dass man das Buch am liebsten nicht mehr aus den Händen legen möchte.

    Die Emotionen und Gefühle kommen hier sehr gut herüber und auch der Zeitgeist und die Geschehnisse wirken hier sehr lebendig und werden sehr gut vermittelt. Eine Saga, die sehr gut unterhält und den Leser berührt und bewegt, findet hier ihren gelungenen und krönenden Abschluss. 

    Die Kapitel und die Unterteilung ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Durch die Orts. und Zeitangaben, kann man alles sehr gut zuordnen. Die Geschehnisse sind gut erzählt und man kann diesen gut folgen.

    Eine wundervolle und sehr emotionale Reihe und Geschichte, die hier zu Ende geht und bei der am Ende alle Fäden schlüssig zusammen geführt werden. Ein schönes, wenn auch etwas trauriges Ende, was mich berührt und mir sehr gut gefallen hat.

    Fazit:

    Eine Saga, die sehr gut unterhält und den Leser berührt und bewegt, findet hier ihren gelungenen und krönenden Abschluss.



  19. Cover des Buches Sturmzeit - Wilde Lupinen (ISBN: 9783734106019)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Wilde Lupinen

     (301)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Während der erste Teil der Trilogie zur Zeit des ersten Weltkrieges spielt, dreht sich hier alles um die Zeit während des zweiten Weltkrieges.

    Natürlich geht es auch diesmal um Felicia, aber auch um das Leben ihrer Tochter Belle, die nächste Generation der Familie Degnelly.

    Die Zeiten sind furchtbar, Krieg, Leid, menschliches Elend. Die geschichtlichen Ereignisse sind gut verwoben mit den persönlichen Schicksal der Frauen und ihrer Angehörigen und Freunde. Man fühlt als Leser mit und ist genauso machtlos wie die Protagonisten. 

    Eine wunderbare Familiensage, die nicht nur das Leben in dieser schwierigen Zeit schildert , auch die politische Lage ist sehr interessant und schonungslos.



  20. Cover des Buches Nächstes Jahr in Berlin (ISBN: 9783825152611)
    Astrid Seeberger

    Nächstes Jahr in Berlin

     (48)
    Aktuelle Rezension von: peggy

    Eine Mutter stirbt – eine Tochter, die bis dahin auf Distanz zu ihr gegangen ist, wird so mit der Vergangenheit konfrontiert. Hinzu kommt die überraschende Enthüllung eines Bekannten, die alle eigenen Erinnerungen und die Erzählungen der Mutter in ein neues Licht rückt. Das Schicksal der Mutter während des Zweiten Weltkriegs – auf der Flucht aus Ostpreußen und im Deutschland der Nachkriegszeit – wird mit ungeheurer Intensität, Bildkraft und Dichte geschildert.
    Meinung
    Im Ansatz war die Geschichte stellenweise sehr unterhaltsam. Mir haben allerdings gs diezeitsprünge sehr zugesetzt. Ich musste mich sehr anstrengen den Faden nicht zu verlieren. Wenn sie das chronologisch aufgebaut hätte, wäre die Geschichte mir mehr ans Herz gegangen. So war es ein einziges Kauderwelsch aus Orten und Personen. Annemarie zum Beispiel stirbt zur Mitte hin. Am Ende ist sie wieder mit Rose unterwegs. Macht für mich nicht viel Sinn.
    Fazit
    Wegen es chronologisch geordnet gewesen wäre, hätte das Buch zu begeistern vermag. So hat es nur für Verwirrung gesorgt

  21. Cover des Buches Wie Treibholz im Sturm (ISBN: 9783426654316)
    Daniela Ohms

    Wie Treibholz im Sturm

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Annie_liest

    Aufgrund der Bewertungen und des Klappentextes habe ich schon eine emotionale Geschichte erwartet. Allerdings ist das Buch in so vielen Arten ergreifend, dass ich noch lange daran zu verarbeiten habe. 


    Die Hauptprotagonisten Hannah wird 1943 in Hamburg ausgebombt und auf ein Gut nach Schleswig-Holstein evakuiert. Hier versucht sie nach dem Verlust ihrer gesamten Familie wieder ins Leben zurückzufinden.

    Zuerst entsetzt muss sie hinnehmen, dass drei ehemalige Wehrmachtssoldaten in ihrer kleinen Dachkammer einquartiert werden. Langsam ergibt sich mehr als eine Bedarfsgemeinschaft zwischen ihnen und besonders der schweigsame Fuchs zieht sie in ihren Bann.

    Doch was dieser im Krieg erleben musste und selbst getan hat, kommt erst im Laufe der Geschichte ans Tageslicht und stellt die Beziehung zwischen ihm und Hannah auf eine Probe.

    Mich hat nicht nur die Geschichte von Hannah und Fuchs berührt sondern auch das Schicksal der Nebenfiguren, wie der Flüchtlingsfrau Gitte oder auch des Gutsherrn. 

    Besonders hat mich das Setting in seinen Bann gezogen, wohl auch aufgrund meiner Verbindung zu Schleswig-Holstein und der Situation der Flüchtlinge/Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten.

    Ich kann dieses Buch auch aufgrund des flüssigen Schreibstils und der bildgewaltigen Sprache uneingeschränkt empfehlen, auch wenn es sicherlich keine leichte Kost ist.

  22. Cover des Buches Dezembersturm (ISBN: 9783426504055)
    Iny Lorentz

    Dezembersturm

     (216)
    Aktuelle Rezension von: kidcat283
    Als Lore eines Abends von ihrem Großvater Nikolaus von Trettin nach Hause kehrt, findet sie ihr Elternhaus in Flammen wieder. Da es ziemlich spät ist und ihre Familie schon geschlafen hat, bemerkten sie das Feuer nicht und sterben alle.
    Nun lebt sie bei ihrem Großvater, dem auch das Schicksal nicht wohlgesonnen ist und er sie vor seinem Neffen schützen möchte, in dem er sie auf eine Reise schickt. Sie soll das Land verlassen und nach Amerika gehen. Ihr Erbe soll sie die ersten Jahre über Wasser halten. Doch das Schiff, mit dem sie reist, soll das Ziel nie erreichen.....

    Meine Meinung:

    Es ist ein historischer Roman mit einigen spannenden Stellen.
    Der Großvater hat seine Enkelin sehr gerne, obwohl es am Anfang nicht so scheint.
    Wenn ich an die Zofe denke, die Lore auf der Reise begleiten sollte, denke ich mir nur, jeder bekommt das, was er verdient.
    Ansonsten eine schöne Geschichte für zwischendurch, die auch noch weitergeht.
    Ich bin gespannt.
  23. Cover des Buches Frühling auf Gut Fennhusen (ISBN: 9783352009341)
    Ulrike Renk

    Frühling auf Gut Fennhusen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Das Buch war wie von Ulrike Renk gewohnt nett geschrieben und man konnte sich alles gut vorstellen. Doch man hätte alles auch in der Ostpreussensaga unterbringen können. Diese gefiel mir wirklich gut. 


    Mit dem Zusatzband wollte die Autorin bestimmt noch mehr verdienen. 

    Man kann es lesen muss es aber nicht. Viel neues gibt es nicht. Die Zubereitung der Speisen fand ich eher langweilig. Daher vergebe ich 3 Sterne und bin froh, dass ich es nur ausgeliehen habe. Eher geeignet für grosse Fans der Ostpreussensaga. 

  24. Cover des Buches Königsberg. Glänzende Zeiten (ISBN: 9783442487851)
    Nora Elias

    Königsberg. Glänzende Zeiten

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Zum Inhalt schreibe ich nicht viel, weil dieser ja im Klappentext steht. Man wird eindrucksvoll in die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts entführt. Der Einstieg hat mich leicht verwirrt, ich habe gebraucht, bis ich die Familien sortiert hatte und wusste, wer zu wem gehörte. Doch wenn man mal drin ist, ist das Buch fesselnd. Ich habe sogar auf Landkarten nachgeschaut, wo genau die Mazuren liegen und wie weit Ostpreußen damals ging. Man bekommt gute Einblicke in das damalige Leben. 

    Weil ich mir ein kleines bisschen mehr Tiefgang gewünscht hätte, gibt es nur 4 von 5 Sternen. Es Buch ist zwar toll, aber ich habe schon Bücher gelesen, die ebenso Einblicke ins damalige Leben gegeben haben, aber mit mehr Tiefgang. 

    Wer historische Romane liebt, ist mit diesen beiden Büchern (Königsberg - Glänzende Zeiten / bewegte Jahre) genau richtig. Ich habe beide Bücher sehr gerne gelesen. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks