Bücher mit dem Tag "persönlichkeiten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "persönlichkeiten" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Drei (ISBN: 9783453444614)
    Stephen King

    Drei

    (863)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Mit Der Dunkle Turm – Drei hebt Stephen King seine Saga auf ein völlig neues erzählerisches Niveau. Wo Schwarz noch bewusst spröde, archaisch und wie ein Mythos in Fragmenten wirkte, ist Drei ein Roman voller Dynamik – ohne dabei seine Tiefe oder Ruhe zu verlieren.


    Von Beginn an fällt auf, wie fließend King zwischen Welten, Zeiten und Perspektiven wechselt. Diese Übergänge wirken nie erklärend oder konstruiert, sondern organisch – als würde man einer Geschichte folgen, die sich ganz selbstverständlich entfaltet. Besonders beeindruckend ist dabei, wie mühelos King innere Monologe, Rückblenden und Gegenwartsszenen miteinander verwebt, ohne den Lesefluss auch nur einmal zu brechen.


    Inhaltlich gewinnt der Roman stark an Tempo, ohne zum reinen Actionbuch zu werden. Die Geschichte lebt von markanten Momenten, die sich unauslöschlich im Kopf festsetzen. King erzählt weiterhin mit erstaunlich wenigen, aber extrem wirkungsvollen Szenen – und genau darin liegt seine große Stärke: Jede Begegnung, jeder Ortswechsel fühlt sich bedeutsam an, nichts wirkt wie Füllmaterial.


    Besonders hervorzuheben ist die Figurenzeichnung. Roland bleibt getrieben vom Turm, wirkt jedoch spürbar menschlicher als im ersten Band. Seine Beziehung zu Eddie und Susannah ist von Nähe, Vertrauen und Wärme geprägt – und gleichzeitig immer überschattet von der Erkenntnis, dass für Roland letztlich alles dem Turm untergeordnet ist. Diese Ambivalenz verleiht dem Roman emotionale Tiefe, ohne sie auszuformulieren oder zu erklären.


    Typisch King ist auch hier seine Fähigkeit, Nebenfiguren mit wenigen Sätzen lebendig werden zu lassen. Sie werden nicht eingeführt oder beschrieben – sie sind einfach da. Dadurch entsteht eine Vertrautheit, die weit über das hinausgeht, was man auf der Seite liest.


    Fazit:

    Drei ist fesselnd, dynamisch und atmosphärisch dicht. Ein Roman, den man kaum aus der Hand legen kann, der Lust auf mehr macht und klar zeigt, dass diese Saga nicht nur erzählt, sondern erlebt werden will. Für mich ein durchgehend packender Band und ein großer Schritt nach vorne innerhalb der Dunkler-Turm-Reihe.


  2. Cover des Buches Rendezvous mit einem Oktopus (ISBN: 9783257261561)
    Sy Montgomery

    Rendezvous mit einem Oktopus

    (69)
    Aktuelle Rezension von: AQua

    Sy Montgomery, die mir bisher kein Begriff war, wurde mir bei einer Gesprächsrunde über Lieblingsbücher im Deutschlandfunk Kultur wärmstens empfohlen. "Rendezvous mit einem Oktopus" ist mein erstes Buch von ihr. Vielleicht ist dieses Buch als Start mit der Autorin unglücklich, denn es wurde nicht ersichtlich für mich, wer sie überhaupt ist, außer jemand, der Tiere mag und grade eine Obsession für Oktopusse hat. Einmal wöchentlich fährt sie ins Aquarium und hält ihre Arme in den Tank, um sich von den Saugnäpfen des jeweiligen Tieres küssen und schmecken zu lassen. Dabei erfahren die Lesenden manches Interessantes über diese intelligenten Tiere. Der Blurb von Peter Wohlleben hatte mich jedoch etwas völlig anderes erwarten lassen: "Wer dieses Buch gelesen hat, versteht die Seele der Ozeane." Deswegen war ich sehr enttäuscht, dass es in erster Linie über Oktopusse in Gefangenschaft und die Begegnungen von Menschen und Tieren im Aquarium geht. Mir hat sich auf jeden Fall bei der Lektüre keine Seele des Ozeans offenbart. Schade.

  3. Cover des Buches Grundformen der Angst (ISBN: 9783497024223)
    Fritz Riemann

    Grundformen der Angst

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    " Grundformen der Angst" ist eins der besten Fachbücher, die ich je gelesen habe. Obwohl das Original aus den 60er Jahren stammt, hat Herr Riemann hier sehr klar ein interessantes Modell verfasst. Aus den vier Grundformen der Angst, entwickelt er vier Persönlichkeitsstrukturen. Innerhalb seiner Texte legt er die Zusammenhänge schlüssig dar, ohne viel herumzureden. Der Schreibstil liest sich sehr gut, die Charaktertypen werden mit Beispielen aus seinen persönlichen Erfahrungen zum Leben erweckt, es gibt aber auch Literatur- und Filmhinweise um nochmal ein genaueres Bild zu bekommen. In den einzelnen Kapiteln betrachtet er zunächst immer die eigentliche Angst und den dazu entwickelten Persönlichkeitstypus. Danach werden die persönlichen Merkmale im Zusammenhang mit Liebe/Beziehung und Aggression betrachtet. Es folgt die jeweilige Verbindung zum lebensgeschichtlichen Hintergrund sowie ausführliche Beispiele und eine zusammenfassende Schlussbetrachtung. Mir hat das Buch als Grundlage wirklich weitergeholfen, vor allem um andere psychologische Theorien und Inhalte des ICD zu verstehen.

  4. Cover des Buches Revolver Tarot (ISBN: 9783944544304)
    R.S. Belcher

    Revolver Tarot

    (21)
    Aktuelle Rezension von: LadySunny
    Dieses Buch hat mich zuerst durch sein Cover angesprochen und so habe ich eigentlich mit dem Lesen angefangen, ohne mich allzu sehr mit dem Klappentext zu beschäftigen. So war die Mischung verschiedener Genres in diesen Buch überraschend - aber auf eine gute Art und Weise. Das Cover und der Titel lassen zudem erahnen, dass wir uns im Wilden Western befinden, was wir tun. Revolver, Indianer, Pferde, Gauner, Silberminenarbeiter - all diesen typischen Figuren begegnet man auch hier.
    In den ersten Kapiteln folgen wir Jim, einem Jungen, der von Zuhause flieht und schließlich in einer Stadt namens Golgotha, am Rand der Vierzigmeilenwüste landet. Eigentlich nur als Zwischenhalt gedacht, wird die Stadt schnell zu etwas, das seinen ganz eigenen Charme - und Schrecken - verbreitet. Im Laufe der Handlung lernt man verschiedene Charaktere von Golgotha kennen, die nicht zuletzt mit kirchlichen / religiösen Hintergründen konfrontiert und hintermalt werden - die Geschichte befasst sich letzten Endes mit dem nahenden Weltuntergang, etwas, das ich so nicht erwartet hätte, aber auch etwas, das mich zunehmenden mehr in Beschlag nahm, sodass ich das Ende des Buches kaum abwarten könnte, um herauszufinden, ob die Guten oder doch die Bösen siegen.
    Das Buch ist spannend und gut geschrieben - einige wenige Rechtschreib-, Grammatik und / oder Flüchtigkeitsfehler sind den Editoren zwar durchgerutscht, was meinen Lesefluss manchmal beeinträchtigte, aber es waren keineswegs so viele, dass es mich wahnsinnig gestört hätte.
    Besonders gefallen haben mir tatsächlich die vielfältigen Charaktere, die man nach und nach besser kennenlernt, obgleich damit teilweise ein mächtiges Head-Hopping entstanden ist. Auch bei all der Hektik zum Schluss hätte ich einen strikteren PoV besser gefunden. Einige Figuren sind mir außerdem Figuren etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel Biqa.  Dessen Wandlung bzw. Beweggründe zu dem zu werden, der er am Ende ist, kann ich nicht ganz verstehen / nachvollziehen…. Einiges wird aufgeklärt, aber grundsätzlich hätte ich mir mehr von seiner Zerrissenheit gewünscht. Er macht Dinge aus einem Grund heraus, auch weil er sich in der neuen Welt verliert, aber das erklärt, meiner Meinung nach, nicht alles, was er getan oder nicht getan hat.
    Auch hätte ich gerne erfahren, ob Jim jemals erfährt, was mit seiner Familie ist.
    Ab und an bin ich zudem über ein paar Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob man diese damals (im 19. Jahrhundert) bereits verwendet hätte …. so etwas wie "klinisch rein". Ist das nicht eher ein Begriff aus der Neuzeit?
    Teilweise hatte ich also das Gefühl, dass Fäden aufgenommen, versponnen und dann wieder von der Nadel gerutscht sind und dass es zu oft ein zu großes Head-Hopping gab, das es schwerer machte mit den einzelnen Figuren mitzufühlen. Aber grundlegend hat mir die Lektüre von "Revolver Tarot" sehr viel Spaß gemacht, ich habe mich gerne auf all die Facetten eingelassen, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle doch mehr Tiefgang gewünscht. In diesem Sinne gibt es von mir 4 von 5 Sternen.
  5. Cover des Buches Weltgeschichte to go (ISBN: 9783837142914)
    Alexander von von Schönburg

    Weltgeschichte to go

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Masau
    Schöner , humorvoller und kurzer Ausflug in die Geschichte. Eindeutig eine Empfehlung.
  6. Cover des Buches Kinder verändern die Welt (ISBN: 9783745905212)
    Jenny Strömstedt

    Kinder verändern die Welt

    (4)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    Heute darf ich euch ein Buch vorstellen, dass hier gerne von allen Kindern immer wieder gelesen wird: "Kinder verändern die Welt" von Jenny Strömstedt. Wunderschön illustriert von Beata Boucht.


    Bücher über Menschen, die die Welt verändert haben, sind hier unheimlich beliebt. Und vor allem die über Kinder und Jugendliche. Aber bei denen, die wir bisher besitzen, findet man meistens ein Bild und dazu eine Seite Text. Und oft haben die Kinder danach noch so viele Fragen, dass wir googeln müssen.


    Bei diesem Buch ist das anders: es gibt auch immer eine einseitige Illustration, die die Besonderheit der jeweiligen Person hervorhebt. Aber darauf folgen dann mehrere Seiten mit Informationen zu dieser Person. Das kommt bei meinen Kindern richtig gut an, weil viel weniger Fragen offenbleiben.


    Und am Ende des Buches finden sich auch noch weiterführende Lesetipps und Quellenangaben.


    Das Buch ist wirklich klasse! Und es hat echt lange gedauert, bis ich es rezensieren konnte, weil es zuerst durch alle Kinderzimmer gewandert ist. Also eine riesengroße #leseempfehlung von uns allen!


  7. Cover des Buches Die Tänzerin vom Moulin Rouge (ISBN: 9783404184118)
    Tanja Steinlechner

    Die Tänzerin vom Moulin Rouge

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ein weiteres Buch aus dem Lübbe Verlag aus der Serie starke Frauen. Diesmal werden wir nach Paris, in die Welt des Cancan entführt. Louise Weber wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Genau wie ihre Mutter arbeitet sie als Wäscherin, aber sie hat den Traum, Tänzerin zu werden. Als sie ihre Mutter mit einem Kutscher verheiraten will, flüchtet sie und beginnt zu tanzen. Sie begibt sich in die Welt der Künstler, lernt Toulouse-Lautrec  und Renoir kennen und wird durch ihre freche, teilweise frivole Art der Star von Moulin Rouge. Aber auch Raubtiere faszinieren sie. Louise erhält den Namen La Goulue, die Unersättliche. Sie tanzt, schwingt die Beine über den Kopf, macht Spagat. Ihr Tanzpartner ist zeitweise Valentin, der der Knochenlose genannt wird. Sie liebt Männer wie Frauen, trinkt, ißt was natürlich ihrer Figur nicht zuträglich ist. Auch vor dem Schah hatte sie einen Prvatauftritt. Doch nach einem Streit verläßt sie das Moulin Rouge, macht aber weiter mit Tanzen und später zieht sie mit einem Wohnwagen und Tieren durch die Lande. Louise Weber hat es tatsächlich gegeben und ihre Auftritte im Moulin Rouge waren weit bekannt. Sie lebte von 1866 bis 1929. Die Autorin hat hier gekonnt das Leben dieser Frau mit Fiktionen vermischt und das Buch zu einer lesenswerten und überaus interessanten Lektüre gemacht. Man spürt förmlich die Musik und den Tanz und meint, den Champagner prickeln zu sehen. Die Ausdrucksweise und der Stil sind sehr gut zu lesen, zumal das Thema derart gut aufgearbeitet wird, dass man immer mehr von dieser schillernden Tänzerin erfahren will. Das Cover zeigt das Moulin Rouge und im Vordergrund eine Frau. Man wünscht sich mehr von diesen Themen.

  8. Cover des Buches Aus der Bibel (ISBN: 9783897367081)
  9. Cover des Buches Dr. Jekyll und Mr Hyde (Klassiker der Weltliteratur in gekürzter Fassung, Bd. ?) (ISBN: 9783800056224)
    Robert L. Stevenson

    Dr. Jekyll und Mr Hyde (Klassiker der Weltliteratur in gekürzter Fassung, Bd. ?)

    (28)
    Aktuelle Rezension von: jens_bookworld_

    Was würdest du tun, wenn du jetzt gleich, hier und jetzt, eine ganz andere Person sein könntest.
    Wenn du all deine schmutzigen und böshaften Gedanken, Gedanken, die du niemandem verraten kannst, ausleben könntest.
    Am nächsten Tag wärst du wieder du selbst und niemand wüsste, was du getan hast.
    Die Schuld dieser Verbrechen würde nicht einmal auf deinen Schultern lasten, denn du warst es ja nicht, der diese Dinge getan hat.

    Stell dir genau dies vor.

    Das Buch „Der seltsame Fall des Doktor Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson behandelt genau dieses Thema.

    Meine Meinung

    Der Autor hat im ganzen Verlauf des Buches Spannung aufgebaut und diese bis zum ende gehalten.
    Dazu führte der spannende Kampf des guten und des bösen Ichs um die Oberhand. Hier könnte man sich zudem selbst fragen, welche Seite bei sich selbst Überhand nehmen und somit den Kampf um die Vorherrschafft gewinnen würde.
    Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sogut wie jeder die Geschichte rund um Dr. Jekyll und Mr. Hyde im groben kennt und die Spannung daher beim Lesen doch etwas nachlassen könnte. Lässt man sich jedoch darauf ein, so bleibt die Spannung erhalten.

  10. Cover des Buches Arschlöcher (ISBN: 9783442158539)
    Aaron James

    Arschlöcher

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Der Titel dieses Sachbuches hat mir und meinen Buchhändlerkollegen ein Schmunzeln herausgelockt und so manche Kunde konnte den Titel nur mit errötendem Gesicht nennen. Ich persönlich finde einen kurzen knackigen Titel wie „Arschlöcher“ schon mal viel besser, als die ellenlangen Titel, die sich sowieso niemand merken kann und will. Meine Erwartungen, so aufrührerisch der Titel nun auch sein mag, waren eigentlich sehr niedrig und was soll ich sagen: Mir hat es gut gefallen.

    Gleich im ersten Teil erwartet dem geneigten Leser eine genaue Definition des Begriffes Arschloch und nun kann ich sagen, dass nicht jedes Arschloch auch tatsächlich eines ist! Es werden einige interessante Überlegungen angestellt, aber so wie im Untertitel versprochen, wird man sie nicht unbedingt zum Schweigen bringen können. Allerdings hilft es in den meistens Fällen bereits einen Mitmenschen als solches zu erkennen und dann dementsprechend darauf zu reagieren.  Aaron James geht darauf ein, weshalb das Arschloch meist männlich ist und wie es mit dem weiblichen Pendant dem Miststück aussieht. Der Autor dieses Sachbuches promovierte an der Harvard University und hält eine Professur für Philosophie an der University of California. Seine Beispiele  entspringen oft der amerikanischen Kultur und Gesellschaft. Meist wird man das eine oder andere Beispiel für den europäischen Kulturkreis nicht ummünzen können, allerdings wird der aufmerksame Leser schon merken, auf was Aaron James hinauswill. Arschlöcher ist ein kurzweiliges, philosophisch angehauchtes und humorvolles Sachbuch über einen besonderen Mitmenschen und zum Schluss will ich mich natürlich bei dem Leser meiner Rezensionen entschuldigen: Das Wort Arschloch hab ich vielleicht ein wenig inflationär benutzt, allerdings würde ich, nachdem ich dieses Sachbuch nun gelesen habe, gerne wissen, wie oft Aaron James es benutzt hat. Ich hab mir aber nicht die Mühe gemacht sie zu zählen, aber vielleicht macht das ja noch jemand.

  11. Cover des Buches Von Männern und ihren Katzen (ISBN: 9783458177449)
    Sam Kalda

    Von Männern und ihren Katzen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    "Was ist ein Katzenmann? Männer werden oft in Begleitung von Hunden porträtiert. (...) Frauen wurde über Jahrhunderte Übles nachgesagt, wenn sie eine Katze hatten - ganz zu schweigen von mehreren. Das Klischee von der verrückten Katzenlady aber ist zutiefst ungerecht: Auch aufgeklärte Menschen männlichen Geschlechts fühlen sich seit Generationen zu Katzen hingezogen wie Prometheus zum Feuer. Wir als verrückte Katzenmänner stellen uns heute an die Seite unserer katzenliebenden Schwestern und tragen in stolzer Solidarität den scharlachroten Buchstaben auf der Brust. (...) Ringen Sie Ihre Ängste nieder, mein lieber Herr! Auf diesen Seiten sind Sie unter Freunden." (S. 11ff.)

    Auch als wahre Katzenlady fühlte ich mich von der Aufmachung des 111 Seiten starken Buches angeschnurrt. Mit viel Liebe zum Detail verbindet der Autor und Illustrator Sam Kalda Text und Bild miteinander. Egal ob Mann oder Frau, jeder, der sich diesem Buch widmet, erfährt in amüsanten Anekdoten etwas über die Leben von 30 Katzenliebhabern. So wird beispielsweise die Frage aufgeworfen, ob Sir Isaac Newton die Katzenklappe erfand und der Leser und die Leserin erfahren, dass im Drehbuch zu "Der Pate" das Kätzchen auf Marlon Brandos Schoß gar nicht vorgesehen war. Sie lief sogar freiwillig im Set herum und mogelte sich so in den Filmklassiker.

    Die gezeichneten Portraits der historischen Persönlichkeiten sind nah am Original und auf jeder Seite mit verspielten Katzen verknüpft wie die Wollfäden eines Spielknäuels.  

    Leider mischen sich auch ein paar wenige Katzenhaare in diese Buchsuppe. Schön wäre gewesen, wenn die Lebensdaten der einzelnen Persönlichkeiten mit abgedruckt gewesen wären. So habe ich jede Person nachgegoogelt, was natürlich auch seinen Reiz hatte. Des Weiteren ist die Dichte der amerikanischen Katzenmänner auffällig. Der Autor hätte hier seine Katzenangel weiter auswerfen können, um so mehr globale Katzenmänner einfangen zu können. Beispielsweise habe ich den bekennenden Katzenfreund Johann Wolfgang Goethe vermisst. Da gibt es so einige Zitate von ihm, die ich gerne in diesem Buch illustriert gesehen hätte.

    Für den Anspruch des Buches ist es eine Anschaffung allemal wert. Da kann ich jedem Katzenfreund und jeder Katzenfreundin nur raten, sich die nächstgelegene Katze zu schnappen, sich mit ihr und diesem Buch auf die Couch zu legen, Kuscheldecke, Tee und Leckerli bereitzustellen und der Mietz auf dem Schoss vorzulesen. Ich wünsche ein miautastisches Lesevergnügen!

    Von Männern und Ihren Katzen. Die Größten Katzenliebhaber der Geschichte | Sam Kalda| Insel Verlag| 111 Seiten| 2018| 18,00€

  12. Cover des Buches Mit Esmeralda durch Paris (ISBN: 9783941796638)
    Bettina Arlt

    Mit Esmeralda durch Paris

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Dieser kleine Reisebericht ist bei traveldiary erschienen. Ein Verlag, den ich zuvor nicht kannte und dessen Buch ich dank der Buchmesse in Frankfurt 2015 geschenkt bekommen habe.
    Esmeralda und Pierre Gringoire sind im heutigen Paris auf der Suche nach ihrem Freund Quasimodo. Auf ihrem Weg kommen sie nicht nur an diversen Bauwerken und Plätzen vorbei, sie lernen auch Persönlichkeiten aus anderen Jahrhunderten und damit ein Stück Geschichte kennen.
    Kurzweilig und humorvoll wird der Leser hier durch Paris geführt und an den vielleicht größten, bekanntesten Sehenswürdigkeiten Halt gemacht. Es werden nicht nur heroische Augenblicke dargestellt, sondern auch die Schattenseiten erwähnt.
    Vorn im Umschlag ist eine kleine Karte mit den markierten Haltepunkten, so dass man immer sofort weiß, wo sich die Figuren gerade befinden. Hinten ist noch ein keines Personenregister mit kurzer Information sollte man einer Figur begegnen, die man noch nicht kennt.
    Sofort mag man Esmeralda und ihren (Ex?-) Ehemann. Zwei sympathische Figuren, deren Geschichte man am liebsten sofort lesen möchte. Also her mit dem "Glöckner von Notre-Dame"!
  13. Cover des Buches Helden-Atlas (ISBN: 9783038761501)
    Miralda Colombo

    Helden-Atlas

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Normal-ist-langweilig

    Unsere Meinung:

    „Helden-Atlas“ – der Titel ist schon ein wenig reißerisch. Wer oder was ist eigentlich ein Held? Was macht jemandem zu einem Held? Da gibt es bestimmt sehr verschiedene Ansätze und Definitionen und so kann man sich sicherlich bei manch einer Person fragen, warum diese in das Buch Einzug gehalten hat und nicht jemand anderes, der einem im Kopf herumspukt. 

    Sehr gelungen ist die Mischung der Personen , die hier genannt werden: Personen, von denen bestimmt schon annähernd jeder gehört hat, Personen, deren Namen man schon irgendwo und irgendwann mal „aufgeschnappt“ hat und dann zusätzlich Personen, deren Namen man tatsächlich (leider) noch nicht so oft oder sogar noch nie gehört hat.  Ein Großteil der besprochenen Personen ist schon tot, nur sehr wenige leben noch.

    Vorgestellt werden Personen, die in folgende Kategorien eingeordnet wurden: Künstler, Genies, Schriftsteller, Vordenker, Mutige, Visionäre.

    Wir hätten es sehr schön gefunden, wenn es am Ende eine Vorstellung von heute noch lebenden Menschen gegeben hätte, die jetzt schon in irgendeiner Weise etwas erreicht, etwas Wichtiges getan oder irgendwie auf sich aufmerksam gemacht haben, sozusagen „Heldenanwärter“.

    Das Buch hat wirklich ein sehr großes Format, so dass ein Lesen über Kopf im Bett für uns nicht möglich war. Am besten liegend auf dem Boden oder sitzend auf dem Schoß.

    Auf einer Doppelseite finden so 2 bis maximal 3 Vorstellungen Platz. Die Vorstellungen sind ansprechend und gut lesbar. Manchmal ist es sinnvoll, dass auch ein Erwachsener mitliest oder zumindest als Erklärer zur Seite steht. 

    Die Seiten sind ansprechend bunt illustriert und es sind die vielen kleinen Details, die das Buch einfach nett aussehen lassen. Die Figuren sind wirklich gut getroffen, wenn wir auch finden, dass die Köpfe ein wenig  überdimensioniert aussehen. Vielleicht ist das aber auch gewollt. 

    Mir persönlich gehen vor allem die Zitate immer zu Herzen. Hier wird das Wirken/Schaffen der Person meist sehr gut auf den Punkt gebracht und man kann sich ein wenig mehr die Persönlichkeit vorstellen. 

    Niedlich ist auch die Nummer 101! Wer da wohl als Held genannt wird? Hm, mit ein bisschen Fantasie und mit dem Hinblick, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt, kommt man sicherlich auch darauf. 🙂

    ******************

    Fazit:
    Wir finden: sehr informativ, gute Auswahl, ansprechende Optik. Ein wenig groß im Format, aber dafür wirklich interessant.

  14. Cover des Buches Die Schmidts. Ein Jahrhundertpaar (ISBN: 9783455008777)
    Reiner Lehberger

    Die Schmidts. Ein Jahrhundertpaar

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Skip

    Sehr feinfühlige Biografie, die nur ein Autor verfassen kann, der die beiden schon lange kennt. Viele private Details beleuchten auch die schwierigen ersten Jahre der besonderen Beziehung.

  15. Cover des Buches Besuchen Sie mich, bin im Himmel (ISBN: 9783359017004)
    Hans-Dieter Schütt

    Besuchen Sie mich, bin im Himmel

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Sakuko
    Zuerst hörte sich dieses Buch eigentlich echt interessant an. 11 fiktive Interviews mit verstorbenen Persönlichkeiten (leider nur Männer), primär Schriftsteller und Denker, die Antworten nicht ausgedacht sondern echte Zitate aus Briefen und Schriftstücken.

    Und das ist auch genau was man bekommt. Nur leider wirken viele der Interviews eher disjunkt und unzusammenhängend. Eine Ansammlung an Zitaten mit ein paar passenden Fragen davor, aber ohne viel Zusammenhang. Mal bekommt man 2-3 Fragen zu einem Thema, dann springt der Interviewer zu ein paar völlig anderen Themen nur um darauf wieder eine längst beantwortete Frage anzusprechen.
    Nur bei wenigen Interviews ergibt sich wirklich ein Dialog zwischen dem Interviewer und seinem Interviewten, Fontane und Wager fand ich z.B. gut gelungen.

    Die Themen der Interviews behandeln die Ansichten der Personen, ihre Einstellungen zur Welt und der Menschheit. Die Zitate sind oft sehr philosophisch, aber es gibt auch Informationen zum Alltag oder zur Geschichte und dem Charakter der Persönlichkeiten. Leider ergibt sich so aber nur ein recht allgemeines und bereits bekanntes Bild der beleuchteten Persönlichkeiten.
    Anhand des Bildes und des Titels hätte mich mir ehrlich gesagt etwas Skurrileres vorgestellt. Unbekannte Seiten zeigen, wenig bekannte Anekdoten, Abstruses oder Lustiges, hätte ich mir gewünscht. Da gibt es ein paar Exemplare, aber leider sehr wenige.

    Außerdem fand ich den Interviewer besonders in der ersten Hälfte von der Sprache her unpassend gewählt. Während er sich schon etwas an die Ausdrucksweise der Interviewten anpasst wirkt seine Sprache doch oft zu modern und passt nicht immer recht zu den Antworten. Ich bin nicht ganz sicher, ob es in der zweiten Hälfte besser geworden ist, oder ob ich mich einfach nur daran gewöhnt habe.

    Jedenfalls fand ich die Interviews informativ und teilweise auch interessant, aber auch eher anstrengende Kost. Das ist kein Buch, das man einfach so locker herunter liest.
    Wenn ich mehrere Interviews am Stück gelesen habe, so haben die Interviewten auch angefangen, ineinander zu verschwimmen und ich dachte teilweise, ich bin noch in dem Interview der vorherigen Person.

  16. Cover des Buches Unbehagliche Geschichten (ISBN: 9783750257177)
    Angela Krispin

    Unbehagliche Geschichten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Kalters

    Spannende Lektüre! 

    Die Autorin versteht es, fesselnd eine greifbar düstere Stimmung zu erzeugen. Zwei der Kurzgeschichten gehören schon ins Genre Fantasy und dies ist normalerweise nicht dass, was ich gerne lese. Die packende Erzählweise ließ mich jedoch nicht aufhören zu lesen.

    Was mir besonders gefällt: Die Autorin hetzt nicht durch ihre Geschichten. Die Spannung, die von Anfang an bereits zu spüren ist, baut sich nachvollziehbar und gemächlich auf, bevor der Knoten dann am Ende der Erzählungen plötzlich platzt.
    Empfehlenswert! 


  17. Cover des Buches (fast schon) Abgehoben! (ISBN: 9783819215445)
    Christina Götte

    (fast schon) Abgehoben!

    (1)
    Aktuelle Rezension von: renatchen

    289 Passagiere beginnen eine  Reise auf dem Flughafen von Berlin um ihren Traumurlaub auf den Kapverdischen Inseln zu verbringen. Immer wieder kommt es vor und während des Fluges zu Problemen und jeder der Mitreisenden geht damit anders um. Es gibt tiefe Einblicke in das Leben dieser Menschen mit all ihren Sorgen, Ängsten und Gefühlen. Für den Leser ein kurzweiliges, amüsantes und besonderes Erlebnis, das viel zu schnell zu Ende geht.

  18. Cover des Buches Good Night Stories for Rebel Girls – Teil 2: Mehr außergewöhnliche Frauen (ISBN: 9783742410436)
    Elena Favilli

    Good Night Stories for Rebel Girls – Teil 2: Mehr außergewöhnliche Frauen

    (8)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Die „Good Night Stories for rebel girls 2” sind die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe, in der die unterschiedlichsten außergewöhnlichen Frauen porträtiert werden. Hier erfährt man etwas über einhundert unterschiedliche Frauen, die getan haben, was sie wollten – von der Fechterin Beatrice Vio über die Politikerin Eleanor Roosevelt bis hin zur Schauspielerin Sophia Loren.

    Hörbücher finde ich immer wieder gut und durchaus unterhaltsam, jedoch gibt es diese auch in verschiedenen Varianten – dieses hier braucht beispielsweise meiner Ansicht nach mehr direkte Aufmerksamkeit als manch anderes.

    Inhaltlich hat mir gut gefallen, dass man hier vieles über die unterschiedlichsten Frauen sämtlicher Nationalitäten erfährt und wie sie erfolgreich waren bzw. sind. Man hört zuerst den Namen sowie den Beruf, anschließend ein Zitat der jeweiligen Person, dann das Geburts- und ggf. Sterbedatum, bevor man etwas ausführlicher erfährt, was sie wie getan haben. Dieser Aufbau hat mir grundsätzlich richtig gut gefallen. Jedoch war mir das zum Hören fast ein bißchen zuviel des Guten, denn in gelesener Form prägt sich sowas dann doch irgendwie besser ein, vor allem wenn es dabei auch noch um Daten geht.

    Gesprochen werden die kurzen Vorstellungen von Maren Kroymann, Iris Berben, Julia Nachtmann, Aylin Tezel und Jasmin Tabatabei. Hier hat man eine wirklich gute und tolle Wahl an Sprecherinnen getroffen – denn jede hat so ihre ganz eigene, starke Stimme, ja Sprechklang, und man kann sie gut und deutlich unterscheiden. Die Vorleserinnen haben mir wirklich gut gefallen, dies hat für mich gut zum Hörbuch und den starken Frauen gepasst.

    Ich glaube, dass für mich das Format hier einfach das Problem war/ist, in Buchform liest es sich meiner Ansicht nach einfach besser bzw. ist man dafür vielleicht aufnahmefähiger. Auch wären es für mich zum Anhören jetzt nicht unbedingt Gute-Nacht-Geschichten, da ich anschließend oftmals gerne noch mehr über die jeweilige Person erfahren hätte. Für mich vielleicht einfach zu interessant bzw. aufwühlend. Grundsätzlich finde ich die Geschichten interessant, mutmachend und unterhaltsam und auch von den Stimmen toll vorgetragen.

    Für mich persönlich war es aber in Hörbuchform leider nicht so begeisternd – wie oben geschrieben eben, was aber weder an den wunderbaren Sprecherinnen noch am grundsätzlichen Inhalt liegt. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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