Bücher mit dem Tag "paul"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "paul" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453323131)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

    (598)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Dune – Der Wüstenplanet ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Der Einstieg fiel mir ziemlich schwer, weil man als Leser sofort mit einer Fülle an Informationen, Begriffen und politischen Zusammenhängen konfrontiert wird. Nach fast jedem Kapitel musste ich erst einmal eine Pause machen, um das Gelesene zu verarbeiten.

    Erst nach etwa 200 Seiten hat mich die Geschichte dann vollständig in ihren Bann gezogen. Von diesem Moment an konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das außergewöhnliche Worldbuilding, die politischen Intrigen und die vielen Ideen machen schnell deutlich, warum Dune bis heute als Science-Fiction-Klassiker gilt.

    Besonders spannend fand ich Pauls Entwicklung, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und dadurch viel Tiefe erhält. Einige Nebenfiguren wirkten auf mich allerdings etwas sprunghaft und verhielten sich von einer Szene zur nächsten nicht immer ganz nachvollziehbar.

    Trotz des anspruchsvollen Einstiegs bin ich sehr froh, diesem Buch eine Chance gegeben und bis zum Ende durchgehalten zu haben. Es ist ein Roman, der Geduld verlangt, diese aber mit einer einzigartigen und faszinierenden Geschichte belohnt.

  2. Cover des Buches Saeculum (ISBN: 9783785577837)
    Ursula Poznanski

    Saeculum

    (1.952)
    Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus

    Kategorie: Thriller | Mitraten | Kammerspiel

    Besonderheit: Ich nehme das Buch seit Jahren immer mal wieder zur Hand, wenn ich „leichtere“ Unterhaltung suche. Und obwohl ich die Auflösung auswendig kenne, nimmt mich die angenehme Spannung jedes Mal wieder mit.

    Worum dreht sich die Handlung?: Bastian ist Medizinstudent und sollte eigentlich dringend auf die Prüfungen lernen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lässt er sich von seiner brandneuen Freundin überreden, mit ihr und ihren Mittelalterfreunden einen Convention im Wald mitzumachen. Sogar eine ganz exklusive, bei der die Plätze begehrt und rar sind. Was als interessante und auch spaßige Erfahrung beginnt, schlägt schnell in bitteren Ernst um: Die Verbindung zur Außenwelt reißt ab, Leute verschwinden und mehr als eine Person scheint etwas zu verbergen zu haben. Wer hat es auf die Gruppe abgesehen und inszeniert perfide einen wiedererwachenden Fluch? Und wie lange dauert es, bis die ersten daran glauben und sich blind manipulieren lassen?

    Große Themen im Hintergrund: Gruppendynamik in Extremsituationen, Manipulierbarkeit, Rache

    Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):


    1. Handlung ***


    Die Handlung ist abwechslungsreich und hält Überraschungen bereit. Die Schilderungen sind greifbar und spannend dargelegt, das Setting ist ungewöhnlich. Allein vom ursprünglichen Spiel (bevor es schiefgeht) zu lesen hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Sagen- und Horrorelemente werden gut eingeflochten, es wirkt selten zu dick aufgetragen und wenn, wird das innerhalb der Handlung auch hinterfragt. Die Spannung entsteht durch die beklemmende soziale Situation, der Kontrollverlust und Unberechenbarkeit der Gruppe und nicht durch billige Effekte oder Gewalt. Das ist (leider) bei Büchern für diese Zielgruppe fast schon ungewöhnlich und toll umgesetzt. Die Schilderungen erzeugen gekonnt Spannung, die Motive sind unverbraucht und die Auflösung schlüssig. Viel Handlung entsteht durch Interaktion der Charaktere miteinander, es gibt aber auch externe Ereignisgeber.

    Die Endauflösung macht es sich vielleicht etwas einfach, bildet aber einen guten Abschluss zum Buch. Schön ist auch, dass es kein reines Happy End gibt, das wäre beim phasenweise doch recht misathropischen Grundtenor unrealistisch.

     


    1. Aufbau ****


    Der Aufbau läuft klar auf das Finale zu, nach einer Einleitung, die genug Zeit erhält, um das Setting auf sich wirken zu lassen, verdichten sich die Ereignisse schnell.  Die Auflösung ist gut gemacht und die Hinweise werden zur richtigen Zeit gegeben. Spannungskonstruktion funktioniert hier sehr gut. Kleine Hinweise sind gekonnt über das ganze Buch eingestreut, so dass man eine Chance bekommt, mitzuraten.

     


    1. Charakterzeichnung **°


    Leider der schwächste Punkt. Die Charaktere stellen oft ganz klar Klischees dar und einige bleiben sehr blass. Die wenigen Hauptcharaktere kommen besser weg, tappen aber auch hin und wieder in die Klischeekiste. Allerdings muss man dem Buch zu Gute halten, dass diese Klischees immerhin lebendig, konsequent im Verhalten und anschaulich geschildert werden, so dass man sie der Geschichte gut abkauft. Und gerade von der Interaktion dieser simpel gehaltenen Typen lebt das Kammerspiel – es hat also auch sein gutes. Und versprochen- einige Charaktere werden euch doch überraschen! Ein bisschen mehr Ambivalenz an der ein- oder anderen Stelle, gerade bei Nebencharakteren, wäre wahrscheinlich trotzdem drin gewesen. Beim ersten Mal lesen fiel es mir noch nicht so stark auf, aber die Charaktere altern mit mehrmaligem lesen nicht unbedingt super.

     


    1. Sprache und Stil ***


    Die Sprache ist klar, spannend und erzeugt Stimmung – genau richtig für einen Thriller. Natürlich kann man da kein sprachliches Meisterwerk erwarten, aber es ist schon ein bisschen mehr vorhanden als unbedingt nötig – nicht nur Spannung und Stimmung, sondern auch schöne Szenerien werden mit einer hohen Anschaulichkeit geschildert, Sprachverwendung und Wortschatz sind für einen Thriller sehr gut.


    1. Zielgruppe(n)


    Breite Zielgruppe. Menschen, die einen ungewöhnlichen Thriller mit Kammerspielflair und mystischer Atmosphäre suchen, der doch klar auf dem Boden der Realität bleibt. Das soziale Feld schafft hier die Beklemmung, nicht Gruselelemente – darauf muss man sich einlassen wollen. Das führt dazu, dass es zwischendrin vom Erzähltempo her auch mal ruhiger wird – vielleicht ein Stolperstein für klassische „Thrillerleser“. Vielleicht zu sehen als eine Mischung aus Jugendthriller, Kammerspiel und psychologischem Experiment (in dieser Reihenfolge).

     


    1. Fazit ***


    Ich lese das Buch trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung immer wieder gern zwischendurch, und das, obwohl ich die Auflösung kenne. Mir gefällt die Szenenzeichnung und die Art der Konstruktion. Das Buch bewegt sich ein bisschen zwischen den Genres, primär würde ich es als Kammerspiel-Jugendthriller bezeichnen. Das Setting ist unterhaltsam zu lesen und die Geschichte spannend erzählt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und angenehm, ohne ins banale abzurutschen.

  3. Cover des Buches Westwell - Hot & Cold (ISBN: 9783736318137)
    Lena Kiefer

    Westwell - Hot & Cold

    (492)
    Aktuelle Rezension von: Schnudl

    Achtung Spoileralarm, da Band 3 einer Reihe ‼️


    Was war das bitte für ein krasser Cliffhanger im zweiten Band? Zum Glück hatte ich Band Drei gleich zur Hand, weil das hat man ja nicht ausgehalten. 


    Die Geschichte geht direkt weiter, wo es im zweiten Band geendet hat. Nachdem Jess also lebensgefährlich verletzt wurde, gibt es noch kein Happy End für ihn und Helena. Sie stehen erneut vor Herausforderungen und müssen sich wieder trennen. Doch als sie endlich dem Mörder auf der Spur sind, müssen sie alle zusammenarbeiten. 


    Auch hier finde ich die Entwicklung der beiden wieder sehr stark und authentisch. Es werden immer wieder Fehler gemacht, die hier auch absolut realistisch sind. Der Vibe der beiden wird nochmal stärker und ich mochte sie wirklich gerne. Manche Nebenfiguren mag man nicht, auch zum Schluss nicht und manche lernt man immer mehr lieben, wie zB die Brüder der beiden. 


    Ich fand es wirklich unvorhersehbar, hätte mit diesem Ende gar nicht gerechnet und es war auch nochmal richtig actionreich und spannend am Ende. Ich mochte es.


    Das High Society Setting fand ich auch sehr authentisch, auch wenn ich sowas eigentlich nicht mag, konnte es mich überzeugen. 


    Wer auf Familiendrama, Crime aber auch große Gefühle steht, der sollte diese Reihe genauer ansehen.

  4. Cover des Buches Twilight-Saga - New Moon, The Graphic Novel. Vol.1 (ISBN: 9781907411748)
    Stephenie Meyer

    Twilight-Saga - New Moon, The Graphic Novel. Vol.1

    (796)
    Aktuelle Rezension von: AlineCharly

    After an incident at the Cullens house, Edward decides that Bella will be better off if he’s no longer a part of her life. He promises her that it will be like he never existed. So overnight his entire family packs everything up and leaves town. But for Bella this is like her worst nightmare came true. How could she ever forget the love of her life?


    Twilight was the first book I’ve ever read in English voluntarily and so it comes to no surprise that New Moon was the second. It has been my teenage guilty pleasure book forever and therefore I will always love it. Rereading it as an adult has shown me that this book is of course not perfect at all. It has its flaws and not all the characters are super likable. However I still feel a strong attachment to characters and the story itself. For me it’s almost like going down memory lane with a strong wave of nostalgia coming my way. I know Bella can be a naive idiot a lot of times and Edward sometimes seems a bit weird but I still owe them my love to reading English books and I will never forget that. But I also have to admit that New Moon has always been the book I liked the least in the entire series. It’s just so depressing to see how lost Bella is without him and how she uses Jacob to make herself feel better.

    Considering the fact that this series keeps reminding me how much I love reading I can’t rate it any lower than 4 stars. I know not everyone will agree on this but that’s just how it is for me. 

  5. Cover des Buches Postscript - Was ich dir noch sagen möchte (ISBN: 9783596296835)
    Cecelia Ahern

    Postscript - Was ich dir noch sagen möchte

    (318)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Postscript – Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern ist ein unglaublich emotionaler Roman, der mich tief bewegt hat. Die Geschichte über Trauer, Liebe und das Weiterleben nach einem großen Verlust geht unter die Haut. Besonders intensiv fand ich, wie ehrlich und feinfühlig Hollys Gefühle beschrieben werden. Manche Stellen haben so wehgetan, dass ich während des Lesens wirklich weinen musste. Trotzdem schenkt das Buch auch Hoffnung und zeigt, dass man trotz Schmerz einen Weg zurück ins Leben finden kann. Ein berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  6. Cover des Buches Es muss wohl an dir liegen (ISBN: 9783426517956)
    Mhairi McFarlane

    Es muss wohl an dir liegen

    (340)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Delia ist seit 10 Jahren mit Paul zusammen und will ihn eigentlich heiraten. Als sie erfährt, dass Paul fremdgegangen ist, zieht sie vorübergehend nach London zu ihrer Freundin Emma. Schnell bekommt sie dort auch einen Job, der etwas fragwürdig ist… Über das Internet lernt sie durch ihren alten Job Joe kennen, und in London lernt sie Adam kennen, der sie anfangs erpresst…Und ist Paul wieder eine Option für sie?

    Ich muss sagen, dass ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzukommen. Aber dann gefiel es mir ganz gut. Es gab nicht nur das Thema Gefühle und Liebe, sondern auch die (fast kriminelle) Spannung. Dies war mein 2. Buch von der Autorin und ich würde noch eins von ihr lesen…

  7. Cover des Buches Die einzige Geschichte (ISBN: 9783462051544)
    Julian Barnes

    Die einzige Geschichte

    (151)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Julian Barnes hat die Gabe Romane zu schreiben, nach deren Lektüre man das Gefühl hat, man könne nicht so weitermachen wie bisher. Vielleicht ist dies das ultimative und letztendliche Potenzial des Romans, ein Versprechen, das die besten Werke dieser Gattung stets einlösen müssen.

    Barnes Bücher sind aber dennoch etwas Besonderes, denn seine Prosa ist zusätzlich, vor allem in „Die einzige Geschichte“, ein kleines anatomisches Wunder: in ihr fallen Empfindung und Verstand in vielerlei Hinsicht zusammen, zumindest liegen sie oft sehr nah beieinander. Dass diese Nähe nicht in Klischees kulminiert oder sich in eine Flucht vor jedem Anschein von Klischee hüllt, macht sie noch beeindruckender. Eine direkte Folge dieser Vermengung von Geist und Gefühl ist einerseits die Zugänglichkeit von Barnes Romanen (für alle Leser*innengruppen) und andererseits eine Komplexität, die sich aus dem unerschöpflichen Konfliktpotenzial der beiden Regungen ergibt.

    In „Die einzige Geschichte“ spielt außerdem (wie schon in dem großartigen Roman „Vom Ende einer Geschichte“), die Erinnerung, ihre Beschaffenheit, Verlässlichkeit und Konditionierung, eine wichtige Rolle. Der Ich-Erzähler Paul erinnert sich, mit einem Abstand von 50 Jahren, an den Beginn seiner ersten großen Liebe zu der Mitte 40jährigen Susan (er ist zu diesem Zeitpunkt gerade 19) und versucht ihre Beziehung und deren Verlauf zu rekonstruieren. Dabei durchlebt er die Ereignisse teilweise erneut und befragt seine Entscheidungen, gelangt von elementaren Fragen zu kleinen, individuellen Details, von winzigen Eindrücken zu größeren Zusammenhängen, während sich den Leser*innen langsam die Hintergründe offenbaren …

    Kann man Gefühle verstehen? Oder muss man schlicht an sie glauben? Sind wir wirklich der Protagonist unserer Erinnerungen oder mehr der Erzähler, ja, der Schöpfer? Was bedeutet es eigentlich zu lieben und sind wir als Liebende auch Erinnernde oder müssen wir das trennen? Ist Liebe ein Heil oder nur ein Wünschen?

    Es ist unmöglich, hier alle Fragenkomplexe aufzugreifen, die Barnes seinen Ich-Erzähler streifen und durchdringen lässt. Feststeht: als Leser*in wird man fast auf jeder Seite mit kleinen, unspektakulären, aber dennoch in vielerlei Hinsicht tiefgreifenden Offenbarungen konfrontiert, oder sollte ich eher sagen: beschenkt?

    Nur drei kleine Beispiele, aus dem Zusammenhang gerissen, aber vielleicht vermögen sie einen Hauch von den Auseinandersetzungen, Weisheiten und Gedanken wiederzugeben, die dieses Buch enthält:

    „An einer Korrelation zwischen der Stärke des Gefühls und dem Ausmaß des Glücks ließen ihn seine eigenen Erfahrungen inzwischen zweifeln.“

    „In der Liebe ist alles wahr und falsch zugleich; sie ist das einzige Thema, über das man unmöglich etwas Absurdes sagen kann.“

    „Es ging um mehr: um das Ich und wo man es aufbewahrte und wer, wenn überhaupt jemand, es voll und ganz sehen durfte.“

    „Die einzige Geschichte“ legt ein ruhiges, in dieser Ruhe aber letztlich trügerisches Erzählen an den Tag, in dem sich samt und sonders das Dilemma der Liebe, ihrer Geschichten, Vorgeschichten und Umfelder, in vielen Facetten spiegelt. Barnes vermag es, ohne Rührseligkeit oder Sentimentalität, von den Schmerzen und Freuden des Erinnerns, von der Angst, dem Leiden und letztlich auch dem Verschwinden zu erzählen, die zwar nicht den Kern des Liebens ausmachen, aber ihn stets umkreisen, auf instabilen Bahnen.

  8. Cover des Buches Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt (ISBN: 9783802597565)
    Alex Morel

    Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

    (464)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist einfach traumhaft und der Klappentext hat ich direkt berührt und zum Nachdenken angeregt. 

    So habe ich auch direkt mit dem Lesen angefangen und wurde von einem wunderbar emotionalen und angenehmen Schreibstil gefesselt, auch an Spannung hat es nicht gemangelt.

    Dementsprechend hat es auch nicht lange gedauert, bis ich mit dem Buch durch war. Ich wollte es nicht aus der Hand legen und gleichzeitig nicht, dass es zu Ende geht.

    Sehr tolles Buch.

  9. Cover des Buches Evolution - Die Stadt der Überlebenden (ISBN: 9783401601670)
    Thomas Thiemeyer

    Evolution - Die Stadt der Überlebenden

    (247)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Die Grundidee des Buches fand ich sehr spannend. Durch einen Zufall landen die Protagonisten in einer Zukunft, in der vermeintlich keine anderen Menschen mehr leben. Die Natur hat sich die Städte zurückerobert und mit ihr kam noch etwas anderes, das sich gegen die Menschen verschworen hat.

    Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, wie erhofft. Die Welt der Zukunft ist klasse beschrieben, das Szenario sehr gut umgesetzt. Auch die Erklärung für das alles scheint schlüssig zu sein. Das war definitiv ein großer Pluspunkt der Geschichte für mich.

    Auch die Handlung selbst konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Vom Ankommen und Erkunden, bis hin zu den Entdeckungen und Erkenntnissen, die gemacht wurden. Es war interessant und wurde zwischenzeitlich sogar richtig spannend.

    Die Charaktere jedoch blieben sehr flach. Bis auf ein paar prägnante Wesenszüge blieb mir fast nichts wirklich in Erinnerung. Vielleicht ändert sich das in den weiteren Bänden noch, doch in diesem Auftaktband stachen sie für mich nur durch ihre klischeehaften Rollen hervor und hätten noch keine Chance, sich zu entwickeln.

    Zudem habe ich ein paar Befürchtungen für die Folgebände der Trilogie, die ich hier aber nicht erwähnen werde. Da ich die Reihe weiterlesen werde, finde ich noch früh genug heraus, was davon zutrifft und was nicht. 

  10. Cover des Buches One Of Six - Verrat (ISBN: 9783736320109)
    Kim Nina Ocker

    One Of Six - Verrat

    (231)
    Aktuelle Rezension von: MelinaSchnoor

    Auch wenn das Buch wirklich spannend geendet hat, glaube ich nicht, dass ich weiterlesen werde.


    Insgesamt war mir das Buch zu ‚langweilig‘. Es hätte mehr Spannung haben müssen. Ja, es gab auch teilweise sehr spannende Szenen, aber die meiste Zeit war es eher sanft. 


    Ich habe leider keine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen können, was mich beim lesen doch ziemlich gestört hat. So konnte ich das Geschehene einfach nicht richtig greifen, verstehen, fühlen. Wisst ihr was ich meine?


    Trotz der Punkte hat mich das Buch unterhalten können, aber Teil zwei werde ich höchstwahrscheinlich nicht lesen. Vielleicht irgendwann mal.

  11. Cover des Buches Murder Park (ISBN: 9783453421769)
    Jonas Winner

    Murder Park

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…

    Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?

    Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.

    Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.

  12. Cover des Buches 36 Fragen an dich (ISBN: 9783453271654)
    Vicki Grant

    36 Fragen an dich

    (115)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Ich hatte letztens von einem solchen Experiment gelesen und als ich dann dieses Buch in die Hände bekam, war ich wahnsinnig neugierig und musste es einfach lesen.

    Doch leider muss ich sagen, dass das Buch nicht wirklich meins war. Es ist überwiegend, zumindest im Mittelteil, in Chatform geschrieben, was für mich anstrengend zu lesen war. Am Anfang wusste ich auch gar nicht, ob sie jetzt schreiben oder sich sehen, da dies aus dem Text nicht wirklich ersichtlich war. Auch hatte ich teilweise ganz andere Vorstellungen, wie dieses Experiment denn ablaufen soll und war dadurch oft verwirrt. Hildy empfand ich oft als sehr unreif und extrem überdreht. Sympathisch konnte ich sie leider nicht finden. Mit Paul ist es leider ähnlich: Er wirkt arrogant, abweisend, kalt. Sicher steckt bei ihm etwas dahinter, aber positiv finde ich so ein Verhalten nicht. Die ganze Geschichte wirkte für mich auch etwas zu gestellt und gewollt, die Charakterveränderungen waren zwar da, aber für mich auch irgendwie nicht so schlüssig und natürlich wie bei anderen Büchern.

    Fazit: Das Thema ist faszinierend, die Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen.

  13. Cover des Buches Blausäure (ISBN: 9783455003260)
    Agatha Christie

    Blausäure

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Springtime

    „Blausäure“ von Agatha Christie ist eine wunderbar spannende und zugleich angenehm leichte Lektüre. Die Geschichte rund um Colonel Race überzeugt mit clever konstruierten Wendungen, einem klassischen Whodunit-Aufbau und genau der richtigen Portion Eleganz und Tempo. Besonders gelungen ist die dichte Atmosphäre, die einen sofort in den Fall hineinzieht und bis zum Schluss miträtseln lässt. Insgesamt eine perfekte Abendlektüre. Unterhaltsam, stilvoll und typisch Christie. :-)

  14. Cover des Buches Liebe geht durch alle Zeiten (2). Saphirblau (ISBN: 9783401607757)
    Kerstin Gier

    Liebe geht durch alle Zeiten (2). Saphirblau

    (42)
    Aktuelle Rezension von: juli_schwarzaufweiss

    Ich geb's zu: Als Teenagerin hab ich diese Bücher verpasst und hole das jetzt mit Anfang/Mitte/Ende 30 nach. Das merkt man. Nicht weil die Bücher schlecht wären, sondern weil man manche Dinge einfach anders liest, wenn man nicht mehr 16 ist.

    Zur Story: Gwendolyn Shepherd stellt fest, dass ausgerechnet sie das Zeitreisegen geerbt hat, obwohl jahrelang ihre Cousine Charlotte als Auserwählte galt. Raus in die Vergangenheit, rein in die Vergangenheit und zwischendurch noch versuchen, die Schule nicht komplett zu vermasseln. Zusammen mit dem zynischen Gideon de Villiers soll sie den Edelsteinkreis schließen und ein uraltes Geheimnis lüften.

    Die Grundidee ist wirklich gut. Zeitreisen ins historische London, eine Geheimgesellschaft, ein Chronograf, Familiengeheimnisse, die sich über Generationen ziehen. Das Rätseln, wie alles zusammenhängt, macht echten Spaß, vor allem in Rubinrot, wenn noch vieles offen ist. Und die Bücher steigern sich tatsächlich mit jedem Band, Smaragdgrün zieht nochmal deutlich an und löst (fast) alles auf.

    Was mich zwischendurch allerdings beschäftigt hat: Gwendolyn ist stellenweise sehr naiv. Aber sie ist halt auch 16 und Kerstin Gier schreibt das wie immer mit genug Witz und Selbstironie, dass es nicht nervt. Xemerius, der freche kleine Wasserdämon, der ab Saphirblau auftaucht, ist ehrlich gesagt mein heimliches Highlight der Reihe. Er hat mehr Persönlichkeit als so mancher Hauptcharakter in anderen Büchern.

    Die Romantik ist okay. Enemies-to-Lovers, Gideon verhält sich eine Weile wie ein komplettes Arschloch, man versteht irgendwann warum. Als Teenie hätte mich das wahrscheinlich komplett gekillt. Jetzt holt es mich nicht mehr ganz so tief ab, aber es funktioniert trotzdem.

    Kurzum: Zeitlos charmant, mit Humor, Herz und genialer Zeitreisemechanik. Als Jugendliche hätte ich diese Reihe geliebt. Aber auch jetzt war es definitiv keine Zeitverschwendung, denn unterhalten hat mich die Geschichte trotzdem.

  15. Cover des Buches Dope (ISBN: 9783426304457)
    Sara Gran

    Dope

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ganz schön rumgekommen in New York ist Josephine "Joe" Flannigan, Exjunkie, die Anfang der 50er Jahre von besorgten Eltern beauftragt wird, ihre verschwundene Tochter und Collegeabbrecherin zu finden, die womöglich im New Yorker Drogensumpf vor die Hunde geht. Die Bezahlung ist mehr als üppig, und so macht Joe sich ans Werk und trifft immer mehr von den ehemaligen Bekannten wieder, die sie nach zweijährigem Cleansein eigentlich hinter sich gelassen hatte. Der Abstieg der Tochter aus gutem Hause scheint immer tiefer gegangen zu sein, als Freund bzw. Zuhälter scheint sie sich einen besonders fiesen Typen ausgesucht zu haben. Besonders stark ist das Buch, wenn Joes Drogenverlangen beschrieben wird, wie der Körper auch nach zweijähriger Drogenfreiheit noch sofort in den verschiedenen Körperpartien reagiert, sobald das Teufelszeug in der Nähe ist. Sie trifft ihren Exmann wieder, der nach wie vor süchtig ist und sieht, wie er sich verändert hat durch den langjährigen Drogenmißbrauch, beschreibt seinen Selbstbetrug (das ständige Reden vom Aufhören "nächste Woche") genauso wie Altjunkies, die trotz allem lange überlebt haben, aber körperlich gezeichnet sind.  

  16. Cover des Buches Einer wird sterben (ISBN: 9783596036981)
    Wiebke Lorenz

    Einer wird sterben

    (286)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
    Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
    Was wissen die Leute im Auto?
    Und vor allem, was werden sie tun?
    Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen.
    Stundenlang, tagelang.

    Ich habe vor Jahren eher durch Zufall ein Buch der Autorin gekauft und gelesen. Ich war damals total begeistert und habe mir mehrere weitere Bücher auf die Wunschliste gesetzt. Dort sind die dann in den letzten Jahren verblieben. Jetzt habe ich sie mir gekauft und gelesen. Und ich war wieder begeistert. Auch wenn das Buch mich nicht ganz so krass begeistern konnte wie das erste Buch, was ich von ihr las, war es ein richtig richtig guter und spannender Thriller der in einer Nachbarschaft spielte. Das Buch war so gut und schnell zu lesen. Der Schreibstil war richtig richtig gut und ich wollte so schnell wie möglich mehr erfahren. Das Buch und auch das Ende war nicht bzw. nur sehr spät vorhersehbar. Ich bin froh endlich mehr von der Autorin gelesen zu haben. Das Buch bekommt von mir 4/5 Sternen.

  17. Cover des Buches Eisblumenwinter (ISBN: 9783959675369)
    Anne Barns

    Eisblumenwinter

    (106)
    Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreative

    Die fast dreißigjährige Pia verbringt das erste Adventswochenende mit ihren beiden Schwestern bei ihrer Oma. So schön die Zeit auch ist ist sie auch Hin- und Hergerissen zwischen ihrer Liebe zu ihrer Heimat Rügen und der zu ihrer Fernbeziehung und hadert mit der Zukunft.
    Gleichzeitig bringt die Zusammenkunft die Familiengeschichte ins Rollen, sodass sich Pia plötzlich in einer Art neuem Leben wiederfindet. Doch so schön diese neuen Bekanntschaften für sie sind ist sie besorgt um ihre Fernbeziehung, vor allem, als sie erfährt, dass niemand weiß, was ihr Partner Paul tut und wo er sich aktuell aufhält.

    Und da zeigt sich meiner Meinung nach eine entscheidende Schwäche des Buches: Die Handlung hätte sich so interessant gestalten lassen, aber die Chance wurde vertan. Immer, wenn ich dachte, dass die Handlung eine spannende Wendung nehmen könnte, wurden andere Handlungen so dermaßen in die Länge gezogen, dass der Bogen nicht mehr zurückgeschlagen werden konnte und sich alles immer weiter hingezogen hat. Auch die Familiengeschichte hätte viel Potential geboten, das durch starke Abtuungen und Konfliktfreiheiten ebenfalls nicht ausgeschöpft wurde. 

    Dadurch konnte das Buch bei mir auch auf emotionaler Ebene nicht punkten, da die Protagonistin kaum Widerstände geboten bekommt und jegliche Konflikte schnell und einfach ohne jeglichen Tiefgang gelöst werden, sodass zumindest ich nicht mitfühlen konnte.

    Wer also auf eine interessante Familiengeschichte hofft oder eine Geschichte zum Mitfühlen sucht wird hier leider enttäuscht, wer ein einfaches  Buch in einer kleinen heilen Welt sucht kommt dafür umso mehr auf seine Kosten.

  18. Cover des Buches Ein neuer Tag in Virgin River (ISBN: 9783745701371)
    Robyn Carr

    Ein neuer Tag in Virgin River

    (102)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    ...ist Teil Nr. 5 dieser Wohlfühlserie von Robyn Carr.
    In dieser Geschichte stehen Vanessa Rutledge und Paul Haggerty im Mittelpunkt. Vanessa hat schwer am Verlust ihres Ehemanns zu tragen. Einem kann sie ihr Herz ausschütten, dem einst besten Freund von Matt. Dass daraus plötzlich mehr entstehen könnte, überfordert beide beinahe...
    Der Autorin gelingt es eine wunderbare Kleinstadtatmosphäre zu zaubern. Gemütlichkeit und ein schützendes Umfeld geben der Erzählung das richtige Ambiente. Die Nebencharaktere sind liebevoll beschrieben und sind stets mit helfender Hand zur Stelle. Der Schreib- und Erzählstil ist modern und flüssig zu lesen und man hat das Buch in Null Komma nichts ausgelesen. Auf jeden Fall eine Serie mit Suchtpotenzial – also Achtung... 

  19. Cover des Buches Cottage mit Kater (ISBN: 9783458360889)
    Hermien Stellmacher

    Cottage mit Kater

    (108)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Für die Krimi Autorin Nora ist das Leben gerade nicht leicht. Sie muss den Tod ihrer Mutter verkraften und zeitgleich wird sie von ihrem Freund verlassen. Die Einladung eines Freundes, ihr  für die Zeit einer längeren Abwesenheit sein Cottage in Cornwell zu überlassen, ist ein Lichtblick.Eine Zeit nur für sich, in der sie Kraft tanken und gleichzeitig endlich ihren neuen Roman beenden kann, das scheint die Lösung ihrer Probleme.Doch als sie einen kleinen Kater von einer Klippe rettet, weicht dieser ihr fortan nicht mehr von der Seite.Zuerst unternimmt sie alles, um den Kater aus ihrem Haus zu vertreiben, was dieser aber zu verhindern weiß, doch schon bald kann sie sich ein Leben ohne die kleine Fellnase  nicht mehr vorstellen.
    Und dann gibt es noch den netten Nachbarn Phil,der sich mehr und mehr in ihren Gedanken einnistet, wodurch die Schreibtätigkeit nicht voranschreitet.

    Ich habe die Autorin kürzlich für mich neu entdeckt und zwar habe ich ihr Buch „Nur ein einziger Tanz“ gelesen und war begeistert. Obwohl  es ein anderes Thema ist, gelang es erneut, sofort in die Geschichte einzutauchen. Die Beschreibungen vom Leben mit dem Kater Smuggler waren herzerfrischend und brachten mich immer wieder zum Schmunzeln.Der Wechsel zwischen einer beginnenden Liebesgeschichte,dem Thema Demenz und der tierischen Sicht ,gelang scheinbar mühelos.

    Besonders gut gefielen mir die Einblicke in die Tätigkeit einer Autorin. Als Leserin, die nur mit dem Endprodukt in Kontakt kommt, macht man sich viel zu wenig Gedanken über den Entstehungsprozess und die damit verbundenen Schwierigkeiten.Ich habe zwar in Kontakten mit Autoren/Autorinnen schon das ein oder andere Mal erfahren, dass sich die Protagonisten innerhalb des Schreibprozesses quasi verändern und in eine völlig neue Richtung entwickeln. Wie das zustande  kommt, ist mir beim Lesen dieses  Buches ansatzweise bewusst geworden.

    Ich hatte einige schöne Lesestunden  und kann das Buch unbedingt empfehlen.

  20. Cover des Buches Lennon (ISBN: 9783328104575)
    David Foenkinos

    Lennon

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lennon von David Foenkinos ist mir zufällig in einem Buchladen begegnet, und da ich rein gar nichts über John Lennon wusste, habe ich es mitgenommen. Die Geschichte klang einfach gut, und im Nachhinein bin ich total froh über diese geniale Zufallsbegegnung.

    Zur Story:

    Mit 35 Jahren hatte John Lennon bereits eine sensationelle Karriere hinter sich. 1975 lebte er zurückgezogen mit Frau und Kind in New York und brachte fünf Jahre lang kein neues Album heraus. Der bekennende Lennon-Fan Foenkinos setzt die Beatles-Legende kurzerhand auf die Couch und lässt sie in mehreren fiktiven Therapiesitzungen von 1975-80 über ihr Leben erzählen. So erschafft er entlang wahrer Wegstationen das intensive Bild eines Menschen, der Zeit seines Lebens auf der Suche war.

    Auf Foenkinos fiktiver Couch erzählt Lennon über seine von Verlust geprägte Kindheit, die Anfangsjahre der Band und eine Vielzahl von Katastrophen, die der „ständig wiederkehrende Refrain“ seines Lebens zu sein scheinen. Die Mutter, deren „Träume von Ruhm und Bohemeleben an der Wirklichkeit zerschellt“ waren, lässt den Jungen weitestgehend alleine, bis die Tante eingreift und ihn zu sich nimmt. Erst in der Band erfährt Lennon, was es heißt, die Dinge gemeinsam anzugehen. Irgendwann allerdings gibt es nur noch die Band und die Ikone John Lennon, der sich als Mensch zunehmend verliert.

    Meine Meinung:

    Klar fand ich es irre interessant, mehr über den Aufstieg und auch den Zerfall der Beatles zu erfahren. Oder über die Zeit danach oder Yoko Ono. Aber viel intensiver hat mich das Gefühl bewegt, John Lennon säße einem wirklich gegenüber. Dazu kam die Erkenntnis, dass ich bislang vielmehr über seinen Tod wusste als über sein Leben – und dass es mir schwerfallen wird, den Erzähler am Ende gehen zu lassen.

    Was Lennon zusammenfassend absolut besonders macht ist, dass der Roman alle Ereignisse, Personen, Gedanken, Krisen und Orte zu dieser einen, intensiven Geschichte zusammensetzt, die nur einer so gelebt haben kann. Vielleicht die wahre Lebensgeschichte von John Lennon. Oder einfach nur die hochsensible, poetische Einschätzung eines bekennenden Fans: unglaublich nahe dran.   

  21. Cover des Buches Ten Thousand Skies Above You (Firebird) (ISBN: 9780062278999)
    Claudia Gray

    Ten Thousand Skies Above You (Firebird)

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin war Claudia Gray Anwältin. Sie investierte Jahre in ihre Ausbildung, verließ diesen Berufsweg jedoch, um erst für Magazine zu schreiben und sich später der Literatur zu widmen. Sie sagt, sie wird oft gefragt, wieso sie die Rechtsvertretung aufgab, um Bücher zu schreiben – aber niemals von Anwält_innen. Mit ihrem Jobwechsel konnte sie sich gleich zwei Kindheitsträume erfüllen: Die Schriftstellerei und den Wunsch, sich selbst einen Namen zu geben. Claudia Gray ist ein Pseudonym, durch das sie ihr Privatleben emotional wie professionell besser abgrenzen kann. Mit zunehmendem Erfolg, der spätestens 2015 einsetzte, als auch der zweite Band der „Firebird“-Trilogie, „Ten Thousand Skies Above You“, erschien, sicher keine schlechte Idee.

    Pauls Seele wurde in Stücke gerissen. Er reiste mit dem Firebird in das Triadverse, um dort nach einem Heilmittel für Theo zu suchen, der durch die Droge Nightthief in Lebensgefahr schwebt. Als er nach den vereinbarten 24 Stunden nicht zurückkehrte, weiß Marguerite, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Sie folgt Pauls Koordinaten und findet ihn, aber als sie die Erinnerungsfunktion des Firebirds auslöst, wacht er nicht auf. Stattdessen trifft sie auf Wyatt Conley. Genüsslich erklärt er ihr, dass er Pauls Seele absichtlich zersplitterte, um sie zu erpressen. Er verspricht ihr, ihr die Koordinaten von Pauls Splittern und das Heilmittel für Theo zu geben – wenn sie in einigen Dimensionen die Forschung ihrer Eltern am Firebird sabotiert. Marguerite hat kaum eine andere Wahl, als sein Angebot anzunehmen. Will sie Paul und Theo retten, muss sie Conley irgendwie überlisten. Doch in den anderen Dimensionen begegnet sie neuen Versionen von sich selbst und Paul, die nicht sind, was sie erwartete und schon bald zweifelt sie: Ist ihre Liebe tatsächlich Schicksal?

    „Ten Thousand Skies Above You“ ist Claudia Grays Version der ewigen Diskussion von Nature versus Nurture. Die Wissenschaft wird nie müde, darüber zu streiten, ob die Eigenschaften einer Person nun das Ergebnis genetischer Faktoren oder gesammelter Erfahrungen sind. Eine einfache Antwort gibt es nicht, meist läuft es auf ein komplexes Zusammenspiel beider Einflüsse hinaus. Im Kontext der Dimensionsreisen in der „Firebird“-Trilogie ergibt es meiner Meinung nach durchaus Sinn, dieser Frage nachzuspüren, denn schließlich basieren diese auf der Viele-Welten-Theorie, laut der jede größere Entscheidung zu der Erschaffung eines parallelen Universums bzw. einer parallelen Dimension führt. Leider geht Gray dabei jedoch ziemlich unbeholfen vor. Im ersten Band „A Thousand Pieces of You“ lehrte sie ihre Protagonistin Marguerite, dass ihre Liebe zu Paul in ihren Genen kodiert und somit Schicksal in jeder Dimension ist. In „Ten Thousand Skies Above You“ revidiert sie diese Lektion, was für Marguerite verständlicherweise schwer zu schlucken ist. Sie möchte nicht wahrhaben, dass Paul nicht in jeder Dimension ihre große Liebe personifiziert und wiederholt gebetsmühlenartig das Mantra der Bestimmung, was meine Kitschsirene bedrohlich schrill aufheulen ließ. Ich kann zwar nachvollziehen, dass Marguerite in einem Alter ist, in dem ihre Selbstsicherheit angreifbar ist und sie die Wiederlegung der mathematischen Legitimation ihrer Beziehung aus dem Gleichgewicht bringt, doch die aufdringliche Konzentration auf ihre Romanze zerrte hart an meiner Schmalztoleranz. Ich wurde es schnell leid, Marguerites Gedankenkreisen zu folgen, weil sie sich lange weigert, zu begreifen, dass „die anderen Pauls“ weit mehr als dieselbe Person mit variierendem Haarschnitt sind. Die endlosen hochemotionalen Gespräche, die sie führt und die ihre Mission, Pauls Seelensplitter zu finden, reichlich zäh gestalten, ermüdeten mich, wodurch ich die Handlung von „Ten Thousand Skies Above You“ längst nicht so spannend fand wie den ersten Band. Die Fortsetzung wirkte auch weniger überzeugend auf mich, denn ich hatte das Gefühl, dass Claudia Gray bei der Formulierung der Regeln für das Dimensionsreisen irgendwo vom Weg abkam. Sie präsentiert fantastisch anmutende Ideen, ohne sie fundiert zu etablieren. Ich habe noch immer nicht verstanden, was mit dem Körper passiert, während das Bewusstsein reist, inwiefern das „Zersplittern“ das Bewusstsein angreift oder wie Conley das bei Paul fertigbrachte. Gray behauptet so einiges, auf Erklärungen verzichtet sie meist. Mir erschien das alles doch arg an den Haaren herbeigezogen. Es gefiel mir hingegen, dass sie das moralische Dilemma des Reisens weiter ausführt und Marguerite mit den Konsequenzen ihrer Besuche konfrontiert. Nachdem ich an ihrer Seite erfuhr, was ihre Anwesenheit für „die anderen Marguerites“ bedeutet und welche Folgen ihre Entscheidungen für sie hatten, muss ich ihr ganz klar zustimmen: Am besten reist man einfach gar nicht durch die Dimensionen. Nur, weil man etwas kann, heißt das nicht, dass man es auch tun muss.

    In der Rezension zum ersten Band der „Firebird“-Trilogie schrieb ich, dass ich mich erstaunlich gut auf den Romanzencharakter der Geschichte einlassen konnte. Das gelang mir in „Ten Thousand Skies Above You“ nicht mehr. Ich war sehr versucht, die Fortsetzung mit zwei Sternen abzustrafen, weil mir die Frage, wie schicksalhaft Marguerites Liebe zu Paul ist, definitiv zu viel Schnulz und Herzschmerz beinhaltete, die ich aushalten musste, ohne mit einem ernstzunehmenden Erkenntniszuwachs belohnt zu werden. Ich hätte mir mehr Abwechslung gewünscht, die all das Drama etwas auflockert; beispielsweise hätte ich es spannend gefunden, wenn völlig neue Figuren aufgetaucht wären oder diejenigen in der Peripherie mehr Spielraum erhalten hätten. Das Zünglein an der Waage für meine Bewertung von „Ten Thousand Skies Above You“ war am Ende tatsächlich Grays moralische Einordnung. Wollen wir hoffen, dass es beim Finale „A Million Worlds With You“ keine ähnlich knappe Kiste wird.

  22. Cover des Buches One Of Six - Vertrauen (ISBN: 9783736320192)
    Kim Nina Ocker

    One Of Six - Vertrauen

    (142)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Ich weiß zur Hölle nicht, warum ich mir so viel Zeit gelassen habe, diese Dilogie weiterzulesen.
    Der erste Teil war super spannend und auch dieser Teil stand dem in keinster Weise nach.

    Zu Beginn musste ich mich erst einmal an das veränderte Setting und den kleinen Zeitsprung gewöhnen.
    Alle versuchen, wieder in ihren gewohnten Alltag zu finden und das Geschehene im Skiresort zu verarbeiten.
    Hierbei hat jeder seinen eigenen Umgang mit dem Geschehenen gefunden …
    Von Ignoranz bis zum Bedürfnis, eigene Ermittlungen anzustellen, ist alles dabei.
    Glücklicherweise schließen sich Luca und nach und nach die anderen Anas Ermittlungen an.
    Durch die Rückblenden zu den Polizeiverhören direkt nach der Rettung erkennt man als Leser bestens, weshalb Ana die Polizeiarbeit für mangelhaft hält.

    Im gesamten Handlungsverlauf hatte ich mindestens jeden einmal im Verdacht, „X“ zu sein – vielleicht sogar mehrfach.
    Die Rätselei nach dem Bösewicht macht mir bei „Suspense-Romanen“ immer am meisten Spaß.
    Und die Autorin hat es einem wahrlich nicht leicht gemacht.
    An einem gewissen Punkt hat es bei mir dann Klick gemacht, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, aber dieser Punkt kam sehr spät.
    Der regelmäßige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Charakteren macht es einem noch schwerer, alle Puzzleteile zusammenzufügen.

    Kim Nina Ocker hat über beide Bände hinweg ein verstricktes, undurchsichtiges Netz aus Lügen und Geheimnissen konstruiert, das einen als Leser dauerhaft in Atem hält.
    Für Plottwists, brenzlige Situationen und Gänsehaut-Momente ist bestens gesorgt.
    Die parallel verlaufende Lovestory zwischen Luca und Devan ergänzt die Haupthandlung perfekt, ohne ihr die Show zu stehlen.

  23. Cover des Buches Verheizte Herzen (ISBN: 9783462000603)
    Sarah Crossan

    Verheizte Herzen

    (113)
    Aktuelle Rezension von: su-sun

    Woher sollen wir wissen, welche Tage später mal Wendepunkte sind?
    Man schiebt es hinaus, denkt man hat Zeit, alles zu klären und lässt Sachen ungesagt, Dinge ungetan. Doch was, wenn wir sie nie wieder sagen können?

    Ann arbeitet in einer Kanzlei und verwaltet Testamente anderer Menschen. Sie weiß also zu gut, dass das Ende stets eintreten kann und das man nicht alles vorbereiten kann. Doch das ausgerechnet er, der, mit dem sie noch so viel vor hatte oder halt eben nicht, tot ist, darauf konnte sie sich nicht vorbereiten. Nie wieder kann er sie küssen, sie hinhalten, sie verletzen, sie anlügen… . Da keiner von ihnen weiß, muss sie diesen Verlust, der keiner sein dürfte, weil diese Beziehung nicht sein dürfte, nun mit sich alleine ausmachen. Mehr zu ihm sprechend als zu uns, lässt sie die gemeinsame Zeit in Versen Revue passieren. Kurze, prägnante Sätze, pointierte Worte, retrospektivische Bewertungen und das innerliche Durcheinander: All das machen diesen Roman besonders, wie ein Lied, dessen Songtext sich sofort einprägt.
    Nicht nur inhaltlich empfinde ich Sarah Crossans Werk als sehr originell, die Affäre ist nicht selten vertreten im Roman, aber wann hat eine Protagonistin schon Zeit, die Sicht der Frau kennenzulernen? Dass erst der Mann, der in diesem Liebesdreieck die Spitze bildete; sterben muss für diesen Perspektivwechsel; sagt so viel über die Affäre aus. Das Unehrliche, die Verschlossenheit. Vor allem hat die formale Gestaltung positiv überrascht: Nie hätte ich gedacht, von einem Roman in Versform so begeistert zu sein. Dieser Aufbau der Sprache spielt mit dem Inhalt, erleichtert ihn und macht es gleichzeitig so schwer, nicht mitzufühlen. Auch mein Herz war danach verheizt.

  24. Cover des Buches Pole Poppenspäler (ISBN: 9783872910004)
    Theodor Strom

    Pole Poppenspäler

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Theodor Storm hat mit dieser Novelle wieder eine etwas melancholische Geschichte erschaffen.
    Die Geschichte wurde wieder mit einer Rahmenhandlung konstruiert, und soweit ich das beurteilen kann, war genau dies‘ sein Stil, Geschichten zu erzählen.

    Der Protagonist hat als Kind ein Puppenspiel gesehen, was ihn sehr geprägt hat, insbesondere hinsichtlich seiner Einstellung ggü. den Künstlern, zumal er sich in die Tochter des Puppenspielers verliebt. Die reisenden Künstler an sich wurden eher belächelt und das Handwerk wurde nicht als solches anerkannt, was mich sehr überrascht hat.

    Die Novelle hat mich insbesondere zum Ende hin sehr berührt, ich konnte so mit dem Puppenspieler fühlen. Ich kann die Novelle empfehlen, sie ist ja auch schnell zu lesen!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks