Bücher mit dem Tag "ostsee"
440 Bücher
- Theodor Fontane
Effi Briest
(1.831)Aktuelle Rezension von: MC_NeleDer Autor schildert das Leben von Effi Briest so eindrucksvoll, dass ich bereits als Jugendliche die Träume, Wünsche und Gefühle von Effi Briest mitempfinden konnte. Gesellschaftliche Zwänge stehen im krassen Gegensatz zu Entfaltung und selbstbestimmtem Leben.
Auch wenn sich Vieles gravierend verändert hat, ist es noch heute aktuell und ein lesenswerter Klassiker.
- Bettina Belitz
Scherbenmond
(819)Aktuelle Rezension von: OktodocAngefangen hat das Buch recht vielversprechend. Der Vater ist verschwunden und er hat Ellie eine Aufgabe hinterlassen. Sie soll ihren Bruder zurück holen und dabei auch einen Schlüssel in seiner Wohnung in Hamburg finden um einen Safe öffnen zu können.
Dem Bruder geht's nicht so gut und Ellie möchte herausfinden was da nicht stimmt. Wie man sich denken kann: ein Mahr.
Nachdem Ellie den Schlüssel gefunden hat, was schon recht schnell geschehen ist, endet die Story um den Vater auch schon bzw. wird komplett vergessen. Auch das Wiedersehen mit Colin läuft nach dem recht dramatischen Abschied vom Ende des 1. Bandes total unspektakulär ab. Kaum ist sie mal glücklich macht sie ihr Glück gleich darauf wieder kaputt. Ellies Gefühlsleben ist das totale Chaos, sehr negativ. Colin's Handlungen scheinen mir auch keinen rechten Sinn zu ergeben. Stellenweise kam es mir vor als hätte die Autorin die Handlungen einfach gewürfelt.
Im Gegensatz zu Band 1 gab es hier mehr Abwechslung mit den Charakteren. Hauptsächlich hat sich immer noch alles um Ellie und ihr Innenleben und kaum um die Außenwelt gedreht aber durch die neuen Charaktere kam etwas Schwung in die Sache.
Das Ende des Buches war ziemlich unkreativ.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch recht interessiert und schnell fertig gelesen, habe mich immer mal aufgeregt und war gespannt was als nächstes passiert. Ich hoffe die Reihe bekommt ein gutes Ende, denn alles in allem fand ich die Story und die Idee bisher recht interessant.
- Dörte Hansen
Altes Land
(754)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedIn „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?
Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.
- Joachim Meyerhoff
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
(376)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerJoachim Meyerhoff beschreibt in seiner umfangreichen Biografie die bewegende Geschichte eines hyperaktiven Kindes ,dass sich mit seinen Eltern innerhalb einer großen Psychiatrischen Klinik zurecht finden muß. Der Vater ist ärztlicher Direktor und Leiter einer Kinder und Jugendsychiatrie im hohem Norden. Er wird oft gehänselt von seinen älteren Brüdern und löst das , indem er Schreikrämpfe hervorbringt. Als Beruhigung setzt ihn sein Vater auf eine Waschmaschine und im Schleudergang darf er zusätzlich "Fuchs du hast die Gans gestohlen "singen, was sehr komisch wirkt, aber erstmal dem Schulkind hilft. Verständnis für seine wilden Ausbrüche und Schreiattaken, erhält er nur von den älteren Patienten.Seine Mutter ist mit anderen Hobbys stets beschäftigt ,sodass er oft mit seinen Problemen alleingelassen wird.So wünscht er sich in späteren Jahren ein Austauschjahr , weit weg nach Amerika. Die Bildsprache des Romans ist ausdrucksstark , von viel Witz aber auch von tragischen Momenten geprägt und bringt einem oft zum Schmunzeln. Auch mir ist aufgefallen, da ich jahrelang beruflich in Psychiatrischen Kliniken eingesetzt wurde ,das einige Charaktere überzeichnet waren ,um so mehr Komik in das Geschehen der Handlung zu bringen. Ich glaube nicht,dass der Autor sich damit über die Patienten lustig machen will. Wenn man mitten unter ihnen lebt , stellt sich einfach eine Situationskomik ein und man muss gezwungener Maße einfach lachen. Es ist das zweite Buch der 6 teiligen Serie von Joachim Meyerhoffs Erfolgsromans. Da dieses Buch große Begeisterung bei Lesern erweckt hat, wurde es vor zwei Jahren verfilmt.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenblut
(300)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover ist toll gestaltet, minimalistisch aber effektiv.
Die Protagonisten sind sehr bildhaft beschrieben und charakterlich toll ausgearbeitet.
Das Thema, immer wieder aktuell, denn es geht um die Konsequenzen einer traumatischen Kindheit.
Nicht selten werden Opfer zum Mörder.
Ann Kathrin Klaasen hat alle Hände voll zu tun, ist sie doch mit der Leiche vor ihrem Haus selbst involviert.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, spannend und von Empathie geprägt.
Sehr schön finde ich dass das Privatleben der Ermittlerin nicht außen vor bleibt sondern hier auch Teil der Ermittlungen ist, denn diese Doppelbelastung macht ihr berufliches Leben nicht gerade einfacher.
Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung geben, denn der Spannungsbogen gleicht fast dem eines guten Thrillers, ist tiefgründig und man mag einfach nicht vor dem Ende des Buches eine Pause einlegen.
Vielen Dank - Kristina Hauff
In blaukalter Tiefe
(230)Aktuelle Rezension von: lesefalterZwei Paare brechen zu einem Segeltörn in die schwedischen Schären auf. Auf der gemieteten Yacht befinden sich Andreas, ein erfolgreicher Rechtsanwalt und Kanzleipartner, und seine Frau Caroline, Chefredakteurin eines Frauenmagazins. Begleitet werden sie von dem jungen, frisch verliebten Paar Daniel und Tanja. Daniel arbeitet als angestellter Anwalt in Andreas’ Kanzlei. Die Yacht wird vom zurückhaltenden, geheimnisvollen Skipper Eric gesteuert, der seine ganz eigene Aura in das Geschehen einbringt. Was zunächst – zumindest nach außen hin – harmonisch beginnt, spitzt sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu, und alle Beziehungen geraten ins Wanken.
Kristina Hauffs Sprache hat mich sehr angesprochen – sie schreibt klar, eindringlich und atmosphärisch dicht. Besonders gelungen ist der Perspektivwechsel zwischen den Kapiteln, durch den man tief in die Gedanken und Emotionen der einzelnen Figuren eintauchen kann. Auf diese Weise entsteht ein nuanciertes Bild von Persönlichkeiten, Beziehungen und unterschwelligen Machtgefügen. Die Charaktere wirken glaubwürdig, lebendig und menschlich nah.
Das zum Teil kindische Verhalten und die Unnachgiebigkeit einiger Figuren haben mich jedoch gestört, da meiner Meinung nach mit den aufkeimenden Konflikten deutlich charmanter, einfühlsamer und erwachsener umgegangen werden könnte.
Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir Daniel und Tanja, die sich im Verlauf der Geschichte als die zentralsten und – im besten Sinne – stärksten Figuren herausstellen. Daniel macht eine spürbare Entwicklung durch, die ich als Leserin sehr gerne begleitet habe. Tanja war für mich von Beginn an der sympathischste Charakter – ein Eindruck, der sich bis zum Ende bestätigt hat. Lediglich zum Schluss hätte ich mir gewünscht, dass Daniel und Tanja noch etwas mehr Raum bekommen und der Fokus stärker auf ihrer Entwicklung gelegen hätte.
In blaukalter Tiefe ist ein intensiver, fein beobachteter Roman über zwischenmenschliche Dynamiken, unausgesprochene Konflikte und persönliche Veränderungen. Ich empfehle das Buch allen, die psychologisch dichte, atmosphärische Literatur mögen, in der das Unsichtbare zwischen den Zeilen genauso wichtig ist wie das Offensichtliche.
- Kai Meyer
Die Alchimistin
(404)Aktuelle Rezension von: WelpemaxSpannend, mysteriös und auch düsteres Buch voller Charaktere mit Ecken und Kanten. Eine mutige Hauptprotagonistin Aura und viele Nebencharaktere bei denen man nicht weiß, ob sie gut oder böse sind oder irgendwas dazwischen. Sehr gelungen sind die mittelalterlichen Beschreibungen der Säle, Burgen und Tunnel, ähnlich gelungen ist die ganze Atmosphäre von den Mooren des Nordens über Wien, Venedig und Siebenbürgen bis nach Swanetien, einem vergessenen Bergland jenseits des Schwarzen Meeres.
- Karen Sander
Der Strand: Vermisst
(258)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Die gehörlose Lilli Sternberg ist seit einer Woche spurlos verschwunden und ihr vermutlicher Mörder wurde tot aufgefunden. Obwohl die Polizei befürchtet, dass Lillis Leiche nicht mehr gefunden wird, gibt es Ungereimtheiten, die Ermittlungsleiter Tom Engelhardt unbedingt aufklären will. Er widersetzt sich dem Druck seiner Vorgesetzten, die den Fall medienwirksam als Ermittlungserfolg verbuchen wollen. In der Kryptologin Mascha Krieger findet er eine Verbündete bei seinen Nachforschungen.
Als die stark verweste Leiche einer jungen Frau im Hafen von Sellnitz angespült wird, deuten Haarfarbe und Überreste der Kleidung darauf hin, dass es sich um Lilli handelt. Doch die DNA-Analyse bringt keine Übereinstimmung mit Lillis Großeltern. Wer ist die unbekannte Tote? Ist sie womöglich das Opfer eines Serientäters, der bereits zum zweiten Mal zugeschlagen hat? Tom und Mascha begeben sich auf eine spannende Spurensuche entlang der idyllischen Ostseeküste von Fischland-Darß-Zingst bis nach Stralsund, um die Wahrheit hinter dem mysteriösen Vermisstenfall aufzudecken.
Fazit
Ein spannendes Buch über eine Vermisste Frau und über andere Tote. Es ist der zweite Teil mit offenem Ende so das man gleich weiter lesen möchte.
- Daniela Pusch
Secrets - Wen Emma hasste
(143)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogBei dem Buch handelt es sich um einen (meiner Meinung nach) sehr gelungenen Auftakt der Trilogie.
Die Geschichte beginnt mit den drei besten Freundinnen Kassy, Emma und Marie, wobei eine von den drein stirbt. Nun geht es darum herauszufinden, ob es sich um einen Mord oder Unfall handelt.
Im ersten Band wird aus der Perspektive von Emma berichtet und durch verschiedene Reisen in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie die drei Freundinnen zueinander gefunden haben. Natürlich haben alle drei Geheimnisse, mit denen keiner gerechnet hatte und die nach und nach aufgedeckt werden.
Bei der Erzählung wird immer wieder auf die Gedanken- und Gefühlswelt geachtet, um ein besseres Bild der jeweiligen Person zu vermitteln.
Ich persönlich fand die Geschichte so klasse, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Der Schreibstil ist dem jugendlichen Stil sehr gut angepasst und daher locker und leicht.
Mir war jedoch leider nicht immer verständlich, warum die Personen in bestimmten Situationen so gehandelt haben. Ob es der „jugendliche Leichtsinn“ ist oder ob es daher rührt, dass die Mädchen noch nicht die Erfahrungen haben, könnte eine Art sein, dass zu erklären.
Für mich eine ganz klare Leseempfehlung und ich bin sehr gespannt auf die anderen beiden Bände.
- Alexandra Flint
Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)
(85)Aktuelle Rezension von: MogniBei manchen Bücher hab ich manchmal echt keine Ahnung, wie sie auf meinen SUB gelandet sind, das kommt selten vor, aber manchmal ist es so. Bei "Kein Horizont zu weit" von @alexandraflint war das der Fall. Denke es war in irgendeiner Box.
Cover und Farbschnitt versprechen ein Wohlfühlbuch und fallen in der Buchhandlung perfekt auf.
Und der Kurzbeschreibung verspricht uns eine Second Chance Story (in Büchern 📚 liebe ich sie, im wahren Leben hab ich einen Bauchplatscher gemacht und brauche es nicht mehr) .
Fünf Jahre sind vergangen, seit Leni Raffael zum letzten Mal gesehen hat. Fünf Jahre, seit er bei einem Brand Vater und Bruder verlor. Doch jetzt ist Rafe zurück auf Sylt, um den Wiederaufbau des Familienhotels zu überwachen. Und ausgerechnet die Werft, in der Leni ihre Ausbildung zur Schiffsbauerin macht, ist an dem Projekt beteiligt. Allerdings wird schnell klar, dass Rafe weder mit Leni noch der Insel etwas zu tun haben will. Warum also ist da noch immer dieses vertraute Kribbeln?
Liest sich doch schon mal sehr gut, man kommt auch schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind liebevoll erarbeitet und der Schreibstil der Autorin bringt die Emotionen und Geschehnisse gut rüber. Man leidet mit den Personen, denn man kann sich in sie einfüllen.
Für mich ist es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, es gefiel mir wirklich gut. Ausser das Buch aus Lenis Sicht geschrieben ist, hätte es mir mehr von beiden gewünscht. Denke es hätte dem Buch mehr Tiefe gegeben, denn die Konflikte (mit sich selber und der Vergangenheit) wären dann mehr unter die Haut gegangen. So ist Rafes Gefühlsleben ein bisschen unter gegangen und für mich wäre das der Hauptbestandteil des Buches gewesen.
🌟🌟🌟🌟 von 5 und ich breche eine Zacke ab.
- Ronja von Rönne
Wir kommen
(71)Aktuelle Rezension von: frischelandluftDas Buch hat mich überrascht. Ich habe Kinder in dem Alter der Erzählerin (ich schätze so zwischen 27 und 32) und habe einiges in dem Roman wieder gefunden, was ich von ihnen kenne, auch wenn meine Kinder nicht in einer Menage-A-Quatre leben. Der Wiedererkennungswert lag eher in Details. Die Geschichte ist ungewöhnlich, daher überraschend. Die Erzählerin schreibt (hastig?) ihre Geschichte auf, erzählt dabei nicht linear, was ich sehr mag. Die Charaktere sind nicht langweilig, sondern individuell, unkonventionell, ein bisschen schrill und in der heutigen, schwierigen Zeit auch etwas verloren. Sie wollen nicht so sein, wie wir (?), kommen aber mit doch ähnlichen Sehnsüchten nicht zurecht und versuchen, einen eigenen Weg zu gehen. Die Geschichte ist überzeichnet und ironisch, aber es steckt auch viel Wahres darin – und ganz ehrlich – ich beneide die jungen Erwachsenen von heute nicht, in dieser Welt zu wohnen. Ich verstehe eine Sehnsucht nach Alternativen und den Frust von Sackgassen sehr gut. Lesenswert, frisch und mit schwung geschrieben, auch lustig, auch traurig, auch verstörend, dabei nicht schwer, sondern eher leicht. Ich bin gespannt, was Ronja von Rönne noch schreibt.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenfeuer
(185)Aktuelle Rezension von: Wachtel07Ein echt guter Teil der Serie um 'Ann Kathrin Klaasen'. Die Inhaltsangabe hat echt Lust gemacht das Buch zu lesen. Es war genau so spannend wie beschrieben. Am Anfang hat es auch garnicht lange gedauert bis die erste spannende Tat passiert ist. Es war nie langweilig. Manche Szenen hätten vielleicht besser umschrieben werden können, aber dafür ist es ja ein Krimi. Zum Ende hin war es so spannend das ich es nicht mehr weglegen konnte. Es war auch echt gut zu lesen sozusagen aus der Sicht verschiedener Personen. Alles in allem ein gelungener Krimi
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesentod
(90)Aktuelle Rezension von: supersusiAnn Kathrin Klaasen versteht die Welt nicht mehr. Auf dem Bußgeldfoto ist eindeutig ihr grüner Twingo zu sehen, aber am Steuer sitzt eine fremde Frau. Sie hat zum Glück ein Alibi. Kurz darauf wird sie bezichtigt einen PC beschlagtnahmt zu haben, obwohl sie ganz woanders war. Was ist hier los ? Versucht jemand sie fertig zu machen ? Sie hat keine Ahnung, was noch alles auf sie zukommt.
Wieder sehr spannend, einer der Besten aus der Reihe. Man hat zwar den ein oder anderen Verdacht, besonders am Schluß, denkt aber dann, nee, das geht ja gar nicht und ist dann von der Auflösung völlig überrascht. Ein rundrum gelungener Krimi. Er liest sich schnell und flüssig und bleibt spannend bis zum Schluß. Die Charaktere sind sympathisch und selbst Rupert ist an einigen Stellen einigermaßen erträglich.
Ich freu mich auf den nächsten Band.
- Eric Berg
Das Nebelhaus
(371)Aktuelle Rezension von: IvonneSpringerEric Berg gelingt mit „Das Nebelhaus“ ein fesselnder Inselkrimi, der seine Leser auf die stürmische Ostseeinsel Hiddensee entführt und dort in den Abgrund menschlicher Geheimnisse blicken lässt. Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Einerseits begleiten wir die Journalistin Doro Kagel, die zwei Jahre nach dem Massaker – der sogenannten „Blutnacht von Hiddensee“ – mit ihren Nachforschungen beginnt, andererseits erleben wir durch Rückblenden hautnah, wie das Wiedersehen von vier alten Studienfreunden in einem tragischen Verbrechen endet.
Der Roman lebt von seinem atmosphärischen Setting, der düsteren Stimmung und den ständigen Perspektivwechseln, die für enorme Spannung sorgen. Bis zum Schluss bleibt rätselhaft, was in jener Nacht tatsächlich geschah – viele Wendungen sorgen dafür, dass man immer wieder neue Verdächtige im Visier hat. Die Figuren sind interessant gezeichnet, auch wenn sie stellenweise etwas klischeehaft wirken. Besonders packend ist das Finale, bei dem alle Fäden auf überraschende Art zusammenlaufen. Auch wenn der Beginn etwas gemächlich ist, zieht die Geschichte ab der Mitte gewaltig an und bietet bestes Rätselvergnügen für Krimi-Fans. Ein packender, psychologisch raffinierter Roman, der Lust auf weitere Fälle der Doro-Kagel-Reihe macht
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenmoor
(246)Aktuelle Rezension von: supersusiIch liebe diese Ostfriesland Krimis. Auch diesen konnte man wieder nicht aus der Hand legen. Die Handlung, die Charaktere, das Zusammenspiel, die überraschenden Wendungen, der Humor und vor allem die Spannung, die einen die Nacht durchlesen lässt. Ich bin wieder voll auf meine Kosten gekommen.
Im Moor wird eine Hand gefunden. Bald stellt sich heraus, dass diese von einem Kind ist und zu aller Entsetzen, dass sie ausgestopft wurde. Wer ist denn bloß so krank und gestört ? Mehr will ich nicht verraten ohne zu spoilern. Nur soviel sei vielleicht noch angemerkt. Ich kann Rupert nicht leiden und mag seine respektlose abwertende, großkotzige, dumme Art so gar nicht. Aber in diesem Buch ist er fast sympathisch und tut mir sogar ein bißchen leid mit seiner beschränkten Weltansicht.
Ich kann jedem Krimifan diese Reihe nur ans Herz legen und freue mich, dass ich noch ein ungelesenes Buch davon im Regal habe. Dies Buch ist Spannung pur und ich bin erschüttert, was Lucy und ihre Mutter durchmachen müssen. Unfassbar, wie eins zum anderen führt und die Familie völlig zerstört.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenwut
(154)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisEinmal mehr entführt uns Klaus-Peter Wolf in die scheinbare Idylle Ostfrieslands. Es geht auf Weihnachten zu als Ann Kathrin Klaasen zur Leiche einer jungen Frau gerufen wird. Der Name des mutmaßlichen Täters ist schnell herausgefunden, doch scheint der Mann ein Phantom zu sein. Wenig später entdeckt Ann Kathrin Klaasen, dass der Mörder ihres Vaters, nicht wie kolportiert tot ist, sondern am Leben und frei ist. Es scheint, als hätte da jemand seine schützende Hand über den Mörder gehalten. Nur wer und warum? Verständlicherweise löst das in Ann Kathrin Klaasen eine Welle von Wut aus und die will den Mann und die Drahtzieher zur Rechenschaft ziehen. Gleichzeitig bedroht eine unbekannte Gruppe das Trinkwasser in ganz Ostfriesland mit diversen Chemikalien zu verseuchen. Die Ermittlungen laufen im Fall der Vergiftung auf Hochtouren, während die neue Chefin POR Diekmann AKK ihre eigenen Recherchen zu verbieten.
Als dann AKK spurlos verschwindet, trommelt Frank Weller heimlich ein Team aus Getreuen und Freunden zusammen, um Ann Kathrin zu finden. Sie sind sicher, dass Ann Kathrin einer Verschwörung zum Opfer gefallen ist. Die ewige Frage der Kriminalisten ist: Cui bono? Wem nützt es? Ist AKK das Opfer ihres erfolges? Oder steckt etwas anderes dahinter?
Meine Meinung:
Wie wir es von Klaus-Peter Wolf gewöhnt sind, dreht sich hier alles rund um Ann Kathrin Klaasen. Doch dieses Mal ist es mir fast zu viel. Ich habe das Buch erst im zweiten Anlauf zu Ende lesen können/wollen. Alles ist ziemlich dick aufgetragen.
Dass AKK kein einfacher Charakter ist, ist bekannt und, dass Vorgesetzte nicht immer damit umgehen können, erscheint ziemlich klar. Wer will denn schon im Schatten seiner Mitarbeiterin stehen? Zumal einzelne Handlungen hart an der Grenze des Legalen gesetzt werden, eben.
Die Charaktere sind wie immer sehr gut herausgearbeitet und Rupert darf mit sexistischen und doofen Sprüchen herumwerfen.
Fazit:
Ich bin ja jetzt nicht die große Freundin von Verschwörungstheorien, weshalb ich diesem Krimi nur 3 Sterne geben kann.
- Patricia Koelle
Das Meer in deinem Namen
(261)Aktuelle Rezension von: buchverzuecktEine Geschichte zum Wohlfühlen! Dieser tolle Familien- Generationenroman spielt im verträumten Künstlerdorf Ahrenshoop.
Die Astronomin Carly ist in ihrem Leben an einem Punkt angekommen, an dem sie entscheiden muss, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Der Vertrag bei ihrem Mentor Thore Sjöberg läuft aus, doch ihr kommt ein Zufall zur Hilfe: Sjöberg erbt ein kleines Häuschen namens Naurulokki, an der Ostsee. Carly soll es für ihn sichten und entrümpeln, damit er das Haus verkaufen kann. Ganz wohl ist ihr bei dieser Sache jedoch nicht, hat sie doch seit dem Tod ihrer Eltern das Meer gemieden. Sie nimmt die Herausforderung trotzdem an; kaum in Ahrenshoop angekommen lernt sie die urigen Küstenbewohner schnell kennen. Besonders zu Henny Badonin fühlt sie sich hingezogen, wenn nicht sogar besonders nahe, Carly sieht ihr sogar etwas ähnlich. Henny Badonin war einst die Bewohnerin von Naurulokki, in dem Haus Carly sich jetzt plötzlich sehr angekommen und heimelig fühlt.
Das Buch lädt uns Leser ein, in eine andere Welt einzutauchen; Patricia Koelle beschreibt Ahrenshoop und das Haus Naurulokki sowie die liebgewonnenen Nachbarn mit viel Liebe und sehr authentisch. Naurulokki hatte ich schnell vor meinen Augen und habe mich genauso wohlgefühlt, wie Carly das getan haben muss.
Toll war auch die Geschichte um Henny, Joram und Nicholas, welche parallel erzählt wurde und sich dadurch die Vergangenheit und die Gegenwart wunderbar zusammenfügten.
"Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit fort, als dass du mir nicht doch nahe bist ..."
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenangst
(171)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEine Schulklasse hat mit ihrem Lehrer eine Wattwanderung gemacht. Und ist ohne ihn zurückgekommen. Da gibt es zwei Möglichkeiten, denkt sich Ann Kathrin Klaasen. Entweder war er ein verantwortungsloser Mensch, der seine Klasse in große Gefahr gebracht hat, und dabei selbst ums Leben gekommen ist. Oder ein paar teuflische Schüler haben die Situation ausgenutzt, um einen unliebsamen Lehrer loszuwerden… Für Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller stellt sich bei ihren Ermittlungen die Frage: Sind die halbtoten Kinder am Strand von Norddeich Täter oder Opfer?
Meinung:
Klaus Peter Wolf ist mit seinen Ostfriesenkrimis schon in aller Munde, kaum einer kennt ihn nicht und seine Bücher/Filme.
Ich liebe seine Bücher einfach. Sie spielen dort, wo ich lebe. Wenn ich denke, das ich auch schon mal auf der Insel war, dort im Watt oder in dem Cafe ten Kate in Norden oder.....dann denke ich oft- hier war der Täter auch, hier wurde die Leiche gefunden usw..
Das macht die Krimis so real und wirklich. Er schafft es einfach, das man sich total hineinversetzten kann. Das auch Personen , Orte, Geschäfte usw.. aus diesen Büchern wirklich gibt, finde ich schon toll. Zuanfang hat es mich etwas gestört, es kam mir eher wie Schleichwerbung vor für Ostfriesland vor. Aber man sieht daran auch, das der Autor diese Region einfach liebt. Und was wäre Cafe ten Kate ohne die Ostfriesenkrimis??
Das hier ist Band sechs. Ich lese sie nicht der Reihe nach, sondern so wie ich lust drauf habe. Den Teil habe ich auch bereits im TV gesehen.
Da jeder Band in sich abgeschlossen ist ( außer die Triologien über Rupert und Dr. Sommerfeldt), verpasst man nicht wirklich etwas. alles wichtige wird erzählt und wer die Bücher kennt, kennt auch die Charakteren schon.
Ich mag Ann Karhrin, Weller und ja- auch nach langem, den Rupert. Obwohl ich den zuanfangs total blöd fand und den Hype um ihn nicht verstehen konnte. Aber langsam erreicht es auch mich.
Er frischt mit seiner Art eben alles auf.
Die Jugendlichen in diesem Teil haben es teilweise auch faustdicke hinter den Ohren, aber war wirklich einer von ihnen der Täter oder sind sie nur in etwas hineingeraten?
Lest selber...
- Katharina Peters
Todesstrand
(91)Aktuelle Rezension von: San_KellerAn sich fand ich die Geschichte schon spannend, wenn auch an manchen Stellen wirklich etwas verwirrend und die Verbindungen dann auch merkwürdig. Der Schreibstil ist flüssig und man will schon wissen, was als nächstes passiert und ob das Mädchen überlebt oder nicht ... aber der Schluss ging mir dann plötzlich viel zu schnell - so zack war er da und irgendwie auch nicht. Hab dann ziemlich enttäuscht das Buch beendet. Ob ich den nächsten Band lese weiß ich noch nicht.
- Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenschwur
(139)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisNach längerer Abstinenz von Ann Kathrin Klaasen (AKK) und ihrem Team habe ich diesen zehnten Fall vom SuB gefischt, nein falsch, er ist mir beim Umschlichten des Stapels vor die Füße gefallen.
Dieser Krimi fängt schon einmal ganz gut an, denn nach der Pensionierung von Ubbo Heide aus gesundheitlichen Gründen bekommt das Team rund um AKK einen neuen Chef, der sich ziemlich verloren vorkommt. Seine erste Bewährungsprobe erhält er, als Ubbo kurz nacheinander zwei abgetrennte Köpfe erhält. Blöderweise handelt es sich um Straftäter, die während seiner aktiven Zeit mangels an Beweisen nicht verurteilt worden sind. Diese Fehlschläge hat Ubbo in einem Buch versucht, zu verarbeiten. Es scheint, als übe jemand Selbstjustiz und nimmt sich Ubbos Buch als Anleitung. Der Verdacht fällt auf Willi Kaufmann, einen cholerischen Ex-Kollegen, denn der Rächer ist der Gruppe um AKK immer einen Schritt voraus. Ist der Täter einer aus der Firma, wie die sich die Auricher selbst bezeichnen?
Es beginnt ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel, das keinen kalt lässt.
Meine Meinung:
Die Lesepause hat mir gutgetan. Nun bin ich mit neuem Elan in diesen 10. Fall eingestiegen und da die handelnden Personen in groben Zügen abermals vorgestellt werden, kommt auch meine Erinnerung wieder.
Klaus-Peter Wolf versteht es, spannende Krimis zu schreiben. Ja, auch Kriminalbeamte sind nur Menschen und ich gestehe ihnen den Frust zu, wenn Anwälte die Straftäter freibekommen, und die eigene Arbeit quasi umsonst ist. Allerdings Selbstjustiz ist auch keine Lösung.
Wir erhalten Einblick in den Kopf und die Machenschaften des „Vollstreckers“. Ganz spurlos geht dieser Fall an den Team-Mitgliedern nicht vorüber. Die Charaktere sind wieder sehr gut dargestellt und dürfen zweifeln. Rupert ist mit seiner sexistischen losen Klappe wieder ein Kapitel für sich. Schmunzeln musste ich über die Kolleginnen, die ein Schmählied auf „Rupi“ singen und er sich geschmeichelt fühlt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der zahlreiche überraschende Wendung nimmt, 4 Sterne.
- Corina Bomann
Winterblüte
(187)Aktuelle Rezension von: makamaHeiligendamm 1902 - Vorweihnachtszeit: Christian Baade, Sohn einer dort ansässigen Hoteliersfamilie, findet am Strand ein bewusstloses Mädchen. Er bringt es nach Hause.. Sie hat das Gedächtnis verloren und hat in der Hand einen kleinen Zweig, der ihr sehr wichtig ist. Die Familie bereitet sich auf den großen Weihnachtsball vor - da soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden - doch sie liebt einen gnz anderen, der den Eltern nicht genehm ist ---- Auch sie stellt genauso wie die Unbekannte einen Zweig ins Wasser und hofft auf ein Wunder ....
Fazit und Meinung: Ich hab den Roman zwar im Sommer gelesen, aber er passt gut in die Vorweihnachtszeit ..... Eine ganz nette Geschichte ohne viel Tiefgang aber durchaus nicht unspannend. Die Charaktere sind zwar sympathisch, aber auch etwas flach. Eine Intrige darf auch nicht fehlen - doch am Ende ist alles Friede, Freude und alle sind glücklich. Mir hat es nicht schlecht gefallen, aber als 3,5 Sterne kann ich nicht vergeben.
- Nele Jacobsen
Ein Sommer im Rosenhaus
(66)Aktuelle Rezension von: rose7474Der Roman hat mir mittelmässig gefallen. Die Protagonisten blieben für mich blass und die Handlung war vorhersehbar. Ganz nett für zwischendurch aber nichts was sich von der Masse abhebt und mir lange in Erinnerung bleiben wird. Da habe ich schon bessere Wohlfühlromane gelesen.
- Michael Kumpfmüller
Die Herrlichkeit des Lebens
(79)Aktuelle Rezension von: ArmilleeIn diesem Buch wird das Leben im letzten Jahr von Franz Kafka beschrieben. Eine ganz andere Zeit. Er war schwer krank und mit den gelesenen Seiten verlor er immer mehr an Gesundheit. Tuberkulose, oder auch Schwindsucht genannt. Ich wusste weder etwas über die Symptome, noch wusste ich irgendetwas über diesen Mann. Das war wohl eine Bildungslücke.
Obwohl die Ansichten der Menschen aus heutiger Sicht wohl sehr angestaubt wirken, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich wurde in einen andere Zeit versetzt, an mehrere Handlungsplätze. Besonders die Zeit nach dem 1. Weltkrieg in Berlin, die Inflation, die Wohnungsnot, die Kälte und die Anfeindungen gegen das jüdische Volk.
Für mich war Franz Kafka aber überhaupt nicht die Hauptperson, sondern es war Dora Diamant, die mit ihrer Hingabe und großen Liebe zu ihm unglaubliches geleistet hat. Ich bewundere diese Frau. Ihrer beiden Liebe war so tief und doch so unschuldig, wie ich es mir in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen kann.
Durch Zufall habe ich entdeckt, dass das Buch verfilmt wurde.
- Sabine Weiß
Die Perlenfischerin
(32)Aktuelle Rezension von: anne_foxDie Perlenfischerin ist ein Roman über das Leben der Ida ,die ihre Familie bei einer Belagerung ihrer Heimatstadt verliert und von Neslin, die sie schwer verletzt am Ufer eines Flusses findet aufgezogen wird. Neslin ist eine Kräuterfrau von der Ida alles lernt auch das tauchen nach Perlen. In ihrem Leben wird sie sich immer wieder neuen Herausforderung stellen müssen und lernt Esko kennen einen einfachen Mann den sie über alles lieben wird. Es werden ihr viele Steine in den Weg gelegt auch von der Familie, die sie als Erwachsene wiederfindet.
Fazit:
Ein typischer historischer Roman der sehr spannend geschrieben ist. Nur die vielen Kämpfe von Kreuzrittern, Söldnern und Landknechten, um die Herrschaft ihrer jeweiligen Herren und Land zu sichern ist etwas zu viel.























