Bücher mit dem Tag "pflegefamilie"
78 Bücher
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.699)Aktuelle Rezension von: JosefineEin Meisterwerk.
Was macht dieses Buch so besonders? Alles!
Markus Zusaks Schreibstil ist unglaublich und wunderschön, leider findet man so etwas zur Zeit selten. Das Buch ist ja nun auch fast schon 20 Jahre alt.
Die Charaktere: sie haben Ecken und Kanten, Eigenheiten, sie werden lebendig und man denkt, tatsächlich am Leben dieser Menschen teilhaben zu können. Auch die Sprache mit dem Bayrischen Ausdrücken ist unglaublich gut recheriert, hier merkt man dass der Autor deutsche bzw. österreichische Wurzeln hat. Es gibt den Charakteren große Glaubwürdikgeit, es wäre nicht passend in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Münschen seine Protagonisten lumpenreines Hochdeutsch sprechen zu lassen.
Die Story: es gibt schöne Momente und absolut tragische. Liesels Leben während der Zeit des zweiten Weltkrieges wird aus der Sicht eines jungen heranwachsenden Mädchens erzählt. Nach und nach erweitert sich ihre Sichtweise. Das Buch hat mich oft schmunzeln lassen und zum Weinen gebracht.
Die Perspektive des Todes: Zu Beginn, sehr gewöhnungsbedürftig, aber es bereichert das Buch umso mehr.
Die Bücherdiebin gehört in jeden Bücherschrank. Ich finde es schade, das Buch erst jetzt gelesen zu haben. - Cassandra Clare
City of Ashes
(4.930)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch bin bei den Büchern ein kleines bisschen hin und her gerissen, weil ich sie einerseits toll und spannend finde, es mir aber teilweise zu dramatisch bzw unglaubwürdig ist. In diesem Band zum Beispiel was am Ende mit Simon Passiert (will hier nichts verraten). Trotzdem bin ich so neugierig, dass ich auch den nächsten Band sicher lesen werde :-)
- Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer
(803)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeMallory und Rider...
Sie kennen sich seit ihrer Kindheit und treffen sich nun wieder. Beide verbindet eine unschöne Vergangenheit und beide haben ihre Probleme...
An sich eine schöne Geschichte, aber für mich etwas zu langgezogen. Es passiert nicht wirklich viel, daher hätten 200 Seiten weniger auch gereicht.
Was mich etwas genervt hat, ist, dass er sie immer "Maus" nennt. Fand ich etwas unpassend.30.07.2025
- Jojo Moyes
Im Schatten das Licht
(351)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Das Buch beginnt mit dem Zitat
"Zeige mir dein Pferd und ich sage dir, wer du bist."
Als absolute Pferdefreundin fühlte ich mich natürlich direkt verstanden und abgeholt.
Allerdings ist dieses Buch kein stereotypes Pferdebuch. Es lebt von den gut durchdachten, vielschichtigen Charakteren, die man alle auf ihre Art lieben muss und der bewegenden, tiefgründigen und traurig schönen Story.
Es dreht sich nicht vorrangig um Pferde, es geht um zwischenmenschliche Dinge und vor allem um die Schicksale des elternlosen Mädchens Sarah und ihrem tollen Großvater Henry Lachapelle, einem außergewöhnlichem Reiter, der seine große Leidenschaft das Reiten, für die Liebe seines Lebens aufgegeben hat und daraufhin eine Menge schwerer Schicksalsschläge durchleben musste.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und packend, man konnte das Buch kaum weglegen. Gegen Ende war ich zu Tränen gerührt und hatte einen dicken Kloß im Hals. Genau so müssen Bücher sein. Fünf Sterne für dieses großartige Buch!
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(266)Aktuelle Rezension von: Cat78Ich denke in den letzten Monaten haben mich nur wenig Bücher so berührt wie dieses.
Man bekommt einen Einblick wie das Leben in Deutschland unter Hitler war. Wie grausam aber auch wie Hoffnungsvoll. Wie die Leute zusammengestanden haben aber auch wir sie ausgegrenzt haben.
Wir begleiten Lisel, die gleich zu Beginn einen großen Verlust erleidet und deren Leben irgendwie weiter geht und sie sogar wieder lernt zu leben und zu lachen. Lisel ist ein so stärker Charakter in dem Buch, stärker als mach ein Erwachsener es je sein wird.
Die nimmt die Situation wie sie ist und macht immer das Beste daraus. Immer an ihrer Seite ist ihr Freund Rudi, der egal was passiert ihr besteht. Alle Protas sind wirklich sehr individuell und stark gezeichnet. Man kommt gar nicht umhin, sie sich wie ein Film vorzustellen. So erlebt man die Geschichte natürlich auch viel intensiver und ja am Ende müsste ich das Buch auch öfter beiseitelegen, um die Erlebnisse zu verkraften.
Die Story ist schön und brutal zugleich. Zum einen erlebt man wie Lisel die Welt erlebt wie sie ihre Leidenschaft für Bücher lebt und zur Bücherdiebin wird. Wobei eine richtige Diebin ist sie dann ja doch nicht. Und andererseits zeigt das Buch aber auch die grausame Brutalität des Krieges was natürlich auch an Lisel und den anderen Protas nicht vorbeigeht.
In der heutigen Zeit finde ich, ist es ein wichtiges Buch um gegen das Vergessen entgegenzuwirken.
- Barbara Kingsolver
Demon Copperhead
(223)Aktuelle Rezension von: RainerBartelDer Bezug auf Charles Dickens' "David Copperfield" ist nicht nur im Titel überdeutlich. Und so wie das Vorbild die Zustände im viktorianischen Großbritannien plastisch darstellt, zeigt Barbara Kingsolver wie sie aussieht, die soziale Wirklichkeit in den USA, die für Unterprivilegierte nicht erst seit Trumps Regentschaft kaum zu ertragen ist. Das alles erzählt die Autorin aus der Perspektive des Titelhelden. Bewundernswert, wie sie den spezifischen Sprachstil des Protagonisten durchhält. Der ist allerdings auf lange Strecke ein bisschen ermüdend.
- Nele Neuhaus
Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
(493)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeEin ganz schön dicker Krimi, den Nele Neuhaus mit „Muttertag“ geschrieben hat. Das war tatsächlich mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen hielt. Aber nicht nur mit vielen Seiten kann dieses Buch aufwarten, sondern auch mit einer Vielzahl an Figuren und Figurenkonstellationen. Steht doch im Mittelpunkt die Pflegefamilie Reifenrath, die in der Vergangenheit mitunter 10 Pflegekinder gleichzeitig in Ihrer Obhut wusste. Nachdem der Pflegevater Theo, nun jedoch tot in seinem Haus aufgefunden wird beginnt sich nach und nach ein schauriges Verwirrspiel zu entwickeln.
Nichts für schwache Nerven, denn mitunter hält die Autorin auch mit detaillierten Beschreibungen nicht hinter dem Berg. „Bones“ hätte vermutlich Ihre wahre Freude an diesem Fall gehabt. Aber auch die beiden Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein geben ein sympathisches Ermittler- Duo ab. Auch wenn man bisher kein Buch aus der Reihe gelesen hat, kann man „Muttertag“ wunderbar lesen.Der Schreibstil ist flüßig und klar, so dass man der Handlung, trotz der vielen Figuren, sehr gut folgen kann. Einige Verdächtige und Handlungsnebenstränge später gibt es dann noch eine überraschende Wendung. Ich mochte den Kriminalroman sehr, da er trotz des Umfanges spannend und atmosphärisch dicht geschrieben ist. Und das bis zur letzten Seite, wo noch mal ein kleiner Showdown auf den Leser wartet. Sicher nicht der letzte Krimi von Nele Neuhaus , den ich gelesen habe.
- Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 1: Das Erwachen
(115)Aktuelle Rezension von: Eva_BeeIch habe die englische Textausgabe als E-Book gelesen.
Zuerst zum Inhalt:
Drachenfeuer, sexy Professoren, Glitzerstaub, Intrigen und jede Menge Magie!
Die Zwillinge Tory und Darcy sind nicht unbedingt auf die Butterseite des Lebens gefallen. Als Waisen leben sie in eher bescheidenen Umständen, bis sie eines Tages nach Solaria gebracht werden. Ihnen wird gesagt, sie seien Fae und hätten somit magische Kräfte, die sie in einer Zauberakademie schulen sollen. Aber nicht nur das: Sie sind die Erbinnen des Thrones von Solaria. Doch Tory und Darcy lernen schnell, dass in der Welt der Fae alles einen hohen Preis hat. Vor allem die vier äußert gutaussehenden, äußerst gefährlichen Himmelserben wollen sich nicht damit abfinden, den Schwestern den Thron ohne Kampf zu überlassen...
Positives:
Die Fantasy-Welt vereint viele Elemente aus der klassischen Mythologie und bekannten Fantasy-Welten.
Das Magie-System ist zwar nicht neu, aber durch die Kombination attraktiv und spannend. Dadurch, dass es unterschiedliche Elementmagie mit verschiedenen Magieschulen gibt und auch die Sterne und Astrologie eine große Rolle spielen, wirkt die Welt erfrischend und man taucht gerne darin ein.
Besonders angenehm sind die Charaktere: Die Protagonistinnen sind sympathisch, stark, ohne übermächtig zu sein und zwei Personen, die man auch im echten Leben gerne treffen würde. Fae zu sein bedeutet, hart und unnachgiebig zu sein und manchmal mit falschen Karten zu spielen, das müssen Tory und Darcy bald lernen.
Sämtliche Charaktere sind so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen und ihre Beweggründe nachvollziehen kann. Darcy und Tory wirken lebendig, haben für ihre Handlungen, Werte und Einstellungen gute Gründe und sowohl ihre Beziehung zueinander, ihre Unterschiede als auch die Hintergrundgeschichte wirken überzeugend. Sie müssen viele Dinge erst lernen und es bleibt Platz für Charakterentwicklung.
Das Buch hat mich (im positiven Sinne) an eine erwachsene Version von Percy Jackson mit einem Hauch von Harry Potter erinnert.
Ich mag die kleinen Streitereien, Intrigen und Streiche zwischen den Studierenden in ihrem akademischen Alltag und den Anteil an Spice. Auch die Wortspiele, so banal sie manchmal sind, fand ich in dem Zusammenhang lustig (Fae book; Fae Investigation Bureau...)
Negatives:
Zu Beginn taucht das Buch für meinen Geschmack etwas zu schnell in die Handlung ein. Plötzlich befinden sich Tory & Darcy in der Fae-Welt, und bis auf einen Fluchtversuch zu einem späteren Zeitpunkt im Buch nehmen sie die neue Welt ohne Widerstände an. Auch die Freundschaft mit Sofia und Diego ist mehr oder minder gegeben, um die Protagonistinnen mit Side Kicks auszustatten. Solche abrupten Einstiege kennt man eher aus der Kinder- und Jugendliteratur, aber da es sich um ein New Adult Buch handelt, finde ich das in diesem Fall in Ordnung.
Später wird die Handlung hingegen etwas dürftig. Es passieren spannende Ereignisse im Hintergrund, doch die durchaus interessante Story rund um geheimnisvolle Attacken, Magie und Prophezeiungen schreitet (zu) langsam voran. Anstelle einer Handlung treten die endlosen schmachtenden Gedanken an die vier männlichen Erben. Das ist auch der einzige wahre Kritikpunkt für mich. Ich mag prinzipiell enemies-to-lovers und "Bad boys", aber hier wird dieses Motiv zu sehr ausgeschöpft. Die Taten der vier und, noch schlimmer, Orions, der als Lehrer an der Zodiac Academy arbeitet, sind mehr als daneben.
Dass es zwei Fronten gibt, die einander gegenüberstehen und sich immer wieder bekriegen, fühlt sich stimmig an, nicht aber, dass trotz schlimmer Taten der vier Erben immer noch auf jeder Seite erwähnt werden muss, wie muskelbepackt und attraktiv diese denn seien. Etwas mehr Feingefühl und positive Entwicklung fände ich bei diesem Thema gut. Auch die weiblichen Nebencharaktere sind für meinen Geschmack etwas klischeebehaftet, was ich sehr schade finde.
Trotz der negativen Punkte war es eine angenehme Leseerfahrung. Es ist ein solides, gut geschriebenes Romantasy-Buch und wer keine High Fantasy mit ausschweifendem Plot erwartet, enemies-to-lovers mag und sich in der magischen Welt verlieren möchte, dem kann ich das Buch von Herzen empfehlen!
Insgesamt war das Buch leicht zu lesen, die Charaktere haben überzeugt und ich bin wirklich neugierig, welche Order Form (Gestalt) Tory & Dary entwickeln werden. - Anna Savas
Four Houses of Oxford – Brich die Regeln
(339)Aktuelle Rezension von: Max05atolles Buch von Anna Savas
Ich liebe ihre Bücher und dieses Buch. Ich lese es jedes Jahr aufs Neue und ich freu mich immer wieder drauf..
Harper flieht nach Oxford, um Jura zu studieren und ihre leiblichen Eltern zu suchen, gerät aber stattdessen in das tödliche „Spiel der Vier Farben“. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Finley, der für ein rivalisierendes Haus antritt und sie eindringlich vor den tödlichen Gefahren warnt. Gefangen zwischen tödlichen magischen Prüfungen und alten Gefühlen muss sie um ihr Überleben kämpfen. Ein Ausstieg aus diesem gefährlichen Netz aus Intrigen scheint unmöglich.
Das Buch endet mit einem extrem fiesen Cliffhanger, bei dem die ohnehin gefährlichen Runden des Spiels völlig eskalieren und Harper schmerzhaft hintergangen wird.
Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht nach dem Cliffhanger 😭
Klare Empfehlung
- Julia K. Stein
Chasing Dreams
(126)Aktuelle Rezension von: toja1911Ich mochte das Buch echt gerne eigentlich! Ich fand das Setting in dem Buch mit so Ranch-Leben neben dem College-Leben total interessant und mochte das auch echt gerne! Was ich außerdem toll fand, war der flüssige, hunorvolle und gut nachvollziehbare Schteibstil der Autorin! Ich mochte auch, dass er sich, je nachdem aus welcher Sicht gerade geschrieben wurde, verändert hat, was den Protagonisten noch mehr Individualität und Charakter verliehen hat! Apropros, die Protagonisten fand ich auch sehr sympathisch, ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und hab mich nicht unnötig aufgeregt, das ist auch immer schon ein Pluspunkt 🤭 Es gab allerdings vor allem am Anfang ein paar Aussagen, die ich sehr schwierig finde, einerseits gegenüber Psychotherapie, das kann aber auch nur falsch rübergekommen sein, aber andererseits wurden teilweise Menschen als "indianisch aussehend" beschrieben und es gab auch noch weitere Aussagen, hinter denen ich nicht stehe und dir ich eher problematisch finde. Außerdem fand ich das Buch im Mittelteil schon ein bisschen langatmig, aber am Ende kam die Spannung und ich freue mich auf den zweiten Teil!! 🩵
- Kathinka Engel
Liebe mich. Für immer
(174)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_Gefühlvolle Liebesgeschichte über Vertrauen, Heilung und die Kraft, trotz aller Zweifel für die Liebe zu kämpfen.🥰💕
Amy arbeitet mit voller Hingabe als Sozialarbeiterin und kümmert sich täglich um die Probleme anderer – doch selbst bleibt sie dabei oft auf der Strecke. Insgeheim sehnt sie sich nach jemandem, der auch einmal für sie da ist. Sam hingegen ist ein begehrter Unidozent, der sich vor Dates kaum retten kann, aber nie wirklich Interesse an etwas Festem entwickelt. Das ändert sich, als er Amy begegnet: Nach nur einer gemeinsamen Nacht geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Doch Amy trägt ein schweres Kindheitstrauma mit sich, das es ihr unmöglich macht, Nähe zuzulassen. Während sie immer wieder auf Abstand geht, setzt Sam alles daran, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihr zu zeigen, wie schön echte Liebe sein kann.💕
Der Schreibstil ist angenehm locker, leicht zu lesen und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Man kommt schnell in die Geschichte hinein und fühlt sich den Figuren nah. Besonders die Charaktere machen das Buch aus: Jeannie ist einfach unglaublich liebenswert und sorgt mit ihrer ehrlichen Art für viele schöne Momente. Sam ist der absolute Traummann – aufmerksam, geduldig und voller Hingabe. Vielleicht fast schon ein bisschen zu perfekt, denn es wirkt stellenweise unrealistisch, wie sehr er kämpft und wie viel Zurückweisung er hinnimmt, ohne aufzugeben.🥰
Amy hingegen ist nicht immer leicht – oft wirkt sie schwierig und anstrengend. Gleichzeitig macht genau das sie auch authentisch, denn ihre Ängste und inneren Konflikte sind nachvollziehbar dargestellt. Ihre Entwicklung fühlt sich dadurch echt an, auch wenn man sich zwischendurch wünscht, sie würde Sam etwas mehr entgegenkommen.🔥
Die Geschichte bietet eine gelungene Mischung aus Liebe, Humor, Freundschaft und emotionaler Tiefe. Besonders die emotionalen Momente haben mich berührt – an der einen oder anderen Stelle musste ich sogar ein paar Tränen verdrücken. Insgesamt eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte mit kleinen Schwächen in der Glaubwürdigkeit, aber ganz viel Herz.💓
- Winter Renshaw
Rixton Falls - Secrets
(123)Aktuelle Rezension von: booklover2712"Das Leben mag nicht immer ein Märchen sein, aber das heißt nicht, dass wir nicht unser eigenes glücklich bis als Lebensende schaffen können."
Inhalt:
Sie hat einen Prinzen verdient. Doch Royal Lockhart ist alles, nur kein Prinz
Sieben Jahre ist es her, dass Royal ohne ein Wort des Abschieds verschwand und Demis Herz in tausend Scherben zerbrach. Er war ihr erster Kuss, ihre erste Ahnung von der Liebe, alles, was sie jemals wollte. Dabei wussten sie von Anfang an, dass sie nicht zusammen sein können. Denn als Tochter der angesehensten Familie von Rixton Falls hatte Demi einen Prinzen verdient und keinen Jungen aus einfachen Verhältnissen. Seit Royals plötzlichem Verschwinden versucht sie daher ihre erste große Liebe zu vergessen. Doch gerade als sie glaubt, endgültig über ihn hinweg zu sein, ist Royal zurück in Rixton Falls!
Meine Meinung:
Das Cover konnte mich ehrlich gesagt auf den ersten Blick direkt begeistern. Ich liebe einfach den hellen Hintergrund und die kleinen Details am Buch, wie die Schrift und die goldenen Akzente. Irgendwie macht es den Roman so noch einmal ganz besonders.
Nachdem ich den Prolog nur so verschlungen habe, musste ich einfach wissen, wie die Geschichte von Royal und Demi ausgeht und verstehen, wieso er verschwunden ist.
Der Schreibstil der Autorin war locker, leicht und ich fand wirklich sehr schnell in die Handlung und damit der Geschichte.
In meinen Augen schreibt Winter Renshaw locker leicht und schafft es doch, mich als Leser gespannt darauf zu machen, was mit den Charakteren passieren wird. Ich fand es wirklich gut, dass ich nicht von Anfang an über die Handlung bescheid wusste und dadurch irgendwie die Spannung gehalten wurde.
Bezogen auf die Handlung kann ich sagen, dass ich immer wieder aufs Neue überrascht wurde. Augenscheinlich war Demi mit einem Mann zusammen, den sie nicht wirklich liebt. Ihn loszulassen fällt ihr anfänglich schwer, doch als dann Royal erneut in ihr Leben tritt, scheint es, als könnte dieser all ihre Ängste überwinden. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass sich die beiden schon so unfassbar lange kennen und dadurch die Chemie einfach schon immer zwischen ihnen gestimmt hat. Und das war für mich als Leser ehrlich gesagt auch greifbar.
Trotz der vielen Überraschungen, mit denen ich ehrlicherweise gar nicht so gerechnet hatte, hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Spannung gefehlt hat. Das hatte eher weniger mit den Charakteren zu tun, die sich immer weiter angenähert haben, sondern viel mehr mit der Handlung in der ich nicht vorangekommen bin. Wie bereits erwähnt, wurde ich jedoch auch immer wieder auf's Neue überrascht, was der Autorin gut gelungen ist.
Der Grund für Royals Verschwinden war für mich hart und ich konnte ihn so gut nachvollziehen. Ich mochte Royal in diesem Moment irgendwie noch mehr, auch wenn er mir über die Seiten total ans Herz gewachsen ist, da er ein sehr loyaler und authentischer Charakter war, der immer einen Spruch auf den Lippen hatte.
Demi hingegen möchte anfänglich einfach ausbrechen und wird durch sich selbst jedoch auch ein wenig zurückgehalten. Schließlich möchte sie niemanden enttäuschen, was ich an ihrer Stelle anfänglich nachvollziehen, dann jedoch eher weniger verstehen konnte.
Trotzdem mochte ich ihr unkomplizierte Art ganz gerne und die Tatsache, dass sie schlussendlich doch für sich selbst einsteht.
Ich muss sagen, dass mir die Geschichte im Gesamten recht gut gefallen hat. Der Schreibstil war flüssig, die Handlung gut erzählt und auch die Charaktere waren wirklich sehr eigensinnig und besonders.
Schon jetzt freue ich mich sehr auf die anderen beiden Bücher, die noch erscheinen. - Simona Ahrnstedt
Alles oder nichts
(118)Aktuelle Rezension von: ZahirahTom ist ein Elitesoldat der schreckliches erlebt hat und nun in Kiruna wieder zu sich selbst finden will. Ambra kam aus einem anderen Grund hierher – als Journalistin ist sie auf der Suche nach einer Story. Allerdings verbindet sie diese Gegend nicht mit ihren schönsten Erlebnissen. Als sie sich treffen empfinden sie eine eigenartige Anziehungskraft zu einander. Doch beide haben ihre eigenen Dämonen, mit den sie sich erst einmal auseinander setzen müssen. Können sie dem anderen vertrauen? Oder wird dadurch alles nur noch auswegloser?
Wie die Geschichte aufgebaut ist, also das warum beide in Kiruna sind, die Beschreibung der Stadt und der Gegend und nicht zuletzt das Kennenlernen und Zueinanderfinden der beiden, hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und schnell hatte ich das Buch ausgelesen. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat muss diesen für das Verständnis nicht unbedingt lesen. Aber ich muss sagen, es ist ein schöner Abschluss der Reihe um die de la Grip-Familie. - Janet Fitch
Weißer Oleander
(161)Aktuelle Rezension von: Linda-OddNachdem ich dieses Video [https://www.youtube.com/watch?v=EzbY9CsTfD8] gesehen habe wurde ich daran erinnert wie toll ich den Film in meiner Teenagerzeit fand, hatte aber keinerlei weitere Erinnerungen daran.
Über ebay dann dieses Buch gefunden und mich gefragt warum dieses Buch jemals aus dem Mittelpunkt der Öffentlichkeit und Weltliteratur gefallen ist.
Wie Astrid die Welt sieht und sie mit Wörtern und Bildern beschreibt ist unfassbar schön. Auf keiner Seite habe ich mich gelangweilt. Ich bin froh, dass nicht mitten im Buch plötzlich die Sichtweise geändert wurde und wir beispielsweise alles aus der Perspektive von Astrids Mutter sehen.
Dieses Buch ist voll und ganz den Mädchen gewidmet die sich von ihren Müttern lossaugen möchten, können, wollen oder sollen.
Wie es so schön in dem oben genannten Video heißt “Some women aren’t meant to be mothers in the first place”.
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Spur des Mörders
(105)Aktuelle Rezension von: MMMCreativeWorkAuf die „Nordlicht“-Reihe bin ich eher von hinten nach vorne gestoßen: Band 7 durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks lesen – und war so begeistert, dass ich mir danach vorgenommen habe, die gesamte Reihe von Anfang an zu lesen. Band 1 hat mir schon richtig gut gefallen, und Band 2 steht dem in nichts nach.
Der Kriminalfall ist von Anfang bis Ende spannend konstruiert. Für mich ist bei einem Krimi wichtig, dass die Auflösung nicht schon auf halber Strecke klar ist – und das gelingt Anette Hinrichs hier wieder hervorragend. Ich konnte bis zum Schluss nicht sicher sagen, wer hinter dem Verbrechen steckt oder wie alles zusammenhängt, ohne dass die Wendungen dabei unglaubwürdig wirken.
Besonders gelungen fand ich in diesem Band den historischen und politischen Hintergrund. Die deutsch-dänische Geschichte, das Thema Flüchtlingslager in Oksbøl und real existierende Orte wie der Idstedt-Löwe in Flensburg geben der Handlung eine zusätzliche Tiefe und Authentizität. Mir hat dieser reale Bezug sehr gut gefallen – es fühlt sich an, als würde man ganz nebenbei noch etwas über die Region und ihre Geschichte lernen, ohne dass es belehrend wird.
Auch das Ermittlerduo Boisen & Nyborg wächst mir von Band zu Band mehr ans Herz. Beide tragen ihr eigenes Päckchen, und nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit und ihr Privatleben. Gerade Vibekes persönliche Betroffenheit in diesem Fall sorgt für emotionale Momente. Gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt klar auf dem Krimi – die Balance zwischen spannender Ermittlungsarbeit und Einblicken in das Leben der Figuren ist für mich perfekt getroffen. Man baut eine Bindung zu den Charakteren auf, ohne dass der Fall selbst in den Hintergrund rückt.
Fazit: Eine starke Fortsetzung einer ohnehin schon großartigen Reihe. Spannend, atmosphärisch dicht und mit einem geschichtlichen Bonus, der das Buch für mich noch einmal besonders gemacht hat. Ich werde auf jeden Fall weiter mit Boisen & Nyborg ermitteln.
- Jenny Blackhurst
Das Böse in deinen Augen
(187)Aktuelle Rezension von: DustBunnyEin ganzes Dorf glaubt, dass die 11-jährige Ellie eine bösartige Hexe ist.
Aber sie ist einfach eine traumatisierte, wütende Weise, die in ihrer Pflegefamilie todunglücklich ist, oder?
Die Kinderpsychologin Imogen ist überzeugt davon, dass das Dorf von Aberglauben durchdrungen ist, und Ellie Fürsorge braucht, leider steht sie mit ihrer Meinung ziemlich allein da.
Imogen ist selbst ziemlich problembelastet, und trifft nicht die besten Entscheidungen: sie versagte bei ihrem vorherigen Job in London kläglich, sodass sie in ihr Heimatdorf zurückkehren musste, in das Haus, das sie geerbt hat, damit sie keine Miete bezahlen muss – diese Notlösung wirkt mit fortschreitender Handlung immer weniger wie eine Lösung, und immer mehr wie ein Martyrium.
Bei ihrer neuen Arbeitsstelle ist sie als Beraterin für eine Schule tätig, und setzt sich sehr für Ellie ein, die brutal schikaniert wird.
Die Erzählung wechselt zwischen Imogens und Ellies Sicht. Beide sind zutiefst verbittert: Ellie, weil ihr schönes altes Leben mit einer tollen Familie sowie Freunden der Vergangenheit angehört. Imogen, weil sie nicht über ihre schwierige Kindheit (bzw. ihre wirklich schlechte Mutter) hinwegkommt, und das jeden Lebensbereich beeinflusst, sodass sie ständig im Unreinen mit sich ist.
Ellies Situation wird immer misslicher, und Imogen muss eine lebensverändernde Entscheidung treffen, allerdings erstarren beide angesichts der Ausweglosigkeit ihrer Situation – doch dann ändern sich die Dinge grundlegend...
Die Charaktere sind interessant, außerdem ist der Schreibstil atmosphärisch und macht das düstere Geschehen fühlbar. Die Handlung ist mal subtil, mal nervenaufreibend spannend, ich fand sie allerdings öfter etwas langatmig. Das Ende ist wirklich wendungsreich!
Ich würde „Das Böse in deinen Augen“ als dramatischen Spannungsroman mit viel psychologischem Gespür bezeichnen. Ich finde es beeindruckend, wie Jenny Blackhurst die vielen verschiedenen Facetten des Unglücklichseins rüberbringt: sensibel, klug, vor allem aber hautnah!
- Jacqueline Thör
Psychos: Das erste Jahr
(70)Aktuelle Rezension von: Ma26ryIn dem Buch "Psychos" geschrieben von Jacqueline Thör, geht es um Noah, der auf seiner Schule von einer Gruppe von Mitschülern gemobbt wird. Während eines weiteren Vorfalls mit seinen Mitschülern, in der er sich nicht mehr unter Kontrolle hat, rastet er aus und weiß im Nachhinein nicht mehr was er genau getan hat. Seine Mitschüler verpetzen ihn bei seinem Schulleiter und er wird von der Schule suspendiert. Seine Pflegeeltern verlangen von ihm arbeiten zu gehen, jetzt wo er von der Schule geflogen ist. Doch plötzlich steht ein seltames Mädchen vor seiner Tür. Kann sie ihm eine Perspektive geben? Die Hauptfigur im Buch ist Noah. Seine Gefühle und Erlebnisse stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Der Schreibstil ist entspannt zu lesen und auch die Kapitelverziehrungen passen zum Inhalt. Das Thema des Buches handelt von Menschen, die in ihrer Vergangenheit unterschiedliche Traumen erlebt haben und daraus Strategien entwickeln mit diesen klar zu kommen. Durch diese Strategien unterscheiden sie sich von Menschen, deren Lebensumstände keine Entwicklung von Schutzstrategien erfordert haben. Da die Gefühlswelt der traumatisierten Kinder je nach Situation ins Extreme kippen kann, haben sie zum Schutz ihrer eigenen Person diese Strategien entwickelt um entsprechend auf ihre Umwelt zu reagieren und durch einen bessern Einfluss auf ihre Mitmenschen, sich selbst schützen zu können. Das Buch hat ebenfalls eine ganz wichtige Botschaft enthalten, welche vor allem in die heutige Welt von Mobbing, Gewalt und andere Bedrohungen von Mitmenschen passt. Diese Botschaft ist, dass alle Betroffenen von solchen Taten, bei denen der Körper schon Schutzmaßnahmen getroffen hat, nicht die Psychos sind. Psychos sind die Menschen, die in der Lage sind solche Taten zu verüben und einen Menschen so viel Leid zu zufügen, dass sein Körper gezwungen ist, solche Überlebensstrategien zu entwickeln. Alles in Allem fand ich den Roman sehr spannend, actionreich, real aber auch mit einem Hauch von Zauber darin.
- Claire Keegan
Das dritte Licht
(155)Aktuelle Rezension von: Petra_de_ZamagnaEs ist die Geschichte eines jungen Mädchens und beschreibt Vernachlässigung, Zuwendung und die transformative Kraft über Liebe. Das von seinen tatsächlichen Eltern vernachlässigte Kind inmitten vieler Geschwister - es gibt aber nur wenig Geld und der Vater ist alkoholkrank und nur in Form der ewigen Trinksucht präsent - wird bei einer erneuten Schwangerschaft der Mutter zu einer verheirateten Cousine der Mutter für ein paar Monate gegeben. Dort erfährt es zum ersten Mal im Leben, was es bedeutet, gesehen und umsorgt zu werden. Die emotionale Kälte im eigenen Elternhaus wird der Aufmerksamkeit und Fürsorge, satt und sauber gehalten zu werden, gegenübergestellt. Es zeigt sehr schön, wie Kinder in dysfunktionalen Familien oft unsichtbar werden - und wie heilsam es sein kann, wenn jemand sich ihrer annimmt. Schon die berühmte Psychoanalytikerin Alice Miller hat vor vielen Jahren erklärt, wie wichtig es für die Entwicklung von Kindern ist, gerade in desolaten Familienverhältnissen wenigstens eine feste Bezugsperson außerhalb der Familie zu haben, der das Kind vertrauen kann.
Sehr typisch für die bekannte irische Autorin Claire Keegan ist, was sie nicht sagt - auch die neue Familie hat ein Trauma erlebt, was zwar angedeutet, aber nicht explizit diskutiert wird. Keegan vertraut darauf, dass der Leser zwischen den Zeilen lesen kann und sich die Hintergründe und was sie für die Personen bedeuten selbst zusammenreimen kann. Die Worte sind immer klar wie Quellwasser und jedes Wort zählt. Es werden konkrete Details beschrieben (wie das Handtuch, das ordentlich aufgehängt wird oder ein Glas Milch, das nachgeschenkt wird) und zusammen gibt das ein Bild von Zuwendung. Die Perspektive des Kindes macht die Erzählung besonders eindringlich - das Mädchen registriert alles, versteht aber oft nicht die Bedeutung. Das alles ist fast wie Lyrik in Prosaform.
Das Buch stellt wichtige Fragen: Was bedeutet Familie? Wer hat das Recht, ein Kind zu behalten? Ist biologische Verwandtschaft wichtiger als emotionale Bindung und Fürsorge?
Grosse Literatur braucht nicht viele Worte - das wurde ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Wie man mit wenigen Worten ganze Welten erschaffen kann, ist beeindruckend. Und alles wird einfach erzählt, ohne anklagend oder melodramatisch zu werden. Es zeigt einfach, wie es war - die Kälte, die Angst, die kleinen Gesten der Menschlichkeit inmitten systemischer Grausamkeit.
Später entstand daraus auch ein Film "The quiet girl" von Caitlín Ciūin, der 2022 erschien und auch bei Oscarpreisverleihung eingereicht wurde und beim europäischen Filmpreis in die Vorauswahl gelangte. Ein wirtschaftlich sehr erfolgreicher Film. Ich fand ihn allerdings nicht so gut, weil viele Dinge, die im Buch aus der Sicht des Mädchens thematisiert werden, im Film einfach ungesagt bleiben und dadurch entsteht ein bisschen eine bleierne Stille, die schwerer nachzuvollziehen ist, als die ungesagten Worte im Buch.
- Carly Phillips
Einmal berührt ist fast gar nicht verführt
(55)Aktuelle Rezension von: LesemamaBewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Alex Dare, der gefeierte Quaterback hatte einen Sportunfall und musste seine Karriere an den Nagel hängen. Total frustriert schickt er seine aktuelle Affäre Madison weg. Dann bietet ihm sein älterer Bruder einen Job an bei dem Alex nach sechs Monaten Funkstille ausgerechnet mit Madison zusammenarbeiten soll. Und er macht es gern, denn er bekam sie nicht aus dem Kopf. Haben die beiden noch eine Chance?
Meine Meinung:
Ich las den ersten Teil der Dare to love Teihe schon sehr gerne und da lernt man Alex auch schon kennen, daher war ich sehr neugierig auf seine Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht, eine romantische Story mit einem ernsten Hintergrund. Madison, ein ehemaliges Pflegekind hat große Schwierigkeiten sich auf Alex einzulassen und kann ihm nur schwer Vertrauen. Ich fand die Geschichte sehr unterhaltend, sie war romantisch und hat mich berühren können. Eine lockere Story für schöne Lesestunden.
- Hera Lind
Im Namen der Barmherzigkeit
(118)Aktuelle Rezension von: Lotte90Im Namen der Barmherzigkeit“ von Hera Lind hat mich von der ersten Seite an tief beeindruckt. Es ist eines dieser Bücher, die man so schnell nicht vergisst. Die Geschichte ist einfach super geschrieben, aber gleichzeitig auch unglaublich traurig und ergreifend.
Man fühlt in jedem Kapitel mit den Charakteren mit und ist am Ende regelrecht überwältigt von der emotionalen Tiefe. Die Mischung aus Hoffnung und tiefem Schmerz ist der Autorin hier meisterhaft gelungen. Es war für mich eine sehr bewegende Leseerfahrung, die mich oft zu Tränen gerührt hat. Ein absolutes Muss für alle, die wahre Geschichten lieben, die ans Herz gehen. Klare Leseempfehlung!
- Nina Ohlandt
Küstenmorde
(76)Aktuelle Rezension von: Juliane_PeterGanz ehrlich: Dieses Buch lebt komplett von seiner Atmosphäre. Die Geschichte spielt im Herbst auf der Nordseeinsel Amrum. Stürmisch, leer, grau, mit heulendem Wind und dunklen Deichen. Kaum Touristen, viel Einsamkeit. Und genau in dieser rauen Kulisse wird ein älteres Ehepaar brutal ermordet. Der Mann wird kopfüber am Leuchtturm aufgehängt, die Frau ebenfalls getötet. Schon das Setting sorgt für Gänsehaut.
Im Mittelpunkt steht Hauptkommissar John Benthien von der Flensburger Kripo. Er ist ruhig, analytisch, kein Draufgänger, sondern jemand, der lieber genau hinschaut. Ihn treibt vor allem der Wunsch nach Gerechtigkeit an … besonders, als klar wird, dass dieser Doppelmord mit alten Ereignissen zusammenhängt.
Ein grausam inszenierter Doppelmord erschüttert Amrum. Benthien gräbt tief in der Vergangenheit der Opfer und stößt auf lange verdrängte Schuld. Die Inselgemeinschaft schweigt. Am Ende wird klar: Das Verbrechen ist eine späte Abrechnung.
Der Schreibstil ist sachlich, flüssig und atmosphärisch. Die Spannung baut sich eher langsam auf, kein Actionfeuerwerk, sondern stetiges Verdichten. Manchmal hatte es leichte Längen, aber insgesamt wollte ich wissen, was damals wirklich passiert ist.
Die Figuren wirken glaubwürdig, vor allem die Nebencharaktere mit ihren Geheimnissen. Die Motive sind nachvollziehbar, wenn auch moralisch schwierig. Themen wie Schuld, Rache und das Schweigen kleiner Gemeinschaften werden deutlich.
Das war mein erster und bestimmt nicht letzter Nordsee-Krimi. Ich hatte auf jeder Seite einen neuen Verdächtigen 😂 und konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. 🌊
- Alex Wheatle
Home Girl
(7)Aktuelle Rezension von: howerps_comInhalt: Naomi ist 14 Jahre alt und wohnt in einem Heim, bis ihre Sozialarbeiterin Louise eine “angemessene” Pflegefamilie findet. Naomi zieht von Pflegefamilie zu Pflegefamilie und sieht kein Ende. Doch durch die Geschichten, die ihr ihre besten Freunde aus dem Heim Kim und Nats erzählen, sieht sie in fürsorglichen Handlung einer Pflegefamilie, vor allem bei dem Vater, Gefahr. Während Louise auf der Suche ist, bringt sie Naomi in einer temporären Familie unter, welche aber “dunkelhäutig” ist, was zu aller erst für Bedenken sorgt. Doch schnell merkt Naomi, dass die Goldings super cool für Pflegeeltern sind und fängt an sich bei Ihnen wohlzufühlen. Bald fängt sie an sich zu fragen, ob Kim und Nats wahre Freunde sind und sie ihnen überhaupt nicht trauen kann. Wird sich Naomi am Ende richtig entscheiden oder doch in die falsche Richtung laufen?
Dieses Buch ist unfassbar und nicht leicht in Worte zufassen. Ich hab die Rezension ganze dreimal geschrieben, weil ich einfach nicht die richtigen Worte finde. “Home Girl” ist so aktuell und emotional geschrieben, dass es einfach wichtig und gut ist mal so ein Buch zu lesen. Jeder weiß, dass es Kinder im Heim geht aber, wie geht es denen? Ich wusste, dass zum Beispiel nicht so genau. Solche Bücher lassen einen aus einer ganz anderen Perspektive gucken. Wheatle hat einen sehr großen Wert darauf gelegt, dass Naomi breit und facettenreich beschrieben ist, was ihm auch sehr gut gelungen ist. Was mir ein bisschen gefehlt hat war, dass er die Personen im Heim und bei den Goldings etwas oberflächlich beschrieben hat, weswegen mir da die Tiefe gefehlt hat. Sonst ist das Buch sehr schön und fesselnd geschrieben. Die Handlung war kein sonst üblicher Roman, sondern eine Verarbeitung verschiedener Problematiken. An erster Stelle stand Rassismus, der auch im Heim sehr gehäuft auftrat. Mit seinem Buch hat Wheatle nochmal die Notlage und den immer stärker werdenden Rassismus thematisiert. Dieses Buch braucht viel Verständnis und einen guten Blick auf die aktuell passierenden Dingen, weswegen ich es erst ab 14 Jahren empfehlen würde.
Zusammengefasst ist dieses Buch gelungen und sehr aktuell, jedoch etwas oberflächlich gehalten :)
- Meyra Su
Stumme Gedanken
(33)Aktuelle Rezension von: Mina1007Der Inhalt:
Elisha kann weder sprechen noch hören. Naja, eigentlich kann sie es, aber sie tut es nun mal nicht. Deswegen denken alle, dass sie taubstumm ist. Weil jeder davon ausgeht, dass Elisha nichts versteht und somit auch nichts weitererzählen kann, ertappen sich viele dabei, wie sie ihr ihre tiefsten Geheimnisse erzählen. So erfährt Elisha die Gedanken der beliebtesten Schüler der Schule, der Lehrer, ihrer Pflegefamilie und noch viele andere. Nur Davis erzählt ihr nichts und das ist genauso ungewohnt, wie es auch anziehend ist. Wird sie das Geheimnis um Davis lösen können? Wenn ja, was ist mit ihrem eigenen Geheimnis? Und zwar, dass sie gar nicht taubstumm ist..
Meine Meinung:
Ein schönes Buch, das auf subtile Weise zeigt, wie egoistisch Menschen manchmal sein können. Elisha hört sich die Geheimnisse der anderen an, doch es scheint, als sei sie mehr Ventil als Freund. Das hat mich während des Lesens immer wieder nachdenklich gemacht.
Besonders mochte ich das Highschool-Setting – es gibt der Geschichte eine coole, jugendliche Atmosphäre, die sich leicht und angenehm liest. Trotzdem bleibt das Buch tiefgründig genug, um zu reflektieren, wie wir manchmal mit anderen umgehen.
Das Ende war dennoch sehr schön, denn zwischen Elisha und Davis entwickelt sich eine schöne angenehme Liebesgeschichte, die auch ein Happy End hat.
- Abbi Glines
The Best Goodbye – Ganz nah
(189)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterAbbi Glines zeichnet sich erneut durch ihren herausragenden Schreibstil aus, der den Leser unmittelbar in die Geschichte hineinzieht. Die Bücher sind äußerst fesselnd, wodurch ich auch dieses Werk zügig durchgelesen habe.
Die Handlung dreht sich um Captain und Rose (Addy), wobei Captain, ein ehemaliger Auftragskiller, in Rosemary Beach ein Restaurant eröffnet. Rose arbeitet für ihn, ist jedoch in Wirklichkeit seine Jugendliebe aus der Vergangenheit, die den Namen Addy trägt. Rose ist dort, um herauszufinden, ob Captain ein guter Vater für seine Tochter sein kann, und agiert daher inkognito. Die Frage, ob jemand trotz anderer Haarfarbe und Brille nicht erkannt werden würde, mag aufkommen, störte mich jedoch nicht weiter.
Besonders gefielen mir die Rückblenden in die Vergangenheit. Die Reaktion von Captain auf seine Tochter empfand ich als angemessen, da ich nachvollziehen konnte, warum er sie verstanden hat und nicht übermäßig verärgert war. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich mitfiebern lassen, und ich war gespannt darauf, wie sie sich entwickeln würde.
Eine kleine Unstimmigkeit fiel mir auf, nämlich dass Captain angeblich nicht mehr fähig war, sich zu verlieben, obwohl er im vorherigen Buch von seiner Liebe zu Reese gesprochen hatte. Trotzdem erreicht die Geschichte nicht das Niveau der anderen Werke, aber insgesamt bietet sie eine solide Handlung und ein zufriedenstellendes Ende für Captain.























