Bücher mit dem Tag "phantasievoll"
42 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.900)Aktuelle Rezension von: lealiestzwischen_den_zeilenTintenherz war das erste etwas umfangreichere Buch, das ich als Kind von meiner Oma geschenkt bekommen habe. Anfangs war ich noch kritisch und weigerte mich, so einen für mein damaliges Empfinden "dicken Wälzer" zu lesen; aus Langeweile fing ich dann eines abends dann doch an und konnte das Buch danach kaum mehr aus den Händen legen.
Funkes Schreibstil, der einen förmlich in die Geschichte hineinsaugt, die düster-magische Atmosphäre, die wunderbar ausgearbeiteten Figuren - hier allen voran der Feuertänzer Staubfinger - begeistern mich auch noch heute nach wie vor. Die Beziehung zwischen Protagonistin Meggie und ihrem Vater Mo ist etwas ganz Besonderes und die Beschreibungen von Elinors Bibliothek lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Die Liebe zu Büchern wird auf jeder Seite spürbar - die Buch-Fürsorge von Buchbinder Mo, Elinors Büchersammlung, Fenoglio als Schöpfer der Tintenwelt und die magische Gabe des Lesens von Vater und Tochter.
Ein gelungener Auftakt für eine der besondersten Jugend-Fantasy-Reihen überhaupt. Ganz klare Lese-Empfehlung für Jung & Alt!
- Paul M. Belt
Geschichten aus Nian - Landwandlerin
(15)Aktuelle Rezension von: Fantasy Girlmein Fazit:
habe nun etwas länger nicht mehr in Nian verbracht, aber es war für mich sofort wieder wie nach Hause zu kommen. Der Autor Paul M. Belt hat eine wunderbare Art seine Geschichten durch seinen Schreibstil und seiner eigenen Niansprache, seine kleinen oder auch großen Leser, auf jeder Seite tiefer in die Story zu ziehen. Man gewöhnt sich schnell an die Protagonisten und den einzelnen Orten und Baumnamen.
Wir begleiten nun "Dila" auf ihrer Reise durchs Land. Sie ist eine begeisterte Wanderin und hat mit dem Clan ihres Vater nichts am Hut. Sie hat in ihrer Nähe die Stimme eines Baumes wahr genommen, der sie eine Wandlerin nannte. Sie möchte auf gar keinen Fall keinem Blatt reisen, wie ihr Vater und der Bruder. Da sie schlau ist, und auch belesen, möchte sie auf eine Klärungswanderung gehen, die darf ihr auch keiner verwehren. Dort erlebt sie in verschiedenen Orten unterschiedliche Begegnungen die sie sehr reifen lassen und auch einiges neues aus ihrem Land erfahren. Möchte auch diesmal nicht zu viel verraten da es sich zu 100% lohnt nach Nian zu reisen. Findet heraus welche Begabung Dila inne hat, was das ganze Volk beschäftigt, und warum manche Angst haben sich Bäumen zu nähern. Obwohl sie einfach nur zuhören sollten.
Man kann es wunderbar vorlesen für die Kids die es noch nicht selbst können, oder man lässt sich auch als Erwachsenen auf eine tolle Reise ein.
Meinerseits gibt es auf jeden eine klare Kauf sowie Leseempfehlung!
und wohl verdiente 5 Sterne
- Cecelia Ahern
Weihnachtsgeschichten
(1.263)Aktuelle Rezension von: Zahirah...ist ein modernes Märchen für Erwachsene. Elizabeths bedürftiges emotionales Inneres erwacht, als sie Ivan spürt und hört, was ihn zunächst erschreckt und seine Neugierde weckt, da dies noch nie geschehen ist. Für Ivan ist es normal, dass Kinder ihn sehen können und dass es dafür einen besonderen Grund gibt, aber was hier durch Elizabeth geschieht, ist ihm so noch nie passiert.
Ja, hier ist definitiv Magisches im Gange, aber die Autorin verpackt eben diese Magie so geschickt, dass es einfach Spaß macht Elizabeth und Ivan auf ihrer "Entdeckungsreise" zu begleiten.
Es ist definitiv ein sehr emotionales Buch, das zum Nachdenken über die wahre Bedeutung von selbstloser Liebe und Freundschaft anregt.
- Jennifer Estep
Die helle Flamme der Magie
(512)Aktuelle Rezension von: seelenseitenLila und Devons Mission Cloudburst Falls und die magische Gesellschaft vor Victor zu retten geht in die finale Runde.
Hierbei habe ich auf einen actionreichen Showdown und eine rasante Handlung mit dem ein oder anderen Pageturner gehofft.
Mit Betonung auf „gehofft“, denn es war weder actionreich noch rasant.
Das Finale ist leider nicht eines Finales würdig.
Dieser Band und auch die gesamte „Black Blade“-Trilogie konnte mich immer auf irgendeiner Ebene unterhalten.
Ob es die Charaktere, der Wettbewerb oder die magische Welt von Cloudburst Falls war.
Nur konnte mich kein Teil, auch nicht dieser, auf allen Ebenen gleichzeitig überzeugen.
In diesem Teil haben mir Lila, Devon und die bedingungslose Verbundenheit zu ihren Freunden begeistern können, während die Handlung für ein Finale viel zu langweilig war.
Es gab keine Pageturner, keine Spannung und der Kampf gegen den Bösewicht war alles andere als actionreich.
Der Handlungsverlauf war dank der Enthüllung von Victors Plan im zweiten Teil vorhersehbar und hat sich stellenweise gezogen.
Die „Black Blade“-Trilogie ist ein netter Einstieg für unerfahrene Fantasyleser und/oder Leser jüngeren Alters.
Erwachsene und/oder erfahrene Fantasyleser kommen mit dieser Trilogie nicht ganz auf ihre Kosten. - Kai Meyer
Die Krone der Sterne
(314)Aktuelle Rezension von: thrill.tasticSchon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist. - Paul O. Williams
Pelbar-Zyklus (1 von 7): Die Zitadelle von Nordwall
(3)Aktuelle Rezension von: SireneDie Pelbar Reihe erschien das erste Mal auf Deutsch vor 30 Jahren (1985) und ist nun wieder erhältlich im Cross Cult Verlag, mit neuer Aufmachung und einer überarbeiteten Übersetzung. Paul O. Williams schrieb nicht viele Romane und mit dieser Reihe sorgte er für viel Aufsehen und gewann den John W. Campbell Award 1983 als Nachwuchsautor.
Erster Satz des Buches: "Wieder einmal stieg Adai von Jestan gegen Abend mühevoll die breiten, geschwungenen Steinstufen zum höchsten Turm hinauf."
Zu jedem Buch gibt es zwei Klappentexte, einmal der Allgemeine, der auf der Rückseite steht und innen noch einen kurzen, der den genauen Teil jeder Reihe beschreibt.
1000 Jahre nach dem nuklearen Holocaust. In den USA haben nur wenige Menschen den Krieg und die nachfolgenden Seuchen überlebt. Ihre Nachfahren sind wieder zu Wilden geworden, die das weite und zum Teil noch radioaktiv verseuchte Land als Jäger durchstreifen oder sich - wie in Pelbar - in kleinen befestigten Siedlungen verschanzen. Allmählich bilden sich kulturelle Zentren aus, erneut erstarkt die Welt. Auf gefahrvollen Expeditionen beginnt man die postatomare Wildnis des amerikanischen Kontinents zu erkunden und trifft auf tödliche Gegner.
Zum ersten Band: Jestak kehrt nach seiner Flucht aus der Sklaverei in seine Heimat zurück und setzt alles daran, die benachbarten Stämme zu vereinen, denn im Norden ist ein mächtiger Gegner entstanden. Dieser hat das Geheimnis des Schießpulvers wiederentdeckt und droht, die Pelbar-Städte zu erobern und ihre Bewohner zu versklaven.
Das Cover zeigt den Nordwall und den Herzfluss unter ihm, während eins Angriffes. Hier und da erkennt man noch weitere Details, die im Buch beschrieben werden. Es ist durchaus ein schönes Cover, mit angenehmen Farben und den Buchrücken ziert das selbe Bild, verkleiner mit Titel und Reihenzahl.
Den Schreibstil von Paul O. Williams, besser gesagt, die Wirkung von seinem Schreibstil würde ich als ruhig und entspannt beschreiben. Aber nicht immer eine leichte Kost, denn am Anfang wird man in eine vollkommen andere Welt geworfen und muss sich zunächst mit ihr auseinander setzen. Die erste Hälfte des Romans empfand ich als eine interessante lange Erzählung, bevor die Spannung anstieg und das Tempo der Handlungen angezogen wurde.
Der Protagonist in diesem Band ist Jestak und er gehört zu dem Volk der Pelbar. Die Pelbar leben zurückgezogen in ihren Mauern aus Stein und haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam mit den verschiedenen nomadischen Stämmen in ihrer Gegend. Außerdem regieren in Pelbar nur die Frauen und sonst, sind sie Fremden gegenüber verschlossen.
Jestak aber ist anders als sein Volk. Er wurde hinausgeschickt um eine Ausbildung bei den Innanigen zu absolvieren, aber kommt Jahre später zurück. Er hüllt sich in Schweigen, sieht verwildert aus und ist tätowiert mit dem Zeichen der Sentani. Die Pelbar schicken ihn nach Nordwall und dort beginnt Jestak seine Geschichte dem Rat zu erzählen, über mehrere Tage hinweg.
Ab dem Punkt wurde es sehr interessant, den wir lernen die anderen Stämme, wie Shumai und Sentani kennen, die über die Länder ziehen.
Aber Jestak erzählt viel mehr, als die Pelbar kennen und da fängt ihr Weltbild an zu bröckeln. Gemeinsam mit dem verwunderten Pelbar lernen wir Jestak und seine Geschichte kennen, was in Innanigan passierte, seine Gefangenschaft, seine Flucht und wir er es schaffte mit den anderen Stämmen Freundschaft zu schließen. Der Autor liefert ein faszinierendes Bild von den unterschiedlichen Kulturen, die sich in manchen Dingen sehr ähnlich sind und man fragt sich, was genau ist damals passiert, dass die Völker so weit auseinander geraten sind.
Nach diesem Teil fängt die richtige Handlung des Buches an, indem wir mitten im Handlungsgeschehen drinnen sind und von einem Ereignis ins andere geraten. Denn es warten einige Gefahren auf die Pelbar und wagemutige Aktionen.
Außerdem finden Jestak und seine Freunde auf ihren langen Reisen alte Ruinen aus einer längst vergessenen Zeit, die nur erahnen lässt wie die Welt vor dem "großen Feuer" aussah.
Zum Schluss lässt sich sagen, dass Paul O, Williams in seinem ersten Band einen interessanten Auftakt zur Reihe liefert. Es ist ein phantasievoller abenteuerlicher Roman, der sich stark um die verschiedene Kulturen dreht, ihre Streitigkeiten, Unterschiede und Zusammenleben. Im Hintergrund steht das Rätsel vom "großen Feuer" und dem Ursprung der Völker. Hin und wieder gelangt man an schwierige Stellen, weil sich viele Dialoge und Diskussionen im Buch finden und die Szenen damit in die Länge gezogen werden.
Die Reihe werde ich weiter verfolgen, da mich die unterschiedlichen Bilder der Stämme und Charaktere faszinieren und der Schreibstil es mir einfach angetan hat. - Jostein Gaarder
Das Weihnachtsgeheimnis
(312)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteDies ist ein Buch, welches mich entspannt durch die Adventszeit begleitet hat. Es hat eine zwiegespaltene Geschichte. Zum einem die Geschichte rund um den komischen Blumenverkäufer Johannes der den Kalender gemacht hat und die Geschichte von Elisabeth, die in eben diesem Kalender erzählt wird. Diese handelt von einem Mädchen, welsches einem kleinem Lamm folgt und somit auf eine Reise geht bis nach Betlehem und quer durch die Zeit bis zum Jahr von Jesu Geburt.
Das Cover meiner Ausgabe ist in braun gehalten und zeigt sechs der kleinen Bilder aus dem Buch, welche die im Buch erwähnten Adventskalendertürchen symbolisieren. Es passt gut zur Weihnachtszeit, ohne das es einem direkt ins Auge sticht.
Die Geschichte ist jetzt nicht unbedingt die bewegendste oder tiefgründigste jedoch bietet es wirklich einige Sprüche und aussagen über die ich gerne etwas länger nachgedacht und philosophiert habe, weil sie mich so zum nachdenken angeregt haben.
Es ist für mich ein schöner Adventskalender, den ich gerne über die Wartezeit bis Weihnachten hinweg verfolgt habe und der mich gut unterhalten hat.
- Jess Kidd
Heilige und andere Tote
(225)Aktuelle Rezension von: MikkaLiestSeine Kindheit in einem Dubliner Waisenhaus hat der Tunichtgut Mahoney schon einige Jahre hinter sich gelassen. Mit Witz und Charme mogelt er sich nun durchs Leben und ist auch dem gelegentlichen Diebstahl nicht abgeneigt. Doch seine Überzeugung, seine Mutter habe ihn aus mangelnder Liebe verstoßen, gerät jäh ins Wanken, als er einen Brief erhält, der eine viel grausamere Erklärung andeutet. Was ist damals mit seiner Mutter geschehen?
Kurz entschlossen reist er ins irische Städtchen Mulderrig, wo sie einst lebte. Dort findet er eine Verbündete in der alten Mrs Cauley, die überzeugt ist, Mahoneys Mutter sei ermordet worden. Andere Bewohner begegnen ihm mit Misstrauen und Ablehnung, denn sie sehen in seinen Zügen den Schatten einer Vergangenheit, die sie schon lange begraben wähnten … Doch Mahoney besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Er kann Geister sehen, die ihn auf ihre eigene Weise unterstützen oder beeinflussen.
Die Handlung sprüht vor Einfallsreichtum; Jess Kidd verwebt Krimi, Urban Fantasy, Schelmen- und Entwicklungsroman zu einer stimmigen Mischung, gewürzt mit Humor und irischem Flair. Ich bin beeindruckt von ihrer literarischen Bandbreite: Drama und Tragik, Unterhaltsamkeit und Spannung, Liebe und feiner Witz, sie porträtiert alles mit der gleichen Leichtigkeit, ohne je ins Banale abzugleiten.
Ihre Sprache tanzt nur so durch die Geschichte, mit poetischen Worten, bildgewaltigen Beschreibungen und viel Charme und Ambiente. Sie schreckt allerdings auch vor dem Makabren nicht zurück.
Die Spannung baut sich schnell auf, und die Kombination aus Geheimnissen, ungelösten Rätseln und übernatürlichen Elementen sorgt für eine ganz eigene Note. Man sollte ja meinen, dass Geister der Logik und Schlüssigkeit abträglich wären! Tatsächlich fügen sie sich jedoch organisch in die Geschichte ein und tragen sogar zur Enthüllung der Geheimnisse bei.
Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, gut ausgearbeitet und lebendig. Sie haben alle ihre Schrullen und Schwächen, und gerade das macht sie einnehmend und überzeugend.
Ich hatte viel Freude an diesem rundum außergewöhnlichen Roman. - Irmgard Kramer
Am Ende der Welt traf ich Noah
(127)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeMarlene fühlt sich von ihren Eltern eingeengt und bevormundet. Sie „bricht aus“ indem sie einen fremden roten Koffer als ihren eigenen ausgibt und damit eine fremde Identität annimmt. In einer abgelegenen und abgeschotteten Villa trifft sie auf den blinden Noah, dem ihr Alter Ego das Schwimmen beibringen soll. Schon bald bemerkt sie, dass die Nonne, der Jäger und der Koch, die ihre einzigen Mitbewohner auf dem Anwesen sind, ein Geheimnis verbergen…
Ich konnte leider von Anfang an keine Sympathie für die Ich-Erzählerin und Protagonistin aufbringen. Marlenes Bericht liest sich irgendwie langweilig und -atmig. Daher hätte ich das Buch spätestens nach 100 gelesenen Seiten abgebrochen. Doch die Geschichte war spannend und ich wollte unbedingt wissen, was hinter den Verwirrungen und dem seltsamen Verhalten der Personen steckt. Die Handlung wurde zum Ende hin so verworren, dass ich nur noch den Kopf schütteln wollte, bevor sich alles aufklärte.
Insgesamt ist die Geschichte gar nicht schlecht, nur fand ich den Erzählstil schrecklich anstrengend. Und ich ärgerte mich, dass nicht zumindest in den ersten Kapiteln gesagt wird, wie alt Marlene ist. Dass Noah „in ihrem Alter“ und sie „nicht mehr dreizehn“ ist, half dabei so gar nicht. Spoiler: Sie ist 17.
- Jochen Till
Memento Monstrum (Bd. 1)
(61)Aktuelle Rezension von: Alice9Inhalt
Vlad soll auf seine drei Enkel aufpassen, da seine Frau und seine Tochter zusammen einen Trip nach Paris machen. Er hat kein gutes Gefühl dabei, da er nicht weiß, wie er mit ihnen umgehen soll und Angst hat, dass etwas passiert. Doch letztlich bleibt ihm keine Wahl. Als seine Enkelin ein altes Fotoalbum findet, finden die vier doch schnell einen Draht zueinander und Vlad beginnt von seiner Vergangenheit zu erzählen.
Meine Meinung
Vor allem dieses wunderschöne Cover hat meine Aufmerksamkeit auf das Buch gezogen. Die Figuren sehen einfach niedlich aus und generell wirkt die Gestaltung sehr edel und passend für eine Vampirgeschichte. Daher war meine Neugier sofort geweckt und ich musste mir das Buch zulegen – auch wenn ich nicht ganz zu der Zielgruppe gehöre.
Die Geschichte ist mindestens genauso niedlich und wunderschön, wie das Buch selbst. Mit viel Liebe zum Detail und einer ganz eigenen Vorstellung von der Erzählung Draculas und Van Helsings wird hier dem jungen Leser eine berührende Geschichte mit einer tollen Botschaft nahe gebracht.
Auch für mich als Erwachsene war die Geschichte einfach nur einzigartig und es war toll, die ganz neue Erzählung zu entdecken. Vor allem, wenn man die Geschichte von Dracula und Van Helsing kennt, war es hier sehr unterhaltsam, diese ganz neue und kindgerechte Version einmal zu lesen.
Damit einhergehend fand ich es auch spannend, wie noch weitere bekannte Fabelwesen oder Romanfiguren hier Eingang in die Geschichte gefunden haben und in die Erzählung von Vlad eingebaut wurden.
Die Themen Freundschaft und Vorurteile werden hier angesprochen und den jungen Lesern auf eine sehr charmante und nachvollziehbare Art und Weise nahe gebracht.
Schön fand ich auch die Gestaltung der Figuren. Vlad hat hier nichts mehr von dem grausamen Vampir Dracula, sondern er ist ein sehr liebenswürdiger und einfühlsamer, kleiner Blutsauger, mit einer ganz besonderen und einzigartigen Geschichte.
Auch wenn die Geschichte natürlich recht kurz ist, baut man sehr schnell eine Beziehung zu den Figuren auf, was vor allem an den wunderschönen Illustrationen liegt. Diese sind ein absoluter Hingucker und stellen eine tolle Ergänzung zu der Geschichte dar.
Ebenso konnte mich der Schreibstil überzeugen. Die Geschichte ließ sich einfach und flüssig lesen, sodass sie auch für junge Leser:innen leicht zu folgen ist.
Trotz der wenigen Worte, wird eine schöne heimelige Atmosphäre rüber gebracht und auch die Gefühle waren präsent. Die Geschichte war natürlich jetzt nicht überladen mit Emotionen, sondern kindgerecht wurden einem Gefühle zum Thema Freundschaft und Familie näher gebracht, sodass dahingehend auch eine gute Beziehung zu der Geschichte und den Figuren aufgebaut werden konnte.
Insgesamt also ein wunderschöner und überzeugender erster Band mit liebenswerten Figuren.
- Reif Larsen
Die Rettung des Horizonts
(7)Aktuelle Rezension von: sursulapitschiDieses Buch ist erstaunlich in jeder Hinsicht. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich es nicht verstanden habe.
Reif Larsen schreibt toll, eloquent und humorvoll mit viel Liebe zu seinen Figuren. Hier lernt man jeden ganz genau kennen. Tatsächlich benötigt das Geschehen am Ende drei Hauptprotagonisten, die wirklich außergewöhnliche Menschen sind und deren Familiengeschichte über drei Generationen rückwirkend ausgerollt wird. Man tummelt sich ausführlich in Amerika, Norwegen, Serbien und Kambodscha bis man sich zum großen Showdown in Afrika versammelt.
Letztendlich geht es wohl um Kunst, vielleicht auch die Kunst zu leben. Radar Radmanovic und seine Kollegen Otik und Lars sind Überlebenskünstler, Ausnahmemenschen, Getriebene mit genialen Begabungen, die an Magie gemahnen und mit Visionen, die wahnhaft anmuten. All das werfen sie in einen Pool, um DAS große Projekt zu realisieren, von dem sie selbst bis zum Schluss nicht so recht wissen, was es genau ist. Auf jeden Fall sind zauberhafte mechanische Vögel in Massen erforderlich.
Dieses Buch ist dick und ein dickes Rätsel. Bis zum Schluss weiß man nicht so recht, worum es hier wirklich geht und auch am Ende ist das nicht hinlänglich geklärt. Es erzählt mehrere absonderliche Familiengeschichten, die sich immer wieder streifen, aber eins gemein haben: Hier treffen sich Menschen mit besonderen Begabungen und Passionen aus unterschiedlichsten Bereichen, die in physikalische Grenzbereiche vorzudringen scheinen, bis etwas leicht morbide Magisches entsteht. Es fesselt durchaus, amüsiert auch oft und unterhält auf jeden Fall nur wirklich verstehen kann man es nicht. Wahrscheinlich ist es tatsächlich eine Grenzerfahrung. - Ernest Cline
Ready Player One
(65)Aktuelle Rezension von: SoerenTeenager Wade Watts verbringt einen Großteil seines Leben in der Online-Welt OASIS. Anders ist das trostlose Leben für viele Menschen im Jahr 2044 auch gar nicht zu ertragen. Als der Erfinder der digitalen Welt stirbt, beginnt eine Online-Schatzsuche. Irgendwo in seinem virtuellen Universum hat er drei Schlüssel versteckt und derjenige, der sie zuerst findet, wird nicht nur Herrscher über die OASIS, sondern erbt auch das milliardenschwere Vermögen. Wie tausende andere auch begibt sich Wade auf die Suche. Er hat allerdings einen kleinen Vorteil: So wie der Erfinder der Online-Welt ist Wade ein großer Fan der Achtziger Jahre und hat es dadurch eine Spur leichter, die versteckten Rätsel und Hinweise zu entschlüsseln. Doch die Konkurrenz bleibt ihm dicht auf den Fersen.
Nachdem ich bereits Steven Spielbergs Verfilmung kenne, bin ich mit keinen großen Erwartungen an den Roman herangegangen. Aber die Buchvorlage ist um einiges nerdiger, spannender und abwechslungsreicher. Trotz oder gerade wegen der vielen Anspielungen auf die Popkultur der 80er-Jahre macht die Geschichte sehr viel Spaß. Man fiebert und leidet mit Wade und freut sich darauf, ihn bei seiner Schnitzeljagd zu begleiten. Wer mag, kann in dem ganzen virtuellen Treiben sogar den einen oder anderen philosophischen Ansatz erkennen. Tolle Geschichte. Ich freue mich schon auf die vor kurzem erschienene Fortsetzung, die folgerichtig „Ready Player Two“ heißt.
Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von 14h49min und wird gewohnt großartig von David Nathan gelesen. - Fiona Watt
Mein Klassik-Klangbuch: Der Nussknacker
(9)Aktuelle Rezension von: evaflIn diesem tollen Klassikklangbuch können schon die Kleinsten die Musik von Peter Tschaikowskys berühmtem Nussknacker erleben. Der Verlag empfiehlt das Buch für Kinder ab drei Jahren.
Ich finde es wunderbar, wenn Kleinkinder die Welt entdecken – und dabei sind Bücher für mich auch unheimlich wichtig, Musik aber ebenso. Dieses tolle Soundbuch bietet hier eine gute Mischung aus beidem. Zusätzlich mag ich selbst die Musik des Nussknackers einfach unheimlich gerne.
Das Buch kommt mit nicht ganz so dicken Pappseiten daher, es ist aber ja auch für Kinder ab drei Jahren erst empfohlen. Ich kann aber guten Gewissens sagen, dass das Buch schon vorher wirklich gut ankommt und auch bedient werden kann. Natürlich muss man den etwas vorsichtigen Umgang damit erläutern bzw. selbstverständlich auch vorleben.
Die Bilder sind wirklich sehr schön, man kann unheimlich viel auf den einzelnen Seiten entdecken – eben die Geschichte des Nussknackers. In kurzen Sätzen ist diese erläutert, was völlig ausreichend ist, es sind maximal drei Sätze pro Seite. In einer kleinen kreisrunden Vertiefung findet man dann die Musiktaste, die mit einmal drücken die Musik erklingen lässt. Mit einem erneuten drauf drücken geht die Musik wieder aus. Die Melodien sind von einer angenehmen Länge und hören sich toll an, mir gefällt es unheimlich gut. Nicht zu künstlich, sondern wirklich toll und angenehm.
Schön wäre zusätzlich noch eine Seite gewesen, auf der man vielleicht die jeweilige Zuordnung bzw. den Namen des Stückes erwähnt hätte, eben den Blumenwalzer oder den Tanz der Zuckerfee. Oder dies ggf. noch auf der jeweiligen Seite mit draufgeschrieben hätte. Das ist aber nur mein Empfinden. Ebenso war bei uns die letzte Seite nicht so stabil mit dem Pappeinband verbunden, das haben wir aber selbst noch geklebt.
Für mich ist dieses Soundbuch vom Nussknacker absolut gelungen. Der Nachwuchs ist begeistert vom selbst Musik-anwählen und anhören. Ich finde es wunderbar für eine musikalische Bildung bzw. Vielfalt. Wenn man das Buch beim Abspielen auf einer Unterlagen (Sofa, Boden etc.) liegen hat, dann erklingt die Musik in einer angenehmen Lautstärke. Notfalls kann man sich sonst auch mit etwas Klebefilm über dem Lautsprecher hinten auf dem Buch behelfen.
Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.
- Nina Müller
Kuschelflosse und seine Freunde
(4)Aktuelle Rezension von: LeserattenmamaDie große erledigt ihre Schularbeiten und die beiden kleinen Geschwister hören währenddessen ein neues Hörbuch - so der Plan... die Realität: alle drei sitzen bzw liegen um den CD-Spieler herum und tauchen gemeinsam ab in die Unterwasserwelt von Kuschelflosse & Co! Und auch ich habe mich so manches Mal, angelockt von Geblubber und Musik, dazugesellt... die Altersempfehlung hat mit AB 4 Jahren ja passenderweise keine Obergrenze 😉 in dieser Hörbuchinszenierung treffen nämlich kindgerecht beschriebene Unterwasserabenteuer auf einen Sprecher, der so manches Highlight für die großen eingebaut hat! Ralf Schmitz gibt nicht nur jedem Charakter eine eigene, unverwechselbare Stimme, sondern spricht auch Dialekte oder Sprachfehler, als wären sie ihm für die jeweiligen Sätze plötzlich angeboren! Den Sprecher merk ich mir definitiv 😀
Aber auch der Inhalt ist bemerkenswert: Über die originellen Ideen in diesen drei Abenteuern - Das unheimlich-geheime Zauberriff, Die blubberbunte Weltmeisterschaft und Der knifflige Schlürfofanfen-Fall- kann man nur schmunzeln, wenn man nicht gerade gespannt die Luft anhält 😊die phantastischen Fischhausener Freude, die wir mit dieser Hörbuchbox kennengelernt haben, sind uns direkt absolut ans Herz gewachsen!
Jede der drei Geschichten erstreckt sich über die Länge von zwei CDs, so dass es insgesamt über 4 1/2 Stunden Hörvergnügen sind. Wir können diese phantasievolle Mischung aus Spannung und Humor nur weiterempfehlen und freuen uns auf weitere (Hör-)Geschichten!
- Anna Böhm
Emmi und Einschwein - Einhorn kann jeder!
(58)Aktuelle Rezension von: Library_of_MandyMit neun Jahren bekommt jedes Kind ein magisches Haustier. Dieses kann nicht ausgesucht werden - es findet immer das richtige Tier das richtige Kind.
Emmi wünscht sich nichts mehr, als ein Einhorn. Kurz vor ihrem Geburtstag träumt sie sogar von einem wunderschönen goldenen Horn. Doch an ihrem Geburtstag erscheint Einschwein vor ihr und Emmi ist mehr als enttäuscht.
Der Schreibstil dieses Buches ist wunderbar! Es ist mit so viel Gefühl und Humor geschrieben. Wir haben das Buch als Familie gelesen und wir alle haben uns regelmäßig ausgeschüttet vor lachen! Gleichzeitig ist die Geschichte so schön, dass wir unbedingt wissen wollten, wie es weitergeht.
Die Charaktere sind einfach toll. Süß, lieb, lustig und vor allem Einschweins naive und liebe Art ist zum dahinschmelzen.
Emmi und Einschwein haben unsere Herzen auf jeden Fall im Sturm erobert und wir sind große Fans dieser Buchreihe, weshalb wir uns direkt die übrigen Teile geholt haben.
- Yoko Ogawa
Liebe am Papierrand
(54)Aktuelle Rezension von: JacqueRoeKlapptentext: "Ein junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen und bittet ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rästel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat ..."
Eine junge Frau muss sich fast ganz verlieren um sich wieder zu finden und neue entdecken zu können. Schwach und zerbrechlich, wie auch zerbrochen beginnt ihr Weg, aus dem sie am Ende gestärkt und sich ihrer selbst vielleicht zum ersten Mal bewusst hervorgeht und bereits ist, sich dem Leben zu stellen. Dabei wünscht man ihr, dass sie der Zauber ihrer Ohren und seiner Hände nie verlassen möge.
In einem muss ich dem Klappentext widersprechen - erst sehr nah am Ende der Geschichte, also keineswegs "schon bald" wird die Endlichkeit des Papiermenge klar. Zuvor passiert vieles unbeschwert von dieser Erkenntnis.
Magie und Realität sind in diesem Roman auf so feine, so zarte und so leise Art miteinander verbunden. Erst ganz langsam beginnt man im Laufe der Geschichte zu enträtseln, wo die eine beginnt und die andere aufhört. Doch es gelingt am Ende nicht wirklich zwischen Magie und Realität sauber zu trennen; die Realität bleibt magisch, die Magie scheint real zu sein. Das Geheimnis darf ein Geheimnis bleiben.
Yoko Ogawa ist ganz sicher ein Name, den ich mir merken werde. Gerne will ich noch mehr solch wunderbare wundersame Geschichten lesen.
- Sophie Anderson
Das Mädchen und der flüsternde Wald
(34)Aktuelle Rezension von: Ava_lonInhalt
Ein poetisches Märchen von Menschen, Bären und der Suche nach der eigenen Geschichte. Seit sie denken kann, fühlt sich Janka zum Schneewald hingezogen. Manchmal glaubt sie, die Tiere zu verstehen, was unmöglich ist. Zwar wurde sie einst als Kind vor einer Bärenhöhle im Wald gefunden, doch Janka ist ein Mensch, oder etwa nicht? Als sie eines Morgens mit Bärenbeinen aufwacht, versteht sie die Welt nicht mehr. Es gibt nur einen Ort, an dem sie Antworten finden kann: im Schneewald. Nach so vielen Erzählungen über diesen mystischen Ort, Märchen über Baba Yagas, Zar und Zarin Bär und den Zauberbaum, ist es für sie an der Zeit, ihre eigene Geschichte kennenzulernen.
Cover
Das Cover ist wunderschön gestaltet und es gibt viel zu entdecken. Der Bär in der Rückansicht bildet zeitgleich einen Berg und eine Höhle ab. Auch der Wiesel, die Eule und der Wolf kommen in der Geschichte vor.
Ein Wort vorneweg
Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.
Mein Eindruck
Dieses Buch hatte mich schon letztes Jahr angesprochen und so wanderte es sehr schnell in mein Bücherregal. Den Klappentext fand ich sehr schön und ich mag Geschichten über fantastische Wesen, die zudem märchenhaft sind.
Sobald man das Buch aufschlägt, steht man schon im Schneewald, denn gleich zu Beginn findet sich eine Karte des Schneewaldes. Man kann anhand dieser Karte super den Weg von Janka mitverfolgen.
Rund um die Geschichte von Janka, gibt es zahlreiche bezaubernde Erzählungen, die alle mit
Es war einmal …..
Anfangen. Und so langsam entsteht ein Zusammenhang zwischen den alten Erzählungen und dem aktuellen Geschehen. Die Erzählungen sind doch nicht nur Märchen, denn in jeder Erzählung steckt ein Körnchen Wahrheit. Und diese märchenhaften Erzählungen leiten Janka auf ihrem Weg und sie beginnt immer mehr zu verstehen, wer sie ist und warum sie ist was sie ist. Auch wenn ich als Leserin den roten Faden erkenne, so gibt es doch die eine oder andere Überraschung.
Die Gestaltung des Buches ist ebenfalls gut gelungen. Über jedem Kapitel gibt es eine kleine Illustration und innerhalb des Kapitels manches Mal eine Schmuckzeile, um die Abgrenzung zum vorherigen Abschnitt anzuzeigen. Auch die kleinen märchenhaften Erzählungen sind separat in einem Schmuckrahmen geschrieben.
Besonders gefallen hat mir auch die Auslegung der Baba Jaga und das Haus mit den Hühnerbeinen. Es war einfach göttlich zu lesen und brachte viel Spaß. Das Haus für sich ist schon wunderbar und sehr agil. In der Geschichte geht es natürlich auch um Freundschaft, um Liebe, eine Heimat zu haben und eine Familie, Zusammenhalt und die Achtung von Menschen, Tier und Natur.
Fazit
Eine tolle Geschichte, für Jung und Alt die ich wärmstens empfehlen kann.
221212
- Knut Krüger
Nur mal schnell das Mammut retten
(42)Aktuelle Rezension von: franzi__Franzi_Schon das Cover hat mich neugierig gemacht: Was haben ein Junge, Zitronen und ein Mammut miteinander zu tun? Der Titel gibt zumindest einen Hinweis darauf, wie der Junge Henry und das Mammut Norbert zusammenhängen – aber was ist mit den Zitronen?
Das Buch wurde von Motte und mir in Windeseile gelesen. Es erzählt eine gut strukturierte, leicht nachvollziehbare Geschichte über wahre Freundschaft, Mut und Abenteuer. Besonders schön: Es eignet sich wunderbar für Kinder ab 8 Jahren.
Worum geht es in dem Buch?
Eigentlich wünscht sich Henry nichts sehnlicher als einen Hund. Doch dann stolpert er im Wald über einen Blätterhaufen und traut seinen Augen nicht: Darunter verbirgt sich ein zotteliges Mammutkind! Gemeinsam mit seinen besten Freunden bringt er das Tier heimlich nach Hause – fest entschlossen, es zu retten. Doch wie versteckt man ein übermütiges Mammut, das zum Frühstück am liebsten Hausschuhe frisst? Und was tun, wenn es plötzlich in großer Gefahr schwebt?
Neben dem Buch möchten wir noch die Hörbuchausgabe aus dem Silberfisch Verlag, gelesen von Andreas Fröhlich, empfehlen. Die leicht gekürzte Fassung lässt sich wunderbar anhören und ist ein echtes Hörerlebnis.
- Fabienne Siegmund
Alissa im Drunterland
(48)Aktuelle Rezension von: Emmas_BookhouseAlissa im Drunterland - Fabienne Siegmund
Verlag: Papierverzierer Verlag
Taschenbuch: 7,99 €
Ebook: 1,99 €
ISBN: 9783959623414
Erscheinungsdatum: 6. Juli 2017
Genre: Fantasy
Seiten: 76
Inhalt:
Alissa träumt ihr Leben lang von einer mysteriösen Wendeltreppe, die ihr oft sogar am Tag erscheint, wenn sie nur kurz blinzelt. Sie hat sie auch in ihrem Skizzenbuch verewigt und so oft hineingezeichnet, dass sie glaubt, jedes Detail zu kennen.
Eines Tages erscheint ihr ein mysteriöser Mann in der Spiegelung der Straßenbahn. Und genauso verwunderlich taucht vor ihr ein Laden auf, der einem Uhrmacher gehört. Ehe sich Alissa versieht, landet sie hinter dem Uhrengeschäft auf ebenjener Treppe, die sie seit Jahren kennt. Sie führt hinab nach Drunterland, in eine magische Welt, die so viel mit der Wirklichkeit zu tun hat, dass auf Alissas Entscheidungen schwere Auswirkungen folgen könnten. Schlimmer als jeder Schmetterlingsflügelschlag.
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover ist wirklich richtig schön, weshalb es für mich ein Grund war, dieses Buch lesen zu wollen. Gerade die Farben finde ich hier schön gewählt, da wir uns im Drunterland befinden, passt es super. Auch die Uhren sind sehr schön und spielen eine große Rolle.
Zum Buch:
Wir alle kennen Alice im Wunderland, aber kaum einer kennt Alissa im Drunterland, ich finde das sollte geändert werden. Die Geschichte ist ganz zauberhaft erzählt und trotzdem richtig spannend. Alissa folgt ihrer Vision und das wird ihr größtes Abenteuer.
Der Schreibstil ist gut und man ist hier in dieser kleinen und leider zu kurzen Geschichte gefangen. Man liest sie in einem Rutsch durch, was bei 76 Seiten auch nicht wirklich schwer ist.
Alissa wird schön dargestellt, aber auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, leider kommt der Ausbau der Charaktere hier ein wenig zu kurz. Wir bekommen hie kaum Hintergrundinformationen, was ich ein wenig schade fand. Ich hätte gern mehr darüber gelesen.
Die bildliche Darstellung ist auch sehr schön, so kann man sich gut hineinversetzen in die Geschichte und fiebert mit Alissa mit. Das Drunterland wurde sehr gut beschrieben und man fühlte sich direkt vor Ort versetzt. Mir gefiel das ganz gut.
Mehr bleibt mir hier leider aufgrund der Länge der Geschichte nicht zu sagen, nur so viel, für eine kleine Geschichte zwischendurch, ist sie perfekt geeignet.
Ich gebe hie 4 von 5 Sternen und bedanke mich beim Papierverzierer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit. - Renate Blaes
Advent, Advent ...: Sieben Weihnachtsgeschichten
(11)Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0Der Teil einer roten Zipfelmütze vor blauem Hintergrund, als Blickfang, zweidimensional gehalten, macht von Anfang an klar, worum es in diesem Buch geht.8 Kurzgeschichten und ein Nikolausgedicht verkürzen die Wartezeit auf Weihnachten.
Obwohl es schon so viele Bücher zum Thema gibt, schafft es Renate Blaes neue Nuancen zu finden. Die vielfältigen Geschichten berühren, sie bringen zum Schmunzeln oder zum Nachdenken, je nach Inhalt. Abwechslungsreich erzählt die Autorin von allerhand Menschen und ihren Beziehungen zueinander, auch von der Einsamkeit. Vergnüglich und zugleich erschreckend erleben wir eine Beziehungskrise in der ach so friedlichen Weihnachtszeit, Erinnerungen an früher fingen genauso Einzug, wie ein Kater, der zu Wort kommt und aus seiner Sicht höchst unterhaltsam schildert, was er von Weihnachten hält.
Passend zum Buch ist auch ein Hörbuch erschienen, das in Dominic Kolbs angenehmer Sprache zu einem Genuss wird und den Texten Lebendigkeit verleiht.
Ich persönlich ziehe das Buch vor, weil Lesen meine Leidenschaft ist und einen weit höheren Stellenwert hat als das Hören einer Geschichte. Es liegt ganz am Leser/Hörer, welcher Variante er den Vorzug gibt. Beide sind empfehlenswert.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
- Kathryn Cristaldi
Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen
(17)Aktuelle Rezension von: Marleen_SchwarzIch lieb dich bis die Kühe fliegen ist ein tierisch süßes Kinderbuch, welches versucht auf lustige Art und Weise zu erklären wie lieb man sich eigentlich hat. Denn wer kann seinem Kind schon sagen wie lieb unendlich ist? Da ist doch die Beschreibung „bis die Hirsche steppen“ eine unter welcher sich Kinder viel mehr vorstellen können 🦌 .
Bei dem Versuch die Liebe in Worte zu fassen werden die unterschiedlichsten Szenarien von reisenden 🧳 Yaks bis zu feiernden Ameisen 🐜 🎉 vorgestellt und gekonnt illustriert von Kristyna Litten. So fantasiereich wie die Illustrationen sind auch die Situationen die in schönen kurzen Reimen beschrieben werden und immer enden mit dem Satz „ich lieb dich bis…“ 💓.
Am Schluss schlummern alle Tiere friedlich ein weswegen es eine tolle Gute-Nacht-Geschichte ist, welche die Kinder mit dem schönen Schlusssatz „ich lieb dich bis die Kühe fliegen“ auch ins Land der Träume bringen kann ✨.
Meine Altersempfehlung sind 3 Jahre und zum anschauen auch schon früher da so viele Tiere 🐺gezeigt werden. Danke an den Mixtvision Verlag und Kathryn Cristaldi für dieses wunderschöne Buch 📕.
- Matt Haig
Das Mädchen, das Weihnachten rettete
(76)Aktuelle Rezension von: VanillezimtzauberNach "Ein Junge namens Weihnacht" legt Matt Haig mit "Das Mädchen, das Weihnachten rettete" eine Schippe drauf. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, wobei ich persönlich schön finde, wenn man einige Charaktere schon kennt und sich auf das Wiedersehen freuen kann.
Cover/Gestaltung: Das Cover ist sehr schön in einem weihnachtlichen Rot gestaltet, was mich sehr anspricht. Das Buch ist gefüllt mit wunderbaren und kreativen Illustrationen, die die Charaktere wirklich sehr gut darstellen. Vor allem die Zeichnungen der Wichtel sind zuckersüß.
Schreibstil: Der Schreibstil ist etwas speziell und gewöhnungsbedürftig. Trotzdem finde ich ihn sehr schön und außergewöhnlich. Gefühle und Gedanken der Protagonist:innen werden sehr anschaulich beschrieben. Der Autor nimmt uns in ein trostloses London im 19. Jahrhundert sowie eine winterlich wundersame Welt namens Wichtelgrund mit. Dabei wird sich aber nicht in zu vielen Details verloren, aber die Atmosphäre wird trotzdem in jedem Kapitel gut transportiert.
Inhalt: Im Gegensatz zum Vorgänger werden hier drei Handlungsstränge gleichzeitig abwechselnd beschrieben. Wir lernen Amelias tragische Geschichte kennen und folgen ihr in ein grausames Arbeitshaus in London im 19. Jahrhundert. Parallel werden die Herausforderungen in Wichtelgrund und die Reise des Weihnachtsmannes auf der Suche nach Amelia beschrieben. Außerdem folgen wir in ein paar Kapiteln der Wichtelin Nusch und ihrem kleinen Sohn zu den Trollen, die sich gegen Weihnachten verschworen haben. Damit ist die Geschichte deutlich vielschichtiger.
Das Buch glänzt mit herausragenden kreativen Einfällen und wundervollen Botschaften. Ganz klar im Zentrum steht das Thema Hoffnung. Ohne Hoffnung gibt es keine Wunder. Matt Haig beweist, wie auch an dem trostlosesten Ort Hoffnung entstehen und was sie bewirken kann. Die Geschichte hat einige tragische und grausame Kapitel, aber dafür auch wieder viele herzerwärmende Zeilen. Einige Passagen haben mich zum Nachdenken angeregt, andere haben mich richtig berührt.
Trotzdem ist das Buch sehr humorvoll geschrieben und man muss immer wieder laut lachen beim Lesen. Ganz besonders originell finde ich das Treffen mit Königin Victoria sowie mit Charles Dickens. Auch Wichtelgrund ist ein sehr fantasievoller Ort, an dem sehr lustige Dinge passieren.
Charaktere: Hauptprotagonistin ist Amelia, ein junges Mädchen mit einem schrecklichen Schicksal. Trotz ihrer Umstände beweist sie immer wieder Herzensgüte und ein hoffnungsvolles Herz. Damit wird sie zum Vorbild und einer starken, mutigen Protagonistin.
Der Weihnachtsmann ist ein wirklich wundervoller, herzensguter Charakter. Ich bin froh, das Vorgängerbuch bereits gelesen zu haben, da man auch jetzt eine starke Charakterentwicklung von Nikolas sehen konnte.
Ich habe mich über das Wiedersehen mit viele kreativen Charakteren aus dem ersten Band gefreut. Die vielen Wichtel sowie die Wahrheitselfe haben ihre Auftritte. Aber wir lernen auch einige neue Charaktere kennen, wie Charles Dickens, Königin Victoria, die herzensgute Mary und Mr. Creeper. Mit Mr. Creeper hat der Autor den perfekten Antagonisten geschaffen, der so abscheulich ist, dass man alleine schon deswegen weiterlesen muss, dass man sein gerechtes Schicksal erfährt.Die Geschichte weist alle Facetten von Menschen auf: Liebe, Lebensfreude, Habgier, Boshaftigkeit, Trauma, etc. Diese Aspekte werden in den menschlichen Charakteren sichtbar. Matt Haig macht es den Lesenden leicht bestimmte Personen zu lieben (wie den Weihnachtsmann oder Mary) und andere zu verachten (wie Mr. Creeper oder den Schutzmann). Auch in der Wichtelwelt haben wir es bei Nusch oder Väterchen Toppo keine Probleme, sie in unser Herz zu schließen. Bei anderen haben wir es da eher schwer.
Fazit: Meiner Meinung nach handelt es sich auch schon wie bei "Ein Junge namens Weihnacht" nicht um ein Kinderbuch. Es ist ein bisschen weniger düster als der Vorgänger, aber macht schamlos Grausamkeit und Ungerechtigkeit spürbar. Mir hätte das Buch als Kind nicht gefallen - ich hätte es zu grausam gefunden. Aber dennoch handelt es sich um eine Geschichte voller Hoffnung und Wunder. An einigen Stellen sind mir fast die Tränen gekommen, an anderen habe ich herzlich gelacht. Es ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch für die Adventszeit. Kinder lesen es am besten mit einer erwachsenen Person zusammen, damit man bspw. Szenen im Arbeitshaus oder den Tod Amelias Mutter besprechen und reflektieren kann.
- Jostein Gaarder
Der Geschichtenverkäufer
(267)Aktuelle Rezension von: 99Hermione99Ich schreibe sehr gerne Geschichten. Früher war es allerdings so, dass es mir schwerfiel, von Null zu starten. Ich brauchte irgendein Stichwort von aussen, damit die Fantasie in mir zu fliessen begann. Eine Idee. Was aber, wenn diese Ideen in mir unaufhaltsam hervorsprudeln würden, es mir nie an ihnen fehlen würde?
Genauso geht es Petter, dem Protagonisten, den wir in dieser Geschichte von frühster Kindheit an begleiten. Ihm fällt es überhaupt nicht schwer, sich Geschichten auszudenken. Er liebt es, seine Fantasie zu gebrauchen. Sei es für die Hausaufgaben der Klassenkameraden, in die er Fehler einbauen muss, damit sie glaubwürdig wirken, oder für Romane und Gedichte. Doch einen Roman selbst zu schreiben - wie es in seiner Heimat in Norwegen sehr viele machen -, das wäre nichts für ihn. Sobald er eine Idee auszuarbeiten versucht, kommt auch schon die nächste, bessere. Als er dann erwachsen ist, möchte er sich sein Talent zu Nutze machen. Er gründet ein Autorenhilfswerk. Ideen für Geld, so seine Devise. Doch wie lange kann er sich als Ghostwriter für eine so grosse Gemeinschaft durchs Leben schmuggeln?
Die Idee ist originell, der Schreibstil angenehm und unaufgeregt. Die ersten zweihundert Seiten lesen sich ziemlich schnell. Es handelt sich dabei um Petters Kindheit, der Gegenwartsbeschreibung, und auch immer wieder um kurze Geschichten, die sich Petter ausgedacht hat. Das war immer kurzweilig und spannend, hat mich teilweise auch zum Nachdenken angeregt. Auch hält Petter seine Gedanken in diesem Buch fest, deren seitenlange Ausschweifungen jedoch keineswegs störten, anders als man es erwarten würde. Die Lage spitzt sich gegen Ende hin immer mehr zu und man denkt, jetzt muss doch etwas passieren… Aber nichts passiert. Stattdessen verliert er sich in einer alten Familiengeschichte. Die Geschichte endet sanft und ohne Knall. Offen. Dadurch hat sie aus meiner Sicht mindestens einen halben Stern der Bewertung verloren. Ich bin der Meinung, er hätte aus der Geschichte noch mehr machen können.
Der Titel hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht, scheint mir im Nachhinein jedoch etwas unpassend. Eigentlich handelt es sich hier um einen Ideenverkäufer, die Geschichten verkaufen schliesslich die anderen…
Doch vor allem bleiben mir der tolle Stil und die fantasievollen Ideen Jostein Gaarders in Erinnerung. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es gehört für mich jedoch nicht zu den besten dieses Autors. Zugegeben hätte die Handlung und Idee durchaus das Zeug dafür gehabt ;) Und zum Schluss bleibt mir natürlich die Frage, ob auch ich mein Geld gegeben hätte, um eine brillante Roman-Idee zu bekommen …?
- Ulf Blanck
Rick Nautilus – Geisterschiff am Meeresgrund
(6)Aktuelle Rezension von: Ninja_TurtlesMeinung:
Wieder tauchen wir in die Welt von Rick, Ava und Emilio ein - herrlich!❣️
Der Schreibstil ist flüssig und ohne Holpersteine zu lesen. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und immer eine eigene Überschrift.
Man kommt schnell ins Geschehen 'rein und wird in eine abenteuerliche Reise hineingeworfen.
Die s/w Illustrationen haben uns mal wieder sehr gut gefallen. Sie passen zum Text und zur Geschichte.
Die Spannung war groß und es gab einige Überraschungen, die es zu entschlüsseln gibt.
Uns hat die Geschichte mal wieder sehr gut gefallen!
Fazit:
Mutige Abenteurer aufgepasst! Hier gibt's 'nen Piratenschatz und eine verkehrte Welt! Aber Rick hat immer eine Idee parat.























