Bücher mit dem Tag "pilgern"
83 Bücher
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(4.112)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Nach einem Hörsturz und Gallenblasen-OP bricht Hape Kerkeling zusammen. Der bekannte Entertainer ist an einem Scheideweg und entscheidet sich im Sommer 2001 dazu, über den Jakobsweg zu pilgern. Eigentlich kein Wanderer durchlebt er körperliche Herausforderungen, denkt über das Leben nach und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen.
Für ihn wird die Wanderung auch ein Weg zu sich selbst, um sich klar zu werden, was für ihn im Leben wirklich zählt.
Kerkeling erzählt in der ihm eigenen Sprache, selbstironisch, heiter und doch mit viel Tiefgang und hat so ein Buch geschrieben, von dem man sich inspirieren lassen kann. Es muss vielleicht nicht immer die große Reise auf dem Jakobsweg sein, doch zu sich selbst ehrlich zu sein und sich Auszeiten im Alltag zu schaffen kann durch den manchmal turbulenten Alltag jeden Lebens helfen.
- Rachel Joyce
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
(1.382)Aktuelle Rezension von: Annis_BuecherregalDie unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt.
Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶♂️
"Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren."
Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren.
Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨
Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert!
Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?
- Paulo Coelho
Auf dem Jakobsweg
(204)Aktuelle Rezension von: seestarDie einzige Erzählung von Coelho, die mir gefallen hat! Fesselnd, packend, spirituell! Das Buch liest sich mitunter wie ein Krimi, so spannend es ist! Wie sehr wollte ich danach die gleiche Reise wiederholen!
Das war das erste Buch von Coelho, das ich gelesen habe, alles, was danach kam, hat mich leider nicht mehr berührt...
- Karsten Dusse
Achtsam morden am Rande der Welt (3)
(219)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksUm seiner Midlife Crisis zu entkommen, macht Björn Diemel auf Rat seines Therapeuten eine Pilgerreise. Doch schon bald merkt er: Sein Leben hat die Mitte längst überschritten und ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten. Während die Anschläge auf ihn immer wieder scheitern und ein Pilger nach dem anderen aus dem Leben scheidet, versucht Björn achtsam, sich zu verteidigen. Die großen Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr konkrete und gefährliche Bedeutung.
Björn Diemel lebt nach den Prinzipien der Achtsamkeit, versucht sein Leben zu ordnen und inneren Frieden zu finden. Doch selbst mit Meditation und Selbstreflexion bringt er Ordnung in ein Chaos, das weit über den Alltag hinausgeht. Mit jeder Handlung zeigt er, wie man Disziplin, Geduld und Strategie in Extremsituationen anwenden kann. Er ist clever, berechnend, aber auch humorvoll, was ihn sehr menschlich wirken lässt. Man spürt, dass er trotz seiner tödlichen Jobs Prinzipien hat. Seine Entwicklung im Buch zeigt, wie man persönliche Kontrolle und Moral auf die harte Probe stellt.
Die Nebencharaktere sind sehr lebendig und bringen zusätzliche Spannung ins Buch. Einige von Björns Kollegen und Gegnern zeigen, wie unterschiedlich Menschen auf Druck und Gefahr reagieren. Es gibt loyale Helfer, die Björn bewundern, aber auch skrupellose Rivalen, die ihm das Leben schwer machen. Jeder Nebencharakter hat seine eigenen Motive, Geheimnisse und Macken, die die Handlung abwechslungsreich gestalten. Besonders Björns Mitstreiter sorgen für witzige Momente, obwohl sie Teil der tödlichen Welt sind.
Der Schreibstil von Karsten Dusse war für mich nicht neu, da ich bereits die ersten beiden Bände der Reihe gelesen haben. Karsten Dusse schreibt klar und gleichzeitig witzig, sodass selbst die mörderischen Szenen fast wie schwarzer Humor wirken. Die Mischung aus Spannung, Humor und Psychologie macht das Buch überraschend leicht lesbar. Man kann den Gedankengängen von Björn gut folgen und wird gleichzeitig immer wieder überrascht. Die Balance zwischen Action, innerer Reflexion und Humor macht das Buch einzigartig. Auch der Lesefluss wurde hierbei in keiner Weise gestört.
„Achtsam morden am Rande der Welt“ ist spannend und überraschend humorvoll. Es zeigt, wie Achtsamkeit selbst in den extremsten Situationen helfen kann und wie man sie mit tödlicher Präzision kombiniert. Das Buch bleibt lange im Kopf, weil die Mischung aus Action, Strategie und schwarzem Humor ungewöhnlich und einprägsam ist. Die Nebencharaktere bereichern die Geschichte zusätzlich, ohne die Handlung zu überladen. Insgesamt ein Buch, das sowohl Spannung als auch Unterhaltung perfekt vereint.
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(431)Aktuelle Rezension von: lakitaIch glaube, Hape Kerkeling hat ein Gen, das ihn dazu befähigt, intuitiv zu spüren, was der Zuschauer und Leser und hier der Hörer erfahren möchte, denn seine sehr informative Beschreibung seines Jakobsweges bietet eine Mischung aus religiösen Momenten, teils esoterischen, aber auch jeder Menge alltäglichen, wie sie halt auf jeder längeren Wanderung auftauchen. Man liest nicht, wie er den Jakobsweg erwandert, sondern man geht mit ihm, man ist unmittelbar dabei, wenn es ihm perfekt geht, er Glücksmomente erlebt, aber auch, wenn er sich schindet, leidet, Pech mit dem Wetter hat und sich sein protestierender Körper meldet. Das alles schildert er so locker und teils humorig, dass man das Gefühl hat, man sitzt mit ihm gemütlich bei einer Tasse Kaffee und lässt sich von seinen Reiseerlebnissen brühwarm berichten. Gut gemacht!
- Anika Landsteiner
Gehen, um zu bleiben
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.
Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.
Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.
Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!
- Monika Peetz
Die Dienstagsfrauen
(436)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeSeit 15 Jahren treffen sie sich regelmäßig dienstags in Lucs Restaurant: Judith, Kiki, Eva, Estelle, Caroline. Aus einer anfänglich losen Bekanntschaft, wurde eine Frauenfreundschaft, die sich durch gemeinsame Urlaube und durchlebte Schicksalsschläge festigt. Als Judiths Ehemann Arne stirbt, bringt sie dessen Tagebuch auf die Idee einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Und ihre Freundinnen dazu. Doch die gemeinsame Erfahrung lässt die freundliche Fassade ihrer Freundschaft bröckeln.
Ich hatte mich beim Lesen auf ein wenig Zickereien, Geheimnisse und Blicke hinter die Masken der Frauen eingestellt und genau das auch bekommen. Nur wenig ist so, wie es der erste Eindruck vermuten lässt und es bieten sich einige unerwartete Wendungen und Überraschungen für die Protagonistinnen.
Leichte, spannende und abwechslungsreiche Lektüre für die man nicht katholisch sein muss.
- Felix Bernhard
Dem eigenen Leben auf der Spur
(20)Aktuelle Rezension von: mandalottiErstmal muss ich sagen, dass ich es schon mutig finde, dass sich Felix überhaupt auf den Weg gemacht hat. Bergauf, bergab ist schon mit 2 Beinen eine Qual, aber mit Rollstuhl stell ich mir das noch schlimmer vor.
Das Buch selbst war an sich ok, aber irgendwie kam ich mit dem Schreibstil nicht so klar, es lies sich nicht so flüssig lesen, dass ich trotz der wenigen Seiten ziemlich lange zum lesen gebraucht habe.
- Michael Sohmen
Winfried von Franken
(2)Aktuelle Rezension von: BuchliebhaberinIch habe dieses eBook bei einer Buchverlosung durch den Autor gewonnen, ganz herzlichen Dank dafür!
Die Bewertung fällt mir sehr schwer. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir sehr, doch mit der Umsetzung hatte ich meine Probleme. Die Sprache habe ich zum Beispiel als uneinheitlich empfunden, mal ist der Erzählton "altertümlich", mal modern, allerdings ohne Konsequenz. Teilweise ist sie gut an die jeweilige Sequenz angepasst, dann wieder nicht.
Die Charaktere, allen voran Sancho, haben mir gefallen, ich fand ihn enfach klasse. Sehr gut sind auch die Exkurse zur Geschichte der jeweils besuchten Städte, das habe ich als hochinteressant empfunden.
Das Buch ist schon sehr skurill, was ich an und für sich mag, doch hier war es für mich manchmal zu viel des Guten.
Es gibt auch eine ekelige Szene (Stichwort: Fuß), die war für mein Empfinden selbst für eine Satire zu übertrieben.
Man kann mich für gewöhnlich nicht so leicht verwirren, aber hier hat mich doch die ein oder andere Szene in Verwirrung gestürzt.
Ich habe die Geschichte gern gelesen, doch sie hat mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück gelassen, denn ich kann gar nicht so genau fassen, wodurch dieser Eindruck zu Stande kam, nur, dass ich letzten Endes nicht weiß, was ich von dem Roman halten soll.
Fazit: Bedingt unterhaltsamer Snack, der zum Nachdenken über unsere heutige Welt anregt. - Carmen Rohrbach
Muscheln am Weg
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer"Die Sesshaften bleiben zurück im immer Gleichen, die Vogelfreien wandern davon neuen Herausforderungen und Abenteuern entgegen." (Carmen Rohrbach "Muscheln am Weg")
Ein schönes Motto, das wohl das Leben der Autorin prägt. Bereits als junges Mädchen übte sie mit wenig Essen auszukommen, um sich auf die abenteuerlichen Expeditionen vorzubereiten, die sie in der Zukunft erleben wollte. Das bleib kein Traum, sondern wurde Realität, von der zahlreiche Reiseberichte zeugen.
Diesmal wollte ich mit einem Esel reisen und da kam mir das Buch "Muscheln am Weg" gerade recht. Über 700 km geht es quer durch das südliche Frankreich von Le Puy nach St. Jean-Pied-de-Port auf dem Jakobsweg mit "Chocolat" - einem liebenswerten Langohr.
Pilgerbegegnungen, Gespräche, Besuche in Kirchen und Kapellen und intensive Naturerlebnisse sorgen für abwechslungsreiche Eindrücke und informative Einblicke. Bildhafte Beschreibungen ermöglichen gutes Kopfkino, als würde man selbst vor der Kirchentür stehen und das kunstvolle Relief betrachten. Danke, liebe Carmen Rohrbach ... es war wieder sehr schön mit Ihnen zu reisen und es wird auch nicht mein letztes Mal gewesen sein ;o) - Marion Poschmann
Die Kieferninseln
(95)Aktuelle Rezension von: Herbstrose… kann Gilbert, Dozent und Bartforscher, nicht so genau auseinander halten. In der Nacht hat er geträumt dass seine Frau Matilda ihn betrügt, also, glaubt er, betrügt sie ihn auch. Hals über Kopf verlässt er sie, will Abstand von ihr, und nimmt den nächstmöglichen Flug – nach Tokio. Dort angekommen redet er sich ein, die Reise dienen seinen beruflichen Forschungen über Bärte, bis er die Beschreibung einer Pilgerreise des Dichters Basho entdeckt. Nun will er plötzlich zu den Kieferninseln, um dort den Mond aufgehen zu sehen. Noch bevor er seine Pläne in die Tat umsetzen kann erregt ein junger Mann mit Ziegenbärtchen seine Aufmerksamkeit. Es ist der Student Yosa, der sich mit Selbstmordplänen befasst. Jetzt muss er Yosa unbedingt davon überzeugen, dass sein Tod noch warten kann und sie zuerst gemeinsam die Pilgerreise unternehmen sollten …
Marion Poschmann, geb. 1969 in Essen, ist eine deutsche Schriftstellerin und Autorin von Prosa und Lyrik. Sie studierte Germanistik, Philosophie, Slawistik und Szenisches Schreiben, zunächst in Bonn und später in Berlin. Von 1997 bis 2003 unterrichtete sie im Rahmen eines deutsch-polnischen Grundschulprojekts das Fach Deutsch. Ihr Roman „Die Kieferninseln“ war nominiert zum Deutschen Buchpreis 2017 und stand auf der Shortlist. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.
Beeindruckend, wie leicht und humorvoll die Autorin dieses tiefschürfende Thema zu Papier bringt und welche Ironie in den Zeilen steckt. Von einigen Überraschungen abgesehen besteht die Geschichte eigentlich nur aus den Gedanken und den daraus resultierenden Handlungen des Protagonisten Gilbert, der beharrlich versucht seinem Begleiter, dem japanischen Studenten Yosa, die Kultur und Schönheit seines eigenen Landes zu erklären. Sehr poetisch und beinahe märchenhaft sind dabei die Naturbeschreibungen, auch wenn diese nicht immer Gilberts Erwartungen entsprechen. Als dann Yosa gegen Ende der Geschichte verloren geht fragt man sich, war das alles real oder nur Gilberts Traum? Die Wirklichkeit verschwimmt wie die Kieferninseln im Meeresdunst. War der junge Japaner real oder war er nur Gilberts Kopie, ein Spiegelbild seiner lebensmüden Gedanken und Wünsche? Wie dem auch sei, nun hat er sich davon befreit und kann seine Gedanken wieder seiner Ehe mit Mathilda zuwenden.
Fazit: Ein wunderbares Buch, das man mit Aufmerksamkeit lesen sollte und aus dem man viel über Japan und seine Kultur erfahren kann.
- Carmen Rohrbach
Jakobsweg
(9)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeKurzstory nach Fee
Carmen Rohrbach beschreibt in 2 Büchern ihren Weg von Le Puy in Frankreich nach Santiago de Compostela bzw. Cap Finisterre in Spanien. Sie reist den Weg erst mal von St. Jean Pied de la Port (Frankreich) nach Compostela und später bereist sie den französischen Teil des Jakobswegs. In diesem Buch wird aber der Weg richtig herum bereist, das heißt, erst Mal kommt das 2. Buch und dann das 1. Buch. Die Autorin ist ja praktisch falsch herum gewandert. Ihr gefiel der Weg so gut in Spanien und hat wohl bemerkt, dass sich das verkauft, dass sie spontan noch den größten Teil des französischen Wegs gewandert ist. Sie reist mit Chocolat ihrem Esel. Sie beschreibt die geschichtlichen Details mit ihrer Meinung ausführlich und dann trifft sie tatsächlich noch ab und an andere Menschen. Das kommt daher, dass sie oft zeltet und seltener in Herbergen schläft.
Fees Meinung
Ich finde immer noch, dass die geschichtlichen Details zu sehr herausgearbeitet sind und kann die 4 5-Sterne Rezensionen bei Amazon so gar nicht nachvollziehen. Für mich tritt das was ich wichtig finde und was mir bei Hape so gefiel, die Begegnung mit anderen Menschen und den Sinn und Zweck des Jakobsweg, eher in den Hintergrund. Die Autorin könnte überallhin mit ihrem Esel die Welt bereisen und Sehenswürdigkeiten beschreiben, dann würde es aber nicht so gut verkauft, da der Jakobsweg „in“ ist. Sie lernt zwar ein paar Menschen kennen, aber das Buch verläuft eher einsam mit Chocolat. Mir gefällt zwar die Geschichte, wegen des Esels, aber ich hatte mir doch mehr erhofft. Chocolat ist wie immer süß, toll und wild, aber auch eher am Rand beschrieben. Ich hasse die geschichtlichen Details dermaßen, das macht das Buch sehr langatmig, finde ich.Sie beschreibt auch, als ehemalige Botanikerin die Flora und Fauna des Weges, aber auch zu ausgiebig. Das Buch ist eher lehrreich und verkommt teilweise als Sachbuch, was ich sehr schade finde.
Das Buch ist toll, wenn man sich auch auf den Wanderweg machen möchte, weil es so detailliert beschrieben ist. Der Leser, welcher sich ein unterhaltsames Buch wünscht, langweilt sich eher. Wäre das ein Sachbuch, würde ich es als gut beschreiben und als Unterhaltsam, aber als Erzählungslektüre finde ich es einfach nicht so gut.
Es ist einfach zu viel. Man kann das Buch als lebendig geschriebener, sachkundigem Wander-, Botanischer- wie auch Kunstführer beschreiben. Von daher kann ich von der Seite einfach keine Empfehlung geben.
Dadurch dass sie meist so um die 15 km mit ihrem Esel schafft, benötigt sie natürlich viel länger für den ganzen Weg und von daher ist es sehr erstaunlich, dass sie ab und an wieder die selben Leute trifft. Sie macht ja auch ab und an Pause, von daher erscheint mir das ganze seltsam. Wahrscheinlich hab ich einfach zu viele Bücher über den Jakobsweg gelesen, denn ich glaube, sonst fällt das wohl niemandem auf.
Die Bilder sind wunderschön und sie könnte auch einen Bildband vom Jakobsweg verkaufen. Trotzdem empfinde ich persönlich das ganze ein wenig lieblos. Wäre nicht Chocolat, der Esel, hätte ich mir diesen Doppelband gar nicht angetan. Manchmal ist es wirklich schön zu lesen.
Fees Fazit:
Wem Kultur, Biologie, Wanderführer gefallen, der ist hier gut aufgehoben. Wer eine unterhaltsame Eselsgeschichte mit Begegnungen auf dem Jakobsweg erwartet, dem würde ich dann eher die Geschichte von Tim Moore und Shinto empfehlen oder dann tatsächlich die Geschichte von Hape Kerkeling. Von daher, da es um meine persönliche Meinung geht, 2 Sterne.PS: Das ist noch eine alte Rezi von Ciao Zeiten, die ich wahrscheinlich auch bei Bambali eingestellt hatte. Aber beide Online-Seiten gibt es leider nicht mehr. (November 2013)
- Brigitte Riebe
Straße der Sterne
(47)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderWir treffen auf die junge blinde Pilar die nach dem Tod ihres Vaters den Jakobsweg gehen möchte. Der reiche Händler war ihr ein und alles und sie fühlt sich nun allein und einzig ihr Diener Tariq ist für sie da. Wir schreiben das Jahr 1246 und die junge Frau macht sich mit Tariq von Regensburg aus auf nach Santiago de Compostela. Sie erhofft sich einen neuen Weg zuf finden und auch das Glück. Auf dem langen Marsch trifft sie auf viele Gefährten und findet neue Freunde und so kreuzen sich viele Lebenswege und Schicksale. Ein spannender historischer Roman der fesselt und eine starke Frau beschreibt. Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und hat schon zahlreiche Romane veröffentlicht.
- Kim Wright
Die Canterbury Schwestern
(110)Aktuelle Rezension von: MirarimHANDLUNG
Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen.
MEINUNG
Da ich Fan von Wanderungen bin und auch das Pilgern an sich ein sehr interessantes Thema finde, hat mich das Buch angesprochen. Ich mochte auch, dass 9 Frauen gemeinsam unterwegs waren, die sich nicht kennen, aber kennenlernen. 9 unterschiedliche Frauen, die alle ihre Geschichten in sich tragen.
Mit der Umsetzung selber hatte ich aber trotzdem manchmal so meine Probleme. In diesem Buch gab es Phasen, da hat es mich richtig mitgerissen und die Seiten flogen nur so. Aber dann kamen wieder die Phasen, in denen das Buch wochenlang wieder nur Teil meines CR-Stapels war...
Zum einen hatte ich vielleicht ein Problem damit mich mit Che zu identifizieren. Ich habe nicht sehr mit ihr sympathisiert - ich hatte aber im Buch auch das Gefühl, dass sie das selbst auch nicht hat. Noch dazu war sie in einem Alter (irgendwas zwischen Ende 40 und Anfang 50), zu dem ich je nach Schreibstil und Geschichte nicht immer den Zugang finde - so auch hier.
Der Aufbau in dem Buch war eigentlich auch gut gedacht. Zum einen wurde die Pilgerreise nach Canterbury beschrieben, gestreut mit vielen Gedankengängen von Che. Nacheinander wurden dann die Geschichten all der Frauen erzählt. Manche interessanter, manche weniger interessant. Durch beides - die Reise und die Geschichten - wurden immer mal wieder auch historische Fakten eingebaut, die sich gut integriert haben.
Mit den Geschichten wurden auch verschiedene gesellschaftliche Themen angesprochen, Probleme, die die jeweilige Person durchlebt hat. Mir sind nach dem Buch definitiv auch noch Geschichten in Erinnerung. Mit der Botschaft / Sichtweise / Interpretation so mancher Geschichte hatte ich aber auch meine Probleme.
Für das, was das Buch für mich versprochen hat, sind meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt worden. Ich glaube mir ist zum Teil zu wenig passiert und zum Teil fand ich die Dinge, die erzählt wurden nicht so relevant.
Es ist wahrscheinlich ein Buch, das ganz gut verschiedene Lebensgeschichten aufgreift. Das dazu aufruft zu akzeptieren und zu leben.
Das Ende war für mich dann auch etwas ernüchternd und ich war etwas enttäuscht. Trotzdem ist es aber auch kein schlechtes Buch. Vielleicht kann aber eine Frau, die eher um die 50 Jahre alt ist mit dem Buch mehr anfangen als ich 😊
2,5⭐️
- Sharon Garlough Brown
Unterwegs mit dir (1)
(33)Aktuelle Rezension von: Raphaela23Ich habe die Buchreihe nun bereits zum zweiten Mal gelesen und bin einfach begeistert! Die Bücher gehen nur so über vor Tiefe, Weisheit und Erfahrungsschatz. Der erste Band ist mein absoluter Favorit.
Die Geschichte aus den Sichtweisen von vier ganz unterschiedlichen Frauen ist sehr angenehm zu lesen und hat mich kaum mehr losgelassen. Durch die starke Verflechtung von Seelsorge, geistlicher Supervision und Theologie eignet sie sich eher für Menschen, die bereits im Glauben stehen und vielleicht auch mit einigen Fragen und Lebenssituationen zu kämpfen haben.
Durch die Verschiedenheit der vier Charaktere deckt die Erzählung eine große Bandbreite an Erfahrungen und Persönlichkeiten ab und ist sehr vielschichtig. Die Geschichte arbeitet mit kurzen Rückblenden ins Kindesalter, um die individuellen Kämpfe der Protagonistinnen psychologisch besser verstehbar zu machen. Dies ermöglicht dem Leser eine tolle Innenschau und regt extrem zur Selbstreflexion an. Die sehr erfahrene Autorin lässt viele psychologisch-seelsorgerische Details einfließen, wodurch die Inhalte und das sehr intensiv zur Geltung kommen. Dabei stehen ein einladendes Gottesbild und eine sehr differenzierte Christologie im Vordergrund. Gleichzeitig bleiben die Charaktere nahbar, verwundbar, ehrlich, herausgefordert und menschlich.
Bereichert wird die Erzählung der geistigen Reise durch ganz konkrete Übungen und Anleitungen, die gut für die persönliche stille Zeit oder Gruppenarbeiten genutzt werden können und einen tollen Mehrwert für das eigene geistige Leben haben.
Ich kann das Buch einfach jedem Gläubigen nur ans Herz legen! Lasst euch mitnehmen, berühren und verändern.
(TW für: Endometriose/TotalOP, Suizid und -versuch, sexualisierte Gewalt, Abtreibung)
- Rainer Ehritt
Vom Weg zur Quelle meines Sieges
(4)Aktuelle Rezension von: StreiflichtDieses Buch hat mich neugierig gemacht, weil ich inzwischen einige Leute kenne, die auf dem Jakobsweg gepilgert sind. Es hier nochmal aus einer ganz andere Persepktive zu lesen, fand ich spannend. Was bewegt jemanden, dass er sich auf die Pilgerreise macht, was empfindet und fühlt er, was erlebt er...?
Zuerst habe ich mich ein bisschen schwer mit dem Buch getan, weil ich den Schreibstil des Autors als etwas sperrig empfunden habe. Er ergeht sich manchmal in für mich etwas zu detailreichen Schilderungen. Sobald ich mich aber eingelesen hatte, war es ok.
Ich fand es interessant zu erfahren, was ihn dazu brachte, diese ganz besondere Reise auf sich zu nehmen. Auch die lange Reise selbst fand ich gut und lesenswert beschrieben. Man erlebt die Gedanken und Gefühle des Autors während des Wanderns und unterwegs mit - höchst spanennd.
Schön fand ich, wie die Gedichte, die der Autor unterwegs geschrieben hat, mit eingebunden werden. Und auch, dass man etwas über ihr Entstehen erfährt.
Wer sich auf den etwas eigenwilligen Stil des Autors einlässt und sich gedanklich mit ihm auf die Reise macht, wird viel Freude an diesem Buch haben.
- Annette Heusch-Altenstein
Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Kim Wright
Die Canterbury Schwestern
(4)Aktuelle Rezension von: ckfreeEigentlich eine schöne Grundidee, Frauen auf Pilgerschaft zu schicken, damit sie zu sich finden. Leider finde ich keinen Zugang zu den Frauen.
Aus Sicht Ches werden die Ereignisse der Wanderschaft geschildert, welche jedoch eher zäh sind ohne besondere Highlights. Durchbrochen werden diese von den Erzählungen der Lebensgeschichten der anderen Frauen. Diese wirken allerdings stückhaft, zusammenhanglos und schaffen es nicht, mich zu berühren.
Erst zum Ende hin bessert es sich etwas und Che erfährt eine gewisse Erleuchtung.
Die Sprecherin hat auch eine mir unsympathische Figur in einer Fernsehserie synchronisiert. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich mit ihr ebenso wenig warm werde wie mit dem Buch insgesamt. So nur 2,5*























