Bücher mit dem Tag "patientenverfügung"
7 Bücher
- Hendrik Groen
Tanztee (Hendrik Groen 2)
(11)Aktuelle Rezension von: FearstreetfanDas vorletzte Buch des Hendrik Goeren, ich fand es wieder mal großartig, der Alt aber nicht Tod Club hat wieder mal Ihr Seniorenheim auf den Kopf gestellt. Die Angst dass das Heim geschlossen werden könnte verlieh eine kleine dramatik. Sonst war es durchgehend witzig, nur leider eine sache mit Hendriks Freund Evert war sehr schlimm, was das Buch begleitet hat (will nicht verraten wegen Spoiler)
Eine empfhelung meiner seits
- Manu Wirtz
Tschüssikowski
(12)Aktuelle Rezension von: milchkaffeeDie Sammlung von Kurzgeschichten dreht sich um die verschiedensten Abschiede. Nicht alle Geschichten haben mir gleich gut gefallen, doch die meisten waren einfach gelungen. Viele Geschichten haben auch zum Nachdenken angeregt. Das einzige was mich gestört hat, war, das es sehr viele traurige Geschichten waren. Anhand des Covers hätte ich mehr mit lustigen gerechnet. Ich hätte gerne im Vorfeld gewusst, ob es beispielsweise ein Abschied mit Tod oder beispielsweise ein Abschied von schlechten Gewohnheiten ist... - Reinhard Werth
Die Natur des Bewusstseins
(3)Aktuelle Rezension von: PhilippWehrliWerth startet mit der originellen Feststellung Wittgensteins, dass auch subjektive Empfindungen, wie etwa der Schmerz, den Wissenschaften zugänglich sind. Denn würde das Wort ‚Schmerz’ etwas rein Subjektives bezeichnen, so würde es im Gespräch zu Verwirrung führen, weil ja keiner wissen könnte, was der andere darunter versteht. Das Bewusstsein und die subjektiven Erlebnisse, die den Inhalt des Bewusstseins bilden, sind also nicht rein privat, sondern anderen Personen zugänglich.
So findet der Leser eine ganze Reihe kluger Bemerkungen und Erklärungen, die irgendwie mit dem Bewusstsein, mit der Wahrnehmung oder mit dem Willen zu tun haben. Aber die Gesamtaussage ist mir jedenfalls nicht wirklich klar geworden. Dabei sind die einzelnen Abschnitte durchaus empfehlenswert.
Empfehlenswert für alle Lehrpersonen ist der lange Abschnitt über die Aufmerksamkeit. Während Aufmerksamkeitsstörungen unter Psychologen und Pädagogen alltäglich diskutiert werden, ist auch in die Fachliteratur bemerkenswert vage, was Aufmerksamkeit eigentlich ist. Reinhard Werth, der sich schon in seinem Buch ‚Legasthenie und andere Lesestörungen’ mit dem Lernen befasst hat, macht auch hier verständlich, was bei gewissen Lernschwierigkeiten passiert und wie man allenfalls dagegen ankämpfen kann.
Aufschlussreich ist z. B. eine Bemerkung zum Bogenschiessen: Das Hauptproblem beim Bogenschiessen ist, dass der Schütze seine Aufmerksamkeit nicht gleichzeitig auf das Ziel und auf das Loslassen des Pfeiles richten kann. Selbst so einfache Bewegungen, wie einen Pfeil loszulassen, erfordert die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Schütze bemerkt dies selber nicht, aber während er den Pfeil loslässt, wird er kurzzeitig blind für das Ziel. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb Pfeile daneben gehen. Wenn nun also Schüler behaupten, sie können problemlos neben den Hausaufgaben Musik hören, chatten und einen Fernseher laufen lassen, dann kann man sich nun vorstellen, wie falsch diese Schüler liegen.
Empfehlenswert für Richter und Anwälte sind die Ausführungen zur Frage des freien Willens im Zusammenhang mit dem Strafrecht. Werth zitiert mehrere Paragrafen des deutschen Strafrechts, das aber in anderen europäischen Ländern ähnlich sein dürfte. Insbesondere ist nach dem deutschen Strafrecht nur vorsätzliches Handeln strafbar, sofern nicht das Gesetz bei fahrlässigem Handeln ausdrücklich mit Strafe droht. Ob ein Täter vorsätzlich oder aus dem Affekt gehandelt hat, muss nicht selten von Gerichtsgutachtern beurteilt werden.
Der Autor selber hat z. B. in Experimenten festgestellt, dass eine unvorbereitete Person rund 532 bis 847 Millisekunden benötigt, um seinen Körper vor einem überraschenden Messerstich 50 cm zurück zu ziehen. Wenn also z. B. ein Polizist, der überraschend von einem Verbrecher mit einer Waffe angegriffen wird, innerhalb von etwa 200 Millisekunden auf den Verbrecher schiesst, dann könne dies keine Willensentscheidung sein. Ausser „dass der Polizist sich bereits lange im Voraus dafür entschieden hat, in einer solchen Situation so zu schiessen (da er die oben beschriebenen Zeitverhältnisse kennt) und diese Reaktion so eingeübt hat, dass sie zu einem vorprogrammierten Reflex wurde.“
Nun scheint mir das eher der Normalfall oder zumindest der wünschenswerte Fall zu sein, dass ein Polizist, der mit einer geladenen Waffe unterwegs ist, sich vorher schon einmal überlegt hat, wie er in verschiedenen denkbaren Situationen reagieren würde. Als langjähriger Badmintonspieler weiss ich auch, dass man eine Reaktion nicht sehr lange vorprogrammieren muss. Es reicht durchaus, während des Spiels zu entscheiden, den nächsten Smash in die rechte hintere Ecke abzuwehren. Bei der konkreten Ausführung habe ich dann auch nicht mehr Zeit als besagter Polizist. Das ist aber auch nicht nötig, weil ich den Schlag schon vorher geplant habe.
Das Thema freier Wille und Strafrecht regt natürlich zu weiteren Diskussionen an. Was soll denn das Ziel einer Strafe sein? – Geht es darum, sich an den Bösewichten zu rächen? Oder wäre es nicht sinnvoller, den zukünftigen Schaden zu minimieren? - Wenn immer mal wieder Äste von einem Baum fallen und Spaziergänger invalide schlagen, frage ich nicht danach, ob der Baum das bewusst macht oder nicht.
Die von Reinhard Werth zusammen gestellten Überlegungen sind also wohl sicher nicht abschliessend. Aber sie sind eine gute Grundlage für den wichtigen Dialog zwischen Strafrechtlern und Gehirnforschern.
Bemerkenswert deutlich ist in diesem Zusammenhang Werths Fazit, wenn es um Wiederholungstäter geht: „Die häufig geübte Praxis, Wiederholungstäter fortwährend mit Bewährungsstrafen oder kurzen Gefängnisstrafen zu belegen und ihnen unermüdlich psychotherapeutische oder sozialtherapeutische Massnahmen angedeihen zu lassen, kann nur als Unkenntnis oder vorsätzliches Ignorieren psychobiologischer Erkenntnisse gewertet werden.“
Empfehlenswert ist das Buch auch für alle, die mit Patientenverfügungen und insbesondere mit Sterbehilfe zu tun haben. Denn die Frage nach der Willensfreiheit stellt sich natürlich auch bei Patientenverfügungen.
Ein weiteres Gebiet, das wohl einige Leser interessiert, ist die Frage, ob Tiere ein Bewusstsein haben. Auch dazu findet man einige interessante Fakten, obwohl das Buch in dieser Frage nicht sehr in die Tiefe geht.
Man kann nicht behaupten, Reinhard Werth habe das Bewusstsein in diesem Buch erklärt. Er hat einige interessante Aspekte dazu aufgezeigt. Aber auch wenn sicher noch einige Diskussionspunkte offen sind, hat er zur Frage, ob es eine unsterbliche Seele gibt eine klare Antwort, der wohl die meisten Gehirnforscher zustimmen würden:
„Aus allen wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen folgt unzweifelhaft, dass ohne Hirnfunktion keine unserer Fähigkeiten, Empfindungen, Erfahrungen und nichts, was unser Bewusstsein sonst ausmacht, existieren kann.“
Auch zu dieser Behauptungen findet man eine gute aber gewiss nicht ganz abschliessende Begründung in diesem Buch. - Eva Lirot
Seele in Fesseln
(25)Aktuelle Rezension von: yadahEs macht gar nichts, dass man keine Teile der Reihe kennt, dieses ist jeden falls nicht der 1. ( der 5. oder so ??) Ich bin sofort in die Geschichte `rein gekommen. Super geschrieben und sehr spannend mit Überraschungen am Ende. Die Teile , in dem der Täter sich seine Gedanken macht fand ich teilweise etwas langatmig und die Teile , in der es um eins der Opfer geht habe ich dann überlesen , war mir zu heftig
- Hannah Siebern
Barfuß auf Wolken
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSaskia ist seit Jahren mit ihrem Freund Matthias, genannt Matze ein Liebespaar. Leider versteht sich die junge Frau überhaupt nicht mit seinem jüngeren Bruder Timo. Also organisiert Matze ein Kletterwochenende in Insbruck in den Tiroler Alpen an dem Saskia und Timo ihr Kriegsbeil begraben sollen. Zusätzlich nimmt Saskia die junge, aufmüpfige Jacky mit, für deren Betreuung sie zuständig ist.
Dann kommt ein überraschender Antrag von Matze und es passiert ein Unfall … nichts ist mehr wie es war…
Die Autorin hat es wieder geschafft eine emotionale und spannende Geschichte zu schreiben die Lust auf weiter Geschichten dieser Buchreihe machen. Auch ich (keine 20 mehr) lese diese Reihe wahnsinnig gerne.
- Kaui Hart Hemmings
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (Mit deinen Augen)
(39)Aktuelle Rezension von: peedeeEin Bootsunfall verändert das Leben der Familie King für immer: Matt und die Töchter Alex und Scottie müssen hilflos mitansehen, wie Ehefrau und Mutter Joanie im Koma liegt. Joanie war alles für Matt – was soll er bloss ohne sie tun? Was wird aus seiner Familie? Ein weiterer Tiefschlag folgt, als er erfährt, dass Joanie eine Affäre hatte und ihn verlassen wollte…
Erster Eindruck: Das Cover mit George Clooney gefällt mir (es ist schliesslich George Clooney!).
Ein steiler Einstieg ins Buch: Matt ist am Krankenbett seiner Frau Joanie, die nach einem Unfall bereits seit dreiundzwanzig Tagen im Koma ist. Der Arzt hat angekündigt, am Folgetag mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen, denn Joanie hat eine Patientenverfügung, wo klar geregelt ist, was in solchen Fällen zu tun und zu lassen ist. Matt fürchtet diese Besprechung, denn obwohl er einerseits nach wie vor hofft, dass Joanie wieder zurück ins Leben kommt, weiss er andererseits auch, dass sie nur mit grossen körperlichen und wohl auch geistigen Beeinträchtigungen aus dem Koma erwachen würde.
Seine Töchter Alex, achtzehn Jahre, und Scottie, zehn Jahre, sind ihm irgendwie fremd, denn obwohl er sie ja stets um sich hatte, weiss er doch die elementarsten Dinge nicht über sie: wer ist die Lehrerin, wer sind ihre Freunde, wo kaufen sie T-Shirts ein – all diese Dinge haben jeweils Joanie oder ihre Haushaltshilfe gemanagt.
Matt erfährt von Alex, dass sie sich vor dem Unfall mit ihrer Mutter gestritten hat. Der Grund dafür reisst ihm den Boden weg: Joanie hat ihn betrogen und wollte sich von ihm trennen! Joanie war immer seine ganze Welt, aber offenbar war er nicht die ganze Welt für sie. Er will den Nebenbuhler unbedingt kennenlernen…
Dies ist das Buch zu der Verfilmung von „Mit deinen Augen“. Ich habe den Film mit George Clooney bisher nicht gesehen, werde dies wohl jedoch noch nachholen „müssen“. Es war aufgrund des Klappentextes absehbar, dass dies kein fröhlicher, leichter Roman werden würde. Er hatte eine grosse Intensität auf eine stille Art. Von mir gibt es dafür 4 Sterne. - Ina Mönch
Hütet Euch vor dem kriminellen Pfaffen: Über die Machenschaften eines Geistlichen (German Edition)
(11)Aktuelle Rezension von: MeinLesezauberCover:
Auf schwarzem Hintergrund ist eine katholisches Kirchengewand abgebildet. Ein dickes goldenes Kreuz aus Goldbarren ziert den Hals. Hände scheine aus dem Rauchmantel. In der Linken ist ein Brief abgebildet auf dem "Mein Wille" steht. Über den anderen Hand schweben mehrere Banknoten.
Im unteren Bereich des Buchcovers findet sich der Titel des Buches. Im gesamten finde ich das Cover wenig ansprechend. Es steckt sehr viel Detail darin, doch leider keine optisch gute Umsetzung.
Inhalt:
Bei diesem Buch möchte ich über eine erneute Inhaltsbeschreibung absehen, da der Tatsachenroman bereits über eine sehr genaue und detaillierte Buchbeschreibung verfügt.
Fazit:
"Hütet Euch vor dem kriminellen Pfaffen" ist in den kalten Wintermonaten bei mir eingezogen. Als "Verschwöhrungsbuch" angekündigt, war ich sehr gespannt auf die mich wartenden Zeilen. Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich jedoch zunächst etwas von dem Cover enttäuscht, doch ein dies sollte meine Vorfreude auf die inhaltlichen Zeilen nicht mindern.
Mein Einstieg in das Buch fand ich sehr schnell. Die Schreibart ist leicht und sehr umgangssprachlich. Da alle Mitwirkenden in dem Buch keine fiktiven Charaktere sind, sind die Beschreibungen der Charakterzüge sehr genau und vereinfachen einen Bindungsaufbau. Ortsbeschreibungen werden ausführlich und bildlich beschrieben.
Ina Mönch beschreibt in diesem Buch die Annäherung an ihre Tante, bis hin zu deren Tode und die darauffolgende Nachlassabwicklung. Bereits zu Lebzeiten der Tante sind der Protagonistin so manche Ungereimtheiten aufgefallen, welche sich dann bei der Tätigkeit als Testamentsvollstreckerin vermehrt bestätigten und noch ausweiteten.
Die dort beschriebene Vorgehensweise und die Hürden die die Autorin nehmen musste, sind sehr gut beschrieben und geben einen sehr guten Einblick in die Verworrenheit. Nicht nur in bürokratischer, sondern auch in kirchlicher Hinsicht. Es ist erschütternd zu welchen Erkenntnissen Ina Mönch zukommen musste und welche Maßnahmen sie unternehmen musste um gehört zu werden.
Für mich jedoch ist abschließend zu sagen, dass es für mich ein ausführlicher Tatsachenbericht ist und kein direktes Verschwöhrungsbuch.
Ich vergebe im gesamten 4 Sterne, und wünsche der Autorin weiterhin viel Kraft.






