Bücher mit dem Tag "philosophi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "philosophi" gekennzeichnet haben.

49 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.413)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Die kleine Geschichte der Philosophie war an sich sehr interessant, aber teilweise sehr verrückt.

    Ich finde das Buch sehr gut wenn man sich einen Überblick der Geschichte und Theorien der Philosophie schaffen möchte und das ganze ist mit einer wirklich überraschende Story verpackt. 

    Obwohl ich nicht immer Sofies Gedankengänge und Vertrautheit nachvollziehen konnte, mochte ich sie sehr gerne.


    Das Buch ist eine Leseempfehlung für alle die etwas zum Nachdenken brauchen oder mal ihre graue Gehirnzellen anstrengen wollen.

  2. Cover des Buches Und Nietzsche weinte (ISBN: 9783492243285)
    Irvin D. Yalom

    Und Nietzsche weinte

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    „Und Nietzsche weinte“ ist ein erstaunlicher Roman des amerikanischen Psychoanalytikers Irvin Yalom, in dem die wechselseitige Behandlung Friedrich Nietzsches und Josef Breuers zentrales Handlungselement ist. Warum erstaunlich? Weil es Yalom gelingt, in ausholenden, lebendigen und tiefgründigen Dialogen zu erzählen, ohne das gesprochen Wort öfter als nötig zu verlassen, um etwa die Umgebung zu beschreiben. Auf diese Weise liefern die Personen scheinbar von sich aus alle Informationen, die sie ausmachen - notfalls ergänzt durch einen inneren Monolog. Selbstredend kann Yalom nicht „den ganzen Nietzsche“ referieren oder „die komplette Geburt der Psychoanalyse“ - sollte er auch besser nicht -, aber dennoch lernt man beides gut kennen. Dabei fühlt man sich keineswegs schulmeisterlich belästigt, sondern stets auf lehrreiche und humorvolle Weise unterhalten. Das Erstaunlichste aber war für mich: Nitzsche und Breuer haben sich wahrscheinlich nie getroffen. Der Roman ist von vorn bis hinten das, was ein Roman sein sollte: gelungene Fiktion. Chapeau!

  3. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.018)
    Aktuelle Rezension von: mibeabooks

    Nichts bedeutet irgendetwas,
    das weiß ich seit Langem.
    Deshalb loht es sich nicht, irgendetwas zu tun.
     Das habe ich gerade herausgefunden.

    Eines Tages verlässt einfach Pierre Anton mit diesen Worten das Klassenzimmer und lässt seine Mitschüler geschockt zurück. Dabei geraten die  Mitschüler in einen Zwiespalt. Hat Pierre Anthon Recht und wie können wir ihn davon überzeugen, dass doch etwas im Leben von Bedeutung hat? Nach einiger Zeit versammeln sich die Schüler, um einen Berg aus Bedeutung zu erschaffen. Doch was harmlos beginnt endet dramatisch.

    Als Pierre Anthon diese Worte in meinen Kopf sagte, wusste ich, dass daran etwas wahr war. Doch möchte man genauso, wie seine Mitschüler, die Worte von ihm nicht glauben. Alles entwickelt sich schnell in eine Katastrophe,wo ich des öfteren den Mund offen halten musste, weil es mich so geschockt hat. Die jungen Kinder suchen auf einem sehr dramatischen Wege, die Bestimung des Lebens. Jedoch frage ich mich, ob sie das wirklich dadurch finden, wenn sie einen Berg aus Bedeutung erbauen. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, auch im nachinein. Obwohl man sich denken kann, was am Ende passieren wird, bleibt das Buch spannend. Gerade diese wichtige Thematik macht das Buch spannend und auf jeden Fall lesenwert! Zwar hat für mich die Autorin einen eher langweiligen Stil gewählt, der mir manchmal ein wenig zu eintönig und monoton war. Auch finde ich könnte man die Geschichte noch ein wenig weiter aufbauen. Für mich fehlen noch mehr die Hintergründe der einzelnen Charaktere, um wirklich zu begreifen, warum ihnen der Gegenstand oder andere Sachen, die sie auf en Berg legen, ihnen so wichtig sind. Und obwohl das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, erfahren wir erst später, wer sich als Person dahinter versteckt. Somit haben mir auch ein wenig eigene Gedankenläufe gefehlt des Ich-Erzählers, da dieser das nicht wirklich preisgegeben hat. 

    Insgesamt wirklich ein Buch, welches wichtig ist zu lesen. Dadurch stellen sich einem viele Fragen, die einem auch nie aus den Kopf gehen.

  4. Cover des Buches Ein seltsamer Ort zum Sterben (ISBN: 9783499230868)
    Derek B. Miller

    Ein seltsamer Ort zum Sterben

     (84)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo
    Sheldon Horowitz, 82 Jahre jung, hat sich entgegen seiner inneren Überzeugung, von seiner Enkelin dazu überreden lassen seinem Heimatland den Rücken zu kehren undihr nach Oslo, in das für ihn unbekannte Norwegen zu folgen. Kurz darauf und ohne ihm eine Chance gelassen zu haben sich einzuleben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und er wird in einen Anschlag mit tödlichem Ausgang verwickelt. Zurück bleibt ein kleiner schwer traumatisierter Junge, dessen Rettung für Sheldon Mission und Sühne zugleich bedeutet. So wird die Flucht vor den Verfolgern letztendlich zu einer gedanklichen Zeitreise, die sich zwischen Zukunft und Vergangenheit bewegt, bevor sie in einem dramatischen Showdown ihr Ende findet.

    Fazit
    Eine beeindruckende Geschichte, die sowohl politisch wie auch philosophisch gesehen, alles andere als leichte Kost ist und für zahlreiche Denkanstöße sorgt.
  5. Cover des Buches Hannah Arendt (ISBN: 9783458358725)
    Alois Prinz

    Hannah Arendt

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    "Ihr »Ton« sei ihre Person, hat Hannah Arendt einmal ihren Kritikern entgegengehalten, und damit gemeint dass man ihre Bücher und ihre »Philosophie« nicht trennen kann von ihrer persönlichen Haltung, ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit und ihrer Einstellung zu Politik, Freundschaft und Liebe." (aus der Nachbemerkung des Autors zur Neuausgabe)

    Laut Alois Prinz kann man Hannah Arendt nur verstehen wenn man ihre Beziehungen zu anderen Menschen, die historischen Hintergründe, ihre Erlebnisse und ihre Persönlichkeit kennt. Eben dies alles versucht er in seiner Biographie zu verbinden. Da gibt es viel zu erzählen, denn Hannah Arendt hat einen wechselvollen Lebensweg und ihre Denkweise bleibt vielen ihrer ZeitgenossInnen unverständlich. 

    Prinz zeichnet das Bild einer scharfsinnigen Denkerin, die gern streitet, keine Kompromisse und falsche Höflichkeit zulässt und damit oft aneckt. Zentral sind für Sie die Diskussionen mit Anderen. Berühmt ist ihre Beziehung zu Heidegger mit dessen Philosophie und politischer Einstellung sie ihr Leben lang hadert, aber sie pflegte auch enge Freundschaften u.a. zu Karl Jaspers, Walter Benjamin und Mary McCarthey.

    Das Ganze ist informativ und gut lesbar aufbereitet. Arendts Werke werden eher in den Kontext gesetzt, als das tiefgehend ihr Inhalt beschrieben wird.

    Eine Biographie, die sich gut eignet, um sich einen Überblick zu verschaffen und Arendts Werke biographisch und historisch einzuordnen und deren Rezeption zu verstehen. Ein guter Einstieg in Arendts Denkweise.

  6. Cover des Buches Big Ideas. Das Philosophie-Buch (ISBN: 9783831019694)
    Cecile Landau

    Big Ideas. Das Philosophie-Buch

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1 (ISBN: 9781482657500)
    Kristina Tiemann

    Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Elfenstern

    Als Lillys Eltern plötzlich versterben, wird sie in ein Kloster gesteckt. Dort hat sie es zu Anfang äußerst schwer. Sie wird von Vorschriften, Aufgaben und Verboten fast erschlagen und niemand nimmt hier Rücksicht auf ihre Trauer. Besser wird es erst, als sie Victor kennen lernt. Durch ihn fühlt sie sich endlich nicht mehr allein. Nun könnte alles besser und erträglicher werden, doch das Schicksal hat etwas anderes für die kleine Lilly geplant – etwas gang Großes und äußerst Wichtiges. Lilly wurde dazu ausersehen, den magischen Stab an seine Quelle zurückzubringen. Das klingt einfach, entpuppt sich aber sehr schnell als echte Herausforderung. Böse Mächte trachten nach der Macht des Stabes und sind Lilly dicht auf den Fersen. Sollten sie den Stab bekommen und seine Macht für ihre finsteren Intrigen benutzen, wird die gesamte Welt in Finsternis und Chaos versinken und das für alle Zeit. Wird es Lilly gelingen, ihre Aufgabe zu erfüllen und den magischen Stab sicher an seinen Bestimmungsort zurückzubringen?


    Wie schon die beiden Folgebände ist auch dieser Teil der Trilogie toll geschrieben. Ja, ich weiß. Normalerweise beginnt man mit dem ersten Teil einer Geschichte. Ich hatte aber Band zwei und drei im Rahmen einer Leserunde gewonnen und dadurch hat sich die Reihenfolge etwas verschoben. Das war aber in diesem Fall nicht sonderlich schlimm, da die Handlung von Band eins in sich abgeschlossen ist. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, die Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen und die Handlung ist spannend erzählt. Es ist auch alles dabei, was man sich wünschen kann. Es geht um Freundschaft, Mut, Intrigen, Gefangenschaft, Befreiung, Hoffnung, Verzweiflung und Zusammenhalt. Und das alles ist zu einer spannenden Geschichte verwoben. Alles in Allem ist auch dieser Teil wieder gut gelungen und ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen.

  8. Cover des Buches Thorn Gandir - Aufbruch (ISBN: 9783862822102)
    J. H. Praßl

    Thorn Gandir - Aufbruch

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Ich hab die Reihe von J. H. Praßl bereits länger im Auge gehabt. Unlängst ergab sich die Gelegenheit Band 1 zu bekommen und so führte ich mir das Buch in den letzten Wochen ausreichend zu Gemüte.

    Wo soll ich anfangen?
    Die Figuren werden auf eine besonders lebhafte Weise vorgestellt. Hier erkennt man, dass bereits lange Zeit an dem Werk gearbeitet wurde, denn wirklich jeder Charakter unterscheidet sich bis in die kleinste Facette.
    Das fängt bereits beim Waldläufer Thorn Gandir an, der in diesem Band nicht grundlos mit seinem Namen auf dem Cover steht. Denn die Handlung dreht sich in einem zentralen Bereich um ihn und sein Verhältnis zu den übrigen Mitstreitern an seiner Seite. Telos Malakin, Barg und Chara. Sie sind die Charaktere, welche gemeinsam mit dem Waldläufer die Geschichte von Kapitel zu Kapitel tragen und dabei das Land Amalea nach der Chaosherrschaft dem Leser vorstellen.

    Wer die klassischen Pen&Paper Rollenspiele kennt, dem wird die Geschichte besonders zusagen, denn hier geht es um den schmalen Grat von Gut und Böse auf dem die Figuren unablässig wandeln.
    Dabei bleibt vieles bis zum Schluss noch im Unklaren, denn die eigentlichen Motive der Charaktere entschlüsseln sich erst so richtig im letzten Kapitel.

    Doch auch für den klassischen Fantasyleser ist die Reihe eine tolle Erweiterung im Bücherregal, denn Elfen und Orks finden bereits in diesem Teil ihren Platz. Sicherlich wird dies auch in den weiteren Bändern noch mehr aufgegriffen.

    Erstaunlicherweise wird der Leser nicht mit einem klassischen Cliffhanger zurückgelassen, sondern mit einem runden Ende, bei dem sich absehen lässt, dass da noch einiges auf die Figuren zukommen wird.

    Fazit: Nach langem wieder eine Reihe, die mich mit ihrem ersten Band vollauf überzeugen konnte und bei der ich bereits das nächste Buch in Augenschein habe.

  9. Cover des Buches De oratore /Über den Redner (ISBN: 9783150068847)
  10. Cover des Buches Folge dem weißen Kaninchen (ISBN: 9783499624797)
    Philipp Hübl

    Folge dem weißen Kaninchen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: melli_2897

    Meiner Meinung nach geht man mit dem Kauf eines populärwissenschaftlichen Buchs über philosophische Themen ein gewisses Risiko ein: viele Autoren haben wenig Relevantes zu sagen und verbergen diesen Umstand hinter einem Wall aus unnötigen Fachbegriffen und Schachtelsätzen. Doch glücklicherweise handelt es sich bei diesem Buch von Philipp Hübl nicht um die befürchtete trocken-theoretische Sammlung egozentrischen Geschwurbels, sondern um ein wirklich gelungenes Einstiegswerk in die moderne Philosophie. Anhand einer großen Bandbreite an Themen schafft es Hübl, klassische Philosophie mit modernen Ansätzen und unterhaltsamen Anekdoten zu verbinden. Der Leser darf sich auf eine angenehme Lektüre freuen, die durch fachliche Kompetenz und Alltagsnähe überzeugt. Der Autor schafft es, sich selbst als nahbaren (und durchaus sympathischen) Mensch zu porträtieren, ohne sich dabei zu sehr in den Mittelpunkt zu drängen.

    Insgesamt wirklich eine positive Überraschung – Hübl ist ein Autor, den man auf jeden Fall im Auge behalten sollte.

  11. Cover des Buches Unterbrich mich nicht, Gott (ISBN: 9783473581771)
    Mary E. Pearson

    Unterbrich mich nicht, Gott

     (46)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    Das Buch handelt von David, der mit Leuten aus seiner Klasse auf einer Exkursion war. Doch durch einen Autounfall sterben alle und sind nun auf dem Weg in den Himmel. David und auch Marie wollen es aber nicht hinnehmen, dass sie sterben müssen, und wollen unbedingt mit Gott reden. Ihre einzige Chance, wieder zurück auf die Erde zu kommen, ist, eine Debatte gegen Gott zu gewinnen.

    Meinung
    Mir hat die Art, wie in dem Buch über Gott und den Tod philosophiert wird, wirklich gut gefallen, da sie auf humorvolle Weise erzählt wird. Auch im Allgemeinen lässt sich das Buch wirklich schön lesen, da es zum einen sehr kurz und zum andern der Schreibstil sehr angenehm ist.

  12. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: B003H54XLM)

    Sofies Welt

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ich_liebe_Buecher
    Als "Spitzenklasse" würde ich es nicht bezeichnen. Liest sich doch eher zäh.
  13. Cover des Buches Die Autobiographie der Zeit (ISBN: 9783426305409)
    Lilly Lindner

    Die Autobiographie der Zeit

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Linda-Odd

    Ein ganz anderes Buch als Splitterfasernackt und Winterwassertief.

    Wer hier eine weitere prosarische Biografie erwartet ist zu Beginn vielleicht erst einmal etwas verwirrt.

    Ich würde auch nicht behaupten, dass es sich hier um einen Roman im klassischen Sinne handelt.

    Ich konnte das Buch in einem Rutsch in unserer Stadtbibliothek durchlesen.

    Für mich kommt es so rüber als hätte Lilly sich hier selbst als "die Zeit" gesehen & geschrieben.

    Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache für mich jedoch ein weiteres Tool Trauma und Gedanken zu verarbeiten.



  14. Cover des Buches Der Begriff des Geistes (ISBN: 9783150083314)
    Gilbert Ryle

    Der Begriff des Geistes

     (2)
    Aktuelle Rezension von: finalday
    Philosophie, Philosoph, USA, Analytische Philosophie, Philosophie des Geistes, Philosophy of Mind, Kategorienfehler, Geist, Bewusstsein, Studium
  15. Cover des Buches Der Islam (ISBN: 9783421045201)
    Dietmar Pieper

    Der Islam

     (2)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Der Islam ist in aller Munde. Nicht erst seit den Anschlägen vom 11.9.2001 in New York und den in den Folgejahren im Namen des Islam verübten Terrorakten, sondern erst recht auch durch in die innenpolitischen Debatten um den Islam und die Integration der Bürger muslimischen Glaubens nicht nur in Deutschland , sondern auch in anderen europäischen Staaten mit hohem Migrantenanteil aus muslimischen Ländern. Doch eines kann man sagen: mit der Intensivierung der öffentlichen Debatten und Diskurse ist auf breiter Ebene keine Verbesserung der Kenntnisse großer Teile der Bevölkerung über den Islam einhergegangen. Selbst die Aufstände des arabischen Frühlings haben eine diffuse Angst vor dem Islam und seinen exklusiven und oft nach politischer Macht strebenden Herrschaftsansprüchen leider nicht reduziert. Zwischen einem nach wie vor an Multikulti orientierten Appeasement, das den Islam in seiner Eigenart aber auch nicht wirklich ernst nimmt, und einer fundamentalen Islamkritik a la Henryk M. Broder und anderen scheint es kaum Spielraum zu geben. In diese schmale Lücke nun stößt neben anderen Büchern auch das hier vorliegende, bei DVA verlegte SPIEGEL –Buch „Der Islam. 1400 Jahre Glaube. Krieg und Kultur.“ Es ist in die Teile • Die Geburt des Islam • Ausdehnung und Blütezeit • Am Scheidweg der Moderne • Islam und Politik heute aufgeteilt und umfasst etwa zwei Dutzend Aufsätze von Spiegel-Redakteuren und namhaften Wissenschaftlern. Aufsätze, die durch ihre Verständlichkeit und Anschaulichkeit bestens geeignet sind, dem Zeitgenossen, der wirklich etwas mehr über den Islam, seine Geschichte, seine Glaubensinhalte und Vorstellungen, seine politischen Implikationen und seine Kultur erfahren möchte, fundierte Informationen zu geben, seine Kenntnisse zu vertiefen und eine persönliche Haltung zu entwickeln. Wir müssen mehr wissen über den Islam als Religion, um besser verstehen und wenn nötig auch besser handeln und uns verhalten zu können.
  16. Cover des Buches Schluss mit dem Bullshit! (ISBN: 9783492056267)
    Max Rauner

    Schluss mit dem Bullshit!

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wohin wir auch schauen: der Bullshit nimmt zu – ob in der Werbung, der Politik, der Esoterik oder im ganz normalen Alltag. Scharfsinnig und humorvoll zeigen Tobias Hürter und Max Rauner, wie uns andere Quatsch erzählen und was wir dagegen tun können. Die Autoindustrie preist ihre Geländewagen als umweltfreundlich, Politiker sprechen von alternativlosem Handeln, Bäckereien backen Brötchen mit energetisiertem Wasser. Wir hören und sehen inzwischen so viel Bullshit, dass wir ihn oft gar nicht mehr bemerken. Im Selbstversuch erkunden Tobias Hürter und Max Rauner den alltäglichen Blödsinn. Sie absolvieren ein Training zum Eliteverkäufer, machen die Grundausbildung in Chakren-Heilung, besuchen eine Familientherapie und testen ihre eigene Blödsinns-Quote. Sie beschreiben die aktuellen Bullshit-Strömungen und hinterfragen die Ursachen und die Bedürfnisse dahinter. Eine unterhaltsame Lektüre mit Streifzügen durch die philosophische Geschichte des Bullshits. Mit konkreten Tipps, wie man Blödsinn erkennt und vermeidet – und wann es besser ist, selbst zu bullshitten.

    Meine Meinung

    "Schluss mit dem Bullshit" ist ein sehr informatives Buch, das interessante und teilweise auch sehr erschreckende Fakten zu Tage befördert. Die Autoren beschäftigen sich mit viel diskutierten Themen ohne sich davor zu scheuen, Stellung zu beziehen.

    Das Buch vermittelt viel neues Wissen, ist teilweise jedoch auch recht schwierig geschrieben. Es gab Kapitel in denen es vor Fremdwörtern nur so wimmelte und die dadurch schwer zu lesen waren, da mein Konzentration irgendwann weg ist wenn ich jeden zweiten Satz doppelt oder dreifach lesen muss um ihn zu verstehen. 

    Schön fand ich, dass bei diesem Buch die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, trotzdem wird auf einigen Dingen immer wieder herumgeritten - ohne es wirklich so direkt zu schreiben vermitteln die Autoren in meinen Augen ein sehr herabschauendes Bild auf Esoterik und Alternativmedizin. Klar gibt es in diesen Feldern viel Bullshit, trotzdem wurde mir hier zu sehr drauf rumgeritten. 

    Und das Kapitel Religion fand ich wirklich absolut sinnlos - hier gibt es wirklich keine neuen Erkenntnisse.

    Insgesamt bin ich der Meinung, dass das buch wirklich gute Ansätze hatte, die in der Ausführung jedoch manchmal gescheitert sind.

  17. Cover des Buches Troposphere (ISBN: 9783499246272)
    Scarlett Thomas

    Troposphere

     (117)
    Aktuelle Rezension von: R_Marie
    Sie haben jetzt die Wahl.
    Sie … „Troposphere“ ist ein besonderes Buch. Die Dialoge sind nicht nur dazu da, um die Seiten zu füllen. Scarlett Thomas unterbreitet uns in diesem Buch philosophische und wissenschaftliche Ansätze, auf einem Niveau, dass man sie auch als Physik-Null wie ich verstehen kann. Zum einen liest man über Gedankenexperimente (die mochte ich sehr gerne), zum anderen werden existenzielle Fragen gestellt. 

    Mich persönlich hat dieser Aspekt sehr beschäftigt. „Troposphere“ ist nämlich ein Fantasybuch und auch wieder nicht. Die Welt in diesem Buch ist unsere, nur kommen die Figuren hinter deren Geheimnisse. Sie klären Letzte Fragen und liefern teils logische Erklärungen und Theorien. Im Buch stimmen sie ganz sicher. In Wirklichkeit könnten sie stimmen. Ich habe während der Lektüre viel nachgedacht und auch mit meiner besten Freundin diskutiert, was mir großen Spaß gemacht hat. Intellektuell ist das Buch also durchaus anregend, wenn ich das so sagen kann. Mir fiel es mitunter schwer, mir vor Augen zu halten, dass dies ein fiktives Werk ist. Etwa ab dem letzten Drittel fand ich das Ganze sogar beklemmend und verstörend.

    Wie man sieht: wenn man nichts für Wissenschaft und Philosophie übrig hat, ist das Buch wahrscheinlich nicht das Richtige. Es gibt wenige Teile im Buch, in denen das keine Rolle spielt.

    So interessant diese Überlegungen gestaltet wurden (obwohl es teilweise wirklich zu viel wurde) – die Handlung an sich wurde zum Stiefkind degradiert. Die zwischenmenschlichen Konflikte waren nicht gut genug ausgearbeitet. Probleme entstehen und verschwinden. Figuren (oftmals höchst tragische Existenzen mit schlimmer Kindheit) tun Dinge, die ich nicht verstehe, und so manches Schicksal bleibt ungeklärt. Einmal erfährt man richtig viel über einen Nebencharakter, und anstatt das zu nutzen, taucht er danach nicht mehr in der Geschichte auf. Die Sache mit der Liebe hat mich ebenfalls nicht zufrieden gestellt. Da war einfach … kein Wachstum. Instalove ahoi!

    Was für mich auch nicht ganz dazu gepasst hat, sind die Passagen, in denen Ariel ihr Sexleben beschreibt und sich dann selbst dafür hasst, so „dreckig“ zu sein. Mit dem Rest der Geschichte hatte es nichts am Hut und diente nur dazu, zu zeigen, wie schlecht Ariel mit sich selbst umgeht und wie verkorkst sie ist, vermute ich. Oder aber, die Autorin dachte, das muss einfach mit rein. Da liegt sie falsch!

    Ich glaube, dass in dem Buch noch vieles versteckt ist, das ich nicht entdeckt habe, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Das erste Drittel fand ich nicht so spannend, aber trotzdem interessant, und dann war es spannend und interessant gleichermaßen. Ich denke, dass es in „Troposphere“ Teile gibt, die den einen mehr interessieren als den anderen. Ich frage mich auch, ob die Autorin hier ihre Theorien mit uns teilt, oder ob sie sich das Ganze nur ausgedacht hat. 

    Nachdem man das Buch beendet hat, kann man noch lange darüber nachdenken. Es gibt noch offene Fragen und Unklarheiten, die man sich höchstens erschließen kann. Das hätte man auch weniger abrupt machen können, ohne dass das Geheimnisvolle verloren geht.

    Und eins noch: den Titel finde ich absolut bescheuert. „Troposphere“ ist nämlich das englische Wort – im deutschen Buch wird es „Troposphäre“ genannt. Die englische Version heißt aber „The End of Mr Y“ – Sinn? 
  18. Cover des Buches Das Café der Existenzialisten (ISBN: 9783406724794)
    Sarah Bakewell

    Das Café der Existenzialisten

     (29)
    Aktuelle Rezension von: YukBook
    Wenn ich Existentialismus höre, denke ich an Sartre, Camus und vor allem an meinen früheren Französischlehrer, der ihre Werke mit Inbrunst mit uns durchexerzierte. Für ihre Ideen war ich aber auch sehr zu begeistern: Authentisch leben und Verantwortung für die eigene Existenz übernehmen – das hörte sich toll an, damit konnte ich mich identifizieren. Der britischen Schriftstellerin Sarah Bakewell ging es wohl ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass sie sich entschied, Philosophie zu studieren. In ihrem aktuellen Buch erweckt sie die bedeutsame philosophische Strömung des 20. Jahrhunderts zum Leben und lotet ihr Potenzial für die heutige Zeit aus.

    Das Buch beginnt mit einer Szene im Café Bec de Gaz in der Pariser Rue Montparnasse, wo der 27-jährige Sartre einen Aprikosencocktail trinkt, erstmals von der Phänomenologie hört und 1933 nach Berlin reist, um sich mit Heideggers Leben und Werk zu beschäftigen. Bakewell holt weit aus, um die Ursprünge, Entwicklung und Nachwirkungen der existenzialistischen Bewegung begreiflich zu machen. Maßgebliche Denker wie Edmund Husserl, Karl Jaspers, Albert Camus oder Maurice Merleau-Ponty sind nach der Lektüre keine abstrakten Figuren mehr, sondern greifbare Menschen, die sich anfreundeten, gemeinsame Skiausflüge unternahmen, sich prügelten und zerstritten. Die Autorin hat viele Anekdoten auf Lager und erzählt so authentisch und leidenschaftlich, dass man sich lebhaft vorstellen kann, wie sich Philosophen, Dichter, Journalisten und Maler in Pariser Cafés trafen, Pfeife rauchten und ihre Debatten führten. Die Hauptfiguren in dem Ensemble sind Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

    Es ist faszinierend, wie Bücher das Leben radikal verändern konnten. Es gab Frauen, die ihre Ehemänner oder ihre langweiligen Jobs verließen, nachdem sie Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ gelesen hatten. Der Existenzialismus stellte nicht nur die Weichen für den Feminismus, sondern auch für die Rechte der Homosexuellen, das Niederreißen von Klassenbarrieren und den Anti-Rassismus.

    Sartre und Beauvoir verpackten ihre Überzeugungen in Romane und Theaterstücke, lösten die Grenzen zwischen Philosophie, Literatur und Leben auf und machten sie so den Menschen zugänglich. Ähnliches gelingt auch Bakewell mit ihrem kenntnisreichen Gedankenpanorama, das zeigt, wie unterhaltend und lebensnah Philosophieunterricht sein kann.
  19. Cover des Buches Was tue ich hier eigentlich? (ISBN: 9783499628610)
    Nicolas Dierks

    Was tue ich hier eigentlich?

     (17)
    Aktuelle Rezension von: JDaizy
    „Kennen Sie das, beim Lesen eines Buches plötzlich das Gefühl zu haben, einige Sätze seien direkt für Sie geschrieben? Oder wenn Sie auf einer Autofahrt im Radio plötzlich etwas hören oder beim Lesen eines Interviews auf Sätze stoßen, die Sie im Innersten wachrütteln? Ich meine keine Momente der Einsicht, in denen man zustimmend nickt │…│Ich meine jene seltenen Momente, in denen wir uns durch einen Satz regelrecht ertappt und im tiefsten Sinne berührt fühlen.“


    Während meiner Studienzeit habe ich die Philosophiestudenten immer belächelt. Eigenbrödler ohne Freunde, dafür mit vielen schwierigen Büchern und verdammt klugen Sprüchen; Menschen, die alles in Frage stellen und nicht zum Punkt kommen, sie haben mich einfach verwirrt und ehrlich gesagt auch überfordert.
    Warum also greife ich zu einem Buch, das verspricht, mir (dem (Noch-)Nicht-Philosoph) das philosophische Denken zu lernen und nebenbei das Leben zu verstehen?! Vielleicht bin ich älter geworden? Klüger? (Bestimmt nicht!) Aber ich will es wirklich verstehen.

    Eins gleich vornweg: Wer von diesem Buch erwartet, kurz und prägnant in die (un-)ergründlichen Tiefen der Philosophie einzutauchen und danach (all-)wissend voranzugehen, der sollte gleich die Finger davon lassen. Denn „Was tue ich hier eigentlich?“ kann ein wahrer Wegbegleiter, ein (Lebens-)Freund werden, wenn man ihn lässt. Der Autor schreibt von einem „besonderem Platz“ im Bücherregal. Und den sollte dieses Buch auch bekommen, weil man es immer wieder zur Hand nehmen und immer wieder neu entdecken wird.

    Der Autor schafft es mit seinem Werk, das „Verstehen des Lebens“ aus dem philosophischen Elfenbeinturm zu holen. Auf 232 Seiten in neun Kapiteln erklärt er (meist) sehr anschaulich, trotzdem wissenschaftlich fundiert und mit einer guten Brise Humor, warum es im Leben ein „Nebenbei-Philosophieren“ geben sollte.

    „ „Nebenbei das Leben zu verstehen“ heißt für mich, zu leben und dabei zu überlegen, was man will, was man tun soll, was man weiß - und was für einen wirklich zählt.“

    Man braucht Zeit und Geduld, wenn man die Philosophie und ihre Lebensfragen besser verstehen können möchte. Aber dieses Buch ist es jede Minute Lesezeit wert.
    Für mich persönlich gab es viele interessante Fragen: Zum Beispiel, die Frage nach dem heute überstrapazierten Lebensmotto „Lebe deinen Traum“, oder was bedeutet es „auf sich selbst zu hören“. Wie kann man innere Erfüllung finden und wo ist das richtige Maß zwischen heile Welt und unbarmherziger Wirklichkeit. Natürlich kommt man auch an der Frage nach dem „Wer bin ich?“ und der Liebe und dem „Tod und was kommt danach“ nicht vorbei.
    Manches war für mich (anfangs) schwer zu greifen, weil es nicht konkret wurde, sondern irgendwie abstrakt geblieben ist. Zu einigen Themen habe ich leichter Zugang und Zeit gefunden, um innehalten.


    Fazit:
    „Was tue ich hier eigentlich?“ ist eine Einladung zum (Um-)denken, für ein neues Verständnis der Situation und für einen Wandel der inneren Einstellung. Anschaulich, übersichtlich und humorvoll gibt der Autor einen nachhaltigen Einblick in die „Philosophie für nebenbei“.

    „Ach, und übrigens: Die „Würmer“ in Äpfeln sind gar keine Würmer. sondern Raupen eines Schmetterlings - des Apfelwicklers.“  
  20. Cover des Buches Die Keime (ISBN: 9783738050370)
    Julia Mayer

    Die Keime

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Amerika im Jahr 2074 – auf einer Erde, die der unseren einerseits gleicht, auf der andererseits aber völlig andere Voraussetzungen herrschen. In Julia Mayers Dystopie herrscht das Prinzip der Wiedergeburt, und zwar nicht als Glaubensinhalt, sondern als unumstößliche Tatsache. Seit einiger Zeit gibt es in diesem Kreislauf jedoch genau diese Wiederkehr nicht mehr, die Menschen sterben endgültig – und dafür verantwortlich gemacht werden jene Seelen, die sich auf der geringsten Stufe der Bewusstseinsleiter befinden: die Keime, die durch einen schwarzen Ring um die Iris leicht identifizierbar sind und nun hemmungslos gejagt und getötet werden, um den angeblich wertvolleren Seelen den Weg zur Wiederkehr wieder freizumachen.

    Auch die junge Avery, einst bessergestellt und behütet aufgewachsen, ist so ein Keim und muss vor ihrer eigenen Familie fliehen. Begleitet wird sie dabei seit einiger Zeit von Skar, einem verschlossenen Mann mittleren Alters, der einen Traum hatte, welcher ihn zu Avery führte. Solche wegweisenden Träume sind wichtig für Keime wie Avery und Skar: Folgen sie ihnen, besteht für sie die Chance, mehr über ihre früheren Leben herauszufinden und so endlich zu Splittern zu werden, das heißt, die nächste, vermeintlich sichere Bewusstseinsstufe zu erreichen.

    Averys und Skars Weg ist voller Gefahren, und während Avery sich nach Nähe und Zuneigung sehnt, ist Skar ein Mensch, der sich überwiegend abweisend und spöttisch ihr gegenüber gibt. Dennoch hält er an ihr fest, dennoch ist sie der einzige Mensch, den er langfristig erträgt – denn im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen, die in jenen hoffnungslosen Zeiten dem Alkohol oder diversen härteren Drogen verfallen, ist sie klar im Kopf und verliert ihr Ziel nie aus den Augen. Die beiden verbindet eine skurrile Mischung aus Abhängigkeit und Hassliebe, und in all der Hoffnungslosigkeit haben mich ihre Gespräche oft zum Schmunzeln gebracht.

    Und ja, Hoffnungslosigkeit ist das vorherrschende Gefühl dieses Buches. Julia Mayers Dystopie ist hart, und sie beschränkt sich anders als viele bekannte Dystopien unserer Zeit nicht auf Teenager, was ich als extrem angenehm empfunden habe. Mayers Schreibstil enthält poetische Formulierungen und zugleich zutiefst abstoßende Beschreibungen von Dingen, die nun mal zutiefst abstoßend sind. Das gefällt mir sehr.

    Am Ende ließ mich "Die Keime" verzaubert und verstört zugleich zurück. Wüsste ich nicht, dass die Geschichte noch weitergeht, wäre ich jetzt wohl ziemlich am Boden – so aber bin ich regelrecht euphorisch, noch weiterlesen zu können. Für mich ist "Die Keime" ein Wortdiamant für Tage, die so sind wie die vorherrschende Stimmung des Buches: grau.
  21. Cover des Buches Denken heilt! (ISBN: 9783426301463)
    Albert Kitzler

    Denken heilt!

     (20)
    Aktuelle Rezension von: katze267

    Albert Kitzler geht in seinem Buch „Denken heilt!“ von der schon seit Jahrhunderten von Philosophen in Ost und West propagierten These aus, dass geistiges Wohlbefinden auch das körperliche beeinflusst, dass also seelisches Ungleichgewicht, geistige Belastungen wie Ängste, Sorgen, das Gefühl der Überanstrengung, heftiger Zorn , Trauer u.s.w deutliche Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben..

    Nach und nach nimmt er sich alle negativen Geisteshaltungen vor, analysiert sie und gibt anhand der klassischen Philosophielehren von Ost und West (Seneca, Platon, Konfuzius... um nur einige zu nennen) Anregungen, wie diese nicht unterdrückt sondern an der Entstehung gehindert werden sollen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Schritt für Schritt erklärten, individuell auf das negative Gefühl angepassten Strategien nicht um Sofortmaßnahmen handelt,sondern dass die erstrebten Ziele ähnlich wie bei körperlicher Ertüchtigung nur durch kontinuierliche , möglichst tägliche Übung zu erreichen sind.

    Auch wenn das Buch gespickt ist mit Zitaten aus bestimmt nicht leicht zu verstehenden philosophischen Überlegungen, so gelingt es Herrn Kitzler doch, diese schwierige Thematik anschaulich und für den Leser verständlich darzulegen. Zu jedem Kapitel , das jeweils einem negativen, das geistige Wohlbefinden beeinträchtigenden Gefühl gewidmet ist, gibt es eine Kurzfassung der jeweiligen mehrschrittigen Übung , passend dazu ebenfalls eine ausführlichere Erläuterung.

    Ein beeindruckendes Buch, quasi eine Anleitung zur Herstellung des seelischen Gleichgewichtes mit praktischen Übungsanleitungen, die in den Alltag integriert werden können

  22. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783936384543)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: michella propella
    vor allem langsam liest der autor sein buch vor. das ist zunächst gewöhnungsbedürftig für den ungeduldigen leser, doch fesselt die geschichte des langsamen jungen, der davon träumt zur see zu fahren. ein ganzes leben begleiter der hörer/leser diesen jungen der langsa zum mann wird und dessen leben schlicht anders abläuft als unseres. ein muss!
  23. Cover des Buches Laelius (ISBN: 9783150008683)
    Marcus Tullius Cicero

    Laelius

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Heuchelei zerstört Freundschaften. Freunde sollten gegenseitige Ehrlichkeit ertragen können, auch wenn es wehtut. Das sind Kernaussagen, die aus einem modernen Ratgeber stammen könnten, nur stimmt das nicht ganz. Das meint nämlich schon Cicero in seinem Mini-Buch "Laelius: Über die Freundschaft" (etwa 44 v. Chr.).
    Nur dass Cicero damit keinen Ratgeber schrieb, sondern einen philosophischen Traktat. Nicht zufällig adressiert Cicero dieses Buch an Pomponius Atticus, seinen besten und treusten Freund. Das Buch ist jedoch nicht eine wissenschaftliche Arbeit, sondern hat das Format eines Dialoges. Unser Cicero hat nämlich nach der kurzen Einleitung (ua Widmung und Themenvorstellung) ein fiktives Szenario aufgebaut, in dem ein Gespräch im Jahr 129 stattfindet. In diesem Jahr war Scipio der Jüngere verstorben und dessen bester Freund Laelius versucht nun die Trauer zu überwinden, indem er gedanklich die Freundschaft der beiden am Leben hält. Das Freundespaar Scipio - Laelius war wohl schon in der Antike ein typisches Beispiel für eine tiefe und treue Freundschaft, sodass Cicero hier eine Parallele aufbaut zur Freundschaft zwischen ihm selbst und Atticus. Dieses Gespräch hat die Form eines heraklidischen Dialoges, was nichts anderes bedeutet, als dass Laelius einen langen Monolog führt und die beiden Gesprächspartner nur mal 2-3 Sätze einwerfen, die Laelius zum Weiterreden auffordern. :D
    Thematisch greift Laelius (= Cicero. Ich spreche ab jetzt von Laelius, weil er im Buch der Wortführer ist.) viele Aspekte zur Freundschaft auf, zB ob die Freundschaft in ihrem Wesen ganz natürlich aus dem Drang zur freundlichen Geselligkeit oder (unbewusst ?) aus dem Wunsch nach Vorteilen für sich selbst ensteht. Laelius sieht die Freundschaft als naturgegeben an und sieht die Vorteile, die aus einer Freundschaft erwachsen, als FOLGE, nicht als Ursache an. Dennoch müssten wir selektiv in unserer Freundeswahl sein, da nicht auszuschließen ist, dass uns jemand ausnutzen will oder uns generell nicht gut tut. Daher kann wirkliche (!) Freundschaft nur zwischen guten Menschen bestehen. Wer also richtigerweise die Freundschaft als Selbstzweck ansieht und feste Freundschaften aufbauen will, sollte erst an seinem Charakter arbeiten, um selbst ein potenzieller guter Freund zu sein. Daher haben auch Heuchelei oder Notlügen in einer Freundschaft nichts zu suchen. Denn sie täuschen dem Freund nur falsche Umstände vor, damit wir selbst eine evtl. unangenehme Wahrheit nicht aussprechen müssen. Hier bringt er den signifikanten Ausspruch "Das ist keine Freundschaft, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will [und] der andere zur Lüge bereit ist."


    Ihr seht es schon, werte Leser. Das klingt alles recht modern. oô Und es kommt noch besser: er beruft sich oftmals auf griechische Vorgänger, die sich auch schon mit der Freundschaft auseinandersetzten, heißt: das Thema ist in dieser Form noch viel älter. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Menschen schon immer mit solchen Problemen zu kämpfen hatten: "Wie sage ich xy jetzt, dass seine neue Frisur sch**** aussieht ?" Ciceros Antwort: Einfach frei heraus ! :D Naja gut, sowas wird er jetzt wohl eher nicht im Kopf gehabt haben. Aber trotzdem !

    Manchmal werden seine Ausführung jedoch auch befremdlich, zB wenn er das Staatswohl in JEDEM Fall über das freundschaftliche Wohl setzt, oder wenn er der Meinung ist, dass Freunde nur Seelenverwandte sein können. Auch sein letzter Abschnitt ist ein wenig seltsam. Hier setzt er die "virtus" als absolutes Fundament der Freundschaft vor. "virtus" bezeichnet evtl. einen Begriff, der die unterschiedlichsten Einstellungen und Haltungen eines Menschen meint, die ihn zu einem guten Menschen machen, wie zB Treue, Tapferkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, etc. Der Begriff ist für uns heute (immerhin 2000 Jahre später) nur noch schwer zu verstehen. Das hört sich für mich so an, als würde eine Freundschaft stets aus dem Individuum selbst entstehen. Vielleicht übergeht er mir hier etwas zu stark die Wechselseitigkeit von Freundschaften.



    Meine Ausgabe ist mal wieder die vom Reclam Verlag. Der Anmerker und Übersetzer ist Robert Feger (1970). Mit den Anmerkungen hat er wirklich eine gute Arbeit geleistet. Das kleine Buch hat knapp 90 Seiten, von denen ziemlich genau die Hälfte Anmerkungen und ein Nachwort sind (abgesehen von 3 Seiten Literaturliste). Die Anmerkungen sind äußerst ausführlich und hilfreich, das Nachwort ist wirklich gelungen und hat gute Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten: Autor, Zeitgeschichte, Zeitgeschichte des Buchgeschehens, alle Werke des Autors, Inhalt des vorliegenden Buches, die Rezeption in den weiteren ~2000 Jahren und der "Lesenswürdigkeit" (das nenn ich mal so) des Buches.
    Das einzige und leider schwerwiegende Problem ist die Schreibweise von Robert Feger. Die Übersetzung könnte definitiv lesbarer sein. Reclam hat den Anspruch für diejenigen zu schreiben, die die jeweiligen Bücher in der Originalsprache nicht lesen können (?) (hier Latein). Deswegen ist es nicht die oberste Priorität die Sprache und den Stil Ciceros nachzuahmen, aber genau das scheint hier passiert zu sein (?). Der Lesefluss wird oft von seltsamen Wortwahlen, Wendungen oder Formulierungen unterbrochen. Dieser doch ziemlich unflüssige Schreibstil setzt sich dann allerdings auch ins Nachwort über.



    Prinzipiell bin ich allerdings doch beeindruckt von der Gesamtkonzeption des Buches. Damit meine ich also sowohl Ciceros philosophischen Traktat selbst, aber auch Robert Fegers anmerkenden Rahmen.

  24. Cover des Buches Das Licht der Sterne (ISBN: 9780201379624)
    Lutz Dieckmann

    Das Licht der Sterne

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Die Philosophiestudentin Nermina erhält von ihrem Professor ein Buch, in dem dargestellt wird, wie dicht Philosophie und Naturwissenschaft zusammenhängen. Am Abend begibt sie sich an einen See in der Nähe ihres Heimatortes, um sich damit näher zu beschäftigen. Plötzlich taucht ein fremder Mann wie aus dem Nichts auf und zieht Nermina in ein Gespräch zu genau diesem Thema hinein. Zunächst hat sie Angst. Doch die legt sich mit der Zeit, und am nächsten Tag erscheint der Fremde ganz plötzlich in der Unterrichtsstunde des Professors. Er stellt genau die treffenden Fragen und lockt den Professor damit aus der Reserve. Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Außerdem drückt er ihm einen Stein in die Hand, den er untersuchen lassen soll. Nerminas Neugier ist geweckt. Wieder trifft sie sich mit Marc am See, der sie kurz darauf zu einer Reise zum Mond und den Sternen entführt und sie in eine neue Welt einweiht, die sie nie wieder vergessen wird.
    Das Buch ist eine Mischung aus Science Fiction, Philosophie und jeder Menge physikalischer Erklärungen. Marc ist ein Außerirdischer, und auf seinem Planeten ist die Wissenschaft schon viel weiter fortgeschritten als auf der Erde. Er führt mit Nermina viele Gespräche, in denen er ihr alles erklärt und an unendlichen Beispielen demonstriert. So ist es auch für den Leser, der nicht so mit dieser Materie vertraut ist, ganz gut verständlich. Immer wenn es beginnt zu viel zu werden, wird die eigentliche Story weitergeführt. Diese besteht aus zwei Handlungssträngen. Zum einen wird von Nermina und Marcs Expedition in den Weltraum berichtet und wie sie ihn immer besser kennenlernt, und zum anderen wird der außerirdische Stein untersucht, der eine ganze Welle Fragen und Kettenreaktionen auslöst. Professor Geldermann und Königshofer sind dem außerirdischen Wesen auf der Spur, was die ganze Geschichte noch spannender macht. Die Charaktere sind gut gezeichnet. Nermina ist eine wissbegierige junge Frau, sehr sympathisch und ist all dem Neuen gegenüber recht offen, selbst wenn sie zwischendurch immer wieder Angst verspürt. Marc benimmt sich in all den Situationen einfach perfekt, ist sehr verständnisvoll und einfühlsam. Das Universum mit der ganzen Weite und die Darstellung der verschiedenen Planeten sind gut gelungen, sodass man ein vollkommenes Bild vor Augen hat, und die spätere Technik ist absolut erstaunlich und beeindruckend. Der Text lässt sich leicht lesen, allerdings ist es ein gehobenes Buch und nimmt eine Menge Zeit in Anspruch.

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