Bücher mit dem Tag "pfarrer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pfarrer" gekennzeichnet haben.

129 Bücher

  1. Cover des Buches Revival (ISBN: 9783453441873)
    Stephen King

    Revival

    (275)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Sie ist eine 3,5 von 5


    Also das Ende war einfach nur Crazy. Ich hatte mit viel Verrückten gerechnet, aber sicher nicht mit sowas.


    Also das Buch ist zwar Hin und Wieder echt zäh. Und dadurch kommen einem die knapp 500 Seiten ewig vor. Aber sobald man an die Letzten 100 Seiten kommt wird man Belohnt.


    Die Charaktere sind Speziell würde ich sagen, Besonders der Fünfte ist eine Klasse für sich. Unsere Person durch die wir die Geschichte erleben, ist ganz sympathisch. Klar gibt es Momente wo man auch ihn verflucht. Aber im Großen Ganzen, ist er perfekt in der Geschichte.

    Das Ende ist sehr gut gelungen, die ganzen Auflistungen der Fakten was passiert ist danach. C tut mir echt leid aber vllt geht es ja wirklich doch noch aufwärts, weil First Try und so xD

  2. Cover des Buches Drachenglut (ISBN: 9783570312582)
    Jonathan Stroud

    Drachenglut

    (245)
    Aktuelle Rezension von: SarahLieblingsmensch

    Dies war mein erstes Fantasy Buch und ich muss sagen am Anfang dachte ich wirklich ohhh Gott wie soll ich bloß in dieses Buch reinkommen. Aber ab der 50ten Seite fand ich es wirklich sehr spannend nur das Ende war mir etwas zu kurz. Ich habe noch soooooviele Fragen 😅. Was wird aus Tom und sarah und den Brüdern? Was wird aus der Stadt? usw usw usw 🤣

  3. Cover des Buches Fritz und Emma (ISBN: 9783548066493)
    Barbara Leciejewski

    Fritz und Emma

    (249)
    Aktuelle Rezension von: eldora151

    Fritz und Emma von Barbara Leciejewski ist für mich eines der schönsten Bücher der letzten Jahre. Es hat mich tief bewegt, ich habe gelacht, geweint und mich oft geärgert – besonders über die beiden Hauptfiguren, die so stur sind, dass sie ihre große Liebe nicht einfach leben können. Diese Mischung aus Wut, Trauer und Hoffnung hat mich sehr berührt und lange beschäftigt.

    Eine besondere Rolle spielt Marie, die mit ihrem Mann, dem neuen Pfarrer, ins Dorf zieht. Sie hadert zunächst mit dem Landleben, doch nach und nach öffnet sie sich den Menschen und gewinnt Vertrauen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen versucht sie schließlich, Fritz und Emma wieder zueinander zu bringen.

    Ein Roman voller Emotionen, der zeigt, wie kostbar die Liebe ist – und wie sehr Entscheidungen, aber auch Sturheit, ein Leben prägen können. Ein Buch, das noch lange nachhallt.

  4. Cover des Buches Interview mit einem Mörder (ISBN: 9783442713691)
    Bernhard Aichner

    Interview mit einem Mörder

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Kurze prägnante Sätze in einer eigenwilligen, jedoch witzigen Lyrik. Ein Glücksfall für alle Krimi Liebhaber. Ein Buch was man bis zum Ende durchlesen möchte. Ich mag die Serie um Max Broll dem Totengräber.

  5. Cover des Buches Ehebrecher und andere Unschuldslämmer (ISBN: 9783838708799)
    Kerstin Gier

    Ehebrecher und andere Unschuldslämmer

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    Kerstin Gier erzählt mit Ehebrecher und andere Unschuldslämmer eine Komödie über die Lebensgeschichten von 4 Frauen die alle mit ihrem Alltag zu kämpfen haben, und einem Pfarrer der es mit seiner Fürsorge etwas zur genau nimmt. 

    Als die schwangere Studentin Louisa nach dem Tod ihres Vaters von der Stadt zurück zu ihrer Mutter zieht, ist sie fest davon überzeugt, daß sie in der ländlichen Idylle versauern wird. Doch schon bald stellt sie fest, daß es in ihrer Heimatgemeinde schlimmer zugeht als einst in Sodom und Gomorrha. Das ist vor allem die Schuld des frisch geschiedenen Pfarrers, der sich nicht nur um das Seelenheil, sondern auch um das körperliche Wohl seiner weiblichen Schäfchen bemüht und somit aus frommen Unschuldslämmern reißende Hyänen macht. Um sich den attraktiven Junggesellen zu angeln, greifen die Damen tief in die weibliche Trickkiste. Ein gnadenloses Spiel aus Lügen, Listen sowie kleineren und größeren Verbrechen beginnt. Als Louisa merkt, daß sogar ihre eigene Mutter darin verwickelt ist, stürzt auch sie sich Hals über Kopf in das Intrigenspiel ...

    Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven des Protagonistinen erzählt. Was ich gut fande den so konnte mich in diese hineinversetzen.

    Einige der Charaktere waren mir unsympathisch. 

    Zum Beispiel George, der Ehemann von Irmi kommt seinem derzeitigen Leben nicht zurecht. 

    Und macht seiner Frau deshalb das Leben schwer. 

    Spannung gab in der Geschichte nicht. auch überraschende Wendungen gab es in dieser Geschichte wenig. 

    Aber das stört mich bei einer Komödie wie dieser nicht. 

    Der Roman zeichnet sich hauptsächlich durch den unverwechselbaren schlagfertigen Humor der Autorin aus. 

    Instagramt ist es ein unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. 


      






      

  6. Cover des Buches Zeit im Wind (ISBN: 9783641060169)
    Nicholas Sparks

    Zeit im Wind

    (1.094)
    Aktuelle Rezension von: dasEllie

    (Eventuell Spoiler!)

     

    Nicholas Sparks ist dafür bekannt, seinen Charakteren eine schwere Vergangenheit aufzubürden oder sie vom glücklichen, trauten Zusammensein in eine schwere Zukunft, mit großen Prüfungen zu führen.

    Leider konnte mich das Buch um die Geschichte von Landon und Jamie nicht so sehr fesseln, wie die Verfilmung. Und das will schon etwas heißen.

     

    Plot: Landon gehört zu den Reichen Bürgern von Beaufort, North Carolina. Die Noten ganz passabel, der Beliebtheitsgrad in der kleinen, einzigen High-School der Stadt vergleichsweise hoch. Wie vermutlich jeder 1958, besucht er brav jeden Sonntag den Gottesdienst in der Baptistenkirche, in der Hegbert Sullivan der Pfarrer ist.

    Über diesen machen Landon und seine Freunde sich schon seit Kindertagen lustig. Weil er alt ist und wegen seinen ausschweifenden Reden über Unzucht treibende.

    Dem gegenüber steht Hegberts Tochter Jamie. Die unbeliebte Jahrgangsbeste, die ständig mit ihrer Bibel herumrennt und komische Klamotten trägt. Sie ist ein sehr zuvorkommender, hilfsbereiter und nicht nachtragender Mensch. Warum sie in der Schule keine Freunde hat, muss auch Landon feststellen, weiß eigentlich keiner.

    Der Film ist zwar, im Nachgang betrachtet, nur eine lose Anlehnung an den Roman, allerdings vermittelt er den Inhalt besser, finde ich.

    Landons Gedanken und Gefühle, Jamies bezauberndes Wesen und die Art wie Landon mit seinem Lebensumschwung umgeht, wird in den circa anderthalb Stunden besser verdeutlicht als in dem 223-seitigen Roman.

    Für mich wirken die Ereignisse etwas zu erzwungen, ohne wirklichen Tiefgang, vorhersehbar und flach. Das Ende hätte es nicht gebraucht, um Landons Charakterentwicklung zu verdeutlichen.

     

    Charaktere: Mit den Charakteren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Ich fand Landons Werteumschwung zu schnell heruntererzählt und mir fehlte es um ehrlich zu sein auch ein wenig nach Nachvollziehbarkeit.

    Jamie war durchgehend zu lieb und für mein Empfinden auch ein wenig zu Gottfixiert. In meinem Kopf war sie über alles Seiten hinweg entweder high oder auf Medikamenten, die einem alles egal werden lassen.

    Hegbert Sullivan, obwohl er mehr ein Nebencharakter war, hat mir gut gefallen. Mit ihm hatte ich am Ende auch am meisten Mitleid. Man könnte fast meinen, er wäre wirklich permanent vom Pech verfolgt.

     

    Setting: Der Roman spielt 1958 in einer Kleinstadt in North Carolina, die irgendwo zwischen Meer und einem großen Fluss liegt. Mal bekam ich beim Lesen den Eindruck, dass sie so klein ist, dass jeder jeden kennt. Mal erschien sie mir doch wieder so groß, dass das eben nicht der Fall war.

    Einen Bezug zu den späten Fünfzigern bekommt man leider auch nicht. Außer, dass sich die Freizeitgestaltung der jugendlichen etwas eintönig gestaltet. Die Jahresangabe hätte man aber auch getrost weglassen können. Sie hat der Geschichte nichts Außergewöhnliches verliehen.

    Ansonsten ist der Autor, meiner Meinung nach, sehr sparsam damit umgegangen, der Welt Leben einzuhauchen.

     

    Schreibstil: Aufgrund des Alters der Hauptcharaktere und der Thematik der ersten Liebe, würde ich den Roman eher dem Jugendbuchgenre zuordnen. Dafür war der Schreibstil gut. Keine komplizierten Wörter oder Schachtelsätze.

    Für alles andere war er mir persönlich leider etwas zu detailarm und holprig. Die Sprünge, die man teilweise zwischen den Absätzen gemacht hat, haben für mich an der ein oder anderen Stelle den Lesefluss etwas zerstört.

     

    Spaßfaktor: Das Buch habe ich in vier Tagen gelesen. Aber eher, um es schnell fertigzukriegen, nicht weil ich wirklich Spaß daran hatte.

     

    Fazit: Den Film habe ich bereits ein paar Mal gesehen und werde ihn mir definitiv auch noch ein paarmal ansehen. Das Buch werde ich wohl kein zweites Mal in die Hand nehmen. Es war was Nettes für zwischendurch, aber nicht mehr oder weniger.

    Wertung: ❁❁❁ von ❁❁❁❁❁

     

    Start: 1. März 2024 | Ende: 4.März 2024

  7. Cover des Buches Der Nordseespuk (ISBN: 9783596034413)
    Tilman Spreckelsen

    Der Nordseespuk

    (53)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt
    Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr – statt dessen liegt nun eine Leiche im Schlick.
    Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?

    Meinung:

    Das ist der zweite Teil einer Reihe- die ich vorher nicht kannte. So habe ich mit diesem Teil begonnen, da ich es mal geschenkt bekommen habe. Den ersten Teil kenne ich somit nicht. Aber ich denke, man kann die Teile auch unabhängig voneinander lesen, denn die Teile sind in sich abgeschlossen, es ist jedes mal ein neuer Fall. Und alles wichtige wird erwähnt was man wissen muss.


    Erst einmal muss ich sagen, das ich es als richtigen Krimi nicht bezeichnen würde. Es ist zwar spannend und und teilweise aufregend, aber richtig Krimimäßig eben nicht.

    Für mich ist diesen Werk etwas besonderes, da ich selber aus der Nähe von Husum komme und oft durchfahre.

    Es spielt im 18. Jahrhundert und es wird wirklich bildlich die Zeit von früher beschrieben. Ich konnte mir wunderbar die alten Kachelofen vorstellen, die kleinen, zugigen Häuser, die Straßen, den Nebel und das Wasser. Ich war fast dabei.

    auch wurde hier wirklich gut Recheriert, finde ich- was die damalige Zeit und der Charakter einer bestimmten Person betrifft- die es tatsächlich gab.

    Die Charaktere sind gut gelungen finde, jedoch finde ich den Schreiber Söt etwas zu ruhig und zurückhaltend.

    Der Fall selber ist interessant und man überlegt, was da wohl im Gange ist.

    Gibt es tatsächlich eine Geheime Sekte  die schon seit Jahrhunderten ihre Finger im Spiel hat und verantwortlich für die Toten ist oder agieren hier ganz andere Personen?


    Ich würde germe die anderen Teile auch lesen, ich finde sie sehr interessant.

  8. Cover des Buches Gott schütze dieses Haus (ISBN: 9783442488650)
    Elizabeth George

    Gott schütze dieses Haus

    (464)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Immer noch machten die grauenhaften Fotografien die Runde. Pater Hart brauchte sie nicht anzusehen. Er wusste nur zu gut, was sie zeigten. Er war als Erster am Ort gewesen. Das Bild war unauslöschlich in sein Gedächtnis eingegraben. William Teys – in seiner ganzen Größe von einem Meter neunzig – in fötaler Stellung auf der Seite liegend, den rechten Arm ausgestreckt, als wolle er noch etwas greifen, den linken Arm in den Magen gedrückt, die Knie fast bis zur Brust hochgezogen, und dort, wo der Kopf hätte sein müssen – nichts. Neben ihm Roberta. Und die schrecklichen Worte: Ich war’s. Es tut mir nicht leid.«

     

    Ein zutiefst erschütternder, aber auf den ersten Blick klarer Fall beschäftigt Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers von Scotland Yard. In einem kleinen Dorf in Yorkshire entdeckte der Pfarrer die enthauptete Leiche eines angesehenen Gemeindemitglieds. Neben ihm die geständige Tochter, die jedoch von diesem Zeitpunkt an kein Wort mehr spricht.

     

    Weder der Pfarrer noch sonst jemand im Dorf kann sich vorstellen, dass Roberta wirklich ihren Vater ermordet hat. Bei der Suche nach möglichen Erklärungen für das blutige Szenario stoßen die Ermittler tatsächlich auf diverse Widersprüche und Auffälligkeiten. Die Wahrheit wird letztlich auch sie an ihre Grenzen bringen.

     

    Mit dieser Reihe wollte ich ewig schon mal beginnen und der erste Versuch erwies sich gleich als Volltreffer. Der Stil sagte mir sehr zu, die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und ist dabei immer sehr nah an den Empfindungen der einzelnen Charaktere, die sich in ihrer Art sehr unterscheiden.

    Das beginnt bei den Ermittlern. Thomas Lynley ist ein Mann von Welt, wohlhabend und gutaussehend. Barbara Havers jedoch könnte man glatt als das genaue Gegenteil bezeichnen. Spannungen im Team sind da vorprogrammiert. Zudem scheint jeder von ihnen einen dunklen Schatten auf der Seele mit sich rumzuschleppen. Ähnliches findet man auch bei den Dorfbewohnern und Angehörigen des Opfers und merkt schnell, dass hinter der biederen, hochanständigen Fassade mehr als ein Abgrund lauert.

    Gut, die Auflösung drängte sich schon recht früh auf. Ich denke, dass das jedem erfahrenen Krimileser so gehen wird. Trotzdem berührte mich die intensive Schilderung sehr. Diese Reihe verfolge ich sicher weiter.

     

    Fazit: Ein erschütternder Ausflug in menschliche Abgründe, sehr intensiv geschildert.

  9. Cover des Buches Die Einsamen (ISBN: 9783442743797)
    Hakan Nesser

    Die Einsamen

    (106)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    Eine unbeschwerte Sommerreise in den siebziger Jahren. So fängt alles an. Drei Paare aus Uppsala, miteinander befreundet und jung, planen eine Busreise von Schweden durch die Ostblockländer bis ans Schwarze Meer. Aber was so lustig beginnt, endet im Desaster. Die Wege der Sechs trennen sich nach diesem Urlaub – und kreuzen sich ein Menschenalter später erneut, als ein Dozent aus Lunda in den Wäldern vor Kymlinge am Fuße eines Steilhangs tot aufgefunden wird. Genau an derselben Stelle, an der eine junge Studentin aus Uppsala vor fünfunddreißig Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam ... 

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    Die Biographien der Protagonisten sind, wie immer bei Nesser, intensiv und geben Einsicht in die Gedanken und Handlungen der Charaktere.
    Jeder dieser 6 Studenten kommt durch die Ich-Erzählung zu Wort und man hat dadurch ein klares Bild der einzelnen Charaktere vor Augen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
    Auch der Kriminalinspektor Barbarotti kommt dabei nicht zu kurz. Ein sympathischer Ermittler mit Ecken u. Kanten, der neben den Ermittlungen einen Deal mit Gott am Laufen hat.

    Der Kriminalroman verläuft in mehreren Handlungssträngen und diese wiederum auf zwei Zeitebenen - der Gegenwart und Anfang der 70er Jahre.
    Ist jedoch nicht so kompliziert wie es sich anhört. Im Gegenteil! Das Buch liest sich flüssig und es trägt erheblich zur Spannung bei.
    Die Spannung nimmt gegen Ende zu und die Auflösung ist wieder einmal eine große Überraschung, die man nicht im Ansatz hätte erahnen können - dramatisch, aber auch traurig.

    Fazit:
    Philosophisch, tiefgründig, spannend und doch mit Witz.
    Wieder einmal ein Nesser den ich nahezu verschlungen habe
  10. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783453422544)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    (429)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Von diesem Buch hatte ich Vorfeld nur Gutes gehört. Also war ich sehr gespannt, ob mich die Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert genauso begeistert wie viele hier. 


    Mary wächst als eine von vier Schwestern auf einem kleinen Bauernhof im ländlichen England des 19. Jahrhunderts auf. Wie wir später erfahren, spielt die Geschichte 1831, denn Mary schreibt sie höchstpersönlich auf. 


    Ein Jahr lang schildert sie das ärmliche Leben auf dem Hof, die Brutalität, mit der ihr Vater gegen jede noch so kleine Abweichung von der täglichen Arbeit vorgeht und die scheinbare Gleichgültigkeit der Mutter, die von morgens bis abends beschäftigt ist und für Gefühle keine Zeit zu haben scheint. Mary ist anders als ihre Schwestern. Sie versucht Wärme in den Alltag zu bringen. Als jüngstes Kind, das sich auch optisch von ihren Familienmitgliedern unterscheidet, wirkt sie etwas unbeschwerter, träumt von Sonnenaufgängen und bezahlt so manch hohen Preis für die ein oder andere Flucht vom Alltag. Sie hat ein großes Herz für ihren gelähmten Großvater, der ebenfalls von den Brutalitäten seines Sohnes nicht verschont bleibt. 

    Als Mary von heute auf morgen ins Pfarrhaus ziehen muss. Um dort die schwerkranke Frau des Pastors zu betreuen, ändert sich ihr Leben schlagartig.


    Thematisch geht es im Buch stark um Machtmissbrauch, patriarchale Gewalt und soziale Hierarchien. Selbstermächtigung von Frauen findet hier nicht statt. So werden Mary und ihre Schwestern zu arbeiten gezwungen, die das Leben der Familie am laufen halten. Eine Wahl bleibt Ihnen nicht. Männer nehmen sich was sie brauchen, egal, ob Frauen bereit sind, zu geben oder sich gar wehren. Der Ortswechsel, den die Protagonistin vornehmen muss, ist fremdbestimmt , sie zu fragen, kommt niemandem in den Sinn. Das Geld dafür kassiert der Vater. Mary nimmt das bewusst war und stellt diese Form von sozialer Gewalt auch infrage doch kann sie sich dagegen nicht auflehnen. Wenn Sie dies trotz allem versucht, bekommt sie dies sofort physisch zu spüren. Dieses fremdbestimmte Leben stört sie trotzdem stark, und sie entdeckt für sich Bildung als Möglichkeit zur Flucht. Die Allgegenwärtigkeit von Vertrauensbrüchen durch Männer macht die Perspektivlosigkeit, der sich Frauen und Mädchen gegenüber sehen sehr deutlich. In diesem Fall spürt es aber auch nicht die Solidarität unter Frauen. Freundinnen- oder Schwesternschaft fällt Resignation zum Opfer.


    Leyshon bedient sich einer einfachen, oft pragmatischen Sprache, in der ein Hauch von Poesie mitschwingt. Dabei fügt sie kleine Wendungen ein, führt auf falsche Fährten und schenkt uns den ein oder anderen Twist, dessen Auflösung sie aber offen lässt. Ich finde diese Form der Textkonstruktion sehr gut gewählt. Sie baut Spannung auf, lässt uns Leser*innen mutmaßen und es bleibt trotzdem genug Raum für eigene Lösungen. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird, und obwohl sich das bestätigt hat, habe ich aufgeregt dem Ende entgegen gefiebert. Das macht den Roman zu einer spannenden Erfahrung.


    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Plot, Sprache, Setting und Konstruktion haben mich begeistert, und ich werde dieses Buch ab sofort zu meinen Highlights zählen


    Eine Empfehlung für alle, die besondere Frauenfiguren mögen und raffinierte Texte zu schätzen wissen. 

  11. Cover des Buches Flavia de Luce 9 - Der Tod sitzt mit im Boot (ISBN: 9783734100802)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 9 - Der Tod sitzt mit im Boot

    (96)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Flavia und ihre Schwestern machen gemeinsam mit Dogger Urlaub. Der Tod des Vaters wiegt immer noch schwer auf der Familie und daher scheint ein wenig Abwechslung ratsam.

    Tante Felicity drängt auf den Verkauf des Hauses, was Flavia so gar nicht passt.

    Bei einem kleinen Bootsausflug verfängt sich Flavia sprichwörtlich in einer Leiche. Der junge Orlando, Laienschauspieler und Sohn des gehängten Dorfpfarrers, lässt neuen Mut aufkommen.

    Gemeinsam mit Dogger beschließt Flavia herauszufinden, ob der junge Orlando wirklich ertrunken ist. Bei eingehender Recherche stellt sich heraus, dass in diesem Ort so einiges nicht stimmt. Ein gehängter Pfarrer, drei vergiftete alte Damen und ein Bestatter, der seinen Job zu wörtlich nimmt.

    Mit viel Improvisation gelingt es Flavia und Dogger dank eigenem Chemiebaukasten herauszufinden, dass der junge Orlando nicht ertrunken ist. Doch Flavias Ermittlungen bleiben nicht unbemerkt und ihr Ruf eilt ihr voraus.

    Alan Brandley lässt Flavia auf das beschauliche englische Landleben los. Gemeinsamt mit ihrem treuen Butler Dogger und einem Chemiebaukasten im Gepäck wird in einem fiesen Mord ermittelt, der so einige andere Sünden zu Tage bringt.

  12. Cover des Buches Vergib uns unsere Schuld (ISBN: 9783453427877)
    Hera Lind

    Vergib uns unsere Schuld

    (45)
    Aktuelle Rezension von: makama

    Carina ist gerade Mitte 30 als sie Witwe wird, ihr Mann war deutlich älter. Sie hat drei Kinder und beginnt ihr Leben neu zu ordenen.  Obwohl Katholisch aufgewachsen war sie lange nicht in der Kirche, das war in der ehemaöigen DDR halt so und ihr Mann hatte damit nichts am Hut, war sogar Parteimitlied undein hohes Tier.    Sie wendet sich wieder ihrem alten Glauben zu, fühlt sich aufgefangen und versucht auch ihre drei Kinder in der Gemeinde, die sie liebevoll aufnimmt zu integrieren.  Auf der Suche nach einem Kreuz kernt sie Pater Raphael kennen. Die beiden fühlen einandersehr vertraut, an Liebe denkt niemand..... Doch die Gefühle entwickeln sich und es kommt, was kommen muss. Die beiden werden ein Paar, bald ist Carina schwanger und nichts ist mehr wie es einmal war..... Die Kirche hält Raphael fest in ihrer Hand und beide müssen um ihre Liebe kämpfen .... dazu kommen Anfeindungen --- sie ist die Sünderein, auch des Paters Mutter macht beiden das Leben schwer..... Dochsie gehen ihren schweren Weg.....

    Fazit und Meinung: Auch dieser Roman von Hera Lind beruiht auf einer wahren Begenheit. Er hat mich sehr berührt und die Borniert, nicht nur der Kirchenoberen konnte ich kaum nachvollziehen, bin selber katholisch und kenne einige Geistliche, die dem Zölibat entsagt und eine Familie gegründet haben..... Mit hat dieser Roman gut gefallen ich vergebe gute 4 Sterne.

  13. Cover des Buches Himmel - Herrgott - Sakrament (ISBN: 9783328102038)
    Rainer M. Schießler

    Himmel - Herrgott - Sakrament

    (20)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Ein katholischer Pfarrer aus München, der schon lang einen weltoffenen Weg im 21. Jhd. geht! Der seine Mitmenschen als gleichberechtigte Menschen ansieht, und auch Homosexualität nich als Tabu ansieht, sondern auf erfrischende Weise damit umgeht, dass es das gibt. Das, worüber die katholische Kirche dieses Jahr angefangen hat zu reden, ohne wirkliche Ergebnisse zu erzielen oder Taten folgen zu lassen, hat dieser sympathische Mensch längst verstanden! Schön, dass es auch solche Pfarrer gibt! Ich würde mich freuen, diesen interessanten Priester kennenzulernen und mich mit ihm zu unterhalten! Das Buch war spannend zu lesen und ich musste oft schmunzeln. Eine absolute Leseempfehlung! 

  14. Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783453423190)
    Emily Gunnis

    Das Haus der Verlassenen

    (190)
    Aktuelle Rezension von: Selmalucasio

    In „Das Haus der Verlassenen“ wird Ivy in den 1950ern als junge, schwangere Frau in ein strenges Heim gezwungen. Den Frauen werden die Kinder genommen, ihr Leben geprägt von Schmerz und Geheimnissen. Jahrzehnte später entdeckt Journalistin Sam die Wahrheit und die Verbindung zur eigenen Familie. Ein berührender, fesselnder Roman über Verlust, Mut und Kraft. Die Vergangenheit holt die Gegenwart ein.

  15. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

    (170)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐱 ist ein Buch, das ich allein wegen seiner hübschen Optik in meiner Sammlung haben wollte. Und natürlich auch wegen des verlockenden Klappentextes um den Mythos eines Seeungeheuers, welches einen kleinen englischen Ort im 19. Jahrhundert heimsucht. Aber meine Bücherei hatte es da und weil Bücher nun mal teuer sind, durfte es nur als Leihexemplar bei mir einziehen.


    Der Roman begleitet eine Vielzahl von Personen, wobei die junge Witwe Cora und der Pfarrer Will die Hauptfiguren bilden. Cora ist voller Wissensdurst, folgt den Thesen Darwins und als sie hört, im Küstenort Aldwinter habe man eine Seeschlange gesichtet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Könnte es sich doch um ein prähistorisches Wesen handeln.
     Die Dorfgemeinde glaubt aber eher an ein mystisches Ungeheuer. Will Ransome glaubt an keines von beidem, ist aber zunehmend fasziniert von Cora, mit der er aber auch immer wieder aneinander gerät.


    Ich hatte einige Probleme mit dem Roman.

    Erst einmal gibt es zu viele Personen, von denen kaum eine sympathisch ist. Jede von ihnen hat seine eigene interessante Geschichte zu erzählen, die aber nicht genug Raum bekommt, weil eben zu viel los ist.


    Das Paar Cora und Will hatte für mich null Chemie, zumal Will mit einer sehr lieben Frau verheiratet ist und mit Cora nichts gemeinsam hat. Cora ist anders und darin liegt der Reiz. Aber wie soll man mit eine Romanze mitfiebern, wenn die Verliebten nie einer Meinung sind und andere mit ihrem Verhalten verletzen?


    Auch wenn es hier um ein mystisches Wesen geht, erwartet keine Fantasy. Die Schlange steht für vieles. Wissenschaft und Aberglaube, Medizin, Massenhysterie, soziale Ungerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu jener Zeit. Alles interessante Themen, über die ich gern gelesen habe. Man hätte es aber vielleicht besser auf drei verschiedene Romane aufgeteilt, damit jedes Thema für sich glänzen kann.


    Von mir erhält der Roman trotz meiner Kritik eine positive Bewertung, denn er hat mich sehr gut unterhalten. Und auch das versöhnliche Ende hat mir gefallen.

  16. Cover des Buches Priest: Eine Liebesgeschichte (ISBN: 9783736302440)
    Sierra Simone

    Priest: Eine Liebesgeschichte

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Es gibt viele Regeln, die ein Priester nicht brechen darf. Ein Priester darf nicht heiraten. Ein Priester darf seine Gemeinde nicht im Stich lassen. Ein Priester darf seinen Gott nicht verlassen. Ich war immer so gut darin, Regeln zu befolgen. Bis sie kam und ich neue Regeln lernte. Mein Name ist Tyler Anselm Bell. Ich bin 29 Jahre alt. Vor sechs Monaten habe ich mein Keuschheitsgelübde gebrochen, auf dem Altar meiner eigenen Kirche. Und so wahr mir Gott helfe, ich würde es wieder tun. Ich bin ein Priester, und das ist meine Beichte. 

    Was soll ich sagen... ich habe es abgebrochen... es konnte mich nicht packen, der Schreibstil, das Setting, die Charaktere am schlimmsten die Ausdrucksweise... omg war die schrecklich...

    Ich fange mal zuvorderst an, das Buch ist schon seit Jahren auf meinem E-reader... nun wollte ich den SuB etwas abbauen und habe mich diesem Buch gewidmet in der hoffnung es gefällt mir, v.a. da es auch sehr gehypt wird... Nun ja... ich weiss nicht recht was ich erwartet habe, das Buch war schrecklich... Ich meine es ist ein Priester der irgendwie übermässig gut aussieht und in seiner Vergangenheit auch sexuell sehr aktiv war bis er sich für die Berufung als Priester gesehen hat... nun ja dann kam Poppy eine gutaussehende junge Frau die sich von ihm angezogen fühlt und eins führte zum anderen... aber die Ausdrucksweise... ich hatte echt mühe zwischen "Gott wird mich wohl für das nicht verurteilen" und " ihr stöhnen war das schönste Kirchenlied das ich je gehört habe" oder so in diese Richtung... puh...

    Dazu kam ich mit beiden Charakteren nicht klar, die waren mir zu unausgearbeitet und nervig... deswegen habe ich bei ca. 45% des Buches aufgehört...

    Ich kann es leider nicht empfehlen oder besser gesagt ich kann mir nicht vorstellen für wen das was sein kann...  

  17. Cover des Buches Das Lied der Stare nach dem Frost (ISBN: 9783492304764)
    Gisa Klönne

    Das Lied der Stare nach dem Frost

    (91)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Da ich gerne Romane lese,  die ein Familiengeheimnis aufdecken griff ich zu diesem älteren Roman. 

    Er konnte mich ab der ersten Seite fesseln und berühren. Ein besonderer Roman mit Tiefgang und verschiedenen Zeitebenen. Die Gefühle von Rixa waren authentisch dargestellt und ich konnte mit ihr mitfühlen. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut und ich werde auf jeden Fall noch mehr von Gisa Klönne lesen. Der Roman ist ruhig erzählt und man kann ihn nicht so schnell weggelesen. Doch er ist aussergewöhnlich, hebt sich von der Masse ab und wird mein Bücherregal niemals verlassen. 

    Daher vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung. 

  18. Cover des Buches Das Pesttuch (ISBN: 9783442773640)
    Geraldine Brooks

    Das Pesttuch

    (116)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie



    Das ist ein ganz großartiger historischer Roman nach wahren Begebenheiten!


    Eine Frau gegen den Schwarzen Tod. Als in einem kleinen Dorf im Norden Englands die Pest ausbricht, übernehmen Angst, Hysterie und Hexenwahn die Herrschaft. Der Schwarze Tod wütet unerbittlich. Die Dorfbewohner haben dem Pfarrer gelobt, den Ort nicht zu verlassen, ehe nicht die Seuche besiegt ist. Mehr als einmal sind sie kurz davor, einander gegenseitig zu meucheln. Die junge Witwe Anna Frith beweist in dieser schlimmen Zeit Mut, sie schenkt Leben und findet Liebe und privates Glück. Eines Tages hat das Grauen ein Ende. Aber Anna Frith steht die schwerste Prüfung noch bevor ...


    Mir gefällt die Schreibart von Geraldine Brooks sehr gut,  das Buch strahlt eine Ruhe aus beim Lesen!

    Erzählt wird die Geschichte in einer modernen Sprache, doch man merkt gleich, dass man im 17. Jahrhundert steckt! 

    Anna Frith ist eine bewundernswerte Protagonistin und aus ihrer Sicht wird die Geschichte über das „Pestdorf“ erzählt!


    Mir hat diese Roman sehr gut gefallen und ich hab schon weitere Bücher der Autorin auf meinem Wunschzettel!


  19. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  20. Cover des Buches Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud (ISBN: 9783492311106)
    Gaby Hauptmann

    Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Gaby Hauptmann gehört schon seit vielen Jahren für mich zur Elite der Frauenliteratur, sind ihre Bücher doch immer gespickt mit einer großen Brise Situationskomik ohne zusehr in irgendwelche Klischees zu rutschen. 

    Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die Bücher von Gaby Hauptmann nicht durchaus auch ein wenig vorhersehbar seien, aber hier finde ich: auf die Verpackung kommt es an. 

    Ihr Schreibstil ist locker aber nicht plump; ihre Charaktere sind zwar nicht das, was ich besonders vielschichtig nenne, aber sie sind irgendwie doch Eines - nämlich einfach herrlich menschlich. Mit Fehlern und Macken, die teilweise zwar sehr typisiert sind, aber mal Hand aufs Herz: Genau das macht einen Roman dieses Genres doch aus, oder?

     

    Besonders gelungen finde, wie es Frau Hauptmann gekonnt gelungen ist, das "Lästern" über Gabriellas Angeohnheit, jeden in ihr Bett einzuladen einzufangen.  

     

    Die Geschichte ist auf den ersten Blick sehr seicht und dümpelt die ersten Kapitel auch sehr vor sich hin, weist gegen Ende aber einen Tiefgang auf, für den ich Gaby Hauptmann so mag. 

    Auch hier findet man sich plötztlich umringt von Aussagen, von denen man nicht weiß, welche man jetzt explizit glauben soll.

    Wer meint es gut mit Gabriella? Diese Frage schoss mir ebenfalls regelmäßig durch den Kopf.

     

    Fazit:

     

    Bestimmt nicht der beste Roman, den es gibt. Dennoch perfekt geeignet, um einige schöne Stunde auf der Couch, der Terrasse oder im Bett zu verbringen. 

  21. Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783453412866)
    John Grisham

    Das Fest

    (302)
    Aktuelle Rezension von: januarygirl

    Den Anfang fand ich richtig stark und auch die Idee, Weihnachten ausfallen zu lassen, hat mir richtig gut gefallen. Leider wurde das Buch ab der Hälfte immer schwächer für mich, sodass ich es nur noch zu Ende lesen wollte. Entscheidungen wurden nochmal überdacht und für mich machte es den Eindruck als würde das Ehepaar nur noch reagieren, anstatt zu agieren. Schade!

  22. Cover des Buches Beichtgeheimnis (ISBN: 9783442475698)
    Wolf Schreiner

    Beichtgeheimnis

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Tiffit

    Der Pfarrer ist ein sehr interessanter Typ der mit richtig gut gefällt, der Fall ist spannend, sprachlich gut geschrieben, ein guter Krimi in einer schönen Umgebung.

    Mir waren es an manchen Stellen zu viele Frauen und Damen und Witwen die mich etwas verwirrt haben, weil ich sie ja immer zuordnen musste, aber das macht der guten Story keinen Abbruch. 

  23. Cover des Buches Ein Mord wird angekündigt (ISBN: 9783455021301)
    Agatha Christie

    Ein Mord wird angekündigt

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwind

    Die Idee ist ganz schön witzig...ein Städtchen kommt zusammen, um sich gemeinsam einen Mord anzuschauen. Warum auch nicht?

    Dabei kommen die Bewohner auch auf ihre Kosten. Im Anschluss wird aufgeklärt, was das Zeug hält. 

    Nach und nach geht allerdings der Reiz mehr verloren anstatt dass Respekt für die geniale Idee zuteil wird. Das beobachte ich aber generell bei Miss Marple-Krimis, dass es das abschließende Finale nach dem zerfahrenen Tratsch nicht mehr wirklich herausreißen kann. Schade, weil die Figuren schön herausgehoben sind und der Plot gut ist.

  24. Cover des Buches Herr Heiland und der tote Pilger (ISBN: 9783741303074)
    Johann Simons

    Herr Heiland und der tote Pilger

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Klaas Heiland übernimmt eine neue Gemeinde in einem kleinen bayrischen Dorf. Doch schon sein Ankommen ist ganz anders als geplant, nicht zuletzt dank seiner resoluten und schon etwas betagten Haushaltshilfe, die er vom früheren Pastor quasi übernommen hat. Fräulein Dimpel hat hier die Hosen an, das wird schnell klar. Er hat sich kaum eingerichtet in seinem neuen Domizil, da taucht eine Pilgergruppe auf und bald auch eine Leiche... 

    Mein Leseeindruck:

    Das Buch hat wirklich Spaß gemacht! Ich liebe diese Wohlfühlkrimis, bei denen die Krimihandlung nicht unbedingt im Vordergrund steht. So ein Buch ist das hier auch. Das Drumherum passt einfach, die einprägsamen Charaktere, die mitunter sehr humorvollen Dialoge und nicht zuletzt aber auch die Krimihandlung, denn spannend ist es trotz Wohlfühlatmosphäre auch durchaus! 

    Für mich ein sehr gelungener erster Band! Ich freue mich auf die Folgebände! 


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