Bücher mit dem Tag "parallelwelt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "parallelwelt" gekennzeichnet haben.

215 Bücher

  1. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

    (7.085)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Den Anfang des Buches kannte ich durch den Film. Dennoch war es was gänzlich anderes das Buch zu lesen den einiges unterscheidet sich und im Film fehlt natürlich auch einiges.

    Was mich wunderte, dass ich irgendwann nahe am Ende des Films war aber noch so viel Buch über hatte. Mein Mann klärte mich dann auf, es gab einen zweiten Film. Den hatte ich jedoch nie gesehen. Also könnte ich den zweiten Teil völlig neu entdecken. Anfangs fand ich es etwas langatmig. Gerade die Beschreibungen fand ich gelegentlich etwas zu umfangreich. Doch als Bastian sich veränderte müsste ich einfach wissen. Ob er wieder der alte wird und auch ob er den Weg aus Phantasien heraus findet.

    Auch wenn der Protagonist zwischenzeitlich zum Antagonisten würde könnte ich irgendwann das Buch. Ur noch schwer zur Seite legen. Das Ende war dann wieder versöhnlich und hat mir sehr gut gefallen.

    Ein wenig genervt war ich vom Satz: "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."

    Er wurde einfach zu inflationär verwendet.

    Nichtsdestotrotz ist die Geschichte wohl eins, der interessantesten die ich je gelesen habe. Am liebsten würde ich danach selber nach Phantasien reisen und wenn es nur ist um Fuchur mit eigenen Augen zu s

    ehen.

  2. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann (ISBN: 9783596706181)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann

    (1.336)
    Aktuelle Rezension von: Mona-di-Fender

    Schulalltag, Parallelwelten und zwei Teenager, die sich nicht leiden können: Willkommen in der Welt von Vergissmeinnicht! Der erste Band erzählt eine Geschichte, in der Familiengeheimnisse aufgedeckt werden, sich Portale öffnen und die Liebe nebenan direkt hinter der Nachbarstür warten kann.

    Worum es geht?

    Der Schulliebling Quinn kann seinem Verstand nicht mehr vertrauen, nachdem ihn nachts ein seltsames Wesen verfolgte und er dabei in einen Unfall geriet. Denn plötzlich sieht er Dinge, die nicht existieren dürften, kann sich mit Statuen unterhalten und durch Portale reisen. Überfordert mit der Situation, möchte er sich jemandem anvertrauen. Aus Angst, seine Freunde könnten ihn für verrückt erklären, wendet er sich seiner verhassten Nachbarin Matilda zu - einem Mädchen, das unfassbar gern Fantasyromane liest und streng katholisch erzogen wird. Obwohl die beiden sich nicht leiden können und Quinn versucht, sich den Geschehnissen zu entziehen, werden beide immer tiefer in eine fremde Welt gerissen, während Quinn feststellen muss, dass sich seine Gefühle für Matilda langsam ändern.

    Ich hatte Spaß mit diesem Buch. Nach 60 Std. Outlander war Vergissmeinnicht genau das richtige: seicht, kurzweilig und gewissermaßen eine Reise zurück in die eigene Teeniezeit. Denn mit den Gedanken von Quinn und Matilda bekommen wir alle Ängste, Zweifel und Wünsche vermittelt, wie sie für diese Altersgruppe eben typisch sind. Fragen, was die Freunde über einen denken werden, was passiert, wenn der Crush die verborgenen Gefühle bemerkt und was passiert, wenn die Eltern einen erwischen, werden gekonnt verwoben mit den Geheimnissen rund um die Parallelwelt des Saums.

    Wäre ich noch ein Teenager, würde ich dieses Buch mit ziemlicher Sicherheit absolut lieben! Doch wie das mit dem Erwachsenwerden so ist, wächst man aus den ein oder anderen Stories irgendwann raus. 😇

    So ist es für mich hier: Ein schöner, nostalgischer, kurzer Ausflug in eine Geschichte, die einen kurz wieder zurückblicken lässt. 🤗

  3. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

    (769)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Ich habe schon mehrere gute Bücher gelesen, aber es kommt selten vor, dass ich nach zehn Seiten eines Buches weiß: Das wird etwas Besonderes. Das wird ein Leseerlebnis, das du dein Leben lang nicht mehr vergessen wirst.


    Und ich muss sogar überlegen, ob ich die Liste meiner Lieblingsbücher nicht umstrukturieren sollte. Vielleicht sollte ich nicht einfach nur danach gehen, dass mich Bücher abgeholt haben und ich besonderen Spaß daran hatte, sie zu lesen, sondern danach, dass ich diese Bücher erlebt habe und sie immer wieder aufs Neue erleben will.


    Da fallen mir tatsächlich nur Die Brüder Karamasow und 1Q84 von Murakami ein. Obwohl ich den dritten Band der Trilogie noch nicht gelesen habe, habe ich keinen Zweifel daran, dass es mit das Beste sein wird, was ich je gelesen habe.


    Was erleben wir in 1Q84 — oder besser gesagt: Was erleben wir nicht? Kein Wort in diesem Roman ist überflüssig. Keine Seite ist zu viel. Jedes Kapitel, jeder Absatz, jede Zeile ist wichtig für das Gesamtbild der Geschichte, die Murakami erzählt.


    Zum einen erleben wir die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich sehnsüchtig nacheinander durchs Leben bewegt haben, die sich zuletzt gesehen haben, als sie zehn Jahre alt waren, und die mit dreißig immer noch das Herz des anderen bewohnen. Doch dies einfach als Liebesgeschichte abzutun, würde dem Roman schlichtweg nicht gerecht werden.


    Wir erleben eine Parallelwelt. Wir erleben eine Sekte. Wir erleben Fabelwesen. Wir erleben eine Komplexität der Handlung, die ihresgleichen sucht. Das Schicksal der beiden Hauptfiguren ist auf eine so extravagante Art und Weise miteinander verbunden und verschmolzen, dass man diesem Werk mit bloßen Worten kaum gerecht werden kann. Denn nur Murakami selbst vermag es, diese Geschichte so zu erzählen, dass sie den Wert, den sie in sich trägt, vollkommen transportiert.


    Wir erleben Spannung. Wir erleben Dramatik. Wir erleben zwischenmenschliche Nähe, aber auch die Kälte der Menschheit. Wir erleben die gnadenlose, brutale menschliche Natur, wenn Menschen ihr Leben auf der dunklen Seite verbringen — und gleichzeitig die Zerrissenheit und die Narben eines Menschen, der von seinen Emotionen erschüttert wurde.


    Ich hoffe, diese Rezension gibt genug Anreiz für diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, es endlich zur Hand zu nehmen. Natürlich nimmt Murakami kein Blatt vor den Mund. Wir erleben auch explizite Szenen, die einem den Kloß im Hals spüren lassen. Unverblümt, direkt — und genau deshalb so unglaublich echt.


    Wenn man Begeisterung überhaupt in Worte fassen kann, dann würde ich mir wünschen, für dieses Buch die richtigen Worte gefunden zu haben. Eine ganz klare Empfehlung — nicht nur für Fans von Murakami, sondern für absolut jeden. Denn hier wird Literatur auf höchstem Niveau geboten.

  4. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

    (1.601)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Angenehm überraschtIch muss sagen, ich war wirklich mehr als positiv. Überrascht bereits vom ersten Teil der goldene Kompass. Ich habe alle drei Teile der Triologie gelesen und wie so oft hängt das Buch den Film um Längen ab. Man muss auch dazu sagen, dass der Film mehr für Kinder gedacht gewesen ist das Buch hingegen in nicht wenigen Szenen doch einen sehr erwachsenen Charakter aufweist. Manchmal waren die Kampfszenen so spannend, dass sich mein Lese Tempo automatisch so dermaßen beschleunigt hat um bloß schnell auf die nächste Seite zu kommen, um zu wissen, wie es weitergeht. Fantasy ist normalerweise nicht mein Genre, höchstens im Bereich vom magischen Realismus wie Murakami. Aber dieser Dreiteiler hat mich absolut überzeugt beide Daumen hoch

  5. Cover des Buches Sleeping Beauties (ISBN: 9783453439559)
    Stephen King

    Sleeping Beauties

    (272)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Was würde wohl passieren, wenn plötzlich alle Frauen und Mädchen der Welt in einen tiefen Schlaf versinken, sich in Kokons verpuppen und die Männer, etwas auf sich allein gestellt, zurück lässt?

    Stephen und Owen King haben mit diesem Roman, eine wahrlich gelungene und leider auch sehr leicht zu glaubende Situation beschrieben, die einem selbst nach Abschluss des Buches, noch für längere Zeit begleiten wird. Der Geschlechterkampf Mann gegen Frau ist überall present, doch im Vergleich zur Realität, kann man bei Sleeping Beauties ruhig und entspannt, beide Blickwinkel in Augenschein nehmen und sich so, Seite für Seite eine Meinung bilden. Doch selbst dann sollte man stets bedenken, was man selbst falsch oder richtig findet, kann fürs Gegenüber genau das Gegenteil sein. Aber trotzdem ist das Gute oder das Böse weder männlich noch weiblich, sondern schlicht _menschlich_

    Zum Schluss möchte ich noch mein liebstes Zitat, aus diesem Buch, mit euch teilen:
    "Sag nicht Pussy, wenn du damit was meinst, was schwach ist. Wenn deine Mutter dir das nicht beigebracht hat, hätte sie's tun sollen."

  6. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war (ISBN: 9783596707522)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war

    (517)
    Aktuelle Rezension von: Vanessa91

    Dieser Band kommt etwas ruhiger daher als der Vorläufer. Was ich aber nicht schlimm finde , man taucht in die Familien Dynamiken von Quinn und Matilda ein und lernt vor allem Jeanne D'arc näher kennen - wirklich sympathisch wird sie allerdings nicht 😅 ich mochte die Geschichte. Mann muss allerdings bedenken dass dies ein Jugendbuch ist ,so ist es eben auch geschrieben. Es macht auf jeden Fall gute Laune und man möchte wissen wie die ganze Sache zu Ende geht . 

  7. Cover des Buches Everflame 1. Feuerprobe (ISBN: 9783841504203)
    Josephine Angelini

    Everflame 1. Feuerprobe

    (1.150)
    Aktuelle Rezension von: Booksarepassion

    Leider bin ich etwas enttäuscht und habe mir so viel mehr erhofft. Da ich die Göttlich Trilogie verschlungen habe, bin ich freudig an dieses Buch herangetreten und musste dann feststellen das es mich einfach nicht packt. Ich habe Ewigkeiten gebraucht um es zu Ende zu lesen. Habe zwischendrin noch andere gelesen. Die Story ist okay. Das Highschool-Girl das ein nicht ganz normales Leben führt aber eigentlich ersehnt und dann taucht er auf und alles wird noch komplizierter wenn gleich auch schöner. Für mich persönlich war es das nicht was ich gesucht habe aber die Geschichte ist nicht schlecht. Vielleicht bin ich mit zu vielen Erwartungen in die Geschichte gestartet. Wenn ihr auf das Buch stößt wegen der Göttlich Reihe, dann wartet bis ihr diese wieder aus euren Gedanken raus habt und lest erst dann dieses Buch. Wahrscheinlich klappt das besser :)

  8. Cover des Buches Schwarz (ISBN: 9783453444607)
    Stephen King

    Schwarz

    (1.101)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht der letzte Revolvermann Roland, der den Mann in Schwarz/den Zauberer auf der Suche nach dem dunklen Turm verfolgt und durch eine postapokalyptische Welt wandert. Auf dieser Reise durchquert Roland eine endlose und verlassene Wüste, begegnet dem aus einer anderen Welt stammenden Jungen Jake, kämpft gegen Gefahren und schmerzhafte Erinnerungen. Die sehr atmosphärische Handlung weist einen einzigartigen und faszinierenden Genreminx aus Western, High-Fantasy und postapokalyptischer Science-Fiction mit einem tollen Worldbuilding auf.
    Bei den Protagonisten steht der seelisch gezeichnete Roland im Mittelpunkt der Handlung, der aus Pflichtbewusstsein nahezu besessen dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Jake oder der Zauberer Walter, bereichern die Handlung und verleihen ihr ein gelungenes Facettenreichtum.
    Wer High-Fantasy Geschichten mit einem faszinierenden Worldbuilding und originellen Figuren mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist detailreich, voller Symbolik und weist einen poetischen Einschlag auf.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist meine Lieblingsreihe Kings.

  9. Cover des Buches His Dark Materials 2: Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    His Dark Materials 2: Das Magische Messer

    (1.073)
    Aktuelle Rezension von: Zeus005

    Der zweite Band der Reihe erweitert den Horizont der Geschichte auf faszinierende Weise. Diesmal bricht Lyra in eine neue Welt auf, die exakt der unseren entspricht. Dort trifft sie auf Will, der als neuer, starker Charakter eingeführt wird. Gemeinsam bilden die beiden das emotionale und treibende Zentrum der Handlung, während im Hintergrund das Ausmaß von Lord Asriels Plänen immer deutlicher wird. Gleichzeitig setzt Mrs. Coulter ihre unerbittliche Jagd auf Lyra fort, da sie in dem Mädchen die Schlüsselfigur für das Schicksal aller Welten sieht.

    Die Schauplätze wechseln dynamisch zwischen unserer Realität und der mystischen Parallelwelt Cittàgaze. Letztere sorgt für eine besonders beklemmende Atmosphäre: Hier treiben unheimliche Gespenster ihr Unwesen, die Erwachsenen die Seele aussaugen und sie als leere Hüllen zurücklassen, während verwilderte Kinderbanden die verlassenen Straßen beherrschen. Diese düstere Kulisse verleiht dem Abenteuer einen spürbar ernsteren und bedrohlicheren Ton.

    Zusätzliche Figuren wie der zwielichtige Sir Charles bringen eine konstante Gefahr in Wills Welt, da sie sich als Helfer tarnen, aber eigene, dunkle Absichten verfolgen. Man spürt in jedem Kapitel, wie sich die Fäden für das große Finale zusammenziehen. Der Spannungsbogen baut sich konsequent auf und lässt den Leser mit einer enormen Vorfreude auf den dritten Teil und den bevorstehenden Krieg gegen die mächtigen Institutionen zurück. Eine meisterhafte Fortsetzung, die der Welt noch mehr Tiefe verleiht.

  10. Cover des Buches MondSilberLicht (ISBN: 9783744800013)
    Marah Woolf

    MondSilberLicht

    (1.324)
    Aktuelle Rezension von: AuroraNielsen

    Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Emma auf die schottische Isle of Skye zu Verwandten, die sie kaum kennt und trifft dort auf den geheimnisvollen Calum, der sie ebenso anzieht, wie er sie auf Abstand hält. Was ihn umgibt, hat mehr mit alten schottischen Sagen zu tun, als Emma zunächst ahnt.

    Der Einstieg ist ruhig und wirkt anfangs vertraut, doch genau darin liegt der Reiz: Marah Woolf nimmt sich Zeit für Stimmung, Sehnsucht und eine Liebe, die nicht sein soll. Die neblige Kulisse und der keltische Mythos heben das Buch angenehm von üblicher Fantasy ab, und je weiter man liest, desto stärker zieht die Geschichte an, bis zu einem Ende, das sofort nach dem nächsten Band verlangen lässt.

    Ein warmer, verschlingbarer Slow-Burn-Auftakt für alle, die atmosphärische Romantasy mögen. Man merkt dem Debüt seine kleinen Ecken an, aber das Herz stimmt.

  11. Cover des Buches Everflame (ISBN: 9783841504210)
    Josephine Angelini

    Everflame

    (551)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Eigentlich wollte ich die Everflame-Trilogie von Josephine Angelini im Dezember abschließen, doch Weihnachtstrubel, Nebenjob und Jahreswechsel ließen nur wenig Zeit zum Lesen. Inzwischen sind die Winterferien vorbei, die Uni geht weiter und die nächste Klausurphase steht vor der Tür. Dennoch habe ich es geschafft, den zweiten Band der Jugendbuchreihe namens „Everflame – Tränenpfad“ aus dem Jahr 2015 zu beenden. Vielleicht ist dies die einzige Rezension, zu der ich diesen Monat kommen werde, denn aktuell lerne ich schon fleißig für zwei anstehende Klausuren. Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, mindestens 22 Bücher zu lesen und zu rezensieren. Mal sehen, ob das gelingt 

    Die 17-jährige Lily Proctor hat es mit letzter Kraft geschafft, sich aus der magischen Parallelwelt zu retten, in der sie gefangen war. Gemeinsam mit ihrem Freund Rowan gelingt es ihr, zu ihrer Mutter nach Hause zurückzukehren, doch sie ist schwer verletzt. Der Scheiterhaufen hat ihr schmerzhafte Wunden zugefügt, die nur langsam und mit viel Pflege heilen. Zwar kümmert sich Rowan liebevoll um sie, allerdings kann Lily ihr plötzliches Verschwinden weder ihrem Vater, der Schule oder gar dem FBI erklären. Außerdem versucht Lillian aus der Hexenwelt immer wieder telepathisch mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auch wenn Lily nicht in die gefährliche Welt zurückkehren möchte, weiß sie doch, dass Rowan dorthin gehört. Und so muss sie sich entscheiden zwischen der Liebe zu ihrer Familie und der zu Rowan. 

    „Lily trieb auf einem Floß auf Schmerz.“, ist rein rhetorisch gewiss nicht der stärkste erste Satz, macht aber deutlich klar, wo der Leser zuletzt stehen geblieben ist. Durch die Energie, die Lily als Hexe aus dem Scheiterhaufen ziehen konnte, war es ihr möglich in die moderne Welt zurückzukehren. Nun hat sie am ganzen Körper Brandverletzungen und ringt mit dem Tod. Die Metapher des Floßes aus Schmerz knallt einem aber direkt wieder die merkwürdige Bildhaftigkeit ins Gesicht, die ich bereits beim Vorgänger kritisiert hatte. Weiterhin erzählen sich abwechselnde personale Erzähler im Präteritum. Meist ist es Lily, manchmal aber auch ihre Schwester Juliet. Hinzu kommen die Passagen, in denen Lillian mit Lily telepathisch Erinnerungen teilt. Diese sind in der Ich-Perspektive im Präsens formuliert.

    Auch hier gibt es einen Kritikpunkt, den ich bereits in der Rezension des Vorgängers erwähnt hatte: Angelini gelingt es nicht konsequent, die personale Erzählperspektive beizubehalten. Damit meine ich nicht die kurzen Passagen in Ich-Perspektive von Lillian, sondern die Wiedergabe von Gefühlen und Gedanken jener Figuren, die gerade nicht erzählen. Kurzes Beispiel aus Kapitel 3: „Simms wusste genau, dass man Lily etwas angetan hatte, und sie wollte den Schuldigen finden. Lily merkte, dass Simms eigentlich ein guter Mensch war, auch wenn sie sie nicht leiden konnte.“ Hier werden also erst die Gedanken von Agentin Simms und direkt im Folgesatz die von Lily wiedergegeben, obwohl das ganze Kapitel ansonsten ausschließlich Lily die personale Erzählerin ist. Vereinzelt gibt es im Buch leider immer wieder kleine Momente, in denen Perspektivbrüche entstehen, welche so vermeidbar gewesen wären. Stilistisch bewegt man sich also auch hier wieder auf dem Stolperpfad des ersten Bands.

    Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln ist „Everflame -Tränenpfad“ also etwas kürzer als der Vorgänger, hat aber genauso viele Kapitel. Eine der wichtigsten Figuren, die Lily in der Hexenwelt kennengelernt hat, ist der Außenländer Rowan Fall. Außenländer sind in der Hexenwelt jene, die außerhalb der 13 großen ummauerten Städte an der Ostküste Nordamerikas leben. Dazu gehören sowohl die indigenen Einwohner, als auch Aussätzige. Rowan ist ein schlanker, aber muskulöser junger Mann mit leicht rötlich gebräunter Haut, wie es bei den amerikanischen Ureinwohnern typisch ist. Er hat sehr markante Gesichtszüge und ein kantiges Kinn. In der Hexenwelt war er der Hexenhelfer von Lillian und obendrein ihr Geliebter. Als Lillian jedoch seinen Vater hängen ließ, trennte er sich von ihr. Inzwischen ist er in Lily verliebt, Lillians Doppelgängerin aus der modernen Welt. Für Lily eine äußerst merkwürdige Situation, denn nun ist die Exfreundin ihres Freundes sie selbst, nur eben aus einer Parallelwelt. Lilys Vater heißt übrigens James. Also kommen mit Lily und James beide Vornamen von Harry Potters Eltern vor. Zufall? Wohl kaum, zumal Lily auch in ihrer optischen Beschreibung Ähnlichkeiten mit Lily Potter hat, aber das nur ganz nebenbei.

    Zurück zu Rowan. Ich mochte ihn, auch wenn er als männlicher Protagonist einige Stereotype aufweist. Der junge, athletische Mann, der sowohl zärtlich als auch kalt sein kann. Der mysteriöse, faszinierende und reiche Typ, dem viele Frauen verfallen sind, der aber nur Augen für die Protagonistin hat. Weicher Kern mit harter Schale, welche er sich durch seine tragische Vergangenheit angeeignet hat. Man kennt es, und trotzdem hat Rowan zumindest noch ausreichend Individualität, um nicht wirklich auf die Nerven zu gehen.

    Als Rowan Lillian verlassen hatte, musste er auch seinen Wunschstein zerstören, um nicht länger unter ihrem Zauber zu stehen. In der Hexenwelt besitzt jeder Mensch einen Wunschstein, der meist in einer Kette um den Hals getragen wird. Bei Menschen mit magischen Talenten verstärkt der Wunschstein diese Wirkung. Gleichzeitig ist der Wunschstein etwas sehr Intimes. Je nach magischer Fähigkeit, kann das Berühren eines fremden Wunschsteins ein starkes Kribbeln auslösen, bis hin zu den Hexen, die den Träger dauerhaft gefügig machen und ihn steuern können wie eine Marionette. Außerdem haben Träger eines Wunschsteins ein fotografisches Gedächtnis, und können sich alles merken, was sie jemals gelesen oder erlebt haben. Das Prägen auf einen Wunschstein, aber auch das Zerstören des eigenen Wunschsteines, ist für den Träger extrem schmerzhaft. Bei der Zerstörung gehen zudem viele Erinnerungen und Gelerntes verloren. Besonders begabte Hexen können auf mehr als nur einen Wunschstein prägen, so ist Lily sogar in Besitz von drei unterschiedlich großen Wunschsteinen. Das Konzept der Wunschsteine ist bloß ein Aspekt der von Angelini kreierten Fantasywelt, welcher mir aber besonders gut gefallen hat. Auch das Prinzip von Parallelwelten, von denen eine der modernen Welt ähnelt, während die andere magische Elemente beinhaltet, ist nichts Neues, allerdings gut umgesetzt. Eine Frage, die ich mich schon im ersten Band gefragt habe, ist: Warum gibt es von vielen Figuren Doppelgänger in der Parallelwelt, zum Beispiel Lillian, Samantha, Juliet oder Tristan, aber Rowan existiert nur in der Hexenwelt?

    Bei „Everflame – Tränenpfad“ hatte ich leider Probleme in einen Lesefluss zu kommen. In der ersten Hälfte passiert eigentlich einiges, dennoch liegt der Fokus des Plots weiterhin auf der Hexenwelt, in der sich Lily und Rowan nun nicht mehr befinden. Der am Ende der ersten Bandes abgerissene rote Faden hängt also förmlich in der Luft. Ab der Hälfte wird dieser Faden dann aber mit einem ordentlichen Ruck wiederaufgegriffen, und der Spannungsbogen erhöht sich deutlich.

    Während des Lesens habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Ist die Everflame-Reihe nun tatsächlich besser als die Göttlich-Trilogie? Meine bisherige Meinung dazu ist: ja! Die Everflame-Trilogie ist deutlich düsterer, brutaler und auch reifer. Manche Szenen sind so grausam, dass sie, wären sie verfilmt worden, vermutlich als nicht jugendfrei eingestuft wären. Die Themen sind ernster, so werden beispielsweise sexueller Missbrauch, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit, Radioaktivität oder Rassismus behandelt. Gerade das Zitat „‚Wir müssen anfangen, wissenschaftlich zu denken, und dürfen uns nicht von diesem Aberglauben anstecken lassen‘“, hat heute wahrscheinlich mehr Aktualität als je zuvor. Auch Sexualität spielt eine wichtigere Rolle, sie wird allerdings in einer einfühlsamen und für ein Jugendbuch gut umgesetzten Weise geschildert. Am Rande wird auch die Homosexualität thematisiert. Hatte ich bei der Göttlich-Trilogie unter anderem kritisiert, dass sie zu banal und einfallslos ist, gibt es hier eine spürbare Verbesserung.

    Das Ende hat dann noch einmal einige Plottwists, Action und einen Cliffhanger, sodass ich nun auf jeden Fall den letzten Band „Everflame – Verräterliebe“ lesen möchte.

    „Everflame – Tränenpfad“ von Josephine Angelini hat vergleichbare Stärken und Schwächen wie der erste Band der Trilogie. Das Worldbuilding ist solide, die zweite Hälfte brilliert mit überraschenden Wendungen und Figurtoden. Die gesamte Reihe kommt ernsthafter und erwachsener daher als die Göttlich-Trilogie. Dennoch bleibt es stilistisch eher schwach. Es gibt viele komische Metaphern und Vergleiche sowie einige Perspektivbrüche, die wiederholt nur einzelne Sätze betreffen. Auch die retardierende erste Hälfte macht es nicht leicht, in den Lesefluss zu kommen. Vor allem im direkten Vergleich macht der zweite Band der Everflame-Trilogie mehr her, als der zweite der Göttlich-Reihe. Deswegen bekommt dieses Fantasy-Jugendbuch aus dem Jahr 2015 drei von fünf Federn. Trotz aller Kritik möchte ich erfahren, wie die Geschichte von Lily endet.

  12. Cover des Buches Vier Farben der Magie (ISBN: 9783596296323)
    V. E. Schwab

    Vier Farben der Magie

    (441)
    Aktuelle Rezension von: Tintenwelten

    Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.

    Kell gehört zu den wenigen Magiern, die zwischen den Welten reisen können. Als er ein mächtiges magisches Artefakt in die Hände bekommt, gerät er ins Visier gefährlicher Gegner. Auf seiner Flucht begegnet er der schlagfertigen Diebin Lila, die ihm widerwillig zur Seite steht, dafür aber eine Gegenleistung verlangt.

    🤝

    Die Atmosphäre des Buches ist düster und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Vor allem die unterschiedlichen Versionen Londons haben es mir angetan. Die Magie ist in diesen Welten jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt und hat einen anderen Stellenwert inne. Das weiße London ist beispielsweise ein grauenhafter Ort, der einen das Fürchten lehren kann. Es wird immer wieder ziemlich blutig und brutal. 

    🩸 

    Wir erfahren die Geschichte hauptsächlich aus den Perspektiven von Kell und Lila. Beide sind unheimlich interessante und vielschichtige Charaktere: Kell, der als Bote zwischen den Welten unterwegs ist, sich aber auch gleichzeitig als Schmuggler einen Namen gemacht hat. Lila ist eine selbstbewusste junge Frau, Diebin und Überlebenskünstlerin. Sie will ihrem trostlosen Leben unbedingt entfliehen, Abenteuer erleben und etwas von der Welt sehen. Zusammen ergeben sie ein tolles Duo. Ich mag die Dynamik zwischen ihnen, vor allem die humorvollen Schlagabtausche. 

    ❤️

    Es handelt sich um den Auftakt der Fantasy-Trilogie. Es ist eine Mischung aus Magie, Parallelwelten, Intrigen und Geheimnissen.

    🤫 

    Ich bin ja eigentlich der Meinung, dass das Ende so ganz rund ist. Für mich MÜSSTE es dementsprechend nicht unbedingt weitere Teile geben. Aber das Worldbuilding an sich ist natürlich so interessant, dass man dennoch wissen möchte, wie es weitergeht. 

    😅

  13. Cover des Buches Die Achse meiner Welt (ISBN: 9783426515396)
    Dani Atkins

    Die Achse meiner Welt

    (969)
    Aktuelle Rezension von: SandraLief

    Mich hat schon lange kein Buch mehr so berührt. Ich hab das hübsche  Cover gesehen, fand den Klappentext interessant und dann hab ich angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Es ist so spannend und bis zu den letzten 6 Seiten wusste ich nicht, wie es ausgehen wird. Ich hatte eine Ahnung und es gab ein paar Hinweise aber dass es dann doch so schonungslos kommt...

    Rachel und ihre Freunde sind jung, attraktiv, lebensfroh und gerade mit der Schule fertig, als es zu einem folgeschweren Unfall kommt. Bei einem Abschiedstreffen in einem Restaurant, rast ein Auto in das Gebäude. Schlagartig ändert sich Rachels Welt und nichts ist mehr so wie es war. Sie verliert ihren besten Freund, ist vom Unfall gezeichnet, studiert nicht das was sie vor hatte, der geliebte Vater erkrankt schwer und sie trennt sich von ihrem Freund. 

    5 Jahre später geschieht Rachel erneut ein Unfall. Nun steht ihre Welt erneut auf dem Kopf. Allerdings ist diesmal alles zu schön um wahr zu sein. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich immer gewünscht hätte, oder vielleicht doch nicht?

    Der Roman ist packend, tieftraurig und romantisch. Es geht um tiefe Freundschaft, Urvertrauen, beruflichen Erfolg, Hoffnung, und die große Liebe.

    Ich hab schon geahnt in welcher Situation sich Rachel befindet aber mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet. Es ist alles ganz wunderbar erzählt und sehr berührend. Dennoch, das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Ich werde die Geschichte sicher so schnell nicht vergessen, sie ging mir mitten ins Herz.

    Ich empfehle dieses Buch allen, die gern besondere Bücher mit viel Gefühl und einem unvorhersehbaren Ende lesen. 

     

  14. Cover des Buches Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber (ISBN: 9783733507640)
    Chris Colfer

    Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber

    (269)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks

    Rezension: (kann Spoiler enthalten)


    Wenn man ein Fantasybuch für jüngere Leser sucht, um mal in das Genre zu starten, dann ist "Land of Stories" sicher perfekt!

    Ich fand die Geschichte ganz süß. Ich mochte die beiden Geschwister und fand den Märchenaspekt ziemlich cool. Die Märchen werden ein wenig adaptiert und verändert und zusammengesetzt, das macht es auch für einen Erwachsenen ziemlich interessant. Besonders gefiel mir, dass auch Bösewichte wie die Böse Königin eine Hintergrundgeschichte bekamen und so auch mehr Tiefe.

    Dieser Band war recht abgeschlossen, ich bin aber gespannt, was dann in den folgenden Bänden noch kommt.


    5 Sterne

  15. Cover des Buches Die Stadt und ihre ungewisse Mauer (ISBN: 9783755805441)
    Haruki Murakami

    Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Für mich ist der Mann nicht nur in Japan der Goat, sondern e rzählt auch zu meinen absoluten Lieblingsautoren egal was ich von ihm lese, ob es Erzählungen sind oder Romane. Er nimmt mich jedes Mal schon ab der ersten Seite mit. Die Stadt und ihre ungewisse Mauer ist ein fabelhaftes Buch und greift die Story von „Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt“ auf.  Das Gefühl, was Murakami hinterlässt, wenn man ein Buch beendet hat, ist so unglaublich schwer zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Heiterkeit, Traurigkeit, Mitgefühl, aber irgendwo auch eine Art Befriedigung. Dieses Buch reiht sich ein in einer Reihe absoluter Meisterwerke von meiner Meinung nach Japans größten lebenden Autor

  16. Cover des Buches Wédora - Staub und Blut (ISBN: 9783426517796)
    Markus Heitz

    Wédora - Staub und Blut

    (203)
    Aktuelle Rezension von: Krautexperte

    Markus Heitz hat in den letzten Jahren einige schlechtere Werke rausgebracht.
    Hier dieses Buch ist aber noch eines der guten Fantasy. Die Stadt Wedora ist interessant, voller eigenartiger Figuren, Geschichten und Spannung. Der Werk dorthin wäre gar nicht zwingend notwenidg gewesen, deswegen fand ich den Anfang des Buches nicht ganz überzeugend und hatte überlegt einen Stern abzuziehen. Aber alles in allem hat es mich doch einfach gefreut, wieder ein gutes Buch von Heitz zu lesen :)

  17. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält (ISBN: 9783949465192)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält

    (269)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    "Was die Welt Zusammenhält" ist der dritte und letzte Band der "Vergissmeinnicht" Reihe. Auch wenn die Reihe nicht meine Liebste der Autorin ist, ist sie trotzdem etwas besonderes. Inzwischen bin ich gut im doch sehr komplexen Worldbuilding angekommen und auch das Ziel, dass ich in den anderen Bänden manchmal nicht so wirklich vor Augen hatte ist in diesem Teil viel klarer.

    Der Schreibstil überzeugt durch viel Humor und etwas Chaos. Ein Grund weshalb ich so gerne von der Autorin lese. Die Dynamik zwischen Mathilda und Quinn hat mir gut gefallen, auch wenn der Wasserspeier Bax der absolute Superstar der Reihe bleibt. Auch die anderen Charaktere habe ich richtig ins Herz geschlossen. Gut gelungen fand ich die parallelen zur Silberreihe, spannend dies noch aus einer anderen Perspektive zu erleben.  Das Finale ist spannend und fesselnd geschrieben. Es werden nochmal ein paar interessante Wendungen offenbart. Es passiert selten, dass ich einen Abschlussband am besten gelungen finde, hier war das für mich ganz klar der Fall. 

  18. Cover des Buches Das Licht von Aurora (Band 1) (ISBN: 9783785579503)
    Anna Jarzab

    Das Licht von Aurora (Band 1)

    (251)
    Aktuelle Rezension von: GrueneRonja

    „Ich fühlte mich nicht mehr klar definiert, es war, als würde ich langsam an den Rändern verschwimmen und mit meiner Umgebung verschmelzen […].“ (SD. 219)


    Sasha, die meisten vergißt, daß sie eigentlich Alexandra heißt, kann es kaum fassen, als der bestaussehendste Junge aus ihrer Schule im Buchladen vor ihr steht. Noch weniger kann sie glauben, wie zuvorkommend Grant ist und daß er unbedingt mit ihr zum Abschlußball gehen möchte. Doch endet der Abend des Balls nicht so, wie erhofft.

    Obwohl Grant sie an einen schönen kleinen See geführt hat, erwacht Sasha am nächsten Tag in einem Bunker, orientierungslos und einem Jungen gegenüber, der wie Grant aussieht, aber behauptet Thomas zu heißen. Außerdem behauptet er, in einer Parallelwelt zu sein, in der Sashas Analog, wie die Doppelgänger dort genannt werden, die entführte Prinzessin ist, deren Platz sie einnehmen soll.


    „Ich habe schon kapiert, dass du ein großer, harter Typ bist und mir nach Belieben drohen kannst, aber du wirst mir nichts tun – sonst wäre das nämlich längst geschehen. Trotzdem muss ich es dir nicht leicht machen und das habe ich auch nicht vor, es sei denn, ich kriege ein paar Antworten.“ (S. 77)


    Prinzessin Juliana soll in sieben Tagen heiraten. Das ist auch der Tag, an dem Sasha wieder zurück auf die Erde und in ihr altes Leben darf, so die Versprechungen des Generals. Thomas ist solange ihr Leibwächter und zusammen geben sie sich die größte Mühe, Juliana zu ersetzen. Doch ein Netz aus Lügen und Intrigen kann nicht lange halten und wird irgendwann zusammenfallen.


    Sasha hat mir von Anfang an gefallen, weil sie sich ihrem Schicksal nicht kampflos ergeben hat, ständig einen Ausweg sucht, und trotzdem nicht aus Trotz handelt. Ihr Verhalten war durchweg nachvollziehbar und ich habe bis zum Ende mitgefiebert. Kein Wunder also, daß die Jungs ihr alle verfallen.

    Die Welt von Aurora ist interessant und die Theorie der Mulitversen logisch dargestellt. Auch die Analoge und alles, was damit zusammen hängt, fand ich nachvollziehbar und haben sich nahtlos in die Geschichte eingefügt. Und obwohl es einen zweiten Band gibt, endete das Buch nicht mit einem Cliffhanger und macht trotzdem Lust auf den zweiten Teil.

  19. Cover des Buches Die Rabenringe - Odinskind (Bd. 1) (ISBN: 9783038802129)
    Siri Pettersen

    Die Rabenringe - Odinskind (Bd. 1)

    (206)
    Aktuelle Rezension von: Voldaron

    Anfangs wusste ich nicht, was ich von dem Buch erwarten soll, aber nach einer Weile konnte ich es nicht mehr zur Seite legen. Die Story ist in einem nordischen Setting angesielt, das an die Wikinger-Zeit erinnert. Der Cliff-Hanger zum Schluss sorgt dafür, dass ich umgehend den zweiten Band lesen werde!

  20. Cover des Buches Piranesi (ISBN: 9783453321984)
    Susanna Clarke

    Piranesi

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Ein Mann lebt in einem riesigen Komplex aus großen Sälen mit unzähligen Statuen. Das untere Geschoss ist von Ebbe und Flut geprägt und versorgt ihn mit Fisch und Algen. Außer 13 Gerippen gibt es nur noch den Anderen, den er zweimal pro Woche trifft und der ihn mit den restlichen Dingen zum Überleben versorgt.

    Von ihm hat er auch den Auftrag erhalten, in weit entfernte Säle vorzudringen. Doch nie hat er das Ende dieses riesigen Gebäudes entdecken können.

    Die anfängliche Atmosphäre im Roman hat nichts Klaustrophobisches, sondern eher sogar etwas von „einsamer Insel“, Abgeschiedenheit und Gleichklang des Lebens. Doch plötzlich finden Eindringlinge einen Zugang und verwirren den Protagonisten. Wer ist nun Freund und wer ist Feind? Wer möchte ihn verwirren und wer möchte ihm helfen, und überhaupt wobei helfen?

    Aus meiner Sicht hat dieses Werk sehr viel vom „magischen Realismus“. Nur ganz langsam schlich sich bei mir die Ahnung ein, dass es sich nicht um Science-Fiction oder etwas Ähnliches handelt. Es ist für mich eine Seelenreise, die sich mit den Grundsatzfragen des Lebens auseinandersetzt. Aber kein herkömmliches philosophisches Werk, sondern eine ganz besondere Mischung mit Thriller-Aspekten, Krimi-Anlehnungen und Elementen eines Traumerlebnisses. Ja, traumwandlerisch zieht der Ich-Erzähler und Tagebuchschreiber durch diese mystische Welt, da er ganz – aus vielleicht nicht so schönen Gründen – im Hier und Jetzt lebt.

    Der Autorin ist es wundervoll gelungen, Vergangenheit und Gegenwart zusammenzuführen und doch nicht alles bis auf das letzte Jota aufzulösen. Am Schluss blieben bei mir noch wenige Fragezeichen, aber ein gutes Gefühl, einen ganz besonderen Roman gelesen zu haben: Parallelwelt mal ganz anderes!

    Fazit: Ich habe diesen Roman verschlungen.


  21. Cover des Buches Himmelstiefe (ISBN: 9783785585658)
    Daphne Unruh

    Himmelstiefe

    (386)
    Aktuelle Rezension von: grinsekatze_schnorri

    Vor ein paar Jahren bin ich zufällig auf dieses Buch gestoßen. Ich habe die komplette Reihe mehrfach gelesen. 

    Es ist eine  Fantasy  Reihe,  die mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat. 

    Der Schreibstil von Daphne Unruh ist sehr angenehm,  es war von Anfang interessant. 

    Die Protagonistin Kira ist authentisch und es hat Spaß gemacht ihren Weg zu begleiten. 

    Es ist ganz toll geschrieben und die Magischen Elementkräfte sind toll. Es ist eine meiner Lieblingsreihen

    Ich empfehle dieses Buch nicht nur Jugendlichen, sondern auch allen Fantasy Liebhabern, die es lieben in die Welt einer Magischen Akademie einzutauchen, wie auch unsere Protagonistin Kira, die im Grunde auch abtauchte....

  22. Cover des Buches Die Königin der Schatten (ISBN: 9783453319417)
    Erika Johansen

    Die Königin der Schatten

    (369)
    Aktuelle Rezension von: Sonjja_w

    Ich habe das Buch schon einmal vor zehn Jahren gelesen. Ich weiß nicht warum es so lange im Regal stand und ich nie den zweiten Band gelesen habe, aber das werde ich nun definitiv nachholen! 

    Es gibt mehrere POV's, aber wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus Sicht der Protagonistin Kelasea. Man kann so gut mit ihr mitfühlen, ihre Gedanken und Gefühle sind nahbar geschildert und ihre Handlungen immer nachvollziehbar. Sie wächst im Laufe der Handlung immer mehr über sich hinaus. Auch die anderen Figuren sind spannend und gut aufgebaut. 

    Es spielt in einer Welt, die zeitlich nach unserer realen Welt aufgebaut worden ist. Es wird oft die große Überfahrt erwähnt und dass es früher Technik etc gab, aber im Detail erklärt wird das nicht. Die Zustände sind nun eher wie im Mittelalter und es gibt auch ein bisschen Magie. 

    Spicy ist die Geschichte nicht und auch wenig romantisch. 

    Toll finde ich auch, dass Kelasea ihr Umfeld mit ihrer Charakterstärke überzeugt, nicht mit Schönheit oder besonderen Fähigkeiten. 

    Kann das Buch allen empfehlen, die spannende Geschichte mit etwas Magie und einer starken Protagonistin lieben.

    Ich freue mich auf die. Eiden Fortsetzungen. 

  23. Cover des Buches Märchenmond (Märchenmond, Bd. 1) (ISBN: 9783764170912)
    Wolfgang und Heike Hohlbein

    Märchenmond (Märchenmond, Bd. 1)

    (818)
    Aktuelle Rezension von: Kraszentia

    Märchenmond ist zweifellos ein Klassiker der deutschen Fantasy, und Hohlbeins Welt voller Magie, sprechender Tiere und fantastischer Landschaften ist lebhaft und kreativ gestaltet. Dennoch fiel es mir beim Lesen etwas schwer, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Handlung wirkt stellenweise etwas langatmig, und manche Dialoge oder Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, was das Tempo verlangsamt.
    Die Charaktere sind liebenswert, aber nicht immer besonders gut ausgearbeitet. Vor allem der Protagonist wirkt oft eher wie ein Mittel zum Vorantreiben der Handlung als wie eine Figur mit eigenen Facetten. Außerdem sind einige Wendungen vorhersehbar, wodurch ein Teil der Spannung verloren geht.
    Wer detailreiche Welten und klassische Fantasy mag, wird an Märchenmond sicherlich Freude haben. Für mich persönlich war es jedoch eine eher gemischte Leseerfahrung: interessante Ideen, aber nicht ganz überzeugend umgesetzt.

  24. Cover des Buches Der Fall Jane Eyre (ISBN: 9783423212939)
    Jasper Fforde

    Der Fall Jane Eyre

    (575)
    Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges

    Auch „Der Fall Jane Eyre“ von Jasper Fforde (aus dem Englischen übersetzt von Lorenz Stern) ist ein Buch, das ich aus eigenem Antrieb wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Einfach, weil ich noch nie davon gehört hatte und mittlerweile ja nur noch selten Fantasy lese. Aber es wurde mir als „ähnlich zu Walter Moers“ empfohlen und könnte daher gut zu meinem Dissertationsvorhaben passen. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nach dem Lesen nicht so sicher, was ich von dem ersten Band der Thursday-Next-Reihe halten soll.

    Eines war er auf jeden Fall: ein wilder Ritt. Und was für einer! Jasper Fforde entführt uns in ein absolut freakiges Universum, in dem gefühlt kein Stein auf dem anderen bleibt. Ich hatte mir eine nette, vielleicht zauberhafte Geschichte á la „Tintenherz“ vorgestellt, aber weit gefehlt. „Der Fall Jane Eyre“ ist eher Agententhriller mit einer guten Portion Übersinnlichem + einer Prise Science Fiction, angereichert mit jeder Menge Blut, als kuscheliges Book-Fantasy.

    In diesem, zugegeben sehr weirden Paralleluniversum, tobt seit über 100 Jahren ein Krimkrieg zwischen Großbritannien und dem auch 1980 noch zaristischen Russland, es gibt LiteraturAgenten, die aber nicht etwa Manuskripte an den Verlag bringen, sondern Literaturverbrechen aufdecken, es gibt schwarze Löcher, Zeitreisen und und und. Ganz nebenbei geht es aber natürlich auch um den im Titel erwähnten Roman „Jane Eyre“ und um weitere Klassiker der britischen und amerikanischen Literatur. Romanfiguren werden entführt, die literarische Welt erpresst, Agenten sterben wie die Fliegen und hinter all dem steckt ein perfider Superschurke.

    Puh, ich muss erstmal wieder zu Atem kommen. Ganz ehrlich: Hier war mir deutlich zu viel los. Der Roman ist zwar mit jeder Menge Wortwitz geschrieben und hat wirklich tolle Momente, er ist aber auch vollgestopft bis oben hin. In diesem Universum herrscht reinstes Chaos, es gibt kaum Regeln und es passiert einfach alles nebeneinander, durcheinander und querbeet. Einige Handlungsstränge haben sich mir irgendwie gar nicht erschlossen und mich ermüdet (ich sag nur: Krimkrieg und Republik Wales), andere waren mir zu unausgereift. Gleichzeitig sind die Figuren zwar herrlich skurril, aber vielleicht auch ein bisschen zu klischeehaft gezeichnet. Und gerade Ich-Erzählerin Thursday Next hat mich irgendwie gar nicht überzeugt.

    Fazit: Ich bin mir nicht sicher, ob die Reihe für meine Dissertation geeignet ist (stellt sich auch vielleicht erst im Prozess heraus), aber ohne literaturwissenschaftliches Interesse würde ich sie vermutlich nicht weiterlesen. Mein Leben ist manchmal schon chaotisch genug, da kann ich so viel Literatur-Chaos nicht auch noch gebrauchen. Obwohl ich andererseits zugeben muss, dass ich einige Aspekte an der Geschichte richtig cool fand. „Der Fall Jane Eyre“ lässt mich auf jeden Fall zwiegespalten und auch ein bisschen ratlos zurück.

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