Bücher mit dem Tag "pharaonen"
14 Bücher
- Anna Banks
Nemesis - Geliebter Feind
(211)Aktuelle Rezension von: Kati21Nemesis bietet eine perfekte Mischung aus Intrigen, Machtspielen und unerwarteter Romantik. Ana Banks schafft es, mit ihrer starken Heldin und einer faszinierenden Welt voller Geheimnisse sofort zu fesseln. Die Spannung bleibt bis zum Schluss, also Vorsichtig vor Suchtpotenzial. Nemesis ist eine Dilogie.
- Christian Jacq
Nofretete und Echnaton
(4)Aktuelle Rezension von: ElisabethBulittaChristian Jacqs Sachbuch „Nofretete und Echnaton. Ein Herrscherpaar im Glanz der Sonne“ ist 1996 als Rowohlt-Taschenbuch erschienen und umfasst 270 Seiten.
Anhand diverser wissenschaftlicher Quellen zeichnet der Autor, ein promovierter Ägyptologe, das Leben sowie Wirken dieses wohl bekanntesten Pharaonenpaars des antiken Ägyptens nach, durchleuchtet Entstehung und Untergang des von ihm geschaffenen Sonnenkults und analysiert dessen Einfluss auf das Entstehen des Monotheismus.
Gegliedert ist das Buch in eine Einführung in die Forschung Echnatons, gefolgt von seinem Werdegang und seiner Zeit als Herrscher gemeinsam mit seiner Frau Nofretete über das Ägypten des 14. vorchristlichen Jahrhunderts, dem Niedergang des Atonkultes und dem Einfluss, den man ihm heute in Bezug auf die Entwicklung des Judentums als erste monotheistische Religion nachsagt. Im Anhang befinden sich, wie es in (populär)wissenschaftlichen Büchern sein sollte, eine Liste mit den wichtigsten Orten, eine Zeittafel sowie eine Bibliographie. In der Mitte des Buches illustrieren Abbildungen archäologischer Funde das Gesamtbild.
Die in diesem Buch vorliegende Darstellung dieses Herrscherpaares unterscheidet sich bei weitem von dem, welchem man ansonsten so oft in den Medien begegnet. Oft wird Echnaton als Ketzer dargestellt, der die gesamte ägyptische Religion revolutionieren, sich selbst zusammen mit Nofretete mit der neuen Hauptstadt Achetaton ein Denkmal setzen wollte und schließlich kläglich scheiterte, sodass er aus der altägyptischen Geschichte getilgt wurde.
Anhand von Quellen, anderen Forschungsergebnissen und einer logischen, nachvollziehbaren Argumentation all dieser Informationen zeichnet Jacq ein völlig anderes Bild, nämlich das Bild eines Herrschers, der durchaus in der altägyptischen Tradition stand, der lediglich einen Sonnenkult weiterentwickelte, die alte Götterwelt jedoch weiterbestehen ließ und schließlich seine Untertanen an seiner Seite wusste, was für einen Pharao als Gottgleichen auch gar nicht anders möglich war. Nach einigen Schicksalsschlägen und ungünstigen politischen Entscheidungen begann dann sein Untergang, der sich allerdings über viele Jahre dahinzog.
Ferner werden in diesem Werk das Leben im alten Ägypten sowie die kultischen Handlungen sehr plastisch dargestellt, ohne dass der Leser das Gefühl hat, in Phantasien zu schwelgen, da doch alles realistisch scheint. Auch seine familiären Verhältnisse und, vor allem, seine Beziehung zu Nofretete wird durchleuchtete. Dem Leser bietet sich so am Ende ein rundes Bild einer faszinierenden Epoche der Weltgeschichte, fernab von Mythen, Märchen oder Sensationsgier.
Ich selber bin keine Historikerin und verfüge bezüglich des alten Ägyptens eher über Allgemeinwissen, kann und will entsprechend nicht beurteilen, wie nah Jacq mit seiner Darstellung der historischen Wahrheit gekommen ist – wenn dieses anhand der Quellenlage, dem früheren Umgang der Menschen mit Geschichte und dem zeitlichen Abstand überhaupt noch möglich ist. Dennoch hat mir dieses Buch wunderbare, beeindruckende Einblicke in die ägyptische Geschichte beschert und mir viele Denkanreize gegeben. Menschen, die sich über die ägyptische Geschichte informieren möchten, ohne populären oder vorschnellen (Vor-)Urteilen zum Opfer zu fallen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
- Barbara Mertz
Mumien, Tempel, Pharaonen
(2)Aktuelle Rezension von: Simba99Ein wirklich sehr interessantes Buch!
Obwohl ich schon viel zum Thema "Altes Ägypten" gelesen habe, habe ich SEHR viel neues erfahren und einiges gelernt!
Vor allem die ganzen mir bisher unbekannten Namen haben mir nochmal gezeigt wie viel ich nicht weiß und wie viel es wahrscheinlich unter dem Sand in Ägypten noch zu entdecken gibt.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch sehr! Sehr flüssig und leicht zu lesen!
Ich finde es auch sehr schön dass sie nicht nur objektiv schreibt, sondern auch den Leser anspricht und uns Ihre Sichtweise zum Thema schildert.
Ich empfehle das Buch jedem, den das Thema Antike und Ägypten interessiert! Ein absolutes muss!
Mach Spaß und verleitet dazu noch mehr erfahren zu wollen! - Joachim R. Steudel
Traum oder wahres Leben: Kismetbahr - Der Schicksalsfluss
(15)Aktuelle Rezension von: KristinaTiemannAchtung Spoiler!
„Kismetbahr – Der Schicksalsfluss“ ist nun der dritte und letzte Teil der Reihe und wir begegnen Günter Kaufmann darin mit einer weiteren Identität als alias Karim bin Azmi bin Halim Al-Kismetbahr. Die Geschichte im Hier und Jetzt befasst sich mit der Öffnung eines Grabes aus der Pharaonenzeit, mit dem der Hauptakteur unmittelbar verbunden ist, die Vergangenheit mit der verstorbenen Person selbst sowie mit den Geschehnissen um sie herum.
Günter alias Karim rettet das kleine Mädchen Tefnut, das seine Eltern bei einem Angriff auf sein Heimatdorf verloren hat. Er zieht sie groß wie sein eigenes Kind und mit der Zeit ändern sich Tefnuts unschuldige Vaterliebesgefühle in partnerschaftliche und Karim steht vor der Frage, wie er damit umgehen soll?
Diese Entwicklung wurde hier in einer vorhergehenden Rezension moniert, ich aber finde sie völlig natürlich. Inzucht innerhalb der Herrscherkaste war gang und gäbe, Pharaonen ehelichten häufig die eigenen Schwestern. Moralisch verwerflich wurde dies ja erst durch die Entstehung des Christentums, woran sich jedoch selbst der Adel im zumindest frühen Mittelalter nicht groß daran störte. Und wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, bleiben solche Gefühle eben oft nicht aus.
Nein, was mich viel mehr faszinierte, ist die Tatsache, dass, als Karim sich seine Gefühle eingesteht und Tefnut praktisch ehelichen möchte, es zu spät ist, weil sich die Geschichte wiederholt!
Buddhistische Weisheiten vom Kreislauf des Werdens und Vergehens, aber auch der Möglichkeit des Durchbrechens von Schicksal durchzieht die gesamte Reihe und ihre Hauptaussage deckt sich mit der Buddhas, nämlich Vergebung durch Erkenntnis!
Das Ganze unter der großen Überschrift „Traum oder wahres Leben“ und einen besseren Titel gibt es nicht. Denn auch wenn Erklärungsangebote geliefert werden und der Hauptakteur möglicherweise wirklich ein tausende Jahre altes währendes Leben lebt, wird dies vom Ich-Erzähler selbst immer wieder in Frage gestellt und bleibt auf gewisse Weise offen bis zum Schluss. Ich erkläre sie mir mit dem Karma, ob die Leben nun geträumt sind oder nicht, spielt angesichts der großen Botschaft nun wirklich keine Rolle.
Und auch diesmal wurde wieder hervorragend recherchiert und die altägyptische Welt derart präzise geschildert, dass man glauben könnte, der Autor selbst hätte sie miterlebt. Ich bin völlig fasziniert von dieser Erzählkunst, eine derart authentische Kulisse zu erschaffen, um seine Botschaften zu transportieren!
Man könnte die Bücher sogar unabhängig voneinander lesen, wenn man nur eine schöne Geschichte lesen möchte, die in China, Japan oder Altägypten spielt. Wem jedoch die großen Daseins- und Erkenntnisfragen am Herzen liegen, dem empfehle ich die ganze Reihe.
Absolut fantastisch!
- Ingo Siegner
Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie
(3)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Der berühmte Professor Champion landet mit seinem Doppeldecker auf der Dracheninsel. Er ist auf der Suche nach Hinweisen, die ihn zur sagenumwobenen goldenen Maske führen sollen.
Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Matilda und Oskar sind natürlich gleich zur Stelle, um bei der Schatzsuche zu helfen.
Die Hinweise führen sie nach Ägypten.
Doch nicht nur der Professor und seine drei Helfer suchen die geheime Grabkammer. Zwei finstere Räuber sind ebenfalls hinter dem Schatz her.
Mein Eindruck zur Hörbuch- bzw. Buchreihe:
Wir haben bereits einige Kokosnuss-Bücher gelesen und gehört und sind daher mit den Hauptcharakteren Kokosnuss (Flugdrache), Matilda (Stachelschwein) und Oskar (vegetarischer Fressdrache) vertraut.
Mit welchem der (Hör-)Bücher man beginnt oder ob man schon welche gehört bzw. gelesen hat, ist irrelevant, denn die Geschichten sind voneinander unabhängig.Sollte doch einmal eine vorherige Handlung aufgegriffen werden, so wird dies kurz erläutert.
Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und der Mut, die Hilfsbereitschaft sowie der Zusammenhalt der beiden Drachenkinder Kokosnuss und Oskar sowie dem Stachelschwein Matilda zieht sich wie ein roter Faden durch all ihre Abenteuer.
Meine Meinung zur Umsetzung als Hörbuch:
Die Qualität eines Hörbuches steht und fällt mit der Stimme des Erzählers. Philipp Shepmann macht seine Sache sehr gut. Mit verschiedene Stimmlagen sorgt er dafür, dass man die Charaktere auch akustisch voneinander trennen kann.
Das Hörbuch von etwa einer Stunde Spielzeit ist auch für jüngere Hörer nicht zu lang und wird durch passende Geräusche und orientalische Musik aufgelockert. Es ist somit keine klassische Lesung.
Die Lieder zur Einleitung und zum Abschluss sind immer gleich und runden das Hörbuch ab.
Rundum eine gelungene Umsetzung!
Meine Meinung zum Inhalt der Geschichte:
Das Abenteuer um das Geheimnis der Mumie ist flüssig und spannend erzählt.
Ein guter Schuss Sachwissen (Wie entsteht eine Mumie?) ist auch mit dabei, jedoch ohne eintönig zu wirken.
Der etwas schusselige Professor wird entführt und muss von Kokosnuss und seinen Freunde gerettet werden. Die Suche führt die drei direkt in eine Pyramide und dort durch ein Labyrinth.
Die Rettung gestaltet sich spannend und Kokosnuss und Matilda müssen ihr Wissen nutzen, um z. B. dem Labyrinth und den dort versteckten giftigen Pfeilen zu entkommen.
Der Zusammenhalt der drei ist etwas ganz besonderes und da jeder von ihnen mit einer ihm selbst eigenen Fähigkeit glänzt, kommen sie schlussendlich an das gewünschte Ziel.
Bemängelt wurde nur, dass zu wenig Mumien vorkommen und die Geschichte gar nicht so gruselig ist wie gedacht. Auch kommt sie abrupt zum Ende.
Fazit:
Ein weiteres spannendes und wundervoll erzähltes Kokosnuss-Abenteuer. Nicht nur für Ägypten- und Mumien-Fans.
Die Umsetzung als Hörbuch ist sehr gelungen. Man fühlt sich inmitten der Pyramiden und Pharaonen.
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Resensiertes Hörbuch: "Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie" aus dem Jahr 2011
- Ernst Peter Fischer
Hinter dem Horizont
(2)Aktuelle Rezension von: Wedma„Hinter dem Horizont. Eine Geschichte der Weltbilder“ von Ernst Peter Fischer habe ich sehr gern gelesen. Gekonnt und unterhaltsam erzählt, wirkte es auf mich wie ein gehaltvolles Gespräch mit einem älteren Freund.
Zum Autor: „Ernst Peter Fischer, geboren 1947 in Wuppertal, studierte Mathematik, Physik und Biologie und habilitierte sich 1987 im Fach Wissenschaftsgeschichte. In den Jahren darauf lehrte er als Professor an den Universitäten Konstanz und Heidelberg. Als Wissenschaftspublizist schreibt er unter anderem für die «Welt» und «Focus». Fischer ist Autor zahlreicher Bücher, darunter des Bestsellers «Die andere Bildung» (2001). 2015 erschien «Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit»“.
Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Was ist die Welt, und wie sieht sie aus? So lautet eine der ältesten Fragen der Menschheit, und noch heute begegnen wir ihr nicht anders als in Urzeiten: Wir entwerfen Weltbilder, die da anfangen, wo unsere Sinneswahrnehmung aufhört. Ernst Peter Fischer erzählt so spannend wie lehrreich die Geschichte jener Bilder, die den Menschen und seine Zeit spiegeln und zugleich fundamental prägen: von der babylonischen Vorstellung einer Scheibe unter dem Firmament, die sich auch im Alten Testament findet, über den Lebensbaum der Maya, der Himmel und Erde, Leben und Tod verbindet, bis hin zu den Aufnahmen, die den Erdball erstmals aus dem All zeigten. Fischer berichtet von Entdeckungsfahrten und Kartographie, von dem Blick durch das Teleskop wie durch sein Gegenstück, das Mikroskop – denn nicht nur im Größten, auch im Kleinsten, in Genen und Atomen, liegen Weltbilder begründet. Wie sich zeigt, hat die moderne Wissenschaft die Welt keinesfalls «entzaubert», sie hat nur unsere Horizonte verschoben. Doch wo liegen die Horizonte, die es heute noch zu überwinden gilt?
Ernst Peter Fischer nimmt das große Ganze in den Blick. Er erkundet eine Grundlage des menschlichen Selbstverständnisses, die Welt in unseren Köpfen – so ist diese Geschichte der Weltbilder auch eine Geschichte der Menschheit.“Auf rund 333 Seiten in 9 Kapitel samt kurzer Einleitung plus Anmerkungen, Literaturhinweise, Register, Dank, Bildnachweis spricht Ernst Peter Fischer mit seinen Lesern über die Bilder, die Menschen von ihrer Welt (erzeugt) haben. Er erzählt u.a. davon, wie die Menschen ihre Welt früher sahen, zu den Zeiten von Pharaonen, später im alten Griechenland, usw. Er erzählt auch von der Vielfalt der Weltanschauungen im sehr aufschlussreichen Kap. 6 mit all den Mythen, Legenden und diversen Weltenentwürfen, und wie sich diese Weltbilder im Laufe der Zeit gewandelt haben, als die Menschen z.B.: in Weltall reisen und von dort aus auf die Erde schauen oder auch als sie in die feinsten Bestandteile der Zellen blicken konnten; oder auch, was heute aus der Weltwahrnehmung kaum wegzudenken ist: von der Welt durch die Bilder der Medien.
Es sind im Wesentlichen kurze, aber griffige Zusammenfassungen der Sachverhalte, ein unterhaltsamer Mix aus Physik, Philosophie, Kulturgeschichte uvm, prima dazu geschaffen, das Interesse der Leser anzuregen, noch mehr zu den angesprochenen Themen erfahren zu wollen. Die Literaturhinweise sind praktischerweise nach Kapiteln aufgeteilt, sodass man gezielt nach weiterführenden Titeln suchen kann. Darwin, Kopernikus, Einstein &Co. sind da genauso präsent wie Neil Postman (und einige anderen), der den Begriff „Infotainment“ eingeführt hat und in seinem Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ schieb: „Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie.“ Es gibt noch einige tolle Sprüche, die mich auflachen ließen.
Erst gewann ich den Eindruck, das Buch ist eher etwas für Jugendliche, aber je weiter ich las, desto besser gefiel mir das Werk.
Schade, dass die Bilder im Buch schwarz-weiß sind. Gerade in einem Buch über die Bilder der Welt hätten die Fotos gern farbig sein können.
Fazit: Sehr leserfreundlich und zugänglich aufbereitet, gibt das Buch genug Stoff zum Nachdenken und Auszudiskutieren im Freundes- und Familienkreis.
Unterhaltsam, neues Wissen bringend und lesenswert, sowohl für die Jugend als auch für Erwachsene. Besonders hell leuchtende vier Sterne und eine Leseempfehlung!
- Graham Warren
Pharaonengold (Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black 4)
(1)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:Alex und Emmy rennen im Britischen Museum um ihr Leben. Gleichzeitig verliert Alex einen ihm nahestehenden Menschen in Englands östlicher Grafschaft Norfolk. Sein Vater wird in Kairo überfallen. Kate und ihr Vater David werden in Ägypten vermisst.
Nach einem Jahr Ruhe melden sich die Vorfahren aus der Vergangenheit zurück. Sie verursachen nichts als Chaos. Im Jenseits ist der ewige Streit um die Vorherrschaft wieder ausgebrochen, und dieses Mal ist Kleopatra mit von der Partie. Das altägyptische Gold, das Kate, Alex und Kairo vor einem Jahr in Luxor gefunden hatten, wird massenweise gestohlen, aber niemand ahnt, zu welchem Zweck.
Alex und Emmy haben die Enge Englands satt. Statt Neues zu lernen, wie Dr. Margretti alias Echnaton ihnen versprochen hat, haben sie nur das Gefühl, ihre historischen Erinnerungen verloren zu haben. Es gibt für sie nur einen Ort, an dem sie wirklich denken und sie selbst sein können: Ägypten.
Rezension:Noch am Ende des 3. Bandes der „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“-Reihe dachten Kate, Alex und Kairo, ihr Leben würde jetzt gemütlich. Doch schon bald mussten sie feststellen, dass sie sich stattdessen eher nach neuen Abenteuern sehnten. Alex, der zusammen mit Emmy Dr. Margretti nach London gefolgt war, langweilt sich bei dessen Unterrichtsstunden nur. Zu Kate hat er keinen Kontakt mehr, und Kairo kann ihm nur mitteilen, dass es ihm in dieser Hinsicht genauso geht. Gerüchteweise sollen Kate und ihr Vater sogar spurlos verschwunden sein. Eines Abends wird die Langeweile jedoch unterbrochen, als Alex und Emmy sich auf dem Heimweg gerade in einen Dienstgang des British Museum befinden. Ein Angreifer versucht, sie umzubringen. Und dieser Angreifer stammt eindeutig aus der Vergangenheit – der ägyptischen Vergangenheit, um genau zu sein. So dauert es nicht lange, bis sich Alex und Emmy auf den Weg nach Ägypten machen, wo sie sich auf die Suche nach denen machen, die ihnen nach dem Leben trachten. Zusammen mit Kairo und Kate geraten sie schnell wieder in das Intrigenspiel der Leute aus der Vergangenheit. Doch selbst der große Ramses ist ihnen diesmal keine große Hilfe.
Wer die 3 bisherigen Bände der Reihe kennt, wird sich auch hier schnell zurechtfinden. Auch wenn es offensichtlich erscheint, dass dieser 4. Band ursprünglich nicht geplant, sondern die Handlung nach der Trilogie in sich abgeschlossen war, gelingt es Graham Warren doch wieder, neue Abenteuer im bekannten Setting aufzubauen, indem jetzt Mitwirkende aus der griechischen Epoche Ägyptens ins Spiel gebracht werden.
Stilistisch kann der Autor das Niveau der Vorgänger halten. Zudem hat dieser Band im Gegensatz zu den bisherigen der Reihe offensichtlich ein vernünftiges Korrektorat erfahren, was den dort bereits guten Lesegenuss noch steigert. Dass die Handlung ein paar kleine Logiklücken aufzuweisen hat, stört da kaum, zumal diese für den eigentlichen Plot weitgehend unbedeutend sind.
Die gesamte „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“-Reihe hätte zweifellos mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie bisher findet.
Fazit:Allen Fans von Urban Fantasy mit jungen Helden kann man für „Pharaonengold“ (und der ganzen Reihe) eine absolute Leseempfehlung ausstellen.
Alle meine Rezensionen jetzt auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com - Torsten Sasse
Im Schatten der Pyramiden - Spurensuche im Alten Ägypten
(1)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstDie Pyramiden haben noch lange nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben. Unzählige Forscher haben sich in den vergangen 200 Jahren mit ihnen beschäftigt und doch warten die mächtigen Bauwerke immer noch mit atemberaubenden Überraschungen auf. An eines ihrer bisher streng gehüteten Geheimnisse rührte Ende der 90er das Forscherduo Prof. Rainer Stadelmann und Rudolf Gantenbrink. Dann beginnt das Drama. Rudolf Gantenbrink, der die Archäotechnologie begründete, gelang mit seinem UPUAUT-Projekt eine Sensation: der mysteriöse Verschlussstsein in der Cheops-Pyramide. Eine Tür zu einer nicht geplünderten Grabkammer? Oder doch ein nur wenig spektakuläres Bauelement? Während sich die Weltpresse in Spekulationen überschlug gingen in Ägypten und in Forscherkreisen die Schotten zu. Keine weiteren Forschungen wurden gestattet. Die so produktive Zusammenarbeit zwischen Stadelmann und Gantenbrink zerbricht.
Hochspannend und wunderbar illustriert schildert das Buch die Forschungsgeschichte der Pyramiden von den Anfängen bis zum UPUAUT-Projekt. Der erste Teil konzentriert sich auf die Geschichte der Pyramiden und deren Erforschung. Welche Erkenntnisse gewonnen wurden, welche Fehleinschätzungen es gab, die Geschichte der Pharaonen und ihrer spektakulären Bauten. Das brisante UPUAUT-Projekt, das zum Erscheinungszeitpunkt des vorliegenden Buches aktuell war, wird dann im letzten Abschnitt vorgestellt. Hautnah ist man als Leser dabei. Lässt den Bildschirm nicht aus den Augen, auf dem zum ersten Mal seit die alten Ägypter die Pyramide versiegelten der Schacht sichtbar wird, amüsiert sich über die grantigen „Türsteher“, die an diesem Tag die Pyramide gegen den Touristenstrom abriegelten und die sich den Bakschisch ihres Lebens entgehen lassen mussten, und wird schließlich genauso umgeworfen, von der unerwarteten Entdeckung.
Erschütternd liest sich der Schluss, der deutlich macht wie gekränkter Forscherehrgeiz, die Angst der Ägypter vor ausländischem Diebstahl an ihrer Geschichte – wie an der Vergangenheit zu sehen nicht unbegründet – und die politische Instabilität des Landes bahnbrechende Erkenntnisse und fruchtbare Forschungsarbeit unmöglich machen.
Ein mitreißend geschriebenes Sachbuch, das informiert und unterhält. Spannend wie ein Abenteuerroman. Das einzige Manko: Es ist von 1998. Ich will mehr wissen. Was geschah in den letzten Jahrzehnten?
Ein tolles Buch, doch verlangt es einen sofort nach weiterführender, aktueller Lektüre.
- Christian Jacq
Das Tal der Könige
(2)Aktuelle Rezension von: Simba99Das Tal der Könige von Christian Jacq ist an sich ein sehr interessantes, informatives und schön geschriebenes Buch, nur leider muss ich etwas Sterne abziehen, da mir nicht gefallen hat, dass Herr Jacq seine Sichtweise als Fakten dargestellt hat, dass er seine Meinung zu manchen offenen Fragen, zu Dingen aus der Vergangenheit, die eigentlich heutzutage keine genau wissen kann, da es keine Aufzeichnungen darüber gibt, wie Feststellungen niederschreibt.
z.B. S. 45: „In Wirklichkeit sollten die sichtbar gelassenen Spuren und unvollendeten Figuren (in Gräbern) die Techniken zeigen, die angewandt wurden,… Der Baumeister fand es nützlich, so vorzugehen…“
Woher will der Autor das den bitte Wissen?
Bei einem Volk, dass so sehr an ein Leben nach dem Tod glaubt und dafür die absolute Unversehrtheit des Körpers anstrebt, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gräber absichtlich unvollendet blieben… aber ich weiß es ja nicht…
Mir hätte es besser gefallen, wenn der Autor solche Sachen als „seine Vermutungen“ gekennzeichnet hätte.
Ansonsten wie gesagt ein interessantes Buch aus dem ich auch einiges neues über die Ägyptische Geschichte gelernt habe. - Bernd Michael Grosch
Der Spiegel
(11)Aktuelle Rezension von: MopserlEin Zauberspiegel, der seinen Besitzer in andere Zeiten bringen und ihm auch Geschehnisse aus Vergangenheit und Zukunft zeigen und gar erleben lassen kann.
Mein erster Gedanke: Verrücktes Zeug! Doch je mehr ich mich eingelesen hatte, umso mehr begeisterte mich die Geschichte und ich fieberte tatsächlich mit den Figuren mit, als sei ich persönlich beteiligt. Dies zeugt vom Können eines Autors. Die Verse selbst erstaunlich eingängig und flüssig zu lesen.
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