Bücher mit dem Tag "platon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "platon" gekennzeichnet haben.

108 Bücher

  1. Cover des Buches Soul Mates - Ruf der Dunkelheit (ISBN: 9783473585205)
    Bianca Iosivoni

    Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

     (284)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    Nachdem ich Soul Mates 1 gelesen habe musste sofort Band 2 her, da ich unbeidngt wissen wollte wie die Geschichte ausgehen wird.

    Auch hier gefällt mir der Schreibstil sehr gut und lässt sich flüssig lesen. 

    Nach dem Ende von Band 1 geht es hier mit einem kleinen Zeitsprung bei den Dunkelseelen weiter. Rayne versucht sich dort so gut es geht einzuleben, denn ihre bisherigen Fluchtversuche sind gescheitert. Auch wenn ich es in Band 1 schn geahnt habe, kam die Tatsache, dass Rayne ihre Schwester bei den Dunkelseelen gefunden hat, sehr plötzlich. Ich hätte gerne miterlebt wie Rayne hier reagiert und hätte generell mehr zu ihrer Abstammung erfahren. Das blieb allerdings sehr weit im Hintergrund.

    Die Verbindung und die Anziehung zwischen Rayne und Cole wird immer stärker und es knistert immer heftiger. Dennoch können sie nicht so zusammen sein wie sie es gerne möchten. 

    Zum Ende wird es spannender aber es gibt auch sehr viel Drama und noch mehr Drama. Obwohl zum Ende etwas für mich überraschendes passiert, war es insgesamt vorhersehbar. Dennoch hat mir das Buch und die Reihe gut gefallen und ich hatte Spaß mit Rayne und Cole.


  2. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  3. Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783717524564)
    Thomas Morus

    Utopia

     (134)
    Aktuelle Rezension von: derbuecherwald-blog

    Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-utopia.html

    "Utopia" ist auf jeden Fall ein etwas anspruchsvollerer Klassiker. Denn Thomas Morus Beschreibung von Utopia ist nicht gerade spannend und ereignisreich. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich einiges daraus mitnehmen konnte und mich diese Lektüre angeregt hat, über viele politische und menschliche Eigenarten nachzudenken.


    Anfangs war ich etwas von dem trockenen und ereignislosen Schreibstil enttäuscht, weil ich eher einen Reisebericht ähnlich zu Gullivers Reisen erwartet hatte. Mit dieser Erwartung war der detailreiche Bericht, den ich stattdessen bekam, natürlich ernüchternd. Als ich mich jedoch damit abgefunden hatte, habe ich gemerkt, dass Morus Roman viele interessante Gedankenspiele enthält und manchmal sogar modern wirken konnte, etwa wenn er von Gleichberechtigung spricht. Daher würde ich dieses Werk als interessante und bildende Lektüre bezeichnen, aber nicht als besonders leicht zu lesen und würde es vor allem allen empfehlen, die sich für Politik und Staatssysteme interessieren.


    Die Ausgabe des Manesse Verlags ist natürlich wieder schön gestaltet und so handlich, dass ich das Buch, während ich es gelesen habe, überallhin mitnehmen konnte. Das Nachwort habe ich diesmal als etwas kryptisch empfunden und war meiner Meinung nach nicht so hilfreich zum weiteren Verständnis des Romans, wie ich mir erhofft hatte.

  4. Cover des Buches Die Mittlerin (ISBN: 9783895616358)
    Julia Trompeter

    Die Mittlerin

     (6)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha

    Klappentext
    Was macht man, wenn man von einer Literaturagentin den Auftrag bekommt, einen Roman zu schreiben aber leider nichts vom Erzählen versteht? Die junge Frau, die sich der ehrenvollen Aufgabe der Mittlerin stellen soll, gerät dabei ordentlich ins Schwitzen. Sie stürzt sich in Gedanken, Gefühle und immer absurder werdende Ereignisse. Drei Geistesgrößen beeinflussen sie: der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, der antike Philosoph Aristoteles sowie besagte Mittlerin. Doch bevor die Protagonistin die Konfrontation mit dem Eigenen zulassen kann, muss sie sich der Außenwelt stellen. Auf dem Weg zu sich selbst begegnen ihr der fischgraue Oskar, der fabelhafte Bear, sowie Köfte-Belmondo, der attraktive Mann der Mittlerin. Dabei wird sie in reger Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition immer bewusster zur Erzählerin ihrer eigenen Geschichte.

    Meinung
    Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es geht um eine namenlose Protagonistin, welche gerade dabei ist ihr erstes Stück Prosa zu verfassen obwohl sie eigentlich lieber Lyrik schreibt und bei diesem Prozess von der Mittlerin, einer Literaturagentin (mehr oder weniger) unterstützt wird. Die Mittlerin ist scheinbar allgegenwärtig, ständig präsent und spukt regelrecht im Kopf der Protagonistin. Man fragt sich als Leser an manchen Stellen: gab es diesen Dialog nun in der Realität des Buches oder nur in der Fantasie der Protagonistin? Genau dies zieht sich durch den gesamten "Roman", was ich bewusst in Anführungszeichen setzte, da man sehr stark diskutieren kann ob dieses Buch wirklich ein Roman ist.
    Man stößt während des Lesens auf zahlreiche philosophische aber auch literaturwissenschaftliche Bezüge . Die Protagonistin setzt sich unter anderem sehr stark mit Aristoteles Poetik und Thomas Bernhard auseinander. Wer Thomas Bernhard nicht kennt wird teilweise Schwierigkeiten haben dem Buch richtig zu folgen.
    Es gibt keine Kapitel, nur Absätze und sehr oft schweift die Protagonistin mit ihren Gedankengängen ab, was sie allerdings darf, wie sie betont, denn sie schreibe ja Prosa und nichts wissenschaftliches.
    Ihr Leben scheint bis auf die Treffen mit der Mittlerin und den ein oder anderen Abend in der Kneipe sehr eintönig zu sein. Man erfährt auf der einen Seite viel von ihr durch ihre Gedankengänge, aber auf der anderen Seite blieb sie für mich bis zum Ende eine Fremde.
    Ich habe mich das ganze Buch hindurch gefragt ob es die Mittlerin wirklich gibt. Da muss wohl jeder Leser eine eigene Antwort zu finden.
    Der Schreibstil von Julia Trompeter ist sehr poetisch; sie schreibt tolle Sätze und kann sehr gut Gedankengänge ausbauen. Allerdings schweift die Erzählerin so oft ab, dass ich oft Probleme hatte den Gedanken zu folgen.
    Wenn man sich mit dem Prozess des Schreibens auseinandersetzten möchte, dann ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert. Auch wer sich für gut geschriebene Gegenwartsliteratur interessiert wird hierbei Freuden haben.

    Fazit:Ich persönlich fand das Buch sehr gut, nur etwas zu Thomas Bernhard lastig.
  5. Cover des Buches Die philosophische Hintertreppe (ISBN: 9783650402080)
    Wilhelm Weischedel

    Die philosophische Hintertreppe

     (103)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    "Die philosophische Hintertreppe" erreichte mich als Geburtstagsgeschenk und kann von mir als solches für Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch auch weiterempfohlen werden. Ein "Buch für jedermann" ist Weischedels Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte aber definitiv nicht. Die passende Zielgruppe, die dieses Büchlein anregend und interessant finden wird, ist stark vom jeweiligen Wissensstand abhängig. Für komplette Neueinsteiger dürften die hier erläuterten Inhalte definitiv zu wenig anschaulich, für LeserInnen mit mehr Vorwissen hingegen zu oberflächlich und lückenhaft sein. Der Autor steigt in jedem der 34 Kapitel mit einer anekdotische Einführung in das Leben und Schaffen des jeweiligen Philosophen ein. Wenn wir uns dann ein Bild von der Person gemacht und verstanden haben, in welchem Kontext er gelebt hat, werden exemplarisch die wichtigsten Errungenschaften und Thesen vorgestellt. Da nur jeweils acht bis zehn Seiten für einen Denker aufgewendet werden und davon oftmals über ein Drittel für die Kurzbiografie wegfällt, ist die Erklärungstiefe der Theorien natürlich stark begrenzt. Auch hinsichtlich der Auswahl der vorgestellten Philosophen ergeben sich einige Lücken und es wird wie so oft die Brille der europäischen Kultur deutlich. Trotz aller Einschränkungen dieses Formats wird ein Rundumschlag und ein Gang durch die Geschichte des Denkens über Sein, Wirklichkeit, Menschenbild, Gesellschaft, Gott, Kirche und Sinn ermöglicht.


    Nach einem kurzen Blick in das Impressum wird klar, dass die erste Ausgabe dieses Sachbuchs schon 1975 erscheint. Demnach angestaubt ist leider auch der Schreibstil. Wilhelm Weischedel stellt seine 34 Denker in prägnanzlosem, trockenen Plauderton vor, der zwar zwischendurch das ein oder andere Augenzwinkern enthält, alles in allem aber doch recht theoretisch und realitätsfern wirkt. Auch wenn hier statt der vornehmen, komplizierten Vordertür mit all ihren Eingangsbeschränkungen, die "Hintertreppe" gewählt wurde, muss man diese auch erstmal erklimmen - und das ist harte Arbeit. Statt die Kernaussagen der jeweiligen Denker greifbar und durch handliche Alltagsbeispiele zu veranschaulichen wie es zum Beispiel Jostein Gaarder in "Sofies Welt" hält, sind die Aufsätze eher sperrig und beinhalten viele Zitate aus Originalarbeiten. Zwar hat "Die philosophische Hintertreppe" einen deutlich akademischeren Anspruch als "Sofies Welt", weshalb der direkte Vergleich etwas hinkt, die Leserfreundlichkeit dieses Buches ist aber dennoch ein wenig zu bemängeln.


    Die geringe Leserfreundlichkeit wird auch durch Satz und Gestaltung des Buches mitverantwortet, in welchem ebenfalls deutlich wird, dass das Buch schon etwas älter ist. Kaum Absätze, schmucklose Kapitelüberschriften und ein sehr geringer Zeilenabstand sorgen dafür, dass das Büchlein nicht gerade darum bettelt, zur Hand genommen und gelesen zu werden. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte am Kapitelende, Querverweise zu vorherigen Kapiteln und gerne auch die ein oder andere graphische Aufbereitung hätten den Lesekomfort deutlich verbessert. Sehr gut gefällt mir hingegen das Cover, dass - passend zum Thema - Raffaels "Die Schule von Athen" zeigt.




    Das Urteil

    Ein interessanter Aufstieg in die Loge der großen Philosophen der Menschheitsgeschichte, welchen ich aber aufgrund des prägnanzlosen Plaudertons, der geringen Anschaulichkeit und der nicht gerade leserfreundlichen Aufmachung nur an Philosophie-Begeisterte mit gewissem intellektuellen Anspruch weiterempfehlen kann. Komplette Neueinsteiger können stattdessen zu "Sofies Welt" greifen, bei größerem Vorwissen dürften die Beschreibungen hier zu oberflächlich und lückenhaft sein.

  6. Cover des Buches Projekt: Atlantis (ISBN: 9783442374540)
    Andreas Wilhelm

    Projekt: Atlantis

     (47)
    Aktuelle Rezension von: darkchylde
    Alles hat ein Ende…

    …so auch die sehr unterhaltsame und spannende Projekt-Trilogie von Andreas Wilhelm.

    Während wir in PROJEKT: BABYLON den beiden höchst sympathischen Hauptcharakteren Peter Lavell (britischer Historiker) und Patrick Nevreux (Ingenieur, Abenteuer und Schatzsucher) nach Frankreich folgten, begaben wir uns in Teil 2, dem PROJEKT: SAKKARA, in Ägypten auf die Spuren des Pharaos Echnaton. Im vorliegenden 3. Teil, dem PROJEKT: ATLANTIS, finden nun alle Handlungsstränge zusammen und offene Fragen werden beantwortet.

    Worum es in diesem Teil geht:

    Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit das ungleiche Forscherduo Peter Lavell und Patrick Nevreux ihr letztes gemeinsames Abenteuer in Ägypten überstanden hat. Aber immer noch beschäftigt sie eine Frage: Gibt es eine Quelle der Weisheit, die alle alten Kulturen beeinflusst hat? Nachdem Patrick mitten im Urwald auf ein goldenes Buch mit unbekannten Schriftzeichen stößt und Peter in alten Schriftrollen neue Hinweise auf Atlantis findet, setzen die beiden alles auf eine Karte: sie chartern ein Forschungsschiff und stürzen sich in ein neues Projekt. Auf und unter dem Meer…

    Wenngleich dieser letzte Teil wesentlich technischer und vor allem auch phantastischer daherkommt, als die beiden Vorgänger, blieb der Schreibstil doch flüssig und leicht verständlich. Die Trilogie als Ganzes betrachtet ist eine gelungene und spannende Kombination aus alter Geschichte, ein wenig Indiana Jones, Mystik und Abenteuer. Gerade die Mischung aus gut recherchierten Fakten und Fiktion macht sehr viel Spaß. Am Ende der Bücher findet sich jeweils ein Kapitel, in dem der Autor darüber aufklärt, was wissenschaftlich belegt und was seiner Phantasie entsprungen ist. Muss man natürlich nicht lesen, ich persönlich fand das aber sehr interessant und habe dadurch einige Dinge entdeckt, über die ich mich im Anschluss noch genauer informiert habe.

    Punktabzug gab es lediglich dafür, dass mir in allen 3 Teilen manche Dinge dann doch zu vorhersehbar waren. Die eine oder andere überraschende Wendung hätte der Gesamtgeschichte ganz gut getan. Ansonsten kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
  7. Cover des Buches Sämtliche Werke, hrsg. von Ursula Wolf. Band 2 (ISBN: 9783499555626)
  8. Cover des Buches Poetik (ISBN: 9783150078280)
    Aristoteles

    Poetik

     (49)
    Aktuelle Rezension von: MarkusDittrich

    In Umberto Ecos Der Name der Rose löst ein geheimnisvolles Buch eine Serie von Morden aus. Die Serienkiller-Geschichte im späten Mittelalter spielt in einem Kloster, das für seine Bibliothek berühmt ist, seine Bücher aber streng unter Verschluss hält. Denn es gibt hier alles, was sonst nicht erlaubt ist: Werke von Alchimisten, Schwarzmagiern, arabischen Gelehrten, ja sogar ketzerische Schriften wie jene des Fra Dolcino, den die Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat. Das Kloster – so das Credo der Mönche – bewahre Zeugnisse der Wahrheit wie der Lüge.

    Doch ein Buch ist so gefährlich, dass seine Geheimhaltung nicht nur eine bizarre Mordserie verursacht, sondern am Ende die Vernichtung des ganzen Klosters durch Feuer nach sich zieht.

    Das Necronimicon? Keineswegs. Nur ein Buch über die Komödie, genauer gesagt der zweite Teil der Poetik des Aristoteles. Dieses Buch ist tatsächlich verschollen und war es meines Wissens nach schon 1327, also zu der Zeit, in der Ecos Roman spielt. Bis heute gibt es Stimmen, die behaupten, es habe nie existiert.

    Glücklicherweise hat der erste Teil der Poetik aber nicht nur überlebt, sondern ist nach wie vor ein Standardwerk der Dramaturgie. Die Poetik des Aristoteles stellt so etwas wie das erste „How to write a screenplay“ der Menschheitsgeschichte dar, geschrieben vor über zweitausendfünfhundert Jahren. Es ist das allererste Zeugnis einer systematischen Betrachtung von Struktur und Wirkung des Geschichtenerzählens, von der wir wissen.

    Die Überraschung ist nun, dass die konkreten Tipps und Kniffe in der Poetik heute noch bestechen. Steckt ein Autor mal wieder in einer development hell – und das passiert den Besten von uns – braucht er nur bei Aristoteles nachzulesen, und das Bild wird wieder klar. Egal ob es um ein Script, einen Roman oder nur um einen guten Witz geht (okay, für letzteres wäre der verschollene zweite Teil vielleicht besser gewesen).

    Das Wesentliche was Aristoteles sagt, sollten sich Autoren auch heute noch hinter die Ohren schreiben. Einige Beispiele:

    „Die Fabel des Stücks ist nicht schon dann – wie einige meinen – eine Einheit, wenn sie sich um einen einzigen Helden dreht.“

    „Der wichtigste Teil ist die Zusammenfügung der Geschehnisse.“

    „Die gute Fabel muss also eher einfach sein (…) und sie darf nicht vom Unglück ins Glück, sondern muss vielmehr vom Glück ins Unglück umschlagen.“

     „Die Peripetie [Wendepunkt] ist (…) der Umschlag dessen, was erreicht werden soll, in das Gegenteil, und zwar (…) gemäß der Wahrscheinlichkeit oder mit Notwendigkeit.“

    „Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat.“

    Das zur story structure. Und zu den Inhalten:

    „Der Geschichtsschreiber und der Dichter unterscheiden sich (…) dadurch, dass der eine das wirklich Geschehene mitteilt, der andere, was geschehen könnte. Daher ist Dichtung etwas Philosophischeres und Ernsthafteres als Geschichtsschreibung.“

     „Sooft sich aber das schwere Leid innerhalb von Naheverhätnissen ereignet (z.B. ein Bruder steht gegen den Bruder oder ein Sohn gegen den Vater oder eine Mutter gegen den Sohn oder ein Sohn gegen die Mutter) – nach diesen Fällen muss man Ausschau halten.“

    Aristoteles kannte kein Internet, kein Fernsehen, kein Kino, auch der Roman im heutigen Sinne war noch nicht erfunden. Die Welt war jung. Noch war es nicht lange her, dass sich der Mythos von der Religion abgespalten hatte – und die Fiktion vom Mythos. Die Gedanken waren groß. Vielleicht traf Aristoteles gerade deshalb in den wichtigen Fragen den Nagel auf den Kopf, unverstellter als seine zahlreichen „Follower“ in späteren Jahrhunderten, die bis heute sein Prinzip der sogenannten geschlossenen Dramaturgie bzw. dreiaktigen Struktur zwar nachgebetet, aber nicht wirklich verstanden haben.

    Fazit: Wer sich ernsthaft mit dem Schreiben oder Geschichtenerzählen beschäftigen will, der sollte dieses Buch lesen, bevor die große Bibliothek abbrennt.


  9. Cover des Buches Apologie des Sokrates / Kriton (ISBN: 9783150008959)
    Platon

    Apologie des Sokrates / Kriton

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Denise93
    lesen wir in der Schule in Philosophie es ist sooooooooo stink langweilig und dann mit unserem Lehrer laaaaaaaaaaaaaaaangweilig!!!!!!!!!!!!!!!!!
  10. Cover des Buches Die Ökonomie von Gut und Böse (ISBN: 9783442157549)
    Tomas Sedlacek

    Die Ökonomie von Gut und Böse

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat
    Das Buch gliedert sich in zwei Teile, der erste geht auf die historischen und religiösen Wurzeln der Ökonomie ein und erzählt von seiner bisherigen Entwicklung. Irrsinnig interessant, aufwendig und fabelhaft recherchiert, - lehrreich
    Der zweite Teil führt die Diskussion über das Modell der heutigen Ökonomie weiter: Bestandskraft von Glaubensgerüsten, Illusion von Zahlen als absolute Wahrheit der Gegenwart, vermeintliche Prognosen.. und, und, und (ich möchte nicht zuviel verraten). 

    Der Autor regt eine ganzheitliche Betrachtung der ursprünglich interdisziplinären Wissenschaft an und belegt das mit jeder Buchseite so eindringlich und nachvollziehbar, dass es einem wie Schuppen von den Augen fällt: Wieso mathematische Formeln unzureichend sind, um eine gesamte Volkswirtschaft abbilden zu können. Wieso Prognosen nur Schall und Rauch sind. Der Bezug zwischen der Ökonomie und der Moral. Der Autor besticht durch Weitblick, der den meisten engstirnigen Ökonomen verwehrt bleibt und lässt das Wesen der Ökonomie im neuen Gewand erscheinen. 

    Wenn es nur mehr solcher Bücher gäbe!
  11. Cover des Buches De oratore /Über den Redner (ISBN: 9783150068847)
  12. Cover des Buches Die 101 wichtigsten Personen der Weltgeschichte (ISBN: 9783406679476)
    Udo Sautter

    Die 101 wichtigsten Personen der Weltgeschichte

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein hilfreiches, kleines Werk, wenn man nur mal kurz einen Einblick in das Leben der 101 wichtigsten Menschen der Weltgeschichte erhalten möchte. Detailierte Biografien befinden sich nicht darin, aber die Kurzbeschreibungen sind gut und sachlich dargelegt.
  13. Cover des Buches Das Mysterium der Zeit (ISBN: 9783746629667)
    Rita Monaldi

    Das Mysterium der Zeit

     (21)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch beleuchtet ein Abenteuer aus den Jugendjahren des Kastraten Atto Melani.
    Geschickt fangen die Autoren die Stimmung der Zeit ein und schaffen es verblüffend schnell, ein Wirrwarr an Handlungssträngen aufzubauen, überraschende Wendungen zu implementieren und geschickt alle Handlungsknoten wieder zu entwirren.

  14. Cover des Buches Der kleine Taschenphilosoph (ISBN: 9783423340991)
    Brigitte Hellmann

    Der kleine Taschenphilosoph

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Netter Einstieg in die Philosophie. Viele Auszüge aus bekannten Werken.
  15. Cover des Buches Das Rätsel des Philosophen (ISBN: 9783548603285)
    José Carlos Somoza

    Das Rätsel des Philosophen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Selene86
    Spannend bis zum Schluss! Zwei Handlungsstränge verbinden sich miteinander -die eines Rätsellösers aus dem antiken Athen und eines Übersetzers- und verschmelzen so, dass man als Leser irgendwann nicht mehr weiß, was Wirklichkeit und Fiktion ist. Das Ende ist völlig überraschend.
  16. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.435)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber ich fand, dass es sich ab der Mitte ziemlich in die Länge gezogen hat.

  17. Cover des Buches Wie Sie unvermeidlich glücklich werden (ISBN: 9783328101130)
    Manfred Lütz

    Wie Sie unvermeidlich glücklich werden

     (13)
    Aktuelle Rezension von: BlueSiren
    Das Buch kann durch seine eingeschränkte Sicht, die unglückliche Argumentation und den übertriebenen Hype für das Christentum nicht begeistern. Die ganze Rezension gibt es auf meinem Blog.
  18. Cover des Buches Der Läufer und sein Held (ISBN: 9783426012758)
    Mary Renault

    Der Läufer und sein Held

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Verschwörungsmythen - woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können (ISBN: 9783843612869)
    Michael Blume

    Verschwörungsmythen - woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Steckt Bill Gates hinter dem Corona-Virus, um mit dem Impfstoff noch reicher zu werden? Werden in geheimen Fabriken entführte Kinder gequält, um an das begehrte Adrenochrom zu kommen? Und gehört das alles zu einer großen jüdischen Verschwörung zur Übernahme der Weltherrschaft? Das Internet und die Sozialen Medien quellen über von abstrusen Spekulationen. Viele Menschen driften ab in eine Fantasiewelt voller Angst. Michael Blume analysiert die kulturgeschichtlichen und psychologischen Hintergründe, warum es solche Mythen gibt und wie sie »funktionieren«. Er gibt Rat, was man Verschwörungsgläubigen antworten kann. Er zeigt die Schwachstellen von Verschwörungsbewegungen auf - und prognostiziert den Niedergang der QAnon-Bewegung um ihren scheiternden Messias Donald Trump.

    Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gemacht, die Augen in (fast) 3D-Optik und die Farbgebung, die hier am Bildschirm nicht ansatzweise dem Original entspricht.

    Die Schwachstellen von Verschwörungsmythen will der Autor hier aufdecken und die Ursachen für diese darlegen. Dies gelingt dem Autor, der im übrigen Religionswissenschaftler ist, allerdings nicht. Denn der Klappentext verspricht mehr als der Autor halten kann. Denn dieser geht zwar den Ursachen nach, aber eben aus der Sicht eines Religionswissenschaftlers. Daher geht es auch nicht um Verschwörungstheorien im Ganzen, sondern hauptsächlich über Antisemitismus (und ein bisschen IS). Doch nicht alle "Verschwörungen" basieren auf diesem Thema, ja nur ein Bruchteil. 

    Zudem predigt er, dass es "Verschwörungsmythen" sind und keine "Verschwörungstheorien", denn es gebe ja keine Beweise, Indizien oder physische Anhaltspunkte für solches. Dem kann ich nur widersprechen, denn bei vielen "Verschwörungstheorien" gibt es mehr Indizien dafür, als dagegen. Und ich glaube nicht an viele Verschwörungstheorien. Und wenn dann ein Religionswissenschaftler mit der Bibel als "Nachweis" fungiert, kann ich nur fragen, wo sind die Beweise für den Wahrheitsgehalt der Bibel?

    So macht der Autor genau das, was er den "Verschwörungstheoretikern" vorwirft bzw. ihnen allgemein vorgeworfen wird - nur Teilaspekte zu sehen.

    Das Buch ist verständlich geschrieben und hat auch interessante Stellen, die aber definitiv das Thema verfehlen. 

    Der Quellennachweis ist ausführlich und gut gestaltet; das Schriftbild sehr groß, wie bei einem Kinderbuch.

    Fazit: Leider das Thema verfehlt - der Titel und der Klappentext hätte sich eher auf den Antisemitismus beziehen sollen. Daher war es eine Enttäuschung. 2,5 von 5 Sternen.

  20. Cover des Buches Die Simpsons und die Philosophie (ISBN: 9783608503418)
    William Irwin

    Die Simpsons und die Philosophie

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Flinkbaum
    mhm, ein erfolgreicher Versuch der Verbindung von den Simpsons und der Philosophie, aber eben nicht unbedingt lustig. Gut umgesetzt. Aber Philosophen sind eben gesellschaftswissenschaftler...;)
  21. Cover des Buches #Lenning (ISBN: 9783740728335)
    Larissa Schwarz

    #Lenning

     (11)
    Aktuelle Rezension von: LittleBookNerds
    Alles begann ja damit das ich die Autorin durch Zufall auf Facebook gefunden habe. Nach ihren täglichen #Lenning Stories musste ich einfach mehr wissen was es mit diesem Lenning auf sich hat. 

    Da mich schon ihre Täglichen Stories begeistern und immer wieder zulachen bringen. Habe ich nicht gezögert und #Lenning musste einziehen. 
    Dazu muss ich sagen, ein Buch das in Akten geschrieben ist war so in der Form mein erstes. 
    Es war ungewohnt es zu lesen doch schon bald  konnte ich nicht anders  und musste am Buch bleiben. Beide Lenning Protagonisten ;) haben sich nicht nur durch ihre Facebook Post sondern auch und Hauptsächlich durch ihr Buch in mein Herz geschlichen. 
    Ende muss ich sagen ich wollte mehr!!!!!!!!!!!!!!
    Den es ist eine Geschichte in Akten  die das Herz berührt!
  22. Cover des Buches Politikwissenschaft (ISBN: 9783825228378)
    Wilhelm Hofmann

    Politikwissenschaft

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Philosophische Temperamente (ISBN: 9783570551387)
    Peter Sloterdijk

    Philosophische Temperamente

     (4)
    Aktuelle Rezension von: David_Gray
    Das sind sehr gut zu lesende kurze Einführungen zu Leben und Werk einiger der wichtigsten Philosophen. Sloterdijk ist auf der Höhe seiner Kunst, sowohl stilistisch, als auch philosophisch historisch. Was mich an dem Buch ein wenig stört ist schlicht der Preis.
  24. Cover des Buches Die Macht der Rede (ISBN: 9783548610115)
    Wilfried Stroh

    Die Macht der Rede

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Ovidia
    Einmal mehr freue ich mich, dass das Regal über dem Bett gut gefüllt ist. Diverse Bücher warten noch darauf gelesen zu werden. Unter anderem auch “die Macht der Rede” von Wilfried Stroh. Dieser war Professor in München und verbringt nun such seinen Ruhestand mit dem Schreiben von Büchern. “Latein ist tot, es lebe Latein” war ein großer Erfolg und nun geht es um die Redekunst. Die stammt zwar von den Griechen, doch auch die Römer trugen ihren Teil bei; Cicero, Quintilian und der ältere Seneca lieferten Werke ab, die bis heute wirken. Denn auch die großen Redner unserer Zeit bedienen sich der Tricks der Antike. Stroh Buch unterhält, informiert und fasst die wichtigsten Fakten zusammen und ist dabei einfach gut geschrieben, für alle, nicht nur für verschrobene Lateinstudenten!

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