Bücher mit dem Tag "pandemie"
167 Bücher
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.532)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Sebastian Fitzek
Noah
(2.128)Aktuelle Rezension von: ButtaIch muss zugeben,dass es ein paar sehr wahre und interessante Aspekte hatte und obwohl Überbevölkerung und die Reichen etc immer wieder Thema sind, gab es keine wirkliche Lösungsalternative zu den Problemen. Dafür hatte ich wieder das Gefühl als wären andere bekannte Ideen in einem Mixer gepackt worden und das kam dabei raus. Davon mal abgesehen, dass mal wieder kein Charakter sympatisch war, fand ich die Frauendarstellung Len auch alle fragwürdig oder dürftig. Es hat sich alles unlogisch und chaotisch angefühlt, die zeitliche Abfolge unrealistisch, es ist zu überladen und was mit Oskar war fand ich auch unnötig. Für mich ist ein interessantes Grundkonzept nicht nur schlecht umgesetzt worden sondern auch in eine schwurblige Richtung voller Verschwörungstheorien samt zwillingstrope, eine seltsame Krankheit und diese Vater-Sohn Sache abgedriftet. Hat mir wirklich nicht gefallen und diese Musik CD die dabei war wirkte auch echt experimentell.
- Stephen King
The Stand - Das letzte Gefecht
(853)Aktuelle Rezension von: Emmas_Bookhouse
Re-Read
Nachdem ich das Ende der Welt, wie wir sie kennen, gelesen hatte, habe ich richtig Lust darauf bekommen, The Stand noch einmal zu lesen.
Es ist mein absolutes Lieblingsbuch vom Meister und auch nach mindestens 20 Jahren (wahrscheinlich ist es länger her, als ich es gelesen hatte) hat es immer noch seinen Charme.
Als die Charaktere, die ich wiedergetroffen habe, Stu, Fran, Nick, Tom und noch so viele mehr, waren, war es fast wie nach Hause kommen.
Eine Geschichte um Gut und Böse. Ein Virus löscht fast ganz Amerika aus und die letzten Überlebenden schließen sich entweder dem Guten oder dem Bösen an.
Eine ausschweifende Geschichte, wie man es von King kennt. Nicht umsonst hat meine Ausgabe über 1400 Seiten, die neueren Auflagen sogar 1700 Seiten, aber da ist nur die Schrift größer, also die gleiche Geschichte.
Man lernt viele Charaktere lieben und tatsächlich auch auf der bösen Seite. Charaktere kommen und gehen, bei einigen tut es vielleicht weh und bei anderen ist man froh. Aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Das Ende hat mich wieder richtig mitgerissen. Die letzten 200 Seiten waren sowas von fesselnd.
Da dies mein Lieblingsbuch vom Meister ist, kann ich hier nur 5 von 5 Sternen geben.
- Ally Condie
Cassia & Ky – Die Ankunft
(1.570)Aktuelle Rezension von: Zarina📖 Inhaltsangabe:
Cassia und Ky haben den Weg zur Erhebung gefunden, einer Bewegung, die das unterdrückende System stürzen will. Doch der gemeinsame Kampf fordert Opfer: Die beiden werden getrennt, Cassia kehrt in die Hauptstadt zurück, Ky wird Pilot. Währenddessen trifft Cassia auf Xander, dessen Rolle komplexer ist als erwartet. Als eine tödliche Seuche das Land bedroht, muss Cassia sich entscheiden, zwischen Vergangenheit, Wahrheit, Vertrauen und Zukunft. Ihr Mut könnte über das Schicksal aller entscheiden.📚 Meine Meinung:
Ein würdiger Abschluss der Trilogie! Besonders spannend fand ich die moralischen Fragen, die sich durchziehen: Vertrauen, Verantwortung und Verlust. Cassia wird in diesem Band noch stärker, reflektierter, nicht mehr nur verliebt, sondern bereit, für mehr zu kämpfen. Auch Xander erhält endlich mehr Tiefe. Die Dreiecksbeziehung steht nicht mehr so stark im Fokus, was dem politischen und gesellschaftlichen Teil mehr Raum gibt. Man spürt den Wandel, der über allem liegt, sowohl in der Welt als auch in den Figuren.✅ Fazit:
Ein gelungener Abschluss, der die Geschichte konsequent weiterführt. Weniger Liebesdrama, mehr Weltveränderung *** spannend, emotional und befriedigend. Wer die ersten zwei Bände mochte, sollte diesen auf keinen Fall verpassen. - Stephen King
Sleeping Beauties
(272)Aktuelle Rezension von: koechlWas würde wohl passieren, wenn plötzlich alle Frauen und Mädchen der Welt in einen tiefen Schlaf versinken, sich in Kokons verpuppen und die Männer, etwas auf sich allein gestellt, zurück lässt?
Stephen und Owen King haben mit diesem Roman, eine wahrlich gelungene und leider auch sehr leicht zu glaubende Situation beschrieben, die einem selbst nach Abschluss des Buches, noch für längere Zeit begleiten wird. Der Geschlechterkampf Mann gegen Frau ist überall present, doch im Vergleich zur Realität, kann man bei Sleeping Beauties ruhig und entspannt, beide Blickwinkel in Augenschein nehmen und sich so, Seite für Seite eine Meinung bilden. Doch selbst dann sollte man stets bedenken, was man selbst falsch oder richtig findet, kann fürs Gegenüber genau das Gegenteil sein. Aber trotzdem ist das Gute oder das Böse weder männlich noch weiblich, sondern schlicht _menschlich_
Zum Schluss möchte ich noch mein liebstes Zitat, aus diesem Buch, mit euch teilen:
"Sag nicht Pussy, wenn du damit was meinst, was schwach ist. Wenn deine Mutter dir das nicht beigebracht hat, hätte sie's tun sollen." - James Dashner
Maze Runner: Die Auserwählten - In der Brandwüste (Filmausgabe)
(1.251)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneWeiter geht es mit der Truppe aus Jungs und einem Mädchen, von denen ich keine einzige Person leiden kann.Das wird im zweiten Band leider nicht besser. Ein paar neue Personen tauchen auf, die sich für mich gleich perfekt in die Reihe der unsympathischen Menschen einreihen.
Was ab diesem Band auch extrem deutlich wird: die Darstellung weiblicher Personen ist unterirdisch. Wir haben eine Verräterin, die nach der Aufklärung ihrer Handlung denkt, alles wäre wieder normal und sauer wird, weil es das nicht ist. Eine, die sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit an Thomas ranschmeißt und eine ganze Gruppe von Mädchen, die wirken, als können sie nicht eigenständig denken. Yay.
Trotzdem war auch die Handlung in diesem Band wieder spannend, mitreißend und ließ mich förmlich an den Seiten kleben. Die zweite Hälfte des Buches habe ich sogar in einem Rutsch durchgelesen und aller Kritik zum Trotz begann ich sogar, zwei Personen ein wenig leiden zu können.
Mal sehen, wie lange das so bleibt. Ich sehe dem letzten Band inzwischen tatsächlich mit gemischten Gefühlen entgegen.
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(397)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - Mareike Fallwickl
Die Wut, die bleibt
(349)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertDie Wut, die bleibt ist ein starker Roman, der das Thema Gewalt an Frauen und patriarchale Strukturen eindrücklich aufgreift und zum Nachdenken anregt.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn mich die Handlung nie wirklich überrascht hat. Es fehlten die grossen Wendungen oder Momente, die mich nachhaltig beeindruckt hätten. Deshalb ist es für mich kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde. Ein Stern weniger gibt es, weil ich die Rache Gewalt von Frauen auf Männer im Buch nicht gut heisse.
Dennoch halte ich den Roman für lesenswert. Er regt zum Nachdenken an und eignet sich besonders gut als Grundlage für Diskussionen, beispielsweise in einer Lesegruppe. Gerade die gesellschaftlichen Themen bieten viel Stoff für einen intensiven Austausch.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(508)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertIch finde es erstaunlich, dass dieses Buch bereits vor der Corona-Pandemie veröffentlicht wurde. Viele der Themen wirken heute fast prophetisch.
Joe erinnert mich an Jona: Er versucht, die Menschen vor der drohenden Gefahr zu warnen. Gleichzeitig ist er – wie Jona – überzeugt, dass die Menschen sich selbst in Krisenzeiten nicht verändern werden. Doch genau wie Jona wird auch Joe am Ende eines Besseren belehrt.
Gerade diese Entwicklung macht das Ende der Geschichte so berührend und hoffnungsvoll. Sie zeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Menschlichkeit, Mitgefühl und Veränderung möglich sind.
- James Dashner
Maze Runner: Die Auserwählten - In der Todeszone (Filmausgabe)
(1.011)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDer letzte Band der Trilogie und damit der Abschluss einer spannenden Reihe, der mich leider nicht so abholen konnte, wie die vorherigen Bände.
Wie schon in den anderen Bänden ist die Handlung spannend, rasant und ließ mich nicht los. Es passiert wieder viel und einige Geschehnisse haben mich schockiert oder ungläubig zurückgelassen. Das hatte ich nach dem letzten Bänden aber eigentlich schon erwartet.
Was ich auch erwartet und doch gehofft hatte, dass es anders wird, ist die Darstellung der Personen. Die zwei, die ich begonnen habe, zu mögen? Vergesst es. Das hat sich relativ schnell wieder geändert.
So ist es wieder kein Wunder, dass mich die emotionalen Momente, von denen es in diesem Abschlussband ziemlich viele gab, nicht berühren konnten. Kein einziger Moment. Und das ist wirklich schade. Ich hätte gerne den Schmerz des Verlustes gefühlt, die Zerrissenheit bei einigen Entscheidungen, doch da war nichts, bis auf das Verlangen, endlich wissen zu wollen, was wirklich los ist.
Das Ende der Reihe war für mich dann doch wieder ein Lichtblick. Also nicht das dahin kommen, leider, sondern wirklich nur die Auflösung. Ich mag es, dass hier nicht alles gut ausgeht und auch, dass es keine richtige „Lösung“ gibt.
Abschließend kann ich sagen, dass ich die Reihe nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Es gibt sehr viel, über das man sich aufregen kann, so viele Menschen, die einfach schrecklich sind und dargestellt werden. Aber wenn ihr das alles ausblenden und euch nur auf die Handlung konzentrieren könnt, könnt ihr mit diesen Büchern viel Spaß haben.
- Juli Zeh
Über Menschen
(448)Aktuelle Rezension von: JanaRuhJuli Zehs Über Menschen erzählt die Geschichte von Dora, die aus der Großstadt aufs Land zieht, um Abstand von ihrem bisherigen Leben zu gewinnen. Dort trifft sie auf Menschen, die so ganz anders sind als sie selbst – und genau daraus entstehen spannende, manchmal unbequeme, aber sehr menschliche Begegnungen. Ohne zu viel vorwegzunehmen zeigt der Roman, wie schnell Vorurteile entstehen und wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen.
Besonders beeindruckt haben mich die Figuren des Romans. Juli Zeh schafft es, ihre Charaktere unglaublich nahbar und authentisch wirken zu lassen. Niemand ist nur „gut“ oder „schlecht“ – alle tragen Widersprüche in sich, genau wie im echten Leben. Gerade dadurch wird die Menschlichkeit in den Mittelpunkt gestellt.
Am meisten geblieben ist mir die Botschaft, dass ein „Gutmensch“ nicht unbedingt derjenige ist, der die Welt retten oder moralisch über anderen stehen will. Viel wichtiger erscheint im Roman die konkrete Nächstenliebe: Menschen zuzuhören, Verständnis zu zeigen und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umzugehen. Diese leise, unaufdringliche Menschlichkeit macht das Buch besonders lesenswert.
Der Schreibstil ist angenehm klar und gleichzeitig tiefgründig. Juli Zeh regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Für mich ist Über Menschen ein Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt.
- Christina Henry
Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald
(140)Aktuelle Rezension von: Linker_MopsDank diesem Buch hatte ich die letzten Nächte immer Alpträume über Zombies und Scharfschützengewehre. Denn diese Märchenadaption ist nichts für schwache Nerven, sondern gibt einem massive Walking-Dead-Vibes.
Das Märchen "Rotkäppchen" ist lediglich der Grundrahmen für die Story - mit der Flucht zum Haus der Großmutter sowie dem roten Kapuzen-Hoodie der Hauptprotagonistin. Alles andere ist eine düstere Dystopie mit etlichen Horrorelementen. Vor allem in den Nach-Corona-Jahren weckt das Buch nochmal ganz andere Gefühle. Oft wird das Buch in das Genre (Dark) Fantasy eingeordnet, aber da sehe ich es eher nicht. Für mich passt es wie gesagt eher in die Schiene Horror/Dystopie.
Der Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen sorgt für viel Spannung, genauso wie das "Nicht-Wissen" über den Ursprung der Pandemie und was nebenbei noch passiert. Da ich aber nicht spoilern will, kann ich dazu hier nicht mehr schreiben. Die Protagonistin ist echt taff und symphatisch, auch wenn sie stellenweise etwas an eine Prepperin/Verschwörungstheoretikerin anmutet. Aber angesichts der Umstände, ist das mehr als verständlich. Der Schreibstil ist sehr flüssig und (leider) auch bildhaft. Kopfkino ist also vorprogrammiert.
Das Ende ist etwas offen gehalten, was ich ein bißchen schade finde. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt.
Mein Fazit: Wer sich gerne gruselt, sollte hier zugreifen. Ich werde sicher noch andere Bücher der Autorin lesen.
- Stephanie Butland
Hoffnung auf Papier
(192)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerStell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.
Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher
Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?
Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept
Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.
Ein Brief, der alles ändert
Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.
Zwischen den Zeilen der Pandemie
Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.
Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist
"Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.
- Franziska Böhler
I'm a Nurse
(89)Aktuelle Rezension von: WunderweltensbuecherDa ich selber im Bereich der Pflege ausgebildet bin und Franzi zusätzlich von sozialen Medien kannte war ich sehr gespannt auf das Buch.
Ich finde es sehr gut strukturiert, mit den verschiedenen Bereichen, die es in der Pflege und im Leben halt so gibt. Sie geht sehr authentisch mit allen Themen um, die einem dabei begegnen. Dabei beschönigt sie nichts, versucht aber trotzdem einem nicht den Mut und die Hoffnung in die Berufsgruppe und das Gesundheitssystem als solches zu nehmen. Die immer wieder eingestreuten Beispiele und Verweise auf Studien usw. machen das Buch sehr lebendig und greifbar.
- Teri Terry
Infiziert
(183)Aktuelle Rezension von: BrunhildiIch habe mir die Reihe vor Jahren mal gekauft, weil ich schon Bücher von Teri Terry gelesen hatte und die mich total begeistern und mitreißen konnten.
Das Cover spricht mich persönlich allerdings nicht so richtig an. Es ist nichtssagend und wirkt eher blass auf mich. Nach so vielen Jahren ist es wohl auch nicht mehr zeitgemäß.
Zu Anfang des Buches bin ich tatsächlich gut reingekommen, wobei mich die Handlung sehr überrascht hat. Ich hoffe ich spoiler nicht zu viel wenn ich sage, dass ich vom Klappentext her nicht mit einer teilweisen Geistergeschichte gerechnet habe.
Das Buch ist teilweise aus der Sicht von Shay und Callie geschrieben. Die Kapitel sind teilweise aber extrem kurz und ich habe lange gebraucht, um mit der Geschichte und den Charakteren warm zu werden. Die ersten 150 bis 200 Seiten habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Dann hat es mich aber doch gecatcht und ich wollte unbedingt weiterlesen. Ab diesem Punkt habe ich dann das Buch auch inhaliert und bin nur so durch die Seiten geflogen.
Zum Inhalt an sich möchte ich nicht viel mehr sagen, als das was im Klappentext steht. Sonst würde ich zu viel vorweg nehmen und ihr erlebt keine Überraschungen mehr. Es gibt viele unvorhersehbare Ereignisse und gerade diese haben letztendlich diese Sogwirkung auf mich gehabt. Auch gibt es einige altersgerechte, brutalere Szenen, worauf der Leser vorbereitet sein sollte.
Mit den Charakteren konnte ich allerdings nicht so mitfühlen. Sie waren für mich eher oberflächlich und auch diese plötzliche Anziehung und Liebe zwischen Kai und Shay war für ich nicht ganz authentisch. Dennoch fand ich die Charaktere ganz nett und sicherlich auch gut ausgearbeitet für ein Jugendbuch.
Am Ende ist die Geschichte natürlich nicht auserzählt und ich überlege tatsächlich jetzt, ob ich die Folgebände noch lesen soll. Entschieden habe ich mich allerdings noch nicht.
Fazit:
"Infiziert" von Teri Terry war für mich ganz anders als erwartet. Die Charaktere konnten mich nicht ganz überzeugen und es hat lange gedauert, bis mich das Buch in den Bann gezogen hatte. Dennoch war es letztendlich spannend und ich überlege, ob ich die Fortsetzungen noch lesen soll.
- Hanya Yanagihara
Zum Paradies
(160)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll, auch wenn ich mich etwas ins kalte Wasser geschmissen gefühlt habe und erstmal die Handlung begreifen musste. Ich war teilweise und auch immer mal wieder dazwischen irritiert von der Handlung. Es gibt im Buch drei Zeitepochen und es hat jedes mal etwas gedauert um wieder hineinzufinden.
Ich fand die verschiedenen soziale Kritikpunkte faszinierend umgesetzt. Das Buch hat mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt und hat mich nach dem Beenden weiterhin beschäftigt.
Mir hat die Zukunftsepoche am Meisten zugesagt.
Von mir kriegt das Buch 4 von 5 Sterne.
- Ken Follett
Eisfieber
(522)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht die kompetente Sicherheitschefin Toni Gallo, die im Zuge einer Inventur entdeckt, dass ein extrem tödliches Virus, gegen das es kaum ein Heilmittel gibt, aus dem Labor entwendet wurde während sich parallel dazu ein Familiendrama abspielt. Die dynamische Handlung weist eine authentische Atmosphäre mit viel Spannung auf.
Bei den Protagonisten steht Toni im Mittelpunkt der Handlung, die willensstark und intelligent dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. ihr Vorgesetzter Stanley, bringen eine gelungene Facette in die Handlung mit ein.
Wer dynamische Wissenschaftsthriller vor einem atmosphärischen Setting mit sympathischen Figuren mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft und vor allem auf Spannung ausgelegt.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Emily Suvada
Cat & Cole 1: Die letzte Generation
(315)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Eine Seuche beherrscht die Welt und Cat ist ganz allein, nachdem ihr Papa vom Tech-Konzern entführt wurde. Nun schlägt sie sich allein durch und versucht zu überleben, das gelingt zwei Jahre auch ganz gut, bis wieder jemand vom Konzern vor ihrer Tür steht und sie um jeden Preis schnappen möchte …Meinung:
Der Einstieg ist leicht und gleich fesselnd. Die Seuche bestimmt das Leben und hat die Welt verändert. Es ist leicht mit Cat zu fühlen und beängstigend zugleich, denn irgendwie scheint nichts so zu sein, wie es soll und so ist die Geschichte spannend, abwechslungsreich und natürlich auch voll von Gefühlen. Die Figuren sind alle sympathisch und sie entwickeln sich mit der Zeit. Man lernt immer mehr von ihren Persönlichkeiten kennen und dann kommt ein Punkt, in dem einem langsam klar wird, was Cartaxus (der Tech-Konzern) verbrochen hat und es ist unglaublich gut umgesetzt – es könnte tatsächliches vieles so passieren – was das Kopfkino natürlich noch mehr anregt und man noch mehr in die Handlung abtauchen. Schade ist, dass sich immer wieder ein paar Fehler eingeschlichen haben – weil ich nicht spoilern möchte, bleibe ich bei den belanglosen Sachen: Lee hält eine Flasche in der Hand, diese ist leer und er stellt sie in die Wanne. Eine Seite später nimmt Lee einen Schluck aus der Flasche, leert sie damit und stellt sie ab. Solche Sachen hätten im Korrektorat auffallen müssen! Es gibt leider mehrere solcher Szenen in denen Sachen oder Personen immer wieder auftauchen, obwohl sie bereits auf einer Seite davor weggeschrieben wurden, sowas ist schade, stört den Fluss und behindert innere Bilder. Zudem ist die Handlung sehr technisch, ich bin mir nicht sicher, ob die ganzen technischen Skills für jeden nachvollziehbar sind. Um die Geschichte zu mögen, muss man definitiv eine Affinität zur Programmierung, Codierung und Hacking haben. So ist die Ausdrucksweise und der Erzählstil aber flüssig und gut geeignet für ein Jugendbuch. Auch die Liebesgeschichte ist passend gestaltet, sie ist nicht von null auf jetzt, entwickelt sich irgendwie, ohne aufdringlich zu erscheinen.Cover:
Das Cover ist super schön und es passt perfekt, es wirkt hochexplosiv und wenn man die Geschichte kennt ein bisschen eklig.Fazit:
Ein spannender Auftakt der Dilogie. Aufgrund einiger Handlungsfehler und der tiefen Einsichten ins Hacking (nicht für jeden geeignet) vergebe ich nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung nur an Fans von Programmierung und DNA-Optimierung. - Isabel Allende
Violeta
(170)Aktuelle Rezension von: ReisebaerenIsabel Allende ist meine Lieblingsautorin – und das völlig zurecht. Mit Violeta beweist sie einmal mehr, was sie wie kaum wie eine andere kann: Figuren erschaffen, die so glaubwürdig sind, dass man das Gefühl hat, sie wirklich zu kennen.
Violeta erzählt ihr eigenes Leben – hundert Jahre, eingerahmt von zwei Pandemien, von der Spanischen Grippe 1920 bis zur Corona-Pandemie 2020. In Form eines langen Briefes an ihren Enkel blickt sie zurück auf ein Jahrhundert voller Umbrüche, Lieben, Verluste und Neuanfänge.
Was mich dabei am meisten berührt hat: Violeta ist keine Heldin, die alles richtig macht. Sie trifft falsche Entscheidungen, verrennt sich, verletzt Menschen, die sie liebt. Aber sie tut auch wahnsinnig viel Gutes – sie kämpft, hilft, baut auf, steht wieder auf. Genau diese Mischung macht sie so echt. Allende erzählt nicht von einer makellosen Frau, sondern von einem ganzen Leben mit allen Widersprüchen, die dazugehören.
Es sind diese ehrlichen, tiefgründigen Frauenfiguren, für die ich Allende so liebe. Frauen, die nicht perfekt sein müssen, um stark zu sein. Violeta reiht sich da nahtlos ein.
Fazit: Ein großes, warmes, ehrliches Buch über ein ganzes Frauenleben. Klare Leseempfehlung – nicht nur für Allende-Fans.
- Nora Roberts
Schattenmond
(88)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》EIGENE MEINUNG:
Seit über 20 Jahren lese und liebe ich Bücher von Nora Roberts, doch diese Trilogie stand lange ungelesen in meinem Regal – weil ich Sorge hatte, dass mir der Bezug zu Corona nicht gefallen würde und die Liebesgeschichte scheinbar nicht erst entsteht, sondern schon besteht. Dazu nun meine Meinung:
- Das Buch ist tatsächlich bereits vor Corona entstanden und ja: Es basiert auf der Idee einer weltweiten Pandemie. Hier jedoch ausgelöst durch Magie, aber dennoch nicht weniger erschreckend. Im Mittelpunkt steht also nicht die Pandemie an sich, sondern quasi das extrem veränderte Leben danach, denn: Hier ist die Zivilisation daran zerbrochen, jedoch wurde zugleich Magie zurück in die Welt gebracht. Ich würde es als eine Dystopie beschreiben, die vor allem in den USA spielt, und deren Grundlage Urban Fantasy ist.
- Die Liebesgeschichte zwischen Lana und Max besteht bereits und so geht es in diesem Auftaktband vor allem um das World-Building, wir lernen die Handlungsorte und eine Vielzahl an Personen kennen.
- Diese sind alle Überlebende der Pandemie und wahnsinnig unterschiedlich ausgestaltet – sowohl in Bezug auf Alter, Fähigkeit, Charakter sowie vieles mehr. Ich musste mir zwischendurch sogar einen kleinen Spickzettel schreiben, hätte jedoch auch auf keine Figur verzichten wollen.
- Besonders spannend ist die Idee, dass nicht Lana die Hauptfigur in dieser Trilogie innehaben wird, sondern das Kind, welches sie unter dem Herzen trägt.
- So gilt es Verluste zu verwinden, ums Überleben zu kämpfen, Grundbedürfnisse zu sichern, aber auch zwischen guten wie bösen Mitgliedern der verbliebenen Menschheit den eigenen Platz und Sinn zu finden. Ich empfinde diesen Auftaktband etwas als „Reise“, auch wortwörtlich.
- Passend zu der Art magischen Apokalypse treffen wir neben der ganzen Bandbreite an Menschen auch auf Feen, Hexen, Gestaltwandler und viele mehr.
- Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings gab es für mich auch die ein oder andere Länge in der Handlung. Das Cover wird aus meiner Sicht weder der im Buch beschriebenen Postapokalypse, noch der Fantasy im Buch richtig gerecht und der Klappentext verrät einfach schon zu viel.
》FAZIT:
Außergewöhnliche Dystopie von Nora Roberts, mit vielen magischen Elementen und nach unserem eigenen Erleben einer Pandemie besonders tief wirkt. Man überlegt unweigerlich ob das beschriebene Szenario wirklich so unvorstellbar oder sogar sehr realistisch wäre…
- Stephen King
Holly
(186)Aktuelle Rezension von: Julietta89Ich bin eigentlich kein großer Fan von Kriminalromanen, und „Holly“ kommt diesem Genre schon ziemlich nahe. Wenn es kein Buch von Stephen King gewesen wäre, hätte ich es wohl gar nicht erst zur Hand genommen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte trotzdem gefesselt hat. King gelingt es hier, auf eine sehr spannende Art und Weise eine Ermittlung zu erzählen, die trotz des klassischen Krimi-Settings so viel mehr bietet.
Besonders beeindruckend fand ich den Aufbau der Story. Die parallelen Handlungsstränge, die sich nach und nach aufeinander zubewegen, haben mich richtig mitgerissen. Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, auch wenn man als Leser teils schon etwas mehr durchschaut als die Protagonistin Holly selbst. Das sorgt für eine tolle Spannung, die King meisterhaft steuert. Und das ganz ohne seine sonst so typischen übernatürlichen Elemente – was ich eigentlich interessant fand, auch wenn mir ein bisschen von diesem King-Flair dadurch gefehlt hat.
Trotzdem ist „Holly“ ganz klar ein Buch, das man als King-Leser nicht verpassen sollte. Es geht tief in die Abgründe der menschlichen Psyche und zeigt, wie komplex und dunkel das Leben sein kann. Für mich war es eine gelungene Überraschung, die mich auch über das Genre hinaus begeistert hat.
- Laura Spinney
1918 - Die Welt im Fieber
(21)Aktuelle Rezension von: NiWaAls der Erste Weltkrieg sein Ende fand, trat die nächste Katastrophe durch die Tür: An der Spanischen Grippe ist ein Drittel der Weltbevölkerung erkrankt. Obwohl diese Pandemie todbringender als der Große Krieg war, scheint sie verdrängt, ausgeklammert und maximal als Fußnote in Geschichtsbüchern zu stehen. Laura Spinney erlaubt einen umfassenden Blick auf eine Zeit, die den Ereignissen von 2020 sehr ähnlich ist.
„1918 - Die Welt im Fieber“ ist ein Sachbuch, das sich mit der Spanischen Grippe auseinandersetzt.
Ich habe mich von jeher für Viren, Epidemien und Pandemien interessiert. Daher stand es für mich außer Frage, dass ich mehr über die Spanische Grippe erfahren möchte. Allerdings ist mein Interesse niemals so weit gegangen, dass ich unbedingt selbst an so einem Weltereignis teilnehmen wollte.
Wichtig und bemerkenswert ist, dass dieses Buch 2018 veröffentlicht wurde und daher von den Gegebenheiten rund um die Corona-Pandemie nicht beeinflusst ist.
Laura Spinney erschafft ein umfassendes Bild der Spanischen Grippe. Sie erzählt, wie diese Krankheit in die Welt kam und wie sie sich ausgebreitet hat. Dazu geht sie auf viele Theorien und die Wirren der Kriegszeiten ein. Sie beleuchtet unterschiedliche Wege, wie sich die Grippe über die Welt verbreitet hat, führt Belege an und stellt dar, was gegen die genannten Thesen spricht.
Sie erzählt, wie die Krankheit zu ihrem Namen kam und warum die Spanier wenig begeistert von der Namensgebung sind. Außerdem beschreibt sie, welche Herausforderung die Pandemie für die Mediziner war und mit welchen mythischen Riten sich die Bevölkerung davor zu schützen gedachte.
Zudem jagt sie Patient null, der bis heute nicht eindeutig identifizierbar ist. Es wird von bösen Geistern und guten Samaritern erzählt, welche Rolle der Krieg einnahm und wie sich die Gesellschaft trotz oder wegen der Grippe aus dem Nachkriegselend erhob. Zum Ende werden die Toten gezählt und wie die Erinnerung an sie aus unserem sozialen Gedächtnis verschwunden ist.
Meiner Ansicht nach ist dieses Werk ausgezeichnet aufbereitet. Die Kapitel greifen ineinander und Spinney baut logisch den Ablauf und die Konsequenzen der Spanischen Grippe auf. Sämtliche Theorien sind mit ihrer Herkunft belegt, sie werden diskutiert und die Autorin veranschaulicht, dass der gesamte Ablauf niemals vollständig rekonstruiert werden wird.
Mich haben vor allem die damaligen politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die Seuche interessiert. Mit offenen Mund habe ich von Maßnahmen gelesen, die mittlerweile jeder aus erster Hand kennt: Quarantäne, Lockdown, Mundschutz - um nur einige zu nennen.
Die Parallelen enden damit nicht, denn der Mensch von damals hat ähnlich wie sein moderner Nachkomme reagiert:
„1918 fragten sich die Menschen in den Entente-Staaten, wenn sie zu den vom deutschen Pharmahersteller Bayer produzierten Aspirinschachteln griffen, ob in den Tabletten wirklich nur Aspirin enthalten war.“ (S. 89, eBook)
„Andere wiederum hatten den Verdacht, die Grippe gehe auf ein Geheimprogramm biologischer Kriegsführung zurück (...)“ (S. 88 - 89, eBook)
Genauso verbreitet war der ignorante Bevölkerungsanteil, der sich damals wie heute zeigt:
„ (…) zum Beispiel die mangelnde Einsicht, dass ein Infizierter, der sich frei bewegte, die Krankheit weiterverbreitete.“ (S. 96, eBook)
Nach der Lektüre finde ich es schade, dass wir Menschen wenig aus der Vergangenheit lernen, denn wenn die Spanische Grippe und hoffentlich bald Corona hinter uns liegen, ist es sicher, dass es nicht die letzte Pandemie gewesen ist:
„Eine 2016 von der Commission on Creating a Global Health Risk Framework for the Future (GHRF) - einer unabhängigen internationalen Expertengruppe, einberufen von der amerikanischen National Academy of Medicine - veröffentlichter Bericht gelangt zu der Einschätzung, dass es im Lauf der nächsten hundert Jahre mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit vier oder mehr Pandemien geben werde (…).“ (S. 309 - 310, eBook)
„1918 - Die Welt im Fieber“ ist ein interessantes Sachbuch, das in unserer Gegenwart aktuell besonderes Augenmerk verdient. Meiner Meinung nach sollte es bei Interesse unbedingt gelesen werden, weil es den Blick für unser gegenwärtiges Leben und Entwicklungen schärft und sogar ein wenig hoffnungsvoll stimmt.
- Teri Terry
Manipuliert
(78)Aktuelle Rezension von: Kirosch95Die Reise, auf der Suche nach einer Heilung, geht weiter.
Viel mehr möchte ich zur Story nicht sagen, da war sich um Band 2 handelt.
Es wird weiterhin aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Diesmal gibt es jedoch drei Povs. Ansonsten sind viele unterschiedliche Charaktere vertreten. Nach wie vor gibt es viele Geheimnisse, Besonderheiten und Vermutungen. Ein paar meiner Vermutungen haben sich bestätigt und andere wiederum nicht. Es ist also ausgeglichen und nicht zu vorhersehbar geschrieben. Ich persönlich finde Band zwei noch viel besser als Band eins. Hier gibt es mehr Spannung und die Story streitet rasanter voran. Dran bleiben lohnt sich!
- Neal Shusterman
All Better Now
(184)Aktuelle Rezension von: LucieEin Virus, ähnlich wie Corona, nur ein wenig heftiger und mit dem großen Unterschied, dass alle, die davon genesen, glücklich sind. Doch schon bald versuchen die Reichen der Gesellschaft alles, um die Krankheit zu verhindern, da die Genesenen nichts mehr kaufen, kein Interesse mehr an Konsum haben und oft auch ihr gesamtes vermögen spenden, um pilgern zu gehen...
Ansich finde ich die Grundidee sehr spannend, aber der Schreibstil konnte mich echt nicht fesseln und hat mich nicht überzeugt, dann fand ich es schade, dass sowohl Klimawandel als auch technischer Fortschritt nicht erwähnt wurden, was ich bei einer Dystopie schon erwarten würde. Meiner Meinung nach hatte das Buch keine Seele, hat mich nicht gefesselt und kam für mich eher wie ein fiktiver Bericht rüber. Schade.























