Bücher mit dem Tag "peru"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "peru" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

    (740)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    “To them, as to Magnus, time was like rain, glittering as it fell, changing the world, but something that could also be taken for granted.
    Until you loved a mortal. Then time became gold in a miser's hands, every bright year counted out carefully, infinitely precious, and each one slipping through your fingers.“

    Dieses Buch sollte nach der Hauptreihe sowie den „Legenden der Schattenjäger-Akademie“ gelesen werden. Es ist, wie letztgenanntes, eine Sammlung von Kurzgeschichten aus Magnus‘ Leben, die alle zwar in sich geschlossen sind, aber trotzdem einen roten Faden haben und Magnus als Person noch mehr vervollständigen. In der Hauptreihe sind er (und Alec) eher kürzer gekommen bzw. wurden einige Momente aus Magnus‘ Vergangenheit erwähnt, dann aber nicht weiter darauf eingegangen - Magnus ist ja auch nicht der Gesprächigste gewesen. Hier werden einige dieser Szenen näher beleuchtet, z.B. wie Magnus Raphael oder Camille oder auch Alec kennengelernt hat. Auch seine Verbindungen zu den bekannten Schattenjäger-Familien und Tessa Gray sind näher ausgeführt. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch etliche Schlüsselszenen - Magnus ist ja auch mehrere Hundert Jahre alt - die weiterhin im Verborgenen bleiben; auf diese hoffe ich sehr in der „Infernal Devices“-Reihe! Egal, ob Clare sich hier überall bewusst Hintertürchen offengelassen hat oder ob die Komplexität der Welt von vorneherein geplant war: Der Lesesog nimmt keinen Abbruch!

    Magnus‘ einzigartiger Charakter, den ich bereits in der „Mortal Instruments“-Reihe sehr ins Herz geschlossen habe, wird in diesem Buch vollumfänglich dargestellt. Mit viel Humor und Eleganz, aber auch Trauer und Hoffnungslosigkeit, fügen die Kurzgeschichten Magnus‘ Charakter noch mehr Tiefe hinzu. Dabei fehlt es jedoch, durch die reine Definition einer „Kurzgeschichte“, teilweise an Spannung und tieferer Emotionalität. Dies kann man sich jedoch auch mit Magnus‘ Alter zurechtreden, dass viele Momente in seinem langen Leben auch einfach untergehen. Es gefällt mir, wie scheinbare Kritik an der Autorin mit Logik des Charakters ausgeglichen werden kann.

    “Die Chroniken des Magnus Bane“ sind ebenfalls eine tolle und sinnvolle Erweiterung des Schattenjäger- (oder eher Schattenweltler-)Universums und erhalten von mir 4,5/5 Sterne.

  2. Cover des Buches Das böse Mädchen (ISBN: 9783518468173)
    Mario Vargas Llosa

    Das böse Mädchen

    (228)
    Aktuelle Rezension von: KlausEffing

     **Das böse Mädchen** – Mario Vargas Llosa
    Mario Vargas Llosa entführt uns in diesem faszinierenden Roman (Erscheinungsjahr 2006, knapp 400 Seiten) in die Welt von Ricardo und seiner lebenslangen Liebe für das "böse Mädchen." Diese rätselhafte Frau taucht immer wieder in Ricardos Leben auf, nur um ihn dann wieder zu verlassen – jedes Mal unter neuer Identität und mit einem geheimen Ziel. 🌍
    Von den Straßen Limas über das Paris der 60er bis hin nach London und Tokio – der Roman ist fast eine Reise um die Welt und gleichzeitig eine Zeitreise durch politische und gesellschaftliche Umbrüche, von Revolutionen bis zum Kalten Krieg. Ricardo bleibt stets der naive Träumer, ein Übersetzer, der sich nach einem ruhigen Leben sehnt. Das böse Mädchen hingegen ist das Gegenteil: eine Frau voller Geheimnisse, ehrgeizig und bereit, für ihre Freiheit fast alles zu opfern.
    Die Spannung zwischen beiden Figuren ist elektrisierend, mal romantisch und zart, dann wieder brutal und distanziert. Vargas Llosa zeigt meisterhaft die dunklen Seiten der Liebe und fragt, wie weit wir für unsere Sehnsüchte gehen würden. Dabei bringt er Erotik, Ironie und bittere Realität zusammen und schafft ein Porträt von Liebe, das sowohl verstörend als auch faszinierend ist.
    Eine packende Lektüre über eine ungewöhnliche Liebe – für alle, die von Geschichten über Leidenschaft und die Macht der Sehnsucht nicht genug bekommen können

  3. Cover des Buches Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam (ISBN: 9783959673457)
    Christopher Schacht

    Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Christopher Schacht erfüllt sich nach seinem Abitur einen großen Traum, er will um die ganze Welt reisen. Nicht das ein solcher Traum für junge Menschen ungewöhnlich wäre, ich kenne kaum einen, den nach dem Abitur nicht das Reisefieber packt, doch Christopher reist auf eine ganz besondere Art und Weise, mit nur 50 Euro in der Tasche, seinem Rucksack und dem festen Willen, nicht mit dem Flugzeug zu fliegen, macht er sich auf den Weg. Da würden schon einmal einige junge Menschen den Rückzieher machen. Doch wer sich die gutgelaunte Frohnatur auf dem Cover anschaut, gewinnt schon vor dem Lesen den Eindruck, bei dem könnte es klappen, der lässt sich nicht so schnell von seinem Vorhaben abbringen.

    Christopher nimmt uns mit und schreibt während der ganzen Reise Tagebuch, frisch von der Leber weg, was ihn bewegt und berührt und das fast immer positiv und humorvoll. Dennoch ist es kein Easy-going, er macht sehr viele gute Erfahrungen auf seiner Reise, durchaus auch mal negative, die ihn jedoch keinesfalls dazu bewegen, die Reise abzubrechen. Es gelingt ihm diese Erfahrungen hinter sich zu lassen und einfach weiter zu gehen in dem festen Vertrauen, es wird sich ein Weg zu seinem nächsten Ziel öffnen. 

    Während der Reise lernt er auch immer mehr auf Gott zu vertrauen und das fließt in seine Tagebucheinträge mit ein und der Leser kann auch erkennen, dass Christopher in diesen vier Jahren, in denen er von seiner Familie getrennt war, zu einem erwachsenen Menschen gereift ist. Interessant war, dass er sich immer einen offenen und freundlichen Blick auf die Menschen, die ihm begegneten, bewahrt hat und vielfach auch wirklich Bewahrung erlebte. Er war sich auch nicht zu schade, alle möglichen Arbeiten zu erledigen um seine Reisekasse aufzubessern und hat in etliche Berufsgruppen hineingeschnuppert. So ist er mit dem Segelboot, zu Fuß, mit der Bahn, dem Bus (häufig völlig überfüllt und leicht marode), irgendwelchen Lastwagen etc. gereist.

    Auf dieser Reise hatte er auch schriftlichen Kontakt mit einer jungen Frau aufgenommen und sie haben sich auf diese Weise so gut kennengelernt und füreinander Gefühle entwickelt, dass sie sich schlussendlich trafen und beschlossen zusammen weiter durch das Leben zu reisen. Mir hat dieser Reisebericht sehr gut gefallen, oftmals habe ich es aus Sicht einer Mutter gelesen und dachte, oh, das musste jetzt auch noch sein;):), doch es lohnt auf jeden Fall auf Reisen zu gehen und wenn es wie bei mir oft literarisch ist.

  4. Cover des Buches Das grüne Haus (ISBN: 9783518735855)
    Mario Vargas Llosa

    Das grüne Haus

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman ist unter dem Originaltitel „La casa verde“ bereits 1965 erschienen und ist der zweite Roman des Autors. Er hat zwei Haupthandlungsorte, nämlich die peruanischen Städte Santa María de Nieva und Piura. Santa María de Nieva liegt in der  nördlichen Selva, also dem peruanischen Urwald östlich der Sierra am Zusammenfluss von Rio Nieva und Rio Marañón, Piura liegt ebenfalls im Norden Perus in einem Wüstengebiet. In Santa María de Nieva liegt eine christliche Missionsstation, in Piura steht das titelgebende grüne Haus, ein Bordell mit Musik und Tanz. Der Gegensatz zwischen den beiden Orten könnte nicht größer sein. Gegensätze erscheinen mir auch eines Leitmotive dieses Buches zu sein: Liebe versus Hass, Ureinwohner versus Nachfahren der Spanier, Mission versus Naturreligion, Glück versus Pech, Ehrlichkeit versus Verbrechen, Kirche versus Bordell, Dschungel versus Wüste.

    Vargas Llosa macht dem Leser das Textverständnis wie immer in den frühen Werken nicht gerade leicht. Nicht nur springt er in atemberaubendem Tempo zwischen Ereignissen, Personen und Zeiten hin und her, auch die Syntax ist äußerst gewöhnungsbedürftig. Ein Beispiel: „Endlich eine Sandbank, und Fushía, dort behaupten sie, hoffentlich, und sie legten an, versteckten sich zwischen den Bäumen, und Fushía, rühr dich nicht, keinen Muckser, wenn sie dich hören, kommen sie nicht, und Lalita, mir ist übel, ich glaub, ich bin schwanger, Fushía, und er, Mistvieh, halt‘s Maul.“ (S. 276, Suhrkamp Taschenbuch 24. Auflage 2018)

    Manche Protagonisten tragen verschiedene Namen und es erschließt sich dem Leser erst im Laufe der Zeit, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt, so wird z.B. Lituma am Handlungsort Santa María de Nieva konsequent nur „der Sargento“ genannt.

     Die einzelnen Episoden und Versatzstücke im Kopf in eine richtige chronologische Reihenfolge zu bringen ist eine echte Herausforderung. Kein Buch also zum so nebenbei lesen. Etwas Erleichterung hätte es dabei verschafft, wenn die Anmerkungen ausführlicher ausgefallen wären, denn doch einige spanische oder peruanische Ausdrücke sind nicht übersetzt worden und erklärten sich auch nicht aus dem Zusammenhang. Und 1976, als die erste deutsche Übersetzung herauskam, gab es Freund Google ja noch nicht.

    Dennoch habe ich das Buch verschlungen, denn Vargas Llosa ist es gelungen, eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen, die mich mit den Protagonisten regelrecht mitfühlen hat lassen. Selten bin ich in ein Buch so eingetaucht. Eigentlich erzählt der Autor ja mehrere Geschichten gleichzeitig, die aber alle mehr oder weniger lose miteinander verbunden sind über die Handlungsorte Selva und Piura und in letzterem vor allem über das grüne Haus.

    Dabei arbeitet der Autor so manches Problem der peruanischen Gesellschaft exemplarisch heraus, die Folgen des Kolonialismus und der Missionierung, die Heuchelei der regierenden Klasse, die schlichte Unterdrückung von Frauen und Minderheiten, um nur einige zu nennen.

    Nach meiner Meinung ein ganz großartiges Buch. Fünf Sterne von mir.

  5. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: 9783596035533)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

    (239)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Nervenzerrende Spannung – Sie werden das Atmen vergessen!

    Der Schreibstil ist meistens gut, manchmal aber nicht ganz so konsistent und ein bisschen seltsam. Man findet aber sehr gut ins Buch. Es werden sehr viele verschiedene Perspektiven und Charaktere geschrieben. Nur von einigen wenigen verfolgt man die weitere Geschichte, alles andere ist ein bisschen lückenfüllend. Die eine oder andere solche Szene mag durchaus sinnvoll sein, hier fand ich es aber ein bisschen zu überbordend und verwirrend. 

    Die Beschreibung der Spinnen, wie sie sich bewegen und schlüpfen und auch fressen ist sehr detailliert und ganz bestimmt nichts für schwache Nerven. Die Spinnen verbreiten sich immer schneller, so wird die Geschichte immer rasanter. 

    Viel mehr passiert dann aber eigentlich auch nicht, es ist eher der Aufbau zur Hauptgeschichte, die wohl in Teil zwei stattfinden wird. Somit wirkt dieser Teil manchmal ein bisschen langatmig. 

    Guter Start, nichts für schwache Nerven. 

  6. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  7. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Anne112

    Wer bei "Das Wesen der Dinge und der Liebe" eine Geschichte alá "Eat Pray Love" erwartet, der wird hier wahrscheinlich nicht glücklich. Ich empfinde dieses Werk von Elizabeth Gilbert deutlich anspruchsvoller, detailreicher und super gut recherchiert. Trotzdem mag ich beide Werke der Autorin. 

    Bei diesem Buch lernen wir die Familie Whittaker kennen, bei der es zunächst der Vater mit seltenen Pflanzen und viel Schneid zu einem beträchtlichen Vermögen schaffte. Auch seine Tochter Alma studiert die Pflanzenwelt auf ihre ganze eigene Weise. Die Figuren werden hier stark und detailverliebt beschrieben. 

    Die Liebe zu botanischen Themen wird hier immer wieder deutlich. Auch in Punkto Schreibstil sticht dieses Buch positiv hervor.

    Mir hat dieses Werk viel Spaß bereitet und mich seit langem auch im Belletristikgenre mal wieder richtig gefesselt.

    Eine absolute Leseempfehlung von mir!

  8. Cover des Buches Die Brut - Die Zeit läuft (ISBN: 9783596035830)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Die Zeit läuft

    (112)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Sie sind da. Und sie sind nicht aufzuhalten.

     +++ Fleischfressende Spinnen haben Los Angeles, Oslo, Delhi und Rio de Janeiro befallen. +++ Millionen von Menschen sind weltweit gestorben. +++ Da gibt die Wissenschaftlerin Melanie Guyer Entwarnung. Die Spinnen sterben, die Plage scheint überstanden. +++ In Japan wird ein Kokon gefunden, der Spinneneier gigantischen Ausmaßes enthält. +++ In Los Angeles verlassenen Überlebende die Quarantänezone mit Waffengewalt. Weltweit müssen die Regierungen einsehen: Der Ausnahmezustand kann nicht aufgehoben werden. +++ Jetzt muss die Präsidentin der USA mit einer schrecklichen Nachricht an die Presse: Jeder ist auf sich alleine gestellt. +++

    Der zweite Teil der Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Man ist sofort wieder in der Geschichte drin und bei den Charakteren die man aus Band 1 bereits kennt. Der Schreibstil ist wie gewohnt rasant und auch grausig, kaum was für schwache Nerven.

    Während die ganze Welt im ersten Teil mit der Ankunft der neuen Bedrohung zu kämpfen hat, versucht man in diesem Teil mehr über die Spinnen, ihre Herkunft und ihr Vorgehen zu erfahren. Man erfährt das eine oder andere neue über die Spinnen, gleichzeitig tauchen aber diverse neue Fragen auf, über die man nachdenken kann.

    Die Spinnen scheinen sich verändert zu haben, aber was genau bezwecken sie? Und mit was muss die Menschheit noch rechnen?

    Sehr spannende Fortsetzung mit einem Cliffhanger zu Band 3, sehr empfehlenswert.

  9. Cover des Buches Tod in den Anden (ISBN: 9783518736357)
    Mario Vargas Llosa

    Tod in den Anden

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Korporal Lituma wurde tief ins Hochland der peruanischen Anden geschickt, um dort gemeinsam mit seinem Helfer Tomás das Verschwinden von drei Männern aufzuklären. Doch niemand will helfen, keiner sagt irgendetwas, obwohl Lituma sicher ist, dass die Bewohner mehr wissen, als sie sagen. Stattdessen müssen Lituma und Tomás sich mit Aberglaube, Mythen und Ritualen der Inkas herumschlagen.
    Die Bücher von Llosa, die ich vorher gelesen habe, haben mir alle auf ihre Art gefallen. Dieses jedoch war ein wildes Durcheinander ohne wirkliche Übergänge. Plötzlich befand man sich in einer der Geschichten, die Tomás erzählt. Nur ein Satz im Hier und Jetzt und dann eine völlig andere Erzählung Tomás'. Ein wirklicher Kriminalfalls war es allerdings auch nicht und am Ende war ich nicht einmal sicher, ob überhaupt irgendwer verschwunden ist.
    Vielleicht in einem typischen, südamerikanischen Stil, da fällt mir wieder ein, warum ich Schwierigkeiten mit südamerikanischen Schriftstellern habe, konnte ich doch leider recht wenig damit anfangen. Nur die Atmosphäre und Gepflogenheiten dieser Länder werden deutlich.
  10. Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783453412866)
    John Grisham

    Das Fest

    (302)
    Aktuelle Rezension von: januarygirl

    Den Anfang fand ich richtig stark und auch die Idee, Weihnachten ausfallen zu lassen, hat mir richtig gut gefallen. Leider wurde das Buch ab der Hälfte immer schwächer für mich, sodass ich es nur noch zu Ende lesen wollte. Entscheidungen wurden nochmal überdacht und für mich machte es den Eindruck als würde das Ehepaar nur noch reagieren, anstatt zu agieren. Schade!

  11. Cover des Buches Die goldene Stadt (ISBN: 9783499272585)
    Sabrina Janesch

    Die goldene Stadt

    (85)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Auf knapp 400 Seiten erfahren wir hier nicht nur die wahre Geschichte der Entdeckung El Dorados, sondern die abenteuerliche und brilliante Lebensgeschichte eines jungen Entdeckers, der an seinen Träumen festhält sowie gleichzeitig die Geschichte des lateinamerikanischen Kontinents im 19. Jahrhunderts;für jeden Leser gut rauszulesen dargestellt.  Es macht eine so unbändige Freude Sabrina Janesch beim Erzählen dieser Geschichte zu verfolgen. Ich wage zu behaupten, dass kaum ein Anderer die Geschichte von Augusto Berns so lebensnah und nachempfunden hätte schreiben können. Mit Hilfe eigener Exkursionen nach Peru, langen Recherchen in diversen Archiven und der absoluten Hingabe für diesen deutschen Entdecker, hat die Autorin Berns ein Denkmal setzen können - einem nahezu unbekannten Ingenieur, dessen Lebenswerk, die Entdeckung der Inka-Stätte „Machu Pichhu“, noch vor wenigen Jahren keiner ihm zuzuordnen gewusst hätte

  12. Cover des Buches Tante Julia und der Kunstschreiber (ISBN: 9783518380208)
    Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

           Mario Vargas Llosa ist ein Chamäleon. Fast in jedem seiner mittlerweile 16 Romane hat er eine ganz neue, unverwechselbare Geschichte erzählt ' eine Qualität, die nur ein ausgewählter Kreis aus Romanciers auf sich beziehen kann. Was viele seiner Romane trotzdem verbindet ist der Witz, der in unterschiedlichen Formen, manchmal offensichtlich, manchmal zärtlich, manchmal grotesk, vorkommt und die Virtuosität mit der er sich auf beinahe jedem sprachlichen und thematischen Terrain bewegt.

    Tante Julia und der Kunstschreiber entstand als erster Roman einer Periode, nachdem sich Llosa von den Prinzipen des "totalen" Romans (bestes Beispiel für diese Formulierung ist der verschlingende Romankoloss Gespräch in der »Kathedrale« ) teilweise losgesagt hatte. Deswegen ist er zwar formal wie seine Vorgänger sehr ausgeklügelt, sprachlich jedoch eher leichter und zugänglicher und begnügt sich damit, nicht kosmisch, sondern lediglich vielfältig zu sein.

    In dem einen Teil der Geschichte erzählt Llosa aus einer biographischen Episode seines Lebens. Damals, mit 18, arbeitet er beim Rundfunk und ist für die stündlichen Kurz-Nachrichten zuständig. In diese Zeit fällt auch sein beginnender Wunsch, Schriftsteller zu werden, aber auch die Begegnung mit seiner ersten Liebe, die etwas von einer verbotenen hatte. Allerdings wird nichts in diesem Teil mit der Sachlichkeit einer fernen Erinnerung, sondern alles mit der Unverstelltheit einer realistischen Fiktion erzählt.
    Der andere Teil der Geschichte besteht aus Hörspielserien (quasi Radioseifenopern - ein Produkt, welches tatsächlich in den Mittel- und Südamerikanischen Ländern viel verbreiteter war als z. B. in den USA und erst dorthin importiert wurde), die der neue Hausautor des Senders, ein pedantischer Schreibwütiger, verfasst, wobei er meist mehrere gleichzeitig für verschiedene Wochentage produziert, und eines Tages den Überblick über Personen und Handlungsstränge verliert, was zu höchst verwirrenden und amüsanten Verwicklungen und Paradoxien für Hörer-(und Leserschaft) führt...

    "Tante Julia und der Kunstschreiber" lebt davon, dass sich beide Haupt-Handlungsstränge immer wieder ablösen, man also abwechselnd wieder einen Teil aus der Episode der Liebesgeschichte, dann eine Hörspielserie liest und dass man bei beiden unbedingt wissen will, wie es weitergeht; sprachlich ist es ein sehr angenehmes und zugleich klares Werk. Wer gerne Romane liest, weil ihn die Möglichkeiten dieser Form genauso fasziniert wie eine gute, interessante Geschichte, für den dürfte dieses Buch ein echter Segen sein. Wer dagegen beim Roman nach dem Motto: "Keine Experimente!" lebt und eine geradlinige Erzählstruktur bevorzugt, wird diesen Roman möglicherweise als mühsam empfinden. Mir hat er sehr gefallen - er ist wirklich eines dieser Bücher, die man in sehr dankbarer Erinnerung behält.

  13. Cover des Buches Plötzlich in Peru (ISBN: 9783522651592)
    Chantal Schreiber

    Plötzlich in Peru

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Ginny-23

    Als ich dieses Buch 2011 zum ersten Mal gelesen habe, habe ich mich verliebt. In das Buch, in Peru und in Sebastián, den männlichen Protagonisten ❤️

    Das Buch ist so wunderschön geschrieben, man fliegt nur so durch die Seiten. Zuerst konnte ich mich mit Elena überhaupt nicht identifizieren. Da ich liebend gerne überall hinreise, konnte ich nicht verstehen, wieso sie nicht nach Peru möchte. Aber zum Glück überwindet sie sich und erlebt dort eine tolle Zeit. Man kann nur neidisch sein!

    Aufgrund des Buches landete auf einmal das Land Peru auf meiner Reisewunschliste! Bis es 2019 endlich soweit war, hatte ich das Buch noch zweimal gelesen. Und nachdem ich endlich dort war, wieder und wieder 😀 wie ihr seht, falls ihr so richtig süchtig nach einem neuen Wunschreiseziel und nach einer wunderschönen, sanften Liebesbeziehung seid, dann seid ihr bei diesem Buch genau richtig!

  14. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492404877)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

    (5)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)

    Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.

    Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.

    Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.

    Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.

    Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.

    Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln.
  15. Cover des Buches Der Traum des Kelten (ISBN: 9783518463802)
    Mario Vargas Llosa

    Der Traum des Kelten

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Original dieses Romans erschien 2010 unter dem Titel „El sueño del celta“. Der Roman behandelt das Leben des britischen Diplomaten und irischen Unabhängigkeitskämpfers Roger Casement und ist insofern eine Biografie in Romanform. Auf den ersten Blick mag es verwunderlich erscheinen, wie ein peruanischer Autor dazu kommt, eine Biografie über einen Iren zu veröffentlichen, verbindet die beiden Länder doch auf den ersten Blick nicht viel. 

    Ein Motiv könnte sein, dass Casement u.a. auch in Peru Dienst tat und dort, wie zuvor im Kongo maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Gräuel, die die jeweiligen Kolonialherren der indigenen Bevölkerung antaten, an das Licht der Öffentlichkeit kamen und Casement aufgrund der gemachten Erfahrungen ein überzeugter Gegner des Kolonialismus wurde. Die Sympathie des Autors für die Person Roger Casement ist jedenfalls bemerkbar.

    Abwechselnd erzählt Vargas Llosa von den letzten Tagen Casements im Gefängnis, bevor er 1916 hingerichtet wird und in Rückblenden von seinem früheren Leben. Diese Rückblenden sind in drei Teile gegliedert: ein Teil beschreibt seine Zeit im Kongo, der zweite Teil seine Zeit im peruanischen Amazonasgebiet und der dritte Teil ist seinen Aktivitäten für die irische Unabhängigkeitsbewegung gewidmet.

    Es liegt viel Tragik in der Person des Roger Casements, der voll guten Willens ist und der doch dauernd irrt und verheerende Fehler begeht, sei es bei seinem naiven ursprünglichen Glauben an das Heil des Kolonialismus, bei der Hinwendung an das deutsche Kaiserreich, seiner Naivität bezüglich des jungen Norwegers oder bei seinem Versuch, den Osteraufstand noch zu verhindern.

    Stilistisch liest sich der Roman fast wie ein nüchterner Bericht, der Autor bringt seine Fabulierkünste viel weniger zur Geltung als man es ansonsten von ihm gewohnt ist. Thematisch knüpft der Autor jedenfalls an seine Anfangszeit an, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, doch die Schilderungen der an der indigenen Bevölkerung begangenen Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten erinnern sehr an frühere Werke von Vargas Llosa, auch wenn dem vorliegenden Fall die Vielstimmigkeit früherer Werke fehlt. 

    Es ist aber unbestreitbar bereits ein Verdienst des Autors, diesen mutigen Diplomaten der – zumindest in Deutschland – Vergessenheit entrissen zu haben und diesem frühen widersprüchlichen Humanisten ein Werk gewidmet zu haben, das nicht so leicht in Vergessenheit geraten wird. Vier Sterne.

  16. Cover des Buches Der Ruf des Schamanen (ISBN: 9783522202749)
    Davide Morosinotto

    Der Ruf des Schamanen

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der italienische Autor Davide Morosinotto schickt in seinem Jugendroman das Mädchen Laila und den Jungen „El Rato“ auf eine abenteuerliche Reise von Lima in den Amazonas-Regenwald. Die beiden 13-Jährigen fahnden nach dem verschollenen Verfasser eines Tagebuchs, sie suchen eine ganz spezielle Blüte, einen Schamanen und möglicherweise Heilung für Lailas lebensbedrohliche Erkrankung.

    Wie sich die beiden bei ihrer Flucht aus dem Krankenhaus gegenseitig unterstützen und viele riskante Situationen meistern, erzählt Morosinotto kurzweilig, humorvoll und sehr emotional.

    Viel Weisheit spricht aus den bitteren Erfahrungen der Jugendlichen, aber auch viele positive Emotionen kommen zur Sprache. Vertrauen, Freundschaft und Hoffnung prägen die Reise. Einige Reisegefährten meinen es gut mit den beiden, von anderen droht Übles.

    Das letzte Drittel des Buches widmet sich schließlich der Magie und dem Schamanismus – für europäische Leser eine eher ungewöhnliche Erfahrung, die jedoch sehr anschaulich erklärt wird.

    Das Highlight des Buches sind die Illustrationen. Für jeden Protagonisten steht eine bestimmte gezeichnete Tier-Figur, die dem jeweiligen Kapitel vorangestellt ist. Dies unterstützt die Orientierung in den häufig wechselnden Erzählperspektiven. Weiterhin visualisieren  Illustrationen und Layout-Elemente die Erlebnisse und erzählen die Geschichte mit. Wirklich eindrucksvoll finde ich, wie Lailas Augenkrankheit im Text dargestellt wird!

    Neben der Abenteuer-Geschichte sind die Themen „chronische Krankheit“ und „Familiendrama“ Schwerpunkte des Romans.

    Ein stimmiges Ende nach langen 430 Seiten erzeugt einen langen Nachhall.

    Zu Recht hat der Autor für seine Jugendbücher bereits zahlreiche Preise erhalten.

    Gerne empfehle ich das Buch für Jugendliche ebenso wie für Erwachsene.

    Von mir gibt es fünf Sterne.

  17. Cover des Buches Die fünf Tore 2 - Teufelsstern (ISBN: 9783732003150)
    Anthony Horowitz

    Die fünf Tore 2 - Teufelsstern

    (139)
    Aktuelle Rezension von: BuecherDiebin

    und weiter geht die Reise von Matt. In Peru soll bald ein zweites Tor auftauchen und Matt soll dabei helfen dies zu verhindern, denn er ist einer der fünf. Doch Matt scheint nicht so begeistert von der Idee, das eigentlich alles in seinem Leben vorbestimmt zu sein scheint und er kaum freie Entscheidungen trifft, denn auch wenn er denkt er entscheidet selbst, so wurde sein Schicksal schon vor Jahrhunderten besiegelt. Also macht er sich gemeinsam mit Richard auf die Reise nach Peru. Doch kaum haben die beiden das Land betreten geraten sie in eine Entführung und Matt kann gerade so entkommen. Auf den Straßen Perus trifft er schließlich auf Pedro einen Straßenjungen, dieser hilft ihm bei der Flucht und bring ihn in ein abgelegenes Dorf. Anfangs kann Matt Pedro nicht zuordnen, denn er kommt ihm bekannt vor, doch dann erkennt er. Pedro ist ebenso einer der 5. Trotz der Sprachbarriere versuchen die beiden die Absichten böser Leute zu verhindern und somit die Öffnung des zweiten Tores. Doch sie müssen aufpassen wem sie vertrauen, denn in den eigenen Reihen gibt es einen Spion.


    Ich muss sagen mir hat der zweite Teil noch besser gefallen, als der erste Band. Man hat sehr viel neues über Peru und die dortigen Sehenswürdigkeiten und die alte Kultur kennen gelernt. Ich finde so etwas immer ganz toll, da man erkennen kann, dass sich der Autor etwas bei der Sache gedacht hat und gründlich recherchiert hat.  Die Verknüpfung der realen Sehenswürdigkeiten mit dem kommenden Unheil und der drohenden Gefahr der alten hat die Sache noch einmal umso spannender gemacht und der Fantasy keine Grenzen gesetzt.  Ich finde es schön wie sich die beiden Jungen während der Geschichte weiterentwickelt haben, sowohl Matt, als auch Pedro sind zielstrebiger und entschlossener als zuvor die  verbleibenden drei Kinder zu finden um gemeinsam mit ihnen die Welt vor dem dritten Weltkrieg zu retten. Es ist schön zu sehen, wie selbstsicherer Matt geworden ist, auch Pedro hat seine Rolle nun endlich anerkannt und gemeinsam sind die beiden ein tolles Team.

  18. Cover des Buches Lockruf der Fremde (ISBN: 9783492502634)
    Tereza Vanek

    Lockruf der Fremde

    (22)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Die Geschichte von Alice, ihrem Sohn Paul und Friderike hat mich von den ersten Seiten an begeistert. Die Autorin hat einen spannenden, mitreissenden Roman geschrieben, der einen in längst vergangene Zeiten versetzt. 

    Die Fortsetzung der Südamerika-Saga knüpft zwar an den ersten Teil  "Der Duft des Regenwaldes" an, kann aber unabhängig davon gelesen werden.

    Nachdem Alice eine bekannte Künstlerin geworden ist kehrt sie in ihre Heimat zurück, nach Berlin. Sie möchte dort Kontakte zur Kulturszene knüpfen und ihre Werke austellen. Aber die Zeit ist bereits geprägt vom aufkommenden Nationalsozialismus.Paul lernt währenddessen eine junge Adlige kennen und verliebt sich. Aber das Schicksal meint es nicht gut und er reist nach Peru....

    Alle Protagonisten sind starke Charaktere und füllen dieses Buch mit Leben. Das große Thema Vorurteile, Rassismus, Meschenverachtende Politik nimmt hier viel Raum ein. Ein spannendes Buch!

    Das Buchcover ist wunderschön! Es hat Stil, Leichtigkeit und passt wunderbar zur Geschichte.


  19. Cover des Buches Die Fahrt der Beagle (ISBN: 9783596175895)
    Charles Darwin

    Die Fahrt der Beagle

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Stadtbuecherei_Wuerzburg
    Charles Darwin, gerade mal 22 Jahre jung, brach am 27.12.1831 zu seiner Forschungsreise an Bord der „Beagle“ auf. Die Welterkundung mit dem Vermessungsschiff unter dem Kommando von Kapitän Fritz Roy dauerte ganze fünf Jahre. In dieser Zeit legte der passionierte Käfersammler Darwin schließlich 1529 Spezies in Spiritus ein, etikettierte 3907 Häute, Knochen und andere Fundstücke. Die Reiseroute führte zu den Kapverdischen Inseln, nach Patagonien, Feuerland, Chile, über die Galapagos-Inseln, Neuseeland und Australien. In dem sehr ausführlichen Reisetagebuch hielt er all seine Beobachtungen und Entdeckungen fest. Er berichtete von der Schönheit Haitis, den atemberaubenden Korallenriffen der Südsee ebenso wie über seine geologischen Exkursionen. Hier erweist sich der junge Charles Darwin als glänzender Stilist, der keinen Hehl aus seiner Liebe für poetische Impressionen und literarische Metaphern machte. Wir lernen einen Menschen kennen, der sich stets wissbegierig über bereits vorhandene Vorurteile und festgefahrene Meinungen erhob und die Welt mit wissenschaftlicher Akribie und exakten empirischen Forschungen, aber auch mit den offenen und staunenden Augen eines Kindes betrachtete. Dabei stellte er bereits spektakuläre Theorien auf, erkannte sehr bald, dass alle Tiere und Pflanzen auf gemeinsame Vorfahren zurückzuführen sind und sich nur allmählich von einfachen zu höheren Lebewesen entwickelt haben. Somit keimte seit dieser Reise die Evolutionstheorie in ihm, die er erst viele Jahre später ausarbeiten und dank seines Kontrahenten Alfred Russel Wallace, der unabhängig von Darwin eine Evolutionstheorie entwickelte, dann auch publizieren sollte. Denn Darwin quälte sich jahrelang mit den Erkenntnissen dieser Theorie herum, ließen sie sich doch überhaupt nicht mit der biblischen Schöpfungsgeschichte unter einen Hut bringen. Selbst heute noch wird er dafür als Häretiker und Ketzer verachtet, denn mit Darwin wurde die Welt verändert und nichts sollte mehr so sein wie es einst war. Endlich nun liegt dieses Buch in einer spannend zu lesenden neuen deutschen Übersetzung vor, die dank des Marebuch Verlags in einer wunderschönen, bibliophilen, edlen Ausgabe mit Kartenmaterial, Illustrationen im Schuber zum Schmökern einlädt. So kann man sich als Leser hervorragend in die Welt des jungen Charles Darwin hineinversetzen und findet dabei eine Welt vor, die noch nicht ausgebeutet und durch des Menschen Hand verunstaltet war. Daniel Kehlmann nimmt im Vorwort den Leser bei der Hand und macht durch seinen engagierten und fundierten Text sofort neugierig auf dieses einmalige Lesevergnügen.
  20. Cover des Buches Begegnungen in Peru: Urwaldindianer auf dem Weg ins 21. Jahrhundert (ISBN: 9783739255538)
    Jürgen H. Schmidt

    Begegnungen in Peru: Urwaldindianer auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

    (3)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Der Schreibstil hat  mir gut gefallen. Der Autor ist sympathisch und man kommt als Leser gut in dem Buch voran. Er schildert von der ersten Idee, nach Peru zu ziehen und von seinen Erfahrungen.

    Ich war sehr gespannt auf das unterschiedliche Leben der einzelnen Völker. Und habe hier jede Menge neues erfahren, und das zu viel n verschiedenen Themen. Durch die bildhafte Sprache und viele Beispiele konnte man sich ein gutes Bild von dem Leben in dem fernen Land machen.  Dabei wurde deutlich, wie langsam die Welt auseinander klafft zwischen Tradition und Moderne.

    Fazit: Ein kurzes, aber lehrreiches Buch über die Menschen in Peru. Für Reisevorbereitungen wie auch einfach interessierte gleichermaßen empfehlenswert.

  21. Cover des Buches Inés meines Herzens (ISBN: 9783844512717)
  22. Cover des Buches Django (ISBN: 9783775157803)
    Damaris Kofmehl

    Django

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Minni
    "Django - Perus Staatsfeind Nummer Eins" erzählt die packende und wahre Geschichte Oswaldo, genannt Django. Nachdem Django in jungen Jahren seine Eltern verlor, wuchs er bei seinen Onkel und Tante auf, die ihn wie ihr eigenes Kind liebten. Doch nach und nach gerät Django auf die schiefe Bahn. Er beschließt Bankräuber zu werden und überfällt schließlich mehr als 200 Banken. Gefängnisaufenthalte bringen ihn nicht zum Einknicken - er schafft es sogar mehrmals zu fliehen. Er ist einer der berüchtigsten Verbrecher Perus und verletzt immer wieder die Menschen, die ihn lieben. Bis eines Tages Gott sein Leben umkrempelt, nicht zuletzt auch durch die treuen Gebete seiner Frau, die trotz seiner Fehler und seinem Fremdgehen zu ihm gehalten hat. Sein Leben nimmt eine Wendung und heute ist Django Pastor.

    Im Urlaub habe ich dieses 357 Seiten dicke Buch gelesen und zwar an einem Tag in einem Rutsch durch. Es war so packend und spannend geschrieben, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Da hat Damaris Kofmehl wieder einmal ein Meisterwerk geschrieben, das mich sehr berührt hat. Gefreut habe ich mich auch über die Fotos am Ende, gewünscht hätte ich mir noch ein paar mehr Bilder aus seinen "alten Zeiten".

    Ein absolut empfehlenswertes Buch für spannende Lesestunden und einer tiefgehenden Botschaft.
  23. Cover des Buches Das Geheimnis des Mahagonibaums (ISBN: 9783746630977)
    Sabrina Železný

    Das Geheimnis des Mahagonibaums

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Die Idee der Geschichte finde ich sehr gut, auch wenn sie etwas von Lucinda Reilys Geschichten abgekupfert zu sein scheint.

    Eine junge Frau (Blanca) macht sich auf die Suche nach den Spuren Ihrer Urgroßmutter.  Schauplatz eine Stadt in Peru. Hilfe hat sie von einem jungen Einheimischen (Emilio) der Gehilfe an der Fotoakademie ist, wo Blanca ihr Stipendium bekommen hat. Man erfährt auch gleich ein bisschen über die Geschichte Perus und die Menschen.

    Die Spurensuche nach der Urgroßmutter ist spannend erzählt, die Hintergründe und die Auflösung schlüssig. Die Puzzelteilchen fügen sich am Ende gut zusammen. So weit, so gut.

    Was mich extremst an diesem Roman gestört hat, ist die übertriebene Darstellung aller Gefühle, die irgendwie in diesem Roman vorkommen. Kein Mensch im wahren Leben ist beleidigt und misstrauisch und spricht nicht mehr mit Einem, nur weil man einmal eine Einladung ausschlägt. Oder kann vor Zorn nicht sprechen nur weil man eine unerwartete Antwort erhält. Warum stellt man also Romanfiguren so dar. Völlig unglaubwürdig, unnötig und nervt beim Lesen. Vor allem wenn die Gefühle von einem Extrem ins andere Fallen. Und man das Gefühl hat, die Hauptdarstellerin leidet an Borderline. 

    Schade denn sonst hätte der Roman die volle Punkteanzahl von mir bekommen. 

  24. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: B071SM6N4W)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Luiline
    Heute gibt es eine Rezension zu dem Hörbuch  "Die Brut - Sie sind da" von Ezekiel Boone.
     
    Es handelt sich dabei um den ersten Band einer Trilogie und wird gelesen von Wolfgang Wagner.

    Verlag: Argon Hörbuch / Hördauer: 9h, 56 Min (ungekürzt). / Erscheinungsjahr: 2017 / Originaltitel: "The Hatching" / Übersetzung:  Rainer Schmidt / ISBN: 978-3-7324-5169-2 / Preis: 20,95€

    Inhalt: Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
    In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
    In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
    In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche, aus der etwas Schwarzes kriecht.
    Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.
    Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. 

    Meine Meinung
    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich schon viele positive Meinungen gehört habe. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Stimme des Sprechers hat mir direkt gut gefallen. Man begleitet als Leser unterschiedliche Charaktere auf der ganzen Welt, der Hauptteil spielt aber in den USA. Dadurch bekommt man viele Perspektiven, andererseits bleiben die Charaktere aber auch etwas flach. 

    Besonders das erste Drittel der Geschichte hat mich sehr packen können, danach hat es ein wenig abgeflacht. Ich persönlich habe mehr Horror-Elemente erwartet und mir fehlte an manchen Stellen die Spannung. Trotzdem war das Buch mit einer Hördauer von 10 Stunden sehr kurzweilig und unterhaltsam.  Der Schreibstil des Autors war sehr flüssig und auch der Sprecher hat das Buch sehr gut vertont und er hat eine angenehme Stimme.

    Ich persönlich hätte mir einen höheren "Gruselfaktor" gewünscht und mehr Bezug zu den Charakteren. Trotzdem habe ich mir schon den zweiten Band als E-Book besorgt, da ich schon gerne wissen möchte wie es weitergeht. 

    Fazit:
    Ein sehr solider und guter Auftakt einer Trilogie, die aber auch ein paar Schwächen hat. Insgesamt kann ich das Hörbuch aber empfehlen.

    Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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