Bücher mit dem Tag "pierre lemaitre"

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6 Bücher

  1. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783608963380)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  2. Cover des Buches Drei Tage und ein Leben (ISBN: 9783608981063)
    Pierre Lemaitre

    Drei Tage und ein Leben

     (107)
    Aktuelle Rezension von: BriBu031

    Ich habe das Buch verschlungen und bin begeistert ! Obwohl der Täter ja gleich am Anfang feststeht, hat mich gefesselt, wie der Autor die Spannung aufrecht erhält, ob, wann und wie der Täter entlarvt wird. 2 wirklich unerwartete Pointen gibt es auch, die Geschichte nimmt keine der möglichen Enden, die ich mir zunächst und auch  im Laufe der Geschichte vorgestellt habe.

    Fasziniert hat mich vor allem, die Psychologie des Täters, wie der Autor einem an den Konflikten des Täters teilhaben lässt, innerlich und äusserlich, und wie der Täter diese nie zu lösen vermag, bzw diesen aus dem Weg geht, um damit seine Lage eigentlich nur zu verschlimmern. Der Täter verstrickt sich zwischen Schuldeingeständnis und Versuchen, Entschuldigungen und Rechtfertigungen für seine Tat und sein Nicht-Sichstellen zu finden, immer tiefer. Die Fluchtversuche sind immer zum Scheitern verurteilt und so, tritt der Täter eine "innere Flucht" an, die aber auch nie gelingt. Jedes Mal, wenn er meint, dass er jetzt sicher sein könne, nicht enttarnt zu werden, tritt etwas ein, dass ihn davon überzeugt, seinem Schicksal nicht entrinnen zu können, ewig für die Tat büßen zu müssen, keine Ruhe zu finden, sich nie  von seinem Verbrechen zu lösen und ein eigenständiges Leben führen zu können. Diese ewige Ungewissheit, auch darüber, ob es Zeugen seiner Tat gibt, oder Vermutungen von anderen Menschen, bezüglich seiner Schuld, lässt ihn keine wirkliche Ruhe finden.

    Auch die Rolle der Natur, bzw der Naturgewalt, der Orkan Lothar, ist sehr wichtig für das Geschehen. Zwar wird das Leben des Dorfes duch den Sturm stark erschüttert, aber es tritt keine wirkliche  und nachhaltige Veränderung oder Verschiebung der Machtverhältnisse und Rollenvorgaben im Dorf ein. Auch für den Täter bietet  die Naturkatastrophe nur eine scheinbare Entspannung der Lage, bzw. Problemlösung. Tatsächlich kann er sich nur vorübergehend in Sicherheit wiegen, dass seine Tat nicht entdeckt wird. 

    Hat mich sehr an den Stil v. G. Simenon erinnert. 

    Der Faktor Zeit spielt eine große Rolle: Klingt ja schon im Titel an und endet auch mit diesem Thema.

    Weitere zentrale Themen sind: Unverständnis der Erwachsenen gegenüber dem, was den Jugendlichen wichtig ist; die Beengtheit der Dorfgemeinschaft, die zugleich Stabilität und Geborgenheit, aber auch Eingeschränktheit und Unterdrückung jeglicher Indivualität und Andersdenken bedeutet; und, wie ein kleiner Moment, zeitlich ein winziges Pünktchen, ein ganzes Leben aus den Fugen geraten lassen kann und nie wieder gutzumachende Konsequenzen nach sich zieht.

  3. Cover des Buches Der kalte Hauch der Angst (ISBN: 9783548280875)
    Pierre Lemaitre

    Der kalte Hauch der Angst

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Ela1989
    Sophie arbeitet als Kindermädchen. Doch ist sie in letzter Zeit immer häufiger verwirrt und wütend. Eines Tages spürt sie so einen tiefen Hass für den kleinen Léo, dass sie ihn ohrfeigt. Am nächsten Morgen liegt er tot in seinem Bett. Sophie kann sich nicht daran erinnern, was passiert ist, aber es gibt keine Einbruchsspuren, weshalb sie zur Hauptverdächtigen wird. Die Panik packt sie. Jetzt ist sie auf der Flucht. Doch ist das Leben oft anders als es scheint...

    Wer kennt das nicht? Man beginnt ein Buch, lernt den Hauptcharakter kennen und denkt, man habe die Person genau durchschaut. Doch dann wird ein Puzzlestück hinzugefügt und man ist verwirrt, stellt seine Meinung in Frage. Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Puzzlestücke hinzu und man muss sich immer wieder ein neues Bild schaffen von den Personen und der Handlung. Ein wirklich gelungenes unvorhersehbares Meisterwerk.
  4. Cover des Buches Wir sehen uns dort oben (ISBN: 9783442748822)
    Pierre Lemaitre

    Wir sehen uns dort oben

     (37)
    Aktuelle Rezension von: AlexanderPreusse

    Der Erste Weltkrieg nimmt in Frankreich einen bedeutenden Platz in der Erinnerungskultur ein. Ganz anders der Zweite, was sicherlich auch daran liegt, dass Frankreich 1940 eine katastrophale Niederlage gegen die Wehrmacht hinnehmen musste und gegenüber den anderen Siegermächten mit einem Minderwertigkeitskomplex belastet war.

    Ganz anders der Erste Weltkrieg, in dem Frankreich standgehalten hat und am Ende unzweifelhaft auf der Siegerseite stand. Das sollte vor Augen haben, wer den Reihentitel der Trilogie liest: Die Kinder des Desasters. Mit "Desaster" ist wohl der Erste Weltkrieg gemeint, was der Gloire des Sieges im Großen Krieg viel von seinem Glanz nimmt.

    Die Erzählung des Auftaktbandes setzt im November 1918 ein, wenige Tage vor dem Waffenstillstand. Was geschildert wird, ist alles, außer heroisch. Ein Offizier, der einen Angriff gegen die passiven Deutschen unternehmen will und dazu verbrecherische Mittel ergreift. Ein Soldat, der das bemerkt und von dem Offizier in eine lebensbedrohliche, ja tödliche Lage befördert wird.

    Ein weiterer Soldat, der bei seiner Rettungstat schwerst verwundet wird. Einer der bittersten Momente des Buches ist, wenn der Offizier voller Zynismus über die Verletzung zynisch äußert, es wäre keine gute Idee, eine Kugel mit den Zähnen auffangen zu wollen.

    Und so geht es weiter. Das Trio geht nach dem Krieg unterschiedliche Wege, trotzdem bleiben die Männer wie durch unsichtbare Bänder miteinander verbunden. Der Krieg bleibt zentrales Thema, allerdings immer noch wenig heroisch: Es wird betrogen, gelogen, intrigiert, Geschäfte auf den Gräbern der Toten werden gemacht und die Moral bleibt völlig auf der Strecke.

    Das kriegstriumphale Frankreich ist ein verrotteter Morast, voller Korruption und Falschheit. Und Lemaitre lässt seine Helden mitspielen, versuchen, in dem gruseligen Spiel um Geld und Macht ihren Schnitt zu machen, fern jeder moralischen Reinheit.

    Lemaitre ist untadelig boshaft, bisweilen sehr lustig in seiner Erzählung, seine Figuren haben Tiefe, Charakter und handeln wunderbar motiviert und nachvollziehbar. Sein Buch ist völlig zurecht ausgezeichnet worden, denn das ist es: ausgezeichnete Literatur

  5. Cover des Buches Opfer (ISBN: 9783608503708)
    Pierre Lemaitre

    Opfer

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Leider konnten mich weder Inhalt noch Schreibstil begeistern. Langatmig und verwirrend. Leider nicht meines!

  6. Cover des Buches Ein Held (ISBN: 9783608108057)
    Pierre Lemaitre

    Ein Held

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden

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