Bücher mit dem Tag "plädoyer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "plädoyer" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (512)
    Aktuelle Rezension von: Kathy1995

    Nach der Lektüre von “Tiere essen” begann ich mich umfangreich mit der vegetarischen und veganen Ernährung zu beschäftigen und tatsächlich lebe ich seit dem vegetarisch und versuche mich immer wieder auch an der veganen Ernährung. Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat sind die vielen Fakten, die mit seriösen Quellen belegt werden. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der keine Pauschale Abneigung gegen den vegetarischen und veganen Lebensstil hat und es aushält mit den harten Fakten konfrontiert zu werden.

  2. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (506)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  3. Cover des Buches Geh, wohin dein Herz dich trägt (ISBN: 9783257230307)
    Susanna Tamaro

    Geh, wohin dein Herz dich trägt

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Nadia_Gutwenger

    So ein tolles Buch!

  4. Cover des Buches Die Bibliothek der Schatten (ISBN: 9783442469284)
    Mikkel Birkegaard

    Die Bibliothek der Schatten

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Elli64

    Die Bibliothek der Schatten von Mikkel Birkegaard,

    John Campelli hat das Zeug zu einem sehr erfolgreichen Anwalt aufzusteigen. Wenn er im Gericht das Wort ergreift, gibt es niemanden, der nicht völlig gebannt zuhört. Man könnte glauben, dass er eine besondere Kraft in seiner Stimme hat, oder er ist ein begnadeter Rhetoriker. John steht kurz vor seinem Durchbruch, denn er bekommt einen der wichtigsten, aber auch schwierigsten, Fälle zugeteilt. Dadurch hofft er endlich Teilhaber werden zu können. Doch plötzlich kommt ihm ein familiäres Ereignis da wischen, denn sein Vater, Luca, verstirbt und John muss sich um den Nachlass, ein kleines Antiquariat, kümmern. Er fährt hin und möchte es so schnell wie möglich verkaufen, denn sein Vater hatte ihn vor vielen Jahren fortgeschickt und jeglichen Kontakt abgebrochen.

    Das Antiquariat birgt mehr Geheimnisse, als John je geahnt hat.

    Bei seinem Eintritt ins Antiquariat fühlt John sich wieder wie ein Kind. Es steht immer noch der beste Freund seines Vaters, Iversen, hinter der Kasse und auch sonst sieht es fast wie früher aus. Während John in seinen schönen Erinnerungen seiner Kindheit schwelgt, denn diese war schön, bis seine Mutter plötzlich starb, versucht Iversen ihn zu überreden nicht zu verkaufen, denn erst sollte er alles über die Libri di Luca erfahren. John ist aber schon längst von der Atmosphäre gefangen und erklärt sich bereit, Iversen und einer weiteren Angestellten zuzuhören. Er erfährt, dass es Menschen mit einer besonderen Begabung des Lesens gibt, und das sowohl sein Vater und auch er selbst diese Begabung besitzen. Diese Menschen haben sich immer im Libri de Luca getroffen um gemeinsam zu Lesen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Eine kleine Lesung der Drei als Beweis lässt einen zu tiefst erschütterten John zurück. Und das ist erst der Anfang, wenn John geahnt hätte, was noch auf ihn zukommt, wäre er wohl nie zurück zu seinen Wurzeln gekehrt, denn da wo Gutes getan wird, ist oft das Böse nicht fern.

    Fazit

    Ich finde schon das Cover und den Titel sehr ansprechend. Nur deshalb habe ich es überhaupt gelesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich fand ihn angenehm zu lesen. Das Buch ist spannend ohne reißerisch zu sein. Ich fand die Charaktere überzeugend und auch die Story gut durchdacht. Es fängt sehr seicht an, aber wird im Laufe immer magischer. Ich finde ja auch, dass Lesen etwas Magisches hat und hier hat der Autor diese Magie auf einen anderen Level gehoben. Ein sehr schönes Buch, mit Spannung ohne Blut und Gewalt, das für gute Unterhaltung sorgt.

  5. Cover des Buches Ich klage an (ISBN: 9783492263931)
    Ayaan Hirsi Ali

    Ich klage an

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Das Bild schockte die Welt: Der tote Filmregisseur Theo van Gogh, dem sein Mörder einen Drohbrief an die Brust geheftet hatte. Adressiert an Ayaan Hirsi Ali – eigentlich hätte sie sterben sollen. 


    Ich finde es wirklich grade sehr schwer, dieses Buch zu beurteilen, da ich vieles einfach nicht objektiv wahrnehmen konnte, sondern persönlich betroffen bin. Auf Blockade zu gehen oder auch mal den Kopf zu schütteln und zu denken "Nö stimmt nicht" war unvermeidbar.


    Das Buch spricht viele wichtigte Themen an, mit denen Frauen aus islamisch geprägten Ländern zu kämpfen haben. Ich sage hierbei bewusst "islamisch geprägte Länder" und nicht Muslime, denn ich finde, dass das einfach eine Grenze bzw. eine Differenz ist, die gezogen werden muss und auch etwas, was noch heute für sehr viele Missverständnisse sorgt.

    Was für viele dieses Buch authentisch macht, ist vermutlich, dass die Autorin selber einst Muslima war und somit aus persönlichen Erfahrungen spricht. Mir hat das alles hingegen nur Zahnschmerzen verursacht, weil Erfahrungen einfach etwas Subjektives sind.


    Ich möchte mich gar nicht um Kopf und Kragen reden oder hier zig "Ja aber..." einfügen. Nur war es für mich ein Fakt, dass die Themen im Buch sich sehr oft widerholt haben und oberflächlich gehalte wurden. Eine tiefergehende Erklärungen hab ich vergeblich gesucht und auch die wenigen Beispiele, die man benannt bzw. aufgeführt hat, wurden nur kurz angeschnitten ohne jegliche Schilderung bezüglich der Vorgeschichte oder Ähnlichem. Damit will ich nicht sagen, dass das Leid, was diese Frauen durchmachen in irgendeiner Form gerechtfertigt ist. Aber ich fand es schwierig, durch die Erzählweise auch nur irgendwie Verständnis oder Ähnliches aufzubringen.


    Man hat einfach den Eindruck, als ob sich das Buch im Kreis dreht. Ständig irgendwelche Aussagen, die dann darin resultieren, dass ein Sündenbock gesucht wird und dieser ist in diesem Falle der Islam.

    Ich hätte mir gerne gewünscht, dass die ganzen Aussagen, Vorwürfe und Behauptungen die aufgezählt werden, konkreter belegt oder begründet werden. So wie es jetzt dargestellt wurde, hatte ich dann doch nur das Gefühl zurückbehalten können, als hätte man jede schlechte Eigenschaft, die in irgendeiner Form über den Islam bekannt ist, in einen Topf geworfen. Zudem hat mir eine Gegenüberstellung zum Positiven gefehlt. Ein kurzer á la "Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt auch andere, gute Situationen" war für mich jetzt einfach nur hingeklatscht um den Schein zu waren.


    Flüssig geschrieben war es nicht, die Kapitel kamen mir doch sehr zusammengewürfelt vor und deshalb habe ich auch nie richtig in einen Lesefluss kommen können.

    Insgesamt kann ich also nur sagen, dass zwar einige wichtige Themen angesprochen werden, aber weder ordentlich drauf eingegangen wird noch konkrete Grenzen zwischen der eigentlichen Religion und persönlichen Einstellungen gezogen werden.

  6. Cover des Buches Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl (ISBN: 9783218009294)
    Heidi Kastner

    Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Starbucks

    Wut ist ein Gefühl, das jeder kennt. So ist es auch interessant, was eine Expertin zu diesem – wie sie sagt – verpönten Gefühl sagen kann. Heidi Kastner ist Gerichtspsychaterin und weiß, wovon sie spricht, denn sie hat Wut in vielen Fällen direkt erlebt. So ist aus ihren Erfahrungen das Sachbuch „Wut – Plädoyer für ein verpöntes Gefühl“ entstanden.

    Klar ist, dass man dieses Sachbuch nicht nebenbei lesen kann. Es ist aber dennoch wohl an den Laien oder auch an den Laien gerichtet. Hier muss ich sagen, dass man aber vielleicht doch Grundkenntnisse zum Thema haben sollte, um gut folgen zu können.

    Interessant fand ich die verschiedenen Ausprägungen und Ursachen der Wut. Diese kann eine wirkliche psychische Störung sein oder auch nur aus bestimmten Anlässen auftreten. Wut kann sich in der Pubertät verstärken und dann wieder abebben, aber Wut kann sich auch über Jahre hin entwickeln. Insgesamt habe ich aber den roten Faden in diesem Buch vermisst.

    Das eigentliche Plädoyer dafür, die Wut auch zuzulassen oder alleine auszuleben, ein Hinweis auf den Titel also kommt nur im Nachwort vor. Damit hat das Buch für mich zwar interessante Ansätze gebracht, aber nicht erfüllt, was es eigentlich verspricht. Es ist auch allgemein bekannt, dass man solche Gefühle wie Wut einfach zulassen oder irgendwie ausleben muss, sonst bricht sie anders aus den Wütenden heraus. Damit hat dieses Buch kaum Erkenntnisse gebracht. Ich bin hier etwas enttäuscht und kann leider nur drei Sterne vergeben.
  7. Cover des Buches Anthologie (ISBN: 9783961031214)
    Jürgen Zwilling

    Anthologie

     (40)
    Aktuelle Rezension von: animsle1510

    Jürgen Zwilling ist der richtige Umgang mit Katzen sehr wichtig. In seinem Buch erfahren wir in vielen Texten und Gedichten, was so manches Tier leider alles erleben muss. Er gibt den Tieren eine Stimme. Das ist sehr wichtig. Mir gefällt das Cover mit der tollen Katze sehr gut. 

  8. Cover des Buches Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit (ISBN: 9783961030194)
    Jürgen Zwilling

    Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Prettyrum

    Original findet ihr hier

    Titel: Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit

    Originaltitel: Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Freiheit

    AutorIn: Jürgen Zwilling

    Verlag: Rediroma Verlag

    Seitenzahl: 56 Seiten

    Preis: 11,95 €

    Sprache: Deutsch

    Genre: Anthologie, Poesie, Philosophie

    Reihe: Einzelband

    Altersempfehlung: 18+ Jahre

    Bindung: Taschenbuch

    Erscheinungsjahr: 2016

    ISBN: 978-3-96103-019-4


    Zusammenfassung

    In seiner Anthologie befasst sich Jürgen Zwilling stark mit dem Begriff Freiheit. Aber was genau ist das eigentlich? Um genau das herauszufinden, grenzt er den Begriff von dem Begriff Ideologie ab, ein Begriff, der häuftíg damit gleichgesetzt wird, zeigt viele geschichtliche und gesellschaftskritische Aspekte auf und begutachtet sogar das Grundgesetzt kritisch. Zwischen diesen Aspekten finden sich selbstgeschossene Bilder wieder und Gedichte, die auf künstlerische Weise genau diese Thematik erläutern.


    Meinung

    Die Anthologie von Jürgen Zwilling ist ein sehr schwieriges Werk, meiner Meinung nach. Auf den ersten Seiten tauchen viele Definitionen auf, ehrlich gesagt, habe ich nach den ersten fünf sogr weiter geblättert, denn eine Sammlung aus Definitionen ist mir zu trocken gewesen. Zwar umfasst es nicht viele Seiten, ist aber schwere Literatur, denn er stellt viele geschichtliche Zusammenhänge auf, was eine starke Betrachtungssache ist, ob es dem Leser gefällt oder nicht. Ich beispielsweise kann historischen Romanen nichts abgewinnen, deshalb hat mich das leider etwas gelangweilt. Andererseits hat es auch viele amüsante Aspekte, denn ich finde - auch, wenn ich es vielleicht falsch verstanden habe -, dass er relativ angriffslustig und ein wenig satirisch schreibt und seine Meinung darstellt. Sehr angenehm zu lesen fand ich, als eingelaibte Poesie-Liebhaberin, auch die Gedichte, die sich ab und an durch das Buch ziehen und mit den Bildern zusammen etwas Abwechslung schaffen. Vom Cover her enttäuscht mich das Buch etwas, mit der Sandfarbe. Auf dem Cover befindet sich auch ein Kompass, der für die Richtung stehen könnte, die richtig ist: Nämlich die der Freiheit. Last but not least würde ich das Buch jedem weiterempfehlen, der/die sich gerne mit kritischen und philosophischen Themen auseinandersetzt, auch Spaß an Historik hat. So eine Person bin ich leider nicht und ich nehme an, dass es vielen so geht, die hauptsächlich Fantasy lesen.

    Fazit

    Jürgen Zwilling stellt seine Meinung sehr offensichtlich dar, versucht es fast schon seinen Lesern aufzuzwängen, aber mir gefällt die kritische Begutachtung des gesamten Thematik. Auch sind die Bilder und die Gedichte sehr unterhaltsam, dennoch finde ich, dass das Buch mehr für akademisch-philosophische Zwecke geeignet ist und auch nicht für jeden lesbar, eben weil es so schwierige Kost und nur für die bestimmten "Lesetypen" geeignet ist.

  9. Cover des Buches Wer wir waren (ISBN: 9783596298426)
    Roger Willemsen

    Wer wir waren

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Schwalbe71
    Lesen Sie dieses Büchlein. Eine herausragende Betrachtung, mit einem außergewöhnlichem Gespür und Wissen für die Fragen die die menschliche Kultur hervorbrachte und bringt. Eine beeindruckende 
    Kraft der Formulierung, wie man sie selten findet. Schon allein deswegen lohnt sich dieses Leseerlebnis. 
  10. Cover des Buches Aus Mangel an Beweisen (ISBN: 9783453432482)
    Scott Turow

    Aus Mangel an Beweisen

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Einstieg fiel mir schwer, aber insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Der Aufbau ist gut, mit rotem Faden, ohne Widersprüche und nicht langatmig
  11. Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: 9783596810291)
    David Klass

    Wirbelsturm

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rückentext: Zwischen Giftschlangen, Krokodilen und Drogendealern Jacks Leben hat sich komplett verändert. Er hat den Kampf gegen die Dunkle Armee gewonnen und die Ozeane gerettet. Aber um welchen Preis? Seine Eltern sind tot, seine Freunde verschwunden. Jacks Freundin P.J. wurde verschleppt. Und der Anführer der Dunklen Armee will die Zerstörung der Erde vorantreiben und den Regenwald vernichten… Jack muss etwas tun! Über den Autor: David Klaas stammt aus einer Schrifftstellerfamilie. Er wuchs in New Jersey auf, studierte später Geschichte und Literatur in Yale, dann wechselte er an eine Filmhochschule in Kalifornien. Heute lebt David Klaas als Schriftsteller du Drehbuchautor in New York. Mit seinen Jugendromanen hat er sehr viel Erfolg, er wurde vielfach ausgezeichnet. Mit >Wenn er kommt, dann laufen wirWirbelsturmFeuerquell<, ist ebenfalls bei Fischer Schatzinsel lieferbar. Inhalt: Jack Danielson ist der ‚Hoffnungsträger‘, wie er seit kurzem weiß. Ein Hund hat ihn per Telepathie darüber aufgeklärt. Er kommt eigentlich aus der Zukunft, 1000 Jahre um genau zu sein. Und er muss die Welt retten, da in 1000 Jahren die Erde total zerstört ist. Was bisher geschah: Jack ist mit P.J. (Peggy Jane) zusammen. Er ist ein großer Footballstar und ein Ass in sämtlichen Fächern. Doch dann stellt sich vieles heraus und seine Welt steht Kopf: Er kommt aus der Zukunft; seine Eltern, die er für seine Eltern gehalten haben, sind gar nicht seine Eltern und nun tot; in 1000 Jahren ist die Welt am Ende und nur er kann sie retten, indem er der ‚Feuerquell‘ findet, am Besten vor der Dunklen Armee. Für diese Sache bildet ihn Eko aus, eine hübsche Frau, die sagt, er sei für sie bestimmt und sie würden heiraten. Zweiter Teil: Jack hat den Feuerquell gefunden und will nun in sein normales Leben zurück. Doch als er sich zusammenreißt und zu seiner Freundin P.J. gehen will, wird er verhaftet. P.J. wurde entführt. Und alle dachten, er sei der Täter. Er wird von der Dunklen Armee abgeholt, die sich als FBI tarnen. Dann geht es für ihn drunter und drüber. Zusammen mit Gisco, seinen Hund, mit dem er sich über Telepartie unterhält, flüchtet er. Sie kommen über die Anden und werden durch ein Missgeschick verhaftet. Die ganze Zeit weiß Gisco, wo P.J. ist, und Jack hat nur ein Ziel: Sie finden. Dafür fährt er zum Amazonas, direkt in das Versteck von der Dunklen Armee. Doch nicht nur P.J. ist dort: Auch noch jede Menge andere. Und der Oberst will die Welt zerstören, um in 1000 Jahren macht zu haben. Dafür brandrodet er den Regenwald, mit all seinen Tieren und Pflanzen. Und Jack muss das verhindern, zum Glück kommt Eko noch vorbei, aber Gisco und sie wollen unbedingt einen mysteriösen Weisen finden, der auch aus der Zukunft kommt… Meine Meinung: Ich habe den ersten Teil gelesen und dachte schon ‚wow‘. Das war noch ein Grund mehr für mich, kein Fisch zu essen. Was alles mit unseren Ozeanen passiert, hatte mich im ersten Band schon schockiert. Diesmal wechselt der Schauplatz zu unseren grünen Lungen: dem Regenwald. Alles ist so toll und wunderbar lebensnah beschrieben, die Einheimischen und die Tiere. Es ist einfach der Hammer. Und da Klass Drehbuchautor ist, weiß er, wie man Szenen richtig inszeniert. Es ist einfach wunderschön geschrieben und regt jeden zum Nachdenken an, was wir mit unserem Planten machen und wie es in Zukunft aussehen könnte, wenn wir so weitermachen. Ich kann es nur weiterempfehlen und denke, dass es ein wunderschönes Buch ist. Hingegen habe ich nicht wirklich begriffen, warum der Titel ‚Wirbelsturm‘ ist. Beim ersten Band war es noch logisch, doch hier fehlt mir der Zusammenhang. Vielleicht liegt es an den Stürmen, die durch den Treibhauseffekt hervorgerufen werden, aber diese werden nicht erwähnt. Aber das Titelbild passt zu dem Titel und es macht einfach Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf Januar, wo der dritte Teil und somit das Finale als Taschenbuch rauskommt. Informationen: Autor: David Klaas Titel: Wirbelsturm Verlag: Fischer Schatzinsel Sprache: Deutsch Kosten: € (D) 8,99 Seitenanzahl: ca 400 Art: Taschenbuch ISBN: 978-3-596-81029-1 Genre: Fiction, Umwelt, Zukunft, Thriller Meine Altersempfehlung: 13+
  12. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783839892794)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (162)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes ist ein Buch was einen ziemlichen Hype ausgelöst hatte. Da ich bei solchen Büchern oft automatisch auf Abstand gehe war ich mir auch erst nicht sicher ob ich es wirklich lesen möchte. Nachdem ich vor längerer Zeit aber den Film gesehen habe war ich nun doch neugierig geworden. Also habe ich nun das Hörbuch gehört. Und was soll ich sagen  großen und ganzen hat es mich wirklich sehr berührt und nachdenklich gemacht.

    Lou hat ihren Job im Kaffee verloren und muss sich auf die Suche nach einer neuer Arbeit begeben. Sie bekommt ein befristetes Jobangebot mit einer wirklich guten Bezahlung. Sie soll Will bei alltäglichen Dingen helfen. Dieser hatte vor zwei Jahren einen Motoradunfall und hat keinen Lebensmut mehr. Für Lou und Will beginnt eine schwierige Zeit. Die beiden verändern das Leben des jeweils anderen. Die Autorin hat eine sehr schöne Art zu schreiben und den Leser mit auf eine Gefühlsfahrt durch Berg und Tal mitzunehmen. Sie schreibt sehr emotional und berührt den Leser tief. Sie spielt mit Komik, Drama, Ernst und Spannung und spinnt so eine Geschichte zusammen die einen nicht so schnell wieder loslässt. Mich persönlich hat es nachdenklich gemacht. Auf der einen Seite kann ich Lou sehr gut verstehen, aber auch Wills Seite ist sehr plausibel und nachvollziehbar. Es ist eine Zwickmühle in  der der Leser bzw Hörer ist, da er beide Seiten gut versteht und am Ende doch immer vom guten ausgehen möchte. Auch finde ich es moralisch teilweise fraglich für was Will sich entschieden hat, obwohl ich es verstehen kann. Aber unterstützen würde ich ihn dabei nicht. 

    Was die Sprecher angeht fand ich es sehr schön das es mehrere waren und als die Geschichte aus einer anderen Sicht erzählt wurde auch ein anderer Sprecher dran war. Die meiste Zeit wird das Buch aus der Sicht von Lou erzählt. Ihre Sprecherin hat mich zeitweise etwas genervt gehabt. Sie hat keine interessante Stimmfabel und hatte auch manchmal Probleme mit ihrer Stimme zu spielen um die richtigen Emotionen rüber zu bringen. Mein Mann hatte einmal kurz mitgehört und meinte welche Depressionen denn die Sprecherin habe oder ob sie eine Trauerrede vorträgt. Also ganz so extrem würde ich es nicht ausdrücken, aber es stimmt sie hat durch ihre Betonung oft etwas depressives hervorgerufen. Das war an machen Stellen passend aber nicht dauerhaft über das gesamte Hörbuch notwendig. 

    Alles in allem war dies ein sehr schönes und berührendes Hörbuch das einem nachdenklich macht. Es unterhält aber auch gut und nimmt einem mit auf eine Reise der verschiedensten Gefühle.

  13. Cover des Buches Das große Haus (ISBN: 9783499257261)
    Nicole Krauss

    Das große Haus

     (19)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Alles rankt sich um einen Schreibtisch, den ein Kunsthändler sucht, um das Zimmer seiner Kindheit nachzustellen. Die Möbelstücke wurden von den Nazis gestohlen und alles bis auf den Schreibtisch, der mittlerweile durch verschiedene Hände ging, hat wieder zu seinem Besitzer zurückgefunden. Um diese Menschen, ihre Beziehungen und die Einstellung zur jüdischen Geschichte geht es im Grunde.
    Mich hat das Buch bis zum Schluss nicht richtig gepackt, was aber nicht am Thema sondern an der Schreibe liegt. Immer wieder springt man zwischen Figuren hin und her, muss sich alles selbst zusammenpuzzeln und darf nicht verweilen. Soetwas stört mich, wenn dann der "Kleber" zwischen den einzelnen Teilen und Absätzen fehlt. So wie die Figuren im Buch Schwierigkeiten haben Beziehungen aufzubauen, ging es mir mit den Figuren selbst.
  14. Cover des Buches Mere Christianity (ISBN: 0060652926)
    Clive St. Lewis

    Mere Christianity

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mwill
    Überzeugendes Plädoyer fürs Christsein. Hat mich damals sehr angesprochen
  15. Cover des Buches Andy und Marwa (ISBN: 9783570305430)
    Jürgen Todenhöfer

    Andy und Marwa

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Todenhöfer berichtet über zwei Menschen, die beide nicht unterschiedlicher von ihrer Herkunft her nicht sein könnten, und dennoch gleiche Wünsche und Ziele für sich und ihre Familie haben. Am 7. April 2003 endet ihr bisheriges Leben auf brutalste Weise. Der Autor erzählt uns parallel die Lebensgeschichte der beiden und zitiert zwischendurch immer wieder die zynischen Reden von George W. Bush. Den Forderungen, die Todenhöfer aus dem Ganzen abgeleitet, kann selbstverständlich nur absolut zugestimmt werden, daß diese beachtet werden, muß man aber leider bezweifeln.
  16. Cover des Buches Der blinde Uhrmacher (ISBN: 9783423344784)
    Richard Dawkins

    Der blinde Uhrmacher

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Veraguth

    Ganz im Sinne Darwins argumentiert Dawkins stichhaltig, umfassend, in dieser Form für ein Sachbuch rhetorisch überdurchschnittlich gut und schlichtweg richtig. Er hält sich dabei im Gegensatz zu seinem späteren Werk Gotteswahn, das vor Polemik nur so strotzt, zurück und ist bemüht, eine sachliche und wissenschaftlich fundierte Argumentation abzuliefern. So feiert er die die atemberaubende Entstehung höchst diffiziler Systeme wie dem menschlichen Körper mit der spürbaren Begeisterung eines Evolutionsbiologen, der für sein Metier brennt und auch nicht davor zurückschreckt, verschiedenste Thesen gegen die Evolutionstheorie ins Feld zu führen. Wohlgemerkt nur um, sich selbst geschickt den Ball zuspielend, sie anschließende genussvoll Stück für Stück zu demontieren und auf ihren Trümmern ein Loblied auf die erstaunliche Entwicklungsgeschichte des Lebens anzustimmen.

    Ironisch ist auch der Titel des Werks zu verstehen, der sich auf ein Buch des Kreationistenvordenkers William Paley bezieht, der anhand Gottes in Form eines Uhrmachers die „Fertigung“ sämtlicher weltlicher Bestandteile darstellen wollte. Verständlich, dass Dawkins nicht widerstehen konnte, dieses krasse Bild seines natürlichen Gegners für eigene Zwecke zu entfremden und aus dem Chronographenhersteller eine unbewusst, ohne Sinn und blind arbeitende Metapher für die natürliche Selektion zu machen.

    Als ein sich durch das Buch ziehendes Veranschaulichungsobjekt wurde das menschliche Auge gewählt, dessen Ursprung, Formen und Entwicklungsgeschichte mit den faszinierenden Erkenntnissen, aus welch unerwarteten Kreaturen unsere Fenster zur Welt vor Äonen von Jahren geblickt haben, den Leser vor Erstaunen innehalten lassen.

    Solange Dawkins in seinem Fachbereich verweilt ist der Stichhaltigkeit seiner Argumentationsketten kaum etwas entgegenzusetzen und man kann diesem 1986 erschienen Werk bis heute wenig gleichwertige Literatur zur Seite stellen. Leider ist auch ein unpassender und mittlerweile mehr als nur veralteter Versuch, anhand der Entwicklung der Computertechnik eine Art von Evolution aufzeigen zu wollen, unter den Beispielen. Das ist ein gut gemeinter Ansatz, die eigenen Thesen noch umfassender erscheinen zu lassen und künstliche Adaptionen in möglichst vielen Themenkreisen zur Erbringung von Belegen heranzuziehen. Es scheitert aber, wie in diesem Fall, zwangsläufig an der unzureichenden Basis und Nachvollziehbarkeit der Thesen, die allzu konstruiert sind und lustigerweise sehr an den Usus der religiösen Fanatiker erinnern, die auch auf Biegen und Brechen ein Konzept über alles stülpen möchten.

    Auch sind die allzu fachspezifisch ausgeführten, eher kurzen Einschübe über Medizin und Genetik zwar richtig, aber im Kontrast zum Rest des Buches anstrengend zu lesen und man merkt, dass das eigentliche Hauptbetätigungfeld kurzfristig verlassen wird.

    Generell täte dem Werk eine kleine Renovierung in Richtung des aktuellen Standes der Forschung sehr gut, damit auch die kritischen Geister des 21. Jahrhunderts sowohl wohlfundierte als auch aktuelle Argumentationen für den hoffentlich irgendwann beendeten, sinnbefreiten Disput mit ignoranten Mitmenschen haben.

    Trotz der kleinen Kritikpunkte eine epochales Werk, dass in seiner zeitlosen Richtigkeit und dem hehren, dahinterstehenden Anliegen der Aufklärung seinesgleichen sucht und von der Begeisterungsfähigkeit zeugt, zu der die berufliche Beschäftigung mit dem Wunder der Entstehung des Lebens werden kann. Ein glücklicher Zufall auch, wenn diese Gabe in die Hände eines noch dazu erzählerisch talentierten Mannes fällt, dessen taktischer Scharfsinn ihm gebietet, der Prävention des Wassers auf die Mühlen seiner Gegner keinen Vorschub zu leisten, indem er auf einer rein sachlichen Basis jeglicher Art von religiöser Verbrämung, Schöpfungsmythos und Entstehungsmären jegliche Existenzgrundlage entzieht. Jetzt müssen die harten Fakten nur noch ins Bewusstsein der Menschen einfließen.

  17. Cover des Buches Der letzte Tag eines Verurteilten (ISBN: 9783257212341)
    Victor Hugo

    Der letzte Tag eines Verurteilten

     (84)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie

    90 Seiten, die es in sich haben , und sich wegen ihres Inhalts gar nicht so schnell lesen lassen.

    Aus der Einleitung: “Der letzte Tag eines Verurteilten“ ist nichts anderes als eine Schrift gegen die Todesstrafe.
    Der Autor schreibt nicht über einen besonderen Fall: sondern im Namen aller schuldig oder unschuldig Angeklagten tritt er vor alle Gerichtshöfe, vor alle Richter, vor alle Geschworenen der Welt.

    Nach der Einleitung von Victor Hugo werden die Gedanken eines zum Tode verurteilten jungen Mannes geschildert.
    Und das gelang Hugo so, dass die Worte durch und durch gehen.

    “Man vermehrte die Vorsichtsmassregeln, es gab kein Messer, keine Gabeln mehr für das Essen. Die Zwangsjacke, ein Sack aus Segeltuch umspannte meine Arme. Man war sehr besorgt um mein Leben.
    Ich hatte die Revisionschrift eingereicht. Man hatte sechs oder sieben lästige Wochen mit dieser lästigen Sache zu tun und musste mich doch gesund und heil bis auf den Greveplatz ( zur Hinrichtung) bringen.“

    Der Leser begleitet den Verurteilten bis zur Stunde seiner Hinrichtung.

    “Der Regen wird den ganzen Tag dauern, länger als ich.“

    Durch die hervorragende und intensive Art der Sprache spürt man beim Lesen die Beklemmung und die Verzweiflung.
    1829 erstmals erschienen hat dieses Plädoyer auch heute nichts an seiner Gültigkeit verloren!

    Victor Hugo war einfach ein begnadeter Schriftsteller, der soziale Missstände in seinen Roman zur Geltung brachte!
  18. Cover des Buches Der Meineid des Hippokrates (ISBN: B0026I5G76)
    Julius Hackethal

    Der Meineid des Hippokrates

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Bio - Bombe (ISBN: 9783442233373)
    Pamela Sargent

    Die Bio - Bombe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Ein Plädoyer für Toleranz ist Pamela Sargents Buch eine der feministischen SF Autoren der 70er Jahre. Ein hochintelligenter Mensch wird geklont, beschrieben ist die Entwicklung und das Aufwachsen der Kinder. Guter Roman über die Problematik der Klone
  20. Cover des Buches Der Fall Arbogast (ISBN: 9783832161118)
    Thomas Hettche

    Der Fall Arbogast

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein (über-)durchschnittlicher Krimi nach einer wahren Begebenheit. Die Beschreibung der Nachkriegszeit und der 50er Jahre in (West-)Deutschland (und die schleichende Modernisierung und Amerikanisierung) ist gut gelungen.
  21. Cover des Buches Blendende Bilder. (ISBN: B0026ZHJXS)
    Susan Howatch

    Blendende Bilder.

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Vollgeld (ISBN: 9783828833500)
    Thomas Mayer

    Vollgeld

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sunreading

    Der Inhalt dieses Buches ist auch nach dem Lesen noch so „neu“ und anders, dass ich, anstatt eigene Worte zu wählen, hier lieber mit einigen Zitaten aufwarten möchte:

    „Obwohl wir alle von Geburt an damit leben, versteht kaum jemand die zwei getrennten Geldkreisläufe von Zentralbankgeld und Bankengeld.“ … „Ist Ihnen bekannt, dass ca. 90 % des von uns verwendeten Geldes … nicht – wie von den meisten Menschen angenommen – durch die … Zentralbanken, sondern durch private, gewinnorientierte Geschäftsbanken erzeugt und in Umlauf gebracht wird?“ … „Jede Bank hat ihr eigenes Geldterritorium, es gibt Deutsche-Bank-Euro, Sparkassen-Euro, Commerzbank-Euro usw. Das Papiergeld der Zentralbank vermischt sich mit diesem Banken-Buchgeld.“ …
    „Anfangsfehler: Die Staaten überließen den Banken die Herstellung von Giralgeld, womit öffentliches und privates Interesse widersprüchlich vermischt wird.“  … „Vollgeld ist eine Reparatur des Fundaments.“ … „Vollgeld ist Zentralbankgeld und deshalb das sicherste Geld der Welt. Es gehört nur dem Kontoinhaber, wie die Geldscheine und Münzen im Geldbeutel. Es ist … vor Bankenpleiten absolut geschützt.“ „… erst mit Vollgeld hören wir auf, den Banken den Geldschöpfungsgewinn zu schenken. Stattdessen sieht die Vollgeld-Initiative vor, dass neues Geld vor allem durch Staatsausgaben in Umlauf kommt, also nur durch sofortige Gegenleistungen.“

    Und nun noch ein paar eigene Formulierungen:
    Wir leben in einer politischen Zeit der chronischen Neuverschuldung. Eine Zeit, in der Tilgung nicht einmal in Erwägung gezogen wird. Jährlich werden so viele Milliarden Euro Zinsen fällig, dass selbst die nur über neue Kredite abgezahlt werden können. Die Schuldenfalle hat längst zugeschnappt.
    Anstatt das Geld selbst zu erzeugen, überlässt der Staat dies unbedacht den Banken – und muss es sich kurioser Weise für teure Zinsen von ihnen leihen. Dieser Vorgang geschieht zudem mit einem enormen Risiko steigender Zinsen, die von den Bürgern über Steuern getragen werden müssen.
    Und da den Banken fast keine Grenzen gesetzt sind, Geld einfach auf Knopfdruck (per simpler Buchung) neu herzustellen, haben Regierungen auch fast keine Probleme, ständig neue Schulden aufzubauen … Krass, oder?

    Als ich dieses Buch zur Hand nahm, war mir trotz Rückentext nicht ganz klar, was da auf mich zukommen würde. Ich wusste nur, dass sich der Covertext interessant anhört und mich - als  absoluten Laien in Punkto Finanzwirtschaft - wahrscheinlich ein wenig auf den neuesten Stand bringen könnte.
    Dass ich jedoch während des Lesens soo oft vollkommen überrascht, erschrocken und teilweise fassungslos vom geschriebenen Wort aufschauen würde, damit hatte ich nicht gerechnet.
    Wusstet Ihr/wussten Sie, dass Giralgeld gar kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern maximal „Gutscheincharakter“ hat, und der Empfänger nicht einmal per Gesetz verpflichtet ist, es anzunehmen? Ich jedenfalls nicht. Alle händeln es, alle nutzen es, die Polizei besteht sogar als staatliche Behörde auf Giralzahlung der Knöllchen, lehnt Bargeld ab - dabei ist es per Gesetz gar nicht wirklich geregelt.

    Während des Lesens wurden mir daneben Zusammenhänge zu den Themen Finanz- und Eurokrise, Immobilienblasen, Inflation und Deflation und viele weitere mehr so erschreckend deutlich (und aus einem völlig neuen Blickwinkel) erläutert, dass ich mich oft gefragt habe, warum wir – die Bürger - und die Regierung den Banken so viel Freiheiten und Spielraum gelassen haben, aus purem Eigennutz unser aller Leben – finanziell – so negativ zu beeinflussen. Auch mehrere Jahre Ausbildung in BWL und VWL hatten mich niemals vorher zu solchen Erkenntnissen gebracht.

    Vor allem als Mutter hat sich während des Lesens in mir die Überzeugung gebildet, dass „Vollgeld“ unbedingt von jedem VWL-Lehrer, von jedem pflicht- und verantwortungsbewussten UNI-Professor und möglichst jedem Schüler, jeder Schülerin gelesen werden sollte. Vor allem in der Politik müsste dieses Buch zur Pflichtlektüre werden, um der riesigen Lobby Parole bieten zu können.
    Tja, was soll ich sagen? Um hierzulande etwas kollektiv zu bewirken, wäre es am schönsten, JEDER würde dieses Buch kennen, oder sich von dem Inhalt erzählen lassen. Natürlich wird es auch Gegner der Vollgeld-Vision geben, aber auch diese werden durch die Aufklärung über das heutige Bankensystem nicht dümmer, sondern um einiges schlauer.
    Zumal die Autoren im vorletzten Kapitel (zum Glück) auch darauf eingegangen sind, dass Vollgeld eine sehr sinnvolle Lösung für viele finanzielle und wirtschaftliche Probleme sein könnte, es aber auch an seine Grenzen stößt. Die Rettung der Welt wird hier also nicht impliziert ;)

    Vielleicht zum Abschluss auch noch etwas zur Aufmachung des Buches:
    Der Schreibstil der Autoren war sehr angenehm und kurzweilig. Für Laien eventuell unverständliche Begriffe oder Zusammenhänge wurden umgehend und sehr verständlich erläutert. An wichtigen Stellen wurde auch mit hilfreichen Bildern und Tabellen gearbeitet.
    Gut gefallen hat mir auch, dass das ganze Buch optisch wie ein sehr umfangreicher Blog-Artikel daherkommt. Jede Passage ist in viele, angenehm kurze Absätze unterteilt, mit Zwischenüberschriften versehen und oftmals am Ende mit kurzen Zusammenfassungen als Bullet Points ergänzt. Man verliert als Leser niemals den Faden und hat am Ende einen wichtigen Aha-Effekt.

    Ich kann nur jedem empfehlen, hier zuzugreifen und sich aufklären zu lassen – egal ob Mann oder Frau, egal ob Schüler(in) oder Student(in), Lehrer(in) oder sogar direkt vom Fach! Wenn es Ihnen/Euch so geht wie mir, werden Demokratie und Finanzwirtschaft in einem kritischeren, anderen Gewand daherkommen, als vorher. „Vollgeld“ hat einen hohen Aufklärungscharakter.

    Meine längste Rezension ever ;)

  23. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783466370320)
    Joachim Gauck

    Freiheit

     (12)
    Aktuelle Rezension von: bogi
    Veröffentlicht ist hier eine Rede, die Joachim Gauck in der ev. Akademie in Tutzing gehalten hat. Thema war sein vielzitiertes Lebensthema Freiheit. Er beschäftigt sich insbesondere mit der vielfach in Westdeutschland anzutreffende Ratlosigkeit, das Thema Freiheit betreffend. Freiheit? Na ja, die haben wir doch. Wieso muss man das thematisieren? Gauck wäre nicht Gauck wüsste er dies nicht in absoluter Brillanz darzulegen. Er nutzt dazu in diesem Fall die Vehikel Verantwortung bzw. Verantwortungsbewusstsein. Die Freiheit ist auch bei uns so sicher nicht, wenn sich nicht jeder in seinem Umfeld und nach seinen Möglichkeiten dafür einsetzt und sie letztlich verteidigt. Hochaktuelle Themen, bei denen Freiheit durchaus von beiden Seiten eine Rolle spielt sind z. B. die Beschneidung von kleinen Jungen im Islam und im Judentum oder auch die Freiheit der Meinungsäusserung, sei sie auch noch so unbequem. Stichwort ätzende, ja fast schon gefährliche Kritik am Islam. Hier spielt unmittelbar Gaucks zweites Vehikel mit hinein. Die Toleranz. Man erkennt in dieser schriftlichen Niederlegung der Rede wiederum, wie grandios der Buprä sein wohl wichtigstes Werkzeug beherrscht. Er hat dies ausserdem in seiner ja erst kurzen Amtszeit bislang zahllose Male unter Beweis gestellt. Ich bin sicher, falls nicht noch irgendwelche "Leichen" auftauchen, haben wir eine gute Chance in fünf Jahren zu konstatieren: Der beste Bundespräsident bisher. Das schmale Buch (ich habs als ebook gelesen) sei jedenfalls vor allem denen empfohlen, die es sich im bestehenden bundesrepublikanischen System schon allzu bequem gemacht haben, weil es ja ist wie es ist. Freiheit ist kein automatisierter Dauerzustand, auch nicht in unserer "Musterdemokratie"!
  24. Cover des Buches Reise in die Nacht (ISBN: 9783442464296)
    Gianrico Carofiglio

    Reise in die Nacht

     (81)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein Anwalt in einem spektakulären Fall... 

    Mein Buch hat ein anderes Titelbild, Blick in ein heruntergekommenes Treppenhaus. Dieses Bild stellt den Hintergrund der Geschichte besser dar als das hier abgebildete.

    Afrikaner, die in für unser Empfinden ärmlichen Verhältnissen leben, aber dennoch besser als in ihrer Heimat. Es geschieht ein Mord an einem kleinen Jungen, der sich selbst als Freund des Senegalesen Abdou Thiam bezeichnet.

    Thiam wird des Mordes angeklagtund Avvocato Guido Guerrieri übernimmt seine Verteidigung.

    Ein spannender Roman um die zunächst aussichtslos erscheinende Angelegenheit.

    Der Roman zeigt die Abgründe auf, in die ein Mensch geraten kann, sowohl die des Avvocato wie auch des angeklagten Senegalesen.

    Ich habe das Buch  verschlungen und kann es jedem empfehlen, der gerne Krimis liest, aber auch die sozialen Hintergründe nicht außer Acht lassen möchte.

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