Bücher mit dem Tag "picard"

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16 Bücher

  1. Cover des Buches Star Trek - Picard (ISBN: 9783864258633)
    Una McCormack

    Star Trek - Picard

    (18)
    Aktuelle Rezension von: mayaku

    Egal, ob vegan oder oldschool Fleisch: Ist oft besser, einfach nicht zu wissen, was in der Wurst drin ist. Vor allem, wenn sie köstlich ist, man den Geschmack vielleicht sogar noch aus der Kindheit kennt. Da guckt man einfach nicht auf die Zutatenliste, um sich damit zu gruseln, dass da – im besten Fall – zu viel Zucker, Salz und Hefeextrakt drin sind. Da muss man hart bleiben oder hockt am Ende verheult vor Enttäuschung unterm Küchentisch.

    Die Föderation ist meine Lieblingssalami aus der Kindheit – sorry, Gelbwurst fand ich schon immer eklig. Jahrelang habe ich Star Trek gesehen und einfach geglaubt, dass die Föderation voller grundguter Advanced (human-)beings ist. Die Menschheit besteht nur noch aus hilfsbereiten verständnisvollen religionslosen Veganern. Zwar sind mir über die Jahre auch mal hin und wieder andere Beispiele untergejubelt worden, aber dann waren das Einzelfälle, Einflüsse von außen oder die Apokalypse nahte. Und selbst dann wurden meist die Ideale der Föderation doch noch hoch gehalten.

    Star Trek hat uns genauso wenig gezeigt, wie die Menschheit es dorthin geschafft hat, wie mir ein Metzger gesagt hat, was in die Wurst kommt. Im Falle von Star Trek ist das okay. Sie haben mir zwar ein paar Meilensteine gezeigt, wie den ersten Kotakt zu den Vulkaniern – und den Wandel von Dr. Zefram Cochrane vom Arsch zum echten interstellaren Weltbürger – oder die Bell-Aufstände, aber eine genaue Anleitung zur Glückseeligkeit gibt es nicht. Die gibt es auch mit den neuen Serien nicht. Im Gegenteil.

    Eigentlich soll das Thema hier und jetzt keine großen Wurstereien sein, sondern das Buch „Die letzte und einzige Hoffnung“ zu Star Trek : Picard von Una McCormack. Aber das Buch zu lesen ist, als würde man die Zutatenliste seiner Lieblingswurst essen und dabei feststellen, dass sie nur sehr eklige Dinge enthält, sondern auch nie wirklich eine Wurst gewesen ist!

    Das hat nichts mit Frau McCormacks Schreibe zu tun! Die ist richtig gut. Sie schreibt halt nur einfach die Föderation kaputt. Ich werfe ihr das nicht persönlich vor, denn das wäre albern und außerdem macht sie nur, was Picard-Die Serie vorgibt: Mir die Pelle der Föderation nach außen kehren und zeigen, dass diese Utopie genauso kacke ist wie viele Regierungen im Jahr 2020 auf der realen Erde. Na toll!

    Manchen mag diese Demontage ja begeistern, aber ich kann auch“The Expanse“ oder „Altered Carbon“ sehen. Muss nicht sehen, wie hier Bambis Mutter zerlegt wird. 

    Gut, das ist vielleicht etwas zu harsch geschrieben, aber bevor ich dazu komme zu zeigen, wie die Pelle von der Wurst kommt, erstmal was zum allgemeinen Inhalt:

    Eigentlich passiert in dem Buch nicht allzu viel, wovon wir nicht schon in der Serie gehört/gesehen haben. Im romulanischen Hauptsystem wird die Sonne bald zur Supernova und die Welten drumrum müssen evakuiert werden. Das soll Picard machen, aber ohne die Enterprise deren Captain er eigentlich noch ist. Wir bekommen erzählt, wie Picard Geordi und mit ihm ganz Utopia Planitia einspannt, um für die Umsiedlungen der Romulaner Schiffe zu bauen. Aber sonst ist viel Logistik. Die coolen Kriegernonnen und auch Elnor kommen immerhin auch vor. Und man bekommt ein paar Einsichten in die Romulaner und ihr Denken. Aber auch nicht wirklich viel. Selbst die Beziehung zwischen Raffi und Picard, bleibt oft nur erwähnt, aber nicht erlebt. Vielleicht ist das so ein Problem am Buch: Man sagt ja „Show, don‘t tell“ und hier wird sehr viel ge-tell-t und wenig ge-show-t.

    Was mir sonst noch fehlt oder komisch vorkommt:

    – Wieso muss Picard ohne die Enterprise los? Hab‘ erst gedacht, er wird befördert und muss einen Schreibtisch-Job bewältigen, aber er bekommt einfach ein anderes Schiff . Warum? Schiffe sind doch eh knapp und die Erklärung der Chefs, dass die Enterprise als Feindschiff von den Romulanern angesehen wird, kommt mir bisschen arg dünn vor.

    – Und fast keine Physik gibt’s. Nicht mal Technobabble. Ist jetzt nicht mein größter Kritikpunkt, aber es treten viele geniale Physiker auf, die auch Laien das Ding mit der Supernova erklären, aber das tun sie nie. Also onscreen sozusagen. Wird berichtet, wie die Wissenschaftlerin sich vor dem Vortrag fühlt, aber bevor sie los legt, kommt die Abblende. Nichtmal die Wikipedia-Eintragslevel-Version einer Supernova-Erklärung bekommt der Leser.Das ist schon schade. Und es wird auch ein-, zweimal angesprochen, dass die Nova nicht natürlichen Ursprungs sein könnte, aber weiter geht da keiner.

    – Wo stecken Laris und Zhaban? Der Tal-Shiar-Typ, der Picard zugeteilt wird, hätte Zhaban sein können und die Leibwächterin von dem irren Senator, der nicht evakuieren will, hätte Laris sein können. Heißt nicht, dass es so sein müsste, aber dass Platz für die beiden gewesen wäre

    – Abgesehen davon, dass Raffi JL einfach so so nennen darf und keine große Geschichte dahinter steckt, wird Raffi und der Zerfall ihrer Ehe nicht groß erwähnt. Und wie sie zu so einer paranoiden hassenswerten Mutter wird, wie in der Serie gesagt wird, auch nicht.

    – Raffi und Picard wirken in der Serie so, als hätten sie irgendwelche geheimen Rettungsaktionen zusammen durchgeführt. Und zwar nach der Evakuierung. Das bisschen neben der Spur, was sie sich während der Evakuierung geleistet haben, erscheint nicht als Erklärung für das Verhalten in der Serie. Im Buch wird jedenfalls nichts von weiteren Abenteuern der beiden erzählt. Vielleicht habe ich auch zu viel hineingehört, aber hatte echt erwartet, dass die beiden noch was außerhalb der Sternenflotte gerissen hätten und das im Buch erzählt wird.

    – Borgwürfel anyone? Der wird gar nicht erwähnt. Wurde der tatsächlich erst kurz vor den Ereignissen in der Serie gefunden? Und wenn ja, kann man nicht irgendwie kurz die Borg erwähnen? Sonst fühlt sich das an wie ein aus dem Nichts gezauberter Würfel

    Dass nicht groß das Geheimnis hinter dem Androiden-Anschlag auf den Mars erklärt wird, damit kann ich leben. Ist auch eines der großen Geheimnisse der Serie. Wenn das aber dort nicht aufgeklärt wird, fand ich an mit groben Würsten nach Michael Chabon zu werfen.

    Um nochmal zu der geprellten Föderationswurst und meinem größten Problem mit dem Buch – und auch der Serie zu kommen: Die Föderation besteht zum Großteil aus Wesen, denen andere nur was bedeuten, wenn sie ihnen nicht zu Last fallen und ihre eigene Bequemlichkeit nicht gefährdet ist. So der Tenor. Beste Beispiel hierfür ist die absolute Chefwursterin im ganzen Buch: Olivia Quest.

    Olivia Quest ist ein aufstrebendes junges Juniormitglied des Föderationsrates, sehr ehrgeizig und repräsentativ für die Politiker der Randwelten. Besonders die kleinen Randwelten fühlen sich gerade von den vier Gründungsmitgliedern der Föderation – Erde, Vulkan, Andoria und Tellar- ignoriert und vergessen. Jetzt, wo viele Ressourcen dazu aufgewendet werden sollen, den Romulanern zu helfen, fühlen sie sich noch mehr ignoriert und vergessen. 

    Olivia Quest geht es um Schiffe für die Fährverbindungen zwischen deren Monden und dem Planeten. Oder warum die Androiden für den Schiffsbau für die Rettungsschiffe eingesetzt werden und nicht auf den Randplaneten. Es ist also Gejammer auf höchstem Niveau, das die Randplaneten – in Verkörperung von Quest – in den Föderationsrat tragen. Deren Systeme stehen nicht vor der Auslöschung. Die werden nicht sterben, weil die Zeit nicht ausreicht sie zu retten. Selbst wenn die Föderation alle Ressourcen zu den Romulanern packt, werden die nicht alle überleben. Und da mault Quest rum, wenn ihre Fähren nur einmal am Tag fliegen. 

    Genauso die Ingenieure auf Utopia Planitia. Als Geordi ihnen begeistert erzählt, dass sie Schiffe bauen werden, um Leben zu retten und das auch noch eine spannende Aufgabe wird, wird da auch gemault. Weil man ja so nicht mehr an den eigenen Projekten arbeiten könne. Und bäääh, sind eh nur Romulaner.

    Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Bei jeder anderen SciFi-Serie wäre ich begeistert, dass die Macher so ein aktuelles Thema unterbringen und das auch wirklich gut darstellen, aber bei Star Trek denke ich mir nur, dass dann entweder die Föderation schon immer so scheiße war und mit hier praktisch gezeigt wird, was in der Wurstpelle ist oder die ist in der letzten Zeit so unföderationisch geworden, was mir aber weder im Buch noch in der Serie nicht ausreichend erklärt wird. Beides doof!

    TL;DR -> Wer Star Trek : Picard liebt, wird sich über mehr Stoff freuen. Persönlich finde ich, das Buch ist handwerklich gut geschrieben, versaut mir aber mein schönes Bild der Föderation, lässt bei mir zu viele Fragen offen und ich hoffe auf die Comics.

  2. Cover des Buches Making It So: Mein Leben (ISBN: B0CZXVNG6Z)
    Patrick Stewart

    Making It So: Mein Leben

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Von Kindestagen an begeistert sich Patrick Stewart für die Schauspielerei und steht schon als Jugendlicher auf der Bühne. Zunächst mit eher mittelmäßigem Erfolg. Doch er lässt sich selbst von kleinen Rollen und Rückschlägen nicht abschrecken, sondern hält an seinem Traum fest. In seinen Memoiren verrät er uns viele kleine Anekdoten aus seiner langjährigen Karriere – darunter auch zahlreiche peinliche Missgeschicke und sonstige, zum Teil skurrile Unglücksgeschichten, die beweisen, dass niemandes Weg wirklich einfach ist. Dazu schildert er, wie in jungen Jahren kurzzeitig als Nachrufschreiber arbeitete, wie er mal mit Paul McCartney in dessen Aston Martin fuhr und welche Probleme es an den Sets von „Dune“, „Star Trek“ und den „X-Men“ gab. Erstaunlich fand ich, dass Patrick Stewart trotz zunehmenden Erfolgs lange Zeit voller Selbstzweifel steckte und sich seiner Fähigkeiten nie ganz sicher war. Dadurch erweist sich sein „Making it so“ (was übrigens ein Ausspruch aus seiner Zeit auf der Enterprise ist) als angenehme und abwechslungsreiches Autobiografie, die mir viele Einblicke in das Leben des großen Schauspielers gewährt hat. Ich habe die Lektüre sehr genossen.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von 20h41min und wird großartig von Schauspieler und Synchronsprecher Lutz Riedel gelesen. Da vergibt man gerne, dass er einige englischsprachige Namen und Orte nicht ganz korrekt ausgespricht.

  3. Cover des Buches Star Trek - 3 Captains, 3 Geschichten (ISBN: 9783959813846)
    Greg Cox

    Star Trek - 3 Captains, 3 Geschichten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Alles fängt sehr harmlos an. Die Enterprise-A befindet sich auf einer diplomatischen Mission. Eine Delegation soll zu einer Verhandlung gebracht werden, bis plötzlich ein seltsames und nicht zu identifizierendes Signal auftaucht. Kirk ist sofort Feuer und Flamme, denn es ist immer seine erste Aufgabe neue Zivilisationen und Völker kennen zu lernen. Also nehmen sie einen kleinen Umweg und schauen sich genauer an was Uhura da empfangen hat. Spock, Doktor McCoy, Chekov und ein paar Sicherheitsmitglieder nehmen an dem Außenteam teil und schon befinden wir uns wieder mitten in einer der bekannten klassischen TV Folgen. Nicht etwa wegen dem Trupp selbst, sondern eher das was passiert.

    In der zweiten Geschichte darf sich Captain Picard erneut einer Herausforderung stellen, welche er bereits im Kino überstanden hat - Der Nexus. In „Treffen der Generationen“ musste er zusammen mit Kirk versuchen einen Wissenschaftler aufzuhalten, welcher unbedingt in dieses kosmische Band wollte und im Endeffekt wird die Geschichte hier nur noch einmal, nahe dem Raum zu den Kinshaya, neu interpretiert. Picard hat diesmal jedoch deutlicher die Frage im Hinterkopf, ob er vielleicht selbst so reagieren würde, wenn er seine frisch gebackene Familie verlieren würde. Tod und Verlust rückgängig zu machen und ein erfülltes Leben leben, auch wenn es nur eine Illusion wäre… doch zunächst ist eine kleine Detektivarbeit nötig, um den Nexus vor feindlichen Mächten zu schützen.

    Zum Ende erleben wir William Riker als Admiral… das hatte er sich damals nicht träumen lassen und auch jetzt wirkt es immer noch recht unwirklich. Dennoch ist er sich seiner Pflichten und Aufgaben bewusst. Viel schwieriger wiegen dann genau diese Einsätze, in denen man am liebsten schon von Anfang an weglaufen möchte. Diese kurze Geschichte spielt direkt nach den Ereignissen der Star Trek – The Fall Reihe. Riker befindet sich auf der Titan, als er zu einem Einsatz gerufen wird. Er soll als Friedensvermittler zwischen zwei Völkern fungieren. Doch kommen ihm sofort alte Erinnerungen hoch, denn bereits zur Zeit auf der Enterprise hat er versucht hier zusammen mit Captain Picard eine Einigung zu finden. Was damals nicht funktionierte, soll jetzt möglich sein?

    Fazit zu „Miasma“:
    John Jackson Miller hat es geschafft, aus einer kleinen Novelle einen Leckerbissen für Zwischendurch zu schreiben. Die Figuren finden sich schnell in ihrer Rolle zurecht und er vergeudet keine Zeile in der nicht etwas Wichtiges passiert. Viele Erinnerungen an die Enterprise werden wach und die Auflösung am Ende liest sich rund und logisch. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr solcher kleinen Geschichten gibt und zusammen würden sie wieder eine schöne Sammlung ergeben, welche am Ende die Serienausgaben komplettieren.

    Fazit zu „Der Stoff, aus dem die Träume sind“:
    Ohne Picard wäre das Universum schon längst en anderes. Der Nexus ist ein faszinierendes Phänomen, welches in dieser kleinen Geschichte tiefer beleuchtet wird, auch wenn seine Herkunft und sein Sein nicht wirklich erklärt werden. Spannend wird es trotzdem, da Picard sich erneut der starken und glücklichen Illusion erwehren muss. Vielleicht nicht so ausschweifend erzählt wie der Kinofilm, aber schön zu sehen, dass es ihn noch gibt und vielleicht löst eine der nächsten Generationen das Geheimnis.

    Fazit zu „Abwesende Feinde“:
    Im Großen und Ganzen erlebt man genau das, was der Titel einem schon verrät - Star Trek – The Original Series. Eine schön klassisch erzählte Geschichte, mit ein wenig mehr Action, toten Rothemden und einem Kirk, der seine Kameraden niemals im Stich lassen würde. Ich für meinen Teil war wie immer herrlich unterhalten und kann Fans der alten Serie diese kleine Geschichte ohne Bedenken in den E-Book-Reader legen.

    Fazit:
    Wenn man alle drei Geschichten in Ruhe durchgelesen hat, wird man sich danach einfach wünschen es würde unaufhörlich weitergehen. Die kleinen Einblicke und Anekdoten bringen einen zurück in die jeweilige Zeit und erinnern an spannende Momente mit seinen Lieblingscharakteren. Ebenfalls wird hier bewiesen, dass Star Trek selbst in Kurzgeschichten gut funktioniert. Diese Ausgabe ist ein sehr passendes kleines Geschenk für jeden Fan, der gern Zeit in Zeilen verliert.

    Matthias Göbel

    Autor: Greg Cox, James Swallow, John Jackson Miller
    Taschenbuch: 384 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Erscheinungsdatum: 22.10.2019
    ISBN: 9783959813846

  4. Cover des Buches Star Trek - Picard (ISBN: 9783838794792)
    Una McCormack

    Star Trek - Picard

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Jean-Luc Picard wird zum Admiral befördert und erhält den Auftrag, eine langwierige Umsiedelungs- und Rettungsmission im romulanischen Reich zu leiten. Picard stimmt zu und freut sich darauf, wieder etwas zu tun zu haben. Doch in seiner neuen Position hat er sehr viel mehr mit Politik und Diplomatie zu tun. Sehr viel mehr als passiert leider nicht. Die Geschichte beginnt interessant, verliert sich dann aber in der Organisation der Hilfsmission, durch unzählige Treffen und Gesprächen mit zig Personen. – vor allem bei der zweiten Erzählschiene, die sich in Japan um Maddox und Jurati dreht. Erst zum Ende hin wird es etwas dramatisch(er). Der Roman von Una McCormack dient daher wohl hauptsächlich dazu, die Figuren der „Picard“-Serie vorzustellen und ist daher lediglich als „Bonusmaterial“ dazu zu verstehen.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Spieldauer von 13h09min und wird von Friedhelm Ptok gelesen.

  5. Cover des Buches Star Trek – Picard 2 (ISBN: 9783966586368)
    James Swallow

    Star Trek – Picard 2

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Deaf_Leseratte

    Naja. Das 1. Buch hat mir besser gefallen. Das Buch hat 2 schwere Fehler. Erstens war Picard selbst nur in einem einzigen Kapitel zu lesen. Den Rest geht es nur um den Raumschiff USS Titan von William T. Riker, seine Frau Troi und sein Sohn. Und zweitens hat ein Satz mich gewundert und habe zuerst gedacht, endlich gibt es unter Romulaner auch ein schwules Paar. Erst ein paar Absätze weiter stand es anders und somit steht es fest, dass es richtig großer Fehler vom Autor oder Übersetzer. Das Buch hat aber ansonsten gute Spannung und eine interessante Handlung. Da sind Föderation und Romulaner gewungen in einer Allianz, um das Volk Jabari zu helfen, bis die Romulaner was herausgefunden haben…


  6. Cover des Buches Star Trek: Coda: Book 1: Moments Asunder (ISBN: 9781982158521)
    Dayton Ward

    Star Trek: Coda: Book 1: Moments Asunder

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Wesley Crusher hat seine normale menschliche Existenz aufgegeben, um als Reisender durch Zeit und Raum zu wandeln. Bei einem dieser Trips bemerkt er, dass die Zeit selbst aus den Fugen geraten zu sein scheint. Als er plötzlich angegriffen wird, kann er sich mit letzter Not zu seiner Mutter Beverly Crusher und deren Mann Jean-Luc Picard retten. Letzterer ist der Captain der Enterprise und macht sich mit seiner Crew sofort daran, dass Zeit-Problem zu untersuchen. Dabei stellen sie fest, dass die Apokalypse droht und buchstäblich die Zeit knapp wird. Doch nicht nur ihnen fällt das Problem auf. Auch andere Raumschiff-Besatzungen bemerken es und versuchen zunächst unabhängig voneinander, die Ursache herauszufinden.
    Trotz dieser dramatischen Prämisse gestaltet sich der Einstieg in die Geschichte etwas spannend und auch zwischendurch gibt es immer wieder mal „Hänger“, in denen die Handlung nur schleppend vorankommt. Generell scheint der Roman hauptsächlich für Trekkies gedacht zu sein. Wer nicht alle Serien kennt, könnte hier bei mancher Figur oder Situation verwirrt sein. Es wird zwar einiges erklärt, aber ein umfangreiches Grundwissen dürfte dennoch von Vorteil sein.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von reichlich 14 Stunden und wird von Friedhelm Ptok gelesen. Er macht seine Sache eigentlich gut, klingt aber viel zu nasal, so als hätte er die ganze Zeit über mit Schnupfen zu kämpfen gehabt.

  7. Cover des Buches Star Trek - Prey 3 (ISBN: 9783966584180)
    John Jackson Miller

    Star Trek - Prey 3

    (3)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    Auf zum Finale und ich kann vor weg sagen, es lohnt sich definitiv. Die „Unbesungenen“ (Ausgestoßene Klingonen) haben in den beiden Bänden zuvor viel Chaos und Schaden angerichtet. Worf und der Klon des Kahless, stehen mitten in den Ereignissen und mittlerweile dreht sich das Blatt. Lord Korgh seine hinterlistigen Pläne haben die Wahrheitsfabrik (Diebische Schauspieler, welche mit Hilfe von Holotechnologie unterschiedlichste Völker hinters Licht führen) an den Rand der Vernichtung gebracht. Jetzt setzt der Autor zum Schlussakt an und zieht dabei alle Register. Die „Unbesungenen“ sind mittlerweile bereit zu erkennen, dass ihr Weg ein falscher war und sie nur benutzt und getäuscht wurden. Genau in diesem Moment, versucht die letzte Angehörige des Zirkels der Wahrheitsfabrik ihren letzten Coup auszuführen, den auch sie einige Jahre bereits führt.

    Mit Hilfe der Breen und der Kinshaya versucht sie einen Krieg heraufzubeschwören, um dem Typhon Pact eine neue Machtposition zu geben. Ich den beiden Bänden zuvor war Shift schon eine sehr undurchsichtige Person und sie jetzt erneut im Sessel des zweiten Drahtziehers zu sehen überrascht nicht, aber ihre Herkunft schon. Hier zeigt sich auch der lange Aufbau der Romanreihe, denn erst jetzt lässt sich erkennen, auf was das alles hinauslaufen sollte. Die Machtbesessenheit von Korgh war und ist der Dreh und Angelpunkt. Er lässt das Abkommen zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation am seidenen Faden hängen, welcher immer weiter zu zerreißen droht. Worf hingegen führt seine Rolle als der mit Ehre erfüllte Klingone bis zum Schluss erhaben und glaubwürdig durch.

    Selbst Kahless scheint noch einiges von ihm zu lernen und auch das Volk der Klingonen geht ab sofort anders mit der Entehrung der eigenen Art um. Immerhin ist das Wort Ehre mehr als nur Ansehen aufgrund offenbarer oder vorausgesetzter Wertschätzung. Genau hier trifft der Autor ebenfalls die Seele der Klingonen und fügt ihr kleine Anekdoten hinzu, welche im Star Trek Universum vielleicht nicht an jeder Ecke auf Verständnis stoßen werden, aber das Volk und seine Lebensweise uns näherbringen. Kämpfe gibt es diesmal auch allerhand, welche erst durch das Blutvergießen zu den Heldentaten werden, die auch besungen werden können. Admiral William T. Riker und Captain Jean-Luc Picard haben diesmal eine, für meinen Geschmack, passendere Rolle abbekommen, als in den beiden Bänden zuvor.

    Picards Crew darf wie in den guten alten Zeiten ermitteln und findet detektivische Hinweise, die am Ende zur Auflösung des Falls beitragen. Riker als Admiral muss sich der Politik stellen, aber weiß dank seiner Pokerspielererfahrung, dass man auch mit einem schlechten Blatt ziemlich weit kommen kann. Es sieht auch zeitweise wirklich düster aus, doch lichtet sich nach und nach das Geheimnis hinter einhundert Jahre Hass und Abwarten auf den richtigen Zeitpunkt. Das Wiedersehen mit Ardra - einer alten Bekannten aus Star Trek - Next Generation, verbindet passend die neuen und alten Elemente. Die Wahrheitsfabrik erneut wiederzuentdecken, war nur ein logischer Schritt und man darf davon ausgehen, dass auch in der Zukunft Völker mit ihren Tricks beeinflusst werden. Die Klingonen hingegen haben in dieser Schlacht so viel mehr gewonnen und den Bund mit den Menschen gestärkt.

    Fazit:
    Danke John Jackson Miller, möge er platz nehmen in der Halle der Helden! Die raubeinigen Krieger aus Star Trek erheben sich aus ihrer Starre und finden in dieser Trilogie neuer Stärke. Der Autor nimmt sich neben den Lebensweisen und Weisheiten des Volkes auch vieler Fragen der Ehre an und definiert dabei Antworten, die man sich auch als Mensch stellen könnte. Mit vielen Details aus Star Trek - Next Generation verbringt man eine spannende Zeit und darf am Ende Zeuge des Untergangs einer mehrschichtigen Intrige sein. Dank unterschiedlichster Schauplätzen, kurzen Kapiteln und einem durchdachten roten Faden, darf hier wieder Star Trek in seiner ursprünglichen Form erlebt werden.

    Matthias Göbel

    Autor: John Jackson Miller
    Übersetzer: Katrin Aust
    Taschenbuch: 485 Seiten
    Verlag: Cross Cult
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsdatum: 03.09.2018
    ISBN: 9783959816700
  8. Cover des Buches Star Trek - The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen (ISBN: 9783864259067)
    Rudy Josephs

    Star Trek - The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen

    (2)
    Aktuelle Rezension von: startrekch
    Geschichten mit Q sind in der Regel immer Spassig, so auch hier.
    Picard und Crusher möchten heimlich, still und leise ihre eigene Hochzeit feiern. Logisch dass Q da auch noch ein Wörtchen mitzureden hat, oder?
    So entwickelt sich das eBook ziemlich bald in eine spassige, aber nicht weniger spannende Geschichte, an der Indiana Jones bestimmt auch seine Freude gehabt hätte.
    Leider wurde das Schlusskapitel dann zu schnell beendet, dass der Abschluss nicht zum Intro passte. Ich hatte das Gefühl, dass da noch ein Kapitel fehlt. Vielleicht durfte es einfach nicht mehr Seiten geben?
    Auch sind diesmal wieder einige gemeine Schreibfehler mit dabei, die das Gesamtbild etwas trüben.

    Q sind herzlich ausgeladen ist eine tolle kleine Q Geschichte die etwas zu abrupt endet.
    Ich hoffe, wir werden Q noch öfters zu Lesen bekommen.
  9. Cover des Buches Star Trek - Prey 2 (ISBN: 9783966583718)
    John Jackson Miller

    Star Trek - Prey 2

    (4)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    Autor John Jackson Miller geht mit „Der Trick des Schakals“ in die zweite Runde seiner Prey Trilogie. Im ersten Teil haben wir erfahren, dass eine Gruppe von ausgestoßenen Klingonen, „Die Unbesungenen“, sich auf einem Rachefeldzug befinden. Sie werden dabei angeführt von einem alten Klingonen, Kruge, welcher vor einhundert Jahren im Kampf gegen Kirk auf dem Planeten Genesis ums Leben gekommen sein sollte. Korgh, ein Nachfahre, fordert nun sein Erbe und hat sich dabei einen umfangreichen Plan ausgedacht. Mit Hilfe der sogenannten Wahrheitsfabrik und dem Illusionisten Cross, gelang es ihm sein Werk zu vollenden. Er muss nur noch seine Komplizen bezahlen und sich der Unbesungenen entledigen und der Sieg ist seiner.

    Genau davon handelt diese Ausgabe. Schon von Beginn an wird man eingestimmt, denn vorab erfahren wir, wie er damals auf die Idee kam und wie Cross sich im Lauf der Zeit entwickelt hat. Mit dabei sind auch wieder Admiral William T. Riker, die U.S.S. Titan, Captain Jean-Luc Picard und die U.S.S. Enterprise. Eine wichtigere Rolle übernimmt aber wieder Worf, welcher auch der Aufhänger für Teil drei ist. Er versucht den Tod vom Klon von Kahless mit Ehre zu füllen, damit auch seine Seele gerettet werden kann. Dabei gerät er, wie schon in Teil eins, wieder in Gefangenschaft. Die Hauptrolle übernimmt jedoch diesmal Cross. Welcher nicht besser als Schakal sein eigenes Schicksal mit seinen Taten besiegelt.

    Vielleicht wurde er einfach nur übermütig, weil seine Darstellung als Kruge so perfekt verlief. Er will auf jeden Fall so unsterblich in den Mythen anderer weiterleben, dass er dabei unvorsichtig wird. Riker muss sich indessen mit einer Versammlung herumschlagen, denn ein Handelskorridor soll eingerichtet werden. Dazu kommt es jedoch nicht und die Unbesungenen haben ihren großen Auftritt. Doch bis zum Ende des Buches bleibt die Frage offen, wie es jetzt wohl weitergehen wird. Hier hat sich der Autor eben das kleine Hintertürchen offen gelassen. Indessen erforscht man als Leser oft auch die Beweggründe der Unbesungenen. Nicht nur einmal fragt man sich, wie fanatisch man sein muss, um so blindlings in den Krieg zu ziehen.

    Durch die Angriffe der Klingonen, scheint nun auch die Beziehung zur Föderation in Gefahr und immer noch zu klären ist auch, wie ihre Technik funktioniert. In Summe bleibt Miller ziemlich gut am Thema und versucht durch kleine Rückblenden oder Hintergrundinformationen alles auf dem Niveau der ersten Teils zu halten. Nicht immer trifft er dabei auch die gleiche Spannungskurve, aber er findet neue serienbezogene Inhalte, welche quer durch die Star Trek Geschichte gehen. Ob Wahrheitsfabrik oder Kruge, die bekannten Bilder spinnt man sich als Leser neu zusammen und schafft dabei etwas Neues entstehen zu lassen. Das ein Trick hinter einem Trick und dann doch noch jemand anderes die eigentlichen Fäden zieht, scheint etwas sehr weit entfernt, doch wer wartet schon einfach nur so einhundert Jahre, um seine Rache zu vollenden?

    Fazit:
    Der Schakal findet sein Publikum und bleibt dem Vorgänger inhaltstreu. Neben den bekannten Figuren, werden diesmal besonders die neuen Charaktere unter die Lupe genommen. Das klingonische Reich im Herzen von Star Trek erwacht endlich wieder und Worf zieht letztendlich mehr Aufmerksamkeit auf sich. Willkommen zurück ihr wilden Krieger und Qapla'! Ich hoffe auf ein unvergessliches Finale!

    Matthias Göbel

    Autor: John Jackson Miller
    Übersetzer: Katrin Aust
    Taschenbuch: 505 Seiten
    Verlag: Cross Cult
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    ISBN: 9783959816625
  10. Cover des Buches Startrek Stargazer Gauntlet (ISBN: 0743427920)
  11. Cover des Buches Star Trek TNG 12 (ISBN: 9783959811781)
    John Jackson Miller

    Star Trek TNG 12

    (2)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
     Star Trek – Next Generation 12: Jagd

    Admiral William T. Riker hat in seiner Laufbahn bei der Sternenflotte schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, doch diesmal steht er im absoluten Mittelpunkt des Geschehens. Der Anfang klingt recht entspannt. Eine Friedenskonferenz wird einberufen, bei der alle aktuellen Mächte des Quadranten anwesend sind. Doch eine wirklich echte Übereinkunft scheint nicht getroffen geworden zu sein. Dennoch hat der Admiral anscheint eine Mission, welche er nun aufnimmt. Au der anderen Seite haben wir noch einen romulanischen Senator, welcher sich auch endlich aus seinen eigenen Schatten erheben will.

    Die Mission führt Riker zur Aventine. Das schnellste Schiff der Flotte sollte hierfür genau das richtige sein. Sie begeben sich zu einer Kommunikationseinrichtung, denn hier soll ein schrecklicher Virus seinen Ursprung haben. Mit einem kurzen, aber gewaltigen Schlag wird sie außer Gefecht gesetzt. Doch scheint dies nicht das letzte Ziel zu sein. Immer mehr Stationen werden angegriffen und nicht nur von Riker, sondern auch von allen anderen Teilnehmern dieser geheimen Konferenz. Als Leser erfahren wir erst etwa nach zwei Drittel des Buches was wirklich dahinter steckt. Nur so viel kann ich sagen, wir sehen einmal mehr alte Bekannte wieder.

    Autor John Jackson Miller könnte einigen von euch auch anderweitig bekannt sein. Eigentlich ist er Comicbuch Autor und das eher für Star Wars, als für dieses Universum. Um so schöner, dass er hier hergefunden hat und mit seiner Geschichte uns noch einmal einige schöne Erinnerungen an eine alte Folge der Next Generation zurückbringt. Dennoch benötigt seine Geschichte ordentlich Fahrt, welche sie nicht immer bekommt. Ein paar der Stationen und Angriffe hätte man sich ruhig verkneifen können, da sie nicht zwingend das Drama der Geschichte vorantreibt oder inhaltlich uns wirklich mehr preisgibt. Dafür hat er sich sehr ausgiebig mit den uns bekannten Figuren auseinandergesetzt.

    Riker hat weiterhin sein verschmitzten Humor, Picard bleibt seinen Freunden treu und politisch wie taktisch ein Ass, Dax ist dank ihrer Erfahrung aller Wirte ein Captain der sein Schiff nie aufgeben wird und Diana kann ihrem Mann ein kleines unausgesprochenes Geheimnis anvertrauen. Das der Frieden das ein oder andere Mal auf der Kippe stand haben wir schon oft erlebt, doch diesmal gab es nicht nur einen, sondern gleich alle die daran beteiligt waren ihn zu vernichten. Ob der Admiral oder sogar die Föderation Schaden genommen haben, könnt ihr jedoch selbst herausfinden.

    Fazit:
    Glaube nicht immer was du siehst und hinterfrage auch mal die Anweisungen deiner Vorgesetzten. So in etwa die Moral der Geschichte, welche uns Autor John Jackson Miller präsentiert. Eine gelungenes Abenteuer mit Riker und Picard, welches am Ende keinen Sieger, aber viele neue Erkenntnisse hervorruft. Als Debüt im Star Trek Universum hat er vieles richtig gemacht und dank der gut gewählten Charaktere kann man auch über manch trockene Passage schnell hinweggesehen.

    Matthias

    Autor: John Jackson Miller
    Taschenbuch: 430
    Verlag: Cross Cult
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsdatum: 15.03.2017
    ISBN: 9783959811781
  12. Cover des Buches Star Trek – Picard 4: Zweites Ich (ISBN: 9783966588522)
    Una McCormack

    Star Trek – Picard 4: Zweites Ich

    (3)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Ein Name, der nicht mehr aus der Welt von Star Trek wegzudenken ist: Picard. Nach der ersten Staffel seiner eigenen Serie, gab es auch einige neue Charaktere, unter anderem auch Raffaela Musiker. Ich muss gestehen, dass sie für mich nicht zwingend eine so herausragende Person ist, welche eine eigene Geschichte verdient. Und doch hat Una McCormack die ehemalige Agentin der Sternenflotte genauer unter die Lupe genommen. Zeitlich befinden wir uns kurz nach den Ereignissen der ersten Staffel. Jean-Luc Picard lädt Raffi auf sein Anwesen in Frankreich ein. Sie weiß noch nicht genau, was sie mit sich anfangen will und schon steckt sie wieder mitten in einem Abenteuer, welches bereits vor vielen Jahren seinen Anfang nahm. Sie wird zu einem weit entfernten Planeten geschickt. Hier soll sie sich offiziell um die Ansiedlung neuer romulanischer Flüchtlinge kümmern. Doch inoffiziell geht es jedoch um eine heikle Angelegenheit.

    Auf diesem Planeten gab es einmal eine bajoranische Siedlung, welche damals von den Cardassianern zerstört wurde. Selbst nach dem Krieg sollte kein Frieden auf dem Planeten herrschen. Denn als die Romulaner hier eintrafen und die Cardassianer durch den Dominion-Krieg geschwächt waren, entbrannte ein neuer Kampf. Mitten drin war damals die junge Agentin Raffaela Musiker. Ihre Aufgabe war es, die Zivilbevölkerung der Cardassianer in Sicherheit zu bringen. Im Lauf der Geschichte erfahren wir als Leser, was aktuell passiert, was damals passiert ist und wer für die Vernichtung der Siedlung verantwortlich war. Dieser Kriegsverbrecher soll jetzt gestellt werden, denn der bajoranische Geheimdienst hat herausgefunden, dass er sich aktuell genau hier befinden soll.

    Wenn man an Cardassianer denkt, dann fällt irgendwann unweigerlich der Name Elim Garak. Eine schöne Überraschung für alle Fans von Deep Space Nine. Die Story baut sich allerdings eher sehr sprunghaft auf. Die Mischung aus den verschiedenen Zeitepochen bringt zwar allerhand Informationen, was damals passiert ist, nur kreist man auch oft eine ganze Weile immer wieder um die gleichen Themen. Flucht, Vertreibung, Widerstand und doch gibt es da ein Geheimnis, welches keiner so richtig lüften mag. Obsidianischer Orden, Tal Shiar und jetzt auch noch die Sternenflotte und am Ende sogar der bajoranische Geheimdienst, wenn so viele Agenten aufeinandertreffen, dann muss doch Blut fließen. Doch zur unerwarteterweise hält sich die Action doch sehr in Grenzen, was eine willkommene Abwechslung ist.

    Selbst Raffi Musiker hat hin und wieder einige Momente, die nicht ganz so überzogen wirken. Immerhin hat sie das richtige Pflichtbewusstsein und will Leben erhalten und nicht vernichten. Das Ende hat Una McCormack schön, klar und deutlich inszeniert. Für alle, die es bis zur Hälfte noch nicht zwischen den Zeilen vermutet haben, finden hier noch einmal ihren Aha-Moment. Dafür ziehen sich jedoch einige Passagen, welche die Autorin gern hätte kürzer fassen können. Der Auftritt von Picard ist eher eine Randerscheinung genauso wie Rios oder Elnor, welche man durch andere Figuren hätte locker austauschen können. Raffi als Hauptfigur versucht alles, um den Leser zu unterhalten. Sie schafft es nicht über den gesamten Zeitraum. Ihre Art und Weise muss man mögen. Allein diese unnötige JL-Abkürzung für Jean-Luc Picard ist mehr als überflüssig und für mich unpassend.

    Fazit:
    Zurück zum Ort, wo alles begann... Es ist immer schön, wenn alte Charaktere aus Star Trek einen Auftritt in neuen Abenteuern finden. Nach so langer Zeit Garak wieder in seinem Element zu wissen, hat viele Erinnerung an Deep Space Nine hervorgebracht. In Star Trek - Picard hätte ich ihn definitiv nicht erwartet. Una McCormack hat einen unscheinbaren Planeten benutzt, um eine Tragödie von Flucht und Vertreibung zu kreieren. Einige Momente haben ihren Charme, andere sind unnötig in die Länge gezogen worden. Das Ende hingegen zeugt von einer lang aufgebauten Grundidee, welche sehr gut zündet. Demnach ist Raffaela Musiker gar nicht die Hauptperson in dieser Geschichte und das ist gut so. Ihr Charakter mag die Star Trek Fangemeinde spalten und genau deswegen überzeugt nicht jede Situation der Geschichte. Daher richtet sich meine Leseempfehlung eher an DS9-Fans, welche Garak lange vermisst haben.

    Matthias Göbel

    Autorin: Una McCormack
    Übersetzung: Stephanie Pannen
    Taschenbuch: 363 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Veröffentlichung: 03.04.2023
    ISBN: 9783966588522

  13. Cover des Buches Stargazer: Enigma (Star Trek: The Next Generation) (ISBN: 9781471106217)
  14. Cover des Buches Die Asche von morgen: Star Trek - Coda 2 (ISBN: B0C2QKD8LP)
    James Swallow

    Die Asche von morgen: Star Trek - Coda 2

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Nachdem sie im ersten Band (geschrieben von Dayton Ward) herausgefunden haben, dass die „Zeit in Scherben“ liegt, unternehmen Captain Jean-Luc Picard und Wesley Crusher noch immer alles, um das Unaufhaltsame aufzuhalten. Als ihnen die Konföderation die Unterstützung im Kampf gegen die Devidianer verweigert, kapert Picard kurzerhand ein Flottenraumschiff und nimmt die Geschicke selbst in die Hand, auch wenn er dadurch noch weitere Kreise gegen sich aufbringt. Selbst sein früherer Unteroffizier William Riker, der inzwischen den Rang des Admirals erhalten hat, ist nicht mehr auf seiner Seite und wird mit seinem Schiff U.S.S. Titan losgeschickt, um ihn aufzuhalten.
    Der zweite Band der Coda-Saga führt die Geschichte des Vorgängerbandes praktisch nahtlos fort. Leider wird die Handlung noch weiter aufgebauscht und aus zu vielen Perspektiven erzählt. Nicht nur aus der von Picard, sondern auch einem klingonischen Geistlichen, Worfs Sohn, Siskos Sohn, Data, Miles O‘Brien und sogar Mr. Spock. Das bremst die ohnehin nicht so spannende Geschichte weiter aus und sorgt dafür, dass die Handlung mehrmals auf der Stelle tritt. Weniger handelnde Charaktere und eine straffere Story wären eindeutig besser gewesen. Das Highlight des Romans war zweifellos der offene Bruch zwischen Will Riker und Jean-Luc Picard sowie Anspielungen auf frühere (Roman-)Ereignisse mit unter anderem Janeway, Odo und Quark.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von reichlich 15 Stunden und wird von Friedhelm Ptok gelesen.

  15. Cover des Buches Star Trek - Prey 1 (ISBN: 9783959816588)
    John Jackson Miller

    Star Trek - Prey 1

    (3)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    Es ist schon eine Weile her, dass die Klingonen in den letzten Romanjahren wirklich in Erscheinung getreten sind. Weder bei Destiny noch bei Deep Space Nine waren sind lautstark vertreten. Doch das soll sich jetzt mit dieser Trilogie ändern. Dabei wird besonders an die alten Fans gedacht, denn wir müssen uns zurückerinnern an die Zeiten des Films - STAR TREK III - THE SEARCH FOR SPOCK. Genau hier findet diese Geschichte ihren Ursprung. Der klingonische Commander Kruge fiel im Kampf gegen James T. Kirk auf dem Planeten Genesis in den Tod und ließ dabei sein mächtiges Erbe zurück. Doch das war noch nicht alles, denn in einen seiner Pläne, ließ er ein Dutzend Bird-of-Preys bauen, welche nach seinem Tod ebenfalls verschwunden sind. Mit dem jungen Anführer namens Korgh, verschwand das letzte Puzzleteil, welches sich jetzt einhundert Jahre später zusammenfinden.

    Rache ist das einzige Ziel, was in diesem Klingonen jetzt noch keimt. Im späteren Verlauf der Geschichte wird deutlicher warum welcher Klingone wie handelt, jedoch springen wir erst einmal in der Zeit voraus und landen mit Captain Jean-Luc Picard und der U.S.S. Enterprise wieder in das mittlerweile uns bekannte Jahrhundert. Die Enterprise soll eine Gruppe von Klingonen abholen, welche eine besondere Ehrung erhalten sollen. Dass es sich dabei um die Mitglieder der Familie des Kruge´s handelt, scheint erst einmal nicht zu verwundern. Doch auch Worf merkt, dass hier etwas nicht stimmt, denn die Geschichten der Familienmitglieder klingen auf dem Papier beeindruckend, sind es aber wohl in Wirklichkeit gar nicht gewesen. Immerhin erleben wir ein Wiedersehen mit dem Klon von Kahless. Als amtierender Imperator, hat er die Ehre diese Familie auszuzeichnen. Doch wird die Zeremonie durch einen Überfall unterbrochen.

    Worf und der Imperator werden entführt und wir machen wieder eine Zeitreise und erleben Spock und Kirk, wie sie in einem Nebel auf eine Gruppe ausgestoßener Klingonen treffen. Dies führt alles am Ende zu dem Ergebnis, welches sich immer enger schnürt und man sich fragt, warum hat Korgh mit der Rache so lange gewartet? Auf diese Frage gibt es leider noch keine ausreichenden Antworten, dafür aber allerhand neue Informationen über Klingonen und ihr Leben. Ich habe mich auch immer gefragt, ob wirklich Klingonen alle Krieger sind, aber wer baut dann z.B. die Schiffe? Ja, es gibt sie die Ingenieure und Wissenschaftler. Interessant ist auch der erneute Kampf um Ehre und was man als Nachkomme macht, wenn ein Vorfahre als Ausgestoßener das Reich der Klingonen nicht mehr betreten darf. Hier greift der Autor viele bekannte Elemente auf, welche Worf auch schon widerfahren sind.

    Im Grunde liest sich der erste Teil recht schnell weg, auch wenn er für meinen Geschmack des ein oder Öfteren etwas in die Länge gezogen wurde. Die einzelnen Schritte wie Korgh seine Rache geplant hat, werden dabei zwar beschrieben, sind aber nicht immer stichhaltig. So viele Jahre und Jahrzehnte, nur um eine Generation von Klingonen wachsen zu lassen, welche nicht mehr ins Reich passen und sie die klingonische Gesellschaft neu aufbauen? Sollte es so einfach sein, die amtierende Regierung zu stürzen? Der Autor hat es aber dennoch geschafft und lässt viele Spekulationen im Raum stehen und macht damit unweigerlich Appetit auf alle drei Bände. Schön zu sehen, dass die einzelnen Zeiten wunderbar ineinanderpassen und wir ein paar Abenteuer Kirk und Spock aus dieser Zeit miterleben können.

    Fazit:
    Starrköpfigkeit und der tiefe Drang zur Rache, lässt diese Trilogie mit einem gelungenen Start in den Köpfen der Leser zurück. Der modrige Moschusgeruch der Klingonen, schwellt über viele Seiten hinweg und bringt gesellschaftliche, aber auch kulturelle Eigenarten ans Tageslicht. Helden gehen, Helden kommen und immer im Hinterkopf, dass wir erst am Anfang einer Vergeltung stehen, welche vor einhundert Jahren ihren Start genommen hat. Ob Picard oder Spock, Autor John Jackson Miller kennt beide Zeiten so gut, dass man sich gern hineinliest, auch wenn einige Figuren Entscheidungen treffen, welche wohl erst später völlig klar werden.

    Matthias Göbel

    Autor: John Jackson Miller
    Übersetzer: Katrin Aust
    Taschenbuch: 524 Seiten
    Verlag: Cross Cult
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsdatum: 17.07.2018
    ISBN: 9783959816588
  16. Cover des Buches Star Trek – Picard 3: Schwarze Schafe (ISBN: 9783986661083)
    John Jackson Miller

    Star Trek – Picard 3: Schwarze Schafe

    (3)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Captain Cristóbal Rios... ihr habt noch nie von ihm gehört? Ist er überhaupt bei der Sternenflotte? Ist das noch Star Trek? Die Antworten findet ihr in „Schwarze Schafe“. Rios hatte seinen ersten Auftritt in der ersten Staffel von Star Trek - Picard. Damals eher als Nebencharakter verkörpert er in diesem Buch die Hauptperson. John Jackson Miller richtet seine volle Aufmerksamkeit auf ihn und dreht dabei eine wohlwollende Runde durch viele Star Trek Serien und Filme. Schon der Einstieg liest sich nicht wie üblich und wir treffen auf die vielleicht schon fast vergessenen Iotanier. Ihr erinnert euch an die Classic-Serie? Der Planet, dessen Gesellschaft sich an die Gang-Gesellschaft der Erde der Prohibitionszeit orientiert? Genau von diesen Ganoven versucht Rios ein Schiff zu kaufen.

    Da er selbst aber nicht der geradlinige Held zu sein scheint, gerät er mit ihnen aneinander und doch wird er später „Captain“ der La Sirena. Ein Frachter und nun soll er genau solch passende Aufträge erfüllen, um seine Schulden abzahlen zu können. Was leichter gesagt als getan ist, denn Rios quält seine Vergangenheit bei der Sternenflotte. Ein Ereignis, welches wir Leser nur in Fragmenten erzählt bekommen, hat sein Leben grundlegend verändert. Nach einigen kleinen Missgeschicken und nur schlecht erledigten Aufträgen, gerät Rios an den berühmt-berüchtigten Sammler und Antiquitätenhändler Kivas Fajo. Richtig, wir haben hier ein Wiedersehen mit einem äußerst unangenehmen Zeitgenossen aus Star Trek - The Next Generation.

    Diesmal scheint er allerdings aus seinen vergangenen Fehlern gelernt zu haben und will nur noch auf der richtigen Seite des Gesetztes stehen. Durch den Vorbesitzer des Schiffes, ein alter Klingone, kommt das eigentliche Spiel erst ins Rollen. Ein seltsames Puzzle vertreibt die lange Weile für Rios und doch beherbergt es den wahren Grund für sein anstehendes Abenteuer. Wir lernen Rios von vielen verschiedenen Seiten kennen. Zum einen als Casanova, welcher mit einer Prinzessin oder auch einer Professorin anbandelt, es aber bei Frauen seines Kalibers schwieriger hat. Er ist ein kluger, taktisch überraschend weit denkender Charakter, aber naiv genug, um auch in Fallen zu tappen.

    Seine Hologramme, die wohl auch in der Serie für manch Schmunzler gesorgt haben, werden nach und nach aktiviert und wir erfahren, wie und warum sie so sind, wie sie sind. Dass im Hintergrund eine komplett andere Geschichte läuft, als die, welche wir im Vordergrund lesen, offenbart sich erst im letzten Drittel des Buches, so dass der Autor sich ausgiebig Zeit nimmt, um auch Nebengeschichten zu platzieren, wie etwa Auszüge von Picrads Briefen und Büchern. Er verknüpft auch sehr gelungen den Hintergrundbezug zu alten Star Trek Figuren aus längst vergessenen Zeiten. Denn was John Jackson Miller hier erzählt, zeigt noch einmal, wie eng die Serien und Filme miteinander verbunden sind, ohne dass man es auf den ersten Blick vielleicht sehen würde. Ich gestehe, dass einzig Raffi, erneut eher störend wirkt, als Charakter jedoch beruhigender weise nur Nebensache ist.

    Fazit:
    Der Wolf im Schafspelz! Star Trek ist seit so vielen Jahren ein Zuhause für viele bekannte Figuren. Es wurde Zeit neuen Figuren eine Chance zu geben, welche vielleicht nicht zwingend der Sternenflotte dienen, ihr aber nicht abgeneigt sind. Captain Cristóbal Rios erinnert unweigerlich an Han Solo, ein Outlaw, mit dem Herz am richtigen Fleck, dem passenden Gerechtigkeitssinn und doch mit einem Fuß auf der Schwelle etwas Illegales zu machen. Gejagt und gefragt zieht er eine kleine Schneise von überraschenden Erkenntnissen durch die Seiten des Buches und darf am Ende sogar gefeiert werden. Selbst wenn man am Anfang nur etwas zaghaft an ihn herankommen mag, wünscht man sich zum Schluss mehr Abenteuer mit ihm erleben zu können. Kein Picard oder Kirk und auch kein Archer, manchmal Griesgram und manchmal Counselor, eben ein ganz normaler Mensch, mit Stärken, Schwächen, einer traurigen Vergangenheit und einer hoffentlich noch prächtigen Zukunft, auch in Romanform.

    Matthias Göbel

    Autor: John Jackson Miller
    Übersetzung: Stephanie Pannen
    Taschenbuch: 576 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Veröffentlichung: 31.05.2022
    ISBN: 9783986661083

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