Bücher mit dem Tag "piraterie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "piraterie" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  2. Cover des Buches Die Verzauberung der Schatten (ISBN: 9783596296330)
    Victoria Schwab

    Die Verzauberung der Schatten

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    4,5 ⭐️

    Im Vergleich zum ersten Teil, der nunmehr wie ein Warmlaufen wirkt, konnte dieser zweite Teil mich endlich richtig packen. 

    Neben Lila und Kell, treten auch neue und wirklich interessante Charaktere auf. Ich sage nur Alucard Emery 😋 unheimlich attraktiv!

    Die Spannung steigt gut an und endet in einem leichten Cliffhanger. Einige Fragen bleiben nach wie vor offen und ich hoffe, dass die Antworten in Band drei auf mich warten!

  3. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404163076)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

     (646)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Der dritte Teil der Waringham-Saga ist meiner Meinung nach der beste: das Wechselspiel zwischen Blanche und Julian gibt dem ganzen etwas mehr Dynamik. Gablé erzählt wie immer spannend und detailreich, ohne im Wirrwarr von gefühlt hunderten Henrys und Edwards verloren zu gehen. Der beste deutsche historische Roman, den ich je in die Finger bekommen habe.

  4. Cover des Buches Deadwater - Das Logbuch (ISBN: 9783791500492)
    Tobias Rafael Junge

    Deadwater - Das Logbuch

     (31)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Klappentext: Logbuch-Eintrag: Schulschiff verschollen Mysteriöser Erpresser! Ein Schulschiff voller Jugendlicher mitten auf dem Indischen Ozean. Nacht für Nacht verschwinden die Erwachsenen und ein grausamer Erpresser zwingt die Schüler zu terroristischen Aufgaben. Und tatsächlich: bald taucht die erste Leiche auf, eine der Lehrerinnen.

    Meinung: Deadwater – Das Logbuch, wird durch Einträgen der verschiedensten Leute mit Koordinaten, kleinen Skizzen, Notizen usw. erzählt. Durch die Einträge der verschiedenen Personen, kann es anfangs etwas Verwirrenden sein bis man den Durchblick hat und die einzelnen Geschichten/Einträge den richtigen Charakter zuschreiben kann. Trotzdem ist die Geschichet um Chris und seiner Crew spannend und einmal irgendwie anders. Außerdem befinden sich am Rand der Einträge immer ein paar Notizen der anderen Crewmitglieder (Was sie dazu denken oder lustig-unnötige Kommentare). Manchmal befinden sich auch ein paar hübsche Skizzen und Zeichnungen im Buch, wie beispielsweise am Anfang wo sich eine Skizze des Schiffes mit Beschriftung (damit man sich auch auskennt) befindet, aber auch ein Gruppenbild der ganzen Mannschaft gibt es zu sehen. Der Schreibstil des Autors ist ganz nett und die Geschichte wird gut dargestellt, manchmal etwas verwirrend aber man kennt sich schlussendlich immer aus. Es ist sehr spannend nach und nach herauszufinden was mit den Lehrern passiert ist und warum das alles passiert etc.… Ich kann nur sagen, es steckt mehr dahinter als man anfangs vermutet. Schlussendlich denkt man über einige Dinge, die in dem Buch angeschnitten werden nach.

    Fazit: Ein wirklich schön aufgemachtes Buch, wo man erkennen kann, dass sich wer über das Layout etc.  Gedanken gemacht hat. Es macht Spaß das Buch zu lesen, da es durch diese einzigartige Aufmachung anders ist. Die Geschichte um Chris und seine Freunde ist spannend und erschreckend, wenn man genauer darüber nachdenkt.  

  5. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Das fiktive Kingsbridge und die englische Handlung sind hier zu eng gefasst. Meisterhaft versteht es Follett, die Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen zwischen den Protestanten in ganz Europa. So unterschiedlich die Motive auch sind, in "Das Fundament der Ewigkeit" werden alle Handlungsstränge in England zusammengeführt. Der Kampf gegen die spanische Armada ist hier fast schon ein vorweg genommener Höhepunkt des Plots.

    Wenngleich Ned Willard der Protagonist der Geschichte ist, so wird er doch stark von tollen Frauenfiguren herausgefordert, bzw. unterstützt.

    Eindeutig lesenswert.

  6. Cover des Buches Bucht der Schmuggler (ISBN: 9783426516935)
    Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler

     (59)
    Aktuelle Rezension von: wampy
    Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Bucht der Schmuggler

    „Bucht der Schmuggler“ ist ein Historischer Roman von Ulf Schiewe, der 2015 bei Knaur eBook erschienen ist. Dieses Buch ist auch als fünfbändige eSerie unter dem Titel „Gold des Südens“ erschienen.

    Zum Autor:
    Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Er begann seine Berufskarriere als Software-Entwickler und war später in mehreren europäischen Ländern als Marketingmanager internationaler Softwarehersteller tätig. Ulf Schiewe war schon immer eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Laufe der Jahre wuchs der Wunsch, selbst historische Romane zu schreiben. So entstand »Der Bastard von Tolosa«, sein erster Roman, dem inzwischen eine ganze Reihe weiterer, gut recherchierter und vor allem spannender Abenteuerromane folgten. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.

    Klappentext:
    Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer, der heimlicher Drahtzieher des verbotenen Handels ist. Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen.

    Meine Meinung:
    Schon mehrere Bücher von Ulf Schiewe habe ich mit Freuden gelesen und so begann es auch mit diesem. Ein sympathischer Held, der auf der Flucht vor dem Schuldturm ist, eine wunderschöne junge Frau, die allerdings bereits verheiratet ist, Bösewichte, die natürlich nicht fehlen dürfen. Der Schreib- und der Erzählstil von Ulf Schiewe bringt Spannung, Tempo, Atmosphäre und einen Hauch Romantik zum Tragen. Und doch war diesmal etwas anders. Die Entwicklung der Geschichte war für mich vorhersehbar, nicht nur stellenweise, sondern fast in gesamter Breite. Es fehlten die wirklichen Überraschungen und vielleicht auch die Figuren, die dazu nötig sind. Es ist immer noch eine unterhaltsame Geschichte, die sich schnell weg lesen lässt und die Sympathiewerte der Helden sind gewohnt hoch. Neu ist eigentlich nur die karibische Atmosphäre und neue Fieslinge. Das hat mich diesmal nicht begeistert. Vielleicht habe ich auch zu viele seiner Bücher zu schnell hintereinander gelesen.

    Fazit:
    Ein solider historischer Roman mit neuem Handlungsort und Personal, aber nicht mit wirklich neuer Handlung. So gibt es diesmal nur drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).
  7. Cover des Buches One Piece 1 (ISBN: 9783551745811)
    Eiichiro Oda

    One Piece 1

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Ich stand im Thalia in der Fantasy Abteilung und erblickte im rechten Augenwinkel das große Mangaregal, gefüllt mit hunderten dünnen Heften. Nun ja, ich wollte schon immer mal einen Manga lesen, also konnte ein Abstecher nicht so verkehrt gewesen sein. Nachdem ich mich ein wenig im
    Internet schlau gemacht habe, welche Mangas sowie Animes recht beliebt sind, bin ich auf One Piece gestoßen. Das Thema passte ein Stück weit zu meinem Geschmack. Piraten und ungewöhnliche Handlungen (in Form der Teufelsfrüchte) war eine merkwürdige Kombination, aber trotzdem Interessant.

    Mittlerweile muss ich zugeben habe ich mich ein bisschen in die Reihe verliebt. Die Detailgetreuen Zeichnungen und die Story lassen mich jedesmal auf die Post für einen neuen Band warten.
    Rufy wird mich mit den über 90 Bänden höchstwahrscheinlich bis zum Ende begleiten. 

  8. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783785746967)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (10)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. 
    Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...Inhaltsangabe auf amazon
    Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch von Sarah Lark gehört.Ihr Schreibstil lag mir schon immer, er ist sehr eingängig.Sie schreibt einfach gut, man taucht völlig in die Geschichte ein.Und so ging es mir auch hier wieder.Das Buch ist voll von Geheimnissen, Intrigen, Liebe, Lügen und Abenteuer.Es hat mich öfter auch mal bis morgens um 3 Uhr wach gehalten. Der Suchtfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben...
  9. Cover des Buches Inseln im Wind (ISBN: 9783442378883)
    Elena Santiago

    Inseln im Wind

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Yvibooks
    Anfangs verwirren die Personen, da kaum eine Erklärung für den Leser gemacht wird. Man steht sofort mitten in der Handlung und muss sich durchfinden. Hat der Leser alle Personen verstanden, geht es sofort auf Barbados weiter. 


    Die Insel und die Zeit der Sklavenhaltung wird gut beschrieben. Teils ist es schwer auszuhalten in welchen Zuständen die Schwarzen und Schuldknechte aushalten müssen. Der Leser bekommt einen guten Einblick in die Verzweiflung, die sie zum Aufstand antreibt. Ich hätte mir noch mehr Einblick in die Plantagenwirtschaft oder die Vegetation bzw. Klima gewünscht.


    Die handelnden Personen sind sehr gut umschrieben. Der Leser kann sie förmlich riechen und fühlt mit ihnen. Ich finde den Handlungsstrang sehr gut. Man kann gut mitgehen, es ist spannend und der Leser wird nicht enttäuscht!


    Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist eine sehr intensive Zeit während man die Akteure begleitet.
  10. Cover des Buches Die Insel der letzten Wahrheit (ISBN: 9783833308208)
    Flavia Company

    Die Insel der letzten Wahrheit

     (35)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Matthew Prendel ist leidenschaftlicher Segler und zusammen mit Freunden auf dem Meer unterwegs. Sein Schiff wird von Piraten überfallen und während seine Freunde sterben, schafft es Matthew von Bord zu springen. Er strandet auf einer einsamen Insel…

    Meine Meinung:
    Wo fängt man bei diesem Buch an? Über den Inhalt kann man fast nicht sprechen ohne zu spoilern, da das Buch nur 160 Seiten hat. Auf der anderen Seite kann man eigentlich bis auf das Ende kaum etwas spoilern, da wenig passiert. Es ist vielmehr ein Nachdenken über Freiheit, Vertrauen und Schuld.

    Die Geschichte wird angenehm ruhig erzählt, fast schon nüchtern. Aber die Erzählperspektiven wechseln ständig, was ich furchtbar anstrengend fand. Im ersten Part schreibt Phoebe, die langjährige Partnerin des Schiffbrüchigen, die Geschichte auf: Matthew tut dies, Matthew tut das. Im zweiten Teil erzählt zunächst Matthew selbst die Geschichte: Ich tat dies, Phoebe, ich tat das, Phoebe. Später ändert sich auch das wieder.

    Überhaupt ist die Geschichte mit Phoebe recht seltsam. Bis kurz vor Schluss fand ich sie sowieso überflüssig, da man die Geschichte auch direkt durch Matthew hätte erzählen können, so wie es im zweiten Teil teilweise geschieht. Vor allem der Prolog in dem Phoebe berichtet wie sie Matthew kennen lernte, hat für mich nichts zur Handlung beigetragen. Die Beziehung der beiden habe ich nicht so ganz verstanden. Sie waren ein Liebespaar, siezten sich aber bis zum Schluss. Auch andere Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber vielleicht versteht man das als Segler besser. Als sie beispielsweise die Piraten entdecken, versuchen sie nicht zu fliehen, sondern warten ruhig bis sie Matthews Boot erreicht haben.

    Das Ende ist mir leider unverständlich. Es kommt eine große Wendung (oder vielleicht hat der ein oder andere auch was geahnt, wenn er das Buch besser begriffen hat als ich) und ich weiß nicht, was damit gemeint ist. Das finde ich so Schade, weil ich das Gefühl habe etwas verpasst zu haben. Ich empfinde lesen normalerweise nicht als Zeitverschwendung, nicht mal bei Büchern die mir nicht gefallen. Aber hier fühlt es sich fast ein bisschen so an, weil alles was vorher war durch das Ende in ein anderes Licht gerückt wird, ich aber nicht verstehe was jetzt Sache ist. Wie in einem Thriller, wo die Ermittler am Ende zufrieden sind den Täter gefasst zu haben und ich steh da und frag mich, wer es jetzt eigentlich war.

    Fazit:
    Leider absolut kein Buch für mich. Ich habe das Ende nicht verstanden und fand das Lesen teilweise recht anstrengend, da beim Erzählen häufig die Perspektive gewechselt wird.
  11. Cover des Buches Flieh (ISBN: 9783548281209)
    Jamie Freveletti

    Flieh

     (52)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Vor kurzem erst hat die Chemikerin Emma Caldridge in Kolumbien einen Flugzeugabsturz und den Kampf gegen ein Drogenkartell überlebt. Doch nun scheint es als gerate sie noch viel mehr in Schwierigkeiten als zuvor... Während eines Ultramarathons fliegt ein Auto in die Luft. Emma hat Glück, sie wird nur von der Druckwelle zu Boden geschleudert, aber nicht ernsthaft verletzt. Dann injiziert ihr plötzlich jemand mit einem EpiPen etwas und sie läuft die letzten Kilometer in Bestzeit. Es handelte sich jedoch nicht um eine Droge... Gleichzeitig wird ein Luxusliner von somalischen Piraten angegriffen. Zum Glück ist Cameron Sumner an Bord ein Söldner der Firma "Darkview". Laut Geheiminformationen befindet sich ein chemischer Kampfstoff an Bord und das bedeutet, dass das Schiff auf gar keinen Fall den Piraten in die Hände fallen darf. Emma erklärt sich bereit Sumner zu helfen, mit dem sie bereits in Kolumbien zu tun hatte. Sie will auf das Schiff, doch das ist nicht so einfach, ist doch jemand hinter ihr, den Bossen von Darkview und einigen Politikern her. Wird sie es rechtzeitig schaffen? Kann sie Sumner retten? Oder wird Emma dieses Abenteuer vielleicht nicht so glimpflich überstehen? Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich habe schon "Lauf" verschlungen, mit "Flieh" ging es mir genauso. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und fesselt einen buchstäblich an das Buch. Ich kann es kaum erwarten bis die Autorin wieder ein Buch veröffentlicht!
  12. Cover des Buches Gold (ISBN: 9783896674029)
    Michael Crichton

    Gold

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Rissa
    Inhalt
    Port Royal, 1665: In den karibischen Kolonien der englischen Krone ist Piraterie streng verboten, Freibeuterei jedoch geduldet, sind gekaperte Schiffe gern gesehene Beute.
    Als ein einlaufendes Handelsschiff Berichte über ein tief liegendes spanisches Kriegsschiff mitbringt, das vor einer Festung ankert, wittert der Gouverneur von Jamaika fette Beute und informiert Captain Hunter, einen gewieften Freibeuter. Dieser stellt eine Mannschaft mit besonderen Fähigkeiten zusammen, denn der Ort, an dem das Schiff gesichtet wurde, gilt als uneinnehmbar. Wie wird die Mannschaft vorgehen, und wird sie erfolgreich sein?

    Meine Meinung
    Der Roman Gold - Pirate Latitudes wurde im Nachlass Michael Crichtons gefunden und posthum herausgebracht. Doch auch wenn er wohl schon vor langer Zeit abgeschlossen wurde, kann ich verstehen, warum sich der Autor zu Lebzeiten gegen eine Veröffentlichung entschieden hat.
    Es handelt sich hier um eine reine Abenteuergeschichte, in der nicht nur gegen die Spanier gekämpft wird und in der es fast nur um diese eine Kaperfahrt geht - Vorgeschichten und Ereignisse nach der Handlung werden angerissen, spielen aber über weite Teile keine Rolle. Der historische Hintergrund orientiert sich lose an den tatsächlichen Umständen der Freibeuterei in Jamaika, die beschriebenen Ereignisse werden aber kaum stattgefunden haben. Leider gibt es - möglicherweise den Umständen der Veröffentlichung geschuldet - kein Nachwort, das über die tatsächlichen Verhältnisse in der Karibik informieren könnte.
    Auch sind nicht alle Handlungen logisch, es wird schon recht dick aufgetragen, denn egal, auf welche Schwierigkeit die Gruppe stößt, es stellt sich immer nur die Frage, wie sie gemeistert wird, und nicht, ob sie es überhaupt schaffen. Mit Menschenleben wird hier dennnoch nicht zimperlich umgegangen, viele Gegner oder auch Mannschaftsmitglieder sterben dann schon mal eher beiläufig.
    Dabei greift Crichton sehr tief in die Stereotypenkiste, denn das Team, das hier zusammengestellt wird, besteht aus Typen, die weitestgehend genau eine Eigenschaft oder besondere Fähigkeit haben und somit eine bestimmte Funktion erfüllen. So haben wir hier natürlich mit Captain Hunter den Kapitän, den Kopf des Unternehmens, der klug genug ist, den Plan zu erstellen, daneben aber seiner Mannschaft gegenüber loyal ist und auch sonst nur viele gute Eigenschaften vereint. Daneben gibt es noch den Sprengstoffspezialisten, den stummen Kletterer und das Adlerauge, um nur ein paar zu nennen.
    Dadurch, dass man weiß, um welche Eigenschaften es sich handelt, wird der Roman doch streckenweise recht vorhersehbar - zum Glück gibt es aber dennoch die eine oder andere Überraschung, sonst wäre es trotz all der Spannung doch irgendwann langweilig geworden.
    Trotz der Vorhersehbarkeit konnte mich der Roman dann doch ganz gut unterhalten. Das Tempo ist hoch, auch durch viele kurze Kapitel, die zum Teil nur drei Seiten lang sind und auch schon mal mit Cliffhangern enden, die Handlung ist einfach gestrickt, das Personal eingeschränkt, so dass man kaum in Gefahr gerät, den Überblick zu verlieren. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte immer wissen, welches Problem sich wohl als nächstes ergeben würde, denn dass es welche geben würde war zu erwarten.
    Auch sprachlich ist der Roman nicht herausfordernd, sondern doch eher einfach gehalten, was dem Lesefluss zugute kommt. Gelegentlich gibt es einzelne spanische Wörter, die man aber nicht verstehen muss oder die aus dem Zusammenhang selbsterklärend sind.
    Wie schon erwähnt ist kein Nachwort enthalten, eine Karte dient aber dazu, dem Leser einen groben Überblick über die Seereise zu bieten.

    Fazit
    Als Abenteuer- und reiner Unterhaltungsroman ist Gold - Pirate Latitudes gut lesbar und recht nett, jedoch sollte man in historischer und logischer Hinsicht keinerlei Ansprüche stellen, um das Buch genießen zu können. Sicher nicht der beste Roman von Crichton, weshalb ich nachvollziehen kann, warum er zu Lebzeiten des Autors nicht verlegt wurde.
  13. Cover des Buches Die Erben der Schwarzen Flagge (ISBN: 9783404154173)
    Michael Peinkofer

    Die Erben der Schwarzen Flagge

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Little23

    Mir persönlich gefielen der Handlungsort und die Charaktere, aber das Buch ist etwas zu ausgeschmückt worden, und die einzelnen Szenen zu langwierig.

  14. Cover des Buches Wogen der Versuchung (Die verlorenen Herzen-Reihe 3) (ISBN: B08JCXKDZP)
    Minerva Spencer

    Wogen der Versuchung (Die verlorenen Herzen-Reihe 3)

     (9)
    Aktuelle Rezension von: kimono_nero

    Der letzte Teil der Trilogie und ein Wiedersehen mit allen alten Bekannten!

    Diesmal steht im Fokus Kapitän Martin Bouchard.

    Kapitän Bouchard spürt ein holländisches Schiff auf, welches Sklaven von Afrika nach Amerika bringen soll. Kurzerhand übernimmt er auch das Kommando und dabei entdeckt er Sara Fisher, die irrtümlicherweise unter die Sklaven gekommen ist. Sarah ist mittlerweile Vollwaise von englischen Missionaren, die in einem kleinen afrikanischen Dorf aufgewachsen ist. Sarah hat nur einen Wunsch, wieder zurück in ihr Dorf zu kehren. Allerdings stößt das bei Bouchard auf taube Ohren und zudem muss er sich um die Sklaven, das Schiff, eine Meuterei und den jungen unerfahrenen Kapitän des holländischen Schiffs kümmern, den man wohl hintergangen hat. Sarah entwickelt sich als gute Gesellschafterin und Lehrerin für Bouchard, allerdings ist er froh, als sie endlich afrikanischen Boden betreten, da sie ihm zu widerspenstig ist. Bouchard glaubt endlich Sarah und den Holländern los zu sein, als er den Auftrag bekommt, beide zurück nach England zu bringen. Er meidet Sarah so gut es geht, allerdings wird er sich seiner Gefühle für sie bewusst. In England entpuppt Sarah sich als reiche Erbin und der holländische Adelige Kapitän macht ihr den Hof. Kann Bouchard mit seiner Vergangenheit abschließen? Welches Geheimnis hat er? 

    Und können seine Freunde ihm helfen? Aber was ist mit Sarah? Möchte sie wirklich zurück in den afrikanischen Busch und kann sie Bouchard wirklich zähmen?


    Mir gefiel das Buch ganz gut und war ein würdiger Abschluss, auch wenn es das schwächste Buch der Reihe  war. Es ist flüssig und humorvoll geschrieben. Man musste immer mal wieder schmunzeln. Sarah und Bouchard machen es sich unglaublich schwer, anstatt miteinander zu sprechen. Das war an manchen Stellen sehr nervig und auch nicht immer glaubhaft, da Bouchard so ein „harter Hund“ ist, der mit allen Wassern gewaschen ist. Das Ende fand ich auch nicht so stimmig, aber es war okay. Schön fand ich auch, dass man auf die übrigen Charaktere der Bücher gestoßen ist und deren weitere Entwicklung mitbekommen hat. Alles in einem zu empfehlen, aber nicht so stark, wie die vorherigen zwei Bände.

  15. Cover des Buches Das Britische Empire (ISBN: 9783406624582)
    Peter Wende

    Das Britische Empire

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Peter Wende beschreibt ihr auf engstem Raume die Geschichte des englischen Kolonien und sonstigen exinsularen Besitzungen, ausgenommen Irlands. Er gliedert die Geschichte des Empires ganz klar in 3 Abschnitte. das ältere Empire, mit dem Schwerpunkt auf den 13 Kolonien, dem klassische Empire, mit dem Schwerpunkt auf Afrika und Indien, und zu guter Letzt auf das Ende und Erbe, das durch mehrere Aspekte gekennzeichnet ist. Dem Umgang mit den Kriesen, die die Weltkriege darstellen, dem Ende des indischen und afrikanischen Einflusses, der Commonwealthbildung und dem Rückzug aus allen anderen Einflusszonen. Großbritannien ist, wie Wende es darstellt, immer und in allem ein ganz klarer Nachzügler und Außenseiter. Spanier und Portugiesen haben bereits 100 Jahre Vorsprung, als die Engländer erst beginnen Kolonien aufzubauen und eine deutlich höhere Emigation. Das Warum ist eine der Fragen, die Wende stellt. Denn die ganze Zeit vorher benutzte England die Zeit um Kaperfahrten zu finanzieren und sich an das europäische Festland binden zu lassen. Ein weiterer wichtiger Punkt, den Wende immer öfter hervorhebt, ist die Konzentration auf dne Handel. Der Handel war Triebfeder und Motivation zu dem Ganzen. Schon früh besaß England vielleicht nicht so quantitativ viel, aber die für den Handel essentiellen Punkte waren in seiner Einflusssphäre. Als 1784 die 13 Kolonien dem Griff Englands entglitten war das Ende des Empires noch nicht gekommen, obwohl sie das Herzstück und den Schwerpunkt des Empires gebildet hatten. Das Gegenteil war der Fall ! Denn das Empire erlebte mit Indien einen weiteren Hochpunkt, genauso wie mit der Ausweitung der südafrikanischen Besitzungen. Doch nach den Weltkriegen entglitten nun auch zunehmend alle anderen Einflusssphären den Engländern. Denn die Unabhängigkeit kam immer mehr groß in Mode und da störte nur England, das sich immer als Vorsitzender des Commonwelth sehen wollte und immer ein gewisses Maß an Einfluss besitzen wollte. Alles in allem ein guter und informativer Überblick. Doch leider setzt Wende oftmals sehr viel Vorwissen voraus, das vielleicht noch auf ein paar wenigen Seiten hätte Erwähnung finden sollen. Doch positiv ist anzumerken ist, dass es nicht den Charakter eines Unterhaltungsuches mit vielen schönen Formulierungen angenommen hat. Sondern auch zum Nachdenken und genauen Lesen auffordert. Durch Verweise und Literaturangaben erhält es auch den Status eines wissenschaftlichen Buches. Gut gelungen.
  16. Cover des Buches G.A.S. (ISBN: 9783446258044)
    Matt Ruff

    G.A.S.

     (144)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Man kann Matt Ruff nichts wirklich vorwerfen, er hat sich redlich bemüht und das Buch ist tatsächlich – wie auf dem Einband versprochen – voll mit wahnsinnigen Ideen. Zu voll. Ich hab 100 Seiten lang versucht dem ganzen Wust an Ideen in mich hineinzulassen – am Ende war ich zu voll und musste aufgeben. Es ist einfach nichts für mich, es ist mir zu wirr, zu viel, zu chaotisch, zu hektisch und ScienceFiction war auch noch nie meins und wird es wohl auch nicht werden. Was wirklich nicht an Matt Ruff liegt, er hat sich große Mühe gegeben, mögen andere damit Spaß haben.

  17. Cover des Buches Die Kleiderdiebin (ISBN: 9783453418677)
    Natalie Meg Evans

    Die Kleiderdiebin

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Caillean79

    Mit der jungen Alix Gower, englischstämmiges Mädchen in Paris, habe ich die Welt der Mode in den 1930er Jahren entdeckt und mich gut unterhalten. Die Geschichte von Alix, die als Näherin in einem Haute Couture-Haus Anstellung findet und in die Modepiraterie zwischen den Weltkriegen „hineinrutscht“, ist fesselnd erzählt und hält den Leser trotz einiger kleiner Längen bei der Stange (also in diesem Fall bei der Seite).

    Erstaunt hat mich, dass neben dem aufkommenden Nationalsozialismus auch der spanische Bürgerkrieg eine Nebenrolle spielt und die Geschichte dadurch noch mehr Dramatik gewinnt. Diese historischen Entwicklungen werden jedoch nicht überstrapaziert und fügen sich dadurch gut in die Story ein. Diese Balance finde ich gelungen.

    Der Roman spielt fast ausschließlich in Paris, in Rückblenden kommt auch dem Elsass eine Rolle zu und an einigen Stellen sind Spanien und die USA im Fokus.

    Positiv kann man außerdem hervorheben, dass der Anhang zum Buch sehr liebevoll gestaltet ist – neben dem obligatorischen Dank der Autorin gibt es „Alix‘ Skizzenbuch“ mit Anekdoten über die Mode und ihre Schöpfer(innen), ein Rezept für französische Zwiebelsuppe sowie zusätzliche Kapitel zu den wahren und erfundenen Personen und Schauplätzen des Buches und zur Mode und Weiblichkeit in den 30er Jahren. Sehr aufschlussreich! Das tröstet letztlich darüber hinweg, dass man den Inhalt des Romans durchaus ein wenig hätte straffen können.

    Zu empfehlen ist das Buch aber auf jeden Fall, am besten als Urlaubs- oder Entspannungslektüre.

  18. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  19. Cover des Buches Drei Brüder (ISBN: 9783939829645)
    Jörg H. Trauboth

    Drei Brüder

     (13)
    Aktuelle Rezension von: karatekadd
    Leipzig Buchmesse. Plötzlich ein Werbeaufsteller des Boorberg – Verlages. Auf diesen werde ich natürlich aufmerksam, da eine Reiher meiner Fachliteratur aus diesem kommt. Beworben wird ein Buch, in dem Krisenmanagement und Krisenintervention in Unternehmen behandelt wird. Klingt nicht sonderlich aufregend, oder nur für Experten. Geschrieben hat das Buch ein Oberst a.D. der Luftwaffe mit Generalstabsausbildung. Auf diesen treffe ich in wenigen Sekunden ...

    Um die Ecke herum leuchtet es orange in den über Eck gestellten Regalen. Davor steht ein älterer Herr in der kerzengeraden Haltung eines Offiziers.  Jörg H. Trauboth (Jahrgang 1943) spricht mich an, als ich näher an die ausgestellten Bücher herantrete. Wir kommen ins Gespräch. Es dauert nicht lang, und ich frage ihn, ob er ein  Tom-Clancy-Fan ist? Woher ich das wüsste? Aber ja. 

    Die für den Verkauf an jeder Ecke zu findenden Messe-Mädchen werden herbei bemüht und zwei weitere Bücher wandern in die tragbare Bibliothek ...

    * * *

    Afghanistan. Drei deutsche KSK-Soldaten retten mit US-Navy-Seals die Besatzung eines abgestürzten US-Kampfflugzeuges.
     Einige Zeit später beginnt das  KSK mit Genehmigung der Bundeskanzlerin eine Aktion zur Befreiung zweier durch den Islamischen Staat (IS) entführten Geiseln. Der Einsatz geht gründlich schief. Die Besatzung eines deutschen Hubschraubers fällt, ein zur Unterstützung herbeigerufenes US-Jagdflugzeug wird ebenfalls abgeschossen. Ist Verrat im Spiel?

    Die drei „Brüder“Marc AndersonThomas Heinrich und  Tim Naderquittieren den Dienst und heuern als Unternehmens- und Personenschützer bei den Ericsons an, deren Familie ein schwerreiches Drogerieunternehmen führt. 

    Terroranschläge erschüttern Deutschland. Abu Mohammed al Almãniyã hat die Planung für diese übernommen. Eine dritte IS-Aktion steht noch aus. Da passt es diesem deutschen IS-Kämpfer vortrefflich in den Plan, dass der zweite Sohn der Ericsons eine Luxus-Segelyacht besitzt und diese mit seiner Freundin endlich ausgiebig zu nutzen begehrt. Im Mittelmeer schlagen die Gotteskämpfer erstmals zu Wasser zu. Eine erneute Bewährungsprobe für die drei Ex-Soldaten ...

    * * *

    Nicht umsonst hatte ich Jörg H. Trauboth nach Tom Clancy befragt. Den hatte ich über Jahre hinweg verschlungen. Nun also einen ähnlichen „Deutschland-Thriller“? Es ist sicher besser, sparsam zu vergleichen. Daher möchte ich hier nur festhalten, dass der Autor schnell zu erkennen gab, dass ein Experte am Schreiben war. Im Nachwort dankt er seiner Korrektorin,  „die oft nur schweren Herzens den ganz besonderen sprachlichen Stil von Soldaten und Piloten akzeptieren konnte und dem Text den letzten Schliff gab.“

    Der ehemalige Waffensystemoffizier in PHANTOMS und TORNADOS und in dieser Profession auch Ausbilder, kennt die Vorgehensweisen, die Waffensysteme und das Zusammenwirken der Einsatzeinheiten von NATO-Armeen genau. Offiziere dieser Gehaltsgruppe müssen regelmäßig in höheren Stäben arbeiten. Dabei festigen sie über Jahre einen Stil, den sie ähnlich bereits im ersten Offizierslehrgang erlernen:  Situation Analysis (Lage) /  Assessment (Beurteilung) /  Objectives (Zielbildung) und  Conclusions (Entscheidung) =  SAOC. Dem Rezensenten ist dies nicht unbekannt, aber noch nie las er eine derartige Zusammenfassung auf knapp zwei Buchseiten. 

    Gleichzeitig allerdings versteht es Trauboth, kein rein militärisches Sachbuch zu schreiben. Spannung hinein zu bringen, riet ihm unbedingt der Lektor des oben genannten Sachbuchverlages. So lernt der Chef des Trios, der ehemalige Hauptmann Marc nach dem Ausscheiden aus dem Kommando Spezialkräfte (KSK) erst mal das Fliegen. Im wahrsten Sinn wird dadurch der Roman schneller. Trotzdem wird dem Leser sehr transparent gemacht, was der Autor unter Krisenprävention, Krisenmanagement und Krisenintervention versteht, darunter fallen auch Handlungsoptionen bei Entführungs- und Erpressungsfällen. 



    Verblüffend empfand ich das Alter von Marc. Mit Siebenundzwanzig ist Marc Hauptmann und Teamchef im KSK, er kennt sich im Einsatzraum Afghanistan von Partnern anerkannt und umfassend aus. Da Offiziere in der Regel nach der Grundausbildung und dem Offizierslehrgang sowie einem ersten Truppendienst ein Studium aufnehmen, erscheint mit die Zeit zum Erwerb der beschriebenen Qualifikationen und Kompetenzen ziemlich knapp. Laut Wikipedia dauert die Ausbildung bei der KSK bis zu drei Jahre. Für EAGLE TWO und THREE (Thomas und Tim), die Hauptfeldwebel und Feldwebel sind, ist das mit Mitte zwanzig drin, aber für den Offizier?

    Die harte und lange Ausbildung von Kommandosoldaten führt zu einem besonders innigen  Zusammenhalt der Absolventen, die am Ende „übrig“ bleiben. Bekannt ist dies als "Band of Brothers". Das hat der Autor vermutlich sehr gut getroffen.

    Kommandosoldaten sind Kommandosoldaten. Ob SEAL, SAS oder KSK. Die Bemerkung, dass die deutschen Kommandosoldaten im Gegensatz zu Briten, Franzosen oder US-Soldaten aus rechtlichen Gründen manchmal „schwierig“ sind, wenn Gegner in Kommandounternehmen getötet werden müssen, gibt zu denken.  Hier im Roman gilt es die Enthauptung zweier deutscher Geiseln zu verhindern, die Antwort auf die vorhergehende Frage wird nicht einfacher, aber ist klar. Die Ausführungen zu den Belastungen, denen die Soldaten nach schwierigen Einsätzen ausgesetzt sind, sind ebenso informierend und erhellend, sie runden das Einsatzgeschehen für die Leser gut ab.

    Die Szenen im Krisenabwehrzentrum des Auswertigen Amtes, in denen die Bundeskanzlerin und ein Krisenmanager besonders heraus stechen, erscheinen nicht übertrieben, grundsätzlich sehr sachlich und trotzdem emotional, wo Emotionen hochkochen. Der Oberst a.D. hat bestimmt gedacht: Wenn wir eine Kanzlerin haben, dann bitte so eine. Zum Roman gehört, dass sie eine Affäre mit einem Regierungsmitglied hat...

    Die während dem Lesen aufkeimende Frage, ob Muslime in deutschen Spezialeinheiten, KSK oder der GSG9, dienen dürfen, beantwortet sich zwar aus der Religionsfreiheit des Grundgesetzes, bleibt aber schwierig. Dazu ließe sich noch mehr sagen, aber dies käme einem großen Spoiler gleich. 

    Für sehr außergewöhnlich halte ich das schriftliche (!) Angebot der Bundeswehrführung an Hauptmann Anderson, seine Karriere bis zum Kommando über die KSK zu fördern, wenn er den Dienst nicht quittiert. Herr Oberst, glauben Sie das im Ernst? Oder hat es solches bereits gegeben? 



    Zu Romanaffären gehört ein wenig Erotik. (Die Ehefrau des Autors gebot Zurückhaltung, der Enkel verlangte nach mehr.) Dieser Spagat ist Jörg H. Trauboth gelungen, finde ich.

    * * *
    Über  Jörg H. Trauboth schreibt der Verlag viel auf seiner Webseite, Auch dadurch kann man ein wenig ermessen, das Realismus im Roman Drei Brüder steckt. Die Aussagen in diesem  Interview weisen auf den Nachfolgeroman hin. Da darf man gespannt sein, wenn ich diesen hier demnächst vorstellen werde.

    Ich bin sehr gespannt, was der zweite Teil, Operation Jerusalem, bringt. Es würde mich freuen, wenn ich den Herrn Oberst a.D. dazu auf der nächsten Buchmesse interviewen könnte.

    © Bücherjunge
  20. Cover des Buches Made in Taiwan (ISBN: 9783426608210)
    Irene Lin-Chandler

    Made in Taiwan

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Piraten (ISBN: 9783802517181)
    David Cordingly

    Piraten

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Draco_Tenebris
    Ein exzellentes Buch über das Leben und die Historie der Piraten! Dieses Werk beschreibt extrem genau alles, was im Leben der Seeräuber geschah, welche Feinde sie hatten, welche Taten und Untaten sie begingen, und wie das Leben auf hoher See aussah. Ich bin wirklich begeistert von diesem grandiosen Buch, das man dieses zu jeder Zeit als Nachschlagewerk benutzen kann. Zudem befinden sich noch Seekarten, Pläne von Schiffen, und Geschichten über Geschichten der bekanntesten Seeräuber aller Zeiten darin. Es macht Spaß darin zu lesen und man hat das Gefühl, dass Vergangenes näher ist, als man glaubt. Mit Werken wie diesen werden die Piraten der damaligen Zeit sicher nie mehr vergessen sein, weil man sich dadurch ewig an sie erinnern wird.
  22. Cover des Buches Der Afghane (ISBN: 9783328107262)
    Frederick Forsyth

    Der Afghane

     (54)
    Aktuelle Rezension von: angi_stumpf

    Die Geschichte:
    Frederick Forsyth hat dieses Buch zwar bereits vor etwa 10 Jahren geschrieben, doch angesichts der Ereignisse der letzten Zeit ist es leider (wieder) sehr aktuell. Es geht um fanatische Glaubensanhänger, die der westlichen Welt den Kampf angesagt haben.
    Durch einen Zufall gelangen die Geheimdienste Amerikas und Englands an eine verschlüsselte Botschaft, die einen drohenden Terroranschlag enormen Ausmaßes ankündigen könnte. Keine ihrer Quellen kann ihnen Näheres dazu sagen, so dass langsam ein irrwitziger Plan Gestalt annimmt: sie wollen einen ihrer Agenten bei al-Qaida einschleusen.
    Mike Martin ist mit knapp Mitte Vierzig zwar bereits im Ruhestand, doch er erfüllt alle nötigen Voraussetzungen für diese Mission. Er wird in die Rolle eines inhaftierten Taliban-Kommandanten schlüpfen und kann nur hoffen, dass er überzeugend genug ist, um nach vielen Monaten Vorbereitungszeit nicht sofort enttarnt zu werden.

    Meine Meinung:
    Der Autor lässt anfangs noch einmal sehr übersichtlich einige wichtige Eckdaten und Ereignisse in die Geschichte einfließen, die erklären, wie es überhaupt zur heutigen Terrorbedrohung und zu den vielen fanatischen Gruppen gekommen ist, die den “Ungläubigen” den Dschihad erklärt haben. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, waren diese Informationen sehr interessant und aufschlussreich.
    Frederick Forsyth ist ein Mann “vom Fach”, was man an vielen Stellen deutlich merkt: die Arbeit der Geheimdienste, die eingesetzten Waffen und die technische Ausrüstung werden sehr authentisch beschrieben. Überhaupt wirkt die ganze Story sehr lebensnah und erschreckend real.

    An Spannung mangelt es nicht, obwohl zunächst viel Zeit für die Vorbereitung der Mission aufgewendet werden muss. Wechselnde Schauplätze bringen zusätzlich Tempo und Abwechslung in die Geschichte. Alles ist bestens durchdacht und es gibt zwar einige Zufälle, die maßgeblich zum Gelingen beitragen, aber diese nehmen nicht überhand.

    Hauptperson ist der Geheimagent Mike Martin, der gerade so sympathisch rüberkommt, dass man ihn gern auf seiner heiklen Mission begleitet und ihm wünscht, dass er am Ende wohlbehalten in seinen Ruhestand zurückkehren kann. Andererseits übertreibt es der Autor aber nicht mit emotionalen Hintergrundinformationen, so dass man als Leser trotzdem noch einen guten Abstand zu den Protagonisten wahren kann und nicht zu entsetzt ist über mögliche Verluste.

    Die zweite wichtige Person ist natürlich “der Afghane”, also der Gefangene, dessen Leben Mike übernimmt. Sein Lebenslauf ist ein gutes Beispiel dafür, wie eigentlich ganz normale, unschuldige Menschen irgendwann in den Fängen des Fanatismus enden.

    Sehr schön fand ich auch die Beschreibung der Schauplätze: der Autor erschafft authentische Szenarien, denen man sich nur schwer entziehen kann.

    Fazit:
    Interessant, fesselnd, erschreckend realistisch – ein Agententhriller mit viel Spannung und Action!

  23. Cover des Buches Orkan über Jamaika (ISBN: 9783596906451)
    Richard Hughes

    Orkan über Jamaika

     (4)
    Aktuelle Rezension von: LibriHolly
    …bzw., „The Innocent Voyage“, so der ursprüngliche Titel des 1929 erschienenen Buches, das nun in einer gelungenen Neuübersetzung von Michael Walter vorliegt. Doch nicht nur diese und die qualitativ sehr hochwertige haptische Aufmachung des Buches aus dem Hause Dörlemann, machen den Roman zu einem Lesevergnügen; nein, allein schon der schwarze britische Humor seines Autors dem Waliser Richard Hughes lohnen den Griff zu diesem Buch. Eine tollkühne Abenteuergeschichte, in deren Mittelpunkt eine Horde Piraten stehen und sieben Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren, letztere ungewollte „Raubbeute“, wenn man so will. Sieben Kinder, die das Leben der, ansonsten sehr friedliebenden, Piraten ordentlich durcheinandermischen und auf den Kopf stellen.
    Für den Leser öffnet sich die Tür zu einer fremden und exotischen Welt, es ist die Welt der Karibik zu Zeiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts, es ist die Welt der Kolonialzeit, der Großgrundbesitzer, der Plantagen, der Freibeuter und tapferen Seemänner, es ist aber auch eine Zeit des Umbruches, so macht der technische Fortschritt und damit einhergehende gesellschaftliche Wandel auch nicht vor dieser Welt halt. Die Geschäfte gehen schlecht und so sehen sich mehr und mehr Plantagen gezwungen zu schließen, die einst so prächtigen Herrenhäuser verfallen zusehends und auch das Geschäft der Piraterie ist nicht mehr das was es einst war. Zu einem kläglichen Handwerk verkommen, können sich die Piraten mit kleineren Beutezügen mehr schlecht als recht über Wasser halten. Und genau in diese Welt sind die sieben Kinder Laura, Rachel, Harry, Edward, John, Emily und Margaret hineingeboren. Sieben Kinder, die nach einem schweren Orkan über Jamaika, von ihren Eltern wieder in die ferne alte Heimat England geschickt werden. So ist in diesem Fall der titelgebende Orkan nur auslösendes Ereignis. Auslöser für eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf die Kinder von Piraten entführt werden. Doch die Freibeuter der Meere müssen schnell erkennen, dass es sich mit einer Horde Kinder eben wie mit besagtem Sack Flöhe verhält und was ist ein Schiff nicht für ein herrlicher Spielplatz….

    Mit der „Orkan über Jamaika“ hat Richard Hughes nicht nur einen reinen Seefahrer- und Abenteuerroman geschrieben, es handelt sich vielmehr um ein gelungenes Psychogramm der menschlichen Seele. Mal lässt er uns die Welt mit der unschuldigen Naivität von Kinderaugen betrachten, dann wieder durch die erwachsene Brille des allmächtigen und allwissenden Ich-Erzählers. Und durch seinen mit nichts zu vergleichenden Humor und Sarkasmus werden scheinbar grausame Handlungen zur reinen Nebensache. Eine kurzweilige Lektüre für alle, die für einige Stunden dem schnöden Alltag entfliehen wollen! Ein Leseabenteuer im besten Sinne. Ein Buch, das zeigt, dass nicht alles immer so ist, wie es zunächst auf den ersten Blick hin scheint.

    (Das Buch wurde bereits 1965 mit Anthony Quinn und James Coburn in den Hauptrollen unter dem Titel "Sturm über Jamaika" verfilmt.)
  24. Cover des Buches Geiselnahme auf der LE PONANT (ISBN: 9783782209892)

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