Bücher mit dem Tag "piemont"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "piemont" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Bella Ciao (ISBN: 9783257070620)
    Raffaella Romagnolo

    Bella Ciao

     (89)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Raffaellas Romagnolo erschafft hier eine stimmige und absolut interessante Familiengeschichte aus dem Norden Italiens. Angesiedelt ist diese Familiengeschichte in einer Zeit voller politischer Wirren und bevölkert ist diese Familiengeschichte mit einer großen Menge an skurrilen und starken Charakteren. Gerade diese Zeit politischer Wirren macht klar, was politische Prozesse mit den betroffenen Menschen machen, wie diese Menschen zu Spielbällen werden und wie einige Wesen der Gattung Mensch zum Wolf mutieren, zum Feind ihrer eigenen Art werden, was der Wolf wieder überhaupt nicht ist. Aber anschaulich klingt dieses zum Wolf mutieren allemal. Verschiedene Lebensanschauungen prallen hier im Norden Italiens in den vielen zu behandelnden Jahren aufeinander, einerseits trifft hier Arm auf Reich, aber auch die Sozialisten/Kommunisten auf die Faschisten. Andererseits geht es auch wieder um eine Frauenfreundschaft und einen Verrat, denn dieser lässt diese Frauenfreundschaft zerbrechen. Giulia Masca kommt 1946 aus den USA nach Italien zurück, um Anita zu treffen, ihre alte Freundin und alte Wunden zu schließen, die ihr die Freundin geschlagen hat. Dies fällt ihr natürlich auch schwer, aber die Unterstützung ihrer amerikanischen Familie ist ihr gewiss. Und Raffaella Romagnolo spinnt die Geschichte von 1946 zurückblickend auf die ereignisreichen Jahre in Italien und in den USA. Damit ist diese Geschichte nicht nur historisch interessant, sondern auch eine Geschichte über eine Freundschaft und eine Geschichte über eine Emanzipation mit wirklich herausragendem Personal. "Bella Ciao" ist ein Buch, welches ich sehr gern gelesen habe und dem ich wirklich viele Leser wünsche. Gerade jetzt wieder wäre dieses Buch erhellend, in den Zwanzigern dieses Jahrhunderts, die irgendwie auch etwas an die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erinnern. Und hier sage ich nur, wehe vor den Dreißigern!!!

  2. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  3. Cover des Buches Der Geschmack unseres Lebens (ISBN: 9783426226827)
    Julia Fischer

    Der Geschmack unseres Lebens

     (35)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    Nachdem Ellas Vater gestorben war, konnte sie die Haselnussplantage, welche schon lange Zeit in Familienhand war, nicht mehr halten. Stattdessen versuchte Ella sich einen kleinen Traum mit ihrer eigenen Chocolaterie zu erfüllen. Doch die junge Mutter von Zwillingen ist noch immer gefangen in ihrer Vergangenheit. Ella verlor bereits als kleines Mädchen ihre Mutter, ihr Vater widmete sich mehr dem Alkohol, ihr Bruder verließ den Hof und kehrte nicht wieder zurück – Ella verzichtete auf ihre Auswanderungspläne und ihre eigene Heirat, für die Familie, wie ihre Mutter …

    „»Le destin nous séparera, mais nous ne pouvons pas le diviser« – Das Schicksal wird uns zwar trennen, nicht aber entzweien können.“

    Die Geschichte um Ella ist aber nicht die einzige Geschichte in „Der Geschmack unseres Lebens“. Der Roman von Julia Fischer ist vielschichtig und geprägt von Zerwürfnissen, der Vergangenheit, dessen Bewältigung und neues Vertrauen. Neben einer bewegenden Familiengeschichte, steigen wir auch in das aktuelle Dorfgeschehen ein und lesen über traditionelle Gebräuche aus Alba. Zusätzlich reisen wir in die Vergangenheit: der Widerstand der Piemonteser im 2. Weltkrieg.

    Neben einigen ernsten Themen, beheimatet der Roman nicht nur Freundschaft, sondern auch Liebe. Keine klischeehafte Liebe, sondern die ruhige, liebevolle und hoffnungsvolle Liebe, unabhängig von Geschlecht und Alter. Gefühlvolle Geschichten, gut vernetzt in verschiedenen Zeitebenen, die bewegen.

    „»Ein Professor sagte einmal, dass das Genießen auch eine Frage der Erfahrung sei.«“

    Die Geschichte um Ella und ihr Dorf in Alba begeistert nicht nur viele Frauen, sondern lässt auch die Herzen von Ferrero-Fans höher schlagen. Denn auch das große Unternehmen Ferrero fließt thematisch mit in die Geschichte „Der Geschmack unseres Lebens“ ein. Pralinen, Trüffel, Schokolade und Haselnüsse – ein kulinarisches Paradies zum Nachlesen und Appetit anregen.

    Die Rezepte aus Der Geschmack unseres Lebens findet ihr unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/der-geschmack-unseres-lebens-julia-fischer/

  4. Cover des Buches SOFIAN Der Sarazene (ISBN: 9783963920004)
    Sesta Caroline

    SOFIAN Der Sarazene

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht
    Ein ganz besonderes Buch, das mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es ist zugleich spannend, romantisch, geheimnisvoll und schön, einfach anders.
    Ich bin kein Coverkäufer, sondern die Geschichten interessieren mich, aber hier passt auch das Cover wunderbar. Es zeigt vor allem Augen, die neugierig schauen, aber auch ein Geheimnis bergen. So wie das Buch. Hier haben mich Klappentext Cover zugleich angesprochen.
    Besonders gut gefallen hat mir auch der Auftakt des Buches, der die historischen Hintergründe zu den Sarazenen und ihrer Geschichte vermittelt. Das fand ich wirklich toll und auch sehr interessant und hilfreich.
    Die Geschichte selbst ist in einer wunderbar poetischen und beschreibenden Sprache geschrieben, sodass man Leser mittendrin ist und mit den beiden so verschiendenen Hauptfiguren mitfühlt und mitfiebert. Ich fand es auch geschichtlich sehr interessant. Ein schönes Buch für aufregende und unterhaltsame Lesestunden.
  5. Cover des Buches Der Geist von Cavinello d'Alba (ISBN: 9783963920103)
    Caroline Sesta

    Der Geist von Cavinello d'Alba

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Baldassare warf sich auf die Knie". Mit diesem Satz startet die Autorin CAROLINE SESTA ihr Erwachsenenmärchen. Was hier noch sehr theatralisch und durchaus märchenhaft klingt, entwickelt sich jedoch innerhalb der Geschichte zu etwas so langatmigen und hat nur noch wenig märchenhaftes an sich. Die Sprache bleibt sehr einfach, fast schon zu einfach für eine Erwachsenenliteratur. Hier hätte ich mir deutlich mehr sprachliche Vielfalt oder Ausgewogenheit gewünscht. Aber alleine schon am Verzeichnis der Hauptpersonen kann man die Einfachheit erkennen. Andere Autoren bezeichnen diese als Protagonisten. Sprachlich bleibt das Buch leider auf diesem Niveau. Leider hatte auch die Geschichte für mich nichts märchenhaftes. Sie war gut zu lesen, aber ohne jegliche Nachhaltigkeit. Schade, denn ich hatte mich schon sehr auf eine gute Geistergeschichte gefreut.

    Dieses ist nur ein Auszug aus meiner Rezension. Die komplette Bewertung finden Sie hier:

    https://chattysbuecherblog.blogspot.com/2019/09/geist-sesta.html

  6. Cover des Buches Nichts bleibt je vergessen (ISBN: 9783453355705)
    Claudia Vilshöfer

    Nichts bleibt je vergessen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Melanie_Schneider

    Dein Mann will Benzin holen und kommt nicht wieder..

    Sarah und ihr frisch angetrauter Gatte Mark befinden sich in den Flitterwochen in Italien. Was so romantisch anfing, endet in einem Albtraum. Als mitten in einer Einöde der Tank leer ist, macht Mark sich mit einem Kanister auf den Weg, um Benzin zu holen. Es vergehen Minuten. Es vergehen Stunden. Doch Mark kommt nicht wieder…

    Spannender Anfang – doch das war es dann auch schon

    Ich muss sagen, dass die Grundidee mir super gefallen hat. Zwei Ängste wurden hier gleich zu Beginn gebündelt. Erstens: mitten in der Pampa mit dem Auto abzusaufen. Und zweitens: auf die Rückkehr des Mannes zu warten, der nicht wiederkommt. Das hatte Potential! Und am Anfang habe ich auch richtig mitgefiebert, doch dann verging plötzlich die Zeit so schnell – und damit meine ich nicht meine Lesezeit, sondern die Zeit im Buch. Auf einmal war ein Tag vergangen, dann mehrere Wochen, dann Monate und schließlich plötzlich ein Jahr! Nanu? Warum das denn? Und nach einem Jahr kehrt die Protagonistin Sarah dann zurück nach Italien und nimmt die Suche nach ihrem Mann auf. Zuvor hatte sie zwar auch mit den Carabinieri (der italienischen Gendarmerie) gesprochen, doch dann war einfach ein Jahr lang Pause. Das hat bei mir tatsächlich für Unmut gesorgt, denn ich verstand nicht, warum Sarah nicht sofort aktiv wurde und stattdessen ein Jahr lang wartete um sich auf die Suche zu begeben..

    Sowohl die Geschichte also auch der Schreibstill waren passiv..

    Die gesamte Erzählweise war sehr passiv. Es wurde von seltsamen Geschehnissen, die sich zugetragen haben, in der Vergangenheit gesprochen. Alles war schon passiert und (fast) nichts passierte tatsächlich im Hier und Jetzt, sodass man mit der Protagonistin hätte mitfiebern können. Dialoge, die interessant und aufregend hätten sein können, wurden einfach nur in der indirekten Rede wiedergegeben. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, als wäre ich nicht richtig im Geschehen – alles wirkte so distanziert. Selbst der pragmatische, sachliche Schreibstil trug dazu bei, dass ich das Gefühl bekam, als würde ich ein Sachbuch in den Händen halten. Ich bin ein starker Emotionsmensch, deswegen möchte ich beim Lesen die Gefühle – die Hoffnung und die Ängste – des Protagonisten spüren können. Doch durch solch objektiv wirkende Aussagen, wie »Barbara, in deren Blick jetzt der Wahnsinn loderte, lächelte ebenso kalt zurück« wurde einfach alles abgemildert. Das fand ich sehr schade.

    Lediglich der gelegentliche Perspektivenwechsel zu Mark (nach etwa der Hälfte des Buchs) war interessant. Dadurch hat man das Gefühl bekommen, dass seine Vergangenheit nicht rein ist (so wie der Buchtitel ja vermuten lässt). Das hat für etwas Neugierde gesorgt.

    Auch das Ende des Thrillers war enttäuschend

    Leider hat mich auch nicht das Ende überzeugt. Ich liebe spannende Thriller mit einem überraschendem Ende, doch hier war davon nichts zu sehen. Es wurde noch einiges erklärt, Motive und Handlungen wurden entschlüsselt und das war es dann aber auch schon. Die letzten Seiten waren für mich quälend. So sehr habe ich darauf gehofft, dass noch etwas Unerwartetes passiert – doch Fehlanzeige.

    Aus diesem Grund kann ich das Buch leider nicht empfehlen.


  7. Cover des Buches Baudolino (ISBN: 9783423195256)
    Umberto Eco

    Baudolino

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 640 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2003)

    ISBN-13 : 978-3423131384

    Originaltitel: Baudolino

    Übersetzung: Burkhart Kroeber

    Preis: 12,90 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Schelmenroman mit wenig Witz und noch weniger Spannung


    Inhalt:

    Baudolino wird im 12. Jahrhundert als armer Bauernsohn geboren und ist mit einer gehörigen Portion Bauernschläue, aber auch einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Diesem Umstand verdankt er es, dass Kaiser Friedrich Barbarossa ihn als Dreizehnjährigen bei sich aufnimmt und ihn sogar adoptiert. Von nun an übt er großen Einfluss auf die Geschicke der Welt - zumindest in seinen Berichten, um nicht zu sagen, Lügenmärchen, die er dem Niketas während der Belagerung von Konstantinopel erzählt.


    Meine Meinung:

    Umberto Eco ist für mich einer der am meisten überschätzten Autoren. Zugegeben, „Der Name der Rose“ ist genial, aber danach kam einfach nichts mehr, was sich wirklich zu lesen lohnte.


    Der Anfang ist noch vielversprechend, doch bald beginnt sich alles zu wiederholen. Immer wieder Schlachten und Kämpfe, Belagerungen, Liebesbezeugungen und -spiele, Dispute mit Freunden und Feinden über die immer gleichen Themen. 


    Teilweise konnte ich ein klein wenig schmunzeln, aber auch nur zu Beginn, wo alles neu war und ich Baudolino erst kennenlernte. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich alles nur im Kreis dreht. Da ist kein Spannungsbogen, kein Highlight. Selbst die philosophischen Betrachtungen sind einfach nur ausufernd, langatmig und ohne jegliche neue Erkenntnisse.


    Fazit:

    Das war leider gar nicht meins. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit Eco durch bin.


    ★★☆☆☆


  8. Cover des Buches Arrivederci, Roma! (ISBN: 9783548281438)
    Stefan Ulrich

    Arrivederci, Roma!

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    SZ-Mann Stefan Ulrich berichtet in seinem zweiten Buch von seiner Zeit als Auslandskorrespondent in Italien, von seiner sympathischen famiglia und von den Beneidungen seiner Kollegen in München, die meinen, Ulrich müßte im Paradies leben. Denkste! Er sieht auch die Schattenseiten der Stadt und ist dabei, die Faszination für diese einmalige Stadt zu verlieren, die ihn bei früheren Romreisen immer in ihren Bann geschlagen hat. Von den komischen Seiten des Lebens als "Halbrömer" berichtet er ebenso wie von ernsthaften Themen wie dem schrecklichen Erdbeben in L`Aquila, das Hunderte von Menschenleben kostete. Trotz allem bleibt Ulrich ein Glückspilz, der ein wunderbares Leben in einer atemberaubenden Stadt führen durfte!
  9. Cover des Buches Isola Mortale (ISBN: 9783455009354)
    Giulia Conti

    Isola Mortale

     (8)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Eigentlich ist es Simon Strasser, einem ehemaligen Polizeireporter, ganz recht als er von der interessanten Kommissarin Carla Moretti gebeten wird, sie mit seinen Sprachkenntnissen wieder einmal bei der Klärung in einem Mordfall zu unterstützen. Doch diesmal ist das Timing eher ungünstig, Weihnachten steht vor der Tür und seine Freundin Luisa ist gerade für einen längeren Aufenthalt bei ihm eingetroffen. Aber seine Neugier überwiegt und alle Bedenken sind schnell Makulatur. Als die aktuellen Ermittlungen durch einen plötzlich auftauchenden Cold Case in eine vollkommen neue Richtung geführt werden, ist Strasser nicht mehr zu bremsen. Obwohl er genau weiß, dass er sich mit seinen Alleingängen erfahrungsgemäß in Schwierigkeiten bringt, sieht er keinen anderen Weg um den nächsten Mord zu verhindern.

    Fazit
    Eine überzeugende Mischung aus crime und dolce vita, die in Kombination mit der passenden italienischen Atmosphäre, für beste Unterhaltung mit Suchtfaktor sorgt.

  10. Cover des Buches Tod & Trüffel (ISBN: 9783548280752)
    Carsten Sebastian Henn

    Tod & Trüffel

     (43)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear
    Name: Tod & Trüffel
    Autor: Carsten Sebastian Henn
    Genre: Krimi, Action, Drama
    Preis: Laut bücher.de 8,95€
    Seiten: 333
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 2009
    ISBN: ISBN-13: 9783548280752 | ISBN-10: 3548280757
    Verlag: List Verlag

    Rückentext:
    Eines Morgens ist das verschlafene Dorf Rimella menschenleer. Auf den Tischen steht noch das Geschirr, in den Gärten hängt noch die Wäsche. Das junge Windspiel Niccolò macht sich verzweifelt auf die Suche nach seinen Menschen. Nur der erfahrene Trüffelhund Giacomo kann ihm helfen, die Hintergründe seines Unglücks aufzuklären - und damit ein noch größeres zu verhindern. Für die beiden beginnt ein tödliches Abenteuer.


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
    Da mich Bücher mit Hunde-Hauptcharakteren immer interessieren, habe ich mich damals recht schnell dafür entscheiden, das Buch zu kaufen. Auch wenn ich leider nicht sagen kann, wo ich es gekauft habe. Ich weiß nur noch, es war irgendwann letztes Jahr O_o

    Komischerweise finde ich dieses Cover auch bei der Google Bildersuche nicht, nur welche mit einam anderen, das mir aber auch nicht so gut gefällt.

    Dann komme ich mal zu dem Buch. Es hat mich an das andere Buch erinnert, welches ich letztes Jahr gelesen habe, allerdings werden viele Dinge hier mit ihren normalen Namen angesprochen, was ich wirklich gut finde. In "Survivor Dogs" wurde alles aus Hundesicht beschrieben, egal, ob nun ein Hund etwas gesagt hat oder der Erzähler. Dadurch war aber oft nicht klar, was nun passiert ist oder um was genau geht. Das wurde hier verhindert, indem der Erzähler diese Dinge kennt und benennt.

    Auch, was die Treue der Hunde zu ihren Menschen angeht, musste ich ans Buch denken. Aber auch an die Realität. Allerdings konnte ich mir kaum vorstellen, dass wirklich alle Menschen ausnahmslos ihre Hunde zurücklassen. Ich würde meinen Hund mitnehmen, egal, wie eillig ich es hätte, denn ganz ehrlich: Ohne mich wäre er einsam und aufgeschmissen. Und man erfährt auch, was mit den Menschen passiert ist, was ebenfalls ein Pluspunkt gegenüber "Survivor Dogs" ist.

    Man bekommt die Sicht verschiedener Tiere zu sehen und es ist auch interessant, wie sich manche Tierarten einfach sprachlich nicht verstehen. Oft bzw fast immer ist es so, dass die Tiere sich von der Sprache her verstehen, dass es keine sprachliche Barriere gibt. Hier gibt es die eine oder andere Barriere, was das Ganze noch ein wenig interessanter macht. Es gibt die eine oder andere Wendung, die leider nicht so ganz überzeugen kann. Auch ist das Ende ein wenig schwach, leider.


    Leseprobe (die ersten 10 Sätze):
    Niccolò roch die heranreifenden Trauben der Rebstöcke, noch bevor seine Augen sich geöffnet hatten. Seine jungen Muskeln ließen den Körper emporschellen, und er rannte in den Tag, als wäre dieser so verheißungsvoll wie ein luftgetrockneter San-Daniele-Schinken. Und nur für angeschnitten worden.

    Der Wind trug das Parfum der Langhe wie seit Jahrhunderten über die Hügel des Dorfes Rimella. Die Nacht war kühl gewesen gewesen und ruhig, das Rascheln der Blätter des alten, weit ausladenden Maronenbaums hatte Niccolòs Träume begleitet und sie weich gebettet. Er hatte von Cinecitta geträumt, der zierlichen Terrierhündin der Bolgheris, die immer so hochwohlgebohren von ihrem schmiedeeisernen Balkon auf das Geschehen der Piazza sah, wo er mit den Jungs lag. Dort behielten sie stets alles im Blick und schnappten nach von der Hitze trägen Mücken.

    Die Morgenwärme lag wie ein Vesprechen über Rimella, als Niccolò von den Hügeln herabschoss. Die Sonne stand hinter dem Dorf, und die kleinen Häuser, von denen der farbige Putz alter Haut gleich abblätterte, bildeten eine dunkle, undurchdringliche Mauer. In Niccolòs Hundeaugen gab es nur Schattierungen von Grau.


    Fazit:
    Mir hat das Buch recht gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, dass ich es irgendwann in vielen Jahren wieder lesen werde. Ich kann es wie auch "Survivor Dogs" jedem empfehlen, der Hunde mag oder sich für solche Bücher interessiert. Es kommt auch vieles sehr realistisch herüber und damit auch authentisch, was die Freude beim Lesen noch ein wenig steigert. Zwar hätte man den einen oder anderen Punkt aus der Geschichte rauslassen können, da diese nicht so wichtig sind, aber gut, das ist jetzt schon leichtes Beschweren auf hohem Niveau. Das Buch bekommt von mir 4 Rubine :-)
  11. Cover des Buches Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe (ISBN: B00FNATFNU)

    Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Kurzrezi über ein zunächst abgebrochenes Buch.

    „Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco gehört sicherlich zu einem der am häufigsten rezensierten und tiefgründig besprochenen Büchern der Weltliteratur. Und Eco gehört zweifelsohne zu den anspruchsvollen Autoren. Die Buchgestaltung nenne ich hier einmal exquisit zusammen mit dem Schutzumschlag und dem selbstverständlich dazugehörigen Seitenbändchen. Die für die verschiedenen Protagonisten genutzten Schrifttypen sind eine hervorragende Idee und die genutzten Bilder und Skizzen unterstützen die Phantasie der Leserschaft ohne Frage.

    Wer mich und meine Rezensionen kennt, merkt sicher schon, ich habe meine Probleme mit dem Buch. Und ich schreibe es vorweg, ich musste es abbrechen. Obschon auf den letzten Seiten der Hinweis auf die chaotische Handlung hingewiesen wird, ist nicht das der Grund dafür. Nicht alles ist der Phantasie des Autors entsprungen, von dem ich bereits mehrere Bücher gelesen habe. Ich bin noch gar nicht soweit gekommen, dass ich den Inhalt des Klappentextes erreichen konnte. Dabei war ich schon im dreistelligen Seitenzahlbereich gelandet, als ich dann doch vorerst aufgehört habe zu lesen.

    Ja, es ist historisch geschichtliches Erzähltes. Doch zurzeit habe ich das Gefühl, dass die Historie mich überrannt, dass ich mitten in ihr lebe. Der Grund dafür liegt in den, ja ich weiß, schon immer währenden Hassreden gegenüber anderen Personengruppen, Ländern und so weiter und so weiter. Vielleicht reagiere ich darauf in diesen Monaten der Corona-Pandemie besonders empfindlich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die mit Rückblenden versehene Geschichte eines Mannes, Simon Simonini, der von seinem Großvater erzogen wird, seinen Vater nur sporadisch sieht und seine Mutter erst gar nicht, spielt zwischen 1830 und 1898 (ich lasse mich gerne verbessern). Simon darf nicht zur Schule und sein Zimmer bis zur Studienzeit im Hause des Großvaters nur selten verlassen. Seine Kindheit besteht aus Lernen, seine Lehrer sind Priester. Freundschaften und Kinderspiele sind ihm fremd. 

    Unfassbar viele verschiedene Priesterschaften werden aufgezählt, man verwirrt und verirrt sich zwischen denen, die ihn unterrichten, denen, die gerade an der Macht sind oder an die Macht wollen. Europa ist im Umbruch, Kaiserreiche werden gestürzt, Republiken gegründet, alles wieder verworfen und aufs Neue versucht. Zwischendrin unser Protagonist, der Juristerei studiert und letztlich bei einem Gauner landet, der sich das Vermögen nach dem Tod des Großvaters unter den Nagel reißt. Doch Simonini bekommt seine Chance es ihm heimzuzahlen. 

    Am Anfang aber sind da zwei Männer, einer ein Priester, einer ein Gauner, der sich Notar nennt und Urkunden fälscht. Ihre Wohnungen sind miteinander verbunden und sie tasten sich aneinander heran, indem sie ein gemeinsames Tagebuch führen, sich ergänzen. Was der eine nicht mehr weiß, ist dem anderen bekannt. Mich faszinierten die Rezepte, die mich alle paar Seiten reizten darüber zu recherchieren. Und wer weiß, was ich in dieser Richtung nun erst einmal verpasse. Irgendwann nehme ich das Buch wieder in die Hand und lese weiter. Dann beende ich meine Rezension. Versprochen.

  12. Cover des Buches Tartufo (ISBN: 9783453433441)
    Zdral

    Tartufo

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    "Zdral Tartufo" ist ein wahnsinnig tolles Buch, das zum träumen einlädt. Das Trüffelschwein Leonardo begibt sich auf die Suche nach dem Mörder seines Padrone. Die beiden waren ein unschlagbares Team im Trüffelgeschäft und haben sich mit gutem Essen und Wein den Abend nach einem erfolgreichen Tag versüßt.

    Als der Padrone Gobetti stirbt übernimmt der Sohn den Hof und das Geschäft, was weitreichende Folgen und Veränderungen mit sich bringt, mit denen nicht nur Leonardo zu kämpfen hat. Und so verläuft die Geschichte ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hätte, hält einige Lacher bereit und klärt zudem auf, über den Spürsinn und das Herz derer Tiere, die leider zu oft nur als Nutztiere angesehen werden.

    Besonders gut gefallen haben mir die Stellen in denen klar wird, wie weit wir Menschen uns eigentlich von der Natur entfernt haben. Besprühen uns mit Parfums und sonstigen Düften, dabei wäre der eigene Körpergeruch so aussagekräftig, wie sonst nichts. Hierzu gibt es einen tollen Ausschnitt aus dem Buch: "Da war er wieder, der unvergleichliche Duft. Eleonoras Duft. War in mein Unterbewusstsein gesickert und hatte mit jedem Atemzug meine Geschmackssensoren in Aufruhr versetzt. Schwebte im Raum als unsichtbare Versuchung, nistete sich in meiner Nase ein (...) Ein Fruchtaroma schien ihre Haut zu umhüllen, lieblich und rein."

    Ein weiterer schöner Abschnitt im Buch: "Unbeweglich blieb ich liegen, um das schöne Gefühl zu verlängern. Sagte nichts. Schloss die Augen. Ihr Atem dicht an meinem Ohr. Wilde Minze." Es geht als auch um die Liebe! Absolute Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Eine Privatsache (ISBN: B0000BQYI3)
    Beppe Fenoglio

    Eine Privatsache

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Tartufo. Roman. Ein geistreicher Krimi mit feingrunzendem Humor. (ISBN: B00BYJHMHK)
  15. Cover des Buches Der Steingänger (ISBN: 9783803127471)
    Davide Longo

    Der Steingänger

     (15)
    Aktuelle Rezension von: WolfgangHaupt
    Das Leben im Gebirge ist hart und dauert meist nicht lange. So ergeht es gleich Fausto, einem Schleuser, der Menschen von Italien nach Frankreich bringt. Cesare, der ihn findet, ahnt nichts Gutes, so entwickelt sich die Geschichte auch. Das Besondere: Kaum ein Wort verlässt die Lippen der dort Ansässigen, die Stimmung ist gedrückt, jeder hat etwas zu verbergen. Es zieht sofort hinein, diese düstere kalte Stimmung, als Bewohner der Alpenrepublik hat man schnell Verständnis und ist gleichermaßen froh, dass man in der Stadt geboren ist. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht, jeder versucht sein Auskommen zu finden, die Schleuserei ist da ein einträgliches, wenngleich gefährliches Geschäft. Die Freizeit gestaltet sich einsam, Cesares einziger Freund ist seine Hündin, die ihn stets begleitet, manchmal Sergio, kein richtiger Freund, eher ein im Schicksal Verbundener, dann zumeist in Begleitung Flüchtiger.
    Dialoge muss man suchen, es lebt von der Beschreibung der Umgebung, dem Leben, den Figuren, auch wenn sie wortkarg interagieren. So fällt auch meine Rezension aus.
    Mir hats gefallen, ein Autor, den man sich merken kann.
    Warum? Weil er anders ist, weil die Sprache eine Besondere ist.
    Spannungsmäßig hätte man eine Prise addieren können, allerdings schwierig, weil wahrscheinlich das Gedrückte und das Lokale untergegangen wären. 
    Fazit: Für Menschen, die etwas anderes suchen.
    Leseempfehlung? Klar.
  16. Cover des Buches Die Spur des Barolo (ISBN: 9783423216036)
    Paul Grote

    Die Spur des Barolo

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Marcel0901

    Ein Weinclub aus Düsseldorf begab sich auf eine Reise in das italienische Piemont. Zu siebt ist die Gruppe rund um den Protagonisten Arnold Strum gestartet, aber nur sechst kamen am Flughafen in Düsseldorf an. 


    Die Frau von Sturm, Francesca erwartete ihn zurück in Düsseldorf. Doch als er nicht kam und seine Reisegruppe sich nicht kümmerten, nimmt die Geschichte die Fahrt auf. 


    Nach einer Unterhaltung mit ihrer italienischen Familie reist sie Arnold nach und unternimmt die selbe Reise wie die Gruppe. Dabei stößt Francesca Sturm immer wieder auf Chinesen. Insbesondere in der Großkellerei Belmonte. 


    Dort wird ihr Mann festegehalten weil er zu viel weiß. Da "La Familia" in Italien wichtig ist, erhält sie Hilfe im Weingut von ihrem Cousin. Doch nciht nur er unterstützt bei der Suche. Da der Präfekt davon ausgeht, dass die Polizei unterwandert ist, hilft auch dieser mit. 


    Es ist empfehelnswert mit Francesca auf ihre Weinreise zu gehen

  17. Cover des Buches Solferino (ISBN: 9783701731510)
    Ulrich Ladurner

    Solferino

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ausgangspunkt der Geschichte, die Ulrich Ladurner (Auslandsredakteur der Wochenzeitschrift DIE ZEIT) erzählt ist das Tagebuch seines Urgroßvaters, der für Kaiser Franz Josef I. in den Krieg gegen Napoleon III. gezogen ist. Anhand dieses Tagebuches hat der Autor alle Schauplätze der Kampfhandlungen im Piemont und in der Lombarei besucht und dabei versucht zu sehen, was der Urgroßvater sah, zu verstehen, wie er sich gefühlt haben muss. Meine Motivation, dieses Buch zu lesen, war die vorherige Lektüre zweier Bücher von Josef Roth - Radetzkymarsch und die Kapuzinergruft - in denen immer wieder auf den "Helden von Solferino" hingewiesen hat, der dem Kaiser (Franz Josef I.) in dieser Schlacht das Leben gerettet hat. Ich wollte mehr über die Geschehnisse von damals wissen und das ist anhand dieses Buches gelungen. Allerdings hätte alles ein wenig frischer und spannender erzählt werden können - für ein historisches Sachbuch ist es wahrscheinlich nicht detailliert genug, für einen Roman ein wenig zu trocken. Dennoch - für geschichtlich interessierte ist es sehr empfehlenswert.
  18. Cover des Buches Vino Criminale (ISBN: 9783426501009)
    Michael Böckler

    Vino Criminale

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Cibo95
    nach langweiligen 50 Seiten abgebrochen ...
  19. Cover des Buches Das Geschäft mit der Seele (ISBN: 9783803131270)
    Beppe Fenoglio

    Das Geschäft mit der Seele

     (0)
    Aktuelle Rezension von: buerginc
    Beppe Fenoglio beschreibt in seinem Buch "Das Geschäft mit der Seele und andere Erzählungen" die Menschen und die Landschaft der Langhe. Er sieht sein Land und seine Landsleute genau, aber mit Nachsicht - die ihm vertrauten Menschen im Norden Italiens, ihre Träume wie die ihnen gestohlenen Hoffungen, aber auch die Landschaft seiner engeren Heimat, die Langhe, ihre Eichenwälder, Weinberge, ihre Spröde und Armut.
  20. Cover des Buches Blut & Barolo (ISBN: 9783548282749)
    Carsten Sebastian Henn

    Blut & Barolo

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Ellinett
    Leider war das Buch nicht mein Fall. Da ich mich weder mit Hunden, Weinen oder Italien auskenne, konnte ich zwar einiges Neues lernen, aber trotzdem kam die Geschichte nicht richtig in Schwung und hat mich wenig mitgerissen. Auch die Darstellung aus Hundesicht erscheint zwar hin und wieder ganz lustig, nervt aber auch nach einiger Zeit zusehends.
  21. Cover des Buches Schwarzer Trüffel (ISBN: 9783293207479)
    Michael Dibdin

    Schwarzer Trüffel

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Lago Mortale (ISBN: 9783455005462)
    Giulia Conti

    Lago Mortale

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Klappentext von der Verlagsseite

    Der erste Fall für Simon Strasser Inmitten der flirrenden Augusthitze träumt der ehemalige Polizeireporter Simon Strasser von nichts weiter als einem erfrischenden Bad im Lago d’Orta und einem Regenschauer. Doch dann entdeckt er auf einer herrenlosen Yacht die Leiche eines einflussreichen Fabrikantensohns. Simons alte Instinkte sind geweckt, doch an diesem beschaulichen See scheint jeder ein Geheimnis zu haben – das um jeden Preis gewahrt werden muss.

    Autoreninfo von der Verlagsseite:

    Giulia Conti ist das Pseudonym einer deutschen Journalistin und Reisebuchautorin. Sie hat viele Jahre in Frankfurt am Main gelebt und gearbeitet. Ihre zweite Heimat ist seit zwanzig Jahren ein kleines Dorf am Lago d’Orta in Norditalien. Lago Mortale ist ihr erster Roman.

    Erster Satz:

    Der Lago d’Orta lag spiegelglatt in der Sonne, die zackige Bergkette im Norden des Sees verschwamm im Hitzedunst.

    Aufbau:

    “Lago Mortale” umfasst umfasst 45 Kapitel, einen Epilog und eine Nachbemerkung der Autorin. Erzählt wird aus der dritten Person.

    Meinung:

    Wie zu Beginn gesagt habe ich nach einen spannenden italienischen Krimi Ausschau gehalten. Bei Vorablesen habe ich dann “Lago Mortale” von Giulia Conti entdeckt. Eingenommen durch das Cover und auch den Untertitel  “Ein Piermont Krimi” habe ich die ersten Seiten der Leseprobe gelesen. Die waren nicht nur interessant, sondern machten auch Lust auf mehr. Okay bewirbst du dich mal für das Buch, dachte ich so bei mir. Zum Glück habe ich es dann auch gewonnen und ich habe auch mit großem Interesse angefangen das Buch zu lesen.

    Aber die Ernüchterung folgte leider bald, war der Anfang noch gut und interessant durch den eigenartigen Tod von Marco Zanetti, so wurde es danach langsam und beschaulich.

    Vorweg ich mag Landschaftsbeschreibungen, ich lerne auch gerne etwas dazu, aber wenn ich dies vertiefend haben will, dann lese ich ein Sachbuch oder einen Reiseführer. Ich bin davon ausgegangen, dass ich einen Krimi bekomme und dann möchte ich auch eine Krimihandlung haben.
    Leider erzählt Conti viel über die Landschaft, die Geschichte und auch über den Bau des Mailänders Dom, sicherlich alles interessant und auch als Rahmenhandlung für den Fall zu gebrauchen. Aber für mich war es zu viel.

    Immer wenn es gerade mal spannend wurde, schaffte es Conti mit einer seitenlangen Beschreibung der Landschaft oder des Essens, die Spannung wieder rauszunehmen. Immer so kleine Appetizer, aber dann wieder Geplänkel, sei es die Beschreibung eines Ortes oder des Autos.

    Conti arbeitet nicht mit Dialogen, sondern mehr mit Beschreibungen, das mögen manche gut und toll finden, aber für eine Krimihandlung ist es kontraproduktiv. Nach der Hälfte des Buches fragte ich mich, ob ich einen Krimi oder einen Reiseführer lese. Streckenweise hatte ich echt das Gefühl, dass es das letztere ist. Ihr gelingt dadurch zwar ein Gefühl für die Region zu schaffen und auch Atmosphäre zu erschaffen, aber sie bringt damit die Krimihandlung zu erliegen.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass es alleine aus Simons Sicht geschrieben wird und er nun mal auch nicht ein starker Charakter ist. Sympathisch ja, aber auch für einen Journalisten mit sehr wenig Biss ausgestattet. Auch er lässt es schleifen, wie die Autorin. Ein bisschen mehr Ermittlungsarbeit vonseiten der Carabinieri dargestellt, hätte dem Buch gutgetan. Das war einfach zu wenig für mich. Dabei ist Carla Moretti sicher eine interessante Person.
    Conti arbeitet mit viel Personal, das mir aber auch zu blass bleibt und nicht mehr als bloße Randfiguren sind, auch wenn sie nachher eigentlich eine tragende Rolle inne haben.

    Gegen Ende hin, nach gut zweihundervierzig Seiten, kommt so etwas wie Spannung auf und die Krimihandlung beginnt. Aber leider etwas spät und daher für mich zu spät.

    Fazit

    “Lago Mortale” von Giulia Conti ist ein Debutroman. Wer einen spannenden Krimi erwartet, der wird enttäuscht sein. Es ist eher ein leichtes Wohlfühlbuch für zwischendurch.

  23. Cover des Buches Der Steingänger (ISBN: 9783499290398)
    Davide Longo

    Der Steingänger

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    Aktuelle Rezension von: Marlin55
    Cesare der Menschen und andere Dinge über die Berge Piemonts geschmuggelt hat, entlarvt durch den Mord an seinem Kumpel Fausto ein raffiniertes, verzweigtes Komplott, gleich einem Spinnennetz, kann er diesem entrinnen? 
    Eine ungewöhnliche Geschichte
  24. Cover des Buches Piemont (ISBN: 9783770158522)
    Helene Höngesberg

    Piemont

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    Noch keine Rezension vorhanden

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