Bücher mit dem Tag "pakistan"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pakistan" gekennzeichnet haben.

393 Bücher

  1. Cover des Buches Someone to Stay (ISBN: 9783736314528)
    Laura Kneidl

    Someone to Stay

     (329)
    Aktuelle Rezension von: lifefullofwords

    Es hat lange gedauert, bis ich zu Band Drei der Reihe gegriffen habe. Und ich weiß gar nicht warum, weil mir schon Band eins und zwei sehr gut gefallen haben! Someone New war sogar mein allererstes Buch im Genre New Adult! 


    Ich brauchte aber dementsprechend auch etwas, bis ich wieder mit der Gruppe der Reihe auf einer Welle war. Dann kam aber alles wieder hoch und ich habe mich gefreut, in die Geschichte von Aliza und Lucien einzutauchen - Charaktere, die ich schon in den Bänden zuvor super interessant und sympathisch fand! Mit dem Schreibstil kam ich wieder super zurecht und ich bin echt schnell durch die Geschichte geflogen, weil mir die Mischung aus ernsten Themen, Drama und Humor richtig gut gefallen hat. 


    Aliza ist ein authentischer Charakter und ich fand ihre Entwicklung in dem Buch richtig gut erkennbar und erlebbar. Wie sich die Beziehung zwischen ihr und Lucien aufgebaut hat, war für mich in einem richtig angenehmen Tempo. Eine schöne Slowburn-Geschichte, in der auch eine Menge Tiefe steckte. Für mich ein sehr schöner Abschluss der Reihe und ich freue mich schon sehr darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 


    4,5 von 5 Sternen

  2. Cover des Buches Einmal mit der Katze um die halbe Welt (ISBN: 9783833871238)
    Martin Klauka

    Einmal mit der Katze um die halbe Welt

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Wer mich kennt, weiß, dass ich an diesem Buch niemals vorüber gehen könnte. Schon allein die Schlagwörter Abenteuer, Motorrad und Katze waren für mich sehr überzeugend. 😍

    Mir hat das Buch recht gut gefallen, der Schreibstil war ähnlich dem eines Tagebuches. Die Erzählungen über den Alltag unterwegs und das Reisen mit Mogli haben mir super gut gefallen, aber mir haben die Ausführungen über Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten etwas gefehlt.

    Es ist jedoch ein tolles Buch, bei dem man einen guten Eindruck über die Reise durch die verschiedenen Länder und deren Einwohner bekommt. Ich würde mich über ein Buch der Rückreise sehr freuen!

  3. Cover des Buches Das Leuchten meiner Welt (ISBN: 9783453358966)
    Sophia Khan

    Das Leuchten meiner Welt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    „Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen findet, kommt sie dem Geheimnis ihrer Mutter näher.

     

    Dieses Buch lag länger auf dem SuB, da ich mal reingespitzt habe, mir der Schreibstil aber nicht sofort zugesagt hat. Das blieb auch leider ein bisschen so, da ich doch Probleme mit dem teils langen Schachtelsätzen über mehrere Zeilen hatte. Doch nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und konnte es flüssig lesen. Die Geschichte startet direkt ohne wirkliche Einführung, was ungewohnt aber doch gut war. Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, die zwischen James, dem Vater, und Irenie, der Tochter wechselt. Eingeleitet werden die Kapitel immer mit kurzen Auszügen aus den Briefen zwischen Yasmeen und Ahmed, was es zu etwas ganz Besonderem macht. Jedoch hatte ich lange Probleme mit Irenie warm zu werden und auch James war mir mit seinen Entscheidungen nicht immer sympathisch. Irenie vergöttert ihre Mutter, ohne das ich nachvollziehen kann, warum sie das tut.  Sie ist auch anders als andere Kinder und wirkt doch manches Mal ein wenig „komisch“.

     

    Alles in allem ist das Buch und die Geschichte anders als erwartet, jedoch hat es mich nach einem schwierigen Anfang doch noch packen können.

  4. Cover des Buches Agent 6 (ISBN: 9783442475032)
    Tom Rob Smith

    Agent 6

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sassl

    In diesem Abschluss der Trilogie um Leo Demidow begleiten wir ihn in 30 Jahren russischer, amerikanischer und afghanischer Geschichte der Geheimdienste und des Kommunismus. 

    Nach den ersten beiden Teilen Kind 44 und Kolyma hat mich Agent 6 leider enttäuscht. Der Politthriller hat wahnsinnig viele Längen, die sich um zu viel Politik der Geheimdienste drehen. 

    Der eigentliche Plot ist sehr interessant. Der schwarze amerikanische Sänger Jesse Austin ist großer Anhänger des Kommunismus. Doch nach vielen Jahren des Erfolgs wird er wird er von den Sowjets fallengelassen und von seinen eigenen Landsleuten verachtet. Nach einem Mordanschlag auf Jesse versucht Leo alles, um den wahren Täter zu finden.

    Die Geschichte beginnt jedoch bereits 15 Jahre vor dem Mord und erzählt wie Leo seine Frau Raisa kennengelernt hat. Anschließend vergehen 15 weitere Jahre, in denen wir Leo nach Afghanistan begleiten. Diese Ausflüge waren mir viel zu langatmig und lange Zeit wusste ich gar nicht, wo alles hinführen soll. Um den tatsächlichen Agenten 6 geht es schließlich auch nur auf den letzten 100 Seiten.

    Alles in allem kein schlechter Politthriller, aus dem Tom Rob Smith jedoch viel mehr hätte machen können nach den fabelhaften ersten beiden Teilen der Trilogie.

  5. Cover des Buches Ich bin Malala (ISBN: 9783426788271)
    Malala Yousafzai

    Ich bin Malala

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Elbe1092

    Zu recht ein Bestseller , 

    Es ist kein Geheimnis was in einem Land wie Pakistan und Afghanistan für schlimme Dinge geschehen und das weibliche Geschlecht immer mehr dafür verurteilt wird , das es in dieses Geschlecht hineingeboren wurde. Das so ziemlich alles was wir westlichen Menschen kennen und lieben, für diese Frauen so unerreichbar erscheint.

    Leider bewerte ich das Buch mit nur zwei Sternen, weil es mir teilweise sehr schwer fiel das Buch zu lesen, der ‚Roten Faden‘ zu folgen, der für mich persönlich eine der wichtigsten Dinge sind. Es gibt eine Handlung, in dem Fall die Geschichte , tragisch und dennoch teilweise mit viel Glück gesegnet , eines jungen Mädchens . Ich finde es gut das sie aus ihrer Sicht erzählt , dennoch finde ich viele Informationen, wie eben die Geschichte ihres Volkes aus dem Swat-Tal dennoch für Background-Wissen, was zwar schön ist zu erfahren, dennoch überflüssig. Es hat streng genommen nichts mit ihrem Kampf für ihre Ziele zu tun. Es wirkte auf mich so als müsse sie teilweise versuchen die Seiten irgendwie zu füllen . Zudem musste man oft von einer Zeit in die nächste ‚springen‘, was für mich wie gesagt den Roten Faden zum Verlust hatte.

    Fazit: 

    Dennoch eine wunderbare Geschichte , ein sehr mutiges Mädchen mit so wunderbaren Zielen, die für uns zwar ‚normal‘ sind, da wir in Ländern leben wo wir getrimmt werden einem Beruf nachzugehen der uns glücklich macht. Für diese junge Frau ist das ein Ziel , in einer unmöglichen Zeit der Besetzung eines Landes das tragischerweise nichts anderes kennt als Krieg , Gewalt und Unterdrückung. 

  6. Cover des Buches Die Geschichte der schweigenden Frauen (ISBN: 9783946503941)
    Bina Shah

    Die Geschichte der schweigenden Frauen

     (71)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Es herrscht ein autoritäres Regime in der Zukunft der asiatischen Mega-Metropole Green City. Das Leben der Bewohner wird bis ins Privateste kontrolliert. Weil es zu wenig Frauen gibt, müssen sie mehrere Männer haben, um möglichst viele Kinder zu gebären. Doch die Frauen der Panah, die im Untergrund leben, möchten sich diesem Zwang nicht beugen. Sie verbringen ihre Nächte mit hochgestellten Männern, nur um ihnen Nähe zu geben und gute Gespräche zu führen. Berührungen ohne Sex ist die Bedingung von Lin für ihre Frauen, die Zuflucht in der Panah fanden. Bis eines Morgens ihr Liebling Sabine ohnmächtig vor dem Haus eines Klienten zusammenbricht.
    Die pakistanische Schriftstellerin hat eine gute, poetische Geschichte geschrieben, die, wenngleich sie auf der Welle von "Report der Magd" mitschwimmt, gut umgesetzt ist.

  7. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist einfach wunderbar gestaltet, drückt aber in keiner Weise die Tragik dieser berührenden Geschichte aus. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben und  ich hatte gleich die Gesichter dazu, so wie es mir mit den weiteren Protagonisten auch gegangen ist.

    Es ist die Geschichte zweier Frauen, die versuchen zunächst alleine, später gemeinsam  ihr Schicksal  in die Hand zu nehmen.

    In einem sehr einfühlsamen und flüssigen Schreibstil hat der Autor hier eine authentische Geschichte geschrieben,Man konnte physisch und emotional  das Leid und die Gefühle der Frauen spüren, ihre Machtlosigkeit und Auswegslosigkeit.

    Man wird gleichzeitig durch die Geschichte des Landes der letzten 30-40 Jahre mitgerissen und erlebt das reale Leben, das keines Falls nur eine Geschichte ist. Leider ist dies nicht der Fall, es entspricht der Realität, die wir auch heute noch in vielen Ländern vorfinden.

    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn diese Geschichte rüttelt schonungslos auf, klärt auf und bringt den Lesern zu einer stillen Ohnmacht.

  8. Cover des Buches Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen (ISBN: 9783442455157)
    Siba Shakib

    Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    (4,5 Sterne)

    Meine Meinung
    Ich habe dieses Buch schon sehr viele Jahre ungelesen in meinen Regalen. Aufgrund der derzeitigen desaströsen Situation in Afghanistan, ausgelöst durch den schnellen Abzug der USA, Deutschland und anderen Staaten, hatte ich das Bedürfnis noch mehr über Afhanistan, die afghanischen Bevölkerung und vor allem die afghanischen Frauen zu erfahren! Denn gerade Letztere sind von der erneuten Übernahme des Landes durch die Taliban am meisten betroffen.

    In ihrem vor 20 Jahren erstveröffentlichten Buch „Nach Afghanistan kommt Gott nur zum Weinen“ hat die Autorin eine Biografie über eine afghanische Frau, Shirin-Gol, geschrieben, die in ihrer Kindheit bereits den Einmarsch der Russen in Afghanistan erlebt hat und bis zum Ende des Buches, irgendwann im Jahre 2001, nur Flucht, Hunger und Entbehrungen gekannt hat. Und doch hat sie und haben auch andere Menschen immer noch Hoffnung auf ein neues und besseres Leben in Zukunft.

    „An diesem Nachmittag wissen Shirin-Gol und Azadine noch nichts von dem, was wenig später in ihrer Heimat geschehen wird. Die Ärztinnen, die Landwirtin, die Biologin, die Lehrerinnen, die Ingenieurin, die Krankenschwestern, die Frauen, die lesen können, die Frauen, die nicht lesen können, die Frauen, die sich in Azadines Haus versammelt haben, wissen noch nicht, dass in weniger als einem Jahr die Amerikaner und Europäer ihnen im Kampf gegen die Taleban endlich zu Hilfe kommen werden. An diesem Nachmittag glauben die Frauen zum soundsovielten Mal voller Hoffnung, die ihnen niemand nehmen kann, an eine bessere Zukunft. An diesem Nachmittag wissen sie noch nichts von den vielen Freunden, die sie im fernen Amerika und Europa haben. Sie wissen noch nicht, dass Bekämpfung von Terrorismus nur mit Bomben und Raketen möglich ist.
    Die Frauen wissen an diesem Nachmittag noch nicht, dass bald wieder Bomben auf sie, auf Kabul, auf alle anderen Städte, auf ihr Land geworfen werden.
    An diesem Nachmittag wissen sie nicht, dass die Amerikaner zu ihrer Befreiung kommen werden.“ (Buch, S. 295)

    Es ist sehr bitter, aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen, 20 Jahre später, dass dieser letzte Satz aus obigem Zitat sich von einer Sekunde auf die andere in Luft aufgelöst hat! Am 16. August 2021 haben die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Sie sind in Kabul einmaschiert, nachdem die USA und auch Deutschland ihre Truppen wieder aus dem Land zurückziehen. Sie geben Afghanistan auf! Zwanzig Jahre lang konnte das Land sich langsam wandeln, nach vorne entwickeln. Frauenrechte wurden auf den Weg gebracht, Frauen konnten wieder in Ruhe studieren (40% der Studierenden sind Frauen gewesen), arbeiten, eine Schulbildung genießen, Künstlerinnen werden, lachen, tanzen und sich auch ohne Koopftuch auf die Straße trauen.

    Die derzeitigen Nachrichten sind niederschmetternd! Menschen fliehen vor der erneuten Herrschaft der Taliban! Die einen, weil sie nicht mehr in einem Land ohne Freiheit, Menschen- und Frauenrechte leben wollen, die anderen, weil sie mit den westlichen Mächten zusammengearbeitet haben und somit potentiell gefährdet sind. Die Taliban haben Namenslisten von diesen Menschen angefertigt, suchen sie, werden sie wahrscheinlich foltern und umbringen.

    Shrin-Gol ist 1979, als die Russen in Afghanistan einmarschieren und sie die ersten Raketen hört, ungefähr 5 Jahre alt. Heute ist Shirin-Gol, falls sie noch lebt, eine Frau von fast 50 Jahren, die wieder die Herrschaft der Taliban erleben muss und die sich vielleicht auch wieder auf eine Flucht begeben wird.

    Shirin-Gol hat einige Kriege erlebt und hat über 20 Jahre ihres Lebens in der Fremde und auf der Flucht gelebt.

    „Wo ist der Unerschied zwischen Heimat und Fremde?, fragen Nafass, Nabi, Navid, Nassim wieder und wieder, bekommen weder von Shirin-Gol noch von Morad eine Antwort. Die vielen Länder, Städte, Berge, Täler, Dörfer, in denen sie gelebt haben, die sie durchquert haben, die sie wieder verlassen mussten, der Sand, die Wüste, die Berge, das ist alles viel zu viel, viel zu groß für die kleinen Seelen der Kinder, die von Mal zu Mal zerbrechlicher, unsicherer, verängstigter werden. Was ist ein Land?, fragen sie. Was bedeutet Heimat? Wo ist mein Zuhause? Was ist eine Grenze? Wo ist sie?“ (Buch, S. 240)

    Die Autorin Siba Shakib zeigt überaus deutlich, was Shirin-Gols Kinder, alle afghanischen Kinder in all den Jahren durchmachen mussten. Sie wachsen ohne ein längerfristiges und richtiges Dach über dem Kopf auf, erleiden Hungerperioden, Verluste von Träumen und einer Zukunft.

    Shirin-Gol versucht zu überleben, sich und ihre Kinder durchzubringen. Sie ist mental stärker als ihr Mann Morad, der sich und sein Unglück versucht mit Opium zu betäuben. In einem Flüchtlingslager im Irak wird sie von Polizisten vergewaltigt und muss auch ihren Körper verkaufen, um an Geld zu kommen und trauert ihrer Vergangenheit nach, als sie als junges Mädchen unter der russischen Herrschaft verpflichtet wurde in die Schule zu gehen. Shirin-Gol ist eine der wenigen Frauen, die lesen und schreiben können. Sie wollte einmal Ärztin werden, doch dann verließen die Russen wieder Afghanistan und der Bürgerkrieg begann.

    Shirin-Gols Leben ist voller Verluste, die sie in ihrem jungen Leben ertragen musste. Ihre älteste Tochter verliert sie an einen jungen Taliban, in den diese sich verliebt hat. Gegen die Liebe gibt es keine Medizin, so stimmt sie nach langer Gegenwehr der Hochzeit zu. Ihren ältesten Sohn verliert sie im Iran, der nicht wieder mit seiner Familie zurück nach Afghanistan will, nachdem der Iran seine Gastfreundschaft zu den geflüchteten Afghanen beendete. Sie verlor ihren Mann Morad an das Opium, das ihn abhängig, schwach und krank gemacht hat. Sie verlor Brüder und Schwestern im Krieg der Mujahedin und doch verlor sie nie die Kraft, immer wieder von vorne anzufangen!

    Siba Shakib zeichnet über das Leben von Shirin-Gol die traurige Vergangenheit Afghanistans. Ein Land, das seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommen durfte und wohl auch sehr lange nicht zur Ruhe kommen wird.

    „Wir hatten einen König, der von seinem eigenen Schwager, der die Dinge besser machen wollte, abgesetzt wurde. Die Engländer wollten die Dinge in unserem Land besser machen. Die Russen sind gekommen und wollten uns wer weiß wovor retten. Die Amerikaner haben die Mujahedin mit Waffen beliefert und ausgebildet, wieder um wer weiß was zu ändern und damit alles besser wird. Die Mujahedin führen überall Krieg, für einen besseren Islam. Irgendwelche Kommandanten schießen auf andere Kommandanten, weil sie das Beste für uns wollen. In Kandahar, im Süden unserer Heimat, ist eine neue Bewegung aufgetaucht, die sich Taleban nennt und für einen bessseren Islam kämpft.“ (Buch, S. 162)

    Fazit
    Ein sehr aufschlussreiches und informatives Buch, das sehr ausführlich über die Menschen in Afghanistan berichtet und was sie alles erleben mussten. Die Biografie von Shirin-Gol schmerzt von Seite zu Seite mehr, denn diese Frau hat in ihren noch nicht einmal 30 Jahren mehr erlitten und Schlimmes erlebt, dass es in mehr als zig traurige Leben passen könnte.
    Dies ist leider gerade heute wieder ein sehr lesenswertes Buch, auch wenn ich mit dem Schreibstil nicht ganz so zufrieden war.

  9. Cover des Buches Im Meer schwimmen Krokodile (ISBN: 9783328106654)
    Fabio Geda

    Im Meer schwimmen Krokodile

     (122)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Man lernt sehr schnell Enaiat zu lieben, diesen mutigen Jungen, der plötzlich erwachsen sein muss, der von seiner Mutter verlassen wird, damit er ein besseres Leben führen kann und doch nur in einem deutlich schwierigen landet. Er tut alles, um sich den Traum von einem schönen Leben zu verwirklichen, er geht durch die Hölle, er arbeitet bis zur Besinnungslosigkeit, er wird verprügelt, er muss kämpfen und am Schluss weiß ich nicht, ob es ihm gelungen ist.

    Alle anderen Figuren sind nur Randfiguren, die kurz angeschnitten und wieder aus der Handlung geworfen werden.

    Seine Reise nach Europa ist schrecklich. Vor allem die Erzählung im Lastwagen glich einem Höllentrip, den ich selbst niemals unbeschadet überlebt hätte. Gleichzeitig wird vor Augen geführt, warum es ausschließlich junge Männer sind, die so eine Strapaze auf sich nehmen: Eine Frau hätte man missbraucht, ausgenutzt, wahrscheinlich sogar wie Müll entsorgt.

    Die Spannung ist da, die guten und bösen Menschen genauso, und auch wenn der Erzählstil einfach ist, fand ich es für eine Jugendgeschichte gutgelungen. Es ist ein Buch, das ich Teenagern wärmstens empfehlen kann.

  10. Cover des Buches Heiß (ISBN: 9783455404265)
    Gerd Schilddorfer

    Heiß

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Heiß" ist der zweite Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Den alten Haudegen und Piloten zieht es zurück zu seinen Wurzeln nach Nordafrika. In der neu erbauten Bibliothek in Alexandria wird die Leiterin der Manuskriptensammlung bei einem Raubüberfall schwer verletzt und ein geheimnisvolles Manuskript ist plötzlich verschwunden. Für Finch etwas persönliches, denn die Frau hat er als kleines Mädchen schon einmal gerettet. Gleichzeitig geschieht in Berlin ein brutaler Mord an einem Wachmann und in Pakistan muss ein Polizist bei Ermittlungen an einem Mord um sein Leben fürchten. Es scheint dass Geheimdienste seinen Tod wünschen. Und so setzt der englische Geheimdienst auf die Fähigkeiten von Finch den Mann aus Pakistan zu retten und auszufliegen. Aber damit beginnt eine Hetzjagd über den Globus für John Finch und seinen Auftraggeber Major Llewellyn. Es scheint dass der Feind in den eigenen Reihen zu suchen ist. Gerd Schilddorfer lässt den Leser wieder in mehrere verschiedene Handlungsstränge in der Gegenwart und der Vergangenheit eintauchen. Dabei bleibt es wieder sehr lange vollkommen undurchsichtig, wie diese zusammenhängen. Doch in jedem Strang für sich überschlagen sich die Ereignisse, man grübelt wie alles miteinander verbunden ist und findet es doch nicht heraus. Dabei ist Spannung stets garantiert und erst nach gut zwei Drittel erkennt man Zusammenhänge. Genau dies fasziniert mich beim Lesen, diese langsame Hinführen an die Auflösung. Die Geschichte ist komplex, die Kapitel kurz gehalten. Und so springt man immer wieder zwischen Handlungsorten und Geschehen wie es auch schon im Vorgängerband war. Auch hält die Geschichte immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hat. John Finch, diese Mischung aus Indiana Jones und Top Gun Pilot Maverick gepaart mit Geheimdienstaktivitäten lässt auch diesen zweiten Band wieder zu einem spannenden Pageturner werden. Absolutes Lesevergnügen für jeden dem wie mir solch eine Kombination gefällt.

  11. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  12. Cover des Buches Mrs. Alis unpassende Leidenschaft (ISBN: 9783426507087)
    Helen Simonson

    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft ist eine heitere, ungewöhnliche und sehr britische Geschichte über ein Liebespaar, dass äußerlich nicht unterschiedlicher sein könnte. Darin wird mehr Tee getrunken als in jedem schwedischen Krimi Kaffee und auch den Leserinnen und Leser sei die Lektüre mit einer Tasse englischem Tee empfohlen.

    Major a. D. Ernest Pettigrew ist 68 Jahre alt, verwitwet nach glücklicher Ehe, hat einen herzlosen Banker als Sohn, mit dem ihn nichts verbindet, und ist ein britischer Gentleman der alten Schule mit perfekten Umgangsformen. Er lebt zurückgezogen in einem hübschen Haus, hat nichts als seinen Golfclub und die Entenjagd und ist sehr, sehr einsam.

    Jasmina Ali, eine 58-jährige Witwe pakistanischer Herkunft mit einer schwierigen Familie ist glückliche Besitzerin eines Dorfladens und entstammt einer völlig anderen Welt als Pettigrew. Die Annäherung zwischen den beiden wird deshalb von den Familien und der Dorfgemeinschaft misstrauisch verfolgt und als völlig unpassend empfunden. Dabei finden die beiden einsamen Literaturliebhaber allmählich von der Freundschaft zur Liebe...

    Ein leises Buch über ein schleichendes Verlieben zweier scheinbar ungleicher Herzen mit viel britischem Humor, aber völlig ohne Kitsch, dessen englischer Titel Major Pettigrews Last Stand (= Major Pettigrews letztes Gefecht) viel besser passt, da nicht Mrs. Ali sondern der Major im Mittelpunkt der Geschichte steht.
  13. Cover des Buches Plötzlich Pakistan (ISBN: 9783423260770)
    Hasnain Kazim

    Plötzlich Pakistan

     (12)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Wie lebt man in einem Land, von dem die Welt glaubt, sein Name stehe für die Bedrohung des Weltfriedens? Wie schützt man sich, wie richtet man sich ein, welche Vorkehrungen trifft man?‘

    Hasnain Kazims Vater hatte Karatschi in den 1960ern verlassen, seine Mutter in den 1970ern. In seiner Kindheit verbringt Kazim alle paar Jahre die Sommerferien bei Verwandten in Pakistan, was er stets eher bedrückend fand. Auf keinen Fall wollte er in Pakistan leben, doch wie das Schicksal so spielt, verschlägt es den Korrespondenten für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE und seine Frau 2009 nach Islamabad, wo sie schließlich vier Jahre lang bleiben.

    In ‚Plötzlich Pakistan‘ erzählt Kazim von Islamabad und Rawalpindi, Handwerkern und Hausangestellten, Taliban und Selbstmordattentätern, Himalaya und Kaschmir, Geschichte und Politik, Militär und Korruption, Monsun und Überflutung, Ramadan und Sufismus, Blasphemie und Todesstrafe, Malala und Bildung, Angst und Alltagsleben, Scharia und Paschtunwali, Osama Bin Laden und Al-Qaida, Hochzeit und Schwangerschaft, Homosexualität und Prostitution, Säureattentaten und Ehrenmorden, Indien und USA, Atomwaffen und Stromausfällen, Alkohol und Drogen, Elite und Sklaverei.

    Kazim beschreibt auf detaillierte Weise sein Leben in Pakistan, spricht dabei vor allem die Probleme des Landes an, erwähnt jedoch auch die Schönheit des Landes und die Gastfreundschaft der Menschen. Er geht bei seinen Schilderungen vor allem auf den Islamismus und Terrorismus, aber auch auf die extreme Schere zwischen Arm und Reich sowie auf den Clash der Religionen und Traditionen ein.

    Alles in allem zeichnet Kazim ein recht düsteres Bild des Landes und beschönigt nichts, wobei ich seine Ausführungen stets authentisch fand. Hier lernt man mehr über ein Pakistan, das man bereits aus den Nachrichten und durch andere Publikationen kennt, und man möchte dieses Land auch (oder vor allem) nach der Lektüre nicht bereisen, hat aber das Gefühl, mehr und besser zu verstehen, welche Probleme Pakistan warum hat.

    Sehr gelungen fand ich die Einblicke ins Alltagsleben in Pakistan und die vielen Informationen zu Politik, Geschichte, Mentalität, Traditionen und Kultur.

  14. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492405928)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Frechdachs

    Um meinem "akuten" Fernweh etwas nachzugeben und zu stillen kaufte ich mir das Buch  The Travel Episodes: Geschichten von Fernweh und Freiheit .

    Es gliedert sich in die folgenden drei Abschnitte

    - Abwegige Landpartien
    - Gewagte Unterfangen
    - Innere Stimmen

    und hält insgesamt 30 kurzweilig zu lesende Episoden (10 Episoden je oben genanntem Abschnitt) unterschiedlicher Autoren/Reisender bereit.

    Die Geschichten selbst entführen in viele Herren Länder - angefangen vom Somaliland über Pakistan, Lettland, Burma, Bangladesch, Tonga, Iran, Ecuador, Südafrika bis hin nach Panama um nur einige Länder hier in der Rezension zu erwähnen.

    Jede einzelne Geschichte verdient es, gelesen zu werden. Das ein oder andere schmunzeln beim Lesen war hier bei mir Programm und ist bestimmt auch bei Ihnen garantiert. Das Buch gibt die Gelegenheit in die Reisewelten der Autoren ein- und abzutauchen und so wähnt man sich am höchsten Grenzübergang der Welt, in einem Sturm auf hoher See in Wellen von zehn bis vierzehn Metern Höhe, mit Liebeskummer auf den Philippinen, mit dem Unimog auf einem zwei Jahre langen Roadtrip, auf "Tigerpirsch" in Bangladesch, mit einem Katamaran im Auge des Sturms, in Oberbayern (wirklich wahr!) beim Forstdreikampf oder couchsurfend im Iran um nur einige Geschichten kurz anzureißen.

    Die einzelnen Berichte geben mehr und auch mal weniger ausführlich die individuell erlebten Eindrücke der Reisenden im jeweiligen - mitunter exotischen - Land wieder. Was mir besonders gut gefallen hat, dass sich die Reisenden nicht vornehmlich auf den ausgetrampelten Touristenpfaden bewegen und so eine gewisse Spannung und Lebendigkeit für den Leser ins Geschehen kommt.

    Besonders gut hat mir der abschließende Artikel von Florian Blümm gefallen. Dort schildert er seine persönlichen Erkenntnisse aus insgesamt vier Jahren Reise.

    Am Ende des Buches werden die unterschiedlichen Autoren im kurzen Abriss vorgestellt.

    Das Buch kommt im handlichen Taschenbuchformat und umfasst 352 Seiten (inkl. einigen farbigen und s/w-Fotos).

    Das Buch ist für abenteurerlustige bzw. -hungrige Zeitgenossen zu empfehlen. Das Buch darf nicht mit klassischer Reiseliteratur wie beispielsweise den üblichen Reiseführern verwechselt werden, da hier wirklich die persönlichen Eindrücke auf sehr individuellen Reisen beschrieben werden.

  15. Cover des Buches Mona (ISBN: 9783442483440)
    Dan T. Sehlberg

    Mona

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Noxia_Lupus

    Der Thriller "M.O.N.A." von Dan T. Sehlberg ist 2016 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen. Im Großen und Ganzen besteht M.O.N.A. aus zwei miteinander verbundenen Handlungssträngen. Auf der einen Seite gibt es den ehemaligen MIT Professor Samir Mustaf, der aus Rache einen hoch aggressiven Computervirus entwickelt und auf der anderen Seite ist der schwedische Erfinder Eric Söderqvist, der ein revolutionäres Programm geschrieben hat, welches ermöglicht Mensch und Maschine zu verbinden. Kurz nachdem das Computervirus verbreitet wurde, fällt Erics Frau Hanna Söderqvist in ein mysteriöses Koma. Hängt es damit zusammen, dass sie das Programm ihres Mannes nach der Verbreitung des Virus' ausprobierte? Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Beide Handlungsstränge sind sowohl für sich genommen als auch zusammen gesehen hoch interessant mit faszinierenden und realistisch handelnden Charakteren. Ich habe das Buch schnell und begeistert gelesen. Einzig und allein das Ende war nicht wirklich zufriedenstellend, doch zum Glück gibt es einen zweiten Band auf den ich sehr gespannt bin.

  16. Cover des Buches Denn sie betrügt man nicht (ISBN: 9783442481842)
    Elizabeth George

    Denn sie betrügt man nicht

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Jay

    In dem Buch "Denn sie betrügt man nicht" geht Barbara Havers alleine auf Ermittlungstour. Linley ist auf Hochzeitsreise und Barbara soll sich eigentlich ebenfalls ein paar Tage frei nehmen. Gut, frei nimmt sie sich zwar, aber deshalb muss man ja noch lange nicht an Urlaub denken. Als sie mitbekommt, dass ihr pakistanisch-stämmiger Nachbar scheinbar den Vermittler in einem Mordfall zwischen der Polizei und seinem etwas entfernt lebenden Familienzweig spielen will, glaubt sie er sei der Sache nicht gewachsen und beschließt ihn auf Seiten der Polizei zu unterstützen. Wie praktisch, dass sie die leitende Ermittlerin des Falles kennt und diese ihr sogar vorschlägt Barbara mit einzubeziehen.

     

    Im Laufe der Ermittlungen wird Barbara immer wieder mit Fremdenhass und engstirnigen Menschen konfrontiert, doch sie bleibt ihrer Linie treu und kann maßgeblich zur Aufklärung des Falls beitragen.

     

    Wieder ein durchaus gelungener Krimi, diesmal zwar ganz ohne die Beteiligung von Inspector Linley, dafür lernt man Barbara wesentlich besser kennen und entdeckt vielleicht Potential für zukünftige, persönliche Entwicklungen in ihrem Leben.

  17. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783596522682)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.992)
    Aktuelle Rezension von: Simo_Na

    Eine schöne Geschichte über Freundschaft und Vergebung,
    Ich habe versucht Amir zu verstehen, leider auch nach der irgendwie gezwungenen Rückkehr ist er mir nicht sympathisch gewesen, im Gegenteil zu Hassan, der zeigt was wahre Freundschaft bedeutet, gibt alles ohne nichts zu erwarten...ich weine wieder.

     Lesen, es lohnt sich wirklich

  18. Cover des Buches Die Wahrheit der anderen (ISBN: 9783218012072)
    Daniel Zipfel

    Die Wahrheit der anderen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Nachdem ein pakistanischer Flüchtling bei einem Polizeieinsatz stirbt, eskaliert die Lage rund um die Wiener Votivkirche. Demonstrationen und die Zuflucht in der Kirche sind die Folge. Doch der Roman zeigt auch das Bild der Medienwelt, ein Bild voller Manipulation und Sensationsgier.

     

    Als der Journalist Uwe Tinnermann ein Foto schießt, auf dem die junge Pakistanerin Veena von einem Polizisten geschlagen am Boden liegt und hilfesuchend den Blick hebt, wird etwas in Gang gesetzt, was sehr gut aufzeigt, wie weit es her ist mit der Interpretation von Bildern. Was wollen wir sehen? Was wird uns geboten? Worauf wird gezeigt und was beiseitegelassen? Veena wurde natürlich nicht geschlagen, sie war hingefallen und der Polizist wollte ihr helfen…

     

    Doch der Journalist lässt nicht locker, wittert seine Chance auf den ganz großen Coup und erzählt von einer Wahrheit, die es in der Form einfach nicht gibt.

     

    Tinnermann nimmt Veena als Symbolfigur und versucht sein Konstrukt an Fakten rund um sie aufzubauen. Dass dies schiefgehen muss, erkennt man als Leser relativ bald, doch Veena hört nicht mehr auf ihre Anwältin Birgit Toth, die dem Gericht beweisen soll, dass Veena keinesfalls abgeschoben werden darf. Doch die Wahrheiten vermischen sich in einem bald undurchschaubaren Gewirr.

     

    Der Autor Daniel Zipfel schafft es mit diesem Roman die Macht der Medien aufzuzeigen. Wie viele Graustufen der Wahrheit gibt es? Wie weit kann diese gedehnt werden, damit die Menschen sie noch annehmen?

     

    Der Roman wirft schon einige Fragen auf und hallt auch lange nach, denn dieses Thema begleitet uns laufend. Gerne vergebe ich hier 5 Sterne

     

  19. Cover des Buches Und morgen seid ihr tot (ISBN: 9783832163044)
    David Och

    Und morgen seid ihr tot

     (22)
    Aktuelle Rezension von: gedankenchaotiin
    Vornewege muss man gleich erwähnen, dass es sich bei diesem Buch um eine Art Sachbuch handelt, um eine wahre Begebenheit. Die beiden Autoren erzählen ihre eigene Geschichte, sprechen über ihre eigenen Erfahrungen.
    Vielleicht mag der eine oder andere, gerade anhand der damalig erfolgten Medienberichterstattungen denken, dass die beiden äußerst leichtsinnig gehandelt haben, indem sie sich in das Land gewagt haben, in welchem die Taliban "regieren", aber ich glaube, dass die ganze Reise geplant und wohl durchdacht war, was man eigentlich auch deutlich an den Tagen und Wochen vor der Entführung merkt.

    Während der Reise hat Daniela in einem Tagebuch alles aufgeschrieben, was bleibende Eindrücke bei ihr und auch bei David hinterlassen hat und genau das hat sie auch während der Entführung, während der Wochen in Gefangenschaft nicht aufgegeben.
    Alleine vermutlich schon aus dem Grund, nicht völlig verrückt zu werden, einfach um eine Art Ventil zu haben, wo sie alles loslassen kann, was sie bedrückt, wenn sie gerade nicht mit ihrem Partner darüber reden konnte.
    In diesem Buch hat sie auch einige Zeichnungen beigefügt, welche sich auch im Buch selbst wiederfinden, was ich persönlich toll fand, um mir quasi selbst ein Bild davon machen zu können.

    Obwohl die Situation schier ausweglos erschien, hat das Paar oft genug versucht, das Positive in der Zukunft herauszufiltern, sich selbst etwas aufzumuntern und sei es nur dadurch gewesen, in dem sie den Entführern Spitznamen gegeben haben.
    Gerade diese - nennen wir sie Eigenart - hat mich oftmals zum Schmunzeln gebracht, obwohl ich es eigentlich gar nicht richtig wollte.

    Durch die Erzählungen Danielas hat man als Leser auch einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie gut wir es hier in Deutschland eigentlich haben. In den Teilen Pakistans, in welche Daniela und David verschleppt wurden, gelten oft katastrophale Zustände: Kein Strom, keine Bildungsmassnahmen, dazu der ganze Gefechtslärm, welcher fast täglich zu hören ist, hygienische Missstände, wie wir sie uns hier vermutlich kaum vorstellen können.

    Während des Lesen hat man als Leser auch zusätzlich deutlich gespürt, dass Daniela und David durch diese Entführung noch weiter zusammenwachsen, als das sie das vorher schon waren.
    Tagelanger Schlafmangel, Ungewissheit und die bereits oben erwähnten Punkte, dazu Durchfall und Flohbefall zerren an den Kräften der beiden Schweizer, welche jedoch mit der Planung ihrer Flucht über sich hinauswachsen, nochmal alle ihre Kräfte mobilisieren, um wieder nach Hause zu gelangen.

    "Und morgen seid ihr tot", war ein Buch, welches mich sehr.. nachdenklich hinterlassen hat. Einerseits war es ein guter - nennen wir es Einblick - in dessen, was wir hier vermutlich gar nicht so mitkriegen, aber auf der anderen Seite hat es auch noch einige Fragen offen gelassen.
    Wie ist es dem Paar nach ihrer Flucht ergangen? Sind sie noch ein Paar? Beeinträchtigen Sie die gesammelten Eindrücke noch immer, dass es schwer fällt, jemals wieder ein normales Leben zu führen?
    Sind überhaupt jemals Lösegelder geflossen oder gab es nie eine Lösegeldforderung in Richtung Schweiz?
    Trotz dieser offenen Fragen möchte ich das Buch jedem ans Herz legen, der Danielas und Davids Leidensweg verfolgen möchte, jedem, dem bewusst ist oder bewusst werden kann, dass solch eine Entführung in einem völlig fremden kann, jeden treffen kann - gerade in der heutigen Zeit.
  20. Cover des Buches Der Buchhändler aus Kabul (ISBN: 9783548604305)
    Asne Seierstad

    Der Buchhändler aus Kabul

     (46)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Dieses Buch zu beschreiben ist nicht einfach. Die Geschichte des Buchhändlers wurde von der Journalistin Åsne Seierstad aufgrund eigener Erlebnisse aufgeschrieben. Fünf Monate hat sie bei dem Sultan Khan und seiner Familie, seinen Frauen und seinen Kindern verbracht. Ihre Erlebnisse hat sie in einem lesenswerten Buch festgehalten.

     

    Mit großem Einfühlungsvermögen und schonungsloser Klarheit schildert sie den Alltag einer afghanischen Familie, die Wirren des Krieges, das Leben unter der Herrschaft der verschiedenen Regimes, die Härte der Taliban und der eigenen Landsleute erlebt.

    Das Gesetz ist das Familienoberhaupt und alle haben sich seinen Anweisungen zu fügen, so antiquiert sie auch sein mögen. Einerseits ist Sultan ein belesener Mann, andererseits ein diktatorischer Herrscher im eigenen Haus. Menschenrechte, Frauenrechte, Selbstständigkeit, Freiheit – Fehlanzeige.

    Die Frauen haben keinerlei Rechte, nicht einmal das Recht auf eine Intimsphäre. Der Wert der Frauen misst sich an ihrer Arbeitskraft, an ihrer Jungfräulichkeit und später an der Anzahl der Kinder, bevorzugt der männlichen Nachkommen. Sie beten zu Allah und hoffen auf seinen Beistand, damit das nächste Kind ein Junge sein möge, nicht noch eine Tochter.

     

    Schon im Kindesalter ist die Aufgabe der Mädchen zu putzen, die Wünsche der Männer zu erfüllen, sei es der älteren Verwandten oder der jüngeren Brüder. Eine 7jährige geht bei uns selbstverständlich zur Schule, sie muss weder um 4 Uhr aufstehen um sauber zu machen oder zu kochen, noch die Kleidung der männlichen Familienmitglieder waschen und bereitlegen.

     

    Sehr früh werden die Kinder verheiratet, ohne jegliches Mitspracherecht; entscheidend ist allein der Stand des Bräutigams und seine Gebote für das Mädchen. 14-jährige die sich schlechte ‚vermitteln‘ lassen müssen sich dann mit einem dreimal so alten Mann und den bereits vorhandenen Kindern abfinden, für die sie nun zu sorgen hat.

     

    Der Autorin ist ein sehr facettenreiches Bild gelungen von einem Land, dessen Moralvorstellungen bei mir zu Irritationen geführt hat. Immer wieder habe ich mich gefragt: wie ist das möglich ?

     

    Die Unterschiede zwischen Afghanistan und Deutschland könnten krasser nicht sein. Wird in dem einen Land in Bildung investiert besteht die Hauptaufgabe im anderen Land in Unterdrückung. Den Frauen wird von klein auf keinerlei Wertschätzung entgegengebracht, sie sind Arbeitskraft und Geburtseinrichtung und versteckt vor den Blicken der Männer. Was macht es mit einer Frau die die Welt nur durch ein Fadengitter wahrnimmt, den Blick begrenzt, die Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt ? Vielleicht ist unser Blick auf Burkatragende Frauen auch einseitig, denn sie scheint nicht nur eine Last, sondern bietet auch Schutz und manche Frau scheint völlig überfordert, wenn sie diesen Schutz ablegen soll.

     

    Die Wertvorstellungen und das Rechtsverständnis könnte zwischen dem einen und dem anderen Land nicht unterschiedlicher sein. Ich habe das Buch immer wieder weglegen müssen, um das Gelesene zu sacken zu lassen, so unglaublich ist die Schilderung.

     

    Insgesamt gab das Buch einen tiefen Einblick, der manchmal verwirrend und manchmal abstoßend war, der aber auch deutlich machte, dass eine Veränderung nur durch Bildung möglich macht. Die Integration der Menschen die Afghanistan verlassen um in Europa eine neue Heimat zu finden kann nur durch Bildung, Aufklärung und Vermittlung der hiesigen Werte gelingen.

     

    Männer sollten lernen, dass Frauen nicht ihre billige Arbeitskraft ist, dass sie nicht für sie zur Verfügung stehen, wann immer es ihnen passt, sie lassen jeden Respekt vermissen und verhalten sich so unglaublich, dass es schmerzt.

     

    Und die Frauen müssen ermutigt werden in ihrem Selbst-Bewusstsein, ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Recht auf Respekt.

     

    Das Buch wurde (zu Recht) mehrfach ausgezeichnet und es ist gut, dass sich die Autorin nicht hat einschüchtern lassen und die Veröffentlichung trotz 13 Jahre andauernder Prozesse gelungen ist. Der wahre Buchhändler fühlte sich in seiner Ehre verletzt, wobei es wohl eher um die schonungslose Ehrlichkeit ging, die er der Autorin anlastete.

     

    Der Buchhändler aus Kabul war aufschlussreich und bot einen Einblick in afghanische Lebensweise und Traditionen, soweit dies durch ein Nichtfamilienmitglied überhaupt möglich ist.

  21. Cover des Buches So wirst du stinkreich im boomenden Asien (ISBN: 9783832163037)
    Mohsin Hamid

    So wirst du stinkreich im boomenden Asien

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Syakka

    Die Lebensgeschichte eines Jungen in Indien, der sich von ganz unten hocharbeitet - immer seine alte Liebe im Blick. Beide lassen sich nicht aufeinander ein, weil ihr Weiterkommen wichtiger für sie ist.
    Der Erzählstil ist fast telegrammartig, sehr effizient - dennoch sehr stimmungsvoll, es entstehen schöne und vor allem echte Bilder, man bekommt ein gutes Gefühl für Land, Leute, den Umgang miteinander, wie "die Dinge so laufen".
    Mir hat das Buch gut gefallen, es ist leichtgewichtig, klingt aber dennoch nach und hat Tiefgang.
    Klare Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783257244229)
    Leon de Winter

    Geronimo

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Fantasia08
    Ich fand die Ideologie von BinLaden-Tot schon immer fantastisch. Daher hat mich der Inhalt von de Winter's Buch mich sofort in Beschlag genommen.

    Zur Sprache kommen diverse Personen:

    - Usama bin Laden
    -Tom (Ex-Soldat)
    - Jabbar (christlicher, afghanischer) Junge

    Ich fand diese Charaktere haben massgeblich zur Spannung des Buches beigetragen. Sie sind so unterschiedlich, haben verschiedenen Ziele welche sie erreichen möchten und haben verschiedenen Hintergründe.

    Im Grundsatz dreht es ich in Geronimo um den vorgetäuschten Tod von Bin Laden. Denn die Soldaten, welche UBL töten sollten, entführten ihn und töteten ein Double. Doch sie verlieren im verlauf des Romans die Kontrolle....

    Ein gelungener Roman über eine Verschwöhrungstheorie!
  23. Cover des Buches Am Abgrund der Menschlichkeit (ISBN: 9783863343088)
    Gerhard Trabert

    Am Abgrund der Menschlichkeit

     (10)
    Aktuelle Rezension von: ZILLANJA

    Ein Buch, was vor dem Hinblick der aktuellen Lage dringlicher denn je erscheint. Der Autor schildert in den verschiedenen Kapiteln Schicksale von Flüchtlingen, dabei wandelt sich der Erzählstil von nüchtern zu immer emotionaler je weiter man liest. Ein Buch, was aufrütteln soll, an die Menschlichkeit appelliert.

  24. Cover des Buches Die Geschichte von Malala (ISBN: 9783423716048)
    Viviana Mazza

    Die Geschichte von Malala

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Booksdream

     Meine Meinung 

    Ich habe schon einmal ein Buch über Malala gelesen – „Malala – Meine Geschichte“ (Malala Yousafzai mit Patricia McCormick) – und fand es wirklich gut. Auch dieses Mal konnte mich Malalas Geschichte und ihr Mut wieder für sich gewinnen. 

    Um Mut geht es dabei deshalb, weil es nicht leicht ist, für die eigenen Rechte einzutreten, wenn andere – die größer, stärker, mächtiger sind als man selbst – vehement dagegen sind. Malala hat ihre Stimme erhoben, um für das zu kämpfen, woran sie glaubte, nicht für sich selbst, sondern auch im Namen anderer Mädchen, und sie hat dafür alles riskiert, sogar ihr eigenes Leben.<<

    – aus dem Vorwort („Die Geschichte von Malala“) von Viviana Mazza

    Es ist ein sehr berührendes Buch, das auch zeigt, wie zerbrechlich und einzigartig das Leben ist und wie schnell es enden kann.

    Die Autorin Viviana Mazza hat einen leichten, lockeren Schreibstil. So liest sich die Geschichte unbeschwert dahin. Und noch ein zwei Tagen dachte ich mir nur: „Oh man, schon zu Ende?!“

    Dank des flüssigen Schreibstils und der guten Portion an Spannung konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ich kann es Erwachsenen, aber auch Kindern/ Jugendlichen empfehlen, weil es wirklich sehr verständlich geschrieben ist. 

    Die Mischung aus Reportage und Roman hat mich überzeugt. Am Anfang war ich skeptisch. Kann das wirklich gut gehen? Oder wird es nur ein wilder Misch-Masch, aus dem man nichts schließen kann? Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieser Mix gefallen wird. 

    Man kann sich auch in die Nebenfiguren hineinversetzen und der Fokus liegt nicht nur auf Malala, sondern auch auf ihre Umgebung und ihre Mitmenschen. Das macht die ganze Sache noch interessanter.

    Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern…<<

    – Malala Yousafzai in ihrer Rede vor den Vereinigten Nationen

    Es ist einfach eine herzergreifende Geschichte, die wirklich jeden trifft. Nachdem man sie gelesen hat, wird man viele Lebenssituationen aus einer anderen Perspektive betrachten und anfangen, sich auch über die kleinen Glücksmomente am Tag zu freuen. Eine ganz besondere Message, die dieses Buch mit sich bringt. Es ist die Biographie eines Mädchens, welches nie aufgegeben hat, für seine Rechte zu kämpfen, welches nie den Mut verloren und ihr Ziel immer vor Augen behalten hat. Ich glaube, jeder könnte sich eine Scheibe von Malalas Ehrgeiz abschneiden. Sie ist sehr tapfer.

    Fazit:

    Positiv überrascht hat mir der wirklich gelungene Mix aus Reportage und Roman. Großes Lob an die Autorin! Sie macht die Geschichte rund um Malala spannend, aber auch sehr berührend. Ein paar Mal musste ich Tränen unterdrücken. Es trifft einen beim Lesen einfach plötzlich ins Herz und man möchte gleich einen Brief an Viviana schreiben, um ihr zu sagen, wie schön sie die Geschichte des tapferen Mädchens auf Papier gebracht hat. Definitiv eine Leseempfehlung für alle, die sich von Malala inspirieren lassen wollen. 

    Ich gebe dem Buch ♡♡♡♡♡ von 5 Lese-Herzchen.

    Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat und wünsche euch einen sonnigen Sonntag (obwohl das Wetter leider überhaupt nicht sonnig bei uns ist). ☼⚘

    Liebe Grüße

    eure Julia♥

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