Bücher mit dem Tag "phobie"
35 Bücher
- John Green
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
(721)Aktuelle Rezension von: Cookie4Mir hat das Buch sehr gefallen, vorallem der Schreibstil von John Green war wieder so toll, dass man flüssig lesen konnte und das Buch nicht aus den Händen legen konnte. Die dargestellten Chats zwischen Aza und ihrer besten Freundin und auch mit Davis haben es viel moderner gemacht.
Großes Lob!
Ich finde es auch sehr gut, dass er in diesem Buch viel über Azas Zwangsstörung geschrieben hat und man auch einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihre Probleme bekommen hat, denn so hat man gespürt, dass sie in ihrem eigenen Kopf gefangen ist und keinen Ausweg sieht und das Ganze für Aza am schwierigsten ist.
Ein tolles Buch für junge Erwachsene, ich kann es nur weiterempfehlen!
- Tami Fischer
Sinking Ships
(589)Aktuelle Rezension von: IvyUSinking Ships ist leiser, gefühlvoller als der 1. Band, mit einer Last, die man beim Lesen spürt. Carla trägt Verantwortung, arbeitet, studiert und zieht heimlich ihre Brüder groß. Sie verbirgt eine schreckliche Angst vor Wasser, eine Erinnerung, die sie nicht überwinden will. Mitchell, der Bruder ihrer Freundin und Kapitän des Schwimmteams, liebt sie seit Jahren, doch sie stößt ihn weg. Als sie bei einer Party in einen Pool fällt, rettet er sie, und plötzlich ändern sich Mauern, Gefühle und Erwartungen.
Carla ist wütend, verschlossen, aber stark und trotzdem verletzlich. Mitchell ist fürsorglich, konstant und steht zu ihr, auch wenn sie es schwer macht. Die Gefühle zwischen ihnen bauen sich langsam auf, manchmal spannungsvoll und zart zugleich. Der Stil liest sich angenehm, man fliegt durch Kapitel, obwohl manche Konflikte zu lange wirken und gewisse Situationen vorhersehbar sind. Für mich ein sehr berührender Band mit Ecken und Kanten
- Matt Haig
Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
(295)Aktuelle Rezension von: bibliofuechschenMatt Haig schreibt in seinem Buch autobiografisch über seine Depression und Angstzuständen. In kurzen Kapiteln spricht er über den Tiefpunkt seines Lebens, über das Gefühl nie mehr aus der Dunkelheit entkommen zu können und über die langsame Schritt-für-Schritt-Rückkehr ins Leben.
Mir gefallen seine Ausführungen zu den Auswirkungen der psychischen Krankheit. Man hat direkt das Gefühl nicht allein zu sein. Leider wirkt das Buch in manchen Teilen in die länge gezogen, außerdem wiederholen sich einige Passagen.
Trotz allem empfehle ich das Buch für alle Betroffenen und Angehörigen. Es bietet einen guten Rundumblick mit möglichen Symptomen und mutmachenden Überlegungen.
- Melanie Raabe
Die Falle
(655)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Die Falle“ hatte schon sehr lange auf meiner Leseliste gestanden, ehe ich nun zu dem Buch griff. Wie erwartet, war der Erzählstil eher ein wenig dehnend und recht gedankenbetont, obgleich es der Geschichte dennoch gelang, mich zu fesseln. Zeitweise flog ich sogar durch die „Seiten“ (ich habe den Roman als E-Book gelesen, weswegen es natürlich keine echten Seiten gab), was unter anderem mit Lindas sympathischer und doch mysteriöser Art zusammenhing.
Störend fand ich hingegen, dass regelmäßig Kapitel aus ihrem „Thriller“ (laut Lindas Verleger Norbert eine als Thriller verkleidete Liebesgeschichte) über den Mord ihrer Schwester Anna in den Plot eingewoben wurden. Zwar war dies eine innovative Art, Vergangenes zu berichten, doch hätten einige Stellen ohne Probleme weggelassen werden können, zumal die Schrift im fiktiven Roman deutlich kleiner war als im normalen Erzähltext.
Zu dem Interview – der im Klappentext und Titel versprochenen Falle – mit dem Journalisten sowie vermeintlichen Mörder Victor Lenzen kam es erfreulicherweise bereits im ersten Drittel, und trotz der Tatsache, dass sich Linda und er dabei einige Male im Kreis drehten, wurde es aufgrund des raschen Dialogwechsels nicht langweilig.
Kurz vor dem Schluss versuchte Melanie Raabe noch eine falsche Fährte zu legen (SPOILER), indem sich Linda unter Drogeneinfluss daran zu erinnern meinte, ihre Schwester Anna selbst ermordet zu haben (SPOILER ENDE), das wurde aber sehr schnell als solche aufgeklärt und abgekauft hatte ich ihr das auch nicht wirklich. Überraschend war die Auflösung somit kaum, gerade weil sie so offensichtlich war, hatte ich vorher jedoch nicht daran glauben mögen (SPOILER), dass Lenzen tatsächlich der Mörder war.
Nur nebenbei erwähnt, war mir der Gärtner, der Lenzens Schauspiel während des Interviews durch Pfeifen des für Linda so traumatischen Beatles-Songs aufdecken konnte, extrem sympathisch, weshalb ich gern mehr von ihm gelesen hätte – Gleiches galt für Charlotte.
Nach Lenzens vorher so gerissenen Art enttäuschte es mich, dass er am Ende alles matt und unter Tränen gestand, wenngleich der obligatorische Versuch, die Zeugin (Linda) umzubringen, dann doch nicht fehlen durfte. (SPOILER ENDE) Hier hätte ich mir ein spannenderes Finale erhofft.
Fazit: „Die Falle“ ist wahrlich nichts Besonderes, kann als Thriller aber durchaus für ein wenig Unterhaltung sorgen. Das Buch bediente sich vieler klassischer Elemente eines Spannungsromans, setzte diese meiner Ansicht nach indes nicht immer besonders gut um.
- A. J. Finn
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
(308)Aktuelle Rezension von: abuelita…..musste ich warten, bis dieses Buch denn endlich mal spannend und interessant für mich wurde. Das ist lange – entschieden ZU lange für eine gute Bewertung. Darum kann ich auch wirklich nicht verstehen, warum z.B. Tess Gerritsen gesagt haben soll, dass dieser Thriller der fesselndste ist, den sie seit „Gone Girl“ gelesen hat…..
Anna Fox leidet unter Agoraphobie und kann Ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie trinkt zu viel, nimmt zu viele Medikamente und chattet online mit Fremden, beobachtet Ihre Nachbarn und tut sonst nicht viel.
Ich weiß nicht warum – aber mir war von Anfang an klar, dass die Protagonistin nicht durch eine normale Trennung von Mann und Kind so geworden ist. Und durch dieses „Wissen“ war eben ein Großteil des Buches öde für mich. Auch bin ich kein Filmliebhaber und die vielen Szenen und Beschreibungen von Filmen haben mich mit der Zeit nur noch genervt.
Habe ich Dr. Fox geglaubt, dass sie einen brutalen Überfall auf Ihre Nachbarin gesehen haben will? Oder habe ich an Ihr gezweifelt wie alle anderen auch? Ich bin mir nicht sicher – weil mir nicht klar war, auf was der Autor hier überhaupt hinauswill.
Wie gesagt, nach viel mehr als der Hälfe des Buches habe ich das dann erfahren. Und DANN fand ich es auch spannend….. 😊
- Patricia Cornwell
Scarpetta
(107)Aktuelle Rezension von: MaFuSeit Cornwell Benton Wesley hat sterben und dann völlig unlogisch wieder hat auferstehen lassen, lese ich die Scarpetta-Reihe nur noch mit viel Skepsis und weil ich einige der Charaktere sehr mag. Aber auch diesmal bin ich enttäuscht worden, die Geschichte bleibt flach, ich hatte nie wie in den ersten Bänden das Gefühl, mittendrin zu stecken. Und die Aussage von Marino, die versuchte Vergewaltigung von Scarpetta sei die ehrlichste Tat in seinem Leben gewesen? Sehr fragwürdig...
- Jonathan Nasaw
Angstspiel
(252)Aktuelle Rezension von: Flippi1006"Angstspiel" von Jonathan Nasaw handelt von Angst als Mordinstrument. Es geht um Phobien unterschiedlicher Art. Der Hauptprotagonist ist ein Serienmörder, der seine Ofper mit ihren ganz persönlichen Phobie foltert und anschließend tötet. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und man kann das Buch kaum weglegen. Wer bereits ein Buch von Nasaw gelesen hat, kennt wahrscheinlich E.L. Pender. Auch in dieser Geschichte spielt er eine tragende Rolle. Der Stil ist ähnlich, wie bei seinen vorherigen Werken. Die Charaktere sind authentisch und charismatisch dargestellt. Ich würde das Buch in die Kategorie Thriller einordnen, wobei es auch Tendenzen zum Horror hat.
- Martine McDonagh
Familie und andere Trostpreise
(93)Aktuelle Rezension von: abuelitader mich öfters zum Lachen brachte. Aber auch zum Nachdenken…
Sonny, um den es hier geht, hat jede Menge Neurosen. Wenn Menschen in seiner Gegenwart diese seltsamen Knutsch- und Sauge Geräusche mit ihren Mündern machen, ergreift er die Flucht. An seinem 21. Geburtstag erfährt er, dass er Multimillionär ist. Und begibt sich auf eine Rundreise, auf den Spuren seiner Eltern - um mehr über sie zu erfahren. Über seinen Vater den Guru und seine verschwundene Mutter….
Das ist sehr gut beschrieben und der Leser begegnet so manchen seltsamen aber auch liebenswerten Personen. So nach und nach setzt sich das Puzzle von Sonnys Vergangenheit dann auch zusammen.
Da Sonny in der Gegenwart davon erzählt, denkt man manchmal fast, ein Tagebuch von ihm zu lesen.
Wer eine lustige Familienkomödie erwartet, der wird enttäuscht sein - es geht „tiefer“ - um Schicksale die miteinander verbunden sind, um unerklärliche Wahrheiten, um Schuld und Reue…. Ihr müsst es selber lesen, um Euch ein Bild davon machen zu können.
- Doris Wolf
Ängste verstehen und überwinden
(29)Aktuelle Rezension von: IsadorDer Ratgeber "Ängste verstehen und überwinden" von Dr. Doris Wolf vermittelt den Lesern Basiswissen zum Thema Ängste sowie Möglichkeiten zur Überwindung von Ängsten.
Das Buch startet mit einem Teil, in dem die Autorin erklärt, wie es zur Entstehung von Ängsten kommt. Sie macht ihren Lesern klar, dass man erst einmal recherchieren muss, woher die Ängste kommen, um im nächsten Schritt an der Überwindung der Ängste arbeiten zu können.
Im 2. Teil werden mögliche Strategien zur Überwindung der Ängste, im 3. Teil konkrete Angstformen vorgestellt,
Im letzten Teil geht es darum, sozusagen in ein neues Leben durchzustarten.
Mir hat der sachliche, gut verständliche, einfühlsame Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Ich kann alles gut nachvollziehen und damit arbeiten.
Da das Ganze ein Prozess ist, kann ich noch nicht mit Ergebnissen aufwarten, aber ich arbeite kontinuierlich mit diesem Buch und kann heute sagen, dass ich schon auf einem guten Weg bin.
Das Buch empfehle ich daher sehr gerne weiter.
- SUSAN MALLERY
Kuss und Kuss gesellt sich gern
(100)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerInhaltsangabe:
Bei Felicia wurde schon früh Hochbegabung festgestellt. Aus Unsicherheit haben ihre Eltern sie mit vier Jahren in die Obhut von Universitätsprofessoren gegeben. Entsprechend ist Felicias Unerfahrenheit mit den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie analysiert alles und ist außerdem ein hervorragender Organisator, aber sie möchte auch normal werden und eine Familie gründen. Doch wie fühlt sich Liebe überhaupt an? Und woran erkennt man das?
Gideon, ein ehemaliger Soldat, hat die Rundfunkstation in Fools Gold gekauft und sendet Nacht für Nacht die Oldies über den Äther. Seine seelischen Wunden sind tief, überlebte er doch als einziger die zweijährige Geiselhaft bei den Taliban im Irak. Er glaubt, es gibt nicht mehr viel Menschliches in seinem Innern.
Felicia und Gideon verbindet eine heiße Nacht in Thailand vor einigen Jahren. Doch in Fools Gold ist es anders – dort ist das normale Leben in einer großen Gemeinschaft. Wird Felicia sein Herz erobern können? Und werden seine tiefen Wunden heilen? Aber auf die beiden wartet ein noch größeres Abenteuer …
Mein Fazit:
Wer die Serie kennt, weiß, dass die Geschichten aus Fools Gold die geistige Natur des Lesern nicht besonders anstrengen. Muss es ja auch nicht, Bücher mit reinem Unterhaltungswert haben für mich mindestens genauso einen hoch Stellenwert wie anspruchsvolle und tiefgründige Literatur.
Diese Serie lese ich nicht in der Reihenfolge, da ich aus verschiedenen Gründen die Bücher so nehme, wie sie auf amazon angeboten werden. Im Grunde ist es nicht nötig, die Bände hintereinander zu lesen, denn jede Geschichte ist insich abgeschlossen. Allerding tauchen die Protagonisten aus früheren Bänden manchmal auf und dann weiß man schon, wie die Geschichten ausgehen. Bei Susan Mallery ist immer ein Happy End garantiert, was es auf lange Sicht vorhersehbar macht, für mich aber trotzdem einen gewissen Reiz hat.
Auch hier geht es wieder heiß her, aber wie ich finde, sind die Rahmenbedingungen ungewöhnlich. In diesem Kontext muss man Felicia verstehen, die zwar um Längen cleverer als ihre Mitmenschen ist, aber in Sachen Freundschaften und Beziehungen keine Erfahrung vorweisen kann. Jeder Vorgang in ihrem Leben wird mit ihren Überlegungen begleitet, die aus ihrer Sicht eine logische Natur haben, aber für „Normalsterbliche“ gewöhnungsbedürftig sind. Gideon, der bei der Armee war und eher das Leben eines Einsiedlers führen möchte, hat mit Felicia keine Probleme, nur mit ihren Wünschen kann er nicht so ganz konform gehen. Zumindest ist er von Anfang an ehrlich und lässt sie über seine Ziele nicht im Unklaren. Aber wie es oft so ist: Das Herz hat ja auch noch ein Mitspracherecht!
Die Autorin ist etwas mehr in die Tiefe von Gideons Seele gegangen, hat seine Qualen geschildert und seine ungeheure Verletzlichkeit, auch wenn er sich nach außen hart und kühl gibt. Wie es nun in der Army genau zugeht, weiß ich natürlich nur aus Filmen und das wird auch nicht alles richtig sein. Aber ich fand es zum Teil schon recht interessant. Auch die Folgen dieser langen Folter sind Gideon deutlich anzumerken und das hat ihn in meinen Augen auch so sympathisch gemacht.
Ansonsten bietet die Geschichte wie gewohnt viel Humor und Herzenswärme. Eine Stadt wie Fools Gold würde mir auch gefallen, man ist im Grunde niemals allein. Trotz der vielen kleinen und größeren Klischees möchte ich dem Roman fünf Sterne geben, er bot mir doch für ein paar Stunden prickelnde und hurmorvolle Unterhaltung.
Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.
- Fine Sturm
Auf sieben Beinen
(94)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover ist sehr schön gestaltet und passt toll zum Inhalt.
Die Protagonisten sind sehr lebendig und bildhaft beschrieben und auch in ihren Charakteren toll ausgearbeitet.
In einem wunderbaren und empathischen Schreibstil hat mich die Autorin sehr gefesselt, zumal es der erste Roman ist. den ich von ihr gelesen habe.
Ein sehr gesellschaftskritisches Thema wurde hier sehr authentisch umgesetzt, nämlich die eigene Akzeptanz und die der Gesellschaft einer sichtbaren Behinderung, die keinem Schönheitsideal entspricht aber auch der Umgang damit.
Sie ist Scham besetzt, macht unendlich einsam und sorgt letztendlich für Depressionen und ein sehr schwaches Selbstwertgefühl.
Wenn man den Titel genau liest und interpretiert, weiß man als Leser worum es geht.
Einige unverhoffte Wendungen verleihen der Geschichte außerdem einen guten Spannungsbogen und führen zu unerwarteten Turbulenzen.
Auch die Schuldfrage und Vergebung ist hier von großer Bedeutung, denn wie es das Schicksal oft will, schließt sich ein Kreis voller Dramatik und Emotionen zu einem wunderbaren Ende.
Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn dieser Roman macht Mut und Hoffnung, ist tiefgründig und trotzdem schön zu lesen.
Vielen Dank
- A.V. Geiger
Follow Me Back
(285)Aktuelle Rezension von: bookxn_bellyIch habe Follow Me Back tatsächlich innerhalb eines Tages durchgelesen – das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt! Der Schreibstil ist super flüssig, spannend und lässt sich unglaublich schnell lesen. Man möchte einfach wissen, wie es weitergeht, und das macht für mich schon viel aus.
Trotzdem bin ich mit dem Hauptcharakter Tessa gar nicht warm geworden.
Ich habe Tessa als egoistisch und teilweise nur sehr schwer nachvollziehbar empfunden. Ihr Verhalten hat mich regelrecht genervt.
Scott und Tessa´s Mutter hingegen konnte ich deutlich besser verstehen. Ich wäre an deren Stelle längst durchgedreht, bei dem Verhalten was Tessa an den Tag legt.
Ebenso Eric, auch ihn konnte ich gut verstehen und seine Reaktion wirkten für mich realistisch.
Mit dem Ende der Geschichte habe ich mich aber etwas schwergetan… auch dieses ist meiner Meinung nach, was das angedeutete Strafmaß betrifft unrealistisch. Es liegt kein wirklicher Straftatbestand vor und doch ist die Rede davon, dass eine Person „lange hinter Gittern bleiben wird“.Die gesamte Geschichte wirkt mir daher doch sehr konstruiert.
Schlussendlich ein schnell und gut zu lesender Roman, der einen sofort in seinen Bann zieht. Charakterlich zwar teilweise schwierig, aber definitiv ein Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legt!
- Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Ezekiel Boone
Die Brut - Die Zeit läuft
(112)Aktuelle Rezension von: _jamii_Sie sind da. Und sie sind nicht aufzuhalten.
+++ Fleischfressende Spinnen haben Los Angeles, Oslo, Delhi und Rio de Janeiro befallen. +++ Millionen von Menschen sind weltweit gestorben. +++ Da gibt die Wissenschaftlerin Melanie Guyer Entwarnung. Die Spinnen sterben, die Plage scheint überstanden. +++ In Japan wird ein Kokon gefunden, der Spinneneier gigantischen Ausmaßes enthält. +++ In Los Angeles verlassenen Überlebende die Quarantänezone mit Waffengewalt. Weltweit müssen die Regierungen einsehen: Der Ausnahmezustand kann nicht aufgehoben werden. +++ Jetzt muss die Präsidentin der USA mit einer schrecklichen Nachricht an die Presse: Jeder ist auf sich alleine gestellt. +++Der zweite Teil der Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Man ist sofort wieder in der Geschichte drin und bei den Charakteren die man aus Band 1 bereits kennt. Der Schreibstil ist wie gewohnt rasant und auch grausig, kaum was für schwache Nerven.
Während die ganze Welt im ersten Teil mit der Ankunft der neuen Bedrohung zu kämpfen hat, versucht man in diesem Teil mehr über die Spinnen, ihre Herkunft und ihr Vorgehen zu erfahren. Man erfährt das eine oder andere neue über die Spinnen, gleichzeitig tauchen aber diverse neue Fragen auf, über die man nachdenken kann.
Die Spinnen scheinen sich verändert zu haben, aber was genau bezwecken sie? Und mit was muss die Menschheit noch rechnen?
Sehr spannende Fortsetzung mit einem Cliffhanger zu Band 3, sehr empfehlenswert.
- Patricia Cornwell
Schuld
(151)Aktuelle Rezension von: HoldenChief medical examiner Kay Scarpetta übernimmt vertretungsweise die Gerichtsmedizin von Virginia Beach, da sich alle möglichen Untergebenen zum Jahreswechsel krank gemeldet haben. Ausgerechnet zu dieser Zeit kommt der Tod eines tauchenden Starjournalisten in die Quere, als sie viel lieber mit ihrer Nichte Lucy quatschen möchte. Pete Marino (heimlicher Hauptdarsteller) eilt rasch herbei (ich stelle ihn mir immer wie den Schauspieler John Carroll Lynch aus "Body of proof" vor), während sich Kay Kompetenzscharmützel mit dem Navy Investigative Service (nicht zum verwechseln mit NavyCIS und Tony Di Nozzo) liefert. Warum müffelt die Reporterleiche nach pathologischem Aufgeschnipsel nach Bittermandel? Fragen über Fragen, die durchgängig fesseln, nur sie ständige Kocherei nervt. - José Eduardo Agualusa
Eine allgemeine Theorie des Vergessens
(83)Aktuelle Rezension von: Julietta89Der Einstieg gelingt schnell – man ist sofort mitten im Geschehen, auch wenn anfangs unklar bleibt, wohin die Geschichte führt. Gerade die Protagonistin, die sich in ihrer Wohnung eingeschlossen hat, fand ich bemerkenswert. Auch der kleine Sabulu war ein Highlight.
Was mich beeindruckt hat, war, wie viel man über die Geschichte Angolas mitbekommt. Gleichzeitig war es nicht immer einfach, der Handlung zu folgen. Viele Stränge, Zeitsprünge und Figuren haben es stellenweise verwirrend gemacht, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht.
Die Figuren wirkten glaubwürdig, auch wenn manches ein wenig überzogen war. Besonders hängen bleibt das Wissen um die portugiesische Kolonialzeit und den schwierigen Bürgerkrieg in Angola – ein Hintergrund, der dem Buch viel Tiefe gibt.
- Verena Roßbacher
Mon Chéri und unsere demolierten Seelen
(11)Aktuelle Rezension von: NilufarWirklich schade. Tolles Cover, interessanter Klappentext mit vielversprechedem Zitat dazu von Christine Westermann. Ich war neugierig!
Zu Beginn der Lektüre fand ich den Stil tatsächlich erfrischend anders und habe mich aufs Weiterlesen gefreut, gespannt darauf, was wohl passieren wird. Aber es passiert fast nichts. Und das, was erzählt wird, ist derart belanglos, dass es anfängt zu langweilen.
Im Mittelpunkt steht die Ich-Erzählerin Charly, die dringend einen Psychoanalytiker bräuchte mit all ihren Demolierungen. Mit 43 hängt sie in Dauerschleifen aus ihrer Vergangenheit fest und erzählt davon, als wären es gerade eben passiert, selbst wenn es 30 Jahre zurückliegt. Sie gibt sich den Anschein eines kleinen grauen Mäuschens, das nicht so richtig dazu gehört, stellt sich jedoch selbst permanent in den Mittelpunkt mit ihrem zumeist belanglosen Gelaber, mag es noch so kunstvoll gestrickt sein, das allein reicht irgendwann nicht mehr. Ich vermisse eine echte Story.
Ab Seite 100 fing ich an auszurechnen: noch 4/5 vor mir - kein gutes Zeichen ... Ich habe mich redlich bemüht, in den 150ern war für mich Schluss, selbst wenn ich in manchen Rezensionen gelesen habe, dass die zweite Hälfte wohl an Fahrt aufnimmt. Es nutzt nichts, mich durch ein Buch zu quälen, das mich nach 150 Seiten noch immer nicht gepackt hat. Dafür ist mein bisschen Lebenszeit zu schade. - Metin Dogru
Pflegers Struggle
(43)Aktuelle Rezension von: Melli_00Das Cover, passend mit Bild von Metin, ist seinem Genre entsprechend gewählt. Es handelt sich um ein zweites Buch von Metin, ich selbst habe sein erstes nicht gelesen und dieses hier ist auch ohne das andere lesbar.
Metin "kenne" ich schon eine Weile von seinem Instagram Account und dort folge ich ihm sehr gern. Da auch einige aus Familien- und Freundeskreis in der Pflege arbeiten, war ich sehr gespannt auf das Buch.
In dem Buch erzählt Metin von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Pflegewelt, unterstützt mit Berichten von anderen und Einschüben der bekannten "Schwester Rabiata". Es klingt nach einer tollen Mischung, doch leider fehlte für mich an manchen Stellen der rote Faden bzw. der Zusammenhang. Dies tat dem Lesefluss leider einen Abbruch, da im Gegenzug passend dazu der Schreibstil sehr leicht zu folgen war.
Dennoch einen riesen Respekt an Metin, dass er so offen und schonungslos über die Pflegewelt berichtet.
Fazit: ein ehrliches Buch über die Pflege, was ich jedem nur empfehlen kann mal zu lesen. - Isabella Archan
Tote haben kein Zahnweh
(36)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn … Dr. Leocardia Kardiff ist Zahnärztin mit Spritzenphobie – und zu ihrem Unmut macht die selbstverordnete Hypnosetherapie nur dürftige Fortschritte. Doch eigentlich hat sie ein viel dringlicheres Problem: Leo ist auf die Leiche einer Seniorin gestoßen, die augenscheinlich ermordet wurde! Eigentlich beginnt jetzt die Arbeit der Polizei … doch als sie mitbekommt, dass der Toten eine Goldbrücke im Gebiss entfernt wurde, muss sie als Frau vom Fach natürlich ermitteln – ganz zum Unmut des verflucht starrköpfigen und leider auch entwaffnend attraktiven Hauptkommissars Jakob Zimmer …!
Fazit
Ein krimi Der mich nicht überzeugen konnte. Ich bin selbst zahnarzthelferin deshalb wollte ich das Buch lesen. Für meinen Geschmack ist Leo eine seltsame Ärztin. Mir hat auch nicht die lange Beschreibung z. B. Vom Mord gefallen. Wer bitte lacht wenn er ermordet wird das ist schon sehr makaber. Wem es gefällt wird hier fündig. Ich habe mir mehr erhofft. Gut war die Sicht des Mörders so das man nicht von Anfang an weiß wer es war.
- Max Bentow
Das Porzellanmädchen
(246)Aktuelle Rezension von: Ellen784Hallo zusammen,
grob zusammengefasst konnte mich das Buch bis zur Hälfte doch ziemlich fesseln…allerdings hat sich die zweite Hälfte zu sehr gezogen für meinen Geschmack. Die Auflösung erfolgte prompt und auch vorhersehbar. Ich hatte mir mehr davon versprochen 😕 jetzt muss ich noch irgendwas schreiben 😂
- Andreas Franz
Das Todeskreuz
(224)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEine ermordete Staatsanwältin, kurz darauf ein ermordeter Richter. Beide Fälle weisen Parallelen auf und deuten auf einen alten Kriminalfall von vor zehn Jahren hin.
Den Fall an sich fand ich sehr spannend, zumal die Umstände des ersten Mordes recht rätselhaft geschildert wurden.
Zeitweise zog sich die Geschichte allerdings auch etwas. Ich empfinde den Schreibstil von Andreas Franz manchmal als etwas zäh.
23.07.2024
- Noa C. Walker
Die Farben meines Herzens
(32)Aktuelle Rezension von: Nika488Noa C Walker - Die Farbe meines Herzens
Klappentext
Kann das Bild einer gemeinsamen Liebe je vollendet werden?
Die Landschaft um Meran am Fuße der Südtiroler Berge könnte als Kulisse für eine junge Liebe nicht romantischer sein. Der Forstwirt Mika, voller Tatendrang und Lebensmut, begegnet der sanften und liebenswerten Filomena, die zurückgezogen an einem einsamen, paradiesischen Ort lebt. Wie zwei Farben eines Aquarells beginnen sich die Leben der beiden zu berühren und ineinander zu fließen.
Doch es liegen dunkle Schatten auf Filomenas verletzter Seele, die die Liebe der beiden zu verhindern drohen. Welches Geheimnis zwingt Filomena in den Schutz der Einsamkeit, und wie kann Mika helfen, dass aus Filomena wieder die selbstbewusste und fröhliche Frau wird, die sie früher gewesen ist?
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Mein Fazit
Ich habe beim ersten Blick auf das Cover gedacht, cool da hat man direkt Bezug zum Titel genommen und die Farbe wieder gespiegelt. Grundsätzlich hat auch jeder Farbe im Herzen nur manchmal geht sie einem verloren oder man vergisst es. Wer nicht den Klappentext liest erwartet jetzt auf den ersten Blick eine lockere Handlung. Aber die Zusammenfassung zeigt, im Buch wird es nicht immer farbenfroh ablaufen.
Mir persönlich hat der Schreibstil in sich ganz gut gefallen, nur zog es sich an einigen Stellen schon,so das ich gedacht habe, ein weniger mehr Melancholie hätte es für mich auch getan. Ein bisschen weniger Details drum herum.
Teilweise empfand ich die Phobien von Filomena als sehr erdrückend. Sie haben mich stimmungstechnisch sehr nach unten gezogen. Das ist etwas was ich grundsätzlich nicht als schlimm empfinde, weil es einfach zu manchen Szenen passt. Aber wenn mich der Großteil des Buches so mit der Schwere belastet, verliere ich leider schnell den Willen des weiter lesens.
Grundsätzlich kann ich verstehen, wie schwer es Filomena fällt, aber teilweise dachte ich mir ist es für mich leicht überzogen wie sie reagiert.
Es ist ein Buch, was wieder zeigt, dass ein starker Mann die arme Frau rettet und ins Leben zurück hilft. Für mich leider schon etwas zu ausgeschlachtet.
Der Anfang fiel mir sehr schwer, da ich etwas brauchte um Filomena zu verstehen und mich zumindest teilweise in sie hin versetzen zu können. Leider konnte ich deshalb keine gute Bindung zu ihr aufbauen, da irgendwo sofort ein negativaspekt in mir war ihr gegenüber.
Obwohl das Buch ab der Hälfte wirklich besser wird.
Es ist einfach nicht mein Buch, aber ich kann mir schon vorstellen, dass dieses Werk andere überzeugen kann.
Von mir leider nur 2 von 5 Sterne, da ich mich mehr gequält habe, als das es ein Genuss war.
- Moritz Hürtgen
Angst vor Lyrik
(4)Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall"Angst essen Seele auf" heißt ein Film von Rainer Werner Fassbinder. Dem Thema Angst widmet sich auch Moritz Hürtgen in seinem ganz und gar unkonventionellen Gedichtband.
Man bekommt es, ob der Bandbreite, tatsächlich mit der sprichwörtlichen Angst zu tun, und wer zum chronisch ängstlichen Teil der Gesellschaft zählt, hat gar ganz schlechte Karten.
Denn: Wer noch nicht wissen sollte, vor was man alles Angst haben kann, bekommt hier eine Breitseite nach der anderen vor den Bug geknallt. Eine wahrlich umfassende Anleitung zum Unglücklichsein.
Angst vor dem Fliegen oder vor Mutter und Vater sind ja noch relativ normal. Bei Funklöchern fängt es jedoch an, seltsam zu werden. Bindungsängste sind die nächste Steigerung und richtig kompliziert wird es mit der Angst vor Selbsthilfegruppen.
Eine gewisse Eskalationsstufe ist erreicht, wenn die Ängste vor Gott und anderen Außerirdischen geschürt werden. Und fast noch schlimmer: Wer hätte gedacht, dass Zimmerpflanzen die Menschheit hassen?
"Bald wird ihr Teufelsplan vollbracht,
Für den sie Kräfte schöpfen."
Tausend Antworten bekommt man auf Fragen, die man nie zu fragen gewagt hat, doch ebenso viele, nicht selten existenzielle, Fragen bleiben unbeantwortet, beispielsweise warum der Herbst nicht "bedichtet" wird. Oder was wohl schlimmer ist, die Angst vor dem Versagen oder dem "Verssagen".
Derart kräftig eingeschenkt bekommt man selten. Die nackte Wahrheit schon gar nicht. Früher war alles besser. Der sporadische Kontakt zu Nachbarn, Freunden oder gar Familie hielt sich in gesunden Grenzen:
"Vor Facebook kamen wir gut klar,
Weil wir uns fast nicht kannten."
Am Ende wirkt sich die Kette aneinandergereihter Tragödien allerdings ins Gegenteil um. Und das ist wahrlich praktische Lebenshilfe. So viel Angst gibt es ja gar nicht.
Ha, und Angst vor Lyrik geht schon mal gar nicht.
Oder etwa doch?























