Bücher mit dem Tag "platon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "platon" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

    (4.498)
    Aktuelle Rezension von: Nini55

    Die Geschichte beginnt geheimnisvoll und weckte bei mir sofort Neugier. Wer sind die unbekannten Absender der rätselhaften Briefe? Und was hat es mit den philosophischen Fragen auf sich, die Sophie plötzlich beschäftigen?

    Besonders am Anfang hat mich die Mischung aus Roman und Gedankenspiel sehr gefesselt. Die philosophischen Themen werden verständlich vermittelt und regen dazu an, über das Leben, die Welt und die eigene Wahrnehmung nachzudenken.

    Im weiteren Verlauf wurde mir der Philosophieunterricht stellenweise etwas zu ausführlich. Manche Abschnitte wirkten auf mich eher wie ein Lehrbuch als wie ein Roman, wodurch sich die Geschichte für mich zwischendurch etwas zog.

    Dennoch hat mich das Buch immer wieder überrascht. Vor allem die Handlung rund um Sophie, Alberto und Hilde entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Dieser raffinierte und ungewöhnliche Handlungsbogen machte für mich einen großen Teil der Faszination aus und ließ viele vorherige Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen.

    Es ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es fordert Aufmerksamkeit und Interesse an philosophischen Fragen. Gleichzeitig bietet es eine originelle Geschichte, die zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt.

    Für mich war es nicht durchgehend fesselnd, aber insgesamt ein außergewöhnliches und lohnendes Leseerlebnis.

  2. Cover des Buches Soul Mates - Ruf der Dunkelheit (ISBN: 9783473585205)
    Bianca Iosivoni

    Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

    (293)
    Aktuelle Rezension von: Bucherpalast

    Wie ihr wisst habe ich Soul Mates Teil 1 schon schrecklich geliebt und konnte dementsprechend einfach nicht warten und habe Teil 2 direkt danach weitergelesen.
    Der Schreibstil der Autorin zieht einen sofort wieder in die Geschichte hinein und erweckt die Charaktere erneut für uns zum Leben. Bianca versteht sich sehr gut darauf eine Geschichte spannend zu schreiben, davon hatte dieser Teil nämlich wieder jede Menge. So das man gar nicht wirklich aufhören wollte zu lesen. Dennoch muss ich sagen, dass Teil 2 schwächer war als der erste.
    Mir kam es so vor als wäre dieser Teil hauptsächlich auf das hin und her zwischen Colt und Rayne angelegt, was an manchen Stellen doch auch mal etwas nervig war. Jedoch gab es nebenbei dann auch noch der Kampf beider Seiten. Licht gegen Dunkelheit. Hierbei schaffte es die Autorin mich immer mal wieder zu überraschen und auch zum Weinen zu bringen. Manche Dinge waren einfach tragisch und haben einem das Herz gebrochen.
    Im Großen und Ganz kann ich jedoch sagen das es wieder mal ein gelungener Roman war. Bei dem Ende und allem, was passiert ist, könnte man auch fast noch auf ein Prequel hoffen. Da Bianca uns genügend Stoff übrig gelassen hat über welchen man noch weitere Geschichten verfassen könnte.

  3. Cover des Buches #Lenning (ISBN: 9783740728335)
    Larissa Schwarz

    #Lenning

    (11)
    Aktuelle Rezension von: LittleBookNerds
    Alles begann ja damit das ich die Autorin durch Zufall auf Facebook gefunden habe. Nach ihren täglichen #Lenning Stories musste ich einfach mehr wissen was es mit diesem Lenning auf sich hat. 

    Da mich schon ihre Täglichen Stories begeistern und immer wieder zulachen bringen. Habe ich nicht gezögert und #Lenning musste einziehen. 
    Dazu muss ich sagen, ein Buch das in Akten geschrieben ist war so in der Form mein erstes. 
    Es war ungewohnt es zu lesen doch schon bald  konnte ich nicht anders  und musste am Buch bleiben. Beide Lenning Protagonisten ;) haben sich nicht nur durch ihre Facebook Post sondern auch und Hauptsächlich durch ihr Buch in mein Herz geschlichen. 
    Ende muss ich sagen ich wollte mehr!!!!!!!!!!!!!!
    Den es ist eine Geschichte in Akten  die das Herz berührt!
  4. Cover des Buches Hypatia (ISBN: 9783847256472)
  5. Cover des Buches Die Lüchsin (ISBN: 9783939321774)
    Ruprecht Günther

    Die Lüchsin

    (2)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Irgendwann würde er die geheimnisvolle Betriebsanleitung des Lebens entwirren. Er würde dem lieben Gott über die Schulter spähen; und nicht nur das. Eines Tages würde er selbst Schöpfer sein. Der Demiurg einer unbekannten neuen Welt...*


    Berlin in naher Zukunft: Nach dem Zusammenbruch der alten Gesellschaft herrscht ein neues System in Europa. Ein neues Athen der Klassik soll errichtet werden – das die Wissenschaften und die Philosophie in den Vordergrund stellt. In dieser neuen Welt erleben vier jugendliche Obdachlose ebenso wie ein junger Hochbegabter, wie ein kurzer Moment alles ändern kann. Der intelligente Daniel wird ausgewählt für eine Eliteausbildung und sieht das System von einer anderen Seite. Die vier K´s hingegen finden ein seltsames Wesen – halb Mädchen, halb Lüchsin - und beschließen sie zusammen mit ihrem Streetworker Bruno zu verstecken. Damit geraten sie ins Visier eines Mannes, der viel mehr will, als den Aufbau einer neuen Gesellschaft.



    Die Geschichte wird über unterschiedliche Handlungsstränge erzählt. Zum einen sind da Klumpe und ihre Freunde, die zu den zahlreichen Obdachlosen gehören. Sie leben in den Tag hinein und arrangieren sich mit ihrer Situation. Durch ihren Hintergrund bringen sie erst einmal eine etwas derbe Sprache mit in die Geschichte und waren zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Das Auffinden der Lüchsin bringt besonders bei Klumpe, dem Mädchen in der Truppe, eine sympathische Seite hervor. 


    Einen anderen Part der Geschichte nimmt Daniel ein. Bisher ist es ihm gelungen, seine Intelligenz zu verstecken. Doch dann bringt ihn ein Test auf die Insel – den Bereich der Stadt, der alles dafür tut, die zukünftigen Mächtigen auszubilden. Im ersten Moment noch angetan von den neuen Möglichkeiten sieht er das System bald schon kritischer. Auch seine Mutter muss erkennen, welche negativen Seiten die neue Gesellschaft mit sich bringt. 


    Die neue Weltordnung fügt sich erst langsam zu einem großen Ganzen zusammen. Als Straßenbewohner können die vier K´s zu Beginn wenig Einblicke geben. Auch Bruno, als Streetworker, kennt nur manche Facetten der neuen Gesellschaft. Er ist es aber, der als erstes auch die problematischen Seiten anspricht. Daniel ist noch sehr jung und in vielerlei Hinsicht auch naiv. Seine Mutter aber weiß um menschenunwürdige Eingriffe in das Leben. Sie ist es, die bald schon erfährt, was es heißt, sich gegen das System zu stellen. 


    Mit jedem Detail, das sich in Bezug auf die neue Ordnung auftut, kommt ein mulmiges Gefühl auf. Gerade hier habe ich eine große Diskrepanz erlebt, schließlich fand ich den Gedanken, ein System aufzubauen, das der Bildung und den Wissenschaften einen hohen Stellenwert einräumt, eigentlich ansprechend. Doch hier wird ersichtlich, wie hoch der Preis dafür ist. Die Anlehnung an die klassische Antike spiegelt sich nicht nur in der Beschreibung der Elite, sondern immer wieder auch in kleinen Details, die die negative Seite davon zeigen. Allerdings bringt die Grundidee zum neuen System auch viele interessante Informationen zur Philosophie Platons und zum historischen Solon mit sich. 


    Die Eröffnungen über das System fallen stückchenweise aus. Im Gegensatz dazu werden die Charaktere gleich mit einem ausführlichem Hintergrund versehen. Dieser stellt ihre Handlungen in ein neues Licht, besonders auch, weil das Leben vielen von ihnen nicht gut mitgespielt hat. Misshandlungen – in vielerlei Form – gehören zu einigen Lebensläufen dazu und prägen die Charaktere. Auch der Gegner, der der Gang und Bruno auf Grund der Lüchsin gefährlich wird, kommt zu Wort. Er wird zwar nicht namentlich genannt, kann aber seine Geschichte erzählen, die in manchen Punkten Parallelen zum Schicksal der anderen aufweist. Hier finden sich all jene Verstrickungen wieder, die einen großen Geist dazu brachten, einen Traum in die Wirklichkeit zu verwandeln, koste es, was es wolle.


    Auch wenn viele der Charaktere im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchmachen, ist diese bei der Lüchsin am auffallendsten. Für mich war es gleich von Beginn an etwas befremdlich mir ein Mischwesen aus Mensch und Tier vorzustellen, besonders auch, weil alle sie automatisch wie ein Tier behandelt haben. So habe ich mich deutlich wohler dabei gefühlt, als sie ihre menschliche Seite gezeigt hat und die anderen sie auch dementsprechend behandelt haben. 


    Zu Beginn widmet sich die Geschichte der Vorstellung der Charaktere und der Änderungen in ihrem Leben. Dass diese auch eine Wandlung in ihren Vorstellungen mit sich brachte fand ich sehr interessant. Mit dem Auftauchen (samt weitreichende Hintergrundgeschichte) des Mannes, der für die Entstehung der Lüchsin verantwortlich ist, kam eine unterschwellige Gefahr mit in die Szenen, die sich – wenn auch aus anderen Gründen – auch in den Handlungsabschnitt rund um Daniel zog. Das Aufdecken der Hintergründe und damit auch das Zusammenführen der einzelnen Handlungsstränge erfolgt Stück für Stück und bleibt von einem Hauch Gefahr umgeben. Das Ende brachte eine Auflösung, mit der ich nur zum Teil gerechnet hatte. Auch die Zusammenhänge zwischen den Charakteren war persönlicher als gedacht. 


    Fazit: Der dystopische Roman ist bei weitem komplexer aufgebaut, als ich zu Beginn dachte. Die neue Gesellschaft aber auch die auftretenden Charaktere haben einen gut durchdachten Hintergrund, der sich langsam auch dem Leser erschließt. Zusammen mit der Gefahr, die immer wieder unterschwellig angedeutet wird, ergab sich ein Roman ganz nach meinem Geschmack.

  6. Cover des Buches Atlantis (ISBN: 9783426265918)
    Eberhard Zangger

    Atlantis

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Wie Sie unvermeidlich glücklich werden (ISBN: 9783328101130)
    Manfred Lütz

    Wie Sie unvermeidlich glücklich werden

    (13)
    Aktuelle Rezension von: BlueSiren
    Das Buch kann durch seine eingeschränkte Sicht, die unglückliche Argumentation und den übertriebenen Hype für das Christentum nicht begeistern. Die ganze Rezension gibt es auf meinem Blog.
  8. Cover des Buches Vollhorst (ISBN: 9783492308946)
    Bruno Jonas

    Vollhorst

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    B.J. zeigt uns die Horstisierung der Gesellschaft auf, v.a. die unserer politisch und demokratisch gewählten Spitzenpolitiker, und läßt sie Luft aus so mancher aufgeblasener Elitenpersönlichkeit. Manches brennt sich geradezu ein, wie daß Deutschland ein Beamtenstaat ist, in dem die Hälfte der Steuereinnahmen für den eigenen "Zirkus" für die eigenen Bedürfnisse verbracht wird. Mir als (halbgelungenen) Juristen leuchtet ein, daß er sich über die Fülle an Gerichten in Deutschland echauffiert, die ohne Ende Papier produzieren und das Ganze einfach kein Ende nehmen will. Wenn er die Existenzberechtigung einiger Bundesländer anzweifelt, möchte ich anfügen, daß man schon berechnet hat, wie milliardenteuer eine Zusammenlegung einiger (kleinerer) Bundesländer werden würde, man beachte jetzt den Wahnsinn mit der Pendelei in die "Bundesstadt" Bonn. Die persönlichen Einschübe, wie die Überlegungen über eine neue Küche, bremsen das Ganze etwas, aber insgesamt eine sehr erhellende Lektüre.

  9. Cover des Buches Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik (ISBN: B01MRUI2XI)
    Hannah Arendt

    Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik

    (1)
    Aktuelle Rezension von: parden
    PHILOSOPHIE FÜR FORTGESCHRITTENE...

    Hannah Arendt geht in dieser Vorlesung der Frage nach, wie - nach dem beispiellosen Zusammenbruch und Versagen von Moral im Sinne von Tugend und Sitte im Nationalsozialismus - eine Ethik oder gar Natur des Guten begründbar ist. In freier Bezugnahme auf Denker wie Kant, Sokrates, Jesus von Nazareth und Friedrich Nietzsche lässt sie sich von dem Empfinden leiten, dass das "Böse" ein "Oberflächenphänomen" ist: "Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbar Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten..."

    Das Gute bzw. das Bedürfnis, Gutes zu tun, erscheint hingegen als die ursprünglichere Kraft, als naturgegebene Energie, als genuiner Instinkt. "Und natürlich ist es auch dieses Mehr an Kraft (Nietzsche), diese extravagante Großzügigkeit oder der 'überströmende, verschwenderische Willen', der Menschen dazu veranlaßt, Gutes tun zu wollen und es gerne zu tun. Was bei den wenigen und bekannten Menschen, die ihr ganzes Leben dem 'Gutes-Tun' gewidmet haben, wie Jesus von Nazareth oder der heilige Franziskus von Assisi, am offenkundigsten ist, ist sicher nicht Sanftmut, sondern eher eine überfließende Kraft, vielleicht nicht des Charakters, sondern schon ihrer Natur." (Hannah Arendt)

    Ein befreundetes Buchgesicht hat vor Jahren einmal behauptet, es gebe keine weiblichen Philosophen. Unverschämtheit, dachte ich, und wollte unbedingt den Gegenbeweis antreten. Nun, Hannah Arendt ist solch ein Beweis - auch wenn sie sich selbst einmal nicht als Philosophin, sondern als Dozentin für "politische Theorie" bezeichnet hat (Interview mit Günter Gaus im ZDF vom 28.10.64).

    Nun, bislang habe ich eher ÜBER Hannah Arendt gelesen, die v.a. auch durch ihre Beschäftigung mit dem Eichmann-Prozess in Jerusalem bekannt wurde: 'Ein Bericht von der Banalität des Bösen'. Diese Äußerung sorgte für große Aufregung, und Hannah Arendt wurde deswegen vielfach heftig angegriffen. Diese hier vertonte Vorlesung wurde im Kontext der Eichmann-Debatte vor Studenten gehalten. Wer dieser Vorlesung folgt, wird am Ende zumindest eine Vorstellung davon haben, wie Arendt auf den Begriff der 'Banalität des Bösen' kam.

    Erst einmal vorweg: es wird mir nicht möglich sein, hier detailliert wiederzugeben, welche Inhalte, Querverweise, Kernpunkte Hannah Arendt in dieser Vorlesung alle anspricht. Deutlich wird: sie hat sich intensiv mit allen Denkern/Philosophen der Vergangenheit auseinandergesetzt und greift hier auf deren Theorien und Erkenntnisse ausführlich zurück. Vielfach geht es um genaue Definitionen von Begrifflichkeiten (das Wollen, das Denken, das Gewissen usw.) - denn nur wenn sehr deutlich ist, welcher Begriff welche exakte Bedeutung hat, kann man sich über deren Funktion und Auswirkung klar werden.

    Arendt baut hier eine logische Kette auf, die deutlich macht, von welchen Faktoren ein Mensch in seinem Handeln geleitet wird - und wo zwangsläufig Probleme auftreten (können). Die Philosphin bietet hier zudem und sozusagen nebenher einen Überblick über die Geschichte der Moralphilosophie. Sokrates, Platon, Aristoteles, Jesus, Paulus, Augustinus, Kant und Nietzsche werden hier beleuchtet und von Arendt argumentativ bestätigt oder auch widerlegt.

    Vereinfacht ausgedrückt, verortet Arendt v.a. die Gedankenlosigkeit und die Weigerung der Menschen, Verantwortung zu übernehmen und Umstände überhaupt auch nur zu beurteilen als Kern des Bösen. "Das größte begangene Böse ist das Böse, das von Niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, Personen zu sein."

    Dieses zugrunde gelegt, wird deutlich, dass Eichmann und die Geschichte des Nationalsozialismus mit seiner Entmenschlichung der Politik und Gesellschaft nur ein Beispiel für das Böse in der Welt sein kann. Davor und seither lassen sich zahllose weitere Beispiele festmachen, und unsere heutige Grundhaltung des Wegschauens und des Mitläufertums, der Abstumpfung gegenüber täglich neuen 'bad news', der von Politikern vorgelebten Kultur der Nicht-Verantwortlichkeit lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen.

    Keine leichte Kost, schon gar nicht in der Hörbuchversion. Hier gilt es, die gesamte Zeit über höchst konzentriert zu bleiben, denn ansonsten - fängt man den Abschnitt besser von vorne an, weil der Zusammenhang ansonsten verloren geht. 5 Stunden und 58 Minuten dauert die Lesung von Axel Grube, der ausgesprochen langsam liest, was mich zunächst irritierte, dann aber durchaus sinnvoll erschien, da die gelesenen Sätze erst einmal verarbeitet werden wollten...

    Ob nun als Hörbuch oder in der Print-Version - dies ist Philosophie von nicht nachlassender Aktualität.


    © Parden
  10. Cover des Buches Verschwörungsmythen (ISBN: 9783843615730)
    Michael Blume

    Verschwörungsmythen

    (5)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Michael Blumes Expertise kenne ich schon seit mehreren Jahren von Social Media. Und auch sein Buch gefällt mir sehr gut. Zum Thema Verschwörungsmythen und -erzählungen habe ich schon einiges gelesen. Blumes Ansatz ist etwas anders als die Bücher von Pia Lamberty und Katharina Nocun, hier werden philosophische und theologische Zusammenhänge aufgezeigt, die Verschwörungsmythen begünstigen und verursachen. Platons Höhlengleichnis ist dabei eine zentrale Denkvorstellung, vielleicht der erste Verschwörungsmythos überhaupt, weil es negiert, dass wir die "echte" Welt erkennen können. Blume befasst sich seit vielen Jahren mit diesen Thema. Als evangelischer Theologe argumentiert er sehr von einer theologischen Position und das liest sich manchmal auch recht theoretisch. Ich kann mir vorstellen, dass das einigen Lesenden nicht so liegt. Ich mochte den Standpunkt aber. Mir gefällt auch, dass Blume, der mit einer Muslima verheiratet und Antisemitismusbeauftrager von Baden-Würtemberg ist, sehr für interkulturellen und -religiösen Dialog eintritt. Sehr fundiert führt er aus, dass viele Verschwörungsmythen einen antisemitischen Kern in sich tragen. Spannend fand ich, wie sehr Antisemitismus und Bildungsfeindlichkeit miteinander verknüpft sind.

    Blume zeigt den Blume den Unterschied zwischen dualistischen Denken, das Freund-Feind-Schemata auslöst, und monistischem Denken auf.

    "Einigen - zu wenigen - Menschen gelingt es jedoch schließlich, über den egozentrischen Relativismus und feindseligen Dualismus hinaus in die dritte, die sokratische Stufe hineinzuwachsen - den »dialogischen Monismus«. Das bedeutet den Glauben an eine gemeinsam zu findende Wahrheit, die jedes einzelne Leben und auch die Ansprüche jeder einzelnen Gruppe übersteigt."

    Spannend finde ich dabei auch, dass ich mich bei der Lektüre immer wieder gefragt habe, wo und wie ich selbst in dieses "die" und "wir" verfallen. Blume ist auch sehr klar, dass wir alle bis zu einem gewissen Grad anfällig sind für Verschwörungsmythen.

    Am Ende gibt Blume einige Tipps, wie wir damit umgehen können, wenn wir Menschen begegnen, die Verschwörungsmythen anhängen. Der Teil ist allerdings recht kurz geraten. Mehr Tipps bekommt ihr in "True Facts" von Lamberty/Nocun.

  11. Cover des Buches Wahre Liebe ist Blut: Die Philosophie der Liebe (ISBN: 9798374581621)
    Richard Born

    Wahre Liebe ist Blut: Die Philosophie der Liebe

    (3)
    Aktuelle Rezension von: RolandBecker

    Ich habe es bis auf den Nietzsche Unterton eher mythologisch gelesen.

    Wenn ich mich nicht irre, dann kommt der Name Selene aus der griechischen Sagenwelt. Selene als Göttin des Mondes. Und in der Szene als die Hauptfigur bei Ricki im Schlafzimmer steht und der Mond auf ihn scheint, da "scheint er wie verwandelt" (S 34). So als würde Selene seine Handlungen leiten und bestimmen, wie der Mond den Menschen entgegen seines Willens zum Werwolf verwandelt. Der Mensch geleitet/gezwungen von der Liebe?

    Das würde auch gegen eine absolute Freiheit der Hauptfigur sprechen (anders als bei Sartre?). Die Stelle mit "Ich bin sein Werkzeug. Sein Mittel, um wieder auf Erden wandeln zu können, durch mich genießt er. Selene führte uns in Versuchung" (S 115) und "Nur das Opfer einer Sirene war ich" (S 124) würden auch dafürsprechen. 

    Andererseits fragt er sich recht am Ende, ob er selber Gott ist bzw er „flüsterte leise „Danke“ und hoffte, der Richtige würde es hören. Vermutlich war ich der einzige, der diese Worte vernahm. Womöglich war ich auch der einzig richtige Adressat“ (S 127-128). Entweder ist es ein ständiges Abwechseln von Determiniertheit und Freiheit oder er schafft diese Metamorphose zum absolut freien Gott endgültig am Ende?

    Zu Selene als griechische Göttin passt auch, dass die Hauptfigur sie mit einem "weißen Vlies" zudeckt und sie danach verschwunden ist. So wie Pan in der Mythologie Selene (bei den Römern Luna genannt?) mit einem weißen Vlies umhüllt und sie danach auf seinen Berg Lykaion entführt. Ich glaube sogar, dass der Berg Lykaion am Ende des Romans in den "Tagebüchern eines glücklich Liebenden" erwähnt wurde und auf S. 36 heißt es bei Ricki: „Sie riss ihre Augen im PANischen Schrecken auf“. Die große Liebe des Pans war Selene. Interpretation: Vielleicht ist die Hauptfigur Pan oder wurde zu Pan?

    Und jetzt schließt sich nach meiner Ansicht der Kreis wieder, weil Pan zum Gefolge des Dionysos zählt und das passt wieder zu der dionysischen Leseart nach Nietzsche wovon Julia Peters im vorherigen Kommentar geschrieben hat.

  12. Cover des Buches WETTERLEUCHTEN: Platons erzürnte Erben haben das Wort (ISBN: 9783737580656)
  13. Zeige:
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