Bücher mit dem Tag "penguin verlag"
97 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.058)Aktuelle Rezension von: irinadoestyStolz und Vorurteil war für mich eine richtig schöne Leseerfahrung. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen und habe das ruhige, elegante Tempo sehr genossen.
Die Übersetzung hat mir besonders gefallen, da sie sehr flüssig ist und den Text leicht zugänglich macht. Man merkt, wie viel Wert auf eine gute Sprache gelegt wurde.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind spannend und fein ausgearbeitet. Insgesamt ein Buch, das man entspannt lesen und einfach genießen kann.
- Walter Moers
Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
(2.261)Aktuelle Rezension von: NefinaDieses Buch hat mich einfach weggeblasen – ehrlich, Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär ist das beste Buch, das ich je gelesen habe! 🤯✨ Walter Moers ist für mich ein Genie, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, und Zamonien ist die Welt, in die ich mich immer wieder kopfüber verlieben könnte. 🐉💙
Käpt’n Blaubär nimmt uns mit auf seine ersten 13½ Leben – und jedes einzelne ist verrückt, wild, fantasievoll und voller Abenteuer. Von Zwergpiraten über sprechende Wellen bis hin zu denkendem Sand und finsteren Katakomben – man stolpert von einer unglaublichen Idee in die nächste. Gerade diese Episodenhaftigkeit macht das Buch so besonders: Jede Geschichte ist einzigartig, und doch hängt alles wie durch unsichtbare Fäden zusammen.
Blaubär selbst ist so ein charmanter Erzähler. Abenteuerlustig, witzig, manchmal naiv – und dabei absolut liebenswert. Man begleitet ihn beim Wachsen, Scheitern, Staunen und Kämpfen. Und genau das macht ihn menschlich (oder bärlich 😉) und so nahbar.
Ein Kapitel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war die Zeit mit den Stollentrollen. Diese merkwürdigen Wesen, mit ihrem ganz eigenen Humor, ihrer Wildheit und ihrer derben Art, waren für mich ein Paradebeispiel dafür, wie Moers Charaktere erschafft, die gleichzeitig grotesk, witzig und tiefgründig wirken. Sie waren laut, gefährlich, manchmal sogar etwas nervenaufreibend – aber absolut unvergesslich. Gerade diese Mischung aus Skurrilität und unterschwelliger Bedrohung ist typisch für Zamonien.
Moers’ Worldbuilding ist einfach next level. Zamonien sprüht nur so vor Ideen, Kreaturen, Schauplätzen und verrückten Details. Manchmal musste ich einfach lachen über seine Wortschöpfungen, manchmal stockte mir der Atem, und dann wieder war ich einfach sprachlos vor Staunen. Kein Autor jongliert so mit Sprache, Humor und Fantasie wie er.
Und dann dieses Cover! 😍 Schon von außen schreit das Buch nach Abenteuer – und im Inneren warten unzählige Illustrationen, die die skurrilen Wesen und Landschaften zum Leben erwecken. Sie sind ein echtes Highlight und machen die Lektüre noch besonderer.
700 Seiten pure Lesefreude – und jede einzelne war es wert. Seitdem habe ich viele Bücher gelesen, aber keins hat mir je wieder dieses Gefühl gegeben, so vollkommen in einer Geschichte aufzugehen. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär ist für mich nicht nur ein Buch, sondern ein Erlebnis. Absolute Leseempfehlung – und ein Stück Literatur, das ich für immer vergöttern werde.
- Jonas Jonasson
Die Analphabetin, die rechnen konnte
(727)Aktuelle Rezension von: MayaBEin weiteres Buch von Jonasson, das mir gut gefallen hat. Ich hatte keine Ahnung, was genau mich erwarten würde, kannte nur meine bisherigen Erfahrungen und dass ich die genossen habe, weshalb ich mit gutem gerechnet habe, und wurde wieder einmal nicht enttäuscht.
Politische Probleme werden mit sehr viel Humor gemeinsam in eine absurde Geschichte gepackt, in der wieder einmal Atomwaffen eine Rolle spielen, ebenso wie ein paar sehr unglaubwürdige Figuren, die in dieser Geschichte aber absolut natürlich wirken, einfach weil die ganze Geschichte so unglaubwürdig ist.
Mit Nombeko und Holger gibt es zwei unglaublich sympathische Hauptfiguren, die ihr bestes tun, um ein möglichst gutes Leben zu führen, ohne dass andere darunter leiden, und mit den drei chinesischen Schwestern und dem amerikanischen Töpfer sind auch für lustige Nebenfiguren gesorgt, die alle ihren Platz in der Geschichte haben. Und dann gibt es da noch die nicht ganz so liebevollen Nebenfiguren, die mir leider eher auf die Nerven gingen, aber auch die hatten eindeutig ihren Platz im Geschehen und es ist ja nicht so, als seien sie versehentlich nervig geworden, sondern man merkt schon sehr deutlich, dass Jonasson sich was bei den Dingen gedacht hat, die er geschrieben hat.
Es gibt ein paar kleinere Momente, bei denen ich mich gefragt habe, ob die Dinge vielleicht doch zu weit gehen in ihrem Humor, da sie einen rassistischen Unterton haben könnten, allerdings habe ich bei Jonasson wirklich das Gefühl, dass er seine Witze eher auf Kosten von den Figuren schreibt, als auf Kosten der Stereotype ihrer Herkunft, auch wenn beides teilweise überschneidet. Ich bin was das angeht aber wirklich kein Experte, und auch nicht betroffen, entsprechend kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass andere Leute das ganz anders sehen würden.
Auch muss ich zugeben, dass ich an so einigen Stellen doch sehr enttäuscht war, als in der Geschichte manche Figuren so stark unter anderen leiden, und die anderen praktisch nie die Konsequenzen davon zu spüren bekommen. Es geht für die Figuren letztendlich gut aus, aber dass man so sehr im Leben anderer herumpfuschen konnte, ohne dass es je zu irgendwelchen Problemen kommt, hat mich doch nicht ganz glücklich gemacht. Auch wenn's vielleicht realistisch ist, dass nicht alle Leute immer vom Karma erwischt werden, aber gewünscht hätte ich's mir hier doch.
Ändert aber nichts daran, dass ich alles in allem wieder einmal eine echt gute Zeit hatte, und Jonasson ist denke ich auch weiterhin auf der Liste der Autoren, bei denen ich nie nein zu einem Buch sagen würde. - Bianca Iosivoni
SORRY. Ich habe es nur für dich getan
(491)Aktuelle Rezension von: januarygirlDas Buch stand schon länger auf meiner Liste, wieso habe ich so lange gewartet, es zu lesen?! Das war gut, richtig gut! Ich hatte immer mal wieder jeden im Verdacht und etliche Theorien und habe es doch nicht kommen sehen! Ein wichtiges Thema, das in meinen Augen sehr gut umgesetzt wurde. Es zeigt auf erschreckende Art und Weise, wie schnell uns alles so etwas passieren kann…
- Jane Austen
Verstand und Gefühl
(870)Aktuelle Rezension von: ReadingWombatDie Romanheldinnen haben einige Eigenheiten, aber anders als bei Emma oder Anne Elliot wuchsen mir die Heldinnen in diesem Roman nicht mit der Zeit ans Herz. Sie wurde mir mit jedem Kapitel lästiger und unverständlicher. Gerade Eleonore mit ihrer Verachtung für jeden anderen Menschen missfiel mir dabei. Aber auch das Ende rettet in diesem Buch nicht die männlichen Charakter. Es fühlt sich an, als ob zwanghaft ein solches fröhliches Ende erfolgen musste.
- Dörte Hansen
Mittagsstunde
(286)Aktuelle Rezension von: mrs_overcityDas perfekte Buch für die norddeutsche Provinz.aber auch überall sonst absolut lesenswert! Warmherzig und mit viel Humor erzählt die Autorin die kleinen und großen Dramen eines Dorfes im Wandel.
Es wird viel getanzt: Vom Line-Dance der 'Brinkbüll Buffalos' in Kunstleder-Cowboystiefeln bis zum letzten Schneewalzer ist alles dabei,.
- Jodi Picoult
Kleine große Schritte
(272)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedDer Roman „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult handelt von Ruth Jefferson, einer Säuglingsschwester. Sie ist ziemlich gut in ihrem Job und wird von den Kolleginnen auch sehr geschätzt. Doch als sie vertretungsweise das Kind einer weiteren Familie versorgen will, stößt sie auf Ablehnung. Ihr, als Afroamerikanerin, wird von der Klinikleitung sogar untersagt, dieses Kind jemals wieder zu berühren. Doch dann geht es plötzlich um Leben und Tod, denn das Kind erleidet unter ihrer Obhut eine schwere Krise und Ruth ist hin und hergerissen, ob sie sich der Anweisung der Leitung widersetzen oder dem Kind auf bestmöglicherweise helfen soll. Doch jede Hilfe kommt zu spät und Ruth Jefferson wird angeklagt. Ihr wird nun eine Anwältin zugeteilt, doch kann Ruth der Anwältin trauen, die den Alltagsrassismus gar nicht erst kennt und verstehen kann?
„Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult war für mich augenöffnend und aufwühlend. Ich hätte Ruth am liebsten aufschütteln wollen, als sie zu ihrer Notlüge gegriffen hat und am Ende musste ich mir wieder eingestehen, dass ich dieses ganze Leid und diese Situation gar nicht wirklich vorstellen kann. Es ist so traurig, dass wir noch heute von so viel Rassismus umgeben sind und kein Mensch sich aus dieser Verantwortung herausnehmen darf. Mir wurde einmal mehr bewusst, wie wir Menschen unterscheiden und nach Äußerlichkeiten bewerten und dass es noch Generationen dauern wird, ehe hoffentlich Gerechtigkeit einkehrt und sich niemand aufgrund von Hautfarbe, sexueller Orientierung, Geschlecht etc. diskriminiert fühlen muss. Wird es so eine Welt überhaupt jemals geben? Ich hoffe es sehr.
„Kleine große Schritte“ war ein sehr lesenswertes Buch für mich. Ich fand die Dialoge zwischen Anwältin und Angeklagte äußerst aufschlussreich und konnte das Buch kaum weglegen. Die Plädoyers waren super geschrieben, doch war ich ab und an von der Nahbarkeit von Ruth´ Anwältin überrascht. Vielleicht ist das auch eine amerikanische Art, die hierzulande erst einmal fremd wirkt.
Von mir gibt es für diesen Roman eine klare Leseempfehlung.
- Annie Darling
Der kleine Laden in Bloomsbury
(271)Aktuelle Rezension von: MirarimKLAPPENTEXT
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens »Der Wüstling, der mein Herz stahl« – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...
»Der kleine Laden in Bloomsbury« ist der Beginn einer Reihe um die wunderbare kleine Buchhandlung und zuvor unter dem Titel »Der kleine Laden der einsamen Herzen« erschienen.MEINUNG
Ein Buch, das ich vor wahrscheinlich zehn Jahren schonmal gelesen habe und total begeistert war. Leider habe ich nun nicht mehr so ganz verstanden, warum mir das Buch damals so gut gefallen hat. 😅🙈 Es ist nun unter anderem Titel bekannt und nochmal erschienen, als ich es in Händen gehalten habe. Der Inhalt ist denke ich aber der gleiche.😉
Posy ist eine junge Frau, die sehr mit ihrer Vergangenheit, aber auch mit sich selbst hadert. Sebastian kennt sie schon immer und somit haben sie auch schon eine lange Verbundenheit.
Die Idee des Buchs mag ich nach wie vor: Dass sie sich schon lange kennen, Enemies to Lovers, etc. Ich mochte auch das Setting mit der Umgestaltung der Buchhandlung. Ich mochte Posys Bruder und ihre wahnsinnig netten Kolleginnen.
Nicht besonders gefallen hat mir aber leider die Liebesgeschichte. Erstens hat es fast bis zum Schluss gedauert, dass überhaupt was passiert ist und zweitens war Sebastian ein dermaßener Unsympath, dass ich nicht gerade mit klopfendem Herzen an den Seiten hing.
Insgesamt für mich ein Buch, das ich wohl besser gut in Erinnerung behalten hätte, als aufgefrischt enttäuscht zu sein. Aber es zeigt ja sehr deutlich, dass Geschmäcker verschieden sind und sich wandeln können. 😊
- JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
(386)Aktuelle Rezension von: Gin_ahab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.
die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?
naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.
- Claire Douglas
Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
(262)Aktuelle Rezension von: bookxn_bellyIch habe zuvor noch nichts von dem Buch oder der Autorin gehört oder gelesen gehabt, daher bin ich wirklich völlig unvoreingenommen gestartet.
Auch wenn das Cover erstmal nicht besonders ist und recht simple scheint, könnte es dennoch nicht besser zum Inhalt des Buches passen.
Der Schreibstil konnte mich bereits im ersten Kapitel richtig packen. Das Buch ist wirklich grandios geschrieben. Es fiel mir wirklich schwer es überhaupt aus der Hand zu legen. Einzig und alleine die Kapitel waren teilweise schon recht lange für meinen Geschmack.
Im Buch wird aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt. Aus Vergangenheit & Gegenwart und zusätzlich noch aus Sicht zweier Personen. Ich fand diese Erzählweise richtig gut und vor allem auch total abwechslungsreich.
Die Charaktere waren alle verständlich und nachvollziehbar.
Zum Ende des Buches konnte ich zwar bereits erahnen, in welche Richtung wir uns mit der Auflösung bewegen und so habe ich einen Teil bereits erraten. Das eigentliche Ende konnte mich dann aber richtig überraschen und war für mich absolut nicht vorhersehbar. Es war gut und überzeugend gemacht!
Schlussendlich kann ich festhalten, dass mich das Buch hervorragend unterhalten hat und ich jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen würde. Das Buch hält was es verspricht und ist eine klare Leseempfehlung wert!
- Maria Nikolai
Die Schokoladenvilla
(256)Aktuelle Rezension von: InaRomStuttgart, Anfang des 20. Jahrhunderts:
Judith Rothmann ist die Tochter eines angesehenen Schokoladefabrikanten und führt mit ihren jüngeren Zwillingsbrüdern ein privilegiertes Leben. Da sie sich sehr für die Herstellung von neuen Schokoladekreationen interessiert, ist es ihr größter Wunsch einmal die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Wilhelm Rothmann hat aber andere Pläne für seine Tochter und arrangiert gegen ihren Willen die Hochzeit mit einem reichen Bankierssohn. Judith wehrt sich mit aller Kraft gegen diese Verbindung mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Von ihrer geliebten Mutter Hélène kann sie auch keine Hilfe erwarten, da sich diese in ein Sanatorium am Gardasee abgesetzt hat. Doch dann tritt Victor Rheinberger in ihr Leben …
Nachdem ich den Zweiteiler „Little Germany“ von der Autorin Maria Nikolai gelesen hatte, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich flog nur so durch die Seiten und genoss wieder diesen flüssigen, wunderbaren Schreibstil. Die einzelnen Kapitel von insgesamt einundsechzig, haben eine angenehme Länge und ermöglichen somit ein gemütliches Lesen. Ich finde die Dialoge der verschiedenen Charaktere sehr gelungen. Besonders bei dem verbalen Schlagabtausch zwischen Victor und Judith`s Vater musste ich sehr schmunzeln. „Ich stelle Sie auf der Stelle wieder ein, Rheinberger! Sie würden meine Lieferanten in Grund und Boden verhandeln.“ (Zitat: Seite 611).
Die Protagonistin Judith ist mir sehr sympathisch, denn sie verkörpert eine junge, willensstarke Frau, die trotz eigener Schwierigkeiten nie auf das Wohl ihrer jüngeren Brüder vergisst. Alle Charaktere wurden sehr gut vorstellbar gezeichnet. Die Autorin hat wieder toll recherchiert und somit habe ich einiges über das Stuttgart der Jahrhundertwende erfahren. Dass die sogenannte „Zacke“ noch heute fährt, fand ich sehr interessant. Am Ende der Geschichte findet man ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Hinweise auf den geschichtlichen Hintergrund. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Ich empfehle dieses Buch unbedingt allen Lesern die gerne Familiengeschichten mit historischem Hintergrund bevorzugen.
- Homer
Die Odyssee
(161)Aktuelle Rezension von: Linda19_7Nach dem Trojanischen Krieg macht sich Odysseus auf den Heimweg nach Ithaka zu seiner Frau Penelope. Doch die Götter sind ihm nicht gnädig gestimmt und machen seine Seereise zu einem Höllentrip der über 20 Jahre andauert.
Nachdem die Ilias eine echte Qual für mich war, hatte ich echt Angst mich der Odyssee zu stellen. Erstaunlicher weiße fand ich die Odyssee deutlich angenehmer zu lesen.
Der Schreibstil ist in altertümlicher Sprache und Versform gehalten. Das macht es einem nicht immer leicht den Sinn aufs erste Mal lesen zu verstehen. Mit etwas Geduld und Übung kommt man da aber mit der Zeit gut rein. Auch, weil wie im Märchenstil oft mit Wiederholungen gearbeitet wird. Was mir auch gut gefallen hat ist die Chronologie in der Erzählt wird. Ein paar Kürzungen gerade zum Ende hin hätten aber sicher auch nicht geschadet.
Die Geschichte an sich fand ich auch echt spannend. Jeder weiß ja so grob worum es geht, genaueres weiß aber kaum jemand, weshalb ich Spaß hatte diese Wissenslückeaufzuarbeiten.
Nochmal lesen werde ich das Buch sicher nicht. Dafür nimmt es mir einfach zu viel Zeit in Anspruch. Trotzdem habe ich es nicht bereut und hatte mit etwas Geduld Spaß an der Sache.
- Jan Beck
Das Spiel – Es geht um Dein Leben
(260)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksAuf einer Party wird Mavie auf ihr cooles, im Dunkeln leuchtendes Tattoo angesprochen. Zuerst denkt sie, es sei ein Scherz, doch dann sieht sie es selbst im Licht der Tanzfläche und gerät in Panik. Sie ahnt nicht, dass das Zeichen sie ins Visier eines gefährlichen Spiels bringt. Zur gleichen Zeit übernehmen die Ermittler Inga Björk und Christian Brand den Fall einer brutal ermordeten Joggerin im Wald. Noch wissen sie nicht, dass dies erst der Anfang einer Reihe grausamer Morde ist. Um das tödliche Spiel zu stoppen, müssen sie selbst die Seiten wechseln und mittendrin mitspielen …
Inga ist eine entschlossene und kluge Ermittlerin, die sich von Gefahr nicht einschüchtern lässt. Sie ist analytisch, behält auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf und denkt immer mehrere Schritte voraus. Trotz ihrer Professionalität zeigt sie Mitgefühl, vor allem gegenüber Opfern und Unschuldigen. Ihr Ehrgeiz und ihre Hartnäckigkeit bringen sie oft an ihre Grenzen, doch genau das macht sie so glaubwürdig und sympathisch. Inga ist außerdem loyal gegenüber ihrem Team, setzt sich für ihre Kollegen ein und hinterfragt Entscheidungen, wenn etwas nicht richtig erscheint.
Christian ist ruhig, überlegt und sehr methodisch in seiner Arbeitsweise. Hinter seiner Fassade steckt aber ein tiefes Verantwortungsbewusstsein und Mut, auch wenn es riskant wird. Er ist clever, kann Situationen schnell einschätzen und reagiert instinktiv, wenn Gefahr droht. Trotz seiner Professionalität ist er menschlich, zeigt Emotionen und bildet einen starken Kontrast zu Ingas impulsiver Entschlossenheit. Christian ist ein Teamplayer, vertrauenswürdig und bereit, alles zu tun, um Menschen zu retten.
Der Schreibstil von Jan Beck war für mich nicht neu, da ich bereits andere Bücher von dem Autoren gelesen habe. Jan Beck schreibt flüssig, spannend und sehr bildhaft, sodass man sofort in die Handlung hineingezogen wird. Die Perspektiven wechseln geschickt zwischen den Ermittlern und der Bedrohung, was die Spannung ständig hochhält. Kurze Kapitel, überraschende Wendungen und dramatische Situationen machen das Lesen extrem fesselnd. Auch die psychologischen Aspekte der Figuren werden gut dargestellt, sodass man sich gut in Inga und Christian hineinversetzen kann.
„Das Spiel – Es geht um dein Leben“ ist ein spannender Thriller voller Nervenkitzel und cleverer Wendungen. Die Dynamik zwischen Inga und Christian verleiht der Geschichte zusätzlich Tiefe und macht das Ermittlerteam sehr sympathisch. Jede Entscheidung und jeder Schritt im Spiel wirkt realistisch bedrohlich, sodass die Spannung konstant bleibt. Thriller Fans, die auf Action und überraschende Wendungen stehen, werden dieses Buch definitiv genießen.
- Gwenda Bond
Stranger Things: Suspicious Minds
(87)Aktuelle Rezension von: FallendreamsNachdem Stranger Things jetzt geendet hat, wollte ich unbedingt noch die Zusatzbücher lesen.
Ursprünglich wollte ich dieses Buch überspringen, da ich mit 008 nicht so viel anfangen konnte. Zum Glück hab ich‘s nicht getan! Es war einfach zu lesen und hat auch echt Spaß gemacht.
Da es zwischen den Staffeln rausgekommen ist, gibt‘s natürlich einige Dinge, die in der Serie anders sind. War für mich aber nicht schlimm. Hab das nicht so eng gesehen, wie andere Hardcore-Fans.
Gab nochmal einige Informationen dazu und mittlerweile wünschte ich, dass ich das Buch gleich zu Release gelesen hätte. Ach Kali… Durch das Buch sehe ich sie nochmal durch ganz andere Augen.
Es gibt verschiedene Perspektivenwechsel, die aber mit kleinen Unterkapiteln eingeläutet werden. So kam ich nicht durcheinander und konnte alles genießen
Fazit
Tolle Hintergrundinfos zu Terry, Elfis Mum. Außerdem lernt man Kali, also 008 viel besser kennen und ich mag sie jetzt auch hundert mal lieber.
- Jo Baker
Im Hause Longbourn
(244)Aktuelle Rezension von: PepaleHinter die Kulissen von Stolz und Vorurteil gesehen. Hier geht es mal nicht um Mrs. Bennet ihren Wunsch, die Töchter gut zu verheiraten und auch nicht um das Leben der fünf Bennet-Schwestern im Detail. Hier geht es um die Dienstboten, die Tag und Nacht für die Bennet-Frauen schuften und zur Stelle sind. Sie sind unsichtbar, kaum wahrgenommen, obwohl doch auch sie ein Leben haben. In dieser Geschichte wird bewusst, dass die Sorgen der Dienstboten niemand wahrnimmt oder erkennt. Wenn ein Dienstbote geht, wird nicht einmal bemerkt, dass es ihn mal gab.
Die Bennet-Mädchen sind faul und verwöhnt. Sie beschmutzen ihre Kleider und lassen sich bedienen. Man denkt beim Lesen von „Stolz und Vorurteil“ nicht darüber nach das die Kleider gewaschen, das Essen gekocht und die Mädchen trotz ihres Alters angekleidet werden müssen. In Stall und Küche geht alles von alleine, ohne das die Herrschaft etwas davon mitbekommt. Bei jedem Wetter, sei es stürmisch, regnerisch oder sonnig, muss die Post nach Netherfield und zurückgebracht werden. Wenn die Damen zu einem Ball gebracht werden müssen, warten die Kutscher stundenlang draußen im kalten oder regnerischen. All das passiert im Hintergrund, von den Dienstboten organisiert.
Sarah ist ein Dienstmädchen und verliebt sich in den Butler James, der ein Geheimnis verbirgt. Auch James ist Sarah sehr zugetan. Als sein Geheimnis droht ans Licht zu kommen verschwindet er bei Nacht und Nebel. Sarah ist traurig, findet ihn am Ende der Geschichte aber noch wieder.
Die Protagonisten sind gut dargestellt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben. Das Cover passt zur Geschichte.
Eine interessante und empfehlenswerte Geschichte.
- Rena Rosenthal
Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume
(103)Aktuelle Rezension von: MarinaHIch habe das Buch Gesche ja bekommen, ehrlich gesagt denke ich, dass ich dieses Buch ansonsten gar nicht gelesen hätte.
Doch der Schreibstil und die Geschichte konnten mich direkt packen und haben einige schönes Lesestunden gestaltet.
Marleene fand ich insbesondere anfangs schwer einzuschätzen, manche Charaktere waren so link, ich konnte keinen Zugang zu ihnen finden. Leider bin ich am Anfang mit den vielen Namen und Figuren durcheinander gekommen, das Personenregister ist also genau passend.
Mit jeder weiteren Seite sind die Charaktere mir ans Herz gewachsen, manche selbstverständlich mehr als andere…Der Schreibstil war frisch, angenehm und unterhaltsam. Leider wurde er mir an manchen Stellen zu langatmig. Manche Passagen haben sich stark gezogen, man hätte einige Dinge kürzen können.
Die historische Darstellung hat mir sehr gefallen, ich hatte das Gefühl, in der Zeit mitzuleben. Außerdem sind mir historische Genauigkeiten immer äußerst wichtig. Hier hat die Autorin den richtigen Ton getroffen.Der Roman liest sich einfach und ist ein leichtes Werk, wenn man einfach ein bisschen abschalten will.
Wenn man die Tuchvilla-Reihe mag, wird diese Trilogie einem auch gefallen. So war das jedenfalls bei mir!Die Rezeptideen am Ende sind eine sehr süße Idee. Leider bleiben bei mir nach diesem Band so viele Fragen offen, dass ich kaum abwarten kann, den nächsten Teil anzufangen.
Insgesamt ein liebevoll gestaltetes und wunderschönes, leichtes Buch.
- Megan Miranda
LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
(134)Aktuelle Rezension von: jadiHast du Lust auf einen düsteren Thriller mit erstklassigem Verwirrungsspiel?
Dann ist „Little Lies“ genau das richtige Buch für dich!
4/5 ⭐️
. Worum geht es genau…
Die Journalistin Leah möchte nach
einem Vorfall auf der Arbeit ihr Leben neu anfangen.
Sie zieht daraufhin mit ihrer besten Freundin Emmy in ein abgelegenes Haus in einem anderen Staat. Eines Tages kommt es zu einem Mordfall an einer Frau, die Leah zur Verwechslung ähnlich sieht… dann verschwindet Emmy spurlos und das Drama nimmt ihren Lauf.
. In „Little Lies“ verfolgen wir Leah als Ich- Erzählerin durch die Geschichte und lernen ihre Gedanken sehr gut kennen. Dadurch glaubt man als Leser schon zu Beginn die Geschichte durchschaut zu haben. Aber dem ist nicht so… Wir machen uns durch Leahs Augen auf den Weg nach der Wahrheit. Das komplette Buch ist ein spannender Weg zur Auflösung mit vielen unerwarteten Wendungen. Aber trotz allem bleibt am Ende die Frage, ob die Auflösung wirklich die Auflösung ist. Was für mich persönlich, der einzigen Kritikpunkt ist… es ist ein sehr gutes Ende… jedoch nicht mein Traumende!
Einfach wieder ein sehr guter Thriller von Megan Miranda! 🖤
- Megan Miranda
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
(324)Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmerNach zehn Jahren kehrt Nic in ihre Heimatstadt Cooley Ridge zurück, um das Haus ihres verschwundenen Vaters zu verkaufen. Doch kaum ist sie dort, verschwindet erneut eine junge Frau. Dieses Ereignis erinnert Nic an das mysteriöse Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne, das vor zehn Jahren nie aufgeklärt wurde.
Wow, für mich ein wirklich tolles Buch, aber nichts für zwischendurch. Denn das besondere an dem Buch ist, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird- von Tag 15 bis 1. Mit jedem Tag treten neue Details, Lügen und Zusammenhänge ans Licht, die Nics Erinnerungen an die Vergangenheit in Frage stellen.
Dadurch entsteht praktisch ein Puzzle, das sich erst am Ende zusammensetzt. Ich fand es toll, kann mir aber vorstellen, dass es nicht für jedermann was ist.
- Nena Tramountani
Fly & Forget
(456)Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_Liv und Noah waren beste Freunde, doch nach dem Tod von Livs Bruder Riley verschwindet Noah aus ihrem Leben. Nach drei Jahren begegnen sie sich wieder, als Liv zufällig in Noahs WG einzieht. Doch Noah scheint nicht mehr der Typ zu sein, der damals Livs bester Freund war, sondern er verhält sich wie ein richtiger Bad Boy. Liv schafft es immer wieder den alten Noah hervorscheinenzulassen, doch Noah hält immer wieder etwas zurück.
Ich mochte auch die beiden anderen Mitbewohnerinnen der WG wirklich sehr. Briony hat eine ruhige und liebevolle Art und ist eine Schauspielerin und eine pure Romantikerin mit großem Herzen. Außerdem sieht sie immer das Gute in den Menschen. Matilda dagegen hat eine quirlige Art, studiert Psychologie und sagt direkt, was sie denkt.
Anthony ist ein wirklich toller Freund für Noah, aber so ganz einschätzen konnte ich ihn noch nicht.
Die Geschichte von Liv und Noah war berührend, vor allem ihre Vergangenheit. Doch die Geschichte konnte mich nicht komplett fesseln. Vielleicht liegt es daran, dass Best-Friends-to-Lovers-Trope nicht unbedingt mein Lieblingstrope ist.
Die Charaktere waren wirklich super, berührend und witzig, aber vollständig mitreißen konnten sie mich noch nicht.
Ich bin trotzdem sehr gespannt die Charaktere im zweiten Band noch besser kennenzulernen.
- Gabriel Tallent
Mein Ein und Alles
(123)Aktuelle Rezension von: KatMaIch hatte ja keine Ahnung, worauf ich mich mit dieser Geschichte einlasse! Nach Beenden des Buches konnte ich knapp eine Woche lang kein anderes beginnen, der Roman wollte erstmal verarbeitet werden!
Es geht um die 14jährige Julia Alveston, genannt Turtle, die nach dem Tod der Mutter bei ihrem Vater aufwächst. Die beiden leben in einem total heruntergekommenen Haus, in asozialen Verhältnissen, abgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern und nur ihr Großvater väterlicherseits lebt auf dem Grundstück in der Nähe. Turtle geht zwar zur Schule, ist dort aber eine Außenseiterin, hat keinerlei Freunde und verhält sich auch sehr abweisend zu allen. Lediglich die Natur (sie kennt jede Pflanze und jede Kreatur) gibt ihr eine Art Heimat. Denn Turtles Welt ist grauenhaft, einfach schrecklich trost- und hoffnungslos. Das Mädchen wird von ihrem schwer gestörten Vater missbraucht und das auf jede denkbare Art und Weise. Glücklicherweise werden die Darstellung nicht allzu bildhaft beschrieben, sie sind schon in der Vorstellung quasi unerträglich.
Dem Autor gelingt es wahnsinnig gut, die kranke Liebe zwischen Vater und Tochter zu vermitteln, warum sich die Tochter nicht mal versucht, aus der Gewalt des Vaters zu befreien und sie als selbstverständlich betrachtet. Erst als eine dritte Person ins Spiel kommt, beginnt Turtle zu handeln, was eine unglaublich interessante Wendung der Geschichte ist.
Den Höhepunkt der Handlung fand ich etwas überzogen aber dennoch passend. Dafür ist die Ausarbeitung von Turtles Charakter großartig, sie ist mir ihrer rauen, harten Art dermaßen ans Herz gewachsen, das ich sie schwer loslassen konnte. Ich habe von Anfang bis Ende mit ihr mitgefiebert und -gelitten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
- Michael Christie
Das Flüstern der Bäume
(149)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterViele Wälder sind abgeholzt, die restlichen Bäume sterben, die Luft ist voller Staub und der Kampf um die letzten Ressourcen und ungiftigen Lebensraum hat begonnen. Eine der letzten Oasen ist die Insel Greenwood vor Vancouver. In diesem Urwald arbeitet Jake als Touristenführerin. Mit ihr beginnt für uns im Jahr 2038 die Geschichte einer Familie, die eng mit den Wäldern verbunden ist. Immer weiter geht es in der Familiengeschichte zurück, bis wir zu ihren Wurzeln kommen, die sich 1908 in die nordwestliche Erde von Kanada gruben.
Was für ein faszinierender Roman. Das Buch ist in erster Linie ein Generationenroman, der die wechselvolle, tragische und außergewöhnliche Geschichte einer Familie erzählt und zwischendurch immer wieder Haken schlägt, die wirklich überraschend sind. Voller Naturmetaphern begleiten wir die einzelnen Familienmitglieder durch ihre Leben, die auch die amerikanische Geschichte widerspiegeln. Wie die Schichten eines Baumstammes jedes Jahr einen Baum wachsen lassen, eine Schicht über der anderen, so sind auch wir gewachsen. Nichts bleibt ohne Folgen. Böse und gute Menschen, richtige und falsche Entscheidungen ziehen sich durch diesen spannenden Text, der uns nach der Lektüre die Bäume und Wälder mit anderen Augen sehen läßt.
"In einem Wald gibt es keine Einzelwesen.Tatsächlich verhält er sich eher wie eine Familie." (S. 512)
Ich habe ein bisschen gebraucht, um in den Text reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Wie sich nach und nach alles in der Handlung zusammenfügt, um dann doch immer wieder eine andere Richtung einzuschlagen, entwickelt einen erstaunlichen Sog.
- Ellen Sandberg
Die Vergessenen
(304)Aktuelle Rezension von: IvonneSpringerIch muss offen zugeben: Ich bin totaler Fan von Ellen Sandberg! Kaum eine andere Autorin schafft es, Figuren so facettenreich und lebensecht zu zeichnen – und genau das liebe ich auch an Die Vergessenen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder völlig in ihrem Kosmos gefangen.
Die Geschichte selbst ist spannend und tiefgründig, aber gleichzeitig wunderbar locker erzählt. Sandberg verwebt Gegenwart und Vergangenheit mit einer Leichtigkeit, die alles andere als oberflächlich ist. Gerade die Dynamik zwischen den Figuren überzeugt mich immer wieder aufs Neue: Jede Person bekommt Raum und Tiefe, selbst Nebenfiguren wirken nie beliebig, sondern stecken voller kleiner Details und Widersprüche. Das macht für mich den ganz besonderen Sandberg-Stil aus.
Was das Buch außerdem auszeichnet, ist diese atmosphärische Dichte – die schwingt einfach auf jeder Seite mit. Egal, ob man gerade in der Vergangenheit mitfiebert oder in den aktuellen Handlungssträngen unterwegs ist, die Charaktere nehmen einen einfach mit. Besonders gefallen hat mir, wie klug und einfühlsam Sandberg familiäre Abgründe, alte Geheimnisse und das Thema Schuld anpackt – dabei bleibt es immer spannend, aber nie reißerisch.
Für mich war Die Vergessenen wieder mal ein absoluter Volltreffer: Ein Roman, der fesselt, zum Nachdenken anregt und mit detailreicher Figurenzeichnung einfach begeistert. Wer komplexe Charaktere mag und Geschichten, die noch lange nachklingen, kommt an Ellen Sandberg nicht vorbei!
- Lia Louis
Jedes Jahr im Juni
(235)Aktuelle Rezension von: Mrs_suesskartoffelIch habe das Buch in einer Bücherbox im Sommerurlaub gefunden, im Juni.
Ich fand es passend und habe es kurzerhand mitgenommen, da mich der Klappentext gleich angesprochen hat.
Das Buch ist ein schönes, leicht zu lesendes Buch, das dennoch eine spürbare Tiefe besitzt, ohne dabei jemals schwer oder deprimierend zu wirken. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die sich mit den großen und kleinen Fragen des Lebens auseinandersetzt – mit Beziehungen, verpassten Chancen, Erinnerungen und der Suche nach dem eigenen Platz. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und lebensnah und lebt weniger von großen Wendungen als von feinen Beobachtungen und emotionalen Zwischentönen.
Besonders gefallen hat mir der Humor, der immer wieder aufblitzt und dem Roman eine angenehme Leichtigkeit verleiht. Die Charaktere wirken authentisch und greifbar, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Ihre Gedanken, Zweifel und Reaktionen fühlen sich vertraut an und machen einen großen Teil des Charmes der Geschichte aus.
Dies war mein erstes Buch der Autorin, und ihr Schreibstil hat mich sofort angesprochen. Sie schreibt mit einer Natürlichkeit, die Raum für eigene Gedanken lässt. Die leichten Gedankensprünge, bei denen nicht jede Überlegung bis ins Letzte ausgeführt wird, wirkten auf mich sehr ehrlich und realistisch – genau so, wie viele von uns denken. Gerade diese Unvollständigkeit macht den Text lebendig und nahbar.
Es war schnell ausgelesen und ich empfand es als eine tolle Lektüre für den Sommerurlaub. - Julia Whelan
Mein Jahr mit Dir
(244)Aktuelle Rezension von: Linda19_7Ellas Lebens Traum geht in Erfüllung als sie ein Stipendium in Oxford erhält. Gleich am ersten Tag Stößt sie mit einem arroganten Schnösel zusammen. Dieser Schnösel stellt sich schon bald als ihr Literatur Professor heraus. Auch wenn sie erst gar nichts mit ihm anfangen kann ändert sich das bald nach einer durchzechter Nacht in einem Pub. Die beiden kommen sich näher doch ein tragisches Geheimnis könnte die beiden schon bald wieder trennen. als Ella davon erfährt steht sie vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens.
Ich habe mich sehr schwer mit dem Schreibstil getan ich habe Anfangs gar nicht richtig in die Geschichte gefunden. Das Buch konnte mich die ersten 100 Seiten auch nicht wirklich packen. Danach wurde es besser ich habe mich langsam an den Schreibtisch gewöhnt und auch die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Allgemein ist alles sehr kitschig und klischeehaft wie eine typische College Verfilmung mit sehr viel Drama und Tränen.
Auch wenn ich anfangs etwas Startschwierigkeiten hatte ich das Buch am Ende doch recht gut unterhalten.Nicht schlecht aber auch kein Highlight.























