Bücher mit dem Tag "poetisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "poetisch" gekennzeichnet haben.

316 Bücher

  1. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736303188)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

     (942)
    Aktuelle Rezension von: DawnWoodshill

    "Er küsste mich, als würde er ertrinken. Er küsste mich, als wäre ich für ihn, wie die Luft zum Atmen"


    Ich habe bisher lediglich ein Buch von der Autorin Brittainy C Cherry gelesen. Das war "Wie die Ruhe vor dem Sturm" und sehr emotional und schön geschrieben. Danach wollte ich eigentlich "Wie die Stille vor dem Fall 1 & 2" lesen und eigentlich stehen die hier auch schon bereit aber dann habe ich von dem LYX - Verlag einige Crossover von den Geschichten der Autorin gelesen. Dort hat mich das Crossover von "Wie die Luft zum Atmen" irgendwie sehr angesprochen, da mir die Charaktere gut gefallen haben. Also habe ich quasi alles stehen und liegen gelassen und mir den Roman gekauft. 

    Naja gut, aber nun genug dazu. Ich habe nämlich auch noch was zum Inhalt zu sagen :)


    Ich bin ehrlich, eigentlich finde ich die Cover der ganzen "Elements" Reihe nicht wirklich ansprechend und da stellt "Wie die Luft zum Atmen"" leider keine Ausnahme dar. Hätte ich nicht durch das Crossover die Charaktere kennengelernt, hätte ich es mir wohl eher nicht geholt. Also ein ganz klarer Fall von : Don't judge a book by its cover!


    Wenn ich es richtig verstanden habe, handeln alle Bände von verschiedenen Paaren und haben eigentlich nicht viel miteinander zu tun. Daher kann man die Bücher wohl recht gut unabhängig voneinander lesen. 

    In diesem Roman ging es um Liz, Emma und Tristan. 

    Und was soll ich sagen? Obwohl das Buch ja eines ihrer ältesten Romane war, ist ihr Schreibstil ganz klar wiederzuerkennen. Sie schreibt einfach so emotional, berührend und schön - das ist fast schon unvergleichlich. 

    Es hat mir unfassbar gut gefallen, da die Charaktere beide auf ihre eigenen Art und Weise zerbrochen waren aber sich gleichzeitig auch so gut ergänzt haben. Teilweise gab es einige Klischees, auf die man meiner Meinung nach auch hätte verzichten können, allerdings empfand ich diese beim Lesen jetzt nicht wirklich als störend. 


    Sowohl Liz als auch Tristan mussten beide einen großen Verlust in ihrem Leben verzeichnen und haben unterschiedliche Arten damit umzugehen. Allerdings ähneln sie sich auch und das mehr als sie zu Anfang annehmen. Während Tristan neu in die Nachbarschaft zieht und eher als der berüchtigte und gruselige Einsiedler bekannt ist, fühlt Liz sich in der Stadt unter den Menschen auch eher unwohl. Man merkt ganz klar, dass sie ihre Rolle zu spielen versucht aber gleichzeitig versucht ihren ganz eigenen Platz zu finden. Man konnte den Schmerz der beiden fast schon körperlich spüren und auch wenn es mir an mancher Stelle vielleicht etwas zu überstürzt vorkam, hat mich das Buch mit seinen kleinen Details einfach von sich überzeugt. 


    Ganz besonders schön finde ich tatsächlich, wie mit der Tochter von Liz umgegangen wird. Emma ist nicht bloß einfach ein Nebencharakter, der hin und hergeschoben wird. In anderen Romanen, die ich schon gelesen habe spielen die Kinder meist keine große Rolle aber hier wurde auf die Rücksicht genommen und man merkt einfach wie wichtig sie für Liz ist. 

    Außerdem wird hier auch super schön erklärt, dass man stolz auf sich sein kann, wenn man einzigartig ist und außergewöhnlich ist.

    Mit dem letzten Drittel habe ich dann so gar nicht gerechnet. Mir blieb des Öfteren mal die Luft weg und ich konnte gar nicht fassen, was für eine Wendung die Handlung hier hinlegt. 

    Zudem gab es am Ende eine süße Szene, bei der mir direkt die Tränen gekommen sind. Zum einen weil sie einfach so unglaublich schön war und zum anderen, weil ich dort Parallelen zu einem Ereignis in meinem Leben ziehen konnte. Ich hatte einfach direkt Gänsehaut und möchte auf jeden Fall in naher Zukunft ein weiteres Buch von der Autorin lesen. 


    Ich denke mal, dass ich wohl doch noch zu "Wie die Stille vor dem Fall" greifen werde :) 

  2. Cover des Buches All die verdammt perfekten Tage (ISBN: 9783809026570)
    Jennifer Niven

    All die verdammt perfekten Tage

     (710)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Die Geschichte war wirklich berührend und man vergisst es einfach nicht.

  3. Cover des Buches Nach dem Sommer (ISBN: 9783839001677)
    Maggie Stiefvater

    Nach dem Sommer

     (2.871)
    Aktuelle Rezension von: Ria17

    Inhalt:

    Das Buch handelt von Grace, die als Kind von den Wölfen im nahe liegenden Wald angegriffen worden ist. Komischerweise fühlt Sie sich trotz allem zu den Wölfen bzw zu einem bestimmten Wolf sehr hingezogen/verbunden. Dies ändert sich all die Jahre nicht.

    Als Grace auf die Highschool geht, wird ein Mitschüler von den Wölfen angegriffen und nun soll Jagd auf Wölfe gemacht werden. 

    Grace bekommt Angst, denn gerade der Wolf mit den besonderes schönen und auffälligen gelben Augen bedeutet Ihr viel..

    Meinung:

    Das Buch ist meiner Meinung nach eine ruhige und nette Fantasygeschichte für zwischendurch. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz gefasst, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Wenn man nicht viel Zeit hat, kann man trotzdem mit gutem Gewissen 1-2 Kapitel lesen. 

    Im ersten Buch spielt die Liebesgeschichte eine sehr große Rolle , daher fand ich die Geschichte eher ruhig. Gegen Ende hin, steigert sich dann die Spannung und endet mit einem offenen Ende, dass einen verleitet weiter lesen zu möchten.

    Eine Leseempfehlung gerade für Menschen, die eher ruhige Geschichten mögen.

  4. Cover des Buches Türkisgrüner Winter (ISBN: 9783499227912)
    Carina Bartsch

    Türkisgrüner Winter

     (1.954)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Elyas raubt Emely den letzten Nerv. Einerseits möchte sie, dass er sie in Ruhe lässt - aber als sie so gar nichts mehr von ihm hört, missfällt ihr das irgendwie auch. Besonders, als ihr das auffällt. Als auch noch Luca, ihr E-Mail Freund, in Schweigen verfällt, versteht Emely die Welt nicht mehr.

    Warum meldet sich Luca nicht mehr? Was bezweckt Elyas? Und wieso ist er auf einmal so abweisend, nachdem sie sich geküsst haben? Was hat sie nur mit den Männern?

    Ihr Herz wurde abermals in Stücke gerissen wurde und der Selbsthass von Emely wächst ins Unermessliche. Ob es jemals nochmal heilen kann?


    Meinung

    Das Buch knüft direkt an Band 1 an und erzählt die Geschichte zu Ende. (Band 3 ist erst 5 Jahre später erschienen und nicht zwingend notwendig, auch wenn dieser ebenfalls direkt anknpüft und damit das Ende verschiebt).

    Ich bin nach wie vor begeistert und habe natürlich auch dieses Buch schon oft gelesen und fast in einem Rutsch gelesen.

    Mir gefällt die Rolle der Liebe, Freundschaft und Familie in den Büchern wahnsinnig gut. Mit einer sehr sympathischen Art schafft es Carina Bartsch Beziehungen zu beschreiben. Wie Menschen füreinander da sind, was Worte bewirken können (auch die ungesagten), welchen Wert das hat. Sie beschreibt das auf eine sehr bodenständige Art und Weise, indem auch die Charaktere ganz normale Charaktere sind, die keine besonderen Begabungen und auch ihre Fehler haben.

    Es ist zwar ein sehr langer Weg zum Happy End, aber auf keiner Seite habe ich mich gelangweilt, sondern war einfach nur gefesselt und habe mich gefreut die Geschichte von Emely und Elyas zu lesen. 

    Wie auch den ersten Band kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Vorallem an alle, die gerne Young Adult Bücher lesen, denen aber der Sex in diesen Büchern eine etwas zu große Rolle spielt. Hier seid ihr super aufgehoben. Eine schöne Liebesgeschichte, mit viel Gefühl.

  5. Cover des Buches Bring Down the Stars (ISBN: 9783736311282)
    Emma Scott

    Bring Down the Stars

     (535)
    Aktuelle Rezension von: meinebuchwelt

    "Bring Down the Stars" ist eine Dreiecksgeschichte zwischen der Protagonistin Autumn und den besten Freunden Connor und Weston. Autumn ahnt nicht, dass die gefühlvollen Briefe und Textnachrichten nicht von Connor, sondern von Weston stammen, zu dem sie sich ebenfalls hingezogen fühlt.

    Ich habe bis jetzt nur Gutes über das Buch gehört und deswegen habe ich mich trotz des Lügen-Themas an die Geschichte getraut. Storylines, wie diese, sind für mich immer schwierig, da sie oft nicht genug aufgearbeitet werden und suggerieren, dass man in großen Liebesgeschichten am Ende jegliches Hintergehen verzeihen sollte. Allerdings gibt es noch einen zweiten Teil zu diesem Buch und ich möchte keine voreiligen Schlüsse ziehen.

    Die erste Hälfte der Handlung ist sehr typisch für ein NA-Buch und bietet erstmal wenig neue Elemente. Es ist zwar sehr vorhersehbar, aber das muss man nicht unbedingt als störend empfinden.
    Ca. nach der Hälfte kommt ein Handlungsstrang, der vieles verändert. Allerdings kommt er aus dem Nichts und hat auf mich erstmal an den Haaren herbeigezogen gewirkt.
     Er hat der Geschichte aber nicht geschadet. Im Gegenteil: es wird interessanter, spannender und man versteht die einzelnen Beziehungen der Charaktere besser.

    Ein persönliches Highlight war die Freundschaft zwischen Weston und Connor, die beiden sehr wichtig ist. Ich hätte mir sogar, ergänzend zu Westons und Autumns Sicht, ein paar Kapitel aus Connors Sicht gewünscht, um ihm noch mehr Charaktertiefe zu verleihen.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und leitet einen gut durch das Buch. Für alle die es mögen, gibt es auch hin und wieder poetische Stellen.

    Durch den Cliffhanger am Ende und, weil ich der Geschichte noch eine Chance geben will, sich zu verbessern, werde ich auf jeden Fall zeitnah zu Band 2 greifen.

    Ab hier folgen noch ein paar Gedanken, die allerdings Spoiler beinhalten:

    Ich verstehe nicht ganz, wie Autumn den Schwindel nicht begreift. Einmal ist sie so kurz davor, aber dreht es sich dann wieder passend. Sie ist fast nie mit Connor glücklich, wenn sie bei ihm ist und bleibt trotzdem mit ihm zusammen. Sie betont immer wieder, dass er ein ganz anderer Mensch ist, wenn er ihr schreibt und denkt ab da dann aber nicht weiter. Das hat mich ein bisschen frustriert.

     

  6. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.461)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Habe mich manchmal dabei erwischt, wie mir Tränen geflossen sind beim lesen!

    Wie man es nicht anders von John Green kennt ist auch dieses hier ein Buch, dass sehr tiefgründig ist und einem zum nachdenken anregt. Habe wirklich mit den Figuren geweint und geschmunzelt. So ein hartes Thema wie Suizid in einem Jugendbuch altersgerecht zu behandeln ist wenn man mich fragt eine Kunst für sich, aber es ist hier super gelungen.


    Mir gefiel es wie alle Charaktere ihre eigene Persönlichkeit haben und Gedichte von Lyrikern gezeigt werden.

    Was mir nicht gefiel war dass es manchmal unnötig dramatisch war.

    Insgesamt ist es ein klasse Buch dass ich immer wieder lesen werde!




  7. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.493)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Der Tod erzählt uns eine Geschichte. Sie handelt von Liesel, die im 2. Weltkrieg von ihrer Mutter zu einer Pflegefamilie gegeben wird und dort ein Zuhause findet. Ihr "Papa" bringt ihr Lesen bei und sie entwickelt eine Leidenschaft für Worte und für Bücher. Magisch angezogen wird sie von ihnen und so erbeutet sie eins nach dem anderen, sie wird DIE BÜCHERDIEBIN. Sie erfährt, welche Macht Worte haben können und teilt die Geschichten mit anderen, indem sie vorliest und damit tröstet und ablenkt, anderen Mut macht. 

    Ein außergewöhnlicher Antikriegsroman über Bücher, die Kraft der Worte, Menschlichkeit und den Tod. 


    Das war wirklich keine erfreuliche Lektüre, wer es schon gelesen hat, wird mir zustimmen. Ein unangenehmes Buch, dass einen sehr beschäftigt. Und doch so schön geschrieben. Die Sprache ist poetisch und die Formulierungen wie verzaubert. Der Tod ist ein behutsamer Charakter, ein so wunderbarer Erzähler. Die bildhaften Formulierungen, die mich sonst wegen ihrer Floskelhaftigkeit schnell nerven, gehen hier ganz neue Wege, der Autor - und sicher ist das zum Teil auch der hervorragenden Übersetzung zu verdanken - trifft mit bestimmten Sätzen direkt ins Herz, er erreicht damit das, wozu Metaphern da sind, ein Bild im Kopf zu erzeugen. 

    "Er fuhr sich mit der Hand durch das schläfrige Haar..."

    "Hans Hubermann hatte ein Gesicht aufgelegt, in dem alle Vorhänge zugezogen waren." 


    DIE BÜCHERDIEBIN dreht sich um ein ganz wichtiges Thema, so weh es einem beim Lesen auch tut, aber es ist wirklich toll umgesetzt. 

    Einen Kritikpunkt habe ich jedoch, und das ist etwas, was ich einfach grundsätzlich nicht mag, hier aber ganz besonders. Der Erzähler, der Tod, der ja allwissend ist, nimmt an einigen, und zwar an sehr entscheidenden Stellen, Informationen vorweg. Einzelheiten, die einen in die Zukunft blicken lassen, und zwar in keine rosige. Oft geht es dabei darum, dass eine Chance verpasst wurde, dass man sich zum letzten Mal sieht, wie eine Figur aus dem Leben scheidet. Und das empfinde ich als ungeeignetes Mittel, um Spannung zu erzeugen - ich hätte die knapp 600 Seiten auch so durchgehalten - nein, es nimmt mir die Spannung und frustriert. Ich hatte nicht die Illusion, dass alle Protagonisten dieses Buch überleben, aber für eine mir sehr wichtige Person wurde schon ganz früh alle Hoffnung auf ein glückliches Ende zerstört, das schmälert bedauerlicherweise meine Begeisterung etwas. 

    Dennoch insgesamt ein großartiges Plädoyer gegen den Krieg, gegen Ausgrenzung und gegen Vorverurteilung. Was der Autor schön beschreibt ist, dass trotz allem, was grausam und herzlos ist immer irgendwo Freundlichkeit und Liebe zu finden ist. 

  8. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783841502476)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

     (1.500)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Inhalt: 

    Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

    Meine Meinung: 

    Das Buch war einfach nur großartig. Die Charaktere waren sehr authentisch und die Autorin hat es geschafft, eine düstere und mysteriöse Atmosphäre zu schaffen. Es war durchgehend spannend und teilweise sehr viel zu verdauen, sehr viel Unrecht und Trauriges. Nichts für zu empfindliche Leser.
    Die Charaktere, besonders Abel, waren nicht schwarz oder weiß, sondern ein Produkt dessen, was ihnen zugestoßen ist.
    Und auch Anna, ein Mädchen aus gutem, behüteten Hause, wagt den Blick hinter den Tellerrand und hinter die Fassade und schreckt auch nicht vor hässlichen Wahrheiten zurück. Auch die Geschichten, die in dem Roman mit der Wirklichkeit verwoben sind, haben sehr gut gepasst und die Spannung gesteigert, weil man nie wusste, ob man Dinge wörtlich nehmen sollte.

    Ein sehr dramatisches, berührendes Buch, das ich hiermit wärmstens empfehle! 

  9. Cover des Buches Das Lavendelzimmer (ISBN: 9783426509777)
    Nina George

    Das Lavendelzimmer

     (515)
    Aktuelle Rezension von: EvaMinna

    Die Idee einer Bücherapotheke ist genial, die Worte fließen und das sprachliche Niveau ist ansprechend. Leider empfand ich die Geschichte als allzu pathetisch, da die Protagonisten, allen voran Monsieur Perdu, konstruiert wirkten. Diese überzeichneten Charaktere verhinderten, dass mich "Das Lavendelzimmer" wirklich für sich einzunehmen vermochte.

  10. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Jack und seine Ma leben in Raum. Die 12 qm sind ihre ganze Welt. Es gibt Oberlicht, Bett, Frierer, Fernseher (da sind Jacks Freunde drin), Bücher, Eierschlange und Schrank (darin muss sich Jack jeden Abend verstecken, wenn Old Nick zu seiner Ma kommt). Bis zu Jacks 5. Geburtstag ist nur Raum echt, alles Draußen ist es nicht - doch dann erzählt ihm Ma, dass Raum nicht die Welt, sondern nur ein kleiner Teil davon ist. Und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen...


    "Raum" von Emma Donoghue ist anders als alle Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch einen Entführungsfall, aber nicht auf konventionelle Weise: sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jack - inklusive grammatikalischer Fehler, ausgedachter Wörter und eben der ganzen Gedankenwelt, in der ein Kind in diesem Alter steckt. Diese Erzählweise war für mich als Leserin sehr intensiv und authentisch. Mich hat es zutiefst bewegt, mit Jack und seiner Ma in Raum zu sein und war auf eine voyeuristische Weise sehr gefesselt von seinen Beschreibungen des Alltags in ihrem Gefängnis. 


    Die Autorin belässt es aber nicht nur bei dem Eingesperrt-Sein, sie berichtet auch von der Zeit nach Raum, von den Anfängen von Jack und seiner Ma im draußen. Ich war einfach nur begeistert, wie gut Emma Donoghue die psychischen Folgen der Entführung und des Missbrauchs dargestellt hat. Auch die Stärke der Mutter wird sehr gut durch Jacks Sicht erfahrbar.


    "Raum" ist an eine wahre Begebenheit angelehnt: den Fall Josef Fritzl. Ich hatte vor dem Buch einige Podcast-Folgen zu diesem Kriminalfall gehört und finde, dass Emma Donoghue daraus eine außergewöhnliche Geschichte gemacht hat. "Raum" ist verstörend, heftig und nicht leicht zu verarbeiten. Ich denke nicht, dass das Buch für alle geeignet ist, wenn ihr euch durch das Thema aber nicht getriggert fühlt, kann ich nur eine riesen Empfehlung für diese ungewöhnliche und berührende Lektüre aussprechen. Sie wird mich so schnell nicht mehr los lassen.

  11. Cover des Buches Niemand liebt November (ISBN: 9783789142956)
    Antonia Michaelis

    Niemand liebt November

     (283)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Novembers Eltern verschwanden, als sie noch ein kleines Kind war. Jetzt hat sie sich endlich auf die Suche nach ihnen gemacht, selbstverständlich in ständiger Begleitung der Katze. Aber wer ist der Junge mit dem Buch, den sie manchmal sieht?
    .
    November, genannt Amber, hat verquere Gedankengänge, denen man nur schwer folgen kann. Auch die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt immer wieder, eine unerwartete Wendung, die das Buch nicht nur deutlich langatmiger, sondern auch komplizierter gemacht hat. Amber selbst wirkt durch und durch unsympathisch, auch wenn ihr Wunsch, endlich ihre Eltern zu finden, nachvollziehbar ist. Wann immer ihr jemand Hilfe anbietet, macht sie es diesen Menschen unglaublich schwer, ihr wirklich helfen. Katja wirkt so, als hätte er selbst keine Persönlichkeit, nicht einmal sein Name ist sein eigener. Die restlichen Charaktere scheinen nur dazu sein, um die Geschichte weiter in die Länge zu ziehen, da sie Ambers Suche erschweren.

  12. Cover des Buches Eines Tages, Baby (ISBN: 9783442482320)
    Julia Engelmann

    Eines Tages, Baby

     (452)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Ich wollte mir mal was kurzes gönnen, also griff ich diesmal zu dem ersten Buch von Julia Engelmann - Eines Tages, Baby. 

    Ihr kennt das ja mittlerweile bei mir mit den verschiedenen Reihenfolgen, wie ich Bücher lese, mit dem Buch Wir können alles sein, Baby habe ich mir ja etwas schwer getan, das gebe ich gerne zu! Aber mit Eines Tages, Baby muss ich sagen, ab da bin ich zu den Fans von Frau Engelmann aufgestiegen. 

    Irgendwie habe ich eventuell einen besseren Zugang zu ihren Texten gefunden als davor, was ja auch möglich sein kann, aber ich habe mich heute bei den Texten desöfteren beim Aufstehen erwischt und habe über die Texte von Ihr noch einmal ein wenig nachgedacht. Was hat aufstehen mit nachdenken zu tun?????

    Vor allem zwei Texte haben es mir doch sehr angetan. Das ist zum einen gleich der erste Text nämlich Stille Wasser sind attraktiv und der Text Goldfisch. Bei beiden Texten habe ich wirklich lange nachgedacht, da sie mich persönlich sehr am Herzen berührt haben. 

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es vielleicht daran liegt, dass ich momentan eher in mir ruhe als im Oktober als ich das andere Werk las. Oder es liegt daran, dass ich momentan eher das dann lese wann ich es lesen will. Oder ich bin einfach ein besserer Leser geworden und kann mich besser auf so etwas einlassen. 

    Auf alle Fälle ist es so, dass Frau Engelmann für mich etwas geschrieben hat, wo ich sage dies hat verdammt viel Herz und Verstand und sie kann es ausdrücken. 

    Ich weiß nicht, ob sie wie es Kollegen geschrieben haben eine Stimme einer ganzen Generation ist, aber für mich sind die längeren Texte in diesem Buch eine Stimme, die man zulassen sollte und über die man nachdenken sollte. Aber tut mir den Gefallen und macht dies an Tagen wo ihr euch gut fühlt und ihr das Gefühl habt, dass ihr in euch ruht. Die Autorin wird euch an diesen Tagen bestimmt auch etwas geben, worüber ihr nachdenken könnt.  

    https://www.literaturlounge.eu



  13. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783442482917)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

     (377)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Andreas Egger, um 1900 geboren kommt um 1902 zu seinem Onkel in ein Alpental und hat eine schwere Kindheit mit Entbehrungen und Misshandlungen. Gerade erwachsen verlässt er den Hof und wird Tagelöhner der alle möglichen Arbeiten macht. Fleiß und harte Arbeit zeichnen sein Leben aus. Dazwischen fällt eine einzige große Liebe, die tragisch mit dem Tod der Geliebten endet. Egger schließt sich dem Seilbahnbau an, muss in den Krieg und ist danach als Bergführer und Arbeiter tätig. Er führt ein bescheidenes Leben und die Veränderung der Alpen und die Lebensweisen werden an ihm spürbar.

    Seethaler erschafft ein wunderbares Buch, das durch den Stil und die wunderbare Sprache überzeugen. Jedes Wort scheint genau an der richtigen Stelle und das Buch entfaltet eine wunderbare Atmosphäre, die jeden Leser bezaubert. Ein schönes, aber auch melancholisches Buch, das unbedingt gelesen werden sollte.

  14. Cover des Buches Feeling Close to You (ISBN: 9783736311206)
    Bianca Iosivoni

    Feeling Close to You

     (309)
    Aktuelle Rezension von: buch_begeistert

    Für mich hat Bianca Iosivoni eine schöne Geschichte erschaffen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Auch der Aufbau mit den Chatverläufen zwischen den Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und haben dem ganzen etwas Leichtes und Erfrischendes gegeben, und sind auch mal etwas Anderes. Da Parker in Finding Back to us schon mal kurz vorgekommen ist, habe ich mich sehr auf ihn gefreut und fand es schön mehr über ihn zu erfahren.

    Es ist eine Geschichte mit sympathischen und authentischen Charakteren, die einem schnell ans Herz wachsen. Sie machen für mich eine schöne Entwicklung durch. Das Buch befasst das Thema Gaming, was nicht meine Welt ist. Aber es wird auf leichte Art rübergebracht und vermittelt, sodass man automatisch neugierig darauf ist und sich freut mehr darüber zu erfahren.


    Teagan ist eine starke junge Frau, die weiß was sie will und für ihre Träume kämpft und sich nicht unterkriegen lässt. Auch sie hat mal schlechte Tage, an denen ihr alles zu viel ist und sie zweifelt, was sie umso nahbarer und sympathischer macht. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Ihre große Leidenschaft ist das Gaming, in dem sie ihre ganze Energie und Freude reinsteckt. Es ist ihre Welt und ein großer Teil ihres Lebens. Durch Parker verändert sich ihr Leben, sie lernt mehr für sich einzustehen und traut sich mehr zu sein wie sie ist. Sie lernt, dass auch sie dazugehört und einen Platz im Leben hat.


    Parker ist cool, erfolgreich, liebenswürdig, charmant und verständnisvoll. Auch ihm bedeutet das Gaming viel. Aber allen voran lebt er für seine Familie und seine Freunde, für die er alles tun würde. Er opfert sich für seine Eltern auf und versucht alles mit sich selbst auszumachen. Er lernt, dass er sich den Menschen, die er liebt und die ihn lieben, lohnt sich zu öffnen und zu vertrauen. Gerade Teagan hilft ihm nach vorne zu blicken. 


    Die Beiden sind zusammen ein tolles Team, das sich gesucht und gefunden hat. Auch wenn es nur wenige reale Momente zwischen den beiden gibt, sind die Emotionen und die Verbundenheit zu spüren. Es ist einfach mal eine andere Liebesgeschichte als sonst, da sie viel Digital stattfindet, was zeigt, dass sich auch so tiefe Gefühle entwickeln können. Neben allem Positiven und dem Humorvollen, müssen Teagan und Parker auch schwere Dinge erleben, die sie prägen. Diese ernsten Themen wurden für mich gut rübergebracht und haben mich berührt. Und es war schön, dass Callie immer wieder mal vorkam (Finding back to us). Besonders unterhaltsam und schön finde ich, dass auch die Mitbewohner der WG mit einbezogen wurden. 


    Für mich ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch. Weshalb es keine kompletten 5 Sterne gibt, liegt daran, dass mir insgesamt zu wenig passiert ist, und es mir dann am Ende doch etwas zu schnell ging.

    Das Buch zeigt, dass es sich lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben, da der eine Mensch, der einen nimmt wie man ist und der einem das Gefühl gibt es wert zu sein, existiert! 


    4,5 / 5 

  15. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  16. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (139)
    Aktuelle Rezension von: katis_readings

    Eine verwitwete Frau, ein verhaltensauffälliger Sohn und eine sehr treue und loyale Haushälterin - diese drei zieht es nach dem Tod ihres Mannes an den Küstenort Aldwinter. Lang genug hat sie die Ketten der Ehe ertragen und ist nun Willens ihren eigenen Interessen, der Naturwissenschaft ,nachzugehen. Denn,Cora Seaborne ist, für damalige Verhältnisse, keine gewöhnliche denkende Frau.

    Was Cora noch nicht weiß? In Aldwinter treibt eine geheimnisvolle Schlange ihr Unwesen. Mysteriöse Phänomene werden zur Tagesordnung und scheuchen die sowieso schon leicht abergläubigen Bewohner auf. Der Pfarrer des Dorfes plädiert an den Glauben und die göttliche Kraft. Cora hingegen, eine Vertreterin der Wissenschaft, kommt mit den Ansichten des Pfarrers nicht überrein. Diskusionen und tiefsinnige Gespräche sind vorprogrammiert. Doch trotz aller Meinungsverschiedenheiten fühlen die beiden eine Verbindung.

    Diese Begegnung, gepaart mit dem Verlust ihres Mannes und dann ist da auch noch ein unbekanntes Wesen....Wo soll das nur hinführen?

    Nicht nur die Atmospähre des 19Jh. und des englischen Landlebens werden hier großgeschrieben, nein, auch die Charakteristik dieses Jahrhunderts hat hat die Autorin wunderbar in Szene gesetzt:

    Die Aufklärung der Aberglaubens durch die aufflammende Wissenschaft.

    Umdenken und Umstrukturierung seitens der Politik.

    All dies hat die Autorin in diesem Roman aufgegriffen und auf wunderbare natürliche Art und Weise mit einfließen lassen. Dieses Buch ist demnach nicht nur ein äußerst bildgebender roman, nein, hier lernt man auch noch etwas über die Geschichte. Solche Aspekte liebe an Büchern. Was auch und vor allem herausstach, war die Gegenüberstellung von Aberglauben und Wissenschaft durch die Charaktere. Tolle und auch tiefsinnige Diskussionen.

    Für mich, die sowieso schon eine Faszination für diese Zeit hat, ein toller Roman.

    Da werden definitiv noch Bücher von Sarah Perry folgen. Spätestens mit 'Malmoth' im Herbst.

  17. Cover des Buches Sieben Minuten nach Mitternacht (ISBN: 9783442485345)
    Patrick Ness

    Sieben Minuten nach Mitternacht

     (805)
    Aktuelle Rezension von: BenteL

    Das Buch „Sieben Minuten nach Mitternacht“ erzählt die Geschichte des jungen Conors, welcher nachts Besuch von einem Monster bekommt.
    Die Geschichte hat mich förmlich in seinen Bann gezogen, ich habe das Buch begonnen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Zwischendurch konnte ich die Wut von Conor nachempfinden und mich mit ihm aufregen. An einigen Stellen musste ich lachen, um kurz darauf gefesselt von der Furcht und Trauer in Tränen auszubrechen.  Das Buch deckt sämtliche Emotionen ab und jeder, der selbst schon in der Situation war eine geliebte Person zu verlieren wird mit Conor mitfühlen können. 

  18. Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783827013026)
    Pierre Jarawan

    Am Ende bleiben die Zedern

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Janine_Napirca

    „Und am Ende? Am Ende bleiben die Zedern. Sie werden dicht beieinanderstehen und auf den Libanon herabblicken. Und vielleicht, wenn der Wind günstig steht und vom Meer heraufseht, wird man es hören. Man wird hören, wie sie einander zuflüstern, dass ich einst in ihrem Schatten saß. Und wie ich hier entlangging, um Vater zu suchen.“


    Auch in ‚Am Ende bleiben die Zedern‘ von Pierre Jarawan haben wie bereits in ‚Ein Lied für die Vermissten‘ Worte und Erzählungen einen so hohen Stellenwert und die Liebe zum Libanon - trotz seiner Imperfektion - wurde erneut sehr magisch und authentisch gezeichnet. 


    Samir lebt mit seinem Vater Brahim, seiner Mutter Rana, seiner Schwester Alina und dem Freund der Familie Hakim und dessen Tochter Yasmin in Deutschland, nachdem die Erwachsenen aus dem Libanon geflohen sind. Als Brahim eines Tages verschwindet, ist nichts mehr so idyllisch und heimelig wie es war. Samir beginnt seinen Vater auf das höchste Podest zu idealisieren und mit ihm seine Vorstellung vom Leben im Libanon, den er jedoch nie betreten hat, während seine Mutter und seine Schwester, die sich kaum noch an ihren Vater erinnern kann, versuchen ihr Leben weiter zu leben. Samirs einzige Chance, mit seinem Schicksal fertig zu werden, ist, auf den Spuren der Vergangenheit seines Vaters in den Libanon zu reisen und möglicherweise dort Antworten auf all seine Fragen zu finden.


    Ich kann mit meiner Rezension dem Roman gar nicht gerecht werden, weil man all die Schönheit, Zerrissenheit und Sehnsucht gar nicht in Worte fassen kann. Es hat mich so sehr berührt und erschüttert, Jarawans Schreibstil ist einfach einzigartig und nebenbei lernt man noch so viel über die Geschichte des Libanons, die Rivalitäten der drei großen Weltreligionen, die verantwortlich für die Spaltung der Gesellschaft sind, ohne dass man das Gefühl hat, die eine oder andere wäre „besser“ oder eher gesagt weniger schlimm, als die andere. Man könnte sich wirklich nur wünschen, dass sämtliche Politiker*innen und Fundamentalist*innen diesen Roman lesen. Vielen Dank für diese so wichtige Aufklärungsarbeit, die Pierre Jarawan auch zusätzlich zu seinen Romanen leistet.

  19. Cover des Buches Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt (ISBN: 9783570310991)
    Nicola Yoon

    Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

     (1.176)
    Aktuelle Rezension von: finja472

    Dieses Buch beschäftigt sich mit Maddy, die an einem schweren Immundefekt leidet und somit, seit sie ein Baby ist, nicht das Haus verlassen kann. Daher sieht jeder Tag in ihrem Leben gleich aus, bis eines Tages eine neue Familie in das Nachbarhaus zieht. Die Gefühle zwischen ihr und dem neuen Nachbarn Olly sind so groß, dass Maddy auf einmal mehr von ihrem Leben und der Welt will...


    Einzigartig war der Schreibstil dieses Buches, der schon Grund genug ist es zu lesen. Denn die Statistiken, Illustrationen oder die Worterklärungen geben versteckte Hinweise auf Madelines Gedanken, Gefühle und ihr Leben. 

    Besonders gut hat mir auch die Beschreibung der Veränderung von Maddy gefallen und ihr Wunsch das Leben leben zu können. Ich hatte das Gefühl, sie zu verstehen und konnte ihre Taten nachvollziehen.

    Auch der plötzliche Wandel der Handlung ist sehr gelungen, denn er kam sehr überraschend und hat nochmal eine neue Spannung aufgebaut.

    Zu kritisieren gäbe es nur, dass das Ende sehr plötzlich kam und noch viele Fragen offen geblieben sind.


    Insgesamt ein sehr schönes, aber auch berührendes Buch, das sich auf alle Fälle lohnt zu lesen.


    Bewertung: 4/5 ⭐

  20. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.355)
    Aktuelle Rezension von: Portia11

    Es ist schon viele Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich habe es geliebt und nie vergessen. Und ich weiß auch noch, dass eine Freundin es nach ein paar Seiten abgebrochen hat, weil sie es zu verwirrend fand. Darum sage ich: Klare Leseempfehlung – für alle, die sich die Mühe machen wollen, sich bei den ersten Seiten etwas zu konzentrieren.  

  21. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Ralph2711

    Ein Buch, dass sich irgendwie indirekt auch mit Corona beschäftigt. Im Mittelpunkt steht aber einfach die Menschlichkeit!

  22. Cover des Buches Deine Worte in meiner Seele (ISBN: 9783736310520)
    Brittainy C. Cherry

    Deine Worte in meiner Seele

     (521)
    Aktuelle Rezension von: Nachtblume

    Cherry gehört seit dem zweiten Teil der Romance Elements Reihe zu meinen Lieblingsautorinnen. Loving Mr. Daniels war das letzte Buch von ihr auf meinem SuB und ich kann es kaum erwarten, bis ihr nächstes rauskommt. Bis auf eine Dilogie habe ich bisher alle ihre übersetzten Bücher gelesen und geliebt. Manche mehr. Manche weniger.

    Loving Mr. Daniels gehört zu den ganz großen Highlights. Mir war schon vorher klar, dass der Klappentext nicht mal annähernd an die Geschichte rankommt, weil man ihre Geschichten selten gut in einem KT einfangen kann. ("Wie das Feuer zwischen uns" schafft das allerdings richtig gut.) Ich hatte ein wenig Sorge, dass das hier eine klassische Lehrer-Schüler-Lovestory wird. Sie haben Interesse aneinander, sind unvorsichtig und es gibt viel Drama. Aber nope. Cherry schreibt keine 08/15 Geschichten und darüber bin ich sehr froh.

    Das Buch unterscheidet sich atmosphärisch von ihren anderen Büchern. Vielleicht liegt das an dem Setting oder daran, dass die Protagonisten jünger als gewöhnlich sind. Was es auch ist, es stört mich nicht. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm zu lesen. Man merkt, dass es eins ihrer ersten Bücher war und ihr Stil mittlerweile noch ein bisschen metaphorischer und poetischer geworden ist, aber das tut diesem Buch kein Abbruch. Es lässt sich wirklich gut und schnell lesen.

    Die Figuren sind toll ausgearbeitet. Mit Ashlyn und Daniels haben wir zwei Protagonisten, die wirklich sympathisch und humorvoll sind. Beide mochte ich total gerne. Aber auch die Nebenfiguren sind nicht zu verachten. Es geht in diesem Buch nicht ausschließlich um eine Lehrer-Schüler-Beziehung und so spielen auch die Nebenfiguren eine wichtige Rolle. Hailey und Ryan, ihre Stiefgeschwister, sind Goldstücke. Ich liebe sie abgöttisch und dieses Trio ist einfach wundervoll. Auch hier wurde auf das Klischee "Nervige Stiefgeschwister" verzichtet und dafür bin ich so so dankbar. Die Beiden sind einfach klasse. Aber auch Henry ist nicht verkehrt und ich habe die Familie echt ins Herz geschlossen.

    Randy, Daniels bester Freund, ist aber auch toll. Trotz weniger Auftritte, ist er einfach total sympathisch und ich würde tatsächlich gerne mehr über ihn lesen.

    Insgesamt habe ich nur wenig an dem Buch zu kritisieren. Einige Aussagen finde ich ziemlich veraltet, aber das Buch ist ja auch nicht brandaktuell und sie sind auch nicht storyrelevant, also kann man da schon mal ein Auge zudrücken.

    Gerade von Gabbys Briefen hätte ich mir aber mehr gewünscht. Ihr Verlust nimmt eine zentrale Rolle in der Geschichte ein, aber an sich liest man nur wenige ihrer Briefe und das fand ich sehr schade. Außerdem hätte ich mir auch noch eine kurze, bessere Erläuterung bzgl. ihrer Vergangenheit rund um ihr erstes Schuljahr gewünscht, da ich dort noch ein wenig im Dunkeln tappe.

    Schlussendlich kann ich gar nicht anders, als dieses Buch zu lieben. Es hat mich emotional so abgeholt! Ich habe unfassbar viel geweint und ich weiß nicht, wann mich ein Buch das letzte Mal so krass bewegt hat, weil ich meine Tränen seitenlang nicht aufhalten konnte. Die Figuren sind mir so sehr ans Herz gewachsen.

    Das Ende ist typisch Cherry und ich möchte durchaus anmerken, dass ihre Bücher nicht für jeden etwas sind. Sie sind schwer, sie sind traurig, sie sind dramatisch. Vollgepackt mit Emotionen. Jede Figur trägt ihr Päckchen und das wird sehr präsent behandelt. Mag man sowas nicht, sollte man zu leichteren Büchern greifen, die weniger emotional und dramatisch sind. Mich kann sie allerdings immer wieder aufs Neue begeistern und verzaubern.

  23. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (183)
    Aktuelle Rezension von: IvoryLucy

    Ich finde es ziemlich schwierig, dieses Buch zu bewerten und eine Rezension zu schreiben. Ich probiere es dennoch einmal. 

    In Rezensionen gebe ich gerne meine Gedanken und Gefühle wider, die ich beim Lesen des Buches hatte. Bei sehr guten Büchern, krieche ich förmlich rein und bin so bestenfalls Teil der Geschichte. Ich bin in diese Geschichte hier sehr gut reingekommen, war aber anfangs erstaunt über den Schreibstil. Der Autor wechselt den Stil mit den handelnden Personen. Das ist ihm fabelhaft gelungen, auch wenn ich mich normalerweise mit vulgärer Sprache in Romanen schwer tue. Hier passte es und brachte sehr gut zum Ausdruck, was die Personen fühlen und denken. Gerade wenn man nicht in der Ich-Form schreibt, muss man sich ganz schön ins Zeug legen, um die Gefühle der Personen richtig wiederzugeben. Das ist hier super gelungen. 

    Ich wünschte, ich hätte dieses Roman in meiner Jugend gelesen, denn dann hätte ich mich noch stärker verbunden gefühlt zu Sally. Der Autor hat mit Sally bei mir voll ins Mark getroffen.

    Meine einzige Kritik ist jetzt nur, dass ich gedacht habe, man erfährt mehr darüber, warum Sally und Liss sich so entwickelt haben, wieso sie es so schwer haben und was sie sich wünschen. Ich hätte gern noch mehr Details aus ihren Leben erfahren, ich wäre gerne noch tiefer eingetaucht und hätte mich gern noch stärker verbunden. Der Roman wird so nicht komplett rund für mich.

    Ich finde die Schilderungen der Arbeit auf dem Hof und die Schilderungen über die Natur sehr gelungen und konnte mir alles bildlich vorstellen. Besonders der letzte Teil, die Traubenlese, fand ich sehr gelungen, sehr erfrischend, sehr befreiend und sogar hoffnungsvoll.

  24. Cover des Buches Nach Mattias (ISBN: 9783257071290)
    Peter Zantingh

    Nach Mattias

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__

    In dem Buch geht es um Menschen, die alle eine person verloren haben - Matthias. Ein Gefühl beschrieben durch das Leben verschiedener Menschn ist eindrücklich. Man fühlt mit, spürt wie sich Trauer bei jedem anders und irgendenwie gleich anfühlt. Manchmal auch nicht ganz einfach zu lesen und irgendwie auch eine Begegnungs-Therapie. Wir mögen dieses gefühl nicht, es schmerzt und, aber ist wichtig um das Leben wertzuschätzen. Die einen erleben es mehr, die anderen weniger und manchmal fragt man sich... muss dass denn sein? Da bekommt man das gefühl, dass Schicksal springt einen an, ja wie in diesem Buch irgendwie auch, das Schickssl/Matthias alle mit einander verbunden hat. 

    Definitiv ein sehr schönes Buch mit Erlebnissen die uns allen Begegnen können und irgendwann werden...

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