Bücher mit dem Tag "plantage"
59 Bücher
- John Irving
Gottes Werk und Teufels Beitrag
(1.031)Aktuelle Rezension von: Fynn_AugustusFinde das Buch wirklich sehr gut. Vielschichtige Personen, die die Handlung schon fast unwichtig machen. Der Erzählstil ist sehr langsam, was ich persönlich sehr gerne mag wenn es gut gemacht ist. Es geht um die Personen, ihre Beziehungen zueinander und zu ihrer Umwelt, ihre Persönlichkeiten und ihre Leben. Die Abtreibungsdebatte wird humanisiert. Rassismus ist kein Hauptthema, aber trotzdem weißt der Autor auf einige Probleme hin.
Ich kann das Buch grundsätzlich jedem empfehlen, nicht geeignet ist es meiner Meinung nach für Lese(wieder)einsteiger, da eben wenig passiert und das für Leute, die nicht viel lesen, öde sein kann, vor allem, da das Buch über 800 Seiten hat.
- Lilly Lucas
A Place to Grow
(423)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsNach Jahren kommt Bo wieder aus Frankreich zurück. Plötzlich muss Lilac ihm wieder gegenübertreten, aber dabei geht ihr deren Vergangenheit nicht aus dem Kopf.
Ich mag Lilly Lucas wirklich, was man auch aus meinen ehemaligen Bewertungen rauslesen konnte. Deswegen habe ich den Schreibstil auch in diesem Buch sehr gemocht. In Band 1 der Reihe ist schon nicht wahnsinnig viel passiert, deswegen hatte ich die Hoffnung, dass dieser besser wird, aber leider war dies nicht der Fall.
Ich mochte die Charaktere und bin gut ins Buch reingekommen, vor allem weil ich Band 1 kurz davor beendet habe. Dann jedoch hatte ich das Gefühl, dass sich alles nochmal wiederholt. Hier gab es zwar eine etwas andere Vorgeschichte und somit auch ein anderer Trope, aber irgendwo war es für mich irgendwie trotzdem das gleiche. Gleiche Struktur, gleiches Drama und gleiches Ende. Ich lese viele Liebesromane und weiß, dass das zu einem Stück weit normal ist, doch ich weiß, dass Lilly Lucas das eigentlich besser kann. Die 3 Sterne gehen an ihren wundervollen Schreibstil. Von der Handlung war ich jedoch leider etwas enttäuscht. - Robert Jackson Bennett
Der Schlüssel der Magie - Die Diebin
(91)Aktuelle Rezension von: ChronikskindDank einer Empfehlung durfte ich bereits die andere Reihe des Autors verschlingen - natürlich war ich dann ebenso neugierig auf seine neuste Geschichte. Erwartet habe ich viel und der Autor hat mich auch dieses Mal absolut nicht enttäuscht.
Der Stil ist flüssig und ließ sich trotz der Dicke der Seiten recht flott weglesen. Erzählt wurde die Geschichte aus mehreren Sichten, wobei Sancia den Hauptpart übernommen hat. Man konnte aber so einiges mehr erfahren, ohne sich wirklich in die Handlung zu spoilern. Ich bin sehr gespannt, welche Sichten dann im zweiten Band dabei sein werden.
Am Anfang hat es ein bisschen gedauert, sich in der Welt zurecht zu finden. Der Autor erschafft hier doch ein sehr komplexes Weltenkonzept und man muss manche Dinge auch einfach erlebt haben, bevor man sich wirklich gänzlich greifen kann. Es hat aber definitiv viel Freude gemacht, die Welt zu entdecken und auch hinter die Kulissen zu schauen.
Die Handlung konnte mich vom ersten Moment an begeistern, auch wenn man da noch gar nicht einschätzen konnte, wohin sie eigentlich führen wird. Ist aber auch gar nicht wichtig, man konnte sich einfach gut mitreißen lassen. Es gab viele überraschende Wendungen und zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Neben der Handlung fand ich die verschiedenen Häuser sehr interessant aufgebaut - und die Intrigen dahinter gut gemacht. Mal schauen, was sich noch alles aufdecken lassen wird.
Sancia, aber auch die anderen Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Keiner perfekt, aber jeder mit dem Herz am richtigen Fleck. Und ja, manchmal bewegen sie sich auch in der Grauzone, aber das hat gut zu ihnen gepasst. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung.
Die Entwicklungen zum Ende haben mir echt gut gefallen - und machen jetzt schon sehr neugierig auf das, was im nächsten Band passieren wird.
Mein Fazit
Wieder konnte mich Robert Jackson Bennett mit einem spannenden und fesselnden Reihenauftakt begeistern! Ich mochte das Weltenkonzept und die Charaktere wirklich gerne und bin gespannt, wie sich beides weiterentwickeln wird. Es gab viele überraschende Wendungen und ich bin sehr neugierig darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. - Colson Whitehead
Underground Railroad
(353)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Nicole C. Vosseler
Der Himmel über Darjeeling
(126)Aktuelle Rezension von: WortkosterinGesamteindruck: Dieser Roman von Nicole C. Vosseler ist – bislang – mein Favorit (ich mag von ihr auch "Die Zeit der wilden Orchideen" mit Schauplatz Singapur und "Unter dem Safranmond" in der arabischen Welt sehr)! Die Autorin versteht es, mich beim Lesen von der ersten Seite an zu fesseln und die Figuren interessant und merkenswert zu gestalten. Ich habe mit ihnen mitgefühlt.
Handlung und Figuren: Die Handlung nimmt einen rasanten Einstieg in Cornwall um 1876 und wechselt dann nach Indien. Es dreht sich um das Schicksal der beiden Hauptfiguren (Engländerin Helena und Inder Ian/Rajiif) in der schillernden Kultur Indiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Man erfährt viel über das Land und die Bräuche, ohne dass der Roman je an trockene Sachliteratur erinnert. Sehr lebendig wird das Leben auf der Teeplantage in Darjeeling geschildert. Auch die Konflikte der indischen Clans mit den britischen Kolonialmächten werden auf differenzierte Weise dargestellt.
Die Autorin entfaltet ein facettenreiches Portrait ihrer Figuren. Die Protagonistin Helena ist mir direkt ans Herz gewachsen mit ihren Stärken und Schwächen. Die romantische Beziehungsgeschichte mit Ian/Rajiif fand ich sehr prickelnd.
Stil: Sprachlich ist der Roman sehr ansprechend geschrieben: leichtgängig zu lesen und dabei bildreich und fantasieanregend– die Landschaften, Düfte und Geschmäcker springen förmlich aus den Buchseiten.
Fazit: Der Roman bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen, ein Schwelgen in Indien, ein Fest für die Sinne – und eine Geschichte voller Leidenschaft zum Mitfiebern. Nicole C. Vosseler hat die magische Rezeptur, ihre Leser:innen zu verzaubern.
Tipp: Wer Historienromane über Frauen in exotischen Ländern mag, dem kann ich auch die Marokko-Trilogie von Doris Cramer (Das Leuchten der Purpurinseln, Die Perlen der Wüste, Das Lied der Dünen) stark empfehlen.
- Lilly Lucas
A Place to Shine
(413)Aktuelle Rezension von: -Illusion-Die Fortführung dieser Reihe habe ich lange erwartet. Die Bücher geben einem einfach ein tolles Gesamtpaket. Das Setting und die Atmosphäre wird von der Autorin wunderbar eingefangen. Dazu die fortgeführten Geschichte dieser wunderbaren Frauen und der Familie hat mich von Anfang an berührt und begeistert.
Besonders gefreut habe ich mich auf die beiden in diesem Buch. Tatsächlich tat mir die Protagonistin über weite Teile irgendwie ziemlich leidgetan. Trotzdem gab es auch spannende Aspekte.
Mit dem Buch liefert Lilly Lucas den erwarteten emotionalen und bewegenden Abschluss ihrer geliebten Cherry Hill-Reihe. Im vierten und finalen Band steht die jüngste McCarthy-Schwester **Poppy** im Mittelpunkt, deren Geschichte sowohl herzergreifend als auch voller romantischer Wendungen ist.
Poppys Charakterentwicklung - Von Drama-Queen zur sympathischen Protagonistin
Wer die vorherigen Bände der Reihe gelesen hat, kennt Poppy möglicherweise als etwas unsympathische Nebenfigur aus Band drei. In diesem Buch jedoch zeigt Lilly Lucas die verletzliche und liebenswerte Seite der 22-jährigen Poppy McCarthy. Die jüngste Schwester ist ein chaotischer Wirbelwind, humorvoll, aber gleichzeitig auch voller Unsicherheiten.
Poppy ist sensibel, aber oft auch völlig impulsiv, was sie oft in schwierige Situationen bringt. Diese Charakterzüge machen sie gleichzeitig liebenswert und authentisch, auch wenn es mir stellenweise sehr schwer viel mich mit ihr zu identifizieren. Versöhnend war für mich, wie sehr sie noch unter dem frühen Tod und allen Veränderung leidet.
Trace Bradley ist zunächst aus poppys Sicht nur ein oberflächlicher Country-Star. Die Autorin entwickelt ihn jedoch als feinfühligen Mann, der seinem Traum gefolgt ist und der seine Gefühle in Lieder umwandeln kann. in Noten und Worte zu verwandeln. Besonders die schwierigen Familienverhältnisse haben mich überrascht.
Besonders reizvoll ist auch die Idee des Baumhaus-Hotels, das Poppy zusammen mit ihrem besten Freund Flynn ins Leben gerufen hat - auch wenn die Geschäfte noch nicht so laufen, wie gewünscht. Diese Detail verleiht der Geschichte zusätzliche Authentizität und Charme.
Ein würdiger Abschluss der Smalltown - Romanzen - Reihe. - Colson Whitehead
The Underground Railroad: Winner of the Pulitzer Prize for Fiction 2017
(38)Aktuelle Rezension von: Sarah35Das Buch ist wirklich harte Kost. Nicht weil es schwer zu lesen wäre, ganz im Gegenteil: man wird sofort in die Erzählung eingesogen und es liest sich flüssig. Der Stoff: da sieht es schon anders aus. Das Buch beruht auf wahre Gegebenheiten, und die Wirklichkeit zeigt sich hier in all ihren hässlichsten Facetten. Ich habe gehofft, gelitten, geweint und gehasst. Und nach dem Lesen habe ich wieder etwas über die Menschen gelernt, und zu was sie fähig sind. Ein grausames Buch, das alle unbedingt lesen sollten!
- Kristin Hannah
Die vier Winde
(195)Aktuelle Rezension von: momomaus3Eine zu Tränen 😢♥️rührende Geschichte.
Sie macht aber auch Mut für seine Rechte einzustehen und niemals aufzugeben.
Inhaltsangabe zum Buch auf dem zweiten Bild 🥰.
Ich liebe die Bücher 📚 der Autorin, daher habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen, das schon viel zu lange auf meinem Sub lag.
Ich wurde natürlich auch diesmal nicht enttäuscht. 😍📖😍
Kristin Hannah schreibt so tiefgründig und bildhaft und man fühlt mit den Protagonisten mit. Ich habe geweint und mitgefiebert. Es ist kaum in Worte zu fassen was die Menschen erleben mussten.
Die Naturgewalten, wie Dürre, die Sandstürme sowie die Weltwirtschaftskriese und Armut alles so beschrieben, wie es einst mal war….
Die Protagonistin Elsa ist eine Kämpferin und gibt niemals auf. Sie hat für ihre Rechte und die ihrer Kinder und Mitmenschen gekämpft, auch wenn unter schlimmsten Bedingungen. Ich habe sie für ihre Stärke und den Mut bewundert. Sie zeigt uns, dass wir nie aufgeben sollten für das zu kämpfen was uns wichtig ist und immer an uns zu glauben und auch wie wichtig es ist zusammenzuhalten. ♥️
Ich vergebe 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️denn es ist für mich ein echtes Highlight !
Bitte lest alle dieses Buch !!!
- Esi Edugyan
Washington Black
(95)Aktuelle Rezension von: Elina_moroEs ist ein Abenteuerroman über wichtige Themen wie außergewöhnliche Freundschaften, Sklaverei und Kampf um die Freiheit. Apropos Freiheit. Was bedeutet sie? Was würde sie einem Sklaven bedeuten, wenn er nicht ganz genau weiß, was er machen würde, wäre er frei?
Die Autorin liefert uns eine Geschichte über das Schicksal eines schwarzen Sklavenjungen Wash. Die Story wird auch aus seiner Perspektive erzählt. Manche seine Formulierungen erscheinen grammatikalisch inkorrekt, was mich überhaupt nicht gestört hat. Dabei bekommt man das Gefühl, dass der Protagonist ungebildet ist. Seine Naivität und wie Wash sich während der Zeit persönlich entwickelt hat, hat mich sowohl überrascht, als auch schockiert. An manchen Stellen kam mir der Roman anhand zu vielen Beschreibungen zu lang vor. Nichtsdestotrotz würde ich das Buch diejenigen weiterempfehlen, die sich für diese Thematik interessieren.
- Deb Spera
Alligatoren
(143)Aktuelle Rezension von: lili_1302„Alligatoren“ von Deb Spera ist wirklich ein mitreißender Roman über drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch so viel miteinander verbindet. Wir begleiten Gertrude, Annie und Oretta in den Südstaaten der 1920er-Jahre und bekommen dabei einen sehr eindringlichen Einblick in eine Zeit, in der das Leben für viele Menschen alles andere als einfach war. Armut, Hunger, Rassismus, Gewalt und die fehlende Selbstbestimmung von Frauen sind nur einige der Themen, mit denen sich das Buch beschäftigt.
Mich hat vor allem traurig gemacht zu lesen, mit was für Umständen manche Menschen damals leben mussten und zu welchen Mitteln sie greifen mussten, um sich selbst und ihre Kinder zu schützen. Gleichzeitig fand ich es unglaublich bemerkenswert, welche Kraft diese drei Frauen immer wieder aufbringen und wie viel Willensstärke in ihnen steckt. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Päckchen und trotzdem geben sie nicht einfach auf.
Das Buch ist definitiv sehr dramatisch und teilweise auch ziemlich heftig – also wirklich nichts für allzu weiche Seelen. 😅 Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat mich die Geschichte gepackt. Die Atmosphäre ist düster, die Schicksale gehen unter die Haut und manche Szenen bleiben definitiv länger im Kopf. Besonders schön fand ich, dass hier nicht einfach nur eine Geschichte erzählt wird, sondern dass man auch viel über eine Zeit erfährt, die man sich aus heutiger Sicht teilweise nur schwer vorstellen kann.
„Alligatoren“ ist für mich ein Roman über Überleben, Mut, Zusammenhalt und vor allem über drei unglaublich starke Frauen. Keine leichte Kost, aber definitiv eine Geschichte, die Eindruck hinterlässt.
- Ellin Carsta
Eine neue Zeit
(86)Aktuelle Rezension von: CursorherzEine neue Zeit bietet eine spannende Fortsetzung von Luises Leben . Wer im ersten Teil akzeptiert hat, dass es kein historisch genaues Buch ist, kann sich sehr gut unterhalten lassen. Die gesellschaftlichen Zwänge und historischen Gegebenheiten dienen auch wieder Bühnendekoration vor der sich eine freundliche Geschichte entfaltet. Die Beschreibungen und Welteindrücke sind angenehm zu lesen, die Personen manchmal etwas stereotyp und schwarz/weiß gezeichnet, aber für einen Sommerschmöker mit etwas mehr Tiefgang gerade richtig.
Die Serie sollte man in der Reihenfolge lesen, sonst gehen Bezüge zwischen den Figuren verloren. - Katharina Seck
Die Dunkeldorn-Chroniken - Blüten aus Nacht
(124)Aktuelle Rezension von: MinijaneDie Geschichte, die sich von der Grundidee wirklich gut anhörte, konnte mich leider nicht überzeugen.
Protagonistin Opal erzählt als Icherzählerin von ihren Erlebnissen als einfache Farmarbeiterin in ihrem Heimatdorf Elver. Dort wird eine gefährliche Pflanze, der Dunkeldorn angepflanzt, deren Blütenstaub nach der Ernte den Magiern in der Hauptstadt als Essenz für ihre magischen Kräfte dient. Ein Unglück vernichtet das ganze Dorf. Opal die einzige Überlebende wird in der Krankenstation der Universität gesund gepflegt und bekommt die Chance als assistentische Hilfskraft bei der Professorin, die sie gerettet hat, zu arbeiten. Doch schnell stellt sich heraus, das man ein falsches Spiel mit ihr spielt. Die tödliche Pflanze und die Gier nach Macht scheinen in den Menschen die schlimmsten Eigenschaften zu erwecken, und je mehr Opal herausfindet, desto mehr gerät ihr eigenes Leben in Gefahr.
Die Geschichte ist leider streckenweise etwas zäh. Trotz all dem Schrecklichen was der Protagonistin oder auch den Nebencharakteren passiert, konnte ich nicht richtig mitfühlen mit ihnen. Besonders die Nebenfiguren waren nur sehr oberflächlich beschrieben, und nachdem ihnen etwas Furchtbares passiert ist, wurden sie vergessen. Die Geschichte nimmt hier den Faden nicht mehr auf und Opal kümmert sich auch nicht weiter um deren Schicksal.
Die Dunkeldornpflanzen mit ihrem ätzenden und todbringendem Blütenstaub entwickeln nahezu menschliche Eigenschaften. Das war mir dann doch zuviel. Außerdem war mir der Schreibstil manchmal zu melodramatisch.
Zugegeben, ich bin jetzt nicht wirklich die Zielgruppe für dieses Buch. Leider bin ich mit dieser Geschichte einfach nicht warmgeworden. Meiner Meinung nach wurde hier viel Potential verschenkt, was schade ist, da ich die Grundidee wirklich interessant fand.
Ich werde die Reihe nicht weiter fortsetzen .
2,5 Sterne
- Peer Martin
Blut und Schokolade
(26)Aktuelle Rezension von: mesuEin beeindruckendes, verstörendes und intensives Buch. Es erzählt die Geschichte von Manal, die an die Elfenbeinküste reist um mehr über ihre Vorfahren und ihr Heimatland zu erfahren. Auf der Farm ihrer Tante und ihres Onkels kommt sie auf einem Spaziergang im Urwald plötzlich an einen Zaun. Dahinter verbirgt sich eine Kakaoplantage die Kinder als Zwangsarbeiter hält. Sie werden von Hunden und Aufsehern bewacht. Und Manal trifft Issa. Er will seinen kleinen Bruder retten, ihn von der Farm wegholen. Manal überlegt nicht lange und stürzt sich kopfüber in eine Hilfsaktion, die gefährlicher nicht sein könnte. Es geht um alles, und das Leben von vielen hängt nun auch von ihr ab.
Der Autor berichtet schonungslos und bewegend von dem Kampf, dem Mut und auch der Ausweglosigkeit dieser zwangsarbeitenden Kinder.
Es ist eine wichtige Geschichte, die aber auch Hoffnung, Freundschaft und Stärke zeigt. Sollte man unbedingt lesen.
- Lara Wegner
Ein Hauch von Schicksal
(87)Aktuelle Rezension von: jessi_hereInhalt:
Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.
Quelle: goodreads.com
Meinung:
Das Cover gefällt mir super und war auch ein Grund, wieso ich mir das Buch genauer angeschaut habe. Man sieht schon, dass es sich um eine Seefahrergeschichte handelt, und das hat mich neugierig gemacht.
Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, ich kam gut voran. Einzig die Beschreibungen der Welt, der Umgebung, hätten besser sein können. Geschireben ist das Buch aus Sicht von Grace.
Zu Beginn lernt man Grace kennen, die depressiv ist. Durch ein magisches Amulett reist sie ins 17. Jahrhundert, wo sie Rhys kennenlernt und ihn auch heiraten muss.
Der Einstieg in das Buch ist mir nicht gerade leicht gefallen, da Grace nicht froh mit ihrem Leben ist und auch schon über ein Ende nachgedacht hat. Das war alles schon recht bedrückend. Doch sehr schnell reisen wir in der Zeit zurück und ab da war dann alles anders. Ab diesem Moment habe ich mir auch viel leichter mit dem Buch getan.
Grace selbst mochte ich gerne. Mich hat nur gestört, dass sie zuerst depressiv war und nur durch einen Mann und ein anderes Leben sofort geheilt scheint. Man merkt nichts mehr von ihren negativen Gefühlen und sie hat Spaß am Leben, das ging mir doch irgendwie zu leicht. Abgesehen davon ist sie impulsiv aber auch leideschaftlich, was ich sehr an ihr mochte.
Rhys mochte ich zuerst echt gern, aber dann passierte etwas in dem Buch und er verhielt sich abweisend Grace gegenüber und ich habe keinen guten Grund dafür gesehen. In dem Moment habe ich ihn wirklich gehasst, weil er dem Klischee von Mann in der damaligen Zeit entsprochen hat. Davor war er nett und hat sich um Grace gekümmert, aber ab diesem Moment hat meine Sympathie für ihn sehr nachgelassen.
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Zwar habe ich mir die Handlung auf einem Schiff vorgestellt mit vielen Piraten, aber dass sie anders war, war nicht unbedingt schlecht. Grace und Rhys werden von Piraten gefangen genommen und auf eine Plantage gebracht. Die Handlung spielt sich dann dort ab. Zuvor ist man zwar auf einem Schiff, aber das dient eher dem Kennenlernen von Rhys und Grace, da diese verheiratet wurden.
Die Liebesgeschichte ging mir etwas zu flott, denn sie kennen sich nicht, finden sich körperlich aber anziehend und fallen übereinander her. Plötzlich ist es Liebe. Es gab leider keinen Moment, in dem ich die Gefühle, außer Lust, spüren konnte und daher konnte ich ihre Gefühle auch beim besten Willen nicht nachvollziehen. Gegen Ende dann schon, weil sie da schon viel zusammen erlebt haben, aber am Anfang ist es reine Lust und nicht mehr. Hier wurde das aber zu romantisch dargestellt und das vermittelt einfach ein falsches Bild, es soll so aussehen, als ob da mehr wäre, als es tatsächlich ist.
Grace und Rhys werden dann auf der Plantage gefangen gehalten, sozusagen. Es passiert recht viel, aber für mich wirkte die Handlung nicht überladen, es war alles gut und passend. Wie man es nicht anders von der Zeit kennt werdne Menschen versklavt und Frauen wird wenig Respekt entgegen gebracht. Einige Darstellungen waren schon recht hart und es hätte hier einer Triggerwarnung für bestimmte Themen bedurft. Für mich persönlich hat es aber in die Zeit und zum Buch gepasst. Erst die Handlungen von Rhys und einige Reaktionen von ihm führten zu Unverständnis bei mir, da er an vielen Dingen Grace die Schuld gab, für die sie gar nichts konnte.
Die Auflösung von den ganzen Konflikten fand ich widerum sehr gelungen. Nicht von Seiten von Rhys, aber wie Grace sich eingesetzt hat und Hilfe geholt hat fand ich großartig. Wäre es zwischen ihr und Rhys anders gelaufen wäre das Buch um so viel besser gewesen, aber so hat Rhys für mich vieles kaputt gemacht.
Fazit:
Ich habe ein Piratengeschichte erwartet, und irgendwie auch eine bekommen. Sie war anders, hatte andere Schauplätze als ich dachte, war aber auf ihre Weise gut. Ich mochte die Nebencharaktere sehr gerne und auch Grace hat mir meist gefallen. Mit Rhys hatte ich ein paar Schwierigkeiten, aber abgesehen davon war es ein gutes Buch. Ich vergebe 3 Sterne.
- Lynn Austin
Der Sohn des Sklavenmädchens
(12)Aktuelle Rezension von: riegermilenaKitty kennt nichts anderes, schon von Kindheit an ist sie eine Sklavin und verbringt Tag für Tag an der Seite ihrer Herrin um ihr jeden erdenklichen Wunsch zu erfüllen.
Grady dagegen erinnert sich Tag für Tag an seine Kindheit die sich für ihn so gar nicht nach Sklaverei anfühlte. Doch seit er verkauft und von allem Vertrauten getrennt wurde, wächst sein Hass allen Weißen gegenüber.
Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht eine besondere Verbindung, während die Welt um sie herum brodelt.Lynn Austin hat hier einen beeindruckenden historischen Roman geschaffen, der die Sklaverei aus den unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Sklaven darstellt, sowie einen besonderen Einblick in den Sezessionskrieg bietet.
Die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Blickwinkeln - jedoch immer aus der Sicht eines Sklaven - erzählt.
Sehr eindrücklich fand ich die so grundverschiedene Haltung von Kitty und Grady. Auf der einen Seite der tiefe Hass und die Abneigung allen Weißen gegenüber, andererseits die Selbstverständlichkeit, mit welcher Kitty alles tut, was ihre Herrin wünscht. Vor lauter Erniedrigung die sie von Kindheit an erlebt hat und den Lügen die ihr an den Kopf geworfen wurden, beginnt sie selbst zu glauben, was die Weißen über sie sagen.Was die Sklaven in dieser Geschichte erleben und erleiden ist so unfassbar tragisch, dass es umso schwerer fällt zu wissen, dass dieser Teil leider nicht nur eine Geschichte ist, sondern für so viele Menschen bittere Realität war.
Ein ganz besonderes Buch, das ich von Herzen weiterempfehle!
- Noemi Jordan
Tal der Tausend Nebel
(52)Aktuelle Rezension von: KleinerVampirBuchinhalt:
Hawaii, ausgehendes 19. Jahrhundert: Elisa und ihre Mutter wandern mittellos von Hamburg nach Kauai aus. Elisas verstorbener Vater hatte dort eine Zuckerrohrplantage, zusammen mit seinem Bruder. Doch was die beiden Frauen dort erwartet, ist alles andere, als eine glückliche Zukunft. Kurz nach ihrer Ankunft wird Elisa von einem Hai angegriffen und durch ihre Verletzung in den Augen der weißen Plantagenbesitzer keine gute Partie mehr. Dennoch will der Onkel sie mit einem Geschäftspartner verheiraten. Elisa allerdings liebt Kelii, einen hawaiianischen Jungen, der sie vor dem Hai gerettet hat….
Persönlicher Eindruck:
Hawaii war und ist ein faszinierender Ort – weit draußen im Pazifischen Ozean bietet die Inselgruppe ein paradiesisches, verwunschenes Setting für einen Liebesroman mit historischem Touch. Ich war gespannt, wie diese lange ungelesen in meinen Regalen schlummernde Perle wohl sein würde. Jetzt war der Zeitpunkt, das zu ergründen.
Zwei Zeitlinien prägen die Geschichte. Eine im 19. Jahrhundert, die andere in der Gegenwart – und damit ständige Wechsel, meist Kapitel für Kapitel. Da wäre zum einen Elisa, die unbedarfte Tochter eines verstorbenen Plantagenbesitzers, die auf Kauai eine neue Heimat sucht. Der Zwischenfall mit dem Hai prägt ihr weiteres Leben, hin und her gerissen zwischen Kolonialherren und Hawaiianern, zwischen europäischem Lebensstil und freiem Paradies im Einklang mit der Natur.
In der Gegenwart ist es dann Maja, die auf einem Studienseminar in Nizza den Hawaiianer Keanu kennen lernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Beide Zeitlinien hängen natürlich zusammen.
Beide Frauen machen im Laufe des Romans ihre Erfahrungen mit hawaiianischer Kultur und Spiritualität. Bis dahin ist das Buch ein solider historischer Roman mit Gegenwartsbezug. Doch dann driftet die Autorin mehr und mehr auf die esoterische Schiene ab. Fantasyelemente wie Traumwandlung oder Seelenwanderung werden immer prägnanter, der bis zur Hälfte der 450 Seiten spannende historische Roman will dann auf zu vielen Hochzeiten tanzen und verliert in meinen Augen immer mehr an Potential.
Einige Themen waren mir einfach zu weit her geholt, der dickste Patzer gegen Ende, wo die fünfjährige Victoria ihre Mutter „erkennt“, obwohl sie kurz nach der Geburt weggegeben wurde. Sorry, da wird’s einfach unglaubwürdig – alles lässt sich auch nicht mit der esoterischen Fantasyschiene begründen.
Schade, wäre Frau Jordan bei der historischen Handlung geblieben, hätte die Geschichte ein toller Roman sein können. So war mir das Ganze einfach zu konstruiert-verworren und das ständige Hin-und-Her konnte mich letztendlich nicht überzeugen. Für den ansprechenden historischen Teil, die opulente Landschaftsbeschreibung und die gute Hawaii-Recherche gibt’s dann noch 2 Sterne.
- Anne Jacobs
Der Himmel über dem Kilimandscharo
(38)Aktuelle Rezension von: tragalibrosCharlotte wächst bei ihren Großeltern in Ostfriesland auf, doch ihr großer Hunger nach der Welt, nach Reisen und fernen Ländern lässt sie zu einer Außenseiterin werden. Erst als sie mit zweiundzwanzig Jahren den Kaufmannssohn Christan heiratet, scheinen ihre Träume in greifbare Nähe zu rücken. Die beiden wandern nach Afrika aus - Christian, weil er sich eine bessere finanzielle Situation wünscht, Charlotte, weil sie die Ferne bereisen möchte. Doch schon bald werden die beiden mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, aber Charlotte gibt nicht auf und kämpft weiter für ihre Zukunft.
Als ich mir diesen Roman gekauft habe, hatte ich auch eine berührende, spannende Gesichte gehofft, in deren Mittelpunkt eine starke Frau steht, die ihr Leben in die Hand nimmt und in fernen Landen ihren Traum erfüllt. Leider stellte sich recht schnell heraus, dass dieses Buch sehr langatmig ist, kaum interessante Passagen bietet und mich den Großteil des Handlungsverlaufes nur gelangweilt hat.
Sehr oft ist mir die Lust am Lesen vergangen. Dies lag vor allem an den seltsam faden Charakteren, deren Lebensgeschichte zwar voller Wendungen ist, die interessant sein könnten, die aber so unspektakuläre beschrieben werden, dass sie am Leser vorbeistreifen und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ebenso verhält es sich mit der Handlung an sich. Die gute Idee wird durch ellenlange Beschreibungen und Aneinanderreihungen von Belanglosigkeiten verhunzt, sodass dem Leser inhaltlich kaum etwas im Gedächtnis bleibt. Meilensteine im Leben der Protagonisten sollen der Geschichte zwar Spannung verleihen, bleiben aber ebenfalls nicht hängen.Der Schreibstil der Autorin ist zwar im Großen und Ganzen angenehm zu lesen, kann aber nicht fesseln oder über längere Zeit das Interesse wecken. Hier hätte ich mir sehr viel mehr gewünscht.
Für dieses Buch möchte ich daher nur zwei Sterne vergeben. Der nette Schreibstil der Autorin kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Buch inhaltlich eher substanzlos bleibt und mich nicht überzeugen konnte. Für die Idee gibt es allerdings Punkte.
- Susan Wiggs
Der Duft von Apfelblüten
(16)Aktuelle Rezension von: lavenderEine wundervolle Romanze ohne Kitsch, die mein Herz berührt hat. Die Protagonisten haben mich überzeugt, die ganze Geschichte war rund und mitreißend. Interessant waren auch die historischen Ausflüge, aber am meisten haben es mir die Menschen und deren Geschichten rund um Bella Vista angetan.
- Julien Green
Von fernen Ländern
(6)Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkondGeorgia 1850: Nachdem die Familie der jungen Engländerin Elizabeth von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, wird die junge Frau zu reichen Verwandten in den amerikanischen Süden geschickt, wo sie zu einer wohlerzogenen und kultivierten Frau erzogen werden soll. Mit ihrer Ankunft in Georgia ändert sich das Leben des jungen Mädchens schlagartig und sie wird in eine Welt hineingezogen, von der sie zuvor nur träumen konnte. Durch ihre Ankunft auf der herrschaftlichen Baumwollplantage Dimwood verändert sich das bisher ruhige Leben der Hausbewohner schlagartig. Mit ihrer ausgesprochenen Schönheit und Eleganz, ihrem Geist und ihre Intelligenz, aber auch ihrer Sturheit, ihrer Geradlinigkeit und ihren modernen Ideen stiftet sie zunehmend Unruhe. Das alte Leben in England war so viel anders und beschaulicher und vieles in der neuen Welt schockiert Elizabeth und die Dekadenz und Falschheit der illustren Gesellschaft machen ihr zu schaffen. Und auch ihre romantischen Gefühle drohen Elizabeth zu Fall zu bringen.
Der Schreibstil hat mich wirklich beeindruckt. Bunt und mit dem süßen, schweren Duft der Magnolien in der Nase wird der Leser in die Zeit des vermeintlichen Glanzes der Südstaaten versetzt. Ich konnte schon fast die schwüle Hitze eines drückend heißen Sommertags während des Lesens auf meiner Haut spüren und die moosbewachsenen Bäume sehen, die von der Sommerhitze niedergedrückt werden. Über dem ganzen liegt aber auch noch eine drückend düstere Stimmung, die den Untergang dieser dekadenten Gesellschaft, der jeden Moment über Elizabeth und die anderen Charaktere hereinbrechen könnte, greifbar macht. Wirklich begeistern konnten mich auch die Charaktere, die außergewöhnlich facettenreich und einzigartig gestaltet sind. Jeder scheint irgend ein dunkles Geheimnis mit sich rumzutragen, das er am liebsten sofort tief im Inneren der Seele vergraben würde. Ein wenig störte mich allerdings, wenn Elizabeth hin und wieder eine ihrer kindischen, naiven Phasen bekam. Allerdings muss man sagen, dass durch diesen Wechsel zwischen trotzigem, für Kinder typischem Verhalten und dem einer aufgeschlossenen intelligenten Dame von Welt, die bereits das Erwachsenenalter erreicht hat, das Verhalten Elizabeths als Sechzehnjährige authentisch und realitätsnah widerspiegelt. Positiv beeindruckt wurde ich auch von der überragenden Recherchearbeit des Autors. Das Leben der Oberklasse mit ihren frivolen Veranstaltungen und strengen Regeln, aber auch wie andere Gesellschaftsschichten wie der "Poor white Thrash" oder die Sklaven von ihnen behandelt wurden, wird äußerst authentisch dargestellt. Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen der angespannten politischen Lage in den USA vor dem Sezessionskrieg, die sich über das ganze Buch zogen und mehr das Gefühl eines nahenden Unglücks verstärkten. dabei wurden die Sachverhalte auch spannend und interessant erläutert ich habe wirklich etwas über die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit gelernt. Gefallen hat mir auch, dass damalige politische Größen wie Henry Clay erwähnt wurden, und deren Bedeutung in der Geschichte. Einzig und allein störte mich ein wenig, dass es im Buch immer wieder zu etwas langatmigen Stellen kam, die meinen Lesefluss beeinträchtigten, was das Buch aber nicht minder lesenswert macht.
Die Geschichte ist eine große Empfehlung an alle, die sich gerne mit der Geschichte Amerikas im 19. Jahrhundert auseinandersetzen und gerne historische Romane lesen. Allerdings sollte man für das Buch schon ein wenig Wissen über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse haben. Der Schreibstil und die Recherchearbeit haben mich dermaßen beeindruckt, dass dies definitiv nicht mein letztes Buch von Julien Green gewesen sein wird.
- Lynn Austin
Die Apfelpflückerin
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin packendes Buch, mit starken Charakteren, vielen Konflikten und Verwicklungen. Es war viel besser, als ich es mir vorgestellt habe. Lange hatte es lange in meinem Regal gestanden und ich bin sicher, es ist nicht das letzte Buch der Autorin, das ich lesen werde. Ich empfehle es gerne und ohne Vorbehalte! - Christiane Lind
Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman
(45)Aktuelle Rezension von: rose7474Die Bücher von Christiane Lind mag ich recht gerne und möchte nun alles nach und nach von ihr lesen.
Dieser Roman hat mir auch wieder gut gefallen. Die Landschaft war toll beschrieben und ich konnte mir alles wunderbar vorstellen.
Der Vergangenheitsstrang war für mich stärker sls die Gegenwart.
Daher 4 Sterne.
- Cheryl Sawyer
Die Kreolin
(14)Aktuelle Rezension von: niknakInhalt:
Ayisha wächst in einer Plantage als Sklavenmädchen auf und träumt davon frei zu sein und ihr Volk von der Sklaverei zu befreien, sowie sich ihrem Peiniger, dem Master, zu rächen. Eines Tages flieht sie von Martinique und kämpft sich bis nach Paris durch. Dort findet sie durch glückliche Zufälle einen Anschluss bei den Adligen und wird sogar bei ihnen als Marchesina Charlotte de Novi bekannt. Immer wieder läuft sie Gefahr aufzufliegen, aber durch geschickte Täuschung kann sie sich behaupten und beim Kartenspiel viel Geld verdienen, um ihre Pläne in die Tat umzusetzten. Ihr Volk zu befreien und sich an ihrem Master zu rächen.
Wird ihr das Alles gelingen oder fliegt ihre Täuschung vorher auf. Bekommt sie Hilfe und wie wird sich ihr Leben entwickeln?
Mein Kommentar:
Das Buch hat einen tollen Schreibstil, der den Leser sofort gefangen nimmt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Obwohl viele Szenen sehr ausführlich beschrieben ist und den Anschein von Langatmigkeit erwecken, ist es der Autorin gelungen immer eine gewisse Spannung einzubauen, sodass man trotz langer Passagen nie aufhören will zu lesen.
Ayisha ist sehr gut beschrieben, man erfährt viel von ihren Gedanken und Gefühlen und leidet bis zum Schluss mit ihr mit. Man kann sie richtig gut verstehen, egal ob in ihrer Rolle als Sklavin oder als Aristokratin. Auch ihre Vorgehensweis ist sehr gut nachvollziehbar. Gleichzeitig kann man ihre Veränderung gut mitverfolgen von einer Sklavin zu einer Frau mit Geld und Ansehen.
Es ist interessant zu beobachten, wie sie von anderen wahrgenommen wird, je nachdem welche Kleidung sie gerade trägt und wie sie sich gibt. Auch zu sehen wie ihre engsten Vertrauten auf ihr Geheimnis reagieren war teilweise recht überaschend für mich. Trotzdem waren auch die Reaktionen sehr plausibel beschrieben, sodass man sich als Leser auch in ihre Lage versetzen konnte.
Außerdem erfährt der Leser sehr viel über die Geschichte Frankreichs im 18. Jahrhundert. Es erzählt nicht nur vom Sklavenhandel, sondern auch vom Leben am Hof des Königs und von den Kriegen zwischen Frankreich unnd England.
Durch die vielen verschiedenen Perspektiven welche im Buch erzählt werden, wird zusätzliche Spannung aufgebaut. Man erfährt Ayishas Geschichte und gleichzeitig noch ein paar andere Aspekte, welche in der Geschichte eine Rolle spielen. Durch die Perspektiven- und Szenenwechsel wird das Buch nie langweilig.
Mein Fazit:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Bücher über starke Frauen mögen und auch ein großes Interesse an Geschichte haben, da in dieser Erzählung beides nicht zu kurz kommt.
Ganz liebe Grüße,
Niknak - Linda Belago
Was einst geliebt und dann verloren
(7)Aktuelle Rezension von: Ninasan86Zum Inhalt:
Ihre Ehe steckt in der Krise, ihre pubertierenden Kinder fordern sie täglich heraus. Wie ein Wink des Schicksals erscheint es Anna, als sie überraschend ein Grundstück im fernen Surinam erbt. Spontan nimmt sie sich eine Auszeit vom Alltag in Deutschland und reist in das exotische Paradies. Dort trifft sie auf jemanden, der die Erblasserin kannte. Fassungslos lauscht Anna den Erzählungen über einen dunklen Teil ihrer Familiengeschichte, der auch ihr Leben für immer verändern wird …
Über die Autorin:
Die Autorin Linda Belago interessiert sich besonders für die Geschichte der Niederlande. Durch ihre Familie hatte sie bereits als Kind eine besondere Beziehung zu diesem Land. Später führte sie ihr Beruf zunächst quer durch Europa und dann nach Übersee. Heute lebt Linda Belago mit ihrem Mann nahe der deutsch-niederländischen Grenze.
Mein Fazit und meine Rezension:
Anna steckt fest. Ihre Kinder sind erwachsen und brauchen sie nur noch für das Essen, die Wäsche und als Fahrdienst, ihr Ehemann ist ständig unterwegs und Anna selbst ist Zuhause und macht den Haushalt. Ein erfülltes Leben sieht da anders auch. Zu allem Übel findet sie auch noch heraus, dass ihr Mann eine Affäre hatte. Was kann jetzt noch kommen? Eigentlich nichts mehr, denkt man sich, doch schon flattert ein Brief ihrer Großmutter Rijke ins Haus. Vor lauter Trubel vergisst Anna ihn, bis wenige Wochen später ein amtlich anmutender Brief in ihre Hände fällt und ihr mitteilt, dass ihre Großmutter verstorben ist. Sie soll zur Testamentseröffnung kommen. Als einzige Erbin reist sie zur Testamentseröffnung an, um dort zu erfahren, dass ihr Großmutter - eine Niederländerin - nicht den Beginn ihres Lebens dort verbracht hat, sondern in einer niederländischen Kolonie in Südamerika, namens Surinam. Auch dort hat sie ein Stück Land geerbt. Um all dem Frust und den vielen Fragen (und Entscheidungen) zu entkommen, beschließt Anna kurzer Hand, mit ihrer Tochter nach Surinam zu fliegen, um dort der Familie ihrer Großmutter näher zu kommen. Doch was sie dort erlebt, hätte sie niemals für möglich gehalten ...
Anna ist eine Frau in der Mitte ihres Lebens und Anfang vierzig. Mit der Geburt ihrer beiden Kinder hat sie ihren Beruf aufgegeben und sich ganz der Mutterrolle hingegeben. Doch da ihre Beiden jetzt erwachsen werden, merkt sie, dass sie nicht mehr die erste Rolle in ihren Leben spielt und fühlt sich allein. Auch ihr Mann Rüdiger lässt sie immer öfter allein - unter dem Mantel der vielen Arbeit im Büro macht er sich aus dem Staub, doch leider steckt dahinter ein jüngeres Exemplar Frau. Anna ist nicht nur gekränkt, sie ist zutiefst verletzt. Ihre Verzweiflung kann auch der Leser regelrecht spüren. Was soll sie aber auch tun? Als dann der rettende Brief (mit einer eigentlich nicht so frohen Botschaft) ins Haus flattert, ist die Reise (oder die Flucht) nach Surinam eine willkommene Abwechslung. Doch wie soll man sich in der Fremde verhalten, wenn man eigentlich weiß, dass man der rechtmäßige Eigentümer ist?
Mir war schon zu Beginn klar, dass da noch einiges auf Anna zukommen wird, insbesondere, da sie unter dem Mantel der Verschwiegenheit anreist und doch noch ziemlich schnell Anschluss und neue Freunde findet. Alle behandeln sie freundlich und zuvorkommend (das ist sie schon gar nicht mehr gewohnt) und sie fühlt sich schon bald wie ein Teil der Familie.
Dass ihre Großmutter in dem fernen Land aufgewachsen ist, war Anna nicht bewusst. Über ihre Großmutter hat sie nie viel erfahren und auch ihre Mutter scheint nicht sonderlich traurig über deren plötzliches Ableben zu sein. Doch Anna fühlt mehr und für sie steckt mehr hinter all dem. Sie versucht das Geheimnis ihrer Familie zu ergründen: sie möchte wissen, warum ihre Großmutter so war und wieso sie und ihre Tochter (Annas Mutter) sich so auseinander gelebt haben. Dort, in Surinam scheint sie endlich die Antwort auf all ihre Fragen zu finden, als sie auf die alte Makebo trifft, die einst in jungen Jahren die beste Freundin von Rijke war.
Mich hat das Leben von Anna, aber auch das Schicksal ihrer Großmutter Rijke sehr berührt und tief getroffen. Auch ich habe vor einiger Zeit meine geliebte Großmutter verloren, hatte zwar einen guten Kontakt zu ihr, doch weiß ich, dass ich nicht alles über sie wusste. Nichts über ihre Kindheit, noch über ihre Vergangenheit mit meinem Großvater. Nun sind beide tot und niemand kann mir mehr ihre Geschichte erzählen - doch zum Glück habe ich eine Mutter, die mit ihrer Mutter einen sehr guten Kontakt hatte und so bleibt mir unsere Familiengeschichte nicht ganz verschlossen.
Anna trifft also in der Ferne nicht nur auf die Geschichte ihrer Großmutter, sondern auf ihr eigenes Schicksal. Sie lernt ihre eigene Familie erst an dem fremden und doch tropischen Ort Surinam kennen und lieben.
Dies war bisher mein erstes Buch von Linda Belago, doch es wird wohl nicht mein letztes gewesen sein. Mit ihrem flüssigen Schreibstil hat sie mich direkt gefangen genommen und in das Leben von Anna und Rijke entführt. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte war ich gelangweilt oder wollte Passagen einfach so überspringen und mir war es schier unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Kein Wunder also, dass ich es binnen weniger Stunden beendet habe. Eine große Leseempfehlung für Leser von Schicksalsromanen, Familienromanen und historischen Romanen - und natürlich auch für diejenigen, die ich mit meiner Rezension neugierig gemacht habe. - Kathleen E. Woodiwiss
Shanna
(37)Aktuelle Rezension von: EsterDJonesEin wundervolles, romantisches Buch. Aus meiner Sicht macht gerade die altmodische Sprache den Reiz des Romanes aus. Er teilt sich eigentlich in drei Teile (obwohl im Buch zwei daraus gemacht wurden). Nach dem Start in London handelt der erste Teil auf einer exotischen Insel, danach kommt ein - ich nenne es jetzt einmal so - Piratenabenteuer, bevor der Schluss in Amerika spielt. Shanna und Ruark - das Traumpaar schlechthin. Der Mann, der anscheinend ein Verbrecher ist, entpuppt sich als vornehmer aber nicht arbeitsscheuer Edelmann. Aus der widerspenstigen, verzogenen Egoistin wird eine verantwortungsbewusste, liebende Frau. Fazit: absolut empfehlenswert!























