Bücher mit dem Tag "pilze"
40 Bücher
- Peter Wohlleben
Das geheime Netzwerk der Natur
(36)Aktuelle Rezension von: sbalunzia„Was passiert, wenn wir unbedacht ein Rädchen entnehmen, haben wir anhand zahlreicher Beispiele gesehen. (…) Es kommt zu einer Kettenreaktion, die das ganze System verändern kann.“ Dieser prägnante Abschnitt aus dem zweitletzten Kapitel fasst für mich die Essenz des Buches auf eindrucksvolle Weise zusammen.
„Das geheime Netzwerk der Natur“ von Peter Wohlleben ist ein äußerst lehrreiches und faszinierendes Buch. Trotz seiner wissenschaftlichen Tiefe gelingt es dem Autor, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen und die vielschichtigen Beziehungen innerhalb der Natur durch Beispiele zu veranschaulichen. Wohlleben beleuchtet Themen wie den Einfluss von Rehen und Hirschen auf den Flusslauf, die Gründe, weshalb Glühwürmchen leuchten, die erstaunliche Kommunikation zwischen Bäumen und Pilzen, die Entwicklung der Natur über Millionen von Jahren wird thematisiert und er zeigt auf, wie unser menschliches Eingreifen all dies beeinflusst.
Ich habe das Buch in kleinen Happen über mehrere Wochen hinweg gelesen. Besonders bereichernd war mein Engagement in einem Bergwaldprojekt während dieser Zeit. Nach diesem praktischen Einsatz konnte ich das Buch mit anderen Augen betrachten und die Zusammenhänge noch viel intensiver nachvollziehen. Wohllebens Werk schafft ein tiefes Verständnis für die Natur und die Bedeutung anderer Lebewesen in unserem Ökosystem. Es regt dazu an, über unser Verhältnis zur Natur nachzudenken und die Verantwortung, die wir tragen, ernst zu nehmen.
Für mehr Rezensionen: Instagram -> book_recommender_sbalunzia
- Martin Suter
Die dunkle Seite des Mondes
(736)Aktuelle Rezension von: MEvaSehr rundes, aus vielen ausgereiften Perspektiven Einblick gewährendes Buch über den (un)glückseligen Pilztrip eines Wirtschaftsanwalt.
Urs Blank steht mitten im Leben, ist perfekt in seinem Job, hat eine erwachsene Beziehung mit seiner Partnerin Evelyne - nebenbei aber auch eine junge Räucherstäbchen-verkaufende Geliebte. Eigentlich typisch Midlife-Crisis. Als er an einem Pilztrip teilnimmt verliert er durch eine unbestimmte Komponente seine Empathie. Er zieht sich immer mehr in den Wald zurück - und ein jagender Investor ist ihm auf der Spur.
Auf vielen Ebenen fesselndes Buch mit großartigen (männlichen) Charakteren. Die Frauen rutschen etwas in den Hintergrund, aber in kein Klischee ab. Top geschrieben! Jetzt schaue ich mir den Film an.
- Angeline Boulley
Firekeeper's Daughter
(107)Aktuelle Rezension von: Emma11Daunis Fontaine hat nie das Gefühl gehabt, irgendwo wirklich dazuzugehören. Sie ist halb weiß, halb Native American und steht zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eigentlich träumt sie davon, Medizin zu studieren und ein neues Kapitel in ihrem Leben zu beginnen. Doch das Leben hat andere Pläne: Statt ihre Zukunft zu gestalten, muss sie sich um ihre kranke Mutter kümmern und ihre eigenen Wünsche zurückstellen. Der einzige Lichtblick scheint Jamie zu sein – charmant, aufmerksam und genau die Art von Mensch, die Daunis in dieser schwierigen Zeit braucht. Aber ist er wirklich der, für den er sich ausgibt?
Als plötzlich ein Mord geschieht, wird Daunis in eine gefährliche Welt hineingezogen, die sie sich nie hätte vorstellen können. Widerwillig stimmt sie zu, undercover für das FBI zu ermitteln. Dabei entdeckt sie Geheimnisse, die nicht nur ihre Familie betreffen, sondern die gesamte Gemeinschaft erschüttern könnten. Je tiefer sie gräbt, desto mehr erkennt sie, dass die Wahrheit nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch tödlich sein kann.
- Tibor Rode
Der Wald
(195)Aktuelle Rezension von: AnnabelleRDieses Buch hat mich total fasziniert, das war mal etwas völlig Neues . Besonders die Goethe-Verbindung war extrem gelungen und spannend. Ich werde definitiv noch die anderen Bücher des Autors lesen, der Schreibstil war sehr packend. Kann es nur jedem empfehlen, der gern spannende Thriller liest, aber nicht immer unbedingt Mord und Totschlag dabei haben will.
- T. Kingfisher
Was die Toten bewegt
(74)Aktuelle Rezension von: BooksbydannyDieses Buch war unglaublich atmosphärisch.
Ich kenne die Geschichte von Poe nicht, daher bezieht sich die Rezi nur auf dieses Buch.
Anfangs fing es gemächlich an, wir lernen Alex kennen und erfahren ein wenig über ihn.
Er besucht das Hause Usher, da seine Jugendfreundin sehr krank ist.
So und ab hier wird es ungemütlich. Das Haus Usher verströmt eine unheimliche Atmosphäre, welche trotz der Kürze der Geschichte gut zur Geltung gebracht wird.
Zeitweise ist es auch richtig ekelig, also ich werde diese Bilder nicht so schnell aus meinem Kopf bekommen.
Eine große Leseempfehlung für diejenigen, die gerne atmosphärische, düstere und schaurige Horrorgeschichten lesen möchten.
4,5/5⭐️
- David Koepp
Cold Storage - Es tötet
(101)Aktuelle Rezension von: Kara_FeyDer Schreibstil ist gut zu lesen und hat oft einen humorvollen Unterton. Die Hauptfiguren bleiben blass und teilweise sehr stereotypisch was mich persönlich nicht sehr gestört hat da ich das Buch wegen des Pilzes und nicht wegen der Menschen gelesen haben. Den Pilz hingegen fand ich viel interessanter allerdings kam er mir leider zu wenig vor. Das Buch war gute und schlichte Unterhaltung zum weg lesen, Kopf schütteln und trotzdem genießen.
- Tina Stein
Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
(83)Aktuelle Rezension von: JanaskleineschaosDie Geschichte ist spannend, geheimnisvoll und voller Magie. Besonders gefallen haben uns die fantasievollen Ideen, die besondere Atmosphäre der Waldschule und die liebevoll gestalteten Charaktere. Nebenbei lernt man einiges über Flora und Fauna, da Natur, Tiere und Pflanzen eine wichtige Rolle spielen. Auch Trisomie 21 wird sensibel und selbstverständlich eingebunden, was der Geschichte zusätzlich Tiefe verleiht!
Wir freuen uns schon auf den 2. Band 😊
- Uwe Laub
Leben
(119)Aktuelle Rezension von: KonfettiregenTagtäglich verschwinden etwa 150 Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten, doch was passiert, wenn es eines Tages auch uns Menschen betrifft? Mit dieser interessanten und erschreckenden Frage setzt sich Uwe Laub in dem Buch "Leben" auseinander.
Der Anfang des Buches ist etwas verwirrend gestaltet. Die Handlung des Buches "springt" ziemlich stark zwischen mehreren einzelnen Geschichten und Schauplätzen hin und her, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben. Erst nach einer Weile sind die einzelnen Verbindungen dazwischen entstanden.
Lässt man sich jedoch am Anfang nicht entmutigen, das Buch zu lesen, findet man einen spannenden, sehr gut recherchierten Thriller, der einem nicht nur Einblicke in die Biodiversität gibt, sondern auch in die Medizin und die Abgründe der menschlichen Psyche.Zweifellos handelt es sich um ein sehr wichtiges Thema. Der Autor des Buches schafft es meiner Meinung nach hervorragend, die wichtigsten Aspekte des Themas in den Vordergrund zu legen, ohne, dass beim Leser Fragen offen bleiben.
- Stephanie Danler
Sweetbitter
(95)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Tess trifft auf New York. Jeder kennt die riesige Stadt, diesen riesigen Moloch, der nie schläft.
Während alle davon träumen, vom Tellerwäscher zum riesigen Filmstar oder gar zum Millionär zu werden, träumt Tess davon, Kellnerin zu werden.
Sie bewirbt sich mehr schlecht als recht bei dem In-Restaurant und wird zu ihrer Überraschung gleich genommen.
Dort lernt sie scheinbar alles, was man über Essen und Trinken wissen muss. Sie hängt sich an Simone, eine langjährigen Mitarbeitern und hochgelobten Kellnerin und lernt.
Als Hilfskellnerin macht Tess eigentlich alles falsch, was man nur falsch machen kann und man ist als Leser auf Dauer wirklich überfordert, dies einfach so hinzunehmen.
Nach der Arbeit feiert die „Familie“ noch in einer nahegelegenen Bar und man säuft und kokst um die Wette.
Dieser Roman zeigt, wie es in der wirklichen Gastrowelt aussieht. Jeder, der schon mal gekellnert oder in einer Restaurantküche gearbeitet hat kennt das Klischee.
Ruppige Gäste, die einem keinen noch so kleinsten Fehler verzeihen, strenge Hirarchien unter den Mitarbeitern und ein Chef, der kein Megaphon braucht.
All dies an der Upper Eastside macht es Tess nicht leichter, als sie sich auch noch in den jungen Bartypen Jake verliebt.
Es grenzt an Besessenheit, wie diese Familie rund um Simone und Jake funktioniert und auch daran, diesen Roman zu beenden. Man hat kein Fünkchen Mitleid mit Tess! Frühreife, unerwiderte Liebe und kitschige Liebe haben in einem solchen Leben keinen Platz.
Stephanie Danler hat zwar einen wunderbaren Einblick in die „wahre“ hochpreisige Restaurantszene abgebildet, in der nicht der Gast der schlimmste Feind ist, sondern das Gesundheitsamt. Jedoch schien mir Tess planlos in einer Welt voller Nobelweine und Austern-Glamour umherzuirren und dennoch so wenig von sich selbst preiszugeben.
Schade, ich hatte mir nach den anfänglichen Szenen über süß, sauer, bitter, salzig und umami doch ein wenig mehr erhofft als einen doch sehr vorhersehbaren Liebesroman.
- Antti Tuomainen
Die letzten Meter bis zum Friedhof
(56)Aktuelle Rezension von: paevalillDer leichtfüßige und zugleich melancholische Krimi "Die letzten Meter bis zum Friedhof" des finnischen Autors Antti Tuomainen schwirrte länger im Kopf herum als ursprünglich gedacht.
Dabei ist der Inhalt eigentlich relativ simpel: Der 37-jährige Jaakko erfährt, dass er vergiftet wurde. Doch 1) Wer könnte ihm das angetan haben und 2) wem kann er vertrauen? Auf der Suche nach der Wahrheit muss er sich nicht nur mit der beinahe mafiösen Konkurrenz zu seinem Unternehmen auseinandersetzen, das sich dem Verkauf seltener Pilze nach Japan widmet.
Die Charaktere wirken teils völlig überzeichnet, ohne unauthentisch zu sein. Diese Kombination der vermeintlichen Gegensätze sagte mir sehr zu, lebt der Inhalt irgendwie von genau jenen Personen. Irgendwo hatte ich den Vergleich mit Fargo gelesen und muss gestehen, dass ich ihn gar nicht Mal so unpassend finde - auch wenn ich die Atmosphäre weniger düster bezeichnen würde, dafür umso skurriler bis schwarzhumoriger.
Entsprechend empfand ich das Lesen als recht kurzweilig. Auch wenn ich den roten Faden nicht konsequent von Anfang bis Ende folgen konnte. Dazu erschien mir die Mitte des Buchs irgendwie zu sprunghaft, auch wenn das Meckern auf hohem Niveau ist.
Die Auflösung des Falls lag gefühlt die gesamte Zeit über direkt vor einem. Trotzdem kamen mehrere Theorien in Frage.
Eine gewisse Offenheit für eine etwas andere Herangehensweise als üblich ist hier definitiv gewünscht. Aber wer bereit ist, sich auf das Buch einzulassen, wird es nicht bereuen.
- Masashi Tanaka
Gon 3
(3)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:
Tyrannosaurier Gon begibt sich auf die Reise durch die Welt der Tiere. Diesmal geht es den großen Amazonas hinunter, ins australische Outback und ins kalte Sibirien. Ob Krokodil, Giftpilz oder Sibirischer Tiger. Gon hat immer die Oberhand. Geht mit Gon auf Safari in wunderschönen und atemberaubenden Bildern! Und das ganz ohne Text!
Gon liefert in seinem dritten Abteuer wieder einen spektakulären Einblick in die Welt der Natur und Tiere. Detailliert zeichnet Masashi Tanaka die tierischen Protagonisten, lässt sie lachen, weinen, wütend werden. Er schafft es trotz der Details nicht zu übertreiben und der Natur in ihren Details treu zu bleiben. So erlebt Gon ein Abenteuer am Amazonas, wo er sich gegen Piranhas behaupten muss und mit Walen schwimmen geht. Er besucht Australien, wo er bei den Koalabären lebt, mit Kängerus gegen Dingos boxt und mit Nasenigeln Dingos ind ie Flucht schlägt. Er geht auf Pilzsuche mit Waschbären und Bären und erlebt, dass Pilze nicht nur glücklich machen können, sondern auch böse Halluzinationen hervor rufen können. Und er besucht die sibirische Steppe, wo er bei einer Wolfsfamilie lebt, die ihre Mutter verliert und deren Wolfswelpen er sich annimmt. Die Geschichten um Gon machen einfach Spaß. Sie sind humorvoll und verständlich, auch ganz ohne Text. Die Zeichnungen sind wunderbar anzusehen und sind ein MUSS für jeden Mangaka und Zeichner.
Einfach nur mega. - Paul Stamets
Fantastische Pilze
(6)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Das Reich der Pilze ist für mich wahrhaft magisch.‘ (Seite 89)
Das Buch und der Film ‚Fantastic Fungi‘ (den ich übrigens nicht kenne) entstanden aus einer über zehn Jahre andauernden Zusammenarbeit des Herausgebers Paul Stamets mit dem Filmemacher Louie Schwartzberg.
‚Fantastische Pilze‘ setzt sich unter anderem damit auseinander, wie der Mensch Pilze nutzen kann, um unseren Planeten wieder ins Gleichgewicht zu bringen, welches Potenzial Pilze für unsere Ernährung und unsere Gesundheit haben, und wie Pilze dabei helfen können, dass wir das menschliche Bewusstsein besser verstehen können.
Die Texte fand ich sehr vielseitig, sie beleuchten zahlreiche Facetten von Pilzen, z.B. ihren Nutzen für Umwelt (-schutz) und Industrie, Pilzesammeln und Pilzbestimmungsworkshops, Mykosanierung, Pilze im Wandel der Zeiten sowie Pilzzucht zu Hause. Die Texte sind verständlich geschrieben, bringen einen beim Lesen zum Staunen und vermitteln viele Informationen.
Die Fotografien im Buch sind einfach wundervoll, zeigen z.B. Myzel und Fruchtkörper verschiedener Pilzarten, aber auch Fraktale. Sie machen deutlich, wie unterschiedlich Pilze/Fruchtkörper sein können und wie faszinierend die Welt der Pilze ist.
Ich bin weder Anhängerin alternativer Heilmethoden wie TCM noch Befürworterin des Einsatzes psychedelischer Substanzen in der Medizin, weshalb ich die jeweiligen Kapitel zwar mit großem Interesse, aber auch mit gesunder Skepsis gelesen habe.
Alles in allem zeigt ‚Fantastische Pilze‘ ganz klar: Pilze sind erstaunliche, wunderschöne und oft auch wunderliche Zeitgenossen.
- Fühl dich Löwenzahn
Dein fantastischer Balkongarten
(17)Aktuelle Rezension von: teretiiIn der Hängematte baumeln, einen Cocktail schlürfen, ein paar Andenbeeren snacken - klingt nach einem fernen Urlaubsparadies? Ist es aber nicht! Darf ich vorstellen: dein fantastischer Balkongarten!
Zauber dir dein selbst angebautes Gemüse auf den Teller.spendet Schatten im Hochsommet, schirmt dich von der Außenwelt ab und schaut dabei so schön aus, dass du dich gar nicht sattsehen kannst. Auch Klima, Bienen und andere Tierchen werden dir dafür dankbar sein - ganz zu schweigen von den er Lebensfreude. Denn wer den eigenen Lieblingsort direkt vor der Balkontür hat, der braucht zum Glücklichsein eigentlich nicht mehr viel oder?
Also ich bin total begeistert von dem Buch! Dort stehen so viele tolle Ideen drin, dass ich mich fast gar nicht entscheiden kann, was ich ausprobieren möchte.
Alles ist richtig gut und verständlich beschrieben. Total einfach und leicht zum Nachmachen. Teilweise auch mit schönen Bildern. Ich habe mich als erstes für "Willkommen im Dschungel: Gemüse, das in den Himmel wächst" entschieden und bin gespannt wie es im Laufe des Jahres noch werden wird. Aber bis jetzt bin ich schon richtig gut zufrieden.
Für jeden der eine Balkon hat und etwas anbauen möchte, ist dies Buch perfekt!
- Gabby Dawnay
Der Lauf der Natur
(6)Aktuelle Rezension von: plansbymrsgueIch habe eine Schwäche für schöne (Kinder-)Bücher! Und „Der Lauf der Natur“ ist wirklich wunderschön. Es ist großformatig, hat einen Leineneinband und ist goldfoliert - ist also optisch schon total ansprechend, aber der Inhalt steht dem in nichts nach. Wie gut, dass das Thema auch absolut passend für den Übergang vom Lebensraum Ozean zum Lebensraum Wald ist.
Gabby Dawnay und Margaux Samson-Abadie erklären hier in 48 liebevollen Geschichten die Kreisläufe unserer Welt. Grob sind die einzelnen Geschichten in „Tiere“, „Pflanzen und Pilze“, „Erde“ und das „Weltall“ eingeteilt. Ihr seht, nach dem Universum und dem Ozean ist dieses Buch wirklich super. Die einzelnen Kapitel sind auf einer Doppelseite dargestellt und so kann man immer das passende Thema vorlesen und erklären. Die Auswahl der Tiere und Pflanzen ist gut gelungen, es sind immer welche dabei, die man aus dem europäischen Raum schon kennt (z. B. Apfelbäume, Sonnenblumen, Löwenzahn, Hühner, Menschen, Honigbienen) und auch welche, die etwas spezieller sind (z. B. rotes Riesenkänguru, Bärtierchen, Venusfliegenfalle). Neugierige Kinder fragen ja wirklich immer mal so spezielle Sachen! :-)
Das Zusammenspiel von Wind und Wetter, Bienen und anderen Tieren mit Pflanzen und Menschen ist hier außerordentlich gut dargestellt. Wir wissen jetzt, wie sich Anglerfische fortpflanzen und wieso es wichtig ist, dass Waldtiere Apfelkerne essen. Ein schönes Buch!
Aus dem Englischen von Alexandra Rak.
- Moritz Schmid
Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden
(1)Aktuelle Rezension von: sommerleseUnter dem Titel "Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden" erscheint im Prestel Verlag ein Buch von Moritz Schmid.
Pilze sammeln – die perfekte Kombination aus Naturglück, Entschleunigung und Food.
Ein Ausflug in den Wald unternimmt man einmal zum Abschaltung und die Ruhe genießen und natürlich auch zum Suchen nach Speisepilzen. Was früher als Hobby von Rentner mit Freude an der Natur galt, ist längst auch in unserer digitalisierten Zeit eine geeignete Möglichkeit, sich wieder auf die Natur zurückzubesinnen und mit beruhigenden Spaziergängen oder Sammeln von Pilzen zu entspannen und zu entschleunigen.
Let´s go into the Woods!
Was macht das Suchen und Sammeln von Pilzen mit uns? Moritz Schmid ist davon überzeugt, dass es nicht nur ihn sehr glücklich macht. Denn schon allein ein Spaziergang im Wald, die Geräusche von Bäumen und Vögeln, die besondere Stille und das Eintauchen in die Natur bringt Ruhe und Entschleunigung mit sich. Wenn man dann noch versteckt unter Nadeln oder im Moos einen oder mehrere Pilze findet, ist man glücklich, kann man sie dann hinterher als Mahlzeit verspeisen, ist das Glück vollkommen.
In diesem Buch geht es erst einmal um das ganze Ökosystem Wald, dazu gehören nicht nur die Bäume und Sträucher, sondern auch die Insekten, die Moose und Farne und das Myzel (die Gesamtheit aller Hyphen, der fadenförmigen Zellen eines Pilzes). Speziell der Pilz wird anhand verschiedener Beispiele namentlich vorgestellt und ein Teil des Buches beschäftigt sich mit der Zubereitung als besondere Mahlzeit mit interessanten Rezepten.
Sehr anschaulich und auch sehr interessant erklärt Moritz Schmid zunächst die Zusammenhänge dieses Ökosystems. Die Menschen suchen in Wäldern Ruhe und Erholung, die Rückbesinnung zur Natur wird im hektischen Alltag immer wichtiger.
Moritz Schmid zeigt und erklärt mit seinen gelungenen Fotos unterschiedliche Ansichten von Wald und Flur, stellt einige Personen und ihre Sichtweise auf den Wald oder Pilze vor und klärt über die verschiedenen Pilzsorten auf.
In besonderen doppelseitigen Übersichten stellt er einem aussagekräftigen Foto einer Pilzart weitere Informationen gegenüber. So gibt er Auskunft über das Vorkommen, die äußeren Merkmale, den Stiel, das Fleisch und den Geruch der entsprechenden Pilze und eventuelle Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Verwandten.
Nicht jeder weiß, wie man Pilze findet, anhand der Umgebung ist das möglich, wie man sie sammelt, im Wald putzt, transportiert und anschliessend schneidet oder lagert. Hierzu gibt es einige Erklärungen, ebenso wie man Pilze dörrt und zu kreativen Gerichten verarbeiten kann.
In dem Rezeptteil werden insgesamt 24 Rezepte vorgestellt. Angefangen von geräucherter Steinpilzbutter, Steinpilzsüppchen und 'Entrecote mit glasierten Möhren, Zuckerschoten und Kartoffelpüree, mit Waldpilzen und Jus' über gebratenen Pfifferlingen auf Grillgurke und einer Quiche mit Waldpilzen bis hin zu vier jahreszeitlichen raffinierten Gerichten der Spitzenköchin Sophia Rudoph (Restaurant Panama).
Mein Lieblingsrezept ist Zürcher Geschnetzeltes mit Steinpilzen.
Von Timm Tanneberger (Chefkoch im Restaurant "eins44") erfährt man seine persönliche Beziehung zum Wald und seine experimentellen Rezeptvorschläge sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber schon etwas ganz Besonderes. Oder kennen sie etwa Büffelmilcheis mit Pilzen?
Ich bin gern im Wald, ich liebe das Knacken der Zweige, das Rauschen der Laubkronen, den Duft der Nadelbäume und habe schon als Kind gern und erfolgreich Pilze gesucht.
Doch nicht nur meine Liebe zum Wald ist ein Grund dafür, das mich dieses Buch überwältigt hat. Die überzeugenden Texte und Fotos sind faszinierend und machen Lust auf einen Waldspaziergang.
Ein absolut beeindruckendes Buch über Pilzarten, das spezielle "Pilzglück" beim Finden und die Schönheit und Bedeutsamkeit des Ökosystems Wald. Für Naturfreunde ist dieses Werk ein besonderes Geschenk und für jeden Leser eine Rückbesinnung zur Natur und damit eine große Freude. Ein überzeugendes Buch über die entschleunigende Wirkung im Wald. - Anna Lowenhaupt Tsing
Der Pilz am Ende der Welt
(4)Aktuelle Rezension von: SikalDieser Frage geht die Autorin Ann Lownhaupt Tsing auf knapp 450 Seiten nach. Die Professorin für Anthropologie wurde bereits mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet und ihr Buch „Der Pilz am Ende der Welt“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Aber was haben Kapitalismus und Pilze – genauer gesagt, einer der teuersten Pilze der Welt – nun wirklich miteinander zu tun?
Wenn hier die Sprache auf einen der teuersten Pilze kommt, so wird ein Bezug zum Kapitalismus schon wahrscheinlicher, bleibt aber dennoch sehr vage. Und genauso vage bleiben die Erzählungen der Autorin, wenn sie von Pilzsuchern in prekären Lebensverhältnissen in den unterschiedlichsten Ecken der Welt erzählt.
„Einem Wirbel von Geschichten zuzuhören und sie zu erzählen kann man als Methode bezeichnen.“ [Seite 57]
Genau einem solchen Wirbel von Geschichten ist man als Leser dieses Buches ausgesetzt – am Anfang scheint dieses Buch wie ein Konvolut unzusammenhängender Erzählungen. Erzählungen aus Japan, China und Oregon. Wild zusammengewürfelte Erzählungen von Pilzsammlern, Händlern und Lieferketten aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde in Richtung Japan.
Aber wo bleibt nun der wirkliche Zusammenhang mit dem Kapitalismus? Wer nämlich jetzt denkt, der Pilz mit seinem hohem Preis würde den Kapitalismus stützen oder zumindest einige seiner Nutznießer, liegt nur teilweise richtig – eher ist es umgekehrt: der Pilz profitiert vom Kapitalismus, indem er in Gegenden zu wachsen beginnt, die vom frühen kapitalistischen Holzhandel völlig zerstört wurden.
Und so wie in Hiroshima das erste neue Leben noch der nuklearen Katastrophe ein Matsutake war, wachsen diese Pilze eben auch in den abgeholzten Wäldern Oregons, wo sich die Sammler zu tausenden in die erstarkten Kieferwälder aufmachen, um ihre Körbe zu füllen.
Deren Geschichten sowie die Geschichte des Pilzes im Zusammenhang mit dessen Wirtsbaum – der Kiefer – erzählt die Autorin in diesem Buch in unzähligen kleinen mehr oder weniger zusammenhängenden Beiträgen. Aber auch wie der Kapitalismus es fertig brachte, die Gegenden in denen der Pilz vorkommt in kürzester Zeit herunterzuwirtschaften und eben die Sammler in deren prekären Lebensverhältnisse zurückzulassen.
Der Autorin ist es trotz der widrig scheinenden Verhältnisse dennoch gelungen, das Leben der Sammler als etwas Positives und Gewinnbringendes darzustellen, was die erzählten Geschichten der Sammler auch so untermauern. Dieses Buch zeigt, dass es auch in Gegenden und Zeiten des „Postkapitalismus“ positive Hinterlassenschaften des unbedachten Handelns gibt.
Am Anfang schwierig zu lesen, da die Geschichten wirr und unzusammenhängend erscheinen – mit zunehmender Lektüre lösen sich die Fragen jedoch auf, um am Ende wieder geballt daherzukommen.
Eine zentrale Antwort auf die Fragen in diesem Buch lässt sich aber bereits auf der ersten Seite finden: „Der Mensch kann nicht überleben, wenn er auf allem anderen herumtrampelt.“
- Ina Sperl
Das grüne Wunder
(5)Aktuelle Rezension von: lielo99„Im Garten geschieht kaum etwas, das keine Auswirkungen auf das gesamte System hat. Fast alles hängt zusammen, ist Ursache oder Wirkung.“
Mit diesen Sätzen beginnt das spannende und lehrreiche Werk #DasgrüneWunder von Ina Sperl. Es beschreibt detailliert, welche Beobachtungen zu welcher Jahreszeit gemacht werden können. Also unter anderem, welche Blumen dann gerade blühen oder in welchem Reifezustand sich bestimmte Gemüsesorten befinden. Dazu gibt es zwischendurch immer ein Kapitel mit „Expertenwissen“. Hier schreiben Wissenschaftler über neueste Forschungsergebnisse.
Weitere sehr interessante Fakten sind: Wie Tiere aus dem Winterschlaf kommen und was sie dann fressen, welche Farben die einzelnen Insektengruppen bevorzugen oder wie diese Farben überhaupt entstehen. Dann die Frage, warum einige Blüten mehr Duft verströmen als andere und etliche sogar nur in der Nacht duften. Welcher Standort ist perfekt und warum vertragen einige Pflanzen sich nicht, wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft stehen.
Eine ausführliche Beschreibung von „Schädlingen“ und deren Fressbild gibt es ebenfalls zu lesen und warum manche Insekten so lange „Rüssel“ haben. Zwei Lebewesen (ja, Pflanzen gehören auch dazu) begleiten den Leser die ganze Zeit. Das ist die Erdhummel und der Giersch. Spannend, wie genau sie hier beschrieben sind.
Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Ich habe vor mehr als 40 Jahren meinen Abschluss als Gärtner gemacht und dachte immer, ach, solche Bücher können dir doch nichts Neues mehr vermitteln. Das war borniert und bei #DasgrüneWunder wurde ich eines Besseren belehrt. Ja, ich habe auch hier etwas erfahren, was ich nicht wusste. Oder kennen Sie etwa die Blumenuhr und wissen, wer sie erfand und wo sie heute steht?
Viele Zeichnungen und Fotos gibt es zu sehen und die ausführliche Beschreibung von Giftpflanzen ist nicht nur für Hobbygärtner sehr wichtig. Gerade wenn Kinder und/oder Haustiere mit in der Gemeinschaft leben, müssen sie davor geschützt werden. Der Anhang besteht aus 5 Kapiteln:
1. Adressen von Einrichtungen, die besucht werden können
2. Seiten im WWW
3. Wo Interessierte Bodenproben zur Analyse hinschicken können
4. Weiterführende Literatur
5. Die Adresse der Experten, die in dem Buch zu Wort kamen.
Für mich ein äußerst wertvolles Buch, welches ich bestimmt immer mal wieder zur Hand nehme.
- Jumbo Schreiner
Die One-Pot-Challenge
(60)Aktuelle Rezension von: TanzmausWer Jumbo Schreiner kennt, weiß, dass er für gutes, aber auch einfaches Essen schwärmt. In diesem Buch hat er zu etwas ganz Besonderem aufgerufen. 3 Köche, 3 Kochgeräte (Pfanne, Topf, Backblech) und je eine Zutat. 20 Runden gibt es mit 20 verschiedenen Zutaten. Dabei ist das so zu verstehen, dass Jumbo Schreiner nur eine Zutat vorgibt, z.B. Kartoffel. Was die drei Köche dann mit ihrem Kochgerät und weiteren Zutaten und Gewürzen daraus zaubern, ist ihnen überlassen. Nur schmecken muss es!
Das Buch liest sich wie ein Kochduell. Die drei Köche kommen ebenso zu Wort wie Jumbo selbst. Jumbo stellt zunächst seine Zutat für die Challenge vor, gibt immer wieder Hintergrundinformationen und bewertet im Anschluss die einzelnen Gerichte. Die Köche zeigen, wie sie sich der Herausforderung stellen und Jumbo von ihrem Gericht überzeugen wollen.
Natürlich ist auch das Gericht wie in einem gängigen Kochbuch abgedruckt, mit Einkaufsliste und schrittweiser Anleitung. Die Gerichte lassen sich einfach und gut nachkochen. Da Jumbo eher gängige Zutaten ausgewählt hat (Kartoffel, Fleisch, Aubergine, …), hat man auch keine Probleme mit der Beschaffung der Zutaten.
Fazit:
Ein eher ungewöhnliches Kochbuch, das man auch sehr gut nur durchlesen kann. Neben der eigentlichen Challengebeschreibung findet sich auch viel aussagekräftiges und appetitanregendes Bildmaterial im Buch.
- Laura Gladwin
Was uns schmeckt
(42)Aktuelle Rezension von: ZitrusfruchtInhalt
Odon-Nudeln? Miso-Suppe? Linsen-Dhal? Was ist das? Schmeckt das? Können wir unser Brot tatsächlich selber backen? Wo kommt der Pfirsich im Winter her? Wozu brauchen wir Kohlenhydrate, oder Fett? Wie wird aus Korn Mehl? Und aus einer Kakaobohne Schokolade? Warum essen manche Menschen kein Schweinefleisch? Und warum ist es besser, nach Lebensmitteln zu greifen, die in unserer Nähe wachsen?
All dies und noch viel mehr erfahren wir in diesem Atlas für die ganze Familie, den Zoe Barker ganz wunderbar illustriert hat. Seine 1.144 Bilder und Texte laden uns zu einer kulinarischen Reise um die ganze Welt ein, bei der wir andere Kulturen und Traditionen kennenlernen.Meine Meinung.
Das Buch ist ein sehr kompaktes Nachschlagewerk für Kinder die mehr über unser tägliches Essen erfahren möchten. Es werden sehr viele Lebensmittel vorgestellt. Vorher kommen sie, was sind die Inhaltsstoffe, wie schmeckt es. Auch Fragen zu Ernährungsgewohnheiten werden beantwortet. Dazu gibt es Zeichnungen, um die Lebensmittel zu verdeutlichen. Diese waren aber nicht immer sehr ausdrucksstark. Da hätte ich mir lieber Fotos gewünscht.
Das Cover verdeutlicht schon den Inhalt. Es ist einfach und trotzdem ansprechend.
Ein sehr schönes Buch für Kinder und auch Erwachsene. Denn auch die großen wissen nicht alles! Man kann immer wieder hinein lesen. Oder auch etwas gezielt nachschlagen!
- Martin Suter
Die dunkle Seite des Mondes
(23)Aktuelle Rezension von: lakitaDieses sanfte ungewollte Hineinrutschen in eine Katastrophe wird so real beschrieben, dass man mit dem Protogonisten mitfiebert. Suters Sprache ist immer klar und bewundernswert in der Lage, mit wenigen Federstrichen Atmosphäre zu erzeugen und Figuren zu erschaffen. Gelungen, wie er den glatten, erfolggewöhnten Protagonisten beschreibt und erzählt, wie dieser in seine eigenen Abgründe blickt. Das alles entwickelt er auf so natürliche Art und Weise, dass man Angst hat, so etwas könnte einem auch passieren. Das macht auch die Spannung dieses Romans aus, dass alles so echt wirkt. Ich kenne kein Suter-Buch, das mich nicht gut unterhalten hätte, aber dieser Roman hat bei mir den größten Nachhall erzeugt.
- Nova Edwins
Das Geheimnis ihres Alien-Monsters
(4)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Hannah wird zusammen mit einer Crew auf eine Aufklärungsmission geschickt, wo es um neuartige Pilze geht. So wurde es ihr zumindest erzählt. Vor Ort hat aber ein Massaker stattgefunden und ihnen gegenüber steht ein unbekanntes rotes Alien, welches sofort fasziniert von Hannah ist.
Mich hat diese Geschichte echt gut unterhalten. Am Anfang wusste ich nicht so ganz wo die Geschichte hin führen sollte, besonders das Gemetzel und die Pilze fand ich merkwürdig, aber dann wurde es richtig unterhaltsam und sogar lustig. Spätestens als Blue aufgetaucht ist, war ich begeistert von der Geschichte.
- Peter Wohlleben
Wohllebens Waldführer
(22)Aktuelle Rezension von: countrywomanWohllebens Waldführer, viel neues Wissen. Ich habe mir schon einige Naturführer angesehen, Dieser ist anders, es ist kein reines Bestimmungsbuch. Es werden hier viele Pflanzen und Tiere dargestellt, die ich bisher in keinem anderen >Früher entdeckt habe. Aber was mir sehr gut gefallen hat, was deren Auftauchen im Ökosystem. Was das Auftauchen diese Pflanze bedeutet: viel Wild, saurer Binden …. Mit dem Wissen erkennt man, wie es um den Wald steht. Auch wenn man denkt, in einem intakten Wald zu stehen gibt es viele Zeichen, die auf anderes deuten.
Auch sehr interessant das Kapitel „Hinter den Kulissen“. Was in der Forstwirtschaft falsch läuft bzw. gelaufen ist, welche Probleme die Forstwirtschaft für den Wald bringt. Das Leben der Bäume. Wirklich hochinteressant
Fazit: Ein Buch, das mit wenig Text viel Wissen bringt. Es hat mich begeistert und kann es jedem nur empfehlen der sich für die Natur interessiert.
- Klaus Kamolz
Das große kleine Buch: Schwammerlzeit!
(6)Aktuelle Rezension von: MissStrawberryBevor die besten Speisepilze genau beschrieben werden, gibt es erst mal super Info rund um Pilze allgemein, über Pilze im Wald, in der Küche, über ihre Biologie, Gesetze, die Ausrüstung von Pilzsammlern, das Haltbarmachen, Pilze in der Ernährung und allgemein Merkmale von Pilzen. Das finde ich sehr informativ und wichtig.
Zwar möchte ich dennoch nicht allein im Wald Pilze suchen, aber mit diesem Büchlein fühlt man sich dann doch ein wenig sicherer und unterstützt. Die Erklärungen zu den einzelnen Sorten und mit welchen giftigen Pilzen sie verwechselt werden können, sind kurz und knapp, aber das Wichtigste ist gesagt. Super! Ich mag im Wald ja nicht bei jedem einzelnen Pilz stundenlang erst mal lesen!
Zu jedem aufgeführten Pilz gibt es dann Infos rund um Merkmale, Fundorte, Namenskunde, Doppelgänger und die Verwendung in der Küche. Am Ende finden sich noch drei Rezepte und Tipps mit weiterführender Literatur. Zudem ist auf der letzten Seite Platz für Einträge (Pilzart, Fundort, Datum). Rundum also ein tolles, handliches Minibuch für unterwegs!
Diese Serie der „Kleinen großen Bücher“ begeistert mich total. Eine tolle Idee, um sich selbst und anderen immer mal wieder eine kleine Freude zu machen! - Ewald Langer
Ein gutes Dutzend wilde Pilze
(13)Aktuelle Rezension von: lenih"Ein gutes Dutzend wilde Pilze" von Ewald Langer war für mich eine sehr spannende Lektüre. Denn obwohl ich auf dem Land lebe und schon als Kind mit meiner Oma zum Pilze sammeln regelmäßig in den Wald gegangen bin, reicht mein Wissen auf diesem Gebiet leider nicht über Steinpilz, Maronen-Röhrling und Krause Glucke hinaus. Ein Judas-Ohr, zum Beispiel, ist mir noch nie begegnet und bei dessen Anblick wäre ich auch sicherlich nicht auf die Idee gekommen, dass man diesen ungewöhnlichen Pilz tatsächlich essen kann. Welch ein Glück also, dass ich nun dieses tolle Nachschlagewerk aus dem Hause Kosmos mein Eigen nennen darf.
Eingeleitet wird das Büchlein mit einem spannenden Exkurs über das wahre Wesen der Pilze. Es geht um ihren Lebensraum, ihre Rolle im Ökosystem, ihre Verbreitung und Fortpflanzung. Es folgen ein paar Hinweise zum Sammeln von Pilzen an sich, vor allem auch dazu, was in dieser Hinsicht erlaubt ist und was nicht und auch dazu, wo man Hilfe und Rat findet, wenn man sich nicht sicher ist, ob eins der gefundenen Prachtexemplare vielleicht doch giftig sein könnte.
Und dann geht es auch schon los mit den zwölf Kapiteln zu den wichtigsten Speisepilzen, die man in unseren Wäldern finden kann. Jeder Pilz wird zunächst mit einem doppelseitigen Bild vorgestellt, welches bei der zweifelsfreien Bestimmung helfen soll. Es folgen weitere Bilder und Zeichnungen, eine genaue Beschreibung der Form und des Aussehens, Tipps zu Standorten und, was besonders wichtig ist, der Hinweis auf ungenießbare oder giftige Doppelgänger. Am Ende eines jeden Kapitels findet man dann noch eine Doppelseite mit leckeren Rezepten und Verwendungsmöglichkeiten. Und schon geht es weiter zur nächsten Pilzsorte.
Ganz wichtig, und für einen Pilzratgeber absolut unverzichtbar, ist der Hinweis auf die Giftnotrufzentralen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Seite 108. Doch soweit, dass man diese benötigt, sollte man es auf keinen Fall kommen lassen, darum an dieser Stelle mein Appell: Wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, ob es sich um einen genießbaren Pilz handelt oder nicht, Finger weg! Mit einer Pilzvergiftung ist nicht zu spaßen!
Dieses tolle Nachschlagewerk ist für jeden geeignet, der in der heimischen Natur auf Pilzjagd gehen möchte. Doch auch für alle, die vielleicht gar keine Pilze mögen, kann es sehr interessant sein, beim nächsten Herbstspaziergang durch den Wald die Augen nach den interessanten Lebewesen offen zu halten und mit diesem Nachschlagewerk zu bestimmen. Zu diesem Büchlein passt als Ergänzung für alle Naturliebhaber hervorragend auch der Ratgeber "Ein gutes Dutzend wilde Beeren" von Otmar Diez.























