Bücher mit dem Tag "pharmazie"

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48 Bücher

  1. Cover des Buches Das Buch eines Sommers (ISBN: 9783257071504)
    Bas Kast

    Das Buch eines Sommers

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Clari52

    Mit "Das Buch eines Sommers" hat Bas Kast eine schöne Geschichte mit netten Anektoden verfasst, die leicht zu lesen ist und nicht sehr zeitaufwändig ist. Die Story ist nett aber auch etwas durchschaubar, daher wenig spannend oder überraschend. Wer aber nach etwas seichtem sucht, das nicht Romantik ist, der ist hiermit genau richtig.

  2. Cover des Buches Bis aufs Haar (ISBN: 9783734850066)
    K. A. Harrington

    Bis aufs Haar

     (49)
    Aktuelle Rezension von: karinlovesbooks
    Erster Satz:
    Er hat mich angelogen.

    __________
    Ich hab dieses Buch für wenig Geld als Mängelexemplar bei Arvelle.de ergattert. Es hat mich vorallem wegen dem außergewöhnlichen Cover angesprochen. Das wirkt meiner Meinung nach ziemlich gruselig und macht neugierig!

    Der Inhalt hörte sich wirklich absolut spannend an, da ich bei Thrillern ja ziemlich wählerisch bin, war es gefundenes Fressen für mich. Die Handlung war durch und durch spannend und ich wurde mehrmals auf die falsche Fährte geführt. Das was ich aber wirklich absolut grandios und einzigartig fand, war das Setting. Die Autorin beschrieb die Umgebung so gut, dass ich das Gefühl hatte, selbst dort zu sein. Dieses ganze Thema um die Stadt, die beinache ausgelöscht wurde, die verlassenen Häuser und Erlebnisparks die langsam von der Natur erobert werden - einfach klasse!
    Auch hat die Autorin einzigartige Dinge wie "Taschenlampenpartys" in verlassenen Häusern beschrieben - wie gerne würde ich auch mal auf so eine Party gehen - das hört sich einfach total aufregend an.
    Die Handlungs selbst hat sich immer mehr zugespitzt und mich in ein wandelndes Nervenbündel verwandelt. Es sind so viele Dinge passiert mit denen ich nicht gerechnet hätte und die Autorin hat das auch noch so lebhaft erzählt trotz des düsteren, schaurigen Settings wäre ich am liebsten auch dort gewesen bei Morgan und ihren Freunden und hätte versucht ihr zu helfen alles herauszufinden was sich um Flynns Tod drehte.

    Die Protagonistin Morgan war mir von Anfang an sehr sympatisch - ich hab es geliebt mit welcher Verbissenheit sie herausfinden wollte, was mit Flynn geschehen ist. Mit einem kleinen Maß an Verrücktheit, war sie eine Protagonistin, die ich sehr gerne gelesen habe und in die ich mich gut reinversetzen konnte. In Kombination mit ihrer besten Freundin Toni waren sie das absolute Dreamteam - frei nach dem Motto "Gegensätze ziehen sich an". Flynn lernt man nur kurz am Anfang kennen und ich muss gestehen dass er mir trotz der wenigen Seiten in denen er vorkam, mich irgendwie für sich gewonnen hat,auch wenn er sehr geheimnisvoll und eigen war. Evan hingegen fand ich von Anfang an zum Knuschen. Der Typ hat mein Herz höher schlagen lassen. Er war einfach klasse - so einen Kerl wie ihn liest man einfach immer gerne. Wobei er dennoch etwas ganz besonderes war und nicht 0815. Und Reece - auf den ersten Blick ist er der typische Macho der superbeliebt ist und supergut aussieht, aber er ist in Wahrheit echt cool und nicht weniger liebenswert als Evan. Ich mochte wirklich beide Jungs extrem gerne.

    Bis aufs Haar ist ein absolut gelungener Jugendthriller und ich bin soo traurig dass es schon vorbei ist - wieso hat diese tolle Autorin nicht noch mehr Bücher??? :(
  3. Cover des Buches Eisfieber (ISBN: 9783404156689)
    Ken Follett

    Eisfieber

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Eisfieber von Ken Follett aus dem Lübbe Verlag

    .

    🦠 Inhalt

    .

    Toni ist Sicherheitschefin bei einer Firma die mit Viren forscht um Medikamente herzustellen. Das Buch beginnt damit, dass zwei Dosen eines Medikamentes fehlen.

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    🦠 was mir gefallen hat

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    Ken Follett ist einfach immer wieder einer meiner Lieblingsautoren. Er schafft es mit diesem Buch mich zu informieren und zu unterhalten.

    .

    Man lernt die Protagonisten kennen und begleitet sie teilweise entspannt oder Fingernägelkauend vor Aufregung bis zum Showdown.

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    Man fiebert mit oder regt sich auf... herrlich, wenn ein Buch das schafft.

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    Das Buch ist schon etwas älter... aber gerade jetzt mit einer Pandemie... sehr aktuell.

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    🦠 was mir nicht so gut gefallen hat

    .

    Hmmmm... vielleicht, warum habe ich das Buch nicht schon vorher gelesen?

    .

    🦠 Fazit

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    Lesen! Ein erstgemeinter Lesetipp von mir.

  4. Cover des Buches Ein perfekter Freund (ISBN: 9783257233780)
    Martin Suter

    Ein perfekter Freund

     (420)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Sein Erinnerungsvermögen erlangt Fabio, der Protagonist des Romans, erst nach und nach wieder. Und es sind seltsame Dinge, die ihm widerfahren sind. Weder die Frau an seinem Bett scheint er im ersten Moment zu erkennen, noch wo er sich befindet und was mit ihm geschehen ist. Seine rechte Gesichtshälfte ist nach einem Schlag auf den Kopf gelähmt, er spürt weder die Bewegung noch kann er sich an Gefühle, Geräusche oder Gerüche erinnern.

    Was zuerst aussieht, wie von ihm selbst verursacht, entpuppt sich bei näherer Recherche und neu gewonnenem Bewusstsein als abgekartetes Spiel seines besten Freundes. Doch stimmt es wirklich, was Fabio entdeckt?

    Ein unterhaltsamer Roman, der vor allem durch überraschende Dialoge besticht. Alles in allem ist der Inhalt des Buches schnell gelesen und leider auch schnell vergessen.

  5. Cover des Buches In der Finsternis (ISBN: 9783492309134)
    Sandrone Dazieri

    In der Finsternis

     (139)
    Aktuelle Rezension von: a_thousand_books

    In der Nähe von Rom verschwindet ein Junge beim Picknick mit seinen Eltern, die Mutter wird ermordet aufgefunden. Die Polizei hält den Vater für schuldig. Inspektor Rovere scheint allerdings nicht von seiner Schuld überzeugt zu sein und zieht die nach einem schief gegangenen Einsatz beurlaubte Colomba hinzu, um parallel zu den offiziellen Ermittlungen den wahren Täter zu finden. Dies ist der erste Regelverstoß Colombas in einer langen Reihe weiterer im Laufe des Falls. Als Berater ziehen die beiden Dante Torre hinzu, der als Sechsjähriger entführt und nach elf Jahren Gefangenschaft in einem Silo fliehen und seitdem an Klaustrophobie leidet. Relativ schnell ist er überzeugt: Der Junge wurde vom gleichen Mann entführt wie er damals.

    Und dann quält man sich durch über 500 Seiten Jagd auf den „Vater“, wie der Entführer genannt wird.

    Zuerst möchte ich herausstellen, was mir gefallen hat: Das Setting in Italien war mal wieder etwas anderes. Die Konstellationen (und Korruption) der Polizei fand ich interessant, die Orte waren so beschrieben, dass man sich die Handlung dort bildlich vorstellen konnte, aber es war auch nicht zu viel. Besonders die Beschreibung des sozialen Brennpunkts, in den sich Colomba und Torre im Laufe des Buchs flüchten, fand ich spannend. Auch spannend ist die Handlung an sich. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wer der Vater denn nun ist. Allerdings ist der Weg dahin mühsam gewesen.

    Jetzt die Kritik: Ich habe die Geschichte unnötig aufgebläht empfunden. Es ging im Schneckentempo voran. Einige Kapitel und Passagen brauchte man für den Fortgang der Geschichte überhaupt nicht und sie waren auch nicht so spannend oder mitreißend geschrieben, dass sie dem Leser irgendetwas gegeben hätten oder dass ich sie gern gelesen hätte. Die sich wiederholenden Beschreibungen der Gedankenwelt der Figuren und ihre Reflektionen über den Fall waren ausgedehnt und störten den Lesefluss. Das Ganze hätte man um mit Sicherheit gute 100 Seiten kürzen können, dann wäre auch die Spannung aufrecht erhalten geblieben.

    Der Erzählstil war für mich ebenfalls an manchen Stellen etwas holprig. Eigentlich wird aus der Dritten Person aus der Perspektive von Colomba oder Torre erzählt, jedoch gibt es Stellen, an denen der Erzähler innerhalb eines Satzes plötzlich auf eine Art allwissenden Erzähler springt. Das fand ich störend, denn so konnte ich mich nicht richtig in Colomba, die für mich die eigentliche „Heldin“ des Thrillers ist, hineinfühlen. Die Figur Torre bleibt dem Leser insgesamt eher fremd. Erst gegen Schluss gibt es mehr Einblicke in seine Gefühle und Gedanken, doch richtig mit ihm anfreunden konnte ich mich nur schwer.

    Die Auflösung hat extrem lang auf sich warten lassen und hat sich dann noch in ihrer Gänze hingezogen. Zwar fand ich die Auflösung insgesamt gelungen, aber ein großer Überraschungsmoment blieb aus. Dafür war die Lösung wieder zu komplex und bestand aus zu vielen Einzelteilen.

    Für mich insgesamt eine starke Geschichte, deren Längen die Spannung leider zunichtemachen.

  6. Cover des Buches Die Apothekerin (ISBN: 9783257238969)
    Ingrid Noll

    Die Apothekerin

     (452)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Humorvoll erzählt die Protagonistin ihre Lebensgeschichte voller schlechter Männer und noch viel schlechteren Entscheidungen im Hinblick auf diese. Locker, luftiger Plot mir viel Einblick in die Wirren menschlicher Psyche. 

  7. Cover des Buches Roter Engel (ISBN: 9783942656092)
    Tess Gerritsen

    Roter Engel

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Gute Ideen und emotional schwer verdauliches, im positiven Sinne^^ (Schwangerschaftsprobleme, Alzheimer) aber ein paar Mal musste ich wegen unplausibilitäten und komischem Verhalten der Protas die Augen verdrehen.

    3 - 4 Sterne

    Gegen Ende hat mich das Buch dann gepackt.

  8. Cover des Buches Herz aus Gold und Asche (ISBN: B07NF5CTS3)
    Katja Ammon

    Herz aus Gold und Asche

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Kathaaxd

    Vielen Dank an Netgalley und dem Verlag für das Rezensionsexemplar. Bei diesem Buch hat mich tatsächlich das Cover und der Titel sehr angesprochen. Aber den Klappentext musste ich trotzdem lesen um die endgültige Entscheidung zu treffen. Dabei merkt man auch, dass es sich hierbei auch um ein ernstes Thema handelt. Als ich mit dem Buch angefangen habe, konnte ich es auch nicht so schnell aus der Hand legen. Man lernt dabei Elin kennen, die mit ihrem Bruder Nico bei ihrer Tante wohnt. Ihr Bruder Nico ist schwer krank und als Elin die Möglichkeit bekommt, in einem großen Pharmakonzern, inklusive Studienplatz, zu arbeiten, sagt sie sofort zu. Dabei sieht Elin die Chance, mit ihrem Wissen, ihrem Bruder zu helfen. Auf der Arbeit trifft sie Esra, der in dem Pharmakonzern als Wächter arbeitet. Doch Esra verbirgt ein großes Geheimnis und Elin ist sofort Feuer und Flamme für Esra und sein Geheimnis.

    Elin war mir sofort symphatisch. Sie ist eine wirklich authentische Protagonistin und hat bereits harte Schicksalsschläge hinter sich. Trotzdem tut sie alles, um ihren Bruder zu helfen und für ihn zu kämpfen. Dabei gibt sie auch ein Teil von sich selbst auf und beweist viel Mut. Esra ist Anfangs wirklich geheimnisvoll und gibt nicht viel Preis. Aber je weiter man in der Geschichte voran kommt, desto besser lernt man Esra kennen und er wird auch symphatisch. Auch die Nebencharakter waren toll geschrieben und hatten ihren Platz in der Geschichte. Aber man merkt dass das Augenmerk dann eher an Esra und seinem Geheimnis gerichtet ist, als an Elins Familie.

    Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich bin schnell durch die Story gekommen und konnte diese auch nicht so schnell abbrechen. Mal ist es etwas ruhiger und dann kommen wieder die spannende Passagen, die einen erst recht in den Bann halten. Die Geschichte ist allerdings hauptsächlich aus Elins Sicht geschrieben. Einzelne Einschübe aus Esras Sicht sorgen allerdings mal für Abwechslung und man kann sich auch etwas in seine Gefühle und Gedanken hineinversetzen. Alles in allem konnte mich das Buch durchaus überzeugen und ich habe es wirklich schnell durchgelesen gehabt. Ich kann dafür also eine klare Leseempfehlung aussprechen.

  9. Cover des Buches Schwarzer Nachtschatten (ISBN: 9783492313780)
    Jürgen Seibold

    Schwarzer Nachtschatten

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Evelyn_Ziebuhr

    Als der Chef eines Arzneimittel-Kurierdienstes, der bis vor kurzem noch der Liebhaber von Maja Ursinus war, und ihre streitsüchtige Nachbarin tot aufgefunden werden, wird Maja als junge Pharmazeutin verdächtigt, da die beiden mit dem Gift der Pflanze namens „Schwarzer Nachtschatten“ vergiftet wurden. Giftpflanzen sind Majas Spezialgebiet. Und so ist sie für Kommissar Schnell die Hauptverdächtige in beiden Fällen. Sein Kollege Brodtbeck ermittelt hingegen etwas sachlicher und schaut sich die Umstände an. Zudem ist er jetzt auch noch Majas neuer Nachbar. Um ihre Unschuld zu beweisen, fängt sie kurzerhand an, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch schon bald steckt sie mitten in einer Verschwörung und gerät selbst in Gefahr…..


    Fazit / Meinung:

    Das Buch hat 272 Seiten und ist in 9 Kapitel eingeteilt. Der Schreibstil ist locker, flüssig, humorvoll und spannend zugleich. Ein Ende mit dem ich so nicht gerechnet hätte und wo ich bis zum Schluss im Dunkeln getappt bin was den Mörder angeht.

    Es war mein zweiter Fall von Maja Ursinus und auch dieser hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Hier im ersten Band erfahren wir viel von Maja, ihrer Familie und alles andere drumherum. Wenn man, so wie ich, erst den zweiten Band liest, macht es den ersten um so interessanter, da man ja die Fortsetzung quasi schon kennt. Nichtsdestotrotz ist es aber schön zu lesen, wie es zu der Fortsetzung kommt….

    Ich freue mich nun auf Band 3 wenn es wieder heißt - Die Apothekerin ermittelt…..

    Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!


  10. Cover des Buches Autonom (ISBN: 9783596702589)
    Annalee Newitz

    Autonom

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Autonom" von Annalee Newitz hat einen Umfang von 352 Seiten und ist beim Fischerverlag Tor erschienen.

    Das Buch gibt es als Softcover und Ebookausgabe

    In der Ebookausgabe hat es eine mittelgute Bindung mit einem Cover was leider leicht zu Leserillen neigt. Die Buchseiten sind von der Stabilität her in Ordnung.

    Eine Zukunft mit Bots, die ihre Dienstjahre erfüllen und danach autonom leben können, wenn sie bis dahin nicht Schrott sind und riesige Pharmaimperien, die für Profit fast alles tun. Der neuste Schrei ist Zacuity. Wenn man diese Droge zu sich nimmt, freut man sich zu arbeiten und will gar nicht mehr aufhören. Patentpiratin Jack hat illegale Kopien erstellt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Als die ersten Todesfälle auftauchen, gibt man natürlich ihr die Schuld. Ein Agent ist mit seinem Kampfroboter bereits hinter ihr her.

    Die Autorin schreibt in ihrem Werk über eine beunruhigende Zukunft, die sehr zum Nachdenken anregt. Könnte es tatsächlich so kommen? Eine Welt wo die mächtigsten Firmen Pharmakonzerne sind und Roboter, die man mit menschlichem Gewebe ausgekleidet und teilweise auch mit menschlichen Gehirnen verbaut. Wenige Roboter wachsen bereits autonom auf, doch die Meisten müssen ihre Dienstzeit erfüllen bis sie autonom werden können. Kann ein Roboter tatsächlich Erinnerungen sammeln, verarbeiten und eine Art Bewusstsein bilden und fühlen? Diese Fragen werden in diesem Buch geklärt und regen stark die eigenen Gedanken an. Ich fand das Werk sehr spannend und interessant.

    Fazit: Spannendes Science Fiction Werk mit interessanter Story, mächtigen Pharmakonzernen, gefährlichen Medikamenten, Patentpiraten und Robotern. Absolute Leseempfehlung!
  11. Cover des Buches Der Nobelpreis (ISBN: 9783404270668)
    Andreas Eschbach

    Der Nobelpreis

     (245)
    Aktuelle Rezension von: chrissie52

    Der Nobelpreis
    Besonders interessant fand ich die vielen Erklärungen zur Vergabe der Nobelpreise. Dass dies mit einem spannenden Krimi verbunden ist, fand ich den Clou an der Story. Superinteressant und empfehlenswert.

  12. Cover des Buches Zweiunddieselbe (ISBN: 9783737342599)
    Mary E. Pearson

    Zweiunddieselbe

     (360)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Wenn man sich für ein Buch interessiert, sollte man sich wohl manchmal doch ein paar mehr Informationen einholen ... Ich wusste jedenfalls nicht, dass es sich bei "Zweiunddieselbe" um eine Dystopie handelt - sonst hätte ich sie wahrscheinlich nicht gelesen.

    Die Geschichte um Jenna liest sich leicht weg.
    Es werden keine hohen Ansprüche gestellt und leider ist es auch extrem vorhersehbar. Ich wusste bereits sehr früh, welche medizinische Möglichkeit ihre Eltern angewandt haben. (und das Detail, um das ewig ein Geheimnis gemacht wird, hatte ich ebenfalls schnell heraus)

    Die Charaktere sind jetzt auch nicht so herausragend. Jenna ist mir zu jammernd. Die Großmutter zu sehr im Hintergrund, obwohl sie eine starke Persönlichkeit ist. Ich hätte mir da einfach noch ein bisschen mehr gewünscht.
    Und doch wurden einige Gefühle sehr gut transportiert.

    Das Werk regt zum Nachdenken an und übt Kritik. Wie weit darf man als Mensch in die Natur eingreifen? Was ist ethisch noch vertretbar? Ich könnte es mir gut als Schullektüre vorstellen, da es eine Menge gibt, über das man reden kann.

    Es gibt noch einen zweiten Teil, bei dem ich mir jedoch unsicher bin, ob ich ihn lese. Es ist einfach nicht mein Thema.

    ©2021 a_different_look_at_the_book

  13. Cover des Buches Blutspur (ISBN: 9783548269641)
    Sidney Sheldon

    Blutspur

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Yenny
    Sidney Sheldon war ein Meister auf diesem Gebiet. Es war mein erstse Buch von ihm, das ich vor 25 Jahren geschenkt bekam und ich hab ihn sofort zu meinem Lieblingsschriftsteller erklärt. Für eine Challenge habe ich dieses Buch erneut in Angriff genommen und habe es verschlungen.

    Die Geschichte spielt in Europa und den USA und beschreibt die Geschichte einer Familiendynastie, dem Anschläge zum Verhängnis werden. Elizabeth Roffe wächst ohne Mutter auf und wird von Gouvernanten erzogen. Sie kämpft vergeblich um die Aufmerksamkeit des Vaters, der sich als Erben einen Sohn gewünscht hat. Nach dem Tod ihres Vaters erbt sie die Aktienmehrheit und wird plötzlich selbst zur Gejagten. Wem kann sie noch trauen? Wer ist der Mörder ihres Vaters und der Drahtzieher der Anschläge?
  14. Cover des Buches Einfache Gewitter (ISBN: 9783833307010)
    William Boyd

    Einfache Gewitter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klimatologe Adam Kindred reist aus den USA, wo sein privates Leben in Scherben liegt, zu einem Vorstellungsgespräch für eine neue Arbeitsstelle nach London. Kurz vor dem Termin wird Adam jedoch von einem Mann angesprochen, der in einer Bar eine Unterlagenmappe vergisst, welche ihm Adam, nett wie er ist, zurückgeben will. Als er in dem Appartment des Mannes ankommt, wird dieser gerade ermordet. Adam hat nichts Besseres zu tun, als sogleich überall anzufassen und auch das Messer aus dem Halbtoten zu ziehen. Schockiert flieht er vom Tatort, und wird natürlich sofort von der Polizei des Mordes verdächtigt. Da der Mörder allerdings zu wissen scheint, dass Adam die Mappe noch hat, versteckt sich Adam fortan in London, statt zur Polizei zu gehen, was ihm auch wundersamerweise und mit vielen unglaublichen Zufällen gelingt....

    Ab dem Punkt war für mich die Spannung leider raus, zusammen mit der Glaubwürdigkeit, die auch in einem Actionthriller wenigstens etwas gewahrt bleiben sollte. Hier waren aber die Ereignisse so haarsträubend unrealistisch dass es nur noch genervt hat.

    Was den Thriller deutlich aufwertet (und vor einer 1 Stern-Bewertung bewahrt hat) ist der Erzählstil. Der war wirklich super. Die Stadt London und die Figuren wurden sehr gut, detailliert und überzeugend beschrieben. Die Dialoge waren gut eingesetzt und die Handlung an sich sehr spannend geschrieben. Das ist schon schade, dass der Plot dazu so gar nicht passt, sondern eher aus einem Groschenroman zu stammen scheint.

    Von mit daher ein zwiespältiges Fazit: Geschichte naja, Erzählstil super. Ich werde noch andere Bücher des Autors lesen und hoffe, dass ihm dort eine bessere Handlung eingefallen ist. Dann ist es zusammen mit dem Stil nämlich bestimmt super zu lesen. 
  15. Cover des Buches Hector und die Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783492953337)
    François Lelord

    Hector und die Geheimnisse der Liebe

     (402)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe
    Klappentext:
    Auf seiner Reise wird der junge Psychiater Hector zum Abenteurer des Herzens. Er spürt einem Professor nach, der das Geheimnis der Liebe entschlüsselt haben will. Dabei entdeckt er, wie kompliziert die Liebe ist: Kann man nicht für immer verliebt bleiben? Warum liebt manchmal der eine mehr als der andere? Und Hector entdeckt, daß allein die Liebe – für alle Zeit und wo immer wir leben – die Macht haben wird, unsere tiefsten Sehnsüchte zu stillen.

    Meine Meinung:
    Ich habe vor einigen Jahren der ersten Teil dieser Reihe ("Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück") gelesen und war erstaunt, wie schnell man die Geschichte lesen kann, weil sie zwar in "einfachen", kurzen Sätzen geschrieben ist, aber dennoch einen Sinn hat. Nachdem ich auch die Verfilmung gesehen habe, freute ich mich nun auf neue Abenteuer von Psychiater Hector, der diesmal die "Geheimnisse der Liebe" entdecken und entschlüsseln will. Nach etwa einem Drittel des Buches zog sich die Geschichte leider ziemlich. Hector und Clara entfremden sich, Clara fühlt sich mehr zu ihrem Chef hingezogen und auch Hector empfindet plötzlich mehr als nur freundschaftliches Interesse an anderen Damen. Hat das alles mit den Experimenten von Professor Cormoran zu tun oder geschieht es ohne fremdes Zutun? Die Ausführungen und Ergebnisse der Forschungen sind alle eingehend beschrieben, teilweise aber zu ausschweifend und langatmig, dann wieder recht einfach formuliert. Ich wußte stellenweise nicht, was ich nun von der Geschichte halten soll; ich habe das Buch fertiggelesen, weil mich das Ergebnis von Hectors "kleinen Blüten" doch interessiert hat, aber ich muß sagen, so nett ich Hector auch finde, mehr als 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben.
  16. Cover des Buches Das Steinbett (ISBN: 9783746620053)
    Kjell Eriksson

    Das Steinbett

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht kommen eine junge Frau und ihre sechsjährige Tochter ums Leben.

    Ann Lindell, Mitte 30 und Kommissarin bei der Kriminalpolizei Uppsala, vermutet schnell einen inszenierten Mord. Hauptverdächtiger ist der Ehemann und Vater der Toten, Sven-Erik Cederén, Forschungsdirektor eines Pharmaunternehmens. Kurz darauf ist er tot: Selbstmord? Familientragödie? Warum hat Cederén kurz vor seinem Tod Land in der Dominikanischen Republik gekauft? Was ist dran an den Vorwürfen militanter Tierschützer gegen die Firma? Und welche Rolle spielt die spanische Tochterfirma in Malaga? Obwohl die Tat aufgeklärt scheint, möchte Ann Lindell aufgrund der offenen Fragen den Fall nicht zu den Akten legen. Ihre privaten Probleme bleiben dabei wieder einmal auf der Strecke...

    Ein typisch schwedischer Krimi, intelligent und spannend, und mit einer sympathischen, tatkräftigen Kommissarin.
  17. Cover des Buches Die Entführung (ISBN: 9783947706020)
    M. P. Roberts

    Die Entführung

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Miyuki

    Das zweite Buch von M.P. Robert ist ein Krimi der anderen Art. Hier geht es nicht blutrünstig vor, sondern spannend und Interessant. 


    Die Spannung baut sich nach und nach auf und erreicht dann ein gutes Level, das die Geschichte dann auch beibehält. Es beginnt mit Sandra und Carlos, man erfährt die Hintergründe und lernt die beiden erstmal kennen, aber dann beginnt es auch schon spannend zu werden.


    Die Charaktere sind interessant und teilweise sympatisch, man kann ihren Gedanken und Taten folgen und sie nachvollziehen. 

    Die Polizei scheint sehr motiviert und macht ihre Arbeit, wie es sich gehört, die Prívatermittler hingegen sind ein ganz anderer schlag, aber das müsst ihr selbst herausfinden.

    Carlos ist mir sehr sympatisch und auch Sandra hat ihre positiven Eigenschaften, auch wenn ich beide leider etwas blass finde passen sie doch gut in die Geschichte.


    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und hat sich im vergleich zum ersten Buch verbessert, auch die Erzählart hat sich weiter entwickelt. Zwar finden sich hin und wieder kleine Fehlerchen, aber die sind meiner Meinung nach nicht gravierend. Die Handlung ist gut durchdacht und ebenso gut ausgearbeitet und beschrieben. Alles in allem ein Krimi der mir gut gefallen hat.


    Von mit gibt es 3,5 von 5 Sterne. 


  18. Cover des Buches Atemstille (ISBN: 9783404153060)
    Paul Carson

    Atemstille

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Arun

    Atemstille von Paul Carson
    Haupthandlungsort der Story ist Irland und dessen Hauptstadt Dublin. Einige Episoden führen uns des Weiteren nach Holland – Amsterdam, Thailand – Bangkok und in die USA – Chicago.


    Inhalt:
    Nachdem der 16 jährige Sohn des irischen Justizministers Harry Power an einer Überdosis gestorben ist, beginnt dieser einen Kreuzzug gegen die Drogenszene mit harten Gesetzten und Strafen. Im TV-Spots tritt der Justizminister zusammen mit Scott Nolan einem Kinderarzt aus Chicago, welcher irischer Abstammung ist und der seiner Frau Laura einer Irin zuliebe in dessen Heimat gezogen ist, auf um gegen den Drogenkonsum ins Felde zu ziehen.

    Diese beiden in Rampenlicht stehenden Personen sind den Drogenbossen natürlich ein Dorn im Auge und ein Killerkommando wird auf sie angesetzt. Beide Jobs gelingen nicht in geplanter Weise, der Minister überlebt und anstatt Dr. Nolan wird seine Frau getötet.

    Aus dem ruhigen Kinderarzt entwickelt sich ein Mann, der nun einen Racheplan verfolgt. Zusammen mit seinem Schwager einem Undercoverpolizisten, welcher recht voreingenommen gegen ihn eingestellt ist, unter Billigung des Justizministers und des Polizeipräsidenten wird eine unkonventionelle Aktion geplant, um an die Hintermänner der Anschläge zu kommen.

    Meine Meinung:

    Ein flotter Thriller mit starken Figuren. Neben der Action gibt es auch ruhige Szenen, die uns einen Einblick in die Bewältigung und Verarbeitung des Verlustes von geliebten Personen aufzeigt.

    Mark Norris, der harte Polizist und Schwager von Scott Nolan gibt dem Mann seiner Schwester die Schuld an ihrem Tod. Im Laufe der Geschichte raufen sich beide zusammen, dabei tritt eine Eigenschaft von Mark zutage, die mir doch etwas lächerlich erscheint!
    Der Bösewicht Sean Kennedy, ein Psychopath erster Güte, wird uns vorgestellt und sein Werdegang wird exakt nachgezeichnet.

    Fazit:
    Ein Rachethriller der mit einer mir bisher weniger bekannten Methode aufwartet, um an Informationen zu kommen, gedeckt von den obersten Justizbehörden aber nicht gerade gesetzeskonform!
    Neben einigen ruhigen Begebenheiten steht aber doch vor allem Gewalt, Brutalität und eine priese Sex im Vordergrund. Einige „Highlights“ lassen mich die Story mit guten 4 Sternen bewerten.


  19. Cover des Buches Die Hoffnung erhielt mich am Leben (ISBN: 9783492212861)
    Ruth Elias

    Die Hoffnung erhielt mich am Leben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    In Vorbereitung auf eine längere Studienfahrt nach Auschwitz habe ich unter anderem dieses Buch gelesen. Die Hitler-Zeit. Die Autorin erzählt von ihrer recht glücklichen Kindheit, von dem Aufenthalt in verschiedenen Konzentrationslagern bis hin zur Befreiung. Diese ganzen Jahre, die sie in den KZ verbracht und ÜBERLEBT hat sind ihr unvergesslich geblieben. Die Angst zu sterben (sie stand mehrere Male kurz davor) und die starke Hoffnung macht dieses Buch so real. Frau Elias ist eine Überlebende des Holocaust. Sie hat die Hölle auf Erden erlebt! Anhand ihres Schicksals, und das anderer Einzelschicksale wird deutlich, zu welchen Gräueltaten die Deutschen fähig waren. Aber das
    unvorstellbare Leid das den KZ-Insassen widerfahren ist, kann man nur sehr
    schwer nachempfinden, wenn man es nicht selbst miterlebt hat. Zum Glück hat Fr. Elias überlebt und war somit in der Lage, dass Ihr zugefügte Grauen und Unmenschliche der Welt mitzuteilen. Also nutzt die Chance und hört auch zu!
  20. Cover des Buches Memoria (ISBN: 9783453432291)
    Gary Braver

    Memoria

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kleoriva

    Memoria habe ich durch Zufall in einem Sonderschlussverkauf im Urlaub ergattert und schnell hat es sich zu einem der Lieblingsbücher der ganzen Familie gemausert. 


    Die Story ist sehr kurzweilig und unheimlich interessant, vor allem für jene, welche sich selbst vielleicht schon einmal durch Angehörige, oder Bekannte mit der Krankheit Alzheimer auseinandergesetzt haben. 


    So kommt in diesem Buch ein neues Medikament auf, mit welchem Alzheimer nicht nur verbessert, sondern sogar all die alten Erinnerungen wieder hergestellt werden sollen .- mit für manchen eher ungeahnten Folgen..


    Von der ersten Seite an fiebert man mit den Charakteren mit, erlebt überraschende, manchmal schockierende Höhepunkte und kommt, trotz der beeindruckenden Dicke des Buches, gar nicht dazu sich zu langweilen! 


    Auch bietet es tolle Ansätze für spannende Diskussionen und den Anreiz für Innere Ausflüge in die eigene Vergangenheit, wenn man überlegt wie es einem selbst wohl gehen würde, wenn man so ein Mittel für sich selbst oder andere in die Finger bekommen würde. 

  21. Cover des Buches Werden wir ewig leben? (ISBN: 9783518260302)
    Tobias Hülswitt

    Werden wir ewig leben?

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Treibeis (ISBN: 9783426635131)
    John Farrow

    Treibeis

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Saukaltes Wetter. Bergeweise Schnee. Spiegelglatte Fahrbahnen. Die letzten Wochen bedeuteten Winter pur, weshalb die nun von mir gewählte Lektüre da gut ins Bild gepasst hat. In „Treibeis“, dem zweiten Kriminalroman aus der Feder des Kanadiers John Farrow (Pseudonym für John Trevor Ferguson), kehrt der Leser einmal mehr nach Montreal, der „Stadt aus Eis“, zurück, um Sergeant-Detective Émile Cinq-Mars und seinem jüngeren Kollegen Bill Mathers bei ihrer dreckigen Arbeit über die Schulter zu schauen. Und wie schon im Erstlingswerk „Eishauch“, so stellt auch hier Farrow seine Fähigkeiten eindringlich unter Beweis. Obwohl das martialische Cover anderes vermuten lässt, erwartet den Leser wieder eine äußerst komplexe und vor allem tiefgründige Geschichte, die geschickt mit unseren Erwartungen spielt und deren leise Töne härter treffen, als es das blutige Spektakel des derzeitigen Thriller-“Mainstreams“ je könnte. Tiefer Winter in Montreal. In einer Eisanglerhütte auf dem Lake of Two Mountains nordwestlich der Stadt beobachtet Émile Cinq-Mars durch ein zugefrorenes Fenster den zugeschneiten See und die weite Bucht am Ufer. Eine Frau hat ihn herzitiert. Sie ist im Besitz von vertraulichen und äußerst brisanten Informationen, welche sie nur in den Händen des besten Bullen der Stadt in Sicherheit glaubt. Nun wartet Cinq-Mars auf die Unbekannte, gemeinsam mit Bill Mathers, der über den Ausflug aufs Eis nur wenig erfreut ist, zumal sich einfach niemand blicken lässt. Den Gedanken an die Heimreise schon im Kopf, durchbricht plötzlich ein Schrei die Stille auf dem See. In einer der nahe liegenden Eisanglerhütten ist eine im Wasser treibende Leiche gefunden worden. Bei dem Toten handelt es sich um Andrew Stettler, einem losen Gangmitglied der Hells Angels und Sicherheitschef eines großen örtlichen Pharmakonzerns. Anscheinend hat man ihm erst in den Hals geschossen und anschließend unter dem Eis ertränkt. Cinq-Mars ist für ein solches Verbrechen eigentlich nicht zuständig, doch dass der Mann ausgerechnet dort getötet wurde, wo er sich mit seiner Informantin treffen wollte, kann kein Zufall sein und er beginnt hartnäckig eigene Nachforschungen anzustellen. Er findet heraus, dass Stettler an illegalen Menschenversuchen beteiligt war. Ahnungslose und idealistische Mitarbeiter wurden benutzt, um noch nicht zugelassene Medikamente an Aidspatienten zu verteilen und an diesen zu testen. Die Menschen, welche sich eine Verbesserung ihres Krankheitsbildes erhofften, nahmen bereitwillig und begeistert teil. Sie schluckten Pillen und Mixturen, ließen sich Spritzen geben … und starben. Die Führungsetage versucht nun das Fiasko unter den Teppich zu kehren und alle Mitwissenden, darunter Stettler, aus dem Weg zu räumen. Zu ihnen gehört auch die indianisch-stämmige Aktivistin Lucy Gabriel. Während Cinq-Mars und Mathers alles daran setzen, die junge Frau zu retten, machen im Untergrund die Schläger der „Hells Angels“ mobil. Alles läuft auf ein tödliches Wettrennnen hinaus … Auch wenn ich Kollege Königs Wertung von 91° dann doch ein wenig zu hoch gegriffen finde, muss auch ich konstatieren, dass sich John Farrow mit „Treibeis“, das bereits im Jahre 2001 im Original erschienen is und erst letztes Jahr auf Deutsch veröffentlicht wurde, nochmals deutlich gesteigert hat, ohne dabei in irgendeiner Art und Weise von der eigenen Linie abzuweichen. Farrow behält seinen Stil bei, konzentriert sich in seiner Geschichte wieder auf ein brandheißes und aktuelles Thema und meidet weiterhin die Fallen der üblichen Serienheld-Krimis. Auch wenn Émile Cinq-Mars und Bill Mathers die treibende Kraft hinter den polizeilichen Ermittlungen sind, stellen sie doch nur einen Teil des großen Mosaiks dar, aus denen dieser Kriminalroman zusammengesetzt ist. Wo manche Autoren mit detaillierten Einblicken ins Seelenleben der Protagonisten gleich ganze Seiten füllen, wird einem dies hier nur ausschnittsweise zuteil. Besonders zu Beginn ist zudem hohe Aufmerksamkeit vom Leser gefordert, da Farrow durch die Zeiten springt und man sich so, nachdem das Buch mit der Ankunft zweier New Yorker Cops begonnen hat, rückblickend dem Status Quo nähert. Ein geschickter Schachzug, der nicht nur die Dramaturgie verdichtet, sondern auch ganz nach dem alten „Columbo“-Rezept die „Wie“-Frage über die „Wer“-Frage stellt. Und wie Farrow im weiteren Verlauf die individuellen Beweggründe der Protagonisten schildert und diesen Schmelztiegel aus Profitgier, Lug und Betrug zu einem stimmigen Ganzen formt, ist äußerst beeindruckend. Wenngleich auch hier der Bodycount sich durchaus sehen lassen kann, bezieht der Plot seine Spannung besonders aus der Realitätsnähe. Die Tatsache, dass sich der Autor eigentlich nicht weit von der Wirklichkeit entfernt, das organisierte Verbrechen keine Ausnahmeerscheinung darstellt, sondern Teil der Gesellschaft ist, lässt schwer schlucken. Alte moralische Grenzen sind längst verschwommen, die Ethik wurden dem Gewinnstreben geopfert. Gauner in Rockerkluft machen gemeinsame Sache mit gut situierten Geschäftsführern, bestimmen gar deren Geschäftspraxis. Farrow hebt mit sicherer Hand diese Verflechtungen hervor, macht den eiskalten Mord zum bitteren Tagesgeschäft. Wofür andere Autoren Tonnen von Blut und eine Handvoll schleimiges Gedärm brauchen, das erledigt hier ein kurzer Dialog – man ist angeekelt, angewidert und doch, aufgrund von morbider Neugier, fasziniert. Dennoch taucht Farrow nicht gänzlich in die Dunkelheit ein. Cinq-Mars und Mathers bleiben erstaunlich menschlich, versuchen ihren Teil beizutragen, um das Böse einzudämmen, das, wie sie selbst gut wissen, zwar nicht besiegt werden kann, aber immer wieder auch Fehler begeht. Und es ist ein wahres Vergnügen Cinq-Mars dabei zu beobachten, wie er diese Ausrutscher entdeckt (die mir teilweise selbst entgangen sind) und geschickt nutzt, um seine Gegenspieler in die Ecke zu treiben. Überhaupt sind die Dialoge ein Genuss, fasziniert die rauhe, grobe Art des alten Wolfs Cinq-Mars, der gegen alle Widerstände vorausgeht und für den erfolgreichen Abschluss auch mal die Gesetze bis an ihre Grenzen dehnt. „Treibeis“ lebt von seinen großartigen Figuren und dieser intelligent konzipierten Komplexität, welche im Vergleich zum Vorgänger nun viel zielgerichteter geraten ist. Das sorgt wiederum für besseren Lesefluss, wenngleich man auch diesmal die ein oder andere Schwierigkeit mit den vielen Handlungsebenen und Schauplätzen hat. Das Buch verweigert sich dem „page-turning“, sorgt gleichzeitig aber damit auch dafür, dass das Gelesene umso eindringlicher in Erinnerung bleibt. Insgesamt ist „Treibeis“ ein eiskalter, äußerst düsterer Polizeiroman-Noir-Mischling, der vor allem gegen Ende eine intensive Dramatik entfaltet, die dem Thema Serienkiller ein paar neue, beängstigende Facetten abringt und den Leser wortwörtlich aufs Glatteis führt. Ein wirklich gut geschriebener Krimi, der gern eine Fortsetzung erfahren dürfte. Leider lässt die nun seit knapp zehn Jahren auf sich warten.
  23. Cover des Buches Goodman and Gilman's the Pharmacological Basis of Therapeutics (ISBN: 9780071354691)
  24. Cover des Buches Selbstmedikations-Liste 2006 (ISBN: 9783769238495)

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