Bücher mit dem Tag "peru"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "peru" gekennzeichnet haben.

162 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783844549041)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.440)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina_Meinen

    Anders als manch einer glauben mag, sind sich viele Menschen schon seit längerem über die Wichtigkeit des Umweltschutzes bewusst. Als Frank Schätzing das Buch "der Schwarm"  schrieb, gingen viele von den "Fridays for Future"-Kids noch zur Schule. 

    Basierend auf der Klimaerwärmung hat der Autor eine fiktive Geschichte aufgebaut. Die Menschheit wird plötzlich von Würmern, Krebsen, Orcas und anderen Wasserlebewesen angegriffen bzw. diese bearbeiten den Meeresboden um diesen zum Abrutschen zu kriegen.

    Der Mensch sieht sich plötzlich einer tierischen Übermacht entgegen. Wie immer begegnet er dieser nicht nur einseitig, nein er bemüht sich sie nicht nur zu bekämpfen sondern auch sie zu erforschen und nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Ob er sie wirklich finden kann, werde ich natürlich nicht verraten.

    Im Grunde genommen bestehen die Hauptkonflikte zwischen den Menschen und dem Unbekannte aus dem Wass er sowie zwischen Militär und Wissenschaft. Dazu gibt es weitere Nebenkonflikte, die mir teils zu weit führen und etwas von der Geschichte ablenken. 

    Insgesamt hätte das Buch um einige Seiten schlanker sein dürfen. Es ist zwar gut geschrieben, aber manche Szenen sind von Beschreibungen überladen. Auch die Anzahl der Figuren war mir zu viel. Ich hatte Schwierigkeiten sie auseinander zu halten. Insbesondere zwischen Mann und Frau zu trennen. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn die Figuren weniger oft mit Nachnamen genannt würden.

    Empfehlen kann ich das Buch allen, die es bildgewaltig brauchen und Beschreibungen in Büchern lieben. Ebenso Lesern, die gerne Geschichten mit Unbekannten Wesen mögen und es gerne etwas wissenschaftlicher wollen.

  2. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

     (749)
    Aktuelle Rezension von: _JustMee

    ☞ Die Chroniken des Magnus Bane - Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan & Maureen Johnson ☜
    Ein Einzelband

    Genre: Urban Fantasy
    Seitenanzahl: 568
    Sternebewertung: 3,4✰ / 5,0✰

    Mir gefällt die charismatische und charmante Art von Magnus Bane sehr. Er sprüht vor Lebensfreude und Energie und doch wissen wir recht wenig über ihn. Umso besser, dass er hier seinen eigenen Raum für seine Lebensgeschichte bekommen hat.

    Dieses Werk ist in verschiedene Kurzgeschichten gegliedert. Als Leser erfahren wir über Magnus Banes Freundschaften, die er zu Ragnor Fell, Tessa Gray, Catarina Loss und Raphael Santiago unterhält. Außerdem bieten sich Einblicke in Magnus bizarres und kurioses Leben über die Jahrhunderte hinweg. Wir erfahren Näheres über seine Lebensgeschichte, seine Erfahrungen und wie diese zu der schillernden Persönlichkeit geführt haben, die er nun einmal ist.

    Die Geschichten sind erfüllt mit Magnus unverwechselbarem Humor. Mir gefällt der Schreibstil sowie die Dynamik zwischen Magnus und Ragnor. Leider haben mir persönlich einige Geschichten aus Magnus Leben gefehlt und die Handlung war stellenweise etwas langatmig. Ich mag die Thematik und die Handlungen von Cassandra Clares Welt sehr, dennoch kann ich aber nicht gänzlich mitfiebern. Die Charaktere bleiben etwas leer und farblos.

    Mögt ihr es, wenn einzelne Nebencharaktere ihr eigenes Buch bekommen? Welche bekannten Nebenfiguren würdet ihr gerne in einem eigenen Werk sehen?

  3. Cover des Buches Das Geheimnis des Mahagonibaums (ISBN: 9783746630977)
    Sabrina Železný

    Das Geheimnis des Mahagonibaums

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Die Idee der Geschichte finde ich sehr gut, auch wenn sie etwas von Lucinda Reilys Geschichten abgekupfert zu sein scheint.

    Eine junge Frau (Blanca) macht sich auf die Suche nach den Spuren Ihrer Urgroßmutter.  Schauplatz eine Stadt in Peru. Hilfe hat sie von einem jungen Einheimischen (Emilio) der Gehilfe an der Fotoakademie ist, wo Blanca ihr Stipendium bekommen hat. Man erfährt auch gleich ein bisschen über die Geschichte Perus und die Menschen.

    Die Spurensuche nach der Urgroßmutter ist spannend erzählt, die Hintergründe und die Auflösung schlüssig. Die Puzzelteilchen fügen sich am Ende gut zusammen. So weit, so gut.

    Was mich extremst an diesem Roman gestört hat, ist die übertriebene Darstellung aller Gefühle, die irgendwie in diesem Roman vorkommen. Kein Mensch im wahren Leben ist beleidigt und misstrauisch und spricht nicht mehr mit Einem, nur weil man einmal eine Einladung ausschlägt. Oder kann vor Zorn nicht sprechen nur weil man eine unerwartete Antwort erhält. Warum stellt man also Romanfiguren so dar. Völlig unglaubwürdig, unnötig und nervt beim Lesen. Vor allem wenn die Gefühle von einem Extrem ins andere Fallen. Und man das Gefühl hat, die Hauptdarstellerin leidet an Borderline. 

    Schade denn sonst hätte der Roman die volle Punkteanzahl von mir bekommen. 

  4. Cover des Buches Das böse Mädchen (ISBN: 9783518468173)
    Mario Vargas Llosa

    Das böse Mädchen

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In Miraflores im Sommer 1950 sieht Ricardo sie zum ersten mal. Sie sind alle um die 15 Jahre alt und feiern die ersten Partys und sie und ihre Schwester tanzen so wie sonst niemand. Ricardo ist gefesselt, erlegen, verliebt, aber sie weißt ihn ab. Als dann auf einer Party das Leben von ihrer Schwester und ihr als große Lüge entlarft wird verschwinden sie. Ricardo kann sie aber nicht vergessen und eines Tages, als er für seine Übersetzungstätigkeit auf reisen ist trifft er sie wieder. Unter einem anderen Namen und mit neuer Identität und verheiratet. So geht es dann weiter. Sein Leben ist geprägt von der Sehnsucht nach ihr und auf seinen Reisen begegnet er ihr immer wieder und dann nimmt sie eines Tages Kontakt auf.

    Mario Vargos Losa beginnt bunt, laut, wild und schickt seinen Protagonisten durch alles Gefühlslagen um zum Ende hin langsamer, dunkler, nachdenklicher zu werden. Ein großer Roman.

  5. Cover des Buches Die Thea Sisters und die geheime Stadt (ISBN: 9783499212468)
    Thea Stilton

    Die Thea Sisters und die geheime Stadt

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ichbinswieder

    Ebenso wie in den Büchern von Geronimo Stilton, bekommt man es hier mit einer bunten Mäuse-Bande zu tun. Diese besteht hauptsächlich aus Geronimos Schwester Thea, die die Geschichte erzählt und fünf weiteren Mäuse-Mädchen, die spannende Abenteuer bestehen müssen.

    Besonders schön und ansprechend fand ich die graphische Gestaltung. Sehr lebendig, sehr bunt, einfach was für´s Auge. So ist es auch kaum verwunderlich, dass besonders meine Kinder viel Spaß an diesen Zeichnungen hatten und jedes Detail studierten.
    Doch nicht nur die Bilder luden zum hinsehen ein. Im Text waren einzelne Worte auf besondere Art und Weise hervorgehoben. Hier wurde z.B. „zittrig“ in krakeliger Schrift geschrieben, oder bei dem Wort „Pfote“ wurde jeder Buchstabe auf eine Pfote gedruckt. Das fand ich nicht nur kreativ, sondern es regte die Kinder auch zum genauen hinsehen, mitlesen und verstehen an.

    Die Geschichte fanden meine Kinder und ich sehr schön, interessant und spannend.
    Im Vorfeld werden die einzelnen Mäuse vorgestellt und man stellt hier schon fest, dass sie alle recht unterschiedlich sind. So kann sich jedes Kind seine Lieblingsmaus aussuchen. Doch dann geht es auch schon los. Einmal quer durch Südamerika, wobei der Hauptteil der Geschichte in Peru spielt. Die Thea Sisters wollen dort einem guten Freund helfen und erfahren ganz nebenbei, dass ganz in der Nähe ein verborgener Schatz liegen soll....
    Jüngere Kinder dürften vorrangig an der reich bebilderten Geschichte Spaß haben, doch auch für ältere Kinder gibt es viel zu entdecken. Immer wieder sind Infokästen einfügt, wo Details über Südamerika, Peru, die Inka etc. zu lesen sind. So erfuhren wir nebenbei viel wissenswertes über Land und Leute. Alles war sehr kindgerecht erklärt und regte, zumindest meine Kinder, zum Nachfragen an.

    Eine tolle, neue Reihe für die Fans von Geronimo Stilton, die ich besonders Mädchen ans Herz legen kann.

  6. Cover des Buches Drake Ramsey: Das Gold der Inka (ISBN: 9783958351189)
    Russell Blake

    Drake Ramsey: Das Gold der Inka

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Bouggo
    Warum lese ich einen Abenteuerroman? Ich will unterhalten werden und gespannt sein, wie es weitergeht. Im Hinterkopf immer den Gedanken: Wird schon ein Happy End geben, aber wie wird dieses genau aussehen?

    Genau diese Kriterien erfüllt die Story. Nicht mehr und nicht weniger. Ich will ja kein philosophisches Werk. Ein paar gesellschaftskritische Statements sind trotzdem gratis dabei. Und die stimmen natürlich mit den eigenen überein, sonst wäre ich nicht Leser dieses Genres und Ramsey nicht der Schreiber solcher Geschichten. Der Stil ist flüssig, die Dialoge mit ihrem amerikanischen Unterstatement und den obercoolen Wortgeplänkeln sind witzig und originell.

    Finde, Hofmann hat es geschafft nicht nur den Text, sondern auch die Stimmungen perfekt zu übersetzen.
  7. Cover des Buches Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam (ISBN: 9783959673457)
    Christopher Schacht

    Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Ralf-M-Ruthardt

    In seinem (Reise)Bericht erzählt Christopher Schacht authentisch und frei von "gekünstelten" Höhepunkten. Es Lesender ist man dabei. Ohne Erwartungshaltung, einfach dabei - und kann sich von den Erlebnissen und Impressionen inspirieren lassen. Das Buch ist (vor allem) für weltoffene und nicht voreingenommene Menschen sehr lesenswert. 

  8. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: B071SM6N4W)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Luiline
    Heute gibt es eine Rezension zu dem Hörbuch  "Die Brut - Sie sind da" von Ezekiel Boone.
     
    Es handelt sich dabei um den ersten Band einer Trilogie und wird gelesen von Wolfgang Wagner.

    Verlag: Argon Hörbuch / Hördauer: 9h, 56 Min (ungekürzt). / Erscheinungsjahr: 2017 / Originaltitel: "The Hatching" / Übersetzung:  Rainer Schmidt / ISBN: 978-3-7324-5169-2 / Preis: 20,95€

    Inhalt: Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
    In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
    In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
    In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche, aus der etwas Schwarzes kriecht.
    Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.
    Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. 

    Meine Meinung
    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich schon viele positive Meinungen gehört habe. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Stimme des Sprechers hat mir direkt gut gefallen. Man begleitet als Leser unterschiedliche Charaktere auf der ganzen Welt, der Hauptteil spielt aber in den USA. Dadurch bekommt man viele Perspektiven, andererseits bleiben die Charaktere aber auch etwas flach. 

    Besonders das erste Drittel der Geschichte hat mich sehr packen können, danach hat es ein wenig abgeflacht. Ich persönlich habe mehr Horror-Elemente erwartet und mir fehlte an manchen Stellen die Spannung. Trotzdem war das Buch mit einer Hördauer von 10 Stunden sehr kurzweilig und unterhaltsam.  Der Schreibstil des Autors war sehr flüssig und auch der Sprecher hat das Buch sehr gut vertont und er hat eine angenehme Stimme.

    Ich persönlich hätte mir einen höheren "Gruselfaktor" gewünscht und mehr Bezug zu den Charakteren. Trotzdem habe ich mir schon den zweiten Band als E-Book besorgt, da ich schon gerne wissen möchte wie es weitergeht. 

    Fazit:
    Ein sehr solider und guter Auftakt einer Trilogie, die aber auch ein paar Schwächen hat. Insgesamt kann ich das Hörbuch aber empfehlen.

    Daher gibt es von mir 4 Sterne!
  9. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783732000463)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser

     (285)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Mir gefällt am meisten an dem Buch, dass man sich sehr gut in die Personen einfühlen kann. Die Abenteuer vom fake Humboldt und Oskar könnten in die Geschichte eingehen!

  10. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Anne112

    Wer bei "Das Wesen der Dinge und der Liebe" eine Geschichte alá "Eat Pray Love" erwartet, der wird hier wahrscheinlich nicht glücklich. Ich empfinde dieses Werk von Elizabeth Gilbert deutlich anspruchsvoller, detailreicher und super gut recherchiert. Trotzdem mag ich beide Werke der Autorin. 

    Bei diesem Buch lernen wir die Familie Whittaker kennen, bei der es zunächst der Vater mit seltenen Pflanzen und viel Schneid zu einem beträchtlichen Vermögen schaffte. Auch seine Tochter Alma studiert die Pflanzenwelt auf ihre ganze eigene Weise. Die Figuren werden hier stark und detailverliebt beschrieben. 

    Die Liebe zu botanischen Themen wird hier immer wieder deutlich. Auch in Punkto Schreibstil sticht dieses Buch positiv hervor.

    Mir hat dieses Werk viel Spaß bereitet und mich seit langem auch im Belletristikgenre mal wieder richtig gefesselt.

    Eine absolute Leseempfehlung von mir!

  11. Cover des Buches Mission Hydra (ISBN: 9783548281773)
    Jeremy Robinson

    Mission Hydra

     (47)
    Aktuelle Rezension von: badwoman

    Die Geschichte über die skrupellosen Machenschaften der Gentechnik-Firma Manifold, die vom Delta Force Team gestoppt werden sollen, ist superspannend erzählt. Der Multimillionär und Manifold Besitzer Ridley will sich seine Unsterblichkeit mit allen Mitteln erkaufen. Dazu dient ihm die DNS der legendären Hydra, deren Überreste in Peru gefunden werden. Er "kauft" sich die besten Wissenschaftler, um sein Ziel zu erreichen - und geht dabei über jede Menge Leichen. Das "Schachteam", obwohl hochgerüstet, hat große Probleme im Kampf gegen die schier übermächtige und waffentechnisch noch moderner ausgestattete Gentechnik -  Firma. Nur gut, dass diese vielen Menschenopfer nicht ganz umsonst waren.

    Der Schreibstil ist super - spannend und flüssig. Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, sind die ausführlichen Beschreibungen aller Waffen, da hat man dann doch das Gefühl, das hier ein Waffennarr am Werke war. Diese ausführlichen Beschreibungen fand ich bei allen anderen Dingen aber gerade sehr gut, so hat man immer ein genaues Bild vor Augen von den Geschehnissen in diesem Buch.

  12. Cover des Buches Lockruf der Fremde (ISBN: 9783492502634)
    Tereza Vanek

    Lockruf der Fremde

     (22)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Die Geschichte von Alice, ihrem Sohn Paul und Friderike hat mich von den ersten Seiten an begeistert. Die Autorin hat einen spannenden, mitreissenden Roman geschrieben, der einen in längst vergangene Zeiten versetzt. 

    Die Fortsetzung der Südamerika-Saga knüpft zwar an den ersten Teil  "Der Duft des Regenwaldes" an, kann aber unabhängig davon gelesen werden.

    Nachdem Alice eine bekannte Künstlerin geworden ist kehrt sie in ihre Heimat zurück, nach Berlin. Sie möchte dort Kontakte zur Kulturszene knüpfen und ihre Werke austellen. Aber die Zeit ist bereits geprägt vom aufkommenden Nationalsozialismus.Paul lernt währenddessen eine junge Adlige kennen und verliebt sich. Aber das Schicksal meint es nicht gut und er reist nach Peru....

    Alle Protagonisten sind starke Charaktere und füllen dieses Buch mit Leben. Das große Thema Vorurteile, Rassismus, Meschenverachtende Politik nimmt hier viel Raum ein. Ein spannendes Buch!

    Das Buchcover ist wunderschön! Es hat Stil, Leichtigkeit und passt wunderbar zur Geschichte.


  13. Cover des Buches Die goldene Stadt (ISBN: 9783499272585)
    Sabrina Janesch

    Die goldene Stadt

     (84)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Auf knapp 400 Seiten erfahren wir hier nicht nur die wahre Geschichte der Entdeckung El Dorados, sondern die abenteuerliche und brilliante Lebensgeschichte eines jungen Entdeckers, der an seinen Träumen festhält sowie gleichzeitig die Geschichte des lateinamerikanischen Kontinents im 19. Jahrhunderts;für jeden Leser gut rauszulesen dargestellt.  Es macht eine so unbändige Freude Sabrina Janesch beim Erzählen dieser Geschichte zu verfolgen. Ich wage zu behaupten, dass kaum ein Anderer die Geschichte von Augusto Berns so lebensnah und nachempfunden hätte schreiben können. Mit Hilfe eigener Exkursionen nach Peru, langen Recherchen in diversen Archiven und der absoluten Hingabe für diesen deutschen Entdecker, hat die Autorin Berns ein Denkmal setzen können - einem nahezu unbekannten Ingenieur, dessen Lebenswerk, die Entdeckung der Inka-Stätte „Machu Pichhu“, noch vor wenigen Jahren keiner ihm zuzuordnen gewusst hätte

  14. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: 9783596035533)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

     (238)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Nervenzerrende Spannung – Sie werden das Atmen vergessen!

    Der Schreibstil ist meistens gut, manchmal aber nicht ganz so konsistent und ein bisschen seltsam. Man findet aber sehr gut ins Buch. Es werden sehr viele verschiedene Perspektiven und Charaktere geschrieben. Nur von einigen wenigen verfolgt man die weitere Geschichte, alles andere ist ein bisschen lückenfüllend. Die eine oder andere solche Szene mag durchaus sinnvoll sein, hier fand ich es aber ein bisschen zu überbordend und verwirrend. 

    Die Beschreibung der Spinnen, wie sie sich bewegen und schlüpfen und auch fressen ist sehr detailliert und ganz bestimmt nichts für schwache Nerven. Die Spinnen verbreiten sich immer schneller, so wird die Geschichte immer rasanter. 

    Viel mehr passiert dann aber eigentlich auch nicht, es ist eher der Aufbau zur Hauptgeschichte, die wohl in Teil zwei stattfinden wird. Somit wirkt dieser Teil manchmal ein bisschen langatmig. 

    Guter Start, nichts für schwache Nerven. 

  15. Cover des Buches Das grüne Haus (ISBN: 9783518735855)
    Mario Vargas Llosa

    Das grüne Haus

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman ist unter dem Originaltitel „La casa verde“ bereits 1965 erschienen und ist der zweite Roman des Autors. Er hat zwei Haupthandlungsorte, nämlich die peruanischen Städte Santa María de Nieva und Piura. Santa María de Nieva liegt in der  nördlichen Selva, also dem peruanischen Urwald östlich der Sierra am Zusammenfluss von Rio Nieva und Rio Marañón, Piura liegt ebenfalls im Norden Perus in einem Wüstengebiet. In Santa María de Nieva liegt eine christliche Missionsstation, in Piura steht das titelgebende grüne Haus, ein Bordell mit Musik und Tanz. Der Gegensatz zwischen den beiden Orten könnte nicht größer sein. Gegensätze erscheinen mir auch eines Leitmotive dieses Buches zu sein: Liebe versus Hass, Ureinwohner versus Nachfahren der Spanier, Mission versus Naturreligion, Glück versus Pech, Ehrlichkeit versus Verbrechen, Kirche versus Bordell, Dschungel versus Wüste.

    Vargas Llosa macht dem Leser das Textverständnis wie immer in den frühen Werken nicht gerade leicht. Nicht nur springt er in atemberaubendem Tempo zwischen Ereignissen, Personen und Zeiten hin und her, auch die Syntax ist äußerst gewöhnungsbedürftig. Ein Beispiel: „Endlich eine Sandbank, und Fushía, dort behaupten sie, hoffentlich, und sie legten an, versteckten sich zwischen den Bäumen, und Fushía, rühr dich nicht, keinen Muckser, wenn sie dich hören, kommen sie nicht, und Lalita, mir ist übel, ich glaub, ich bin schwanger, Fushía, und er, Mistvieh, halt‘s Maul.“ (S. 276, Suhrkamp Taschenbuch 24. Auflage 2018)

    Manche Protagonisten tragen verschiedene Namen und es erschließt sich dem Leser erst im Laufe der Zeit, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt, so wird z.B. Lituma am Handlungsort Santa María de Nieva konsequent nur „der Sargento“ genannt.

     Die einzelnen Episoden und Versatzstücke im Kopf in eine richtige chronologische Reihenfolge zu bringen ist eine echte Herausforderung. Kein Buch also zum so nebenbei lesen. Etwas Erleichterung hätte es dabei verschafft, wenn die Anmerkungen ausführlicher ausgefallen wären, denn doch einige spanische oder peruanische Ausdrücke sind nicht übersetzt worden und erklärten sich auch nicht aus dem Zusammenhang. Und 1976, als die erste deutsche Übersetzung herauskam, gab es Freund Google ja noch nicht.

    Dennoch habe ich das Buch verschlungen, denn Vargas Llosa ist es gelungen, eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen, die mich mit den Protagonisten regelrecht mitfühlen hat lassen. Selten bin ich in ein Buch so eingetaucht. Eigentlich erzählt der Autor ja mehrere Geschichten gleichzeitig, die aber alle mehr oder weniger lose miteinander verbunden sind über die Handlungsorte Selva und Piura und in letzterem vor allem über das grüne Haus.

    Dabei arbeitet der Autor so manches Problem der peruanischen Gesellschaft exemplarisch heraus, die Folgen des Kolonialismus und der Missionierung, die Heuchelei der regierenden Klasse, die schlichte Unterdrückung von Frauen und Minderheiten, um nur einige zu nennen.

    Nach meiner Meinung ein ganz großartiges Buch. Fünf Sterne von mir.

  16. Cover des Buches Geschichten von Paddington (ISBN: 9783862314164)
    Michael Bond

    Geschichten von Paddington

     (12)
    Aktuelle Rezension von: 101Elena101
    Inhalt:
    Paddington ist ein kleiner Bär, der den weiten Weg aus Peru bis nach London auf sich genommen hat und nun heimatlos ist. Die Browns haben ihn sofort in ihr Herz geschlossen und aufgenommen, natürlich ohne zu ahnen, dass Paddington mit seiner Tollpatschigkeit kleine Katastrophen magisch anzieht. Von nun an macht er London unsicher und erlebt viele kleine Abenteuer.

    Meine Meinung:
    Jürgen Thormann, der dieses Hörbuch synchronisiert, besticht mit seiner ruhigen, bärig-gemütlichen Stimme, die an einen Geschichten erzählenden Opa erinnert und somit genau richtig ist für dieses Hörbuch. Kleine sowie große Hörer erleben viele kleine Abenteuer mit dem tollpatschigen Bären Paddington, der bei keiner Gelegenheit die Fettnäpfchen einer Situation auslässt. Paddington ist oft unfreiwillig komisch, was ihn witzig und unglaublich liebenswert macht; man muss ab und zu einfach laut lachen und kann oft ein Lächeln nicht unterdrücken. Auf 2 CDs mit insgesamt ca. 157 Minuten werden viele kleine Anekdoten aus Paddingtons Leben erzählt, die den Hörer verzaubern und ihn wünschen lassen, selbst solch einen kleinen süßen Bären haben zu können.

    Fazit:
    Ein tolles Hörbuch für kleine Bärenfreunde und all die, die es noch werden wollen. Aber auch Erwachsenen wird es ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
  17. Cover des Buches Der Krieg am Ende der Welt (ISBN: 9783518735695)
    Mario Vargas Llosa

    Der Krieg am Ende der Welt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der umfangreiche Roman erschien im spanischen Original 1981, der Titel wurde wörtlich ins Deutsche übersetzt. Als Vorlage diente Vargas Llosa das 1902 von dem brasilianischen Zeitzeugen Euclides da Cunha veröffentlichte Werk „Os Sertões“, das 1994 unter dem Titel „Krieg im Sertão“ auch auf Deutsch erschien.

    Das Buch erzählt die Geschichte des Kriegs um das brasilianische Dorf Canudos Ende des 19. Jahrhunderts, beruht also auf historischen Ereignissen. Wer möchte, kann sich auf www.bauernkriege.de komprimiert informieren. In diesem Dorf hat der Prediger Antônio Vicente Mendes Maciel besser bekannt als Antônio Conselheiro, der Ratgeber genannt, eine Schar von Getreuen und Anhängern um sich versammelt, die mit ihm die durch die Einführung der Republik sich ergebenden Änderungen ablehnen und bekämpfen. Dies betrifft u.a. die Trennung von Staat und Kirche, die Einführung der zivilen Eheschließung und die Errichtung staatlicher Friedhöfe, aber auch die Durchführung einer  Volkszählung und die Einführung des Dezimalsystems. Die junge Republik schickt ein Truppenkontingent nach dem anderen, doch die Aufständischen wehren sich lange erfolgreich. Erst im vierten Anlauf wird das Dorf vernichtet.

    Ich musste mich in dieses Buch regelrecht hineinarbeiten. Das war über ca. 200 Seiten mühsam und anstrengend. Doch dann fiel es mir leichter. Anscheinend hatte ich mich an den Stil gewöhnt und vor allem die Namen der zahlreichen Protagonisten gelernt, deren wichtigste Vargas Llosa in eigenen, kurzen Abschnitten vorstellt. An den vielen Orten bin ich gescheitert, aber die sind, abgesehen von ein paar signifikanten nicht für das Verständnis des Romans notwendig. Der gesamte Roman wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Schonungslos berichtet der Autor auch die grausamsten Kriegsszenen sehr plastisch. Stellenweise ist das nichts für schwache Nerven. Die ganze Grausamkeit und Unerbittlichkeit des Krieges beschreibt Vargas Llossa in einem Satz, als er den Straßenkommandanten Canudos sagen lässt: „Nehmt die Leichen mit als Straßensperre!“ (Suhrkamp TB, 11. Aufl. 2017, S. 431) Doch die Schilderungen aus den unterschiedlichen Perspektiven führen dazu, dass die Lektüre stellenweise sehr langatmig ist, da der Leser das Ergebnis der Ereignisse bereits kennt, nur die entsprechende Sichtweise noch nicht. Was mir ein Rätsel geblieben ist, sind die orgiastischen Niesanfälle einer der Hauptpersonen. Denen haftet etwas Groteskes an und deren Sinn innerhalb der Geschichte erschloss sich mir nicht, es sei denn, sie stünden für die Groteske des Krieges.

    Kritik an Kriegen ist sicher eine der Intentionen des Autors. Die drastischen Schilderungen stehen in deutlichem Kontrast zur Bedeutung der Angelegenheit. Gerade das macht den Leser so fassungslos. Deutlich zu optimistisch zeigte sich Vargas Llosa allerdings, als er Galileo Gall einmal sagen lässt: „Die Leute werden auf uns, die wir zwischen Grenzen leben und uns wegen Strichen auf der Landkarte gegenseitig umbringen, zurückblicken und sagen: Was für Narren sie waren.“ (ebd., S. 298)

    Soweit ist die Welt noch nicht, nirgendwo. Drei Sterne.

  18. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  19. Cover des Buches Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto (ISBN: 9783518395059)
    Mario Vargas Llosa

    Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Achtung: Zweiter Teil, der Vorgänger heißt: "Lob der Stiefmutter"


    Fonchito ist wieder zurück. Nachdem er im ersten Teil dafür gesorgt hat, dass sein Vater und seine Stiefmutter sich trennten, will er nun wieder, dass die beiden zusammenkommen. Er sieht, dass beide unglücklich sind und beginnt zu intervenieren.
    Während Dona Lukrezia mit ihrem Hausmädchen alleine wohnt und völlig perplex Fonchitos Besuche entgegennimmt, hat sich der Junge völlig in Egon Schiele vernarrt. Bei jedem Besuch erzählt er seiner Stiefmutter intime Details von Schieles Leben und schürt damit (bewusst?) erotische Spannungen zwischen Lukrezia und sich selbst. Doch Fonchito schwört, dass er einfach nur helfen will, seine Stiefmutter und seinen Vater wieder zusammenzubringen.
    Der erste Teil "Lob der Stiefmutter" war schon recht pervers und hatte natürlich deutlich pädophile Züge, ebenso wie einen ausgebufften Jungen als Luder. Dieser Teil der Geschichte war auch recht interessant, ebenso wie Schieles Leben, das nicht umsonst ausgesucht wurde, um auch die Situation zwischen Fonchito und Lukrezia zu unterstreichen. Ergänzt wurde die Geschichte jedoch von Fragmenten, einzelnen Geschichten aus der vergangenen Beziehung Dona Lukrezias und Don Rigobertos, sowie meiner Meinung nach herausgerissenen eigenartigen Briefen und (Vorträgen? Artikeln?) Texten, die für den Fortgang der Geschichte überhaupt nicht von Belang waren und mich persönlich störten. Teilweise habe ich diese Abschnitte übersprungen, weil es mir nicht gefiel. Eine große Portion Erotik hat dann das Buch noch ein wenig gerettet, aber ich musste mich ziemlich durchquälen und war dann froh, es beendet zu haben.
  20. Cover des Buches Reise durch einen einsamen Kontinent (ISBN: 9783832164201)
    Andreas Altmann

    Reise durch einen einsamen Kontinent

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Wedekind1

    Inhalt:

    Andreas Altmann reist durch den "einsamen Kontinent" Südamerika. Anders als bei anderen Reiseberichten geht es nicht nur um die Vorzüge der Landschaft oder tolle Sehenswürdigkeiten, sondern vorrangig um die Menschen die in Peru, Chile, Bolivien etc. leben. Er spricht fremde Leute der dritten Welt an und berichtet über ihre Schicksale, ihr Leben, was sie glücklich macht..

    Meine Meinung:

    Meiner Meinung nach ist das Buch mehr als gelungen. Es gibt einen Einblick hinter die Kulissen und konfrontiert den Leser auch mit den ärmlichen oder schrecklichen Verhältnissen, in denen viele Menschen leben. Ich finde auf diese Weise ist dieser Reisebericht unglaublich authentisch und so spannend. 

    Meine Empfehlung:

    Auch wenn sich das Buch verhältnismäßig langsam gelesen hat, war es trotzdem sehr schön! Die ganzen Menschen und ihre Lebenswege zu lesen, hat einen nachdenklich gemacht, aber irgendwie auch bereichert. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der wirklich etwas über die Kultur und die Menschen Südamerikas erfahren will. Jemand der Städte- und Landschaftsbeschreibungen wie aus einem Touristenführer sucht, sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn das Buch spielt sich in der realen und nicht immer schönen Welt ab und wirft ein ganz anderes Licht auf die beliebten Touristenziele.


    Ich hoffe ich konnte mit meiner Rezension jemandem weiterhelfen! :)

  21. Cover des Buches Des Nachts gehn wir im Kreis (ISBN: 9783596031375)
    Daniel Alarcón

    Des Nachts gehn wir im Kreis

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Westerbeck

    Eins vorab: Daniel Alarcóns „Des Nachts gehen wir im Kreis“ muss man unbedingt langsam lesen. Es steckt unendlich viel in dieser Geschichte ...

    Die Story spielt in Peru, was namentlich nicht genannt wird. Der Protagonist Nelson erlebt die Zeit nach dem Krieg (gemeint ist der peruanische Bürgerkrieg, im Zeitraum zwischen 1980 und 2001) in der „Stadt“ (gemeint ist Lima).

    Nelsons Bruder hat das Land nach dem Krieg verlassen und ist in die USA emigriert (wie der Autor übrigens auch). Nelson lebt bei seiner Mutter Mónica. Von seinem Vater erfährt man nicht viel. Nelsons Liebe zu seiner Freundin Ixta steuert seinen Alltag, bis diese Beziehung in die Brüche geht. In der allgemein bedrückenden Nachkriegsstimmung sucht er seinen Weg und schließt sich der legendären Theatergruppe Septiembre an. Die letzten Veteranen der einst hoch politisch agierenden Theatergruppe, Henry Núñez (der Theaterschreiber) und sein Assistent Patalarga, sind auf der Suche nach einem Schauspieler für ihr Bühnenstück. Nelson bekommt die Rolle. Um an die alten Zeit von Septiembre anzuknüpfen und den ehemaligen Glanz um die Theatergruppe wiederzubeleben, starten sie eine Tournee in die Provinz. Jeder der drei sehr unterschiedlichen Charaktere schleppt dabei seine ganz persönliche Geschichte mit sich. Insbesondere die des einst in Colectores, einem legendären Gefängnis, inhaftierten Henry Núñez, erschließt sich Nelson (und dem Leser) nach und nach, auf der Reise durch die Provinz. Hinzu kommt die Stimmung, die sie in den Dörfern antreffen. Die Schauspieler werden ganz unterschiedlich empfangen. Begleitet ist ihr Erscheinen von Neugier, Angst und Misstrauen, bis hin zu kindlicher Begeisterung für das unverhoffte Kulturglück. In jedem Dorf spürt man es auch als Leser ganz intensiv: die Orte haben ihre Seelen und die daraus hervorgehenden ganz eigenen Gesetze, welche den Menschen oft als Selbstschutz dienen. Man bekommt die Stimmung hautnah zu spüren, die Bürgerkrieg und die Abgeschiedenheit hinterlassen haben.

    Am Ende ihrer Tour landen die drei Schauspieler in dem Dorf T., wo Henry sich seiner Vergangenheit stellt. Die Konfrontation mit dem Vergangenen endet jedoch völlig anders als erwartet. Nelson wird in eine neue Rolle gedrängt, Theater durch Realität ersetzt. Man ahnt, dass es für Nelson nun eine schicksalhafte Wende nimmt ...

    „Des Nachts gehen wir im Kreis“ ist ein Buch, bei dem man zumindest einen kurzen Blick auf die Geschichte Lateinamerikas (in diesem Fall Peru) werfen sollte, um das hier beschriebene nachzuempfinden. Für mich waren die Darstellungen sehr nah, sehr intensiv und ich konnte mich sehr gut in die Stimmung in den Dörfern hineinversetzen, weil es mich an meine ersten Reisen in Lateinamerika erinnert hat. Daniel Alarcón beschreibt, ganz im Stil der großen lateinamerikanischen Erzähler der vorangegangenen Generation, sehr dicht und eindringlich. Alarcón aber gehört zur neuen (jüngeren) Generation. Man spürt, dass er sein Land aus der Distanz sehr reflektiert betrachtet und sich damit sicher auch von der Kultur, die er aus den Vereinigten Staaten kennt, absetzt. Das Buch ist sehr lateinamerikanisch und hat mich an Werke von Mario Vargas Llosa (Tod in den Anden, der Krieg am anderen Ende der Welt) erinnert. Ich liebe Vargas Llosas bildreichen Beschreibungen, auch wenn er oft schwer zu lesen ist.

    Auch bei Alarcón braucht man ein paar Seiten für den Einstieg und um sich in die andere (lateinamerikanische) Sicht der Dinge zu versetzen. Dann aber berührt das Buch sehr. Ich war irgendwann völlig gefangen von der Atmosphäre und der Story, die so intensiv aus der Realität herauskommt und es schafft das Schicksal von Menschen mit ihrer Region, mit Politik und allem was damit zusammenhängt in Verbindung zu bringen. Ein großartiges Buch! Daniel Alarcón steht ab sofort auf meiner Lieblingsliste und ich werde wachsam weitere Titel von ihm verfolgen!

    (Eine Anmerkung zu dem eher unpassenden Zeitungszitat unter dem Klappentext: Man hat manchmal den Eindruck bei derartigen Kurzkommentaren, das Buch wurde überhaupt nicht gelesen. Die Story ist nicht witzig und soll es sicher auch nicht sein)

  22. Cover des Buches Tante Julia und der Kunstschreiber (ISBN: 9783518380208)
    Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dieser Roman erschien mit dem Originaltitel „La tía Julia y el escribidor“ bereits 1977 und soll laut Information im Innenteil (Suhrkamp Tb, 1. Aufl. 1988) „Mario Vargas Llosas wohl beliebtester Roman“ sein. Zum einen geht es um die autobiografische Geschichte des jungen Autors, der für einen Radiosender als Nachrichtenredakteur arbeitet, nebenbei seine ersten schriftstellerischen Versuche macht und seine vierzehn Jahre ältere Tante Julia kennen- und lieben lernt. Zum anderen werden die Geschichten erzählt, die der Hörspielautor Pedro Camacho für das Radio schreibt und aufführen lässt. Die Geschichte von der erwachenden Liebe zu Tante Julia decken sich im Wesentlichen mit den entsprechenden Teilen aus den Erinnerungen in „Der Fisch im Wasser“. 

    Diese unterschiedlichen Erzählebenen hält Vargas Llosa strikt ein, immer abwechselnd. Das ändert sich erst im letzten Kapitel, das wie eine Art Epilog angefügt ist.

    Die Geschichten Camachos haben immer einen Protagonisten, der um die fünfzig Jahre alt ist, eine breite Stirn, eine Adlernase sowie einen durchdringenden Blick hat und sie haben jeweils ein offenes Ende, im Grunde einen klassischen Cliffhanger, der jedoch nie aufgelöst wird, da es, zumindest im Buch, keine Fortsetzung gibt.

    Aufgefallen ist mir auch, wie schlecht die Argentinier in den Storys wegkommen. Sie müssen für eine Menge menschlicher Unzulänglichkeiten herhalten. Das habe ich bisher in keinem anderen Buch von Vargas Llosa so in Erinnerung.

    Vargas Llosa scheint sich hier, so mein Eindruck, mit dem Beruf des Schriftstellers auseinanderzusetzen, denn größer, als zwischen ihm, dem jungen Mann, der nebenher ein paar Erzählungen schreibt, die allesamt von seinem Freund Javier verrissen werden, und dem erfolgreichen Autor von trivialen Geschichten Pedro Camacho, der sich nichts anderem widmet als dem Schreiben, könnte der Gegensatz nicht sein. Und dennoch verstehen sie sich gut und Mario wird fast der einzige Kontakt Camachos zur Außenwelt. Symptomatisch auch, dass Camacho sich in seiner Fantasie mehr und mehr verirrt.

    Der Roman zeugt von der großen Fabulierfreude und dem erzählerischen Können des Autors, aber viel mehr kann ich den teilweise absurden Geschichten nicht abgewinnen. Irgendwie erschließt sich mir der Sinn nicht so richtig. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich also nicht, dass es Vargas Llosas bester Roman ist. Drei Sterne.

  23. Cover des Buches Erleuchtung (Ein Karen-Stark-und-Paul-Bremer-Krimi 8) (ISBN: 9783548285405)
    Anne Chaplet

    Erleuchtung (Ein Karen-Stark-und-Paul-Bremer-Krimi 8)

     (25)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice
    ......beziehungsweise eine Geschichte, deren Fäden in Peru und in Deutschland, in der Vergangenheit - den "wilden" 60ern, den "ökomäßigen" 80ern - und der Gegenwart zusammenlaufen, steht im Mittelpunkt von Anne Chaplets neuem Kriminalroman.

    Kommissar Giorgio DeLange trifft bei einer Dienstreise in Peru auf eine alte Geschichte, in der der ihm bekannte Karl-Heinz Neumann auftaucht... diese Geschichte hat mit viel Blut und Gewalt und mit großen Verlusten und nicht zuletzt mit der Terrororganisation "Leuchtender Pfad" zu tun. Karl-Heinz Neumann, einer der Player, begegnet ihm schließlich Monate später in der mondänen Umgebung des Maskenballs in der Alten Frankfurter Oper - von Seiten Neumanns ist diese Begegnung mehr als ungewollt, doch was steckt dahinter? Woher kennen sich die beiden, was sind die Hintergründe?

    Wild geht es zu in der "Erleuchtung", wild und wirr - einerseits ist durchaus eine gewisse Spannung vorhanden, die sich durch die gesamte Geschichte zieht, doch zu wirr werden die Entwicklungen teilweise für meinen Geschmack, zu sehr springt die Handlung zwischen Hessen und Peru und verschiedenen Figuren hin und her.

    Anne Chaplet schreibt fesselnd, literarisch anspruchsvoll und mit großer Kenntnis der internationalen Zeitgeschichte, daher ist auch ihr neues Werk auf sprachlicher Ebene ein Genuss und setzt sich wohltuend von der Masse deutscher Krimis ab. Doch leider vermag der Plot diesmal nicht Schritt zu halten mit den schriftstellerischen Fähigkeiten der Autorin, gerade zum Ende hin, wo doch eigentlich aufgelöst werden sollte, im letzten Drittel gibt es leider von allem - abgesehen von einer klaren Struktur und Auflösung - ein bisschen zu viel.
  24. Cover des Buches Die Königin der Verdammten (ISBN: 9783442469239)
    Anne Rice

    Die Königin der Verdammten

     (383)
    Aktuelle Rezension von: lazaruspi

    Dieses Buch bietet wieder alles, was wir an Anne Rice so lieben: überschäumende Fabulierfreude, angedeutete Erotik und untote Intrigen! 

    Tatsächlich gibt es auch seit Band 1, Interview mit einem Vampir, einen durchgehenden Spannungsbogen, der hier sein fulminantes Finale findet. Deshalb wirken diese drei Bände auf mich wie eine Trilogie, nicht wie der Beginn eines Zyklus.

    Hier enden quasi die großen Kinofilme*, und zwar mit einem Showdown à la Hollywood. Danach, mit dem nächsten Band, beginnt sozusagen die Fernsehserie. Auch nicht schlecht, aber kein Erweckungserlebnis mehr. Häufig dieselben Geschichten, nur aus anderer Perspektive. 

    Bis hierher jedoch sind Rices Vampirgeschichten ganz großes Kino. 



    *Ich spreche im übertragenen Sinn. Der tatsächliche Kinofilm zu diesem Buch ist leider grottenschlecht und bietet außer einer aufregenden Aaliyah als Hingucker keinerlei Reize.

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