Bücher mit dem Tag "paranoia"
66 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.835)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrDas war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.
- Rebecca F. Kuang
Yellowface
(615)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyEine junge Autorin erlebt, wie ihre wesentliche erfolgreichere Kollegin bei einem Unfall stirbt und stiehlt das Manuskript ihres neuesten Romanes, um es unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Bewegung, die nicht nur die harte Verlagsbranche, die sozialen Medien, sondern am Ende auch die gesamte Gesellschaft charakterisieren. Oder wie die Autorin es selbst in ihrer Danksagung am Ende des Buches formuliert: das Buch ist zu großen Teilen eine Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche. Großartig geschrieben, sehr unterhaltsam, gut lesbar und immer mit dem Finger in der Wunde!
- Stephen King
In einer kleinen Stadt (Needful Things)
(642)Aktuelle Rezension von: LuliaIn der Kleinstadt Castle Rock eröffnet der charmante und mysteriöse Leland Gaunt einen Antiquitätenladen namens „Needful Things“ in dem jeder sein Lieblingsstück zu einem niedrigen Preis inklusive kleinen Streich erstehen kann, wodurch sich Castle Rock langsam in ein Pulverfass verwandelt, was nur noch von Sheriff Alan Pangborn aufgehalten werden kann. Die sehr stille Handlung weist vor allem in ersten Viertel einige Längen auf, die zäh wirken und das Erzähltempo stark abbremsen.
Bei den Protagonisten steht sowohl der manipulative Gaunt als auch der vom Leben gezeichnete Alan im Zentrum der Handlung, die sehr gegensätzlich dargestellt werden, was zu einer interessanten Handlungsdynamik führt. Nebenprotagonisten sind zahlreich vorhanden und tragen gekonnt zum Facettenreichtum der Handlung bei.
Wer stille Gruselgeschichten mit psychologischer Tiefe und markanten Charakteren mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und von einem feinen Humor durchzogen.
Einziger Minuspunkt: Die zähen Passagen, vor allem im ersten Viertel, mindern den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Benjamin von Stuckrad-Barre
Panikherz
(129)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider
Benjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(506)Aktuelle Rezension von: mesuDie Journalistin Lo Blacklock darf an der Jungfernfahrt eines Luxusschiffes teilnehmen. Doch diese Fahrt wird zum Albtraum, denn Lo wie eine Frau in der Nacht schreit und dann einen Aufprall auf dem Wasser. Sie glaubt die Frau wurde von Bord gestoßen. Als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier mitteilt, wiegelt dieser ab, denn die Kabine aus der sie das Geräusch gehört haben will, ist leer und es hat niemand darin gewohnt. Diese Fahrt entwickelt sich für Lo zu einer gefährlichen und tödlichen Reise.
Spannungsgeladen, aber etwas übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Er fasziniert aber dennoch.
- Wulf Dorn
Trigger
(705)Aktuelle Rezension von: Juliam47Das klingt jetzt wie ein Wortwitz, ist es aber nicht. Meine Ausgabe war von 2008, da waren Triggerwarnungen noch nicht aktuell und dennoch hätte ich sie mir in diesem Fall gewünscht. Vermutlich hätte ich das Buch dann nicht gelesen.
Zwischendurch war es sehr verwirrend, was aber mit Sicherheit so gewollt ist. Der Leser wird mit seinem Vermutungen hin und hergerissen. Das Ende war sehr sehr krass für mich. Nun muss ich aber dazu sagen, dass ich eher wenig bis keine Thriller lese. Manch Anderer mag es anders empfinden.
Spannend geschrieben war es allemal. Auch wenn es mir bisweilen etwas zu irreführend war. Die Hauptprotagonisten waren mir sympathisch, die Figuren gut ausgestaltet, die meisten Handlungen nachvollziehbar. Ich vergebe gutem Gewissens 4 Sterne.
- Eric Stehfest
9 Tage wach
(81)Aktuelle Rezension von: HoldenE.S.s (wie "Es" bei Stephen King) Crystal-Meth-Beichte, ein Meth-Diener mit Meth-ode. Schonungslos berichtet Eric über Drogenaussetzer, dem Versagen des Schließmuskels und wie er sein Meerschweinchen auf dem Gewissen hat. Gelegentlich verwickelt, wenn auf die Geschichte der Urgroßväter umgeblendet wird, die im Pervitin-Rausch für das "Dritte Reich" flogen und mordeten. Lianes unendliche Geduld hat mich im Film etwas verwundert, in der Buchvorlage zeigt sie an zumindest einer Stelle eine wachsende Ungeduld gegenüber dem eigenen mißratenen Nachwuchs. Und Richter und Staatsanwalt am Amtsgericht Pirna (und in der Verfilmung) habe ich auch nicht ganz ernst genommen.
- Ursula Poznanski
Vanitas - Schwarz wie Erde
(500)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDass Blumen mehr sind als eine Wohltat für die Augen, den Geruchssinn oder in ausgesuchten Fällen auch für den Geschmack, ist hinlänglich bekannt. Blumen besitzen eine Sprache, stehen für Liebe, Trauer oder eben auch für Warnungen ... Da trifft es sich gut, dass die Protagonistin Carolin bei einem Floristen arbeitet – Sie kennt die Bedeutungen, die Botschaften, die Kommunikation durch Kombinationen in den Gebinden. Außerdem bilden sie einen wichtigen Bestandteil ihrer Verbindung zu den Lebenden, denn Carolin ist tot und ihr Name nur ein weiterer Baustein, um sie vor ihrem alten Leben zu schützen.
Doch die Vergangenheit holt einen bekanntlich immer wieder ein. Und sei es nur, für einen Gefallen, einen Job, einen Abstecher in das alte Leben und eine Erinnerung an die eigenen Fähigkeiten. Diese werden zum Einsatz gebracht, eingeschleust in das Umfeld von drei konkurrierenden Baufirmen und seltsam gehäufte Todesfälle auf deren Baustellen. Doch ist das alles? Und wie frei lässt es sich spitzeln, wenn die eigenen Dämonen einen nicht loslassen?
Ich wusste lange nicht recht, wie ich die Geschichte finde, was sie in mir hervorruft. Doch mit jeder Seite wurde ich tiefer hineingezogen und wollte wissen, wie es weitergeht, was sich noch zuträgt. Das Ende hat mich definitiv darin bestätigt, dass mehr in der Story steckt, als Anfangs zu erahnen war. Es fügt sich, selbst wenn nicht alles aufgeklärt wird – aber deshalb ist es auch ein Dreiteiler, oder?
Was bei mir zudem hängen bleibt, ist, dass es kaum Charaktere gab, die mir wirklich sympathisch gewesen wären. Hier treffen viele seltsame Gestalten aufeinander, was dem Buch einen besonderen Touch und Reiz gegeben hat.
Vanitas ist durchaus eine Empfehlung wert! - Joy Fielding
Sag, dass du mich liebst
(240)Aktuelle Rezension von: Nadine_JessenDas Buch fängt direkt spannend an, geht dann über in einen unterhaltsamen Ablauf. Die Hauptfigur und ihre Familie sind sehr unterhaltsam, einwenig lustig. Am Ende wird es dann wieder spannend und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen. Kurz glaubt man wie es ausgeht, aber dann ist es doch wieder anders. Das Ende ist einwenig abrupt.
- David Lagercrantz
Verschwörung
(284)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Kristina Moninger
A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
(99)Aktuelle Rezension von: Victorias_Bibliophilie🌊🤍📖☀️🌸🥹💙
Ich glaube, auf Josies Geschichte haben wir als Breaking-Waves-Fans alle gewartet. Endlich erfahren wir, was damals wirklich passiert ist und warum sie einfach verschwunden ist. Nach und nach setzt sich alles zusammen und ich hatte mehr als einmal diesen „Aaaah, jetzt ergibt das endlich Sinn!“-Moment.
Ich fand es richtig schön, Josie endlich besser kennenzulernen. In den vorherigen Bänden war sie für mich immer irgendwie ein kleines Rätsel und genau das wird hier Stück für Stück aufgelöst.
Und dieses Setting… ich wollte einfach sofort wieder nach Harbour Bridge. Kristina Moninger schafft es einfach jedes Mal, dieses Sommerfeeling rüberzubringen. Beim Lesen hatte ich direkt wieder das Gefühl, am Meer zu sitzen und den Wellen zuzuschauen. Genau diese Atmosphäre liebe ich an der Reihe so sehr.
Für die vollen fünf Sterne hat mir am Ende einfach noch das gewisse Etwas gefehlt. An ein paar Stellen war das Tempo für mich ein kleines bisschen ruhiger, als ich erwartet hatte. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört, denn ich wollte trotzdem unbedingt wissen, wie am Ende alles zusammenkommt.
Für mich ist „A Girl Named Josie“ ein richtig schöner Abschluss der Reihe. Emotional, voller Antworten und mit ganz viel Herz. Und ganz ehrlich? Jetzt bin ich schon ein bisschen traurig, dass die Reise nach Harbour Bridge vorbei ist.
- Patricia Cornwell
Scarpetta
(107)Aktuelle Rezension von: MaFuSeit Cornwell Benton Wesley hat sterben und dann völlig unlogisch wieder hat auferstehen lassen, lese ich die Scarpetta-Reihe nur noch mit viel Skepsis und weil ich einige der Charaktere sehr mag. Aber auch diesmal bin ich enttäuscht worden, die Geschichte bleibt flach, ich hatte nie wie in den ersten Bänden das Gefühl, mittendrin zu stecken. Und die Aussage von Marino, die versuchte Vergewaltigung von Scarpetta sei die ehrlichste Tat in seinem Leben gewesen? Sehr fragwürdig...
- A.V. Geiger
Tell Me No Lies
(129)Aktuelle Rezension von: Sandra8811Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Der erste Teil hat mir so gut gefallen, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht.Cover:
Das Cover passt perfekt zu dem des ersten Teils, auch wenn mir dort das Farbspiel besser gefallen hat.Inhalt:
Eric Thorn scheint verschwunden, nur Tessa weiß was passiert ist und hat sich entschlossen Twitter den Rücken zu kehren.Handlung und Thematik:
Die mitreißende und spannende Story über Angststörungen und Popstar-Romance geht in die zweite Runde. Auch diesmal hat die Autorin diese Ängste wieder gut in die Handlung mit eingewoben. Diesmal war es allerdings gefühlt etwas übertrieben und handlungstechnisch nicht ganz so realistisch und authentisch. Die Wendung am Ende hat mich aber doch überrascht.Charaktere:
Tessa kämpft noch immer mit ihren Ängsten, allerdings haben sie nun andere Ausprägungen. Sie wirkte wieder in ihren Handlungen und Gedanken sehr authentisch. Eric machte in diesem Teil eine Wandlung durch, die auch sehr authentisch war. Die Nebencharaktere passten auch gut ins Bild.Schreibstil:
Der Schreibstil war wieder so locker leicht wie im ersten Teil und auch hier gabs wieder Chat-Passagen, was ich sehr schön finde. Allerdings wirkte die Handlung stellenweise etwas erzwungen spannend. Die Wendungen waren überraschend. Für mich war das Finale etwas schwächer als der erste Band, aber dennoch lesenswert.Persönliche Gesamtbewertung:
Konnte nicht ganz mit dem ersten Band mithalten, war aber trotzdem lesenswert.Serien-Reihenfolge:
1. Follow Me Back
2. Tell Me No Lies - Sebastian Fitzek
Das Paket - Das Hörspiel: Sebastian Fitzek - Seine Bestseller als ungekürzte Hörspiele 2
(115)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDas kann man wohl am besten mit undurchschaubar beschreiben. Von der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung da, auch eine Menge Verwirrung, viele Überraschungen und Wendungen. Irgendwann habe ich nicht mehr durchgeblickt, aber auf eine gute Art. Die Geschichte ist temporeich und ändert immer wieder die Richtung. Sehr packend!
16.04.2026
- Clare Mackintosh
Alleine bist du nie
(101)Aktuelle Rezension von: abuelitader Autorin, aber auch das fand ich sehr gut.
Es beginnt mit ganz alltäglichem, eher langweiligen Leben. Die Protagonistin Zoe, geschieden, zusammen mit einem neuen Partner und Ihren zwei erwachsenen Kindern, fährt wie jeden Tag mit der U-Bahn zu ihrer etwas öden Arbeit. Eines Tages entdeckt sie ihr Foto in einer Zeitungsannonce, daneben eine unbekannte Telefonnummer, die dann auch ins „Nichts“ führt. Eine Verwechslung? Zoe fühlt sich beobachtet und wird zunehmend verunsicherter, zumal sie bei der Polizei nicht so richtig ernst genommen wird.
Soweit so gut. Es ist ein eher ruhiger Thriller, der seine Wirkung auch erst nach und nach entwickelt. Sehr gut gezeichnet nicht nur Zoe und Ihre Familie, sondern auch Kelly Swift, die in Ihrem Job bei der Polizei nicht so richtig weiterkommt. Wo sie nun wann gearbeitet hat, ist etwas verwirrend für mich gewesen, braucht es aber auch nicht zum weiteren Verständnis. Es werden immer mehr Spezialeinheiten in London eingerichtet, aber sie wird nie berücksichtigt; gilt sie doch als zu großes Risiko. Warum? Auch das müsst Ihr selber lesen…. 😊
Kursiv geschrieben erfährt der Leser auch einiges vom Täter, der so seine Gedanken und Motive/e nach und nach erzählt. „Ich sehe Dich, aber Du siehst mich nicht. Alleine bist Du nie…..“ Hinweise auf „wer ist das nun“ gibt es allerdings nicht.
Ich fand das sehr gut gemacht – ein bisschen sehr langsam am Anfang, dann aber zunehmend spannend und es braucht für mich auch keine blutrünstigen Killer, viel Gewalt oder Blut.
Auch finde ich das Ende folgerichtig zusammengeführt, auch wenn ich lange selber nicht wusste, was ich denn nun wem glauben soll. Der Hammer ist allerdings der Epilog – das hat mich doch sehr, sehr überrascht.
- Judith Merchant
ATME!
(277)Aktuelle Rezension von: koechlDas Cover wirkt schonmal schlicht und einladend. Es macht mich neugierig. Zusammen mit dem Klappentext bekommt man wirklich Lust, dieses Buch zu lesen. Auf den ersten Seiten wird einem schnell klar, dass dieser Schreibstil nervenaufreibend und extrem schnell ist. Sehr kurze Sätze, Ich-Perspektive und eigentlich kaum bis keine Kapiteleinteilung verstärken den Eindruck.
Man lernt gleich zu Anfang die Hauptfigur Nile kennen. Nile ist ein Nervenbündel. So einen anstrengenden Hauptcharakter habe ich bisher noch nie gehabt. Sie handelt durch die Bank weg impulsiv, unüberlegt und vollkommen hysterisch. Es wollte mir nicht gelingen, eine positive Beziehung zu ihr aufzubauen. Durch das ganze Buch ging sie mir nur auf die Nerven. Ein klein wenig deeskalierend wirkte dagegen Flo. Bens Ex. Aber auch mit ihr wurde ich nicht dauerhaft warm. Bei ihr war es eher ein auf und ab an Sympathie.
Die Handlung entpuppte sich dafür als Pageturner. Man wollte einfach wissen, wie es weiter geht, was mit Ben passiert ist. So kam dieses Ende auch sehr unerwartet - unerwartet offen. Ich habe es 3x gelesen und bin nicht draus schlau geworden.
Auch wenn ich 3 Sterne gebe, kann ich das Buch aus meiner Sicht nicht wirklich empfehlen. 2 Sterne wären wegen des Covers und des Spannungsaufbaus einfach zu wenig und unfair. Drei Sterne halte ich für gerechtfertigt, mehr geht beim besten Willen nicht. - Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Ursula Poznanski
VANITAS - Grau wie Asche
(293)Aktuelle Rezension von: KirstenHaAlle drei Bände der "Vanitas"-Reihe von Ursula Poznanski sind so fesselnd geschrieben, als würde man sie selbst miterleben. Schon in der Mitte des ersten Bandes meinte ich, mich auf dem Wiener Zentralfriedhof genau auszukennen. Und dort warten ja einige Geheimnisse ... Die ständige Spannung, die die Autorin schafft, ist wirklich beeindruckend. Es ist sinnvoll, bei Band 1 einzusteigen - aber dann muss man sie einfach alle drei lesen! Unbedingt empfehlenswert.
- Michael Tsokos
Der Totenleser
(125)Aktuelle Rezension von: HoldenWeitere Fälle aus der Rechtsmedizin, begleitet von erklärenden Einschüben des bekanntesten deutschen Gerichtsmediziners. Erneut legt Tsokos die hanebüchenen "Ermittlungsmethoden" der Rechtsmediziner in Tatort, CSI usw. offen, die über eine Fußsohle streichen und die Todeszeit bis auf 5 Minuten festlegen können. Die meisten vermeintlichen unklaren Todesfälle stellen sich als Suizide und nicht als Tötungsdelikte heraus, wenn auch mitunter in sehr durchdachter und verblüffender Begehungsweise. Ein Buch, das jedem Krimiautor ans Herz gelegen sei.
- Michael Tsokos
Abgefackelt
(228)Aktuelle Rezension von: sbalunziaGrundsätzlich fand ich das Buch nicht schlecht. Die kurzen Kapitel machten das Lesen einfach. Auch die medizinischen Aspekte, wie z. B. die Obduktion, waren sehr interessant. Ich finde nicht, dass sie zu detailliert beschrieben waren – vor allem, wenn man weiss, wer der Autor ist. Sehr gut fand ich auch, dass in der Danksagung erwähnt wurde, inwiefern sich einige Teile des Buches an wahren Begebenheiten orientieren.
Trotz dieser positiven Punkte wurde ich mit dem Buch nicht warm. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Velleicht am Schreibstil des Autors oder daran, dass mir das gewisse Etwas fehlte. Das Ende und die letzte grosse Szene davor fand ich zwar gut, mir war es aber etwas zu viel.
- Erin Kelly
Vier.Zwei.Eins.
(196)Aktuelle Rezension von: mariposa27Das Buch braucht etwas, um wirklich beim Leser anzulaufen. Das liegt nicht zuletzt an der Erzählweise, denn "Vier.Zwei.Eins." wird aus zwei Sichten und zusätzlich noch auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da Lauras und zum anderen Kits Erzählsicht. Laura erzählt sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit.
Sobald die Erzählstränge zusammen laufen, steigt auch die Spannung der Geschehnisse. Er geht um eine unaufgeklärte Vergewaltigung, um Misstrauen, neue Freundschaften, Angstzustände, Unsicherheiten und doch aber auch um eine ganz eigene Interpreation von Liebe und Zuneigung.
Es sind vier Menschen, deren Charakterzüge recht gut eingefangen wurden, die sich im Leben durchkämpfen und individuell ganz liebenswert sind. Hin und wieder fragt man sich als Leser warum bestimmte Taten nötig sind. Doch es entblättert sich nach und nach und zur Mitte des Buchs befindet man sich auf der Geraden und wird das Buch nicht mehr zur Seite legen können. Am Ende wird man sich mit dem Begriff "Egoismus" näher beschäftigen müssen. Eine in den kindlichen Tagen wichtige Eigenschaft und deren Auswirkungen, wenn man zu lange daran festhält... - Tanja Hanika
Zwietracht – Mörderische Freundschaft
(16)Aktuelle Rezension von: MynaKaltschneeAm 8. September 2o16 kam der neuste Horrorroman von Tanja Hanika heraus – und sie war so lieb, mir ein Rezensionsexemplar zu schicken. Ich habe mich riesig darüber gefreut, vielen Dank an dieser Stelle.
In der Geschichte geht es um die erfolgreiche Horrorautorin Lina, die einen Bestseller gelandet hat und nun aber in einer Schreibblockade steckt. Um diese zu überwinden, fährt sie mit ihrer besten Freundin Millie in eine Waldhütte an einem See. Dort möchte sie sich in Ruhe ihrem neuem Romanprojekt widmen, während Millie ihrem Hobby Fotografie nachgeht. Doch Millie verhält sich zunehmend komischer und Lina bekommt es mit der Angst zu tun. Was, wenn ihre beste Freundin neidisch auf sie ist und versucht, sie umzubringen?
Die Geschichte ist zunächst aus Linas Perspektive erzählt. Später, an einer SEHR spannenden Stelle, wechselt die Perspektive zu Millie und der Anfang der Geschichte wird noch einmal aus ihrer Sichtweise erzählt. Dadurch ergeben sich viele Wendungen und Überraschungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat, was die Sache extrem interessant und fesselnd macht. Am Schluss wird abwechselnd aus Millies und Linas Perspektive berichtet. Mir haben diese Wechsel zwischen den beiden Sichtweisen sehr gefallen. Es hat zum einen einiges erklärt, auf der anderen Seite aber auch wieder neue Fragen aufgeworfen. Außerdem stellte man sich die ganze Zeit über die Frage: Was geschieht hier? Dass es in der Hütte nämlich nicht mit rechten Dingen zugeht, merkt man relativ schnell.
Die Geschichte passt super zu unserem momentanen Herbstwetter. Wenn draußen die Nebelschwaden wabern und der Regen gegen die Fensterscheibe prasselt, sollte man sich eine Tasse Tee und eine warme Decke schnappen und dieses Buch lesen. Deswegen wollte ich es auch unbedingt noch im Oktober rezensieren – denn die Empfehlung passt einfach perfekt in dieses Jahreszeit! Außerdem steht Halloween bevor und wie könnte man das schöner verbringen als mit ein paar gruseligen Lesestunden? Da das Buch nicht so dick ist, kann man es durchaus schaffen, es an einem Tag bzw. Abend/Nacht zu lesen. Ich habe zwar etwas länger dafür gebraucht, aber ich bin auch eine extrem langsame Leserin ;-)
Tanja Hanika ist ein spannender Horrorroman gelungen, der mir beim Lesen immer wieder ein “Ach du scheiße!” oder “Oh je!” entlockt hat. An manchen Stellen habe ich richtig Gänsehaut bekommen. Unheimliche Geräusche, seltsame Vorkommnisse, Geheimnisse, die erst spät gelüftet haben – all das hält die Spannung aufrecht. Es sind kleine Details, die den Roman gruselig machen. Ein Kratzen am Boden, eine verschlossene Tür ohne Schlüssel, Veränderung im Verhalten der Protagonisten, ein defektes Auto, wage Warnungen von Anwohnern … all das führt dazu, dass man den Verdacht bekommt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Aber bis zum Schluss weiß man nicht, was genau hier vor sich geht. Dieser hat es übrigens wirklich in sich und wer meine Rezensionen liest und kennt, weiß, dass mir ein guter Schluss sehr wichtig ist. Dieses Buch hat einen guten Schluss und der abschließende Epilog setzt diesem noch das Sahnehäubchen auf. Mit einem “guten Schluss” meine ich allerdings nicht unbedingt ein “Happy End”, sondern einfach ein Schluss, der in sich stimmig ist und den Leser befriedigt das Buch zuschlagen lässt.
Für mich ganz klar fünf Herzchen und ein DICKES Kompliment an die Autorin!
- Felix A. Münter
Prepper
(32)Aktuelle Rezension von: 4petraMan hat schon oft von Preppern gehört, die sich auf einen weltweiten Zusammenbruch vorbereiten, indem sie nützliche Dinge und Nahrung in Bunkern horten. Doch was geschieht, wenn die Apokalypse tatsächlich kommt? All die, die nicht vorgesorgt haben und Mangel leiden, machen sich auf die Suche nach den Lagern der Prepper. Einer dieser Schatzsucher ist Doran, der von einem Sterbenden Karten, Notizen und ein Buch über Prepper-Lager bekommt und sich daraufhin mit seiner Bulldogge auf eine Schnitzeljagd durch ein postapokalyptisches und feindseliges Land begibt, in dem nur der Stärkste überlebt.
Mir gefällt der flotte Schreibstil von Felix A. Münter sehr gut, da in seinen Büchern nie Langeweile aufkommt und eine Actionszene die andere jagt. So war es auch hier, doch hätte ich mir manchmal gewünscht, wenn er sich Zeit genommen hätte für eine Beschreibung der Anfangszeit nach der Krise und auch der Charaktere von Dorans Weggefährten. Ich tauche gerne ab ein Buch, lerne die Protagonisten gut kennen und erlebe mit ihnen die Abenteuer. Hier war aber bereits nach einem kurzen Kennenlernen das Buch schon zu Ende.
Die Wendungen und vor allem den Schluss fand ich genial. Und was kann man von einem Buch denn Besseres sagen, als dass es viel zu kurz war!?
- Sebastian Fitzek
Der Nachbar
(73)Aktuelle Rezension von: MelinaBuecherMit „Der Nachbar“ beweist Sebastian Fitzek einmal mehr, warum er zu den bekanntesten Thrillerautoren Deutschlands zählt. Das Hörbuch zieht einen von der ersten Minute an in eine beklemmende Atmosphäre voller Misstrauen und Geheimnisse.
Besonders spannend ist, wie der Autor mit den Ängsten spielt, die jeder kennt: Wie gut kennen wir eigentlich unsere Nachbarn oder die Menschen, denen wir vertrauen?
Das Hörbuch lebt vor allem von seinem hohen Spannungsniveau. Die Handlung ist rasend schnell, die Kapitel enden oft mit kleinen Cliffhangern und sorgen dafür, dass man unbedingt weiterhören möchte. Auch die psychologischen Elemente sind stark und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und mir schlaflose Nächte.
Der Sprecher transportiert die düstere Stimmung hervorragend und schafft es, die Unsicherheit und Verzweiflung der Figuren glaubwürdig zu machen. Dadurch wirkt die Geschichte noch intensiver.
Gerade wenn man glaubt, die Wahrheit zu kennen, folgt die nächste überraschende Wendung. Ist das der mysteriöse Fitzek-Effekt? Das Ende ist schockierend, clever konstruiert und bleibt noch lange im Kopf.
„Der Nachbar“ ist ein packender Psychothriller voller Spannung, dunkler Geheimnisse und unerwarteter Enthüllungen. Für Fans von nervenaufreibenden Hörbüchern und psychologischen Thrillern ist dieses Werk definitiv eine Empfehlung.























