Bücher mit dem Tag "pflege"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pflege" gekennzeichnet haben.

132 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499012426)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

    (11.899)
    Aktuelle Rezension von: Max1919

    Manche Bücher begleiten einen noch lange, nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Nach der intensiven und berührenden Lektüre von "Vollmondkinder - Eine Erzählung über den Sinn des lebens" von Anna Swedenborg suchte ich nach einer weiteren Geschichte, die nicht nur Gefühle weckt, sondern auch zum Nachdenken über die wichtigen Fragen des Lebens anregt. Dabei bin ich auf "Ein ganzes halbes Jah"r von Jojo Moyes gestoßen – einen Roman, der auf eine ganz eigene Weise tief bewegt.

    Im Mittelpunkt stehen Lou und Will, zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und deren Leben durch eine besondere Begegnung miteinander verbunden werden. Ihre Geschichte erzählt von Nähe, Veränderung und den Herausforderungen, die das Leben manchmal bereithält. Dabei geht es nicht ausschließlich um romantische Gefühle, sondern auch um persönliche Entwicklung, Selbstbestimmung und den Mut, neue Wege zu gehen.

    Besonders eindrucksvoll ist, wie der Roman zeigt, dass selbst kurze gemeinsame Zeiten eine große Bedeutung haben können. Die Geschichte regt dazu an, über eigene Entscheidungen, Wünsche und die kleinen Augenblicke nachzudenken, die oft viel wertvoller sind, als man im Alltag erkennt.

    Dieses Buch hat mich emotional erreicht und gleichzeitig viele Gedanken über Dankbarkeit, Lebensfreude und den Umgang mit schwierigen Situationen ausgelöst. Für Leserinnen und Leser, die eine gefühlvolle Erzählung suchen, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht, ist Ein ganzes halbes Jahr eine besondere Empfehlung.

  2. Cover des Buches Mein Herz in zwei Welten (ISBN: 9783499012877)
    Jojo Moyes

    Mein Herz in zwei Welten

    (678)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks


    Nach dem Tod von Will Traynor versucht Louisa Clark ihr Leben neu zu ordnen. Sie verlässt ihre englische Heimat und zieht nach New York, um dort als persönliche Assistentin der wohlhabenden und exzentrischen Agnès Gopnik zu arbeiten. Lou lebt nun zwischen zwei Welten: dem glamourösen, schnellen Leben in Manhattan und ihrer bodenständigen Familie sowie ihrem Freund Sam in England, mit dem sie eine Fernbeziehung führt.
    In New York lernt Lou neue Menschen kennen, entdeckt ungeahnte Seiten an sich selbst und wird zunehmend selbstständiger. Gleichzeitig gerät sie in innere Konflikte: Sie muss entscheiden, wer sie sein möchte, wo sie wirklich hingehört und wie viel Mut es braucht, das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Die Erinnerung an Will und sein Vermächtnis begleiten sie dabei weiterhin und beeinflussen ihre Entscheidungen.
    .
    Der Roman handelt von Selbstfindung, Neuanfang, Liebe, Loslassen und persönlichem Wachstum. Jojo Moyes erzählt die Geschichte mit viel Gefühl, Humor und lebensnahen Figuren und zeigt, wie schwierig – aber auch befreiend – es sein kann, alte Sicherheiten hinter sich zu lassen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von den Büchern "Ein ganzes halbes Jahr" & "Ein ganz neues Leben". Fast sieben Jahre stand nun der dritte Band ungelesen in meinem Regal. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn damals nie gelesen habe, aber auch jetzt konnte er mich mehr als nur überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, Lou nochmals nach so vielen Jahren begleiten zu dürfen. Ein Roman, der sich ruhig und so schön lesen lässt. Nun weiß ich wieder, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so liebe!

  3. Cover des Buches Demon Copperhead (ISBN: 9783423149327)
    Barbara Kingsolver

    Demon Copperhead

    (226)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte79

    Es geht um Demon, der bei einer jungen drogenabhängigen Mutter aufwächst. Sie stirbt und Demon wird von einem zum anderen gereicht. Was er alles schreckliche in Pflegefamilien erlebt, wird hier berichtet. Kurz scheint es eine positive Wende in seinem Leben zu geben, doch dann kommt der totale Absturz.

    Das Buch hat mich vom ersten Satz bis zum letzten Satz in seinen Bann gezogen. Ganz toll geschrieben.

    Ein grandioses Buch, was auch mal wieder zeigt, wie unsere Kindheit und ihre Umstände unser Leben prägt. Demon hat es von Anfang an schwer im Leben und ist nirgendswo so richtig Willkommen. Ich habe mit Demon mitgelitten und mit gefiebert. Trotz seiner über 800 Seiten wird das Buch nicht langweilig oder langatmig.

    Mein Lesehighlight für dieses Jahr!

  4. Cover des Buches Im Schatten das Licht (ISBN: 9783499290251)
    Jojo Moyes

    Im Schatten das Licht

    (351)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Das Buch beginnt mit dem Zitat 

    "Zeige mir dein Pferd und ich sage dir, wer du bist."

    Als absolute Pferdefreundin fühlte ich mich natürlich direkt verstanden und abgeholt.

    Allerdings ist dieses Buch kein stereotypes Pferdebuch. Es lebt von den gut durchdachten, vielschichtigen Charakteren, die man alle auf ihre Art lieben muss und der bewegenden, tiefgründigen und traurig schönen Story.

    Es dreht sich nicht vorrangig um Pferde, es geht um zwischenmenschliche Dinge und vor allem um die Schicksale des elternlosen Mädchens Sarah und ihrem tollen Großvater Henry Lachapelle, einem außergewöhnlichem Reiter, der seine große Leidenschaft das Reiten, für die Liebe seines Lebens aufgegeben hat und daraufhin eine Menge schwerer Schicksalsschläge durchleben musste.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und packend, man konnte das Buch kaum weglegen. Gegen Ende war ich zu Tränen gerührt und hatte einen dicken Kloß im Hals. Genau so müssen Bücher sein. Fünf Sterne für dieses großartige Buch!

  5. Cover des Buches Ich schreib dir morgen wieder (ISBN: 9783492312950)
    Cecelia Ahern

    Ich schreib dir morgen wieder

    (1.102)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen. 

    Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.

    Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.

    Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch? 

    Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.

    Fazit:

    Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.

  6. Cover des Buches Pina fällt aus (ISBN: 9783471370063)
    Vera Zischke

    Pina fällt aus

    (282)
    Aktuelle Rezension von: _MiriamAnne_

    Pina fällt aus hat mich tief berührt und gleichzeitig unglaublich wütend gemacht. Es ist eines dieser Bücher, das einen auch nach dem Zuklappen nicht mehr loslässt.

    Das Schönste an der Geschichte sind für mich die Nachbarn. Als Pina im Krankenhaus liegt, schauen sie nicht weg. Sie lassen Leo nicht allein, sondern nehmen ihn so an, wie er ist, mit all seinen Eigenheiten, seinen Stärken und seinen Herausforderungen. Jeder einzelne Nachbar hat auf seine ganz eigene Art mein Herz erobert. Ich konnte mir diese bunte Truppe lebhaft vorstellen, musste oft schmunzeln und hatte das Gefühl, selbst mittendrin zu sein. Sie lachen miteinander, wachsen zusammen und lernen jeden Tag voneinander. Genau so sollte Gemeinschaft sein.

    Und dann ist da die andere Seite des Buches...

    Ich war stellenweise einfach nur fassungslos. Die Art, wie mit Leo umgegangen wird, hat mich tief getroffen. Er ist geistig behindert und zu Beginn der Geschichte völlig auf sich allein gestellt. Es wird nie gesagt, in welchem Jahr die Handlung spielt, aber manches, was dort passiert, fühlte sich an, als wäre Inklusion und Menschlichkeit noch Lichtjahre entfernt. Es hat mich traurig gemacht und gleichzeitig unendlich wütend.

    Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so sehr getroffen, weil ich sechs Jahre in einem Inklusionskindergarten gearbeitet habe. Ich durfte Menschen mit Autismus begleiten und habe erlebt, wie unglaublich bereichernd diese Arbeit sein kann. Ja, es gab herausfordernde Tage. Tage, an denen man an seine Grenzen kam. Aber niemals wäre es für mich infrage gekommen, einen Menschen aufgrund seiner Behinderung anders oder respektlos zu behandeln. Jeder Mensch verdient Würde, Respekt und die Chance, Teil unserer Gesellschaft zu sein.

    Leider habe ich auch erlebt, dass es Menschen gibt, die genau das nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen. Menschen, die lieber wegsehen, statt zu helfen. Genau dieses Verhalten hält Pina fällt aus der Gesellschaft schonungslos vor Augen. Und genau deshalb hat mich das Buch so bewegt.

    Am Ende bleibt für mich vor allem eine Botschaft: Schaut nicht weg. Manchmal braucht es nur ein wenig Zeit, Geduld und ein offenes Herz, um das Leben eines anderen Menschen zu verändern. Die Nachbarn haben Leo nicht "gerettet", sie haben ihn einfach als Menschen gesehen. Und genau das macht den Unterschied.

    Ein emotionales Buch, das mich wütend, traurig und gleichzeitig hoffnungsvoll zurückgelassen hat. Eine Geschichte, die zeigt, wie wichtig Mitgefühl, Zusammenhalt und Menschlichkeit sind – und die mich noch lange begleiten wird.

  7. Cover des Buches I'm a Nurse (ISBN: 9783453605602)
    Franziska Böhler

    I'm a Nurse

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Wunderweltensbuecher

    Da ich selber im Bereich der Pflege ausgebildet bin und Franzi zusätzlich von sozialen Medien kannte war ich sehr gespannt auf das Buch. 

    Ich finde es sehr gut strukturiert, mit den verschiedenen Bereichen, die es in der Pflege und im Leben halt so gibt. Sie geht sehr authentisch mit allen Themen um, die einem dabei begegnen. Dabei beschönigt sie nichts, versucht aber trotzdem einem nicht den Mut und die Hoffnung in die Berufsgruppe und das Gesundheitssystem als solches zu nehmen. Die immer wieder eingestreuten Beispiele und Verweise auf Studien usw. machen das Buch sehr lebendig und greifbar. 

  8. Cover des Buches 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen (ISBN: 9783442157525)
    Bronnie Ware

    5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Meine Rezension: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen von Bronnie Ware

    Die Grundidee dieses Buches ist berührend und vielversprechend: die Erkenntnisse sterbender Menschen am Ende ihres Lebens. Genau diese Passagen sind auch die stärksten des Buches. Wenn Bronnie Ware die Gespräche mit ihren Patientinnen und Patienten schildert, sind diese Momente ehrlich, bewegend und gehen unter die Haut. Hier habe ich mitgefühlt, manches hat mich tief berührt, stellenweise hatte ich sogar Tränen in den Augen.

    Leider nehmen diese Kernaussagen nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Buches ein. Der größte Teil drehen sich um die Lebensgeschichte der Autorin selbst und darum, was die Arbeit mit Sterbenden mit ihr als Palliativpflegerin macht. Über weite Strecken entfernt sich das Buch dabei deutlich vom eigentlichen Thema. Die Biografie der Autorin habe ich größtenteils nur überflogen, da sie für mich wenig bot.

    Problematisch empfand ich zudem die lebensberatenden und esoterischen Passagen. Bronnie Ware beschreibt einerseits, wie glücklich und erfüllt sie ist und taucht dabei sehr tief in esoterische Gedankengänge ein. Andererseits spricht sie plötzlich und ohne klaren Zusammenhang, über Suizidgedanken und vermittelt stellenweise den Eindruck, Krankheiten und Alltagsprobleme ließen sich mit ein paar Atemübungen heilen.

    Nicht falsch verstehen: Ich praktiziere selbst Yoga und kenne die wohltuende Wirkung von Meditation und Atemarbeit. Doch die hier dargestellten, teils sehr vereinfachten Lösungsansätze wirken wenig reflektiert und nicht wirklich tiefgründig.

    Das Buch ist sicher nicht schlecht gemeint und enthält wertvolle, emotionale Momente. Leider ist es in meinen Augen falsch aufgebaut. Hätte der Fokus konsequent auf den sterbenden Menschen und ihren Erkenntnissen gelegen, wäre es ein starkes, nachhaltiges Buch geworden. So bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück.

  9. Cover des Buches Der Bademeister ohne Himmel (ISBN: 9783499015717)
    Petra Pellini

    Der Bademeister ohne Himmel

    (238)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Der Bademeister ohne Himmel – Petra Pellini

    Linda ist 15 und lebensmüde. Sie sieht keinen Sinn mehr und überlegt, wie sie dem allen ein Ende machen könnte. Das ist der Einstieg, und er ist erschreckend. Aber er lohnt sich, denn was folgt, ist alles andere als das, was man erwarten würde. 

    Von diesen Gedanken ablenken können Linda nur zwei Menschen: Kevin, ein Schulfreund, viel zu nachdenklich für diese Welt, der an der zunehmenden Umweltzerstörung verzweifelt. Und Hubert, 86 Jahre alt, ehemaliger Bademeister, dement, dritter Stock. Linda leistet ihm regelmäßig Gesellschaft, zusammen mit Ewa, einer polnischen Pflegekraft sind sie ein richtig gutes Team. Ewa professionell mit kreativen Ideen und Linda mit grossem Einfühlungsvermögen und jeder Menge Humor.

    Was Petra Pellini dabei gelingt, ist bemerkenswert. Sie schreibt über Demenz mit Humor, Wortwitz und einer großen Portion Empathie, ohne das Thema zu verharmlosen. Linda erkennt, dass Erinnerungen wachzuhalten oft weniger zählt als Anteilnehmen, einbinden, sich hineinfühlen. Sie erfindet Geschichten für Hubert, so wie es für ihn passt, nicht wie es andere für richtig halten würden.

    Petra Pellini, geboren 1970 in Vorarlberg, war lange in der Pflege demenzkranker Menschen tätig. Das prägt diesen Roman spürbar. Ihre Erfahrungen fließen mit ein, stimmen nachdenklich und machen Hoffnung, dass es eben nicht nur um Pflege geht, sondern um Einfühlen.

    Sie hat die verschiedenen Aspekte sehr gut auf den Punkt gebracht. Das Bedürfnis der Angehörigen, die Erwartung an die Pflegerinnen, die eigene Welt des Betroffenen und mittendrin: Ewa und Linda mit ihrer ganz eigenen Art Hubert jeden Tag den bestmöglichen Tag zu schenken.

    Ein Roman über Demenz und Erwachsenwerden, der trotz schwerer Themen leicht und lebendig bleibt. Die Dialoge voller Witz haben mich schmunzeln und Linda still immer wieder ermutigen lassen, gut so.

    Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und vergeben 5 Sterne, aus Überzeugung. Ich hoffe, viele bemerken, entdecken und lesen dieses Buch.

  10. Cover des Buches Die Nightingale-Schwestern (ISBN: 9783404172603)
    Donna Douglas

    Die Nightingale-Schwestern

    (180)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Die Nightingale-Schwestern sind alle verschieden, trotzdem versuchen sie die Kranken (und Armen) soweit zu pflegen und ihnen zu helfen, damit es ihnen besser geht. Der erste Band der Reihe hat mich sofort gepackt und ich werde auf jeden Fall noch mehr von den Nightingale Schwestern lesen. Manche Stellen waren traurig, fast schon gruselig (unglaublich schrecklich) und andere waren einfach herzerwärmend. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

  11. Cover des Buches Verity. Der Epilog zum Spiegel-Bestseller (ISBN: B0BPMM9BDZ)
    Colleen Hoover

    Verity. Der Epilog zum Spiegel-Bestseller

    (313)
    Aktuelle Rezension von: m_massa

    Der Epilog von Verity  von Colleen Hoover hat mir genau das gegeben, was mir nach der älteren Ausgabe gefehlt hat: Klarheit.

    Ich habe ihn nachträglich gelesen – auch aus dem simplen Grund, nicht dumm sterben zu wollen – und es hat sich absolut gelohnt.

    Ohne zu spoilern: Der Epilog setzt noch einmal gezielt dort an, wo sich zuvor die großen Fragezeichen gebildet haben. Er bestätigt, verschiebt und verdichtet zentrale Motive rund um Wahrheit, Manipulation und Schuld. Besonders spannend ist, dass er die zuvor mögliche Interpretation nicht komplett auflöst, sondern subtil lenkt – und genau dadurch wird vieles im Nachhinein deutlich schlüssiger.

    Für mich hat der Epilog das Gesamtbild von Verity deutlich aufgewertet. Intensiv, clever und genau so verstörend ruhig, wie man es von Colleen Hoover erwartet.
    Kurz gesagt: Pflichtlektüre für alle, die das Buch gelesen haben.

  12. Cover des Buches Hey guten Morgen, wie geht es dir? (ISBN: 9783608988260)
    Martina Hefter

    Hey guten Morgen, wie geht es dir?

    (249)
    Aktuelle Rezension von: Nica_101

    Dieses Buch hat mich nicht abgeholt. Es ist ein Schreibstil, der mir nicht liegt. Ein bisschen verworren, viele Gedanken, die ausgesprochen werden und für mich teilweise keinen Sinn ergeben. Es ist keine aufgebaute Story, sondern Gedanken, die einfach kommen und eine Geschichte nur deshalb bilden, weil sie ein Grundkonstrukt aus hin und her geschriebenen Instagram-Nachrichten sind.

    Das Buch war nicht nach meinem Geschmack.

  13. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783453422544)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    (432)
    Aktuelle Rezension von: NinaReads

    „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein Roman, der lange nachhallt und sich leise, aber eindringlich ins Bewusstsein einprägt. Er erzählt die Geschichte der jungen Mary, die im England des 19. Jahrhunderts unter ärmlichen und harten Bedingungen aufwächst – und deren Stimme von der ersten Seite an eine besondere Intensität besitzt.


    Was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist seine schlichte, fast reduzierte Sprache, die dennoch eine enorme emotionale Wucht entfaltet. Marys Erzählstil ist direkt, ungefiltert und ehrlich. Gerade diese Einfachheit verstärkt die Wirkung der Geschichte, denn sie lässt keinen Raum für Distanz. Man ist als Leser unmittelbar bei ihr, erlebt ihre Gedanken, ihre Hoffnung und ihr Leid hautnah mit.


    Besonders berührend ist, wie der Roman die Lebensrealität einer Zeit einfängt, die von Entbehrung, Ungerechtigkeit und fehlenden Chancen geprägt war. Aus heutiger Perspektive wird einem beim Lesen schmerzhaft bewusst, wie privilegiert unser Leben ist – ein Gefühl, das sich durch jede Seite zieht. Bildung, Selbstbestimmung und Freiheit erscheinen hier nicht selbstverständlich, sondern als kostbare, oft unerreichbare Güter.


    Gleichzeitig liegt in der Geschichte eine große emotionale Tiefe. Die Entwicklung von Mary, ihre Sehnsucht nach Wissen und ihre innere Stärke machen sie zu einer Figur, die lange im Gedächtnis bleibt. Die leisen, oft unausgesprochenen Momente sind es, die besonders nachwirken und den Roman zu etwas sehr Wertvollem machen.


    „Die Farbe von Milch“ ist kein lautes Buch, sondern eines, das seine Kraft aus der Stille zieht. Es fordert Aufmerksamkeit, Mitgefühl und ein Innehalten. Für mich ist es genau diese Kombination aus historischer Realität, emotionaler Intensität und sprachlicher Klarheit, die den Roman so besonders macht.


    Ein eindringliches, bewegendes Werk, das nicht nur berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt – und uns unsere eigene Gegenwart mit anderen Augen sehen lässt.

     

  14. Cover des Buches Hope's End (ISBN: 9783423218917)
    Riley Sager

    Hope's End

    (320)
    Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlog

    Riley Sagers Thriller Hope’s End klang anfangs nach einem absoluten Highlight: Das düstere Setting und die Konstellation rund um die zu betreuende Person, die vor Jahren die Morde an ihrer Familie begangen haben soll und dies über 50 Jahre vehement abstreitet, haben sofort eine packende Atmosphäre erzeugt.

    Es war absolut gelungen, zu Beginn nicht mit allen Informationen überladen zu werden, sondern alles nach und nach zu erfahren. Wobei ich mich an der einen oder andere Stelle schon gefragt habe, wann hier endlich die Auflösung kommt, da es irgendwann recht zäh wurde.

    Leider hat sich die anfängliche Begeisterung im Laufe der Story ziemlich verändert. Kit ging mir nach einer Weile ein wenig auf die Nerven. Sie handelte zu unüberlegt, trat extrem verängstigt auf und war blind für ihre eigene Umwelt. Gerade als es um bestimmte Hinweise ging oder ‚seltsame‘ Vorkommnisse hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr Initiative ergreift und nicht nur bei Lenora nachfragt.

    Auch haben mich die übersinnlichen Elemente nicht wirklich überzeugt. Die Szenen waren zwar gut beschrieben, aber irgendwie hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt, um mich wirklich zu schocken und auf diese Ebene zu holen.

    Auch das Finale konnte mich nicht komplett abholen. Die Auflösung zog sich irgendwann wie Kaugummi – vor allem, weil man sich vieles davon ohnehin schon längst zusammengereimt hatte.

     

    Was demnach spannend began, hat sich nach einer Weile mehr und mehr verloren und wirkte immer mehr wie eine Familiensage, die hier erzählt wird, statt dem Ganzen die richtige Würze zu verleihen.

  15. Cover des Buches Ehrenwort (ISBN: 9783257240955)
    Ingrid Noll

    Ehrenwort

    (113)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Pecunia non olet‘ (Seite 6)

    Max kümmert sich nach Oma Ilses Tod um Opa Willy, der ihm dafür immer wieder Geld zusteckt. Geld, das Max dringend braucht, so dass er sich bald auch eigenhändig am Tresor des Opas bedient, denn ein gewisser Falko erpresst ihn schon seit einer halben Ewigkeit und verlangt monatlich eine bestimmte Summe von Max.

    Als der Opa nach einem Sturz operiert werden muss und ein Lungenödem entwickelt, nimmt ihn Max kurzerhand bei sich auf. Max’ Eltern, in deren Haus Max lebt, sind allerdings wenig begeistert und gar nicht gut auf ihren (Schwieger-) Vater zu sprechen.

    Eigentlich liegt der Opa im Sterben, aber er berappelt sich wieder, so dass sein Sohn Harald überlegt, etwas nachzuhelfen und so den ungebetenen Gast (endgültig) los zu werden.

    Ingrid Noll zu lesen ist für mich immer eine kleine Reise in meine alte Heimat, gibt mir ein wohliges Gefühl, macht mir ein wenig Heimweh, erzeugt Sehnsucht und lässt Erinnerungen an meine Zeit im Rhein-Neckar-Kreis aufkommen.

    Wie immer bei Noll ist auch ‚Ehrenwort‘ ein bitterböses Buch, ist unterhaltsam und perfekte Unterhaltung.

    Mir hat diese Geschichte um das Mehrgenerationenhaus sehr gut gefallen, und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Noll.

  16. Cover des Buches Wenn die Kraniche nach Süden ziehen (ISBN: 9783442762965)
    Lisa Ridzén

    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Lange hatte ich kein so tiefgründiges und hochemotionales Buch mehr in den Händen. Noch während des Lesens habe ich immer wieder mit meinem Mann über die Geschichte des 89-jährigen Bo gesprochen, weil sie mich so tief berührt hat.

    Bo trägt sein Leben lang den Groll gegen seinen Vater mit sich herum und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich die angespannte Beziehung zu seinem Sohn Hans wieder verbessert. Als Hans ihm jedoch seinen geliebten Hund Sixten wegnehmen möchte, bricht für Bo eine Welt zusammen. Seine Frau lebt inzwischen in einer Demenzeinrichtung und erkennt ihn nicht mehr. Geblieben sind ihm nur die wöchentlichen Telefonate mit einem guten Freund und die Besuche des Pflegedienstes. Dabei wird eindrucksvoll gezeigt, wie unterschiedlich Generationen denken und wie sehr diese Konflikte das Leben prägen.

    Der einfühlsame Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass sich das Buch leicht und flüssig lesen lässt. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das Ende hat mich zu bitteren Tränen gerührt und ich bin sicher, dass ich noch lange über dieses besondere Buch nachdenken und mit Freunden darüber sprechen werde.

    Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

  17. Cover des Buches Das dritte Licht (ISBN: 9783969991992)
    Claire Keegan

    Das dritte Licht

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Petra_de_Zamagna

    Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens und beschreibt Vernachlässigung, Zuwendung und die transformative Kraft über Liebe. Das von seinen tatsächlichen Eltern vernachlässigte Kind inmitten vieler Geschwister - es gibt aber nur wenig Geld und der Vater ist alkoholkrank und nur in Form der ewigen Trinksucht präsent - wird bei einer erneuten Schwangerschaft der Mutter zu einer verheirateten Cousine der Mutter für ein paar Monate gegeben. Dort erfährt es zum ersten Mal im Leben, was es bedeutet,  gesehen und umsorgt zu werden. Die emotionale Kälte im eigenen Elternhaus wird der Aufmerksamkeit und Fürsorge, satt und sauber gehalten zu werden, gegenübergestellt. Es zeigt sehr schön, wie Kinder in dysfunktionalen Familien oft unsichtbar werden - und wie heilsam es sein kann, wenn jemand sich ihrer annimmt. Schon die berühmte Psychoanalytikerin Alice Miller hat vor vielen Jahren erklärt, wie wichtig es für die Entwicklung von Kindern ist, gerade in desolaten Familienverhältnissen wenigstens eine feste Bezugsperson außerhalb der Familie zu haben, der das Kind vertrauen kann. 

    Sehr typisch für die bekannte irische Autorin Claire Keegan ist, was sie nicht sagt - auch die neue Familie hat ein Trauma erlebt, was zwar angedeutet, aber nicht explizit diskutiert wird. Keegan vertraut darauf, dass der Leser zwischen den Zeilen lesen kann und sich die Hintergründe und was sie für die Personen bedeuten selbst zusammenreimen kann. Die Worte sind immer klar wie Quellwasser und jedes Wort zählt. Es werden konkrete Details beschrieben (wie das Handtuch, das ordentlich aufgehängt wird oder ein Glas Milch, das nachgeschenkt wird) und zusammen gibt das ein Bild von Zuwendung. Die Perspektive des Kindes macht die Erzählung besonders eindringlich - das Mädchen registriert alles, versteht aber oft nicht die Bedeutung. Das alles ist fast wie Lyrik in Prosaform.

    Das Buch stellt wichtige Fragen: Was bedeutet Familie? Wer hat das Recht, ein Kind zu behalten? Ist biologische Verwandtschaft wichtiger als emotionale Bindung und Fürsorge?

    Grosse Literatur braucht nicht viele Worte - das wurde ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Wie man mit wenigen Worten ganze Welten erschaffen kann, ist beeindruckend. Und alles wird einfach erzählt, ohne anklagend oder melodramatisch zu werden. Es zeigt einfach, wie es war - die Kälte, die Angst, die kleinen Gesten der Menschlichkeit inmitten systemischer Grausamkeit.

    Später entstand daraus auch ein Film "The quiet girl"  von Caitlín Ciūin, der 2022 erschien und auch bei Oscarpreisverleihung eingereicht wurde und beim europäischen Filmpreis in die Vorauswahl gelangte. Ein wirtschaftlich sehr erfolgreicher Film.  Ich fand ihn allerdings nicht so gut, weil viele Dinge, die im Buch aus der Sicht des Mädchens thematisiert werden, im Film einfach ungesagt bleiben und dadurch entsteht ein bisschen eine bleierne Stille, die schwerer nachzuvollziehen ist, als die ungesagten Worte im Buch.

  18. Cover des Buches Pflegers Diary (ISBN: 9783745919387)
    Metin Dogru

    Pflegers Diary

    (22)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Pflegers Diary

    Herausgeber ist Edition Michael Fischer / EMF Verlag und hat 224 Seiten.

    Kurzinhalt: Wenn Metin nach Feierabend mal wieder an seine Kühlschranktür klopft, weiß er, dass an diesem Tag sehr viele Patient*innen nach ihm gerufen haben – Er ist Krankenpfleger durch und durch, und ohne diese Leidenschaft geht das in seinen Augen auch gar nicht. Denn das kaputtgesparte Gesundheitssystem, der stressige Klinikalltag und die mangelnde Wertschätzung machen seinen Job zu einer Herausforderung.

    Doch die Patient*innen stehen immer an erster Stelle und das Team hält zusammen. Metin kennt sie alle: die kratzbürstige Schwester Rabiata, ihre Kollegin Uschi, die gute Seele der Station, oder die jungen Auszubildenden, die angesichts des täglichen Wahnsinns versuchen, nicht durchzudrehen. Sie alle entscheiden sich jeden Morgen aufs Neue dafür, ihrem Beruf mit Professionalität und Engagement nachzugehen.  

    In seinem ersten Buch erzählt Metin (@ metinlevindogru) von einem Berufsalltag zwischen Hoffnung und Verzweiflung, von berührenden Schicksalen und urkomischen Momenten. Seine Geschichten machen deutlich, was schiefläuft, aber zeigen auch, warum Metin trotz allem nicht aufgibt – für uns alle.

    Meine Meinung: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich den Metin Degru auf den sozialen Medien ihn folge und ich finde, es hat Hand und Fuss , was er erzählt über die Pflege. Das Buch beschreibt die einzelnen Fazetten der pflege, mit denen wir täglich zu kämpfen haben , aber es zeigt auch von ihm die verschiedenen Gesichter, ob es nun Schwester Rabbiata ist ( die ich sehr gern habe, weil ich auch so in etwa bin) oder Schwester Uschi, jeder hat seine Berechtigung in der Pflege zu arbeiten. Ich finde ihn einfach sehr ehrlich und er beschreibt auch nicht nur die negativen seiten des pflegealltags, sondern auch die positiven. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und man kann sich gut damit identifizieren, wenn man in der Pflege arbeitet. 

    Mein Fazit: Ein tolles Buch über den Pflegealltag, der humorig und unterhaltsam geschrieben wurde. Ich werde ihn auf jeden fall weiter folgen und hoffe, dass er noch viele gute Jahre in der Pflege hat. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch jedem empfehlen. 

  19. Cover des Buches Beim Ruf der Eule (ISBN: 9783404177134)
    Emma Claire Sweeney

    Beim Ruf der Eule

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Idee der Geschichte dieses Buches ist wirklich eine ganz wunderbare. Alleine das Maeve mit ihren stolzen 80 Jahren noch eine Pension betreibt und darin aufgeht. Immerhin ist es ihr ganzes Herzblut und hat auch einen Hintergrund, warum sie diese Pension mit soviel Liebe über die Jahre hinweg führt. Da steckt eine Lebensgeschichte hinter.

    Die Hauptprotagonistin Maeve hat mich am Anfang wirklich zwiespältig auf ihr Wesen schauen lassen und ich war hin- und hergerissen ob ich sie nun mag oder nicht. Auf einer Seite war ich gerührt, dass sie mit ihren 80 Jahren diese Pension führt und in ihrer Art doch schon liebevoll ist und auf der anderen Seite, fand ich ihre Antworten in einem Gespräch mit einem besonderen Menschen ziemlich ruppig und rauh. Ich habe mich versucht in Maeve hinein zu versetzen, warum sie gerade so reagiert hat, konnte aber erst beim Beenden des Buches und die Sicht auf ihr ganzes Leben schon verstehen, warum sie so manches Mal so reagiert. Zumal ist dies auch eine ganz andere Generation als wir. Sie sind anders aufgewachsen. Andere Verhältnisse, ein anderer Jahrgang, ein anderes Leben. Maeve sollte man in diesem Buch wirklich seine Zeit geben, vor allem auch um mit ihr warm zu werden. Gebt ihr also ihre Zeit.

    Edith die Schwester von Maeve erwärmte mir das Herz, alleine mit ihren Wörtern. Bei mir hängen geblieben ist die Schnutendose. Was es genau ist, möchte ich hier natürlich nicht vorab verraten. Als ich las welches Schicksal sie (er)tragen musste und wie lebensfroh sie dennoch war, da ging mein Herz auf, wirklich. Was diese Zeit für besondere Menschen wie sie dennoch mitbrachte, lässt sich wohl kaum in Worte fassen und ich glaube vieles ist heute nicht besser, auch wenn es vielleicht mehr Mittel und Wege gibt, die bei Weitem mit Sicherheit auch besser waren als zu der Zeit. Sie wurde jedenfalls wirklich gut herausgearbeitet und ich sah sie oft bildlich vor meinen Augen in einigen Situationen. Sie ist mir auf jeden Fall ans Herz gewachsen. Ebenso Maeves und Ediths Mutter. Was sie für Lasten und Leid zu tragen hatte, wie oft sie versuchte alles aufrecht zu erhalten, wie stark sie war. Es gab einen Moment da konnte ich mich sogar mit ihr vergleichen. Wahrscheinlich konnte sie in dieser Zeit nicht viel tun außer stark zu bleiben. Sie war eines der mitstärksten Charaktere in diesem Buch. Meine Bewunderung auch für die Ausarbeitung von ihr.

    Maeves und Ediths Vater hingegen war ehrlich ein sturer Mensch, den ich manchmal die Schranken hätte weisen wollen. Ich glaube nicht, dass ihm der Zustand und die Situation um seine Tochter Edith leicht gefallen ist aber das ist eine Sorte Mensch, der manchmal der Kopf gewaschen werden muss. Warm wurde ich nicht mit ihm.

    Frank der frühere Verlobte von Maeve kam mir sehr starr vor und war für mich oft nicht erreichbar, was vielleicht an seiner Art lag. So warm geworden bin ich mit ihm irgendwie gar nicht wirklich.

    Vincent der auch seine Rolle in diesem Buch hat und ein früherer Freund von Maeve ist erinnerte mich etwas an meinen Großvater. Eine sehr ruhige, frohe Lebensart die zeitweise sogar ansteckt. Ein Mann der nicht aufdringlich ist, ein Mann der Fehler macht und diese sich eingesteht. In der heutigen Welt wirklich viel wert.

    Die restlichen Protagonisten wie zum Beispiel Steph und Len waren auch echt toll. Sie sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen, ebenso Zenka.

    Die Umsetzung dieses Buch war wirklich grandios, auch wenn ich anfangs dachte, dass ich dieses Buch zur Seite legen werde aber das Dranbleiben hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt und wer mich kennt, weiß das ich auch die schlechtesten Bücher zu Ende lese. Alle Charaktere in diesem Buch waren sehr gut aufeinander abgestimmt, die Geschichte wirklich gut ausgearbeitet und vor allem die besonderen Menschen gaben mir das Gefühl von Echtheit und Charakter. Es war einfach alles sehr stimmig und das hat mir beim Lesen Freude bereitet. Es gibt zudem auch einen Grund, warum all das so stimmig und wunderbar ausgearbeitet wurde. Dies erfahrt ihr aber am Ende.

    Der Schreibstil ist sehr gut, es liest sich flüssig und lässt Bilder vor den Augen entstehen. Ich fühlte mich von dem Buch getragen, mitgenommen und oft mitgerissen.

    Das Cover ist und bleibt Coverliebe. Einfach nur schön und wunderbar passend zum Titel und dem Inhalt der Geschichte.

  20. Cover des Buches Das Geschenk eines Regentages (ISBN: 9783596712793)
    Makoto Shinkai

    Das Geschenk eines Regentages

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Julia999

    Japanische Wohlfühlromane wirken oft anders als vieles, was man aus westlicher Literatur gewohnt ist. Sie leben selten von großen Wendungen oder dramatischen Zuspitzungen. Stattdessen entfalten sie ihre Wirkung durch kleine Begegnungen, stille Beobachtungen und Figuren, die sich langsam wieder dem Leben annähern. Auch „Das Geschenk eines Regentages“ geht genau diesen Weg und hat mich damit sehr berührt.

    Alles beginnt mit Miyu, die an einem verregneten Frühlingstag ein ausgesetztes Kätzchen findet und mit nach Hause nimmt. Chobi bringt nicht plötzlich Ordnung in ihr Leben, doch mit ihm zieht etwas Wärme in ihren Alltag ein.

    Von dort aus entfaltet sich der Roman weiter. Die vier Geschichten sind über die Katzen miteinander verbunden. Menschen begegnen sich zufällig wieder, Tiere streifen durch dieselben Straßen und nach und nach entsteht daraus ein Geflecht kleiner Verbindungen.

    Besonders mochte ich, wie unaufgeregt dieses Buch erzählt ist. Viele Szenen wirken wie kleine Momentaufnahmen aus dem Alltag und gerade dadurch fühlten sie sich für mich ehrlich an. Die Figuren tragen Einsamkeit, Verlust, Überforderung oder Unsicherheit mit sich herum, ohne dass der Roman daraus künstliches Drama macht. Die Katzen lösen diese Probleme nicht einfach auf, aber sie schenken Nähe, Trost und manchmal genau den kleinen Impuls, der nötig ist, damit sich etwas bewegt.

    Der Schreibstil bleibt schlicht und direkt. Manche Szenen wirken leicht überzeichnet oder verspielt, besonders in der Darstellung der Tiere und der zwischenmenschlichen Begegnungen. Für mich passte diese unmittelbare Emotionalität jedoch gut zur warmen, tröstlichen Atmosphäre des Buches. Es geht hier weniger um psychologische Tiefe als um Nähe, Trost und kleine emotionale Verschiebungen.

    Nicht jede Geschichte ging für mich gleich tief und manches bleibt eher angedeutet. Trotzdem hat das Buch genau das geschafft, was ich mir von solcher Literatur wünsche: Es wurde zu einem ruhigen Begleiter für ein paar Stunden und hinterließ dieses warme, melancholische Gefühl, das noch lange bleibt, wenn man das Buch längst geschlossen hat.

  21. Cover des Buches Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey (ISBN: 9783426786031)
    Sophie Seeberg

    Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey

    (82)
    Aktuelle Rezension von: Kristinas_Kuddelmuddel

    Ein interessantes, berührendes, zeitweilig auch mehr oder weniger unfreiwillig komisches Buch.
    Es ist gut geschrieben und bringt mit einfachen Worten die ganze Dramatik der Situation vieler Kinder in Deutschland auf den Punkt.

    Auch wenn es im Vorwort angekündigt war und ich auf Grund meines eigenen Berufes dem Schwarzen Humor durchaus einiges abgewinnen kann, war mir die Einschätzung mancher Personen und familiärer Verhältnisse an einigen Stellen zu flapsig - jedenfalls für eine solche Veröffentlichung.

    Dennoch habe ich das Buch mit Interesse gelesen und konnte an vielen Stellen die Komik der Situation sehr gut nachvollziehen. Es ließ sich angenehm lesen.

  22. Cover des Buches Say You’ll Remember Me (ISBN: 9783423264402)
    Abby Jimenez

    Say You’ll Remember Me

    (251)
    Aktuelle Rezension von: Mi_La09

    Samantha, die ihren letzten Abend in Minneapolis geniessen will, bevor sie zu ihrer demenzkranken Mutter zurückgeht, trifft auf Xavier, der etwas Mürrische aber im Innern totaler kuschelbärige Tierarzt. Sofort fliegen die Funken nur können Sie sich durch diese Distanz näherkommen? 

    Was ich mag, ist, dass die Probleme nicht in ihrer Beziehung, sondern im Umstand liegen. Ihr Verständnis und Vertrauen zueinander ist etwas, was viele Menschen noch lernen können. 

    Auch etwas tolles: Jiminez beschreibt die Demenz genauer und man erhält ein tieferen Einblick ins Leben mit einer dementen Person, was ich sehr wertvoll finde, weil es meiner Meinung nach viel zu wenig Bücher gibt, in denen es vorkommt

     Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und liest sich flüssig. 

    Ihre Sprache ist bildhaft und leicht. 

    Das Einzige, was ich auszusetzen habe, ist, das wiederholte “Ich versuche dich zu vergessen, weil einfacher für uns ist”, nach dem ersten Mal war es klar, dass es nicht funktionieren würde. 

    Eine Leseempfehlung

  23. Cover des Buches Mittwoch ist ein Tag zum Tanzen (ISBN: 9783328105961)
    Virginie Grimaldi

    Mittwoch ist ein Tag zum Tanzen

    (28)
    Aktuelle Rezension von: TeaAndTales

    Ein wirklich schönes und herzerwärmendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Virginie Grimaldi schafft es absolut den Leser abzuholen und auf diese emotionale, teils lustige und teils traurige Reise mitzunehmen. Für mich steht der Titel sinnbildlich dafür, dass selbst in schwierigen Lebenslangen wieder Raum für Leichtigkeit und Freude entstehen kann. Außerdem habe ich hiernach Lust bekommen mehr von der Autorin zu lesen. 

  24. Cover des Buches Mister Romance (ISBN: 9783736308107)
    Leisa Rayven

    Mister Romance

    (231)
    Aktuelle Rezension von: EmiLy

    Max Riley lebt zwei Leben: Tagsüber ist er ruhig und geheimnisvoll, abends ist er Mister Romance – ein Escort, der auf drei Dates jede romantische Fantasie erfüllen kann. Kein Sex, nur perfekt inszenierte Dates, die ihn zur urbanen Legende machen. Journalistin Eden Tate will dieses Phantom enttarnen – doch als Max ihr vorschlägt, dass sie sich verknallt, dürfte sie keine Story veröffentlichen, verändert das alles.

    Die Geschichte ist ein unterhaltsames, romantisches Katz-und-Maus-Spiel mit Witz, Chemie und cleverem Nervenkitzel. Eden ist skeptisch, tough und realistisch, während Max in seiner Rolle so überzeugend ist, dass man ihm alles abnimmt – bis man seinen echten Kern sieht. Die Dynamik ist sexy, die Dialoge spritzig, und das Konzept ungewöhnlich genug, um frischen Wind ins Genre zu bringen.

    Ein kleiner Abzug, weil der Umschwung von Widerstand zu Liebe zu schnell passieren kann – und manche Klischees bewusst gespielt werden. Dennoch ist das Gesamtpaket süß, unterhaltsam und emotional überzeugend.

    Fazit:
    Eine erfrischende Romance mit cleverer Prämisse, starker Chemie und Charme auf jeder Seite. Deshalb 4 von 5 Sternen.

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