Bücher mit dem Tag "palästinenser"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "palästinenser" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Während die Welt schlief (ISBN: 9783453356627)
    Susan Abulhawa

    Während die Welt schlief

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Nil00

    Der Roman behandelt ein sehr wichtiges Thema, welches in der westlichen Welt totgeschwiegen wird. Während dem Lesen fühlt man sich so, als wäre man mittendrin dabei.

  2. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  3. Cover des Buches Als die Sonne im Meer verschwand (ISBN: 9783453359147)
    Susan Abulhawa

    Als die Sonne im Meer verschwand

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Anfangs tat ich mich schwer, die Schreibart der Autorin zu verstehen. Jedem Kapitel ist eine seltsame Zusammenfassung vorangestellt, die man nur mit viel Fantasie deuten kann. Schwierig fand ich auch, mich bei all den Namen und Bezeichnungen (für Tante, Oma, Mutter des …) zurechtzufinden, obwohl es am Schluss ein Glossar gibt und zu meiner Freude auch einen Familienstammbaum.

    Es geht um das eigentlich unbeschreibliche Leid, das die Palästinenser seit 1947 ertragen müssen. Über die grausame und unmenschliche Brutalität der israelischen Soldaten geht die Erzählerin locker hinweg. Das verstehe ich gut, denn derartiges Leid kann man nur sachlich kurz formulieren. Gefühle hält der Verfasser diesbezüglich nicht aus und würde auch den Leser überfordern.

    Erzählt wird die tragische Geschichte einer Großfamilie, die aus Palästina vertrieben (sehr gelinde ausgedrückt) wird und in Gaza „lebt“. Ich bewundere diese Menschen sehr, die ihr Schicksal, für das sich weltweit kaum jemand zu interessieren scheint, nicht nur ertragen, sondern ihre positive Einstellung zur Familie und zum Leben erhalten und bewusst pflegen. Neben der Lebensfreude kommt auch die Liebe nicht zu kurz.

    Ich bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben und werde demnächst einen weiteren Titel dieser Autorin lesen.

  4. Cover des Buches Apeirogon (ISBN: 9783499271878)
    Colum McCann

    Apeirogon

     (38)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Die 10 jährige Abir wird von einem jungen israelischen Soldaten erschossen als sie sich eine Zuckerkette kaufte. 'Die teuerste Süssigkeit der Welt' wie sich der palästinensische Vater Bassam später ausdrückte.


    10 Jahre zuvor, 1997, kommt die 13 jährige Smadar bei einem Selbstmordattentat ums Leben.

    Rami ihr jüdischer Vater und Bassam, werden Freunde, trauern um ihre Kinder, wollen aber keine Vergeltung sondern sind Mitglieder von 'Combact for Peace' und 'Parents Circle' und fordern Versöhnung zwischen den verfeindeten Bevölkerungsgruppen.


    Allerdings sind sie bei Vorträgen, auf Podien nicht überall gern gesehen, eher gelten sie als Nestbeschmutzer.

    Den gegenseitigen Hass bringt man nicht so schnell aus den Köpfen.


    Während in diesem Nahostkonflikt Strassensperren, Jeckpoints, Gewalt und Hass, Ungerechtigkeit regiert, ziehen hoch oben über den Köpfen der Menschen jährlich Millionen von Zugvögeln über das Land..


    Lesenswert.

  5. Cover des Buches Der Auftraggeber (ISBN: 9783492238878)
    Daniel Silva

    Der Auftraggeber

     (56)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Gabriel Allon ist ein erfahrener Mossad Spion und Agent.

     

    Nachdem sich PLO Agent bei ihm persönlich rächt und mit einer Bombe seinen Sohn tötet und seine Frau schwer verletzt, steigt er aus.

     

    Er konzentriert sich jetzt voll und ganz auf seine wahre Leidenschaft. Er restauriert alte Meisterwerke. Sein Ruf in der Szene ist hervorragend und er kann sich vor Aufträgen kaum retten, wäre da nicht sein alter Mossad-Chef, der ihn, selbst vom Ruhestand in den aktiven Dienst zurückgekehrt, zu seinem letzten Auftrag nötigt.

     

    Gabriel muss nicht wirklich lange überlegen, denn sein Ziel ist Tariq. Der Terrorist, der ihm damals entkam und der seine Frau und seinen Sohn auf dem Gewissen hat.

     

    Doch Gabriel kann diese Aktion nicht alleine durchführen und braucht Hilfe. Schamron hat als Chef einige Agenten zur Auswahl, entscheidet sich aber für Jacqueline. Das französische Topmodel will endlich aus ihrem Business aussteigen, braucht Startkapital und nimmt den Job ohne zu zögern an.

     

    Die Jagd geht rund um den Erdball. Gabriel muss all sein Können aufbringen um Tariq aufzuspüren, während dieser wie gewohnt, zahlreiche Leichen hinterlässt und einen strikten Plan zu verfolgen scheint.

     

    Für Israel steht jedoch nicht nur Tariq auf der To-Do Liste sondern auch die frisch angelaufenen Friedensverhandlungen mit der PLO und Arafat. Der ist auf dem Weg in die USA und hier soll natürlich alles glattlaufen.

     

    Daniel Silva erzählt gnadenlos aus Gabriel Allons Leben. Seine Aufträge führt er zielgerichtet und mit Präzision durch. Sämtliches Leid und die zahlreichen Morde prallen scheinbar an im ab. Silva lässt ich hier allerdings auf seinen Erzfeind stoßen.

     

    Der Thriller erschien bereits im Jahr 2000 und die moderne Technik hat bereits die Arbeitsweise des Mossad und der CIA sowie des MI5 überholt. Extrem spannend erzählt und ein gelungener Aufragt in eine hoffentlich lang bestehende Thrillerreihe.

  6. Cover des Buches Der Duft von bitteren Orangen (ISBN: 9783734100468)
    Claire Hajaj

    Der Duft von bitteren Orangen

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Ein wunderschöner Einband mit malerischem Titelbild, ein guter Titel und ein interessanter Klappentext, der auf eine spannende Geschichte neugierig macht, garantiert keinen guten Roman. Leider. Der Text ist derart schlecht und konfus erzählt oder übersetzt, dass ich ihn als unlesbar empfand und auf Seite 51 genervt abbrach. Ich bevorzuge klare Aussagen und habe überdies keine Freude an poetischen Umschreibungen.

    Da ich in meinem Bücherregal keine optischen Schönheiten, sondern für meinen Geschmack gut geschriebene Texte sammle, werde ich „Ismaels Orangen“ entsorgen.

  7. Cover des Buches Die Attentäterin (ISBN: 9783423136457)
    Yasmina Khadra

    Die Attentäterin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Arzt in Tel Aviv - und ein arabischer Israeli. Umso rascher gerät er unter Verdacht, als die Polizei herausfindet, dass seine Frau in Tel Aviv als Selbstmordattentäterin ein Restaurant sprengte. Jaafari kann es nicht fassen, dass er von dem Plan seiner Frau nichts wusste. Er reist nach Bethlehem und Dschenin, in die Zentren des palästinensischen Widerstandes. Unbeirrt versucht Jaafari, die Verantwortlichen zu finden, die seine Frau zu einer "Schwarzen Witwe" gemacht und sein Leben zerstört haben. (Klappentext laut Verlag)

    Meine Meinung:
    Im Praktikum hat eine andere Praktikantin begeistert von dem Buch erzählt und da ich mich schon seit der Schulzeit für den Nahost-Konflikt interessiere, musste ich das Buch unbedingt lesen.

    Gleich zu Beginn merkt man, dass dieses Buch keine normale Unterhaltungslektüre ist. Das erste Kapitel beginnt mit einer Bombenexplosion, mit Schmerzen, mit verletzten Menschen, mit Hilfeschreien. Es ist sehr blutig, nichts wird geschönt, aber das ist wahrscheinlich bei dieser Thematik auch nur schwer möglich.

    Im Verlauf nimmt zwar der physische Horror ab, es gibt nur noch kleinere Raufereien, aber der psychische Schmerz nimmt zu. Amin Jaafari versucht verzweifelt herauszufinden, was seine Frau zu diesem Schritt bewogen hat. Doch wen er auch fragt, jeder schweigt oder rät ihm, stolz auf die Tat seiner Frau zu sein und nicht weiter zu forschen.

    Wie so oft bei wirklich guten Büchern, fällt es mir schwer die Begeisterung in Worte zu fassen. Ich finde das Thema einfach wahnsinnig spannend und es wurde richtig gut umgesetzt. Ich konnte Amin sehr gut verstehen, dessen Gedanken sich immer wieder und wieder im Kreis drehen, weil er einfach nicht akzeptieren kann, dass seine Frau sich und 17 andere in den Tod gerissen hat. Es war schonungslos ehrlich, aber gerade deswegen so gut. Man erhält furchtbare, aber spannende Einblicke in die Gedankenwelt von Selbstmordattentätern. Zwar nur indirekt, durch Gespräche zwischen Amin und anderen Personen über seine Frau Sihem, aber dennoch bekommt man eine Vorstellung davon, was solche Menschen bewegt.

    Mit ein bisschen Abstand betrachtet muss ich zwar sagen, dass ich mir noch ein bisschen mehr Einblicke in Sihems Gedanken gewünscht hätte, noch ein bisschen mehr Klarheit über ihre Motive, aber das ginge letztendlich nur durch Sihem selbst und die ist tot.

    Fazit:
    Es ist nicht zu beschreiben, was das Buch mit einem macht. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte es unbedingt lesen. Man muss sich aber darauf einstellen, dass das Buch nicht unbedingt was für schwache Nerven ist.
  8. Cover des Buches Jaffa Road (ISBN: 9783596703852)
    Daniel Speck

    Jaffa Road

     (96)
    Aktuelle Rezension von: dorystobbe

    Ein herausragendes Buch, wenn man den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina nicht aus politischer, sondern aus menschlicher Sicht verstehen möchte. Man taucht in die Ängste, die Verzweiflung, die Sehnsüchte, die Leidenschaft von Arabern und Israelis gleichermaßen ein. Es hat mich zu tiefst bewegt, weil ich hautnah eine Welt miterleben durfte, die mir bislang fremd war.

    In Daniel Specks Roman „Piccola Sicilia“ versteckt sich der ehemalige deutsche Wehrmachtssoldat Moritz Reincke bei einer jüdischen Familie in Tunis. In „Jaffa Road“ nimmt eine neue Identität an – als Jude und wandert mit der Tochter dieser Familie nach Israel aus. Als die Ehe zerbricht, kehrt er nach Deutschland zurück und lässt sich auf eine Beziehung mit einer jungen Palästinenserin ein.

    Als er in Sizilien stirbt, treffen sich seine deutsche Enkelin, seine jüdische Tochter und sein palästinensischer Sohn, um die Geheimnisse ihres Vaters, bezw. Großvaters zu entwirren. Überzeugende Charaktere, in die man sich hineinversetzen kann; drei fremde Welten prallen aufeinander. Ein Stück neuzeitlicher Geschichte, die in diesen Personen greifbar wird.

    Anfangs musste ich mich an die Zeitsprünge zwischen dem Jetzt und den Erinnerungen an alte Zeiten gewöhnen. Aber die Geschichte ist so authentisch geschrieben, als ob der Autor diese Personen wirklich gekannt und ihnen zugehört hätte, lebendige Gespräche, die mich überzeugen. Und immer wieder zwischendurch poetische, fast philosophische Reflektionen, die mich berührt haben, zum Nachdenken bringen. 

    Ein absolut lesenswertes Buch! Uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die Geschichten lieben,  die genau SO hätten geschehen können.

  9. Cover des Buches NOAMI - Eine Reise nach Jerusalem (ISBN: 9783943446449)
    Peter Berg

    NOAMI - Eine Reise nach Jerusalem

     (21)
    Aktuelle Rezension von: SunnyInge

    Ein Superbuch, das den Leser in die 90´er Jahre auf eine Israelreise mitnimmt. In diesem kurzweiligen Roman habe ich ganz viel gelernt und mich gut unterhalten gefühlt.

     

    Der Protagonist, Joachim Siebenstein, ein Politikstudent, reist nach Jerusalem. Dort kommt er in Kontakt mit vielen interessanten Menschen. Palästinenser, Araber, Kibbuzim und jede Menge Geschichte spielen eine Rolle. Ich bekam einen Eindruck warum die Probleme der Region so vielschichtig und kaum lösbar erscheinen. Joachim bereist viel vom Land so dass man einen guten Eindruck bekommt von der Geschichte und den geografischen Gegebenheiten.

     

    Der Autor versteht es den Leser mitzunehmen und zeichnet die Figuren wie auch die Landschaft liebevoll und detailreich. Ich habe das Gefühl dieses Reise gemeinsam mit Joachim gemacht zu haben.

     

    Die Handlung ist spannend, abwechslungsreich und nie vorhersehbar. Ich empfehle dieses Buch von ganzem Herzen.

  10. Cover des Buches Wie denn sonst, wenn nicht gemeinsam? (ISBN: 9783775161169)
    Assaf Zeevi

    Wie denn sonst, wenn nicht gemeinsam?

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe

    „Die Geschichte bildet das Fundament für das Verständnis der Gegenwart“

    Assaf Zeevi ist ein gefragter Israel Reiseleiter. Er hat sich mit diesem Buch daran gewagt, den Nahostkonflikt, der seit Jahren für polarisierende Nachrichten sorgt, auf den Zahn zu fühlen. Nach einer persönlichen Einleitung über seine Kindheit in Israel kommt ein ausführlicher geschichtlicher Teil, der den Leser sehr fordert. Danach wird man auf eine Reise durch Israel mitgenommen, bei denen die unterschiedlichsten Menschen zum Thema befragt werden. So bekommt man wirklich viele Meinungen mitgeteilt und kann versuchen sich ein Bild von den verschiedenen Seiten zu machen. Das Ganze ist natürlich nicht so schwarz-weiß, wie es oft in der Berichterstattung scheint. 

    Ein sehr umfangreicher Querschnitt, der aber doch nicht alle Meinungen enthält. Extreme Gruppierungen kommen nicht zu Wort. Aber es gibt auch Gegenden in denen das Miteinander zu funktionieren scheint, Menschen, die eine Lösung wollen und hoffentlich auch etwas erreichen können. 

    Der Autor hat all diese Stimmen zusammengefasst und sich keiner Seite angeschlossen. Eine gute Lagebestimmung, die trotz aller bestehenden Schwierigkeiten doch einen Hoffnungsschimmer für die Region aufzeigt.

  11. Cover des Buches Der Hass auf den Westen (ISBN: 9783442156498)
    Jean Ziegler

    Der Hass auf den Westen

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Emoticon (ISBN: 9783257236576)
    Jessica Durlacher

    Emoticon

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Monsignore
    Ich habe zwei Anläufe genommen und es lagen Jahre dazwischen - aber über Seite 50 kam ich nicht hinaus. Wirre Struktur, Personen ohne Leben, ein Durcheinander von Dialogen, Begegnungen, Orten. Wenn auf Seite 50 nicht klar ist, wohin die Romanreise gehen soll, hat es keinen Sinn mehr. Andere Bücher von Jessica Durlacher habe ich mit Begeisterung gelesen, aber dieses erscheint mir von einer anderen Person geschrieben. Eindeutig nicht empfehlenswert.
  13. Cover des Buches Verdammtes Land (ISBN: 9783492307178)
    Andreas Altmann

    Verdammtes Land

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Chrischan
    Ich will über Palästina nichts als Geschichten erzählen, weil mich jede Illusion - die Antwort zu finden - längst verlassen hat. Geschichten von den einen, die andere quälen und erniedrigen. Und den anderen, die gequält und erniedrigt werden. Und Geschichten von Heldinnen und Helden, die es zäh und beherzt mit ihrer Wirklichkeit aufnehmen. Von Frauen und Männern, von denen all wir anderen etwas erfahren könnten: über Würde, über Großzügigkeit, über schiere Tapferkeit. Klar, vom Irrsinn und der Lächerlichkeit wird auch die Rede sein. Denn das muss man Palästina lassen: Stories hat das Land zu bieten, an jedem Eck, zu jeder Stunde. - Andreas Altmann

    Und so beginnt er einfach zu erzählen, der Reiseautor, der Weltenbummler und manchmal Aussteiger. Wie er im nicht ganz so heiligen Land ankommt; wie er aufgenommen wird, von Juden, von Muslimen, von Christen. Er erzählt, wie sie im begegnen, ihm dem Atheisten, dem durch und durch Ungläubigen: mit Herzlichkeit, mit Gastfreundschaft, mit Respekt.

    Doch es gibt auch jene "unangenehmen" Begegnungen. Aufeinandertreffen mit Fanatikern aller Seiten, mit den vernagelten Juden, den verbohrten Christen und den fundamentalistischen Muslimen. 

    Es ist eine Reise, die widersprüchlicher nicht sein könnte. Eine Reise in eine Welt zwischen Sehnsucht und Hass, zwischen Schönheit und der hässlichen Fratze des Krieges; eine Welt zwischen Himmel und Hölle. 
    Mittendrin Andreas Altmann, der mit einer unprätentiösen Sprache, mit Leidenschaft und Wehmut von Land und Leuten berichtet. Der aufmerksam zuhört und aufmerksam macht, ohne dabei zu fatalisieren. Altmann zeigt eben jene Menschen, die einfach nur frei und selbstbestimmt leben wollen. Die das Beste aus dem kargen Land machen wollen und nicht verstehen können, warum man ihnen diesen kargen Flecken auch noch wegnehmen will.
    Altmann macht kein Geheimnis daraus, dass er für einen palästinensischen Staat ist, aber er ist dabei nicht aufdringlich oder gar missionarisch. Er ist dieser idealistische Journalist, der alle Seiten betrachtet, der vorurteilsfrei an etwas herangeht.
    Ein wunderbarer Reisebericht, wie er schöner und aufrüttelnder nicht sein könnte. Durch und durch humanistisch, in Sprache und Gebaren. Sympathisch, bewegend und zutiefst menschlich.

    (c) Christian Hesse, Oktober 2014
  14. Cover des Buches Herr Klee und Herr Feld (ISBN: 9783423143592)
    Michel Bergmann

    Herr Klee und Herr Feld

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Dieser Roman hat mich bestens unterhalten und köstlich amüsiert!

    Die Geschichte dreht sich um zwei in die Jahre gekommene Brüder, Moritz (77) und Alfred Kleefeld (75). Alfred ist zu seinem verwitweten Bruder in dessen Villa eingezogen, er ist Schauspieler, doch die Anfragen sind spürbar ausgedünnt. Moritz hingegen ist Akademiker, Professor für Psychologie. Nun, diese beiden jüdischen Brüder werden bestens von der langjährigen Haushälterin versorgt. Doch als diese überraschend kündigt, ist die Not groß. Per Annonce hoffen sie auf eine neue Perle. Die wird ihnen auch beschieden in Form von der jungen, hübschen Zamira. Klingt erstmal perfekt, doch Zamira ist Palästinenserin. 

    Komplikationen sind vorprogrammiert, doch die hat Michel Bergmann bestens umgesetzt. Moritz, der die jüdischen Traditionen pflegt, diskutiert des Öfteren mit Zamira, doch sind diese Diskussionen vonseiten Zamiras meist sehr emotional. Moritz hingegen vermittelt mit klugem Verstand. Ja und Alfred, den interessiert diese Diskussionen um den Nahost-Konflikt nicht, er erfreut sich an der Schönheit Zamiras und versucht sein Leben zu genießen. 

    >Sehen Sie, Menschen hassen nur Menschen, von deren Leben, Kultur, Sprache, Religion sie keine Ahnung haben. Das schafft Ressentiments. Menschen die man kennt, die man akzeptiert, die hasst man nicht. < – Seite 126

    Michel Bergmann hat hier in diesem dritten Teil der Trilogie ein humorvolles Kammerspiel geschaffen. Es ist gefüllt mit Weisheiten und interessanten Informationen über zwei Kulturen. Und es geht um Liebe, um das was sie ausmacht, unser ganzes Leben lang. Ein Roman mit liebreizenden Protagonisten, authentisch und oftmals einfach nur herrlich komisch. > Herr Klee und Herr Feld < ist eine warmherzige Lektüre, ganz frei von Kitsch. Große Leseempfehlung meinerseits!

  15. Cover des Buches Wir sehen uns am Meer (ISBN: 9783426306185)
    Dorit Rabinyan

    Wir sehen uns am Meer

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Schneewehe

    Die Geschichte von Dorit Rabinyan reißt einen mit in einen Strudel aus Farben, Erlebnissen, Eindrücken. Liat und Chilmi lernen sich in New York kennen. Sofort sind sie von einander fasziniert. Sofort ist da eine Verbindung. Diese Liebe könnte so einfach und unbeschwert sein, wäre Liat nicht Israelin und Chilmi Palästinenser, und würde nicht Liats Abreise in einigen Monaten ständig im Hintergrund lauern.
    Das Buch ist wunderschön geschrieben, mit einer lebendigen Sprache, die den Leser direkt mitnimmt ins Geschehen, in die Beziehung voller Gemeinsamkeiten aber auch Widersprüche. Das Buch ist aus Liats Sicht geschrieben, aus der Ich-Perspektive, meist im Präsens, was den Leser ganz nah heranholt an ihre Gefühle und Gedanken. Bisweilen springt es vor und zurück in der Zeit, beleuchtet die Handlung aus einem anderen Blickwinkel, was dem Leser das Verwirrende, Vertrackte an der Situation gut vermittelt. Man versteht gut die Ausweglosigkeit, den Schmerz der beiden, die politischen Konflikte, die Wut und Angst, die immer wieder mal in den Vordergrund treten.
    Ich konnte mich als Leser sehr gut mit den Charakteren identifizieren, mit ihnen durch die belebten Straßen New Yorks streichen, von der warmen Sonne Israels/Palästinas träumen. Man fiebert als Leser mit den beiden mit und hofft – entgegen aller Vernunft – dass es doch noch irgendwie ein gutes Ende geben wird, eine gemeinsame Zukunft für die beiden.
    Das Buch ist spannend und liest sich gut, ein paar wenige langatmigere oder verwirrende Stellen fallen nicht weiter ins Gewicht und ich habe es sehr gern gelesen.
    Ich kann das Buch sehr empfehlen, denn neben einer guten Geschichte und einem tieferen Hintergrund besitzt es auch eine schöne Schreibweise und zeigt, dass alles mehr als nur eine Seite hat. Definitiv werde ich nun auch einige der anderen Bücher von Dorit Rabinyan lesen.

  16. Cover des Buches Ein Gedächtnis für das Vergessen (ISBN: 9783857873164)
  17. Cover des Buches Das Leben kleben (ISBN: 9783423253468)
    Marina Lewycka

    Das Leben kleben

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Für mich lebte "Das Leben kleben" von seinen skurrilen, undurchschaubaren Nebendarstellern - allen voran Naomi. Leider nahm die Ich-Erzählerin Georgie mit ihren familiären Problemen zu viel Platz ein - im Vergleich war das eine zu gewöhnliche Geschichte. Ich hätte gerne mehr von den anderen Personen und dem Haus erfahren.
    Insgesamt aber eine unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Charakteren.

  18. Cover des Buches Patentöchter (ISBN: 9783462042771)
    Julia Albrecht

    Patentöchter

     (16)
    Aktuelle Rezension von: MissGlueck
    Julia Albrecht und Corinna Ponto in einem gemeinsamen Versuch der Annäherung - ein bewegender Perspektivwechsel. Julia Albrecht – Schwester der RAF-Terroristin Susanne Albrecht Corinna Ponto – Tochter des 1977 erschossenen Bankiers Jürgen Ponto Geschrieben aus der Sicht zweier Frauen, deren Familien eng miteinander verbunden waren, auseinander gerissen durch den Mord an Jürgen Ponto. Die Autorinnen werfen einen neuen Blick auf die Geschichte der RAF. 30. Juli 1977: Jürgen Ponto empfängt Susanne Albrecht, die Tochter seines Jugendfreundes Hans-Christian Albrecht, in seinem Haus in Oberursel. Ihre Begleiter, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, schießen auf Jürgen Ponto. Corinna, seine Tochter, ist zu diesem Zeitpunkt zwanzig Jahre alt, Julia, Susannes Schwester, dreizehn Jahre. Nach dem Mord war das Band zwischen den Familien durchschnitten. 30 Jahre danach nimmt Julia Albrecht – die Patentochter von Jürgen Ponto – Kontakt auf zu Corinna Ponto – der Patentochter von Hans-Christian Albrecht. So zaghaft, so unsicher und so voller Schuld, die nicht die ihre ist, nähert sich Julia Albrecht Corinna Ponto. Man möchte sie bei der Hand nehmen und diesen schwierigen und mutigen Weg mit ihr gemeinsam gehen. Zwischen beiden Frauen entsteht ein Briefwechsel, in dessen Verlauf sie sich schließlich treffen. Bemühen und Ablehnung Corinna Pontos sind ebenso nachvollzieh- und spürbar, wie der Wunsch und die Sehnsucht von Julia Albrecht, das Unerklärliche für sich begreifbar machen zu wollen. Das Außergewöhnliche: Die Täterin, Susanne Albrecht, lebt in Bremen und äußert sich bis heute nicht zu ihrem Verbrechen an der Familie Pontos und an dem der eigenen Familie. Das Buch ist ein leises Psychogramm zweier Frauenseelen, die einander so weit entgegen gehen, wie es eben möglich ist. Es liest sich so beklemmend, wie berührend wie versöhnlich. Und nicht zuletzt ist das Buch ein Stück überaus lesenswerter Zeitgeschichte.
  19. Cover des Buches Es war einmal ein Land (ISBN: 9783518460863)
    Sari Nusseibeh

    Es war einmal ein Land

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Tresckow
    Der Autor Sari Nusseibeh stammt aus einer alten arabischen Familie ab, die Ihre Abkunft bis fast in die Zeit des Propheten Mohammed zurückverfolgen kann. Dies gibt ihm offensichtlich das Selbstvertrauen und die Charakterstärke sowohl auf die Israelische Machtausübung als auch die Palästinensichen Unzulänglichkeiten mit Gelassenheit und Humor zu reagieren. Angesichts der aktuellen Bilder fragt man sich natürlich, ob das die angemessen Reaktion auf den Konflikt dieser beiden Völker, die sich jetzt schon über 80 Jahre mehr oder weniger mörderisch um diesen kleinen Zipfel Land streiten. Desto mehr ich in der Autobiographie Nusseibehs lese, desto stärker bin ich der Meinung, dass das der einzige Ansatz ist, den Konflikt in neue Bahnen zu lenken. Verständnis für die andere Seite aufzubringen ohne die eigenen Interessen und Verwundungen zu vergessen. An der Empathie für den "anderen" mangelt es aber auf beiden Seiten. Nusseibeh gibt immer wieder Beispiele wie man sich mit intelligenten und friedlichen Mitteln gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit wehren kann. Leider sind auf beiden Seiten Menschen mit dem Hang zu einfachen militärischen Lösungen an den Schalthebln der Macht. Ein Mann wie Nusseibeh könnte an der richtigen Stelle den Unterschied machen. Ich bin zwar schon Ende der 90er angelangt und bekomme gerade sehr anschaulich in Erinenrung gerufen wie der Friedensprozeß zu einem traurigen Ende kam und welch unrühmliche Rolle die Hamas aber auch heute Verantwortliche wie Barak dabei gespielt haben.
  20. Cover des Buches Unter Linken (ISBN: 9783499624780)
    Jan Fleischhauer

    Unter Linken

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ulf_Borkowski
    Wer die Linken verstehen bzw. entlarven möchte kommt an diesem Buch nicht vorbei. ein humorvoller Einblick in die Welt der linken Lebenswelten und -lügen.
  21. Cover des Buches Allein unter Juden (ISBN: 9783518466841)
    Tuvia Tenenbom

    Allein unter Juden

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig
    "Bitterböse", sehr authentisch (zumindest scheint es so, wenn man sich über #tuviatenenbom informiert) und ganz anders. Und nein, ich habe ich sein früheres Werk nicht gelesen. Doch scheint er vielen, viel zu ehrlich, als dass man es ertragen könnte. Das Buch teilt und vereint einen. Man diskutiert und argumentiert mit ihm. Stimmt ihm zu und ist wütend. Doch nach der Lektüre versteht man vieles doch einfach besser auch wenn man das vielleicht nicht immer zugeben möchte. Die Geschichte und Meinungs-Impfung ist schon sehr tief in uns verwurzelt. 
    .
    Ein halbes Jahr Israel Aufenthalt, mal als Jude, ganz oft als Österreicher und manchmal als Araber. Tuvia Tetenbom dort aufgewachsen, dann ausgewandert in die USA, studierter Künstler und Rabbiner besucht sein Heimatland und blickt "hinter die Kulissen". 
  22. Cover des Buches Sharon und meine Schwiegermutter (ISBN: 9783596165179)
    Suad Amiry

    Sharon und meine Schwiegermutter

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Für die RAF war er das System, für mich der Vater (ISBN: 9783492252638)
    Anne Ameri-Siemens

    Für die RAF war er das System, für mich der Vater

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Nachdem ich die Erinnerungen von Peter Schneider, einem 68er, gelesen hatte, las ich zum Kontrast dieses Buch, in dem die Familien einiger Ermordeter zu Wort kommen.
    Es berichten Angehörige oder Überlebende von den Fällen: Botschaft in Stockholm, Jürgen Ponto, Hans Martin Schleyer, die Landshut,  von Braunmühl und Eckhardt. Dieses Buch ist sehr bedrückend und geht tief unter die Haut. Die Opfer müssen sich ein Leben lang mit dem Mord auseinandersetzen und zudem oft mit der Freilassung der Täter. Sich anzuhören, wie die Opfer mit diesen sinnlosen Taten leben und versuchen, den Tätern zu vergeben, ist sehr beeindruckend. Ich wusste nicht, dass Opfer sogar die Verteidigung der Terroristen finanzierten... dieser Glaube an die Demokratie der BRD steht in krassem Gegensatz zum Weltbild der RAF, die starre Feindbilder hat. Besonders gut an diesem Buch ist, dass auch die Lebensläufe der Täter geschildert werden. So kann man Verschwörungstheorien entgegentreten, die im Internet kursieren, denn die Täter geben bis heute Interviews und verbreiten ihre Sichtweise z B von einer Verschwörung Israels... Ich habe begleitend zu diesen Büchern einige Videos im Netz angeschaut und kann verstehen, dass die Familien von der Einstellung der Terroristen enttäuscht sind, die sich meistens als Opfer darstellen. Darum finde ich dieses Buch sehr wichtig, um auch den echten Opfern eine Stimme zu geben. Traurig ist, dass viele Opfer sogar Sympathien für die Studentenbewegung hatten. Das schütze sie jedoch nicht davor, von der RAF hingerichtet oder als Geisel genommen zu werden. Es hat mich betroffen gemacht zu lesen, dass sogar persönliche Freunde an Attentaten mitgewirkt haben. Enttäuschend ist natürlich das Interview von Helmut Schmidt am Ende des Buches. Er erklärt seinen Leitsatz, dass der Staat sich nicht erpressen lassen will. Zum Glück können die Opfer auch dazu ihre Meinung sagen. Als Anfangspunkt der RAF wird immer gesehen, dass die Nachkriegsgeneration einen Dialog über die Schuld der Tätergeneration forderte. Dafür spricht, dass auch Herr Schmidt hier behauptet, kein Nazi gewesen zu sein, weil er Juden in der Familie hat. Trotzdem wurde inzwischen von Akten berichtet, die ihm eine nationalsozialistische Gesinnung bescheinigen. Vielleicht wollte die sogenannte Tätergeneration wirklich nicht auspacken. Aber wie ein Betroffener richtig feststellt: Warum haben die Terroristen nicht ihre eigenen Eltern ermordet? Die RAF hat ihre Feinde selbst ausgesucht und in Selbstjustiz ermordet, aus Gründen, die nur sie kennen. Dabei töteten sie auch Menschen ihres Alters oder Angestellte.  Dieses Buch wurde mit der Corine für das beste Sachbuch ausgezeichnet. 
  24. Cover des Buches Werft sie ins Meer. Der Krieg der 100 Stunden. Israels Kampf um seine Existenz (ISBN: B00289EZ2A)
    William Stevenson

    Werft sie ins Meer. Der Krieg der 100 Stunden. Israels Kampf um seine Existenz

     (2)
    Aktuelle Rezension von: kfir
    Ein gut und spannend lesbares Stück Geschichte aus dem Mittleren Osten. Der Blickwinkel hat zwar einen deutlichen Einschlag hin zu Israel, ist jedoch immer um Objektivität bemüht. Enthält viele Details, die man in der heutigen Betrachtung des aktuellen Nah-Ost-Konfliktes vergisst.

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