Bücher mit dem Tag "penguin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "penguin" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? (ISBN: 9783328101628)
    Megan Miranda

    TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Corinne verschwindet eines Abends spurlos. 10 Jahre später wird erneut eine junge Frau vermisst. Die Parallelen sind unübersehbar, da sie beide im Wald eines kleinen, verschlafenen Örtchens zuletzt gesehen wurden.

    Die Geschichte wird aus Nicolettes Sicht erzählt, jedoch auf verschiedenen Zeitebenen. Neu war, dass die Geschichte von hinten erzählt wurde und von Seite zu Seite näher an den Tag des Verschwindens der jungen Frau rückte.
    Leider machte es diese Erzählweise für mich teilweise so undurchsichtig, dass ich erst viele Seiten später bemerkte, was ich da eigentlich vor einer Stunde gelesen hatte. Die Puzzleteile waren alle da, jedoch für mich kaum zusammensetzbar.

    Die Charaktere wirkten alle ziemlich distanziert, sodass es mir nicht möglich war, zu einem von ihnen eine nähere Bindung aufzubauen. Jeder trug so viele Geheimnisse mit sich, die den Charakter nicht einfach nur geheimnisvoll, sondern unnahbar machten. Auch Nicolette blieb dadurch sehr blass und war nicht zu greifen. Einzig zu Nicolettes und Daniels Vater konnte ich Sympathie aufbauen, da er durch seine Demenz Emotionen in mir auslöste. Schade.

    Der Schreibstil an sich sehr flüssig und leicht verständlich, sodass man sich voll und ganz auf das Geschriebene konzentrieren kann. Leider waren die zeitlichen Zuordnungen auch dadurch nicht auffangbar.

    Die Spannung war nur minimal zu spüren und baute sich lediglich in den letzten 20–30 Seiten auf. Daher würde ich hier nicht von einem Thriller, sondern von einem Roman mit ein paar wenigen Spannungsmomenten sprechen.


  2. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (217)
    Aktuelle Rezension von: books_and_a_blue_sky

    Ich wollte die Schokoladen-Saga schon länger lesen, da mich der Klappentext so gereizt hat. Eine Schokoladen-Manufaktur, das historische Setting, Heiratspläne für die Protagonistin, die überhaupt nicht begeistert davon ist… das hat mich alles schon sehr begeistert. Das Cover mag ich auch echt gerne. Nur stelle ich mir Judith, die Hauptprotagonistin, anders vor wie auf dem Cover. Aber das macht ja nichts.

    Marias Schreibstil ist unfassbar angenehm und auch wenn mich der Anfang nicht catchen konnte, war ich nach den ersten 100 Seiten dem Buch verfallen. Ich habe 607 von 650 Seiten innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ich glaube, das sagt alles aus. Auch der Schreibstil in der dritten Person hat mich überhaupt nicht gestört. Außerdem wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir wiederum gut gefallen hat.

    Die Handlung war zu keiner Zeit langweilig, obwohl das Buch 650 Seiten hat. Judith, die Tochter des reichen Schokolademanufaktur-Besitzers Wilhelm Rothmann, ist gut behütet aufgewachsen und eine reizende junge Dame. Sie wurde den gesellschaftlichen Normen und Regeln entsprechend erzogen. In ihr jedoch brodelt Neugier und ganz viel Begeisterung für Schokolade. So hilft sie in der Fabrik mit, wird von ihrem Vater aber nicht als Nachfolgerin in Betracht gezogen, denn Frauen sollten ja heiraten und sich im Haus und Kinder kümmern. Als Judith dann auch noch erfährt, dass und wen sie heiraten soll, versucht sie einen Ausweg zu finden. Währenddessen bekommt Victor, der einen Neuanfang in Stuttgart wagt, durch einen Zufall einen Job in der Rothmann-Fabrik. Judith und Victor verbringen immer mehr Zeit miteinander und alles wäre perfekt, wäre da nicht die eingefädelte Heirat, diese eine verhängnisvolle Nacht, Victors Vergangenheit und Wilhelms ganz persönlichen Probleme. Die Handlung ist mit vielen Wendungen, die man teilweise erahnen, teilweise aber auch nicht vorhersehen konnte, geschmückt. In diesem Buch findet man alles, was das Herz eine*s*r Liebesromanliebhaber*s*in höherschlagen lässt. 

    Die Protagonisten haben mir alle überaus gut gefallen und haben sehr gut in die Zeit gepasst. Vor allem Judith ist eine kleine Heldin für mich. Sie ist erst 21 Jahre alt und schon sehr reif für ihr Alter. Sie weiß, was sie will, nämlich die Schokoladenmanufaktur ihres Vaters übernehmen, und kämpft dafür. Gerade weil sie aus gutem Hause kommt und es sich in der damaligen Gesellschaft für Damen nicht geziemt eine Firma zu übernehmen, finde ich es toll, dass sie ihre Ziele trotzdem verfolgt. Sie ist klug, selbstbewusst und ihre Leidenschaft für Schokolade inspiriert. Victor ist ein wahrer Gentleman und ebenfalls ein kluger junger Mann. Ich bewundere es wie er für Judith kämpft, obwohl die Situation ab und zu unlösbar scheint. 

    Besonders gefallen haben mir auch Charlotte und Dorothea, Judiths Freundinnen, die sie jederzeit unterstützen. Für einige brenzlige, aber oft auch lustige Momente haben Judiths Brüder, die Zwillinge Anton und Karl, gesorgt. Die zwei sind einfach Lausbuben und man kann ihnen ihre Streiche irgendwie nicht böse nehmen – außer natürlich ihr Vater Wilhelm, der die zwei regelmäßig bestraft. Auch Dora, Judiths Zofe, habe ich gleich ins Herz geschlossen. Ich finde es so schön, dass sie für Judith da ist und gleichzeitig auch eine freundschaftliche Verbindung zu ihr hat.

    Ich freue mich schon total auf den zweiten Band der Reihe, der inzwischen bei mir Zuhause eingezogen ist.

    Fazit: Ein wundervoller Roman mit historischem Setting und bezaubernden Hauptprotagonisten. In diesem Buch findet man alles, was das Herz eine*s*r Liebesromanliebhaber*s*in höherschlagen lässt. Ich kann es auf jeden Fall allen empfehlen, die ab und zu gerne eine Zeitreise in die Vergangenheit wagen und dabei nicht auf den Liebesaspekt verzichten möchten.

  3. Cover des Buches Targa - Der Moment, bevor du stirbst (ISBN: 9783328101512)
    B. C. Schiller

    Targa - Der Moment, bevor du stirbst

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Gefallen haben mir Targas gut beschriebene Charakterzüge. Sie ist eigenwillig, arm an Emotionen und trotzdem steckt in ihr eine sensible Seele. Etwa zu vergleichen wie bei Stieg Larsson "Lisbet Salander". B.C. Schiller schreibt temporeich, spannend und unterhaltsam. Das Buch ist eine Mischung aus der "Millennium Trilogie", und "das Schweigen der Lämmer". Der Nebenschauplatz mit Carlos Schmidt ist etwas weit hergeholt und zerstört die Geschichte. 

  4. Cover des Buches Weihnachten auf der Lindwurmfeste (ISBN: 9783328600718)
    Walter Moers

    Weihnachten auf der Lindwurmfeste

     (150)
    Aktuelle Rezension von: just_like_a_library

    „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist ein Roman aus der Welt Zamonien von Walter Moers. Die Zamonien-Bücher von Walter Moers gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich war deshalb schon sehr gespannt auf dieses Buch.

    In diesem kurzen Roman erfährt man durch den berühmten Dichter Hildegunst von Mythenmetz etwas über das zamonische Fest Hamoulimepp, das auf der Lindwurmfeste gefeiert wird und unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Hildegunst von Mythenmetz erzählt dies in Form eines Briefes seinem Freund Hachmed Ben Kibitzer, den man bereits aus „Die Stadt der Träumenden Bücher“ kennt.

    Der Schreibstil von Walter Moers ist wie gewohnt unterhaltsam, lustig, skurril und humorvoll. Man kann sich alles sehr bildlich vorstellen und man merkt, dass der Autor eine wirklich tolle Fantasie hat.

    Die Illustrationen von Walter Moers und Lydia Rode sind wunderschön gestaltet und werten den ganzen Briefroman auf. Besonders die taxonomischen Tafeln, die nach dem Briefwechsel zu finden sind, fand ich sehr schön und sie haben dazu beigetragen, dass man sich alles noch besser vorstellen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass alle Seiten in Form eines Briefes gestaltet waren und man so das Gefühl hatte, wirklich den Brief von Mythenmetz zu lesen.

    „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist für Zamonien-Fans ein wunderschönes, kurzweiliges Buch, welches besonders für Sammler ein Highlight ist. Ich hatte wirklich sehr viel Spaß beim Lesen, musste oft schmunzeln und freue mich schon auf weitere Bücher aus Zamonien.

    Bewertung: 5/5 ⭐️

  5. Cover des Buches Sommernacht (ISBN: 9783328106166)
    Lucy Foley

    Sommernacht

     (147)
    Aktuelle Rezension von: frollein_line

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen da er angenehm einfach ist, aber nicht stumpf wirkt. Auch die Einteilung und Länge der Kapitel fand ich gelungen - wir lesen das Buch aus mehreren Sichten und diese werden immer mit Namen und der Rolle inmitten der Hochzeitsgesellschaft angekündigt (z.B. Braut, Brautjungfer...). Das fand ich irgendwie cool und hat mich etwas an das Horrorgame "Until Dawn" erinnert. Im Buch hätte jetzt nur noch gefehlt, dass bei jedem Protagonist, wie im Game, Eigenschaften dabei stehen. Während der Story erfährt man immer mehr über die Charaktere und der ein oder andere wurde mir immer unsympathischer oder sympathischer. Das Buch ist ziemlich ruhig für einen Thriller und ist für mich eher ein Spannungsroman. Aber ich mochte es trotzdem ganz gerne und fand es gerade auf Grund der Ruhe und den nahenden Sturm interessant. Einen Teil der Auflösung kann man sich schon schnell denken da das Buch nicht versucht einen an der Nase rum zu führen. Aber ich wurde zum Ende trotzdem auch überrascht. Fast jeder Charakter hat seine Geheimnisse und eine Verbundenheit zu einander die ich teilweise als einen zu großen Zufall, unrealistisch und konstruiert empfand. Da hat die Autorin, an den falschen Stellen, krampfhaft versucht einen Plottwist zu schreiben. An sich aber ein gutes Buch für Bookies die auf sanftere Thriller steht.

  6. Cover des Buches Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original (ISBN: 9783328104643)
    Gwenda Bond

    Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ayliensbuecherwelt

    •Rezension•

    Stranger Things: Suspicious Minds von Gwenda Bond 


    Handlung: 

    Sommer 1969: Die Amerikanerin Terry Ives studiert am College, als sie von einem bedeutenden Experiment im Auftrag der Regierung hört. Sie meldet sich als Testperson, aber schon bald muss sie feststellen, dass es sich um keine normale Studie handelt: Unter dem Decknamen MKULTRA werden ihr in einem geheimen Labor bewusstseinsverändernde Substanzen verabreicht. Sie ahnt nicht, dass hinter den Mauern des Hawkins National Laboratory eine Verschwörung lauert, die größer ist, als sie sich je hätte vorstellen können. Doch es gibt jemanden, der ihr dabei helfen kann, das Böse zu besiegen: Ein Mädchen, das im Labor vor der Welt versteckt gehalten wird. Sie hat übermenschliche Kräfte – und eine Zahl anstelle eines Namens: 008 …


    Meine Meinung:


    Die Serie habe ich wirklich verschlungen und habe mich sehr auf diese Geschichte aus der Vergangenheit gefreut. Der Schreibstil war super zu lesen und man hat viele Informationen hinzugewonnen, mit denen man nie gerechnet hätte. Das Buch hatte wenig langatmige Momente und hatte an vielen Stellen spannende Handlungsstränge. 


    3/5⭐️

  7. Cover des Buches One Of Us Is Lying (ISBN: 9780141375632)
    Karen M. McManus

    One Of Us Is Lying

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Lenchen2707

    HANDLUNG


    Als die fünf Schüler, Simon, Bronwyn, Addy, Nate und Cooper zum Nachsitzen kommen wissen sie noch nicht, dass einer von ihnen diesen Unterricht nicht überleben wird. Simon der Gründer der Gossip App stirbt nämlich und schnell werden die anderen Schüler zu verdächtigen...


    CHARAKTERE


    Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einem Thriller so tolle Charaktere finden würde, mit denen ich mich wirklich anfreunden kann, sowie ihre Motive verstehen kann. Für mich waren Bronwyn und Nate diesbezüglich wirklich großartig. Das liegt auf jeden Fall daran, dass ich eine berührende Liebesgeschichten immer zu schätzen weiß, aber auch daran, dass die Beiden alleine vielfältige Charaktere sind und hinter ihrem Image so viel mehr steckt. Was das angeht konnten mich Addy und Cooper nämlich nicht ganz so überzeugen. Während Addy sich zumindest ein wenig von ihrem Klischee losgelöst hat und somit auch ohne Jake selbstständiger wurde und gelernt hat selber zu denken, schien mir Cooper nicht wirklich als hätte er extrem tiefergehende Charakterzüge, die ihn besonders machen. Das kann aber auch so auf mich gewirkt haben, da ich finde, dass sein Geheimnis nicht wirklich ein Charaktermerkmal für mich darstellt und ich diesbezüglich gar nicht sonderlich schockiert war. Ich denke dieses Thema ist in meinem Alltag einfach schon zu stark verankert und normalisiert, als das es mich hier noch großartig mitreißen könnte. Alles aber natürlich reine Ansichtssache.

    Nate und Bronwyn waren für mich eben der Fokus, da Nate eben die Kategorie Mensch trifft über die ich normalerweise auch lesen würde (ich bin mit diesem Buch ein wenig raus aus meiner Genre Komfortzone, da ich normalerweise Na/YA lese). Er ist ein Badboy hinter dem aber natürlich mehr steckt und sie ist das typische Mustermädchen, dass zielstrebig und fleißig ist. Diese Mischung macht mich schon in Romanen immer sehr glücklich und auch hier hat sie zwischen den ernsten Vorfällen immer wieder einen Grund gegeben etwas schönes entstehen zu sehen. Ab und zu war es eben die richtige Ablenkung, sodass dieser Thriller persönlicher wurde.


    HANDLUNG


    Da dies mein erster Thriller ist habe ich noch nicht ganz so hohe Erwartungen wie manche Leser, die oft in diesem Genre sind, doch ich kann definitiv sagen, dass das was ich gelesen habe mir sehr gut gefallen hat. Zuerst einmal steigt man recht schnell in das Geschehen ein, was einen dann sofort packt. Zusätzlich wird auch gleich eine erste Unstimmigkeit aufgedeckt, die das Ganze noch spannender und mysteriöser gestaltet. Schon nach 10 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr wegpacken und das geht mir nur selten so. Spannend war auch zu sehen, wie die verschieden Charaktere sich miteinander verhielten. Man merkt schon klare Verhaltensmuster in ihren jeweiligen Sichtweisen und diese können teilweise wirklich überraschend und interessant sein. Größtenteils des Buches scheint es immer kleine Untergruppen geben so gehören Nate und Bronwyn und auch Cooper und Ady etwas mehr zusammen, als alle vier. Mit der Zeit ändert sich das aber sogar und man merkt einen schönen Zusammenhang der teilweise an eine Mischung aus dem Breakfast Club und an Riverdale (als es noch gut war) erinnert. Für mich war es jedenfalls der passende Start in dieses Genre und ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen.


    SCHREIBSTIL


    Karen M. McManus hat mich mit ihrem Schreibstil sofort voll und ganz überzeugt. Ich finde ihre Entscheidung aus vier Sichten zu schreiben in diesem Buch überaus passend und denke, dass es hier sogar noch schwieriger war, was das Wissen und die Verdächtigen angeht. Das wurde definitiv gut gemeistert, da immer nur in kleinen Portionen die Informationen durchgesickert sind und das noch mehr Lust auf mehr gemacht hat. Locker und doch an den richtigen Stellen ernst schreibt sie hier eine wundervolle Geschichte, die mich absolut packen konnte.


    Fazit: Eine ganz klare Empfehlung von mir auch an alle Leute, die sich noch unschlüssig sind, was das Buch oder das Genre angeht. Ihr werdet diese Geschichte sicherlich mögen!

  8. Cover des Buches Believe Me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. (ISBN: 9783328103264)
    JP Delaney

    Believe Me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser.

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Claire versucht sich mit einem ganz besonderen Nebenjob ihr Schauspielstudium zu finanzieren: Sie ist Treuetesterin & flirtet für Geld mit verheirateten Männer. Ist sie sonst jedes Mal erfolgreich, so scheint sie bei Patrick Fogler zunächst auf Granit zu beißen. Doch irgendetwas ist dieses Mal anders: Die Ehefrau scheint nicht nur misstrauisch zu sein, sondern regelrecht Angst vor ihrem Mann zu haben. Am Morgen nach der Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt zunächst den Witwer, doch um diesen Verdacht zu bestätigen, soll Claire mit der Polizei zusammen arbeiten.

    Die Geschichte wird aus Claires Sicht erzählt, die teilweise Drehbuchgestalt annimmt. Naheliegend, da die Protagonistin eine Schauspielerin ist und der:dem Leser:in so die Chance gegeben wird, sich auf Claires Charakter einzustimmen. Zunächst brauchte ich eine Weile, um in diesen Stil hinein zu kommen, aber da er nicht überwiegt, konnte ich mich voll und ganz auf die Handlung einlassen.

    Die Charaktere hielten bis zum Schluss einige unvorhergesehene Charakterzüge unter Verschluss, die man so niemals vermutet hätte. Und auch wenn ich schnell Sympathie zu Claire entwickelte, konnte ich sie bis zur letzten Seite kaum einschätzen. Trotzdem lernte ich sie nach und nach immer besser kennen, was mir einen Draht zu ihr verlieh.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig & baut eine ungemein bedrohliche Atmosphäre auf, die auf jeder Seite zu spüren ist. 

    Die vielen Wendungen hielten mich bei Laune, auch wenn sie mich hin & wieder verwirrten. Einen kleinen Abzug gibt es für mich bei der Spannung, die nicht nonstop aufrechterhalten wurde. Jedoch handelt es sich hierbei um einen soliden Psychothriller, der mir ein kurzweiliges Lesevergnügen verschaffen konnte.

  9. Cover des Buches Willkommen in Lake Success (ISBN: 9783328600695)
    Gary Shteyngart

    Willkommen in Lake Success

     (55)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Auf der Flucht ist er, Barry Cohen, millionenschwer, großer Fan von zahlreichen gesammelten Uhren. Er flüchtet vor seiner Familie, seiner ach so perfekten Ehe, vor der Tatsache, dass sein Sohn wohl autistisch ist. Auch die US-Börsenaufsicht ist hinter ihm her. Also macht er sich mit dem Greyhound-Bus und seinen Lieblingsuhren auf den Weg von New York auf eine Reise durchs ganze Land um seine College-Liebe Layla zu finden. Findet er bei ihr das echtere Leben?

    Schon etwas länger stand „Willkommen in Lake Success“ bei mir im Bücherregal, nun habe ich es mir endlich geschnappt und gelesen. Versucht zu lesen. Nun ja, das hat teilweise geklappt.  

    Der Schreibstil des Buches war soweit ganz ok für mich, grundsätzlich gut verständlich, inhaltlich zu Beginn erst einmal eher kryptisch, bis man wusste, was hier wohl wie vorgefallen ist. Was mich beim Lesen gestört hat, war die Art von Humor, die wohl nicht unbedingt mein Fall ist. Es ist definitiv unterhaltsam und auch lustig, für mich aber oft zu übertrieben lustig dargestellt, so dass ich sowas einfach nicht mehr mag. Einfach eben speziell. 

    Die Geschichte an sich ist schon kurios, andererseits ist ein Ausbrechen heutzutage oftmals eine große Chance, oft aber halt auch mehr Flucht vor dem bisherigen Leben. Insofern war es zu Beginn durchaus auch spannend zu lesen, wie Barry Cohen diesen Weg antritt, welchen Hindernissen er ausgesetzt ist, wie er diese angeht. Für mich war es jedoch auch nach längerem Lesen so, dass mich die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen konnte, was wohl an der Art und Weise des Stils lag. Grundsätzlich war es lustig zu lesen, wie humorvoll manche amerikanischen Dinge angegangen werden, wie wahr diese Sachen dann wieder sind und absurd. Mir war es aber einfach zu übertrieben und daher auf Dauer zu nervig zum Lesen.  

    Insofern war es leider kein Roman, der mich absolut begeistert hat, ich würde ihn nicht unbedingt weiterempfehlen, außer ich weiß, jemand mag diese Art von Humor sehr gerne. Von mir gibt es hier entsprechend auch nur 2 von 5 Sternen, die grundsätzliche Geschichte und den Ansatz fand ich gut, die Umsetzung war für mich persönlich leider nichts.  

  10. Cover des Buches Der kleine Laden in Bloomsbury (ISBN: 9783328103196)
    Annie Darling

    Der kleine Laden in Bloomsbury

     (262)
    Aktuelle Rezension von: leseHuhn

    Der kleine Laden in Bloomsbury 

    von Annie Darling

    erschienen im Penguin Verlag 2018 

    Taschenbuch 415 Seiten

    Klappentext 

    Manchmal ist Liebe das, 

    was trotzdem passiert.

    Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy End zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv - und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise. Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl - mit Sebastian als Held zum Verlieben ...

    Meine Meinung 

    Schnell finden wir uns in Bloomsbury und im kleinen Buchladen zurecht. Die Protagonisten sind vielfältig und bunt. Besonders Posy und Sebastian sind teilweise zum Schreien. Kleine Sticheleien und Missverständnisse pflastern ihren Weg. 

    Die Steine, die Sebastian Posy bei der Gestaltung von ihrem neuen Buchladen in den Weg legt, werden bald für ihn zur eigenen Stolperfalle. Posy bekommt einige Mitstreiter an die Hand, die im Hintergrund helfen, das sich ihr Buchladentraum vielleicht doch noch erfüllt.

    Posy ist eine junge, verträumte, aber liebenswerte 28-jährige Buchhändlerin. Ihr Durchsetzungsvermögen gegenüber Sebastian lässt zu wünschen übrig.

    Sebastian, ein verwöhnter, gut aussehender junger Mann mit Ecken und Kanten.

    Fazit 

    Der Schreibstil von Anne Darling ist locker und leicht. Schnell findet man sich auch mit den vielen Protagonisten zurecht. Sie sind alle sehr liebevoll beschrieben. Auch die bildhafte Beschreibung des Buchladens und anderer Örtlichkeiten entführt uns nach Bloomsbury. Am Ende erfahren wir noch ein paar persönliche Details von der Schriftstellerin und ein leckeres Rezept gibt es auch noch dazu. Von mir gibt es 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und der zweite Teil wartet schon auf mich.

  11. Cover des Buches Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück (ISBN: 9783328104889)
    Sophie Villard

    Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

     (62)
    Aktuelle Rezension von: milkysilvermoon

    Europa in den 1930er- und 1940er-Jahren: Als reiche Erbin kann sich Peggy Guggenheim nicht über mangelnde Gesellschaft beklagen. Doch sie erwartet mehr. Sie will sich den Traum von einer eigenen Kunstgalerie erfüllen. Dieser Plan lässt sich allerdings nur schwer mit ihrem Liebesglück vereinbaren. Und es ergeben sich weitere Schwierigkeiten...

    „Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück“ ist ein Roman von Sophie Villard.

    Meine Meinung:

    Der Roman besteht aus drei Teilen, die wiederum in kurze Kapitel untergliedert sind. Erzählt wird in chronologischer Reihenfolge aus der Sicht von Peggy. Die Handlung umfasst die Jahre 1937 bis 1942. Sie spielt an wechselnden Schauplätzen, zum Beispiel Paris und London. Orts- und Zeitangaben zu Beginn einzelner Kapitel helfen bei der Orientierung. Dieser Aufbau ist sinnvoll und funktioniert gut. 

    Der Schreibstil ist unauffällig, aber anschaulich und bildhaft. Gelungene Beschreibungen und ausreichend wörtliche Rede lassen die Szenen lebendig vor dem geistigen Auge erscheinen.

    Im Fokus der Geschichte steht erwartungsgemäß die historische Persönlichkeit Peggy Guggenheim, mit der ich mich vorher noch nicht befasst hatte, die aber eine reizvolle Protagonistin abgibt. Ob die Darstellung der tatsächlichen Person gelungen ist, kann ich schlecht beurteilen. Allerdings konnte ich mich gut in die lebensnah wirkende Protagonistin einfühlen. Darüber hinaus tauchen weitere große Namen wie Samuel Beckett und Max Ernst auf. Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Personen.

    Gut gefallen hat mir, etwas über die Kunstsammlerin zu erfahren, die ein ebenso tragisches wie interessantes Leben führte. Der Roman hat mir ihre Person auf unterhaltsame Art näher gebracht. Da für Peggy Guggenheim Männergeschichten charakteristisch waren, nehmen Beziehungen, Sex und Affären im Buch viel Raum ein. Das macht den mehr als 400 Seiten umfassenden Roman kurzweilig. An manchen Stellen jedoch ist mir die Handlung zu sprunghaft und zu wenig detailliert, was andere Themen wie die Kunst an sich und die Umstände der damaligen Zeit, zum Beispiel die Anfänge des Zweiten Weltkriegs, angeht.

    Dass sich die Autorin intensiv mit Peggy Guggenheim beschäftigt und eine gründliche Recherche betrieben hat, ist nicht nur aus dem informativen Nachwort ersichtlich, sondern an vielen Stellen im Buch. 

    Das Cover ist recht austauschbar, aber hübsch gestaltet. Der Titel ist für meinen Geschmack etwas zu kitschig, gleichwohl jedoch nicht falsch.

    Mein Fazit:

    „Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück“ von Sophie Villard kann zwar keine ausführliche Biografie ersetzen. Dennoch ist der Roman ein unterhaltsames und lesenswertes Porträt einer faszinierenden Kunstsammlerin.

  12. Cover des Buches Das Mädchen im Eis (ISBN: 9783328100973)
    Robert Bryndza

    Das Mädchen im Eis

     (53)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Dieses Buch war für mich mal wieder der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die in Großbritannien spielt. Aber nachdem ich fast alle Bücher von Peter James mit Detective Superintendent Roy Grace verschlungen habe, habe ich sie halbwegs drauf, die Lingo der britischen Polizei. Wir haben es in dieser Reihe mit einem weiblichen Detective Chief Inspector zu tun, genauer gesagt mit DCI Erica Foster, die immer noch leicht traumatisiert von ihrem letzten Einsatz, der für fünf ihrer Kollegen tödlich endete, einen neuen Fall aufklären soll. Es ist nicht irgendein Fall. Bei der Toten im Eis handelt es sich um Andrea Douglas-Brown, deren Vater ein einflussreicher Mann in London ist. Sie muss gegen viele Widerstände ankämpfen und hat es nicht leicht im Team mit einem Kollegen, der ihr nicht die Butter auf dem Brot zu gönnen scheint. Schnell findet sie heraus, dass Andreas Mord wohl nur die Spitze des Eisbergs darstellt und sie ganz tief graben muss, um auch das letzte Schnippelchen Wahrheit ans Licht zu bringen … schließlich endet sie selbst im Visier des Killers …

    Der britische Krimi, der mittlerweile in 22 Ländern erschienen ist, hat mir sehr gut gefallen. Erica gefällt mir. Sie ist clever, tough und weiß sich durchzubeißen. Manchmal überschreitet sie jedoch Grenzen, die ihr leicht das Leben kosten könnten. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit ihr und dem Department weitergehen wird und vergebe solide vier von fünf Sternen. 

  13. Cover des Buches Küsse im Aprikosenhain (ISBN: 9783328105695)
    Persephone Haasis

    Küsse im Aprikosenhain

     (56)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Nathalie wurde von ihrem Freund Elias per Postkarte verlassen. Kein feiner Schachzug seinerseits und gleichzeitig Nathalies größtes Glück.
    Henni, Camille, Felix und auch Maurice sind wunderbare Charaktere. Man hat alle sofort ins Herz geschlossen. Auch die, leider, schon verstorbene Adeline.

    Dieses Buch hat mich absolut mitgerissen und ich würde es jederzeit jeder Person empfehlen!
    Ganz ganz große Buchliebe.

  14. Cover des Buches Ein Schotte kommt selten allein (ISBN: 9783328104537)
    Karin Müller

    Ein Schotte kommt selten allein

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca_Loebbert

    Ich bin vor 2 Jahren für mein Studium nach Inverness gezogen und arbeite als Volunteer im Culloden Battlefield Visitor Centre. Daher kenne ich Busgruppen, wie sie in dem Roman beschrieben werden, was es nochmal lustiger machte. Natürlich ist in der Geschichte viel überspitzt, aber daswar ja auch die Absicht. Ich finde den Schreibstil sehr witzig und ich persönlich konnte mich gut und schnell in die Geschichte hineinversetzen. Wenn es eine Forsetzung gibt, wie im Nachwort angedeutet wird (?), dann werde ich sie auf jeden Fall lesen!

  15. Cover des Buches Nineteen Eighty-Four (ISBN: 9780141036144)
    George Orwell

    Nineteen Eighty-Four

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Darcy
    "'How many fingers am I holding up, Winston?' 
    'Four.' 
    'And if the Party says that it is not four but five - then how many?' 
    'Four.' The word ended in a gasp of pain."   

    In "1984", erstmals erschienen im Jahr 1949, beschreibt der englische Autor George Orwell (1903-1950) das Leben seines Protagonisten Winston Smith in dem fiktiven totalitären Superstaat Oceania, der sich aus dem amerikanischen Kontinent, den Inseln im Atlantik, Australasien und dem südlichen Teil Afrikas zusammensetzt. Der Rest der Welt ist in die beiden Superstaaten Eurasia und Eastasia aufgeteilt, gegen die Oceania seit Jahrzehnten schon Krieg führt. Winston wurde wahrscheinlich 1944 oder 1945 geboren, sodass er zu Beginn der Geschichte wohl 39 Jahre alt ist. Ganz sicher sein kann er sich nicht, da in seiner Welt das Regime, die Partei, jegliche Fakten ständig ihren Ansichten anpasst. So werden zum Beispiel Wirtschaftsprognosen nachträglich nach unten korrigiert, falls sie sich nicht bewahrheiten, damit es hinterher so aussieht, als wären die Erwartungen übertroffen worden. Die Partei meint außerdem, dass die Welt und auch die Vergangenheit lediglich in den Köpfen der Menschen existieren. Auch die Existenz von Naturgesetzen wird bestritten. Die Partei allein entscheidet, was der Wahrheit entspricht. "Everything faded into mist. The past was erased, the erasure was forgotten, the lie became truth." Wer durch nonkonformes Verhalten auffällt, wird festgenommen, gefoltert und umgebracht, woraufhin jeder Beweis für seine Existenz ausgelöscht wird. Bei der Aussicht auf ein solches Schicksal fällt es schwer zu beurteilen, ob Winston, wie es zunächst den Anschein hat, tatsächlich der einzige Bewohner Oceanias ist, dem es irgendwie gelingt, sich der allumfassenden Gehirnwäsche durch die Partei zu entziehen, oder ob andere genauso denken wie er, sich aber nicht trauen, die Stimme zu erheben. Zudem gilt es tatsächlich bereits als schweres Verbrechen, systemkritische Gedanken zu hegen ("Thoughtcrime"). "'Do anything to me! [...] Is there anybody else you want me to give away? I don't care who it is or what you do to them. I've got a wife and three children. You can [...] cut their throats in front of my eyes [...] . But not room 101!'" Die Menschen wissen nur wenig über die Vergangenheit und die Welt, wie sie vor der Machtergreifung durch die Partei, mit Big Brother an ihrer Spitze, war. Ob es Big Brother, der in Form von riesigen Postern, die sein Gesicht zeigen, omnipräsent ist, wirklich gibt, weiß auch niemand genau. Im Sinne des Prinzips "Doublethink" wird den Menschen abverlangt, gleichzeitig mehrere einander widersprechende Aussagen im Kopf zu haben und an jede davon zu glauben. Außerdem hat die Partei "Newspeak" erfunden, welches nach und nach die traditionelle Sprache, "Old English" genannt, ersetzen soll. Seine Entwickler brüsten sich damit, dass Newspeak die einzige Sprache ist, in der es Jahr für Jahr weniger Begriffe gibt. Darüber hinaus ist es der Partei gelungen, die meisten Formen natürlichen Verhaltens, besonders Emotionen und Liebe zwischen den Menschen zu beseitigen. Zwar werden Eheschließungen zur Zeugung von Kindern zum Zweck des Fortbestands des Staates weiterhin geduldet, jedoch nur, falls keine intimen Gefühle im Spiel sind. Auch Winston ist verheiratet, allerdings haben er und Katharine sich vor zehn Jahren getrennt und seitdem keinen Kontakt mehr. Katharine wird einerseits als äußerlich schön, andererseits aber als "the most stupid, vulgar, empty mind that he had ever encountered" beschrieben; in dem Buch wird sie nur am Rande erwähnt. Alle Kinder treten im Alter von sieben Jahren der Organisation "The Spies" bei, wo sie lernen, anstelle ihrer Familie vielmehr die Partei zu lieben, weshalb sie nicht einmal vor der Denunziation ihrer Eltern zurückschrecken. Die Gesellschaft Oceanias besteht aus drei Schichten, den Mitgliedern der Inner und der Outer Party und den Proletariern. Letztere sind Winstons einzige Hoffnung, dass irgendjemand das System stürzen könnte. Leider handelt es sich bei ihnen lediglich um eine unpolitisch und von der Partei bewusst dumm gehaltene Masse. Trotzdem ist unter ihnen noch am meisten Menschlichkeit zu finden. Die Mitglieder der Outer Party, zu denen auch Winston zählt, fristen eigentlich ein ziemlich freudloses und tristes Dasein, so gibt es zum Beispiel regelmäßig Schwierigkeiten bei der Beschaffung verschiedener Grundgüter. Einzig die Mitglieder der Inner Party dürfen sich an ein bisschen Luxus erfreuen. "the object was not to stay alive but to stay human" Winston arbeitet im Ministry of Truth, wo er für die beschriebene Überarbeitung der Berichte sorgt, die der Partei nicht mehr gefallen. Obwohl er die Partei hasst, macht ihm die Arbeit Spaß, da zumindest einige Aufgaben ihn intellektuell fordern. Schon bevor er sie persönlich kennenlernt, fällt Winston Julia bei der Arbeit im Ministerium auf, zunächst löst ihr Anblick allerdings einiges Unbehagen bei ihm aus und er kann sie nicht ausstehen. Dann übergibt sie ihm eines Tages aus heiterem Himmel eine Nachricht mit dem Inhalt "Ich liebe dich". Im Folgenden beginnen die beiden damit, sich regelmäßig zu treffen, wobei sie dies stets heimlich tun müssen, da die Partei eben außereheliche Liebesbeziehungen verbietet. Die Beziehung zwischen Winston und Julia ist zu Beginn auch nicht von besonderer Emotionalität geprägt, sondern dient hauptsächlich der Befriedigung ihrer sexuellen Triebe, außerdem stellt sie einen Akt des Widerstands gegen die Partei dar. Im Laufe der Geschichte verlieben sie sich dann aber doch noch richtig ineinander. Julia ist mit 26 Jahren deutlich jünger als Winston und wird von ihm als schön bzw. körperlich anziehend empfunden. Sie ist im Fiction Department angestellt, wo sie mit den Maschinen arbeitet, die neue Bücher schreiben. Julia hasst ebenfalls die Partei, kritisiert sie, im Gegensatz zu Winston, aber nicht grundsätzlich, sondern nur, wenn durch deren Vorgehen Einfluss auf ihr persönliches Leben genommen wird und macht sich nicht so tiefgründige Gedanken über die Thematik. Ihrer Meinung nach lässt sich an der Situation ohnehin nichts ändern, weshalb sie ihre Energie nicht verschwenden möchte. Nach außen hin tarnt Julia ihre Ansichten durch vermeintlich besonders engagierte Ausführung ihrer parteilichen Pflichten. Zu Anfang der Geschichte beginnt Winston damit, einige seiner systemkritischen Gedanken in einem Tagebuch niederzuschreiben. "His pen had slid voluptuously over the smooth paper, printing in large neat capitals - DOWN WITH BIG BROTHER [...] over and over again, filling half a page." In seiner Wohnung im heruntergekommenen London gibt es einen kleinen Bereich, in dem er sich von seinem "Telescreen" unbeobachtet fühlt; es handelt sich dabei um einen Fernseher, der sich nicht ausschalten lässt und der pausenlos Sendungen ausstrahlt und jede Bewegung und jedes Geräusch der Hausbewohner aufnimmt. Über Winstons Vorgesetzten O'Brien, ein Mitglied der Inner Party, nehmen er und Julia Kontakt zu der mysteriösen "Brotherhood" auf, welche die einzige Form des organisierten Widerstands gegen die Partei darstellt. Mir hat dieses Buch äußerst gut gefallen, da ich es sehr faszinierend und spannend fand; ich wollte immer wissen, wie es (mit Winston) weitergeht und ob es ihm und eventuellen Anhängern vielleicht sogar gelingt, die Partei und das System zu stürzen. Manchmal war das ganze aber auch sehr komplex und daher anstrengend zu lesen. Am meisten hat sich für mich der Teil gezogen, in welchem ein Auszug aus "dem Buch" (THE BOOK) der Brotherhood abgedruckt ist, das Winston liest. Dieser Teil zog sich über etwa 40 Seiten, er wirkte sehr theoretisch und mit der Geschichte ging es währenddessen überhaupt nicht voran. Er enthält außerdem sehr viele Wiederholungen von Gedanken, die Winston vorher schon gehabt hatte. Als Protagonist war Winston mir sehr sympathisch. Er scheint zunächst kein Held im klassischen Sinn zu sein, sondern eher mittelmäßig, jedoch fand ich es wirklich bewundernswert, dass er seine kritischen Gedanken trotz der widrigen Umstände nicht aufgibt, was sicherlich einfacher gewesen wäre. Die Wandlung, die er gegen Ende der Geschichte mitmacht, war für mich deprimierend, dafür aber sehr realistisch. Auch sonst fand ich das Ende des Buches wirklich gut gemacht. Von Anfang an rechnet Winston jeden Moment damit, aufzufliegen und gefasst zu werden. Julia erschien mir ebenfalls als eine interessante Figur, wenngleich ich sie aufgrund ihrer eher ignoranten und weniger idealistischen bzw. prinzipientreuen Haltung weniger mochte als Winston. Weiterhin hat mir gefallen, wie sich einige Aspekte in "1984" auf die Schrecken von Orwells Zeit, der selbst entschiedener Gegner des Totalitarismus war, beziehen. Zum Beispiel erinnerten mich die Organisationen "The Spies" und "Youth League" für Kinder und Jugendliche an die Hitlerjugend im nationalsozialistischen Deutschland. Das gleiche gilt für die fehlende Bereitschaft der Bevölkerung Oceanias, sich gegen das politische System aufzulehnen aus Angst vor der schrecklichen Bestrafung. Eine starke und schaurige Dystopie, in der Orwell eine düstere und kalte Welt kreiert, die den Leser mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt. Wenigstens kann man davon ausgehen, dass das meiste von dem, was in Oceania geschieht, wohl zumindest praktisch niemals umsetzbar wäre. "You were the dead, theirs was the future. But you could share in that future if you kept alive the mind as they kept alive the body, and passed on the secret doctrine that two plus two make four."
  16. Cover des Buches Hibiskustage (ISBN: 9783328103912)
    Sabine Lay

    Hibiskustage

     (60)
    Aktuelle Rezension von: SabinaFK

    Die vier Freundinnen Izzy, Mel, Sarah und Kerstin sind seit ihrer Jugend Freundinnen, die zwar noch immer Kontakt haben, aber nicht mehr so viel wie früher. Jeder lebt sein eigenes Leben und hat seine Geheimnisse. An ihrem 40ten Geburtstag lädt Izzy alle nach Hawaii ein um mit ihr gemeinsam zu feiern. Die Freundinnen kommen an, doch Izzy ist nicht da...

    Zum Einstieg sind jeder Hauptdarstellerin ein paar Seiten, mit Einblick in ihr Leben, gewidmet. Dadurch hat man einen guten Einstieg ins Buch und ist direkt im Geschehen.

  17. Cover des Buches Madame Exupéry und die Sterne des Himmels (ISBN: 9783328106869)
    Sophie Villard

    Madame Exupéry und die Sterne des Himmels

     (43)
    Aktuelle Rezension von: SummseBee

    Die Malerin Consuelo lernt auf einer Party in Paris den Piloten und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry kennen. Auch wenn sie anfangs nach dem Tod ihres ersten Ehemannes, gar kein Interesse an einer neuen Liebesbeziehung hat, erliegt sie schon bald seinem Charme und wird zu seiner Muse. Aus seinen Gefühlen zu ihr entsteht "Der kleine Prinz". Consuelo ist Vorbild für die Rose, die der kleine Prinz über alles schützen möchte. Antoine, von Consuelo liebevoll Tonio genannt, wird ein weltbekannter Schriftsteller. Und dennoch ist das Leben an seiner Seite alles andere als einfach... 

    Consuelo hat im Laufe der Geschichte sehr unter der Untreue und dem Lebenswandel ihres Mannes zu leiden. Außerdem möchte sie selbst mit ihrer Kunst Fuß fassen und nicht immer im Schatten ihres Mannes stehen. Dennoch hat Tonio auch gute Seiten und seine charmante Art hat mich zu Beginn der Geschichte ebenfalls sehr eingenommen. Daher konnte ich Consuelo sehr gut verstehen, dass sie sich in ihn verliebt hat. Auch wenn die Liebesbeziehung der beiden nicht immer einfach war, ist die Liebe der beiden zueinander spürbar. Und gerade dies hat für mich den Schriftsteller Antoine noch einmal von einer anderen Perspektive aus sehen lassen. 

    Da das Buch aus Consuelos Sicht erzählt wird, werden ihr Leben und ihre Gefühle gut beleuchtet. Die Autorin hat es sehr gut geschafft ihre Liebe, aber auch Zerrissenheit darzustellen und ich konnte auf jeder Seite mit Consuelo mitfühlen. Vor allem ihre Stärke und Willenskraft Zeit für ihre Kunst zu haben und diese nicht aufzugeben, hat mich sehr beeindruckt. 

    Besonders spannend fand ich, dass die Entstehung des Buches "Der kleine Prinz" hier erzählt und wunderbar in die Handlung integriert wurde. Es gab zwischendurch immer mal Einblicke in die Zeit der Entstehung. Und vor jedem Kapitel gibt es noch Zitate aus dem kleinen Prinzen, so dass dieses Buch auch ein bisschen eine Hommage an dieses Werk ist.

    Daher kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der gern Bücher über starke Frauen als Hauptperson liest. Aber auch für Liebhaber des berühmten Werkes "Der kleine Prinz" ist dieses Buch zu empfehlen, da es hier interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte gibt. 

  18. Cover des Buches 13 Stufen (ISBN: 9783328101536)
    Kazuaki Takano

    13 Stufen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    13 Stufen

    Herausgeber ist Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. November 2017) und es hat 400 Seiten.

    Kurzinhalt: Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

     Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

    Meine Meinung: Ich hab schon ein Buch von dem Autor gelesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist kein Buch über blutrünstige Dinge oder so, sondern hier geht es viel um Gefängnis und die Pflichten eines Japaners. Und die werden so gut und präzise beschrieben, dass  man alles gut verstehen kann. Ich fand die beiden Protagonisten sehr sympathisch und ich konnte ihr Handeln auch nachvollziehen. Ausserdem  baut der Autor so viele unerwarteten, aber doch schlüssige Entwicklungen ein, dass man als Leser immer wieder überrascht wird. Immer wieder wird der Leser mit Todesängsten, Wünschen, aber auch Selbstzweifeln konfrontiert. Ich war immer in Gedanken nach dem Lesen und habe überlegt, wie ich mich entscheiden würde.

    Mein Fazit: Nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, aber auch sehr packend. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es jedem Fan empfehlen.

  19. Cover des Buches Mein Ein und Alles (ISBN: 9783328105183)
    Gabriel Tallent

    Mein Ein und Alles

     (104)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Meine Freunde würden jetzt sagen: „Deine Buchempfehlungen sind immer schön, aber immer traurig“.
    Ja, ich liebe Bücher, die mich berühren, die nachwirken, die man nicht Morgen bereits vergessen hat.
    Und ja, hier kommt schon wieder ein typisches Christiane-Buch:

    Die 14-jährige Turtle wächst, nach dem frühen Tod ihrer Mutter, alleine bei ihrem Vater Martin, entfernt von Zivilisation, in den Nordkalifornischen Wäldern, auf.

    Einst war Martin der Frauenschwarm schlecht hin, zurückgeblieben ist ein waffenvernarrter Soziopath und Psychopath.
    Er missbraucht seine Tochter physisch und psychisch.

    Turtle, die nie ein anderes Vorbild hatte, versucht ihrem Vater zu gefallen und ist ihm absolut hörig.
    Sie kennt Waffen wie die Natur: in- und auswendig. Die Schule besucht sie kaum, sie ist eine Außenseiterin und möchte auch keinen Kontakt haben.

    Eines Tages taucht ihr Mitschüler Jacob auf und zum ersten Mal erfährt sie, das Freundschaft nichts mit Gewalt zu tun hat.
    Ob Martin auch so von Turtles neuem Freund begeistert ist?

    Das Buch ist nichts für zarte Seelen. Es geht um Gewalt, Waffen, sexuelle Übergriffe und es hagelt Schimpfwörter..
    Aber dennoch ein #lesetipp

  20. Cover des Buches Liebe ist tomatenrot (ISBN: 9783328104520)
    Ursi Breidenbach

    Liebe ist tomatenrot

     (26)
    Aktuelle Rezension von: verruecktnachbuechern

    Nelli ist seit 5 Jahren geschieden und beschließt an ihrem 40sten Geburtstag, dass eine kleine Affäre mit dem 24 Jahre jungen Luca, der auch noch ein Freund ihrer Tochter ist, nichts im Wege steht. Als der romantische Italienurlaub zu zweit, zu einem Familientreffen mit Lucas Verwandet wird, weiß Nelli nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Schnell lernt sie Lucas Familie, den schönen Ort und die beste Tomatensoße der Welt zu schätzen und als sie dann auch noch Roberto begegnet, wird alles komplizierter.


    Das Cover ist schön. Die roten Tomaten auf blauen Hintergrund stechen hervor, denn es handelt sich um Komplementärfarben.


    Der Schreibstil von Ursi Breidenbach ist klasse. Ihr gelingt es gekonnt das Lokalkolorit des kleinen, italienischen Dorfes, malerisch einzufangen und den Leser auf eine kleine Kopfkinoreise zu schicken. Man hat sofort ein Gefühl von Urlaub. Das kleine Dorf hat sich auf nachhaltigen Tomatenanbau spezialisiert und man merkt gleich, wie man entschleunigt wird.


    Mir gefällt es auch, dass sich hier eine ältere Frau einen jüngeren Mann schnappt und welche Gedanken Nelli dabei hat. Es ist ja eher unüblich, dass es so rum ist. Meistens hat ja der Mann eine deutlich jüngere Frau und das wird meistens von der Gesellschaft akzeptiert. Man merkt, dass der Zweifel an ihr nagt und als Leser fragt man sich, warum das so ist. 


    Die Charaktere neben Nelli sind mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und ist sehr lebendig und authentisch. 


    Diese schöne Liebesgeschichte lässt einen den turbulenten aktuellen Alltag vergessen und schafft einen kleinen Kurzurlaub vom Sofa aus. 


    Leseempfehlung.


    Ich habe das Buch von bloggerportal bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

  21. Cover des Buches Stranger Things: Finsternis - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original (ISBN: 9783328104919)
    Adam Christopher

    Stranger Things: Finsternis - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original

     (31)
    Aktuelle Rezension von: sarahscourtofbooks

    Titel: Stranger Things – Finsternis die Wahrheit über Jim Hopper – die Vorgeschichte zur Erfolgsserie

    Autor: Adam Christopher

    Verlag: penguin 

    Seitenanzahl: 528 Seiten

    Preis: D: 15,00€ A: 15,50€

    Inhalt

    Exklusiv und nur im Buch: Was geschah, bevor die Serienhandlung einsetzt

    Sommer 1977: Es ist bereits der dritte Tote in Folge! In der brüllenden Hitze New Yorks treibt ein brutaler Serienmörder sein Unwesen, doch Detective Jim Hopper und seine Kollegin Delgado finden keinen Hinweis auf den Täter. Als ihnen unter zweifelhaften Umständen der Fall entzogen wird, beschließt Hopper, im Verborgenen weiter zu ermitteln. Schon bald befindet er sich inmitten von New Yorks berüchtigten Streetgangs und riskiert sein eigenes Leben. Aber gerade als er der Lösung des Falls näher zu kommen scheint, wird die Stadt von einem Stromausfall getroffen, der Hopper in tiefere Abgründe eintauchen lässt, als er je für möglich gehalten hat …

    Ein Muss für alle Fans. Und für alle, die die Serie noch nicht kennen: Ein extrem spannender Thriller.

    »Die beiden Romane sind mit viel Liebe für’s Detail geschrieben  worden und machen richtig hungrig auf noch mehr Hintergrund-Stories.«                Neon.de (04. Juni 2019)                     

    Cover

    Ich liebe das Cover, es erinnerte mich auf den Fall an die Serie. Einfach geil. Hätte ich Stranger Things noch nicht gekannt, dann hätte ich das Buch wegen des Covers gekauft.

    Geschichte&Schreibstil

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Adam Christopher hat eine tolle Art zu schreiben. Doch ich muss sagen dass das Buch nicht sehr viel bezug zu Stranger Things hatte, das fand ich wirklich sehr enttäuschend. Es war mehr ein Kriminalroman und war ganz anders als Stranger Things. Als Hopper Fan hat mir das Buch wegen seiner Geschichte trotzdem gut gefallen. 

    Fazit

    Trotz der enttäuschung, dass das Buch nicht ganz so viel bezug zu stranger things hatte hat es mir eigentlich gut gefallen. Es war jetzt nicht ganz so gut wie ich es mir vorgestellt hatte, aber ich gebe dem Buch trotzdem 3,5/5 Sterne.

  22. Cover des Buches The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. (ISBN: 9783328103271)
    JP Delaney

    The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

     (332)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Jane braucht dringend einen Tapetenwechsel und sieht sich wenig später in einem hochmodernen, schicken, neuem Heim. Obwohl der Vermieter und Architekt des Hauses ungewöhnliche Ansprüche an seine Mieter stellt, ist ihm Jane sofort verfallen.
    Doch sie merkt schnell, dass irgendwas nicht stimmt. Ihre Vormieterin starb im Haus und zu allem Übel sah sie ihr erschreckend ähnlich.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen aus der Perspektive von Jane und Emma geschildert. Die Erzählweise ist an sich sehr spannend, da immer mehr Zahnrädchen ineinander greifen und von Seite zu Seite neue Erkenntnisse zu Tage gefördert werden.

    Die beiden Protagonistinnen waren einigermaßen rund erzählt, auch wenn sie nicht immer nachvollziehbar handelten. Emotional war es mir jedoch nicht möglich, eine nähere Bindung zu einer der beiden aufzubauen, da eine gewisse Distanz stets gewahrt wurde.

    Für mich blieb die Spannung leider zu sehr auf der Strecke. Hin und wieder gab es einzelne Momente, die den Spannungsbogen anzogen, jedoch nie komplett durchspannen konnten. Und auch wenn die Geschichte stellenweise sehr atmosphärisch war, fehlte mir einfach der Nervenkitzel.

    Das Ende war zwar nachvollziehbar, dennoch wirkte es eher willkürlich als überraschend.


  23. Cover des Buches Friday Black (ISBN: 9783328601296)
    Nana Kwame Adjei-Brenyah

    Friday Black

     (40)
    Aktuelle Rezension von: xlisax1409x

    „Friday Black - Storys“ von Nana Kwame Adjei-Brenyah, 240 Seiten, erschienen am 27. April 2020, im Penguin Verlag.

    Um was es geht:

    Das Buch umfasst zwölf eigenständige Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen. In den Geschichten spielen Diskriminierung, Rassismus und Konsum sehr große Rollen. Zudem interessieren sich die Menschen in diesem Buch meistens nur für sich selbst und für sonst eigentlich nichts…

    Die Umsetzung:

    Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, bevor ich das Buch zu lesen angefangen hatte, aber die Kurzgeschichten in diesem Buch sind fast alle ziemlich brutal und deprimierend gewesen und haben mich immer wieder zum Pausieren gebracht, da ich vieles davon erst einmal verdauen musste. Nana Kwame Adjei-Brenyahs Schreibstil war ganz okay und ich kam auch mit diesem klar, allerdings waren die Geschichten mir manchmal etwas zu wirr. Manche der Geschichten waren unglaublich gut, so wie die zum „Friday Black“, in der von der abartigen Brutalität beim einkaufen an einem Tag wie unserem Black Friday erzählt wird, nur viel schlimmer und extremer. Diese Geschichte hatte mich mit „Die Alte Zeit“ am meisten berührt. „Die Alte Zeit“ fand ich am bewegendsten und tiefgründigsten, da der Protagonist zwar in einer völlig realitätsfernen Zukunft lebte, ich ihn aber trotzdem verstehen konnte, da in der Geschichte das Anderssein und verschiedene Gesellschaftsklassen thematisiert wurden. Es gab auch Geschichten, die nicht ganz mein Fall waren, da sie entweder zu flach oder unausgereift waren, aber bei zwölf Stück finde ich das okay, da nicht jeder alles mögen kann.

    Ich werde auf jeden Fall weiterhin die Augen nach Nana Kwame Adjei-Brenyahs Büchern offenhalten, den an sich fand ich das Buch bis auf ein paar Kleinigkeiten echt klasse.

    Mein Fazit:

    Die Geschichten waren meiner Meinung nach manchmal nicht ganz ausgereift, jedoch haben es einzelne der Geschichten bis jetzt immer noch nicht aus meinem Kopf geschafft, da sie mich sehr beschäftigen. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

  24. Cover des Buches Die Schweigende (ISBN: 9783328108092)
    Ellen Sandberg

    Die Schweigende

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Dieser Roman spielt abwechselnd in der Gegenwart in München im Jahre 2019 und in der Vergangenheit 1956. Erzählt wird die Geschichte von den drei Schwestern Imke, Angelika und Anne.


    Deren Mutter war schon immer etwas komisch, aber so ist sie halt. Als der Vater überraschend stirbt, ist sein letzter Wunsch an Imke, dass sie einen gewissen „Peter“ findet. Sie hat ja keine Ahnung, was sie mit dieser Suche alles erfährt und unter anderem auch warum ihre Mutter so ist wie sie ist.

    Das Buch ist sehr spannend, tragisch und unheimlich schockierend. Die Kapitel in den Kinderheimen regen schon zum Nachdenken an. Das Cover finde ich sehr passend. Als ich dieses Buch empfohlen bekommen habe, ahnte ich nicht, dass die Thematik so schrecklich sein wird. Aber trotzdem kann ich mich den zahlreichen Rezensionen vor mir nur anschließen und dieses Buch empfehlen.

     

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