Bücher mit dem Tag "parallelwelten"

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76 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

    (1.539)
    Aktuelle Rezension von: Lumien

    Ich habe ein Weilchen gebraucht um mich in cid Welt einzufinden,aber eigentlich ist es eine gute und  Geschichte mit neuen Elementen.

    Mal was ganz Neues.Mir gefällt,dass es nicht das übliche Vampir - Magier Universum ist.

    Mein Leserinnenherz verkraftet nur die vielen Verluste nicht , aber das gehört wohl zu manchen Geschichten dazu 🫣

    Cool wäre eine Anspielung in der Mitte des Buches,welches ich hier in den Händen halte.

  2. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

    (1.589)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Ich bin etwas zwiegespalten bei diesem Buch und schwankte zwischen drei und vier Sternen. Einerseits fand ich die Welt, die Philip Pullman geschaffen hat, sehr gelungen. Es ist eine Mischung aus Fantasy (Hexen, Panzerbären) und unserer realen Welt (England & Spitzbergen). Auch die Idee mit den Daemonen ist sehr süß und die Geschichte hat großes Potential. Allerdings ließ mich das Buch an einigen Stellen auch sehr ratlos zurück. Zum Beispiel konnte ich bis zum Ende nicht recht durchschauen, was dieser "Staub" eigentlich ist. Oder auch Lord Asriels Vortrag vor den Wissenschaftlern hat mich anfangs verwirrt, da ich zu diesem Zeitpunkt mit seinem Gesagten nichts anfangen konnte und das bremste bei mir ein bisschen die Lesefreude. Erst später gab es teilweise Auflösungen oder Erläuterungen. Aus diesem Grund habe ich mich auch gewundert, dass "Der goldene Kompass" ein Kinderbuch sein soll...ich finde es für Kinder irgendwie zu kompliziert aufgebaut und auch teilweise sehr düster mit einigen Toden. 

  3. Cover des Buches Everflame 1. Feuerprobe (ISBN: 9783841504203)
    Josephine Angelini

    Everflame 1. Feuerprobe

    (1.149)
    Aktuelle Rezension von: Booksarepassion

    Leider bin ich etwas enttäuscht und habe mir so viel mehr erhofft. Da ich die Göttlich Trilogie verschlungen habe, bin ich freudig an dieses Buch herangetreten und musste dann feststellen das es mich einfach nicht packt. Ich habe Ewigkeiten gebraucht um es zu Ende zu lesen. Habe zwischendrin noch andere gelesen. Die Story ist okay. Das Highschool-Girl das ein nicht ganz normales Leben führt aber eigentlich ersehnt und dann taucht er auf und alles wird noch komplizierter wenn gleich auch schöner. Für mich persönlich war es das nicht was ich gesucht habe aber die Geschichte ist nicht schlecht. Vielleicht bin ich mit zu vielen Erwartungen in die Geschichte gestartet. Wenn ihr auf das Buch stößt wegen der Göttlich Reihe, dann wartet bis ihr diese wieder aus euren Gedanken raus habt und lest erst dann dieses Buch. Wahrscheinlich klappt das besser :)

  4. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

    (446)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Dieses Buch (und wahrscheinlich die ganze Reihe) ist der Inbegriff eines Buches für Buchliebende. Eine geheime Bibliothek, die zwischen den Dimensionen existiert, ein Leben gewidmet in ihrem Dienst um Bücher zu lesen, zu studieren, zu sammeln und natürlich seltene bis einzigartige Bücher!

    Leider fand ich die erste Hälfte des Buches nicht wirklich spannend, wen auch interessant, aber für mich zog sie sich sehr in die Länge. Es gab viele Beschreibungen, Erklärungen und Monologe. Zudem wurde ich mit Irene anfangs überhaupt nicht warm. Da halt auch Kai nicht, der wenigstens gelegentlich etwas Schwung in die Dialoge brachte.

    Das alles hat sich zum Glück im Laufe der Geschichte geändert und die zweite Hälfte des Buches konnte mich dann begeistern. Es wurde spannend, es gab Intrigen, Kämpfe, und endlich taute Irene auf (oder ich verstand sie und ihren Humor einfach etwas besser). Auf jeden Fall gab es Wendungen, die mich packen konnten, Charaktere, die ich ins Herz geschlossen habe und jede Menge mehr!

    Ich werde die reihe also auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf das nächste Abenteuer von Irene und Kai!

  5. Cover des Buches His Dark Materials 2: Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    His Dark Materials 2: Das Magische Messer

    (1.066)
    Aktuelle Rezension von: Sophiasticated

    Mit Das magische Messer, dem zweiten Band der His Dark Materials-Trilogie, schlägt Philip Pullman deutlich ernstere Töne an. Der kindlich-märchenhafte Charakter des ersten Teils wird hier durch eine düstere Atmosphäre ersetzt, neue Figuren werden eingeführt, neue Welten betreten. Trotz spannender Ideen und eines komplexen Weltenbaus bleibt der Roman aber erzählerisch unausgewogen und lässt Leser*innen oft ratlos zurück.

    Die zentrale Figur des zweiten Bands ist Will Parry, ein Junge aus „unserer“ Welt, der auf der Flucht vor zwielichtigen Erwachsenen zufällig in eine Parallelwelt gerät und dort auf Lyra trifft. Die Einführung Wills wirkt dabei überraschend nüchtern und überhastet – er bleibt über weite Strecken schwer greifbar, fast distanziert. Die emotionale Tiefe, die man angesichts seiner familiären Situation (alleinerziehende, psychisch kranke Mutter, Vater verschwunden) erwarten könnte, wird nur bruchstückhaft angeschnitten. Auch die Dynamik zwischen Will und Lyra entfaltet sich nur zögerlich – es fehlt an glaubwürdiger Entwicklung, an Nähe, an Reibung.

    Inhaltlich gewinnt der Roman an Komplexität: Es geht um Parallelwelten, metaphysische Fragen, politische Intrigen und ein mysteriöses Objekt – das titelgebende „magische Messer“, mit dem man Tore zwischen den Welten schneiden kann. Doch so faszinierend das klingt, so überladen wirkt die Handlung. Viele Themen werden angerissen, ohne wirklich vertieft zu werden. Die Erzählung springt oft zwischen Schauplätzen und Perspektiven, verliert dabei aber die emotionale Zentrierung, die ein guter Fantasyroman braucht.

    Ein weiterer Schwachpunkt ist die Sprache. Pullman schreibt zwar klar und zielgerichtet, doch oft fehlt die atmosphärische Dichte. Die Schauplätze wirken weniger lebendig als im ersten Band, Dialoge bleiben oft funktional und lassen selten echte Charakterentwicklung erkennen. Auch einige neue Figuren – wie die Wissenschaftlerin Mary Malone – wirken eher als Mittel zum Zweck denn als echte Persönlichkeiten.

    Was bleibt, ist der Eindruck eines Romans, der viel will, aber nicht alles einlöst. Das magische Messer ist klüger und politischer als Der goldene Kompass, aber auch kühler, fragmentarischer und schwerer zugänglich. Wer bereit ist, sich durch die Sprünge und Brüche zu arbeiten, findet nach wie vor interessante Ideen – doch als in sich geschlossenes Buch wirkt dieser Mittelteil zu sehr wie ein Übergangsstück.

  6. Cover des Buches Everflame (ISBN: 9783841504210)
    Josephine Angelini

    Everflame

    (550)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Eigentlich wollte ich die Everflame-Trilogie von Josephine Angelini im Dezember abschließen, doch Weihnachtstrubel, Nebenjob und Jahreswechsel ließen nur wenig Zeit zum Lesen. Inzwischen sind die Winterferien vorbei, die Uni geht weiter und die nächste Klausurphase steht vor der Tür. Dennoch habe ich es geschafft, den zweiten Band der Jugendbuchreihe namens „Everflame – Tränenpfad“ aus dem Jahr 2015 zu beenden. Vielleicht ist dies die einzige Rezension, zu der ich diesen Monat kommen werde, denn aktuell lerne ich schon fleißig für zwei anstehende Klausuren. Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, mindestens 22 Bücher zu lesen und zu rezensieren. Mal sehen, ob das gelingt 

    Die 17-jährige Lily Proctor hat es mit letzter Kraft geschafft, sich aus der magischen Parallelwelt zu retten, in der sie gefangen war. Gemeinsam mit ihrem Freund Rowan gelingt es ihr, zu ihrer Mutter nach Hause zurückzukehren, doch sie ist schwer verletzt. Der Scheiterhaufen hat ihr schmerzhafte Wunden zugefügt, die nur langsam und mit viel Pflege heilen. Zwar kümmert sich Rowan liebevoll um sie, allerdings kann Lily ihr plötzliches Verschwinden weder ihrem Vater, der Schule oder gar dem FBI erklären. Außerdem versucht Lillian aus der Hexenwelt immer wieder telepathisch mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auch wenn Lily nicht in die gefährliche Welt zurückkehren möchte, weiß sie doch, dass Rowan dorthin gehört. Und so muss sie sich entscheiden zwischen der Liebe zu ihrer Familie und der zu Rowan. 

    „Lily trieb auf einem Floß auf Schmerz.“, ist rein rhetorisch gewiss nicht der stärkste erste Satz, macht aber deutlich klar, wo der Leser zuletzt stehen geblieben ist. Durch die Energie, die Lily als Hexe aus dem Scheiterhaufen ziehen konnte, war es ihr möglich in die moderne Welt zurückzukehren. Nun hat sie am ganzen Körper Brandverletzungen und ringt mit dem Tod. Die Metapher des Floßes aus Schmerz knallt einem aber direkt wieder die merkwürdige Bildhaftigkeit ins Gesicht, die ich bereits beim Vorgänger kritisiert hatte. Weiterhin erzählen sich abwechselnde personale Erzähler im Präteritum. Meist ist es Lily, manchmal aber auch ihre Schwester Juliet. Hinzu kommen die Passagen, in denen Lillian mit Lily telepathisch Erinnerungen teilt. Diese sind in der Ich-Perspektive im Präsens formuliert.

    Auch hier gibt es einen Kritikpunkt, den ich bereits in der Rezension des Vorgängers erwähnt hatte: Angelini gelingt es nicht konsequent, die personale Erzählperspektive beizubehalten. Damit meine ich nicht die kurzen Passagen in Ich-Perspektive von Lillian, sondern die Wiedergabe von Gefühlen und Gedanken jener Figuren, die gerade nicht erzählen. Kurzes Beispiel aus Kapitel 3: „Simms wusste genau, dass man Lily etwas angetan hatte, und sie wollte den Schuldigen finden. Lily merkte, dass Simms eigentlich ein guter Mensch war, auch wenn sie sie nicht leiden konnte.“ Hier werden also erst die Gedanken von Agentin Simms und direkt im Folgesatz die von Lily wiedergegeben, obwohl das ganze Kapitel ansonsten ausschließlich Lily die personale Erzählerin ist. Vereinzelt gibt es im Buch leider immer wieder kleine Momente, in denen Perspektivbrüche entstehen, welche so vermeidbar gewesen wären. Stilistisch bewegt man sich also auch hier wieder auf dem Stolperpfad des ersten Bands.

    Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln ist „Everflame -Tränenpfad“ also etwas kürzer als der Vorgänger, hat aber genauso viele Kapitel. Eine der wichtigsten Figuren, die Lily in der Hexenwelt kennengelernt hat, ist der Außenländer Rowan Fall. Außenländer sind in der Hexenwelt jene, die außerhalb der 13 großen ummauerten Städte an der Ostküste Nordamerikas leben. Dazu gehören sowohl die indigenen Einwohner, als auch Aussätzige. Rowan ist ein schlanker, aber muskulöser junger Mann mit leicht rötlich gebräunter Haut, wie es bei den amerikanischen Ureinwohnern typisch ist. Er hat sehr markante Gesichtszüge und ein kantiges Kinn. In der Hexenwelt war er der Hexenhelfer von Lillian und obendrein ihr Geliebter. Als Lillian jedoch seinen Vater hängen ließ, trennte er sich von ihr. Inzwischen ist er in Lily verliebt, Lillians Doppelgängerin aus der modernen Welt. Für Lily eine äußerst merkwürdige Situation, denn nun ist die Exfreundin ihres Freundes sie selbst, nur eben aus einer Parallelwelt. Lilys Vater heißt übrigens James. Also kommen mit Lily und James beide Vornamen von Harry Potters Eltern vor. Zufall? Wohl kaum, zumal Lily auch in ihrer optischen Beschreibung Ähnlichkeiten mit Lily Potter hat, aber das nur ganz nebenbei.

    Zurück zu Rowan. Ich mochte ihn, auch wenn er als männlicher Protagonist einige Stereotype aufweist. Der junge, athletische Mann, der sowohl zärtlich als auch kalt sein kann. Der mysteriöse, faszinierende und reiche Typ, dem viele Frauen verfallen sind, der aber nur Augen für die Protagonistin hat. Weicher Kern mit harter Schale, welche er sich durch seine tragische Vergangenheit angeeignet hat. Man kennt es, und trotzdem hat Rowan zumindest noch ausreichend Individualität, um nicht wirklich auf die Nerven zu gehen.

    Als Rowan Lillian verlassen hatte, musste er auch seinen Wunschstein zerstören, um nicht länger unter ihrem Zauber zu stehen. In der Hexenwelt besitzt jeder Mensch einen Wunschstein, der meist in einer Kette um den Hals getragen wird. Bei Menschen mit magischen Talenten verstärkt der Wunschstein diese Wirkung. Gleichzeitig ist der Wunschstein etwas sehr Intimes. Je nach magischer Fähigkeit, kann das Berühren eines fremden Wunschsteins ein starkes Kribbeln auslösen, bis hin zu den Hexen, die den Träger dauerhaft gefügig machen und ihn steuern können wie eine Marionette. Außerdem haben Träger eines Wunschsteins ein fotografisches Gedächtnis, und können sich alles merken, was sie jemals gelesen oder erlebt haben. Das Prägen auf einen Wunschstein, aber auch das Zerstören des eigenen Wunschsteines, ist für den Träger extrem schmerzhaft. Bei der Zerstörung gehen zudem viele Erinnerungen und Gelerntes verloren. Besonders begabte Hexen können auf mehr als nur einen Wunschstein prägen, so ist Lily sogar in Besitz von drei unterschiedlich großen Wunschsteinen. Das Konzept der Wunschsteine ist bloß ein Aspekt der von Angelini kreierten Fantasywelt, welcher mir aber besonders gut gefallen hat. Auch das Prinzip von Parallelwelten, von denen eine der modernen Welt ähnelt, während die andere magische Elemente beinhaltet, ist nichts Neues, allerdings gut umgesetzt. Eine Frage, die ich mich schon im ersten Band gefragt habe, ist: Warum gibt es von vielen Figuren Doppelgänger in der Parallelwelt, zum Beispiel Lillian, Samantha, Juliet oder Tristan, aber Rowan existiert nur in der Hexenwelt?

    Bei „Everflame – Tränenpfad“ hatte ich leider Probleme in einen Lesefluss zu kommen. In der ersten Hälfte passiert eigentlich einiges, dennoch liegt der Fokus des Plots weiterhin auf der Hexenwelt, in der sich Lily und Rowan nun nicht mehr befinden. Der am Ende der ersten Bandes abgerissene rote Faden hängt also förmlich in der Luft. Ab der Hälfte wird dieser Faden dann aber mit einem ordentlichen Ruck wiederaufgegriffen, und der Spannungsbogen erhöht sich deutlich.

    Während des Lesens habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Ist die Everflame-Reihe nun tatsächlich besser als die Göttlich-Trilogie? Meine bisherige Meinung dazu ist: ja! Die Everflame-Trilogie ist deutlich düsterer, brutaler und auch reifer. Manche Szenen sind so grausam, dass sie, wären sie verfilmt worden, vermutlich als nicht jugendfrei eingestuft wären. Die Themen sind ernster, so werden beispielsweise sexueller Missbrauch, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit, Radioaktivität oder Rassismus behandelt. Gerade das Zitat „‚Wir müssen anfangen, wissenschaftlich zu denken, und dürfen uns nicht von diesem Aberglauben anstecken lassen‘“, hat heute wahrscheinlich mehr Aktualität als je zuvor. Auch Sexualität spielt eine wichtigere Rolle, sie wird allerdings in einer einfühlsamen und für ein Jugendbuch gut umgesetzten Weise geschildert. Am Rande wird auch die Homosexualität thematisiert. Hatte ich bei der Göttlich-Trilogie unter anderem kritisiert, dass sie zu banal und einfallslos ist, gibt es hier eine spürbare Verbesserung.

    Das Ende hat dann noch einmal einige Plottwists, Action und einen Cliffhanger, sodass ich nun auf jeden Fall den letzten Band „Everflame – Verräterliebe“ lesen möchte.

    „Everflame – Tränenpfad“ von Josephine Angelini hat vergleichbare Stärken und Schwächen wie der erste Band der Trilogie. Das Worldbuilding ist solide, die zweite Hälfte brilliert mit überraschenden Wendungen und Figurtoden. Die gesamte Reihe kommt ernsthafter und erwachsener daher als die Göttlich-Trilogie. Dennoch bleibt es stilistisch eher schwach. Es gibt viele komische Metaphern und Vergleiche sowie einige Perspektivbrüche, die wiederholt nur einzelne Sätze betreffen. Auch die retardierende erste Hälfte macht es nicht leicht, in den Lesefluss zu kommen. Vor allem im direkten Vergleich macht der zweite Band der Everflame-Trilogie mehr her, als der zweite der Göttlich-Reihe. Deswegen bekommt dieses Fantasy-Jugendbuch aus dem Jahr 2015 drei von fünf Federn. Trotz aller Kritik möchte ich erfahren, wie die Geschichte von Lily endet.

  7. Cover des Buches Vier Farben der Magie (ISBN: 9783596296323)
    V. E. Schwab

    Vier Farben der Magie

    (433)
    Aktuelle Rezension von: Dosetta

    Nachdem ich von Schwabs "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" vollauf begeistert war, war ich gespannt auf weitere ihrer Werke und habe mir die Shades of Magic Trilogie vorgenommen. 

    Schreibstil: Die Trilogie schlägt zwar nicht in die gleiche Kerbe wie der Standalone, aber zumindest vom Schreibstil habe ich mir viel versprochen und wurde auch nicht enttäuscht. Das Buch liest sich flüssig und setzt dabei erfreulicherweise auf einen griffigen, vielschichtigen und abwechslungsreichen Wortschatz, ohne zu hochgestochen zu klingen. Es wird viel Wert auf die Beschreibung von Gedanken und Gefühlen gelegt, aber auch die Darstellung der verschiedenen Welten kommt nicht zu kurz. Stellenweise wird es ein wenig langatmig, aber das hält sich absolut in Grenzen.

    Worldbuilding: Die Vorstellung der unterschiedlichen Welten, oder besser gesagt Londons, ist durchaus gelungen und spannend konstruiert. Jede Welt bietet ihnen eigene Charakteristika, sei es Architektur, Sprache, Magie oder eben Farbe. Man kann sie sich gut ausmalen, ohne dass sie dabei übermäßig kompliziert oder verkrampft wirken. Auch wenn wir in diesem ersten Teil das Schwarze London noch nicht kennenlernen, so verlaufen die Anspielungen darauf nicht ins Leere oder bleiben unaufgelöst, sondern teasern die Handlung der anderen beiden Teile an und machen neugierig auf mehr. Ebenfalls plausibel und interessant dargestellt ist das jeweils unterschiedliche Magiesystem der Welten, und auch hier wird auf unnötige Komplexität verzichtet.

    Charaktere: Die Story wechselt zwischen den Perspektiven mehrerer Charaktere, dabei erfreulicherweise nicht zu schnell, sondern bietet einem Zeit, sich solide in den Erzählstrang einzufühlen. Jeder Charakter weist spezielle Persönlichkeitsmerkmale auf und alle wirken menschlich, also nicht rein gut/böse, sondern alle Facetten dazwischen kommen mal mehr, mal weniger zum Vorschein, was sie besonders nahbar macht. Auch werden nicht unnötige Personen vorgestellt, die letztlich nichts zur Handlung beitragen, sondern alle haben ihren erkennbaren und logisch nachvollziehbaren Teil in der Story. Selbst die Personen, die von der schwarzen Magie besessen und letztlich sterben, tragen durchaus dazu bei, die Spannung nicht nur zu steigern, sondern "das Böse" greifbarer und persönlicher zu machen, anstatt es als abstrakten Feind darzustellen. 

    Handlung: Die Handlung kommt relativ flott voran, erreicht man dann aber das Ende, fällt einem erst auf, WIE flott die ganze Reise war. Die Handlung spielte sich in nur rund 5 Tagen ab, was bei aller Fantasy-Liebe doch ein wenig unrealistisch wirkt. Die Charaktere kamen nicht mal dazu, sich eine Mütze Schlaf zu gönnen....

    Fazit: Der erste Teil der Trilogie hat in jedem Fall überzeugt und Lust auf die weiteren Teile gemacht. Einzig die Geschwindigkeit der Handlung hätte etwas gedehnt und dadurch ein wenig glaubwürdiger gemacht werden können.

  8. Cover des Buches Die Magie der tausend Welten - Die Begabte (ISBN: 9783734160738)
    Trudi Canavan

    Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

    (289)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Shadowheart

    Ich muss das Buch leider auf Seite 371 abbrechen.

    Den Anfang fand ich richtig spannend. Hatte so ein bisschen Feeling von Die Mumie. Mit dem Grab und der Verfolgungsjagd. Auch das Luftschiff mochte ich. Ich fand das das Studium von Geschichte, Archäologie und Magie spannend klang. Auch über Pergamma wollte ich unbedingt mehr wissen. Das Insektoid Käfer fand ich auch voll cool. Aber das Buch zieht sich dermaßen.

    Vor allem als die Handlung zu Rielle springt. Es sind zwar beide Welten ziemlich rückständig, aber ihre hart mich richtig aufgeregt. Die ganze Zeit stehen Priester, Engel und Heiraten so im Mittelpunkt. Das ist wirklich so dieses Bild von Küche, Kinder, Kirche. Boah ne. Das will ich nicht. Dann ist sie auch so naiv. Und Izare wickelt sie so leicht um den Finger und dann wird sie noch von allem Vertrauten isoliert. Ich kann nicht mehr. Das hat mich richtig rausgebracht.

    Dann hatte ich auch Schwierigkeiten bei Tyen wieder reinzukommen. Ich habs nachher noch ein bisschen überflogen, aber ich hab einfach keine Lust mehr.

    Die tausend Welten und das Springen zwischen den Welten scheint auch im ersten Teil keine Rolle mehr zu spielen, was ich aber wesentlich interessanter gefunden hätte. Das Buch beschäftigt sich dann erstmal nur mit Tyens Flucht.

    Den Ausdruck „der selben Rasse angehören“, fand ich übrigens bedenklich.

    Vielleicht wäre es auch einfacher gewwesen dran zu bleiben, wenn alles nicht so ewig dauern würde. Klar sind beide Handlungsstränge an sich gar nicht so lang, da sie sich ja das Buch teilen, aber ich hab einfach die Lust verloren.

    Und man weiß doch längst, dass es auf verschiedene Welten und die Idee, dass Kreativität Magie erzeugt hinauslaufen wird. Warum also ewig darum herum tänzeln?

  9. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

    (912)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ein absolut würdiger Abschluss der Reihe. Für mich lag ein bisschen Pause zwischen Band 2 und 3, aber ich habe mich unglaublich schnell wieder einfinden können, war sofort wieder ganz im geschehen, und war richtig begeistert von der Handlung. Ich habe hier auch eindeutig gesehen, was genau Leute damit meinen, Pullman hätte anti-christliche Werte in das Buch einfließen lassen, weil oh ja, und wie, dem kann ich nur zustimmen und hätte ich auch nicht gebraucht, aber die Welt und Figuren und Handlung generell waren wieder so überzeugend, dass es mich wirklich nicht gestört hat. (Bin aber auch Atheist, also vielleicht würde es sonst anders aussehen.)
    Wie alle Handlungsstränge hier nach und nach zusammenführen, und sogar noch mal neue aufgemacht werden und dann aber noch ein zufriedenstellendes Ende finden fand ich richtig gut, die einzelnen Zusammenarbeiten der Figuren fand ich auch wieder sehr cool, und irgendwie hat das Buch es auch geschafft, dass selbst die Dinge, bei denen ich kurz das Gefühl hatte, sie würden zu leicht gehen, sich am Ende doch passend angefühlt haben, und sie mit Schwierigkeiten und Verlusten kamen, die mich dann doch wieder überzeugt haben.
    Die Eine Sache, die mich gar nicht überzeugen konnte, war die (zu erwartende) Liebesgeschichte, die ich einfach flach und ungelenk fand, und wirklich nicht nötig, und entsprechend groß war meine Überraschung, als ich am Ende plötzlich voll dabei war und ich richtig emotional wurde, als es um diese (in meinen Augen eigentlich eher nicht vorhandene) Romanze ging. Eine Sache, die nur noch übertroffen wurde von dem kleinen Extra-Kapitel mit Zusatzgedanken, die mich tatsächlich mehrfach den Tränen nahegebracht haben. Kam beides komplett unerwartet für mich, aber hat mich mit einem gleichermaßen traurigen und hoffnungsvollen Gefühl das Buch zuschlagen lassen, sodass ich richtig zufrieden aus der ganzen Geschichte rausgegangen bin.
    In meinen Augen eine sehr empfehlenswerte Trilogie, von der ich echt froh bin, endlich zum Lesen gekommen zu sein.

  10. Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)
    Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder

    (381)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Endlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch. 

    Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren. 

    Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.

    Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch. 

    In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.

    Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.

    Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.

    Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.

    „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.

  11. Cover des Buches Dreams of Gods and Monsters (ISBN: 9783596033171)
    Laini Taylor

    Dreams of Gods and Monsters

    (269)
    Aktuelle Rezension von: Fallendreams

    Ohje, wie bewerte ich das Buch?

    Das Ende von Band 1 sowie Band 2 haben mich total aus den Socken gehauen, weswegen ich Band 3 direkt lesen wollte.


    Nunja, ich hab für Band 3 wirklich ewig gebraucht. :/ Musste auch mehrmals länger abbrechen, da ich es irgendwie nicht mehr so „catchy“ fand.


    Teilweise zog sich die Story durch endlose Beschreibungen und unnötigen Handlungen in die Länge und dann gab es teilweise Stellen, die mich wieder total in den Bann gezogen haben…. Bis der Schluss kam.


    Der große Krieg wurde meines Erachtens total banal geregelt und kurz darauf steht man einem viel größeren Gegner gegenüber, welcher in wenigen Seiten abgearbeitet wird.


    Man hätte die Handlung im Buch viel weiter nach vorne ziehen sollen. Damit hätte sich ein konstanter Spannungsbogen durchgezogen… so war‘s für mich teilweise eher eine Qual und ich war schon gottfroh, als ich endlich die letzten Seiten lesen konnte 🙈

  12. Cover des Buches Die maskierte Stadt (ISBN: 9783404208883)
    Genevieve Cogman

    Die maskierte Stadt

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Lisi_Wirth

    Hab mich so auf den zweiten Teil der Geschichte gefreut, wurde leider etwas enttäuscht. Die Geschichte ist meiner Meinung nach nicht mehr ganz so gut geschrieben wie Teil eins. Die Handlung in Venedig zieht sich ewig in die Länge und einige Gegebenheiten sind für mich nicht nachvollziehbar. Ich überlege mir noch, ob ich die weiteren Teile lesen werde.

  13. Cover des Buches Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer (ISBN: 9783734160745)
    Trudi Canavan

    Die Magie der tausend Welten - Der Wanderer

    (151)
    Aktuelle Rezension von: katha84

    Fünf Jahre sind vergangen und Rielle hat sich ein neues Leben aufgebaut. Sie ist glücklich und hat sogar Freunde gefunden. Doch alles ändert sich, als der Engel auftaucht und ihr ein Angebot macht: sie soll ihn begleiten und als Künstlerin in seiner Welt leben. Rielle nimmt das Angebot an und erfährt schnell, dass der Engel nicht das ist, was er zu sein scheint - und ihr Leben durch ihre Entscheidung in große Gefahr geraten ist.

    Und auch für Tyen steht erneut eine große Veränderung an, denn durch die Rückkehr des Raen treten alte Gesetze wieder in Kraft und plötzlich findet er sich in einer echten Zwickmühle wieder. Er soll für den Raen die Rebellen ausspionieren. Als Gegenleistung will der mächtigste aller Zauberer nach einer Möglichkeit suchen, Pergama wieder in einen Menschen zu verwandeln.


    Der zweite Teil der Triologie hat mir deutlich besser gefallen, als Teil 1. Beide Geschichten - die von Typen und die von Rielle - sind sehr viel spannender und Actionreicher. Ich finde ja die Beschreibungen der vielen Welten sehr spannend und grade Tyens Seite hat es mir angetan. Seine Gefühle, seine Zerissenheit und Zweifel werden wirklich gut beschrieben. Aber auch bei Teil, gibt es wieder einen großen Kritikpunkt: er ist einfach zu lang. Und das sage ich, obwohl ich dicke Bücher wirklich schätze und liebe. Aber grade in Rielles Geschichte gibt es immer wieder Passagen, die man hätte kürzen können. Das ist aber auch wirklich der einzige Kritikpunkt und deshalb freu ich mich dann auch schon auf den Abschlussband, der schon bei mir im Regal steht und gelesen werden will.


  14. Cover des Buches Des Königs Verräter - Die Entführung (ISBN: 9783956330599)
    Marco Reuther

    Des Königs Verräter - Die Entführung

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde
    Bei diesem Buch hat mir das Cover und der Klappentext zugesagt, so dass ich dieses beim Verlag angefragt und erhalten habe. Der Anfang bzw der Prolog ist etwas verwirrend, aber man sollte einfach weiter lesen denn das Buch wird nach und nach spannend und intressant.
  15. Cover des Buches Parallelwelten (ISBN: 9783863341848)
    Jenifer Girke

    Parallelwelten

    (9)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl
    Jenifer wird von klein auf zu guten Leistungen angetrieben. Eine Zwei reicht nicht. Der Vater geht mit ihr jeden einzelnen Fehler durch, und gegessen wird erst, wenn alles stimmt. Sie definiert sich schon bald über ihre Leistung. Egal ob beim Abi, beim Studium, im Fitness-Studio oder als Journalistin: sie setzt sich stets mit voller Kraft ein und strebt immer weiter nach oben.

    Es dauert viel zu lang, bis sie erkennt, dass sie selbst dabei auf der Strecke bleibt. In einem mühsamen Prozess, der mit einem stationären Klinikaufenthalt beginnt, findet sie den Weg zu sich selbst zurück. Sie erkennt, dass sie sich nicht über ihre Leistung definieren muss. Sie ist, wie alle, ganz einfach als Person wertvoll. Sie muss nicht mehr eine Rolle spielen, in einer Parallelwelt leben, um als Mensch zu zählen.

    Auf diesem Weg zurück ins Leben spielen drei Hilfen für Jenifer eine große Rolle; Achtsamkeit, Yoga und der christliche Glaube. Achtsamkeit bedeutet für sie dankbar im Moment zu leben. Yoga bildet einen ruhigeren Gegenpol zu den früheren exzessiven Fitnessübungen. Und im Glauben erfährt Jenifer ihren Wert, denn sie kann in Beziehung zu einem liebenden Gott leben. Unerwartet entdeckt sie außerdem in der Bibel eine Unmenge an hilfreichen Lebensweisheiten.

    Dieses Buch ist ein wichtiges Zeugnis in unserer Zeit. Durch Instagram und Co. lebt eine ganze Generation von den „likes“ der anderen. Bilder werden bearbeitet und optimiert, bevor sie in der Timeline erscheinen, und natürlich versucht der Einzelne sich persönlich zu optimieren, um die ersehnte Anerkennung zu bekommen. Jenifer zeigt wie gefährlich dieser Weg werden kann. Sie berichtet ehrlich von ihrer großen Sucht nach Kontrolle, die sich unter anderem in Magersucht zeigt.

    Der Schreibstil ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Der Bericht erfolgt nicht linear, sondern springt zeitweise von einem Thema zum anderen. Die Lösungen, die Jenifer gefunden hat, sind vielleicht auch nicht für jeden nachvollziehbar. Von anderen Berichten der Autorin in den Medien bekommt man den Eindruck, dass der Glaube für sie eine große Rolle spielt. In diesem Buch stehen eher Achtsamkeit und Yoga im Mittelpunkt. Und nicht zuletzt stören sich ältere Leser vielleicht an den saloppen Ausdrücken, die sich an manchen Stellen finden. 

    Insgesamt ist dieses Buch aber sehr lesenswert. Es finden sich viele Anregungen und Tipps für ein gelasseneres Leben. Eine große Rolle spielt die Erkenntnis der Autorin, dass unsere Gedanken uns nicht bestimmen müssen. Wir können einen Gedanken, der uns kommt, betrachten, aber wir müssen ihm nicht folgen oder glauben.

    Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und besonders für die jüngere Generation interessant ist; vor allem für Menschen, die sich von unserer Leistungsgesellschaft getrieben fühlen oder mit Süchten zu kämpfen haben. Besonders positiv fällt die Offenheit der Autorin auf, die Einblicke in ihre Gedankenwelt gibt, und so hilft die Denkprozesse von Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, zu verstehen. 

  16. Cover des Buches Das Rosenmedaillon (ISBN: 9783752862713)
    Betty J. Wendl

    Das Rosenmedaillon

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Michaela-Weiss

    Das Rosenmedaillon ist der erste Teil der Taylor Chroniken, und die Buchidee ist wirklich fantastisch. Es handelt von der Reise zwischen verschiedenen Parallelwelten und anderen Ichs, die dort existieren. Die Idee dahinter ist sehr clever und spannend ausgearbeitet, und es ist definitiv ein Buch, dass man konzentriert lesen sollte, da es einem viel abverlangt. Es gibt ganze Familiendynastien und Techniken, wie das mit der Reise zwischen den Welten durch Artefakte (und anderen Besonderheiten) funktioniert. Es gibt Verschwörungen und Unklarheiten, die mich ebenfalls sehr interessiert haben.


    Es ist wirklich schwierig, hier etwas zu erzählen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Der Hauptcharakter ist jedenfalls die sechzehnjährige Helena, die völlig ungewappnet in diese Reise zwischen Parallelwelten, anderen Ichs und Geheimnissen herein gerät. Ich fand sie sehr sympathisch und konnte allgemein mit allen Charakteren etwas anfangen und auch die ganze Story mit den Welten und den anderen Ichs fand ich sehr spannend.


    Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, war, dass ich das Buch doch etwas zu Erzähl-lastig fand. Also es wurde viel erklärt, wie die einzelnen Familien, Welten und Geschehnisse zusammenhängen, wie das mit den Parallelwelten und den Reisen und den anderen Ichs funktioniert. Es war auch wirklich sehr anschaulich erklärt, nur fand ich die Erklärungen insgesamt sehr viel. Natürlich muss man so eine komplexe Welt erklären, damit man es als Leser nachvollziehen kann, aber zwischendurch dachte ich mir öfters: Es wäre cool, wenn mehr im hier und jetzt passiert. Etwas weniger Erklärungen, dafür noch mehr Action! Es ist nicht leicht bei so einem komplexen Roman allen Facetten gerecht zu werden, deswegen gibt das auch nur einen kleinen Abzug für mich.


    Alles in allem fand ich die Geschichte sehr packend und: natürlich ist auch ein guter Schuss Liebe und Herzschmerz dabei! ;) Jeder der gern intelligent geschriebene Buchreihen mit einem guten Schuss Fantasy mag, kann ich empfehlen, mal in die Taylor Chroniken hereinzuschauen. Und auch wenn man vielleicht nicht allen Geschehnissen immer zu 100% folgen kann, es macht dennoch Spaß, es zu lesen! Vor allem gibt es auch Anhang zum Buch, wie zB einen Stammbaum, also die Geschichte wurde sehr detailreich und liebevoll ausgearbeitet.


    Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, es war locker, flüssig und witzig zu lesen, aber an den passenden Stellen auch spannend und dramatisch. Auch das Ende fand ich überraschend und spannend gemacht, damit hatte ich nicht gerechnet - man kann mich mit Buchenden nur selten überraschen! Und: Obwohl es noch zwei weitere Teil gibt, hat der erste Teil bereits fast 500 Seiten. Man kommt also voll auf seine Kosten und es wird einem ordentlich Lesestoff geboten! ;)

  17. Cover des Buches Everflame 3. Verräterliebe (ISBN: 9783841504227)
    Josephine Angelini

    Everflame 3. Verräterliebe

    (342)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Mit „Everflame – Verräterliebe“ endet die sogenannte Everflame-Trilogie von Josephine Angelini. Obwohl der dritte Band bereits 2016 erschien, ist er in Deutschland bislang das aktuellste Werk der US-amerikanischen Autorin, die mit ihrer Familie und drei Katzen in Los Angeles lebt. Der 2020 in den USA erschienene Jugendthriller „What she found in the woods“, scheint es wohl nicht mehr auf den deutschen Buchmarkt zu schaffen. Auch in Zukunft wird es wohl keine deutschen Neuerscheinungen der Autorin mehr geben. Wer von Angelini und der Everflame-Reihe aber nicht genug bekommen kann, kann sich die Novelle über Rowan, dem männlichen Protagonisten, als E-Book kaufen. 

    Die 17-jährige Lily Proctor und ihre Verbündeten konnten nur knapp den Angriff des sogenannten Schwarms überleben. Sie sind von den Bienenwirkern allerdings an die Westküste des Landes verschleppt worden, in eine Stadt namens Bower City. Lily hat kaum Zeit den Tod ihres Kindheitsfreundes Tristan zu verarbeiten, denn die augenscheinlich harmonische Stadt scheint düstere Geheimnisse zu hegen. Die Hexe Grace Bendingtree, die die Bürgermeisterin ist, stellt die Gruppe vor zwei Optionen: entweder sie werden Mitbürger von Bower City oder sie verlassen die Stadt für immer. Doch eine Rückkehr in den Osten nach Salem werden die regierenden Bienenwirker nicht erlauben. 

    „Lily Proctor schlief nicht.“, ist der erste, zugegeben eher nichtssagende Satz des ersten Kapitels. Der Leser wird dort abgeholt, wo er zuletzt stehen geblieben ist, nämlich mit Lily vor den Toren von Bower City. Es gibt also keinen Zeitsprung zwischen den Bänden. Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln plus Epilog ist „Everflame – Verräterliebe“ genauso lang wie der zweite Band. Erneut wird aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum berichtet, dabei ist meist Lily die Erzählerin, teilweise aber auch Carrick oder Toshi, ein neuer Charakter. Leider gibt es hier wieder das Problem, das die Erzählperspektive ungeschickt gebrochen wird und einzelne Sätze Gedanken oder Gefühle von Figuren wiedergeben, die in diesem Abschnitt nicht die Erzähler sind. Weitere Beschreibungen oder Zitate spare ich mir aber, da ich mich über Angelinis Hang zu Perspektivbrüchen schon zur Genüge ausgelassen habe.

    Ebenfalls bemängelt wurde ihr Schreibstil und die merkwürdigen Vergleiche, die sie verwendet. Auch das bessert sich hier nicht. Beispielsweise bezeichnet Lily Rowan in Kapitel 4 als „eine dunkle Flamme, die zwischen den anderen brennt.“, wobei sich Flamme und dunkel eher ausschließt. Lily meint das wohl als Kompliment. Welchen Sinn hat jedoch eine Flamme, die kein Licht spendet? Sollte dies der klägliche Versuch eines Oxymorons sein, ist er eindeutig gescheitert. Ein anderes Beispiel wäre ein Satz aus Kapitel 11: „die schweren Körper schwangen in einem ungeheuren Tempo zwischen den aufgestützten Fingerknöcheln hindurch.“ Dieser Satz ist so ambig formuliert, dass er auf Anhieb kaum korrekt zu verstehen ist. Für ihren Schreibstil wird Angelini bei mir wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen.

    In der Parallelwelt der Hexenwelt lernt Lily ihr anderes Ich kennen: Lillian. Sie ähneln sich aufs Haar, doch bei ihren Persönlichkeiten sieht das etwas anders aus. Lillian ist als Tochter von Samantha in der Hexenwelt geboren und aufgewachsen. Schon mit 13 Jahren wird sie zur herrschenden Hexe von Salem gekrönt, da sie extrem mächtig ist. War sie anfangs noch eine gute Regentin, schlägt dies schon nach wenigen Jahren ins Gegenteil um. Mithilfe ihrer magischen Fähigkeiten erfährt sie von Parallelwelten, die aufgrund von Atombomben unbewohnbar sind, weshalb die Menschheit dort ausgestorben ist. Um dies in der Hexenwelt zu verhindern, schreckt Lillian nicht davor zurück Wissenschaftler, Lehrer und Ärzte zu verfolgen und hinzurichten, um die Entwicklung oder Einsetzung einer Atombombe zu verhindern. Zwar zeigt Lillian Lily ihre Erinnerungen, um ihrer Doppelgängerin klarzumachen, warum sie Forscher exekutieren lässt, doch das rechtfertigt nicht ihre irrationale Angst vor Atomenergie und die Willkür, mit der sie Exekutionen erlässt. Lillian ist ein machthungriger und jähzorniger Charakter, bei der zu Beginn von „Everflame – Verräterliebe“ zwar noch nicht feststeht, ob sie einfach nur verrückt geworden oder so bösartig und manipulativ ist, wie Rowan Lily stets gewarnt hat. Eine Sympathieträgerin ist sie definitiv nicht. Umso weniger lässt sich nachvollziehen, warum Lily Lillian immer mehr in ihre Gedanken lässt und sich so entschieden auf ihre Seite stellt, auch wenn die Angst vor Atombomben an sich erst einmal verständlich ist. So büßt auch Lily einige Sympathiepunkte ein, denn der Charakterwandel, den sie im Verlauf der Reihe durchlebt, macht sie nicht gerade liebenswürdiger. Sie ist deutlich gereizter und aggressiver. Außerdem genießt sie ihre Macht als Hexe zu sehr, und muss sich zum Beispiel immer wieder zügeln, ihre Anhänger nicht einzunehmen und wie willenlose Marionetten zu steuern.

    Allgemein wird das Thema der Atomenergie, das in der gesamten Trilogie eine große Rolle spielt, zu einseitig beleuchtet. Es werden immer wieder die negativen Aspekte benannt: Schäden durch Atombomben, Nuklearkatastrophen und gesundheitliche Schäden durch Radioaktivität. Natürlich sind das ernstzunehmende Probleme, aber diese Argumente sind bekannt und wirken veraltet. Andere wichtige Themen wie der Klimawandel werden von Angelini völlig ignoriert, genauso wie die Pro-Argumente für Kernenergie, vor allem unter Berücksichtigung neuer Methoden wie Flüssigsalzreaktoren. Mit dem Klimawandel hätte Angelini ein aktuelleres und bedrohlicheres Thema als Atombomben verwenden können, welche mit dem Kalten Krieg den Klimax der Relevanz erreicht hatten.

    Neben den Wunschsteinen sind auch die Wirker ein wichtiges Motiv im Urban Fantasy-Universum. Wirker sind tierähnliche Monster, die zu verschiedenen Zwecken gezüchtet und gezähmt werden. Sie dienen beispielsweise dazu Häuser zu bewachen oder schwere Transporte auszuüben. Es gibt aber auch wilde Wirker, die außerhalb der Stadtmauern leben. Sie sind stark, aggressiv und gefährlich. Ihr Fleisch ist giftig, sodass es sich nicht als Nahrung eignet. Dabei können sie ganz unterschiedlich groß sein und aussehen, meist sind es jedoch Hybride unterschiedlicher Tiere. Im Vorgänger erfährt Lily, dass Wirker in ihren Körpern Wunschsteine haben. Der Zweifel wird immer größer, dass es sich bei ihnen nur um wild gewordene Bestien handelt. Möglicherweise haben Wirker ein Bewusstsein oder sie wurden von jemandem mit magischen Fähigkeiten erschaffen. Wirkte das Konzept der Wirker anfangs eher einfallslos, könnten sie durch Lilys Entdeckung nun doch von größerer Wichtigkeit sein. Vor allem die Bienenwirker, die Bower City regieren, werfen ein völlig neues Licht auf diese Wesen. Sie erlauben es den Bewohnern der Stadt in Luxus und Überfluss zu leben, solange sie die Stadt sauber und sich selbst emotional im Zaum halten. Doch damit hat gerade die impulsive Lily ihre Probleme, denn schon Streitgespräche und Disharmonien können die Bienenwirker mit ihrem tödlichen Gift bestrafen.

    Wenn man damit beginnt, den dritten Teil einer Trilogie zu lesen, ist das sozusagen der Anfang vom Ende. Umso mutiger ist es, noch einmal einen neuen Handlungsort zu eröffnen mit neuen Gesetzen, Regeln und Figuren. War ich anfangs skeptisch, konnte ich der Idee von Bower City und dem, was sich dahinter verbarg, schnell etwas abgewinnen. Ohne zu spoilern kann man sagen, dass das, was Lily und ihr Zirkel dort erfahren, essenziell für einen runden Abschluss des Plots ist. Die Geschichte erhält noch einen spannenden Twist und eine stark dystopische Atmosphäre. Zum ersten Mal gab es keine nennenswerten Längen.

    Das Ende bietet ein spannendes Finale. Die Geschichte wirkt gut abgeschlossen, wenn auch etwas runter gebrochen und schnell abgehandelt. Im Vergleich zum letzten Band ihrer anderen Trilogie, ist „Everflame – Verräterliebe“ um Längen besser. Es ist irgendwo schade, dass die bessere Fantasy-Reihe von Angelini diejenige ist, die weniger erfolgreich war.

    „Everflame – Verräterliebe“ ist ein würdiger Abschluss der Urban Fantasy-Reihe, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Dennoch ist der letzte Band der Trilogie aus verschiedenen Gründen kein Highlight. Die regelmäßigen Perspektivbrüche, der unrunde Stil und die einseitige Kritik an Atomkraft beweisen, dass das Jugendbuch von Josephine Angelini Schwächen hat. Hinzu kommt ein Ende, das zu abrupt ist und Fragen offen lässt. Trotz allem ist die Everflame-Trilogie insgesamt gut und lesenswerter als die Göttlich-Trilogie der Autorin. Deshalb gebe ich dem dritten Band der Everflame-Reihe drei von fünf Federn. Somit habe ich alle Bücher der Autorin gelesen, die bislang auf Deutsch erschienen sind, weshalb ich vorerst keine weiteren Bücher von ihr lesen werde.

  18. Cover des Buches Rebell (ISBN: 9783959917155)
    Mirjam H. Hüberli

    Rebell

    (227)
    Aktuelle Rezension von: SummseBee

    Willow hält sich für ein ganz normales Mädchen, dass studiert und die Gunst ihres Schwarms Noah für sich gewinnen möchte. Auch das sie in den Augen anderer Menschen deren (leicht verändertes) Spiegelbild sieht, ist für sie ganz normal. Da es schon immer so war. Das einzige was für sie daran merkwürdig ist, dass sie in ihren Augen nichts sieht. Doch dann taucht an ihrer Uni ein Mann auf, in dessen Augen sie auch kein Spiegelbild sieht. Und sie scheint auch die Einzige zu sein, die ihn sehen kann…

    Willow wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas naiv für ihr Alter, dennoch mochte ich sie mit ihrem Hang zu tollen Kleidern und ihren Schwärmereien für ihren Beinahe-Freund Noah sofort. Auch die Gespräche zwischen ihr und ihrer besten Freundin machen beim lesen total Spaß.

    Doch diese unterhaltsame Grundstimmung bleibt nur solange erhalten bis Willow endlich ihr langersehntes Date mit Noah hat. Denn dort geschieht ein Unfall und sie muss dem mysteriösen Bo vertrauen, der plötzlich in ihrem Leben aufgetaucht ist. Sie soll ihm helfen und ihm in eine andere Welt folgen. Um Noah retten zu können, macht sie dies, obwohl sie nicht weiß worauf sie sich einlässt.

    Diese Welt klingt wirklich faszinierend und alles was damit zusammen hängt, fand ich spannend und gleichzeitig sehr mysteriös. Willow erfährt leider nur das Nötigste darüber und somit tappt man auch als Leser*in im Dunkeln. Ich hoffe sehr, dass es in den weiteren Bänden mehr Informationen über diese Welt und Willows Gabe gibt.

    Auch wenn ich am Ende mit vielen Fragen zurück geblieben bin oder vielleicht gerade auch deswegen, freue ich mich schon zu erfahren wie es in Band zwei mit Willow, Noah, Bo und all den anderen weiter geht.

    Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Roman, der Lust darauf macht noch mehr von dieser (magischen) Welt zu erfahren.

  19. Cover des Buches Die Prophezeiung der Schwestern (ISBN: 9783442476893)
    Michelle Zink

    Die Prophezeiung der Schwestern

    (377)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Kennt ihr die Reihe „Die Prophezeiung der Schwestern“? Ich damals durch Zufall auf die Reihe gestoßen, da mir das Buch geschenkt wurde. Aber allein die Cover der drei Bücher finde ich so hübsch und gelungen, dass ich den ersten Band auch gleich lesen wollte. 

    Die Geschichte der Bücher spielt im 19. Jhdt, dadurch ist alles ein bisschen altertümlicher, was mir hier aber sehr gut gefällt. Die Protagonistin Lia erfährt, dass sie gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester eine alte Prophezeiung erfüllen kann. Wobei die eine das Tor bildet (durch welche das Böse dringen kann) und die andere der Wächter. Welche von beiden welche Position einnimmt ist zunächst unbekannt. Lia versucht alles mögliche, damit das Böse nicht in die Welt eindringen kann, jedoch versucht ihre Schwester Alice ihr dabei Steine in den Weg zu werfen.


    Die Story ist überraschend spannend und abwechslungsreich. Auch die Darstellung der Charaktere ist toll. Alice kann man zuerst sehr schwer einschätzen, versteht man aber im Verlauf immer besser. Mit Lia als Hauptprotagonistin erlebt man fast alles aus ihrer Sicht und leidet und empfindet mit ihr. 

    Die Autorin hat hier eine wunderschöne Fantasy-Reihe geschrieben, mit einigen düsteren Elementen. Ich habe did Reihe sehr gern gelesen und lege sie euch ans Herz ❤️

  20. Cover des Buches Die Chroniken von Narnia - Das Wunder von Narnia (ISBN: 9783800052646)
    C. S. Lewis

    Die Chroniken von Narnia - Das Wunder von Narnia

    (360)
    Aktuelle Rezension von: Fallendreams

    Narnia verbinde ich mit meiner Kindheit. Ich war schon von klein auf ein riesiger Fan von den Filmen und den Hörbüchern. Wie oft habe ich die rauf und runtergehört.

    Da meine Erinnerungen nun verblasst sind und ich den Schuber geschenkt bekommen habe, wollte ich unbedingt erneut in die Welt eintauchen.

    Dieser Band ist eher die Vorgeschichte und wie Narnia überhaupt zu Stande gekommen ist. Natürlich musste ich auch zwischen Hörbuch und Buch wechseln, da die Hörbücher so toll eingesprochen sind. Ich fand die Geschichte Zauberhaft und für mich ist es wie eine märchenhafte Erzählung.

    Man kann dieses Buch auch als komplette Einführung in diese Welt sehen. Der Schreibstil ist dem Alter entsprechend und trotzdem war es für mich, als würde ich wieder ein Kind sein und von ganz Neu in die Welt abtauchen. ;)

    Ich freue mich so sehr auf die weiteren Teile.

    Außerdem sind die Bücher sehr dünn, weshalb man sie schnell durchgelesen bekommt.

  21. Cover des Buches Die Beschwörung des Lichts (ISBN: 9783596296347)
    V. E. Schwab

    Die Beschwörung des Lichts

    (143)
    Aktuelle Rezension von: Ju_Lia_von_Wastl

    Im letzten Band der Trilogie kommt es entsprechend zum finalen Showdown im Kampf gegen den Schattenkönig Osaron und die schwarze Magie. Hierbei wird es während des gesamten Buches nie langweilig. Die Perspektiven wechseln ständig zwischen den einzelnen Charakteren. Von Band 1 und 2 kannte ich vor allem Kells und Lilas Perspektiven, jetzt kommen immer mehr Wechsel dazu. Rhy, das Königspaar, Ned im grauen London, Holland, Alucard und noch einige weitere.

    Viele Kapitel waren außerdem sehr kurz, sodass es mich ständig zum weiterlesen animierte (ein Kapitel geht noch!) und schließlich wollte ich auch immer wissen, wie es bei der jeweiligen Person weiterging, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

    Dass andere schreiben, die Reihe wäre mit jedem Band schwächer geworden, kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen. Der zweite Band war im Gesamtfazit vielleicht nicht ganz so gut, aber Band 3 fand ich wirklich richtig stark.

    Insgesamt kann ich die Reihe wirklich sehr sehr weiterempfehlen.

  22. Cover des Buches Dark Matter: Der Zeitenläufer (ISBN: 9783442483976)
    Blake Crouch

    Dark Matter: Der Zeitenläufer

    (288)
    Aktuelle Rezension von: BejeweledCat

    Vor 7 Jahren las ich dieses Buch und war überwältigt. Überwältigt von der Idee von Multiversen, überwältigt von den beschriebenen möglichen Szenarien in Parallelwelten. Ich gab dem Buch 5 Sterne.
    Nun sortiere ich mein Regal in 2025 und las es erneut. Ich bin überrascht, gelinde gesagt.
    Die Szenarien, die mir damals noch so unglaublich vorkamen, so spannend beschrieben und unvorstellbar, sind heute... möglich. Denkbar. Nichts besonderes. Eine verwüstete Stadt durch einen Atomkrieg? Kann passieren. Eine Stadt versunken in Schnee und Eis, in der die Bewohner verhungern oder erfrieren? Klimawandel wird es zeigen. Schwerkranke Menschen im Lockdown wegen eines hochinfektiösen Pathogens? Habe ich erlebt und lebe ich immer noch. Der "Zauber" des Unvorstellbaren, der mich vor 7 Jahren bei der Lektüre belegte, ist verflogen. Wir leben diese Parallelwelten teilweise schon.

    Die zweite Hälfte wird dann ganz hirnverknotend und spielt sich wieder im "echten" Universum ab. Der Fokus und die Versessenheit von Jason1, wieder mit seiner Familie zusammen zu sein, ist das Leitmotiv des Romans und macht es irgendwann aber auch etwas langweilig.

    Heute bewerte ich das Buch mit 3 Sternen.


  23. Cover des Buches Die Spieluhr (ISBN: 9783548288758)
    Ulrich Tukur

    Die Spieluhr

    (56)
    Aktuelle Rezension von: jils_buecherparadies

    Ulrichs Tukurs Novelle enthält einen wunderschönen und bildhaften Schreibstil, der einen in den Bann zieht. 

    Leider erging es mir im Bezug auf die Handlung nicht so. Teilweise empfand ich sie verwirrend und hätte mir gewünscht, dass die Handlung anders dargestellt und nicht so häufig unterbrochen wäre.

    Nichtsdestotrotz ist Tukurs "Die Spieluhr" ein ganz nettes Buch, welches sich gut eignet, wenn man mal kurz in eine andere Welt eintauchen möchte. Vor allem der Schreibstil eignet sich dafür perfekt.

  24. Cover des Buches A Darker Shade of Magic (ISBN: B011T7AAT8)
    Victoria Schwab

    A Darker Shade of Magic

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „A Darker Shade of Magic“, der erste Band der Trilogie „Shades of Magic”, von Victoria „V.E.“ Schwab erzählt eine multidimensionale Geschichte, die in drei verschiedenen, durch Magie verbundene Versionen von London spielt. Schwab wird oft gefragt, warum sie ausgerechnet die britische Hauptstadt als Setting auswählte. Sie erklärt ihre Entscheidung damit, dass London eine Stadt ist, in der Historie lebendig ist und „die Zeitalter, wie die Schichten einer Torte, übereinander liegen“. Außerdem versteht sie die gesamte Trilogie als einen Liebesbrief an „Harry Potter“ und wir alle wissen, wie wichtig London im Potterversum ist. Magie und die Idee einer Realität in Schichten – besser kann man „A Darker Shade of Magic“ eigentlich nicht zusammenfassen.

    Im Universum gibt es drei bekannte Dimensionen. Jede ist einzigartig, aber eines haben sie alle gemeinsam: in jeder Dimension existiert eine Stadt namens London. Magische Ankerpunkte verbinden die Städte und erlauben Antari wie Kell, zwischen ihnen zu reisen. Um sie auseinanderhalten zu können, ordnete Kell ihnen Farben zu. Im grauen London ist Magie so gut wie ausgetrocknet. Im roten London, Kells Heimat, schwingt sie harmonisch mit dem Leben, wird geehrt und geachtet. Im weißen London dient Magie als unwillige Sklavin der Menschen, unterworfen und gefesselt. Einst gab es ein viertes London. Das schwarze London. Doch es ist lange her, dass alle Portale dorthin zerstört und strenge Regeln erlassen wurden, um zu verhindern, dass die anderen Dimensionen dasselbe Schicksal ereilt. Als eines dieser Gesetze gebrochen wird, ist Kell der einzige, der eine Katastrophe verhindern kann. Mithilfe der jungen Abenteurerin Lila aus dem grauen London stellt er sich der Bedrohung. Können sie verhindern, dass die Dimensionen verschlungen werden?

    Bevor ich begann, diese Rezension zu „A Darker Shade of Magic“ zu schreiben, bin ich wie immer meine Notizen durchgegangen. Dabei fiel mir auf, dass diese überwiegend aus Fragen bestehen, was bereits eine verlässliche Auskunft darüber gibt, wie ich die Lektüre empfand. Meiner Meinung nach lässt dieser Trilogieauftakt viele Punkte ungeklärt, wodurch ich mich nicht richtig abgeholt fühlte, es gelang V.E. Schwab jedoch, meine Neugier so weit wachzukitzeln, dass mich die Antworten auf meine zahlreichen Fragen definitiv interessieren. Vermutlich ließ sich dieser Effekt gar nicht vermeiden, weil sich „Shades of Magic“ aus einigen unkonventionellen Ideen zusammensetzt und Schwab im ersten Band demzufolge erst einmal eine grobe Etablierung des Multiversums und des Magiesystems vornehmen musste, bevor sie die Hintergründe konsistent herausarbeiten kann. Beide Aspekte gefielen mir. Da sich „A Darker Shade of Magic“ hauptsächlich auf Kell konzentriert, der im roten London zu Hause ist, ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ausnahmsweise einmal nicht die Dimension, die unserer Realität am ähnlichsten ist. Ich finde das sehr ansprechend, weil es in einem interdimensionalen Konzept einfach unnötig ist, sich mit Bekanntem zufriedenzugeben. Dennoch bietet Schwab ihren Leser_innen mit der Implementierung von Lila, die aus dem grauen London stammt, das unserer Realität um etwa 1900 herum entspricht, einen Anker, durch den die Akzeptanz eines multidimensionalen Universums deutlich leichter fällt. Tatsächlich konnte ich mich mit Lila besser identifizieren als mit Kell, das lag allerdings nicht an ihrer Herkunft, sondern daran, dass mir ihre gesamte Persönlichkeit eher entgegenkam. Ihre Abenteuerlust und ihr Freiheitsdrang wirkten auf mich sehr attraktiv. Ich hatte das Gefühl, dass sie abgeklärter, selbstsicherer und sich ihrer Wünsche und Träume bewusster ist als Kell, der weder weiß, wo seine Wurzeln liegen, noch, welche Ziele er im Leben hat. Kell ist ein Antari, ein Blutmagier, der dank seiner seltenen Fähigkeiten zwischen den Dimensionen reisen kann und deshalb seit seiner Kindheit im Dienst des Königshauses steht. Alle drei Versionen von London sind Monarchien; es ist Kells Aufgabe, die Kommunikation zwischen ihnen zu gewährleisten. Die atmosphärische Abgrenzung der Städte überzeugte mich, obwohl der Großteil meiner offenen Fragen die Schattierungen der Magie betrifft, die sich in jeder Dimension anders äußern. Ich finde es großartig, dass Schwab Magie als bewusste Lebensform behandelt, aber ich habe nicht verstanden, wie weit dieses Bewusstsein reicht und ebenfalls nicht, ob die Magie einer Dimension für andere Dimensionen toxisch ist oder ob es neben der lokalen Magie eine Art interdimensionale Magie gibt, von der Gefahr ausgeht. Es scheint mir nicht plausibel, dass der einzige Unterschied darin besteht, wie die Menschen mit der Magie umgehen, denn dann könnte ihr Eindringen, wie es in „A Darker Shade of Magic“ geschieht, meiner Ansicht nach ausgeglichen werden. Vielleicht habe ich aber auch das ganze System noch nicht durchschaut. Ich hoffe, das klärt sich in den Folgebänden.

    Ich empfinde für die Trilogie „Shades of Magic“ aktuell eine gewisse Skepsis. Es ist nicht so, dass mir der erste Band „A Darker Shade of Magic“ mit seinen kreativen Ansätzen nicht gefallen hätte, aber die zahlreichen offenen Fragen, die ich nach der Lektüre sammelte, schüren meine Zweifel daran, dass V.E. Schwab sie tatsächlich alle beantworten wird. Ich bin natürlich gern bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen und ich werde der Autorin die Gelegenheit dazu mit der Fortsetzung „A Gathering of Shadows“ einräumen, doch ich wurde in der Vergangenheit diesbezüglich oft enttäuscht. Zu viele Autor_innen glauben, dass ein vages, skizzenhaftes Worldbuilding genügt. Schwab muss mir erst einmal beweisen, dass sie anders ist. Schafft sie es nicht, mir einleuchtende Erklärungen anzubieten, kann ich nicht garantieren, dass mich meine Neugier bis in den finalen Band „A Conjuring of Light“ trägt. Um sie aufrechtzuerhalten, braucht es mehr als einen Haufen Fragezeichen.

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