Bücher mit dem Tag "patchworkfamilie"
50 Bücher
- Kerstin Gier
Silber - Das erste Buch der Träume
(7.471)Aktuelle Rezension von: IgniswingEine wirklich tolle Geschichte die ich immer wieder gerne lese oder höre. Es verliert nie die Leichtigkeit und Witz und ist trotzdem spannend und macht neugierig. Liv Silber ist erst 15 und ich finde es toll, dass man das auch merkt.
Was mich in vielen Jugendbücher heutzutage stört, ist dass man mit 15 oder jünger plötzlich bereits die Welt retten muss, super dramatische Handlungen bekommt und oft so viel klüger als die Erwachsenen ist. Und dann auch oft bereits "so erwachsen" sein soll. In diesem Buch findet Liv erst heraus, dass die Liebe vielleicht doch nicht so doof ist, wie sie gedacht hat. Ihre Gedanken sind nicht hochkomplex oder feinstes literarisches Meisterwerkt, schließlich denk keine 15-jährige so, aber dennoch ist es wunderschön geschrieben und wirklich toll zum lesen. Kompliment an Kerstin Gier hier den, aus meiner Sicht, Balance-Akt zu halten.
Die Silber-Triologie sind Bücher die ich immer wieder gerne lese oder mir das (sehr gelungene) Hörbuch anhöre.
Absolute Empfehlung für Jung und Alt
- Kerstin Gier
Silber - Das zweite Buch der Träume
(4.662)Aktuelle Rezension von: IgniswingNormalerweise erwarte ich mir nicht viel von einem zweiten Band. Besonders bei einer Triologie.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass mir der zweite Band eher selten gefällt.Hier trifft diese These überhaupt nicht zu.
Tatsächlich würde ich sogar sagen, ist der zweite Band mein Lieblingsbuch der Trilogie.Ich mag die Handlung und was inhaltlich passiert. Auch die Dynamik der Charaktere miteinander ist toll geschrieben.
Besonders Grayson mag ich in diesem Buch.
*SPOILER*
Das einzige was ich schade finde, ist dass Jasper nicht dabei ist.
Er hat der Gruppe irgendwie etwas gegeben, was mir fehlt.*SPOILER FÜR BAND 3*
Vor allem, da er im dritten Band zwar zurück kommt, aber trotzdem vergleichsweise wenig vorkommt. - Colleen Hoover
Weil ich Will liebe
(2.318)Aktuelle Rezension von: annalogDie Weitererzählung von Will & Lakens Liebesgeschichte hat mich genauso berührt wie Band 1, allerdings fand ich manche Reaktion etwas unreif und dadurch gab es zu wenig Charakterentwicklung für 5 Sterne. Rotz und Wasser wurde dennoch geheult ✔️
Es gibt wirklich tolle Nebencharaktere! Würde sehr gerne in die Nachbarschaft ziehen.
- Colleen Hoover
Summer of Hearts and Souls
(516)Aktuelle Rezension von: LandiEin typischer Hoover Roman. Fans wird die Geschichte ebenso gefallen wie mir.
Denn 1 Punkt Abzug gibt es für die überspitzten, unglaubwürdigen Charaktere. Ich will das an dieser Stelle mal vertiefen, weil leider viele, vor allem amerikanische Autoren, unter diesem Phänomen leiden. Warum muss es immer super gut aussehend, super reich, super tragisch oder wie in diesem Fall super arm sein? Und wenn doch, warum machen sich die Autoren nicht wenigstens die Mühe, die geschaffene Fiction glaubwürdig auszuarbeiten?
Wer während seiner gesamten Kindheit bettelarm war, hatte bestimmt kein Geld den Führerschein zu machen. Die Person hatte im Landesinneren aller Wahrtscheinlickeit nach auch nie die Möglichkeit schwimmen zu lernen und entwickelt als ständig hungernde Person, viel eher eine Schwäche für natürliche, nahrhafte Lebensmittel, als für Eiscreme oder Chips. Und sie setzt sich ganz sicher nicht zu einem TV-Marathon hin, wo sie vorher noch nicht mal einen Fernseher besessen hat. Es stört, wenn solche Details übersehen werden. - Anne Freytag
Den Mund voll ungesagter Dinge
(700)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraDas Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension.
Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen.
„Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.
Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.
Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.
Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.
Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.
Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.
Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.
- Rose Snow
17, Das dritte Buch der Erinnerung
(239)Aktuelle Rezension von: ClaudinchenJo und Finn verbringen ihre Ferien in Mallorca und trainieren Jo's Selbstverteidigungsfähigkeiten.
Sie sind schon fast wie Geschwister.
Adrian versucht seit ihrem Kuss mit Jo zu reden, nur Jo ignoriert seine Nachrichten.
Jo versucht seit diesem Kuss, weiter nach dem Schlüssel zu Suchen.
Als Sie einige Hinweise zusammen, wird Sie von der Jägerschaft gefasst.
Ab da geht es Schlag auf Schlag.
Wer mehr wissen will, muss es selbst lesen.
- TJ Klune
Die unerhörte Reise der Familie Lawson
(181)Aktuelle Rezension von: Buecherwyrm98Ein leicht sadistischer Pflegeroboter, ein kleiner ängstlicher Staubsauger, ein erfinderischer Android namens Giovanni und dessen menschlicher Sohn Victor sind die Hauptpersonen dieses Buches von T.J. Klune. Die Handlung ist schnell erzählt: Familie Lawson lebt glücklich auf einer Lichtung im Wald - bis Victor eines Tages dem Androiden Tom begegnet. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Kraft, in dessen Zuge Giovanni von seiner Vergangenheit eingeholt und entführt wird. Um ihn zu retten bricht der Rest der Familie zu einer abenteuerlichen Reise auf, auf der vor allem Victor viel über sich selbst lernt.
Auch in diesem Roman setzt der Autor wieder auf liebenswerte Charaktere und viele Emotionen. Trotz der teilweise schweren Themen fehlt es der Geschichte nie an Humor und ist so wieder ein meisterhafter Feel-Good-Roman entstanden, bei dem natürlich auch eine kleine queere Liebesgeschichte nicht fehlen darf.
- Leila Sales
This Song Will Save Your Life
(198)Aktuelle Rezension von: MommeetsbooksDas Buch zeigt einem wie schwierig es ist als Jugendlicher sich selbst zu finden und man auch echt schwere Zeiten durch machen muss . Leider hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil und habe erst nach 2/3 so richtig ins Buch reingefunden Davor hat mir der „ Sogfaktor“ gefehlt . Vielleicht lag es auch daran , dass ich keine Verbindung zu Elise aufbauen konnte .
Aber trotzdem kann ich es empfehlen, vorallem Jugendlichen . - Dani Atkins
Sag ihr, ich war bei den Sternen
(288)Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene⭐ Absolutes Jahreshighlight für mich.
❤️ Eine Geschichte, die mich tief berührt hat.
🎢 Eine emotionale Achterbahnfahrt mit Wut, Trauer, Liebe, Schmerz, Verrat und Hass.
🥺 Mit den Charakteren habe ich stark mitgelitten.
🌸 Maddie habe ich sofort in mein Herz geschlossen – ihre liebevolle Art ist einfach besonders.
💔 Sie musste so viel durchstehen und sich ihrem neuen Leben stellen.
😠 Ryan konnte ich lange Zeit nur hassen und verabscheuen.
🤔 Die Geschichte hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht, wie mein eigener Mann in einer solchen Situation gehandelt hätte.
✨ Das Buch steckt voller bewegender und beinahe wundersamer Momente.
📖 Das Ende kam anders als erwartet, konnte mich aber trotzdem sehr berühren.
💙 Eine Geschichte, die noch lange nach dem Lesen nachhallt.
- Alina Bronsky
Der Zopf meiner Großmutter
(190)Aktuelle Rezension von: frischelandluftIch finde es immer wieder toll, wie Alina Bronsky es schafft, dass man im Laufe einer Geschichte Sympathie für unsympathische und kauzige Menschen empfindet. Ihre Romane sind für mich Plädoyers gegen Vorurteile und Verurteilung, sie lehrt genauer hinzusehen und die Geschichte hinter den Menschen wahrzunehmen. Ich mag ihre Romane sehr, die Plots sind eher ruhig und voller Alltag, aber fulminant ausgefüllt mit ungewöhnlichen Charakteren, die einem im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen. Hier sind es ein 10jähriger Junge, der völlig unterschätzt wird, seine Großmutter, deren übermäßige Fürsorge teilweise in Kindesmisshandlung übergeht, ein loyaler Großvater, der seinen eigenen Weg geht und eine weitere Frau, die an der Menage-a-Trois fast zerbricht. Mit viel Komik, Feingefühl und Respekt wird die in Teilen traurige und tragische Geschichte aus der Perspektive des Enkels erzählt. Unbedingt lesenswert.
- Sarah Kuttner
Kurt
(289)Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemausKURTSarah KuttnerET: 13.03.19
„Trauer kann einen verschwinden lassen, bis man nicht mehr zurückfindet.“ (S. 170)
Lena ist mit dem großen Kurt nach Brandenburg gezogen – wegen seines kleinen Kurts, der eigentlich bei seiner Mutter Jana lebt. Ihren großen Kurt konnte sie nur mit seinem kleinen Kurt haben, das wusste sie von Anfang an. Jetzt lebt sie mal mit einem und mal mit zwei Kurts in einem Haus, das dringend renoviert werden muss.
Die Welt bleibt keine Sekunde stehen, als der kleine Kurt einen tragischen Unfall hat und stirbt. Der große Kurt trauert und fühlt sich in dieser schrecklichen Situation seiner Ex-Frau näher als Lena, die den kleinen Kurt immerhin zwei Drittel seines sechsjährigen Lebens begleitet hat – und selbst genauso trauert, auch wenn es oft keinen Raum dafür gibt.Was für ein intensives Buch. Sarah Kuttner schreibt leicht, fast beiläufig und gleichzeitig so treffend, dass es direkt unter die Haut geht. Dieser leise Humor, der immer wieder durchblitzt, steht im starken Kontrast zu der tiefen Trauer – und genau das macht das Buch so besonders.
Eine Geschichte über Verlust, über das Auseinanderdriften und Zusammenhalten, über eine Patchwork-Familie, der das Leben einen unfassbar harten Schlag versetzt.
Fazit:
Ein Buch über Trauerbewältigung und eine andere Art von Liebesgeschichte. Ganz große Leseempfehlung
🖤🖤🖤🖤🖤+/5 (Heute gibt es traurige Herzchen und keine Lesemäuse)
- Susanne Fröhlich
Getraut
(78)Aktuelle Rezension von: Mo_Na2In „Getraut“ dreht sich alles um die geplante Hochzeit von Andreas Ex-Schwiegervater Rudi und dessen neuer Partnerin Irene. Natürlich ist Andrea Schnidt mitten im Geschehen – wie immer mit viel Humor, scharfer Beobachtung und einem Hauch Chaos. Es geht um neue Freundschaften, Kennenlernen, täuschen, aber auch ernste Themen wie due Demenz ihrer Mutter. Due einzelnen kleinen Episoden sorgen für viele lebendige Alltagsmomente.
Das Buch liest sich super: locker, unterhaltsam und mit kurzen Kapiteln, die ideal für zwischendurch sind. Man muss die vorherigen Bücher nicht gelesen haben, um mitzukommen – alles Wichtige wird verständlich erklärt.
Einige Themen wie zB das neue Paar Mo und Ragnhild oder das geplante Café „Taubenschlag“ hätten ruhig noch weiter ausgeführt werden können – hier hätte ich mir einen Blick in die Zukunft gewünscht. Vielleicht kommt da ja noch was? Die Geschichte hätte auf jeden Fall Potenzial für eine Fortsetzung.
Fazit: Ein humorvoller, alltagsnaher Roman, der Spaß macht – mit kleinen Abstrichen beim Tiefgang einzelner Nebenfiguren. - Ilke S. Prick
Vergissmeinnicht war gestern
(30)Aktuelle Rezension von: BambisusuuDer Liebesroman "Vergissmeinnicht war gestern" wurde von der deutschen Autorin "Ilke S. Prick" geschrieben und ist 2016 im "Insel Verlag" erschienen.
Marieke , Mitte vierzig, hat sich ein perfektes Leben mit einer glücklichen Beziehung erhofft. Doch als ihr langjähriger Freund Jochen sie wegen einer jungen Frau verlässt, muss Marieke ihr Leben komplett umkrempeln. Plötzlich steht sie mit 17 Umzugskartons in einer fremden Wohnung und das ganz alleine. So hatte Marieke sich das nicht vorgestellt. Mit Hilfe ihrer Schwester und ihrer besten Freundin sortiert sie ihr Leben neu. Außerdem findet sie Freude an einem namenlosen Hund und bekommt tatkräftige Unterstützung von ihrer Hausgemeinschaft. Marieke blüht auf, was auch ihrem Ex nicht unbemerkt bleibt...
Die Autorin gestaltet diesen Roman mit viel Freude und Unterhaltung. Durch die netten Charaktere und den lustigen Situationen gelingt es ihr eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Somit hatte ich beim Lesen viel Freude. Um den Titel gerecht zu werden, hat die Autorin die Überschriften der einzelnen Kapitel mit Blumennamen bezeichnet, was ich ganz niedlich gewählt finde.
Mariekes Leben wird in diesem Buch in vollen Zügen geschildert und zeigt das Auf und Ab ihrer Gefühle. Als Leser taucht man gerne in ihre emotionale Lage und schaut gerne dabei zu, wie sie ihr Leben nach ihrer Vergangenheit meistert. Marieke ist eine liebevolle Person und weist authentische Stärken und Macken auf. Somit gewinnt die Handlung an Sympathie. Ihre manchmal doch chaotische Art sorgt für gute Stimmung und bringt einen zum Schmunzeln. Trotzdem versucht Marieke ihr Leben so gut es geht auf Vordermann zu bringen und lernt dadurch nette Menschen kennen.
Im Laufe der Geschichte sieht man gespannt, wie aus Marieke eine starke und selbstbewusste Frau wird. Denn sie kann sehr wohl auf ihren eigenen Füßen stehen. Damit hat ihr Ex-Freund Jochen nicht gerechnet und ist selbst ganz überwältigt. Doch nichts bringt sie vom richtigen Weg ab und meistert ihr Leben grandios.
Mariekes authentische Art macht sie liebenswürdig, denn jeder hat seine Macken. Ilke S. Prick schafft es mit Witz und Charme eine realistische, nachdenkliche, aber auch humorvolle Geschichte zu schreiben und weckt in mir eine entspannte Atmosphäre!
- Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(163)Aktuelle Rezension von: SabrrinaHercule Poirot verbringt seinen Urlaub auf einer Ferieninsel. Doch natürlich bleibt es nicht lange ruhig: Eine weitere Hotelgästin, eine ehemalige Schauspielerin, wird ermordet. Und so findet sich Poirot kurzerhand mitten in den Ermittlungen wieder. Wer hatte ein Motiv und wer von den Hotelgästen könnte für den Mord verantwortlich sein?
Tja, was soll ich sagen? Wieder ein angenehmer und gelungener Poirot-Fall. Da ich mich beim Lesen selbst im Urlaub befunden habe, hat das Setting natürlich recht gut gepasst. Es gibt wieder einige Charaktere, bei denen man sich als Leser fragt, ob sie etwas zu verbergen haben und welche Rolle sie tatsächlich in der Geschichte spielen. Genau dieses Rätselraten hat für mich wieder einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausgemacht.
Es ist zwar kein neuer Lieblingsfall für mich, aber insgesamt einfach ein guter und unterhaltsamer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe. Gerade bei den Poirot-Bänden mag ich inzwischen auch dieses vertraute Gefühl: ein Kreis an Verdächtigen, ein Mord und Poirot, der versucht, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Kein Highlight der Reihe, aber definitiv ein weiterer Fall, den ich gerne gelesen habe.
- Sarah Alderson
Meine liebe Familie
(62)Aktuelle Rezension von: LidenBUCH
review
Datum
22.01.2026 (8)
Genre des Buches:
Whodunit Thriller
Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches ?
Lügen - Trust Nobody
Mein Fazit zu diesem 📗
Ein Thriller, der sich schnell weggelesen
hat. Kurze Kapitel, eine durchgehende
Spannung und einige, unerwartete
Wendungen. Auch wenn ich ab dem
letzten Drittel wusste, worauf es
hinausläuft, war es bis zum Schluss
unterhaltsam. Man selbst stellt sich die
Frage, ob die unbequeme Wahrheit
doch nicht immer am längsten währt im
Gegensatz zu einem Leben voller
Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:
Ava führt ein sorgenfreies Leben : 2 wunderbare Töchter und ein Leben im Saus und Braus. Doch dann werden sie Opfer eines geplanten Einbruches, welches ihr Leben auf den Kopf stellt.
Sie und ihre jüngste Tochter landen im Krankenhaus. Wer hat es auf die Familie abgesehen ? Warum schweigt ihr Mann ? Wem kannst du trauen, wenn dein Leben selbst auf lügen basiert ?
- Kody Keplinger
Lemon Summer
(93)Aktuelle Rezension von: conziiiiiiiIch habe das Buch in einem Atemzug durchgelesen und wurde zu Tränen gerührt. Für mich hat das Buch einen tollen, klaren und lockeren Schreibstil und ist sehr emotional. Ich habe mitgefiebert und -gelitten. Kody Keplingers Bücher haben mich bisher noch nie enttäuscht. Ich kann es jedem klar empfehlen.
- Dieter Schwab
Familienrecht
(5)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Familenrechtslehrbuch aus der bekannten Reihe der Jurabücher, die mir eigentlich immer am besten gefallen hat. Die wenigen Fragestellungen, die für den Pflichtfachbereich wesentlich sind (Schlüsselgewalt, Scheidung, Besitzverhältnisse), werden behandelt, an zahlreichen Stellen scheint der Autor seine Meinung für vorzugswürdig gegenüber dem BGH zu halten, ansonsten für die Wahlfächler oder für den Fachanwaltskurs interessant. Und sind das nicht ganz überwiegend die weiblichen Kollegen mit dem familiären Touch? Ich glaube schon... - SUSAN MALLERY
Was lange liebt, wird endlich gut
(28)Aktuelle Rezension von: ramona_liestIn diesem Buch geht es um die drei Freundinnen Gabriella, Nicole und Hayley und den ganz normalen Wahnsinn namens Alltag! Während Gabriella mit ihrem Ehemann Zwillinge großzieht und sich auch um Stieftochter Makayla kümmert, ist Nicole geschieden und versteht nicht, wie ihr Exmann sich so wenig um ihren gemeinsamen Sohn Tyler kümmern kann. Hayley träumt vom Familienglück und wünscht sich sehnlichst ein Baby, erkennt aber nicht, dass sie deswegen sich selbst und ihre Ehe in Gefahr bringt.
Jede der drei Frauen findet sich in einer lebensverändernden Situation wieder und hat ihren ganz eigenen Weg damit fertig zu werden. Eine große Nähe konnte ich zu den Protagonistinnen nicht aufbauen, weil das meiste mir fremd war. Die Botschaft im Buch ist aber umso deutlicher: Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind wichtig und Blut ist nicht immer dicker als Wasser! - Frieda Lamberti
Weiße Nougat Küsse
(21)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin wunder schöner Roman. Ich habe ihn super schnell verschlungen. Er ist toll geschrieben und ich war ganz schnell in der Geschichte drin. Es geht um die Wurzeln von Val. Ihre Welt scheint zu zerbrechen, aber auch wenn alles erst einmal schlimm ist, so klärt es sich und ich muss zugeben mit dem Romanende hätte ich nicht gerechnet. Frieda Lambert ist wieder ein wunderschöner ans Herz gehender Roman gelungen. Mir gefällt ihr Schreibstil. Ich hoffe es folgen noch viele solcher schönen Romane.
- Anja Fröhlich
Alles Easy
(21)Aktuelle Rezension von: gletscherwoelfchenIsabell lebt mit ihrer Mutter in Berlin und möchte in den Sommerferien ihren Vater in Köln besuchen. Während der Zugfahrt lernt sie den gleichaltrigen Jamie kennen. Beide verstehen sich toll und freunden sich schon bald an. Doch am Bahnhof erwartet sie eine große Überraschung: Jamies Mutter Annette ist die neue Freundin von Isabells Vater!
Schnell beschließen die beiden, alles daran zu setzen, die beiden wieder auseinander zu bringen. So eine Patchworkfamilie kann doch nicht funktionieren - oder etwa doch?
Das Cover des Buches gemeinsam mit dem tollen Titel finde ich wunderbar gewählt. Es wirkt sehr peppig, modern und macht auf jeden Fall neugierig auf mehr.Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenso gut gefallen. Er ist wirklich unterhaltsam, flüssig und bringt eine Menge Schwung in die sowieso schon turbulente Geschichte.
Auch diese konnte mich überzeugen.
Ich finde die wichtigen und vor allem aktuellen Themen Scheidung und Patchwork wunderbar rübergebracht. Verpackt in eine authentische und oftmals auch für den ein oder anderen Schmunzler sorgende Geschichte kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich viele jugendliche Leser damit identifizieren werden können.Dazu beigetragen hat auch die tolle Protagonistin Easy/Isabell.
Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und gibt dabei einen weitreichenden Einblick in ihre Gefühle und Emotionen während der turbulenten Ereignisse. Dies tut sie auf eine sehr ehrlich und authentisch wirkende Weise, wodurch sie mir sehr sympathisch erschienen ist.Nette Extras waren für mich einige liebevolle Details wie beispielsweise kleinere Illustrationen oder veränderte Schriftarten, die alles noch einmal schön abgerundet haben.
Alles in einem würde ich das Buch nicht nur jugendlichen Lesern empfehlen, die sich kürzlich mit dem Thema Scheidung beschäftigen mussten, sondern auch denen, die Interesse an einer realistischen und authentischen Alltagsgeschichte mit tollen Charakteren haben. Mich konnte "Alles Easy" voll und ganz überzeugen - es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich diese schwungvolle Geschichte gelesen habe!
5/5 Sterne - Doris Knecht
weg
(3)Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedelsHeidi schämt sich, dass sie ihrer Tochter den Vater vor zwanzig Jahren genommen hat, und dass sie nicht stark, gelassen genug war und, das war das Schlimmste, nicht zuversichtlich genug. Denn Charlotte hat psychische Probleme von klein auf. Bereits kurz nach ihrer Geburt hat sich Heidi von Georg, dem Vater, getrennt. Eine Schnapsidee war das von ihr, nach Wien zum Studieren zu gehen. Das Kind, Lotti, ist ihr von der österreichischen Liaison geblieben. Doch nun ist Lotti untergetaucht. Die Spur führt zunächst nach Thailand. Und weil sie unsicher ist und eigentlich sowieso noch nie alleine verreiste, schon gar nicht in ein exotisches Land, bietet sich Georg an, sie zu begleiten. Zunächst traut sie sich nicht einmal in ein Restaurant jenseits der Straße. Aber mit der Zeit wächst sie, mit Georgs Zuspruch, über sich hinaus. Sie müssen Lotti gemeinsam retten, egal wie weit sie auf Asiens staubigen Straßen reisen müssen.
"Na, dann polier dir ruhig deine Illusionen, mögen sie lang frisch aussehen und glänzen.", sagt eine andere Mutter im Roman zu ihrer Tochter, um ihr den Umzug aufs Land auszureden. Phantastische Sätze, wie dieser, schmücken den gelungenen Roman. Es geht um verpatzte Chancen, Zweifel an der Elternschaft, geplatzte Träume, aber vor allem um eine Frau in mittleren Jahren, die sich endlich aus ihrem konservativen Korsett befreit. - Brooke Harris
Alles beginnt mit dir
(15)Aktuelle Rezension von: Alexa-TimIch habe das Buch nicht oft gesehen, aber wenn ich es gesehen habe wurde nur positiv darüber geschrieben. Der Klappentext hat mich gleich gefesselt und ich wusste ich MUSS dieses Buch haben.
Es geht um Kayla. Bei ihr wird Krebs diagnostiziert. Und es beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, gegen die Krankheit. Ihre Mutter, sowie ihr Vater und dessen Frau und seine 2.Tochter rücken näher zusammen. Jeder muss auf seine Weise mit der Diagnose umgehen und was es bedeutet.
Es beginnt schon sehr, sehr, sehr emotional. Toller Schreibstil der mich zum sofortigen Weiterlesen bewogen hatte. Auch die Spannung war da, wie sie es erfahren und wie sie es Kayla erzählen. Welche Emotionen und Gefühle ihre Familie hatte fand ich nicht nur sehr emotional, sondern konnte es auch sehr nachvollziehen. Die Charaktere haben mir sehr gefallen. Jeder hatte sein eigenes Ich, sein eigenes Leben und nun wurde alles auf den Kopf gestellt. Mir ist über das ganze Buch Kayla so sehr ans Herz gewachsen.
Die letzten 200 Seiten konnte ich nur noch durchsuchten. Musste aber immer wieder pausieren und die Tränchen wegwischen. Ich habe noch nie bei einem Buch so dermaßen geweint. Dabei bin ich eigentlich nicht so nahe am Wasser gebaut. Aber der Roman von Brooke Harris hat mich komplett umgehauen. Positiv natürlich.
Fazit:
Ich kann das Buch nur empfehlen! Es ist sehr spannend. Sehr emotional und gefühlvoll. Traurig. Und bleibt im Kopf.
Leute! Liest das Buch und legt euch Taschentücher bereit!
5+/5 Sterne. Definitiv ein Jahreshighlight bei mir. - Julia Rösner
Klingende Saiten
(2)Aktuelle Rezension von: Susanne_J._BeisteinerSiehe auch mein Video auf Youtube
Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten und voraussichtlich auch letzten Teil der Denisa-Reihe, die aus “Licht im Nebel”, “Die letzte Seite” und “Klingende Saiten” besteht.
Denisa hat sich nach dem Begräbnis von Mias Vater von ihrer Freundin verabschiedet, um den Geheimnissen ihrer eigenen Familie auf die Spur zu kommen, die inzwischen nur noch aus ihrem völlig fremden Vater besteht. Nach der ersten Kontaktaufnahme spürt Denisa sofort, dass ihr Vater Theo froh ist, sie kennenzulernen, doch seine neue Familie scheint etwas zu verbergen. Was ist es, und warum verhält sich Theo immer wieder so seltsam? Denisa muss die Wahrheit ertragen lernen, und die zarten und Geborgenheit spendenden Gefühle einer neu entbrennenden Liebe helfen ihr dabei.
Die Denisa-Reihe beginnt in der Weihnachtszeit mit Teil eins, entwickelt sich im anbrechenden Frühling mit der Krankheit von Mias Vater in Teil zwei in eine komplett neue Richtung weiter und dreht sich nun, nachdem es Sommer geworden ist, wieder ganz um Denisa. Sie reist durchs halbe Land, in einen kleinen Ort, in dem sie laut Internetrecherche ihren Vater Theo vermutet. Blühende, wuchernde Natur umgibt uns in diesem Teil ebenso wie eine gemütliche Dorfatmosphäre und die Idylle eines typisch italienischen Restaurants.
Denisa wirkt auf mich in diesem Abschnitt der Geschichte viel gelöster und offener als zuvor, was sicher an den vielen Erlebnissen liegt, die sie seit dem Tod ihrer Oma bereits hinter sich hat und die sie aus ihrem Alltagstrott herausgeholt haben und ihr gezeigt haben, dass das Leben noch viel mehr zu bieten hat. Doch die Suche nach ihrem Vater ist für Denisa mehr als nur der Versuch, einen Menschen kennenzulernen, der für sie Familie sein könnte. Sie versucht dabei auch, herauszufinden, wer sie selbst ist, und was sie über ihre Oma denken soll, die ihr nie von ihrem Vater und nur wenig von ihrer Mutter erzählt hat. Wozu die ganze Geheimniskrämerei? Es gilt, die Rätsel rund um ihre Eltern zu lüften.
Und völlig unerwartet taucht auch eine neue Liebe in Denisas Leben auf. Ein Mensch, der es schafft, Denisa Geborgenheit und Wärme zu geben, ihr aber durch seinen Familienclan und dessen Zusammenhalt klar und deutlich vor Augen führt, dass sie selbst keine Familie hat außer diesem Vater, den sie kaum kennt, und wie wichtig es auch deshalb für sie ist, ihn nicht auch zu verlieren.
Dieses Buch thematisiert die schwierige Situation, vor der Kinder stehen, wenn ein Elternteil eine neue Familie gegründet hat, zu der sie nicht dazu gehören. Das Gefühl, unerwünscht zu sein, oder wie ein störender Fremdkörper in eine Familie einzudringen, umgibt Denisa immer wieder. Dabei werden auch die Beweggründe der anderen Familienmitglieder sichtbar und nachvollziehbar, doch zwischendurch blitzen auch die Vorteile auf, die eine Patchworkfamilie mit sich bringen kann.
Im zweiten Handlungsstrang erkennen wir, dass Denisa auch in ihren außerfamiliären Beziehungen viele Hürden zu überwinden hat, was auf ihren Mangel an Erfahrungen zurückzuführen ist, und vielleicht auch seinen Ursprung in ihrem Leben mit ihrer Oma, ganz ohne Geschwister hat. Sie erkennt, wie schön es sein muss, eine große Familie zu haben, die zusammenhält und auf die man vertrauen kann, und hadert immer wieder mit ihrem eigenen Schicksal.
Dennoch ist auch sie nicht allein, sie wird um viele Erkenntnisse reicher und zeigt Mut dazu, ihre Zukunft zu gestalten und neue Wege zu gehen, auch wenn sie ihre Vergangenheit nun mal nicht ändern kann.
Ich empfand diesen Teil der Geschichte sehr locker geschrieben und flüssig zu lesen, die Dialoge wirken echt und passen zu den Menschen, der sprachliche Ausdruck war nicht zu kompliziert, aber dennoch sehr abwechslungsreich und anregend gestaltet. Die Autorin hat sich meiner Meinung nach in dieser Reihe von Buch zu Buch gesteigert, und mir hat der abschließende Teil wieder sehr gefallen. Sie übermittelt eine hoffnungsvolle Botschaft durch ihre Geschichte, die Mut macht und dazu animiert, ungewohntes Terrain zu betreten und sich voll und ganz auf das Leben mit seinen vielen Möglichkeiten einzulassen.
- Anna Pfeffer
Als uns Einstein vom Himmel fiel
(32)Aktuelle Rezension von: GiseNia und Luke sind beste Freunde seit Kindergartenzeiten, und nun haben sich auch noch Nias Vater und Lukes Mutter ineinander verliebt. Cool könnte das sein, wenn sie nun zusammenziehen. Doch dann entbrennt zwischen ihnen ein Geschwisterstreit, und keinem geht es mehr gut. Letztendlich gerät sogar Nias Hamster Einstein zwischen die Fronten…
Es ist gar nicht so einfach in dieser Patchwork-Familie, die nicht so recht zueinander finden kann. So sehr Nia und Luke beste Freunde waren, so verbissen kämpfen sie nun ihren Geschwisterstreit miteinander aus. Nichtigkeiten werden zu Gelegenheiten, sich am anderen zu rächen. Bis der Hamster in größte Gefahr gerät. Das bringt die beiden dazu, mal über ihren Streit nachzudenken. Das ist äußerst realistisch geschildert, Kinder werden diese Geschehnisse nachvollziehen können. Und wo sie im Alltag dann im Streit stecken bleiben, zeigen Nia und Luke, wie sie eine Lösung aus diesem Geschwisterkampf finden. Das Buch richtet sich an Kinder ab 9 Jahren und spiegelt sehr gut die Ängste, Sorgen und Wünsche dieser Zielgruppe.
Ein Buch, das aus Elternsicht gut geeignet ist, Streithähne zum Nachdenken zu bewegen – und ein Buch, das die Lebenswelt von Kindern gut aufgreift und dabei sehr humorvoll und spannend zu einer Lösung hinführt. Dieses wirklich gut gelungene Kinderbuch möchte ich sehr gerne weiter empfehlen und vergebe alle 5 möglichen Sterne.























