Bücher mit dem Tag "pilze"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pilze" gekennzeichnet haben.

135 Bücher

  1. Cover des Buches Das Dorf der Lügen (ISBN: 9783492304733)
    Barbara Wendelken

    Das Dorf der Lügen

     (89)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Dies ist der erste Band einer Krimireihe, die in einem fiktiven ostfriesischen Dorf namens Martinsfehn spielt. Die erst vor kurzem gestartete blutjunge Beamtin Viktoria Engel erschießt bei einem Polizeieinsatz, der sie gemeinsam mit ihrem Kollegen zu einem einsamen Hof gerufen hat, versehentlich den ebenfalls jungen Sohn des Pfarrers, Rouven Kramer. Das Ganze war eine Verkettung von unglücklichen Umständen, deshalb versucht Engel mit ihrem Kollegen, mit dem sie nebenbei bemerkt auch noch eine Affäre hat, den Sachverhalt zu vertuschen, da sie natürlich berufliche Nachteile durch den fatalen Fehler  befürchtet.  Dass das nicht gut gehen kann, ist dem Leser von vornherein klar, und so nimmt das Drama seinen Lauf. Die Jugend im Dorf ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, organisiert Proteste, und wenige Tage später geht Viktoria Engels Wohnung in Flammen auf, wie durch ein Wunder war sie selbst nicht zu Hause. Die Kripo vor Ort ermittelt, allen voran der sympathische langjährige und erfahrene Dienstleiter Renke Nordmann, der sich als einer der wenigen von der jungen noch dazu bildhübschen Polizistin Engel nicht den Kopf verdrehen lässt. Oft glaubte ich als Leser zu wissen, wie alles zusammen hängt, durch kleine Details ändert sich dann die Handlungsrichtung, und man wird wieder auf eine neue Fährte gelockt, die Autorin hält die Spannung bis zum Schluss. 

    Fazit: ein unaufgeregter Lokalkrimi mit fantastisch und unglaublich authentisch gezeichneten Charakteren, der mir durch den sehr angenehmen und spannenden Schreibstil der Autorin kurzweilige Leseunterhaltung geboten hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!

  2. Cover des Buches Vaters unbekanntes Land (ISBN: 9783802595790)
    Bernhard Stäber

    Vaters unbekanntes Land

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Bernd Stäber zeigt in seinem ersten Thriller ein Gespür für einen plausibelen aber auch schnellen Thriller. Der Psychologe Arne Eriksen,  fährt zur Erholung in das Land seines Vaters, nach Norwegen, um einen überlebten Mordanschlag zu verdauen. Er lernt dort durch einen Zufall die Polizistin Kari kennen und schlittert so in einen Mordfall hinein. Und dann wird das Buch immer spannender und nimmt immer mehr Fahrt auf.

    Auch wird seine psychische Störung immer mehr thematisiert und es wird auch ein wenig erklärt, wie er es geschafft hat seine Angst zu kontrollieren.

    Alles in allem ist es ein Thriller, wo man etwas mitnehmen kann, wenn man will. Elemente der griechischen Mythologie tauchen auf, man lernt etwas über die Sami, oder wie man sie früher nannte die Lappen.

    Man wird bei dem Roman aber auch in die Abgründe von Familien geführt, die man sich auch  durchaus vorstellen kann. Aber keine Angst, es ist doch alles immer wieder anders als man es sich vorstellt.

    Für mich ist „Vaters unbekanntes Land“ ein interessant und intelligent geschriebener Thriller, der komplett unter die Haut geht, einen zum Nachdenken anregt, aber auch vielleicht ein bisschen zum Nachlesen über dieses unbekannte Land Norwegen.

    Es gibt immer wieder verschiedene Einflüsse in dem Thriller, die aber wirklich einen nie überfordern. Außer vielleicht eines, dass der Schluss einfach ein wenig zu schnell kommt. Aber dies ist so oder so oft so, dass das Ende dann doch immer wieder zu schnell kommt, da sich auf den letzten 70-100 Seiten teilweise die Ereignisse überschlagen.

    Aber alles in allem ist auch das Ende überraschend und plausibel, und ich freue mich irgendwann wieder mal einen Thriller mit Arne Eriksen, Frode oder Kari zu lesen.

    Literaturlounge.eu

  3. Cover des Buches Cold Storage - Es tötet (ISBN: 9783959673419)
    David Koepp

    Cold Storage - Es tötet

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In diesem wissenschaftlichen Thriller von David Koepp geht es um eine tödliche Bedrohung durch eine mutierte Pilzart.

    Das Buch fiel mir direkt mit seinem passenden Cover auf. Es wirkt auf dem ersten Blick sehr toxisch und gefährlich und verspricht einem sehr viel Spannung und Action. Und genau das liefert diese tolle Geschichte auch.
    Ich fand den Hauptprotagonisten Roberto sehr stimmig und sympathisch. Ich musste auch ab und zu über die Dialoge schmunzeln, weil diese manchmal sehr amüsant waren.
    Den ersten Ausbruch des Pilzes erleben wir einige Jahre in der Vergangenheit, bis die Geschichte dann in die Gegenwart übergeht.
    Was mir besonders gefallen hat, sind die kurzen Textpassagen, die der Pilz bekommen hat. Wir erfahren hier einiges über das Denken und Handeln dieses Wesens.
    Der Autor David Koepp ist eigentlich ein Drehbuchautor und das merkt man auch. Das Buch lässt einen in einen atemberaubenden Film eintauchen, was dieses Buch zu einem absoluten Pageturner macht.
    Ich selber, habe dieses Buch als Hörbuch gehört, und dass quasi fast am Stück, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

    Ein tolles Buch mit einer spannenden Geschichte, sympathischen Charakteren und einem wichtigen Thema, welches im realen Leben leider gar nicht so abwegig wäre.

  4. Cover des Buches Mord gut abgeschmeckt (ISBN: 9783960872849)
    Janet Laurence

    Mord gut abgeschmeckt

     (31)
    Aktuelle Rezension von: monethi
    Janet Laurence begann ihre berufliche Laufbahn in der Öffentlichkeitsarbeit, bis sie mit ihrem Mann nach Somerset zog und dort Kochkurse leitete. Nebenbei schrieb sie regelmäßig für den Daily Telegraph und verfasste eine wöchentliche Kolumne zum Thema Kochen. Heute schreibt sie sowohl Kochbücher als auch Kriminalromane und lebt mit ihrem Mann in England und in der Bretagne. Wenn sie nicht gerade an einem Buch arbeitet, spielt sie Bridge, geht ins Kino oder stattet ihrem Buchclub einen Besuch ab.

    Mord gut abgeschmeckt  -Darina Lisles' zweiter Fall
    Im zweiten Band der  Krimireihe von Janet Laurence hat Darina  mit einem heimtückischen Mord an der Geschäftsteilhaberin einer Freundin zu tun. Diese Freundin hat einen exklusiven Catering-Service und bittet Darina, ihr im Geschäft zu helfen. Darina versucht  natürlich den Mörder /die Mörderin zu finden. Und wie früher arbeitet sie  mit dem  netten Polizisten(William Pilgram) zusammen.
    Der Krimi ist gut geschrieben, auf eine angenehme  Art. Das hat mir gut gefallen.
    Die Personen sind gut ausgearbeitet, die Plot sind spannend und es macht Spaß gemeinsam mit der "Hobbypolizistin" zu rätseln und den Mörder zu ermitteln.
    Ich lese die Reihe gerne und gebe diesem Roman dann 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Serafinas Geheimnis 1. Dreimal schwarzer Kater (ISBN: 9783791500652)
    Sabine Ludwig

    Serafinas Geheimnis 1. Dreimal schwarzer Kater

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm
    Hexengeschichten haben mich seit meiner Kindheit begeistert, ich denke Bibi Blocksberg ist Schuld, und ich lese solche Geschichten auch heute noch gerne. Sei es Kinderbuch oder für Erwachsene, daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch.

    Leider konnte dieses Buch nicht mit meine Erwartungen mithalten. Es ist kaum eine Hexengeschichte, wenn Serafina nicht ein einziges Mal hext und auch sonst die Hexerei eher im Hintergrund eine Rolle spielt.
    Die Geschichte fand ich einfach nur seltsam und konnte mich leider nur wenig begeistern.  Auch Serafina war für mich als Charakter nur wenig interessant.

    Die Zeichnungen waren ganz niedlich, aber  auch hier habe ich schon bessere gesehen.
    auf weitere Bücher aus der Reihe werde ich verzichten.
  6. Cover des Buches Das Geflecht (ISBN: 9783499258480)
    Andreas Laudan

    Das Geflecht

     (103)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Einige Jugendliche fallen in einem alten Bergwerk in einen Schacht und landen in einer Höhle, aus der sie nicht alleine herauskommen. Während sie verletzt auf Hilfe hoffen, merken sie nicht, wie etwas in der Dunkelheit langsam auf sie zukriecht.

    Auch wenn 95 % des Buches in der Höhle spielen und davon handeln, wie sie einen Weg nach draußen suchen und sich diesen zu erkämpfen ist das Buch richtig spannend. und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, es lässt sich flüssig und schnell lesen und hat mir gut gefallen. Beeindruckend fand ich auch die Selbstständigkeit und den Lebensmut der blinden Höhlenforscherin. Ich hätte mir aber etwas mehr über das Geflecht selbst gewünscht.

    Alles in allem lesenswert, wenn man Spannung mag und Bücher, die ein richtiger Pageturner sind.

  7. Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)
    Vera Kissel

    Die Glückssucher

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    Klappentext:

    Und wenn man ein Mädchen wirklich liebt, tut man alles was nötig ist. Lügt und betrügt, was das Zeug hält. Das. Ist Verantwortung in der Liebe.

    Lukas ist fünfzehn und zum ersten Mal richtig verliebt. Nicht nur verknallt- nein, das hier ist echt. Für dieses Mädchen würde er alles tun. Seine Jacke zerschneiden zum Beispiel. Oder sich mit seinem Kumpel Birol anlegen. Aber die Sache mit der Liebe ist nicht so einfach und überall lauern Gefahren, die das Glück bedrohen. Wozu Lukas wirklich fähig ist, wenn es um die ganz großen Gefühle geht, kann es sich nicht vorstellen. Doch noch in diesen Sommerferien wird er es herausfinden.

    Meine Meinung:

    Am Anfang bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm geworden. Gegen Ende konnte ich mich an den besonderen Schreibstil gewöhnen, doch gefallen hat er mir überhaupt nicht.

    Mit Lukas bin ich eigentlich von Anfang an gut klar gekommen. 

    Lukas Kumpel, Birol fand ich auch ganz okay. Teilweise kam er ein wenig emphathielos rüber, aber in den letzten Kapiteln hat es sich sehr gebessert.

    Gülbahar konnte ich auch sehr gut verstehen und auch mit ihr bin ich von Anfang an gut klar gekommen.

    Über Lukas' anderen Freund konnte ich die ganze Zeit nur lachen. Er war wirklich albern. Durch ihn wurde das Buch ein wenig aufgelockert.

    Bewertung: 

    3 von 5 Sternen. Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne vergeben.

    Fazit:

    Von Vera Kissel werde ich keine weiteren Bücher lesen, da ich mit ihrem Schreibstil einfach nicht klar komme. Das Buch war ganz gut für zwischen durch, aber erhält keine explizierte Leseempfehlung von mir.

  8. Cover des Buches Die letzten Meter bis zum Friedhof (ISBN: 9783499273889)
    Antti Tuomainen

    Die letzten Meter bis zum Friedhof

     (53)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Der 37jährige Jaakko fällt aus allen Wolken, als er von seinem Arzt erfährt, dass er an nichts anderes als einer Vergiftung leidet, an der er demnächst sterben wird. Jaakko ist 37 Jahre alt, verheiratet und Geschäftsführer eines Pilzhandels. Noch dazu wird er Zeuge davon, wie seine Frau ihn mit einem seiner Angstellten betrügt. 

    Damit nicht genug, da ist auch noch die Konkurrenz in Form der neuen Geschäftsleitung eines weiteren Pilzlieferanten, die ihm scheinbar auch nach dem Leben trachtet. 

    Die Pilzhandel-Idee fand ich ziemlich gelungen, so ein Setting habe ich noch nie gehabt. 

    Nachdem ich gut in das Buch gestartet war mit seinem düsteren Humor, bin ich aber hier und da über Längen gestolpert, die definitiv den Charme der anderen Art gestört haben. Soviel zu der erste Eindruck trügt.









  9. Cover des Buches Dein fantastischer Balkongarten (ISBN: 9783706626750)
    Fühl dich Löwenzahn

    Dein fantastischer Balkongarten

     (17)
    Aktuelle Rezension von: teretii

    In der Hängematte baumeln, einen Cocktail schlürfen, ein paar Andenbeeren snacken - klingt nach einem fernen Urlaubsparadies? Ist es aber nicht! Darf ich vorstellen: dein fantastischer Balkongarten!

    Zauber dir dein selbst angebautes Gemüse auf den Teller.spendet Schatten im Hochsommet, schirmt dich von der Außenwelt ab und schaut dabei so schön aus, dass du dich gar nicht sattsehen kannst. Auch Klima, Bienen und andere Tierchen werden dir dafür dankbar sein - ganz zu schweigen von den er Lebensfreude. Denn wer den eigenen Lieblingsort direkt vor der Balkontür hat, der braucht zum Glücklichsein eigentlich nicht mehr viel oder?

    Also ich bin total begeistert von dem Buch! Dort stehen so viele tolle Ideen drin, dass ich mich fast gar nicht entscheiden kann, was ich ausprobieren möchte.  

    Alles ist richtig gut und verständlich beschrieben. Total einfach und leicht zum Nachmachen. Teilweise auch mit schönen Bildern. Ich habe mich als erstes für "Willkommen im Dschungel: Gemüse, das in den Himmel wächst" entschieden und bin gespannt wie es im Laufe des Jahres noch werden wird. Aber bis jetzt bin ich schon richtig gut zufrieden.

    Für jeden der eine  Balkon hat und etwas anbauen möchte, ist dies Buch perfekt!

  10. Cover des Buches Pilzgeflüster (ISBN: 9783706626712)
    Magdalena Wurth

    Pilzgeflüster

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Denise43437

    Das Buch „Pilzgeflüster“ wurde von Magdalena Wurth (Agrarwissenschaftlerin) und Moritz Wildenauer (gelernter Tischler) geschrieben und ist im Löwenzahn Verlag erschienen. 

     

    Es enthält verschiedene Informationen, dazu, wie man selbst Pilze züchtet. Dabei werden sowohl Pilze vorgestellt, die im Garten, im Innenhof, auf dem Balkon oder auch in der Wohnung wachsen. Bei den vorgestellten Pilzen handelt es sich zum Beispiel um Champignons, Igelstachelbart, Kräuterseitling, Reishi, Shiitake und Waldviertler Austernseitling. Thematisiert werden dabei insbesondere der richtige Standort für den jeweiligen Pilz, die Materialien, die benötigt werden, wie beispielsweise das Nährmedium, das unter anderem Holz, Stroh oder Kaffeesatz sein kann, sowie wie die Pilze vermehrt und gezüchtet werden. 

     

    Des Weiteren wird erläutert, wie die Pilze gepflegt werden müssen und wann sie geerntet werden können. Weiterhin werden Fachbegriffe erklärt und die unterschiedlichen Pilze im Rahmen eines Portraits vorgestellt. In diesem sind allgemeine Informationen zum Pilz sowie die Kategorien „Hier fühle ich mich wohl“, „Das brauche ich zum Wachsen“, „Da darfst Du mich ernten“, „Darauf musst Du bei mir achten“ sowie „So schmecke ich am besten“ enthalten. Durch Symbole wird dargestellt, welche Art von Kultur der Pilz bevorzugt.

     

    Die Texte sind verständlich geschrieben und werden durch vielen abwechslungsreiche Fotos und Zeichnungen ergänzt. Das Buch ist insgesamt sehr farbenfroh und es wird viel mit unterschiedlichen Schriften und Fettschrift gearbeitet.

     

    Gut gefallen haben mir beispielsweise die Tabelle, in der die Pilzart, die benötigte Holzart sowie der Durchmesser, den der Stamm haben sollte, enthalten ist und die übersichtlichen, verschiedenen Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Fotos und Zeichnungen sowie die Übersicht über die Pilze und ihre Wohlfühlorte.

     

    Insgesamt ist es ein informatives Buch, dass das Thema Pilzzucht verständlich erläutert. Ich werde auf jeden Fall mal ausprobieren Pilze zu züchten, allerdings kann ich mir eher weniger vorstellen, dass ich mich für eine Pilzsorte entscheide, die einen Stamm zum Wachsen benötigt.

  11. Cover des Buches Das grüne Wunder (ISBN: 9783833869532)
    Ina Sperl

    Das grüne Wunder

     (5)
    Aktuelle Rezension von: lielo99

    Im Garten geschieht kaum etwas, das keine Auswirkungen auf das gesamte System hat. Fast alles hängt zusammen, ist Ursache oder Wirkung.“

    Mit diesen Sätzen beginnt das spannende und lehrreiche Werk #DasgrüneWunder von Ina Sperl. Es beschreibt detailliert, welche Beobachtungen zu welcher Jahreszeit gemacht werden können. Also unter anderem, welche Blumen dann gerade blühen oder in welchem Reifezustand sich bestimmte Gemüsesorten befinden. Dazu gibt es zwischendurch immer ein Kapitel mit „Expertenwissen“. Hier schreiben Wissenschaftler über neueste Forschungsergebnisse.


    Weitere sehr interessante Fakten sind: Wie Tiere aus dem Winterschlaf kommen und was sie dann fressen, welche Farben die einzelnen Insektengruppen bevorzugen oder wie diese Farben überhaupt entstehen. Dann die Frage, warum einige Blüten mehr Duft verströmen als andere und etliche sogar nur in der Nacht duften. Welcher Standort ist perfekt und warum vertragen einige Pflanzen sich nicht, wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft stehen.


    Eine ausführliche Beschreibung von „Schädlingen“ und deren Fressbild gibt es ebenfalls zu lesen und warum manche Insekten so lange „Rüssel“ haben. Zwei Lebewesen (ja, Pflanzen gehören auch dazu) begleiten den Leser die ganze Zeit. Das ist die Erdhummel und der Giersch. Spannend, wie genau sie hier beschrieben sind.


    Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Ich habe vor mehr als 40 Jahren meinen Abschluss als Gärtner gemacht und dachte immer, ach, solche Bücher können dir doch nichts Neues mehr vermitteln. Das war borniert und bei #DasgrüneWunder wurde ich eines Besseren belehrt. Ja, ich habe auch hier etwas erfahren, was ich nicht wusste. Oder kennen Sie etwa die Blumenuhr und wissen, wer sie erfand und wo sie heute steht?


    Viele Zeichnungen und Fotos gibt es zu sehen und die ausführliche Beschreibung von Giftpflanzen ist nicht nur für Hobbygärtner sehr wichtig. Gerade wenn Kinder und/oder Haustiere mit in der Gemeinschaft leben, müssen sie davor geschützt werden. Der Anhang besteht aus 5 Kapiteln:


    1. Adressen von Einrichtungen, die besucht werden können

    2. Seiten im WWW

    3. Wo Interessierte Bodenproben zur Analyse hinschicken können

    4. Weiterführende Literatur

    5. Die Adresse der Experten, die in dem Buch zu Wort kamen.


    Für mich ein äußerst wertvolles Buch, welches ich bestimmt immer mal wieder zur Hand nehme.


  12. Cover des Buches Kochen wie die Halblinge (ISBN: 9783938922422)
    Patzy Llaleena aus dem Ilmental

    Kochen wie die Halblinge

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Reinländer

    Klappentext / Inhalt:

    Schlemmen wie ein Halbling? Das Familienkochbuch von Patzy Llaleena aus dem Ilmental bietet jede Menge Rezepte für Leckermäuler.
    - mehr als 50 Gerichte (vom ersten Frühstück bis zum deftigen Abendmahl)
    - liebevolle, handgezeichnete Abbildungen
    - zahlreiche Halblingsweisheiten und allgemeine Küchentipps
    Mit Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst ist der Leser jederzeit auf überraschende Besuche vorbereit und kann ihnen blindlings in gefährliche Abenteuer folgen. nach einer ausgiebigen Mahlzeit.

    Cover:

    Das Cover ist passend zum Titel gestaltet. Ein Halbling mit Kochmütze ist erkennbar. Auch der Hintergrund ist passend gezeichnet.

    Meinung:

    Ein sehr stylisches und fantastisches Kochbuch, welches allein von der Optik, den Halbling Charakter sehr gut trifft.

    Eine verschnörkelte Schrift und gezeichneten Illustrationen und Bilder, die sich durch das Buch ziehen, machen ein besonderes Flair aus. Man hat das Gefühl sin in einer Hobbit Höhle zu befinden und einen Einblick in die Speisekammer zu erhalten. 

    Das Buch ist einfach von der Optik ein richtiger Blickfang und auch sehr gut durchdacht. Die handgezeichneten Abbildungen runden das Buch perfekt ab. Die wunderschönen Zeichnungen machen das Ganze perfekt.

    Die Rezepte sind einfach und gut gewählt. Die Einleitung ist in Textform verfasst. Um das Rezept im ganzen zu erfassen sollte man den kompletten Text zum Rezept zuvor einmal gelesen haben und beim Nachkochen, sich dann Schritt für Schritt herantasten. Da es als gesamter Text formuliert ist, ist dies zwar sehr stylisch, macht es aber zu Beginn nicht ganz leicht. Schritt für Schritt Anweisungen sind da einfacher. Aber man findet sich schnell in die Machart hinein und dann auch viel besser damit zu recht. Die Zutaten werden sehr übersichtlich in einer Liste an der Seite aufgeführt und sind daher schnell erkennbar.

    Die Idee hinter dem Buch ist einfach toll. Mir hat die Idee und die Umsetzung sehr gut gefallen. Ein tolles Kochbuch nicht nur für Fantasy und Herr der Ringe Fans. Stylisch und einfach wundervoll hergerichtetes Kochbuch mit ollen Rezeptideen. 

    Fazit:

    Ein sehr stylisches und fantastisches Kochbuch, mit tollen Rezeptideen, nicht nur für Fantasy-Fans.

  13. Cover des Buches Die Elfen von New York (ISBN: 9783423213707)
    Martin Millar

    Die Elfen von New York

     (98)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dinnie, ein übergewichtiger Menschenfeind, war der schlechteste Geiger von ganz New York. Trotzdem übte er gerade tapfer, als zwei hübsche kleine Feen durch sein Fenster im vierten Stock flatterten und auf seinen Teppich kotzten.
    "Entschuldigung", sagte die eine.
    "Ach was", sagte die andere. "Für Menschen riecht Feenkotze bestimmt köstlich."
    Zu dem Zeitpunkt war Dinnie aber schon halb die Treppe hinunter und wurde immer noch schneller.
    "Zwei Feen sind durch mein Fenster und haben auf meinen Teppich gekotzt!" schrie er, als er unten auf der 4. Straße angekommen war. Er bemerkte gar nicht, welche Wirkung seine Worte auf die Passanten hatten, bis ein paar Häuser weiter die Müllmänner ihre Tonnen abstellten und ihn auslachten.
    "Was ist los ?"
    "Da oben", schnaufte Dinnie. "Zwei Feen - mit Schottenröcken und Fiedeln und kleinen Schwertern... grünen Schottenröcken"

    So beginnt eine nicht ganz alltägliche Geschichte von Feen in der Stadt New York... witzig, extrem verdreht, gleichzeitig stellenweise wirr, aber auch nachdenklich und mitfühlend...

    Dinnie bekommt eines Tages urplötzlich Besuch von zwei betrunkenen schottischen Feen, angelockt durch sein wohl schlechtestes Geigenspiel, dass die beiden je gehört haben... Den beide sind - wenn auch sie sich gegenseitig ständig zanken - die größten Fiedlerinnen unter den Feen, dabei eine Feen-Fiedler-Punkband zu gründen...
    Doch leider waren sie nun nicht nur dank einer Fliegenpilz- und Whiskeyorgie überaus betrunken, nein sie befinden sich auch noch auf der Flucht vor den schottischen Feen, da die beiden was extrem dummes angestellt haben, was aber die Fehde der Clans nach sich zieht... und so landeten sie nichts ahnend in einer Maschine nach New York... hier sitzen sie nun fest...
    Die beiden verzanken sich so richtig... wer hätte es auch anders geahnt... und jeder sucht sich seinen "Menschenfreund" und geraten immer wieder in abwegige Situationen und richten unbewusste Dramen und bis hin zu Bandenkriegen an...
    Dabei wollen sie doch nur helfen ^^

    Martin Millar hat hier eine etwas andere Geschichte über Feen geschaffen, die einen einerseits zum lachen bringt, wirr den Kopf schütteln lässt, Szenen die einen an einen volltrunkenen Rausch selber erinnern und dann gleichzeitig berühren und nachdenklich machen.
    Ein chaotischer Cocktail, der das Buch zu etwas besonderem macht.
    Hinzu eine Priese schottische Fiedlermusik und die Klänge eines Dudelsacks, genauso wie Punk und Rock'n'Roll... das ist Schottland in New York.

    Die beiden kleinen chaotischen Elfen sind dabei genauso liebevoll und amüsant gestaltet, wie ihre menschlichen Freunde. Kerry ist nicht nur liebevoll, sondern auch aufgrund ihrer Krankheit ein starker Charakter, Dinnie kann trotz seiner Ecken und Kanten sehr charmant sein...
    Und mittendrin die Elfen, die alles nur gut meinen und doch das höchstmögliche Chaos anrichten.

    Doch der Autor regt auch zum Nachdenken über die Gesellschaft an... sei es nur die Art Geld zu verdienen und seine Wohnung zu verlieren, oder gar eine schwere Krankheit zu meistern und bis hin zu Obdachlosen die auf der Straße sterben und nicht beachtet werden, da es Alltag ist.
    Und die Kritik wie einfach es doch ist, Bandenkriege zu entfesseln oder einen Krieg entstehen zu lassen, aus mehr oder weniger Nichtigkeiten...

    Dazwischen immer wieder Szenen einer verwirrten und unter Alkohol einfluss stehenden Pennerin, die den Leser ebenso verwirren, doch dadurch die Welt aus ihren Augen wahrnehmen lassen.

    Hinzu noch eine Prise Fantasy und der Glaube an Feen... entstanden in Irland und Schottland, erzählt von den Feen selber, wie sie da geliebt werden und die Menschen froh sind Feen sehen zu können - denn die Gabe haben die wenigsten - und sich geehrt fühlen und dank Glaube so viel anderes möglich ist...

    EIn starker Roman, der trotz trauriger Momente auch urkomische Elemente in sich trägt, dass man abwechselnd berührt ist und dann wieder laut loslachen muss. Eine wunderbare Mischung.

    Dies ist ein anderer Roman, der aus der Masse heraussticht und durchaus einen Blick wert ist. Lasst euch nicht durch die verwirrenden Parts abschrecken, sondern lest dieses Buch einfach und denkt dann darüber nach !

  14. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.322)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Helen Memel hat ein sehr intensives Verhältnis zu ihrem Körper und beschreibt es in diesem Buch so ausführlich wie es Männer kaum und Frauen wohl nicht sehr oft zu lesen oder zu hören bekommen: Selbstbefriedigung, ihre Hämorriden, Sex und alle denkbaren Körperflüssigkeiten spielen die Hauptrolle.

    Definitiv nichts für Personen mit empfindlichen Vorstellungen diesbezüglich. Helen spricht aus, was sie denkt und tut. Das ist häufig fragwürdig bis unappetitlich, aber auch irgendwie amüsant. Ein bisschen Porno ist auch dabei. Angeblich geht es um ein sensibles Mädchen. Dass Helen empfindsam ist, versteckt sie als Ich-Erzählerin dieser Geschichte größtenteils sehr gut.

    Bei vielen Szenen fragte ich mich, wie jemensch auf solche Ideen kommen kann. Definitiv nichts für schwache Verdauungsorgane. Wer sich schnell ekelt, sollte das Buch nicht lesen und hätte auch nichts verpasst.
     Gestört haben mich grammatikalische Fehler in der Erzählstruktur, die das ansonsten sehr flüssige Lesen unterbrochen haben.

    Fazit: Die Faszination des Ekelhaften.

     

  15. Cover des Buches Was uns schmeckt (ISBN: 9783458179481)
    Laura Gladwin

    Was uns schmeckt

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Zitrusfrucht

    Inhalt 

    Odon-Nudeln? Miso-Suppe? Linsen-Dhal? Was ist das? Schmeckt das? Können wir unser Brot tatsächlich selber backen? Wo kommt der Pfirsich im Winter her? Wozu brauchen wir Kohlenhydrate, oder Fett? Wie wird aus Korn Mehl? Und aus einer Kakaobohne Schokolade? Warum essen manche Menschen kein Schweinefleisch? Und warum ist es besser, nach Lebensmitteln zu greifen, die in unserer Nähe wachsen?

    All dies und noch viel mehr erfahren wir in diesem Atlas für die ganze Familie, den Zoe Barker ganz wunderbar illustriert hat. Seine 1.144 Bilder und Texte laden uns zu einer kulinarischen Reise um die ganze Welt ein, bei der wir andere Kulturen und Traditionen kennenlernen.

    Meine Meinung.

    Das Buch ist ein sehr kompaktes Nachschlagewerk für Kinder die mehr über unser tägliches Essen erfahren möchten. Es werden sehr viele Lebensmittel vorgestellt. Vorher kommen sie, was sind die Inhaltsstoffe, wie schmeckt es. Auch Fragen zu Ernährungsgewohnheiten werden beantwortet. Dazu gibt es Zeichnungen, um die Lebensmittel zu verdeutlichen. Diese waren aber nicht immer sehr ausdrucksstark. Da hätte ich mir lieber Fotos gewünscht. 

    Das Cover verdeutlicht schon den Inhalt. Es ist einfach und trotzdem ansprechend.

    Ein sehr schönes Buch für Kinder und auch Erwachsene. Denn auch die großen wissen nicht alles! Man kann immer wieder hinein lesen. Oder auch etwas gezielt nachschlagen!

  16. Cover des Buches Die Leibwächterin (ISBN: 9783499256042)
    Leena Lehtolainen

    Die Leibwächterin

     (18)
    Aktuelle Rezension von: tinderness
    Die finnische Krimiautorin Leena Lehtolainen ist vor allem durch die Romane mit ihrer weiblichen Heldin, der Polizistin Maria Kallio, bekannt geworden. Von diesem Zyklus liegen derzeit schon mehr als ein Dutzend Bücher vor. Im Windschatten dieser sehr erfolgreichen Serie ist die Trilogie um die Leibwächterin Hilja Ilveskero erschienen, die es der Autorin ermöglicht hat, sich mit ihrer neuen Heldin ein wenig mehr ins Zwielichtige und Ambivalente vorzuwagen. Ich habe nun den ersten Band der Trilogie gelesen - mit steigendem Vergnügen, wenngleich auch ein wenig irritiert. Von beidem soll hier die Rede sein.

    Hilja Ilveskero ist eine Leibwächterin, doch wer sich deshalb einen actiongeladenen Thriller erwartet hat, der wird enttäuscht sein. Leibwächterin kann man eben auch als einen Routineberuf betrachten, der eher festgeschriebenen Regeln und Routinen folgt, als von einer ständigen Aufeinanderfolge von Action. Es ist das Warten, was diesen Beruf ausmacht, die aufmerksame Bereitschaft für den Ernstfall, das doch recht enge Verhältnis zur Klientin. Im Leben Hiljas ist es auch denkbar, als Security am Sicherheitscheck eines Flughafens zu arbeiten oder gegebenenfalls arbeitslos zu sein. Auch dieser Beruf besteht nicht nur aus Spannung und Sensation, sondern vor allem aus Routine.

    Doch Routine wird zum Ernstfall und Hilja hat eigentlich im entscheidenden Moment versagt. Der für einen Krimi notwendige Mord passiert bereits auf den ersten Seiten des Romans. Hilja ist fest entschlossen, den Mord an ihrer Klientin aufzuklären - auch deshalb, weil sie sich Vorwürfe macht, den Mord möglicherweise durch ihr impulsives Verhalten mitverschuldet zu haben. Doch dem Ausgangspunkt der Handlung folgen weder actiongeladene Episoden noch unmittelbar weitere Morde. Im Gegenteil: die Autorin widmet sich ausführlich der Entfaltung des Charakters ihrer Heldin. Ihr familiärer Hintergrund, ihre Ausbildung zur Personenschützerin, ihre Gewissensbisse und schließlich ihre Zweifel über eine sich entwickelnde Liebesbeziehung nehmen breiten Raum im Roman ein. Wir begreifen recht rasch: diese Person soll uns ans Herz wachsen, damit wir sie auch gut und gerne in den Folgebänden des Romans begleiten wollen. Plötzlich finden wir uns in einer recht ambivalenten Liebesgeschichte wieder, die uns den weiteren Verlauf des Romans begleiten wird. Und auch der Schilderung der urtümlichen Landschaft Finnlands wird breiter Raum gegeben. Ach ja, die vergifteten Pilze!

    Die langsame Entfaltung des Charakters der Heldin hat manche RezensentInnen dazu bewogen, das Buch als ereignisarm und unspannend zu bezeichnen. Ich aber bin der Überzeugung, dass ein Krimi nicht die rasanten Schnittsequenzen eines Actionfilmes imitieren muss, um zu fesseln, sondern daß er sehr wohl auch von der Entfaltung seiner Charaktere leben kann. Im gegenständlichen Fall merkt man recht deutlich, daß die Autorin sich ausreichend Zeit nehmen will, um uns die Heldin ans Herz zu legen. Sie schreibt selbstbewußt vor dem Hintergrund ihres schriftstellerischen Könnens und bisherigen Erfolgs und nimmt sich die Freiheit, das Erzähltempo zu drosseln, um ihre Figuren gut zu entwickeln.

    Man muss eben ein wenig Geduld haben, um sich in die Welt der Personenschützerin Hilja einführen zu lassen, um ihren Zweifel, ihre Wut, ihre sexuellen Bedürfnisse, ihren Mut und ihre Beharrlichkeit nachvollziehen zu können. Langsam und mit logischer Konsequenz bauen sich die einzelnen Handlungs-elemente auf, und ohne erzählerischen Kraftakt löst sich der Fall. Am Ende des Buches angekommen, werden wir zwar einen der obligaten jedoch unaufdringlichen platzierten Cliffhanger antreffen, der den Leser/die Leserin auf den Folgeband der Trilogie verweist. Dennoch: das Handlung ist abgeschlossen, rund und stimming. Wir finden uns wieder mit unserer Neugier auf die weiteren Erlebnisse der Romanfiguren. Menschen (und Kunstfiguren) wirklich kennenzulernen, das braucht eben seine Zeit. Das mag altmodisch und "uncool" klingen, aber Menschen funktionieren eben nicht anders. Wer nicht zur Geduld bereit oder fähig ist, der möge zu anderen, mehr spektakulären Geschichten greifen: die Buchhandlungen sind voll davon. Wer jedoch die eindringliche Gestaltung von Charakteren mag, wird dieses Buch mögen.

    Mit dem eben Gesagten soll nicht der falsche Eindruck erweckt werden, das Buch sei allein auf das innere Erleben seiner Romanfiguren ausgerichtet. Wir lernen auch einen Ausschnitt aus den bilateralen Beziehungen zwischen Rußland und Finnland kennen, diesseits und jenseits der unklaren Grenze von Recht und Unrecht, von Geschäft und Korruption, Tourismus und Ausverkauf der Natur. Die Handlung des Buches fokussiert auf den geplanten Bau einer russischen Gas Pipeline durch Finnland, auf das Verhältnis zwischen Macht und Politik, Geschäft und Korruption. Es ist immer schwierig, hinter die Kulissen scheinbarer Realität zu blicken und zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Auch darüber lesen wir in diesem Buch.

    Zwei Wermutstropfen mischen sich in mein behagliches Krimiabenteuer. Da ist einmal die Obsession der Autorin für Luchse. Leena Lehtolainen baut hier ein Motiv von großer Präsenz auf, indem sie ausführlich von den Kindheitserlebnissen der Heldin mit einem halb gezähmten Luchs namens Frida erzählt und dieses Motiv immer wieder ins Spiel bringt, wohl in der Absicht, das Wilde und Unberechenbare und Einsame der Heldin zu symbolisieren. Allein, das Motiv wird meiner Ansicht überstrapaziert, sodaß es langsam aber sicher zur Wortwiederholung zu degenerieren droht. Leider hat sich die Autorin allzu sehr von ihrer Faszination für diese Tiere hinreißen lassen. Das hat dem Erzählfluss an einigen Stellen nicht gut getan.

    Zum Zweiten: die vom Finnischen ins Deutsche gebrachte Übersetzung von Gabriele Schrey-Vasara verwendet stellenweise und ohne ersichtlichen Grund statt standardsprachliche regionale Redewendungen und Begriffe, was dem Text nicht gut tut. Auch das Cover des Buches ist, sowohl was die bildliche Darstellung als auch die Genrebezeichnung "Thriller" betrifft, irreführend. Wie schon andernorts bemerkt wurde, ist das Buch kein typischer Thriller, der sich durch einen kontinuierlichen Spannungsbogen auszeichnet. Die Heldin steht auch nicht düster und geheimnisvoll im Halbschatten der Erzählung, wie dies die Fotomontage suggeriert. Die Cover der finnischen Originalausgabe und der englischen Übersetzung sind da andere Wege gegangen und haben statt der Dame im geheimnisvollen Halbschatten den Luchs aufs Cover gebracht, was mir angesichts des weiter oben Gesagten stimmiger erscheint.

    Insgesamt fällt aber mein Leseeindruck sehr positiv aus: deshalb bin ich gerade beim Lesen des zweiten Bandes der Trilogie.

    Offenlegung: Diese Rezension wurde weder von einer anderen Person in Auftrag gegeben, noch liegt ihr die Überlassung eines kostenfreien Lesexemplars zugrunde. Sie ist im besten Sinne freiwillig und allein vom Interesse am gegenständlichen Buch und von der Freude am Schreiben getragen.
  17. Cover des Buches Firekeeper's Daughter: Deutschsprachige Ausgabe (ISBN: B09KPTMRJQ)
    Angeline Boulley

    Firekeeper's Daughter: Deutschsprachige Ausgabe

     (5)
    Aktuelle Rezension von: BooksOfTigerlily

    Auf dieses Buch wurde ich schon vor längerem aufmerksam, hat es doch so viele begeisterte Stimmen auf sich vereint. Nun ist die deutsche Übersetzung bei cbj erschienen.

    Dadurch, dass wir die Geschichte aus Daunis Perspektive erleben, erhält der Leser einen Einblick in die Welt der Native Americans, die authentisch und faszinierend geschrieben ist. Hier zeigt sich, dass es sich beim Werk der Autorin um ein Own Voices Buch handelt. Durch Daunis gemischte Herkunft werden auch beide Seiten beleuchtet und in ein Spannungsfeld gesetzt.

    Daneben erzählt das Buch eine wirklich spannende Geschichte, die am Puls der Zeit ist. Amerikas Drogenproblem ist in jeder Gesellschaftschicht angekommen und bildet einen spannenden Rahmen für die Handlung. Dabei kommt auch das zwischenmenschliche nicht zu kurz.

    Besonders das Ende passt hervorragend zur Entwicklung von Handlung und Figuren und konnte mich wie das ganze Buch auf voller Linie abholen. Die Geschichte um Daunis reiht sich damit in die Riege meiner Lieblingsbücher ein.

  18. Cover des Buches Das Experiment. (ISBN: 9783442554072)
    Robin Cook

    Das Experiment.

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Also, das Buch war nicht so sehr mein Geschmack. Die Hexengeschichte um Salem wirkte an die medizinische Geschichte angeleimt und am Ende hatte ich kaum noch das Gefühl, dass die beiden Handlungfen zusammen hingen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die vielen medizinischen Gedanken, die anderen, die sich für sowas nicht interessieren, sicher sauer aufstoßen könnten. Die Charaktere fand ich zu flach und das Ende vorhersehbar. Die 3 Sterne bekommt das Buch von mir nur aufgrund des medizinischen Hintergrunds.
  19. Cover des Buches Fantastische Pilze (ISBN: 9783039020577)
    Paul Stamets

    Fantastische Pilze

     (5)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Das Reich der Pilze ist für mich wahrhaft magisch.‘ (Seite 89)

    Das Buch und der Film ‚Fantastic Fungi‘ (den ich übrigens nicht kenne) entstanden aus einer über zehn Jahre andauernden Zusammenarbeit des Herausgebers Paul Stamets mit dem Filmemacher Louie Schwartzberg.

    ‚Fantastische Pilze‘ setzt sich unter anderem damit auseinander, wie der Mensch Pilze nutzen kann, um unseren Planeten wieder ins Gleichgewicht zu bringen, welches Potenzial Pilze für unsere Ernährung und unsere Gesundheit haben, und wie Pilze dabei helfen können, dass wir das menschliche Bewusstsein besser verstehen können.

    Die Texte fand ich sehr vielseitig, sie beleuchten zahlreiche Facetten von Pilzen, z.B. ihren Nutzen für Umwelt (-schutz) und Industrie, Pilzesammeln und Pilzbestimmungsworkshops, Mykosanierung, Pilze im Wandel der Zeiten sowie Pilzzucht zu Hause. Die Texte sind verständlich geschrieben, bringen einen beim Lesen zum Staunen und vermitteln viele Informationen.

    Die Fotografien im Buch sind einfach wundervoll, zeigen z.B. Myzel und Fruchtkörper verschiedener Pilzarten, aber auch Fraktale. Sie machen deutlich, wie unterschiedlich Pilze/Fruchtkörper sein können und wie faszinierend die Welt der Pilze ist.

    Ich bin weder Anhängerin alternativer Heilmethoden wie TCM noch Befürworterin des Einsatzes psychedelischer Substanzen in der Medizin, weshalb ich die jeweiligen Kapitel zwar mit großem Interesse, aber auch mit gesunder Skepsis gelesen habe.

    Alles in allem zeigt ‚Fantastische Pilze‘ ganz klar: Pilze sind erstaunliche, wunderschöne und oft auch wunderliche Zeitgenossen.

  20. Cover des Buches Ein gutes Dutzend wilde Pilze (ISBN: 9783440169858)
    Ewald Langer

    Ein gutes Dutzend wilde Pilze

     (13)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    "Ein gutes Dutzend wilde Pilze" von Ewald Langer war für mich eine sehr spannende Lektüre. Denn obwohl ich auf dem Land lebe und schon als Kind mit meiner Oma zum Pilze sammeln regelmäßig in den Wald gegangen bin, reicht mein Wissen auf diesem Gebiet leider nicht über Steinpilz, Maronen-Röhrling und Krause Glucke hinaus. Ein Judas-Ohr, zum Beispiel, ist mir noch nie begegnet und bei dessen Anblick wäre ich auch sicherlich nicht auf die Idee gekommen, dass man diesen ungewöhnlichen Pilz tatsächlich essen kann. Welch ein Glück also, dass ich nun dieses tolle Nachschlagewerk aus dem Hause Kosmos mein Eigen nennen darf.

    Eingeleitet wird das Büchlein mit einem spannenden Exkurs über das wahre Wesen der Pilze. Es geht um ihren Lebensraum, ihre Rolle im Ökosystem, ihre Verbreitung und Fortpflanzung. Es folgen ein paar Hinweise zum Sammeln von Pilzen an sich, vor allem auch dazu, was in dieser Hinsicht erlaubt ist und was nicht und auch dazu, wo man Hilfe und Rat findet, wenn man sich nicht sicher ist, ob eins der gefundenen Prachtexemplare vielleicht doch giftig sein könnte.

    Und dann geht es auch schon los mit den zwölf Kapiteln zu den wichtigsten Speisepilzen, die man in unseren Wäldern finden kann. Jeder Pilz wird zunächst mit einem doppelseitigen Bild vorgestellt, welches bei der zweifelsfreien Bestimmung helfen soll. Es folgen weitere Bilder und Zeichnungen, eine genaue Beschreibung der Form und des Aussehens, Tipps zu Standorten und, was besonders wichtig ist, der Hinweis auf ungenießbare oder giftige Doppelgänger. Am Ende eines jeden Kapitels findet man dann noch eine Doppelseite mit leckeren Rezepten und Verwendungsmöglichkeiten. Und schon geht es weiter zur nächsten Pilzsorte.

    Ganz wichtig, und für einen Pilzratgeber absolut unverzichtbar, ist der Hinweis auf die Giftnotrufzentralen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Seite 108. Doch soweit, dass man diese benötigt, sollte man es auf keinen Fall kommen lassen, darum an dieser Stelle mein Appell: Wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, ob es sich um einen genießbaren Pilz handelt oder nicht, Finger weg! Mit einer Pilzvergiftung ist nicht zu spaßen!

    Dieses tolle Nachschlagewerk ist für jeden geeignet, der in der heimischen Natur auf Pilzjagd gehen möchte. Doch auch für alle, die vielleicht gar keine Pilze mögen, kann es sehr interessant sein, beim nächsten Herbstspaziergang durch den Wald die Augen nach den interessanten Lebewesen offen zu halten und mit diesem Nachschlagewerk zu bestimmen. Zu diesem Büchlein passt als Ergänzung für alle Naturliebhaber hervorragend auch der Ratgeber "Ein gutes Dutzend wilde Beeren" von Otmar Diez.

  21. Cover des Buches Auf dem Zeitstrom (ISBN: 9783492266581)
    Philip José Farmer

    Auf dem Zeitstrom

     (29)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Er hat den Traum, eine riesiges Schiff zu erschaffen, mit dessen Hilfe er bis an die Quelle des Zeitstromes gelangen möchte.
    Das gesamte Buch erstreckt sich dann auch über den Bau dieses Schiffes und die Komplikationen, die sich hierbei ergeben. 

    Farmer vermag trotz der Schwächen mit seiner guten Charakterdarstellung und mitreißenden und unkonventionellen Erzählweise dem Buch viel Tiefe zu verleihen. In der Flusswelt gibt es keine Helden, sondern Menschen, die Fehler haben, für die man sie liebt und auch Dinge tun, für die man sie unter Umständen verachtet.

  22. Cover des Buches Leben (ISBN: 9783453439634)
    Uwe Laub

    Leben

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Konfettiregen

    Tagtäglich verschwinden etwa 150 Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten, doch was passiert, wenn es eines Tages auch uns Menschen betrifft? Mit dieser interessanten und erschreckenden Frage setzt sich Uwe Laub in dem Buch "Leben" auseinander. 

    Der Anfang des Buches ist etwas verwirrend gestaltet. Die Handlung des Buches "springt" ziemlich stark zwischen mehreren einzelnen Geschichten und Schauplätzen hin und her, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben. Erst nach einer Weile sind die einzelnen Verbindungen dazwischen entstanden.
    Lässt man sich jedoch am Anfang nicht entmutigen, das Buch zu lesen, findet man einen spannenden, sehr gut recherchierten Thriller, der einem nicht nur Einblicke in die Biodiversität gibt, sondern auch in die Medizin und die Abgründe der menschlichen Psyche.

    Zweifellos handelt es sich um ein sehr wichtiges Thema. Der Autor des Buches schafft es meiner Meinung nach hervorragend, die wichtigsten Aspekte des Themas in den Vordergrund zu legen, ohne, dass beim Leser Fragen offen bleiben.  

  23. Cover des Buches Der Pilz am Ende der Welt (ISBN: 9783957578099)
    Anna Lowenhaupt Tsing

    Der Pilz am Ende der Welt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Dieser Frage geht die Autorin Ann Lownhaupt Tsing auf knapp 450 Seiten nach. Die Professorin für Anthropologie wurde bereits mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet und ihr Buch „Der Pilz am Ende der Welt“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

    Aber was haben Kapitalismus und Pilze – genauer gesagt, einer der teuersten Pilze der Welt – nun wirklich miteinander zu tun?

    Wenn hier die Sprache auf einen der teuersten Pilze kommt, so wird ein Bezug zum Kapitalismus schon wahrscheinlicher, bleibt aber dennoch sehr vage. Und genauso vage bleiben die Erzählungen der Autorin, wenn sie von Pilzsuchern in prekären Lebensverhältnissen in den unterschiedlichsten Ecken der Welt erzählt.

     

    „Einem Wirbel von Geschichten zuzuhören und sie zu erzählen kann man als Methode bezeichnen.“ [Seite 57]

     

    Genau einem solchen Wirbel von Geschichten ist man als Leser dieses Buches ausgesetzt – am Anfang scheint dieses Buch wie ein Konvolut unzusammenhängender Erzählungen. Erzählungen aus Japan, China und Oregon. Wild zusammengewürfelte Erzählungen von Pilzsammlern, Händlern und Lieferketten aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde in Richtung Japan.

     

    Aber wo bleibt nun der wirkliche Zusammenhang mit dem Kapitalismus? Wer nämlich jetzt denkt, der Pilz mit seinem hohem Preis würde den Kapitalismus stützen oder zumindest einige seiner Nutznießer, liegt nur teilweise richtig – eher ist es umgekehrt: der Pilz profitiert vom Kapitalismus, indem er in Gegenden zu wachsen beginnt, die vom frühen kapitalistischen Holzhandel völlig zerstört wurden.

    Und so wie in Hiroshima das erste neue Leben noch der nuklearen Katastrophe ein Matsutake war, wachsen diese Pilze eben auch in den abgeholzten Wäldern Oregons, wo sich die Sammler zu tausenden in die erstarkten Kieferwälder aufmachen, um ihre Körbe zu füllen.

    Deren Geschichten sowie die Geschichte des Pilzes im Zusammenhang mit dessen Wirtsbaum – der Kiefer – erzählt die Autorin in diesem Buch in unzähligen kleinen mehr oder weniger zusammenhängenden Beiträgen. Aber auch wie der Kapitalismus es fertig brachte, die Gegenden in denen der Pilz vorkommt in kürzester Zeit herunterzuwirtschaften und eben die Sammler in deren prekären Lebensverhältnisse zurückzulassen.

    Der Autorin ist es trotz der widrig scheinenden Verhältnisse dennoch gelungen, das Leben der Sammler als etwas Positives und Gewinnbringendes darzustellen, was die erzählten Geschichten der Sammler auch so untermauern. Dieses Buch zeigt, dass es auch in Gegenden und Zeiten des „Postkapitalismus“ positive Hinterlassenschaften des unbedachten Handelns gibt.

    Am Anfang schwierig zu lesen, da die Geschichten wirr und unzusammenhängend erscheinen – mit zunehmender Lektüre lösen sich die Fragen jedoch auf, um am Ende wieder geballt daherzukommen.

    Eine zentrale Antwort auf die Fragen in diesem Buch lässt sich aber bereits auf der ersten Seite finden: „Der Mensch kann nicht überleben, wenn er auf allem anderen herumtrampelt.“

  24. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257057294)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (697)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Ach was für eine Wahnsinnige Geschichte! Ein Anwalt fühlt sich leer und in seiner Ehe ist schon viel zu lange der Alltag eingekehrt. Auf einem Markt trifft er eine faszinierende junge Frau. Sie verkauft Räucherwerk und dergleichen. Er kauft einiges ein und zum Missfallen seiner Frau brennt er die Dinge gleich ab. Auf Einladung der jungen Frau geht er mit auf ein Bewusstseins Erweiterungs Wochenende. Es werden giftige Pilze gegessen und die Teilnehmer erleben den Trip ihres Lebens. Aber unser Held kommt von dem Trip nicht mehr runter und will von nun an eins werden mit der Natur. Eine kuriose Geschichte mit viel Witz und Tempo!

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