Bücher mit dem Tag "poesie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "poesie" gekennzeichnet haben.

287 Bücher

  1. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.555)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...

    Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)

    Meine Meinung:

    Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.

    Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.

    Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.

    Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.

    Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.

    Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.

    Fazit:

    Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.

    Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.

    Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:

    „Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
    Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
    Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166) 
    Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
  2. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.459)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Der Schreibstil von Delia Owens ist sehr klar und flüssig, sodass man immer weiter lesen möchte. Die Marschlandschaft, in welcher der Roman spielt, wurde sehr bildhaft beschrieben und auch die Gefühlswelt und Einsamkeit von Kya wird sehr atmosphärisch zum Ausdruck gebracht. Mir hat es gefallen, dass verschiedene Themen in diesem Roman Platz gefunden haben: Der Leser erfährt viel über die Natur, begleitet Kya von Kindsbeinen an bis zum Erwachsenalter, und ein Kriminalfall durch den Tod von Chase ist ebenfalls Teil der Handlung. Die Zeitsprünge haben mich nicht gestört, es wurde so noch mehr Spannung erzeugt. Ich fand das Buch sehr außergewohnlich und kann es definitiv weiter empfehlen. 

  3. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Flucht (ISBN: 9783596194988)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Flucht

    (2.304)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    In diesem Buch geht die Geschichte um die Liebe die nicht sein soll weiter. Wir bekommen zwei Perspektiven präsentiert, dabei klappt der Übergang für mich nicht immer sauber. Dennoch fand ich es interessant diese Suche und Flucht aus beiden Perspektiven zu erleben.

    Die Geschichte an sich hatte ein paar Längen. Es fühlte sich manchmal so an als wurde recht wenig passieren. Dafür bekamen aber auch die anderen Figuren etwas mehr Tiefe verpasst. Daher war es für mich verständlich wieso es die lägen gab.

    Ich freue mich auf den letzten Teil, dieser endet mit einem Cliffhanger. 

  4. Cover des Buches Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (ISBN: 9783423627016)
    John Green

    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

    (723)
    Aktuelle Rezension von: Cookie4

    Mir hat das Buch sehr gefallen, vorallem der Schreibstil von John Green war wieder so toll, dass man flüssig lesen konnte und das Buch nicht aus den Händen legen konnte. Die dargestellten Chats zwischen Aza und ihrer besten Freundin und auch mit Davis haben es viel moderner gemacht. 

    Großes Lob!

    Ich finde es auch sehr gut, dass er in diesem Buch viel über Azas Zwangsstörung geschrieben hat und man auch einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihre Probleme bekommen hat, denn so hat man gespürt, dass sie in ihrem eigenen Kopf gefangen ist und keinen Ausweg sieht und das Ganze für Aza am schwierigsten ist. 


    Ein tolles Buch für junge Erwachsene, ich kann es nur weiterempfehlen! 

  5. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

    (960)
    Aktuelle Rezension von: diepersephone

    Dieses Buch hat mich viele Jahre lang begleitet in meinen Gedanken. Da es wirklich einzigartig ist, und ich so hineingezogen wurde, in diese Geschichte, die mir gleichzeitig so vertraut und auch fremd vorgekommen ist. Ich konnte mich sofort mit der Hauptfigur identifizieren, mit Ihren Problemen, mit Ihren Gedanken. Das einzige, was mich gestört hat, ist das nicht aufgelöst wird, was es mit der Wand auf sich hat. Das hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen.

  6. Cover des Buches Der Ozean am Ende der Straße (ISBN: 9783847900719)
    Neil Gaiman

    Der Ozean am Ende der Straße

    (516)
    Aktuelle Rezension von: wolfgirl07

    Am Anfang war ich ein bisschen verwirrt, weil ich nicht alles sofort verstanden habe. Es gab viele Fragen in meinem Kopf, und ich wusste nicht genau, was eigentlich los ist. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich alles erklärt, und dann wurde die Geschichte richtig gut!

    Besonders toll fand ich, wie geheimnisvoll alles war. Die Familie Hempstock fand ich am spannendsten, weil sie irgendwie magisch wirkt. Ihr Teich ist auch nicht einfach nur ein Teich, sondern fühlt sich an wie etwas viel Größeres.

    Manchmal war die Geschichte auch ein bisschen gruselig, aber auf eine gute Art, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte. Es gab viele Gefühle, wie Angst, Mut und Freundschaft.

    Ich glaube, das Buch ist perfekt für alle, die gern spannende und ein bisschen verrückte Geschichten mögen. Mir hat es am Ende richtig gut gefallen!

  7. Cover des Buches Offene See (ISBN: 9783832165987)
    Benjamin Myers

    Offene See

    (443)
    Aktuelle Rezension von: BiblioLoni

    Der 16-jährige Robert verspürt eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer. Deshalb macht er sich zu Fuß auf den Weg zur Küste. Dort lernt er die ältere Frau Dulcie kennen, die ihm einen neuen Blickwinkel auf das Leben eröffnet.

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ab etwa der Mitte des Buches kam jedoch Spannung auf, und die Handlung wurde zunehmend interessanter. Etwas unrealistisch fand ich, dass Robert mit 16 Jahren bereits so reif wirkt. Dennoch war die Freundschaft zu Dulcie und der respektvolle Umgang der beiden miteinander sehr herzerwärmend. Besonders genossen habe ich das Setting mit dem Meer, dem kleinen Haus und dem typischen Dorfleben. Auch Roberts persönliche Entwicklung hat mir gut gefallen.

    Insgesamt war es ein schönes Buch, das mich jedoch nicht vollständig umgehauen hat.

  8. Cover des Buches Milk and Honey (ISBN: 9781449474256)
    Rupi Kaur

    Milk and Honey

    (244)
    Aktuelle Rezension von: bookswithjacki

    Ich persönlich finde dieses Buch noch etwas besser als "The sun and her flowers". Ein Großteil der Gedichte hat mir gut gefallen, aber natürlich gibt es auch immer welche, die einem weniger zusagen. Das Buch bietet einen leichten Zugang zu Lyrik, gerade zu fremdsprachiger Lyrik.                                    

  9. Cover des Buches Bring Down the Stars (ISBN: 9783736311282)
    Emma Scott

    Bring Down the Stars

    (695)
    Aktuelle Rezension von: Haruki

    Bring Down the Stars von Emma Scott hat mich von Beginn an begeistert. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, was vor allem am angenehmen, flüssigen Schreibstil der Autorin liegt. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber kontinuierlich, sodass ich schnell in der Welt der Geschichte angekommen bin und mich emotional auf die Figuren einlassen konnte.

    Besonders positiv hervorzuheben ist die Ausarbeitung der Charaktere. Alle Protagonisten wirken vielschichtig, authentisch und nachvollziehbar. Autumn ist eine sympathische junge Frau, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Sie handelt oft sehr gefühlsgeleitet, was mich stellenweise etwas gestört hat, gleichzeitig aber gut zu ihrem Alter und ihrer persönlichen Entwicklung passt. Gerade diese Unvollkommenheit macht sie jedoch realistisch.

    Connor verkörpert für mich den typischen Sunnyboy, der nach außen hin selbstsicher wirkt, innerlich jedoch stark unter dem familiären Druck leidet, der auf ihm lastet. Seine Schwierigkeiten, Gefühle offen zu zeigen und auszusprechen, erscheinen stimmig und gut in seinen Charakter eingebettet.

    Weston ist für mich ganz klar das emotionale Herz der Geschichte – ein absoluter „Book Boyfriend“. Seine Vergangenheit, geprägt von einem unverarbeiteten Kindheitstrauma, beeinflusst sein Erwachsenenleben spürbar und verleiht seiner Figur eine große Tiefe. Seine innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit sind eindrucksvoll dargestellt und haben mich besonders berührt.

    Die Dynamik zwischen Autumn, Connor und Weston ist intensiv, komplex und emotional aufgeladen. Emma Scott gelingt es hervorragend, die Beziehungen und inneren Konflikte der drei so lebendig zu beschreiben, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, jede Emotion selbst mitzuerleben. Freundschaft, Liebe, Loyalität und innere Kämpfe greifen hier glaubwürdig ineinander.

    Für mich war Bring Down the Stars ein absolutes Highlight. Umso mehr frage ich mich, warum ich erst jetzt auf Emma Scott aufmerksam geworden bin. Der zweite Band steht bereits bereit, und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

    Eine klare Leseempfehlung für alle, die emotionale New-Adult-Romane mit tiefgründigen Charakteren und intensiven Beziehungen lieben.

  10. Cover des Buches Liebe findet uns (ISBN: 9783548062266)
    J. P. Monninger

    Liebe findet uns

    (427)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Heather macht mit ihren zwei Freundinnen Constance und Amy nach ihrem Collegeabschluss, eine Rundreise durch Europa. Während einer Zugfahrt von Paris nach Amsterdam lernt sie durch Zufall Jack kennen der auch eine Rundreise durch Europa macht, aber geleitet durch ein Tagebuch seines Großvaters der als Soldat nach dem zweiten Weltkrieg durch Europa wanderte. Die beiden entwickeln ziemlich schnell Gefühle für einander, verlieben sich haben eine wunderbare Zeit in Europa und beginnen eine Zukunft in New York zu planen, da Heather nach ihrer Reise dort einen Job anfangen wird. Als sie nun am Ende ihrer Reise am Flughafen in Paris stehen um zurück zu fliegen, verschwindet plötzlich Jack spurlos. Heather ist verzweifelt da sie nicht verstehen kann, warum Jack einfach verschwunden ist und kommt einfach nicht über ihn hinweg. Als sie plötzlich einen Hinweis erhält beginnt sie ihn zu suchen und erfährt mehr über sein Geheimnis.

    Hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da man mich immer mit Stories die um eine Reise in einem Zug durch Europa handeln, hat. Schließlich gehört der Film 'Before Sunrise' bis heute zu einem meiner absoluten Lieblingsfilmen. Dennoch fand ich das Buch teilweise anstrengend zu lesen, da es sich streckenweise gezogen hat. Auch der Charakter von Jack empfand ich eher als kühl und etwas abgeklärt und arrogant und konnte die Anziehung zwischen ihm und Heather überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch ist OK, hat aber seine Fehler und kann gelesen werden, aber gehört nicht zu den Büchern die man gelesen haben muss.

  11. Cover des Buches Ich gebe dir die Sonne (ISBN: 9783570312223)
    Jandy Nelson

    Ich gebe dir die Sonne

    (168)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es gibt Bücher, da weiss man schon nach wenigen Seiten, dass man sie lieben wird. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson ist so eine Geschichte. Eine Geschichte, die mich tief beeindruckt und begeistert hat und die ich kaum in Worte fassen kann. Eine Geschichte, die man selber erleben muss. Die Zwillinge Noah und Jude sind mit 13 Jahren zwar sehr unterschiedlich, aber unzertrennlich. Doch dann schleicht sich die Eifersucht ein, um den Stellenwert bei den Eltern aber auch aufeinander. Drei Jahre später sprechen sie kaum noch ein Wort miteinander und es hat den Anschein, als hätten sie die Rollen getauscht. Mit 13 Jahren war Noah sehr introvertiert und drückte sich vor allem durch das Malen aus, Jude war dagegen draufgängerisch und frei. Doch heute studiert sie an der Kunsthochschule, die immer Noahs Traum war. Er hingegen nimmt keinen Pinsel, keine Stifte mehr in die Hand. Das Besondere an diesem Buch ist, dass wir als Leser einen intensiven Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Zwillinge erhalten. Das gelingt dadurch, dass es zwei Handlungsstränge gibt. Der erste findet vor dem Bruch der Zwillinge statt als beide 13/14 sind und wird uns aus der Sicht von Noah erzählt, der eine ganz spezielle Wahrnehmung auf die Welt hat. Der zweite Handlungsstrang spielt zu der Zeit, als Noah und Jude 16 sind, und wird aus der Sicht von Jude erzählt, die auf eine ganz besondere Art und Weise abergläubisch ist. Obwohl wir so mit jedem Perspektivenwechsel auch noch einen Zeitsprung haben, bereitet es keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Erst nach und nach erkennt man, wie die unterschiedlichen Charaktere zusammenspielen, was es mit den Familiengeheimnissen auf sich hat und was dann schlussendlich wirklich zum Bruch zwischen den Zwillingen geführt hat, gleichzeitig begleiten wir sie auf dem Weg des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung. Jandy Nelson zieht im Hintergrund geschickt die Fäden und schafft die Balance zwischen dem individuellen Schicksal und dem gemeinsamen Drama. Sie schafft es dabei, einfühlsam die Themen Sexualität, Liebe, Trauer und Vergebung zur Sprache zu bringen. Das Buch überzeugt mit facettenreichen Charakteren und der Sprachkunst der Autorin. Sie erzählt so intensiv, zum Teil poetisch, dass man als Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgerissen wird. Das ist Erzählkunst! Jandy Nelson hat mir ein wundervolles und intensives Leseerlebnis geschenkt und obwohl das Buch doch knapp 500 Seiten umfasst, hätte ich Noah und Jude nur zu gerne noch ein Stück weiter begleitet. 

  12. Cover des Buches Light Up the Sky (ISBN: 9783736311657)
    Emma Scott

    Light Up the Sky

    (492)
    Aktuelle Rezension von: Haruki

    Nach dem Lesen des ersten Bandes hätte ich nicht gedacht, dass Light Up the Sky die Geschichte noch einmal übertreffen könnte. Zu Beginn des zweiten Teils war ich daher eher skeptisch – doch dieses Gefühl hielt nicht lange an. Denn das Ende hat mich vollkommen überrascht und tief berührt.

    Wie bereits im ersten Band konnte mich Emma Scotts Schreibstil erneut voll überzeugen. Er ist flüssig, rund und emotional, sodass ich mich schnell wieder in der Geschichte zurechtgefunden habe und mühelos durch die Seiten getragen wurde.

    Besonders gelungen fand ich die Weiterentwicklung der Charaktere, die auf mich sehr realistisch und glaubwürdig wirkte.
    Autumn ist deutlich erwachsener und reifer geworden. Zwar bleibt sie ein sehr gefühlsbetonter Mensch, doch ihre Entscheidungen wirken überlegter und reflektierter, was ihre persönliche Entwicklung schön unterstreicht.

    Connor hingegen hat mich im zweiten Band stellenweise etwas frustriert. Seine Erlebnisse im Krieg und die daraus resultierende posttraumatische Belastungsstörung sind nachvollziehbar und sensibel dargestellt. Dennoch fiel es mir schwer, seinen innerlichen Rückzug und vor allem das Gefühl, Weston im Stich zu lassen, zu akzeptieren – insbesondere vor dem Hintergrund ihrer jahrelangen Freundschaft. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass jeder Mensch traumatische Erfahrungen auf seine eigene Weise verarbeitet, was sein Verhalten wiederum realistisch erscheinen lässt.

    Weston war auch in diesem Band ein unglaublich starker und berührender Charakter. Seine persönliche Entwicklung ist beeindruckend. Die Querschnittslähmung stellt einen massiven Einschnitt in sein Leben dar, doch ich hatte das Gefühl, dass er letztlich daran gewachsen ist. Mit der Unterstützung seines Professors, der ihm einen entscheidenden Anstoß gibt, richtet er sein Leben neu aus und schlägt einen Weg ein, der sich für ihn richtig anfühlt. Auch die Verarbeitung seines Kindheitstraumas wird sensibel und glaubwürdig dargestellt.

    Die emotionale Dynamik zwischen Autumn, Connor und Weston ist im zweiten Teil sogar noch intensiver als zuvor. Verrat, Vertrauensbrüche und Enttäuschungen sind ebenso spürbar wie Liebe, Verbundenheit und tiefe Freundschaft. Beim Lesen konnte ich all diese Gefühle nahezu körperlich miterleben – mehr als einmal kamen mir die Tränen. So stark mitzufühlen ist mir schon seit Jahren bei keinem Buch mehr passiert.

    Light Up the Sky steckt voller Emotionen und Tiefe. Ich bin begeistert davon, wie sehr mich dieses Buch bewegt hat, und habe mir direkt weitere Werke von Emma Scott gekauft.

    Eine absolute Leseempfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit starken Charakteren und intensiven Beziehungen lieben.

  13. Cover des Buches Hoffnung auf Papier (ISBN: 9783426529980)
    Stephanie Butland

    Hoffnung auf Papier

    (192)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Stell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.

    Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher

    Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?

    Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept

    Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.

    Ein Brief, der alles ändert

    Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.

    Zwischen den Zeilen der Pandemie

    Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.

    Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist

    "Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.

  14. Cover des Buches The Sun and Her Flowers (ISBN: 9781471165825)
    Rupi Kaur

    The Sun and Her Flowers

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Masmavi

    For me this book is like a good trustful friend: someone who has built a strong will and resilience out of necessity, who communicates with you, demands love and blooms with every successfully planted boundary, still suffers without being afraid of rejection <3 Some of Kaurs poems are still written in her older Instagram way: short and easy to understand. I love the mixture of these shorties and the more complex "sessions", altough it is a bit exhausting toswitch from style to style.

  15. Cover des Buches Auf Erden sind wir kurz grandios (ISBN: 9783442770083)
    Ocean Vuong

    Auf Erden sind wir kurz grandios

    (185)
    Aktuelle Rezension von: T_Gruber

    Ocean Vuong nimmt uns mit in die Welt vietnamesischer Einwanderer in den USA. So erfahren wir, warum eine Großmutter ihren Enkel (den Ich-Erzähler) "Little Dog" nennt. Weil böse Geister einen Bogen um ein Haus machen, in dem Kinder hässliche Namen haben! Magie ist in diesem Buch nie weit entfernt, und so manche US-Errungenschaften werden von den Einwanderern nur schwer akzeptiert. Neben dieser kulturellen Unterschiede, erfahren wir aber auch von einer Kindheit in tiefer Armut und von einem Jugendlichen, der seine Homosexualität entdeckt, die so gar nicht in sein Milieu passt. Generell ist Liebe und Gewalt immer nah beieinander: die Mutter schlägt ihren Sohn, obwohl da auch Liebe ist. Und auch zwischen dem Ich-Erzähler und seinem Liebhaber Trevor ist trotz aller Zuneigung Gewalt nie fern. Trotzdem hält der Roman an den grandiosen Augenblicken fest, die in der Liebe stecken und in der Schönheit der Welt. Es ist ein trotziges Festhalten, denn eigentlich könnte man auch verzweifeln. Und das ist das Wunderbare an diesem Roman, der von einem Lyriker geschrieben wurde, dass er in den vielen bildstarken Sätzen und ungewöhnlichen Wendungen das Schöne zeigt. Ein ermutigendes Buch, auch in dunklen Zeiten. Im Titel "On Earth We're Briefly Gorgeous"  - oder in der passenden deutschen Übersetzung "Auf Erden sind wir kurz grandios" - kommt die Essenz des Lebens auf den Punkt, wie sie nur geniale Jugendliche erfahren können. Absolut lesenswert! Ein Meisterwerk!


  16. Cover des Buches Die Liebe an miesen Tagen (ISBN: 9783755805038)
    Ewald Arenz

    Die Liebe an miesen Tagen

    (265)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Seitdem ihr Ehemann verstorben ist, lebt Clara allein. Momentan plagen sie finanzielle Engpässe, sodass sie sich schweren Herzens dazu entscheidet, dass Wochenendhaus, dass sie und ihr Mann in mühevoller Arbeit zur ihrem persönlichen Rückzugsort aufgebaut haben, zu verkaufen. Perspektivwechsel: Eigentlich hat Elias gar keine Lust, das Häuschen, dass seine Freundin Vera in einem Inserat gefunden hat, zu begutachten. Sie können es sich eh nicht leisten. Trotzdem hat er sich breitschlagen lassen – und trifft dort auf Clara…

    Persönliche Meinung: „Die Liebe an miesen Tagen“ ist ein Liebesroman von Ewald Arenz. Im Fokus stehen die beiden Protagonisten Clara und Elias, aus deren personalen Perspektiven die Handlung wechselweise erzählt werden. Beide sind schon länger aus der Phase, in der man sich leichthin verknallt, heraus; glauben auch gar nicht mehr an die eine große Liebe – und trotzdem: Als sie sich am Wochenendhäuschen treffen, funkt es. Ewald Arenz zeichnet die Annäherung der beiden, die ersten Schmetterlinge sowie die weitere Entwicklung der Beziehung mit all ihren Höhen und Tiefen einfühl- und behutsam mit einem emphatischen Ton nach. Dabei werden die Gefühle und Unsicherheiten, die die Protagonisten mit sich herumtragen, sehr greifbar. Um nur einige Fragen zu nennen, die die beiden beschäftigen: Bin ich nicht zu alt, mich neu zu verlieben? Wie wird es mein (familiärer) Umkreis aufnehmen? Passt mein Lebensentwurf zum Lebensentwurf der anderen Person? Neben der Liebe werden noch weitere Themen im Roman berührt (Umgang mit Krankheit, Tod und Älterwerden der eigenen Eltern), wodurch „Die Liebe an miesen Tagen“ eine vielschichtige Lektüre wird. Die Handlung selbst ist nicht vorhersehbar und besitzt einige dramatische Wendungen. Insgesamt ist „Die Liebe an miesen Tagen“ ein emphatisch geschriebener Roman über die Liebe im erwachsenen Alter, der durchaus auch Lesende mitreißen kann, die noch jünger als die Protagonisten sind.

  17. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (295)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Dieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. 

  18. Cover des Buches Der Wortschatz (ISBN: 9783000609312)
    Elias Vorpahl

    Der Wortschatz

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    In "Der Wortschatz" begleiten wir ein Wort, das vergessen hat, wie es heißt und das sich auf die Suche nach seinem Sinn gemacht hat. Es ist auf sich allein gestellt und reist durch die fantastische Welt der Sprache.

    Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da es so anders ist als das, was ich sonst lese und weil ich neugierig darauf war, was mich erwartet. Laut Klappentext geht es um die Suche nach dem eigenen Sinn, ich muss jedoch zugeben, dass ich vor allem nach dem Sinn der Geschichte gesucht habe. Die Geschichte war ganz unterhaltsam im Märchenstil geschrieben und ich fühlte mich etwas wie Alice im Wunderland, doch während des Lesens habe ich mich immer gefragt, wo die Geschichte hinführen wird und ob für mich alles am Ende einen Sinn ergibt. Für mich ist das Ergebnis leider, dass sich mir der Sinn des Buches nicht erschlossen hat. Vielleicht ist es nur für mich nicht die richtige Art von Roman gewesen, vielleicht geht es auch anderen Lesenden so. Ich kann als Fazit feststellen, dass ich die Grundidee und den Ideenreichtum der Geschichte gut fand, ich jedoch den Sinn der Geschichte und somit die Lehre für meinen eigenen Sinn in diesem Buch leider nicht gefunden habe. 

  19. Cover des Buches Das Mädchen, das in der Metro las (ISBN: 9783832165000)
    Christine Féret-Fleury

    Das Mädchen, das in der Metro las

    (273)
    Aktuelle Rezension von: herr_hygge

    Sobald Juliette auf dem Weg zu ihrem langweiligen Makler-Job in die Metro steigt flüchtet sie sich in die bunte Welt der Bücher, oder beobachtet die Menschen um Sie herum. Da ist die Dame mit dem Kochbuch oder der Mann mit dem grünen Hut, der immer in eine Insektenfibel vertieft ist.
    Eines Tages, als sie beschließt zwei Stationen vor ihrem eigentlichen Ziel auszusteigen, begegnet Sie Soliman und seiner Tochter Zaïde, die zwischen unzähligen Bücherstapeln in einem Lagerhaus wohnen. Soliman ist fest davon überzeugt, dass jedes Buch die Kraft hat ein Leben für immer zu verändern, wenn es nur an die richtige Person vermittelt wird. Dafür beauftrag er spezielle Kuriere, welche die kostbaren Güter unter die Leute bringen, die es tätig haben. Juliette wird zu einer solchen Botin und erlebt am eigenen Leib wie Bücher ein Leben verändern können.

    Eine nette kleine Geschichte die Christine Furet-Fleury in ihrem Roman „Das Mädchen, das in der Metro las“ niedergeschrieben hat. Allerdings wird dieses Buch mein Leben nicht verändern, denn mehr als die Eigenschaft „nett“ kann ich der Handlung nicht zugestehen.
    Eigentlich mag ich Geschichten, die leise vor sich hin plätschern sehr gerne, aber diese war mir dann doch etwas zu leisen. Ich kam nicht richtig rein und es fiel mir schwer zu verstehen was die Figuren in ihrem Handeln antreibt. Alles wirkte etwas farblos und wie eine ausführliche Lektüren-Liste um die eine Geschichte gewoben wurde. Es gab wirklich gut geschriebene Szenen, allerdings befürchte ich, dass diese nicht ausreichen werden, damit mir dieses Buch in Erinnerung bleibt.

  20. Cover des Buches Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt (ISBN: 9783733508852)
    David Levithan

    Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Emmy_Teardrop

    Rezension ( kann Spoiler enthalten) :

    Two Boys Kissing- Jede Sekunde zählt von David Levithan 

    Handlung :

    Harry und Craig. Waren mal zusammen, küssen sich jetzt 32 Stunden und ein wenig mehr um den Rekord im Langzeitküssen zu brechen. 

    Peter und Neil. Sind zusammen. 

    Ryan und Avery. Lernen sich kennen. 

    Cooper. Geht ins Internet um andere Männer kennenzulernen.

    Tariq. Lebt sein Leben. 

    Ein Haufen Kurzgeschichten über schwulen Jungen 

    Meinung :

    Ich bin ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. 

     Ich bin von einem Roman ausgegangen, hinten auf dem Klappentext steht nur etwas von Harry und Craig, nichts von Kurzgeschichten, zwischen die,  Vorträge vom Autor geschummelt werden. Er redet die ganze Zeit als :Ich bin der Autor. Ich erzähle meine Anekdoten und diesen Geschichten. Mal rede  ich zu älterem Publikum ( z. B  wir könnten ihm jetzt sagen... ) und mal zu jüngerem ( z.B. ihr wisst gar nicht mehr was das ist) Ich habe danach noch Ryan & Avery vom selben Autor gelesen, was mir deutlich besser gefallen hat, allerdings kommen die beiden in diesem Buch auch vor, es wird also viel vorweggenommen.  

    Ich habe wirklich fast 100 Seiten gebraucht um zu verstehen, dass das kein Vorwort ist sondern die ganze Zeit so bleibt. 

    Fazit : 

    Gute Idee, aber der Autor hat daraus einen Flop gemacht. 

  21. Cover des Buches Pillow Thoughts (ISBN: 9781449489755)
    Courtney Peppernell

    Pillow Thoughts

    (49)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Bei meiner aktuellen Mission, mich durch die modernen Klassiker von Poesie-Anthologien durchzuprobieren, darf "Pillow Thoughts" der australischen Bestsellerautorin Courtney Peppernell natürlich nicht fehlen. Auch wenn ich an die acht Jahre zu spät bin für den Hype, wollte ich mir selbst ein Bild machen von einem Buch, das so viele Menschen tief bewegt hat – insbesondere auf Instagram, Tumblr und Co., wo Auszüge daraus regelmäßig die Runde machten.

    "Even if your sadness feels quite heavy the truth is it´s just a paperweight. Learn to turn the page."

    Das Buch ist in zehn thematische Kapitel gegliedert – darunter Kategorien wie "If you are in love", "If you are heartbroken", "If you are lonely" oder "If you are soul-searching". So kann man "Pillow Thoughts" als eine Art emotionaler Erste-Hilfe-Kasten verstehen, der für unterschiedliche Seelenlagen unterschiedliche Anregungen bereithält. Dabei werden Themen wie Herzschmerz, Sehnsucht, Trauer, Hoffnung und Orientierungslosigkeit abgedeckt und in schlichtem Stil in direkten Botschaften verpackt. Ergänzt werden diese durch wunderschöne Illustrationen von Rosy Bullot. 

    "You are a battlefield. Never will there be a greater war than the one you hold with yourself.”

    So sehr ich den Ansatz und die Struktur des Buches schätze, so wenig haben allerdings viele Texte wirklich mit mir resoniert. Natürlich gibt es in Anthologien immer Gedichte, die einem mehr zusagen und andere, die weniger berühren, aber hier waren letztere leider in der Überzahl. Vielleicht habe ich einfach schon zu viel Ähnliches gelesen? Vielleicht war es für mich der falsche Zeitpunkt für das Buch? Ich weiß es nicht genau. Viele Rezensionen im Netz feiern gerade die Zugänglichkeit und Klarheit des Buches – dass es sich anfühlt, als würde jemand einem direkt ins Herz sprechen, ohne Umwege, ohne Masken. Und ja, bei einigen Gedichten hat das für mich ganz wunderbar funktioniert, für mich persönlich gingen aber viele auch nicht über die Tiefe einer Instagram-Caption hinaus.

    "But I am so deeply lost in my own soul, how can I expect anyone else to understand me?”


    Fazit

    "Pillow Thoughts" ist eine sanfte, gefühlvolle Sammlung, die vielen Trost spendet, mich aber sprachlich und inhaltlich nicht wirklich erreichen konnte. Vielleicht ein gutes Einsteigerbuch für alle, die gerade erst moderne Poesie entdecken - für mich war es eher ein kurzes, höfliches Vorbeischauen, aber kein Wiedersehen.

     

  22. Cover des Buches Letters of Note - Briefe, die die Welt bedeuten (ISBN: 9783453273115)
    Shaun Usher

    Letters of Note - Briefe, die die Welt bedeuten

    (27)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Da schreiben berühmte Menschen oder weniger berühmte oder solche, die erst später berühmt wurden. Briefe an Politiker oder von Politikern, zwischen Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern. Aber auch ganz normale Menschen kommen zu Wort. Briefe gab es schon vor tausenden von Jahren, auf Papier, auf Tontafeln oder auf Birkenrinde. Geschriebene Briefe, gezeichnete Briefe, Briefe mit Bildern. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Die Briefe sind witzig oder berührend, manchmal tieftraurig. Einige beinhalten Warnungen, die wie so oft nicht gehört wurden. In einigen werden Wahrheiten mit aller Deutlichkeit kundgetan, so wie es die Empfänger verdient haben.


    Wenn am liebsten Romane liest, nimmt man vielleicht gerne mal die Gelegenheit zu einer Abwechslung wahr. So eine Sammlung von Briefen, die teilweise auch im Original abgedruckt und mit einigen Fotos versehen sind, kann da eine sehr schöne Gelegenheit sein. Ach, wenn die Menschen doch auch heute noch so oldschool schreiben würden, mit einem echten Stift auf echtem Papier. Nicht, dass einem die Lektüre auch etwas abverlangt, wenn Hinterbliebene an Verstorbene schreiben oder es ums Sterben geht. Doch auch mit solchen Themen sollte man sich immer wieder mal beschaffen. Als Gegenpol gibt es etliche witzige oder ernsthafte Schreiben, die Schmunzeln lassen oder zum Nachdenken anregen. 


    Durch den Laden geschlendert und einen Zufallstreffer gelandet, für den man natürlich auch offen sein muss. Es ist schon klasse zu lesen, wie unterschiedlich Menschen ausdrücken. Auch, dass einen völlig Fremde oder schon lange Verstorbene mit ihren Worten berühren können, ist ein beeindruckendes Leseerlebnis. Wenn dazu noch in einigen Fällen die Fotos der Schreiber kommen oder auch die Abdrucke der Originalbriefe, verleiht es den Worten noch mehr an Authentizität. Die ganze Komposition des Buches ist eine runde Sache und man ist froh, dass sich diese Zeitzeugnisse erhalten haben und immer noch nachdenklich machen und gleichzeitig erfreuen. 

  23. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423218108)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

    (417)
    Aktuelle Rezension von: Hazelmaus101

    Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches einfach nur genossen. Die Geschichte ist einmal etwas komplett anderes und hat mich von Anfang an gefesselt. Das Buch ist zwar kein klassischer Pageturner baut jedoch ruhig und stetig eine gewisse Spannung auf. Auch den Schreibstil habe ich als extrem angenehm empfunden.  Ich kann es absolut empfehlen!

  24. Cover des Buches Mein Jahr mit Dir (ISBN: 9783328105831)
    Julia Whelan

    Mein Jahr mit Dir

    (246)
    Aktuelle Rezension von: Leseeule35

    Mein Jahr mit Dir – Julia Whelan, erschienen 14. Januar 2019 / 16. August 2023, beim Verlag: Penguin, als eBook Taschenbuch und Hörbuch

    „Mein Jahr mit Dir“ ist die Romanvorlage zum Netflix-Film „My Oxford Year“. Diese Tropes sind im Buch zu finden: Enemies to Lovers, Slowburn, Forced Proximity Romeo & Julia.

    Zum Inhalt: Du kannst dein Leben planen, aber nicht deine große Liebe … Es soll das Jahr ihres Lebens werden. Mit einem Stipendium erfüllt sich Ella endlich ihren lang ersehnten Traum von einem Auslandsjahr in Oxford. Doch gleich am ersten Tag stößt sie dort mit dem arroganten Jamie Davenport zusammen, der zu allem Übel auch noch ihren Literaturkurs leitet. Als Ella und Jamie eines Abends gemeinsam in einem Pub landen, kommen sie sich viel näher als geplant. Und obwohl sie sich dagegen wehrt, spürt Ella, dass sie sich in ihn verlieben wird. Sie ahnt nichts von Jamies tragischem Geheimnis und davon, dass diese Liebe sie vor die größte Entscheidung ihres Lebens stellen wird ...

    Vor jedem neuen Kapitel gibt es einen lyrischen Exkurs einer englischen Literatur lange vor unserer Zeit. Ich mag dieses englische Feeling, Universität, gebildete Charaktere mit ihrem ganz besonderen Charme und in einer Zeitepoche mit eingebunden, die schon so lange vorbei ist, aber die englische Sittsamkeit und literarische Geschichte wieder hervorbringt. Und das alles zur einer höchst modernen Zeit. Ella, eine junge amerikanische Frau hat es nach Oxford geschafft und möchte dort ein Jahr lang englische Sprache und Literatur studieren. Nebenbei engagiert sie sich für die Politik ihres Landes und ist mitten in einem Wahlkampf dabei, auch wenn der Ozean beide Länder trennt. Sie trifft in ihrer ersten Vorlesung auf andere interessante Charaktere und auch ihr zukünftiger Professor ist ihr kein Unbekannter. Ella weiß was sie will, sie ist entschlossen, klug und neugierig. Spaß haben darf jeder, nur verlieben muss nicht sein, schließlich ist ihre Zeit begrenzt und sie will alles kennenlernen was nur möglich ist. Es endet in einem Epilog.

    Der Roman schreitet zwar zunächst langsam voran, macht für mich dann jedoch einen enormen Sprung und auch die besondere Erzählweise bei diesem Sprung ist zunächst ungewöhnlich. Dennoch ist es mitreißend, tiefgründig und poetisch. Die Literatur spielt eine große Rolle und auch die verschiedenen Sichtweisen etwas zum empfinden. Auch gibt es eine unvorhergesehene Wendung, die die Geschichte neu betrachten lässt und einen anderen Touch gibt. Es ist schmerzlich, emotional und mitnehmend, auch wenn mich nicht alles so ergreifen konnte, wie ich gedacht hätte. Die Dynamik ist dennoch anziehend und einnehmend. Die Gefühle sind greifbar, auch wenn ich mir hier mehr gewünscht und mehr spürbare Energie und Romantik gewünscht hätte. Aber diese plätschert ganz leise daher und auf anderen Umwegen. Den Film selbst kenne ich nicht, würde ich mir sicherlich ansehen, wenn es dazu kommt, aber es ist für mich kein Muss und selten kann mich beides gleichermaßen überzeugen.

    Eleanor Duran, 24, aus Ohio ist eine bewundernswerte und stake junge Frau. Sie hat früh gelernt für sich einzustehen, selbstständig zu sein, ehrgeizig und hilfsbereit. Sie hat eine gewisse Vorstellung von ihrem Leben, auch wenn fast alles anders kommt als geplant, aber das Leben kann man nun mal nicht planen, es hat seinen ganz eigenen Rhythmus.

    Jamie Davenport, ist ein junger Mann, mit festem Ziel vor Augen und gewiss nicht einschätzbar. Nach außen wirkt er anders, als viele meinen und er hält sich privat stark im Hintergrund. Doch er ist gezeichnet und möchte niemanden verletzen. Seine Familie ist ein wunder Punkt.

    Der Schreibstil ist angenehm, bewegend, mit sehr gutem Humor besetzt und lyrisch untermauert, dennoch jederzeit modern. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Dialoge und Erzählungen sind zart humorvoll bis schmerzlich treffend, gefühlvoll, emotional und tiefsinnig ehrlich, so dass die gesamte Gefühlspalette genutzt wird, doch leider nicht immer on Point so rüberkommt.
    Dazwischen gibt es tiefgreifende Momente, nachdenkliche, aber auch romantische Augenblicke. Ella erzählt ihre Geschichte aus alleiniger Sicht in der Ich-Perspektive. Natürlich kommt die andere Sicht hierbei nicht zu kurz, auch wenn es Ella´s Geschichte ist, dennoch hätte ich mir hier ab und an einen Perspektivenwechsel gewünscht.
    Die Klappbroschur ist wunderschön gestaltet, mit feinen und kleinen Details.

    Mein Fazit: Ein ehrlicher und berührender Roman, auch wenn er nicht an allen Stellen für mich durchweg transparent und mitnehmend war. Der Ausflug nach Oxford und die feine englische Annehmlichkeit zur Literatur hat mir ansonsten gut gefallen.

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