Bücher mit dem Tag "phantasien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "phantasien" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1) (ISBN: 9783548288840)
    Audrey Carlan

    Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1)

     (1.084)
    Aktuelle Rezension von: MiniMichi0502

    Ein toller Auftakt, die Geschichte und der Mut von Mia hat mich tief beeindruckt 

  2. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202558)
    Michael Ende

    Momo

     (2.291)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Momo ist ein ganz besonderes Mädchen und hat viele Freunde. In einem alten Amphitheater hat sie ein zu Hause gefunden und mit dem Straßenkehrer und vielen Anderen lebt sie unbeschwert und glücklich. Doch eines Tages tauchen die grauen Herren auf. Sie verändern jeden und alles. Momo ist skeptisch und lässt sich nicht einwickeln und hinterfragt ihr Tun und Handeln. Sie rauben die Zeit der Menschen und beginnen so ein gefährliches Spiel und Momo will dagegen kämpfen. Ein Klassiker der Deutschen Literatur und eine großartige, zeitlose Geschichte.

  3. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.962)
    Aktuelle Rezension von: Lenja_Seeker

    Eines der Bücher, die ich immer wieder gern aus dem Regal nehme. Die Geschichte zieht mich auch nach Jahren noch in ihren Bann.

  4. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Stillstand

    Nachdem ich schon die ersten zwei Bücher von Charlotte Roche zuhause, und gelesen habe, hab ich durch Zufall dieses Buch in den tiefen meines Bücherschrankes gefunden. Das Cover hat mich sofort angesprochen und nach kurzem Einlesen auf der Rückseite musste ich es sofort lesen.

    Es hat tatsächlich sehr interessant und spannend angefangen...leider ging es danach sehr schnell bergab und es wurde langweilig und langatmig...der Schluss war ziemlich schräg und komisch.


    Ich hätte mir tatsächlich viel mehr tiefgang gewunschen, und weniger oberflächlichkeit.

    Nichts desto trotz konnte ich das Buch flüssig und gut lesen, man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.

  5. Cover des Buches Der Professor (ISBN: 9783426500705)
    John Katzenbach

    Der Professor

     (330)
    Aktuelle Rezension von: Ina2018

    Wenn sexuelle Abgründe ohne Rücksicht auf Verluste ausgelebt werden und es zu kommerziellen Zwecken in Kauf genommen wird, dass dies Menschenleben kostet, ist das hart, zuzuschauen. Das Weiterlesen fiel mir teilweise schwer. Die drei Protagonisten waren sympathisch, schlüssig beschrieben und ihr Handeln gut nachvollziehbar. Ich hätte mir mehr miteinander des Professors und der Ermittlerin gewünscht und weniger Rätseln, ob nun wirklich ein Verbrechen stattgefunden hat oder ob das Opfer, ein Mädchen im Teenageralter nur von zu Hause geflüchtet ist. 

    Der Professor im Ruhestand, ein brillianter Wissenschaftler, dem sein Gedächtnis auf Grund einer schnell fortschreitender Krankheit im Stich lässt beobachtet, wie das Mädchen entführt wird. Er wendet sich an die Polizei, aber die ermittelnde Kommissarin kennt das Mädchen, eine Ausreißerin. Sie glaubt, dass auch diesmal der Teenager nur von zu Hause abgehauen ist, weil man keine gemeinsame Sprache fand und der Bonus-Papa so ein Vollidiot ohne Empathie ist. 

    Die Motive der Entführer sind eindeutig mit der rücksichtslosen Jagd nach dem schnellen Geld auf den Punkt zu bringen. Die neuen Medien machen es möglich, alles - hochpreisig versteht sich - mit den anonymen Usern auf der ganzen Welt zu teilen. Von Anfang an wünscht man sowohl die Täter als auch deren Fan-Gemeinde in den finstersten Knast und dass einer den Schlüssel zu selbigen wegwirft. Doch wird es dazu kommen? Eine spannende Reise, die allerdings nur sehr langsam in Fahrt kommt. 

  6. Cover des Buches Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783745600926)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Vera_Herrig

    Inspiriert durch Britta Strauss' fantastisches Vorwort in "Indigo und Jade" hab ich nun endlich auch diese Bildungslücke gefüllt und 𝘿𝙞𝙚 𝙪𝙣𝙚𝙣𝙙𝙡𝙞𝙘𝙝𝙚 𝙂𝙚𝙨𝙘𝙝𝙞𝙘𝙝𝙩𝙚 gelesen. Jaaaaaa, ich weiß: Reichlich spät, aber besser spät als nie. 😌 Außerdem bin ich der Meinung, dass es für jedes Buch die richtige - oder manchmal eben auch falsche - Zeit gibt und in diesem Fall war es für mich jetzt einfach der perfekte Zeitpunkt, Phantásien zu bereisen. Das hat mir ganz besonders das Ende gezeigt, bei dem etliche Tränen geflossen sind. Aber erst mal von Anfang an.
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    In der Geschichte begleiten wir Bastian, der ein richtiger Träumer ist und eines Tages ein Buch findet, das sein ganzes Leben verändert. Er ist jemand, der von allen nur schikaniert wird und nach dem Tod der Mutter auch keine wirkliche Zuwendung von seinem Vater erfährt. Seine Geschichte hat mich sehr bewegt, konnte ich mich doch so gut in Bastian hineinversetzen. Sein Vater war so sehr in seiner eigenen Trauer gefangen, dass er eine unüberwindliche Mauer um sich geschaffen hat und somit nicht für seinen Sohn da sein konnte, der ihn doch so sehr gebraucht hätte. Mir brach regelrecht das Herz, diese Zeilen zu lesen.
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    Dieses Buch steckte gleichzeitig so voller unerschöpflicher Magie. Mir gefiel der bildliche, flüssige und spannende Schreibstil, der mich durch die Seiten fliegen ließ, sehr.
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    Meine beiden Liebingscharaktere waren mit Abstand Atréju und Fuchur!! Ich liebte einfach Atréjus loyale, hartnäckige und mutige Art. Er war es auch, der mich zum Ende hin zum Weinen brachte, weil er Bastian ein so treuer Freund war und für diesen einstand. Und Fuchur ist ganz einfach Fuchur. Er war weise und seine Mentalität, dass mit Glück alles zu schaffen sei, gefiel mir sehr. 

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    Während Bastian die Unendliche Geschichte las, verschwammen die Grenzen immer weiter, bis Bastian endlich bereit war, aktiver Teil der Geschichte zu werden. Die Vorstellung, in ein Buch eingesogen zu werden, war für mich schon seit jeher faszinierend und ist hier wirklich meisterhaft beschrieben worden. Phantásien ist einfach ein einzigartiger, magischer und ja phantastischer Ort. Ich war begeistert, wie viel Tiefe, Emotionen und vor allem Weisheiten in diesem Werk von Michael Ende stecken. Die Geschichte riss mich mit, ich ging durch alle Höhen und Tiefen mit, ich erlebte Bastians Entwicklung in allen Facetten, mochte ich ihn doch gern das ein oder andere Mal kräftig schütteln und war beeindruckt und auch ein wenig sprachlos, als ich letzten Endes den eigentlichen Sinn hinter seiner Reise und allem, was geschehen ist, erkannte. Alle Fäden liefen perfekt zusammen und das Gesamtbild, das sich am Ende ergab, war so überwältigend, dass es mich eben zu Tränen rührte.
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    Besonders heftig traf es mich, als Bastian gegen Ende DAS Bild fand. Es machte mich sprachlos und mir liefen die Tränen. Und Atréju brachte dann mit seiner loyalen Selbstlosigkeit erst recht alle Dämme zum Brechen. 😭😭😭 Und am Ende war es wirklich nur noch so bei mir: 😭😭😭😭😭 Ich war einfach so ergriffen und demütig und dankbar für diese unvergleichliche Reise. 🥺🥺🥺
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    Fazit:
    𝘿𝙞𝙚 𝙪𝙣𝙚𝙣𝙙𝙡𝙞𝙘𝙝𝙚 𝙂𝙚𝙨𝙘𝙝𝙞𝙘𝙝𝙩𝙚 ist eine vollkommen magische, wundersame Geschichte voll endloser Fantasie, voller Tiefgründigkeit und die allen gewidmet ist, die dem ganz besonderen Zauber von Geschichten erlegen ist.

  7. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Eine merkwürdig trappierte Leiche gibt Phil Brennan in seinem nunmehr 5. Fall Rätsel auf. Wen jagd er hier einen Einzeltäter oder doch eine Gruppe? Alles andere als einfach für Phil, muss er sich doch erst noch mit seinem neuen Team und der neuen Stadt, Birmingham, anfreunden. Auch auf seine Frau kann er nicht wie gewohnt zurückgreifen, ist doch auch sie mit ihrem beruflichen Neustart an der dortigen Universität beschäftigt. Also müssen Brennan & Co. sich auf ihr Vermögen verlassen und sind bald mit einem Fall konfrontiert, bei dem sich ungeahnte menschliche Tiefen und Abgründe auftun. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, werden doch immer wieder Szenen beschrieben, die auch hartgesottenen Thrillerfans schon mal eine Gänsehaut bescheren können. Wie schon in den anderen Teilen dieser Serie arbeitet Tania Carver wieder mit abrupten Perspektivwechseln und kurzen mit Cliffhangern versehenen Kapiteln um den Spannungsbogen auf einem guten Niveau und den Leser am Buch zu halten. Ich fand diesen Teil sehr spannend und wirklich gut erzählt, auch wenn einige Passagen schon recht heftig waren. Aber es passte für mich alles super gut zusammen und deshalb vergebe ich auch volle 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783869091730)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Sophienchen

    Es ist einfach so humorvoll und lieb geschrieben, vor allem Emmis emails liebe ich sehr 

  9. Cover des Buches Desecration-Verletzung (ISBN: 9783958190009)
    J.F. Penn

    Desecration-Verletzung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: tobias_liebert

    Im Hunterian Musem wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr wurde mit chirurgischer Präzision die Gebärmutter samt Fötus aus dem Leib geschnitten. Detective Jamie Brooke übernimmt die Ermittlungen. Die Tote, Jenna Neville, ist die Tochter eines einflussreichen und sehr reichen  Ehepaars. Jenna war Umweltaktivisten und hat immer die Arbeit ihrer Eltern kritisiert. Sie hat ihnen unethisches Verhalten ihrer Pharmafirma im Umgang mit Tierversuchen vorgeworfen. Eltern und Tochter haben sich entzweit. Deswegen geraten die Eltern auch unter Verdacht, aber diese versuchen die Ermittlungen zu blockieren. Während den Ermittlungen tut sich eine andere Spur auf. Jenna hat sich intensiv mit dem Thema "Toten Kunst" beschäftigt. Künstler aus diesem Genre verändern und plastinieren Leichen. Während der Ermittlungen stirbt plötzlich ihre schwerkranke Tochter. Detective Brooke wird vom Dienst freigestellt. Als die Leiche ihrer Tochter gestohlen wird, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und begibt sich dadurch in Lebensgefahr.

    Das Buch ist spannend und läßt sich flüssig lesen. Privat- und Berufsleben der Hautperson werden in der Geschichte sehr gut miteinander verknüpft. Das Hauptthema "Toten Kunst" wird geschickt angegangen. Aber gibt es wirklich eine Art Schwarzmarkt, für diesen Kunstbereich? Und ist dieser wirklich vorhanden? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Das Ende ist offen, da Jamie Brooke noch einen Verdacht hat, der in dieser Geschichte weder erhärtet noch entkräftet werden konnte.

  10. Cover des Buches Phantasien (ISBN: 9783257244199)
    Jason Starr

    Phantasien

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Savage Lane scheint eine Straße voller Familienidyll zu sein. Aber hinter den Fassaden brodelt es ordentlich und das in jeder Hinsicht. Eine fast Affäre erschüttert die Leute, aber es gibt da noch ein paar viel pikantere Geschichten, hinter den Türen. Hier im noblen Vorort von New York hat jeder seine ganz eigene Geschichte und vor allem sein Geheimnis. Als ein Mord passiert, gibt es Verdächtigungen, Hetzkampagnen und so manche Geschichte scheint aus dem Ruder zu laufen. Jason Starr hat einen Topp Thriller geschrieben. Es knistert vor Erotik, es brodelt vor Spannung und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Einer der Topp Thriller

  11. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783442478828)
    Max Bentow

    Der Federmann

     (730)
    Aktuelle Rezension von: Bookphil

    Guter spannender Geschichtsaufbau, hat mich sehr gefesselt und es gab viele überraschende Wendungen. 

  12. Cover des Buches Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz (ISBN: 9783426632383)
    Ralf Isau

    Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz

     (170)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Bereits vielfach rezensiert kann ich hier nur eines beitragen: schön! Eine schöne lesenswerte Geschichte.
  13. Cover des Buches Scream (ISBN: 9783499247217)
    Chris Mooney

    Scream

     (94)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Larry Roth liegt gefesselt auf einem Bett. Um ihn herum herrscht ein Schlachtfeld: seine Familie ist vor seinen Augen getötet worden.
    Bevor er seinen Verstand verliert, trifft die Polizei vor Ort ein. Roth weiß zwar nichts davon, aber er soll die Polizei gerufen haben.

    Allen voran ermittelt Jack Casey, ein ehemaliger FBI-Profiler, am Tatort. Während er versucht, Roth zu beruhigen, gibt dieser nur von sich, daß der Täter alles über ihn wußte. Als sich die verschweißten Handschellen nicht öffnen lassen, holt Casey aus seinem Auto einen Seitenschneider. Sein Glück, denn Sekunden später verschwindet der Tatort mit allen Anwesenden in einem Feuerball; mit dem Betreten des Hauses aktivierte die Polizei den Zeitzünder für eine Bombe.

    Und damit bläst der Autor in seinem Debüt-Roman das Halali zum explodierenden Kopfkino. Da wo andere Autoren nach dem ersten Bumm wortwörtlich ihr Pulver verschossen haben, fängt Mooney erst an.

    Zugegeben, der Held Jack Casey ist etwas abziehbildmäßig geraten. Familie tot, Job weg, Krise, Alkohol. Doch in diesem Buch läßt man sich das gefallen, weil er nicht wie Phönix aus der Asche steigt, sondern nachvollziehbare Blessuren behält.

    Spannung garantiert.

    Höchst merkwürdig mutet an, daß Cody McFadyen sechs Jahre später seine "Smokey Barett" in "Die Blutlinie" erfand, die wiederum ein Abziehbild von Jack Casey mit Geschlechtertausch ist.

    Nicht abschrecken lassen vom Umschlagtext: die dilettantischen Schreiberlinge haben alle Eckpunkte genommen und einmal kräftig durcheinander gebracht.
  14. Cover des Buches Atlas literarischer Orte (ISBN: 9783957282569)
    Cris F. Oliver

    Atlas literarischer Orte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Über literarische Figuren wird oft gesprochen und viel geschrieben.

    Höchste Zeit also einen genauen Blick zu werfen auf die fantastischen Welten, in denen Alice, Peter Pan oder Willy Wonka leben:

    Mittelerde, Hogwarts, Narnia, Camelot, Gotham City, die Smaragdstadt in Oz oder die Bakerstreet in London uvm.

    Eine faszinierende Reise zu den verschiedensten Orten der Literaturgeschichte!


    Altersempfehlung:

    ab 9 Jahre 


    Illustrationen:

    Die zweifarbigen, ganzseitigen Karten sind eindrucksvoll gestaltet. 

    Zusätzlich leiten kleine Vignetten die Kapitel ein oder ergänzen die Texte.


    Mein Eindruck:

    Mit Büchern in fremde Welten zu verreisen ist großartig!

    Dieses Werk widmet sich ausschließlich den Besonderheiten der phantasievoll erdachten und mit Herz und Charme gestalteten Orte.

    Aufgebaut wie ein Reiseführer können alle Liebhaber fantastischer Literatur - diesem eindrucksvollen Atlas sei Dank - nun noch tiefer eintauchen in andere Welten. 

    Ganz gleich ob die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf oder das Wunderland von Alice hier wird jedem Ort gleich viel Platz gewährt. Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Welt und einer Karte (wichtige Punkte und Empfehlungen) finden sich Hintergrundinformationen zur Geschichte und zum kreativen Kopf dahinter. 

    Man kann auf diese Weise bereits besuchte Orte wiederentdecken oder unbekannte Welten erforschen.

    Witzige Hinweise, Warnungen und originelle Ergänzungen (z. B. Packliste für eine Reise zum Mittelpunkt der Erde) lockern das Gelesene auf und sorgen immer wieder für Unterhaltung.

    Ein unterhaltsamer und außergewöhnlicher Reiseführer!


    Fazit:

    Eine bildgewaltige Hommage an fantastische Welten, in die man immer wieder gerne eintaucht.

    Der Atlas lädt ein zum Schwelgen in Erinnerungen aber auch zum Entdecken neuer literarischer Orte.


    ...

    Rezensiertes Buch: "Atlas literarischer Orte - von Wunderland bis Mittelerde" aus dem Jahr 2019

  15. Cover des Buches Solenoid (ISBN: 9783552059481)
    Mircea Cartarescu

    Solenoid

     (3)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die ersten Kapitel führen den Protagonisten als einen namenlosen und sehr unglücklichen, aber auch unglückseligen, Menschen ein. Es wird fantasiereich und wortgewaltig die Welt des einfachen Lehrers aufgebaut.  Es stellen sich sehr absurde und abstruse Welten des Helden dar, als Kind und im Jetzt, wobei nicht immer klar ist, was sich real oder im Traum abspielt.
    Nach einem kurzen Tief wird meine wissenschaftliche Seele befriedigt, weil über den Solenoiden, eine riesige Spule, die vierte Raumdimension und andere zum Teil hochwissenschaftliche Themen gesprochen wird. Dazu kommt noch eine Spur Mystik gepaart mit mythischen Ideen, Verschwörungstheorien und einer Spur Paranoia.
    Es finden sich eine große Zahl real existenter Menschen mit ähnlich bizarren Lebensgeschichten wie der Held. Sonderbarerweise sind die Biographien dieser Menschen über viele Umwege miteinander verknüpft. Das führt dazu, dass man sich in der buchfreien Zeit mit diesen Persönlichkeiten befasst, was das Buch für mich nochmal wertvoller macht, da es neue Ideen aufbringt.
    Das Buch nimmt immer mehr an Spannung auf und der Leser wird so zielstrebig zu einer Klimax geführt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Allerdings fand ich persönlich den erreichten Höhepunkt, ganz plötzlich und ohne weitere Erklärung, etwas enttäuschend. Es ist ein Buch aus der Kategorie, welches den Leser etwas hilf- und fraglos zurücklässt

  16. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257070668)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.738)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    Der gut 200-seitige Roman „Der Vorleser“, der von Bernard Schlink verfasst und erstmals 1997 im Diogenes Verlag veröffentlicht wurde, behandelt eine der großen Fragen der Menschheit: Es geht um Schuld und Vergebung. Kann Liebe alles verzeihen? Oder gibt es Dinge, „auf die man sich einfach nicht einlassen darf“ und die unentschuldbar sind?

    In dem Buch geht es um ein ungleiches Paar, das sich zugleich unbeschreiblich nah, doch auch sehr fremd ist. Der fünfzehnjährige Michael verliebt sich, ohne es zu wollen, in Hanna, eine Frau Mitte 30, der er durch Zufall auf dem Schulweg begegnet. Schnell zieht sie ihn in ihren Bann und wird Michaels erste große Liebe. Fast jeden Tag treffen sie sich und Hanna bittet Michael, ihr vorzulesen. Dieser sonderbaren Bitte kommt der junge Mann, der sowieso alles für Hanna tun würde, nur allzu gern nach. Doch eines Tages ist Hanna plötzlich fort, ohne Michael Bescheid zu sagen. Erst viel später sehen sie sich wieder: Er als Jurastudent, sie als Angeklagte bei einem Gerichtsprozess…

    Michael, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist eine sehr greifbare und auf seine eigene Weise auch sympathische Hauptfigur, auch, wenn er alles andere als fehlerfrei ist. Der scharfsinnige, kluge und auch sehr selbstreflektierte Junge, der im Lauf der Geschichte erwachsen wird, hat durchgehend mit Schuldgefühlen und der Angst, versagt zu haben, zu kämpfen. Teilweise hatte ich deshalb großes Mitleid mit ihm, auch wenn ich ihn in anderen Momenten, wenn er sich allzu sehr in Selbstvorwürfen verliert, am liebsten bei den Schultern gepackt und geschüttelt hätte. Auf jeden Fall ist Michael eine jener fiktionalen Figuren, deren Schicksal die Leser alles andere als kalt lässt. Man fühlt, freut sich und leidet mit ihm.

    Auch Hanna ist eine äußerst komplexe Figur. Manchmal ist sie herrisch, grob und reizbar, wenig später aber wieder liebevoll und fürsorglich. Sie hat eine Art Verantwortungsgefühl für ihren Freund Michael, der so viel jünger als sie ist, was sie jedoch nicht daran hindert, zugleich über ihn zu bestimmen und dafür zu sorgen, dass er stets die Schuld auf sich nimmt, wenn in ihrer Beziehung mal etwas nicht so funktioniert, wie sie es sich vorgestellt hat. Einige Facetten ihres Charakters bleiben bis zum Ende des Buches ein Rätsel. Warum Hanna eine verzeihliche Schwäche verschweigt, sondern stattdessen lieber in ernsthafte Schwierigkeiten gerät, ist nicht nur Michael, sondern auch mir unbegreiflich. Hanna ist keine Figur, in die man sich gut hineinversetzen kann. Ihre Geheimnisse und ihre dunkle Vergangenheit, die sich Stück für Stück enthüllt, machen das -zumindest für mich- unmöglich. Dennoch ist sie eine spannender Charakter, über den ich auch über die eigentlich Lektüre des Buches hinaus viel nachgedacht habe.

    Die Handlung im ersten Teil des Buches besteht hauptsächlich aus sich immer wiederholenden Besuchen Michaels bei Hanna. Als jemand, der aber auch an Jane Austens bekanntermaßen eher handlungsarmen Romanen Gefallen findet, hat mich das jedoch wenig gestört. Ähnlich wie Austen hat Schlink die Handlung hier nämlich zugunsten einer genauen Durchleuchtung seiner Charaktere und ihrer Beziehungen in den Hintergrund treten lassen. Langsam enthüllt er die vielen Facetten der Liebesbeziehung zwischen Hanna und Michael, die zu Beginn noch sehr zärtlich und gefühlvoll wirkt, sich aber immer mehr als ein toxisches Abhängigkeitsverhältnis entpuppt. Im zweiten und dritten Teil des Romans nimmt die Handlung dann jedoch an Fahrt auf: Wir begleiten den jungen Jurastudenten Michael in den Gerichtssaal, wo er plötzlich Hanna auf der Anklagebank wiedersehen muss. Während Michael um Hanna bangt und sich zugleich in Selbstvorwürfen ergeht, wie er denn jemals eine Verbrecherin lieben konnte, waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt. Wird Michael in den Prozess eingreifen, den Richtern Hannas Geheimnis verraten und so ihr Strafmaß mildern können? Oder wird er es nicht tun?

    Die realistische Schilderung des Gerichtsprozesses trägt ebenfalls dazu bei, dass das Buch im zweiten Teil dann doch noch sehr spannend wird. Man merkt, das der Autor selbst Jurist ist und weiß, worüber er schreibt. Doch auch die gefühlvollen Szenen im ersten Teil sind sehr glaubhaft und lassen nichts an Tiefe vermissen. Ich weiß nicht, inwieweit der Autor hier auf seine persönlichen Erfahrung zurückgreifen konnte, doch falls sie alle seiner Fantasie entsprungen sein sollten, dann ist er in der Lage, seine Vorstellungen sehr lebendig zu schildern.

    Der Schreibstil ist eine angenehm lesbare Mischung aus Alltagssprache und gehobenem Wortschatz, weder zu flach, noch zu hochgestochen und macht es möglich, das Buch in kurzer Zeit durchzulesen. An einigen Stellen merkt man an Wortwahl und Satzbau jedoch, dass der Autor sein Buch als literarisches Kunstwerk sieht und die Leser nicht nur, wie andere Autoren, unterhalten und ihnen dabei vielleicht auch noch eine Botschaft mitgeben möchte. Dieser sprachliche Kunstgriff wäre meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen. Durch die Tiefe der Handlung merkt man auch so, dass „Der Vorleser“ alles andere als reine Unterhaltungslektüre ist.

    Als Schullektüre ist „Der Vorleser“ durch seinen zugänglichen Schreibstil, die genaue Zeichnung der Hauptfiguren und durch das greifbare, wenn auch zugleich sehr komplexe Thema, meiner Ansicht nach bestens geeignet. An diesem Buch kann man bestens heruminterpretieren und -analysieren. Doch auch in seiner Freizeit kann man getrost zu „Der Vorleser“ greifen, da das Buch zugleich gefühlvoll und spannend ist, ohne dabei je kitschig oder reißerisch zu werden und auch Leser, die sonst vielleicht eher keine modernen Klassiker lesen, hier wirklich etwas für das eigene Leben mitnehmen können.

  17. Cover des Buches Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch (ISBN: 9783522184991)
    Michael Ende

    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Jim Knopf kommt als Baby durch einen Zufall auf die kleine Insel Lummerland, die lediglich von vier Menschen bewohnt wird: König Alfons der Viertel vor Zwölfte, Frau Waas, Herr Ärmel und Lukas, dem Lokomotivführer. Als Jim zu einem jungen Burschen heranwächst, sieht sich der König gezwungen, Platz für einen weiteren, zukünftigen Untertanen auf dem kleinen Eiland zu schaffen, indem die Gleise mitsamt der Lokomotive Emma weichen müssen. Doch Lukas denkt nicht daran, seine Emma und seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Kurzerhand entscheidet er sich, die Insel zusammen mit seiner Lokomotive zu verlassen. Und als Jim davon Wind bekommt, schließt er sich seinem besten Freund prompt an. Das Abenteuer beginnt …

    Was gibt es zu diesem Klassiker zu sagen? Die meisten Menschen meiner Generation, die in Deutschland aufgewachsen sind, werden von Jim Knopf, Lukas dem Lokomotivführer und der Insel Lummerland gehört haben – sei es über die beiden Bücher oder die mehr als gelungene Interpretation der Augsburger Puppenkiste. Zudem kam 2018 eine Realverfilmung des ersten Bandes in die Kinos, die hoffentlich bei einem jüngeren Publikum das Interesse an den Romanen geweckt hat. Um es kurz zu machen: Was der Autor Michael Ende auf rund 250 Seiten an lustigen Ideen und Einfällen präsentiert, ist sowohl überwältigend als auch herzerwärmend. Zudem flößen die großartigen Zeichnungen von F. J. Tripp den Charakteren und Orten zusätzliches Leben ein, was die Geschichte lebendig werden lässt und erlebbar macht – und zwar nicht nur für Kinder.

    Fazit: Bei „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ handelt es sich um einen zeitlosen Klassiker, der in jedes Kinderzimmer gehört. Nicht umsonst wurde das Werk damals, vor rund 60 Jahren, mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. An der einen oder anderen Stelle fallen zwar Szenen auf, die aufgrund ihrer längst überholten Geschlechterrollen unfreiwillig komisch wirken. Und auch die Thematisierung von Jims dunkler Hautfarbe mag heutzutage befremdlich, vielleicht sogar fragwürdig anmuten. Doch spiegelt dies die Vorstellungen der 60er Jahre wider. Und wer dieser Tage dem Autor gar rassistische Motive unterstellt, tut ihm, wie ich meine, unrecht. Denn, wenn es so wäre, warum hat Michael Ende ausgerechnet Jim Knopf die Hauptrolle zugedacht, weshalb sein Name auch den Titel schmückt? Stattdessen sollte der Fokus auf der Handlung, der Kreativität und den positiven Botschaften liegen, die sich in der Geschichte auf mannigfaltige Weise verbergen. Ein Jugendbuch wie gemacht, um seinen Kindern vor dem Zubettgehen daraus vorzulesen und nebenbei die herrlichen Zeichnungen zu bewundern.

  18. Cover des Buches Opferschuld (ISBN: 9783499253621)
    Ann Cleeves

    Opferschuld

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sala83
    Das Buch besticht irgendwie durch seine Unscheinbarkeit - die Kriminalgeschichte plätschert so dahin und als Leser fühlt man sich recht wohl. Es ist nicht zu aufregend, dennoch einigermaßen spannend, da man wissen will, wer der Mörder war. Sehr störend empfand ich die Darstellung der Kommissarin. Sie wurde absichtlich unattraktiv und teilweise auch unappetitlich beschrieben. Mir wurde der Sinn dahinter nicht klar. Es ist ja okay, wenn sie keine große Augenweide ist, aber von ihrer juckenden Neurodermites will ich dann doch nix lesen, wenns nicht zum Fall gehört ;) Dia Story an sich ist stimmig, wenn zum Ende hin auch leicht vorhersehbar. Kann man also gut lesen, wenn man auf leichte gut-geschriebene Krimis steht.
  19. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.322)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Helen Memel hat ein sehr intensives Verhältnis zu ihrem Körper und beschreibt es in diesem Buch so ausführlich wie es Männer kaum und Frauen wohl nicht sehr oft zu lesen oder zu hören bekommen: Selbstbefriedigung, ihre Hämorriden, Sex und alle denkbaren Körperflüssigkeiten spielen die Hauptrolle.

    Definitiv nichts für Personen mit empfindlichen Vorstellungen diesbezüglich. Helen spricht aus, was sie denkt und tut. Das ist häufig fragwürdig bis unappetitlich, aber auch irgendwie amüsant. Ein bisschen Porno ist auch dabei. Angeblich geht es um ein sensibles Mädchen. Dass Helen empfindsam ist, versteckt sie als Ich-Erzählerin dieser Geschichte größtenteils sehr gut.

    Bei vielen Szenen fragte ich mich, wie jemensch auf solche Ideen kommen kann. Definitiv nichts für schwache Verdauungsorgane. Wer sich schnell ekelt, sollte das Buch nicht lesen und hätte auch nichts verpasst.
     Gestört haben mich grammatikalische Fehler in der Erzählstruktur, die das ansonsten sehr flüssige Lesen unterbrochen haben.

    Fazit: Die Faszination des Ekelhaften.

     

  20. Cover des Buches Die Seele der Nacht (ISBN: 9783426629987)
    Ulrike Schweikert

    Die Seele der Nacht

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Reever
    "Fantasie", angelehnt an die unendliche Geschichte von Michael Ende. Das Land Phantasien geht ins Nichts, Tahamas Volk flieht in ein fernes Land, nur das Blauschopfmädchen Tahama wartet auf ihren Vater, als er dann kommt stirbt er in ihren Armen. Tahama macht sich auf um ihr Volk zu finden, auf ihrer Reise trifft sie auf den Jäger Céredas und auf den Erdgnom Wurgluck, sie finden nur leere Dörfer und grausam entstellte Leichen. Ulrike Schweikert war meines erachtens schon besser, das Buch liest sich flott ist auch spannend, nur in der Story selber sind einige Ungereimtheiten die mich gestört haben.
  21. Cover des Buches Der König der Narren (ISBN: 9783426629956)
    Tanja Kinkel

    Der König der Narren

     (65)
    Aktuelle Rezension von: KatharinaJ
    Die Weberinnen von Siridom besitzen die wundervolle Gabe Teppiche zu weben welche Geschichten der Vergangenheit erzählen. Nur auserwählte Frauen können eine Weberin aus Siridom werden und es ist eine sehr große Ehre. Die junge Res ist eine dieser Auserwählten - Doch Res möchte mehr. Sie möchte reisen, Abenteuer erleben und sich nicht alten Traditionen beugen.

    Als das Nichts die Heimat der Weberinnen und ganz Phantasien bedroht kommt für Res die Möglichkeit ihrem Drang nach Abenteuer nachzukommen. Gemeinsam mit einer Katze macht sie sich auf das Nichts zu besiegen und Phantasien zu retten.

    Die Geschichte an sich fand ich wirklich gut und es hat mir auch Spaß gemacht gemeinsam mit Res zu reisen und viele Gefahren zu bestehen. Allerdings hat es sich dann doch etwas hingezogen und das Ende fand ich irgendwie komisch. Vielleicht hätte ich beim ersten Teil der Reihe anfangen sollen dann hätte ich es auch besser verstanden. Tanja Kinkels Version der unendlichen Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen.Mittelmäßi
  22. Cover des Buches Und draußen stirbt ein Vogel (ISBN: 9783453438873)
    Sabine Thiesler

    Und draußen stirbt ein Vogel

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Sabine Thiesler, ist eine Autorin die ich vorher nun wirklich noch nicht kannte. Ich gebe es ja ungern zu, aber dem ist nun einmal so. 

    Also war ich mal wieder recht neugierig, denn ich bin ja immer wieder auf der Suche nach etwas neuem. Frau Thiesler schreibt über eine Autorin, welche selbst Thriller schreibt, die unter die Haut gehen. Rina Kramer heißt sie und ist gerade auf Lesereise. Etwas das wirklich die meisten Autoren aus eigener Erfahrung kennen! Bei der letzten Lesung ist auch Manuel dabei - der Stalker von Rina Kramer. Er ist selbst Autor und ist der Meinung, Rina Kramer klaue ihm seine Geschichten aus dem Kopf. Es hört sich schon krank an. Ist es auch, wenn man bedenkt, dass er Rina Kramer sogar bis in die Toskana folgt.

    Dort ist Rina die meiste Zeit alleine. Sie wohnt auf ihrem Berg, da ihr Sohn ins Internat geht und ihr Mann Regisseur ist. Manuel quartiert sich also in das Gästehaus von Rina Kramer ein und plant sie umzubringen - oder was auch immer. So ganz verstehe ich diesen Menschen nicht. Er ist einfach schwer zu fassen und für mich schwer zu verstehen. Aber ich glaube, gerade das macht dieses Buch auch so faszinierend.

     Frau Thiesler versteht es einfach, einen in diese Geschichte mit zunehmen. Sie thematisiert die Probleme in einer offenen Ehe. Wenn beide Partner ihr Leben leben und sich eigentlich nur auf sich konzentrieren, bleibt einer der beiden immer auf der Strecke. Dies kann zum einen der Mann sein, oder wie in diesem Falle nun einmal die Frau. 

    Wenn sich dann auch noch ein „gestörter“ Mensch einquartiert und so gar nicht am sozialen Leben der Personen teilnimmt, sondern sich eher nur im Dunkeln bewegt, so macht er einem, wie in diesem Falle Manuel, schlicht Angst. Es muss noch nicht einmal Blut fließen oder irgendetwas passieren. Die ganze Geschichte macht einfach nur Angst. Man fiebert Stundenlang mit den Personen mit und denkt sich, warum schickt Rina Manuel nicht gleich nach hause?

    Dazu passiert in der Toskana dann auch noch ein Mord an einer anderen Schriftstellerin und es gibt einige Diebstähle. Nebenbei erfährt man noch einiges über das Leben von Priestern in Italien und es gibt auch einige Missverständnisse.

    Es klingt alles irgendwie abgedreht. Das ist es auch irgendwie, aber es ist trotzdem aufgrund der Schreibweise der Autorin sehr schlüssig und man kann es sehr gut verstehen. Es ist für mich ein Thriller der besonderen Art, da er zum einen so unaufdringlich beschrieben ist, aber trotzdem auf eine wundersame Art dann doch einem Gänsehaut verursacht und am Schluss will man nur noch mehr und es geht dann doch zu schnell zu Ende. Ich habe mir dann auf einmal noch mal 100 Seiten zu den 448 gewünscht. 

    Und was ich mir wünsche - noch viele Thriller von dieser Autorin. Sie ist etwas Besonderes und das muss von Menschen, die Thriller und Krimis mögen, gelesen werden.

    http://www.literaturlounge.eu


  23. Cover des Buches Tanz der Toten (ISBN: 9783404156269)
    Laurell K. Hamilton

    Tanz der Toten

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Anita Blake 06: Als hätte Anita nicht auch so schon genug Probleme, hat jemand eine halbe Million auf Anitas Kopf ausgesetzt. Edward der Kopfgeldjäger hat den Auftrag abgelehnt und beschützt sie stattdessen. Eine schöne Abwechslung, dass Anita mal Gejagte statt Jägerin ist. Aber Anita wäre nicht Anita, würde sie den Spieß nicht umdrehen. Sie erfährt außerdem, dass sie mehr Macht über die Toten hat, als sie dachte. Und dass auch die Untoten (Vampire) zu den Toten gehören, was einer Totenbeschwörung eine ganz neue Richtung gibt. ...

    Diesmal halten sich alle Beteiligten mit endlosem Gequatsche auf  - es wird gegrübelt und diskutiert, meist ohne ein Ergebnis. Besonders was die Beziehungsfragen betrifft. Das ist zwar legitim und realistisch, aber manchmal möchte man dabei die Augen verdrehen. Und dieser ganze Rudelmist mit Werwölfen und Werleoparden ist einfach nicht meine Welt. Aber zum Glück reißt mein Lieblingsvampir Jean-Claude alles wieder raus, die Spannung steigt. Zum Ende wurde es dann sogar emotional und ich fühlte mich tatsächlich etwas mitgenommen. Anita trifft spontan ihre Entscheidung zwischen zwei Männern.

    Fazit: spannend und grausam, mit einigen Längen zwischendurch. Der Unterhaltungswert bleibt für mich bei 5 Sternen


  24. Cover des Buches Mann im Dunkel (ISBN: 9783499248306)
    Paul Auster

    Mann im Dunkel

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen.
    August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie er. Zu den Beiden gesellt sich noch Augusts Enkelin Katya, Miriams Tochter, die sich die Schuld am Tod ihres Ex-Freundes gibt und deren Lebensenergie gerade noch dazu ausreicht, sich gemeinsam mit ihrem Großvater Filme anzuschauen. Wie in fast jeder Nacht kann Brill nicht schlafen und so beginnt er, sich eine Geschichte auszudenken um möglichen Erinnerungen (und ganz besonders einer bestimmten) aus dem Weg zu gehen. Owen Brick lebt mit seiner Frau ein normales kleines Leben bis er sich eines Morgens in einer Grube wiederfindet, gekleidet in eine Soldatenuniform. Nach und nach wird ihm klar, dass er sich in einer Parallelwelt befindet - aber noch immer in der gleichen Zeit und im gleichen Land. Dort herrscht ein Sezessionskrieg, der schon Tausende Menschen das Leben gekostet hat. Und Owen wurde dazu ausgewählt, diese Barbarei zu beenden. Doch dafür muss er einen Menschen töten...
    Wie schon erwähnt, ist dies nicht die einzige Geschichte des Buches. Brill schreckt immer wieder aus seiner Phantasie auf und verliert sich dann in Erinnerungen, in denen ebenfalls wieder Geschichten erzählt werden, die ohne weiteres die Grundlage für ein eigenes Buch sein könnten.
    Es sind traurige Erzählungen, die aber zumindest ein kleines bisschen Trost enthalten: die Frau deren Mann verschwand, sie aber immer liebte; der SS-Offizier der das junge Mädchen hoffnungslos liebte und ihr und ihrer Familie zur Flucht verhalf; Owen Brick, der ein Land von einem Krieg befreien soll - doch um welchen Preis? Und Brills Leben selbst, der sich nie verzeihen kann, was er seiner geliebten Sonja antat...
    Es ist das erste Buch von Auster, das ich gelesen habe und ich bin hin und weg. Nicht nur dass er gut erzählen kann, er ist auch in der Lage diesen an sich schon packenden Geschichten so viel Hintergründiges mitzugeben, dass man ständig zum Weiterdenken angeregt wird. Da führen die USA mal keinen Krieg gegen Dritte - und schon erheben sie die Waffen gegeneinander. Oder welche Aussagekraft Gegenstände in Filmen entwickeln können - beeindruckend. Soll ein Mensch einen anderen töten, um das Leben vieler anderer zu retten?
    Suchte ich nach einem Motto für dieses Buch, wäre es 'Das Leben ist enttäuschend...' - ein Satz der in einem der beschriebenen Filme fällt und vermutlich jeder der Personen in diesem Haus zugeschrieben werden könnte. Doch 'Und die wunderliche Welt dreht sich weiter' - ein Zitat von Rose Hawthorne, das am Ende des Buches auftaucht und (irgendwie allen) wieder Mut macht.

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