Bücher mit dem Tag "papagei"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "papagei" gekennzeichnet haben.

132 Bücher

  1. Cover des Buches Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg (ISBN: 9783492311533)
    Jenny Colgan

    Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Junghans

    Polly hat sich mit Ihrer Bäckerei einen Lebenstraum erfüllt, genau wie mit dem Leuchtturm, den sie ad hoc gekauft hat. Auch wenn die Bäckerei nicht viel abwirft und der Leuchtturm im Winter bitterkalt ist, ist sie mit ihrem Verlobten Huckle einfach nur glücklich. Doch dann weiht ihr beste Freundin Kerensa sie, kurz vor Weihnachten, in ein sehr heikles Geheimnis ein. Ihr Leben steht mit diesem Tag Kopf und ihre Gefühle fahren Achterbahn. 

    Und dann taucht auch noch ihr leiblicher Vater auf, den sie nie kennengelernt hat. Und zu allem Überfluss bringt auch ihr Verlobter Huckle immer wieder das Thema Kinderwunsch und Hochzeit auf den Tisch. 

    Für Polly wird es ein Weihnachten, dass sie sich so nicht vorgestellt hallte. 


    Dies war mein erstes Buch von Jenny Colgan und daher kannte ich die vorherigen Bücher nicht. Man kommt aber ohne große Umstände in die Geschichte herein und weiß sofort wer welcher Charakter ist. 

    Anfangs liest sich die Story etwas schleppend und es dauert etwas bis man erfährt um was es eigentlich geht. Immer wieder mal werden verschiedene Themen angeschnitten - ihre Freundin, ihre Mutter, ihre Vater, ihre Beziehung zu Huckle, der Weihnachtsmarkt, die Papageientaucherstation - so dass es doch viel Hin und Her ist. Gegen Ende des Buches ist es jedoch eher so, dass man nicht aufhören möchte zu lesen um zu erfahren wie die Geschichte nun aus geht.
    Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge, so dass man auch kurz mal weiter lesen kann.
    Auch die Bilder die sie beschreibt sind wunderschön und trotzdem finde ich es an manchen Stellen zu viel. Es wird viel erklärt bzw. ihre Gefühlswelt beschrieben, die ich dann teilweise einfach nur quer gelesen habe. 

    Fazit: Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. Wer es romantisch und etwas kitschig mag, dem empfehle ich diesen Roman um die Weihnachts- und Winterzeit.

  2. Cover des Buches Der kleinste Kuss der Welt (ISBN: 9783570585474)
    Mathias Malzieu

    Der kleinste Kuss der Welt

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Bis jetzt kannte ich nur "Die Mechanik des Herzens" vom Autor und diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Für mich war klar, dass ich noch mehr von diesen außergewöhnlichen Geschichten lesen wollte, und so stieß ich auf diese. Eine Frau, die verschwindet, sobald man sie küsst? Ich war sehr neugierig und freute mich diese Welt kennenzulernen.

    Ein depressiver Erfinder erblickt eine wunderschöne Frau, die ihn sofort in den Bann zieht. Aber er ist zu schüchtern, um irgendetwas zu sagen. Also gibt er ihr einen flüchtigen Kuss, aber in diesem Moment verschwindet das Mädchen völlig spurlos. Der Erfinder will sie unbedingt wiederfinden und bittet einen pensionierten Detektiv,  mit seinem außergewöhnlichen Papagei, um Hilfe. Wird es ihm gelingen, die unsichtbare Frau wieder zu finden? 

    Das war wirklich eine ganz besondere Geschichte. Eine Frau verschwindet, wenn man es küsst. Aber wie ist das möglich und warum taucht sie nicht mehr auf? Weil das Mädchen unsichtbar ist und wir kaum etwas über sie wissen, wirkt sie sehr geheimnisvoll. Die Apothekerin möchte dem Erfinder helfen und gibt ihm die Kontaktdaten eines Detektivs, der sich auf außergewöhnliche Fälle spezialisiert hat. Er besitzt einen besonderen Papagei, der die Spur von jedem finden kann. Manchmal sehr lustige Momente mit dem verrückten Vogel. Der Erfinder ist ein hoffnungsloser Romantiker und verliert sich schnell selbst. Er hat oft melancholische Momente, gibt aber nicht auf. Er will die Frau unbedingt finden. Die Frau selbst, Sobralia, hat Angst, aufgrund ihrer "Gabe", vor Liebe oder sich einfach zu verlieben. Das ist verständlich und ich konnte es sehr gut nachvollziehen, was sie auch sehr authentisch macht. Und genau das macht diese Liebesgeschichte aus. Er kann sie nicht sehen, nur hören und fühlen. Das ist eine sehr wichtige Botschaft, denn man liebt nicht das Aussehen eines Menschen, sondern sein Herz. Das Ende hat mich umgehauen. Einerseits habe ich es geahnt, aber andererseits war es doch irgendwie eine unerwartete Wendung.

    Eine melancholische, aber romantische und geheimnisvolle Geschichte. Ich empfehle es allen, die außergewöhnliche Geschichten mit tiefgründigen Botschaften mögen.

  3. Cover des Buches Der Nostradamus-Coup (ISBN: 9783404174256)
    Gerd Schilddorfer

    Der Nostradamus-Coup

     (52)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    John Finch bekommt ein Notizbuch in die Hände, welches ihn nicht nur auf die Spur von Nostradamus, sondern auch in große Gefahr bringt.

    Ich liebe Verschwörungsthriller, ich lese gerne Bücher von Schilddorfer und ich interessiere mich für Nostradamus.

    Ich hatte also die perfekten Voraussetzungen für dieses Buch.

    Das Cover passt absolut zum Buch und hat mich sofort angesprochen.

    Der Schreibstil des Autors ist einfach nur sehr gut, die Protagonisten und Orte werden perfekt dargestellt, der Spannungsbogen zieht sich über das ganze Buch ohne abzuflachen.

    Dazu wirkt dieses Buch (wie auch die Vorgängerwerke) grandios recherchiert.

    Einiges an Fiktion und viel Geschichtliches bilden eine grandiose Geschichte, die Lust zum Lesen und recherchieren macht.

    Schon die 2 Vorgängerbände gefielen mehr sehr gut, dies ist allerdings das bisher beste aus dieser Reihe.

    Trotz fast 800 Seiten kommt nie Langeweile auf, ja nicht einmal die Spannung reißt irgenwann ab.

    Schön ist auch mitzuverfolgen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln.

    Fazit: Wer Verschwörungsthriller und Thriller mit wahrem Hintergrund und geschichtlichen Fakten mag, kann bei diesem Buch nichts falsch machen.

    Absolute Topempfehlung.

  4. Cover des Buches Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen (ISBN: 9783505141881)
    Neil Patrick Harris

    Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch handelt von Carter, der Flucht vor seinem Onkel Sly, welcher Zauberei nur nutzte um Böses zu tun, seiner Reise nach Mineral Wells, wie er dort auf eine betrügende Zauberbande (oder doch eine zaubernde Betrügerbande?!), seine zaubernden Freunde, den wahren Sinn der Magie und viele neue Abenteuer stieß. 

    Wo fange ich am besten an?! 

    • bei den kleinen Rätseln, welche Neil P. Harris eingebaut hat?
    • bei den liebevollen Illustrationen?
    • bei den einzigartigen Charakteren?

    Jeder, der schon einmal "How I meet your mother" gesehen hat, weiß, dass Barney Stinson nicht nur ein Womanizer, sondern auch ein Zauberer ist, aber das Neil Patrick Harris fernab des TV's auch verzaubert, war mir nicht bewusst! 



  5. Cover des Buches Der Letzte beißt die Hunde. Eine schwarze Krimikomödie (ISBN: 9783862822584)
    Markus Walther

    Der Letzte beißt die Hunde. Eine schwarze Krimikomödie

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Jay
    Mimi, eine ältere Dame, wird beinahe von einem Klavier (nein, tut mir Leid, von einem FLÜGEL!) erschlagen und sucht nach diesem Anschlag, gemeinsam mit ihrer Enkelin, nach ihrem vermeintlichen Mörder.

    Mimi selber ist ein riesiger Krimi-Fan und wendet ihr Fachwissen auch auf ihren eigenen Fall an. Mimi, als Charakter hat mir sehr gut gefallen. Ihre Liebe zu den Büchern, besonders zu Krimis und ihre gewiefte Art mit Problemen umzugehen war sehr unterhaltsam. Die Enkelin, Helen wirkt dagegen etwas unscheinbar, aber das war wohl so beabsichtigt.

    Man sollte das Buch nicht zu ernst nehmen, sondern lediglich als unterhaltsame Geschichte betrachten, dann macht es auch Spaß zu lesen. Es gab auch hin und wieder "Schmunzel-Potential".
  6. Cover des Buches Der Zerberus-Schlüssel (ISBN: 9783404175956)
    Gerd Schilddorfer

    Der Zerberus-Schlüssel

     (43)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe

    Die Bücher von Gerd Schilddorfer liebe ich ja total, was nicht nur an seinem erfrischenden, mitreißenden Schreibstil liegt. 

    Er packt so viele gut recherchierte Fakten in seine Bücher, dass es zuweilen sehr schwer fällt zu unterscheiden, was wahr und erfunden ist. Einfach toll, vor allem für wissbegierige Leser wie mich.

    Was die Buchreihe um John Finch und seine Gefährten aber vor allem so lesenswert macht, das sind die wundervollen Figuren, die sich der Autor hier ausgedacht hat. Man schließt sie sofort ins Leserherz, denn sie sind nicht nur außergewöhnlich, sondern vor allem liebenswürdig.

    Auch in diesem Teil der Reihe dürfen wir wieder rund um den Globus reisen mit John und seiner Truppe. Es ist eine spannende Story, die sich so nach und nach aus vielen Puzzleteilchen zusammensetzt. Am Ende ist alles wie immer sehr stimmig und man hofft gleich auf eine Fortsetzung.
    Diese Reihe kann ich nur wärmstens empfehlen! So macht Lesen Freude!

  7. Cover des Buches Manche mögen's tot (ISBN: 9783458364108)
    Tatjana Kruse

    Manche mögen's tot

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem, nunmehr dritten Krimi, ermitteln Konny und Kriemhild wieder in eigener Sache. Kriemhild wird beim morgendlichen Pilze sammeln Augenzeugin, wie ein angesehener Bürger des Ortes, sich seiner Frau entledigt. Leider bleibt si nicht unbeobachtet und erleidet einen Streifschuss.  

    Um den Täter, den es zu überführen gilt, in Sicherheit zu wiegen, beschließen K & K, den Tod von Konny bekannt zu geben. Dazu muss natürlich ein Sarg her (selbstredend aus Mahagoni), der in der Frühstückspension der Schwestern aufgestellt wird. Das sorgt naturgemäß für diverse skurrile Situationen, da die Pension gut gebucht ist. Sogar ein Parapsychologe kreuzt auf, der die seltsamen Geräusche untersuchen soll. Wie der geneigte Leser sicher errät, gibt es keine übernatürlichen Erscheinungen. 

    Meine Meinung: 

    Ich habe mich wieder köstlich amüsiert, wie die beiden Schwestern gemeinsam mit dem üblichen „Personal“ auf Mörderjagd gehen. Wieder mit an Bord sind der Nacktkater Amenhotep, der lautstark fluchende Papagei Chuck Norris sowie der Gärtner Herr Hirsch mit seiner Frau Gemahlin, der Kriminalhauptkommissarin. 

    Fazit: 

    Wer skurrile und humorvolle Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten! 

     

  8. Cover des Buches Falsch (ISBN: 9783455403855)
    Gerd Schilddorfer

    Falsch

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Falsch" ist der erste Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Ein alter Mann wird im kolumbianischen Dschungel in seiner Hütte überfallen. In letzter Minute schickt er drei Brieftauben in den Himmel und richtet sich selbst bevor er ein Geheimnis ausplaudern kann. Die Tauben erreichen mit ihren drei Hinweisen Bogota, Medellin und Sao Gabriel, wo drei Freunde aus alter Zeit ihre Heimat fanden. Zur gleichen Zeit am Münchner Flughafen als eine Diamantenraub gerade noch vereitelt wird. Warum interessieren sich die Yakuza, MI5 und weitere dubiose Personen für all dies? Es scheint, dass der Ursprung des Geheimnis weit in der Vergangenheit liegt. Der alternde Pilot und Abenteurer John Finch wird in Südamerika von einem der Freunde für eine horrende Summe engagiert, um die beiden anderen Hinweisträger zu ihm zu bringen. Denn nur gemeinsam können sie das Geheimnis lüften. Und alle sind verbunden durch ein gemeinsames Kriegsschicksal. Doch bevor Finch's Auftrag erfüllt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus. Gerd Schilddorfer erzählt diese Story über drei verschiedene Zeitebenen und Orten total verstreut über die Welt. Was anfangs noch ein großes Fragezeichen für den Leser ist, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenführen könnten, wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Dabei verwebt er reale historische Ereignisse wie das Ende des Zarenreichs, die Geldfälschaktion "Operation Bernhard" der Nazis oder das Flugzeugunglück in Mir 2009 mit der fiktiven Story rund um das Geheimnis der vier Auswanderer in Südamerika. John Finch ist dabei Pilot eines Wasserflugzeugs, der viele Jahre schon in Nordafrika und anderswo in diversen gefährlichen Missionen unterwegs war. Derzeit hat ihn das Schicksal nach Südamerika verschlagen. Für mich hat er ein wenig etwas von Indiana Jones. Deswegen ist dieses Buch auch nicht nur ein Thriller für mich, sondern hat auch einen Touch von Abenteuerroman. Aber diese Mischung gefällt mir extrem gut. Von Anfang bis Ende empfand ich es sehr spannend, flüssig zu lesen und als rasanten Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und definitiv werde ich die Folgebände des Whisky trinkenden Abenteurer und Piloten John Finch lesen.

  9. Cover des Buches Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe (ISBN: 9783522185004)
    Michael Ende

    Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Tigerlilly94

    Der furchtlose Knirps reißt von Zuhause aus, um Knappe beim gefürchteten Raubritter Rodrigo Raubein zu werden. Nur schade, dass Rodrigo gar nicht so fürchterlich ist ...

    Ein Ereignis folgt dem nächsten und führt uns zu wundervoll ausgestalteten Charakteren, die einem mit ihren Eigenarten immer wieder ein Lächelns ins Gesicht zaubern. Was mit gelangweilten Eseln beginnt, endet mit einem halbgierigen Drachen und einem Abenteuer, an das man sich zurückerinnern wird.

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und eignet sich bestimmt auch gut zum Vorlesen. Allerdings ist es aufgrund der vielen Schachtelsätze und Textlänge eher etwas für ältere Kinder, die bereits im Lesen geübt sind. Ich selbst habe auch recht lange für die Geschichte gebraucht, da sie an manchen Stellen ein wenig langatmig ist. Abgesehen davon war das Buch wirklich schön.

  10. Cover des Buches Gray (ISBN: 9783442488315)
    Leonie Swann

    Gray

     (109)
    Aktuelle Rezension von: IsabellaP

    Ich habe das Buch erst mal etwa 2 Jahre rumliegen lassen. Ein Graupapagei als Protagonist? Wie sollte das gehen?

    Es ging! Und wie! Einmal angefangen, konnte ich es kaum noch weglegen. 

    Gefallen hat mir, dass der Papagei zwar ein schlaues Kerlchen ist, aber immer im Rahmen des Möglichen. Also kein übernatürlicher Vogel sondern ein Papagei, der ein wenig Farben und Formen gelernt hat und Worte und Musik aufgeschnappt hat. 

    Immer wieder neue Wendungen, Verdachtsmomente, Begegnungen. Und immer wieder im Irrtum. Die Auflösung fand ich überraschend, damit hatte ich nicht gerechnet.

    Die Charaktere sehr unterschiedlich und schön gezeichnet.

    Mir fällt nichts Negatives ein, das ich Schreiben könnte.

  11. Cover des Buches Die Doppel-Kekse - Chaos hoch zwei mit Papagei (ISBN: 9783522505130)
    Patricia Schröder

    Die Doppel-Kekse - Chaos hoch zwei mit Papagei

     (27)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...“Okay“, meinte Lucie. „dein Kaffee läuft über“.

    Ihr Vater schüttelte den Kopf. „Das kann nicht sein, ich habe einen Espresso gedrückt.“
    „Dann hat der Automat das wohl falsch verstanden“, gab Lucie schulterzuckend zurück...“


    Lucie und Lea sind Zwillinge. Gleich zu Beginn des Buches listet Lea die Unterschiede zwischen ihnen auf. Und das sind bemerkenswert viele. Hinzu kommt, dass ihr Vater Mathematiklehrer ist und dafür gesorgt hat, dass die Mädchen seit kurzem in unterschiedliche Klassen gehen.

    Lucie wurde in die Parallelklasse versetzt und dort zur Klassensprecherin gewählt. Ihre Vorgängerin hat die Schule gewechselt. Lucie interessiert, warum, denn in der Klasse haben drei Jungen das Sagen, die zwar im Unterricht kaum auffallen, aber ansonsten selbst gegen die Lehrer ihren Willen durchsetzen.

    Lea dagegen denkt darüber nach, wie sie Geld verdienen könnte, denn sie wünscht sich eine Gitarre.

    Ihr gemeinsames Problem allerdings ist der Papagei. Der fällt durch sein umfangreiches Repertoire an Schimpfwörter auf. Wenn es ihnen nicht gelingt, seine Wortschatz zu ändern, muss er ins Tierheim, denn gegenüber Besuchern ist es mehr als peinlich, was der Papagei so von sich gibt.

    Die Situation verschärft sich, als die italienische Großmutter Nonna Dolce Vita erscheint. Sie darf nichts vom Papagei wissen, warum auch immer. Also braucht er sofort eine neue Unterkunft.

    Es handelt sich um den zweiten Band aus der Reihe. Wiederum hat die Autorin eine humorvolle und sehr realistische Geschichte geschrieben.

    Der Schriftstil lässt sich gut lesen und ist der Zielgruppe angepasst. Treffend ausgearbeitete Dialoge zeigen, dass sich die Zwillinge gern streiten, aber im Ernstfall fest zusammenstehen. Freundschaft und Liebe wird genauso thematisiert wie Mobbing in der Schule. Doch Lea und Lucie sind selbstbewusst genug, um schlagkräftig mit passenden Worten zu antworten.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie birgt einige Überraschungen in sich.

  12. Cover des Buches Am Samstag kam das Sams zurück (ISBN: 9783841500991)
    Paul Maar

    Am Samstag kam das Sams zurück

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Vanillezimtzauber

    Das Sams gehört einfach in jedes Kinderbuchregal. So wie der erste Sams-Band ist Teil 2 ein absolut lesenswerter Klassiker, den jedes Kind kennen sollte. Schon seit Jahrzehnten begeistert Paul Maar mit seiner originellen Geschichte.

    "Am Samstag kam das Sams zurück" ist voller lustiger Unternehmungen vom Sams und Herrn Taschenbier. So landen Spaghetti in Frau Rotkohls Küchenschränken und Herr Lürcher wundert sich regelmäßig über die Ereignisse in seiner Wohnung. Von sprachlichen Missverständnissen im feinen Restaurant bis zu einem sprechenden Papagei ist das Buch voller lustiger Aktionen und sprachlichen Feuerwerken. Eine große Rolle spielt dabei die Wunschmaschine, die den zweiten Teil nicht zu einer einfachen Fortsetzung sondern zu einer eigenen Geschichte werden lässt.

    Leider muss ich zugeben, dass mir Herr Taschenbier in diesem Buch hin und wieder sehr unsympathisch war. Er erweist sich als materiell und oft schwer von Begriff. Das Sams muss ihn immer wieder zu Recht weisen. Als Kind ist mir das nicht so stark aufgefallen, aber nun hat es mich bei Lesen immer wieder dazu gebracht, die Augen zu verdrehen. Deshalb 4 Sterne.


  13. Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)
    Michael Crichton

    Next

     (161)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wie so oft hat Michael Chrichton auch hier sein aus Jurassic Park bekanntes Thema aufgegriffen:  Gentechnologie

    Die mit vielen Handlungssträngen erzählte Story, die verschiedene Aspekte der Gentechnologie kritisch beleuchtet ist spannend erzählt und beinhaltet vor allem gegen Ende einige überraschende Berührungen und Überschneidungen besagter Handlungsstränge. Die Charaktere wirken sympathisch und man fiebert mit ihnen. Zwischendurch gibt es Zeitungsartikel zum Nachdenken. Es ist schon erschreckend, wie Wirtschaft und Gesetze dieses Thema behandeln. Wenn ich Gewebe zu medizinischen Zwecken spende und das Labor meine Gene als Patent anmeldet, haben sie dann ein Anrecht auf mehr Gewebe, falls die Proben verloren gehen ? Darf mir dann gegen meinen Willen Knochenmark entnommen werden, wo doch meine Gene nicht mehr mir, sondern dem Labor gehören ? Was passiert, wenn ich menschliche Gene in Tierembryos einbaue und diese austragen lassen. Kann es dann zu sprechenden Affen oder intelligenten Tieren kommen ? Hat so ein Affe die gleichen Rechte wie ein Mensch ? Darf er zur Schule gehen bzw. darf die Leitung ihn der Schule verweisen?  Darf eine Krankenversicherung die Gene Verstorbener auf Erbkrankheiten überprüfen lassen und den Nachkommen dann die Versicherung verweigern ? Oder die Ergebnisse veröffentlichen, sodass die Nachkommen nirgendwo mehr eine Krankenversicherung finden ? Was passiert mit meinem Gewebe, dass mir im Krankenhaus abgenommen wird (Biopsien, Blut, Amputation, Blinddarm etc.) ? Was ist, wenn damit geklont wird ? Und möchte man, dass Schildkröten oder Korallen Gene eingesetzt werden, die dann aufleuchten und z.B. Reklame für BP oder Pharmakonzerne zeigen ? Was ist machbar, was wird schon gemacht und wie sieht die Gesetzeslage dazu aus ? Gibt es ein "Draufgängergen" und kann dies zur Verteidigung bei Vergewaltigungen herhalten ?  Dieser spannende Roman ist gut recherchiert und hat im Anhang nicht nur ein Nachwort über die Situation und die Gesetze in Deutschland, sondern auch ein langes Literaturverzeichnis mit kurzer Vorstellung des jeweiligen Buches, falls man sich mit dem Thema intensiver beschäftigen möchte.

    Mir hat das Buch gut gefallen, es war spannend und gut und flüssig geschrieben, das Thema ist aktuell und es hat mich immer wieder zum Innehalten und Nachdenken gebracht. Anfangs haben mich die vielen Personen und Handlungsstränge verwirrt und ich mußte immer wieder kurz überlegen, wer jetzt die und die Person nochmal war, aber man kam dennoch gut in das Buch rein und meist hat man sich schon nach den ersten Sätzen wieder erinnert. Später war dies kein Problem mehr. Im Nachwort bezieht der Autor ganz klar Stellung gegen die Patentierung von Genen und Krankheiten, die wohl schon weltweit gängige Praxis ist.

    Lesenswert und erschreckend.

  14. Cover des Buches Knochen zu Asche (ISBN: 9783453436565)
    Kathy Reichs

    Knochen zu Asche

     (358)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Als junges Mädchen musste Tempe Brennan erleben, wie ihre beste Freundin Evangeline unter mysteriösen Umständen zum Vermisstenfall wurde. Dreißig Jahre später reißt ein Skelettfund im kanadischen Nova Scotia alte Wunden auf. Hängen diese Knochen mit Evangelines Verschwinden zusammen? Ein kleines vergilbtes Versbuch könnte die Antwort verraten

  15. Cover des Buches Ein Brief für dich (ISBN: 9783957341907)
    Dorothea Morgenroth

    Ein Brief für dich

     (18)
    Aktuelle Rezension von: peanjo

    Vier Menschen , die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, leben in einer Stadt. Da ist einmal Esther, alleinerziehende Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern, die auf einmal allein in ihrem in die Jahre gekommenen Haus lebt und irgendwie ihr Leben neu sortieren muss. Gar nicht so weit entfernt lebt Walter, der nach dem Tod seiner Frau und der Cousine Esthers zurückgezogen und verbittert ist und nur für seine Arbeit als Professor lebt. Dann ist da Ruth, ein junge, chronisch kranke Mutter, die jeden Tag als Geschenk aus Gottes Hand nimmt und Menschen mit guten Worten ermutigen möchte. Und schließlich Hajo, den Straßenbauingenieur mittleren Alters, der erst vor kurzem in die Stadt gezogen ist, weil er die Schuld seines bereits verstorbenen Vaters tilgen will und dadurch ein Getriebener ist. 

    Sanft und unaufgeregt nimmt die Autorin Monika Dockter, die hier unter ihrem Pseudonym schreibt, die vier Lebensfäden auf und spinnt eine wunderbare Geschichte um diese Menschen, die alle ihre Last zu tragen haben und diese doch eigentlich gern abgeben wollen. Doch das können sie nur, wenn sie Vergebung walten lassen - Vergebung erbitten und Vergebung schenken.

    Ein wirklich zu Herzen gehendes Buch, dass einlädt, sich selbst wieder neu den Händen des Einen anzuvertrauen.

  16. Cover des Buches Eine Insel (ISBN: 9783442474622)
    Terry Pratchett

    Eine Insel

     (108)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Durch eine riesige Welle werden sämtliche Bewohner von Maus Heimatinsel getötet, Mau selbst überlebt nur, weil er sich auf einer anderen Insel aufhielt. Durch die selbe Welle wird das Schiff „Sweet Judy“ auf der Insel angespült, auch auf ihr gibt es nur eine Überlebende: Ermintrude Fanshaw, eine junge englische Adelige. Nach und nach landen Überlebende auf der Insel, alle müssen versuchen, mit der Katastrophe fertig zu werden und ihr Leben weiter zu leben.

    Ein ungewohnt ernster Roman Terry Pratchetts, dem selbst eine persönliche Katastrophe wiederfuhr, als bei ihm 2007 Alzheimer diagnostiziert wurde. „Eine Insel“ wurde im Original 2008 veröffentlicht, ich habe mich beim Lesen mehrmals gefragt, ob der Autor hier auch seine eigene Trauer verarbeitet.

    Vor allem Mau, der alles verloren hat, muss neben dem Überleben auch viel Trauerarbeit leisten. Der Roman nimmt das sehr ernst, bietet aber auch Hoffnung und macht Mut. Mau meistert sein Leben mit Einfallsreichtum, Nichtaufgeben, Mut, Verantwortungsbewusstsein (auch für andere), gleichzeitig stellt er auch manche überkommene Traditionen in Frage. Hier hat mich der Roman auch immer wieder an die Tiffany-Weh-Romane erinnert, die immer ernster wurden und vor allem auch zunehmend schwierigere Themen anpackten.

    Trotz all der ernsten Töne gibt es auch humorvolle Passagen, vor allem rund um Ermintrude, die sich nun Daphne nennt, denn dieser Name hat ihr schon immer besser gefallen und auf der Insel kennt niemand ihren richtigen Namen. Sie, die viktorianisch erzogen wurde, muss auf der Insel ihre ganze Erziehung in Frage stellen. Allerdings war sie schon immer sehr wissensdurstig, was in ihrer Kindheit von ihrem Vater unterstützt wurde, so dass es ihr letztlich nicht wirklich schwer fällt. Trotzdem gibt es zwischen ihr und Mau einige kulturelle Missverständnisse, die einen schmunzeln lassen.

    Viktorianische Erziehung? Spielt der Roman etwa in der realen Welt? Ein kurzer Blick auf die abgedruckte Weltkarte lässt das zunächst vermuten, ein zweiter dann nicht mehr: „Wiedervereinigte Staaten“? „Großer Südlicher Peleagischer Ozean“? „Hinter- und Vorderaustralien“? Ganz offensichtlich befinden wir uns in einem Paralleluniversum, das aber dem unseren sehr ähnlich ist, Vieles kommt einem sehr bekannt vor.

    Pratchett findet sich ausgesprochen gut in die Gefühlswelt seiner jungen Protagonisten ein, aus deren Perspektive der Roman fast durchgehend erzählt wird. Besonders gut gelungen sind ihm Maus Gefühle, als er nach Hause kommt und das Ausmaß der Katastrophe erkennt, sich aber (noch) nicht seiner Trauer hingeben kann, da er sich erst noch um die Toten kümmern muss.

    Das Buch ist äußerst liebevoll gestaltet, neben der schon erwähnten Weltkarte (die übrigens hinten auf dem Kopf steht, was erst durch die Lektüre des Romans verständlich wird …), und einer Karte der Insel, gibt es zu jedem Kapitel eine passende Illustration, und auch das Cover passt sehr gut zum Roman. Terry Pratchett liefert ein Nachwort und natürlich gibt es auch (wenn auch nicht ganz im üblichen Maß) seine typischen Fußnoten. Das letzte Kapitel blickt, von der Erzählung aus gesehen, in die Zukunft und beantwortet letzte offene Fragen.

    Ein sehr gelungener Roman für Jugendliche und Erwachsene, der zum Nachdenken anregt und Mut macht. Ich wünsche dem Roman viele Leser und empfehle ihn uneingeschränkt. Für Terry-Pratchett-Fans, die vorwiegend seine Scheibenwelt-Romane lesen, dürfte der Roman zunächst etwas ungewohnt sein, doch, wer dranbleibt, wird auch hier den Autor wiederfinden.

  17. Cover des Buches Donnerstags im Fetten Hecht (ISBN: 9783442378654)
    Stefan Nink

    Donnerstags im Fetten Hecht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine 50 Millionen-Erbschaft steht Schatten ins Haus, doch zuvor muss er die 6 Miterben auftreiben, sonst haben sich die goldenen Aussichten erledigt. Da Schatten selbst allerdings unter extremem Übergewicht leidet, eine Bakterienphobie hat und grundsätzlich wenig gewillt ist das Haus zu verlassen, spannt er kurzerhand seinen Kumpel Siebeneisen ein. Der wird auf eine aberwitzige Weltreise geschickt, mit minimalem Budget. Auf seiner Suche nach den Miterben muss er sich unter anderem einem Lämmergeierangriff stellen, Geister jagen und eine gruselige Rentnerkreuzfahrt  überleben.

    Ein Buch von dem ich mir witzige Lesestunden und schöne Unterhaltung versprochen habe. Leider hat es meinen Geschmack nicht getroffen.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte rund und die Charaktere schön gestaltet. Die Länder sind mit ihren Eigenheiten lebendig geschildert, mal witzig, mal sachlich, mal ein bisschen mit Klischee verrührt. Die aberwitzigen Situationen sind durchaus intelligent gestaltet und schön eingebaut. 

    Und doch hat das Buch mich aus irgendeinem Grund nicht fesseln können. Die Charaktere blieben mir leider fremd und die Geschichte konnte mich nicht für sich gewinnen. Sehr schade, dass dieses durchaus gute Buch meinen Geschmack nicht treffen konnte. 

  18. Cover des Buches Bully Bond und die flotte Lotte (ISBN: 9783958192898)
    Nadja Roth

    Bully Bond und die flotte Lotte

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Calla66

    Ein Hundekrimi? Schon alleine diese Bezeichnung hat mich sehr neugierig gemacht und ich war extrem gespannt was mich in diesem Buch erwarten würde.

    Ja es geht um einen Hund, um Bully Bond eine englische Bulldogge, deren Herrchen plötzlich stirbt. Doch Bully glaubt nicht an einen Unfall. Für ihn ist es ein Verbrechen gewesen und er will unbedingt den Täter finden.

    Lotte, in deren Haus das Unglück geschehen ist nimmt Bully bei sich auf und gemeinsam mit den anderen Tieren, die zu ihrem Haushalt gehören nimmt er die Ermittlungen auf.


    Und das ist eine echt bunte Truppe, neben Bully gehört Frau Yoko eine etwas arrogante aber sehr schlaue Siamkatze, Chris ein Papagei und Bonnie und Clyde ein Schildkrötenpärchen dazu. Ein Zweckbündnis aber im Laufe der Zeit wird daraus eine echte Partnerschaft.

    Der Schreibstil ist klasse, es ist sowohl als Ich Erzählung aus der Sicht Bullys geschrieben,wie auch in der dritten Person wenn es die Menschen betrifft. Man findet schnell in die Geschichte, es ist flüssig und gut verständlich geschrieben und hat mir sehr gut gefallen.

    Die Protagonisten, vor allem die tierischen sind klasse, sie haben schon ganz spezielle Eigenarten und teilweise auch eine Vergangenheit, die eine Rolle spielt. Aber sie sind mutig, risikobereit, zeigen vollen Einsatz und man muss sie einfach mögen.

    Bei den Menschen im Buch ist das nicht bei allen so, ja Lotte ist toll, aber die anderen scheinen so ihre Geheimnisse zu haben, man weiß nicht so wirklich wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.

    Auf jeden Fall hat es die Geschichte geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen so gut hat es mir gefallen.

    Ich hoffe sehr dass es weitere Bücher geben wird in denen Bully und seine tierischen Freunde eine Rolle spielen.


    Mein Fazit:

    Dieser Hundekrimi ist sehr zu empfehlen, er ist spannend, hat die richtige Portion Humor mit dabei, die Protagonisten sind einfach toll und besonders die Tiere schließt man trotz ihrer Eigenarten sofort ins Herz.

    Auch die Handlung ist toll gemacht, immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, nichts ist vorhersehbar und man wird ab und zu auf eine falsche Spur gelockt. Und Bully Bond ist eine klasse für sich, auch ohne die technischen Hilfsmittel seines Namensvetters hat er eine super Spürnase und in Frau Yoko eine Partnerin die mit allen Wassern gewaschen ist.

    Ich liebe dieses Buch und es hat mir unheimlich viel Lesevergnügen bereitet.

    Nicht zu vergessen die Verknüpfung verschiedener aktueller Themen. Alles super gelungen.

  19. Cover des Buches Schlussstriche zieht man nicht mit Bleistift (ISBN: 9783492302111)
    Mary Lewis

    Schlussstriche zieht man nicht mit Bleistift

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Nachdem ihr Mann mit sie mit einer anderen Frau betrügt, schnappt sich Molly Taylor ihre drei Söhne und zieht kurzerhand in das B&B ihrer verstorbenen Tante Helena. Ein Neuanfang will gewuppt werden und Molly hat viel Arbeit vor sich. Dass dabei aber sowohl Molly wie auch die Liebe nicht zu kurz kommen sollten, wird Molly erst nach und nach bewusst …

     

    Molly ist eine sehr sympathische und plastische Figur, der man nicht nur ihre Mutterliebe anmerkt, sondern auch ihren Hang zur Aufopferung für die Familie. Sie selbst stellt sich in den Hintergrund und geht dabei fast unter.

     

    Die Geschichte ist eher ruhig und weist neben einigen Protagonisten auch einige sehr schöne Landschaftsbeschreibungen auf. Da kommt man als Leser glatt ins Träumen und Schwärmen. Doch noch gilt es, Molly und ihren Söhnen ein neues Leben aufzubauen. Die Autorin schafft es, Molly und ihre Söhne so plastisch zu zeichnen, dass man sie schon recht bald mit allen Ecken, Kanten und Eigenarten kennt und voneinander unterscheiden kann.

     

    Die Spannung bleibt etwas auf der Strecke, dafür bekommt man die tollen Landschaftsbeschreibungen und Kopfbilder, denn selbst das Herrenhaus wurde recht detailliert beschrieben.

     

    Fazit:

    Das Ende ist nicht ganz rund und passt irgendwie nicht zu der Stimmung der vorangegangenen Geschichte. Dennoch ist es eine lesenswerte Geschichte über eine mutige und starke Frau, die ihren Weg zum ganz persönlichen Glück geht.

  20. Cover des Buches Flauberts Papagei (ISBN: 9783462044034)
    Julian Barnes

    Flauberts Papagei

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Welcher Papagei stand wohl auf Flauberts Schreibtisch als er seine Meisterwerke schrieb? Diese Frage treibt den englischen Arzt Geoffrey Braithwaite durch Frankreich, auf den Spuren des von ihm so bewunderten Dichters dessen Biografie er schreiben will. Dabei findet er mehr als eine Geschichte, mehr als eine etwas irre helfende Hand und stets begleiten ihn die Werke des Franzosen. 

    Ein Buch dessen Inhalt sich nur schwer wiedergeben lässt, das sich aber hochinteressant liest. Die Geschichte des Arztes tritt dabei fast vollständig in den Hintergrund. Versatzstücke aus Flaubert-Biografien, Literaturwissenschaft, Textgeschichte und amüsante Anekdoten zur Beschäftigung mit Literatur überhaupt – unvergessen bleibt mir die Passage über die Beschreibung von Augen in literarischen Werken -  machen vergessen, dass hier keinesfalls ein unterhaltsames Sachbuch vorliegt, sondern ein Roman. Die Suche nach dem richtigen ausgestopften Papagei ist dabei kaum ein roter Faden zu nennen und doch symbolisiert er wie dieses Buch zu einem Streifzug durch das Leben und die Rezeption Flauberts geht. Wenn man es am wenigsten erwartet taucht er wieder auf und doch spielt die Antwort am Ende kaum eine Rolle. 

    Schwer zu fassen, aber äußerst witzig hat Julian Barnes hier ein interessantes Buch vorgelegt, das jedem, der ein bisschen von Flaubert kennt und sich für sein Lebe interessiert bestens unterhält. Man darf nur niemals vergessen: Es bleibt ein Roman, so sehr es sich auch als Sachbuch und unterhaltsame Lehrstunde ausgibt.

  21. Cover des Buches Die Liebe in den Zeiten der Cholera (ISBN: 9783596907083)
    Gabriel García Márquez

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Ferdinand-Uth

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera erzählt die Lebensgeschichten dreier Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts in der Karibik. Da gibt es Florentino Ariza, der sehnsüchtigst in die elegante junge Frau Famina Daza verliebt ist, aber dann seine Unschuld auf einem Flussdampfer an eine Unbekannte verliert. Den ehrwürdigen Doktor Urbino, der aus Europa zurückgekehrt ist und mit rationalen Mitteln Famina Daza überzeugt, ihn zu heiraten. Und natürlich sie selbst, die zwischen aller Liebe den Zwängen der Gesellschaft und denen des Vaters ausgeliefert ist. Auf über fünfhundert Seiten kann man fast ein ganzes Jahrhundert der Liebe und des darüber Alt-werdens miterleben.
    Was kann ich zu diesem Klassiker sagen? Am Anfang bin ich kaum mit ihm warm geworden, die ersten 200 Seiten zogen sich für mich irgendwie hin, auch fühlte die Erzählweise sich ungewohnt an, da sich nicht gleich eine klare Linie ergibt. Die letzten 200 Seiten habe ich hingegen in anderthalb Tagen gelesen, gefesselt, wie es denn alles ausgehen könnte. Das Buch ist am Ende genau das, was es verspricht zu sein: Ein Buch über die Liebe (zu den Zeiten der Cholera), in allen Formen und Farben. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Klassiker, der diesen Titel wirklich verdient.

  22. Cover des Buches Die Schatzinsel (ISBN: 9783150206386)
    Robert Louis Stevenson

    Die Schatzinsel

     (601)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    "Die Schatzinsel" ist keineswegs ein Roman, der sich ausschließlich an Kinder oder Jugendliche richtet, auch als Erwachsener fiebert man unweigerlich mit den Charakteren mit. Vor allem der etwas abgedrehte Long John Silver ist unberechenbar, da er ausnahmslos seine eigenen Interessen verfolgt und daher schnell Freunde verrät um mit seinen Feinden einen Pakt zu schließen. Erzählt wird die Geschichte aus der Ego-Perspektive von Jim Hawkins, der sich nie entmutigen lässt und sich jeder neuen Gefahr tapfer (und auf eine liebenswürdige Art und Weise auch etwas unbeholfen) entgegenstellt.

  23. Cover des Buches Die Stadt der Toten (ISBN: 9783426510162)
    Sara Gran

    Die Stadt der Toten

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Claire de Witt, eine erfahrene aber auch verrückte Detektivin, soll das verschwinden des Staatsanwalts Willing aufklären. Dies führt sie zurück zu ihren Wurzeln nach New Orleans, das unter den Folgen des Hurrikans Katarina und der dadurch entstandenen  Katastrophe und Anarchie leidet. Straßengangs terrorisieren die Stadt und einer dieser Jungs, Andray scheint schon bald der Schlüssel für das Verschwinden von Willing zu sein. Zunächst will keiner mit Claire reden, doch allmählich gewinnt sie das Vertrauen von Andray und sieht in so manchen persönlichen und menschlichen Abgrund. Schließlich gelingt ihr die Aufdeckung der wahren Geschichte des Verschwindens und menschliche Abgründe tun sich dabei auf.

    Ein rasendes Buch mit einer teils atemlosen Handlung, die von einem Extrem ins Andere fällt. Die Autorin schaffte es jedoch alle Fäden zusammenzuhalten, die sie der Handlung gibt und diese schließlich zusammenzuführen. Sprachlich sehr gut und mit einem schönen Erzählstil gelingt ein besonderer Krimi, der nicht umsonst mit mehreren Krimi-Preisen ausgezeichnet worden ist. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

  24. Cover des Buches Wahrheit wird völlig überbewertet (ISBN: 9783426512098)
    Heike Abidi

    Wahrheit wird völlig überbewertet

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Friederike hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, die während einem Meeting mit einem Geschäftspartner, auf einmal zu einem riesigen Missverständnis führen, das sie verpasst aus dem Weg zu räumen. Schwanger. Von einem Tag auf den anderen und das auch noch im schon im dritten Monat.

    Nur blöd, dass es gar nicht so leicht ist die Wahrheit auszusprechen. Und noch dazu wendet sich gar nicht alles zum Schlimmeren, sondern auch zum Besseren. Ihre Pfunde sind keine Sünde mehr, im Job geht es voran und alle sind nett zu ihr. Vielleicht ist es doch gar nicht so schlecht die Schwangerschaft weiter vorzutäuschen? Wenn da nicht der wachsende Babybauch wäre, den es vorzutäuschen gilt …

     

    Meinung

    Zuerst habe ich etwas gebraucht ins Buch zu kommen und war mir auch nicht sicher, ob ich diesem Eklat wirklich folgen möchte. Aber nach und nach war ich immer begeisterter. Heike Abidi schafft es, Friederike immer tiefer rein zu reiten und man kann einfach nicht glauben, wie sie da jemals wieder raus kommen soll.

    Teil des Buches sind auch wahnsinnig nette Charaktere. Der Fisör Gypsy, natürlich Mats, über den ich aber nicht mehr verrate. Super gefallen haben mir auch so stehende Begriffe wie ihre Schwester, die heilige Johanna. Das hat irgendwie zum Charakter der Friederike sehr gut gepasst. Auch Vogel und Katze waren irgendwie sehr nett.

    Allem in allem fand ich den Einstieg etwas schwer, aber irgendwann war ich so gefesselt von der Geschichte, dass ich die Auflösung des ganzen nicht mehr umgehen konnte. Wer abgedrehte Bücher mit einer Portion Humor mag, der ist hier richtig aufgehoben.

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