Bücher mit dem Tag "philosophen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "philosophen" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

    (4.498)
    Aktuelle Rezension von: Nini55

    Die Geschichte beginnt geheimnisvoll und weckte bei mir sofort Neugier. Wer sind die unbekannten Absender der rätselhaften Briefe? Und was hat es mit den philosophischen Fragen auf sich, die Sophie plötzlich beschäftigen?

    Besonders am Anfang hat mich die Mischung aus Roman und Gedankenspiel sehr gefesselt. Die philosophischen Themen werden verständlich vermittelt und regen dazu an, über das Leben, die Welt und die eigene Wahrnehmung nachzudenken.

    Im weiteren Verlauf wurde mir der Philosophieunterricht stellenweise etwas zu ausführlich. Manche Abschnitte wirkten auf mich eher wie ein Lehrbuch als wie ein Roman, wodurch sich die Geschichte für mich zwischendurch etwas zog.

    Dennoch hat mich das Buch immer wieder überrascht. Vor allem die Handlung rund um Sophie, Alberto und Hilde entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Dieser raffinierte und ungewöhnliche Handlungsbogen machte für mich einen großen Teil der Faszination aus und ließ viele vorherige Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen.

    Es ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es fordert Aufmerksamkeit und Interesse an philosophischen Fragen. Gleichzeitig bietet es eine originelle Geschichte, die zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt.

    Für mich war es nicht durchgehend fesselnd, aber insgesamt ein außergewöhnliches und lohnendes Leseerlebnis.

  2. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442143139)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

    (667)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Richard David Precht erklärt in diesem Sammelroman in verschiedenen kurzen Einzelgeschichten die essentiellen Fragen des Lebens. Er flechtet dabei gekonnt, die Lebensläufe der berühmtesten Philosophen der vergangenen Jahrhunderte und deren Denkweise ein. Die Geschichten sind rasch zu lesen, sind so geschrieben, dass auch Laien (so wie ich) es gut verstehen und dennoch ansprechend, dass man gerne weiter liest. Die Fragen gehen nicht in die Tiefe, geben jedoch einen kleinen Einblick in die Philosophie unserer westlichen Welt.

  3. Cover des Buches Mit Wittgenstein im Wartezimmer (ISBN: 9783499633621)
    Nicolas Dierks

    Mit Wittgenstein im Wartezimmer

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Caroas
    Mit Philosophen warten, eine interessante Idee und mit diesem Buch sehr gut durchgeführt.

    Am besten liest man diese Büchlein – passt theoretisch sogar in die Hosentasche – während man selber warten muss. Es verkürzt einen die Zeit, lässt einen das Warten aus einem anderen Blickwinkel sehen und regt zum Philosophieren an.

    Fazit, ein Buch gegen das Warten und man lernst manch einen guten Philosophen / gute Philosophin kennen von dem / der man bis dato – mir ging es so – nichts gehört hat.
  4. Cover des Buches Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses (ISBN: 9783963181085)
    Jack Holland

    Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses

    (9)
    Aktuelle Rezension von: MeaKiai

    In diesem Werk des verstorbenen Autors Jack Holland, wird die Misogynie von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet.

    Das Buch ist sehr umfassend und gut recherchiert, allerdings fehlt mir in den einzelnen Kapiteln etwas die Struktur. Vielmehr werden Ereignisse scheinbar lose aneinandergereiht aufgezählt und der Autor kommt schnell von einem zum anderen. Das macht es oft etwas schwierig dem Thema zu folgen. Trotz allem erfährt man viel über die Geschichte der Misogynie und ich habe für mich einige neue Erkenntnisse herausziehen können, gerade was den Ursprung der gegenwärtigen Misogynie angeht.

    Auch wenn das Buch ein sogenannter „harter Brocken“ ist, lohnt es sich sich die Mühe zu machen, das Buch von Anfang bis Ende zu lesen.

  5. Cover des Buches Fortunas Rache (ISBN: 9783492500562)
    Maria W. Peter

    Fortunas Rache

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    Dies ist ein Historienkrimi, der einige Wochen im 3. Jahrhundert des Römischen Reiches in Trier abbildet.
    Der Roman endet abgeschlossen. Es gibt Folgebände um die Ich-Erzählerin, die gebildete Sklavin Invita, und ihre Bekanntschaften.
    Einen großen Pluspunkt sehe ich in der flüssigen Lesbarkeit. Ich suche regelmäßig Lesestoff für Gelegenheiten, bei denen ich nicht so konzentriert lesen kann oder vielen Unterbrechungen ausgesetzt bin, z. B. im ÖPNV. Da möchte ich sofort wieder in der Handlung drin sein, genau das gelingt hier super. Die Anzahl der Figuren und Verwicklungen ist angenehm. Es lässt sich ohne Herumblättern ein guter Überblick wahren, gleichzeitig sind es so viele, dass es realistisch und schwer vorhersehbar ist, dass man zu Zusammenhängen und Motiven spekulieren und richtigen und falschen Fährten folgen kann. Das fordert und macht richtig Spaß.
    Ich fühlte mich auf angenehme Weise in die Epoche zurückversetzt, die ich auf dem Weg zum Großen Latinum kennenlernte. Mir gefallen die Bezüge zu Gelehrten, deren Schriften im Schulunterricht zu übersetzen und deuten waren, z. B. Ovid. Hier dienen diese nicht nur als Beiwerk, sondern sind coolerweise für die Handlung relevant.
    Die Recherche um die Orte, Kultur, Hierarchien, Lebens- und Arbeitsverhältnisse wirkt fundiert. Römische Ausdrücke sind enthalten, deren Bedeutung sich meistens aus dem Zusammenhang herleiten lassen, ergänzend im Glossar nachgeschlagen werden können. Ich freue mich über den Kenntniszuwachs.
    Angenehme Prisen von Humor und Erotik sind enthalten. Trotz Darstellungen zum harten Dasein als Sklavin zieht der Roman beim Lesen nicht emotional runter.
    Für meinen Geschmack hätte das Erzähltempo etwas gestrafft werden können. Der sprachliche Ausdruck war manchmal nicht meins, z. B. setzt bei Invita gefühlt zu oft ein Herzschlag aus, wenn sie sich erschreckt oder eine wichtige Erkenntnis gewinnt.
    Das Ende klärt alle aufgeworfenen Fragen, enthält Wow-Effekte, stellt mich inklusive des informativen Nachworts voll zufrieden.
    Die Charaktere und das antike Trier (Belgisch Gallien) bergen viel Potenzial für zusätzliche aufregende Entwicklungen. Ich habe mir zwei Folgebände gekauft, um Invita, Flavus, Marcella und andere interessante Figuren weiter zu begleiten.

  6. Cover des Buches Sword Dance (English Edition) (ISBN: B07VPDNCRG)
    A.J. Demas

    Sword Dance (English Edition)

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik (ISBN: B01MRUI2XI)
    Hannah Arendt

    Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik

    (1)
    Aktuelle Rezension von: parden
    PHILOSOPHIE FÜR FORTGESCHRITTENE...

    Hannah Arendt geht in dieser Vorlesung der Frage nach, wie - nach dem beispiellosen Zusammenbruch und Versagen von Moral im Sinne von Tugend und Sitte im Nationalsozialismus - eine Ethik oder gar Natur des Guten begründbar ist. In freier Bezugnahme auf Denker wie Kant, Sokrates, Jesus von Nazareth und Friedrich Nietzsche lässt sie sich von dem Empfinden leiten, dass das "Böse" ein "Oberflächenphänomen" ist: "Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbar Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten..."

    Das Gute bzw. das Bedürfnis, Gutes zu tun, erscheint hingegen als die ursprünglichere Kraft, als naturgegebene Energie, als genuiner Instinkt. "Und natürlich ist es auch dieses Mehr an Kraft (Nietzsche), diese extravagante Großzügigkeit oder der 'überströmende, verschwenderische Willen', der Menschen dazu veranlaßt, Gutes tun zu wollen und es gerne zu tun. Was bei den wenigen und bekannten Menschen, die ihr ganzes Leben dem 'Gutes-Tun' gewidmet haben, wie Jesus von Nazareth oder der heilige Franziskus von Assisi, am offenkundigsten ist, ist sicher nicht Sanftmut, sondern eher eine überfließende Kraft, vielleicht nicht des Charakters, sondern schon ihrer Natur." (Hannah Arendt)

    Ein befreundetes Buchgesicht hat vor Jahren einmal behauptet, es gebe keine weiblichen Philosophen. Unverschämtheit, dachte ich, und wollte unbedingt den Gegenbeweis antreten. Nun, Hannah Arendt ist solch ein Beweis - auch wenn sie sich selbst einmal nicht als Philosophin, sondern als Dozentin für "politische Theorie" bezeichnet hat (Interview mit Günter Gaus im ZDF vom 28.10.64).

    Nun, bislang habe ich eher ÜBER Hannah Arendt gelesen, die v.a. auch durch ihre Beschäftigung mit dem Eichmann-Prozess in Jerusalem bekannt wurde: 'Ein Bericht von der Banalität des Bösen'. Diese Äußerung sorgte für große Aufregung, und Hannah Arendt wurde deswegen vielfach heftig angegriffen. Diese hier vertonte Vorlesung wurde im Kontext der Eichmann-Debatte vor Studenten gehalten. Wer dieser Vorlesung folgt, wird am Ende zumindest eine Vorstellung davon haben, wie Arendt auf den Begriff der 'Banalität des Bösen' kam.

    Erst einmal vorweg: es wird mir nicht möglich sein, hier detailliert wiederzugeben, welche Inhalte, Querverweise, Kernpunkte Hannah Arendt in dieser Vorlesung alle anspricht. Deutlich wird: sie hat sich intensiv mit allen Denkern/Philosophen der Vergangenheit auseinandergesetzt und greift hier auf deren Theorien und Erkenntnisse ausführlich zurück. Vielfach geht es um genaue Definitionen von Begrifflichkeiten (das Wollen, das Denken, das Gewissen usw.) - denn nur wenn sehr deutlich ist, welcher Begriff welche exakte Bedeutung hat, kann man sich über deren Funktion und Auswirkung klar werden.

    Arendt baut hier eine logische Kette auf, die deutlich macht, von welchen Faktoren ein Mensch in seinem Handeln geleitet wird - und wo zwangsläufig Probleme auftreten (können). Die Philosphin bietet hier zudem und sozusagen nebenher einen Überblick über die Geschichte der Moralphilosophie. Sokrates, Platon, Aristoteles, Jesus, Paulus, Augustinus, Kant und Nietzsche werden hier beleuchtet und von Arendt argumentativ bestätigt oder auch widerlegt.

    Vereinfacht ausgedrückt, verortet Arendt v.a. die Gedankenlosigkeit und die Weigerung der Menschen, Verantwortung zu übernehmen und Umstände überhaupt auch nur zu beurteilen als Kern des Bösen. "Das größte begangene Böse ist das Böse, das von Niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, Personen zu sein."

    Dieses zugrunde gelegt, wird deutlich, dass Eichmann und die Geschichte des Nationalsozialismus mit seiner Entmenschlichung der Politik und Gesellschaft nur ein Beispiel für das Böse in der Welt sein kann. Davor und seither lassen sich zahllose weitere Beispiele festmachen, und unsere heutige Grundhaltung des Wegschauens und des Mitläufertums, der Abstumpfung gegenüber täglich neuen 'bad news', der von Politikern vorgelebten Kultur der Nicht-Verantwortlichkeit lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen.

    Keine leichte Kost, schon gar nicht in der Hörbuchversion. Hier gilt es, die gesamte Zeit über höchst konzentriert zu bleiben, denn ansonsten - fängt man den Abschnitt besser von vorne an, weil der Zusammenhang ansonsten verloren geht. 5 Stunden und 58 Minuten dauert die Lesung von Axel Grube, der ausgesprochen langsam liest, was mich zunächst irritierte, dann aber durchaus sinnvoll erschien, da die gelesenen Sätze erst einmal verarbeitet werden wollten...

    Ob nun als Hörbuch oder in der Print-Version - dies ist Philosophie von nicht nachlassender Aktualität.


    © Parden
  8. Cover des Buches Gut leben (ISBN: 9783455503913)
    Theodore Zeldin

    Gut leben

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

     „Theodore Zeldin, geboren 1933, hat viele Jahre in Oxford Geschichte gelehrt. Als Autor hat er sich unter anderem mit Eine intime Geschichte der Menschheit einen Namen gemacht. Die britische Zeitung The Independent setzte ihn auf die Liste jener weltweit vierzig Menschen, deren Ideen das 21. Jahrhundert nachhaltig beeinflussen werden. Zeldin ist Kommandeur der französischen Ehrenlegion, Mitglied der British Academy und der Royal Society of Literature. Er lebt mit seiner Frau, der Linguistin und Kognitionswissenschaftlerin Deirdre Wilson, bei Oxford.“

    KT: „Gutes Leben entsteht im Dialog, im Dialog mit der Vergangenheit und mit unseren Mitmenschen. Nur so bekommen wir eine Ahnung davon, was es bedeutet, Mensch zu sein. In seiner ebenso kenntnisreichen wie unterhaltsamen Abhandlung über die Kunst des Lebens widmet sich der bedeutende englische Philosoph und Historiker Theodore Zeldin der Frage, was wir aus der Vergangenheit lernen können für ein besseres Leben.
    Vor welchen Problemen standen unsere Vorfahren - zu denen so prominente Figuren wie Albert Einstein, Thomas Morus, der Philosoph Francis Bacon und die Schriftsteller Hans Christian Andersen und Fjodor Dostojewski zählen, aber auch ein texanischer Farmer des 19. Jahrhunderts -, und wie können wir ihre Erfahrungen für uns nutzbar machen? Höchst eindrucksvoll zeigt Zeldin, dass die größten Probleme unserer Zeit, aber auch die größten Chancen von unseren zwischenmenschlichen Beziehungen abhängen und wie viel reicher unser Leben sein kann, wenn wir wirklich in Austausch miteinander treten.“

    Meine Meinung:

    Klappentext gibt treffend  den Inhalt des Buches wieder. Wenn man das Vorwort liest, bekommt man Vorstellung des Autors von dem, wie die Diskussion aufgebaut ist und was im Buch insg. passieren wird. Es ist eine Art Gespräch unter Freunden, bei dem der Autor seine Sicht der Dinge zu den genannten Themen erläutert.

    Die Kapitelüberschriften sind gekonnt knackig formuliert, ziehen förmlich ins Buch hinein. Man darf aber nicht erwarten, dass man eindeutige Antworten auf die aufgeworfenen Fragestellungen erhält. Der Autor sagt gleich am Anfang, das war nicht sein Anliegen. „…das Einzige, was mich qualifiziert, dieses Buch zu schreiben, ist mein Wunsch, Genaueres darüber zu erfahren, was ein erfülltes Leben sein könnte. Lebe ich voll und ganz oder überlege ich bloß…?“S. 22.

    Es ist ein recht amüsantes Lesen. Die Denke von Theodore Zeldin ist so erfrischend anders, als das, was man sonst so im Bereich erwartet und oft auch zu lesen bekommt. Eine schnörkellose Stringenz der Gedankenführung, bei der erst die Thesenvorstellung, dann die aufgezählten Argumente in ihrer Eindeutigkeit und Klarheit folgen, dann Fazit als kurze Zusammenfassung des Gesagten, darf man hier nicht voraussetzen. Manchmal scheint, dass sich Zeldin vom Thema recht weit entfernt. Im Großen und Ganzen aber vermittelt er seine Aussagen sehr gut und deutlich. Wenn man sich einmal reingelesen hat, kann man nicht so leicht aufhören, da fliegen die Seiten nur dahin.

    Theodore Zeldin ist ein Freidenker, dessen Ideen durchaus reizend und es wert sind, darüber allein zu sinnieren oder zusammen mit Freunden in einer geselligen Runde ausdiskutiert zu werden. Er stellt z.B. eine gängige Doktrin vor und sagt seine Meinung dazu, wie sinnvoll ihm dieses, oft hpts. in der öffentlichen Meinung existierende Gebilde erscheint, gibt auch Beispiele und Sicht der Dinge anderer Denker, manchmal aus früheren Jahrhunderten, Ost und West sind dabei gleichermaßen präsent. Zeldin erzählt das Leben bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, die mit ihrem Gedankengut und ihren Werken eine Spur in der Geschichte, Philosophie und Literatur hinterlassen haben. Dabei musste ich staunen, was für eine Menge an Wissen dieser Mann bereits in sich aufgenommen hat. Er nutzt es, um seine eigenen Thesen zu erläutern und auch die Leser mit spannenden Lebensgeschichten zu unterhalten.

     Es wird über Gott und die Welt geplaudert. U.a. gibt er seine Sicht dazu, welche Aufgaben die Versicherungen heute übernehmen könnten, was Hotels und Bibliotheken anders machen könnten, um das Leben der Menschen interessanter, lebenswerter zu machen. Man muss mit dem Autor nicht in allem einverstanden sein, aber seine Sicht der Dinge ist es wert, sie kennenzulernen.

    Zum Schluss fordert der Autor die Leser auf, auf der Webseite der von ihm initiierten Foundation, „…einer gemeinnützigen Stiftung, die gegründet wurde, um die auf diesen Seiten beschriebenen Arten von Gesprächen, Selbstporträts und Experimenten zu fördern.“S. 470, ein Selbstportrait dort abzuliefern. Er begründet auch, weshalb es so wichtig sei. Und: „Schon durch Kauf dieses Buches unterstützen Sie eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, sich auf nützlichere Art an die Vergangenheit zu erinnern, an ihre Irrwege ebenso wie an ihre Errungenschaften, sodass man mehr tun kann, als die Schlaglöcher einer alten, widersprüchlich geschilderten Straße auszubessern.“ S. 471.

    Ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Mein Exemplar ist voll mit Klebezetteln, die Stellen markieren, zu denen sich lohnt, wieder zurückzukehren. Fast an jeder Seite ist so ein Zettel befestigt.

    Das Buch ist auch sehr schön und hochwertig gestaltet. Leinen, wie in guten alten Zeiten, hält Festeinband und die darin enthaltenen Seiten prima zusammen und lädt zum Aufschlagen des Buches ein. Auf jeder Seite gibt es ein 1-2 Einsparungen, die eine knappe Zusammenfassung des gerade Gesagten darstellen.

    Auf der Rückseite liest man einen Satz: „Zeldin ist ein mitreißender Weggefährte, ungezwungen und charmant, irrlichternd zwischen Geschichtsschreibung und Philosophie.“  The Independent.  Das passt.

    Fazit: Warum soll man dieses Buch lesen? Um Theodore Zeldin und seine Ideen kennenzulernen. Er gibt mit seinen Ausführungen ein breites Feld an Themen zum Nachdenken, sowohl über das eigene Leben, als auch über das der Gemeinschaft, in der man aktiv ist. Seine Vorschläge über die Gestaltung der Zukunft sind es wert, gehört und  mit Freunden und Kollegen ausdiskutiert zu werden. Der Autor schätzt besonders den Gedankenaustausch und möchte diesen auch gezielt anregen. Er sagt, das kann zu gutem Leben führen. Das ist der Titel dieses Buches. Ich kann dieses Werk gerne weiterempfehlen. Als Geschenk zum Geburtstag oder zu den nicht mehr fernen Weihnachten für Freunde und Familie ist es eine gute Idee.

     

  9. Cover des Buches Das Liebesleben der Pflanzen (ISBN: 9783800108114)
    Fleur Daugey

    Das Liebesleben der Pflanzen

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Warum war die Jungfräulichkeit der Pflanzen seit der Antike so unangefochten und wie entdeckte die Wissenschaft letztlich doch die vorhandene Sexualität der Pflanzen? Heute ist die sexuelle Fortpflanzung der Pflanzen für uns selbstverständlich. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie von Botanikern jedoch immer wieder bestritten. Man hielt Pflanzen für jungfräuliche Wesen, die zu ihrer Fortpflanzung keiner Sexualität bedurften. Das Geschlecht der Pflanzen musste entdeckt und bewiesen werden, bevor man es vollständig akzeptierte. Das geschah nach unendlichen Debatten und Widerständen, die dieses Buch hinterfragt und beleuchtet.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Wie immer bei einem Sachbuch habe ich den Inhalt nicht selbst zusammen gefasst, sondern den offiziellen Klappentext eingefügt, damit jeder für sich entscheiden kann ob er das vom Buch bekommen hat, was er erwartet oder ersehnt hat.

    Bei diesem Buch handelt es sich auf jeden Fall um einen absoluten Blickfang! Das Buch ist sowohl innen als auch außen wunderschön und liebevoll gestaltet! Es besitz einen festen, wertigen Umschlag und ebensolche Seiten. Unterteilt ist es –nach einem kurzen Vorwort – in 6 Kapitel plus einem Abschluss „Die Pflanzen – Jungfrauen oder Huren?“. Es ist traumhaft bebildert, modern beschrieben und gut recherchiert. Für mich als Dipl.-Ing. für Gartenbau war das Ganze ein richtiger Schmaus – für Laien, denke ich, zum Teil sicher eine anspruchsvolle Lektüre. Besonders gefallen haben mir die Anschaulichkeit und die Spannung die im Buch geschaffen wurden! Das Buch enthält eine Fülle an Informationen, droht aber nie den Leser damit zu ersticken. Sprache und Schreibstil sind gut verständlich und kurzweilig zu lesen. Es ist nie zu viel Text auf einer Seite, genügend Absätze um das Buch auch einmal zur Seite zu legen oder alles zu verarbeiten sind vorhanden.

    Es beginnt mit den verschiedenen Vermehrungsarten der Pflanzen und führt dann die verschiedenen Fortschritte im Bereich Botanik über die Jahrhunderte auf. Dabei gibt es eine Fülle an Informationen, z. B. über Symbolik, Mythen, den Blick der Kirche auf die Wissenschaft, Philosophen, Pharmakologen, Dichter, Maler uvm.

     

    Inhalt:

    Vorwort

    Kapitel 1: Floras Spielarten der Fortpflanzung

    Kapitel 2: In der Antike undenkbar: Sexuelle Fortpflanzung

    Kapitel 3: Symbolik der Pflanzen im Mittelalter: Heilige oder Lausbuben

    Kapitel 4: Das Erwachen der Botanik in der Neuzeit

    Kapitel 5: Die Gegenwart: Geheimnisse der Bestäubung werden enthüllt

    Kapitel 6: Außerhalb des Abendlandes

    Die Pflanzen – Jungfrauen oder Huren?

     

    FAZIT:

    Ein absolut tolles, lesenswertes, fast spannendes Sachbuch mit wundervollen Bildern und Geschichten inmitten gut strukturierter Informationen!

  10. Cover des Buches Einfach göttlich: Ein Scheibenwelt-Roman (ISBN: B00O1RXG90)
    Terry Pratchett

    Einfach göttlich: Ein Scheibenwelt-Roman

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Quibb

    Ein bislang noch von mir ungelesenes Terry Pratchett Buch hat es nun auf den "Gelesen"-Stapel geschafft. Bzw. "Gehört". Somit kann ich nun nur die Hörbuch Version bewerten und ich kann sagen,  dass der Sprecher Jens Wawrczeck einen wirklich guten Job gemacht hat.  

    Ich konnte auf die Schnelle nicht erkennen, ob der Text im Hörbuch eine Neuübersetzung ist,  oder ob es nach der alten Übersetzung aufgenommen wurde. 

    In diesem Buch wendet man sich satirisch und scharfsichtig den Religionen und dem Glauben zu und das ist großartig gelungen und präzise getroffen. 

    Trotzdem ist dieser Pratchett bei mir nicht in meine Top 10 seiner Werke gegangen, (einmal wegen zuvielen Adlern und Schildkröten) und weil ich doch insgesamt mit den Figuren nicht so warm geworden bin.  


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