Bücher mit dem Tag "persien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "persien" gekennzeichnet haben.

156 Bücher

  1. Cover des Buches Schattenkrone (ISBN: 9783841422309)
    Eleanor Herman

    Schattenkrone

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Achtung! 1. Teil einer Reihe!


    Inhalt: 

    Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ...

    Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.

    Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.

    Wem kannst du trauen?
    Und was ist am Ende stärker?
    Das Schicksal?
    Magie?
    Oder deine Feinde?


    Meine Meinung:

    Da das Buch schon ewig auf dem Sub dümpelte, habe ich es einfach mal ohne Erwartungen begonnen. Zu Beginn bin ich total gut in die Geschichte reingekommen. Pro Kapitel lernen wir anfangs unterschiedliche Charaktere und Geschichtsstränge kennen. Dies scheint zu Beginn wirklich sehr viel, weil es gefühlt tausende kleine Anfänge und Persönlichkeiten gibt, in die man sich erstmal reinfuchsen muss. Schwer war, dass man sich gerade an eine Person gewöhnt hat, dann aber das Kapitel endet und man wieder bei wem anders landet. Teilweise dauert es dann sogar recht lange bis man wieder zurück zu dieser Person kommt. Das ist manchmal schade, weil man gewisse Personen ja eher ins Herz schließt als andere und mehr über sie erfahren möchte (ich finde zum Beispiel schade, dass Zo nur so einen kleinen Part der Geschichte ausgemacht hat). 

    Doch trotz der vielen Charaktere hat mir die Atmosphäre in der Geschichte extrem gut gefallen. Hier trifft griechische Mythologie auf dunkle Magie. Ich mag Geschichten in denen es um griechische Götter geht oder zumindest Geschichten, die rund um die Zeit von Aristoteles spielen, immer nur bedingt, aber ich muss sagen, dass es mir hier wirklich gefallen hat, weil es der Geschichte viel Charme und Leben verleiht. Die Einbindung von Magie passt einfach in diese Atmosphäre und gibt dem ganzen einen geheimnisvollen Touch. Das Weltsetting ist demnach wirklich cool. Aber trotzdem konnte mich das Ganze irgendwie nicht komplett überzeugen. Ab der Mitte des Buches wurde es für mich persönlich leider zäh. Ich war nicht mehr so gefesselt, die Geschichte dümpelte etwas vor sich hin, jeder Charakter war irgendwie nur mit sich selbst beschäftigt.... das war anstrengend und ermüdend. Die Stränge werden am Ende zwar bedingt zusammengeführt, es werden einige Fragen aufgedeckt und erklärt, aber das Ende bleibt eben auch stellenweise offen. Das ist durchaus logisch, weil es ja in einem zweiten und wahrscheinlich noch mehreren Bänden weitergehen soll (bisher ist nur der Zweite auf Deutsch erschienen), aber dafür fesselt es mich am Ende einfach zu wenig. Ich werde diese Reihe daher nicht weiter verfolgen, auch wenn das Ende dem ein oder anderen sicherlich Lust auf Mehr macht. 


    Fazit:

    Eine schönes Weltsetting, in der griechische Mythologie auf dunkle Magie trifft. Es gibt viele Charaktere, in die man sich erst einmal reinfuchsen muss, und es gibt viele offene Fragen, die nur stellenweise am Ende erklärt werden. Mir persönlich war das Buch ab der Mitte leider etwas zu zäh und ich bin irgendwie mit der ganzen Geschichte nicht so warm geworden. Ich vergebe 3 Sterne und werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

  2. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.174)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  3. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.925)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  4. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.357)
    Aktuelle Rezension von: Xander-77

    Es gibt Bücher, die würde man gerne gut finden wollen, weil sehr viele andere  Leser sie gut finden und als großartig bewerten, dieses ist so eines, in meinen Augen.

    Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Ich fand es furchtbar langatmig und langweilig und "Ein fesselndes Abenteuer" (Spiegel) konnte ich beim allerbesten Willen nicht ausmachen.

    Trotzdem habe ich mich bis zum Schluss durchgekämpft, fast schon gequält, immer in der Hoffnung, es könnte noch die Erleuchtung für mich kommen, sie kam aber nicht.

    Aufgrund einiger philosophischer Gedanken im Buch, die mir durchaus gefallen haben, würde ich eigentlich 1,5 von 5 Sternen geben, Tendenz aber eher Richtung 1/5.

    Aktuell ist es für  mich schwer vorstellbar, ein weiteres Buch des Autors zu lesen.

  5. Cover des Buches Die Sturmkönige - Dschinnland (ISBN: 9783404208456)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Dschinnland

     (502)
    Aktuelle Rezension von: NattensDrottning

    Schon auf der ersten Seite wird man als Leser sofort mitten in das Geschehen geworfen. Das Tempo ist rasant und man erhält Bröckchen für Bröckchen Informationen, wo man sich befindet und was zu der Situation geführt hat. Jedoch werden bei weitem nicht alle Fragen beantwortet, die während dem Lesen aufkommen. 

    Auch wenn ständig irgendwas passiert war, hatte die Geschichte doch einige Längen und Geschehnisse, die gerne weggekürzt hätten werden können. Auch hätte die Geschichte ohne die Dreiecksbeziehung zwischen den Protagonisten funktioniert. Sie war meiner Meinung nach überflüssig und sollte nur dazu dienen, ein Gefühl der Verpflichtung und engen Vertrautheit zwischen diesen darzustellen. 


    Dafür hätte ich lieber viel mehr über das eigentliche Hauptthema gehört: Die Dschinne und Samarkand.


    Dennoch handelt es sich hier um Jammern auf hohem Niveau, denn der Autor hat viele Spannungsbögen erzeugt und mit dem häppchenhaften Zuwerfen von Infos, sowohl Fragen beantwortet, als auch neue aufgeworfen. 

    Das Buch selbst endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, der einem verwirrt und mit zig neuen Fragezeichen zurücklässt. 


    Ich bin gespannt auf Band 2 und ob das bisherige Beziehungskonstrukt zwischen den Protagonisten noch an Bedeutung gewinnt.

  6. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783898303453)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (413)
    Aktuelle Rezension von: black_horse
    Schon lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste, ist aber aufgrund immer neuer aktueller historischer Romane nie bis ganz oben gerutscht. Nun war er endlich fällig.

    "Der Medicus" entführt den Leser/Hörer in das 11. Jahrhundert. Der Junge Robert Cole verliert sehr früh seine Eltern und wird dann von einem Bader mitgenommen, bei dem er die ersten Grundzüge des Bader- und Chirurgen-Handwerks lernt. Für Rob ist es eine Berufung. Er will mehr lernen und hat einen großen Plan: Er möchte nach Persien reisen, um dort an der Universität Medizin von den großen Lehrmeistern der damaligen Zeit zu erlernen. Doch für einen Christen ist das ein scheinbar unmögliches Vorhaben. Er begibt sich auf eine gefahrvolle Reise und sieht sich großen Herausforderungen gegenüber.

    Sehr anschaulich beschreibt der Autor die Verhältnisse der damaligen Zeit. Der Hörer erfährt neben medizinischen Details - Rob interessierte sich u.a. für die sogenannte "Seitenkrankheit" - auch viel über religiöse Hintergründe. Dabei ist die Sprache gut verständlich und flüssig. Dem Sprecher Heikko Deutschmann gelingt es sehr gut, die Stimmung des Buches zu transportieren.

    Das Ende des Buches war relativ "seicht". Trotzdem konnte mich das Werk begeistern und macht neugierig auf die anderen Teile der Trilogie.
  7. Cover des Buches Risiko (ISBN: 9783453419568)
    Steffen Kopetzky

    Risiko

     (62)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle
    Zunächst geht es um Geopolitik, das große Spiel, wie der Kampf zwischen Briten und Russen um Afgahnistan im 19. Jahrhundert genannt wird. Dann ist das große Spiel auch ein Brettspiel, das von Clausewitz persönlich erfunden wurde, um den Offizieren beizubringen, mit dem Zufall zu rechnen. Es ähnelt sehr dem bekannten "Risiko" hat sich aber weiterentwickelt, so dass es sämtliche Ressourcen der Staaten einbezieht, wie es für die modernen Kriege im Industriezeitalter nötig ist. Die Regeln müssen dabei so kompliziert sein, dass es sich nur um eine Fiktion handeln kann.
    Die Hauptperson ist der Marinefunker und Vogelkenner Sebastian Stichnote, ein rundum sympathischer junger Mann, ein zuverlässiger Freund (jedenfalls meistens), ein pflichtbewusster Soldat und so nett, dass er schon fast langweilg wird.

    Hauptsächlich aber geht es um die Niedermeyer-Expedition, die es tatsächlich gab. Deren Leiter sollte im Ersten Weltkrieg die afghanische Moslems zum Dschihad aufwiegeln und die Briten aus Indien vertreiben. Diese Expedition verlässt auf ihrem Weg von Istanbul nach Kabul nach und nach die Zivilisation und muss auf ihrem Weg schreckliche Wüsten durchqueren und der Irrsinn unter den Teilnehmern nimmt immer mehr zu, Stichnote wird Opiumsüchtig und wird von seinen Visionen gequält, einige andere verfallen dem religiösen Wahn. Und in Afghanistan ist die Expedition noch immer nicht am Ziel.

    Der Roman ist sehr gut recherchiert, viele historische Personen tauchen als Nebenfiguren auf und werden, soweit ich das beurteilen kann, korrekt dargestellt.

    Die Idee des Spiels durchdringt den gesamten Roman. Auch der Kriegsverlauf bekommt etwas spielerisches, und man kann ja auch sagen, dass etwas, wo es so auf Zufälle ankommt, auf keinen Fall ernst sein kann. Andererseits finde ich es nicht angemessen, so über den Ersten Weltkrieg zu schreiben.

    Fulminant ist der Epilog. Hier schildert der Autor mit vielen literarischen Reminiszenzen, wie der Weltkrieg auch hätte ausgehen können: Im Vertrag von Verdun schließen sich Deutschland und Frankreich zu einem Staat zusammen, Indien wird unabhängig, Großbritannien wird geschwächt, bleibt aber stärkste Seemacht und hält us-amerikanische Großmachtansprüche in Schach.

    Ich finde den Roman toll erzählt, aber insgesamt ist er doch arg lang und manche Episoden und Personen schienen mir ziemlich überflüssig.
    Allerdings fand ich den Epilog so genial, der bekommt für mich ein Extra-Sternchen.
  8. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  9. Cover des Buches Die Sturmkönige - Glutsand (ISBN: 9783404208470)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Glutsand

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    Das war für mich wieder ein wahrer Pageturner. Kai Meyer schafft es wie kaum ein anderer mich in Welten mitzunehmen. 

    Das Setting dieser Triologie hat mir besonders gut gefallen. Auch entwickelt er seine Figuren derart vielschichtig, das man absolut keine Ahnung hat, was sie als nächstes tun werden. 

    Ebenso toll sind seine Wendungen, mit denen man absolut nicht rechnen kann. 

    Mit dieser Triologie hat er ein tolles Setting, grandiose Charaktere und einige neue Fantasygestalten geschaffen. 

    Auch seine Auflösung war wieder genial! 

    Mit Sicherheit werde ich in ein paar Jahren die Sturmkönige wieder besuchen! 

  10. Cover des Buches Das Buch von Eden (ISBN: 9783404155453)
    Kai Meyer

    Das Buch von Eden

     (155)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Aelvin ist ein Novize in einem Kloster in der Eifel. Im Wald nicht weit weg lebt Libuse mit ihrem Vater Corax, mitten im Wald in einem Turm. Und dann tauchen da noch Besucher auf, Albertus und Favola, die ein Geheimnis haben. Diese Leute werden durch eine Reise verbunden.

    Bewertung:
    Das Buch ist dick und liest sich trotzdem gut. Die Reise ist sehr interessant, den mystischen Inhalt kann ich im Zusammenhang mit dem Mittelalter nachvollziehen, hätte ich aber nicht unbedingt haben müssen. Auch die anderen "geheimnisvollen" Sachen waren zwar interessant und wahrscheinlich aus der Sicht der mittelalterlichen Personen glaubhaft, aber dafür hätte ich etwas mehr Ich-Erzählung gebraucht.
    Das Buch nimmt aber einen auf eine wundersame Reise und streift so viele Themen und Personen, dass man geneigt ist, weiter zu recherchieren und sich mit diesen Personen zu beschäftigen. Das ist ein großes Plus des Buches, es macht einen interessiert an Geschichte.
    Die Charaktere fand ich sehr gut gewählt, einige besser als andere. Vor allem Corax hat es mir angetan, auch wenn er eigentlich nur eine Nebenperson ist. Sinaida ist auch sehr interessant, auch wenn etwas einseitig aufgebaut, was ihre Motive betrifft. Aber die Einblicke die man durch ihren Charakter bekommt, sind die interessanten im Buch.
    Für mich hat sich das Buch gelohnt.
  11. Cover des Buches Englischer Harem (ISBN: 9783257239409)
    Anthony McCarten

    Englischer Harem

     (282)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Das Buch verlief anders als ich es beim Kauf erwartet hatte. Die Polygamie spielt eine eher untergeordnete Rolle in dem Buch, was ich zu Nächst enttäuschend fand. 

    Jedoch regt das Buch auf so viele unterschiedliche Weisen zum nachdenken und hinterfragen der eigenen Standpunkte an, dass ich ihm das am Ende sehr zufrieden bin. Über Heimat, über Familie, Liebe und Glauben. Der Autor ermöglicht einen faszinierenden Blick auf die Gesellschaft und ihre Vorurteile und Starrheit in verschiedenen Modellen. Dabei kommen sowohl sozialisierte als auch persönliche Probleme zur Sprache. Über Liebe, Freundschaft, Rassismus, Trauer, Monogamie, Gemeinschaft, Neid, Unwissenheit und Vorurteile. Über die Angst nichts zu tun und die Angst etwas zu tun. 


    Der Autor verbindet hier simplere und ungewöhnliche Charaktere auf eine wundervolle Weise, die den Teil von mir anspricht der sich zu anderen abgrenzt und dabei mit Witz und Gefühl auf die Unsinnigkeit der Vorurteile der Gesellschaft hinweist. 

    Alles in Allem bin ich mit den Charakteren, der Handlung sehr zufrieden. 

    Die Beleuchtung der hintergründigen Themen ist in Teilen sehr differenziert. Jedoch konnte mich der Stil des Autors nur teilweise so fesseln, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Kann mich nicht ganz zu 5 Sternen durchringen, daher 4!

    Trotzdem hat es mir sehr gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen!

  12. Cover des Buches Die Highlanderin (ISBN: 9783746638294)
    Eva Fellner

    Die Highlanderin

     (28)
    Aktuelle Rezension von: bea76

    Wir starten hier ziemlich rasant und die Geschichte von Enja und ja sie fesselt sogar. 

    Ich persönlich bin eigentlich kein Leser von historischen Romanen, aber hier hat mich der Klappentext echt angesprochen, also hab ich es gewagt und definitiv nicht bereut. Ausserdem mag ich so ziemlich alles was Schottland betrifft sehr gern, vorallem wegen der Landschaft.

     Es ist wirklich toll geschrieben, Orte sind wunderbar beschrieben und die Prota natürlich auch. Ich finde man kann sich gut in alle da einfinden. Was eigentlich echt gut ist, ist das die kriegerischen Szenen nicht so extrem aufgebauscht sind. Manchmal verliert man sich dann ja in sowas.

    Das Cover gefällt mir echt gut.

  13. Cover des Buches Letzte Spur Berlin (ISBN: 9783750451858)
    Marty Karbassion

    Letzte Spur Berlin

     (25)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Ein spannendes  biografischen Werk über  das Verschwinden seines Vaters

  14. Cover des Buches Persepolis - Eine Kindheit im Iran (ISBN: 9783800054015)
    Marjane Satrapi

    Persepolis - Eine Kindheit im Iran

     (162)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Book2moviechallenge
    Kategorie 11: ein Zeichentrickfilm oder eine Märchenverfilmung darf auch Graphic Novel sein:


    Diese Book2movierezension ist nicht ganz ausgewogen fair und komplett, denn obwohl auf meiner Graphic Novel sich der Aufkleber "Das Buch zum Film" befindet, handelt es sich bei diesem Band nur um Teil 1 Die Kindheit im Iran.

    Der Film umfasst aber doppelt so viel Stoff, nämlich auch den Comicband um die Jugend in Wien, und somit wären nur zwei Bände Graphic Novel mit dem cineastischen Werk wirklich richtig vergleichbar. Dennoch bemühe ich mich, all diese Umstände zu berücksichtigen. Wie immer lasse ich einen Teil meiner Originalrezension genauso stehen, wie er erstellt wurde, damit das Gefühl der Erstentdeckung eines Stoffes nicht verlorengeht. Das ist insbesondere bei diesem Buch sehr wesentlich, denn mit Sartrapis Persepolis habe ich das Genre der Graphic Novel (ich gebe zu, sehr spät) überhaupt erst und dann auch noch mit totaler Begeisterung zufällig entdeckt.


    Buch: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
    Zufällig bin ich in der Caritas 2012 über dieses Buch gestolpert und es hat mich vom Hocker gerissen. Meine Erfahrung in diesem Genre war überhaupt nicht vorhanden - eine Weile habe ich mir überlegt, ob ich fürs Einordnen ins shelf Comic von Euch geröstet oder vom Verlag verklagt werde ;-) (das kommt ja seit November gelegentlich vor).

    Auf jeden Fall weiss ich gar nicht, wo ich mit dem Lob anfangen soll. Die Geschichte ist spannend, politisch, philosophisch und sogar die verkürzte Sprache in den Sprechblasen lässt an Qualität und Poetik nichts zu wünschen übrig. Den Zeichenstil kann ich mangels Vergleich ja nicht beurteilen, aber er gefällt mir sehr gut und ist sehr detailliert ausgeführt.

    So nun bin ich auf weitere politische Comics, Graphic Novels, Mangas oder wie sie auch immer heissen sollen gespannt. Adolf - Mord in Berlin von Osamu Tekuza steht eh schon eine Weile auf meiner Liste, Blankets von Craig Thompson und ein paar andere werden im Nachwort von Persepolis empfohlen und kommen unbedingt auch auf meine Wunschliste.

    Fazit: Grandios! Habe ein ganz neues Genre entdeckt, das mir sehr gut gefällt.

    Heute nach siebenjähriger intensiverer Auseinandersetzung mit dem Genre bin ich noch immer extrem angetan von Persepolis, habe aber auch zumindest schon gleich gute Graphic Novels gelesen. Vielleicht wäre ich heute etwas strenger in der Beurteilung, wenn dieses Werk für mich damals nicht so innovativ gewesen wäre. Der Schwarz/Weiße mit teilweise sehr vielen schwarzen Flächen ausgemalte Stil ist zwar dem sehr tragischen dramatischen Thema geschuldet, lässt aber manchmal im Strich ein bisschen Filigranität vermissen. Das mag zwar der unverkennbare Stil von Persepolis sein, ist aber eben für mich manchmal ein bisschen zu eindimensional und derb in der grafischen Ausrichtung. Nachtsdestotrotz habe ich auch heute bei einem re-read 4,5 Punkte vergeben.

    Film: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️+
    Im Film ist der chronologischen Ablauf etwas anders. Da wird zuerst die sehr freie Kindheit unter dem Schah im französischen Lycee genauer beschrieben und dann erst die Hinwendung des Staates zu einem religiösen Gottesstaat. Im Buch wird das alte Leben im Staate des Schahs nur in Rückblenden kurz angesprochen. Das gibt dem ganzen im Film einen konsitenteren Ablauf, wie sich alle Personen allmählich zu den theokratischen Religionswächtern, die auch gerne andere trietzen und verleumden, verändert haben. Die Zeit in Wien, die mir im Film am besten gefallen hat, weil sie erstens mit spitzer Feder meine Landsleute ironisch skizziert und sich auch noch stilistisch durch farbenfrohe Zeichnungen von der Geschichte im Iran unterscheidet, war ein richtig erfrischender Kontrapunkt in der an furchtbaren Handlungen nicht armen Story. Am Ende der Zeit in Wien holt Marjan aber dann wieder die Depression ein. Um aus einer unglücklichen Liebe und dem Leben auf der Straße, zu dem sie der Liebeskoummer gebracht hat, zu flüchten, will sie nur noch zurück in den Iran. In den Gottestaat zurückgekehrt, heiratet Marjan sehr schnell und unüberlegt einen Mann, den sie gar nicht kennt und kann auch diesmal nicht zu sich selbst finden. Nach der Scheidung versucht Marjan endlich zu leben. Der im Untergrund stattfindende Lebensstil und die Renitenz der jungen Leute, aber auch der älteren Generation der Sartrapis wird sehr gut geschildert, sie gehen einerseits in innere Immigration, versuchen sich aber kleine Freiheiten abgeschottet in ihrer Clique zu erhalten und auf subversive Art gegen die Behörden und die Religionswächter zu verteidigen. Das ähnelt sehr den Reportagen über junge Leute in der inneren und äußeren Immigration, die ich aus dem Iran gesehen habe, z. B. jener über die Snowboardclique. Am Ende flüchtet sie erneut nach Europa, diesmal nach Paris.

    Der Film ist etwas rasanter und spannender als die Comicvorlage, indem er die Handlung der beiden Bände der Graphic Novel etwas gestrafft hat. Zudem haben mir das stilistisch farblich ausgezeichnete Intermezzo und die sehr satirisch präsentierten Wiener Erfahrungen am allerbesten gefallen. Das geht bis zur grandiosen Übersetzung in den Wiener Dialekt bei der deutschsprachigen Filmversion.

    Fazit: Eine sehr gute gelungene cineastische Umsetzung, die durch die Straffung der Handlung noch um eine Nuance besser als die Vorlage bei mir ankommt.

    Fazit Buch gegen Film: Diesmal bin ich tatsächlich für den Film.

  15. Cover des Buches Die Sturmkönige - Wunschkrieg (ISBN: 9783404208463)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Wunschkrieg

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    4.5 Sterne

    Ich liebe den Schreibstil von Kai Meyer. Ich liebe seine Settings, seine Figuren und die ganze Handlung, die er mit dieser Trilogie erschafft. 

    Allein dadurch dass seine Figuren nicht perfekt sind, macht er sie für mich so lebensnah. Auch schafft er es immer wieder mich zu überraschen. 

    Die Fantasyelemente und das ganze Setting ist in dieser Triologie einmalig. 

    Schon auf der ersten Seite war ich wieder in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist spannend, berührend und phantasievoll. Ich liebe einfach die ganze Welt, die er mit dieser Triologie erschaffen hat. Jetzt bin ich gespannt wie er die Triologie enden lassen wird. 

  16. Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)
    Stefan Aust

    Der Baader-Meinhof-Komplex

     (307)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Während meine Mutter beim Post-oder Bankschalter anstand (ATM gab es damals noch nicht), guckte ich mir das große Poster mit all den gesuchten RAF-Gesichtern an. In jeder Bank, Geschäft, Bahnhof oder öffentlichem Amt hing dieses Plakat! Wann immer wir mit unseren Eltern aus Hamburg nach Hause nach HH-Lemsahl fuhren, wurden wir von mindestens einer Polizeikontrolle gestoppt. Am Ende wohnte die RAF nur 5 Km von meinem Elternhaus in Poppenbüttel entfernt.

    #derbaadermeinhofkomplex war das erste Buch, das mir alle Zusammenhänge der RAF darstellte.
    Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, das es sich wie ein Krimi las. 878 Seiten Spannung pur. Allerdings erinnere ich mich auch, dass ich über Baaders seitenlangen, intellektuellen Ergüsse ohne Punkt und Komma im Gerichtssaal hinweggelesen habe.
    Danke #stefanaust

  17. Cover des Buches Sechzehn Wörter (ISBN: 9783442717545)
    Nava Ebrahimi

    Sechzehn Wörter

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden

    Mona ist eine Wanderin zwischen den Welten: Geboren im Iran, lebt sie inzwischen in Köln, hat dort einen Freund, aber auch einen „Teilzeitgeliebten“  in der alten Heimat. Sie arbeitet in Deutschland, wenn auch nicht in der von ihr beabsichtigten Weise. Sie hat Familie im Iran, empfindet ihre Besuche dort jedoch nicht als große Bereicherung. Es gibt Vieles, was in diesem Leben nicht zusammengeht, Mona spürt das und kann sich doch nicht aus den Widersprüchen befreien, die ihr Dasein prägen. Als ihre Großmutter im Iran stirbt, macht sie sich auf den Weg zu der Beerdigung, zurück in ein Land, das geprägt ist von religiösen Eiferern und Unterdrückung. Ihre melancholische Reise endet mit einer Überraschung, die auch mich fassungslos machte...

    Ein ausgezeichneter Erstling, den ich teilweise kaum aus der Hand legen mochte. Wer sich für die von uns weitgehend abgeschottete Kultur und die Lebenswirklichkeit im Iran interessiert, ist hier richtig. 

  18. Cover des Buches Ali und Nino (ISBN: 9783548289045)
    Kurban Said

    Ali und Nino

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Hierbei handelt es such um eine dramatische Liebesgeschichte zwischen einer Georgierin und einem Moslem im von den Russen besetzten Baku während der Zeit des ersten Weltkriegs. Nino ist etwas jünger als Ali, christlich und sehr westlich erzogen. Sie ist sich als junge Frau ihrer selbst und ihrer Möglichkeiten als Bürgertochter der oberen Klasse bewusst. Die Stadtschönheit ist unsterblich in Ali verliebt, der ebenfalls einer oberen Klasse entstammt, die aber auf eine lange eng mit dem Islam verbundene Familiengeschichte beruht. Der Junge lebt als Mohamedaner der Oberschicht in Baku, muss aber das russische Gymnasium besuchen, dass ihm mit all seinen westlichen Gepflogenheiten immer wieder unangenehm ist. Zwei Kulturen treffen bei diesem Liebespaar aufeinander, die ihre Beziehung nicht verunmöglichen, aber zwischendurch sehr kompliziert machen. Die Stadt Baku ist selbst ein Schmelztiegel von unterschiedlichen Kulturen auf dem Kaukasus. Und der Krieg in der Ferne kommt immer näher. Das junge Paar versucht das Beste aus dieser schwierigen Situation zu machen. 

    Das Buch greift eine historisch sehr wechselhafte Zeit auf dem Kaukasus auf, in der der Zusammenbruch des Zaren- und des Osmanischen Reichs fällt, das grosse Geldmachen mit dem in der Region reichlich vorhandenen Erdöl beginnt und deswegen westliche Mächte wie England, Frankreich etc. damit beginnen, die Gebiete zumindest wirtschaftlich zu kontrollieren. Und mitten drin sind die Bewohner mit ihren unterschiedlichen, althergebrachten Kulturen. Dieses Spannungsfeld prägt den Kaukasus bis heute auf positive wie leider auch negative Weise. Der Clash der Kulturen spiegelt sich auch in der herzzerreißenden  Liebesgeschichte von Ali und Nino wieder.

    Das sehr feinfühlig und äusserst reich recherchierte Buch erlaubte mir ein Abtauchen in ein für mich fremdes Land und fremde Kulturen. Anfangs hat mich der westliche Blickwinkel etwas gestört, dann habe ich mich aber damit abgefunden. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch bereits 1937 erschienen ist, und darum der damaligen Zeit entsprechend verfasst wurde, obwohl der Autor Kurban Said sehr bemüht gewesen zu sein scheint, den Reichtum der Kulturen so anschaulich wie möglich zu schildern ohne parteiisch zu werden.  Aber wer ist dieser Kurban Said? Und jetzt wird es richtig interessant: Kurban Said ist ein Pseudonym für zwei bis drei mögliche Autor*innen. Im Westen geht man laut Wikipedia  von einer anderen Autorschaft als im Kaukasus aus. Jedenfalls wurde im Text sehr viel Insiderwissen eingepflanzt, welches ein oder eine Aussenstehende so kaum in Erfahrung bringen konnte. Die Autorenschaft wird jedenfalls nie ganz geklärt werden, die Rechte liegen aber bei einer österreichischen Familie. 

    Fazit: Ein sehr spezielles Buch, dass es sich lohnt zu lesen. 


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  19. Cover des Buches Die verschleierte Gefahr (ISBN: 9783958900776)
    Zana Ramadani

    Die verschleierte Gefahr

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Levus
    Zana Ramadani spricht offen aus, worüber in den Leitmedien und in der Öffentlichkeit wegen falschverstandener Toleranz und übertriebener politischer Korrektheit immer noch nicht geredet wird. Sie benennt Ursachen, erklärt Hintergründe und beleuchtet insgesamt, worin die vielfältigen Probleme mit dem Islam und seinen Anhängern bestehen. Ein sehr informativer und wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein für Politiker (und für Wähler) unabhängig von Religion und politischer Einstellung.
  20. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 640 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2003)

    ISBN-13 : 978-3423131384

    Originaltitel: Baudolino

    Übersetzung: Burkhart Kroeber

    Preis: 12,90 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Schelmenroman mit wenig Witz und noch weniger Spannung


    Inhalt:

    Baudolino wird im 12. Jahrhundert als armer Bauernsohn geboren und ist mit einer gehörigen Portion Bauernschläue, aber auch einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Diesem Umstand verdankt er es, dass Kaiser Friedrich Barbarossa ihn als Dreizehnjährigen bei sich aufnimmt und ihn sogar adoptiert. Von nun an übt er großen Einfluss auf die Geschicke der Welt - zumindest in seinen Berichten, um nicht zu sagen, Lügenmärchen, die er dem Niketas während der Belagerung von Konstantinopel erzählt.


    Meine Meinung:

    Umberto Eco ist für mich einer der am meisten überschätzten Autoren. Zugegeben, „Der Name der Rose“ ist genial, aber danach kam einfach nichts mehr, was sich wirklich zu lesen lohnte.


    Der Anfang ist noch vielversprechend, doch bald beginnt sich alles zu wiederholen. Immer wieder Schlachten und Kämpfe, Belagerungen, Liebesbezeugungen und -spiele, Dispute mit Freunden und Feinden über die immer gleichen Themen. 


    Teilweise konnte ich ein klein wenig schmunzeln, aber auch nur zu Beginn, wo alles neu war und ich Baudolino erst kennenlernte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur im Kreis dreht. Da ist kein Spannungsbogen, kein Highlight. Selbst die philosophischen Betrachtungen sind einfach nur ausufernd, langatmig und ohne jegliche neue Erkenntnisse.


    Fazit:

    Das war leider gar nicht meins. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit Eco durch bin.


    ★★☆☆☆


  21. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783596704798)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

     (770)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Ove ist wirklich ein anstrengender Nachbar. Er ist ein alter Griesgram, der nichts Besseres zu tun hat, als jeden Morgen erst einmal in seinem Wohnviertel eine Kontrollrunde zu drehen, Falschparker aufzuschreiben und die Anwohner auf sonstige Verstöße gegen die zahlreichen Regeln und Verordnungen aufmerksam zu machen, die in der Siedlung herrschen. An allem und jedem hat er etwas auszusetzen. Und außer ihm scheint auch niemand irgendetwas richtig zu können, ob es nun das Einparken ist, das Reparieren eines Fahrrads oder das Mülltrennen. Er fühlt sich nur von Stümpern umgeben. Doch schaut man hinter die mürrische Fassade, dann ist Ove einfach nur ein einsamer Mann. Seine Frau Sonja, die er über alles geliebt hat, ist verstorben und dann wird er auch noch vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Niemand braucht ihn mehr und so beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzten. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, obwohl Ove doch alles perfekt vorbereitet und geplant hat. Und zu allem Überfluss ziehen auch noch die schwangere Parvaneh, ihr Mann Patrick und deren Töchter in das Haus nebenan ein und fahren als erstes einmal Oves Briefkasten über den Haufen.

    Der Roman „Ein Mann namens Ove“ erschien in Deutschland im Jahr 2014 und führte wochenlang die Bestsellerlisten an. Warum, kann ich nach der Lektüre sehr gut verstehen. Doch um mit Fredrik Backmans titelgebender Figur warm zu werden, braucht man als Leser:in schon ein paar Seiten. Denn Ove ist anfänglich wirklich ein nerviger und kleinkarierter Pedant, der seinen Mitmenschen das Leben schwer machen kann. Seine mürrische Art führt dabei allerdings auch immer wieder zu einigen unfreiwillig komischen Momenten. Natürlich war Ove nicht immer so ein unsympathisches Ekelpaket. Wie es dazu kam, erfährt man mit der Zeit und bekommt nach und nach einen völlig anderen Eindruck von ihm. Denn Ove hat in seinem Leben einige schwere Schicksalsschläge zu verkraften gehabt. Und das schon während seiner Kindheit. Erst als er seine spätere Frau Sonja kennenlernt, erkennt Ove, wie schön das Leben sein kann. Nach ihrem Tod empfindet Ove daher nur noch Leere und Hoffnungslosigkeit. Doch als seine neuen Nachbarn einziehen und ihn scheinbar einfach nicht in Ruhe sterben lassen wollen, wendet sich das Blatt. Zunächst lässt Ove sich nur widerwillig von ihnen in alles Mögliche wie etwa Fahrdienste oder Babysitting einspannen, doch mit der Zeit erkennt er, was ihm fehlt und was er sich im Leben wünscht. Verbundenheit.

    Fredrik Backman hat mit „Ein Mann namens Ove“ eine Geschichte geschrieben, die direkt aus dem Leben gegriffen sein könnte. Er versteht es, seine Leser:innen für Ove einzunehmen, trotz dessen anfänglich so grantiger und abweisender Art. Das Buch hat eine Menge witziger Stellen zu bieten, aber auch die Taschentücher sollte man eventuell in Reichweite haben. Denn Oves Lebensgeschichte ist zuweilen sehr traurig. Gleichzeitig ist es sehr rührend und herzerwärmend mitzuerleben, wie Ove sich wandelt. Natürlich habe ich auch viele der anderen Figuren ins Herz geschlossen, ganz vorn dabei ist die resolute Parvaneh. Durch sie und ihre Hartnäckigkeit wird Ove klar, dass es keinen Sinn macht, immer nur an anderen rumzumeckern sondern sich selbst und seine Fähigkeiten in eine Gemeinschaft einzubringen. Die Kernthemen des Romans sind Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Zusammenhalt. Besonders in einer Gesellschaft, in der es selbstverständlich geworden ist, dass das Leben sich nur noch in der eigenen kleinen Familie bis zur Grundstücksgrenze abspielt, ist dieses Buch ein schöner Appell dafür, auch mal über den Gartenzaun und hinter Fassaden zu schauen, sich zu öffnen und teilzunehmen am Leben anderer, füreinander einzustehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Und vielleicht sogar dafür, einfach mal alle Fünfe gerade sein zu lassen. Wobei... nein, doch nicht, Ordnung muss sein! 😉 

    Ich jedenfalls hatte beim Lesen sehr viel Spaß und gebe diesem Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Übrigens: Auch der Film lohnt sich sehr, denn die Buchvorlage wurde darin, meiner Meinung nach, hervorragend umgesetzt.

     

  22. Cover des Buches Dschinnland (ISBN: 9783785737514)
    Kai Meyer

    Dschinnland

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Wolly

    Die Sturmkönige erzählt die Geschichte vom ehemaligen Schmuggler Tarik und seinem Bruder Junis aus Samarkand. Früher reiste Tarik zwischen seiner Heimatstadt und dem großen Bagdad auf seinem fliegenden Teppich durchs Land, bis eines Tages auf einem seiner Reisen seine Geliebte Maryam Opfer eines Dschinnenangriffs wurde. Seitdem meidet er das Dschinnenverseuchte Land zwischen den Städten wie die Pest und betäubt stattdessen lieber seinen Kummer um Maryams Verlust mit Alkohol, Frauen und illegalen Teppichrennen. Doch als Junis beschließt dem Haremsmädchen Sabatea zu helfen und sie nach Bagdad zu begleiten, muss Tarik einschreiten und wohl oder übel nochmal an den Ort, den er nie wieder sehen wollte.

    Meinung:

    Der Auftakt der Reihe ist unterhaltsam und ansprechend umgesetzt.
    Die Geschichte ist für mich kein Knüller, wie manch anderes Buch von Kai Meyer, aber eben nett zu lesen bzw. zu hören. Mir gefallen das Szenario im Morgenland, die musikalische Untermalung und die Stimme des Sprechers besonders gut. Die Art und Weise wie er liest ist flüssig und angenehm für die Ohren, bringt aber auch die nötige Dramatik spannender Szenen zum Ausdruck.
    Die Geschichte selbst ist interessant, aber nicht komplett fesselnd. Dafür sind mir die Charaktere nicht sympathisch oder emotional nah genug. Herrausstechend ist in meinen Augen Sabateas Geschichte, die eine eigene Dynamik mitbringt. Hier könnte noch interessante in den Folgebänden kommen.

    Fazit:
    Ein klares Plus für das Drumherum, trifft auf eine solide Geschichte. Mal sehen was da noch so kommt.

  23. Cover des Buches Fundament der Hoffnung (ISBN: 9783868275582)
    Lynn Austin

    Fundament der Hoffnung

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nehemia ist Mundschenk am Hof des persischen Königs Artaxerxes als er mitbekommt wie schlimm die Zustände in Jerusalem sind. Noch immer sind die Mauern nicht aufgebaut und die Feinde aus der Nachbarschaft machen den Juden das Leben schwer. Der König bekommt mit, dass es Nehemia nicht gut geht und schickt ihn nach Jerusalem. Und Nehemia hat einen Plan: Er will die Stadtmauer wieder aufbauen und das in weniger als einem Jahr. Doch Gefahren durch die Feinde und auch innere Konflikte zwischen den Juden gefährden immer wieder das gewaltige Projekt. Wird es ihnen gelingen, die Stadtmauern wieder aufzubauen?


    Lynn Austin ist mit ihrem Roman ein weiteres mitreißendes Werk über eine biblische Geschichte gelungen. Gekonnt und nah am biblischen Original erzählt sie die Geschichte nach und erweckt biblische Persönlichkeiten wie Nehemia und seine Feinde Tobija und Sanballat zum Leben.


    Es ist dabei faszinierend zu sehen wie nah sie dabei am Original bleibt und doch Nebenschauplätze besonders hervorhebt. Während im biblischen Buch "Nehemia" nur nebenbei erwähnt wird, dass auch einige Frauen am Mauerbau mithalfen, so bekommen diese Frauen in ihrem Roman nun einen prominenten Platz und werden zu Hauptfiguren. Manche Aussagen der biblischen Charaktere übernimmt die Autorin direkt und flicht sie geschickt in die Dialoge ein. 


    Die Figuren wirken glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und gut zu lesen. Ein Glossar am Ende des Buches erklärt Begriffe der damaligen Zeit und des Judentums, die vielleicht nicht für alle Leser verständlich sein dürften.


    Ich kann diese Buch nur jedem, der gerne die biblischen Geschichten auf eine andere Art und Weise kennenlernen möchte, nur wärmstens empfehlen!
  24. Cover des Buches Das Museum der gestohlenen Erinnerungen (ISBN: 9783551358769)
    Ralf Isau

    Das Museum der gestohlenen Erinnerungen

     (130)
    Aktuelle Rezension von: lauja01
    Über das Buch:

    Verlag: cbt
    ISBN: 9783570303856
    Preis: 12,00Euro
    Erschienen als Taschenbuch: September 2007
    Erst Auflage: 1997 beim Thienemann Verlag
    Originalsprache: Deutsch
    Seiten: 666

    Inhalt:

    Als die Zwillinge Jessica und Oliver aus den Ferien zurückkehren, haben sie ihren Vater vergessen. Nur ein beunruhigendes Gefühl der Leere bleibt ihnen - und die Suche nach den letzten Spuren der Erinnerung. Aus den Aufzeichnungen des Vaters erfahren die beiden schließlich von Quassinja, dem Reich der verlorenen Erinnerungen. Und sie finden das Tor in diese fremde Welt, in der ihr Vater verschwunden zu sein scheint...

    Das Cover:

    Das Cover gefällt mir nicht so. Ich finde es etwas zu langweilig.

    Die ersten 3 Sätze:

    "Aufmachen! Polizei! Wir wissen, dass ihr da drin seid. Öffnet jetzt sofort die Tür!"

    Schreibstil & Aufbau:

    Das Buch ist in 14 Kapiteln aufgeteilt. Die wiederum in Unterkapiteln aufgeteilt sind. Jedes Kapitel hat eine Überschrift. Am Anfang der 14 Kapitel steht immer ein Zitat. Hier habe ich mal 2 rausgesucht. Das Zitat von Kapitel 1 ist folgendes: Unsere kostbarsten Besitztümer bemerken wir oft erst, wenn wir sie verloren haben (Anonymus)
    Das Zitat von Kapitel 2 ist folgender: Die Welt wird Traum, der Traum wir Welt. (Novalis)
    Ich finde sie sehr schön und sie passen auch gut zu den jeweiligen Kapiteln. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und man liest es wie ein Fantasyroman und wie ein Thriller. Je nach dem in welcher Welt sie gerade sind.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte spielt in 2 Welten. Einmal ist da die normale Welt, wo Jessica versucht alles herauszufinden, was zu der Entdeckung von ihren Vater helfen kann. Dazu benutzt sie Papiere, Computer etc., also alles was eine normale Welt zu bieten hat. Diese Teile von Jessica lesen sich wie ein Thriller. Sie sind sehr spannend. Ich finde es super, wie Jessica und Mirande (eine Wissenschaftlerin)  Probleme lösen und Rätsel entziffern.
    Der zweite Teil ist die Welt Quassinja, in der Oliver seinen Vater sucht. Das sind die Teile, die sich wie ein Fantasyroman lesen. Hier wimmelt es nur von Einhörnern, verborgenen Bibliotheken, sprächende Möbel und Fabelwesen. Dieses Welt ist so schön beschrieben, obwohl dort gerade eine Gefahr droht.
    Außerdem fand ich die Zitate am Anfang der Kapitel sehr gut gewählt.
    Der ganze Roman ist spannend und mysteriös zugleich und zieht einen ganz in den Bann. Es ist schön zu sehen, wie Oliver und Jessica zueinander stehen. Auch viel Geschichtliches wird in diesem Buch aufgegriffen und darüber gesprochen. Es ist wahnsinn, was man alles im Laufe der Zeit vergessen kann. Und in manchen Situationen ist das auch Gefährlich. Das macht auch dieses Buch klar.
    Bei den Rätseln die aufgegeben wurden, egal ob bei Jessica oder Oliver ist man selber am rätseln und gespannt auf die Lösung. Oft denkt man dann, na klar ist doch logisch.
    Schön finde ich auch, das in dieser Geschichte, sogar der kleinste Gegenstand, nämlich ein Pinsel eine wichtige Rolle spielt. Jeder hat hier eine Aufgabe, die er zu erfüllen hat.

    Fazit:

    Spannend wie ein Thriller und so mysteriös wie ein Fantasyroman!

    Über den Autor:

    Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren. Er arbeitet neben den Schreiben als Computer- Fachmann und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Da der Umgang mit seelenlosen Maschinen seinen Gedanken - nach seinen eigenen Worten - "die Farbe nimmt", sucht und findet er schon lange seine Freiräume in der fabntastischen Literatur. Inzwischen zählt Ralf Isau zu diesem Bereich zu den bekanntesten deutschen Jugendbuchautoren.

    Wieviel Sterne?

    5

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