Bücher mit dem Tag "pfalz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pfalz" gekennzeichnet haben.

74 Bücher

  1. Cover des Buches Morbus (ISBN: 9783596704101)
    Mark Roderick

    Morbus

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch handelt von einem Rachefeldzug für ein Ereignis aus längst vergangenen, dunklen Zeiten in Deutschland. Dabei ist der Aufbau recht gelungen und der Leser erfährt erst relativ spät wo die Hintergründe liegen.

    Der Spannungsbogen ist nicht durchgängig, die Spannung entlädst sich aber immer wieder in gut gesetzten Spitzen. Dabei scheut sich der Autor auch nicht prominente Figuren des Geschehens zu opfern. Dazwischen gibt es aber immer wieder längere, langatmige Passagen, die den Lesefluss gestört haben.

    Überhaupt konnte ich mit keiner der Figuren so richtig "warm werden". Sie blieben blass und ziemlich konturlos.

    Das Buch kann gut unterhalten, ohne jedoch so richtig zu überzeugen.

  2. Cover des Buches Tyll (ISBN: 9783839816042)
    Daniel Kehlmann

    Tyll

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Wer sich eine Biographie oder eine allumfassende Lebenserzählung von Tyll Eulenspiegel erwartet, der sei gewarnt – denn die ist hier nicht zu finden. Stattdessen nimmt uns Kehlmann mit durchs marode Mitteleuropa des Dreißigjährigen Krieges. Pestdurchseuchtes, kriegsversehrtes Land, Hexenverfolgung, Standesdünkel und politisches Kalkül, auch das reine Überleben – das sind hier die Themen.

    Tyll wächst als schwächlicher Sohn eines Müllers auf. Die Mutter, von der Wissbegierde und halbwissenden Andersartigkeit des Ehemannes zunächst angezogen, hat alle anderen Kinder verloren. Der Gatte widert sie mittlerweile an. Zu nichts kann man ihn gebrauchen, beobachtet er nächtens doch lieber die Sterne als tagsüber zu arbeiten. Doch es kommt schneller anders als man denkt und Klaus, der Müller, wird als Hexer hingerichtet. Zu den Kollateralschäden gehört Tyll, der von nun an durchs gebeutelte Land zieht und als Gaukler seinen Unterhalt verdient. Dies tut er jedoch nicht allein, kommt doch Nele – die Bäckerstochter aus seiner Heimatgemeinde – mit ihm. Nun haben sie einander und begegnen ebenso gefährlichen wie skurrilen Gestalten.

    Wir treffen auf Liz, die Frau des Winterkönigs. Sie nahm die große Liebe fürs Theatralische von ihrer Heimatinsel mit; der Kontinent indes, kann sie kaum begeistern. Ihr Gatte Friedrich löst durch den Griff auf die Krone Böhmens einen der schlimmsten Kriege der Geschichte aus. Nun leben die beiden im holländischen Exil und kämpfen um die Rückerstattung der erbrechtlich ihnen zustehenden Gebiete. Ein König ohne Hof und ein heimatloser Narr werden einander so Spiegel und letztlich auch Stütze.

    Athanasius Kircher, der berühmte Gelehrte im Dienste des Vatikans kreuzt Tylls Weg mehrfach. Sogar Gustav Adolf wird uns auf dieser Reise begegnen. Gaukler, Henker, Sänger, Tänzer, Grafen und Mineure haben ihren Auftritt in diesem Reigen, der mit einem wunderbaren Spannungsbogen ansetzt und sich am Ende in einem verständnissinnigen Kreis schließt.

    Sprachlich und geschichtlich lernt man viel von „Tyll“. Der Humor Kehlmanns bricht wie gewohnt durch. Das genieße ich immer sehr, da ich ihm seit der Erstlektüre von „Die Vermessung der Welt“ komplett verfallen bin (dem Humor – nicht dem Schriftsteller). Gepackt hat es mich auch bei grausigen Szenen – wenn es um Krieg geht, sind die nie weit. Es war ein wahres Eintauchen in Schrecken, Armut, Hunger und Krieg, wie es in jenen Zeiten wohl an der Tagesordnung stand. Die Lektüre dieses Buches war ein echter Gewinn. Es ist durchdacht und gekonnt umgesetzt. Am allermeisten freut mich aber der Umstand, dass Tyll genauso ungreifbar bleibt, wie ich ihn haben will. Er ist Narr, Schelm aber auch Schurke. Er rührt und im nächsten Moment ist er garstig und gemein und man würde ihn am liebsten auf den Mond schießen.

    Das von mir gehörte Audiobook wurde von Ulrich Noethen gelesen. Anfangs war mir die Stimme nicht sehr sympathisch, was aber nicht störend war. Er liest es professionell und gut. Erst gegen Ende hin kamen einige Dialekte nicht so ganz rüber. Die Variationen in der Lautstärke und den einzelnen Stimmen der Personen, die schauspielerischen Elemente und die Pointen wurden tadellos abgeliefert.

  3. Cover des Buches Weingartengrab (ISBN: 9783492315845)
    Britta Habekost

    Weingartengrab

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Kupferkluempchen

    Carlos Herb ist inzwischen aufgenommen in die Elwenfelser Gemeinschaft. Doch von Ruhe ist das außergewöhnliche Dorf im Pfälzer Wald auch dieses Mal weit entfernt.

    Bei der Eröffnung der restaurierten Dorfkirche gerät der Kirchturm in Schieflage und gibt eine unterirdisches Gewölbe samt Leiche frei. Schnell ist Elwenfels belagert von Archäologen, Journalisten und Beamten. Die Dorfgemeinschaft, unter Führung von Carlos Herb, ist vollauf damit beschäftigt, ihre speziellen Geheimnisse zu verbergen. Doch plötzlich stossen sie im Untergrund auf überraschende Dinge, die auch sie vor ein Rätsel stellen.

    Meinung:

    Auch im inzwischen vierten Teil hat die Elwenfels-Reihe nichts von ihrem großartigen Unterhaltungswert eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Die Leser treffen nicht nur auf bereits bekannte pfälzische Unikate, sondern bekommen auch dieses Mal wieder etliche einzigartige, skurrile Charaktere dazu. Das ganze wie immer mit wunderbarem pfälzischen Lokalkolorit und der magischen Atmosphäre des fiktiven Elwenfels.

    Dieses Mal ist den Autoren eine wirklich spannende Folge gelungen, bei der man bis zum Schluss von den Ereignissen in den unterirdischen Gewölben des Dorfes gefesselt wird und gemeinsam mit den Bewohnern rätselt. In den interessanten historischen Details zeigt sich besonders der solide geschichtliche Hintergrund und das Herzblut von Britta Habekost.

    Da das Ende durchaus eine weitere Fortsetzung zulassen würde, hege ich unbedingt die Hoffnung auf einen weiteren Band.

    Fazit:

    Großartiger Abschluss der vierteiligen Elwenfels-Reihe, bei der ein Teil besser als der andere ist, und bei der ich von Herzen hoffe, dass es vielleicht doch noch nicht das Ende ist.

  4. Cover des Buches Die Burg der Könige (ISBN: 9783548286808)
    Oliver Pötzsch

    Die Burg der Könige

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen kann sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite verschaffen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Mit der Überschrift ist bereits einer der wichtigsten Punkte angesprochen: Die - überwiegend - gelungene Mischung aus historischen Fakten und Ereignissen kombiniert mit einer - sehr deutlich stärker ausgeprägten - fiktiven Handlung. Gleiches gilt auch für die handelnden Figuren. 

    Die Handlung ist spannend, allerdings ist der Spannungsbogen keineswegs durchgängig. Vielmehr sind in dem Buch doch eine Menge Längen zu bemerken, die das Lesevergnügen stellenweise recht einschränken.  Zwar gibt es einerseits eine grosse Anzahl von überraschenden Momenten, andererseits ist vieles auch sehr vorhersehbar. Auch eine ganze Reihe von Ausflügen des Autors in das Reich des "Übersinnlichen" waren sicher für den Fortgang der Geschichte - so wie er sie sich vorgestellt hat - unausweichlich, haben mir aber weniger gefallen. Die Protagonisten sind zwar ganz gut gezeichnet, bleiben aber doch flach und ohne Tiefe. Das hat mich ein wenig enttäuscht. So richtig "warm" werden konnte ich mit keiner der Figuren.

    Überhaupt fehlt dem Buch für meinen Geschmack der "letzte, entscheidende Kick" der aus einem sehr guten Buch ein Meisterwerk machen würde. Aber ein gutes, zufrieden stellendes Leseerlebnis war es allemal....!

  5. Cover des Buches Rieslingmord (ISBN: 9783492315838)
    Britta Habekost

    Rieslingmord

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Molly2802

    Gefallen hat mir auf Anhieb das Cover. Die Weinranken oben, der Buddha auf dem Tisch zusammen mit dem Riesling. Ein gelungenes Coverbild und dazu das „Schild“ was den Titel des Buches zeigt. Ich finde das Cover grandios! 

     

    Die Autoren haben wieder einen wunderbaren pfälzischen Krimi geschaffen. Die Weiterentwicklung der Charakter hat mir sehr gut gefallen. Die Orte werden sehr schön beschrieben und ich mochte die großartigen Dialoge, diese haben mir so machen Lacher entlockt 😊 

     

    Carlos Herb, Privatermittler, hat sich wieder mal in Schwierigkeiten gebracht. Diese mal hat er sich mit der Mafia angelegt. Um sein Überleben zu sichern, entschließt er sich aus Hamburg zu flüchten und in das geheime Dorf Elwenfels zu reisen, um dort erst mal unterzutauchen. Als er in Elwenfels ankommt, kommt er passend zur Nacht der Geister – Halloween. Das Dorf hat eine angespannte Haltung, da zur Zeit Besucher aus Indien den Wald bewohnen und dort ihre Zelte aufgebaut haben. Sie leben vegan, Meditieren und machen Yoga. Als Carlos von einem der Männer umarmt wird, ist es für ihn wie ein vertrauter Moment, den er nicht einordnen kann. Er beschließt mit Freunden die Leute aus dem Wald zu beobachten. Kurze Zeit später fällt dieser junge Mann, der ihn umarmt hat vom Berg und verletzt sich dabei schwer. Seine beiden Freunde sind genauso geschockt wie er. Amanas, sein einer Gefährte hält den jungen Mann für Selbstmordgefährdet und der andere Willi erkennt in dem jungen Mann seinen Sohn, den er seit 15 Jahren nicht mehr gesprochen hat, seit dieser sich einer spirituellen Gruppe angeschlossen hat, die in einer Klosterähnlichen Gemeinschaft zusammen leben. Vor 12 Jahren kam der Vorsteher dieser Gemeinschaft bei einem ähnlichen Sturz vom Berg ums Leben. Carlos sind das zu viele Zufälle und er fängt an zu ermitteln. 

  6. Cover des Buches Und ewig sollst du schweigen (ISBN: 9783827194985)
    Jörg Böhm

    Und ewig sollst du schweigen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie

    Emma Hansens fünfter Fall führt uns an einen abgelegenen See in der Pfalz. Dort wird bei einer Übung ein versenktes – außer dem, das zu Übung versenkt worden war  - geborgen.  Und auf dem Fahrersitz eine Frauenleiche, total entstellt. Ema Hansen ahnt noch nicht, dass dieser Fall persönlich werden wird, denn die Ermordete ist bzw. war eine der Kindergärtnerinnen von Emmas Sohn Luiz.   Und sie hatte ein  Doppelleben geführt. Was war der Grund für ihre Ermordung? War ein Serientäter am Werk? Schon einmal war eine ‚Frau derart entstellt aufgefunden worden. Und die Polizei hat den Täter bis heute nicht gefasst….

    Meine Meinung

    Wie schon die vorhergehenden Emma-Hansen-Krimis ist auch dieser leicht und flüssig zu lesen, und ohne Unklarheiten im Text. Auch war ich wieder schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Emma Hansen, der es ja gar nicht passte, dass sie ihren Sohn Luiz während ihrer Arbeitszeit ihrer Mutter überlassen sollte. Der Mutter, die ursprünglich so gegen Luiz war, weil es ja eigentlich Emmas Halbbruder war. Doch Emma hatte ihn zu sich genommen und sorgte für ihn, wie für ein eigenes Kind. Aber ihre Arbeit ließ leider manchmal nicht zu, dass sie den Kleinen vom Kindergarten abholen konnte. Dass ihre Mutter ihr erklärte, sie wolle zu ihr ziehen, schockte sie daher zunächst. Und dann gibt es da noch den dänischen Kollegen, mit Vornamen Nicklas, der sie überreden will, nach Bornholm überzusiedeln. Und es gab ihren Kollegen Matthias, dessen Frau nach langer Krankheit doch überraschend gestorben war. Der in seiner Trauer fast unterging. Doch zunächst hatte Emma noch einen Fall aufzuklären. Er ist ein wenig verwickelt und ich verlor ein wenig den Überblick, aber das Ende war dann doch eine Überraschung, wie schon oft bei Jörg Böhms Emma-Hansen-Krimis. Dieses Buch ist das letzte Buch das Jörg Böhm geschrieben hat, denn er hat uns am 16. Oktober 2019 für immer verlassen. Es ist das letzte Buch von ihm, das mich gefesselt und in seinen Bann gezogen hat. Es war spannend vom Anfang bis zum Ende und hat mich zudem sehr gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertumgszahl.

  7. Cover des Buches Tante Martl (ISBN: 9783492316828)
    Ursula März

    Tante Martl

     (37)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Tante Martls Leben beginnt mit einer großen Enttäuschung. Denn als drittes Kind sollte endlich ein Sohn den stolzen Vater vom Spott der Nachbarschaft befreien. Als Martin meldet der Vater die Geburt beim Amt, verleugnet seine Tochter tagelang, bis es doch gar nicht mehr zu verheimlichen ist und aus Martin eine Martina wird, die zeitlebens nur Martl gerufen wird. So zieht sich die Suche nach Anerkennung durch das Leben von Tante Martl. Dennoch früh emanzipiert setzt sie durch, dass sie ihr eigenes Geld als Lehrerin verdient. Doch aus Pflichtbewusstsein wohnt sie immer im Elternhaus und pflegt den despotischen Vater bis zu dessen Tod. Sie ist immer im Schatten der Schwestern. Die eine, Mutter der Schriftstellerin, wunderschön, und beide glücklich mit Mann und Kindern. Ein Glück, das ihr versagt bleibt, aber aufgewogen wird, durch ihr humorvolles und unbeugsames Naturell.
    Man merkt der Schriftstellerin die Bewunderung für ihre Tante an, die erst in späten Jahren zu einem eigen bestimmten Leben kam. Eine wirklich schöne und tiefgründige Familiengeschichte.

  8. Cover des Buches Ein Hauch von Amerika (ISBN: 9783453425903)
    Petra Grill

    Ein Hauch von Amerika

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Saargirl85

    Anders als in der ARD Serie zu "Ein Hauch von Amerika", dreht es sich in dem Buch dazu hauptsächlich um Amy/Amelie McCoy die mit ihren Eltern 1933 aus Nazi Deutschland erst nach Paris und 5 Jahre später in die USA geflüchtet ist.
    Das Buch spielt abwechselnd in den Jahren ab 1951, als Amy zum ersten mal zurück nach Deutschland kommt und ab 1933 was beim lesen aber keine Probleme macht. Man findet sich sofort zurecht.
    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Man bekommt einen sehr guten Eindruck über die damalige Zeit. Hinten im Buch findet man auch eine Zeittafel in der alle historischen Daten aufgelistet sind.
    Petra Grill hat mit dem Buch zur Serie "Ein Hauch von Amerika" die Rolle der Amy und ihren Hintergrund sehr toll erzählt. Ich habe mir danach sofort auch die Serie angeschaut und es passt super zusammen. Ich gebe 5⭐ und eine Leseempfehlung.

  9. Cover des Buches Das Weingut. Tage des Schicksals (ISBN: 9783442491391)
    Marie Lacrosse

    Das Weingut. Tage des Schicksals

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Mit diesem Abschlussband hat die Autorin eine unglaublich tolle Trilogie ueber eine Familie im Kampf um Ueberzeugungen und Gerechtigkeit erzaehlt. Es war durchweg spannend und die Charaktere werden mir fehlen. Ich freue mich sehr auf die kommende Trilogie aus der Feder von Marie Lacrosse.

  10. Cover des Buches Schoko-Pillen (ISBN: 9783945195796)
    Petra Scheuermann

    Schoko-Pillen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Donauland

    Die Autorin Petra Scheuermann erzählt in ihrem Genuss-Krimi „Schoko-Pillen“ wie die Besitzerin der Chocolaterie Tanja Eppstein erneut eine Verdächtige wird und gezwungener maßen wieder in die Ermittlungen hineinrutscht.

    Zwei drogenabhängige Freunde ihres Angestellten Max starben an deiner Überdosis Heroin, Tanja und Max können nicht glauben, dass es sich um Suizid handelt. Doch wer steckt hinter diesen Morden? Wusste jemand zu viel über einen Crystal-Meth-Dealer? Auch in ihrer Chocolaterie werden Drogen gefunden. Sowohl Tanja als auch ihr Mitarbeiter werden verhaftet und stehen mitten in den polizeilichen Ermittlungen. Ihre Vermutungen werden von der Polizei nicht weiterverfolgt und so beginnen Tanja, Max und ihre Freundinnen auf eigene Faust zu ermitteln. Gelingt es ihnen den Fall zu lösen? Nebenher verliebt sich Tanja in den Profiler Cem, doch auch er scheint etwas zu verbergen? Tanjas Gefühlsleben wird durchgewirbelt. Zum Glück hat sie immer genug Anti-Kummer-Schokolade!

    Die Autorin erzählt einen spannenden Genusskrimi rund um Tanjas Schokoladengeschäft. Mit ihrem amüsanten und angenehmen Schreibstil und den zahlreichen überraschenden Wendungen hat sie mich an das Buch gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand geben und hatte beim Lesen viel Spaß beim Miträtseln.

    Tanja, alleinerziehende Mutter von zwei Teenagern, war mir von Beginn an sympathisch, hilfsbereit und authentisch. Sie führt ein Schokoladengeschäft und liebt ihre Arbeit. Tanja trifft sich regelmäßig mit ihren Freundinnen, jede hat ihre Eigenheiten, ich mochte sie. Meistens treffen sich die Freundinnen bei Tanja und trinken ihre Anti-Kummer-Schokolade oder ihre Konzentrations-Schokolade, mich störte, dass oft über das Schokoladentrinken geschrieben wurde. Trotzdem fand ihr Zusammentreffen im Schokogeschäft gelungen. Ich las gerne über die Herstellung der Spezialitäten, die Pralinen würde ich gerne einmal kosten.
    Besonders gut gefiel mir, dass Tanja sich mit Cem gut versteht, ich war gespannt, ob es Sabrina gelingt, die beiden auseinanderzubringen oder spielt Cem nur mit ihr? Ihr Mitarbeiter Max ist der Freund ihrer Tochter und war früher drogensüchtig. Durch den Drogenfund in ihrem Schokoladengeschäft beginnt Tanja gemeinsam mit Max mit den Ermittlungen, denn sie können nicht glauben, dass die beiden jungen Männer an einer Überdosis starben und dass beide rückfällig wurden. Da ihrer Meinung die Ermittlungen der Polizei nicht ausreichen, mischen sich die beiden in den Fall ein, obwohl sie keine Ahnung von der Tragweite dieses Falls haben. Werden sie den Mörder von Philipp und Dennis finden?

    Einen Tipp möchte ich dem Leser noch geben, es ist vorteilhaft, einen kleinen Vorrat an seiner Lieblingsschokolade in Reichweite zu haben. Wer gerne einige Schokoladenköstlichkeiten, die es in Tanjas Chocolaterie gibt, ausprobieren möchte, findet am Ende einige Rezepte, ich freue mich schon drauf, sie zu genießen.

    Ich empfehle diesen Genusskrimi über die Schokoladenspezialitäten gerne weiter, denn er unterhält von Beginn an und lässt den Leser auch miträtseln.

  11. Cover des Buches Ernteopfer (ISBN: 9783899777482)
    Harald Schneider

    Ernteopfer

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es hätte so ein schöner Tag werden können. (1. Satz - Seite 7)

    Beginnen wir mit dem Cover: Eindeutig: es ist Erntezeit. Meines Erachtens ist das Cover absolut stimmig zum Buchtitel.  Es entführt den Leser bereits beim Anblick auf das Land und macht neugierig, was es mit dem Ernteopfer auf sich hat.

    Kommen wir nun zum Inhalt: Schon nach einer kurzen Einleitung treffen wir auf den pfälzer Hauptkommissar Reiner Palzki. Der Autor hat hiermit eine Person erschaffen, die sofort sympathisch wirkt und jemand wie Du und Ich sein könnte. Sein privates Umfeld wird ebenfalls beleuchtet, so dass ich mich auch da in den Protagonisten rein versetzen konnte. Seine Probleme Beruf und Privatleben zu trennen, fällt wohl den meisten Polizisten nicht leicht. Jedoch fand ich sein Bemühen den beiden Kindern gegenüber nachvollziehbar und authentisch.

    Das Thema wurde meines Erachtens sehr gut aufgegriffen und als Krimi verarbeitet. Es war für mich durchaus stimmig und zeitgemäß.

    Witzig fand ich die regionalen Passagen im "Pälzer" Dialekt. Klar, manches musste ich laut lesen um es klingen zu lassen. Ob die sog. Nordlichter es aber auch verstehen? Ich habe jedenfalls herzhaft darüber gelacht und fühlte mich sehr heimisch.

    Das Personen- und Ortsverzeichnis im Anhang fand ich sehr gelungen. Vielleicht wäre ein Hinweis zu Beginn des Buches hilfreich gewesen.

    Fazit:

    Ein leichter Krimi mit sehr viel Lokalkolorit. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die mithilfe von Dietmar Becker bereits angekündigt wurde.

    Spannung: 🔪🔪🔪   Unterhaltung: 🔪🔪🔪🔪🔪 Protagonist: 🔪🔪🔪🔪

  12. Cover des Buches Alles so hell da vorn (ISBN: 9783867542234)
    Monika Geier

    Alles so hell da vorn

     (12)
    Aktuelle Rezension von: GersBea

    Inhalt (Klappentext)

    Rufen Polizisten vorher an?

    In einem Frankfurter Vorstadtbordell empfängt eine junge Hure ihren Stammkunden. Man geht aufs Zimmer. Kommt zur Sache. Dann schnappt sie sich seine Kanone ...

    Inhalt

    Was den Klappentext und Innentext angeht, extrem dürftig. Nur Zitate aus diversen Besprechungen. Nicht gerade die Art von Aufmachung, die mir Leselust macht.

    Von der Website der Autorin Monika Geier https://www.geiers-mor.de/

    Bettina Boll ist eine echte Polizistin, eine KK, Kriminalkommissarin. Sie arbeitet beim Ludwigshafener K11, der Abteilung für Kapitalverbrechen. Bettina Boll ist ziemlich chaotisch, aber tüchtig, sie ist Halbtagskraft, doch sie arbeitet so lange es nötig ist. Sie handelt absolut pragmatisch, denkt logisch, aber lässt sich dann doch meistens von ihrer Intuition dazwischenfunken. Ihre beiden Kinder zieht sie allein auf und in ihrem letzten Fall hat sie sich für einen Sterbenden ausgezogen.

    Die Geschichte hat im Wesentlichen drei Handlungsstränge:
    1. In einem heruntergekommenen Bordell in Frankfurt wird der Polizist Ackermann erschossen von einer jugendlichen Prostituierten. Diese bringt auch noch einen „Aufpasser“ um und flüchtet mit seinem Auto. In Höhbrücken bringt die jugendliche Mörderin den Schulleiter Gutvatter um. Die jugendliche Prostituierte wird gefasst und sagt sie heiße Meggie.
    2. Bettina Boll hat ein altes großbürgliches Haus von ihrer Tante geerbt und will es verkaufen. Hinter einer versteckten verschlossenen Tür ganz hinten im weitläufigen Keller stößt sie auf einen Brunnen, vor dem Jahrzehnte alte Kinderschuhe stehen.
    3. Die 6-jährige Meggie Lepp verschwand vor 10 Jahren. Ihre Mutter erkennt sie aber nicht in der jugendlichen Prostituierten. Erster Kriminalhauptkommissar Lingen, damals Leiter der Soko für die verschwundene Meggie, verstärkt das Ermittlungsteam.
    Ackermann gehört zur Zentralen Kriminalinspektion Ludwigshafen. So wird diese Dienststelle informiert und mit dem Fall miteinbezogen. Zuständig wird Kriminalkommissarin Bettina Boll, die mit Ackermann zusammengearbeitet hat. Bettina ist erschüttert, so etwas hat sie von Ihrem Kollegen nicht erwartet. 
     
    Der komplexe Fall wird von drei verschiedenen Polizeidienststellen gemeinsam in einer neuen Sonderkommission bearbeitet, sogar das BKA schaltet sich ein. Jede Dienststelle setzt andere Prioritäten. Bettina, der es um Meggie und die anderen jungen Prostituierten geht, gelingt es den Fall langsam „aufzudrösseln“. Das passt mächtigen Leuten in der Polizei überhaupt nicht, weil sie wohl etwa mit den jungen Mädchen zu tun haben. Sie behindern Bettina wo sie können. 
     
    Aber auch die befragten Leute „mauern“, sei es um nicht verdächtigt zu werden, sei es weil sie sich schämen, sei es dass ihnen das Schicksal der Kinder egal ist.

    Meine Meinung

    Bettina Boll gefällt mir richtig gut. Eine Enddreißigerin mit Rückgrat, Mut und Vertrauen auf ihre Erfahrung und ihre Intuition. 
     
    Pädophilie und Kindesmissbrauch wird in vielen Geschichten thematisiert. Meist enden die Geschichten mit der Enttarnung eines Menschenhändlerrings. Bislang hatte ich mich noch nie gefragt, was denn aus den missbrauchten Kindern wird. Das schildert das Buch hautnah und sehr verstörend. 
     
    In die Geschichte werden immer wieder die Gedanken von Meggie eingestreut. Trotz des düsteren Themas gibt es auch sehr amüsante Szenen, zum Beispiel wenn Bettinas Kollegen mit ihr sonntags in einer Pfälzer Traditionsgaststätte essen. 
     
    Monika Geier kann richtig gut schreiben.    

    Titelbild

    Das Titelbild gefällt mir nicht. Genauso wenig wie der Titel des Buches, der mir schleierhaft ist. Wenn es mir nicht empfohlen worden wäre, hätte ich es sicher nicht mein Interesse geweckt.

    Fazit

    Der Krimi ist nichts für zartbesaitete Menschen. 4 Sterne (eigentlich 4,7) für ein spannendes Buch, dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.
  13. Cover des Buches Metzelsupp (ISBN: 9783954518036)
    Gina Greifenstein

    Metzelsupp

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dies ist der dritte Krimi mit Paula Stern und Bernd Keeser. Er ist der erste, der im Emons-Verlag erschienen ist. 

    Worum geht’s?  

    Der reiche Unternehmer Benedikt Eichenlaub wird im Parkhaus ermordet aufgefunden. Er gilt als rücksichtsloser Geschäftsmann und seine Expansionspläne stoßen bei den örtlichen Umweltschützern auf Widerstand.  

    Die Spurenlage ist dünn und die Witwe des Ermordeten entpuppt sich als Bernds Verflossene. Eigentlich müsste er ja wegen Befangenheit vom Fall abgezogen werden. Doch das sind nicht die einzigen Unwägbarkeiten in diesem Buch. Paulas Mutter steht unangemeldet vor der Wohnungstür und mischt sich ungefragt in ihr Leben ein. 

    Wenig später wird Sebastian, Paulas Nachbar und Freund, verhaftet und von Matthias Weber, dem Kollegen von der Sitte verhört.  

    Da hilft nur, sich verbissen in die Arbeit zu stürzen, denn davon gibt es genug. Bernd fällt auf den hilflosen Dackelblick der Witwe hinein und gerät in akute Lebensgefahr. 

    Meine Meinung: 

    Ich habe ja diese Reihe mit dem 5. Fall „Rieslingtrüffel“ begonnen, der für mich sehr gut gelungen ist. „Metzelsupp“ hat noch ein wenig Luft nach oben. Der Krimi lebt von den unterschiedlichen Charakteren und dem pfälzischen Dialekt, an dem die aus Franken zugezogene Paula manchmal scheitert. Für Leser aus anderen deutschsprachigen Ländern ist es manchmal nicht einfach, diesen Worten zu folgen. Aber, lautes Vorlesen hilft. Die kulinarischen Köstlichkeiten der Pfälzer Küche geben dem Krimi das richtige Maß an Lokalkolorit. 

    Das Duo Stern/Keeser arbeitet gut zusammen und wird durch den schroffen Auftritt von Matthias Weber gestört. 

    Fazit: 

    Dieser Krimi hat noch ein wenig Luft nach oben, daher diesmal nur 3 Sterne.

     

  14. Cover des Buches Kuckuckskind (ISBN: 9783257240122)
    Ingrid Noll

    Kuckuckskind

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Amokspiel

    An diese Story muss man ein wenig anders herangehen. Eingefleischte NollFans werden mit diesem Buch wahrscheinlich ein wenig hadern, da es sich meiner Ansicht nach sehr von den anderen unterscheidet. Hier stirbt nicht alle fün Minuten  ein Mensch auf subtile Weise, aber die Kerngeschichte wirkt auf mich durchaus ansprechend. Sie erzählt von menschlichen Abgründen und einer Geschichte, die sich im wahren Leben auch zutragen könnte.

  15. Cover des Buches Rieslingtrüffel (ISBN: 9783740803193)
    Gina Greifenstein

    Rieslingtrüffel

     (8)
    Aktuelle Rezension von: bigpanda

    In gewohnt unterhaltsamer Weise versteht es Gina Greifenstein in diesem Band wieder Kulinarik und Kriminalistik zu vereinen und so schlemmt sich ihr Ermittleduo Paula Stern und Bernd Keeser mal fröhlich ,mal zeternd durch die Südpfalz, um fast nebenbei mehrere Morde aufzuklären. Paula Sterns privates Leben steht Kopf, doch das hindert sie nicht beruflich ihre Frau zu stehen. Die private Staatsanwältin und der Kollege aus der Sitte dürfen natürlich auch in diesem Band nicht fehlen. Die Ermittlungen beginnen mit dem Tod einer älteren Dame und legen deren zerstrittene Familienverhältnisse zu Tage. Ist sie eines natürlichen Todes gestorben und hat der Tod mit ihrem kleinen Häuschen in Bad Bergzabern zu tun? Nebenbei erhält man auch wieder gastronomische Tipps der Autorin, die es versteht ihre Charaktere liebevoll und mit viel Humor aufleben zu lassen. 

    Ich habe nicht alle Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge gelesen, doch das schmälert nicht das Lesevergnügen und ich freue mich auf den bisher zu letzt erschienen Band „Kerscheplotzer“ Da es sich dabei auch um eins meiner Leibgerichte handelt, ist die Vorfreude groß. Aber die Autorin hat auch schon angekündigt, dass die Reihre danach weitergeführt wird. Ich freue mich. 

  16. Cover des Buches Wie könnt ihr schlafen (ISBN: 9783453350106)
    Monika Geier

    Wie könnt ihr schlafen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: cherborg
    Monika Geiers Krimi um Kommissarin Bettina Boll führt diesmal in das Dorf Kreinheim. Eine Kinderleiche wurde entdeckt, nach 20-25 Jahren im Garten der beherrschenden Familie des Ortes. Bettina Boll löst das Familiengeheimnis, obwohl die Abwehrhaltung der Dorfbewohner die Aufklärung erschwert. Da ich bereits zwei andere Bücher von Monika Geier gelesen hatte, habe ich schon ein wenig bemerkt, dass dies ein früherer Roman war. Geiers Kommissarin Bettina Boll bleibt im Vergleich zu den anderen Büchern noch etwas blass - die Figur entwickelt sich einfach in den anderen Büchern noch viel weiter. 

    Dennoch fand ich den Krimi sehr gut, die Story, die Dorfatmosphäre, die Haltung der männlichen Polizeikollegen - man will einfach wissen, wie der Fall ausgeht. 

    Bei einem Mord bleibt es natürlich nicht - noch eine weitere, lang verschollene Leiche wird im Wald gefunden. Im Ort müssen noch zwei Mitwisser sterben, die ihr Wissen zu Geld machen wollten. Also: Reichlich Tote in Kreinheim, und ein guter Start in die Krimireihe mit Bettina Boll. 
  17. Cover des Buches Wassergeld (ISBN: 9783839210628)
    Harald Schneider

    Wassergeld

     (8)
    Aktuelle Rezension von: sab-mz
    Wieder einmal ein mitreißender Krimi von Harald Schneider. Diesmal muß Kommissar Palski sich mit einer Explosion in Altrip beschäftigen und zu allem Überfluß wird noch eine Leiche im Hafen von Ludwigshafen gefunden. Verwicklungen über Verwicklungen,die ihn beschäftigen.Wieder einmal spannend aber auch zugleich humorvoll von Harald Schneider geschrieben. Der Autor schafft es mit der Figur des Palzki,der oft einen ironischen Unterton hat,eine gehörige Portion Humor in den Pfalzkrimi zu bringen.Dazu der Chef KPD,der den Leser oft schmunzeln lässt.Jutta,die noch mehr kann als Kaffee machen,der Tote aufwecken könnte,Dr.Metzger usw.Alles Figuren,die den Krimi aufleben lassen so unterschiedlich wie sie sind und so herrlich sie sich in die Handlung einpassen und Palzki helfen oder auch zur Weißglut bringen. Palzki ist eine Figur,die in die Gegend passt.Manchmal auch leicht grummelig,aber das ist Würze des Krimis. Freue mich auf die nächsten Krimi von Harald Schneider.
  18. Cover des Buches Beschützerin des Hauses (ISBN: 9783940855121)
    Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nicht nur historische Hintergründe detailgetreu wiedergegeben, sondern auch die Lebensumstände und Rechtssprechung dieser Zeit. Orte der Handlung sind real und perfekt recherchiert. Die Intrigen einer dörflicher Gemeinschaft werden durch die einfühlsame Beschreibung der Darsteller sehr anschaulich. Wer nebenbei etwas über Kräuterheilkunde erfahen möchte, kommt nicht zu kurz. Marlene Klaus macht das Mittelalter lebendig!
  19. Cover des Buches Pilgerspuren (ISBN: 9783839213186)
    Harald Schneider

    Pilgerspuren

     (8)
    Aktuelle Rezension von: goat
    Und wieder erfreut uns Harald Schneider mit einem Roman aus der beliebten Palzki-Reihe. Dass bezüglich der Themenwahl vor Harald Schneider keiner sicher ist, beweist sein neuester Krimi mit dem Titel „Pilgerspuren“. Diesmal gerät die katholische Kirche ins Visier von Palzkis Ermittlungen. Bei einem Speyrer Dombesuch mit seiner Familie rettet Palzki zwei Männern das Leben, die ohne sein Eingreifen von einem herunterfallenden Absturzgitter der Orgelempore erschlagen worden wären. Bei den Geretteten handelt es sich um den Chefredakteur sowie den Geschäftsführer der Peregrinus GmbH, dem Verlag, der die Bistumszeitung „Der Pilgerer“ herausbringt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich keineswegs um einen Unfall, sondern um einen Mordversuch handelt und Palzki erfährt, dass dies nicht der erste Anschlag auf die beiden war. Da sein Vorgesetzter KPD bereits mit der überaus wichtigen Aufgabe beschäftigt ist, den Einbau einer Klimaanlage in seinem Büro zu beaufsichtigen, muss sich Palzki dieses Falls annehmen. Doch dieser erweist sich als sehr kniffelig und dem Kommissar sitzt die Zeit im Nacken, weil jeden Augenblick ein Anruf seiner hochschwangeren Frau kommen kann, dass der Nachwuchs nun die Nase voll hat von Hotel Mama … Mehr möchte ich zu dem Fall selber eigentlich gar nicht schreiben. Vielmehr möchte ich auf das eher ungewöhnliche Ermittlungsumfeld des neuen "Palzkis" zu sprechen kommen. Das Thema katholische Kirche in Verbindung mit einem Krimi – kann das gut gehen? Dafür ist doch einiges an Recherche notwendig. Und wer Schneiders Krimis kennt, wird Bedenken haben, dass sich die verrückten und überzeichneten Charaktere in dieses Umfeld einfügen können. Ob die Kirche mit ihren etwas verstaubten Ansichten da mitgespielt hat? Ja, sie hat! Und darüber bin ich doch etwas verwundert. In seinem Vorwort schreibt Harald Schneider, dass auch er erstaunt war, dass die katholische Kirche so viel Humor besessen hat. Mithilfe des tatsächlich existierenden Peregrinus-Verlags hat Harald Schneider viele Kontakte knüpfen können – unter anderem zum Bischöflichen Ordinariat. Die Geschichte strotzt wieder vor Handlung, sodass Langeweile von vornherein gar nicht erst aufkommen kann. Ein Gag jagt den nächsten und die alt bekannten skurrilen Figuren haben mich immer wieder den Kopf schütteln lassen. Trotzdem sollte der Autor die kriminalistische Handlung vor lauter Satire nicht vernachlässigen, denn in erster Linie trägt das Buch immer noch den Zusatz Kriminalroman. Ich lache gerne, aber das sollte nicht zulasten der Spannung gehen. In diesem Band wird es nun in meinen Augen etwas grenzwertig. Ein dickes Lob vergebe ich für die Coverauswahl. Passendere Cover als die in dieser Krimi-Reihe habe ich noch keine gesehen. Wenn die Abbildung des Speyerer Doms hier nicht passt, was dann? Positiv anzumerken ist auch, dass sich das Personenglossar erstmalig gleich am Anfang des Romans befindet und nicht erst am Schluss. Hier fällt nun die Sucherei weg, die sich aufgrund der vielen „Extras“ so langsam etwas schwierig gestaltete. Die Auflösung des Falls ist wie der ganze Roman – spektakulär und so verzwickt, dass ich niemals auf den Täter und seine Beweggründe gekommen wäre. Und wer jetzt in puncto Nachwuchs meint, der Autor kann es nicht weiter hinauszögern, der irrt gewaltig, denn er kann! Den neugierigen Lesern wird erst im nächsten Band verraten, ob Mädchen oder Junge, ein oder zwei Kinder. Bis dahin heißt es abwarten und vielleicht zwischendurch Harald Schneiders 2. Band mit Palzkis Rätselkrimis lesen und mitraten. Apropos Mitraten: Auch dieser Band enthält als Zugabe wieder einen Ratekrimi (die Lösung ist auf der Homepage nachzulesen) und eine Kurzgeschichte. Ich vergebe trotz der minimalen Kritik in meiner Rezension wieder fünf Sterne.
  20. Cover des Buches Schwarzkittel (ISBN: 9783899778045)
    Harald Schneider

    Schwarzkittel

     (11)
    Aktuelle Rezension von: goat
    Im zweiten Band der Pfalzkrimi-Reihe muss sich Palzki diesmal mit einer Mordserie im medizinischen Bereich beschäftigen. Zuerst wird ein Kinderarzt, an einem Baum erhängt, aufgefunden und nur kurz darauf ein Assistenzarzt der Kinderklinik Ludwigshafen. Schnell findet unser Ermittler heraus, dass die Morde zusammenhängen, denn beide Mediziner hatten mit Todesfällen durch Pseudokruppanfälle zu tun. Wer steckt hinter diesen Morden? Angehörige der Pseudokruppopfer oder steckt vielleicht doch viel mehr dahinter? Dieser Krimi hat es in sich. Harald Schneider gibt sich nicht mit einem einfachen Mordfall und einer unspektakulären Auflösung zufrieden. Nein, so leicht wird es dem Leser nicht gemacht. Ein bisschen verzwickt sollte es schon sein und nicht so leicht zu lösen. Das ist dem Autor bestens gelungen. In diesem Krimi trifft man auf viele Bekannte aus dem ersten Band. Besonders gefallen hat mir die Weiterentwicklung der Figuren. Palzkis Team ist eine nette und sympathische Truppe, in der es sehr familiär zugeht. Apropos familiär: Unser Hauptkommissar lebt zwar immer noch getrennt von seiner Frau, aber die Wogen scheinen sich etwas zu glätten und die beiden kommen sich wieder näher. Was aber leider nichts an seinen miserablen Hausmannqualitäten ändert. Der Humor kommt auch in diesem Buch nicht zu kurz. Der Kampf mit dem Getränkeautomat geht weiter und die neueste Herausforderung ist ein nagelneuer Kaffeeautomat, der, nach Nutzung von Palzki, die Getränke nur noch ohne Becher ausgibt. Auch die Schlussbemerkung an den erbosten Leser hat mich laut auflachen lassen. Auf den letzten Seiten findet man auch in diesem Band wieder ein Personenverzeichnis und Informationen über die im Roman erwähnten Orte. Außerdem gibt es diesmal als besonderes Schmankerl ein Rezept. Welches? Das wird nicht verraten ... "Schwarzkittel" war für mich ein echter Lesegenuss. Auch wenn ich die Szene mit der Erfindung von Palzkis Freund Jacques dieses Mal etwas übertrieben fand. Aber das ist Geschmackssache und hält mich nicht davon ab, den Krimi mit fünf Sternen zu bewerten!
  21. Cover des Buches Wenn nichts ist, wie es scheint (ISBN: 9783940627322)
    Angelika Godau

    Wenn nichts ist, wie es scheint

     (9)
    Aktuelle Rezension von: HerryGrill

    Autorin Angelika Godau lässt im 5. Band den Protagonisten Privatdetektiv Detlef Menke und seinem Dackel Alli nach Zweibrücken zum Ermitteln reisen. Das passt diesem gut, da seine Dauerfreundin Oberkommissarin Tabea Kühn um Abstand gebeten hat. Tierärztin Hella Labrius bat Detlef darum einem Hundehasser, der tödliche Fressköder auslegt, zu überführen. Kaum dort angekommen, stolpert Menke dann am zweiten Tag über einen Toten auf dem Herzogplatz. Der Krimi ist sehr flüssig geschrieben und liest sich zügig, bleibt immer spannend und hält überraschende Wendungen parat. Auch privat gibt es mit der Verlobung von Tabea und Detti ein Happy End. Fortsetzung folgt mit Sicherheit…

    Klare Leseempfehlung nicht nur für Fans von Regionalkrimis und Hundeliebhaber!

  22. Cover des Buches Tante Martl (ISBN: 9783803292285)
    Ursula März

    Tante Martl

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Die Tochter des Münzmeisters (ISBN: 9783548269603)
    Marion Henneberg

    Die Tochter des Münzmeisters

     (37)
    Aktuelle Rezension von: katja78
    Klappentext Goslar im 11. Jahrhundert: Die junge Hemma, Tochter des Vogts, muss nach der Enteignung der Familie und dem Tod des Vaters durch die Hand eines adligen Verehrers aus Not den Sohn des örtlichen Münzmeisters heiraten. Gleich bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt Hemma. Ihre Tochter Henrika wächst ohne Mutter bei dem sie liebevoll umsorgenden Vater auf. Als Henrika sich in einen Gefolgsmann des Königs verliebt, erlangt sie Zugang zu gesellschaftlichen Kreisen, in denen sich auch der Mörder ihres Großvaters bewegt … Zum Buch Wir sind im Jahre 1156, ein blutiger Überfall auf das Gut des Vogts der Goslarer Pfalz, soll noch Jahre später in Tragik weitergehen. Damals starb der Vogt bei dem grausamen Überfall, Henrikas Großvater. Als nun ihre Heirat zwischen Intrigen und Missgunst zur Sprache kommt, erfährt Henrika nun nach und nach von den schrecklichen Ereignissen von vor 16 Jahren, aber nur langsam fügen sich die Bruchstücke zusammen. Ob Ritter Randolf ihr in der Zeit beistehen kann? Spannung, Schreibstil, Charaktere Dies ist mein erster Roman von der Autorin Marion Hennenberg und was mich wirklich überrascht hatte, waren die vielen politischen Geschehnisse, gespickt mit schrecklichen Ereignissen rund um die Kaiserpfalz. Geschichte um König Heinrich, und es ist wirklich wahr! Recherche rund ums Buch ist wichtig und macht es, wenn es richtig mit einer eigenen Geschichte verbunden wird, zu einer absoluten Zeitreise. Bei dem Schreibstil der Autorin fühlte ich mich total zeitversetzt beim lesen und auch nach einer Lesepause, ist man gleich wieder mitten im Geschehen. Ich fand den Roman auf seine Weise richtig spannend, man muss Historische Romane aber mögen, auf jeden Fall aber sehr unterhaltsam und informativ. Es gibt einige Charaktere in diesem Roman, aber diese sind doch recht facettenreich beschrieben, so das man nicht durcheinander kommt, das hab ich schon anders erlebt und bin immer froh, wenn durch verschiedene Charaktereigenschaften Unterschiede geschaffen werden das jeder einzelne wirklich ein Individuum ist. Mein Fazit Ein rundrum gelungenes Regionales Historisches Buch das durch die gute Recherche der Autorin besticht. Absolut empfehlenswert!
  24. Cover des Buches Erfindergeist (ISBN: 9783839210093)
    Harald Schneider

    Erfindergeist

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Kommissar Reiner Palzki hat Urlaub. Diesen will er nutzen, um seine Familiensituation zu klären. Doch dazu kommt es nicht. Nicht nur, dass sein Kollege krank wird, auch gibt es einen Mord im Holiday Park Haßloch, sein Freund, der Erfinder Jacques Bosco wird tot in seiner explodierten Werkstatt gefunden und zu allem Überfluss bekommt er auch noch einen neuen Chef, der sich vor allem nur wichtigmachen kann.

    Palzki ist am Verzweifeln. Wie soll er da seine Ehe retten können, wenn ihm der Tod von Jacques Bosco so nahe geht und Personalmangel herrscht? Vor allem, als sich herausstellt, dass der Unfall des Erfinders vielleicht gar keiner war? Palzki begibt sich trotz Urlaub auf Spurensuche …

     

    Reiner Palzki ermittelt erneut. Eigentlich wollte er sich zurück halten. Seinen Urlaub genießen, seine Ehe versuchen zu retten, doch der plötzliche Tod seines Freundes Jacques lässt ihm keine Ruhe. Und begibt er sich auf Spurensuche in den Holiday Park bei Haßloch, in dem alle Fäden irgendwie zusammenzulaufen scheinen.

    Ich kenne den Holiday Park seit meiner Kindheit, waren wir seinerzeit doch jährlich einmal dort zu Besuch und nicht zuletzt der Donnerfluss blieb mir in lebhafter (wenn auch meist nasser) Erinnerung. Seit meine Kinder in diesem Jahr groß genug sind, waren wir zwischenzeitlich einige Male dort gewesen. Zwar kenne ich einige Palzki-Romane, bei weitem aber (noch) nicht alle. Als ich nun hörte, es gibt einen, der im Holiday Park spielt, war klar, dass ich ihn mir mal näher anschauen musste.

     

    Und während die Kinder im Holiday tobten, las ich einige Zeilen des Buches. Harald Schneider versetzt den Leser wieder einmal mitten ins Geschehen. Palzki, ein Kommissar mit Herz und Seele, hat gleich mehrere Fronten, an denen er kämpfen muss. Sein eher menschliches Vorgehen macht ihn sehr sympathisch und schnell war ich gefangen von der Geschichte. Gemeinsam mit ihm begab ich mich auf Spurensuche.

    Das Buch wurde bereits 2009 geschrieben. Seit dem gab es einige Veränderungen im Park, nicht zuletzt an der Führungsspitze. Nichtsdestotrotz findet man sehr viele der Schauplätze aus dem Buch im Park wieder. Gedanklich kann man auch von zu Hause aus Palzki folgen, seine Ermittlungen anstellen und seine Verdächtigen näher beleuchten.

     

    Fazit:

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Spannend, verworren, menschlich und authentisch geschrieben, nachvollziehbare Schauplätze und eine Handlung, die manchmal so absurd ist, dass sie einfach wahr sein muss, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Einzig, und das muss ich leider sagen, habe ich Frau Ackermann ein wenig vermisst. Ihre Redeflüsse können einen zwar nerven, zeitgleich habe ich mich aber auch irgendwie schon an sie gewöhnt. Ich hoffe doch sehr, es geht ihr gut… :-)

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