Bücher mit dem Tag "parabel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "parabel" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray (ISBN: 4010232059383)
    Yann Martel

    Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray

    (1.042)
    Aktuelle Rezension von: Fiona_Camars

    Eines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!

  2. Cover des Buches 4 3 2 1 (ISBN: 9783499271137)
    Paul Auster

    4 3 2 1

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Steve91

    4 3 2 1 wurde 2017 auf deutsch veröffentlicht und ist Paul Austers Opus magnum. In diesem über 1200 Seiten langen Roman stellt Auster vier verschiedenen ablaufende Leben ein und derselben Person vor, nämlich die Leben des Archie Ferguson.
    Die einzelnen Versionen von Archies Leben werden dabei in zeitliche Abschnitte unterteilt, von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also circa bis zum Ende des Studiums.
    Es sind nicht nur die Entscheidungen Archies sondern auch die Entscheidungen seiner Mitmenschen und deren Handlungen, die Zufälle und Schicksale, die deren Leben bestimmen, die die jeweils andere Version von Archies Leben entstehen lassen und vorantreiben.
    Es gibt einige zentrale Figuren, wie natürlich seine Eltern, Freunde und Verwandte, die sich in allen Varianten von Archies Leben wiederfinden. Aber auch hier ändert sich, je nach Vergangenheit und Ereignissen, der Umgang miteinander. Diesen Entwicklungen zu folgen ist dabei nicht immer einfach, 4 3 2 1 ist kein Werk, das man zwischendurch liest. Wer aber durchhält, und dazu kann ich nur jedem raten, wird mit einer bzw. vier Geschichten belohnt, die sich intensiv mit der Frage nach Schicksal, nach Zufall und der Selbstbestimmtheit unseres Lebens auseinandersetzen.
    Austers Sprachgewalt ist dabei beeindruckend. Manche Sätze gehen über mehrere Seiten, sind dabei aber nicht langatmig und treiben die umfangreiche Handlung weiter voran. Die Dialoge sind pointiert und genau, jede Figur wird auf ihre Weise durch ihre Tätigkeiten und ihre Sprache unverwechselbar.
    Neben den zentralen Fragen des Romans, Schicksal und Zufall und die Konsequenzen unserer Entscheidungen, findet sich hier auch ein Ritt durch die amerikanische Nachkriegsgeschichte, vor allem durch die Veränderungen der Gesellschaft der USA in den 1960er Jahren. Eine Auseinandersetzung mit den Studentenprotesten, mit dem Vietnam Krieg, mit Baseball und Basketball, mit Literatur, nicht zuletzt mit der Sexualität.
    Austers Werk hat mich tief beeindruckt. Seine Sprachgewalt, seine Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen des Schicksals und des Zufalls sowie die umfangreiche Darstellung so vieler Themen - Geschichte, Politik, Sport, Literatur und viele mehr - machen 4 3 2 1 für mich zu einem Roman, den Liebhaber anspruchsvoller Literatur gelesen haben müssen.

  3. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499269356)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

    (1.088)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich habe ehrlich gesagt meine kleinen Probleme mit Ernest Hemingway. Die Geschichte an sich ist zwar schön gedacht und eignet sich sicherlich auch gut als eine Art „Gutenachtgeschichte“, vielleicht sogar für Menschen mit Kindern.

    Für meinen Teil muss ich aber sagen: Ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, allerdings hat es mir auch keinen so großen Mehrwert gegeben, dass ich sagen würde, man müsse es unbedingt gelesen haben.

    Es war mein zweites Buch von Hemingway. Das erste war Wem die Stunde schlägt, und das hat mir insgesamt etwas besser gefallen. Trotzdem muss ich im Großen und Ganzen sagen: Hemingway ist einfach nicht mein Autor – auch wenn das natürlich reine Geschmackssache ist.

    Viele Menschen schwören zum Beispiel auf Franz Kafka, und auch da muss ich zugeben, dass er mich nicht wirklich abholt. Was ich ihm jedoch anrechne, sind die tiefgehenden Botschaften, die er vermittelt – deshalb ordne ich ihm persönlich einen höheren Stellenwert zu.

    Hemingway hingegen ist für mich ohne Frage eine interessante Persönlichkeit, aber kein Autor, den ich als „muss man unbedingt gelesen haben“ einstufen würde.

    Aber wie gesagt: Das ist nur mein persönlicher Geschmack.

  4. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783864459870)
    George Orwell

    Farm der Tiere

    (1.048)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich würde es zwar nicht als Jahrhundert-Bollwerk bezeichnen, aber Farm der Tiere ist sicherlich eines der aussagekräftigsten Bücher der jüngeren Zeit. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Macht Menschen verändern kann und was passiert, wenn man ihnen zu viel davon gibt. Außerdem wird deutlich, wie Macht ausgenutzt wird und wie sie spaltet.

    Der Autor stellt dies sehr anschaulich durch die Schweine dar, die die Position der Menschen einnehmen und am Ende sogar beginnen, auf zwei Beinen zu laufen. Auch darin steckt ein starkes Gleichnis: Ein Mensch aus der sozialen Unterschicht, der ursprünglich nie so werden wollte wie die Oberschicht, verwandelt sich nach und nach selbst in sie.

    Durch die gewonnene Macht werden anfänglich hochgehaltene Prinzipien über Bord geworfen. Gier nach Geld und Macht sowie die damit einhergehende Veränderung des eigenen Charakters stehen im Mittelpunkt. Das ist die zentrale Botschaft von Farm der Tiere, und sie ist außergewöhnlich gut umgesetzt.

  5. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 9783257600575)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

    (1.902)
    Aktuelle Rezension von: nina17s

    Dürrenmatt hat mit dem Drama zu "Der Besuch der alten Dame" wirklich etwas großartiges geschaffen.

    Durch das merkt man erst wie sehr man sich von Geld und auch von dem Gruppenzwang zu furchtbaren Taten hinreißen lassen kann und die Schuld selbst nicht bei sich zu sehen.

    Die Anspielungen zwischen drinnen waren wirklich sehr gut durchdacht und haben genau die Stimmung vermittelt die, die Szene haben sollte.

  6. Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596715121)
    William Golding

    Herr der Fliegen

    (914)
    Aktuelle Rezension von: Hilda_Jannsen

    Nach einem Flugzeugabsturz findet sich eine Gruppe von Jungen, zwölfjährig und jünger, auf einer Insel wieder, kein Erwachsener hat den Absturz überlebt. Sehr schnell vergeht der Spaß am Abenteuer, noch schneller ergibt sich die Notwendigkeit, einen Anführer zu wählen und Bündnisse zu schmieden. Die neue Ordnung hat nicht lange Bestand, als sich die Freude an der reinen Macht durchsetzt. Es gibt Tote.

    Der Romanklassiker legt den Finger in die Wunde jeder guten Gesellschaftsordnung, die nur so stark sein kann wie ihre Mitglieder, die integer und zahlreich genug sind, sich von der Freude an der Macht nicht verführen zu lassen. Und diese Stärke ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden, am besten in einer Umgebung mit guten Vorbildern.

    Eindrucksvoll finde ich, dass selbst die Guten in der Geschichte nicht hundertprozentig gut (Ralph und Piggy) oder zu schwach (Simon, Sam und Eric) sind, was der Realität näherkommt, als wenn es einen echten Helden gegeben hätte. Der Verfall der Ordnung tritt nahezu sofort ein und ist auch nicht aufzuhalten, aber genau das kann man von Kindern (die weder unschuldig noch rein sind) letztlich auch nicht erwarten.

  7. Cover des Buches Der geheime Garten (ISBN: 9783458646754)
    Frances Hodgson Burnett

    Der geheime Garten

    (546)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Diese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.

    Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.

    Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨

  8. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783872910165)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

    (1.368)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Das Cover passt mit den Palmen sowie dem Gespräch mit dem Tempelritter auf jeden Fall zum Inhalt der Geschichte.

    Nathan ist ein sehr sympathischer Mann - weltoffen, intelligent etc. Daja ist mir sehr unsympathisch, eine Klatschtante - wobei mich hier wundert, dass sie sich nicht schon früher genötigt gefühlt hat, Sachen weiterzusagen. Recha ist sympathisch, denn man merkt hier Nathans Erziehung zur Weltoffenheit etc. Der Tempelritter ist ein sehr interessanter Charakter, auch schwer einzuschätzen, aber er macht hier bestimmt die größte Wandlung durch und ich mag es in Geschichten immer, wenn Charaktere sich weiterentwickeln. Saladin scheint leicht beeinflussbar und nicht sehr intelligent, was ihn mir grundsätzlich erst einmal nicht sympathisch macht, im Gegensatz zu seiner Schwester.

    Es war einfach interessant, jedes Gespräch von Nathan mitzuverfolgen, da man bzw. sein Gegenüber immer etwas dazugelernt hat bzw. einem die Augen geöffnet hat. Die bekannte Ringparabel und das Setting rundherum, um Saladins Frage nach der "besten" Religion zu beantworten ist natürlich spannend und gibt Nathans Haltung wieder, zeigt seine Weltoffenheit.

    Natürlich wirkt die ganze Auflösung schon sehr konstruiert, aber das hat mich nicht negativ beeinflusst, da das Denken über die Religionen für mich hier der Hauptpunkt war.

  9. Cover des Buches Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker (ISBN: 9783140226462)
    Friedrich Dürrenmatt

    Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker

    (3.876)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Drei Physiker, die scheinbar dem Wahnsinn verfallen sind, sitzen zusammen in einer Anstalt und fristen ihr Dasein. Doch Möbius, einer der Physiker, hat ein Geheimnis: er spielt seinen Irrsinn lediglich vor, um die Welt vor einer seiner Entdeckungen zu retten. Dabei weiß er nicht, dass man ihm längst auf der Spur ist.

    Meine Gedanken:

    Das Werk hat mich überrascht, nicht nur weil es sich schnell lesen ließ und dabei zu jeder Zeit unterhaltsam war, sondern weil es mich vor allem zum Schluss nachdenklich zurück gelassen hat. Was als Komödie angefangen hat, schlägt schnell in Ernst um und lässt einen Grübeln.

    Wann ist Wissen schädlich? Wann hat man einen Punkt erreicht, wo man nicht weiter nachforschen sollte? Die Denkanstöße, die Die Physiker auf den wenigen Seiten gegeben hat, sind beeindruckend tiefsinnig und geben Raum für Diskussionen. Auch die 21 Punkte zu den Physikern am Ende haben mir zu Denken gegeben. >>Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muss scheitern.<<, dieser Satz im Besonderen hat mich noch lange begleitet und etwas in mir ausgelöst.

    Paradox, vielleicht verwirrend, aber dadurch umso nachdrücklicher, vermittelt Dürrenmatt die Verantwortung, die mit Wissen einhergeht und die jeder Mensch für seine Mitmenschen hat. Ein kurzweiliger Roman, der mir gut gefallen hat und zurecht ein Klassiker der deutschen Literatur ist.

  10. Cover des Buches Die Erzählungen (ISBN: 9783596903719)
    Franz Kafka

    Die Erzählungen

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Erinnye
    Dass Buch ist zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Texten von Kafka. Dies reicht von kurzen, einseitigen Erzählungen bis hin zu mehrseitigen Geschichten. Dabei gelingt es Kafka thematisch zwar immer innerhalb eines gewissen Stils zu bleiben, jedoch wiederholt er sich nicht. Jede seiner Schriften hat für sich gesehen eine individuelle Daseinsberechtigung und sagt etwas Anderes aus. Diese Aussage zu verstehen ist bei Kafka natürlich immer so eine Sache. Es bleibt ein Rätsel, ob man die Erzählung so versteht, wie der Autor sie gedacht hatte - jedoch macht dies auch den Spaß an seinem Schreibstil aus. Vielfach interpretierbar, aber auch einfach nur genußvoll lesen und die Prosa bestaunen.. dies alles ist möglich bei diesem Autor. Die Geschichte, die mich persönlich am meisten beeindruckt hat, ist die, die von einem neurotischen Maulwurf erzählt, der um seinen Bau fürchtet, gleichzeitig aber auch davor zurückschreckt ihn wieder zu betreten, wenn er zwecks Vorratsbeschaffung nach draußen muss. Kafka gelingt es, über mehrere Seiten hinweg kein einziges Mal das Wort "Maulwurf" zu benutzen und lässt somit offen, ob es nicht doch eine Wühlmaus oder ein Hamster ist, das ist auch egal, stellt es doch eine hervorragende Metapher dafür dar, dass es bei Kafka nicht um festgesetzte Personen geht, sondern lediglich um die Aussage, die er mit seinem Text tätigen will. Natürlich waren auch so berühmte Geschichten wie "Die Verwandlung" und viele Andere vertreten. Um Kafka zu lesen sollte man eine gewisse Konzentration mitbringen, es ist aber auch dann sicher nicht etwas für jedermann. Man muss den kafkaesken Stil einfach mögen. Tut man dies, dann erscheint einem diese Sammlung von Erzählungen einfach als ein einmaliges Stück Literatur und seine poetischen Texte als wahre Kunst für sich. Immer wieder lesen, immer wieder neu interpretieren, immer wieder neu erleben.
  11. Cover des Buches Herr Biedermann und die Brandstifter. Rip van Winkle (ISBN: 9783518752784)
    Max Frisch

    Herr Biedermann und die Brandstifter. Rip van Winkle

    (319)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Gerade als der vermögende Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann in der Zeitung von Brandstiftern liest die in der Stadt getarnt als Hausierer die Häuser in Brand legen, klingelt es an seiner Haustüre. Es ist Josef Schmitz, der sich als Hausierer vorstellt und bei ihm um Obdach bittet und ihm derart schmeichelt das er ihn auf seinem Dachboden schlafen lässt. Seine Frau ist alles andere als begeistert das Schmitz bei ihnen wohnen darf, aber auch sie kann er umgarnen. Am darauffolgenden Tag klingelt es nun wieder an der Türe und der angebliche Feuerversicherungsvertreter Wilhelm Eisenring steht davor und es stellt sich heraus, dass er und Schmitz Freunde sind und er zieht kurzerhand auch bei Biedermann ein. Als beide sich immer verdächtiger verhalten und es eindeutige Beweise gibt das sie Brandstifter sind, traut sich Biedermann aber nicht etwas zu sagen da er Angst hat sie könnten schlecht über ihn denken oder er sich die beiden zum Feind macht. Also spielt er die Situation immer wieder runter und freundet sich mit ihnen an und so ist es auch er selber der am Schluss sein Haus in Brand steckt, nur um ihnen zu Beweisen das er nicht schlecht über sie denkt.

    Ich habe das Buch damals schon mal während meiner Schulzeit gelesen. Wie das so ist mit Pflichtlektüren die man in der Schule lesen musste halt immer so war, mochte ich das Buch damals überhaupt nicht. Nun habe ich dem Buch eine zweite Chance gegeben und muss sagen das ich mich damals einfach geeiert habe oder einfach noch nicht so weit war um die Bedeutung richtig zu verstehen. Obwohl das Buch Ende der 1940er geschrieben wurde ist es heute auch noch aktuell.

  12. Cover des Buches Das Seil (ISBN: 9783423143455)
    Stefan aus dem Siepen

    Das Seil

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    In einem einsamen von Wäldern umschlossenen Dorf, leben zufriedene Menschen. Als eines Abends ein Dorfbewohner auf einer Wiese ein Seil entdeckt, ist dies der Zeitpunkt, an dem das Leben eine Wendung nimmt.  

    Einige Männer des Dorfes wollen unbedingt das Ende des Seiles finden. Sie bleiben erfolglos, verändern aber durch ihre Suche das gesamte Konzept des bisherigen Dorflebens. 

    Der Autor stellt einzelne Männer in den Fokus, lässt die zurückgebliebenen Frauen aus der Not Aufgaben übernehmen, die es zu bewältigen gilt, um zu überleben.

    Die Existenz des Dorfes steht auf dem Spiel und Opfer müssen gebracht werden.

    Der Autor erzählt in einer ruhigen Sprache und lässt uns Lesende mit unseren eigenen Gedanken zu diesem Roman, der eine Parabel ist, zurück.


  13. Cover des Buches Hilfe, die Herdmanns kommen 1 (ISBN: 9783751203241)
    Barbara Robinson

    Hilfe, die Herdmanns kommen 1

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Ich muss gestehen, dass ich das Buch zu oft erzwungenermaßen lesen musste. Damals habe ich es in meiner Konfi-Zeit als Theaterstück mit anderen Konfirmanten aufführen müssen an Weihnachten. Ich habe damals den Erzähler gespielt und musste jede Zeile mitverfolgen. Seit diesem Vorschlag unseres Pastors hasse ich dieses Werk. Der Schreibstil ist wirklich schön und man kann sich gut in die Lage hinein versetzen. Allerdings mag ich die Herdmanns mit ihrem asozialen Verhalten absolut nicht. Ich finde sie zu wild, zu frech, zu ungebildet und zu vorlaut. Bessere Weihnachtsstücke wären hier die Krippenaufführung oder "Guck mal, Madita, es schneit!" oder irgendwas anderes, aber bitte nicht nochmal die Herdmanns! Eine bessere Erziehung durch ein Kinderheim oder Adoptiveltern hätte den Kindern definitiv nicht geschadet. Am schlimmsten finde ich jedoch, wie sie mit ihren Mitmenschen umgegangen sind und wie sie das Krippenspiel verhunzt haben. Es mag für andere lustig sein, für mich jedoch war es nach dem zigsten Mal Theaterprobe einfach nur noch nervig und ich war froh, als es endlich vorbei war. Seitdem habe ich das Buch nie wieder gelesen und habe auch nicht vor, es nochmal zu tun.

  14. Cover des Buches Fionrirs Reise (ISBN: 9783945532102)
    Andreas Arnold

    Fionrirs Reise

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Wortbibliothekar

    Meinung:

    Ich muss zugeben, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgeschrieben, aber es funktioniert in seiner Art auch wunderbar als eine kleine Leselektüre für Zwischendurch für jeden junggebliebenen Erwachsenen.

    Der Schreibstil ist sehr bildlich, aber einfach gehalten, weshalb es sich hervorragend für Kinder eignet und auch als Selbstleser für Kinder wunderbar funktionieren kann. Dennoch hat man viele Beschreibungen und Wortgefüge, die man einem Kind durchaus erklären muss.

    Und gerade das Erklären und die Interaktion zwischen Kind und Erwachsenem ist bei dem Buch auf jeden Fall gefragt. Es spielt mit einer großen Moralstruktur und vielen kritischen Themen, die mit einem Kind auf jeden Fall kommuniziert werden müssen, damit es die richtigen Schlüsse zieht. Daher funktioniert das Kinderbuch aus meiner Sicht wirklich gut: man muss sich miteinander beschäftigen. Generell greift das Buch viele der heutigen Probleme der Gesellschaft auf und verpackt sie niedlich aber eben auch mit dem nötigen Ernst in einer lustigen und erzählerisch prima umgesetzten Geschichte. Auch die Zeichnungen fügen sich gut in das verspielt-ernste ein.

    Die Charaktere fand ich alle sehr schön gezeichnet, jeder bekommt eine gewisse Persönlichkeit und Stärke und die Figuren harmonieren wunderbar untereinander.


    Fazit:

    Für mich ist Band 1 von „Fionrirs Reise“ ein super Kinderbuch mit einer gut gewählten Altersempfehlung, gerade, was hier das erste Selbstlesen betrifft. Kommunikation zwischen den Eltern und Kindern ist für das Buch sehr wichtig, da es mit seinen bunten, witzigen und kuriosen Figuren viele Themen aufgreift und moralisch etwas präsentieren und lehren will, was man durchaus erklären muss. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus.

    Der Schreibstil ist super flüssig und lässt sich auch für Kinder in den Leseanfängen sicher einfach lesen, aber auch für Erwachsene empfinde ich das Buch als eine Leseempfehlung für Zwischendurch. Mein Neffe hatte auf jeden Fall seine Freude daran!

    Das Buch und die Handlung haben mir super gefallen und auch die szenischen Zeichnungen fand ich an den richtigen Stellen positioniert. Tatsächlich müsste ich mir etwas aus den Fingern saugen, um etwas Negatives über das Buch zu sagen.

  15. Cover des Buches Die Kinder unseres Viertels (ISBN: 9783293305892)
    Nagib Machfus

    Die Kinder unseres Viertels

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Parabel über biblische Geschichten, verpackt in wunderbare Märchen. Das Buch hat mich an vielen Stellen an Rafik Schami erinnert - lesenwert!
  16. Cover des Buches Ein Hemd des 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783596187249)
    Yann Martel

    Ein Hemd des 20. Jahrhunderts

    (20)
    Aktuelle Rezension von: rallus

    Es gibt viele Bücher über den Holocaust, doch keines was annähernd so heimtückisch daher kommt, wie das hier vorliegende Buch von Yann Martel. Heimtückisch ist es, weil es den Leser erst auf die falsche Fährte führt, ihn irreleitet und plötzlich brutal auf das Naheliegende stösst. Das Buch ist voller Symbolik und Andeutungen, so wie das Grauen auch voller Schatten und indirekten Bedrohungen ist. 

    Jeder mag sich an den Symbolen versuchen, ein Esel und ein Affe, die in einem Theaterstück vorkommen, aber auch in der Taxidermie Okapie ausgestelt sind, ein Autor der an dem Holocaust Thema scheitert, aber letztendlich doch findet, der Besitzer der Taxidermie, der wie der Auto heißt und noch vieles mehr. Erst die letzten 13 'Spiele' offenbaren das subtile Gräuel zu dem Menschen nicht nur im Holocaust imstande waren.

    Die falschen Fährten werden früh gelegt. Henry ist ein frustrierter Autor dessen Buch über den Holocaust von den Verlegern abgelehnt wird. Er zieht mit seiner Frau in eine neue Stadt und lebt ganz gut von den Tantiemen des letzten erfolgreichen Buches. Er fängt an Musikunterricht zu nehmen und Theater zu spielen. Immer noch erreichen ihn Leserbriefe zu seinem letzten Roman. Einer ist dabei der seine Aufmerksamkeit fesselt und ihn zu der besagten Taxidermie (Tierpräparation von Wirbeltieren) führt. Als er den Urheber in seinem Geschäft besucht, liest dieser ihm, immer wieder auf seinen darauffolgenden Besuchen, ein Theaterstück vor, welches stark an 'Warten auf Godot' erinnert.

    Das Hemd des 20.Jahrhunderts ist ein sehr stark symbolbehaftetes Buch, welches ich mir gut und gerne im Deutschunterricht vorstellen kann. Auf die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten möchte ich gar nicht näher eingehen, derer sind zu viele.

    Ein teils verstörendes, dann wieder irritierendes Buch welches in einem nachhallt, zumal die eindeutigen Elemente, die 13 Spiele ganz am Ende den Leser komplett einschüchtern und die menschlichen Variationen der Grausamkeit darstellen.

    Ein Buch welches mich anfangs auf den falschen Weg gebracht und mich letztendlich kalt erwischt hat. Ein subtiles Buch über das alltägliche Grauen, nicht nur auf den Holocaust beschränkend.

     

  17. Cover des Buches Eine allgemeine Theorie des Vergessens (ISBN: 9783406713408)
    José Eduardo Agualusa

    Eine allgemeine Theorie des Vergessens

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Julietta89

    Der Einstieg gelingt schnell – man ist sofort mitten im Geschehen, auch wenn anfangs unklar bleibt, wohin die Geschichte führt. Gerade die Protagonistin, die sich in ihrer Wohnung eingeschlossen hat, fand ich bemerkenswert. Auch der kleine Sabulu war ein Highlight.

    Was mich beeindruckt hat, war, wie viel man über die Geschichte Angolas mitbekommt. Gleichzeitig war es nicht immer einfach, der Handlung zu folgen. Viele Stränge, Zeitsprünge und Figuren haben es stellenweise verwirrend gemacht, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht.

    Die Figuren wirkten glaubwürdig, auch wenn manches ein wenig überzogen war. Besonders hängen bleibt das Wissen um die portugiesische Kolonialzeit und den schwierigen Bürgerkrieg in Angola – ein Hintergrund, der dem Buch viel Tiefe gibt.

  18. Cover des Buches Der Kleine Prinz. Die Blaue Ausgabe (ISBN: 9783792000564)
    Antoine de Saint -Exupéry

    Der Kleine Prinz. Die Blaue Ausgabe

    (6)
    Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus

    Kategorie: Parabel | Freundschaft | Gefühle und Gedanken | Reflexion 

    [ mehr als 5x gelesen]

    Besonderheit: Spricht auf eine ruhige und verträumte Art und Weise subtil und märchenartig von den Geheimnissen echter Freundschaft und Selbsterkenntnis.

    Worum dreht sich die Handlung?: Der Erzähler, ein Pilot, strandet mit seinem Flugzeug mitten in der Wüste. Beim Versuch, es wieder startklar zu machen, trifft er unverhofft auf den kleinen Prinzen, ein sonderbar weltentschwebtes und deplatziertes Kind, das keine Angst vor der lebensbedrohlichen Situation zu haben scheint. Stattdessen fordert es den Protagonisten auf, ihm ein Schaf zu zeichnen. Und zum ersten Mal seit langem findet der Pilot jemanden, der die Dinge versteht, die er schon lange kaum noch versucht, jemandem begreiflich zu machen. Beide sind sie verloren in der Wüste und der kleine Prinz erzählt seine Lebensgeschichte: Wie er von seinem kleinen Planeten aufbrach, um etwas zu finden, das sehr schwer zu finden ist – einen echten Freund –, wie er zuerst auf den Nachbarplaneten nur auf falsche Freunde traf, die alle auf ihre Weise nur um sich selbst kreisten und was ihm auf seiner Reise sonst noch alles widerfahren ist. Gleichzeitig hat er Heimweh und auch der Erzähler wünscht sich natürlich, der Wüste zu entkommen. Und trotzdem passiert in diesen wenigen Tagen etwas mit ihm. Er lernt etwas, von dem er dachte, dass er es eigentlich schon könnte… wirklich zuzuhören.

    Große Themen im Hintergrund: Die Geschichte versucht zu ergründen, was echte Freundschaft ausmacht, spricht Selbsterkenntnis und Offenheit, vom Finden, vertraut Machen und Verlieren, Trennung und Heimweh und echtem Hinsehen und Zuhören und davon, warum Zurückweisung genauso schlimm sein kann wie eine Notlandung in der Wüste.

    Teilbewertungen (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):


    1. Handlung ****


     

    Die oft skurrilen Handlungselemente tragen alle zur Philosophie über die Hauptthemen bei und sind bei doppeltem Boden gut verständlich. Alle Ereignisse und Gespräche (die einen wichtigen Teil der Handlung ausmachen) sind stimmig gestaltet. Das Buch ist mehr ein Märchen oder eine Parabel als ein Actionroman, dennoch passiert ganz viel, vor allem in Inneren der Charaktere. Sowohl die erlebte Handlung als auch die erzählte Handlung sind gut ausgearbeitet und die Veränderungen des Hauptcharakters geschehen schleichend und authentisch.

     


    1. Aufbau ****


     

    Das Buch gliedert sich in mehrere logische Abschnitte, die wohlproportioniert gewichtet sind. Die Kapitel sind sehr kurz und eher als Gedankenabschnitte zu verstehen. Auch kommt es zu ungewohnten Exkursen. Immer wieder wird Bezug zu den Zeichnungen genommen, was den Eindruck einen tatsächlichen Berichtes verstärkt. Elemente werden an guten Zeitpunkten wieder aufgegriffen.

     


    1. Charakterzeichnung *****


     

    Die Nebencharaktere sind als Skizzen angelegt, die einen bestimmten Menschentyp karikieren sollten. Dies gelingt sehr gut. Die 2 ½ Hauptcharaktere hingegen machen alle ihre eigene Wandlung durch (oder haben sie in der jüngeren Vergangenheit durchgemacht) – langsam, authentisch und berührend. Der Hauptcharakter reflexiert sehr viel und regt einen dabei selbst zu Gedanken an. Der kleine Prinz ist nicht wirklich greifbar (mit Absicht), mit einer Mischung aus Neugierde, Naivität, Unverständnis, Welterfahrenheit und Sehnsucht stellt er (anfangs) einen interessanten Gegenpol zum Erzählcharakter da, um nach und nach verborgene Seiten in diesem wieder zu wecken. Inwiefern die Erzählung von Selbst(wieder)erkenntnis handelt, soll jeder für sich beurteilen.

     


    1. Sprache und Stil *****


    Die Sprache ist simpel, dabei jedoch schön, ruhig, märchenhaft und etwas vage, was das Thema gut unterstützt. Symbole werden wiederkehrend verwendet und es wird klar, dass der Autor auf manche Aussagen besondere Gewichtung legen wollte. Wer die Hintergründe des Entstehungsprozesses (siehe Vorwort) kennt, wird die Wahl der Form gut verstehen. Die melancholische Grundstimmung wird schön aufgebaut ohne dabei hoffnungslos zu sein.


    1. Zielgruppe(n)


     

    Leser, die eine kurze, aber kondensierte Geschichte zum Nachdenken suchen. Zu Experimenten, thematischen Exkursionen oft surrealer Handlung und reflexiven Passagen sollte eine Affinität bestehen. Auch der märchenhafte Stil und die oft ungewohnten Sichtweisen sollten einem liegen. In dem Buch verstecken sich viele doppelte Böden, einiges an Wehmut, Weltschmerz – aber auch Hoffnung. Viel davon tritt beim mehrmaligen Lesen deutlicher hervor, es ist also eher weniger ein Buch fürs Nur-einmal-Lesen, da es aber nicht lang ist, stellt das wahrscheinlich kein Problem dar.

     


    1. Fazit ****°


    Auf jeden Fall eine ungewöhnliche Geschichte über bewegende Themen, die im Hinter- und Vordergrund immer wieder reflektiert werden. Viel der Handlung ist eindeutig symbolhaft und skurril, fast jedes Handlungselement ein (märchenartiges) Symbol, eine hohe Gewichtung liegt auch bei Reflexion und Gesprächen zwischen den Charakteren sowie im Bericht des kleinen Prinzen. So kurz das Buch ist, steckt viel darin, auch auf Charakterebene. Der Stil ist märchenhaft und melancholisch. Es ist bestimmt nicht für jeden etwas, aber für sehr viele Menschen bestimmt eine Bereicherung. Bei mir ist viel hängen geblieben und ich muss auch im Alltag hin und wieder an einzelne Elemente denken.

  19. Cover des Buches Komm nur herein! (ISBN: 9783715207285)
    Max Bolliger

    Komm nur herein!

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine zeitlos schöne Parabel
    über die Angst vor Veränderungen und Fremden
    für Kinder ab 4 Jahren
    Max Bollingers Geschichten sind kult. Er gehört zu den großen Erzählern im deutschsprachigem Raum und seine Bücher werden von unseren Lesekindern heiß geliebt.
    Hier nun erzählt er eine Geschichte, die zeitlos schön ist und dennoch gerade in der letzten Zeit aktueller den je geworden ist.
    Im Wald lebt eine ältere Fee. Wenn wir von außen durchs Fenster in die Stube gucken und sie dort im Schein der Lampe sitzen sehen, würden wir sagen es ist eine sympathische ältere Dame, eine Oma vielleicht. An Fee denkt man dabei noch nicht und in der Tat bis auf die Tatsache, das sie dann doch Flügel hat, unterscheidet die Fee sich nicht von einer Menschengestalt. Die Fee wohnt jedoch nicht allein dort. Eine kleine Maus hat sich zu ihr gesellt und genießt es den lieben langen Tag den wundervollen Geschichten der Fee zu zuhören. Ein schönes Mäuseleben. Doch eines Tages steht eine Katze vor der Tür, die auch gerne eine Geschichte hören möchte. Man kann sich denken, dass das der Maus gar nicht gefällt. Nicht nur das Katzen Mäuse fressen, jetzt muss die Maus auch noch die Aufmerksamkeit der Fee teilen. Im ersten Moment ist es aber dann wohl doch mehr die Angst vor der Katze und das Unverständnis, wieso die Fee der Katze Einlass gewährt. Also versteckt sich das Mäuslein unter der Kommode und muss ängstlich und traurig mit ansehen wie die Fee der Katze Geschichten erzählt.
    Damit nicht genug klopft es am Nachmittag erneut an der Tür. Dieses Mal steht ein Hund vor der Tür und möchte eine Geschichte hören und auch den Hund lässt die Fee hinein..
    Jetzt ängstigt sich nur das Mäuslein sondern auch die Katze. Doch die beiden arrangieren sich. Der Hund liegt der Fee zu Füßen während es sich die Katze auf ihrem Schoß gemütlich macht. Nur unser kleines Mäuschen sitzt immer noch sehr, sehr traurig in seinem Versteck und traut sich nicht heraus.
    Sie versucht mit lautem Nagen auf sich aufmerksam zu machen doch es scheint als hätte die Fee sie vergessen.
    Doch dann geht die Fee in die Küche um das essen zu zubereiten. Beim Tisch decken stellt sie auch der kleinen Maus ein Tellerchen hin. Als Hund und Katze anfangen wollen, ermahnt die Fee die beiden. Es wird erst gegessen wenn alle am Tisch sitzen.
    Mutig wagt sich due Maus heraus und setzt sich zu der Katze und dem Hund an den Tisch. Ein sehr einträchtiges Bild wartet auf uns Leser. Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.
    Hund und Katze machen sich gestärkt auf zu neuen Abenteuern und das Mäuslein hat seine Fee wieder für sich alleine.
    Nein, auch damit ist sie noch nicht zu Ende.
    Denn es hat der Maus dann doch gefallen in Gesellschaft Geschichten zu hören und zu leben. Sie wünscht sich, dass die beiden bald einmal wieder kommen.*
    Eine Geschichte, die gut auf das Menschenleben übertrag bar ist.
    Die Angst vor Fremden, das Gefühl teilen zu müssen oder gar nicht mehr die erste Geige im Leben eines anderen zu Spielen, das erleben wir in der Familie, im Kindergarten, unter Freunden oder in der Schule, ja sogar später im Beruf immer wieder. Es kommt jemand neues in eine feste Gruppe. Damit kann sich viel ändern. Mit Sicherheit sogar. Doch muss das unbedingt negativ sein? Kann es nicht vielmehr auch eine Bereicherung sein?
    In den allermeisten Fällen wird das Leben bunter, den jeder ist anders und bringt etwas neues mit. Sei es das er besonders lustig ist, etwas besonders gut kann oder..... .
    Das Leben besteht aus Veränderungen. Guten und auch mal schlechten. Nur wenn wir lernen mit Veränderungen um zu gehen, ihnen nicht gleich skeptisch gegenüber zu stehen können wir unser Leben bunter / reicher machen.
    Das zeigt diese wundervolle Geschichte von Max Bollinger sehr eindrucksvoll und anschaulich. Die Illustrationen spiegeln genau das wieder.
    Die Geborgenheit, das schöne Leben, die Veränderungen, die Angst und das Erkennen, das es gemeinsam doch viel schöner ist.
    *
    Unsere Lesekinder sind in der Geschichte wunderbar mit gegangen. Viele der Kleinen, insbesondere die Mädchen, sind regelrecht zusammengezuckt und haben sich klein gemacht wie die Maus, als die Fee die Katze herein lässt. Ängstlich haben sie das Geschehen in der Erzählung verfolgt und dann doch schnell aufgeatmet. Sie waren etwas traurig. Die Empathie galt zu jeder Zeit der kleinen Maus. Als der Hund hinzu kam war das nicht mehr so. Hier waren sie zwar traurig, das die Maus noch mehr in der Aufmerksamkeit nach hinten rückte aber die Angst, das etwas schlimmes passieren könnte, kam nicht mehr auf.
    *
    Wir haben lange über diese Geschichte gesprochen. Die Kinder in Alter von 4 bis 7 Jahren waren sehr findig als es darum ging Beispiele aus ihrem Leben mit der Geschichte in Verbindung zu bringen. Dies lässt erkennen, das sie die Botschaft der Geschichte sehr gut verstanden haben.
    Eine Botschaft, die zu allen Zeiten wichtig ist aber im Zuge des Fremdenhasses der immer mehr aufkeimt wohl noch gewichtig

  20. Cover des Buches Pardon Bonbons (ISBN: 9783959390545)
    Marjaleena Lembcke

    Pardon Bonbons

    (8)
    Aktuelle Rezension von: papa.hirsch.liest

    🦊 ab 3

    📖 Bohem Verlag @bohempress 

    🖊️ Marjaleena Lembcke

    🎨 Malin Neumann @malin.neumann.studio

    ⁉️ Buch über eine Entschuldigung


    🦌Worum geht es?🦌


    Im Buch geht es um Herrn Hoi, der nach seiner Arbeit in einer Schokoladenfarbik sein eigenes Geschäft geöffnet hatte, er nannte es Pardon Bonbon und bot namengleiche Bonbons kostenlos für seine Kunden an. Es kamen vor allem viele Kinder, so wie eines Tages als ein kleines Mädchen nach ihrem Vater mit einer Tigerfelljacke fragte. Doch auch Herr Hoi wusste nicht wo er sei. Am nächsten Tag kam sie wieder und suchte nach einem Elefanten. Auch hier konnte Herr Hoi nicht helfen und bot dem Mädchen jedes Mal einen Pardon Bonbon an. Herr Hois Sohn wurde skeptisch und ermahnte seinen Vater, denn er sah wie andere Kinder im Hintergrund Süßigkeiten stahlen. Doch Herr Hoi blieb ruhig und gelassen und vertraute auf die  Wirkung seiner Bonbons.



    🦌Mein Eindruck:🦌


    Eine unglaublich tolle und berührende Geschichte mit künstlerischen und französische wirkenden, liebevollen Illustrationen. Das Ende der Geschichte, und ich nehme dieses nicht vorweg, war so sentimental, dass sogar unser Großer still wurde und die Geschichte direkt noch einmal vorgelesen bekommen wollte. Diesem Wunsch habe ich ihm natürlich erfüllt. Die Moral hinter der Geschichte ist toll. Alles wendet sich zum Gute, könnte man hier kurz sagen. Daher liebe Eltern, liebe Kinder, lieber eine späte Entschuldigung als gar keine Entschuldigung. Aber natürlich wäre es angebracht, keine verbotenen Sachen zu machen. Aber eine Entschuldigung macht viel mit einem anderen Menschen und einem selbst. Du weißt nicht was ich meine? Dann überlege doch warum Du und bei wem Du Dich entschuldigen solltest und mache es gleich, nachdem Du diese Rezension zu Ende gelesen hast.



    Bewertung: 🦊🦊🦊🦊🦊



    Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊

  21. Cover des Buches Geflüsterte Schreie: Erzählung (ISBN: 9783899508161)
  22. Cover des Buches Das Verrätertor (ISBN: 9783734711244)
  23. Cover des Buches Der Duft des Lebens (ISBN: 9783963660016)
    Clara Maria Bagus

    Der Duft des Lebens

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Monika58097

    "Der Duft des Lebens" von Clara Maria Bagus ist zweifellos eine faszinierende und außergewöhnliche Geschichte. Sie spielt in einer unbestimmten Vergangenheit und erzählt von Aviv, der bei Zieheltern aufwächst und das Glasbläserhandwerk von seinem Ziehvater lernt. Sein Leben nimmt eine düstere Wendung, als der finstere Arzt Kaminski auftaucht, ein Mann, der aufgrund seiner schmerzhaften Vergangenheit nach einer vollkommenen Seele strebt – koste es, was es wolle, sogar Morde.

    Die Geschichte erinnert stark an Patrick Süskinds "Das Parfüm", nicht nur wegen des düsteren Themas, sondern auch aufgrund der poetischen und schönen Sprache, die selbst das Grauen in ein kunstvolles Licht taucht. Trotz der oft düsteren Thematik, die von Tod und Abschied dominiert wird, schafft es das Buch, eine melancholische Schönheit zu vermitteln.

    Besonders Leser, die kürzlich einen Verlust erlitten haben, sollten eventuell vorsichtig sein, da das Buch stark auf Themen wie Tod und Verlust eingeht. Doch gerade in dieser Traurigkeit liegt auch eine besondere Schönheit, die den Leser in ihren Bann zieht und einen Sog entwickelt, dem man sich kaum entziehen kann.

    Insgesamt bietet "Der Duft des Lebens" eine tiefgründige, poetische und gleichzeitig bedrückende Lektüre, die durch ihre außergewöhnliche Erzählweise und die intensive Charakterzeichnung beeindruckt.


  24. Cover des Buches Fjelle und Emil - Monstermäßig beste Freunde (ISBN: 9783833905803)
    Anne Scheller

    Fjelle und Emil - Monstermäßig beste Freunde

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Briggs

    Fjelle und Emil sind richtig dicke Freunde. Wir steigen in ihre Geschichte ein in der wohlduftenden Bäckerei von Emils Eltern, und dann geht es in die Schule, wo beide gemeinsam in der Klasse sitzen und Fjelle voll akzeptiert ist, obwohl er ein Monster ist.
    Monster sind nämlich eigentlich gar nicht schrecklich, allerdings ist Fjelles SUPERkraft nicht immer leicht im Zaum zu halten: Er spiegelt die Gefühle anderer SUPER.
    So kommt es zu Vorkommnissen, nach denen der neue Schuldirektor Fjelle nicht mehr in der Klasse haben will und Emil zu zweifeln beginnt. Fjelle geht - aber kann Emil das so stehen lassen?

    Viel spielt sich ab in diesem Buch. Freundschaft, Vorurteile, Zusammenhalt, Überwindung von Gegensätzen.
    Ich glaub, das ist ein tolles Mutmacherbuch für Kinder, die viel zweifeln.

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