Bücher mit dem Tag "pilze"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "pilze" gekennzeichnet haben.

137 Bücher

  1. Cover des Buches Das Dorf der Lügen (ISBN: 9783492304733)
    Barbara Wendelken

    Das Dorf der Lügen

     (87)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Dies ist der erste Band einer Krimireihe, die in einem fiktiven ostfriesischen Dorf namens Martinsfehn spielt. Die erst vor kurzem gestartete blutjunge Beamtin Viktoria Engel erschießt bei einem Polizeieinsatz, der sie gemeinsam mit ihrem Kollegen zu einem einsamen Hof gerufen hat, versehentlich den ebenfalls jungen Sohn des Pfarrers, Rouven Kramer. Das Ganze war eine Verkettung von unglücklichen Umständen, deshalb versucht Engel mit ihrem Kollegen, mit dem sie nebenbei bemerkt auch noch eine Affäre hat, den Sachverhalt zu vertuschen, da sie natürlich berufliche Nachteile durch den fatalen Fehler  befürchtet.  Dass das nicht gut gehen kann, ist dem Leser von vornherein klar, und so nimmt das Drama seinen Lauf. Die Jugend im Dorf ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, organisiert Proteste, und wenige Tage später geht Viktoria Engels Wohnung in Flammen auf, wie durch ein Wunder war sie selbst nicht zu Hause. Die Kripo vor Ort ermittelt, allen voran der sympathische langjährige und erfahrene Dienstleiter Renke Nordmann, der sich als einer der wenigen von der jungen noch dazu bildhübschen Polizistin Engel nicht den Kopf verdrehen lässt. Oft glaubte ich als Leser zu wissen, wie alles zusammen hängt, durch kleine Details ändert sich dann die Handlungsrichtung, und man wird wieder auf eine neue Fährte gelockt, die Autorin hält die Spannung bis zum Schluss. 

    Fazit: ein unaufgeregter Lokalkrimi mit fantastisch und unglaublich authentisch gezeichneten Charakteren, der mir durch den sehr angenehmen und spannenden Schreibstil der Autorin kurzweilige Leseunterhaltung geboten hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!

  2. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (673)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Das ist jetzt  das 2. Buch das ich von Martin Suter gelesen habe. Ich weiss nicht ob ich das, oder das letztere als besser bewerten könnte. Ich finde das Buch hat wie gesagt eine ganz eigene Energie. Damit meine ich, dass wenn man liest in eine Welt eintaucht die sehr mystisch, dunkel und auch ein wenig eigenartig wirkt. Ich hatte recht Probleme in das Buch reinzukommen. Wie beim letzten mal finde ich, dass sehr viele verschieden, gleichklingende Namen vorkommen und es schwierig ist da den Durchblick zu behalten. Allgemein halte ich seine Bücher für recht anspruchsvoll zum Lesen. Es wird irgendwie immer davon ausgegangen dass man sich in dem Thema, indem sich das Buch befindet, auskennt. Viele Begriffe waren für mich unklar und das machte das Lesen nicht unbedingt angenehm. Der Protagonist war mir sehr unsympathisch, das lag daran dass er einfach ein richtiger Psycho war. Die ganze Geschichte ist schon ein wenig ein Psychothriller. Das machte dafür den Schluss echt spannend. Auch das ganze mit den Drogenpilzen war extrem spannend und ich habe wirklich was gelernt. Es ist sehr gut beschrieben und man kann es sich richtig gut vorstellen. Ich finde es ein wichtiges Thema und es hat mich schon recht aufgeklärt, ich hatte solche Pilze als recht harmlos im Kopf (da kommt es ja auch wieder auf die Sorte draufan). Aber ich bin jetzt schon ein wenig abgeschreckt. Die Storyline mit Lucille fand ich auch sehr gut, wegen dem habe ich auch anfangs weitergelesen, weil um ehrlich zu sein war es manchmal schon ein bisschen ein Kampf. Der ganze Schreibstil ist schon sehr trocken und manchmal viel zu aussführlich für mein Geschmack.

  3. Cover des Buches Leben (ISBN: 9783453439634)
    Uwe Laub

    Leben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Vom Thema her sehr ist es aktuell und wichtig, dass die Menschen sich mehr informieren und endlich begreifen, dass ein Umdenken unabänderlich ist - sonst sind wir Menschen schlicht und einfach bald nicht mehr da.

    "... Das sechste Massensterben lässt sich kaum mehr aufhalten. Danach wird sich das Leben auf der Erde neu strukturieren, wie bisher nach jedem solchen Ereignis. Nur ob der Mensch dann noch mit von der Partie ist, das wage ich zu bezweifeln. Und vielleicht ist das auch ganz gut so."
    Zitat Seite 98

    Massensterben gab es schon oft der Erde, allerdings zu Zeiten, als es den Menschen noch nicht gab. Komisch fand ich in dem Zusammenhang im Nachwort, dass als zweithäufigste Ursache für Massensterben das menschliche Eingreifen ins Ökosystem ist. Wie geht das, wenn dass das erste Massensterben ist, das wir erleben bzw live dabei sind?
    Jedenfalls: es ist egal inwieweit man sich die Schuld zuweist, solange man erkennt, dass wir das Ruder herumreißen müssen. Die Veränderungen sind da, spürbar, und ich kann für unsere Kinder und nachfolgenden Generationen nur hoffen, dass sie solche Szenarien wie hier, ähnlich einer Seuche, nicht miterleben müssen. Da ist unsere jetzige Pandemie eine Lappalie dagegen ...

    Im Buch fängt es mit dem Massensterben der Tiere an, aber es wird schnell klar, dass es auf den Menschen übergreift. Überhaupt wurde mir vieles zu direkt präsentiert, wodurch die Spannung schon ziemlich gelitten hat. Man weiß / ahnt, was passieren wird und folgt dann diesem Pfad, ohne nennenswerte Überraschungen. Das fand ich schon etwas schade.
    Auch die vielen Details zu den Personen waren für mich eher überflüssig. Ich hätte gern mehr zu dem Thema selbst gelesen, als irgendwelche kleinen Beziehungsdramen aus der Vergangenheit oder Wohnsituationen oder sonstiges. Natürlich bringen diese Kleinigkeiten ein anschauliches Bild der Figuren, aber das war mir hier nicht nötig, da nicht relevant.

    An den Kapitelanfängen gibt es immer Schlagzeilen oder Zitate und ich hab mich jedes Mal gefragt: ist das jetzt ausgedacht oder tatsächlich wahr? Überhaupt gibt es einige interessante Informationen über die Menschen und ihre Auswirkungen auf die Natur mit Daten und Fakten - was man zum Glück im Nachwort alles nachlesen kann, wann sich Uwe Laub an wissenschaftliche Tatsachen gehalten hat. Zumindest soweit sie momentan bekannt sind.

    Circa in der Mitte gibt es dann einen kleinen Zeitsprung in die Vergangenheit, wo das ganze Drama seinen Anfang genommen hat. Teilweise sehr interessant, teilweise aber auch wieder nicht wirklich spannend, weil man sich das schon so zusammengereimt hat. Ich mochte vor allem den Schauplatz und diese Aussage:

    Im Laufe vieler Jahrhunderte hatten sich die Indigenen ihrer grünen Umwelt perfekt angepasst. Sie hatten gelernt, die Gaben der Natur für ihre Zwecke zu nutzen, ohne dabei ebendiese Natur zu zerstören.
    Zitat Seite 178

    Wobei ich hier nicht von Jahrhunderten sprechen würde sondern von Jahrtausenden. Dann muss man sich wirklich mal vor Augen führen! Diese "unzivilisierten" Völker leben seit Zehntausenden Jahren, ohne ihre Umwelt, von der sie leben, zu zerstören oder nachhaltig zu verändern.
    Dann kommt die "zivilisierte" Gesellschaft und nach 2000 Jahren geht alles den Bach runter ...

    Passend dazu:

    Wilde Affen waren aufgrund des Artenschutzes weltweit streng geschützt, doch in Mauritius galten Affen als Schädlinge, da sie den Menschen das Zuckerrohr wegfraßen.
    Zitat Seite 65

    Hier würde ich sagen, dass die Menschen wohl erstmal den Affen den Lebensraum weggenommen haben - und sie deshalb jetzt auf das Zuckerrohr zurückgreifen. Ein sehr verqueres Bild vieler Menschen, denn wir nehmen den Tieren überall auf der Welt den Lebensraum und wundern uns dann, wenn das nicht funktioniert. Die Tiere haben zu wenig Lebensraum, finden kein Futter oder Beute, Wanderwege sind nicht mehr begehbar wo ihre Herden seit Jahrhunderten entlangziehen. Sie werden gejagt und abgeschossen, können keine anderen Herden/Rudel mehr finden um sich fortzupflanzen und so besiegelt sich ein Schicksal nach dem anderen.

    Sich diesem Thema anzunähern finde ich super von Uwe Laub und es muss definitiv mehr Aufklärung passieren. Leider, so wird es hier auch deutlich, hängt viel zu viel Geld mit dem Thema zusammen. Und womit nichts verdient wird, wird auch nicht unterstützt.

    Ein wichtiger Kerngedanke, der zum mitdenken anregt, für mich nicht immer so fesselnd umgesetzt wie bei einem Thriller erhofft. Ofmals hat es sich der Autor auch etwas zu leicht gemacht, indem er "schwierige" Situationen einfach übersprungen hat. Das hat zwar das Tempo etwas angezogen, dafür aber auch die Spannung rausgenommen.

  4. Cover des Buches Den letzten Gang serviert der Tod (ISBN: 9783651025899)
    Jörg Maurer

    Den letzten Gang serviert der Tod

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen

    Schon der letzte Teil, in dem das halbe Jennerwein - Team schwer verletzt wurde, war nicht mehr so gut wie ich es von dieser Serie kenne.

    Ich finde, es hat nachgelassen, obwohl es immer noch nett und auch zum Teil spannend ist.

    Ich hoffe sehr, dass die nächsten Bücher wieder besser werden und gebe in dieser Hoffnung mal 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Das Tal - Die Prophezeiung (ISBN: 9783401505336)
    Krystyna Kuhn

    Das Tal - Die Prophezeiung

     (399)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Der tatsächlich mal etwas besser gelungene vierte Teil der Jugend-Thriller-Reihe »Das Tal«, in dem Ben drei Tage lang verschwindet und dann so vollgepumpt mit einer mysteriösen Droge ins College zurück kehrt, dass er ins Koma fällt. Katie, David und Robert versuchen dann, um die Droge zu identifieren und vielleicht sein Leben zu retten,  herauszufinden, wo auf dem Campusgelände er sich aufgehalten hat und machen dabei eine seltsame, schockierende Entdeckung. Die Story geht schnell und stetig voran und ist zum ersten Mal doch relativ spannend, weshalb man nicht mehr so halb desinteressiert durchblättert, sondern auch gern etwas fokussierter ist. Dabei wird ein weiteres großes Rätsel endlich fast vollkommen aufgelöst und auch die neuesten Entdeckungen sind sehr interessant und nicht wirklich erahnbar, weshalb man durchaus Motivation hat, den nächsten Band zu lesen. Diesmal wird die Geschichte zudem wieder aus der Sicht von Katie erzählt, was zwar etwas schade ist, da ich es schon cool gefunden hätte, wären wieder andere aus der Clique in den Vordergrund getreten, aber auch so war es wieder sehr stimmig und die Protagonisten waren wie immer in Ordnung. Der Schreibstil liest sich ebenfalls wieder gut und es ist cool, dass diesmal kurze Texte aus den Notizbüchern der verschwundenen Studenten zwischen die Kapitel eingebaut wurden, das war schön auflockernde Idee und ein gutes Stilmittel, um dieses Geheimnis stimmungsvoll aufzulösen. Insgesamt bisher das beste Buch der Reihe und man hofft, auch die Folgebände nutzen ihr Potenzial jetzt gut. Jedenfalls bin ich doch ganz froh, die Reihe trotz ihrer Startschwierigkeiten nicht gleich abgeschrieben zu haben.

  6. Cover des Buches Cold Storage - Es tötet (ISBN: 9783959673419)
    David Koepp

    Cold Storage - Es tötet

     (95)
    Aktuelle Rezension von: B.tina_chaosqueen

    Inhaltsangabe zu : Cold Storage - Es tötet          

    1987: Alle Bewohner des australischen Wüstenorts Kiwirkurra sind tot - Opfer eines mutierten Killerpilzes. Ein Team US-Agenten schafft es unter hohen Verlusten, den Pilz in letzter Sekunde zu vernichten. Ein derart tödlicher Organismus muss studiert werden, und so sichern sie kurz zuvor eine Probe, die sie in eine Hochsicherheitseinrichtung in die USA bringen.
    2019: Die Nachtwache im unterirdischen Selfstorage-Lagerkomplex wird für Teacake und Naomi sehr viel spannender, als plötzlich ein leises Piepsen beginnt. Die beiden entschließen sich, nach der Ursache zu suchen und ahnen nicht, dass sie bald einem Wesen gegenüberstehen werden, das die gesamte Menschheit ausrotten könnte …             


    Mein Fazit : sobald man zu lesen beginnt, fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ein spannender Horror-Thriller

  7. Cover des Buches Serafinas Geheimnis 1. Dreimal schwarzer Kater (ISBN: 9783791500652)
    Sabine Ludwig

    Serafinas Geheimnis 1. Dreimal schwarzer Kater

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm
    Hexengeschichten haben mich seit meiner Kindheit begeistert, ich denke Bibi Blocksberg ist Schuld, und ich lese solche Geschichten auch heute noch gerne. Sei es Kinderbuch oder für Erwachsene, daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch.

    Leider konnte dieses Buch nicht mit meine Erwartungen mithalten. Es ist kaum eine Hexengeschichte, wenn Serafina nicht ein einziges Mal hext und auch sonst die Hexerei eher im Hintergrund eine Rolle spielt.
    Die Geschichte fand ich einfach nur seltsam und konnte mich leider nur wenig begeistern.  Auch Serafina war für mich als Charakter nur wenig interessant.

    Die Zeichnungen waren ganz niedlich, aber  auch hier habe ich schon bessere gesehen.
    auf weitere Bücher aus der Reihe werde ich verzichten.
  8. Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)
    Vera Kissel

    Die Glückssucher

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    Klappentext:

    Und wenn man ein Mädchen wirklich liebt, tut man alles was nötig ist. Lügt und betrügt, was das Zeug hält. Das. Ist Verantwortung in der Liebe.

    Lukas ist fünfzehn und zum ersten Mal richtig verliebt. Nicht nur verknallt- nein, das hier ist echt. Für dieses Mädchen würde er alles tun. Seine Jacke zerschneiden zum Beispiel. Oder sich mit seinem Kumpel Birol anlegen. Aber die Sache mit der Liebe ist nicht so einfach und überall lauern Gefahren, die das Glück bedrohen. Wozu Lukas wirklich fähig ist, wenn es um die ganz großen Gefühle geht, kann es sich nicht vorstellen. Doch noch in diesen Sommerferien wird er es herausfinden.

    Meine Meinung:

    Am Anfang bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm geworden. Gegen Ende konnte ich mich an den besonderen Schreibstil gewöhnen, doch gefallen hat er mir überhaupt nicht.

    Mit Lukas bin ich eigentlich von Anfang an gut klar gekommen. 

    Lukas Kumpel, Birol fand ich auch ganz okay. Teilweise kam er ein wenig emphathielos rüber, aber in den letzten Kapiteln hat es sich sehr gebessert.

    Gülbahar konnte ich auch sehr gut verstehen und auch mit ihr bin ich von Anfang an gut klar gekommen.

    Über Lukas' anderen Freund konnte ich die ganze Zeit nur lachen. Er war wirklich albern. Durch ihn wurde das Buch ein wenig aufgelockert.

    Bewertung: 

    3 von 5 Sternen. Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne vergeben.

    Fazit:

    Von Vera Kissel werde ich keine weiteren Bücher lesen, da ich mit ihrem Schreibstil einfach nicht klar komme. Das Buch war ganz gut für zwischen durch, aber erhält keine explizierte Leseempfehlung von mir.

  9. Cover des Buches Das Geflecht (ISBN: 9783499258480)
    Andreas Laudan

    Das Geflecht

     (101)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Einige Jugendliche fallen in einem alten Bergwerk in einen Schacht und landen in einer Höhle, aus der sie nicht alleine herauskommen. Während sie verletzt auf Hilfe hoffen, merken sie nicht, wie etwas in der Dunkelheit langsam auf sie zukriecht.

    Auch wenn 95 % des Buches in der Höhle spielen und davon handeln, wie sie einen Weg nach draußen suchen und sich diesen zu erkämpfen ist das Buch richtig spannend. und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, es lässt sich flüssig und schnell lesen und hat mir gut gefallen. Beeindruckend fand ich auch die Selbstständigkeit und den Lebensmut der blinden Höhlenforscherin. Ich hätte mir aber etwas mehr über das Geflecht selbst gewünscht.

    Alles in allem lesenswert, wenn man Spannung mag und Bücher, die ein richtiger Pageturner sind.

  10. Cover des Buches Die letzten Meter bis zum Friedhof (ISBN: 9783499273889)
    Antti Tuomainen

    Die letzten Meter bis zum Friedhof

     (49)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Es tut mir leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber diese Vergiftung wird unweigerlich den Tod herbeiführen.‘ (Seite 17)

    Der 37-jährige Jaakko, der zusammen mit seiner Frau mit Matsutake-Pilzen handelt, hat eine Vielzahl an Symptomen, und schließlich zeigen die durchgeführten Untersuchungen, dass seine Nieren, die Leber, das Pankreas und möglicherweise auch das Gehirn schwer geschädigt sind: Jaakko zeigt ausgeprägte Vergiftungssymptome, und sein Arzt macht ihm wenig Hoffnung auf ein Überleben, denn die Schädigungen sind sehr weit fortgeschritten, unumkehrbar und die verantwortlichen Substanzen zudem nicht identifizierbar.

    Am Tag dieser Hiobsbotschaft erwischt er seine Frau auch noch in flagranti mit einem Mitarbeiter ihrer gemeinsamen Firma.

    Es bleibt nicht mehr viel Zeit für Jaakko, den Täter zu finden, seine Firma für die Zeit nach seinem Tod fit zu machen sowie die private und berufliche Konkurrenz abzuhängen.

    Mir hat das Buch über weite Strecken hinweg ausgesprochen gut gefallen. Es ist anspruchsvoll geschrieben, amüsant, unterhaltsam und spannend, aber so richtig packen konnte es mich dennoch nicht.

    Nichtsdestotrotz fand ich den Plot gelungen und hatte viel Spaß bei der Lektüre, doch nach etwas über der Hälfte konnte mich Tuomainen plötzlich gar nicht mehr bei der Stange halten. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gelangweilt und begonnen, quer zu lesen. Zu diesem Zeitpunkt hat es mich kaum noch interessiert, wie die Geschichte endet, wer der Täter ist, was Jaakko noch herausfindet und wie er den Rest seines Lebens verbringt.

  11. Cover des Buches Trügerische Ruhe (ISBN: 9783442365371)
    Tess Gerritsen

    Trügerische Ruhe

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds
    Tess Gerritsen gelingt es, durch den Gebrauch von Fachausdrücken eine authentische Atmosphäre zu erschaffen, ohne Laien damit zu überfordern. Diesmal entwirft die Autorin ein Schreckensszenario, das dem Leser wahre Schauer über den Rücken laufen lässt. Und auch eine kleine Liebesgeschichte findet noch ihren Platz in dieser spannenden Story.
  12. Cover des Buches Todesregen (ISBN: 9783453433366)
    Dean Koontz

    Todesregen

     (126)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann

    Das Buch hatte nicht die besten Rezensionen, aber das Thema fand ich sehr spannend. Außerdem habe ich vor Jahren mal ein Buch von Dean Koontz gelesen, das mir gut gefallen hat. Alles nahm ich "Todesregen" als Urlaubslektüre mit. Der Start ist gut und unheimlich. Leider lässt die Spannung im Mittelteil schnell nach, als die Story sehr abgefahren wird. Und das Ende ist totaler Quatsch. Schade, die Grundidee ist gut, der Autor kann schreiben - aber die Geschichte verliert sich leider in Moral predigendem Unsinn.

  13. Cover des Buches Welt aus Staub (ISBN: 9783800095537)
    Stephan R Bellem

    Welt aus Staub

     (68)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha
    Welt aus Staub
    Dieses Buch habe ich im Rahmen der Aktion "Jeden Monat eine Buchempfehlung 2016" gelesen und es lange vor mir hergeschoben, da ich sehr skeptisch war, ob so ein unbekanntes Buch gut sein kann. Ich wurde sehr positiv überrascht und kann es nur weiter empfehlen. Klasse Dystopie!

    Inhalt
    Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.

    Meinung
    Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch und muss sagen, dass es mich absolut überrascht hat. Das Szenario rund um einen sterbenden Planeten ohne Pflanzen fnad ich sehr interessant und angsteinflößend, da es sehr realistisch geschildert wird. Was würden wir wohl tun wenn es keine Pflanzen mehr geben würde? Was würden wir essen? Der Autor schafft es den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Figuren im Buch haben es alle nicht leicht in der Welt, wo Arm und Reich sehr unterschiedliche Leben führen und es keine Mittelschicht mehr gibt. Mich hat Tessas Geschichte am meisten berührt, da sie sich unheimlich durchkämpfen musste. Elaine wirkte auf mich wie eine zweite Lara Croft, denn sie knallt gerne wenn nötig ein paar Bösewichte ab und ist auf der Suche nach ihren besonderen Schätzen: überlebende Pflanzen. Auch Sams geschichte war spannend. Leider fand ich es etwas vorhersehbar wer Sam hinters Licht führt und daher wusste ich schon vor der auflösung worauf das ganze hinauslaufen wird. Allerdings hat mich Dannys Entdeckung sehr überrascht. Das Buch ist sehr actionreich und hier und da gibt es sehr vulgäre Ausdrücke. Wer das nicht mag, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Das Ende wurde mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt aber im Großen und Ganzen war es ein sehr spannendes Buch! Von mir gibt es 3.5-4 Sterne.

  14. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257803167)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (19)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Ich habe die Kontrolle über mich verloren. [...] Ich folge jedem Impuls, es gibt keine Hemmschwelle.‘ (CD 3, Track 3)

    Der Wirtschaftsanwalt Urs Blank ist verheiratet, beruflich erfolgreich und jemand, der Kontrolle über sein Leben hat.

    Als er die deutlich jüngere Lucille trifft, wandelt sich sein Leben, er wird spontaner und betritt immer wieder neues Terrain.

    Nach einem Psilocybin-Trip ist schließlich nichts mehr so, wie es vorher war. Blanks Leben und seine Moral geraten endgültig aus den Fugen, seine Persönlichkeit ändert sich, und dann entscheidet er sich für ein einsames Leben im Wald, wofür er seinen Suizid vortäuscht.

    Ich habe ‚Die dunkle Seite des Mondes‘ vor knapp 20 Jahren gelesen und nun das Hörbuch gehört. Mir hat das Hörbuch auch mit dem zeitlichen Abstand gut gefallen, was nicht immer so ist, wenn man viele Jahre später das gleiche Buch nochmals liest oder hört. Hier habe ich aber das Gefühl, dass mich das Buch nach all der Zeit sogar mehr als in meinen 20ern angesprochen hat.

    Ich habe keine persönlichen Erfahrung mit Halluzinogenen, doch Martin Suters Schilderungen treffen meiner Meinung nach sehr genau ins Schwarze und decken sich mit meinen Vorstellungen eines Psilocybin-Trips und den Veränderungen, die damit einhergehen können. Ich empfand diese Einblicke sowohl spannend und bereichernd als auch verstörend und zum Teil abstoßend, und so habe ich Suters Ausführungen und der gelungenen Lesung von Gert Heidenreich mit viel Neugier und Faszination gelauscht.

    Dabei empfand ich Blank als extrem unangenehmen Zeitgenossen - vor, während und nach dem Psilocybin-Trip. Auch die anderen Figuren fand ich eher unsympathisch, jedoch allesamt so lebendig und so überzeugend charakterisiert, dass ich gerne verfolgt habe, wie sie sich verhalten, was sie umtreibt, was sie denken und fühlen.

  15. Cover des Buches Das magische Labyrinth (ISBN: 9783492266604)
    Philip José Farmer

    Das magische Labyrinth

     (17)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Im vierten Teil wird endlich das Geheimnis der Schaffer der Flusswelterde gelüftet. Wieder fast an den ersten Teil herankommendes Buch, was spannend und philosophisch ist.
  16. Cover des Buches Dein fantastischer Balkongarten (ISBN: 9783706626750)
    Fühl dich Löwenzahn

    Dein fantastischer Balkongarten

     (17)
    Aktuelle Rezension von: teretii

    In der Hängematte baumeln, einen Cocktail schlürfen, ein paar Andenbeeren snacken - klingt nach einem fernen Urlaubsparadies? Ist es aber nicht! Darf ich vorstellen: dein fantastischer Balkongarten!

    Zauber dir dein selbst angebautes Gemüse auf den Teller.spendet Schatten im Hochsommet, schirmt dich von der Außenwelt ab und schaut dabei so schön aus, dass du dich gar nicht sattsehen kannst. Auch Klima, Bienen und andere Tierchen werden dir dafür dankbar sein - ganz zu schweigen von den er Lebensfreude. Denn wer den eigenen Lieblingsort direkt vor der Balkontür hat, der braucht zum Glücklichsein eigentlich nicht mehr viel oder?

    Also ich bin total begeistert von dem Buch! Dort stehen so viele tolle Ideen drin, dass ich mich fast gar nicht entscheiden kann, was ich ausprobieren möchte.  

    Alles ist richtig gut und verständlich beschrieben. Total einfach und leicht zum Nachmachen. Teilweise auch mit schönen Bildern. Ich habe mich als erstes für "Willkommen im Dschungel: Gemüse, das in den Himmel wächst" entschieden und bin gespannt wie es im Laufe des Jahres noch werden wird. Aber bis jetzt bin ich schon richtig gut zufrieden.

    Für jeden der eine  Balkon hat und etwas anbauen möchte, ist dies Buch perfekt!

  17. Cover des Buches Das grüne Wunder (ISBN: 9783833869532)
    Ina Sperl

    Das grüne Wunder

     (4)
    Aktuelle Rezension von: lielo99

    Im Garten geschieht kaum etwas, das keine Auswirkungen auf das gesamte System hat. Fast alles hängt zusammen, ist Ursache oder Wirkung.“

    Mit diesen Sätzen beginnt das spannende und lehrreiche Werk #DasgrüneWunder von Ina Sperl. Es beschreibt detailliert, welche Beobachtungen zu welcher Jahreszeit gemacht werden können. Also unter anderem, welche Blumen dann gerade blühen oder in welchem Reifezustand sich bestimmte Gemüsesorten befinden. Dazu gibt es zwischendurch immer ein Kapitel mit „Expertenwissen“. Hier schreiben Wissenschaftler über neueste Forschungsergebnisse.


    Weitere sehr interessante Fakten sind: Wie Tiere aus dem Winterschlaf kommen und was sie dann fressen, welche Farben die einzelnen Insektengruppen bevorzugen oder wie diese Farben überhaupt entstehen. Dann die Frage, warum einige Blüten mehr Duft verströmen als andere und etliche sogar nur in der Nacht duften. Welcher Standort ist perfekt und warum vertragen einige Pflanzen sich nicht, wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft stehen.


    Eine ausführliche Beschreibung von „Schädlingen“ und deren Fressbild gibt es ebenfalls zu lesen und warum manche Insekten so lange „Rüssel“ haben. Zwei Lebewesen (ja, Pflanzen gehören auch dazu) begleiten den Leser die ganze Zeit. Das ist die Erdhummel und der Giersch. Spannend, wie genau sie hier beschrieben sind.


    Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Ich habe vor mehr als 40 Jahren meinen Abschluss als Gärtner gemacht und dachte immer, ach, solche Bücher können dir doch nichts Neues mehr vermitteln. Das war borniert und bei #DasgrüneWunder wurde ich eines Besseren belehrt. Ja, ich habe auch hier etwas erfahren, was ich nicht wusste. Oder kennen Sie etwa die Blumenuhr und wissen, wer sie erfand und wo sie heute steht?


    Viele Zeichnungen und Fotos gibt es zu sehen und die ausführliche Beschreibung von Giftpflanzen ist nicht nur für Hobbygärtner sehr wichtig. Gerade wenn Kinder und/oder Haustiere mit in der Gemeinschaft leben, müssen sie davor geschützt werden. Der Anhang besteht aus 5 Kapiteln:


    1. Adressen von Einrichtungen, die besucht werden können

    2. Seiten im WWW

    3. Wo Interessierte Bodenproben zur Analyse hinschicken können

    4. Weiterführende Literatur

    5. Die Adresse der Experten, die in dem Buch zu Wort kamen.


    Für mich ein äußerst wertvolles Buch, welches ich bestimmt immer mal wieder zur Hand nehme.


  18. Cover des Buches Verwobenes Leben (ISBN: 9783550201103)
    Merlin Sheldrake

    Verwobenes Leben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Irve

    Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch wird bei meinen Highlights des Jahres einen der vorderen Ränge einnehmen! Selten habe ich ein Sachbuch gelesen, in dem Wissen fachgerecht, aber leicht verständlich und zudem äußerst unterhaltsam mit viel Raum für Begeisterung und Staunen an den Leser (1) gebracht wird – viele Blicke über den Tellerrand inklusive!


    Der Autor Merlin Sheldrake hat über das Netzwerk der Pilze in Panama dissertiert und kriegt auch weiterhin nicht genug von der Mykologie – dem Bereich des Lebendigen, das bislang überraschend wenig erforscht ist. Seine Faszination teilt er über dieses Buch, in dem er die verschiedensten Pilze mit anderen Themen in Bezug setzt und dabei äußerst Bemerkenswertes in das Rampenlicht zieht. Sheldrake hat intensiv im Bereich der Mykologie recherchiert und viele Forschungsergebnisse, Entdeckungen und auch persönliche Erfahrungen zu diesem großartigen Werk verwoben. Apropos verwoben: Der Titel des Buches ist sehr gut gewählt, denn nicht nur die Pilze selbst sind durch ihre Geflechte in sich selbst verwoben, auch mit anderen Bereichen des Lebendigen verflechten sie sich auf verschiedenen Ebenen zu Symbiose und Co.


    Sein Werk hat Sheldrake „voller Dankbarkeit den Pilzen gewidmet“, von denen er so vieles gelernt habe.


    Dass dieses Buch voller Wertschätzung und Herzblut steckt, liegt also auf der Hand, und Sheldrake hat es geschafft, diese Begeisterung mit mir zu teilen. Ich hoffe, dass nach meinen Worten der ein oder andere auf „Verwobenes Leben“ aufmerksam wird, sodass dem Buch die Aufmerksamkeit zuteil wird, die es verdient hat. Die Rezension ist meinem Bücherblog "Irve liest" entnommen.


    Aber worum genau geht es in diesem „Pilzbuch“?

    Es besteht aus einem Prolog, einer Einleitung, 8 interessanten Kapiteln, die teilweise die Sicht auf einige Dinge verändern könnten, sowie Epilog und sehr umfangreichen Anhang (Danksagungen, Anmerkungen, Register, Bibliografie).

    Die Kapitel widmen sich unter anderem den Themen der Trüffel (und ich dachte, ich wüsste Bescheid), dem großartigen Zusammenwirken von den Pilzen und anderen Bereichen der Natur wie Bäumen oder Algen, aber auch um die halluzinierende Wirkung einiger Arten, oder das absolut beeindruckende „Wood Wide Web“ – tja, es scheint, als habe die Natur diese Art der Kommunikation erfunden und wir sie lediglich stümperhaft mit dem Internet imitiert.


    „Verwobenes Leben“ hat mich sehr neugierig auf die Mykologie gemacht und sollte ich auf adäquat erscheinende Titel treffen, werde ich sicher nicht nein sagen!



  19. Cover des Buches Das dunkle Muster (ISBN: B002SPVT96)
    Philip José Farmer

    Das dunkle Muster

     (22)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    3. Teil und schwächster der Flusswelt Reihe, Band 2 wird fortgeführt aber etliche Nebenstränge aufgebaut und insgeamt ist dieses Buch eher etwas wirr geraten. Doch der vierte Teil ist dann wieder grandios!
  20. Cover des Buches Die Leibwächterin (ISBN: 9783499256042)
    Leena Lehtolainen

    Die Leibwächterin

     (18)
    Aktuelle Rezension von: tinderness
    Die finnische Krimiautorin Leena Lehtolainen ist vor allem durch die Romane mit ihrer weiblichen Heldin, der Polizistin Maria Kallio, bekannt geworden. Von diesem Zyklus liegen derzeit schon mehr als ein Dutzend Bücher vor. Im Windschatten dieser sehr erfolgreichen Serie ist die Trilogie um die Leibwächterin Hilja Ilveskero erschienen, die es der Autorin ermöglicht hat, sich mit ihrer neuen Heldin ein wenig mehr ins Zwielichtige und Ambivalente vorzuwagen. Ich habe nun den ersten Band der Trilogie gelesen - mit steigendem Vergnügen, wenngleich auch ein wenig irritiert. Von beidem soll hier die Rede sein.

    Hilja Ilveskero ist eine Leibwächterin, doch wer sich deshalb einen actiongeladenen Thriller erwartet hat, der wird enttäuscht sein. Leibwächterin kann man eben auch als einen Routineberuf betrachten, der eher festgeschriebenen Regeln und Routinen folgt, als von einer ständigen Aufeinanderfolge von Action. Es ist das Warten, was diesen Beruf ausmacht, die aufmerksame Bereitschaft für den Ernstfall, das doch recht enge Verhältnis zur Klientin. Im Leben Hiljas ist es auch denkbar, als Security am Sicherheitscheck eines Flughafens zu arbeiten oder gegebenenfalls arbeitslos zu sein. Auch dieser Beruf besteht nicht nur aus Spannung und Sensation, sondern vor allem aus Routine.

    Doch Routine wird zum Ernstfall und Hilja hat eigentlich im entscheidenden Moment versagt. Der für einen Krimi notwendige Mord passiert bereits auf den ersten Seiten des Romans. Hilja ist fest entschlossen, den Mord an ihrer Klientin aufzuklären - auch deshalb, weil sie sich Vorwürfe macht, den Mord möglicherweise durch ihr impulsives Verhalten mitverschuldet zu haben. Doch dem Ausgangspunkt der Handlung folgen weder actiongeladene Episoden noch unmittelbar weitere Morde. Im Gegenteil: die Autorin widmet sich ausführlich der Entfaltung des Charakters ihrer Heldin. Ihr familiärer Hintergrund, ihre Ausbildung zur Personenschützerin, ihre Gewissensbisse und schließlich ihre Zweifel über eine sich entwickelnde Liebesbeziehung nehmen breiten Raum im Roman ein. Wir begreifen recht rasch: diese Person soll uns ans Herz wachsen, damit wir sie auch gut und gerne in den Folgebänden des Romans begleiten wollen. Plötzlich finden wir uns in einer recht ambivalenten Liebesgeschichte wieder, die uns den weiteren Verlauf des Romans begleiten wird. Und auch der Schilderung der urtümlichen Landschaft Finnlands wird breiter Raum gegeben. Ach ja, die vergifteten Pilze!

    Die langsame Entfaltung des Charakters der Heldin hat manche RezensentInnen dazu bewogen, das Buch als ereignisarm und unspannend zu bezeichnen. Ich aber bin der Überzeugung, dass ein Krimi nicht die rasanten Schnittsequenzen eines Actionfilmes imitieren muss, um zu fesseln, sondern daß er sehr wohl auch von der Entfaltung seiner Charaktere leben kann. Im gegenständlichen Fall merkt man recht deutlich, daß die Autorin sich ausreichend Zeit nehmen will, um uns die Heldin ans Herz zu legen. Sie schreibt selbstbewußt vor dem Hintergrund ihres schriftstellerischen Könnens und bisherigen Erfolgs und nimmt sich die Freiheit, das Erzähltempo zu drosseln, um ihre Figuren gut zu entwickeln.

    Man muss eben ein wenig Geduld haben, um sich in die Welt der Personenschützerin Hilja einführen zu lassen, um ihren Zweifel, ihre Wut, ihre sexuellen Bedürfnisse, ihren Mut und ihre Beharrlichkeit nachvollziehen zu können. Langsam und mit logischer Konsequenz bauen sich die einzelnen Handlungs-elemente auf, und ohne erzählerischen Kraftakt löst sich der Fall. Am Ende des Buches angekommen, werden wir zwar einen der obligaten jedoch unaufdringlichen platzierten Cliffhanger antreffen, der den Leser/die Leserin auf den Folgeband der Trilogie verweist. Dennoch: das Handlung ist abgeschlossen, rund und stimming. Wir finden uns wieder mit unserer Neugier auf die weiteren Erlebnisse der Romanfiguren. Menschen (und Kunstfiguren) wirklich kennenzulernen, das braucht eben seine Zeit. Das mag altmodisch und "uncool" klingen, aber Menschen funktionieren eben nicht anders. Wer nicht zur Geduld bereit oder fähig ist, der möge zu anderen, mehr spektakulären Geschichten greifen: die Buchhandlungen sind voll davon. Wer jedoch die eindringliche Gestaltung von Charakteren mag, wird dieses Buch mögen.

    Mit dem eben Gesagten soll nicht der falsche Eindruck erweckt werden, das Buch sei allein auf das innere Erleben seiner Romanfiguren ausgerichtet. Wir lernen auch einen Ausschnitt aus den bilateralen Beziehungen zwischen Rußland und Finnland kennen, diesseits und jenseits der unklaren Grenze von Recht und Unrecht, von Geschäft und Korruption, Tourismus und Ausverkauf der Natur. Die Handlung des Buches fokussiert auf den geplanten Bau einer russischen Gas Pipeline durch Finnland, auf das Verhältnis zwischen Macht und Politik, Geschäft und Korruption. Es ist immer schwierig, hinter die Kulissen scheinbarer Realität zu blicken und zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Auch darüber lesen wir in diesem Buch.

    Zwei Wermutstropfen mischen sich in mein behagliches Krimiabenteuer. Da ist einmal die Obsession der Autorin für Luchse. Leena Lehtolainen baut hier ein Motiv von großer Präsenz auf, indem sie ausführlich von den Kindheitserlebnissen der Heldin mit einem halb gezähmten Luchs namens Frida erzählt und dieses Motiv immer wieder ins Spiel bringt, wohl in der Absicht, das Wilde und Unberechenbare und Einsame der Heldin zu symbolisieren. Allein, das Motiv wird meiner Ansicht überstrapaziert, sodaß es langsam aber sicher zur Wortwiederholung zu degenerieren droht. Leider hat sich die Autorin allzu sehr von ihrer Faszination für diese Tiere hinreißen lassen. Das hat dem Erzählfluss an einigen Stellen nicht gut getan.

    Zum Zweiten: die vom Finnischen ins Deutsche gebrachte Übersetzung von Gabriele Schrey-Vasara verwendet stellenweise und ohne ersichtlichen Grund statt standardsprachliche regionale Redewendungen und Begriffe, was dem Text nicht gut tut. Auch das Cover des Buches ist, sowohl was die bildliche Darstellung als auch die Genrebezeichnung "Thriller" betrifft, irreführend. Wie schon andernorts bemerkt wurde, ist das Buch kein typischer Thriller, der sich durch einen kontinuierlichen Spannungsbogen auszeichnet. Die Heldin steht auch nicht düster und geheimnisvoll im Halbschatten der Erzählung, wie dies die Fotomontage suggeriert. Die Cover der finnischen Originalausgabe und der englischen Übersetzung sind da andere Wege gegangen und haben statt der Dame im geheimnisvollen Halbschatten den Luchs aufs Cover gebracht, was mir angesichts des weiter oben Gesagten stimmiger erscheint.

    Insgesamt fällt aber mein Leseeindruck sehr positiv aus: deshalb bin ich gerade beim Lesen des zweiten Bandes der Trilogie.

    Offenlegung: Diese Rezension wurde weder von einer anderen Person in Auftrag gegeben, noch liegt ihr die Überlassung eines kostenfreien Lesexemplars zugrunde. Sie ist im besten Sinne freiwillig und allein vom Interesse am gegenständlichen Buch und von der Freude am Schreiben getragen.
  21. Cover des Buches Die Teufelshaube (ISBN: 9783426634912)
    Ariana Franklin

    Die Teufelshaube

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Danae_Daya

    Sehr gutes Buch, der stil ist etwas harmloser, aber immernoch spannend und gut geschrieben. Sehr zu empfehlen.

  22. Cover des Buches Ein gutes Dutzend wilde Pilze (ISBN: 9783440169858)
    Ewald Langer

    Ein gutes Dutzend wilde Pilze

     (13)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    "Ein gutes Dutzend wilde Pilze" von Ewald Langer war für mich eine sehr spannende Lektüre. Denn obwohl ich auf dem Land lebe und schon als Kind mit meiner Oma zum Pilze sammeln regelmäßig in den Wald gegangen bin, reicht mein Wissen auf diesem Gebiet leider nicht über Steinpilz, Maronen-Röhrling und Krause Glucke hinaus. Ein Judas-Ohr, zum Beispiel, ist mir noch nie begegnet und bei dessen Anblick wäre ich auch sicherlich nicht auf die Idee gekommen, dass man diesen ungewöhnlichen Pilz tatsächlich essen kann. Welch ein Glück also, dass ich nun dieses tolle Nachschlagewerk aus dem Hause Kosmos mein Eigen nennen darf.

    Eingeleitet wird das Büchlein mit einem spannenden Exkurs über das wahre Wesen der Pilze. Es geht um ihren Lebensraum, ihre Rolle im Ökosystem, ihre Verbreitung und Fortpflanzung. Es folgen ein paar Hinweise zum Sammeln von Pilzen an sich, vor allem auch dazu, was in dieser Hinsicht erlaubt ist und was nicht und auch dazu, wo man Hilfe und Rat findet, wenn man sich nicht sicher ist, ob eins der gefundenen Prachtexemplare vielleicht doch giftig sein könnte.

    Und dann geht es auch schon los mit den zwölf Kapiteln zu den wichtigsten Speisepilzen, die man in unseren Wäldern finden kann. Jeder Pilz wird zunächst mit einem doppelseitigen Bild vorgestellt, welches bei der zweifelsfreien Bestimmung helfen soll. Es folgen weitere Bilder und Zeichnungen, eine genaue Beschreibung der Form und des Aussehens, Tipps zu Standorten und, was besonders wichtig ist, der Hinweis auf ungenießbare oder giftige Doppelgänger. Am Ende eines jeden Kapitels findet man dann noch eine Doppelseite mit leckeren Rezepten und Verwendungsmöglichkeiten. Und schon geht es weiter zur nächsten Pilzsorte.

    Ganz wichtig, und für einen Pilzratgeber absolut unverzichtbar, ist der Hinweis auf die Giftnotrufzentralen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Seite 108. Doch soweit, dass man diese benötigt, sollte man es auf keinen Fall kommen lassen, darum an dieser Stelle mein Appell: Wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, ob es sich um einen genießbaren Pilz handelt oder nicht, Finger weg! Mit einer Pilzvergiftung ist nicht zu spaßen!

    Dieses tolle Nachschlagewerk ist für jeden geeignet, der in der heimischen Natur auf Pilzjagd gehen möchte. Doch auch für alle, die vielleicht gar keine Pilze mögen, kann es sehr interessant sein, beim nächsten Herbstspaziergang durch den Wald die Augen nach den interessanten Lebewesen offen zu halten und mit diesem Nachschlagewerk zu bestimmen. Zu diesem Büchlein passt als Ergänzung für alle Naturliebhaber hervorragend auch der Ratgeber "Ein gutes Dutzend wilde Beeren" von Otmar Diez.

  23. Cover des Buches Fantastische Pilze (ISBN: 9783039020577)
    Paul Stamets

    Fantastische Pilze

     (4)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Das Reich der Pilze ist für mich wahrhaft magisch.‘ (Seite 89)

    Das Buch und der Film ‚Fantastic Fungi‘ (den ich übrigens nicht kenne) entstanden aus einer über zehn Jahre andauernden Zusammenarbeit des Herausgebers Paul Stamets mit dem Filmemacher Louie Schwartzberg.

    ‚Fantastische Pilze‘ setzt sich unter anderem damit auseinander, wie der Mensch Pilze nutzen kann, um unseren Planeten wieder ins Gleichgewicht zu bringen, welches Potenzial Pilze für unsere Ernährung und unsere Gesundheit haben, und wie Pilze dabei helfen können, dass wir das menschliche Bewusstsein besser verstehen können.

    Die Texte fand ich sehr vielseitig, sie beleuchten zahlreiche Facetten von Pilzen, z.B. ihren Nutzen für Umwelt (-schutz) und Industrie, Pilzesammeln und Pilzbestimmungsworkshops, Mykosanierung, Pilze im Wandel der Zeiten sowie Pilzzucht zu Hause. Die Texte sind verständlich geschrieben, bringen einen beim Lesen zum Staunen und vermitteln viele Informationen.

    Die Fotografien im Buch sind einfach wundervoll, zeigen z.B. Myzel und Fruchtkörper verschiedener Pilzarten, aber auch Fraktale. Sie machen deutlich, wie unterschiedlich Pilze/Fruchtkörper sein können und wie faszinierend die Welt der Pilze ist.

    Ich bin weder Anhängerin alternativer Heilmethoden wie TCM noch Befürworterin des Einsatzes psychedelischer Substanzen in der Medizin, weshalb ich die jeweiligen Kapitel zwar mit großem Interesse, aber auch mit gesunder Skepsis gelesen habe.

    Alles in allem zeigt ‚Fantastische Pilze‘ ganz klar: Pilze sind erstaunliche, wunderschöne und oft auch wunderliche Zeitgenossen.

  24. Cover des Buches Das Experiment. (ISBN: 9783442554072)
    Robin Cook

    Das Experiment.

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Also, das Buch war nicht so sehr mein Geschmack. Die Hexengeschichte um Salem wirkte an die medizinische Geschichte angeleimt und am Ende hatte ich kaum noch das Gefühl, dass die beiden Handlungfen zusammen hingen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die vielen medizinischen Gedanken, die anderen, die sich für sowas nicht interessieren, sicher sauer aufstoßen könnten. Die Charaktere fand ich zu flach und das Ende vorhersehbar. Die 3 Sterne bekommt das Buch von mir nur aufgrund des medizinischen Hintergrunds.

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