Bücher mit dem Tag "persönlichkeitsstörung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "persönlichkeitsstörung" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
    Joël Dicker

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    (964)
    Aktuelle Rezension von: Jewego

    Normalerweise bewege ich mich eher bei den typischen 400-Seiten Romanen, daher hat mich der Umfang dieses Romans (320 Seiten mehr) zunächst etwas eingeschüchtert - ich mag keine Bücher, in denen stundenlang über die Umgebung gesprochen wird. Es interessiert mich nicht, wie GENAU der Raum aussah, aus welchem Holz der Wohnzimmertisch geschnitzt ist und ich brauche auch keine ganze Seite, die mir das Wetter beschreibt. Bei langen Romanen habe ich oft die Sorge, genau das vorzufinden: ausschweifende Länge. In diesem Roman war das allerdings gar nicht der Fall. Mit unglaublichem Geschick hat Dicker es geschafft, verschiedene Perspektiven und verschiedene Zeiten miteinander zu vereinen,  Wahrheiten zunächst zu verschleiern oder nach und nach preiszugeben, ohne auch nur ein an den Leser gerichtetes Versprechen nicht zu halten. Alle offenen Fragen wurden bis zum Ende erklärt und haben einem bis dahin eine tolle Lesereise beschert. 

    Der Umfang des Buchs geriet beinahe in Vergessenheit, so schnell wie man die Seiten umgeschlagen hatte und darin verschwunden war. Ich bin definitiv positiv überrascht und froh, mich nicht abschrecken lassen zu haben.

    Ich verstehe zwar nicht, worauf diese Beziehung genau beruht und was sie so wunderbar macht (vor allem für einen erwachsenen Mann), aber das heißt ja nicht, dass es sowas nicht trotzdem genauso gegeben haben könnte oder sogar auch gibt.

    Viele kritisieren die verschiedenen Erzählperspektiven, da dadurch Dopplungen auftauchen, aber ich denke, das ist die falsche Betrachtungsweise. Es sind quasi Aussagen verschiedener Leute und oft verändert sich auch mal ein Detail, was einen als Leser dazu ermutigt, wachsam zu bleiben und dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus kam es mir jetzt aber auch nicht übermäßig gedoppelt vor und wenn doch (zum Beispiel, wenn eine Aufnahme nochmal abgespielt wurde) dann überfliegt man den Text eben, wenn man sich noch so gut dran erinnert. Wer vielleicht mehr als ein paar wenige Tage an dem Buch sitzt findet die kurzen Erinnerungen dann auch ganz hilfreich. Aber wie gesagt, es kam nicht ständig vor und war eher die Ausnahme - so oder so.

  2. Cover des Buches Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Gebunden in Cabra-Leder (ISBN: 9783730613948)
    Robert Louis Stevenson

    Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Gebunden in Cabra-Leder

    (672)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Kennst du das auch:

    Du denkst, du kennst eine Geschichte, weil sie einfach irgendwie schon immer da war, und dann stellst du fest, dass du sie nicht gelesen, sondern nur geschaut hast?

    So ging es mir tatsächlich mit R. L. Stevensons Buch "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" und ich bin begeistert von dem, was 1886 möglich war. Eine Gothic-Horror-Novelle. 

    Die Dramatik in dieser Geschichte, der Aufbau und allgemein, das gesamte Setting haben mich richtig in den Bann gezogen. Es ist beeindruckend, mit wie viel Vielfältigkeit hier gearbeitet wurde. Die Andeutungen, der Umstehenden, die zwiespältige Aneignung des Menschen und die groteske Darstellung des menschlichen Geistes haben dieses Buch zu einem Meisterwerk gemacht, und ich kann durchaus nachvollziehen, warum und wieso. 

    Robert Louis Stevenson hat eine Kreatur erschaffen, die vermutlich zu damaligen Zeiten für Empörung gesorgt hat. 

    Stevenson spielt regelrecht mit dem Verstand der Lesenden und hüllt sie bewusst in ein Geheimnis ein, was so gewaltig droppt, dass es mir wirklich selbst die Sprache verschlug – obgleich ich irgendwann einmal den einen oder anderen Film gesehen habe. 

    Doch all diese menschlichen Abgründe zu lesen, zu erforschen und in den Geist des Doktors einzutauchen, ist etwas vollkommen anderes. 

    Es ist genial, dass es sich hier um eine zweisprachige Ausgabe handelt. 

    Diese Geschichte hat wirklich meine Vorstellungen gesprengt, was man damals schon für möglich gehalten hatte und welche Wege der Autor selbst gegangen sein muss. 

    Ebenfalls spannend und interessant ist der allgemeine Aufbau der Geschichte. Wir sind nur Gast in einer Erzählung über Hyde oder Jekyll. Wir sind mitten in den Gerüchten, um eben jene Personen. Erleben es als jemanden, der deren Anwalt ist, und haben doch den Eindruck, die beiden persönlich zu kennen.

    Und auch hier: Das, was der Autor andeuten wollte und geschafft hat, umzusetzen, ist einzigartig. Er spielt mit dem, was man glaubt zu wissen. Geht Gerüchten nach, forscht, was war, und beobachtet den Doktor. Bekommt ein Bild von Hyde und doch ist all das nur die Macht dessen, was man von außen wahrnimmt. Nicht, was tatsächlich los ist. Die äußere Wahrnehmung ist das, was dieser Geschichte Leben eingehaucht hat. Die Umstehenden wissen nicht die ganze Wahrheit, nor die eigentlichen Beweggründe. Und ich bin der absoluten Überzeugung, dass hier die eigentlichen Abgründe und Tiefen des menschlichen Wesens dargestellt werden. Nicht unbedingt nur in Hyde oder Jekyll, sondern in dem, was wir glauben, zu wissen und zu kennen. Gerüchte haben Macht. Und das demonstriert er hervorragend.


  3. Cover des Buches Und Gott sprach: Wir müssen reden! (ISBN: 9783499259814)
    Hans Rath

    Und Gott sprach: Wir müssen reden!

    (328)
    Aktuelle Rezension von: printbalance

    Inhaltsangabe:
    Seit knapp drei Monaten ist Dr. Jakob Jakobi nun von seiner Frau nach über sieben Jahren Ehe geschieden. Doch dieser einschneidende Schritt bleibt für ihn nicht ohne weitere Konsequenzen. Der mäßig erfolgreiche Psychotherapeut, der sich hauptsächlich auf Paartherapie und Eheberatung spezialisiert hat, verliert nach und nach seine Patienten, als seine Scheidung öffentlich bekannt wird.
    Wer möchte schon von einem geschiedenen Psychologen beraten werden, der nicht einmal seine eigene Ehe retten kann?
    So kommt es, dass der nun mittellose Mann finanziell auf seine Exfrau Elle angewiesen ist, die zwischenzeitlich durch das Erbe eines Verwandten zur mehrfachen Millionärin wurde. Freundlicherweise lässt Elle ihren Exmann in ihrem ehemaligen Zuhause kostenfrei wohnen, da diese noch immer einen engen Kontakt zu Jakob und dessen Mutter pflegt. Eines abends, besucht Elle ihren Exmann um über ihre zweite Ehe zu sprechen. Noch ahnt Jakob nicht, dass dieses Vorhaben in wenigen Stunden sein komplettes Leben auf den Kopf stellen wird.
    Armin, Elle's neuer Mann und Profiboxer ist rasend eifersüchtig. Da er weiß, dass sich seine wohlhabende Frau bei ihrem Ex aufhält, sucht er ebenfalls Jakob's Wohnung auf. Sobald der angeschlagene Psychotherapeut die Türe öffnet, schlägt Armin unkontrolliert auf Jakob ein und bricht ihm dabei die Nase. Durch die Wucht des Schlages verliert Jakob das Bewusstsein und kommt erst wenig später im Krankenwagen wieder zu sich. Während der verletzte Mann in der Notaufnahme auf einen behandelnden Arzt wartet, macht er Bekanntschaft mit Abel Baumann, einem sympathischen, älteren Herrn. Bei diesem Gespräch stellt sich heraus, dass Abel zufällig auf der Suche nach einem guten Therapeuten ist, da er sich selbst für Gott hält.
    Doch nicht nur dies: Abel schlüpft leidenschaftlich gerne in die Rolle unterschiedlichster Berufe, die alle eine gewisse Verantwortung mit sich bringen. Egal ob als Architekt, Sprengstoffexperte, Arzt oder Kernphysiker - der ältere Mann schafft es erfolgreich sich diese fremden Identitäten glaubhaft anzueignen. Da Dr. Jakobi pleite ist und derzeit keine Patienten mehr hat, widmet er seine komplette Aufmerksamkeit Abel Baumann. Je häufiger sich die beiden ungleichen Personen treffen und Zeit miteinander verbringen, desto mehr beginnt Jakob insgeheim wirklich zu glauben, dass der ältere Mann Gott höchstpersönlich ist.
    Denn seit der "Allmächtige" an seiner Seite ist, wendet sich für den Psychotherapeut das Blatt zum Positiven und nichts wird mehr so sein, wie es einmal war...

    Eigene Meinung:
    Das Buch "Und Gott sprach: Wir müssen reden!" ist eine amüsante und kurzweilige Unterhaltungslektüre für Zwischendurch. Der Autor Hans Rath hat in dem ersten Teil seiner Buchreihe einen spritzigen und flüssigen Schreibstil, sodass es sich beim Lesen so anfühlt, als wäre man Zuhörer eines guten Gesprächs zwischen zwei Personen.
    Protagonist ist der angeschlagene Psychotherapeut Dr. Jakob Jakobi, der gerne in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters geschlüpft wäre, wenn er nicht komplett versagt hätte - zumindest empfindet es so seine Mutter. Diese hat nämlich nur Augen für ihren jüngeren Sohn, der ihrer Meinung nach wesentlich erfolgreicher ist.
    Als nun auch noch Jakob's Ehe zerbricht und er finanziell schlecht da steht, ist der Psychologe am Boden zerstört. Höchste Zeit also, seinem Leben wieder einen neuen Sinn zu geben. Zum Glück lernt Jakob genau jetzt Abel Baumann alias Gott kennen, der zufällig auf der Suche nach einem Therapeuten ist. Der ältere Mann hat eine sehr sympathische und altkluge Art an sich, die ihn wirklich ein wenig wie Gott wirken lässt. Durch die vielen Zaubertricks und magischen Momente verleiht die Lektüre dem Leser eine geheimnisvolle Note, die zu gleich unterhaltsam und lesenswert ist. Man fühlt sich von dem Charme des Buches, von den liebenswerten Charakteren und der Grundstory regelrecht verzaubert.
    Fazit: Witzige Szenen und amüsante Dialoge sorgen für göttliche Lesestunden.
    Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen 

  4. Cover des Buches Ich hasse dich - verlass mich nicht (ISBN: 9783466309474)
    Jerold J. Kreisman

    Ich hasse dich - verlass mich nicht

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaub

    Ein Fachbuch über Borderline, das auch für interessierte Laien geeignet ist. Ich bin froh das ich dieses gute Werk in der überarbeiteten Version hören konnte. Wie so viele psychische Erkrankungen, hat vor allem auch die Borderline-Persönlichkeit stark mit Stigmatisierungen & Vorurteilen zu tun. Dieses Buch gibt tiefere Einblicke in diese Persönlichkeitsstrukturen & natürlich auch in ihre Problematiken z.B. den Alltag, ihre Gefühle oder Beziehungen zu händeln. Es werden Therapieformen erläutert, die hilfreich sein können, es gibt zig Fallbeispiele um sich ein umfassenderes Bild machen zu können, Medikamente werden erläutert und zudem wird auf die Genetik eingegangen. Für mich am interessantesten waren die Symptome bzw. Schwierigkeiten wie z.B. Stimmungsschwankungen, Dissoziationen, aber auch Wut, Frustration & Zorn. Und ganz wichtig auch die positiven Eigenschaften bzw. Seiten zu denen z.B. Ernsthaftigkeit & Intellekt zählen. Dieses Werk lege ich jeden ans Herz der sich mit der Borderline-Persönlichkeit intensiver auseinandersetzen möchte.

  5. Cover des Buches Zerrissen zwischen Extremen (ISBN: 9783442169764)
    Jerold J. Kreisman

    Zerrissen zwischen Extremen

    (29)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    Die Autoren Dr. Jerold J. Kreisman und Hal Straus greifen hier ein sehr komplexes Thema auf, die „Borderline-Störung“, wie sie selbst im Klappentext genannt wird. Es ist schwierig, dieses Buch zu bewerten, da es mit Bestimmtheit davon abhängt, aus welchem Grund es gelesen wird. Ich als absoluter Laie und mit keinerlei Erfahrung in diesem Bereich fand schnell in das Buch. Viele Fallbeispiele zeigen die zahlreichen Facetten, die mit Borderline in Verbindung gebracht werden. Die Symptome werden meist verständlich erklärt, jedes Kapitel endet mich Vorschlägen und Tipps, wie der Betroffene mit den Symptomen umgehen kann und auch für Angehörige und Therapeuten gibt es zahlreiche Strategien. Dennoch wurde es mir teilweise dann doch zu wissenschaftlich. Borderline wird in diesem Werk mit verschiedensten psychischen Erkrankungen verglichen, was dazu führte, dass ich irgendwann gar nicht mehr wusste, welches Symptom jetzt welcher Krankheit zugeordnet wird. Ebenso empfand ich es stellenweise als mühsam zu lesen, welche biochemischen Verbindungen bestehen und wie dies mit Borderline und/oder anderen Störungen zusammenhängt. Ich befürchte, diese Feinheiten werden nicht lange in meinem Gedächtnis hängen bleiben.

    Dieses Buch ist mit Sicherheit kein Patentrezept, wie man mit Borderline umgeht und wer sich eine vollkommene Heilung verspricht, wird hier nicht fündig. Dennoch ein hilfreiches Werk, das unterstützend wirkt und einige Fragen in Bezug auf Borderline klärt.

  6. Cover des Buches Aufschrei (ISBN: 9783404614981)
    Truddi Chase

    Aufschrei

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Das Buch Aufschrei ist das Werk einer oder vieler Autoren, das Werk einer Frau, die als Multiple Persönlichkeit zählt. Das Buch beschreibt ihren Weg durch die Therapie. Beim Lesen erfährt man erschreckende, unfassbare Details ihrer Kindheit. 

    Ein Buch über Kindesmissbrauch in seiner schlimmsten Form, über Misshandlungen auf eine unvorstellbare Art und Weise. Und ein Buch über die unglaublichen Dinge, die eine menschliche Psyche leisten kann, um sich selbst zu schützen und am Leben zu erhalten.

    Das Buch wird aus Sicht der "Frau" geschrieben. Auch der Therapeut, welcher Stanley genannt wird, bringt einige Passagen und Gedanken ein. Da seine Patientin eine Multiple Persönlichkeit ist, lernt man auch verschiedene andere Personen kennen, welche jedoch alle zur Frau gehören.

    Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Seiten nicht leicht zu lesen. Der spezielle Sprachstil schafft jedoch etwas Distanz zum Thema. Ich finde, das Geschriebene lässt sich weder mit Worten nacherzählen, noch von einem menschlichen Verstand erfassen. Es ist unglaublich und fremd für Außenstehende. Unfassbar und erschreckend.  

    Ich habe beim  Lesen oftmals Zusammenhänge nicht verstanden, musste Textpassagen wiederholen und begriff es trotzdem nicht. Das Buch ist weder einfach zu lesen noch leicht zu verstehen. Das Krankheitsbild für den normalen Menschenverstand nur schwer zu begreifen. 

    Das in einer Person mehrere weitere Personen existieren können, in diesem Fall über 90, dass diese auch alle individuell und unterscheidbar voneinander sind...oftmals überstieg es beim Lesen meine Vorstellungskraft. Und dennoch, ist es spannend zu sehen, was die menschliche Psyche in der Lage ist zu leisten.

    Da es eine Autobiografie ist, werden die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse der Autorin wiedergegeben. Ich glaube, allein  schon, weil jemand genau über solche unfassbaren, immer noch tabuisierten Dinge so ehrlich schreibt,  hat das Buch 5 Sterne verdient.

  7. Cover des Buches Das Mädchen im Dunkeln (ISBN: 9783404174164)
    Jenny Blackhurst

    Das Mädchen im Dunkeln

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    Dr. Karen Browning ist eine angesehene Psychiaterin. Sie hat sich ein erfolgreiches Leben aufgebaut und ist eng mit Bea und Eleanor befreundet. Doch als sie eine neue Patientin aufnimmt, die junge Jessica Hamilton, gerät dieses geordnete Leben ins Wanken. Schon bald wird klar, dass Jessica nicht einfach nur Hilfe sucht, sondern ein gefährliches Interesse an Karens privatem Umfeld entwickelt. Während immer mehr merkwürdige Ereignisse das Leben von Karen und ihren Freundinnen aus der Bahn werfen, wächst das Gefühl, dass jemand ein perfides Spiel mit ihnen treibt. Doch wer zieht hier tatsächlich die Fäden und wie weit reicht das Netz aus Geheimnissen und Täuschungen?

    Meine Meinung:

    Ich muss gestehen, dass ich etwas Zeit gebraucht habe, um in die Handlung hineinzufinden. Anfangs wirken die Perspektivwechsel noch etwas verwirrend, doch danach konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Diese verschiedenen Sichtweisen haben dafür gesorgt, jede Figur besser zu verstehen und dadurch immer wieder neue Puzzleteile zu entdecken. Jenny Blackhurst schafft es, eine beklemmende psychologische Spannung aufzubauen, die den Leser ständig hinterfragen lässt, wem man wirklich trauen kann.

    Der Thriller ist stark psychologisch geprägt, was ihn von actionlastigen Büchern unterscheidet. Statt Blut und Brutalität stehen hier Manipulation, Misstrauen und die Frage nach Freundschaft und Loyalität im Vordergrund. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet und man kann nie ganz sicher sein, wem man wirklich vertrauen darf. Besonders das Ende hat mich absolut überrascht – mit dieser Wendung habe ich nicht gerechnet. Ich war sprachlos, wie meisterhaft man als Leser auf falsche Fährten geführt wurde.

    Fazit:

    Ein fesselnder Psychothriller, der sich Zeit nimmt, seine Spannung aufzubauen, dann aber mit voller Wucht zuschlägt. Die psychologische Tiefe, die unterschiedlichen Erzählperspektiven und das unerwartete Ende machen „Das Mädchen im Dunkeln“ zu einem echten Pageturner. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

  8. Cover des Buches Dear Amy (ISBN: 9783426654200)
    Helen Callaghan

    Dear Amy

    (223)
    Aktuelle Rezension von: BookLooker

    Die Lehrerin Margot Lewis, die nebenbei eine Kolumne mit dem Titel „Dear Amy“ schreibt, bekommt von einem Mädchen einen beunruhigenden Leserbrief.
    Liebe Amy,

    Ich bin von einem fremden Mann entführt worden.
    Ich weiß nicht, wo ich bin. Er wird mich töten, wenn du mich nicht findest.
    Bitte hilf mir.
    Bethan Avery

    Der Absender ist ein Mädchen, das schon vor 19 Jahren entführt wurde.
    Margot Lewis macht sich auf die Suche nach dem Mädchen, bis die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt.

    Mich hat der Psychothriller schon vom Cover her angesprochen. Es ist in Grautönen und mit giftgrüner Farbe gestaltet, was sofort ins Auge fällt.
    Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut, flüssig lesen und es wir in dem ersten Drittel des Buches schon von Anfang an Spannung aufgebaut. Das zweite Drittel ist etwas langatmig, weil eher die Beziehung zu dem Mann und zu der Freundin der Protagonistin im Mittelpunkt steht.
    Darüber sieht man aber gerne hinweg, wenn man den letzen Teil des Buches, mit der unerwarteten Wendung liest, der nur so von Spannung trotzt.
    Alles in einem gibt es einen großen Spannungsbogen, der sich über den ganzen Thriller hin zieht und lediglich von kleinen Stellen, in denen interpersonale Bezüge im Vordergrund stehen unterbrochen wird.
    Die Autorin hat es geschafft eine sehr interessante Protagonistin zu erschaffen die sehr gut mit den passenden Charakterzügen ausgeführt ist.
    Ich war zum Ende des Buches so perplex, dass ich es am liebsten gleich nochmal gelesen hätte um nochmal genauer auf die Protagonistin zu achten, und das ist eine tolle Leistung der Autorin.

  9. Cover des Buches Der ganz normale Wahnsinn (ISBN: 9783746640013)
    François Lelord

    Der ganz normale Wahnsinn

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Booklove91

    Meine Meinung und Inhalt

    Wie kann man gute Beziehungen zu Menschen aufbauen, deren Charaktereigenschaften dazu führen, dass sie sich selbst oder anderen wehtun? Ob zu impulsiv, zu empfindlich, zu misstrauisch oder immer auf der Hut: François Lelord und Christophe André geben Ratschläge aus der Wissenschaft und aus ihrer Erfahrung als Therapeuten, wie wir uns am besten mit schwierigen Menschen arrangieren können.


    Super humorvolles informatives Buch, das mich gut unterhalten konnte. Die Autoren selbst haben eine Reihe von markanten Persönlichkeitstypen ausgewählt, die anscheinend in allen Ländern und allen Epochen wiedergefunden werden können. Sie reichen von ängstlichen, paranoiden und histrionischen bis hin zwangshaften, narzisstischen und schizoiden, depressiven, dependenten und selbstunsicheren Persönlichkeiten. Die Tipps sind wertvoll und der Schreibstil der beiden Autoren wirklich hervorragend.


    Die Suche nach dem Glück: François Lelord, geboren 1953 in Paris, ist ein französischer Schriftsteller und Psychiater. Er studiert Medizin und Psychologie. Nach seiner Promotion 1985 nimmt er für ein Jahr eine Stelle als Postdoc an der University of California, Los Angeles an. Danach arbeitet Lelord für zwei Jahre als Oberarzt am Hôpital Necker der Universität Paris V, bevor er sich 1989 mit einer eigenen Praxis in Paris niederlässt. 

    1996 gibt Lelord seine Praxis auf, um sich vermehrt der Suche nach dem Sinn des Lebens zu widmen. Nebenher berät er Unternehmen im Bezug auf Zufriedenheit und Stress des Personals. Seit 2004 ist er praktizierender Psychiater in einer französischen Klinik in Hanoi, Vietnam. 

    François Lelord reist sehr gerne, vornehmlich durch Asien. Sein erstes belletristisches Werk „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ ist ein internationaler Riesenerfolg. Das Buch erzählt die Geschichte des Psychiaters und Intellektuellen Hector, der auf der Suche nach dem Ursprung des Glückes ist. Es folgen die  Fortsetzungen von Hectors Geschichte. Seine Bücher stehen in Deutschland und Frankreich monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. In Deutschland verkaufen sich seine Bücher über 1,5 Millionen Mal. Die Bücher sind in vierzehn Ländern erhältlich.

    Darüber hinaus schreibt er gemeinsam mit Christophe André mehrere Fachbücher über Psychologie.



    Christophe André ist Psychiater und Psychotherapeut am Hôpital Sainte-Anne in Paris und gilt als einer der renommiertesten Psychologen Frankreichs. Zusammen mit François Lelord schrieb er Bestseller wie »Der ganz normale Wahnsinn« und »Die Macht der Emotionen«. Im Kailash Verlag erschien von ihm 2012 das Buch »Die Geheimnisse der Therapeuten«.

  10. Cover des Buches ZEIT Verbrechen 2 (ISBN: 9783847900870)
    Sabine Rückert

    ZEIT Verbrechen 2

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Teil 2 des True-crime-Podcasts in Buchform, manche Fälle sind bekannt (Tennessee Eisenberg), in anderen wird überwiegend auf gravierende Mißstände hingewiesen (Polizeibrutalität, der verstärkte Drang wegzuschließen bei psychisch anormalen Menschen). Bei manchen Ungerechtigkeiten möchte man das Buch vor Zorn in die Ecke werfen, wenn man begreift, daß man genau so gut hätte das Opfer hätte werden können, oder wenn man das schreiende Unrecht sieht, daß bei uns geschieht. Jedem angehenden Juristen unbedingt zur Lektüre empfohlen!

  11. Cover des Buches Do you speak Psychopath? (ISBN: 9783906823119)
    Stephan Siegfried

    Do you speak Psychopath?

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Beides hängt hier zusammen und wird anschaulich erklärt. Meist jedoch in geschäftlichen Verbindungen und nicht im privaten Bereich.
  12. Cover des Buches Borderline: Das Selbsthilfebuch (ISBN: 9783867391320)
    Andreas Knuf

    Borderline: Das Selbsthilfebuch

    (22)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    'Selbsthilfe ist kein Therapieersatz und soll auch keine Fremdhilfe ersetzen. Beides sind verschiedene, wenn auch sich ergänzende Hilfen bei psychischen Problemen. [...] Selbsthilfe ist [...] eine sehr wichtige Ergänzung, die noch viel zu wenig gewürdigt wird. Das eigene Selbsthilfepotenzial zu entdecken und zu nutzen bedeutet unabhängiger von der Hilfe anderer zu werden und auch ohne therapeutische Unterstützung besser zurechtzukommen.‘ (Seite 9)

    Andreas Knuf und Christiane Tilly berichten in ihrem Selbsthilfebuch von diagnostischen Kriterien und Problembereichen der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung, von Umgang mit und Funktion von Symptomen, vom Umgang mit (als unangenehm empfundenen) Emotionen, von Notfallkoffer, Absprachen mit sich und anderen, Zurechtkommen mit den Folgen der Erkrankung wie Narben und Lücken im Lebenslauf, von Selbsthilfegruppen und Trialog, Psychotherapie und Psychopharmaka, Traumatisierung und Erinnerung.

    Ich habe schon einiges von Knuf und über das Thema Borderline gelesen, habe klinische/psychotherapeutische Erfahrung mit Betroffenen, und ich bin immer auf der Suche nach Büchern, die ich Betroffenen mit psychischen Störungen empfehlen kann. Mit Knufs und Tillys ‚Borderline. Das Selbsthilfebuch‘ habe ich nun die passende Lektüre für Betroffene mit emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung gefunden.

    Das Buch enthält neben vielen Informationen über die Erkrankung auch viele Fallbeispiele und ist so ein gelungener Mix aus Wissen über die Erkrankung und individuellem Erleben.

    Ich empfand das Buch als sehr gut zugeschnitten auf Betroffene, als sehr gut verständlich, ausreichend umfangreich und zudem hilfreich und lehrreich. Auch decken die beiden Autoren Themen ab, über die man sonst eher nichts oder nur wenig liest.

    ‚Ich glaube, Stigmatisierung und Diskriminierung passieren vor allem, wenn ganz viel unausgesprochene Ängste und Unsicherheiten im Raum stehen.‘ (Seite 190)

  13. Cover des Buches Die Vertraute (ISBN: 9783734111808)
    Gilly Macmillan

    Die Vertraute

    (104)
    Aktuelle Rezension von: julia___

    2,5/5

    Die Autorin schaffte es, durch ihren guten Schreibstil, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Ich hab mich beim Lesen oft unwohl gefühlt, was einerseits an der Story an sich lag, aber andererseits auch einfach an der sehr unsympathischen Protagonistin 🙈

    Ich bin hin- und hergerissen, wie ich das Buch fand… irgendwie war die Idee gut, aber die Story nicht so ganz das, was ich erhofft hatte.

    Spannung war da, aber eher zäh. Das Ende mochte ich gar nicht, es war viel zu schnell und zu offen.

    Das Buch würde ich nicht nochmals lesen.

  14. Cover des Buches 600 Stunden aus Edwards Leben (ISBN: 9781477806029)
    Craig Lancaster

    600 Stunden aus Edwards Leben

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Frenx51
    Edward Stanton ist fast 40 Jahre alt und leidet an einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung und dem Asperger-Syndrom. Er lebt allein, nach einem strengen Zeitplan und täglicher Routine. Geschehnisse abseits seines Plans sind für ihn schwierig. Als plötzlich Donna und ihr neunjähriger Sohn Kylie in das Haus gegenüber ziehen, ändert sich Edwards Leben und sein Zeitplan gerät durcheinander. Aber auch so erfährt Edward Einschränkungen, vor allem durch seinen Vater, oder erlebt die Schwierigkeiten in der Welt, für die das Verhalten von Edward nicht immer verständlich ist. 

    Der Leser kann Edward 600 Stunden seines Lebens begleiten, lernt seine täglichen oder wöchentlichen Rituale kennen, erfährt worüber er sich freut, was ihm komisch vorkommt oder ihm Leid bereitet. Edward lebt aufgrund seiner Diagnose in seiner eigenen kleinen Welt, die Routine gibt ihm Halt. Doch Stück für Stück lernt er neue Erfahrungen kennen, hat freundschaftliche Kontakte zur Außenwelt und rebelliert gegen seinen Vater, der ihm das Leben noch ein bisschen schwerer macht und man fragt sich, warum verhält sich sein Vater so. 
    Der Autor beschreibt die autistischen und zwanghaften Züge von Edward dabei sehr authentisch und für den Leser verständlich. Viele Menschen haben vielleicht eine Routine oder ein Ritual, wenn sie aufstehen oder zu Bett gehen, aber für Edward ist dies viel mehr. Eine Abweichung davon fällt ihm sehr schwer. Ebenso merkt man, wie schwierig ist für diese Personengruppe ist soziale Kontakte einzugehen, zu halten oder Gefühle zu zeigen. Wobei dies immer auch davon abhängig ist, wie die Personen aufgewachsen sind. Edward ist ein sehr sympathischer Mann, der auf seine Art und Weise liebenswert ist und den man an manchen Stellen auch einfach an die Hand nehmen und zum Ziel führen möchte. Durch die neuen Nachbarn verändert sich sein Leben noch einmal und er kann lernen aus der Einsamkeit zu entkommen. Wobei ich nicht glaube, dass vieles davon innerhalb weniger Tage oder Wochen sich so grundlegend verändern kann. 
    Im Buch werden mehrere Tage von Edward, also insgesamt 600 Stunden, beschrieben. Dadurch dass sein Leben sehr strukturiert abläuft werden manche Sätze fast jeden Tag wiederholt. Das hat mich im Lesefluss zum Teil schon beeinträchtigt, da ich manchmal etwas genervt davon war. Mit der Zeit hat sich manches etwas geändert, aber die Wiederholungen hätten nicht sein müssen. Ansonsten fand ich, dass der Autor die Sichtweisen sehr authentisch beschrieben hat, sodass ich mich gut in die Gedanken von Edward oder seinen Tagesablauf hineinversetzen konnte. Dadurch fand ich das Buch wieder angenehm und interessant zu lesen.

    600 Stunden aus dem Leben eines Mannes mit autistischen und zwanghaften Zügen. Wiederholungen und Routinen, aber auch neue Erfahrungen und Missverständnisse gehören da zur Tagesordnung. 

  15. Cover des Buches Aurel Aspen (ISBN: 9783748590378)
    Thekla Kraußeneck

    Aurel Aspen

    (13)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das düstere Cover mit der roten Schrift in der Mitte genau über dem Herzen hat mir sehr gut gefallen. Die Details rund um das Zentrum passen perfekt zum Inhalt des Buches.

    Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Die Geschichte wurde sehr bildhaft erzählt, dadurch konnte ich mich leicht in die Handlungen hineinversetzen.

    Die Geschichte handelt von Aurel, einem Jungen welcher von zu Hause weggelaufen ist. Er leidet an sehr schweren Schuldgefühlen und möchte am liebsten der Welt lebe wohl sagen. Doch nichts ist wie es scheint.

    Es handelt sich hierbei um ein sehr ungewöhnliches Buch. Alles was man über die Handlung und den Charakteren wusste, wurde am Ende einfach über Haufen geworfen. Die Geschichte war am Anfang spannend zu lesen, leider wurde sie im Verlauf immer verwirrender. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich nichts mehr kapiert habe. Ich hatte mich schon auf den Schluss gefreut, um endlich ein paar Antworten zu erhalten. Leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht.

    Für dieses verwirrende Buch vergebe ich 2,5 von 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Fiona: Den Toten verpflichtet (ISBN: 9783499291357)
    Harry Bingham

    Fiona: Den Toten verpflichtet

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Yasmin_Hein

    Fi, ungewöhnliche Ermittlerin, die keine Regeln mag, psychische Probleme hat und eigentlich nur ein normaler Mensch sein will. 


    Grundsätzlich fand ich die Prämissen des Buches interessant, jedoch hat für mich die Lösung des Falls fast gar nicht stattgefunden. Trotz der Erzählung aus der Ich-Perspektive, bleiben viele Gedanken der Protagonistin im Dunkeln. Die psychische Verfassung von Fi spielt dafür eine sehr große Rolle und ist für mich mehr Thema als der zu lösende Fall. Was ja grundsätzlich nicht schlimm wäre, wenn das Buch nicht eigentlich ein Kriminalroman sein sollte. 


    Die Gedankenwelt von Fi betreffend ihre Krankheit ist sehr gut dargestellt, die anderen Charaktere bleiben allerdings sehr grau und oberflächlich. Der Schreibstil ist etwas abgehackt, was wohl einfach an Fis dargestellter Persönlichkeit liegt, hat aber auch verhinderte, dass ich so richtig in den Lesefluss gekommen bin. Mehrmals habe ich überlegt, das Buch abzubrechen, habe ich dann aber dazu entschieden diesen ersten Teil zu Ende zu lesen, die nachfolgenden Bände werden aber ungelesen wieder bei mir ausziehen, weil es mir einfach zu anstrengend

  17. Cover des Buches Lucy fliegt (ISBN: 9783218010269)
    Petra Piuk

    Lucy fliegt

    (26)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Vorab möchte ich gleich eine persönliche Befangenheitserklärung für diesen Roman abgeben: Ich bin zu alt für dieses Buch!

    … Denn es ist in Jugendsprech geschrieben. Fehlende Verben und Präpositionen nerven mich sehr, vor allem wenn sowas niedergeschrieben ist. Aber was sage ich: ES NERVT MICH IMMER! Dabei muss bei mir nicht ständig alles total korrekt formuliert sein, und ich bin auch Verfechterin des Dialekts, aber diese Verkürzungen wie: „Kann ich ein Eis?“ (Was? haben? stehlen?) oder: „Ich geh Aldi“ (Was? Zu Aldi? Aldi ausrauben?) machen mich komplett wahnsinnig.

    Gleich einer zwangsgestörten Deutschlehrerin, die berufliches von privatem nicht trennen kann, möchte ich permanent den Rotstift ansetzen und korrigieren, was meine persönliche Lesefreude gegen Null tendieren lässt.

    Dabei ist dieser Stil selbstverständlich ur-authentisch, denn Lucy 23 kommt aus Wien Floridsdorf aus der Unterschicht und kann tatsächlich nicht anders sprechen, vor allem weil die Geschichte als innerer Monolog angelegt ist.

    Inhaltlich thematisiert die Story sehr brilliant viele ernste Themen, mit denen junge Leute heutzutage konfrontiert sein können: Den Traum ein Star zu werden, um aus der miefigen Vorstadt und der Unterschicht rauszukommen, die Kritik an den Castingshows, die junge Menschen mit so einer Vision ausnutzen und diese wie ein Zootier quasi am Nasenring dem amüsierten Publikum vorführen, die vergeigte Ausbildung der Generation Z, die keinen Plan B zu ihrem relativ irrealen Traum hat, reich und berühmt zu werden, Mobbing in der Schule und vieles andere mehr.

    Allmählich – je länger Lucy innerlich monologisiert – tun sich extreme Abgründe auf: Sexueller Missbrauch vom Stiefvater in ganz jungen Jahren und natürlich auch noch eine Co-Täterin, die eigene Mutter, die das Kind als Lügnerin abstempelt, machen bald klar, warum Lucy in der Schule auch ständig in Schwierigkeiten geriet. Sie manfestiert ihren Ruf als Schlampe erstens selbst, weil sie nichts dabei findet, recht wahllos Sex zu haben, ist aber auch permanent sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen ausgesetzt. Ein Teufelskreis aus sexualisiertem Verhalten von Pädophilenopfern – sie findet es ja schon nahezu normal, belästigt und vergewaltigt zu werden, denn sie verwechselt diese Untaten damit, beliebt zu sein – zieht sie immer tiefer in den Strudel als Opfer hinein.

    Weiters wird auch angedeutet, dass Lucy an einer bipolaren Störung leiden könnte, was von den Burschen und Männern – was sage ich eigentlich – was von allen weidlich ausgenutzt wird.

    Ihre Chancen auf echte Zuneigung und Liebe kann sie auch nicht erkennen und nutzen, am Ende ist sie nicht nur Opfer sondern auch ein bisschen Täterin, die vor allem ihr Leben versaut.

    Fazit:
    Der Plot ist rasant und großartig. Wenn man über die furchtbare Sprache hinwegkommen kann, wird man die Geschichte sehr genießen. Ich konnte es leider nicht so gut.
  18. Cover des Buches Sarajevo Disco (ISBN: 9783865325853)
    David Gray

    Sarajevo Disco

    (25)
    Aktuelle Rezension von: BlueVelvet
    Ich habe den ersten Teil um Lewis Boyle leider noch nicht gelesen, bin aber trotzdem ganz gut in die Geschichte hinein gekommen. Dementsprechend wage ich zu behaupten, dass man nicht unbedingt Vorkenntnisse braucht um Sarajevo Disco lesen zu können. Im Buch wird gleich zu Anfang ein Türsteherboss ermordet aufgefunden und kurz darauf auch noch ein Hells-Angels Mitglied. Da haben Lewis und Jale einiges zu tun am Hamburger Kiez. Den Schreibstil fand ich flüssig und angenehm zu lesen, das Cover passt irgendwie sehr gut zur Story und finde ich persönlich sehr ansprechend. David Gray hat hier einen tollen Thriller geschrieben der der etwas härteren Gangart entspricht - ich kann ihn nur weiterempfehlen!
  19. Cover des Buches Alleingang (ISBN: 9783955422165)
    Sonja Rudorf

    Alleingang

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    Die Hauptfigur des Krimis ist erfreulicherweise nicht ein abgebrühter Kriminalkommissar oder Privatdetektiv, sondern eine Arbeitskollegin des Mordopfers, die auf eigene Faust die Ermittlungen aufnimmt. Dadurch dass sie Psychotherapeutin ist und die Verdächtigen Klienten des Opfers, hat man einen Einblick in eine interessantere Subkultur als in den üblichen Krimis, in denen man das Milieu von Berufskriminellen kennenlernt. Bzw. das, was sich der Krimiautor darunter vorstellt, denn normalerweise kennen Krimiautoren die Milieus, über die sie schreiben, ja überhaupt nicht.

    Allerdings entgeht Sonja Rudorfs Krimi nicht dem Grundproblem aller Krimis: um Spannung zu schaffen, müssen mehrere Figuren geschaffen werden, die ein Motiv und die Persönlichkeit haben, den Mord zu begehen. D.h. man lernt eine Reihe hässlicher, unsympathischer Figuren kennen. Welcher dieser Unsympathen letztendlich der wahre Täter ist, wird einem irgendwann egal, d.h. die gewünschte Spannung tritt dann doch nicht ein. Außerdem stört mich, wie bei allen Krimis, die völlig unrealistische Situation, dass das Mordopfer umgeben ist von Menschen, die ein Motiv und die Fähigkeit haben, ihn umzubringen. So schlecht ist unsere Gesellschaft nicht.

  20. Cover des Buches Ich bin tausend Scherben (ISBN: 9783423351348)
  21. Cover des Buches Delete - Bonus-Story 2 (ISBN: 9783827077639)
  22. Cover des Buches Die Seele des Bösen - Besessenheit (ISBN: B06XF346Y6)
    Dania Dicken

    Die Seele des Bösen - Besessenheit

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Tauriel

    Dieser zehnte Teil der Sadie Scott Reihe fängt noch harmlos an.Ein Kollege vom LAPD Detective Nathan Morris bittet Sadie um Unterstützung zu einem ungelösten Leichenfund.Alles deutet darauf hin,das dieser Fund auch auf das Konto eines bereits inhaftierten Serienmörders geht.

    Wer Sadie schon länger kennt,weiß,wie Sadie unter psychologischen Aspekten der Wahrheit auf die Spur kommt und den Serienmörder Carter Manning entlarvt.

    Es ist von Dania Dicken, die Psychologie studiert hat ,sehr realistisch beschrieben und ich habe das Gefühl,das ich hautnah dabei bin.

    Doch dieser Fall ist nur ein anfängliches Geplänkel der Autorin !Der wahre Abgrund dieses psychologischen Thrillers zeigt sich im Alltag der Protagonisten Sadie und Matt.Anonyme Briefe,mit eindeutigem Inhalt machen Matt  das Leben schwer!

    Matt hat keine Geheimnisse vor Sadie,doch was in den darauffolgenden Tagen passiert , wird explizit von der Autorin beschrieben und  es kommt zu lebensgefährlichen Situationen .Die Spannung steigt und wieder einmal zeigt sich,wie gut das Sadie und Matt in Phil den richtigen Freund haben.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt,auch wenn ich das Buch nicht in einem Rutsch durch lesen konnte.Das Kopfkino war Mitschuld !Der  Cliffhanger macht Lust,den nächsten Band zu lesen.



  23. Cover des Buches Ein Jahr mit einem Narzissten (ISBN: 9783745078978)
    Katrin Roth

    Ein Jahr mit einem Narzissten

    (3)
    Aktuelle Rezension von: deidree
    Die Autobiographie von Karin Roth zeigt den (jetzt entwickelten) Mut und die Stärke der Autorin. Das eigene Leben, bis in die intimsten Bereiche, öffentlich zu machen, zeugt von dem großen Wunsch, ja der Herzensangelegenheit, mit der Karin Roth anderen Menschen, ob selbst betroffen oder nicht spielt eine untergeordnete Rolle, zeigen möchte, wie das Wesen von Narzissten aussehen kann. Aber genauso möchte sie vermitteln, dass man nicht alleine ist, wenn man sich in so einer Beziehung befindet und vor allem, dass man es schaffen kann, sich zu lösen.


    Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil schildert uns Karin Roth wortgewandt ihre Beziehung zu diesem Narzissten. Wir leben, leiden, hoffen und zittern mit ihr mit, wenn ihr Freund sie wieder einmal belügt, manipuliert und beinahe in den Selbstmord aus Verzweiflung treibt.


    Im zweiten Teil des Buches beschreibt Karin Roth ihren Weg nach Trennung. Von außen betrachtet ist man verleitet zu sagen: „Vergiss ihn.“ Doch so leicht ist es weder bei einer Trennung nach einer „harmlosen“ Beziehung und erst recht nicht, wenn man monatelang manipuliert und gedemütigt wurde.


    Karin Roth zeigt einfühlsam, wie sie es dennoch mit Geduld und Liebe zum Leben, ihren Kindern und sich selbst geschafft hat, zu verstehen, dass ein Narzisst nie einen Grund zur Änderung sehen wird, nie einen Fehler bei sich suchen wird und sich immer wieder Partner suchen wird, die er manipulieren kann.


    Wenn es hier auch um die Beziehung zwischen eines dominanten Narzissten und einer – schon im Vorfeld – verletzten Frau, die ihre Vorliebe für starke, bestimmende Partner ausleben möchte, geht, so bildet das Buch doch auch eine gute Hilfe um narzisstisch veranlagte Menschen, ob Mann oder Frau, in jeder anderen Beziehungsform leichter zu erkennen und ihren Manipulationen nicht so unvorbereitet ausgesetzt zu sein.


    Ich durfte die erste Auflage des Buches lesen, der noch eine Korrektur den letzten Schliff geben wird – diese ist von der Autorin auch schon angekündigt worden -. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es öffnet Augen und Gefühl. Kann Hoffnung für jene, die in eine Beziehung mit einem Narzissten sind, bringen und den Anstoß geben, auch selbst den Mut zum Absprung zu finden und sich nicht länger kaputt machen zu lassen.


  24. Cover des Buches Fiona: Als ich tot war (ISBN: 9783499290367)
    Harry Bingham

    Fiona: Als ich tot war

    (71)
    Aktuelle Rezension von: ConnyMc

    Mehrere Morde scheinen mit einem großangelegtem Betrug in Zusammenhang zu stehen. Um an die Hintermänner heranzukommen, ermittelt Fiona undercover. 

    Mir hat Fiona als schräge Undercoverermittlerin sehr gut gefallen. Dass es für jemanden mit ihren psychischen Problemen kompliziert und selbstgefährdend ist, in andere Rollen zu schlüpfen versteht sich von selbst. 

    Das Buch liest sich wie immer flüssig und spannend. Das Ende hat mich ein bißchen traurig zurückgelassen. Ich freue mich aber auf den nächsten Band.


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