Bücher mit dem Tag "poe"

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85 Bücher

  1. Cover des Buches NORTHERN GOTHIC (ISBN: 9783958350779)
    Andreas Gruber

    NORTHERN GOTHIC

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    Ich muss sagen, es handelt sich hierbei um meinen ersten Gruber. Die Kurzgeschichtensammlung bietet dabei einen guten Überblick über den Schreibstil des Autors und derartiges ist für mich immer ein Anhaltspunkt, ob ich mir hinterher einen Roman zulege oder nicht. Ich will in diesem Fall die einzelnen Geschichten als solches bewerten, was letztlich ja doch interessant ist, denn bei Anthologien überzeugen ja nicht immer alle Geschichten.

    Vorwort: (5 Sterne)
    Ja auch wenn man es nicht erwarten würde, aber die Schreiberin des Vorwortes hat genau dieses in eine Geschichte verpackt und ich muss sagen der Ansatz dazu hat mich echt begeistert.

    Schießerei am O. K. Corral: (4 Sterne)
    Warum meine Wertung zu der Geschichte nicht die volle Sternchenanzahl erhält? Das liegt daran, dass mir die Story irgendwie unvollständig erschien. Zwar erwähnt der Autor am Rande einen indianischen Friedhof, doch diesen Hinweis hätte man locker noch um einiges ausbauen können, wodurch die Handlung einen mystischeren Hintergrund bekommen hätte.
    In jedem Fall ist der Hintergrund zu der Schießerei ein interessanter und das obwohl ich aus diesem Genre bisher noch nichts gelesen habe.

    Wirklich böse Sachen: (4,5 Sterne)
    Bei der Geschichte muss ich sagen war die Handlung ab einem bestimmten Punkt durchaus greifbar. Die hohe Wertung meinerseits fällt deswegen aus, weil das Ende die Geschichte in einen wirklich interessantem Licht dastehen lässt. Man fragt sich wie es weitergeht.

    Seit wann trinken Katzen Whisky?: (3,5 Sterne)
    Hier liegt so der typische Krimi vor, der zwar ganz nett zum Lesen ist, aber irgendwie keinen rechten Spannungsbogen aufbaut. Das Ende kann man regelrecht greifen, trotzdem gut geschrieben und wenn man in Wien lebt hat man schnell einen Bezug zu der Umgebung.

    Glauben Sie mir, meine Name ist Dr. Watson!: (4 Sterne)
    Ich find ja Geschichten, die Holmes und Watson adaptieren immer sehr gelungen. Jeder Autor besitzt eine eigene Herangehensweise und Gruber fokusiert sich in dem Punkt auf den Holmes wie ihn Doyle gesehen hat. Die Story an sich besitzt die typischen Wendungen und Wirrungen eines kniffligen Falles. Dennoch hat mich das Ende nicht zu 100% überzeugen können. Dafür verhilft das Miträtseln zu 4 Sternen.

    Bruegels Turmbau zu Babel: (5 Sterne)
    Die Handlung hat mich bei der Geschichte echt begeistert. Es zeigt so richtig die menschliche Psyche auf und wie sie mit etwas versucht umzugehen, dass keine Lösung aufbieten kann.

    Klinik: (2 Sterne)
    Bei der Geschichte habe ich echt gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Mir erschloss sich einerseits nicht ganz warum über 7 Seiten hinweg ein einziger Satz läuft. Sicher, die Kommas gestalten den Gedankenverlauf des Protagonisten deutlich, aber so ganz ohne Punkte ist es schon anstrengend solch eine Geschichte zu lesen.
    Wobei man bereits bei den ersten Sätzen erkennt, dass der Autor damit etwas ganz bestimmtes bezweckt. Was genau kann ich nicht sagen, ich bin nicht dahinter gekommen.

    Ristorante Mystico: (3,5 Sterne)
    Die eigentliche Handlung der Story liest sich wirklich toll, allerdings reisen einen mitunter die vielen Gedankeneinschübe des Protagonisten irgendwie immer wieder raus. Derartiges mindert dann doch die Freude am Lesen. Zumal die Geschichte in einer Endlosschleife weitergehen könnte.

    Das Bahnwärterhaus: (4 Sterne)
    Die Geschichte ist nicht sonderlich lang, dafür sehr intensiv vom Verlauf her und zudem mit einem Ende, das man so zu Beginn nicht erwartet hätte. Trotzdem überkam mich beim Lesen das Gefühl, als hätte der Autor einen entscheidenden Umstand ausgelassen.

    Die Schatten von Norgarth: (4,5 Sterne)
    Wenn man das Vorwort des Autors zu der Geschichte liest ist man fast enttäuscht, dass nicht der ursprüngliche Titel genommen wurde. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass eine solide Fantasygeschichte vorliegt, die mit einigen Überraschungen aufwartet.

    Wie ein Lichtschein unter der Tür: (4 Sterne)
    Ich find hierbei vor allem weider den Gedankengang des Protagonisten interessant. Er lässt einen in seine tiefsten Gefühlsebenen einblicken und bis zum Schluss würde man das angestrebte Ende und die Auflösung so nicht erwarten.

    Rue de la Tonnellerie: (4 Sterne)
    In der Geschichte geht es um Wagner und Poe. Die beiden in einer Geschichte zu erleben ist ein interessanter Ansatz, wobei sich der großteil der Handlung, in Form von Tagebucheinträgen, dann doch wieder auf Wagner und sein Schaffen fokusiert. Zugleich zeigt es einen Aspekt des Autorendaseins, den nur wenige kennen: Die innere Schaffenskrise.

    Die scharfe Kante des Geodreiecks: (3 Sterne)
    Die Grundidee ist mal etwas ganz anderes. Eigentlich besitzt die Geschichte sogar einen morbiden Humor, aber letztlich verläuft sich alles irgendwie in einem Dreieck.

    Northern Gothic: (4,5 Sterne)
    In der Sammlung ist dies die längste Kurzgeschichte und ich muss sagen auch von der Erzählung her so die intensivste. Der Autor verlagert dafür die Geschichte in die 50er Jahre und spielt mit Klischees, Erwartungshaltungen und einer abgelegenen Gemeinde. All das beflügelt die Fantasy des Lesers und trotzdem hat man hin und wieder das Gefühl, dass bestimmte Stellen einfach schnell abgehandelt werden, was nicht immer zum Vorteil der Handlung ausfällt.

    Fazit: Alles in allem kann man sagen, dass es sich um Kurzgeschichten aus den verschiedensten Genres handelt. Nicht bei allen habe ich diese explizit erwähnt, auch weil es sonst ein zu großer Spoiler wäre. Manches erschließt sich nämlich erst im Laufe der Geschichte. Ob es mein letzter Gruber war, will ich gar nicht sagen, denn der Autor weiß definitiv, wie man mit der Gefühlslage des Lesers spielt und das macht es interessant seine Bücher zu entdecken.


  2. Cover des Buches Hourglass - Das Ende der Zeit (ISBN: 9783442482641)
    Myra McEntire

    Hourglass - Das Ende der Zeit

     (54)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Mit der Zeit stimmt etwas nicht und es wird immer schlimmer. Hourglass will das Infinityglass findet und alles wieder in Ordnung bringen. Dune ist der Experte, wenn es ums Infinityglass geht und reist nach New Orleans, da es sich nicht um ein Objekt handelt, sondern um eine Person. Es ist ausgerechnet die verführerische Tänzerin Hallie... 

    Nach dem letzten Band ahnt man wie es weiter geht. Doch hatte ich nicht so etwas erwartet oder diesen Verlauf der Geschichte. In jedem Band steht ein neues Pärchen im Fokus, nebenbei geht die Story weiter. Die Liebesgeschichte ist Süß und romantisch. Dune und Halle sind leicht verrückte Charaktere, die sehr sympathische sind. Dune kennt man schon aus den anderen Bändern etwas. Hier lernt man ihn etwas näher kennen. Auch Hallie Vorstellung ist nicht gerade normal und das mag ich total. Die Story hat auch einige Überraschungen für mich parat. Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, den ich wollte wissen wie es endet. Außerdem gab es Wendungen, die mich gefesselt hatten. 

  3. Cover des Buches In einem anderen Buch (ISBN: 9783423212946)
    Jasper Fforde

    In einem anderen Buch

     (272)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Man kommt sehr gut in die Geschichte rein. Wenn man noch weiß wer Thursday, Bowden und Landen ist, dürfte man keine Schwierigkeiten haben.

    Der zweite Teil ist sogar noch abgedrehter als der erste. Ich würde sagen, dass der erste Teil schon etwas Verrücktes an sich hatte, aber dieser Teil ist wirklich abgedreht.

    Das meine ich nicht mal negativ, weil ich sowas liebe! Aber das muss man mögen, sonst wird man mit diesem Buch nicht glücklich werden.

    Dieses Mal wird auch mehr Blick auf die Welt und Thursdays Familie gelegt. Die beide so einiges zu bieten und entdecken haben.

    Jeder hat in seiner Familie diesen einen verschrobenen, leicht verrückten Onkel oder Tante. Bei Thursday sind ALLE Mitglieder ihrer Familie so. Und das ist absolut sympathisch – man möchte ein Teil davon sein.

    Die Detailliebe für diese Welt/Gesellschaft ist unglaublich und wirklich alles fügt sich zu einem perfekten Bild zusammen – auch wenn es noch so abgedreht ist.

    Selbst vermeintlich alltägliche Dinge werden zum Erlebnis. Allein die Darstellung eines Buchverkaufes von stark reduzierten Büchern in einem modernen Antiquariat, war der Hammer!

    In diesem Band wurde viel Fokus auf Zeitreisen gelegt.

    Das Ganze auch mehr auf die fiktive, als wissenschaftliche Sicht. Es gab da durchaus Paradoxien, aber die wurden von dem Buch selbst aufgegriffen bzw. angesprochen und sehr charmant erklärt. Deshalb finde ich das wirklich gut gemacht und natürlich ist es auch sehr kreativ in Szene gesetzt. 

    Allerdings erlaubt dieses Konzept der Geschichte sehr viel. Auch außerhalb der Zeitreisesache gibt es ein paar Dinge, wo sich logische Fehler finden lassen. Die werden in aller Regel aber gut kaschiert.

    Man übertreibt bei dieser Reihe auch wirklich nicht, wenn man sagt, dass so ziemlich alles an dem Buch kreativ ist.

    Da wird auch nicht von Parallelwelten, Zeitrealitäten oder auch eine ganze Welt der Gedanken halt gemacht.

    Es werden allgemein sehr viele Themen an- oder besprochen. Wie z.B. Zeitreise, Ausmaß von Erinnerungen, Konzernmonopole, Überwachung, Zensur, der Frage was Kunst ist usw.

    Aber natürlich steht im Mittelpunkt, die Liebe zur Literatur, die man auch in diesem Band überall herauslesen kann – vielleicht sogar noch mehr als im ersten Band, weil sich hier nicht auf ein Roman fokussiert wird.

    Allerdings müsste man alle Werke gelesen haben, auf die hier angespielt werden, weil man sonst ein paar Raffinessen verpasst.

    Das dumme ist, dass man vorher nicht wissen kann, auf was für Werke oder Figuren angespielt werden. Denn es gibt keine Liste oder so etwas. Man merkt das Defizit also erst, wenn es zu spät ist (zumindest wenn man keine Lust hat das Buch zu unterbrechen und das betreffende Werk nachzulesen).

    Was ich auch etwas schade fand war, dass das Buch nicht so ganz in sich abgeschlossen ist – damit hatte ich aber gerechnet, weil es bei dem ersten Band der Fall war.

    Es ist auch nicht gänzlich offen, ich würde sagen es gab in dem Band zwei große Handlungsthemen – eine davon wurde aufgelöst, die andere nicht. Irgendwie fühlte ich mich da fast ein wenig halbherzig zurück gelassen – aber macht nichts, ich habe den dritten zum Glück bereits griffbereit.

     

    Fazit

    Insgesamt bin ich bisher sehr begeistert von der Reihe – ich finde den zweiten Band sogar noch etwas besser als den ersten.
    Es ist unglaublich kreativ, es ist vielschichtig, sehr unterhaltsam und eine Liebeserklärung an die Literatur.

  4. Cover des Buches Revolver Tarot (ISBN: 9783944544304)
    R.S. Belcher

    Revolver Tarot

     (21)
    Aktuelle Rezension von: LadySunny
    Dieses Buch hat mich zuerst durch sein Cover angesprochen und so habe ich eigentlich mit dem Lesen angefangen, ohne mich allzu sehr mit dem Klappentext zu beschäftigen. So war die Mischung verschiedener Genres in diesen Buch überraschend - aber auf eine gute Art und Weise. Das Cover und der Titel lassen zudem erahnen, dass wir uns im Wilden Western befinden, was wir tun. Revolver, Indianer, Pferde, Gauner, Silberminenarbeiter - all diesen typischen Figuren begegnet man auch hier.
    In den ersten Kapiteln folgen wir Jim, einem Jungen, der von Zuhause flieht und schließlich in einer Stadt namens Golgotha, am Rand der Vierzigmeilenwüste landet. Eigentlich nur als Zwischenhalt gedacht, wird die Stadt schnell zu etwas, das seinen ganz eigenen Charme - und Schrecken - verbreitet. Im Laufe der Handlung lernt man verschiedene Charaktere von Golgotha kennen, die nicht zuletzt mit kirchlichen / religiösen Hintergründen konfrontiert und hintermalt werden - die Geschichte befasst sich letzten Endes mit dem nahenden Weltuntergang, etwas, das ich so nicht erwartet hätte, aber auch etwas, das mich zunehmenden mehr in Beschlag nahm, sodass ich das Ende des Buches kaum abwarten könnte, um herauszufinden, ob die Guten oder doch die Bösen siegen.
    Das Buch ist spannend und gut geschrieben - einige wenige Rechtschreib-, Grammatik und / oder Flüchtigkeitsfehler sind den Editoren zwar durchgerutscht, was meinen Lesefluss manchmal beeinträchtigte, aber es waren keineswegs so viele, dass es mich wahnsinnig gestört hätte.
    Besonders gefallen haben mir tatsächlich die vielfältigen Charaktere, die man nach und nach besser kennenlernt, obgleich damit teilweise ein mächtiges Head-Hopping entstanden ist. Auch bei all der Hektik zum Schluss hätte ich einen strikteren PoV besser gefunden. Einige Figuren sind mir außerdem Figuren etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel Biqa.  Dessen Wandlung bzw. Beweggründe zu dem zu werden, der er am Ende ist, kann ich nicht ganz verstehen / nachvollziehen…. Einiges wird aufgeklärt, aber grundsätzlich hätte ich mir mehr von seiner Zerrissenheit gewünscht. Er macht Dinge aus einem Grund heraus, auch weil er sich in der neuen Welt verliert, aber das erklärt, meiner Meinung nach, nicht alles, was er getan oder nicht getan hat.
    Auch hätte ich gerne erfahren, ob Jim jemals erfährt, was mit seiner Familie ist.
    Ab und an bin ich zudem über ein paar Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob man diese damals (im 19. Jahrhundert) bereits verwendet hätte …. so etwas wie "klinisch rein". Ist das nicht eher ein Begriff aus der Neuzeit?
    Teilweise hatte ich also das Gefühl, dass Fäden aufgenommen, versponnen und dann wieder von der Nadel gerutscht sind und dass es zu oft ein zu großes Head-Hopping gab, das es schwerer machte mit den einzelnen Figuren mitzufühlen. Aber grundlegend hat mir die Lektüre von "Revolver Tarot" sehr viel Spaß gemacht, ich habe mich gerne auf all die Facetten eingelassen, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle doch mehr Tiefgang gewünscht. In diesem Sinne gibt es von mir 4 von 5 Sternen.
  5. Cover des Buches Nevermore (ISBN: 9783785573891)
    Kelly Creagh

    Nevermore

     (125)
    Aktuelle Rezension von: bandmaedchen
    Cover
    Lustigerweise konnte mich das Cover nie besonders überzeugen, weshalb ich in der Bibliothek sicher 10mal daran vorbeigelaufen bin, bis ich es mal in die Hand genommen habe.
    Auch dann habe ich es ein paarmal wieder zurückgestellt, bis es mich vor einer Woche dann doch neugierig gemacht hat - zum Glück!

    Charaktere
    Isobel und Varen (ich liebe diesen Namen übrigens sehr) - sie könnten nicht verschiedener sein. Isobel ist Cheerleaderin, beliebt, ist mit Quarterback Brad zusammen - kurzum, sie würde nie mit Varen Zeit verbringen, der sich immer schwarz anzieht, seine Augen schminkt, ständig sein kleines Notizbuch dabei hat und nur mit den Goths der Schule abhängt. So klischiert das klingen mag, die Charaktere sind für mich ein Grund, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat.
    Anfangs sind sich die zwei auch zuwider, und ich habe mehr als die Hälfte des Buches gebraucht, bis ich mir sicher war, dass die zwei doch noch zusammenfinden.
    Varen ist für mich bis zum Ende des Buches ein Mysterium, man erfährt zwar mit der Zeit was in seinem Kopf vorgeht, aber es wird nie alles erklärt, Isobel bzw der Leser steht bis ziemlich am Ende des Buches eher ratlos da.
    Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen dabei so oft, ich musste mich oft wirklich zusammenreissen nicht laut rauszuschreien, so mitgefühlt habe ich.

    * kurzer Fangirl-EInschub für Varen * SPOILER, einfach überspringen
    Ich weiss wirklich nicht, wieso ich so auf Varen anspringe haha, Emos sind nicht so mein Ding. Aber ich glaube ich habe mir einfach so ein wenig meine eigene Vorstellung von ihm zusammengebastelt (nicht so wie auf den englischen Covers!). Die Tatsache, dass er schwarze Haare,  ein Lippenpiercing, grüne Augen, Ketten an seiner Hose und ein Notizbuch, in das er zeichnet und schreibt, hat, ist für mich einfach 120% haha.
    Ausserdem ist sein Name einfach geil, sind wir mal ehrlich, ich meine Varen zergeht doch auf der Zunge wie Karamell, oder?! Und die Tatsache, dass er nicht so einfach zu knacken ist, bzw nicht der typische Bad Boy, der dann plötzlich Gefühle entwickelt ist, ist umso besser. Man merkt von Anfang an, dass er mit einem Fuss nicht mehr in dieser Welt ist - unglaublich gut geschrieben.

    * SPOILER und Fangirl-Moment Ende *

    Story
    Anfangs getarnt als eine typische "Highschool-Teenie-Drama-Lovestory" entpuppt sich diese Geschichte als ein Fantasy-Drama der Extraklasse, die mich, nebenbei erwähnt, dazu gebracht hat Poe zu lesen! Dadurch, dass man nur Isobels Seite der Geschehnisse lesen kann, bleibt man bis zum Ende eher im Dunkeln, was all die düsteren Geheimnisse um Varen angeht. Wie Edgar Allan Poe in diese Geschichte eingearbeitet wurde, finde ich einzigartig und genial! Ein weiterer Punkt, der dieses Buch zu einem meiner absoluten Lieblinge macht. Es ist zwar ein Teenie-Buch, macht dabei aber keinesfalls eine kindische Falle, im Gegenteil, die Story, das Zusammenknüpfen von Fantasie und Wirklichkeit, der Einbezug von Poes mysteriösem Tod - all dies macht dieses Buch einzigartig und absolut lesenswert!

    * SPOILER *
    Ich glaube ich muss nicht erklären, dass der Cliffhanger am Ende mich komplett zerstört hat - vor allem weil ich dachte, es gibt nur einen Band! Leider gibt es die Folgebände nur auf Englisch (kein Hindernis), mit Covers, die mir noch weniger gefallen hahahaaha, aber naja, das hält mich nicht davon ab zu erfahren, wie es um Varen und Isobel weitergeht!


    Fazit
    Eine absolute Leseempfehlung, eine romantische, mystische, geheimnisvolle und durchdachte Geschichte, die soviel mehr zu bieten hat, als die Teenie-Story, als die sie anfangs erscheint.
    P.S. Falls es euch interessiert, lest Poe vorher - ich bin mir sicher, einem fallen beim Lesen einige Details auf, die mir nicht aufgefallen sind.
  6. Cover des Buches Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (ISBN: 9783868203035)
    Edgar Allan Poe

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

     (8)
    Aktuelle Rezension von: -Anett-
    Dieses Jahr will ich unbedingt mehr Klassiker lesen. Und wer darf natürlich dabei gar nicht fehlen? Genau: Edgar Allen Poe. Der Meister der Kurzgeschichten. Aber diesmal soll es keine Kurzgeschichte sein, sondern ein kleiner und feiner Roman.

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) ist der einzige Roman des Autors. Der Autor beschreibt darin das Leben des Arthur Gordon Pym von der Insel Nantucket. Pym ist ein Abenteurer und macht sich auf eine Seereise die sein Leben komplett verändert.

    Pym erlebt auf eben dieser Reise jede Menge Abenteuer von Schiffbruch und Meuterei bis hin zu Kanabalismus und Unglaublichen. Poe verwebt hier realistisches, als auch phantastisches gut miteinander. Und wenn ich von einigen Logikfehlern absehe (was passierte z.Bsp. Mit dem Hund?), fühlte ich mich gut unterhalten.

    Der Schreibstil ist sehr sachlich, enge Bindungen zu den Protagonisten werden (meinerseits) nicht aufgebaut, aber das habe ich auch nicht erwartet bei Poe.
    Der Autor zaubert eine irrationale, finstere Spannung, und es gibt immer wieder den Wechsel zwischen Gefahr und Rettung.

    Das der Schluss denkbar überraschend kommt ist wohl mitllerweile kein Geheimnis mehr, aber eben dieser machte das Werk zu dem, was es ist: Rätselhaft!
    Außerdem fand ich hier auch das Nachwort von Jörg Drews sehr interessant und spannend. So haben sich andere Autoren von dem mysteriösen Schluss des Buches angezogen gefühlt und so schrieb C.A. Drake und Jules Verne Bücher in Andeutung des Poe-Romans.
    Und auch in der Erzählung „Schiffbruch mit Tiger“ griff Yann Martel einige Motive aus dem Buch auf.

  7. Cover des Buches Sämtliche Erzählungen in vier Bänden (ISBN: 9783458069164)
  8. Cover des Buches Novellen des Todes (ISBN: 9783866475618)
    Edgar Allan Poe

    Novellen des Todes

     (11)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Diese Kurzgeschichtensammlung aus der Feder des Altgruselmeisters enthält 7 Novellen, die Poe in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschrieben hat und 1912 als „Novellen des Todes“ veröffentlicht wurden.

    Wie der Titel bereits vermuten lässt, sind alle Geschichten vom Tod als Motiv geprägt, wobei er sich in vielen Facetten zeigt. Mord, Krankheit, Naturgewalten und -katastrophen werden genauso thematisiert, wie auch der Wahnsinn und das Sterben an sich.

    Besonders gut haben mir „Der Maelstrom“, „Die schwarze Katze“ und „Die erstaunliche Wirkungen des Mesmerismus auf einen Sterbenden“ gefallen.

    „Der Maelstrom“ berichtet von einem Naturphänomen, das mir zuvor völlig unbekannt war, aber tatsächlich in Norwegen zu finden ist. Der Moskenstraumen (auch Mahlstrom oder Malstrom) ist ein gigantischer Gezeitenstrudel, dessen Naturgewalt der Leser durch Poes Novelle fast schon am eigenen Leib erfährt. Eindrucksvoll und minutiös schildert Poe, wie man in diesem Strudel versinkt, wobei man Meer und Wind hören, riechen und schmecken kann.

    „Die schwarze Katze“ ist mir richtig unter die Haut gegangen. Hier kommt allerdings ein Tier zu Schaden, was ich beim Lesen nur schwer ertragen konnte. Vor allem hat mich hier das Ende überrascht.

    „Die erstaunlichen Wirkungen des Mesermismus auf einen Sterbenden“ ähneln einem wissenschaftlichen Bericht über Versuche an einer sterbenden Person, der richtig gruselig zu lesen ist.

    Die anderen Novellen - „Das verräterischer Herz“, „Die Maske des roten Todes“, „Der Untergang des Hauses Usher“ und „Der Mann in der Menge“ - zeichnen sich ebenfalls durch ihre Spannung und erzählerische Dichte aus, wobei mich nicht alle vollkommen überzeugt haben.

    Der Sprachstil ist der Entstehungszeit angemessen und trotzdem gut zu lesen. Zwar sind Wortwahl und Satzbau - wie bei Klassikern zu erwarten ist - veraltet, aber dennoch nach einer kurzen Eingewöhnung mühelos zu verstehen.

    Abschließend muss ich erwähnen, dass der Gruselfaktor des 19. Jahrhunderts sicherlich nicht mit unserer heutigen Zeit vergleichbar ist und daher vieles harmloser wirkt, als es dazumal der Fall war. Trotzdem habe ich bei dieser Lektüre festgestellt, dass das Grauen manchmal nicht gleich während des Lesens hervorkriecht, sondern sich erst später, als ich noch einmal über die Geschichten nachgedacht habe, zeigt.

    Ich denke, wer sich für Klassiker und die Anfänge der Horror- und Grusellektüre interessiert, sollte nicht zögern und Edgar Allan Poes „Novellen des Todes“ eine Chance geben.

  9. Cover des Buches Der Poet (ISBN: 9783453431782)
    Michael Connelly

    Der Poet

     (107)
    Aktuelle Rezension von: alkitabbi
    Inhalt:
    Die Nachricht vom Tod seines Zwillingsbruders bringt den Gerichtsreporter Jack McEvoy völlig aus dem Gleichgewicht. Die Polizei geht vom Selbstmord aus, doch Jack stellt auf eigene Faust Nachforschungen an, die den Fall in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen: Sein Bruder ist nur einer von zahlreichen ungelösten Todesfällen von Polizisten, die rätselhafte Abschiedsbriefe hinterließen - Verse aus Gedichten von Edgar Allan Poe. Wer ist der "Poet", der Serienkiller, der es auf Polizisten abgesehen hat?

    Meine Meinung:
    Ich bin schwer in den Thriller reingekommen. Ständig wechselnde Protagonisten, in unterschiedlichen Erzählperspektiven und ihren Handlungssträngen. Dieses Buch stürzte mich in eine kleine Leseflaute bis ca. zur Mitte hin. Ab da konnte man etwas persönliches über den Killer erfahren, ohne zu wissen wer er ist. Dann dümpelte es wieder vor sich hin. Ständig diese trockene Theorie zur Aufklärung der Umstände und Irreführung. Mir gefiel auch nicht, dass die Morde die begangen wurden, nicht näher erläutert wurden. Definitiv zu wenig Blut und zuviel Erklärungen. Achja, es gibt Andeutungen, dass es noch nicht vorbei ist. Minimaler Cliffhanger.
  10. Cover des Buches Der Geist der Bücher (ISBN: 9783548608488)
    Christoph Wortberg

    Der Geist der Bücher

     (94)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus
    Inhalt:
    Der rachsüchtige Gondar hat der Weltliteratur den Kampf angesagt. Doch er hat nicht mit dem Widerstand der Schriftstellerin Lynn und ihres Neffen Ben gerechnet.
     Die berühmte Schriftstellerin Lynn aus New York kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass die Welt der Literatur in Gefahr ist. Gondars Schergen meucheln Helden, zerstören Schauplätze und löschen die Erinnerung an ferne Zeiten. Lynn muss die Welt retten, die ihr so viel bedeutet. Ihr fünfzehnjähriger Neffe Ben folgt ihr, denn schließlich ist sie seine letzte Verwandte. Mit Hilfe eines Amuletts nimmt er ihre Spur auf und gelangt so in das Verona Romeo und Julias. In letzter Sekunde rettet er Julia vor den Häschern Gondars. Mit ihr und Romeos Freund Mercutio an der Seite setzt er seine Reise durch die aufregende Welt der literarischen Abenteuer fort – immer auf der Suche nach seiner Tante und dem Rätsel der Zerstörung dieser Welt. Dann nimmt Gondar auch ihn und seine Freunde ins Visier.

    Meinung:
    Ein Werk für Jugendliche das einen in die Welt der Bücher und Literatut führt.
    Das Buch ist gut lesbar und interessant, und vor allem, wenn man so ziemlich alle literarischen Figuren, die auftauchen, kennt, muss man weiterlesen.
    Kapitän Ahab mit seiner Mannschaft, Robinson Crusoe und   Freitag, Don Quijote und Sancho Panza, Oliver Twist, Madame Bovary, Anna Karenina, der junge Werther, das Fräulein von Scuderi und viele andere Protagonisten berühmter Klassiker kreuzen den Weg von Ben und helfen ihm bei der Suche und dem Kampf gegen den finsteren Gondar, was viele mit dem (vorläufigen) Tod bezahlen müssen.
    Einige große Sprünge plötzlich verwirren etwas und man fragt sich, wie können die Sprünge zwischen den einzelnen Büchern überhaupt funktionieren.
    Für Liebhaber der Literatur bestimmt ein gutes Werk, aber manchmal hätte es an einigen stellen weiter ausgebaut werden können.
  11. Cover des Buches Der Dante Club (ISBN: 9783423208260)
    Matthew Pearl

    Der Dante Club

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Felice
    Wenn man die ersten einhundert Seiten überstanden hat, in denen die Handlung noch etwas unstrukturiert ist und die vielen Personen verwirren, wird man mit einem richtig guten historischen Krimi belohnt.
    Die Mitglieder des "Dante Club" gab es zu der Zeit wirklich, der Fall ist fiktiv, aber realistisch erzählt und auch die Beweggründe des Täters sind in gewisser Weise nachvollziehbar.
    Der Autor legt großen Wert auf die Stimmung in Neuenglad Mitte des vorletzten Jahrhunderts und auch wenn nicht alle Personen gleich sympathisch sind, formen sie sich doch zu einer starken Gemeinschaft, die gemeinsam mit dem ersten farbigen Polizisten Bostons den Fall lösen.
  12. Cover des Buches Selected Tales: Poe (ISBN: 9780140623345)
    Edgar Allan Poe

    Selected Tales: Poe

     (37)
    Aktuelle Rezension von: JenniferHilgert

    As reader you will discover, Poe, who wrote the first tales of terror, possessed an unrivalled capacity to create atmosphere and suspense, and to probe the dark depths of the human psyche.

    »The thousand injuries of Fortunato I had borne as I best could; but when he ventured upon insult, I vowed revenge.«

    http://schriftverkehr.net/2015/12/31/einbucheinsatzrezension-ein-mindestens-100-jahre-altes-buch/

  13. Cover des Buches The Murders in the Rue Morgue and Other Tales (ISBN: 9780141198972)
    Edgar A. Poe

    The Murders in the Rue Morgue and Other Tales

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Sophilius

    Endlich habe ich mich an Edgar Allen Poe rangewagt und was soll ich sagen: sowohl auf deutsch als auch auf englisch (es kann also nicht an massiven sprachlichen Komplikationen gescheitert sein 😹) bin ich mittelmäßig enttäuscht. Ich hatte mir sehr düstere, spannende und gruselige Geschichten erwartet, aber nichtsdergleichen ist passiert. Auch sehr bekannte Geschichten wie „Mord in der Rue Morgue“ oder der „Fall des Hauses Usher“ haben mich nicht wirklich überzeugt. Erst als ich auf ein Hörbuch über die Geschichten von Poe gestoßen bin, haben mich die Geschichten ergriffen, da der Sprecher einen super Job gemacht hat...jedoch, und das bleibt unbestritten, ist der Schreibstil von Poe unbeschreiblich und hat eine sagenhafte Wirkung (daher drei Sterne).

  14. Cover des Buches The Complete Tales and Poems of Edgar Allan Poe (ISBN: 9780140103847)
  15. Cover des Buches Rost (ISBN: 9783423141352)
    Philipp Meyer

    Rost

     (36)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Bei der Lektüre dieses interessanten Romans musste ich unweigerlich an Billy Joel´s "Allentown" denken - die Hymne zur US-amerikanischen Stahlkrise der 1980er Jahre. "Rost" spielt jedoch Ende der 2000er Jahre im ländlichen Pennsylvania, was bis zum Ende des 20. Jahrhunderts ebenfalls massiv von der Stahlindustrie profitiert hat, sich aber mittlerweile in eine Region der Industrieruinen, Armut und Arbeitslosigkeit gewandelt hat.
    In dieser zerissenen Welt leben Isaac und Poe, zwei Erwachsene Anfang 20, die den Absprung verpasst haben und anscheinend ein karges Leben vor sich haben. In einer Notwehrsituation tötet Isaac versehentlich einen Menschen und stürzt somit das Leben der zwei Freunde in ein zusätzliches Chaos..
    Philipp Meyer versteht es fabelhaft, den Roman mit einer Vielzahl von Details oder vermeintlichen Nebensträngen auszuschmücken, die insgesamt betrachtet ein sehr sehr düsteres, aber wohl realistisches Bild des heutigen Pennsylvania machen. Auseinandergelebte Familien, Kleinkriminalität, Lethargie unter den Einwohnern - dies alles bekommt der Leser indirekt vermittelt und nimmt so Anteil am langsamen inneren und äußeren Verfall der USA.

    Empfehlenswert!
  16. Cover des Buches Rabenmord (ISBN: 9783596320813)
    Sheldon Rusch

    Rabenmord

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Liest sich am Anfang recht gut, es gibt ernsthafte Ermittlungen. Selbst als durch jemand Aussenstehenden der Verdacht auf eine bestimmte Person gelenkt wird und nach dieser gefahndet wird, liest sich die Ermittlung noch gut.
    Aber:
    Bilde ich mir das ein, oder haben nur Ermitlerinnen, besonders bei Männern als Autor Affären, die ausgiebig pseudoerotisch beschrieben werden ?
    Die Wiederbeziehung von Hewitt zu Gregory treibt das Buch über lange Seiten in einen Liebeserotikkitschroman, störte für mich in ersterlinie den Lesefluß.
    Das Buch macht knapp 30 Seiten vor Ende eine radikale Wendung, die glaubwürdiger wäre, wenn sie etwas ausführlicher wäre, aber man merkt sehr deutlich, das es dem Autor nur um ein überraschendes Ende ging.
    Das Buch sank bei mir von Klasse Roman, ich überlege die erwähnten Poe Geschichten nachzulesen zu ist endlich vorbei.

  17. Cover des Buches Der Untergang des Hauses Usher: Kriminalgeschichten (ISBN: 9783734723469)
    Edgar Allan Poe

    Der Untergang des Hauses Usher: Kriminalgeschichten

     (74)
    Aktuelle Rezension von: elodie_k
    Diese Sammlung an Erzählungen war nun das erste Werk, welches ich von Edgar Allan Poe gelesen habe und ich kann sagen, es wird nicht das letzte sein! Ich habe die Empfehlung hier irgendwo auf Lovelybooks gefunden und dachte, nun Poe ist einer der Autoren, der auch mal gelesen werden muss. Die Erzählungen in diesem Band sind sehr abstrakt und auf jeden Fall unterhaltsam, jedoch habe ich mich immer wieder gefragt, ob sie einen weiteren Sinn bzw. Hintergrund haben, falls ja ich habe ihn nicht gefunden. Ausserdem sind es teilweise ziemlich gruslige Geschichten und ich habe das Buch bis tief in die Nacht gelesen, konnte daraufhin auch kaum einschlafen. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen für Leser, die auf Unterhaltung Lust haben, ohne weiter zu denken und perfekt für stürmische Herbstnächte.
  18. Cover des Buches Das verräterische Herz (ISBN: 9783928606165)
    Edgar Allan Poe

    Das verräterische Herz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Wenn jemand einen Menschen nur aufgrund eines seltsamen Auges umbringt, dann hat er es auch verdient, sich selbst anhand seines Herzschlages zu verraten oder? Erstaunlich, wie eindrucksvoll man sich ausmalen kann, wie der Protagonist vor Schuld wahnsinnig wird.
  19. Cover des Buches Die Maske des roten Todes (ISBN: 9783928398688)
    Edgar Allan Poe

    Die Maske des roten Todes

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Prospero
    Hohe Burgmauern sollen Prinz Prospero und seine in einem Schloss verschanzte Upper-Class-Gesellschaft vor der im Land wütenden Cholera schützen – doch der "Rote Tod" dringt in seine edlen Gemächer ein, als die dekadente Gesellschaft einen Maskenball feiert, und rafft einen jeden dahin. Mit dieser Horror-Kurzgeschichte gelingen Poe - mindestens - drei Dinge: Er verarbeitet den Tod seiner engsten Liebsten und Angehörigen, die von Tuberkulose und Pest dahingerafft wurden; er kritisiert die Dekadenz und den Egoismus der oberen Zehntausend seiner Zeit – und er kleidet alles in farbenprächtige, anschauliche und ja, auch überaus schaurige Bilder. Jeweils zur vollen Stunde lässt der Schlag der Uhr die Party-People an den Tod denken ("Memento mori"), doch natürlich geht der Karneval weiter – bis der mächtige, reiche, eitle und egoistische Prinz daselbst durch seine Gemächer gejagt wird – vom weißen durchs gelbe Zimmer, vom grünen durch den blauen Salon, bis er zuletzt im violetten und roten Raum in die Ecke gedrängt wird wie eine gefangene Ratte. Mein Fazit: Ein Horror- und Sittengemälde, das jeden in den Bann schlägt.

    http://www.amazon.de/Maske-roten-andere-phantastische-Fahrten/dp/3257211848/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1381307510&sr=8-2&keywords=poe+die+maske+des+roten+todes
  20. Cover des Buches Dicke Enden (ISBN: 9783937016962)
    Volker König

    Dicke Enden

     (17)
    Aktuelle Rezension von: SchwarzeRose
    Nach dem ich mir das Buch "Dicke Enden" mehrmals durch gelesen habe, habe ich mir gedacht, nicht schlecht. Hätte ich echt nicht erwartet, auch wenn es manchmal verwirrend war.
  21. Cover des Buches Spirits Of The Dead: Tales and Poems (Penguin Popular Classics) (ISBN: 9780140622393)
  22. Cover des Buches Edgar Allan Poe 12. Eleonora (ISBN: 9783785730645)
    Edgar Allan Poe

    Edgar Allan Poe 12. Eleonora

     (7)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    Es wird immer mysteriöser. Edgar Allan Poe und Leonie verstecken sich vor Dr. Baker/Tempelton auf der Insel von CD Edgar Allan Poe - Der Goldkäfer (Edgar Allan Poe 6). Es stellt sich heraus, dass der Baum, in welchem E.A.Poe damals den Ring fand doch einen Schatz birgt (wie in seinem Traum). Das Leben auf der Insel könnte so schön sein, wenn Dr. Tempelton/Baker ihnen nicht gedungene Mörder auf den hals gehetzt hätte. Warum ist Tempelton dermaßen hinter Poe her? Die auf einer Kurzgeschichte des echten Poe basierende Geschichte ist wieder einmal ganz dezent als Traum eingebunden.
  23. Cover des Buches Die Stunde des Raben (ISBN: 9783426197370)
    Matthew Pearl

    Die Stunde des Raben

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Mina - Das Irrlicht
    Gestern habe ich "Die Stunde des Raben" zu Ende gelesen. Schön war es! Die Geschichte um die wahren Begebenheiten Poe's Tod sind liebevoll und mit Sorgfalt recherchiert. Das hat mir eigentlich an dem Buch am besten gefallen. Hinten im Buch, sind einige Erläuterungen des Autors dazu und auch die Danksagung des Autors und des Übersetzers zeugen davon, mit wieviel Hingabe alle Beteiligten an diesem Werk gearbeitet haben. Das hat mich irgendwie berührt. Die Umstände, unter denen Poe ums Leben kam, sind bis heute nicht wirklich geklärt. Der Protagonist geht mit großer Leidenschaft auf die Suche, nach eben diesen Umständen. Detailreich und in einer tollen Sprache, die an Poe selbst erinnert, erzählt der Protagonist alle Irrungen und Wirrungen, denen er auf der Suche nach der Wahrheit begegnet. Er selbst wird durch seine Bessenheit, den Fall zu lösen, von einem angesehenen Anwalt zu einem Psychiatriefall. Sehr lesenwert - sehr toll gemacht! Einfach ein schönes Buch!
  24. Cover des Buches Noch mehr Gespenster (ISBN: 9783257213102)
    Dolly Dolittle

    Noch mehr Gespenster

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sonoris
    Diese sehr lange Rezension zu den einzelnen Erzählungen ist über einen sehr langen Zeitraum entstanden, da ich die Erzählungen nicht hintereinander weg gelesen habe, sondern über mehrere Jahre. Deswegen kann ich so manche Meinung, die ich damals verfasst hatte, heute nur kommentarlos wiedergeben. Vielleicht sehe ich so manche Erzählung heute anders und kann die ein oder andere sogar verstehen. Heinrich Heine – Doktor Ascher und die Vernunft Diese Geschichte möchte beweisen, dass die Vernunft die Realität manchmal verzerren kann. Doktor Ascher glaubt, nachdem er gestorben und als Gespenst wieder erschienen ist, dass es keine Gespenster gibt. Er gibt als Argumente viele logische Details wieder und zitiert Kant, etc., bis er selbst merkt, dass er eines ist. Eine sehr spannende und schöne Geschichte. *** (fünf Sterne) Washington Irving – Der Student und die fremde Dame Student verliebt sich in eine Frau, die tot ist. Schöne Geschichte um Wahnvorstellungen, unerfüllte Liebe und Hoffnungen. Stil: Schöner Satzbau Stimmung: angenehm, unheimlich. *** Alexander Puschkin – Der Sargmacher Aus meiner Sicht ist das Ende ziemlich belanglos und stellt gar die ganze Geschichte infrage, lässt sie als witzige und sinnlose Geschichte erscheinen. Stil: nicht sehr angenehm. Stimmung: Durch Trinkgelage und lautes und derbes Verhalten entsprechend geprägt. * Heinrich von Kleist – Das Bettelweib von Locarno Geschichte ist ganz nett, aber ein aus meiner Sicht schrecklicher Stil: Sehr umständlich geschrieben und dadurch nicht flüssig lesbar. Die Stimmung leidet darunter. ** Honore De Balzak – Tobias Guarnerius Nette, aber nicht besonders unheimliche Geschichte. Die berühmte Geige Stradivari wird von Tobias nachgebaut mit der Seele seiner Mutter erfüllt. Stil: angenehm, schöner Erzählstil wird aber durch Umständlichkeit geschmälert. Stimmung: nicht sehr angenehm. ** Edgar Allan Poe – Die Tatsachen im Falle Waldemar Sehr schöne und spannende Geschichte um den damals entstehenden Mesmerismus, der bei einem Sterbenden angewandt wird. Dies ist eine typische Poe-Erzählung mit den Themen Tod und Unbegreiflichem. Durch Experimente wird das Unbegreifliche und Neue versucht entstehen zu lassen und Erklärungen zu liefern. Diese Erzählung wurde mit Vincent Price verfilmt. Stil: gut lesbar, was aus meiner Sicht untypisch für das frühe 19. Jahrhundert ist, was allerdings an der Übersetzung liegen kann. Stimmung: sehr angenehm. ** Nicola Gogol – Der verhexte Platz Verstehe den Sinn dieser Erzählung nicht, in der es darum geht, dass ein Platz verhext ist und seine Beschaffenheit ändert. Aber warum dies geschieht und was sich dahinter verbirgt, wird nicht weiter erzählt. Stil: Plump (grobschlächtig), wirkt auf mich durcheinander. Stimmung: grausam, öde und derb. * Pu-Ssung Ling – Das Wandbild Dies ist eine esoterisch-buddhistische Kurzgeschichte, um ein Wandbild, in dem ein Betrachter hineingeht und die Figuren kennenlernt. ** Yakumo Koizumi – Die Päonienlaterne Ebenso eine esoterisch-buddhistische Kurzgeschichte, diesmal um eine Liebesbeziehung, die über mehrere Inkarnationen geht → Vermählung mit einer Toten. Stil: durch die mir fremden Orts- und Personennamen schwer verständlich. Stimmung: angenehm. ** Gottfried Keller – Die Geisterseher Etwas schwer verständlicher Stil, nichtsdestotrotz eine schöne Erzählung mit vielen Emotionen und schöner Stimmung mit einem sehr gefühlvollen aber nicht kitschigen Ende. Es ist, aus meiner Sicht, jedoch keine Gespenstererzählung. Es geht vornehmlich um Liebe, Beziehung zwischen einer Frau und zwei Männern. ** Iwan Turgenjew – Gespenster Belanglose und fiktive Geschichte mit vielen Träumen, in denen der Protagonist mit einem weiblichen Phantom durch die Welt fliegt. Das Phantom verschwindet plötzlich, wie es erschienen ist, ohne Erklärung. * Ambrose Bierce – Eine Sommernacht Eine sehr kurze und mehr oder minder spannende Erzählung. Ambrose Bierce verfügte über einen sehr schönen Schreibstil, die Erzählung vermag es aber nur geringfügig aufzuwerten. Verstehe nicht ganz den Sinn, vielleicht ist sie humorvoll. Ein Mann wurde lebend begraben, dann von drei Männern ausgegraben. Der vermeintlich Tote richtete sich auf, was die Totengräber erschreckte und zwei von ihnen weglaufen ließ. Der Dritte lieferte, den nun Toten den beiden Anderen mit der Forderung das versprochene Geld zu zahlen. Was ist die Aussage dieser Geschichte? Vielleicht mag mir jemand die erläutern. Dennoch ***. O. Henry – Das möblierte Zimmer Schön-schaurige Erzählung mit traurigem Ende. Mann sucht seine Geliebte, die er dann in einem Zimmer anhand ihres Duftes meint, gefunden zu haben. Auf Nachfragen erhält er negative Antworten, er bringt sich um, dann erfährt der Leser, die Lösung. Durch den Wechsel der Perspektive, die dann nur sehr kurz gehalten ist, wird die Stimmung, so wirkt dies auf mich, unterbrochen. Nichtsdestotrotz: ** Guy De Maupassant – Der Horla Eine grandiose Erzählung, in dem ein „neues“ Wesen sich der Seele des Erzählers bemächtigt. Diese Geschichte mag einiges über die geistige Verfassung des Schriftstellers aussagen, in der er sich kurz vor seinem Tod befand, dennoch oder gerade deswegen liegt hiermit eine sehr spannende und geistreiche Erzählung vor, die mit einer sehr schönen Atmosphäre aufwarten kann. Der Autor macht sich philosophische Gedanken um das menschliche Dasein. Ich meine Ähnlichkeit zu Lovecraft´s späterem Werk zu erkennen. *** Anton Cechov – Der schwarze Mönch Dies ist eine sehr aufwühlende und beklemmende Schlüsselgeschichte mit philosophischen Gedanken. Der Mensch strebt nach Höherem, so die Aussage dieser Erzählung. (Stimme mit Aussage dieser Geschichte nicht hundertprozentig überein). Des weiteren stellt die Erzählung einige Haltungen, Einstellungen und Ansichten infrage. Das Ende habe ich abermals nicht ganz verstanden. Werde ich auf jeden Fall noch mal lesen. *** Tania Blixen – Die Geschichte eines Schiffsjungen Die vorliegende Erzählung ist wohl eine Parabel, die aussagen möchte, dass Taten, seien sie gut oder böse, sich gegen die entsprechende Person richtet und sich damit wiederholen (ähnlich der Aussage des Karmagesetzes). Diese Erzählung weist darüber hinaus eine sehr schöne Stimmung und einen sehr angenehmen Stil auf. Deswegen gebe ich: *** Walter De La Mare – Die Prinzessin Bei der letzten Erzählung schwanke ich bei meiner Bewertung: Auf der einen Seite weist sie eine sehr schöne Stimmung und Atmosphäre auf, auf der anderen Seite ist die Aussage der Geschichte für mich nicht nachvollziehbar und die Geschichte nicht flüssig lesbar. Immer wieder verliere ich den Faden und muss manche Sätze zwei- bis dreimal lesen, um wieder in die Geschichte hineinzukommen. Somit gebe ich für die Stimmung/Atmosphäre ** (vier Sterne) und für den Inhalt/Aussage sowie für die Lesbarkeit nur *** (drei Sterne). Diese Anthologie bietet eine sehr schöne Mischung aus Gespenstergeschichten aus der ganzen Welt. Mit unter anderem "Der Horla" von Guy De Maupassant, "Der schwarze Mönch" von Anton Cechov sowie "Die Geschichte eines Schiffsjungen" von Tania Blixen liegen drei grandiose Erzählungen vor, die diesen Band für den Leser von unheimlichen und intelligenten Geschichten aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert unverzichtbar machen.

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