Bücher mit dem Tag "papagei"

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131 Bücher

  1. Cover des Buches Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg (ISBN: 9783492311533)
    Jenny Colgan

    Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Kristin11

    Das Buch "Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan ist das erste Buch für mich aus einer Reihe. Es lässt sich jedoch sehr gut auch ohne die vorangegangenen Bücher lesen.

    Die Hauptprotagonistin Polly wohnt mit ihrem Freund Huckel und dem kleinen Papageientaucher Neil auf Mount Polbearne in einem Leuchtturm. Sie bäckt die leckersten Teilchen und Brötchen in ihrer eigenen Bäckerei. Ganz zum Ärger für ihren Freund, der mit ihren vielen Überstunden sehr zu kämpfen hat. 

    Eines Tages erfährt sie von ihrer besten Freundin Kerensa, dass diese in "freudiger" Erwartung ist. Nur leider kann sie sich nicht wirklich freuen, da sie nicht weiß, ob wirklich ihr Ehemann Reuben der Vater ist.


    Meine Meinung: 

    Das Buch liest sich sehr flüssig, fast sogar nebenbei. Die Autorin hat mir mit der Geschichte mit und um Polly Freude bereitet. Ich konnte mir gut vorstellen, wie es in der Vorweihnachtszeit auf Mount Polbearne zugeht und dass das Inselleben auch so manch andere Herausforderung mit sich bringt. Sehr niedlich fand ich immer die Szenen mit dem kleinen Neil. 

    Tatsächlich war für mich nicht wirklich nachvollziehbar, warum Polly solch eine Aversion gegenüber einer festeren Bindung mit Huckle hat.

    Teilweise ging mir dann auch im letzten Drittel des Buches der Ehemann ihrer besten Freundin Kerensa Reuben mit seiner Art und Weise auf die Nerven und ich hatte etwas das Gefühl, dass die Geschichte mit so manchem Ereignis in die Länge gezogen wurde.


    Mein Fazit: 

    Das Buch "Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg" ist ein guter Weihnachtsschmöker, welches man gut nebenbei lesen kann. 

    Es wirkt etwas in die Länge gezogen, weshalb ich 4 von insgesamt 5 Sternen vergebe.

  2. Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)
    Romina Casagrande

    Als wir uns die Welt versprachen

     (160)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    „Keine Reise verlief immer auf sicheren Wegen, nicht einmal dann, wenn man ein ganzes Leben gebraucht hatte, um sie zu planen.“ (S.465)

     Edna, die im Südtirol lebt, entdeckt in einer deutschen Zeitschrift ein Bild ihres Kinderfreundes Jacob und macht sich daraufhin auf den Weg, um eine alte Schuld zu begleichen. Viele Jahre zuvor schufteten Edna und Jacob unter härtesten Bedingungen bei schwäbischen Landbesitzern schuften, doch der Zweite Weltkrieg riss die beiden auseinander. So entschließt sie sich ihren alten Freund zu suchen und tritt eine schwere Reise an, bei der sie einer Vielfalt an Menschen begegnet und springt über ihre eigenen Schatten.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitformen erzählt, wobei die Gegenwart dominiert. Der Part, der in der Gegenwart spielt, konnte mich aber überhaupt nicht mitreißen und war an sehr vielen Stellen zu langatmig. Die Autorin konzentriert sich so sehr auf die Gegenwart, dass die Vergangenheit immer weiter in den Hintergrund rückt, was sehr bedauerlich ist, da es hier um eine sehr wichtige, traurige Thematik geht. Die Abschnitte, die die Vergangenheit beleuchten, waren hingegen gefühlvoll und detailreich geschrieben.

    Mit der Protagonistin Edna, bin ich leider bis zum Schluss nicht warm geworden. Ich konnte mich keineswegs in sie hineinversetzen. Ihre Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, ihre Gedanken und Charaktereigenschaften konnten mich auch nicht überzeugen. Ihr Auftreten war häufig naiv, planlos und einfach nur anstrengend.

    Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen. Das schlichte Cover und der Klappentext haben mir gut gefallen. Die Geschichte allerdings leider nicht. Sie wirkte zu konstruiert und konnte mich zudem nicht mitreißen und auch nicht mitfühlen lassen.

  3. Cover des Buches Frühstück mit Sophie (ISBN: 9783548287522)
    Jennifer Bentz

    Frühstück mit Sophie

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Lesemama
    Zum Inhalt: 
    Louisa ist 28, ihr Leben ist gut geplant, fehlt nur noch der Heiratsantrag ihres Freundes Steffen mit dem sie am Valentinstag fest rechnet. Aber zu ihrem Entsetzen ist eine andere Frau von Steffen schwanger, sie trennen sich und Louisa zieht zu Sophie und Paul in eine WG. Dort ist alles so ganz anders, als Louisa es gewohnt ist. Ist Louisa doch eine Stuffy-Lou, wie sie von Ben gerne genannt wird? 


    Meine Meinung: 
    Eine wunderbar witzige Geschichte über eine Frau, die meint man muss jede Sekunde im Leben komplett geplant haben und alles genau so machen, wie man es auf to-do-Listen stehen hat. Darüber vergisst man sehr schnell, das Leben Spaß machen soll und völlig unvorhersehbar ist. 
    Mir war Louisa sehr sympathisch und ich mochte auch die anderen Bewohner dieses verrückten Hauses. Es ist für jeden Geschmack was dabei.


    Fazit: 
    Eine Geschichte über und für Frauen, die mich wunderbar unterhalten hat. Zu Beginn dachte ich, es ist so eine typische Frauenromanstory, aber das Buch hat mich mitgerissen. Von mir bekommen Lousa, Sophie und allen anderen aus diesem Haus eine volle Leseempfehlung.
  4. Cover des Buches Der kleinste Kuss der Welt (ISBN: 9783570585474)
    Mathias Malzieu

    Der kleinste Kuss der Welt

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny

    Leuchtstoffröhren im Märchenwald

    Es gibt Frauen, die ihre geheimnisvolle Aura verlieren, sobald man sie lachen hört. Als ob man Leuchtstoffröhren in einem Märchenwald aufflammen lässt. Du hingegen kannst aus einem Strauß Leuchtstoffröhren Märchenwälder wachsen lassen.

    Aus „Der kleinste Kuss der Welt“ von Mathias Malzieu

     

    FAKTEN
     Das Buch „Der kleinste Kuss der Welt“ von Mathias Malzieu ist erstmals im Oktober 2013 bei Carl’s books erschienen. Es handelt sich um einen abgeschlossenen Einzelband. Die Illustrationen sind von Benjamin Lacombe. Es ist als eBook und Print erhältlich.

     

    KURZMEINUNG
     Wundervolle Poesie für Herz und Verstand.

     

    KLAPPENTEXT
     Ein melancholischer Erfinder trifft bei einem Tanzabend auf die atemberaubend schöne Sobralia. Doch als er den Mut zusammennimmt und ihr einen flüchtigen Kuss gibt, wird sie unsichtbar. Mithilfe eines magischen Papageis gelingt es ihm, die unsichtbare Schöne wiederzufinden. Doch Sobralia wagt nicht, ihrem Verehrer ihr wahres Gesicht zu zeigen …

     

    SCHREIBSTIL & CHARAKTERE
     Ich liebe die Bücher von Mathias Malzieu. Auch hier fängt er die bezaubernde Geschichte von den Hürden der Liebe so ein, dass ich die Worte schmecke, die Botschaft zwischen den Zeilen so wunderbar für mich duften und die metaphorischen Zauber wie Glöckchen in meinem Herzen nachklingen.

    Seine Bücher beschwingen, doch sie regen auch zum Nachdenken an. In jedem seiner Werke, die ich bisher gelesen habe, fand ich tiefgründige Botschaften. Er verpackt mit einem Luftkuss die schwierigen Situationen des Alltags und haucht ihnen eine Leichtigkeit ein, die ihresgleichen sucht. Einzigartige und bildgeschmückte Poesie wandert mit mir durch die Zeilen und schenkt mir aufrichtige Lesemomente. Kleine Augenblicke des Glücks. Weil hier steht, wie das Leben ist, doch auch, wie es sein kann. Und das alles ohne die Härte der Realität.

    Bei seinen Büchern darf man die Worte nicht auf die Goldwaage legen, dafür sind seine Geschichten umso wertvoller.

    Auch in diesem Werk hat er Charaktere erschaffen, die trotz der Fiktion und ihrem seltsamen Verhalten greifbar und authentisch sind. Das mag jetzt im ersten Moment eigenartig klingen – doch liest man auch zwischen den geschriebenen Sätzen, so merkt man schnell, wie echt sie sind.

     

    MEIN FAZIT
     Und wieder einmal hat mich der Autor verzaubert und mir wunderschöne Augenblicke beschert. Ich wandere so gern durch seine Zeilen!


    MEINE BEWERTUNG
    Höchstwertung!
    5 von 5 Goldenen Zahnrädchen
     ©Teja Ciolczyk, 08.11.2020

     

  5. Cover des Buches Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen (ISBN: 9783505141881)
    Neil Patrick Harris

    Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen

     (111)
    Aktuelle Rezension von: IrinaAnna0909

    Das Buch handelt von Carter, der Flucht vor seinem Onkel Sly, welcher Zauberei nur nutzte um Böses zu tun, seiner Reise nach Mineral Wells, wie er dort auf eine betrügende Zauberbande (oder doch eine zaubernde Betrügerbande?!), seine zaubernden Freunde, den wahren Sinn der Magie und viele neue Abenteuer stieß. 

    Wo fange ich am besten an?! 

    • bei den kleinen Rätseln, welche Neil P. Harris eingebaut hat?
    • bei den liebevollen Illustrationen?
    • bei den einzigartigen Charakteren?

    Jeder, der schon einmal "How I meet your mother" gesehen hat, weiß, dass Barney Stinson nicht nur ein Womanizer, sondern auch ein Zauberer ist, aber das Neil Patrick Harris fernab des TV's auch verzaubert, war mir nicht bewusst! 



  6. Cover des Buches Der Letzte beißt die Hunde (ISBN: 9783862822584)
    Markus Walther

    Der Letzte beißt die Hunde

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Jay
    Mimi, eine ältere Dame, wird beinahe von einem Klavier (nein, tut mir Leid, von einem FLÜGEL!) erschlagen und sucht nach diesem Anschlag, gemeinsam mit ihrer Enkelin, nach ihrem vermeintlichen Mörder.

    Mimi selber ist ein riesiger Krimi-Fan und wendet ihr Fachwissen auch auf ihren eigenen Fall an. Mimi, als Charakter hat mir sehr gut gefallen. Ihre Liebe zu den Büchern, besonders zu Krimis und ihre gewiefte Art mit Problemen umzugehen war sehr unterhaltsam. Die Enkelin, Helen wirkt dagegen etwas unscheinbar, aber das war wohl so beabsichtigt.

    Man sollte das Buch nicht zu ernst nehmen, sondern lediglich als unterhaltsame Geschichte betrachten, dann macht es auch Spaß zu lesen. Es gab auch hin und wieder "Schmunzel-Potential".
  7. Cover des Buches Manche mögen's tot (ISBN: 9783458364108)
    Tatjana Kruse

    Manche mögen's tot

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem, nunmehr dritten Krimi, ermitteln Konny und Kriemhild wieder in eigener Sache. Kriemhild wird beim morgendlichen Pilze sammeln Augenzeugin, wie ein angesehener Bürger des Ortes, sich seiner Frau entledigt. Leider bleibt si nicht unbeobachtet und erleidet einen Streifschuss.  

    Um den Täter, den es zu überführen gilt, in Sicherheit zu wiegen, beschließen K & K, den Tod von Konny bekannt zu geben. Dazu muss natürlich ein Sarg her (selbstredend aus Mahagoni), der in der Frühstückspension der Schwestern aufgestellt wird. Das sorgt naturgemäß für diverse skurrile Situationen, da die Pension gut gebucht ist. Sogar ein Parapsychologe kreuzt auf, der die seltsamen Geräusche untersuchen soll. Wie der geneigte Leser sicher errät, gibt es keine übernatürlichen Erscheinungen. 

    Meine Meinung: 

    Ich habe mich wieder köstlich amüsiert, wie die beiden Schwestern gemeinsam mit dem üblichen „Personal“ auf Mörderjagd gehen. Wieder mit an Bord sind der Nacktkater Amenhotep, der lautstark fluchende Papagei Chuck Norris sowie der Gärtner Herr Hirsch mit seiner Frau Gemahlin, der Kriminalhauptkommissarin. 

    Fazit: 

    Wer skurrile und humorvolle Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten! 

     

  8. Cover des Buches Am Samstag kam das Sams zurück (ISBN: 9783841500991)
    Paul Maar

    Am Samstag kam das Sams zurück

     (236)
    Aktuelle Rezension von: NatisWelt

    Im zweiten Band steht Herr Taschenbier vor dem Problem, das alles nach Plan laufen muss damit dann auch am Samstag wirklich das Sams zurück kommt. Das erscheint am Anfang gar nicht so leicht wie erhofft, doch letztendlich gibt es doch die perfekte Woche, sodass das Sams wieder zu Herrn Taschenbier zurück kommt.

    Gemeinsam erleben die beiden wieder die verschiedensten & lustigsten Abenteuer und natürlich bleibt auch Frau Rotkohl in diesem Band von den beiden und ihren Scherzen nicht unverschont.

    Wie auch der erste Teil konnte mich der 2. Band der Sams-Reihe wieder voll überzeugen. Der Schreibstil und auch der Humor von Paul Maar haben sich absolut nicht verändert und gefallen mir wieder sehr gut. Mehr kann und möchte ich zu diesem Buch jetzt nicht sagen, da es mit seinen 160 Seiten auch nicht wirklich dick ist.

    Solltet ihr selbst gerne Kinderbücher lesen oder eigene Kinder haben, kann ich euch diese Reihe ans Herz legen auch, wenn diese nun schon ziemlich alt ist.

  9. Cover des Buches Gray (ISBN: 9783442488315)
    Leonie Swann

    Gray

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenweiten

    Gray ist mein zweites Buch der Autorin und ich kann definitiv sagen, dass ich wieder begeistert davon bin.


    Schon der Einstieg ist einfach unterhaltsam. Genau wie beim Schafs-Krimi, traten mir Tränen in die Augen vor lachen. Als Huff auf Gray trifft, kann man einfach nur lachen.


    Natürlich lässt auch der Verlauf der Handlung kein Auge trocken und der Schreibstil liest sich locker. Ganz gewohnt und macht Neulingen Lust auf mehr.


    Des Weiteren wird fleißig ermittelt, um den Mörder von Elliot zu finden und dabei wachsen die Beiden zu einer grandiosen Einheit zusammen. Gerade durch die unterschiedlichen Charaktere wirkt es so locker, echt und unverstellt.


    Dabei treffen die Beiden in Cambridge auf lustige Ereignisse, es gibt spannende Wendungen und bis zum Ende hin, war ich von meiner Vermutung nicht überzeugt. Hier hat die Autorin es wieder geschafft, mich im Unklaren zu lassen, von Fährten – vor lauter Lachen abgebracht und positiv verwirrt. Als Goodie gab es on top noch eine bildreiche Kulisse von Cambridge.


    Auch auf die Eigenheiten eines Papageien wird eingegangen und ich konnte Parallelen zu meinen Wellis finden. Sehr amüsant. Wer also sich einen Federfreund anschaffen will, sollte es sich gut durchlesen – natürlich mit Humor nehmend. Und Lady Gaga solltet ihr mögen. ^^


    Wobei ich noch Huff hervorheben möchte. Er ist speziell interessant. Anders als erwartet und dafür umso einzigartiger. Er nimmt es mit seiner Aufpasser-Art sehr genau und dabei noch seine Macken… Ihr werdet ihn lieben und ins Herz schließen

  10. Cover des Buches Ein Brief für dich (ISBN: 9783957341907)
    Dorothea Morgenroth

    Ein Brief für dich

     (18)
    Aktuelle Rezension von: peanjo

    Vier Menschen , die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, leben in einer Stadt. Da ist einmal Esther, alleinerziehende Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern, die auf einmal allein in ihrem in die Jahre gekommenen Haus lebt und irgendwie ihr Leben neu sortieren muss. Gar nicht so weit entfernt lebt Walter, der nach dem Tod seiner Frau und der Cousine Esthers zurückgezogen und verbittert ist und nur für seine Arbeit als Professor lebt. Dann ist da Ruth, ein junge, chronisch kranke Mutter, die jeden Tag als Geschenk aus Gottes Hand nimmt und Menschen mit guten Worten ermutigen möchte. Und schließlich Hajo, den Straßenbauingenieur mittleren Alters, der erst vor kurzem in die Stadt gezogen ist, weil er die Schuld seines bereits verstorbenen Vaters tilgen will und dadurch ein Getriebener ist. 

    Sanft und unaufgeregt nimmt die Autorin Monika Dockter, die hier unter ihrem Pseudonym schreibt, die vier Lebensfäden auf und spinnt eine wunderbare Geschichte um diese Menschen, die alle ihre Last zu tragen haben und diese doch eigentlich gern abgeben wollen. Doch das können sie nur, wenn sie Vergebung walten lassen - Vergebung erbitten und Vergebung schenken.

    Ein wirklich zu Herzen gehendes Buch, dass einlädt, sich selbst wieder neu den Händen des Einen anzuvertrauen.

  11. Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)
    Michael Crichton

    Next

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sarista

    Wohl kaum eine Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren so stark weiter entwickelt wie die Genetik. Beinahe täglich werden neue Gene entschlüsselt und es scheint, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wir frei in unsere Gene eingreifen und diese verändern können. Doch mit den wissenschaftlichen kommen unweigerlich auch die wirtschaftlichen Interessen und die setzen eben nicht den Fortschritt und das Wohl der Menschheit an die erste Stelle, sondern den Profit. Es geht um Patentrechte in Milliardenhöhe und alle wollen mitmischen. Micheal Crichton zeigt in seinem Roman "Next" wohin das führen kann beziehungsweise wohin es uns in den letzten Jahren schon geführt hat. Sein Roman ist kein Thriller im klassischen Sinne, sondern verfolgt eine Vielzahl von Handlungssträngen, die verschiedene Aspekte der Thematik aufgreifen und an persönlichen Schicksalen zeigen. Erst nach und nach wird klar, wie all diese Geschichten zusammenhängen und welche Konsequenzen die einzelnen Entscheidungen haben. Da die Handlung aus wechselnden Perspektiven geschildert wird, ist es kaum möglich "Die Bösen" und "Die Guten" auszumachen, denn dem Autor gelingt es, dass man die Motive aller Figuren versteht und somit ihr Handeln nachvollziehen kann. Die Spannung zieht der Roman aus der zunehmenden Eskalation einzelner Konflikte, die teilweise schließlich sogar mit Waffengewalt gelöst werden. Bis dahin verlangt der Autor dem Leser aber einiges ab. Immer wieder wirkt sein Roman mehr wie ein Lehrbuch und ohne genetisches Vorwissen zieht sich die eine oder andere Passage ein wenig. Wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einem spannenden Roman belohnt, aber gerade am Anfang muss man sich sehr konzentrieren, um bei all den Figuren und Ereignissen nicht den Überblick zu verlieren.

    Der Schreibstil von Michael Crichton ist sachlich und doch anschaulich. Er bringt die persönlichen Konsequenzen der aktuellen Entwicklung emotional rüber und kann so seine Botschaft sehr gut vermitteln. Unterstützt wird diese auch durch die Anmerkungen nach dem Roman, die die Handlung in die Realität einordnen. Da hat es mir besonders gut gefallen, dass auch ein Abschnitt zur deutschen Rechtslage eingefügt wurde.

    So ist "Next" in Summe gute Unterhaltung, durch die man aber auch einiges lernen kann und auf jeden Fall das Interesse an diesem hochkomplexen Thema geweckt wird. Und allein das ist das Lesen schon wert, denn die nächsten Jahre werden sicherlich noch einige alles verändernde Entwicklungen auf dem Forschungsgebiet der Genetik bringen.

  12. Cover des Buches Knochen zu Asche (ISBN: 9783453436565)
    Kathy Reichs

    Knochen zu Asche

     (355)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Als junges Mädchen musste Tempe Brennan erleben, wie ihre beste Freundin Evangeline unter mysteriösen Umständen zum Vermisstenfall wurde. Dreißig Jahre später reißt ein Skelettfund im kanadischen Nova Scotia alte Wunden auf. Hängen diese Knochen mit Evangelines Verschwinden zusammen? Ein kleines vergilbtes Versbuch könnte die Antwort verraten

  13. Cover des Buches Eine Insel (ISBN: 9783442474622)
    Terry Pratchett

    Eine Insel

     (108)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Durch eine riesige Welle werden sämtliche Bewohner von Maus Heimatinsel getötet, Mau selbst überlebt nur, weil er sich auf einer anderen Insel aufhielt. Durch die selbe Welle wird das Schiff „Sweet Judy“ auf der Insel angespült, auch auf ihr gibt es nur eine Überlebende: Ermintrude Fanshaw, eine junge englische Adelige. Nach und nach landen Überlebende auf der Insel, alle müssen versuchen, mit der Katastrophe fertig zu werden und ihr Leben weiter zu leben.

    Ein ungewohnt ernster Roman Terry Pratchetts, dem selbst eine persönliche Katastrophe wiederfuhr, als bei ihm 2007 Alzheimer diagnostiziert wurde. „Eine Insel“ wurde im Original 2008 veröffentlicht, ich habe mich beim Lesen mehrmals gefragt, ob der Autor hier auch seine eigene Trauer verarbeitet.

    Vor allem Mau, der alles verloren hat, muss neben dem Überleben auch viel Trauerarbeit leisten. Der Roman nimmt das sehr ernst, bietet aber auch Hoffnung und macht Mut. Mau meistert sein Leben mit Einfallsreichtum, Nichtaufgeben, Mut, Verantwortungsbewusstsein (auch für andere), gleichzeitig stellt er auch manche überkommene Traditionen in Frage. Hier hat mich der Roman auch immer wieder an die Tiffany-Weh-Romane erinnert, die immer ernster wurden und vor allem auch zunehmend schwierigere Themen anpackten.

    Trotz all der ernsten Töne gibt es auch humorvolle Passagen, vor allem rund um Ermintrude, die sich nun Daphne nennt, denn dieser Name hat ihr schon immer besser gefallen und auf der Insel kennt niemand ihren richtigen Namen. Sie, die viktorianisch erzogen wurde, muss auf der Insel ihre ganze Erziehung in Frage stellen. Allerdings war sie schon immer sehr wissensdurstig, was in ihrer Kindheit von ihrem Vater unterstützt wurde, so dass es ihr letztlich nicht wirklich schwer fällt. Trotzdem gibt es zwischen ihr und Mau einige kulturelle Missverständnisse, die einen schmunzeln lassen.

    Viktorianische Erziehung? Spielt der Roman etwa in der realen Welt? Ein kurzer Blick auf die abgedruckte Weltkarte lässt das zunächst vermuten, ein zweiter dann nicht mehr: „Wiedervereinigte Staaten“? „Großer Südlicher Peleagischer Ozean“? „Hinter- und Vorderaustralien“? Ganz offensichtlich befinden wir uns in einem Paralleluniversum, das aber dem unseren sehr ähnlich ist, Vieles kommt einem sehr bekannt vor.

    Pratchett findet sich ausgesprochen gut in die Gefühlswelt seiner jungen Protagonisten ein, aus deren Perspektive der Roman fast durchgehend erzählt wird. Besonders gut gelungen sind ihm Maus Gefühle, als er nach Hause kommt und das Ausmaß der Katastrophe erkennt, sich aber (noch) nicht seiner Trauer hingeben kann, da er sich erst noch um die Toten kümmern muss.

    Das Buch ist äußerst liebevoll gestaltet, neben der schon erwähnten Weltkarte (die übrigens hinten auf dem Kopf steht, was erst durch die Lektüre des Romans verständlich wird …), und einer Karte der Insel, gibt es zu jedem Kapitel eine passende Illustration, und auch das Cover passt sehr gut zum Roman. Terry Pratchett liefert ein Nachwort und natürlich gibt es auch (wenn auch nicht ganz im üblichen Maß) seine typischen Fußnoten. Das letzte Kapitel blickt, von der Erzählung aus gesehen, in die Zukunft und beantwortet letzte offene Fragen.

    Ein sehr gelungener Roman für Jugendliche und Erwachsene, der zum Nachdenken anregt und Mut macht. Ich wünsche dem Roman viele Leser und empfehle ihn uneingeschränkt. Für Terry-Pratchett-Fans, die vorwiegend seine Scheibenwelt-Romane lesen, dürfte der Roman zunächst etwas ungewohnt sein, doch, wer dranbleibt, wird auch hier den Autor wiederfinden.

  14. Cover des Buches Gossip Girl 3 - Alles ist mir nicht genug (ISBN: 9783570303818)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl 3 - Alles ist mir nicht genug

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Vorbei sind die Zickerein zwischen Blair und Serena. Sie sind nun wieder best friends - und mal ganz ehrlich zusammen macht es doch viel mehr Spaß Party zu machen. Während die Abschlussprüfungen bei dem oder anderen nicht so gut verlaufen, genießen Blair, Serena und Co. die prüfungsfreie Zeit in vollen Zügen. Es werden wilde Parties geschmissen und anscheinend hat Serena wieder mal einen sehr hartnäckigen Verehrer an der Backe, der sich einfach nicht abschütteln lässt. Blair hat hingegen mit anderen Problemen zu kämpfen: Ihr Stiefbruder benimmt sich seltsam und dann erwartet ihre Mutter auch noch ein weiteres Kind.

    Leider hat mir der dritte Band der Gossip Girl Reihe überhaupt nicht gefallen. Bei den Hauptcharakteren habe ich kaum eine Entwicklung vernommen. Anscheinend dreht sich das Leben von reichen Teenies nur um Drogen, Alkohol und Parties. Einzig allein die Nebencharaktere konnten mich überzeugen..
  15. Cover des Buches Donnerstags im Fetten Hecht (ISBN: 9783442378654)
    Stefan Nink

    Donnerstags im Fetten Hecht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine 50 Millionen-Erbschaft steht Schatten ins Haus, doch zuvor muss er die 6 Miterben auftreiben, sonst haben sich die goldenen Aussichten erledigt. Da Schatten selbst allerdings unter extremem Übergewicht leidet, eine Bakterienphobie hat und grundsätzlich wenig gewillt ist das Haus zu verlassen, spannt er kurzerhand seinen Kumpel Siebeneisen ein. Der wird auf eine aberwitzige Weltreise geschickt, mit minimalem Budget. Auf seiner Suche nach den Miterben muss er sich unter anderem einem Lämmergeierangriff stellen, Geister jagen und eine gruselige Rentnerkreuzfahrt  überleben.

    Ein Buch von dem ich mir witzige Lesestunden und schöne Unterhaltung versprochen habe. Leider hat es meinen Geschmack nicht getroffen.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte rund und die Charaktere schön gestaltet. Die Länder sind mit ihren Eigenheiten lebendig geschildert, mal witzig, mal sachlich, mal ein bisschen mit Klischee verrührt. Die aberwitzigen Situationen sind durchaus intelligent gestaltet und schön eingebaut. 

    Und doch hat das Buch mich aus irgendeinem Grund nicht fesseln können. Die Charaktere blieben mir leider fremd und die Geschichte konnte mich nicht für sich gewinnen. Sehr schade, dass dieses durchaus gute Buch meinen Geschmack nicht treffen konnte. 

  16. Cover des Buches M.J. Holliday: Geisterjägerin - Gespenster küsst man nicht (ISBN: 9783802582790)
    Victoria Laurie

    M.J. Holliday: Geisterjägerin - Gespenster küsst man nicht

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Vergnüglicher Geisterkrimi. MJ Holliday muss in diesem zweiten Band den Geist eines Serienkillers aus einem Internat vertreiben. Dabei hatte sie auch einige kriminalistische Ermittlungen zu leisten. Die Handlung plätschert meist vor sich hin, gelegentlich unterbrochen von spaßigen Bonmots des Papageien. Am Ende wurde es dann aber doch noch spannend. Der Plot ist gut, teilweise vorhersehbar, teils dann doch unerwartet.

    Die Original Reihe Ghost Hunter hat zehn Teile, wovon leider nur die ersten beiden übersetzt wurden. Eigentlich schade, aber ich verstehe, weshalb. Die Reihe hat einfach nicht genug Biss. Die Witzchen sind flach und es gibt auch keinen Tiefgang bei den Charakteren. Dennoch hat mir dieser Band besser gefallen als der erste.

    Fazit: Netter Wohlfühl-Krimi mit jeder Menge paranormalen Aktivitäten. Gute 3 Sterne 

  17. Cover des Buches Flauberts Papagei (ISBN: 9783462044034)
    Julian Barnes

    Flauberts Papagei

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Welcher Papagei stand wohl auf Flauberts Schreibtisch als er seine Meisterwerke schrieb? Diese Frage treibt den englischen Arzt Geoffrey Braithwaite durch Frankreich, auf den Spuren des von ihm so bewunderten Dichters dessen Biografie er schreiben will. Dabei findet er mehr als eine Geschichte, mehr als eine etwas irre helfende Hand und stets begleiten ihn die Werke des Franzosen. 

    Ein Buch dessen Inhalt sich nur schwer wiedergeben lässt, das sich aber hochinteressant liest. Die Geschichte des Arztes tritt dabei fast vollständig in den Hintergrund. Versatzstücke aus Flaubert-Biografien, Literaturwissenschaft, Textgeschichte und amüsante Anekdoten zur Beschäftigung mit Literatur überhaupt – unvergessen bleibt mir die Passage über die Beschreibung von Augen in literarischen Werken -  machen vergessen, dass hier keinesfalls ein unterhaltsames Sachbuch vorliegt, sondern ein Roman. Die Suche nach dem richtigen ausgestopften Papagei ist dabei kaum ein roter Faden zu nennen und doch symbolisiert er wie dieses Buch zu einem Streifzug durch das Leben und die Rezeption Flauberts geht. Wenn man es am wenigsten erwartet taucht er wieder auf und doch spielt die Antwort am Ende kaum eine Rolle. 

    Schwer zu fassen, aber äußerst witzig hat Julian Barnes hier ein interessantes Buch vorgelegt, das jedem, der ein bisschen von Flaubert kennt und sich für sein Lebe interessiert bestens unterhält. Man darf nur niemals vergessen: Es bleibt ein Roman, so sehr es sich auch als Sachbuch und unterhaltsame Lehrstunde ausgibt.

  18. Cover des Buches M.J. Holliday: Geisterjägerin - Rendezvous um Mitternacht (ISBN: 9783802582806)
    Victoria Laurie

    M.J. Holliday: Geisterjägerin - Rendezvous um Mitternacht

     (73)
    Aktuelle Rezension von: bookwitch_sarah

    Ein gut schnell Lesbarer Schreibstil.
    Zu wenig Humor, zu wenig Spooki Stuff.
    Das Verhalten der Protagonistin war nicht immer mein Fall.

    Du möchtest mal was mit Geister lesen magst aber nicht wirklich Gruseliges dann wäre dieses Buch was für dich.

  19. Cover des Buches Die Stadt der Toten (ISBN: 9783426510162)
    Sara Gran

    Die Stadt der Toten

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Claire de Witt, eine erfahrene aber auch verrückte Detektivin, soll das verschwinden des Staatsanwalts Willing aufklären. Dies führt sie zurück zu ihren Wurzeln nach New Orleans, das unter den Folgen des Hurrikans Katarina und der dadurch entstandenen  Katastrophe und Anarchie leidet. Straßengangs terrorisieren die Stadt und einer dieser Jungs, Andray scheint schon bald der Schlüssel für das Verschwinden von Willing zu sein. Zunächst will keiner mit Claire reden, doch allmählich gewinnt sie das Vertrauen von Andray und sieht in so manchen persönlichen und menschlichen Abgrund. Schließlich gelingt ihr die Aufdeckung der wahren Geschichte des Verschwindens und menschliche Abgründe tun sich dabei auf.

    Ein rasendes Buch mit einer teils atemlosen Handlung, die von einem Extrem ins Andere fällt. Die Autorin schaffte es jedoch alle Fäden zusammenzuhalten, die sie der Handlung gibt und diese schließlich zusammenzuführen. Sprachlich sehr gut und mit einem schönen Erzählstil gelingt ein besonderer Krimi, der nicht umsonst mit mehreren Krimi-Preisen ausgezeichnet worden ist. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

  20. Cover des Buches Die Liebe in den Zeiten der Cholera (ISBN: 9783596907083)
    Gabriel García Márquez

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Zweimalelf

    Eine etwas andere Liebesgeschichte, die der Autor in einer unglaublich schönen Sprache präsentiert. Die Charaktere sind sehr facettenreich gestaltet, so dass z.B. der Protagonist manchmal höchste Sympathie in einem weckt, dann wieder verachtenswert erscheint und oft einfach nur erbärmlich rüberkommt. Auf jeden Fall tat ich mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil es dem Autor sehr gut gelingt, den Leser in diese bunte und zugleich erschreckende Karibikatmosphäre des späten 19. Jahrhunderts zu hineinzuziehen. 

  21. Cover des Buches Tim und Struppi 5: Der Arumbaya-Fetisch (ISBN: 9783551732255)
    Hergé

    Tim und Struppi 5: Der Arumbaya-Fetisch

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Tim wird darauf aufmerksam, daß im Völkerkundemuseum der legendäre Arumbaya-Fetisch gestohlen wurde, jedoch einen Tag später wieder zurückgestellt wurde. Allerdings ist beim zurückgebrachten Fetisch das Ohr ganz, was nicht der Originalstatue entspricht. Demnach liegt also eine Kopie vor. Er findet heraus, daß zwei Mordbuben hinter dem Fetisch her sind, folgt diesen nach Südamerika und wird dort prompt in einen Staatsstreich verwickelt. Die Passagen über die wechselnden Regime in dem fiktiven südamerikanischen Land sind am lustigsten, ansonsten weiß man nicht so ganz, was die ganze Südamerikarumreiserei mit des Rätsels Lösun g zu tun haben soll. Aber sehr amüsant.
  22. Cover des Buches Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog (ISBN: 9783423217767)
    Marina Lewycka

    Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Federchen

    Berthold ist Anfang fünfzig und wohnt zusammen mit seiner Mutter in einer Londoner Sozialwohnung. Er ist Schauspieler, zur Zeit aber ohne Engagement. Ringsum entstehen immer mehr Eigentumswohnungen. Berthold ist froh, dass die Wohnung seiner Mutter weiterhin subventioniert wird und er sich nicht auf dem hoffnungslos überteuerten Londoner Wohnungsmarkt umsehen muss. Doch dann wird seine Mutter krank und verstirbt unerwartet im Krankenhaus. Wie gut, dass die alte Dame namens Inna, die mit im Krankenzimmer liegt, offensichtlich keine engeren Verwandten in London hat. Vielleicht kann Berthold mit ihr das System überlisten und in seiner gewohnten Umgebung bleiben. So nimmt ein ungewohntes Wohungskomplott seinen Lauf.

     

    "Lubetkins Erbe" ist ein Roman, der vor allem von seinen skurrilen Charakteren lebt. Marina Lewycka malt mit ihren Figuren den Leserinnen und Lesern dabei sehr häufig ein breites Grinsen ins Gesicht. Der Plot besitzt eine große Portion Situationskomik, was es einem leicht macht, der Geschichte bis zum Ende zu folgen, auch wenn das Buch mit seinen 446 Seiten recht üppig daherkommt. Die Autorin lässt ihren Roman aus zweierlei Sicht erzählen. Zum einen ist da Berthold, der alternde Schauspieler ohne Engagement, der bei seiner Mutter lebt, weil er einen Schicksalschlag erleiden musste und zum anderen die junge, engagierte Violet, die am liebsten die Welt verbessern möchte und dabei immer wieder an ihre Grenzen stößt.

    Marina Lewycka hat eine wunderbar komische Art bestimmte Szenen zu beschreiben und dabei dennoch sozialkritisch das Leben der einzelnen Figuren herauszuarbeiten und zu transportieren. So ist der Roman keine reine Komödie, die locker leicht von den Ungeschicken der menschlichen Spezies erzählt, sondern vor allem auch dem Blick in gewisse Abgründe der Gesellschaft freie Sicht bietet. Verpackt wird das Ganze in ein Konstrukt aus witzigen Verwicklungen mit korrupten Politikern, Plänen von Eigentumswohnungen, einer Beerdigung, Erbschleichern, alleinstehenden Damen und Herren, einigen Kirschbäumen, einer Taube mit nur einem Bein und einem vorlauten Papagei.

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, einzig mit dem lieben Berthold wurde ich nur teilweise warm. Seine Ansichten, seine Äußerungen und sein Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen. Ab wann sind Männer in der Midlifecrisis? Oh, perfekt. Das erklärt einige Dinge. Dennoch ist er der Charakter, den ich am wenigsten mochte. Aber auch Violet fand ich oberflächlich und vor allem naiv. Eine zusätzliche Macke hätte ihr gut gestanden, so machte sie eher den konservativsten Eindruck. Flossie, den Papagei, hingegen, hätte ich gern adoptiert. Herrlich verrückt, der Vogel!

    (c) buchgefieder.blogspot.com

  23. Cover des Buches Wahrheit wird völlig überbewertet (ISBN: 9783426512098)
    Heike Abidi

    Wahrheit wird völlig überbewertet

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Tanja-WortWelten

    Das ursprüngliche Zuhause dieser Rezension ist der WortWelten-Blog: 

    http://wort-welten.blogspot.de/


    ZUSAMMENFASSUNG: 

    Friederike ist neununddreißig, Single und hat eigentlich nur ein ganz kleines Problem mit kleinen und großen Kalorienbomben - nur den fleischlosen natürlich, denn sie ist Vegetarierin. Außerdem zählt sie die Tage bis zu ihrem 40. Geburtstag. Und das sind noch genau 326, als das Unheil seinen Lauf nimmt. Wobei - Unheil? Das wäre vermutlich nicht der erste Gedanke, der einem kommt, wenn man, wie Friederike, auch Ricky genannt, gefragt wird, "wann es denn so weit ist", mit Blick auf ihren Bauch, wohlgemerkt. 
    Nein, richtig unheilvoll wird es erst, als Ricky durch eine geistesabwesende Antwort plötzlich für wirklich schwanger gehalten wird und ihr das unversehens nicht nur den so lange ersehnten Posten als Projektleiterin einbringt, sondern sie es auch noch mit so einigen Problemen zu tun bekommt, die für eine echte Schwangere wohl Gang und Gebe sind. Und außerdem ist da ja auch noch die Tatsache, dass sie es sich zwar immer wieder vornimmt, die ganze Sache aufzuklären, das aber einfach nicht klappen will. So kommt es dann auch, dass sie sich künstliche Babybäuche im Internet bestellt und sich ernsthaft fragen muss, wo sie bis September nun ein Baby herbekommt, das sie ihrem Chef präsentieren kann ...
    FAZIT: Dieses Buch zu lesen war spannend wie eine richtig gute Komödie, amüsant wie Comedy und liebenswert - na ja, als hätte man gerade einen Freund gefunden, den man gar nicht mehr hergeben mag. Jedenfalls ging es mir von der ersten Seite an genau so. Da hätten wir Barnabas den orakelnden Papagai, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Dann Gorbatschow den Kater, der seinen zweibeinigen Dosenöffner hat. Ganz zu schweigen von Rickys bester Freundin Carla, die in Australien ein Jahr Auszeit macht.
    Und von Ricky fange ich erst gar nicht an. Denn sie ist so sympathisch und menschlich, dass ich sie liebend gerne kennen lernen würde. Weil sie eine solche Wandlung im Buch durchmacht, ohne dass man damit aufhören kann, sie immer noch gern zu haben. Ob nun als Raucherin, die im Garten über das Brandloch im einzigen Anzug flucht, der ihrer Figur schmeichelt, oder als erschlankte Fast-Vierzigerin, die es mit der Wahrheit nicht mehr so genau nimmt. Ja, sogar die Ricky mit Perücke mochte ich wirklich gerne.

    Alles in allem ein wirklich, wirklich tolles Buch, das neben wunderbaren Protagonisten für mich vor allem dadaurch besticht, dass man es immer und zu jeder Zeit lesen kann, weil Heike Abidi in ihrer entspannten Art zu schreiben nie ein Stirnrunzeln verursacht, auch wenn es schon einen Tag her ist, als man das letzte Mal weiter gelesen hat. Ein weiteres Highlight ist die wirklich tolle Umschlaggestaltung, die allein schon genügt, um einen dazu zu verführen, das Buch zu lesen. Rundum sehr empfehlenswert, wirklich.


  24. Cover des Buches Tim und Struppi - Tim im Kongo (ISBN: 9783551015211)
    Hergé

    Tim und Struppi - Tim im Kongo

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Tim (und Struppis) Entdeckungsreise nach Afrika inklusive Großwildjagd und Antilopengemetzel. Würde man heutzutage natürlich anders machen, klar. Genauso wie die dümmlich-naive Darstellung der Farbigen, die nur als einfältige Befehlsempfänger auftreten. Herge hat das inzwischen auch zugegeben. Macht aber trotzdem noch Laune.

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