Bücher mit dem Tag "phantastische literatur"

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43 Bücher

  1. Cover des Buches Das wandelnde Schloss (ISBN: 9783426525388)
    Diana Wynne Jones

    Das wandelnde Schloss

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Paulamybooksandme

    „Willst du nicht, dass dein Herz verschlungen wird ?“, fragte das Feuer.

    //S.46//

    Klappentext:

    Sophie hat das große Unglück, die älteste von drei Töchtern zu sein. Jeder in Ingari weiß, dass die Älteste dazu bestimmt ist, kläglich zu versagen, sollte sie jemals ihr Zuhause verlassen, um ihr Glück zu suchen. Und so geschieht, was geschehen muss: Sophie zieht den Zorn einer Hexe auf sich und wird verflucht.
    Ihre einzige Rettung liegt im wandelnden Schloss. Dort wohnt der mächtige, aber herzlose Zauberer Howl, der sie von ihrem Fluch erlösen könnte. Wenn Sophie ihm nur davon erzählen könnte, doch das verhindert der Zauber, der auf ihr liegt.
    Also wird Sophie die Hausdame des wandelnden Schlosses und versucht zwischen zynischen Feuerdämonen und magischen Welten, ihre alte Gestalt zurückzuerlangen.

    Meine Meinung:

    Eine Beeinflussung durch den Film gibt es hier nicht, ich bewerte rein die Geschichte in dem Buch. 

    Einer meiner allerliebsten Animefilme ist "Das wandelnde Schloss". Es war Liebe auf den ersten Blick und auch noch heute liebe ich diesen fantastischen Film mit seinen skurrilen Figuren und seinen Botschaften. Ich wusste gar nicht, dass es eine Romanvorlage dazu gibt, aber als die Bücher von Jones im neuen Gewand erschienen, musste ich es auch lesen.

    Im Sommer letzten Jahres versuchte ich es bereits einmal und gab es nach ca. 100 Seiten auf, weil ich mich einfach nicht auf das Geschehen konzentrieren konnte und ich mit den Figuren nicht warm wurde. Nun versuchte ich es erneut und hatte wirklich Lust auf die Geschichte, aber der Stil ist nicht mein Fall, leider gar nicht.

    Das spürte ich bereits wieder zu Beginn des Buches und auch, wenn ich dieses Mal wesentlich besser durchkam, merkte ich schon, dass es irgendwie langweilig war. Es ist sehr ruhig und eigentlich finde ich das auch nicht schlimm, aber ihr Stil ist so nichtssagend, ohne den gewissen Charme. Er löste in mir keinerlei Begeisterung oder andere Gefühle aus und auch wenn die Figuren wieder recht skurril wirkten, fand ich sie bedeutungslos.

    Die Geschichte war an ein paar Stellen schon sehr interessant, aber sie punktet in meinen Augen nicht wirklich mit Kreativität, da es viele spannende Aspekte gab, auf die aber nicht eingegangen wurde. Mich interessierte auch die Ausbildung von Michael, die zwar mit einfließt, aber nur angeschnitten wird. Kann jeder Mensch Zauberer werden oder gibt es bestimmte Punkte, die erfüllt sein müssen? Zwar gibt es schon mitunter recht geheimnisvolle Dinge zu entdecken, aber meist wird es nur kurz erwähnt und das war es dann auch.

    Mir fehlte auch Inhalt. Es wird Sophies Alltag in dem Schloss beschrieben und es gibt ein paar Geheimnisse, aber ich finde einfach, dass es so viel mehr Potenzial bot. Vielleicht habe ich auch einfach nur auf zu viel gehofft.

    Die Charaktere waren durchaus skurril und interessant, aber sie blieben in meinen Augen zu blass und nichtssagend. Vor allem mit Sophies Art konnte ich mich dieses Mal nicht anfreunden.

    Fazit:

    Ich fand es langweilig und ohne den erhofften Zauber. Ich lasse diese Reihe einfach sein und schaue lieber den Film an. Hier fehlte mir Inhalt, sowieso interessante Charaktere und auch wenn sie skurril wirkten, blieben sie einfach blass. Einzig Culcifer mochte ich wirklich gerne. Dennoch gab es auch ein paar interessante Punkte. Von mir gibt es:

    2 von 5 Sterne

  2. Cover des Buches Drachenreiter (ISBN: 9783841502643)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter

     (774)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Zum Inhalt: Der Drache Lung lebt mit anderen Drachen zusammen an einem unsicheren Ort, der von Menschen bedroht wird. Lung macht sich zusammen mit dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Drachenreiter Ben auf den Weg, einen sicheren Ort für die Drachen zu finden. Es wartet eine schwierige Reise voller Abenteuer auf die Freunde. 

    Meine Meinung: Ich bin per Zufall auf dieses Buch gestossen und habe die Geschichte, welche bald ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, als Erwachsene entdeckt. Cornelia Funke hat es geschafft mich zu begeistern. Das ist das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe. Sie hat mich auf eine tolle Reise voller anschaulicher Beschreibungen mitgenommen. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen und waren alle stimmig. Diese liebevolle Geschichte behandelt Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Verzeihung.

    Diese Drachengeschichte wird durch schöne Zeichnungen ergänzt. 

    Ein Kinderbuch, das man im Erwachsenenalter lesen und geniessen kann. 

  3. Cover des Buches Harry Potter and the Chamber of Secrets (ISBN: 9781408855669)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Chamber of Secrets

     (1.027)
    Aktuelle Rezension von: Anika_Cordshagen

    Der zweite Band hat mich ebenso gefesselt wie der Erste. Harry, Hermine und Ron sind mir schon lange ans Herz gewachsen, aber auch Fred, George und Neville gesellen sich langsam zu meinen Lieblingscharakteren. 

    Warum die drei nie jemanden zu Rate gezogen haben hat mich schon verwundert und noch mehr, dass sie auch am Ende überhaupt nicht darauf angesprochen wurden. Aber das stört vielleicht das Helden-Image ;) Langsam frage ich mich allerdings wirklich, was "You-know-Who" für ein Gegner sein soll, dass alle Angst haben seinen Namen auszusprechen, aber er sich mehrmals von einem Kind in die Flucht schlagen lässt. Harry tut ja nie besonders viel ... Zumindest leisten Hermine und Ron meiner Meinung nach genauso große Anteile.

    Der Schreibstil war wieder genauso flüssig  und angenehm, sodass sich das Buch ruckzuck weggelesen hat. Mir hat auch gefallen, wie der Unterricht und das Leben auf Hogwarts beschrieben wurde. Da bekommt man selbst richtig Lust in Hogwarts einzuziehen.


    Insgesamt ist das Buch aber definitiv empfehlenswert!

  4. Cover des Buches Litersum - Musenkuss (ISBN: 9783959913331)
    Lisa Rosenbecker

    Litersum - Musenkuss

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Natalie2886

    Rezension „Litersum: Musenkuss“ von Lisa Rosenbecker




    Meinung 


    Viel zu viele Bücher weilen auf dem Sub, bei denen man sich nach dem lesen fragt, warum nur? Warum hat man diese Welt nicht schon früher entdeckt, die einen so unglaublich in den Bann zog, faszinierte und begeisterte? 


    Mit „Litersum“ begegnete ich Lisa Rosenbecker zum ersten Mal und verliebte mich gleich in ihren Stil. In ihrer Schreibweise stecken Leichtigkeit und ihre gezeichnete Welt ist ein Traum für jeden Buch Liebhaber. Ihre Worte waren bildhaft und einnehmend, ich wollte mehr. Ich bewundere sie für ihre Kreativität und ihr Ideenreichtum, es war unglaublich durch diese Seiten zu wandeln. 


    Die Charaktere habe ich auf Anhieb ins Herz geschlossen, insbesondere Lou, die mich mit ihrer Art wünschen ließ, einen solchen Menschen an seiner Seite zu haben. Mit ihrer Ehrlichkeit und ihrem Humor entlockte sie mir unablässige Schmunzel Momente. Lisa hat mit ihr einen tiefgründigen Charakter geschaffen, voller Mut und Vielseitigkeit. Dann ist da noch Chris, der mit seinem ganzen Wesen Ultra anziehend war. 


    Auch gestalteten sich die Figuren unglaublich warm- und offenherzig. Es sollte viel mehr Bücher geben, in denen gleichgeschlechtliche Beziehungen eine Rolle spielen. Auch hier kann ich nur schwärmen von der Hingabe, Gestaltung und Liebenswürdigkeit, die in jedem der Protagonisten zu finden war. Selbst der Kater Shaldon wurde für mich zu einem mega Hit. 


    Lisa Rosenbecker hat eine Welt erschaffen, von deren Idee ich so gefangen war, dass die Zeit wie im Flug raste. Wäre es nicht der Hammer, wenn unsere Buch Welten wirklich existieren würden? Beeindruckend und spannend. Litersum ließ meine Gedanken nur so sprudeln und ich stellte mir alle möglichen Orte und Charaktere vor und doch war es nie genug. Die Handlung lag für mich komplett hinter einem Schleier und war nicht vorhersehbar, was die Zeit mit der Geschichte nur noch packender machte. 


    Auch wurde ich von Plottwists überrascht, die mir einen regelrechten Schock verpassten. Zudem bin ich überwältigt von den Emotionen und Gefühlen, die mich tief berührt haben. Die Intensität war so schön und ich wollte nicht, dass es endet. Litersum ist ein Highlight und gerade Bücher Ratten werden hier ihr Paradies finden. 




    Fazit 


    Wer „Litersum“ von Lisa Rosenbecker noch nicht kennt, sollte sich die Geschichte unbedingt ansehen. Viel zu lange weilte diese kreative, ideenreiche Welt mit ihren warm- und offenherzigen Protagonisten auf meinem Sub. Nun jedoch, nach dem lesen, kann ich nur schwärmen und fasziniert dreinblicken. Es war eine Reise, die mich voller Wucht traf und an Orte führte, die in meinem Kopf lebendig wurden. Für mich ein Highlight mit Suchtgefahr. 




    ❄️❄️❄️❄️❄️ 5/5 Eiskristalle

  5. Cover des Buches Frankenstein (ISBN: 9783717523703)
    Mary Shelley

    Frankenstein

     (490)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Um Frankenstein kommt man in der Kürbiszeit kaum herum. Trotzdem habe ich die Geschichte 31 Jahre lang „verpasst“. Natürlich wusste ich, dass Frankenstein ein Monster erschuf, kannte aber weder Buch noch Film.

    Um die Sache abzukürzen: Das Buch hat mich sehr enttäuscht. Es ist poetisch geschrieben, vermittelt eine Moral und kann feministisch interpretiert werden, was viel Raum für Diskussion lässt und das Werk literarisch wichtig macht.
    Unterhalten konnte es mich aber leider nicht gut. Die Geschichte wird sehr detailliert und mit Nichtigkeiten ausgeschmückt, startet schleppend und der Spannungsbogen reißt immer wieder ein, sodass mir das Weiterlesen schwerfiel.
    Das offene Ende der Geschichte ließ mich dann vollends unzufrieden zurück.

    Nichtsdestotrotz wirft es viele Fragen auf, die man sich ins Bewusstsein rufen sollte. Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Was macht uns menschlich? Die Erscheinung? Unser Verhalten? Unser Gewissen?
    Welche Verantwortung hat der Mensch gegenüber seiner Mitmenschen? Insbesondere die Erziehungspflicht wird hier ins Spotlight gerückt, da Frankensteins Monster eigentlich keines ist. Es wird sehr deutlich, dass er Liebe und Zuneigung sucht – in einer Welt, die er nicht versteht. Unbeholfen wie ein Kind wurde er in die Welt entlassen, ohne Lehre oder jegliche Leitung, und versagt auf zwischenmenschlicher Ebene, weil die ihm fremd ist. Das führt zu der Frage, wer hier wirklich das Monster ist. Er oder sein Erschaffer, der ihm nicht frühzeitig Einhalt gebot, ihm nie als Mentor diente.
    Und natürlich die allumfassende Frage, inwieweit Wissenschaft moralisch vertretbar ist?

    Deshalb 3 von 5 Sternen für diesen Klassiker.

  6. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lilith (ISBN: 9783453529113)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lilith

     (401)
    Aktuelle Rezension von: BeeLu
    * Teil zwei einer Reihe*


    Der Auftakt 'Lycidas' der Reihe aus der Uralten Metropole hat mir schon außerordentlich gut gefallen, sodass ich den Nachfolgeband 'Lilith' nicht lange liegen lassen konnte! 
    Mein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren (Ich möchte auch Dinsdale das Irrlicht haben!) war herzlich und es gesellen sich noch neue tolle Figuren dazu!
    Es ist einige Zeit seit den Geschehnissen vom letzten Weihnachtsfest vergangen und Emily und Aurora leben sich bei ihren neuen Pflegeeltern ein, sie besuchen eine "normale" Schule und versuchen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Beide erhalten Unterricht von Wittgenstein und dem Elfen Micklewhite und gerade Emily baut ihre Trickster-Fähigkeiten aus. Doch die Vergangenheit ruht nicht und schnell wird klar, dass es in der Uralten Metropole Unruhen gibt, außerdem gilt es weiterhin, Kontakt zur kleinen Mara herzustellen.
    Jack the Ripper treibt sein Unwesen und auch andere Geschöpfe sind auf den Plan gerufen. Und was hat es mit der mysteriösen Lilith auf sich, um die sich alles zu drehen scheint?
    Wiedereinmal toll! Sofort hatte Marzi mich wieder abgeholt und in die Uralte Metropole eintauchen lassen. Ich liebe diese düstere, gruselige Welt! 
    Im Gegensatz zu 'Lycidas' geht es hier etwas geradliniger vor, es gibt weniger verwirrende Zeitsprünge, dafür ist es für meinen Geschmack stellenweise ein wenig langatmig gewesen. Aber wirklich nur ein wenig. Der schrullige Wittgenstein ist wieder Erzähler und ich liebe seine trockene Art, von den Geschehnissen zu berichten. Ein bisschen holprig wird es, wenn er als allwissender Erzähler von Gedanken und Gegebenheiten berichtet, die er so gar nicht oder nur schwer wissen kann (vielleicht wurde es ihm im Nachhinein auch einfach erzählt?) aber ich finde diese überheblich angehauchte Art ganz passend zu diesem Charakter. 
    Die Verbindung zwischen Emily und Aurora ist sehr eng und die Zuneigung und den Halt, den beide sich gegenseitig geben wird nahezu durch die Seiten greifbar.
    Marzi vermengt ägyptische Götter, griechische Sagen und Mythen gekonnt miteinander und lässt in der Jetztzeit zusätzlich noch den Flair vom viktorianischen London entstehen - und erzeugt trotzdem eine spannende und stimmige Welt!
    Der nächste Band wird definitiv nicht mehr lange ungelesen bei mir verweilen!

  7. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783453565128)
    Joe Hill

    Blind

     (223)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Der Rockstar Judas Coyne kauft für seine bizarre okkulte Sammlung einen Geist im Internet. Doch er rechnet nicht damit, dass er sich tatsächlich eine übersinnliche Gefahr ins Leben holt.

    „Blind“ ist ein temporeicher Horror-Roman, der den Puls beschleunigt und das Herz streckenweise fast zum Überschlagen bringt. 

    Joe Hill hat einen Rockstar als Hauptfigur erdacht, was meiner Meinung nach ein einfallsreicher Zug ist. Obwohl dem Metal-Musiker Jude Starallüren nicht fremd sind, lässt er den Leser an seinen Gedanken teilhaben, die meistens nicht ungewöhnlich sind. Judes Leben wirkt dem Beruf entsprechend überdreht und trotzdem normal. Er sieht auf musikalisch erfolgreiche Jahrzehnte zurück, ärgert sich über Entwicklungen und wundert sich, wo er nach einer traurigen Kindheit im gesetzten Alter von Mitte Fünfzig mittlerweile steht. Privat war er weniger erfolgreich. Denn er sinnt seinen verflossenen Beziehungen nach.

    Da ein Rockstar trotz alltäglicher Gedanken prinzipiell aus der Masse sticht, hat er sich eine merkwürdige Sammlung bizarrer Gegenstände angehäuft. Daher ist er augenblicklich begeistert, als ein Geist über’s Internet angeboten wird und dieser findet rasch den Weg zu ihm. 

    Es folgt eine rasante Handlung, die mir kaum Zeit zum Atmen ließ. Der Horror stellt sich sofort ein. Joe Hill verschwendet keine Zeit, um seinen Figuren Angst zu einzujagen, sie mit der übersinnlichen Gefahr zu konfrontieren und ihnen ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen.

    Ich bin eher die Horror-Leserin, die gemächlich an den Schrecken herangeführt werden will. Deshalb habe ich mich etwas überrumpelt gefühlt, als es recht bald in eine geisterhafte Richtung ging. Trotzdem zog mich Hill sofort in die Handlung rein und ich fand es schwierig mich zwischenzeitlich von der Geschichte zu lösen, weil es eindeutig ein Pageturner ist. Dennoch gibt es ab und an ruhigere Passagen, um die Ereignisse zu reflektieren und die weitere Vorgehensweise zu verdauen.

    Joe Hill beherrscht das Genre meisterlich. Er kreiert eine tiefgründige Horror-Story, die wie ein schräg klingender Metal-Song aus dem Radio dröhnt, und das Blut des Lesers in Wallung bringt. Die Figuren sind exzellent ausgearbeitet. Die Handlung ist irre komponiert und dennoch ergänzen sich die Noten zu einer bedrohlichen Melodie, die einen Ohrwurm hinterlässt. 

    Bei Horror finde ich es gut, wenn subtiles Grauen im Vordergrund steht, aber es darf ruhig stellenweise blutig sein. Dieses Element hat Hill genau im richtigen Maß angewandt, wobei es durchaus Szenen gibt, die auf beiderlei Arten gebührlich brutal sind. Hill macht vor Tieren keinen Halt und es gibt Momente, die mich tief getroffen haben. 

    Es gibt meiner Ansicht nach eine Schwachstelle in der Handlung, die mir nicht logisch erschien. Die Motivation hinter dem Geschehen wird ausreichend beschrieben, greift in die Tiefe und ist insgesamt umfassend dargestellt. Trotzdem blieb bei mir am Ende ein winziger Einwand zurück, was dennoch nur ein kleiner Kritikpunkt an einer ansonsten meisterhaften Story ist.

    Alles in allem ist „Blind“ von Joe Hill ein rasantes Horror-Werk, das den Leser auf eine höllische Fahrt auf einer beängstigenden Straße führt. 

  8. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lumen (ISBN: 9783453529120)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lumen

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von  Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in  Lumen sind uns größtenteils schon aus  Lycidas und  Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei  Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich  Lumen weniger verwirrt als  Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und  Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer  Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch  Lilith und  Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten  Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!
  9. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551320117)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

     (19.063)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    Eine ausführliche Rezension spare ich mir hier mal - Harry Potter habe ich als kleines Kind gelesen und jetzt, 20 Jahre später, habe ich wieder einmal zum ersten Ban gegriffen. Natürlich, man merkt, dass vor allem die ersten HP-Potter für Kinder geschrieben wurden (wenig ausführliche Beschreibungen, einfacher Satzbau, schneller Handlungsaufbau und -weitergang), aber das bringt dem Zauber, der diesem Buch innewohnt, keinen Abbruch. 

    Harry Potter ist ein Buch voller Magie, Freundschaft und zeigt, dass auch kleine Taten heldenhaft sind! Ganz abgesehen von der einfach nur grandiosen Welt <3 

    Für mich sind Harry Potter die Bücher, die in keinem Kinderzimmer fehlen sollten :3 

  10. Cover des Buches Die Chroniken des Aufziehvogels (ISBN: 9783832181420)
    Haruki Murakami

    Die Chroniken des Aufziehvogels

     (587)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Diese Neuübersetzung aus dem Japanischen von Ursula Gräfe ist um 300 Seiten länger als die alte Übersetzung aus dem Englischen, lässt der Verlag wissen.

    Murakamis Schreiben hat etwas Leichtes und macht mich oft lachen. „Während ich den Garten betrachtete, blieb die Taube auf der Antenne sitzen und gurrte mit einer Zuverlässigkeit und Regelmässigkeit, die einem Finanzbeamten alle Ehre gemacht hätte.“

    Der Protagonist Toru Okada, ist 30 Jahre alt, hat Jura studiert, als Botenjunge in einer Anwaltskanzlei gearbeitet und dann seinen Job aufgegeben – eine Existenz als Anwalt konnte er sich nicht vorstellen. Sein Leben stagniert. Seine Frau Kumiko ist Redakteurin bei einer Zeitschrift für Natur- und Gesundheitskost. Der Kater der beiden ist davongelaufen. Malta Kano („Frau Kano war sehr schön. Zumindest sehr viel hübscher, als ich sie mir beim Klang ihrer Stimme am Telefon vorgestellt hatte.“), die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, soll helfen, ihn wiederzufinden.

    Frau Kano hat eine jüngere Schwester, Kreta Kano, die von Kumikos Bruder Noboru Wataya, einem seelenlosen Typen par excellence, vergewaltigt wurde. Bei Toru Okadas Beschreibung seines Schwagers, fühlte ich mich an Donald Trump erinnert. „Er war ein zutiefst gemeiner Mensch und ein hohler Egoist. Aber ganz eindeutig tüchtiger als ich.“

    Bei der Suche nach dem Kater stösst Herr Aufziehvogel, wie Toru Okada genannt wird, auch auf die 16jährige, sehr gewitzte May Kasahara, die bei einem Perückenhersteller arbeitet. „In der Firma, in der ich arbeite, darf man niemals das Wort ‚Glatze‘ verwenden. Wir müssen immer von ‚Herren mit zurückweichendem Haaransatz‘ sprechen. ‚Glatze‘ ist nämlich diskriminierend. Einmal habe ich zum Spass ‚Menschen mit Haupthaarbehinderung‘ gesagt. Da ist der Chef sofort ausgerastet. Das sei überhaupt nicht witzig und völlig unpassend. Die nehmen ihren Beruf alle total ernst. Kennen Sie das? Die meisten Leute auf dieser Welt nehmen alles total ernst.“

    Halte ich mich in einer mir unbekannten Gegend auf, finde ich so recht eigentlich alles interessant und speziell das Alltägliche. Murakami beschreibt viel Alltägliches, wodurch dieses gleichzeitig spannend und seltsam wirkt. „Kaum tut man einen Schritt aus dem Haus, hören sich alle Telefone gleich an.“

    Von Herrn Honda, einem Mann mit übersinnlichen Kräften, lese ich. „Wie Herr Honda damals sagte, ist das Schicksal etwas, worauf man im Nachhinein zurückblickt, und nichts, das man im Voraus kennen sollte.“ Und von grausamen Mongolen und pflichtgetreuen Japanern erfahre ich.

    Eines Nachts dann kommt Kumiko nicht nach Hause, bleibt auch am andern Morgen verschwunden. Nach und nach stellt sich heraus, dass es da einen anderen Mann gibt und sie sich scheiden lassen will.

    Die Chroniken des Aufziehvogels zeichnet sich durch wunderbare, oft sehr witzige Dialoge aus, dann aber auch immer wieder durch Sätze, die mich nicht nur schmunzeln machen („Ich seufzte. Nicht dass Seufzen geholfen hätte, aber ich konnte nicht anders.“), sondern die ich auch wunderbar anregend finde. „Ich dachte kurz an irgendetwas und entliess es ins Leere.“ Murakami zu lesen, bedeutet immer auch, seine Aufmerksamkeit zu schulen. „Sagen wir mal, die Menschen würden ewig leben, nie älter werden und die ganze Zeit gesund bleiben. Meinen Sie, die würden überhaupt noch nachdenken, so wie wir? Wir machen uns doch Gedanken über mehr oder weniger alles. Philosophie, Psychologie, Logik, Religion, Literatur und so. Aber ohne den Tod käme doch kein Mensch auf so komplizierte Ideen.“

    Mit den Schwestern Kano und der jungen May Kasahara ist Herr Aufziehvogel auf eine sehr spezielle Art verbunden; alle drei scheinen an ihm Seiten wahrzunehmen, die ihm selber gar nicht bewusst sind, ihn jedoch wesentlich ausmachen.

    Eines Tages bemerkt er in seinem Gesicht ein Mal, hält sich drei Tage zum Nachdenken am Grund eines Brunnens auf, wo er von Kreta Kano besucht wird. Er macht sich kundig über die japanische Besetzung der Mandschurei. Und eines Nachts liegt plötzlich die nackte Kreta Karo neben ihm im Bett. Sehr unterschiedliche und teilweise höchst unwahrscheinliche Geschichten gehen nahtlos und ganz unaufgeregt ineinander über, ganz so als ob das Leben ein Traum und eigenartig unwirklich wäre – was es ja auch ist.

    Die Chroniken des Aufziehvogels ist ein sehr philosophisches Werk, mit dem Akzent auf Spüren („Daraufhin nahm sie meine Hand und legte sie auf die Narbe an ihrem Auge. Als ich über May Kasaharas Narbe strich, übertrugen sich die Wellen ihres Bewusstseins auf meine Fingerspitze. Es war ein leichtes, wie suchendes Zittern.“) und Wahrnehmen („Hingucken kann doch eigentlich jeder.“). Gleichzeitig ist es ein surreales Werk von einer wunderbaren Leichtigkeit, reich an subtilem Witz. Sie habe keine Ahnung wie sie aus dem Brunnen raus und zu ihm ins Bett gekommen sei, sagt Kreta Kano. „’Meine Erinnerung reisst mittendrin ab. Der Riss ist so breit.‘ Kreta Kano hob beide Zeigefinger und zeigte mir einen Abstand von etwa zwanzig Zentimetern. Mir war unklar, wie viel Zeit das bedeuten sollte.“

    Dann will sie mit ihm nach Kreta reisen, um ihn, wie sie ihm mitteilt, vor etwas sehr Schlimmem zu bewahren. Doch zuvor will sie ihren Namen ablegen und nicht mehr als Medium im Einsatz stehen. Sie fliegt hin, er bleibt zurück. Was dann geschieht, soll hier nicht verraten werden … Nur soviel: Toru Okada möchte das Nachbargrundstück erwerben, auf dem ein Fluch liegt …

  11. Cover des Buches Dunkelsprung (ISBN: 9783844517323)
    Leonie Swann

    Dunkelsprung

     (22)
    Aktuelle Rezension von: pattyliest
    INHALT
    Ein Flohzirkus, ein korrupter Komissare und Fabelwesen. Nicht immer ist der vorherbestimmter Pfad der richtige und so versucht Julius nicht in die Fußstapfen seiner Diebesfamilie zu treten, sondern baut sich ein Leben als Flohdompteur und Goldschmied auf. Als seine Flöhe jedoch sterben, geht er einen Deal ein, der ihn auf eine spannende Reise führt.

    MEINUNG
    Ein Märchen, das vielleicht kein Märchen ist. Wer wird da nicht neugierig? Die Geschichte von Leonie Swan faszinierte mich sofort und so habe ich bereits im letzten Jahr mit dem Hörbuch begonnen. Auf dem Weg zur Buchmesse im letzten Jahr habe ich bereits einen Großteil des Hörbuchs gehört und dann war ich auch schon Frankfurt. Ich habe bereits zuvor und auch danach versucht der Geschichte zu lauschen, aber wirklich gelungen ist mir dies nicht. Zwischendurch war ich mir unsicher, ob meine Konzentration nachgelassen hat. Hatte ich einfach vergessen zuzuhören oder wurde der Titel zu ernst genommen und inhaltliche Sprünge treten zu häufig auf?

    Beispielsweise wird Elizabeth zunächst beim Namen genannt. Im Kapitel Legulas wird ihr Name jedoch nicht mehr erwähnt, sondern nur noch als 'Die Frau' bezeichnet. Es dauerte ein wenig bis ich merkte, dass dieses Kapitel plötzlich aus der Sicht von Green erzählt wird. Der personale Erzähler schwankt jedoch stark zu einem auktorialen Erzähler, sodass eine Unterscheidung der unterschiedlichen Erzählperspektiven teilweise schwierig war. Solche Unstimmigekeiten ziehen sich durch die gesamte Geschichte. Liegt es jetzt an mir, dass ich dem Ganzen nicht folgen konnte? Ist  Dunkelsprung  als Hörbuch einfach nicht geeignet und in Buchform hätte ich viel besser folgen können? Ich weiß es nicht und werde es auch nicht mehr herausfinden. Mir ist die Lust an Hörbüchern erst einmal vergangen, denn ehrlich gesagt habe ich selbst ein Jahr später die letzten Minuten des Hörbuchs nicht mehr gehört und werde es wohl auch nicht mehr tun. Wirklich mitgerissen wurde ich einfach nicht. 

    FAZIT
    Mir hat  Dunkelsprung  leider nicht zugesagt, da es einfach schwer war der Erzählung zu folgen. Ob es jetzt an der Geschichte lag oder aber am Medium Hörbuch, kann ich nicht genau sagen. Ich habe auf alle Fälle festgestellt, das Hörbücher leider nichts für mich sind und ich lieber bei Büchern aus Papier und Tinte bleibe.
  12. Cover des Buches Eisiges Blut (ISBN: 9783596185191)
    Robert Masello

    Eisiges Blut

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Dieses Buch lag ewig auf meinem SUB, da ich ein großer Thriller Fan bin, und absolut von Cover und Klappentext geblendet war. Als ich dann hier bei lovelybooks mehr über dieses Buch las, stellte es sich als Spannungsgeschichte mit ziemlich viel paranormalen Einschlägen heraus, weshalb ich ganz lange die Finger davon gelassen hab. 

    Was für ein Fehler, denn jetzt nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Alles in allem könnte es ein langes Drehbuch für eine Akte X Folge sein... Ich liebe Akte X!
    Derjenige, der für Covergestaltung und Klappentext verantwortlich war, muss seine Arbeit in einem Zustand der geistigen Umnachtung ausgeführt haben, denn beides passt hier einfach überhaupt nicht zum Inhalt. Was sich der Fischerverlag dabei gedacht hat... wäre es mein Buch, ich wäre stinkend sauer. 

    Ich bin sehr begeistert davon, wie die Geschichte mit realen und gut recherchierten Fakten ergänzt wird. Noch dazu unterstützt durch literarische Einschübe entsprechend der damaligen Zeit. Beispielsweise die Erlebnisse von Floreance Nightingale oder die Schlacht der 600. 
    Die Art, wie der Bogen zwischen den Zeiten gespannt würde gefiel mir auch sehr. 

    Beide männlichen Protagonisten sind gut charakterisiert und authentisch und sympathisch dargestellt. Man kann ihre Denkweisen und Handlungen nachvollziehen. 
    Auch alle weiteren Figuren sind super eingeführt und mit der richtigen Mischung aus Schubladendenken und Individualität beschrieben. 

    Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut, riss zu meiner Zeit ab und gipfelte in einem sehr spannenden Finale. 
    Einige schrieben hier schon, dass die Geschichte zu lange gebraucht habe,  um in Fahrt zu kommen. Das find ich hat nicht. Ich würde es als sehr gelungenen Storyaufbau beschreiben. 

    Natürlich könnte man sich jetzt um Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe sorgen ... aber warum sollte man?!? Es ist ein Thriller mit Science-Fiction/ Paranormal Einschlägen, da kann man etwas Realitätsverlust verkraften. In jedem Fall finde ich es sehr einzigartig und empfehlenswert. 
    Wenn man es schafft sich auf dieses abgedrehte Thrillerformat einzulassen, erwartet einen ein super Buch!
  13. Cover des Buches Picknick am Wegesrand (ISBN: 9783518371701)
    Arkadi und Boris Strugatzki

    Picknick am Wegesrand

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Besprechung geht's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-y9jaw-101ceec

     Vorsicht Spoiler!

  14. Cover des Buches Der Meister und Margarita (ISBN: 9783844810295)
    Michail Bulgakow

    Der Meister und Margarita

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Curtis

    Zu dem Buch kann man nur eines sagen: Lesen!

    Ein absoluter Klassiker und nicht ganz einfach zu begreifen. Empfehle zusätzliche Hintergründe zum Buch zu recherchieren. Sehr spannend.

  15. Cover des Buches Im Rausch der Stille (ISBN: 9783596165575)
    Albert Sánchez Piñol

    Im Rausch der Stille

     (148)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Wir ähneln denen, die wir hassen, mehr als wir denken. Und deshalb glauben wir, dass wir denen, die wir lieben, nie ganz nah sind. ...<<
    "Im Rausch der Stille" von Albert Sanchez Pinol war für mich wenn ich ehrlich bin ein totaler Cover-Kauf und der Titel des Buches hat sich quasi in mein Herz katapultiert!
    Ja, was soll ich sagen... das Buch war so ganz anders als erwartet! ich hatte hier eine feinfühlige sanfte Geschichte erwartet und es kam sowas von anders!!!
    Die Geschichte, die den Leser hier erwartet ist geprägt von der rauen See, der Düsternis und Einsamkeit. Gleichzeitig stehen phantastische Elemente hier sehr im Vordergrund, die das Ganze noch ein wenig unheimlicher gestalten, was mir persönlich gut gefallen hat! Der Schreibstil des Autors hat mir zu Beginn sehr gefallen, da der Autor so einen poetischen Hauch mit fließen lies. Leider hat er das mit teilweisen vulgären Szenen und Bildern für mich total kaputt gemacht... Die Idee und die Tiefe der Geschichte, die Umgebung und Düsternis haben mir sehr gefallen, leider haben die Hormonausbrüche des Autors (kam mir zumindest so vor) leider alles echt zerstört, daher gibt's von mir nur 3/5✨

  16. Cover des Buches Reise zum Mittelpunkt der Erde (ISBN: B00T5MK18U)
    Jules Verne

    Reise zum Mittelpunkt der Erde

     (41)
    Aktuelle Rezension von: StephanieP

    Bei „Der Reise zum Mittelpunkt der Erde“ handelt es sich um einen beinahe 150 Jahre alten Klassiker, welche hier als ungekürztes Hörbuch umgesetzt wurde. Die Handlung und der Schreibstil sowie die Wortwahl wurden nicht in die heutige Zeit adaptiert und wirken daher hin und wieder sehr veraltet, aber dennoch sehr authentisch. Es gibt hin und wieder ein paar Längen (beispielsweise beim Entziffern des Geheimcodes), aber im Großen und Ganzen hat mich das Hörbuch gut unterhalten und gefesselt. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde und dessen Entdeckung sind fantasievoll und lösen dank der bildlichen Beschreibungen großes Kopfkino aus.

     

    Die Umsetzung als Hörbuch ist äußerst gelungen. Timmo Niesner ist ein wirklich begabter Sprecher, welcher eine sehr angenehme Stimme und Sprechgeschwindigkeit hat. Man kann ihm problemlos folgen, selbst wenn man nebenher etwas anderes macht, wie beispielsweise kochen. Zudem schafft es der Sprecher jedem Protagonsiten seine eigene Klangfarbe und seinen ganz eigenen Charakter zu verleihen.

     

    FAZIT:
     „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ ist ein fantasievoller Klassiker, dessen Umsetzung als Hörbuch sehr gelungen ist und mich gut unterhalten hat. Da es hin und wieder ein paar Längen gibt, vergebe ich 4 Sterne!

  17. Cover des Buches Lycidas (ISBN: 9783453320123)
    Christoph Marzi

    Lycidas

     (722)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Christoph Marzi hat hier einen tollen Roman im Bereich der Fantasy geschrieben. Litetatur aus Deutschland in einer Ausdrucksformen Sprache. Diese Welt liegt unter der Stadt. Wobei ich sagen muss, dass es ein Paar Ähnlichkeiten zu Neil Gaiman’s - Neverland. Mr. Fox und Mr. Wolf wirken sehr vertraut. Ich denke nicht, dass alles geklaut ist, sondern eher als Inspiration galt. Denn das Buch hat sehr viele eigene Ideen. Klasse Buch.

  18. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 640 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2003)

    ISBN-13 : 978-3423131384

    Originaltitel: Baudolino

    Übersetzung: Burkhart Kroeber

    Preis: 12,90 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Schelmenroman mit wenig Witz und noch weniger Spannung


    Inhalt:

    Baudolino wird im 12. Jahrhundert als armer Bauernsohn geboren und ist mit einer gehörigen Portion Bauernschläue, aber auch einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Diesem Umstand verdankt er es, dass Kaiser Friedrich Barbarossa ihn als Dreizehnjährigen bei sich aufnimmt und ihn sogar adoptiert. Von nun an übt er großen Einfluss auf die Geschicke der Welt - zumindest in seinen Berichten, um nicht zu sagen, Lügenmärchen, die er dem Niketas während der Belagerung von Konstantinopel erzählt.


    Meine Meinung:

    Umberto Eco ist für mich einer der am meisten überschätzten Autoren. Zugegeben, „Der Name der Rose“ ist genial, aber danach kam einfach nichts mehr, was sich wirklich zu lesen lohnte.


    Der Anfang ist noch vielversprechend, doch bald beginnt sich alles zu wiederholen. Immer wieder Schlachten und Kämpfe, Belagerungen, Liebesbezeugungen und -spiele, Dispute mit Freunden und Feinden über die immer gleichen Themen. 


    Teilweise konnte ich ein klein wenig schmunzeln, aber auch nur zu Beginn, wo alles neu war und ich Baudolino erst kennenlernte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur im Kreis dreht. Da ist kein Spannungsbogen, kein Highlight. Selbst die philosophischen Betrachtungen sind einfach nur ausufernd, langatmig und ohne jegliche neue Erkenntnisse.


    Fazit:

    Das war leider gar nicht meins. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit Eco durch bin.


    ★★☆☆☆


  19. Cover des Buches Stadt aus Blut (ISBN: 9783453675278)
    Charlie Huston

    Stadt aus Blut

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Ein bisschen Film Noir, hier und da etwas Krimi, dazu eine Portion Vampir- und Zombiespaß – Charlie Huston hat ein paar gute Zutaten für den Beginn einer vielversprechenden Reihe zusammengemixt. Joe Pitt als Protagonist macht Spaß: Der zynische, knallharte Antiheld mit dem trockenen Humor passt gut in dieses dreckige, düstere New York.

    Auch die meisten anderen Figuren können überzeugen. Dazu kommen flotte Dialoge und blutige Szenen, die deftig, aber nicht übertrieben brutal sind. Und auch dieses Noir-Gefühl wird gut vermittelt.

    Was letztlich die höhere Bewertung verhindert, ist das Grundgerüst eines Krimis. Es drückt die Geschichte in einen soliden, aber auch sehr klassischen Rahmen, der nicht endlos viel Raum für Kreatives und Unkonventionelles lässt. Und letztlich ist der Fall der verschwundenen Millionärstochter auch einfach nicht so interessant wie der Rest: Vampirclans, die in New York um die Herrschaft kämpfen, durchgedrehte Zombies, die ihren Virus unkontrolliert verbreiten, und Joes private Sorgen. Wer braucht denn da noch einen Kriminalfall?

  20. Cover des Buches Fiebertraum (ISBN: 9783453532854)
    George R. R. Martin

    Fiebertraum

     (47)
    Aktuelle Rezension von: KlaraBellis

    Beim Aufräumen im Bücherregal habe ich ein altes Taschenbuch entdeckt, das ich vor Jahren gekauft und gelesen hatte. Damals war mir der Autor vollkommen unbekannt: Georg R.R. Martin. Also habe ich das Buch noch mal zur Hand genommen, um kurz reinzulesen. Das „kurz“ sollten dann zwei mehr oder weniger durchgelesene Nächte werden. 

    Die Geschichte ist äußerst dicht gesponnen, detailreich und lebendig erzählt und bevölkert von sehr speziellen Charakteren. Mit „Fiebertraum“ lässt der Autor die Ära der Raddampfer am Mississippi und seinen Nebenflüssen in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder auferstehen. Als Leser betritt man das Tor zu einer quirligen Welt, die das Schöne und das Grausame in einem fiebernden Tanz miteinander vereint. Man bekommt eine leise Ahnung davon, welche unvorstellbaren Grauen die Sklaverei mit sich brachte und welche menschenverachtenden Folgen ein ungezähmter Kapitalismus hat. (Wobei ich nicht sicher bin, ob gerade Letzteres ein bewusstes Anliegen des Autors war oder nur meine Gedanken beim Lesen über die „gute alte Zeit“, die ich nicht wirklich „gut“ finden kann.)

    Abner Marsh, Kapitän und Eigner einer nahezu Pleite gegangenen Dampfschifffahrtsgesellschaft, bekommt eines nachts die Chance seines Lebens offeriert: den Bau eines noch nie da gewesenen, ungemein luxuriösen Raddampfers auf Kosten seines mysteriöser Auftraggebers und zukünftigen Co-Kapitäns Joshua York. Der stinkreiche Aristokrat legt dabei besonderen Wert auf viele Spiegel an Bord und eine reichliche Ausstattung mit Verzierungen aus Silber. Außerdem ist ihm die absolute Diskretion und unbedingte Vertrauenswürdigkeit seines Geschäftspartners wichtig. Bedingungen, auf die Abner Marsh nur zu gern eingeht, da sie ohnehin seinem Charakter entsprechen. So stellt die ehrliche Haut anfangs keine Fragen, auch wenn diese sich recht bald aufwerfen und gewisse Ungereimtheiten nicht mehr weginterpretiert werden können.  

    Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass der Autor sich selbst bremsen musste, die Geschichte nicht noch verzweigter und dichter auszubauen, als er es ohnehin schon getan hat. Es kam mir vor, als fehlten an manchen Stellen Stücke der Geschichte, als wären hier die Verästelungen konsequent eingekürzt, ähnlich einem Baum, der zurechtgestutzt werden muss. Die Vampire waren mir ein bisschen „to much“ gezeichnet. Die Beschreibung ihrer jeweiligen mysteriösen Aura kam mir oft zu gewollt vor, fast so, als hätte der Autor irgendwo gelesen, dass man Vampire so beschreiben müsse und hat dann – in bester Manier eines Dampfschiffkesselheizers – extra noch zwei, drei Schippen draufgelegt, obwohl eine halbe Schippe weniger vielleicht besser gewesen wäre.

    Trotzdem war es für mich ein großes Vergnügen, nach all den Jahren noch einmal in diese Geschichte einzutauchen. Vielleicht sollte ich öfter mal mein Bücherregal aufräumen. Es birgt sicher noch viele weitere alte Schätzchen.

  21. Cover des Buches Beloved (ISBN: 1400033411)
    Toni Morrison

    Beloved

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Und wieder ein Buch von meiner Leseliste abgehakt. Auf dieses hier war ich wirklich schon sehr gespannt - immerhin war es eines von den Büchern, die ich mehr oder weniger frei wählen durfte. Und dieses hier ist mir schon in der letzten Vorlesung über amerikanische Literatur ins Auge gestochen. Teils deswegen, weil Toni Morrison nur so oberflächlich behandelt wurde, obwohl sie Nobelpreisträgerin ist. Ich meine, wenn man ganze Vorlesungstermine Edgar Allan Poe widmen kann, warum dann nicht zumindest einen halben für Toni Morrison aufbringen und sie nicht nur in einem Nebensatz erwähnen? Der zweite Grund, warum mir dieser Text im Gedächtnis geblieben ist, ist der Inhalt: Die Sklavin Sethe flieht nach Ohio, wo sie aber bei weitem nicht so frei ist, wie sie es sich erhofft hat. Gerade ihr Kopf hält sie davon ab, endlich kein Eigentum mehr zu sein. Da sind so viele schreckliche Erinnerungen, so viele Ängste und so weiter. Dieser Roman spielt 18 Jahre später. Sethe wird immer noch von ihrer Vergangenheit verfolgt, vor allem aber von der Erinnerung an ihre kleine Tochter, die ohne einen Namen starb. Auf ihren Grabstein hat sie das Wort "Beloved", also "Geliebt" eingravieren lassen. Und dieses Kind spukt immer noch durch Sethes Leben - im wahrsten Sinne des Wortes...

    Ich habe lange gebraucht, um mit diesem Text warm zu werden. Besonders schwierig war für mich die Sprache, mit der die Autorin gearbeitet hat. Klar ist das streng genommen einfach nur Englisch, also eine Sprache, die ich durchaus beherrsche oder zumindest können sollte. Das Problem war, dass mit Dialekten gearbeitet wurde, der Syntax untypisch war und manche Wörter verkürzt. Teilweise war die Grammatik auch "falsch". So, wie das halt mit Dialekten so ist. Ich bin aus Tirol, ich weiß also, wie das so ist. Und irgendwann hab ich mich auch daran gewöhnt, nur der Einstieg war halt ziemlich schwierig.

    Was mir außerdem an diesem Buch ins Auge gestochen ist, ist der Mangel an sympathischen Figuren. Das ist kein Kritikpunkt, aber es ist mir aufgefallen. Normalerweise ist es ja doch so, dass die meisten Autoren und Autorinnen zumindest eine Figur einbauen, mit der sich der Leser identifizieren können soll, zumindest ein bisschen. Morrison hat darauf nicht wirklich viel Wert gelegt. Die Figuren waren alle ziemlich düster gezeichnet und mir war von Seite 1 klar, dass ich total verstehe, warum diese Familie von den anderen Einwohnern der Stadt gemieden wird. Und da wusste ich noch gar nicht, was eigentlich passiert ist. Das erfährt man als Leserin nämlich erst später im Buch. Es gibt von Anfang an Andeutungen und ich hatte schon sehr früh eine Vermutung, aber wow! Mit diesem Verlauf der Geschichte habe ich wirklich nicht gerechnet!

    Mein Fazit? Ein sehr spannender Klassiker, den ich aber auf sprachlicher Ebene doch eher schwierig zu verstehen fand.

  22. Cover des Buches Das Druidentor (ISBN: 9783492280785)
    Wolfgang Hohlbein

    Das Druidentor

     (405)
    Aktuelle Rezension von: Harleen

    Ich habe das Buch vor ca. 25 Jahren schon einmal gelesen, aber es hat offenbar keinen großen Eindruck hinterlassen. Beim erneuten Lesen war jedenfalls alles wieder neu für mich.

    Die Handlung spielt in der Gegenwart, was zum Erscheinen dieses Buches Anfang der 1990er bedeutet. Für die fantastischen Teile des Buches ist das kein Problem, aber wenn auf den ersten Seiten stolz vom ICE als neues Schmuckstück der Deutschen Bahn berichtet wird, merkt man dem Buch das Alter an. 

    Die ersten zwei Drittel des Buches haben mir sehr gut gefallen und würden glatte 5 Sterne bekommen. Leider ist das Ende ein ziemlicher Bruch zum Rest, aber das ist man bei Wolfgang Hohlbein ja gewohnt. Das Ende lässt viele Fragen offen und man hat den Eindruck, dass der Autor hier selbst nicht mehr wusste, wie er die Geschichte auflösen soll. Bis dahin ist die Geschichte aber packend und ohne große Längen geschrieben. 

    Etwas verwirrend können die Zeitspünge zwischen den Kapiteln sein. Manchmal merkt man erst nach zwei oder drei Sätzen, dass man hier von einem vergangenen Ereignis liest. Mich hat's nicht gestört, aber ich kann verstehen, wenn es anderen Lesern anders geht.

  23. Cover des Buches Das Böse kommt auf leisen Sohlen (ISBN: 9783848920983)
    Ray Bradbury

    Das Böse kommt auf leisen Sohlen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Ivonne_Hufnagl

    Will und Jim sind seit jeher beste Freunde. Kurz vor ihrem Geburtstag kommt ein Zirkus in ihrer Stadt an und damit zieht das Böse in den Straßen ein. 


    Das Buch ist richtig gut und atmosphärisch geschrieben. Es ist zeitlos lesbar und bringt einem in den dunklen Stunden eine Gänsehaut ein. Zeitweise wird es surreal, jedoch nie so, dass man es sich nicht mehr vorstellen könnte. Zudem wird der Horror nicht durch blutige Szenen oder schlimme Gewalt erzeugt, sondern er lebt vielmehr von der bildgewaltigen Sprache.


    Kurzum: ein super Horror-Klassiker, den alle Fans des Genres gelesen haben sollten. 

  24. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783453533073)
    Brian Lumley

    Auferstehung

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Serkalow
    Auf dem Schirm hatte ich »Necroscope« schon seit langem. Ich glaube sogar, seit dem Erscheinen der damals ersten Bände im Festa-Verlag.

    Man kann jetzt an dieser Stelle gerne noch mal darüber diskutieren, ob das teilen der Originalbände in mehrere deutsche Ausgaben, von einem »kleinen« Verlag wie Festa wirklich »maximale Gewinnorientierung« war. Oder schlicht dem Umstand geschuldet, dass Lizenzen verdammt teuer sind und Festa nicht in einer zu erwartenden Umsatzhöhe kalkulieren kann, wie z.B. Heyne/Random House. Mittlerweile gibt es die hochwertigen bibliophilen Hardcoverausgaben bei Festa. Ungeteilt und für den, der es mag, derartiges in sein Regal zu stellen. Für den, der einfach »nur« lesen will, gibt es die angemessen preisgünstige Ebook-Ausgabe und für mich keine Ausrede mehr, damit nun nach fast zwanzig Jahren, nicht doch mal anzufangen.

    Durchaus skeptisch, ging ich an die Lektüre des ersten Bandes: »Auferstehung«. Skeptisch, da ich weiß, dass die Reihe mittlerweile einen derartigen Umfang angenommen hat, der kaum zu bewältigen ist, wenn man so einen großen SuB hat wie ich. Eine Reihe, von der ich außerdem weiß, dass sie in Deutschland nicht mehr fortgesetzt wird und hier gibt es eben die ehrliche Aussage von Frank Festa, dem Chef des Verlages.

    Mit ein wenig Recherche stellte ich allerdings fest, dass es in dem Universum das Brian Lumley da seit 1986 kreiert hat, dass die Bände in sich abgeschlossen sind, es so z.B. kein Problem sein dürfte, z.B. nach Band 5 aufzuhören. (Was bei »Song of Ice and Fire« ja nun echt irgendwie nicht befriedigend ist.)

    Klugscheißermodus an: (Dies ist übrigens der Unterschied zwischen einer Reihe und einer Serie in einfachen Worten. Reihe = in sich abgeschlossene Geschichten in einem Universum. Serie = endlose Geschichte mit üblen Cliffhangern.) Klugscheißermodus aus.

    Mein Kurzfazit, nach dem ich die Lektüre gestern beendet habe?

    Ich bin überrascht.

    »Auferstehung« ist eine Exposition und in Anbetracht dessen, was danach noch kam, gar nicht mal so eine lange oder gar langweilige. Irgendwie hatte ich zwar am Anfang das Gefühl, dass Lumley sehr bedächtig erzählt aber dennoch zog es mich beim Lesen schon nach den ersten Seiten in seinen Bann und ich hätte zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen können, warum ich es weiter lese.

    Der Protagonist Harry Keogh und der Antagonist Boris Dragosani werden vorgestellt. In ihren jeweiligen Erzählsträngen, erfährt der Leser nicht nur, wer sie sind und wie sie zu dem geworden sind, was sie in der Gegenwart dieser Erzählung sind. Man erfährt auch alles »Notwendige« über Lumleys Weltenentwurf.

    Seine Sprache wirkt auf mich tatsächlich schon klassisch, im Stile einer »Gothic Novel«. Die Handlung wirkt zunächst wie eine Art »Agententhriller« in einem 70er Jahre Setting mit »X-Man« Einflüssen.

    Dazu kommt aber eben der düstere Fantasy-Touch, die Vampir-Mythologie, die Lumley hier tatsächlich (für die damalige Zeit: 80er Jahre) neu erfindet, angereichert mit ein paar ordentlich blutigen Szenen und dem Thema angemessenen Horror.

    Und dann gipfelt das Werk in einem apokalyptischen Showdown bei dem es jede Menge Zerstörung und Tote gibt, der mich bis zum Schluss gefesselt hat.

    Und dann?

    Dann war das Buch plötzlich zu Ende und es hatte sogar einen richtigen Schluss, der in sich schlüssig war und eigentlich könnte es das jetzt auch gewesen sein. Allerdings gibt es ja noch so viele andere Bände und die Neugier, wie Lumley die nach DIESEM Schluss weiterführt, trieb mich dazu, bereits mit dem zweiten Band anzufangen.

    Fazit: Empfehlenswert für alle Leser, die mal eine etwas andere Mischung aus eben: Horror (Vampire, Zombies etc.), Urban-Fantasy (X-Men), Thriller (Kalter Krieg, Agenten) mit ein wenig Splatter in hervorragender sprachlicher Qualität wollen. Die Ebook-Version ist auch preislich mehr als angemessen.

    5 Sterne.

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