Bücher mit dem Tag "philosophisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "philosophisch" gekennzeichnet haben.

135 Bücher

  1. Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: 9783426562307)
    Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek

    (1.703)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Die Idee war sehr Interessant mit zu erleben und an einigen stellen habe ich mir vorgestellt was ich an Ihrer stelle machen würde, welches Leben ich ausprobieren wollen würde.

    Wenn man mal etwas zum nachdenken braucht ist das Buch perfekt dafür geeignet.

    Das Cover ist auch sehr ansprechen und es passt auch zu der Geschichte.

  2. Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551559180)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)

    (2.098)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.


    Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.


    Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige  Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt. 

  3. Cover des Buches Das Café am Rande der Welt (ISBN: 9783423285827)
    John Strelecky

    Das Café am Rande der Welt

    (1.327)
    Aktuelle Rezension von: Larissa_Jabali

    Das Café am Rande der Welt gehört für mich zu den Büchern, die man nicht wegen der Spannung liest, sondern wegen der Fragen, die sie im eigenen Leben auslösen. Es lädt dazu ein, den Alltag für einen Moment zu verlassen und ehrlich hinzuschauen: Lebe ich wirklich das Leben, das ich leben möchte? Die Geschichte ist einfach erzählt und genau darin liegt ihre Stärke. Sie schafft Raum zum Innehalten und hat mich dazu inspiriert, meinen eigenen Weg bewusster zu hinterfragen. Ein Buch, zu dem ich immer wieder gerne zurückkehre. 🌿

  4. Cover des Buches Der Kleine Prinz (ISBN: 015601386X)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Der Kleine Prinz

    (8.125)
    Aktuelle Rezension von: Max1919

    Nachdem ich „Vollmondkinder – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ von Anna Swedenborg gelesen hatte – ein außergewöhnliches Buch voller Wärme, Tiefe und Hoffnung – suchte ich nach einer weiteren Geschichte, die sich auf besondere Weise mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigt: Was macht uns glücklich, was verbindet Menschen miteinander und was ist wirklich wertvoll?

    „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ist eine zeitlose Erzählung, die mit wenigen Worten große Wahrheiten über das Leben vermittelt. Hinter der scheinbar einfachen Geschichte verbirgt sich eine tiefgründige Botschaft über Freundschaft, Liebe, Verantwortung und die Bedeutung echter Verbundenheit. Die Reise des kleinen Prinzen durch verschiedene Welten zeigt auf berührende Weise, wie unterschiedlich Menschen die Welt betrachten und wie wichtig es ist, das Herz für das Wesentliche offen zu halten.

    Besonders beeindruckend ist die stille Weisheit dieses Buches. Es erinnert daran, dass die wertvollsten Dinge im Leben nicht materieller Natur sind, sondern in Beziehungen, Vertrauen und liebevollen Begegnungen liegen. Die Geschichte lädt dazu ein, die Welt wieder mit mehr Staunen und Achtsamkeit zu betrachten.

    Dieses Buch hat mich nicht nur emotional berührt, sondern auch zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg und die Bedeutung von Nähe und Menschlichkeit angeregt. Für alle, die eine tiefgründige, liebevolle und zeitlose Geschichte über den Sinn des Lebens suchen, ist „Der kleine Prinz“ ein besonderes Buch, das Menschen jeden Alters begleiten kann.

  5. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

    (1.175)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Ich habe das Buch a) wegen dem Buchclub und b) wegen der "99 Bücher, die man gelesen haben muss" Challenge gelesen. Aber warum dieses Buch dazu zählt, habe ich keine Ahnung. Tomas und Theresa, Franz und Sabine sind alles Charaktere, die schwer zu ertragen sind. Tomas und Theresa sind in einer absolut toxischen Beziehung, Sabina treibt es gefühlt nur mit verheirateten Männern und Franz, als Professor, iwie total naiv. Kann ich gar nicht anders beschreiben. Knapp 300 Seiten und ich möchte einfach nicht mehr drüber nachdenken. Die wichtigen Themen, wie die Kommunistische Zeit von Russland über Polen und Tschechien kommt für meinen Geschmack viel zu Wenig zur Geltung. Stattdessen drehen wir uns um die Beziehungen der zwei Paare (die auch miteinander verknüpft sind) immerzu im Kreis. 

  6. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202992)
    Michael Ende

    Momo

    (2.430)
    Aktuelle Rezension von: ohlinda

    Ich denke, wir alle wissen, dass „Momo“ eine verdammt gute Geschichte ist. Wer das Buch als erwachsene Person noch einmal liest, versteht aber erst, wieso es so eine grandiose Geschichte ist.

    Ich würde das Buch immer und immer und immer wieder lesen, wenn es mir schlecht geht oder wenn ich mich gut fühlen will. Momo ist nicht nur für die Kinder in ihrem Amphitheater da, sondern auch für die Leserinnen und Leser, die seit Generationen mit Momo in ihrer Fantasie spielen gehen wollen.

    Sollte ich in diesem Leben Kinder haben, wird „Momo“ das Buch sein, welches ich ihnen jeden Abend vorlesen werde. Und vielleicht werden sie irgendwann verstehen, warum man manche Geschichten nie wirklich zu alt zum Lesen wird.

  7. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257073690)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

    (5.820)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    28 / 2026

    Ich verstehe schon, warum das Buch ein Klassiker geworden ist, da es wichtige Themen rund um die NS-Zeit aufgreift (und man es sicherlich gut analysieren kann) Die toxische Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten war super unangenehm zu lesen und stand für mich in keiner Relation… 

    Der Schreibstil war kalt, aber glücklicherweise kurz.

  8. Cover des Buches Kernstaub (ISBN: 9783959917018)
    Marie Graßhoff

    Kernstaub

    (164)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    Nach diesem Buch hat man zwei Sachen erreicht: das Entdecken einer unfassbar komplexen und spannenden Welt und der Aufbau von Armmuskeln. Letzteres ist kein Scherz, denn das Buch ist ein richtiger Klopfer und wiegt ziemlich viel, also sind Armmuskeln inklusive. :) Aber Spaß beiseite, bitte lasst Euch nicht von der Länge abschrecken. Lange stand das Buch bei mir nur im Regal herum, doch nachdem ich letztes Jahr der "Neon-Birds-Trilogie" verfallen bin, wollte ich dringend auch die anderen Bücher von Marie Graßhoff lesen. 

    Das Cover: gefällt mir wirklich gut. Es wurde passend zum Genre und der Geschichte gestaltet und verspricht gleich eine epische Science-Fiction Geschichte. Mich hat es gleich angesprochen.

    Handlung und Schreibstil: Ich möchte gar nicht den Klappentext noch einmal in meinen Worten wiedergeben, da ich wirklich nur empfehlen kann diesen NICHT vorher zu lesen. Ich hatte das Buch schon so lange in meinem Regal stehen, dass ich den Klappentext nicht mehr im Kopf hatte - und somit hat sich mir ein ganz anderes Leseerlebnis ermöglicht. Nach und nach hat sich eine unfassbar komplexe und fantastische Welt entwickelt, die ich zusammen mit Mara, unserer Protagonistin, erkunden durfte. Die Geheimnisse und ausschlaggebenden Hinweise auf das System wurden nur häppchenweise der lesenden Person serviert, sodass die Spannung bis zum Ende hin aufrechterhalten wurde. Ganz langsam entfaltet sich hier ein unfassbares Universum- das Worlbuilding hat mich schlichtweg umgehauen. Die Handlung lohnt sich wirklich!

    Der Schreibstil war für mich das Highlight, neben der Handlung. Marie hat hier einen sehr nachdenklichen Science-Fiction-Roman geschaffen. Ihr poetischer Schreibstil mit sozialkritischen Fragen regt durchaus zum Nachdenken an und hat mir wirklich gut gefallen. Das hat diesen Roman auch etwas von anderen Romanen in seinem Genre abgehoben. Hier ein Beispiel:

    "Erinnerungen sind blind, denn kein Auge hat den Anfang der Zeit in der Kruste je gesehen, kein Ohr je die Sprache gehört, denn kein Mund konnte sie sprechen. Die ewige Substanzlosigkeit." (S.483)

    Charaktere: diese haben mich im Vergleich zur Handlung teilweise etwas kalt gelassen. Mit unseren Protagonist:innen Mara und Juan bin ich leider bis zum Ende nicht wirklich warm geworden. Maras Entwicklung empfand ich noch ausbaufähig und sympathisiert habe ich nie so richtig mit ihr. Juan hätte ich im Laufe der Handlung gerne regelmäßig geschüttelt (Ich denke aber auch, dass das durchaus beabsichtigt war, dass er solche Gefühle bei den Leser:innen auslösen sollte). Dafür habe ich Glen und Sia ins Herz geschlossen und sogar den mürrischen Nero. Diese haben, im Vergleich zu den Protagonist:innen, eine unfassbare Charaktertiefe aufgewiesen und waren zwar nicht die typischen Sympathieträger:innen, aber dennoch konnte man einen besseren Bezug zu ihnen aufbauen.

    "Kernstaub" überzeugte mich mit seinem wunderbaren Schreibstil und einer inhaltsschweren Geschichte. Jedoch hätte ich etwa mehr von Mara und Juan erwartet. Gleichzeitig hat mich auch die Liebesgeschichte im Buch nicht wirklich überzeugt. Man hat viele Rückblenden, in der Gegenwart entwickelt sie sich sehr langsam (was ich persönlich eigentlich ganz gerne mag) und kaum gab es eine Szene der Verbundenheit ging plötzlich alles ganz schnell. Das hat für mich das vorherige langsame Herantasten etwas über Board geworfen. Ebenso ist auf den letzten Seiten so vieles gleichzeitig passiert, sodass ich teilweise etwas verwirrt zurückblieb. Da hätte man den Showdown ruhig über mehrere Kapitel passieren lassen können.

    Aber nichtsdestotrotz bin ich sehr froh endlich zu dem Buch gegriffen zu haben, denn sonst wäre mir definitiv etwas entgangen. Der 2. Band steht schon griffbereit. Von mir gibt es 4/5 Sternen.

  9. Cover des Buches Im Grunde gut (ISBN: 9783499004162)
    Rutger Bregman

    Im Grunde gut

    (84)
    Aktuelle Rezension von: kittyshana

    Im Grunde gut ist ein faszinierendes Buch:

    Nicht nur, dass Rutger Bregman zahlreiche gut bekannte Experiemente zum menschlichen Verhalten auseinander nimmt, er gibt auch viele neue Beispiele die zeigen, dass wir Menschen im Grunde gut sind. Ein positives Buch in dieser turbulenten Zeit. Viele Begriffe aus dem Buch  z.B. Homo puppy, haben es in meinen Wortschatz geschafft ;)

  10. Cover des Buches Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (ISBN: 9783442715152)
    Haruki Murakami

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

    (654)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    (C. N.: u. a. Sui*idgedanken, Tod, Se*uelle Gewalt, evtl. Depression) 

    ----
    💬 „Warum Bahnhöfe ihn in solche Begeisterung versetzten, konnte er niemandem erklären. Und selbst wenn, hätte man ihn ohnehin nur für ein sehr seltsames Kind gehalten. Mitunter fand Tsukuru ja sogar selbst, dass mit ihm einiges nicht stimmte.“

    💬 „Wie Wind wehte, wie Wasser rauschte, wie Licht durch die Wolken fiel, ja sogar die Farben der jahreszeitlichen Blumen - alles war anders als früher.“ 

    ----
    📖 KLAPPENTEXT:
    „Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmo*ds verbringt.

    Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.“ 


    💬 „Du kannst deine Geschichte weder auslöschen noch rückgängig machen. Denn damit würdest du zugleich dein inneres Wesen tö*en.“ 

    ----
    📝 KURZMEINUNG: 
    Diese Geschichte besitzt eine schöne philosophische und leicht spirituelle Note. Sie spielt manchmal mit den Übergängen von Traum, Realität und anderen Bewusstseinsebenen und hat ein paar wenige skurrile Elemente.
    Nicht immer wusste ich alles einzuordnen, was jedoch absolut nicht auf die Spitze getrieben wurde und so tatsächlich seinen eigenen Reiz für mich hatte.
    In kürzester Zeit bin ich durch das Buch geflogen.
    Auch vom Schreibstil her mochte ich es wirklich gerne, zudem hat mir die Grundidee gefallen.
    Die Bettgeschichten und nächtlichen Träume des Protagonisten hätte ich in seinen Details nicht benötigt. Und dass er Letztere mit einer Vergewa*tigung vergleicht, fand ich moralisch etwas fragwürdig. 

    Nach meiner ersten Lektüre von Murakami kann ich nun erahnen, welche Anziehung sein Schreiben für viele Lesende ausstrahlt. Ob all seine Geschichten etwas für mich sind, kann ich noch nicht sagen. Aber zum überwiegenden Teil hat er mich hier erreicht, wenn auch nicht auf allen Ebenen. 

    Der farblose Schmetterling unter dem bunten Schutzumschlag bei meiner Hardcover-Ausgabe finde ich übrigens eine wirklich schöne Idee und passt gut zum Inhalt.

    Auf meinem SuB warten nun noch „Wenn der Wind singt / Pinball 1973“ und die beiden Bücher von „Die Ermordung des Commendatore“ von Murakami auf mich. Ich bin gespannt!

    Für die hiesige Lektüre gibt es von mir 3,5/5 Sterne!

  11. Cover des Buches Die Gabe (ISBN: 9783453322981)
    Naomi Alderman

    Die Gabe

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Hilda_Jannsen

    Mehr und mehr Frauen entdecken, dass sie die Gabe haben, mit ihren Händen elektrische Stromstöße auszusenden. Und nachdem die erste Überraschung oder Scham wegen Andersartigkeit überwunden ist, wird die Gabe eingesetzt, aus Spaß an der Freud, weil die körperliche Unterlegenheit der Frauen sich relativiert hat, dann aus Rache wegen früherer Unterdrückung durch die Männer und schließlich aus reiner Freude an der Grausamkeit gegen Männer.

    Es gab einen Punkt, da dachte ich, ich will das Buch nicht zu Ende lesen. Es war mir zu grausam, zu rachsüchtig, zu einseitig. Doch im nächsten Moment konnte ich mir sagen, dass es wahrscheinlich genau darum geht: um die Tatsache, dass, wer die Macht hat – Mann oder Frau – sie auch ausnutzen wird; dass es keinen Sinn macht, nun ein Matriarchat auszurufen, weil soundso viele Jahre Patriarchat gesühnt werden müssen; dass alle gleich viel oder gar keine Macht haben sollten. Ein verstörendes, aber, wie ich finde, sehr interessantes Gedankenspiel.

  12. Cover des Buches Ari und Dante 1: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (ISBN: 9783522202909)
    Benjamin Alire Sáenz

    Ari und Dante 1: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

    (268)
    Aktuelle Rezension von: Conzilie

    Ari ist ein einsamer Teenager. Er kann nicht gut mit anderen Menschen umgehen, da ist er lieber alleine und langweilt sich. Das ändert sich, als er Dante trifft. Zwischen den Beiden herrscht sofort eine Verbundenheit.

    Die Geschichte ist komplett aus Aris Sicht erzählt. Er denkt viel nach und ist oft in sich gekehrt.

    Die Handlung hat mir gut gefallen, konnte mich aber nicht so mitreißen. Die Sprache ist einem Jugendbuch entsprechend etwas einfacher, so lässt sich das Buch sehr schnell weglesen.

  13. Cover des Buches Ich und die Menschen (ISBN: 9783423260145)
    Matt Haig

    Ich und die Menschen

    (782)
    Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_

    Ich bin eher nicht so erfolgreich mit dem Buch gestartet. Als Hörbuch ist es definitiv "lesenswerter". Es ist von Christoph Maria Herbst synchronisiert und der macht seine Sache einfach Fantastisch.

    Er ist die Perfekte Stimme für das Alien, was von einem fremden Planeten auf die Erde kommt und den Körper von Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, übernimmt.


    Das Buch entwickelt sich zu einer lustigen und auch tiefgreifenden Geschichte über die Menschheit. Mit einigen Augenöffnenden Geschehnissen und AHA-Momenten.

    Es ist aber auch kein Buch was einem lange im Kopf rumschwirrt. Es war eine nette Geschichte mit guten Abschnitten, aber im großen und ganzen eher mau.


  14. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518474723)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

    (711)
    Aktuelle Rezension von: Giant7

    Für mich ist Narziss und Goldmund eine wunderschön erzählte Geschichte über zwei mittelalterliche Männer, die auf unterschiedliche Weise nach dem Sinn des Lebens suchen. Sie begegnen sich jung im Kloster und schlagen später getrennte Wege ein: Narziss entscheidet sich für das geistige, spirituelle Leben, während Goldmund in die Welt hinauszieht. Trotz ihrer Gegensätze verbindet sie die gleiche Suche nach Wahrheit.

    Ich schätze Hermann Hesses philosophischen Romane. Auch in diesem Werk greift er zentrale Themen wie Wirklichkeit, Illusion und Erkenntnis auf. Obwohl ich bereits andere Bücher von ihm gelesen habe, empfinde ich dieses als sein gelungenstes – sowohl erzählerisch als auch inhaltlich.

    Besonders beeindruckt hat mich die harmonische Verbindung von Handlung und Philosophie. Die Gedanken über Kunst, Leben und das Zusammenspiel von geistiger und materieller Welt haben mich sehr angesprochen. Für mich ist dieser Roman Hesses bestes Werk, und ich empfehle ihn allen, die Freude an philosophischen Geschichten haben.

  15. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423218108)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

    (419)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Ein gutes Buch, aber nur eine kurze spannende Stelle. Die ganze Zeit warte ich auf die Message....und natürlich kamen viele Hinweise zu den wichtigen Punkten im Leben. Ich habe das Buch als gut empfunden, aber richtig gepackt hat es mich nicht. 

    Das Cover finde ich sehr gut! Die Zeit möchte man sehr gerne anhalten, wenn man gerade mega glücklich ist und auch wenn man Angst hat, jemanden zu verlieren. Wenn man soooo viel Lebenszeit bekommt möchte man natürlich, dass alle, die man um sich hat ebenfalls soooo viel Zeit haben. 

  16. Cover des Buches Das Haus der vergessenen Bücher (ISBN: 9783455650600)
    Christopher Morley

    Das Haus der vergessenen Bücher

    (209)
    Aktuelle Rezension von: Lisi_Wirth

    Roger Mifflin betreibt eine antiquarate Buchhandlung. Dort ist es düster, staubig, riecht nach Tabak und anscheinend soll es Geister geben. Roger stellt die Tochter seines Freundes als Gehilfin ein, damit beginnt der ganze Schlamassel. Ich konnte leider nicht immer alle Handlungen nachvollziehen und würde dieses Buch nur an geübte Leser weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Umlaufbahnen (ISBN: 9783423149655)
    Samantha Harvey

    Umlaufbahnen

    (156)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Natürlich, das Buch steckt voller Poesie und Gedanken, an denen man andocken kann. Durch die Beschreibung der Routinen im All gelingt auch ein Perspektivwechsel, der uns Menschen sicherlich gut tut. Aber leider passiert in diesem Buch fast gar nichts. Allzu oft werden die vorbeiziehenden Landschaften beschrieben, die sich bei einer der zahlreichen Umrundungen den Bewohnern der Raumstation zeigen. Das ist in der Sache richtig und soll die Regelmäßigkeit der Flugbahn und auch die Monotonie des Alltags auf der Raumstation verdeutlichen. Aber es bedeutet eben auch, dass das Buch am Ende phasenweise doch sehr langweilig geraten ist, weil es einfach handlungsarm daher kommt. Das ist leider schade, denn die Idee Grundidee zweifellos grandios!

  18. Cover des Buches Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen (ISBN: 9783423216517)
    Lars Simon

    Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

    (162)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt:

    Lennart Malmkvist hat eigentlich ein tolles Leben. Er hat einen super Job und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch innerhalb kurzer Zeit ändert es sich schlagartig. Sein Nachbar Buri Bolmen, Besitzer eines Zauber-und Scherzartikelladens kommt ums Leben. Ausgerechnet Lennart soll sich um den Laden samt Mops Bölthorn kümmern. Außer das Buri sein Nachbar war, hatte Lennart nichts weiter mit ihm zu tun. Als er bei einem wichtigen Meeting patzt und so seinen Job verliert, beschließt er dem Wunsch seines Nachbars nachzukommen und dessen Erbe anzutreten. Doch er weiß noch nicht auf was er sich da eingelassen hat und welche verrückten Zeiten ihm noch bevorstehen…

    Meinung:

    Das Cover und der Titel haben mich dazu bewogen das Buch zu kaufen. Denn der Mops hat mich magisch angezogen. Was soll ich sagen, das Buch ist auch wahrhaft magisch. Und so amüsant. Es hat meinen Geschmack voll getroffen.

    Mit dem Schreibstil bin ich gut zurechtgekommen, die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Der Humor hat mir auch sehr gut gefallen. Mein Highlight ist ganz klar der Mops Bölthorn. Den habe ich direkt ins Herz geschlossen. Lennart war mir zu Beginn nicht sooo sympathisch, was sich aber dann doch recht schnell geändert hat. Alle Charaktere sind irgendwie schräg und haben so ihre Eigenheiten.

    Wer hat Buri Bolmen umgebracht und aus welchem Grund? Diese Fragen stellen sich dem Leser und man rätselt mit. Ich hatte jemanden in Verdacht, lag aber nicht richtig. Was mir wiederum  einen Überraschungsmoment beschert hat ;)

    Mir hat die Atmosphäre dieses Buches einfach sehr gut gefallen. Es ist stellenweise etwas unheimlich, vor allem wenn der Leierkastenmann plötzlich auftaucht. Da konnte ich die Musik förmlich hören. Das der Mops bei Gewitter sprechen kann, finde ich eine super Idee und hat immer wieder für amüsante Situationen gesorgt.

    Ich habe hier nichts zu bemängeln und kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

    Fazit:

    Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt. Wer magische und verrückte Bücher liebt, sollte hier unbedingt zugreifen!

    ©_Sahara_

  19. Cover des Buches Briefe an einen jungen Dichter (ISBN: 9783458363828)
    Rainer Maria Rilke

    Briefe an einen jungen Dichter

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Ich habe mir Briefe an einen jungen Dichter zunächst vor allem aus Neugier vorgenommen und war überraschend schnell von einigen Gedanken Rainer Maria Rilkes fasziniert. Besonders seine Überlegungen zu Kunst und zum künstlerischen Schaffen haben mich angesprochen, aber auch seine psychologischen und philosophischen Betrachtungen fand ich bemerkenswert. Allerdings waren nicht alle seine Gedanken für mich unmittelbar verständlich. Rilke besitzt einen teilweise sehr hochtrabenden und verschachtelten Schreibstil, durch den ich manche Passagen mehrmals lesen musste und bei einigen trotzdem nicht sicher war, was genau er damit ausdrücken wollte. Gleichzeitig gab es aber sehr viele Überlegungen, die mich gerade deshalb länger beschäftigt und zum Nachdenken angeregt haben. Außerdem ist mir aufgefallen, dass man lediglich Rilkes Briefe an Herrn Kappus zu lesen bekommt, während Kappus' eigene Briefe nicht enthalten sind. Dadurch wirkt die Korrespondenz stellenweise sehr einseitig. Aus Rilkes Antworten entsteht gelegentlich der Eindruck, Kappus habe ihm vor allem von seinen Sorgen und seinem Leid berichtet. Gleichzeitig merkt man jedoch, dass Rilke seinen Briefpartner keineswegs gleichgültig betrachtete. Immer wieder schreibt er, dass er an Kappus denke, erinnert sich an dessen frühere Briefe und geht aufmerksam auf seine persönliche und künstlerische Entwicklung ein. Dadurch entsteht trotz der fehlenden Hälfte des Briefwechsels eine gewisse Vertrautheit zwischen den beiden. Insgesamt steckt in diesem sehr schmalen Buch erstaunlich viel. Ich habe sicherlich nicht jeden Gedanken Rilkes vollständig verstanden und konnte auch nicht mit allem etwas anfangen. Dafür gab es jedoch einige Überlegungen, die mich wirklich inspiriert haben.

    Eckdaten zum Buch:
     Titel: Briefe an einen jungen Dichter

    Autor: Rainer Maria Rilke
    Verlag: Anaconda Verlag
    Erscheinungsjahr: 2025
    Seitenzahl: 96
     Genre: Biografie

    Sprache: Deutsch

    Meine Bewertung: 4/5 Sterne

    Zitate:

    "[…] denn es gehört eine große, ausgereifte Kraft dazu, Eigenes zu geben, wo sich gute und zum Teil glänzende Überliefrungen in Mengen einstellen […] S. 8
    "Wenn ihr Alltag ihnen arm scheint, klagen Sie ihn nicht an; klagen Sie sich an, sagen Sie sich, dass Sie nicht Dichter genug sind, seine Reichtümer zu rufen; denn für den Schaffenden gibt es keine Armut und keinen armen gleichgültigen Ort.“ S. 8
    „[…] Und wenn aus dieser Wendung nach innen, aus dieser Versenkung in die eigene Welt Verse kommen, dann werden Sie nicht daran denken, jemanden zu fragen, ob es gute Verse sind. Sie werden auch nicht den Versuch machen, Zeitschriften für diesen Arbeiten zu interessieren: denn Sie werden in ihnen Ihren lieben natürlichen Besitzm ein Stück auch eine Stimme ihres Lebens sehen.“  S. 9
    „[…] kein Erleben ist zu gering gewesen, und das kleinste Geschehen entfaltet sich wie ein Schicksal, und das Schicksal selbst ist wie ein wunderbares, weiteres Gewebe, darin jeder Faden von einer unendlich zärtlichen Hand geführt und neben einen anderen gelegt und von hundert anderen gehalten und getragen wird.“ S. 13
    „schlecht ist, dass fast alle diese Erfahrung missbrauchen und vergeuden und sie als Reiz an die müden Stellen ihres Lebens setzen und als Zerstreuung statt als Sammlung von Höhepunkten.“ S.20 (Über simple Freuden, Rilke kritisiert hier nämlich, dass Menschen selbst einfache sinnliche Freuden häufig nur als kurzfristigen Reiz oder Ablenkung benutzen, anstatt sie bewusst zu erleben und wertzuschätzen.)

     

  20. Cover des Buches Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens (ISBN: B07MXQMK8M)
    John Strelecky

    Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

    (169)
    Aktuelle Rezension von: AuroraNielsen

    Manchmal braucht es kein dickes Buch, um etwas ins Rollen zu bringen. John Streleckys „Das Café am Rande der Welt" ist so ein Fall: eine kurze, ruhige Erzählung, die man an einem Abend liest und die trotzdem noch Tage später im Kopf bleibt.

    Im Mittelpunkt steht John, ein gestresster Werbemanager, der auf dem Weg in den Urlaub die Orientierung verliert und mitten im Nirgendwo in einem kleinen Café landet. Auf der Speisekarte findet er neben dem Menü drei Fragen, die sein Leben plötzlich auf den Prüfstand stellen – Fragen, denen man im Alltag sonst gern ausweicht.

    Was mich überzeugt hat, ist der Ton: leicht, warmherzig und nie belehrend. Strelecky verpackt große Themen wie Sinn, Zeit und Erfüllung in kleine Gleichnisse und Gespräche, die auch ohne philosophisches Vorwissen sofort zugänglich sind. Statt fertige Antworten zu liefern, lädt das Buch dazu ein, die eigenen zu finden.

    Wer ein literarisches Schwergewicht erwartet, ist hier sicher falsch. Für alle anderen ist es ein wunderbarer kleiner Denkanstoß, den man immer wieder zur Hand nehmen kann und ein perfektes Buch zum Verschenken. Von mir eine klare Herzensempfehlung.

  21. Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
    Chloe Benjamin

    Die Unsterblichen

    (236)
    Aktuelle Rezension von: PunktundKomma

    Was wäre, wenn du wüsstest, wann dein Leben endet? Genau damit beschäftigt sich dieser Roman – eine berührende Familiengeschichte über Schicksal, Entscheidungen und die Suche nach Kontrolle im Ungewissen.

    Worum es geht:

    New York im Sommer 1969. Um der Langeweile zu entgehen, auf der Suche nach einem Abenteuer, besuchen vier Geschwister – Varya, Daniel, Klara und Simon – eine geheimnisvolle Wahrsagerin, die angeblich das genaue Todesdatum eines Menschen vorhersagen kann. Einzeln und der Verschwiegenheit verpflichtet, betreten sie die Räume der seltsamen Frau. Hinterher ist plötzlich alles anders. Diese Begegnung hinterlässt bei jedem Einzelnen einen tiefen Eindruck und bleibt nicht ohne Folgen, denn dieses Erlebnis beeinflusst jede ihrer Lebensentscheidungen auf dramatische Weise.
    So entfaltet der Roman sich über mehrere Jahrzehnte hinweg und bespielt die zentrale Frage: Wie verändert sich das Leben, wenn man glaubt zu wissen, wann es enden wird?

    Zum Buch:

    Chloe Benjamin überzeugt mit starken Figuren, tiefgründigen Fragen und einer ruhigen, eindringlichen Erzählweise, die noch lange nachhallt.

    Der Aufbau Benjamins Roman »Die Unsterblichen« ist so gestaltet, dass jedem Geschwisterkind ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Beginnend bei Simon, dem jüngsten Kind der Familie. Die Autorin überzeugt besonders durch ihre feinfühlige und glaubwürdige Figurenzeichnung. Jedes der vier Geschwister wird mit großer psychologischer Tiefe und individueller Stimme dargestellt – ihre Ängste, Hoffnungen und Widersprüche wirken authentisch und greifbar. 

    Ein starkes Buch, das zum Nachdenken anregt, aber durch seine ruhige Erzählweise dennoch die Distanz zum Lesenden bewahrt.
    Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die zum Nachdenken anregen und dabei emotional berühren. Denn in dem Roman wird keine heitere Familiengeschichte erzählt. Vielmehr schildert die Autorin in ihrem Buch eindringlich und berührend das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und Vorhersehung – eingebettet in eine Familiengeschichte voller Verlust, Bindung und der tiefen Sehnsucht, das eigene Schicksal lenken zu können. 

    Keine leichte Kost, aber für mich ein starkes Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

    Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2025/08/07/die-unsterblichen/

  22. Cover des Buches Der Sprung (ISBN: 9783257245790)
    Simone Lappert

    Der Sprung

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Sanni_Koz

    Das Buch "Der Sprung" von Simone Lappert handelt von einer Frau (Manu) die auf einem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Niemand weiß, was in ihr vorgeht und ob sie womöglich springen möchte.

    Im Buch werden 3 Tage behandelt, der Tag davor und Tag 1 & Tag 2 - die Erzählweise erinnert an einen Episodenfilm mit unabhängigen Geschichten, die sich dann zum Ganzen verweben. Jeder Tag wird aus den unterschiedlichen Sichten von 10 Figuren erzählt, die mehr oder weniger mit Manu zu tun haben - hier merkt man, welche Auswirkungen Manus Verhalten auf eine Stadt hat. Der Detailreichtum überzeugt bis zum Schluss und fesselt einen ans Buch - man spürt im Buch, dass sich die Autorin jede Charaktere hat wachsen lassen mit dem Buch und der Handlung.

    Dadurch, dass es viele verschiedene Sichtweisen, von den unterschiedlichen Personen gibt, ist das Buch etwas kompliziert zu lesen. Es empfiehlt sich Notizen beim Lesen zu machen, um die Zusammenhänge zwischen den Personen zu begreifen und nicht durcheinander zu kommen.

    Das Buch ist mit viel Feingefühl und Empathie geschrieben. 

  23. Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783442771042)
    Pascal Mercier

    Das Gewicht der Worte

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Monika

    Im  Mittelpunkt der Handlung steht  Simon Leyland,  Vater von  zwei erwachsenen Kindern, verwitwet,  und  tätig  als  Übersetzer von  Manuskripten..Ein  plötzicher Verlust seiner Fähigkeit, zu formulieren oder zu sprechen, ist eine  Zensur in seinem recht wohlgeordnetem und erfolgreichem Leben.

    In  Folge setzt  sich der Autor durch seine  Figur Simon mit  der  Bedeutung von  Worten auseinander. Ein   normalerwiese sehr interessantes Thema, insbesondere  durch den Einsatz von Sprachvergleich und  Interpretationsmöglichkeit.Hier bleibt der Autor allerdings  sehr an der  Oberfläche, denn die kulturelle und  historische  Prägung, bzw  Interpretation einzelner Worte  je nach Nationalität, wird  ausgespart.Beispielhaft werden nur Redewendungen oder  Worte eingesetzt, die nachweislich  als nicht  übertragbar in  eine andere Sprache  gelten, wie z.B." fair" oder "Halbseiden"..Anhand der  Fehldiagnose  zeigt der Autor  dafür intensiv  die Gefahr von Flüchtigkeit und  Missverständnissen durch eine  nicht  allgemein  verständliche  Sprache .Beispielhaft stehen hier der Sprachgebrauch von Juristen und  Medizinern.Hier  klingt eine  zudem Kritiik an einer bewusst gekünstelten und  abgrenzenden Sprachform an.

    Gelesen habe ich  überwiegend einen Roman über Autoren und  Verlagswesen.Unterhaltend  durchaus, mit  Längen durch  unnötige Wiederholungen .Szenen werden mehrfach  geschildert, ohne neue  Einsichten oder  Verschiebung des Blickwinkels. Störend wirkt für mich die  sehr einseitige Beurteiung von  Fehlverhalten oder  der  scheinbar negativen Seite von Dankbarkeit.Hier  wirkt der Autor sehr  intolerant gegenüber  Verhalten, dass von seinen  Figuren nicht gebilligt wird.Gelegentlich habe ich  den Eindruck, dass der Autor  übersieht, dass nicht nur der  Übersetzer  Autoren sehr nah kommt, sondern auch der Autor sich  in seinen Texten den Leser gegenüber offenbart.

    Ein Roman, sprachlich  ausgefeilt, aber keine tiefgehende  Interpretation oder  Gedankenanstöße  vermittelnd.. Seinen Figuren hat der Autor dafür genügend finanziellen  HIntergrund  zugedacht, mit dem sie  mit  sehr leichter Hand  Lebensprobleme lösen können.Und wenn  Geld nicht  hilft, dann bleibt als alternative ein offenes  Ende

    Mit Sicherheit, wie bei jeder Beurteilung, eine sehr subjektive Sicht, die getragen ist, von eigener Einstellung und  Lebenserfahrung.Eine  Leseempfehlung  möchte ich  dennoch  aussprechen


  24. Cover des Buches Die Frau mit dem roten Tuch (ISBN: 9783423140584)
    Jostein Gaarder

    Die Frau mit dem roten Tuch

    (83)
    Aktuelle Rezension von: LolitaBuettner
    Ein Pärchen, Solrun und Steinn, ist mit dem Auto in den Bergen unterwegs. Abends auf der Straße begegnet das Paar einer Frau mit einem roten Tuch und fahren sie unbeabsichtigt an. Panisch und unsicher fahren Solrun und Stein erst mal weiter. Als sie zu sich kommen, kehren sie um. Doch von der Frau ist nichts zu sehen. Nur das rote Tuch und Glasscherben vom Autoscheinwerfer auf der Straße. Eine Woche später, unsicher über die Konsequenzen, die womöglich auf sie warten, trifft das Paar bei einer Wanderung erneut auf die Frau und sind wie erstarrt. War das ihr Geist? Haben sie die Frau vielleicht doch nicht angefahren? War es Einbildung? Solrun und Stein finden keine Erklärung. Keine, die beide zufriedenstellt.

    30 Jahre später treffen Solrun und Steinn in dem Hotel, in welchem sie die Ereignisse dieser Nacht vergessen wollten, aufeinander. Es ist Schicksal, denn all die Jahren schwieg das Paar über die Ereignisse, trennte sich sogar.

    Nach 30 Jahren lassen die Beiden via Email die Vergangenheit Revue passieren. Ein Briefwechsel, der mal philosophisch, mal wissenschaftlich ist. Schnell wird klar, diese zwei Menschen können in ihrem Glauben nicht unterschiedlicher sein.

    Gegen Ende des Buches beschließen Solrun und Steinn, sich noch einmal leibhaftig zu begegnen. Doch dazu kommt es nicht.

    In einem letzten Brief schreibt Solruns Mann. Mit seinen etwas verbitterten Worten endet das Buch. Der Leser erfährt, dass Solrun genau wie die Frau mit dem roten Tuch gestorben ist. Das ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.

    Leider wird nicht deutlich, ob Solrun und Steinn die Frau wirklich angefahren haben oder ob es ein nicht erklärbares Phänomen war. Letzteres wäre für den wissenschaftlich geprägten Stein schier undenkbar. Für ihn besteht alles aus Fakten und greifbaren Beweisen. Solrun jedoch ist Christin. Sie glaubt an eine Seele, die Zeit und Raum überwinden kann. Nur so war es ihr möglich, den scheinbaren Unfall mit Fahrerflucht zu verarbeiten. Dass sie auf dieselbe Weise zu Tode kommt, noch ehe Steinn ihr ein letztes Mal begegnet, empfand ich als Enttäuschung. Ging der Autorin die Luft aus?

    Dabei ist der Rest des Buches zauberhaft. Die unterschiedliche Sicht der Liebenden auf die Welt, unsere Entstehung und dem Sinn im Leben bringt wahre Freude.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks