Bücher mit dem Tag "persönliche entwicklung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "persönliche entwicklung" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.675)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ein ganzes halbes Jahr
    von Jojo Moyes

    Das Buch ist sehr flüssig geschrieben worden und man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Persönlich fand ich es teilweise sehr langatmig, hätte etwas verkürzt werden können.

    Die Protagonisten waren alle sehr gut beschrieben worden und man lernte sie im Verlauf des Buches besser kennen.

    Das sich Lou zu einer positiveren Person entwickelt hat, finde ich sehr gut, schade finde ich nur, dass Will seine Meinung nicht geändert hat, obwohl er auch Lou liebt. Sie ist eine starke Frau, ich hätte das nicht geschafft, was sie alles durchgestanden hat.
    Ein sehr gefühlvolles Buch, das mich am Ende auch zum weinen gebracht hat.

  2. Cover des Buches The Story of a Love Song (ISBN: 9783736314443)
    Vi Keeland

    The Story of a Love Song

     (156)
    Aktuelle Rezension von: keinlesezeichen

    Das Cover und der Klappentext überzeugten mich sofort. Umso schöner ist es, dass es innen auch hält, was es verspricht. 

    Die Geschichte spielt in Vermont, in Los Angeles, in New York,... aber eigentlich spielt das keine Rolle. Die Liebe zwischen Luca und Griffin ist in jedem Brief von einem an das andere Ende der Welt spürbar. 

    Die beiden Autorinnen haben es geschafft, ein schweres und emotionales Thema auf so gelungene Weise zu vermitteln, dass das Buch nichts an seiner Leichtigkeit verlor. 

    Luca und Griffin erzählen beide aus ihren jeweiligen Perspektiven. Aufgelockert wird das Ganze durch ihren Briefwechsel, der einfach einmalig ist. Ich habe so oft gelacht. 

    Luca hatte in ihrer Vergangenheit ein schlimmes Erlebnis, welches sie immer noch verarbeitet. Mir gefiel aber, dass sie komplett offen damit umgegangen ist. Sie hatte von Anfang an ein Leuchten in sich, auch wenn sie sich manchmal etwas klein gemacht hat. Griffin ist die coolste Socke, die man sich nur vorstellen kann. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, er ist witzig, einfühlsam und emotional. Und er ist ein Rockstar! Die ganze Kommunikation zwischen den beiden war so ehrlich und offen. 

    Eine weitere wichtige Person im Buch ist Doc, Luca‘s Therapeut. Ich weigere mich, ihn als Nebencharakter zu beschreiben. Er hatte so einen großen Anteil an der Geschichte, dass mir das zu wenig erscheint. 

    Die Geschichte wirkte einfach echt. Es gab kein künstliches Drama, um die Geschichte interessanter zu machen. Das hatte sie auch wirklich nicht nötig. Es war ruhig, aber nie langweilig. Ich habe mich beim Lesen rundum wohlgefühlt. 

    Es gibt eine absolute Leseempfehlung von mir. Großartiges Buch. 

  3. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (593)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    "Demian" erzählt vom jungen Emil Sinclair, den wir von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter begleiten. Schon früh fällt es diesem schwer, sich in die gesellschaftliche Dichotomie zwischen gut und böse, gesellschaftlich akzeptiert und ausgeschlossen, einzufügen. Dass er in jungen Jahren als Kind aus gutbürgerlichem Elternhaus selbst Kontakt zu eher halbseidenen Gestalten aufbaut, macht es nicht leichter. Und dann trifft er auch noch auf den seltsamen, älteren Max Demian, der viele von Sinclairs Überzeugungen und scheinbaren Gewissheiten auf den Kopf stellt.

    Im Verlauf der fiktiven Biografie bleibt Demian über die gesamte Zeit des Aufwachsens für Sinclair wichtig, auch, wenn beide sich oft über längere Zeit nicht sehen. Sinclair ist auf der Suche, nach sich selbst, nach Erklärungen, Weisheiten, nach seinem Platz in der Welt. Damit ist das Motiv dieses Buchs ähnlich wie in anderen Werken von Hesse.

    In diesem liegt aber vor allem ein großer Fokus auf der menschlichen Psyche und auf Religiosität und Philosophie und deren Gemeinsamkeiten. So ist Demian ein ausgesprochen guter Menschenkenner, der Emil Sinclair wiederholt geradezu als Gedankenleser erscheint.  Wie Sinclair ist auch Demian ein Außenseiter, einer, der viele Dinge aus einem philosophischen, spirituellen Blickwinkel betrachtet und dabei auf alte Religionen zurückgreift - auch das ist so ein bisschen ein Markenzeichen bei Hesse, der sich selbst viel mit alten Religionen auseinandergesetzt hat. Und auch das Spiel mit Wirklichkeit und EInbildung, Realität und Traum, das man beispielsweise aus dem Steppenwolf kennt, taucht hier wieder auf.


    Im Vergleich zu anderen Werken Hesses fand ich dieses etwas schwächer, es zog mich weniger in seinen Bann als der Steppenwolf, Siddharta oder Narziss und Goldmund. Trotzdem bleibt es sowohl durch die Sprache als auch die für Hesse bezeichnenden, bedeutungsschweren und oft gesellschaftskritischen Sätze ein sehr lesenswertes Buch.


  4. Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783442718382)
    Juli Zeh

    Leere Herzen

     (280)
    Aktuelle Rezension von: dunkelgefunkel

    Eine sehr starke Gesellschaftskritik mit der Botschaft seine Wahl-Stimme nicht zu verschenken und nur meckern, aber nichts tun, sinnlos ist.

    Ein politisches Buch für Menschen, die gar nicht bewusst ein solches lesen möchten! Das Ende muss man verstehen, denn es hat große Auswirkungen auf die Bewertung des Buchs. Grundsätzlich hat es ganz viele Gedankengänge bei mir angeregt und Juli Zeh schreibt hier sehr deutlich, radikal und dennoch nicht zu viel und nicht zu wenig.

    Sollte man mit Suizidgedanken kämpfen, möchte ich von dem Buch abraten. In allen anderen Fällen nur empfehlen. Romantik spielt hier (wie der Titel vielleicht vermuten lässt) gar keine Rolle.

  5. Cover des Buches Miracle Morning (ISBN: 9783424153118)
    Hal Elrod

    Miracle Morning

     (33)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Das Buch lässt sich leicht und flott durchlesen. Ich fand es von Anfang bis zum Ende sehr motivierend. Die vielen Beispiele fand ich dabei auch angenehm. Allerdings stört es, dass immer wieder Links im Buch vorkommen. Allgemein hätte man das Buch noch weiter abkürzen können, da man das was eigentlich gesagt werden sollte somit nur unnötig in die Länge zieht. Wer noch nie einen Ratgeber oder Ähnliches gelesen hat wird hier viel Neues entdecken. Für alle anderen ist es wohl mehr eine Wiederholung. Der Aussage, dass mit dem Morgen alles Gute beginnt und dass man sich bewusst Zeit nehmen sollte um erfolgreich zu sein, stimme ich voll zu.

  6. Cover des Buches Das Glasperlenspiel (ISBN: 9783518463574)
    Hermann Hesse

    Das Glasperlenspiel

     (278)
    Aktuelle Rezension von: UweKirsten

    Glasmurmeln bzw. Glasperlen kommen im Roman von Hermann Hesse „Das Glasperlenspiel“ vor, das ich als Jugendlicher las. Ich war hingerissen, jedoch heute weiß ich, dass ich den tieferen Inhalt des Buches noch nicht verstanden hatte. 30 Jahre später, mit vielen durchlebten Erfahrungen, die mir hart erarbeitete Weisheit mit auf meinen weiteren Lebensweg gaben, ergibt sich für mich ein völlig neues Verständnis auf „Das Glasperlenspiel“. Hermann Hesse war ein Suchender nach Wegen zur Selbstvervollkommnung des Menschen. In seinem Roman ist das Glasperlenspiel die höchste aller Künste. Es ist die Verschmelzung aller in der menschlichen Kultur, Kunst und Wissenschaft geschaffenen Ideen und Werte. Ein Glasperlenspieler spielt dieses Instrument in seiner Vollkommenheit. Ebenso ist das Leben eines Menschen ein Gesamtkunstwerk.  

    Wie vervollkommnen wir unser Dasein? Glauben wir an unsere Fähigkeiten. Sind wir bereit, uns unserer Stärken und Schwächen bzw. eventuellen Blockaden zu stellen. Überlassen wir unseren Geist sich selbst. Wie bewusst sind wir. Sehen wir das Leben von seiner positiven Seite. Beherrschen uns Ängste. Lieben wir uns selbst und nehmen uns an. Sind wir proaktiv und handeln nach unseren selbst gesetzten Zielen. Leben wir Veränderung. Sind wir positiv, auf der richtigen Frequenz und ziehen wir damit das Glück an?! 

  7. Cover des Buches Weißer Oleander (ISBN: 9783404157662)
    Janet Fitch

    Weißer Oleander

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein
    Das Buch hat mich wirklich gefesselt - man sollte doch immer mal wieder auf Bestseller zurückgreifen. Ein großartiges Werk, welches sich einbrennt. Die Geschichte der Protagonistin ist an sich schon fesselnd, prägend und lesenswert, doch die Beleuchtung der einzelnen Charaktere sucht seinesgleichen. Man erstellt direkt zu allen Personen psychologische Profile und staunt über vielschichtigen Personen und Verbindungen zueinander, die alle das Leben und Handeln der Protagonistin prägen. Besonders spannend ist die allgegenwärtige Beziehung zu Ihrer Mutter, die sich im Laufe des Aufwachsens und der unterschiedlichen Lebenssituationen wandelt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin hellauf begeistert, eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe. 
  8. Cover des Buches Neun Fremde (ISBN: 9783453360884)
    Liane Moriarty

    Neun Fremde

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Neun Fremde treffen sich zu einem 10-tägige Cleansing auf einer luxuriösen Wellnessfarm. Zu den Gästen gehören u.a. eine Autorin, die neben den Wechseljahren auch mit Einsamkeit und nachlassenden beruflichen Erfolg zu kämpfen hat, ein Scheidungsanwalt, dessen eigene Beziehung auf der Kippe steht und ein junges reiches Ehepaar, die sich und ihre Beziehung im Reichtum verlieren. Die Gäste das Luxus-Spas wollen eigentlich nur ein paar erholsame Tage zwischen Yogastunden und Meditation im Luxus-Spa verbringen, in der Hoffnung, dass das Cleansing sie zu einem "besseren Menschen" macht und sie danach ihr Leben umkrempeln. Doch die Rechnung haben sie ohne Masha, die Leiterin des Spas gemacht, denn diese sieht in ihren neuen Gäste die perfekten Versuchkaninchen für eine riskante neue Transformationsmethode. 

    Nachdem ich die Werbung zu dem Buch gesehen habe und auch viel Gutes von der Serie "Big little lies" gelesen habe, habe ich spontan "Neun Fremde" gekauft. Erwartet habe ich einen Thriller, bekomme habe ich eine spannende Charakterstudie, die exemplarisch dafür steht, wie sehr die Menschen im 21. Jahrhundert im Hamsterrad gefangen sind und stets den Drang haben, sich selbst zu optimieren. Von der Handlung her passiert nicht allzu viel, denn der Fokus liegt tatsächlich darauf, wie die verschiedenen Charaktere die gleiche Situation wahrnehmen. Daher wird jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt. Dieser Perspektivwechsel mit der Darstellung der unterschiedlichen Gedanken und Wahrnehmungen macht das Buch so fesselnd. 

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde sicherlich auch weitere Bücher der Autorin lesen. Zudem freue ich mich auch auf die Serienadaption des Romans, welche dieses Jahr noch erscheinen soll. 

  9. Cover des Buches Egotrip (ISBN: 9783740727840)
    Sina Graßhof

    Egotrip

     (13)
    Aktuelle Rezension von: ellischa
    Was passiert, wenn man plötzlich reich ist? Man kann endlich tun, was man will. Es entwickelt sich alles zu einer witzig-schrägen Geschichte. 
    Das Buch aus Sicht der Protagonistin geschrieben, wie sie ihr altes Leben hinter sich lässt und in die USA geht, um dort endlich ihren Traum zu verwirklichen.
    Der Schreibstil ist leicht und locker.
    Warum nur 4 Sterne? Mir geht einiges zu leicht, kaum hat man Geld, ist man beliebt und begehrt und alles fällt einem in die Arme. 
    Das Buch verspricht lockere Lesestunden.
  10. Cover des Buches Das Herz ist eine miese Gegend (ISBN: 9783499262944)
    Thommie Bayer

    Das Herz ist eine miese Gegend

     (65)
    Aktuelle Rezension von: somethingnew08

    Wir begleiten Giovanni vom Kindesalter bis zu seinen Dreißigern und erleben mit, wie er, seine Familie und seine Freunde sich entwickeln. Von seinen Begegnungen mit einer Maus, seinen ersten sexuellen Begierden, seinen sexuellen Betätigungen, seiner Entwicklung als Schreibertalent, seinen Gefühlen zu seinem Vater, dem merkwürdigen Verhältnis zwischen seiner Liebsten und seinem besten Freund und von den Wegen, die das Leben so geht. 


    Achtung: Viele Spoiler!

    Anfangs fiel es mir schwer, in das Buch reinzukommen. Das mag wohl auch daran liegen, dass mir auch im Verlauf des Buches fast niemand der Charaktere sympathisch war - mit Ausnahme von Paul, Lauras Vater, und Karen. Trotzdem liest es sich gut, es ist amüsant und die kleinen Absätze vor jedem Kapitel bringen einen durchaus zum Schmunzeln. 

    Der Schreibstil gefällt mir wie sonst bei Thommie Bayer sehr gut. Genial ist, wie Motive wiederkehrend eingebaut werden wie beispielsweise die Maus und das Blaupunktradio. Mein Lieblingsmotiv mag wohl das Fahrrad sein. Sehr schön zu lesen war die Entwicklung von Giovannis schriftstellerischen Fähigkeiten - vom Dichten, der Veröffentlichung dieser in der Zeitung, seinen schriftstellerischen Beiträgen in Zeitschriften, dem Schreiben von Liedtexten und letztendlich dem Schreiben von Büchern.

    Die Hälfte des Buches spielt in der Zeit, in der Giovanni noch zur Schule ging. Das schien so ziemlich der Höhepunkt seines Lebens zu sein, wie es scheint. Denn danach geht es für ihn mental nur noch bergab. Ab seiner sexuellen Begegnung mit den zwei Frauen und Bo am See konnte ich mit ihm als Charakter langsam nichts mehr anfangen. Dies verschlimmert sich im Verlauf der Handlung allerdings nur noch. Er lebt sein Leben in den Zwanzigern nur dahin und hat mit Karen nach Laura erstmals wieder eine ernsthafte Beziehung, die er allerdings nur erlangt, weil er mit der Affäre seines Kollegen schläft, wofür er absolut 0 Schuldgefühle hat (spätestens zu diesem Zeitpunkt mag man realisieren: der Typ ist ein absolutes Arschloch. Beide Typen). Während er mit Karen zusammen ist, schreibt er weiterhin Laura, hat Sehnsucht nach ihr. und sieht sie in Karen.

    Karen ist so vernünftig und verlässt ihn, als sie dies herausfindet. Dafür findet sie einen reichen Typen. Gut für sie. 

    Giovanni verlangt dann von Laura nach all der Zeit endlich Klartext. Und was dann? Ja, Laura überquert die halbe Welt und kommt zu ihm, sie schlafen miteinander (was zu sagen haben sie einander anscheinend kaum was. Früher hatte er mit ihr geredet. Ob das mit den beiden gut gehen kann? Schön, wie viel sie sich damit auseinander setzen, dass so viel Zeit vergangen ist und sie sich beide verändert haben - interessiert sie gar nicht. Einfach Sex haben. Dann ist ja alles gut). Und ach ja, Laura ist übrigens verheiratet! Sie will ihren tollen Ehemann nicht verletzen, also muss Giovanni eine lange Zeit auf sie warten bis ihr Ehemann ein paar Operationen hinter sich hat und sie alles geregelt hat. Cool. Und er schreibt ihr ein Buch. Also wenn das nicht mal was ist. 

    Ich denke, es ist ganz deutlich geworden, was ich von den Hauptcharakteren halte. Von Bo will ich gar nicht erst anfangen. Nur so am Rande: er hat Laura mal vergewaltigt. Aber sie verzeiht ihm, dann ist da ja kein Problem. Findet Giovanni übrigens auch nicht. Also wenn so gut wie jeder in diesem Buch ein Arschloch sein sollte - cool, das ist gelungen. Mit Ausnahme von Paul natürlich. 

    Trotzdem insgesamt eine unterhaltende Lektüre. Ein nachdenklicher Effekt wie bei "Fallers große Liebe" imponiert mir persönlich jedoch mehr als dass ich mich über irgendwelche Charaktere aufregen müsste und vor allem den Weg, den Laura und Giovanni am Ende gehen. Eins muss man den sehr unterschiedlichen Hauptfiguren jedoch lassen: ihre Einzigartigkeit gleicht schon Genialität. Shoutout an Ilse mit seiner durchaus grotesken Kunst und Bo mit seiner erfundenen Geschichte vom Tod seiner Ex-Freundin.

  11. Cover des Buches Illusionen (ISBN: 9783548221175)
    Richard Bach

    Illusionen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    Wir sind, was wir sein wollen, auch wenn wir diese einfache Wahrheit wie selbstverständlich abstreiten werden. Wir machen lieber andere verantwortlich für unser Schicksal anstatt unseren eigenen Kräften und dem Leben zu vertrauen. Wir leben lieber in unseren Illusionen, die wir für die einzige Wirklichkeit halten, denn dort kennen wir uns aus.

    Diese und viele andere Botschaften überbringt uns Richard Bach mit seiner kurzen Erzählung über den Sommer mit Don Shimoda. Richard trifft Shimoda eines Tages mit seinem Flugzeug auf einer Wiese und fortan verdienen sie ihren Lebensunterhalt gemeinsam durch Rundflüge mit Publikum. Aber Don ist nicht irgendein Pilot, er ist ein Messias, den Richard wahrscheinlich gerade brauchte, um zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Und so diskutieren die beiden für uns über unsere Illusionen, Freiheit und Glück. Manchmal liest uns Richard auch aus dem "Leitfaden für Erlöser" vor, den ihm Don überlassen hat. Da stehen dann solche Sätze wie "Es gibt kein Problem, das nicht auch ein Geschenk für dich in den Händen trüge. Du suchst Probleme, weil du ihre Geschenke brauchst." Oder: "Niemals wird dir ein Wunsch gegeben, ohne dass dir auch die Kraft verliehen wurde, ihn zu verwirklichen." Und: "Das Kennzeichen deiner Unwissenheit ist die Stärke deines Glaubens an Ungerechtigkeit und Unglück."

    Die Geschichte endet scheinbar tragisch. Shimoda wird nach einer Talk-Show erschossen, in der er seine Botschaften verkündete. Erlöser sind nicht immer willkommen, noch nicht einmal der, der in uns selber wohnt. Wie heißt es doch so schön im "Leitfaden": "Um frei und glücklich zu leben, musst du die Langeweile opfern. Das ist nicht immer ein leichtes Opfer."
  12. Cover des Buches Du fehlst (ISBN: 9783596173495)
    Joyce Carol Oates

    Du fehlst

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Jetztkochtsie
    Selten habe ich für ein Buch, daß mir eigentlich gefiel, so viel Zeit gebraucht. "Du fehlst" ist keine leichte Lektüre, im Gegenteil eher sperrig und unhandlich kommt diese Familiengeschichte daher. Nicht nur ein paar Mal habe ich mich gefragt worauf diese Erzählung eigentlich hinaus will, was Oates mir als Leserin mitteilen will und kam leider nicht drauf, für mich birgt diese Geschichte kein Fazit, keine Moral, keine Essenz, ist einfach eine Geschichte, ein in netten Worten erzählte, ein wenig dramatische über viele Zeilen hin weg aber auch nur schwer nachvollziehbare Geschichte. Wirklich begeistern konnte Oates mich also nicht, wirklich abschrecken aber auch nicht, wenn ich auch erstmal nach vielen Tagen des Lesens die Nase voll von ihrem seltsamen Stil habe, der mich genervt, bezaubert und dann wieder gelangweilt hat. Es fällt mir wirklich schwer dieses Buch zu bewerten, denn so schlecht, wie ich es streckenweise fand, so gut fand ich es auch an anderen Stellen. Leider hat es mir letztendlich nicht viel gegeben, diese Lektüre dieser Geschichte und am Ende bleibt irgendwie ein fader Geschmack und ein kleines Schade zurück.
  13. Cover des Buches Auroras Anlaß (ISBN: 9783257217315)
    Erich Hackl

    Auroras Anlaß

     (65)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    Schon der erste Satz "Eines Tages sah sich Aurora Rodriguez veranlaßt, ihre Tochter zu töten" zog mich in den Bann. Man will ab jetzt einfach wissen, warum tötet eine Mutter ihre schlafende Tochter mit vier Pistolenschüssen aus nächster Nähe. Die Mutter stellte sich sofort nach der Tat den Behörden. In 13 Kapitel wird der Leser über die Gründe dieser Tat aufgeklärt. Aurora R. wird 1890 im nordspanischen Ferrol geboren, verbringt dort 24 Jahre ihres Lebens und stellt fest, daß das Elend und die Armut der Massen auf mangelnde Bildung und Kinderreichtum basiert. Auch die bürgerlichen und gebildeten Frauen haben keine Rechte und nichts zu vermelden. Sie engagiert sich stark für die Rechte der Frauen. Aurora plant eine Schwangerschaft und findet per Anzeige einen Mann (unbekannter Priester der Handelmarine) "für ihre Zwecke". Sie entbindet in Madrid ihre Tochter Hildegart und zieht diese nach ihren Prinzipien auf. Das Kind entwickelt sich prächtig und kann schon mit 3 Jahren Maschinschreiben, mit 13 Jahren beginnt es ihr Jurastudium, mit 14 Jahren tritt es den Sozialisten und der Gewerkschaft bei. Mit 18 Jahren schreibt Hildegart bereits Bücher über sexuelle Aufklärung und Hygiene, über soziales Elend und feministische Grundlagen. Hackl beschreibt die Tragik einer Mutter-Tochter-Beziehung auf eine großartige und spannende Weise. Als Leser erhält man Einblick in das Spanien vor Franko und vor dem Bürgerkrieg und erlebt eine interessante und starke Millieustudie, die trotz dem frühen Erscheinungsjahr 1987 nach wie vor aktuell zu interessanten Diskussionen anregen würde.
  14. Cover des Buches Der Tod des Iwan Iljitsch (ISBN: 9783866472433)
    Leo Tolstoi

    Der Tod des Iwan Iljitsch

     (58)
    Aktuelle Rezension von: 101844
    Tolstoi schreibt sehr eindrücklich und realistisch. Das typische Ablehnen und Vermeiden des Tatbestandes der eigenen Sterblichkeit wird in diesem Buch aus den verschiedenen Perspektiven geschildert. Angehörige, die statt Mitgefühl nur ihre eigene Angst und Wut auf den Sterbenden projizieren, der sie so unangenehm mit dem Thema konfrontiert. Und auch der innere Kampf des Sterbenden wird so deutlich und gelungen dargestellt, dass es einen beim Lesen selbst eiskalt den Rücken herunter läuft. Auch die unvermeidliche Retrospektive auf das eigene, vergangene Leben und das schonungslose Bilanz ziehen desselben verschriftlichte Tolstoi meisterhaft.
  15. Cover des Buches Heute weiß ich, was ich will (ISBN: 9783492245098)
    Tilman Held

    Heute weiß ich, was ich will

     (1)
    Aktuelle Rezension von: claudiaausgrone
    Elf prominente Frauen aus Wirtschaft, Fernsehen und Theater halten persönliche Rückschau ...Vieles über Äußerlichkeiten hat mich nicht so interessiert, aber einige Beiträge haben mir sehr gut gefallen: von Katja Ebstein, Sabine Asgodom, Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Beate Wedekind...
  16. Cover des Buches Die perfekte Masche (ISBN: 9783548374475)
    Neil Strauss

    Die perfekte Masche

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Neil Strauss erzählt die gleiche Geschichte wie Mystery in seinem Buch, dieses häts nicht gebraucht.
  17. Cover des Buches Free (ISBN: 9783813503906)
    David Lama

    Free

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Starbucks

    David Lama lebt für seinen Traum, und der liegt in bzw. auf den Bergen. Er hat das Glück, seine Berufung zu seinem Lebensinhalt machen zu können. Gemeinsam mit seinem Kletterpartner will er in Patagonien auf den Cerro Torre steigen. Das Buch ‚Free‘ von David Lama erzählt und dokumentiert dieses scheinbar unmögliche Projekt, dass am Ende doch gelang.

    Der Reiz an der Ersteigung der Cerro Torre ist für David Lama eigentlich, dass alle dies für unmöglich halten. Er ist einer, der das Gegenteil beweisen möchte. Und er muss gegen die Menschen ankämpfen, die gegen den modernen Alpinismus sind, der oft entgegen der Bestimmungen Spuren am Berg hinterlässt. Seine Vorgänger haben es David Lama da nicht leichter gemacht, da sie eben dies getan haben.

    Obwohl man schon vorher weiß, dass das Unterfangen am Ende gelingen wird, fiebert man mit David Lama mit. Ich schaue gern diese Outdoorfilme als Mulitmediashows oder auch im Fernsehen, aber da sieht man meist nur das Ergebnis oder kurze Ausschnitte – hier durfte man von Anfang an dabei sein. Hier darf man auch erleben, was der Berg mit David Lama macht, wie der Berg ihn verändert.

    Ich weiß nicht, ob man das erwarten darf oder ob das für David Lama sehr wichtig ist, denn für ihn scheint vor allem er selbst und seine Leistung zu zählen, aber ich hätte mir etwas mehr Natur in diesem Buch gewünscht. Er ist drei Jahre vor Ort in Patagonien und damit ständig draußen. Das ganze Unterfangen hat aber kaum mit der Schönheit vor Ort, der Naturverbundenheit, der Macht der Natur an sich zu tun, sondern nur mit dem Schaffen des Projektes, des sich beweisen Wollens, des Kräfte Messens zu tun. Schade, aber für den Autor wohl nicht so bedeutend.

    Damit verdient das Buch trotz sprachlicher Schwächen gute vier Sterne. Ich freue mich sehr auf den Film im Kino ab März 2014. 
  18. Cover des Buches Rubinrote Rita (ISBN: 9783499226915)
    Rita Mae Brown

    Rubinrote Rita

     (17)
    Aktuelle Rezension von: alma
    Die Autorin, als Kind in eine recht amüsante, dennoch nicht übermäßig liebevolle Familie adoptiert und sich dessen auch zeitlebens schmerzlich bewusst, scheut sich nicht, das Eigene, das Besondere, das Intime aufs Korn zu nehmen - sich und ihr weder gradliniges noch von sich aus erfolg- oder glorreiches Schriftstellerinnenleben. Feministin, Theater- und Drehbuchautorin, Dozentin, Kämpferin, Bäuerin, Lesbe, Amerikanerin, Emanze, Humoristin, Liebende, Verletze, Fleißarbeiterin und witziger als erlaubt - ich liebe Rita seit der ersten begegnung im Jahre 1998 - und das wohl für immer.
  19. Cover des Buches Der Spielmann (ISBN: 9783940855169)
    Ingrid Ganß

    Der Spielmann

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ati

    Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Märchen liebe? Die lese ich allerdings meist in Form von Märchensammlungen. Deshalb wäre ich auch beinahe an dem ursprünglich bereits im Jahr 2000 und auch unter dem Titel Die Braut des Spielmanns erschienenen und 2009 neu von DRYAS aufgelegten Debütroman von Ingrid Ganß vorbeigelaufen. Zu unscheinbar und trist erschien mir ehrlich gesagt dessen Aufmachung. Weder die Covergestaltung noch die Dicke des Buches deutete auf das hin, was ich letztlich darin fand. Die 1959 geborene Autorin, Fremdsprachenkorrespondentin und Industriekauffrau schreibt seit frühester Kindheit Geschichten und Märchen. Ihr Debütroman erzählt das Märchen von König Drosselbart der Brüder Grimm auf tiefgründige und nicht durchgehend märchenhafte Weise nach.

    Während bei den bekannten Märchenerzählern die Prinzessin anfangs nur wankelmütig, stolz und hämisch-übermütig dargestellt wird, erfährt man durch Ganß, was hinter deren Verhalten steckt. Ihre weibliche Hauptfigur Elisabeth von Messelstein, die behütet und verwöhnt aufgewachsen ist, offenbart sich als gebildete und moderne Fürstentochter. Das geht so weit, dass sie sich weigert, den Heiratsplänen zuzustimmen, die ihr Vater für sie schmiedet. Sie schüttet genau wie ihre Grimm-Vorgängerin Spott und Häme über mögliche Kandidaten aus, um diese abzuschrecken. Und genau wie diese muss sie mit den Folgen leben. Denn ihr Vater schwört angesichts ihrer Aufmüpfigkeit, sie mit dem erstbesten Mann zu verbinden, der um ihre Hand anhält. Bei einer Verfilmung von König Drosselbart mit Ken Duken trug der einen unansehnlichen Zottelbart im Gesicht und lebte augenscheinlich mehr schlecht als recht von seinen Tonwaren. Ganß lässt ihren Spielmann Jakob, besagter Erstbester, gleich von Anfang an gut aussehen. Ein Bruch zu Elisabeths bisherigen Leben ist das an der Seite ihres Mannes auf staubigen Landstraßen, in einer schäbigen Hütte und einer Welt voller Gaukler, Zigeuner und einfachem Volk jedoch allemal. Bald schon droht sie am Kampf ums Überleben zu verzweifeln. Doch als sie erkennt, dass sie die wahren Schönheiten des Lebens in ihrem goldenen Käfig bislang nicht erkannt hat, versucht sie, an Jakobs Seite eine Existenz aufzubauen.

    Während die Brüder Grimm sich auf einige Aspekte beschränkten (immerhin haben ihre Märchen selten allzu viele Seiten), kann Ganß wesentlich tiefer gehen und tut dies auch. Sie siedelt ihre Geschichte im von Armut und Not gebeutelten Deutschland Mitte des 17. Jahrhunderts kurz nach dem 30jährigen Krieg an. Die von ihr heraufbeschworenen Orte sind erdacht, wirken jedoch real. Bauern versuchen sich gegen die nach wie vor im Luxus lebenden Adligen bzw. deren stete Forderungen in Form von Steuern und Abgaben aufzulehnen, was tödliche Folgen für sie haben kann. Elisabeth zeigt sich bezüglich ihrer Rolle als Frau emanzipiert. Die gleichermaßen nachdenkliche wie zunehmend sympathische weibliche Hauptfigur steht einem männlichen Part gegenüber, der an der Welt zu verzweifeln droht. Seine Gedanken werden selten explizit ausgesprochen. Doch obwohl die Geschichte größtenteils aus Elisabeths Sicht erzählt wird, kann man als LeserIn Jakobs Überlegungen, seine Zweifel und Hoffnungen allzeit klar nachvollziehen. Er scheint ein recht bewegtes, aufrührerisches Leben geführt zu haben. Während er Elisabeth mehrfach auflaufen und sie ihre Vorurteile und ihr Unwissen auf die harte Tour erkennen lässt, muss er feststellen, dass er selbst nicht von Voreingenommenheit, Intoleranz und Engstirnigkeit frei ist. Wer oder was er wirklich ist, beschäftigt LeserInnen den ganzen Roman hindurch, das Geheimnis wird erst gegen Ende etwas gelüftet.

    Empathisch und sorgfältig beschreibt die Autorin die Wandlung, die Elisabeth durchmacht. Das Gefühl der inneren Zerrissenheit, dass das neue Leben (welches durchaus Platz für eigene Wünsche und Träume bietet), im Zusammenhang mit dem damaligen Sinn für Sitte und Anstand und ihrer Erziehung auslöst. Und so modern die junge Frau in gewisser Weise denken mag, so unsicher ist sie bei allem, was die körperliche Seite ihrer Ehe mit Jakob angeht. Wobei man hier eindeutig sagen kann: Ein Glück, dass es Jakob ist und niemand, der sie einfach derb an ihre ehelichen Pflichten erinnert und sich über ihre Bedürfnisse hinwegsetzt. Doch einfach ist das Leben an seiner Seite wie gesagt nicht.

    Schlüssig und stringent verwebt Ganß einen bildhaft-detaillierten Erzählfaden mit dem anderen. So entsteht sukzessive eine dichte und stimmige Hintergrundatmosphäre, vor der die komplex herausgearbeiteten Figuren agieren. Doch birgt das Schaffen einer dichten Hintergrundatmosphäre die Gefahr von Längen; Ganß konnte sich ihr denn auch prompt nicht völlig entziehen.

    Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass die Autorin in dem Versuch, ihre Figuren so authentisch wie möglich darzustellen, eingangs Dialoge durch Verwendung einzelner Begriffe so hochtrabend-gekünstelt und salbungsvoll-gespreizt gestaltet, dass manche vielleicht das Buch verfrüht aus der Hand legen. Doch ist das wirklich ein Schwachpunkt? Die Dialoge mögen aus heutiger Sicht betrachtet zu gestellt wirken. Gleichzeitig zeigt sich durch diese gekünstelte Hofsprache jedoch sehr gut die vermeintliche Überlegenheit des Adels über das einfache Volk. Zumal diejenigen, die sich daran stören, bald feststellen werden, dass die Dialoge lebendiger werden, sobald Elisabeth an Jakobs Seite Messelstein verlässt. Spätestens ab da liest sich der Roman sehr flüssig.

    Doch während die Brüder Grimm ihre Figuren glücklich bis an ihr Ende leben ließen, steuert die Geschichte von Jakob und Elisabeth auf ein offenes Ende zu. Es vereint Hoffnung und die harte, reale Existenz auf subtile Weise miteinander. Es passt auch auf die beiden Hauptfiguren und überhaupt sehr gut, weil es aus der Geschichte heraus und in sich die einzig konsequente Lösung ist. Doch spätestens hier unterscheidet sich der Roman von der Märchenvorlage.

    Fazit:

    Ein trotz kleinerer Längen lebendig erzählter, mitreißender Mix aus Märchen, Liebesgeschichte und historischem Roman, der sich irgendwie allen Genrezuordnungen zu entziehen scheint. Ein Roman von Schuld und Sühne, Stolz und Vorurteil, Liebe und Vergebung; der zeigt, wie sehr ein erster Eindruck täuschen kann. Und einer, der glücklicherweise eine Fortsetzung gefunden hat. 2010 erschien Der König, den ich nach Der Spielmann mit Sicherheit ebenfalls lesen werde. Für das Debüt von Ingrid Ganß möchte ich sehr starke vier von fünf Punkten vergeben.

    Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

  20. Cover des Buches Mit Buddha das Leben meistern (ISBN: 9783644402416)
    Volker Zotz

    Mit Buddha das Leben meistern

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    https://www.lovelybooks.de/autor/Ayya-Khema/Das-Geheimnis-von-Leben-und-Tod-143148060-w/rezension/2035171033/

    Diese Rezension bezieht sich über das Buch hinaus ganz allgemein auf den Buddhismus.


  21. Cover des Buches Der Narr und der Zauberwald (ISBN: 9783746962061)
    Blandina Gellrich

    Der Narr und der Zauberwald

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Diana_Ho

    Blandina Gellrichs Buch „Der Narr und der Zauberwald“ besticht bereits durch das wunderschöne Cover, von dem eine gewisse Magie ausgeht. Es zeigt sowohl den unbekannten Weg, auf den sich der Narr als Hauptfigur dieses Buches begibt, als auch den Zauberwald, der das Ziel der Reise darstellt. Das bloße Betrachten des Buches löst etwas beim Leser aus und macht neugierig. Die grünen und gelb-goldenen Farben strahlen sowohl etwas Geheimnisvolles als auch eine angenehme Wärme aus und weisen den Weg ins Licht.

     

    Um den Zauberwald zu retten, der mitsamt der Kaiserburg und den Menschen der Stadt im Nichts verschwunden ist, muss der Narr – ein sehr liebenswerter und unbefangener Mensch – 21 verschiedene, teils sehr anstrengende Wege begehen und 21 Prüfungen bestehen. Einige fallen ihm etwas leichter, andere wiederum stellen ihn vor eine große Herausforderung, so wie es auch im wahren Leben oft der Fall ist. Der Narr liebt es jedoch, Neues und Unbekanntes zu entdecken und betrachtet sein Leben als spannendes Abenteuer. Er schreitet stets voran, blickt niemals zurück und lebt bewusst im Hier und Jetzt. Auf jedem seiner Wege begegnen ihm interessante Menschen, deren Erzählungen ihn zum Nachdenken anregen und tief berühren. Dies überträgt sich ebenso auf die Leser dieses faszinierenden Buches und lässt sie zu tiefen Erkenntnissen gelangen. Der Narr weist Eigenschaften auf, die in jedem von uns stecken und beim Lesen (wieder) geweckt werden können. Er ist mutig, fest entschlossen und stellt sich all seinen Ängsten, die durch die Dunkelheit des Waldes symbolisiert werden. Sein starker Wille, seine Hartnäckigkeit und kindliche Neugier bringen ihn schließlich an das gewünschte Ziel. Sobald die Zweifel des Narren schwinden und sein Glaube stärker ist als alles andere, wird es ringsherum wieder hell, und er erblickt all das Schöne, was zuvor im Verborgenen lag.

     

    Blandina Gellrichs Buch beinhaltet viele kleine Weisheiten und kann die Sicht auf das Leben verändern. Wer sich voll und ganz auf diese Lektüre einlässt, wird sich bewusst oder unbewusst weiterentwickeln und darf wahre Wunder erleben. So wie der Narr auf seiner Reise erkennen und erleben wir manches Wunder sofort, andere wiederum offenbaren sich erst um einiges später. Vieles ergibt in dem Moment Sinn, wenn wir es aus einer anderen, höheren Perspektive und mit bedingungsloser Liebe betrachten.

     

    Dieses Buch hält, was es auf dem Einband verspricht: Es nimmt den Leser mit auf eine magische Reise durch das Leben und zu sich selbst. Durch den leichten und bildlichen Sprachstil der Autorin ist es sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet. Für einige Leser ist es schlichtweg ein schönes Märchen, für andere wiederum birgt es wertvolle Lektionen. Blandinas faszinierende Geschichte zog mich vom ersten Moment an in ihren Bann und ich hatte das Gefühl, mich mitten im Geschehen, direkt an der Seite des Narren zu befinden beziehungsweise manchmal sogar er selbst zu sein. „Der Narr und der Zauberwald“ nahm mich sowohl emotional und mental als auch körperlich mit auf eine spannende Reise. Beim Betrachten des Covers und Berühren des Buches durchströmt mich jedes Mal eine liebevolle Energie, und ich werde in meinen eigenen, persönlichen Zauberwald versetzt.

     

    Eine klare Leseempfehlung für jeden, der Märchen liebt oder sich selbst besser kennenlernen möchte. Ich danke der Autorin für dieses großartige Buch.

     


  22. Cover des Buches Kein menschlicher Makel (ISBN: 9783944343440)
    Ellinor Wohlfeil

    Kein menschlicher Makel

     (8)
    Aktuelle Rezension von: kingofmusic

    Als ausgebildeter Archivar ist es für mich selbstverständlich, mich mit Geschichte auseinander zu setzen. So auch (natürlich) immer wieder mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Gräueltaten.

    Bereits an dieser Stelle möchte ich dem Verlag 3.0 und da besonders Kerstin Litterst danken, dass sie mir im vergangenen Jahr das Buch „Kein menschlicher Makel – weder gestern noch heute“ von Ellinor Wohlfeil als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    Da es die knapp 100 Seiten (nicht nur) inhaltlich in sich haben, muss man den richtigen Zeitpunkt zum Lesen abpassen. Dieser war bei mir in den vergangenen Tagen gekommen und ich möchte kurz meine Gedanken dazu mit euch teilen.

    Es ist schon viel geschrieben worden über die Ausgrenzung, Verfolgung usw. der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Ellinor Wohlfeil zeichnet in ihrem Roman also kein (neues) Bild dieser Zeit, trotzdem stellen sich mir immer noch (nicht nur) die Nackenhaare auf, wenn ich von dieser sinnlosen Hetze lese.


     Die Protagonistin Ruth erzählt hier ihre Erlebnisse. Durch den Umstand, dass sie kaum von einem Erzähler unterbrochen wird (die Erzählweise erinnert mich an ein Instrument der Geschichtswissenschaft, die sog. „Oral History“) ist der geneigte Leser mittendrin im Geschehen und in der Gefühlswelt von Ruth. So entsteht eine tiefe Verbundenheit mit ihr – ein von der Autorin wahrscheinlich gewünschter Effekt :-).

    Ich wünsche dem Buch von Ellinor Wohlfeil die (große) Verbreitung, die es verdient hat – ob als Pflichtlektüre in der Schule oder in Lese- und Diskussionskreisen.

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